Autoimmun? Der Fall Kevin Dorow

von Wiggo Mann -- Bundespräsident Kevin Dorow? Warum eigentlich nicht, irgendwann! Er ist erst 27 Jahre alt. Der linksradikale Frank-Walter Steinmeier hat es doch auch geschafft, obwohl er mit 27 für den vom Ministerium für Staatssicherheit der DDR finanzierten Pahl-Rugenstein Verlag arbeitete. Kevin Dorow arbeitet nach aktuellem Kenntnisstand nicht gegen Deutschland.

Dorow kommt aus dem beschau­li­chen Land­kreis Rends­burg-Eckern­för­de in Schles­wig-Hol­stein. Ein jun­ger Typ wie er könn­te auch ein­fach nur stu­die­ren, doom­scrol­len und sams­tags im „Che­yenne Club“ in Rends­burg abhängen.

Aber er enga­giert sich offen­bar für die­ses Land, wird poli­tisch aktiv und scheut sich nicht, Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men. Er wird Bei­sit­zer im Vor­stand der schles­wig-hol­stei­ni­schen AfD und Bei­sit­zer im Vor­stand ihrer neu­en natio­na­len Jugend­or­ga­ni­sa­ti­on „Gene­ra­ti­on Deutsch­land“ (GD).

Wäh­rend ande­re schon Schwit­ze­händ­chen bekom­men, wenn sie an der Uni etwas vor­tra­gen müs­sen, kämpf­te sich Kevin am 29. Novem­ber 2025 in Sak­ko und Kra­wat­te durch den Ter­ror-Mob der Anti­fa zur Grün­dungs­ver­samm­lung der GD, stell­te sich vor die Mit­glie­der sowie die ver­sam­mel­te Meu­te von Jour­na­lis­ten und sprach über das, was ihn bewegt. Chapeau.

In sei­ner Rede erklär­te der jun­ge Mann sein Ver­ständ­nis der Orga­ni­sa­ti­on. Er setz­te sich dafür ein, daß die­ser Teil der Par­tei einen jugend­li­chen Hand­lungs­spiel­raum abseits des kon­ven­tio­nel­len Poli­tik­ge­schäfts haben soll­te. Eigent­lich logisch – sonst bräuch­te man ja kei­ne Jugend­or­ga­ni­sa­ti­on. Dorow nutzt dabei eine kur­ze For­mu­lie­rung über die Jugend, die ihm nun nach­träg­lich zur Last gelegt wird.

Den Satz, um den es geht, hät­ten irgend­wann auch mal Natio­nal­so­zia­lis­ten gesagt, behaup­ten man­che. Ande­re wider­spre­chen: Das Zitat sei viel älter und sogar Leit­spruch einer Ver­ei­ni­gung gewe­sen, unter deren Mit­glie­dern Sophie Scholl und Graf von Stauf­fen­berg waren.

Ein Streit um des Kai­sers Bart – insze­niert und auf­ge­sta­chelt von den Prot­ago­nis­ten „Unser­er­De­mo­kra­tie“ und den ange­schlos­se­nen Medi­en. Kevin Dorow hat alles hin­ter­her noch­mal freund­lich ein­ge­ord­net. Die AfD könn­te sich gemüt­lich mit einer Tüte Pop­corn zurück­leh­nen und abwar­ten. Statt­des­sen tut sie was? Sie will offen­bar ein Par­tei­aus­schluß­ver­fah­ren gegen einen 27-Jäh­ri­gen auf den Weg brin­gen. Warum?

Die AfD steht bei unge­fähr 25 Pro­zent. Wenn sich etwas vor­wärts bewegt, dann meist im Osten. Natio­nal wirkt der Auf­tritt der Mar­ke sel­ten stra­te­gisch koor­di­niert. Man pro­fi­tiert vor allem von exter­nen Ereig­nis­sen und stol­pert gele­gent­lich über die eige­nen Füße. Man hofft auf Man­da­te und Macht­be­tei­li­gung, wird aber nur in einer Ecke der Demo­kra­tie-Mane­ge kulant geduldet.

Die Par­tei habe den mar­gi­na­len Wert einer DKP, erklärt uns Deutsch­lands meist­ge­le­se­ner Kolum­nist Harald Mar­ten­stein in der BILD. Das schmerzt. Was muß also getan wer­den, um die Repu­ta­ti­ons­lü­cke zur CDU zu schlie­ßen? Alles absto­ßen, aus­schlie­ßen, neu­tra­li­sie­ren, was kle­ben, kle­ckern, rei­ben könn­te? Müs­sen wir zurück­ste­cken, damit das Par­tei­en­kar­tell uns über die Brand­mau­er hilft?

Sogar manch erfah­re­nen Mit­strei­ter im Vor­feld ver­läßt der Mut. Man brau­che eine „Neu­ver­mes­sung“ der Kos­ten-Nut­zen-Abwä­gung und eine „Pro­jekt­hy­gie­ne“ zwi­schen Leu­ten inner­halb und außer­halb der Par­tei, kann man der­zeit lesen. Was aka­de­misch klingt, ent­spricht nicht immer der Lebens­er­fah­rung. Zu viel Des­in­fek­ti­on schwächt die Resi­li­enz. Das Ergeb­nis kann eine Auto­im­m­un­re­ak­ti­on sein, bei der kör­per­ei­ge­ne Zel­len sogar als fremd ein­ge­stuft und ange­grif­fen wer­den. Wir erle­ben das gera­de live im Bun­des­vor­stand der AfD.

Eine gro­ße Not­wehr-Bewe­gung zur Ret­tung Deutsch­lands darf wild und manch­mal auch unbe­re­chen­bar sein. Das Erfolgs­kri­te­ri­um ist nicht aus­schließ­lich Har­mo­nie, son­dern Dyna­mik, Immun­trai­ning, manch­mal sogar Zumu­tung – gera­de wenn jun­ge Leu­te an Bord sein sol­len. Aus Sicht von Ver­hal­tens­öko­no­men sind die alten Model­le ohne­hin über­be­wer­tet, die her­vor­he­ben, wie ratio­nal ein „homo oeco­no­mic­us“ han­delt. Ent­schei­dun­gen, auch Wahl­ent­schei­dun­gen, sind viel­mehr getrie­ben durch Unbe­wuss­tes: lim­bi­sche Moti­va­to­ren, Nor­men, Kontext.

Nobel­preis­trä­ger Richard Tha­ler zeigt in sei­nen Stu­di­en und Büchern (u. a. Mis­be­ha­ving, 2019), wie der Mensch das­sel­be Ereig­nis gleich­zei­tig in getrenn­te men­ta­le Kon­ten sor­tiert. Wir sind kei­ne „Econs“ mit Excel-Tabel­le im Hirn, son­dern ambi­va­len­te „Humans“, schreibt Thaler.

Für CDU-Wäh­ler wäre eine Ent­schei­dung zuguns­ten einer wah­ren, kla­ren, unbe­stech­li­chen AfD in die bei­den Kopf-Kon­ten „emo­tio­na­ler Gewinn“ und „Umset­zungs­ge­fahr“ sepa­riert. Mit die­ser psy­cho­lo­gi­schen Tren­nung kann radi­ka­le Wahr­heit zum Wesen der AfD werden.

Expe­ri­men­te der Ent­schei­dungs­theo­rie zei­gen, daß Wäh­ler Authen­ti­zi­tät sehr hoch gewich­ten – sogar dann, wenn sie mit gele­gent­li­chen Feh­lern oder mate­ri­el­len Ein­bu­ßen ver­bun­den ist. Men­schen for­dern eben nicht nur Nut­zen; sie reagie­ren auf Inte­gri­tät als Wert. Vie­le Wäh­ler wol­len maxi­ma­len Druck, rech­nen ins­ge­heim aber mit nach­träg­li­cher Zäh­mung im lau­fen­den Regierungsprozeß.

Man könn­te die­se Stra­te­gie „iro­ni­sche Radi­ka­li­tät“ nen­nen. Wobei die Iro­nie – also die ein­ge­schränk­te Ernst­haf­tig­keit – im Wesen des Bür­gers liegt. Es gibt einen Weg zu Wahl­er­fol­gen ohne Anpassung.

Wahr­heit, Klar­heit und ein Man­gel an Ver­söh­nung gegen­über dem deka­den­ten Sys­tem kön­nen Mar­ken­kern einer erfolg­rei­chen AfD sein. Statt­des­sen bemüht sich die Par­tei – wie bei Sank­tio­nen gegen Kevin Dorow – zu oft dar­um, eine Kulis­se belang­lo­ser Nor­ma­li­tät zu erhal­ten, gemäß dem Slo­gan „Deutsch­land. Aber normal“.

Das reicht nicht mehr. Wer das kaput­te Sys­tem grund­sätz­lich hin­ter­fragt, muss radi­kal neue Per­spek­ti­ven anbie­ten: ande­re Arten, sich zu orga­ni­sie­ren, zu spre­chen, zu ent­schei­den, zu hei­len, zu erzie­hen, Geld zu ver­die­nen und aus­zu­ge­ben, Freun­de und Fein­de unse­rer Gesell­schaft zu kate­go­ri­sie­ren. Dazu kann Remi­gra­ti­on in gro­ßem Maß­stab gehö­ren. Der voll­stän­di­ge staat­li­che Ver­zicht auf die Lohn­steu­er könn­te dazu­ge­hö­ren, die Hal­bie­rung der absur­den Staats­quo­te, oder der Aus­tritt aus supra­na­tio­na­len Orga­ni­sa­tio­nen des Glo­bal-Gover­nan­ce-Regimes. Das wäre weit weg von „nor­mal“, oder?

Will man die­se neue Qua­li­tät radi­ka­ler Wahr­heit in einer gelenk­ten Demo­kra­tie umset­zen, grenzt das an mas­sen­haf­ten zivi­len Unge­hor­sam. Je mehr Per­so­nen sich aus frei­er Ent­schei­dung zur Klar­text-AfD beken­nen und unbe­que­me Stand­punk­te aus­spre­chen, publi­zie­ren oder zumin­dest in Betracht zie­hen, des­to enger wer­den die Mög­lich­kei­ten des Sys­tems, den Unge­hor­sam gewalt­frei zu unterdrücken.

Eine AfD, die sol­che Dyna­mik durch obers­te Gre­mi­en bremst und sich in den Streit um Peti­tes­sen drän­gen läßt, hat ver­sagt. Vorschlag:

  • Eine neue Klar­text-AfD hät­te qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge Pro­pa­gan­da- und PR-Auf­trit­te – gera­de bei ver­meint­li­chen Kri­sen, auf die sie sich (mitt­ler­wei­le im Wochen­rhyth­mus) einläßt.
  • Sie wür­de dau­er­haft ein Team eige­ner „Fact-Che­cker“ beschäf­ti­gen – eine spe­zia­li­sier­te Trup­pe, die Quel­len recher­chiert, Bele­ge gut sor­tiert, popu­lär auf­be­rei­tet und mit regel­mä­ßi­gen Updates auf einem frei zugäng­li­chen digi­ta­len Hub abseits der Social-Media-Hek­tik präsentiert.
  • Die Klar­text­par­tei AfD wür­de es schwie­ri­ger machen, Tat­sa­chen von Sei­ten des Sys­tems zu mani­pu­lie­ren und Per­so­nen aus den eige­nen Rei­hen zu beschädigen.

Statt sich einen Streit um den Rede­bei­trag eines enga­gier­ten 27-jäh­ri­gen Nach­wuchs­po­li­ti­kers auf­drän­gen zu las­sen, kann die AfD nur mit Mut und Auto­no­mie gewin­nen. Der fran­zö­si­sche Phi­lo­soph Michel Fou­cault dozier­te in den berühm­ten letz­ten Vor­le­sun­gen der 1980er Jah­re („Le cou­ra­ge de la véri­té“) über den Begriff der par­r­he­sia, alt­grie­chisch für das Aus­spre­chen beleg­ba­rer Wahr­hei­ten trotz erkenn­ba­rer Risi­ken. Par­r­he­sia wird für Fou­cault zum Aus­gangs­punkt, anders regiert wer­den zu wol­len, die Macht­ver­hält­nis­se zu ver­schie­ben. Glaub­wür­dig­keit wird gewon­nen, indem man wahr­spricht, obwohl es etwas „kos­tet“.

Wenn eine Par­tei immer wie­der eige­ne Leu­te opfert, führt sie kei­nen Kampf gegen das Sys­tem, son­dern gegen das eige­ne Immun­sys­tem. Sank­tio­nen gegen Men­schen wie Kevin Dorow sind Sym­ptom einer Krankmeldung.

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Kommentare (52)

NC472

27. Februar 2026 13:54

Der Begriff Parrhesia ist nicht einfach allgemein "Alt Griechisch". Es ist einer der fundamentalen Glaubenssätze der Kyniker, dessen Gründer Antisthenes instrumental dafür war, dass die Ankläger des Sokrates nach ihrer Trangession das bekommen haben, was sie verdienten: Exekution und Exil.
Im Zusammenhang mit dem Text, ja die AfD ist auch nur ein aus angenommen zukünftigen Steuereinnahmen und öffentlichen Ponzi Anleihen finanzierter Verein, wie der gesamte (Partei)politische Affenzirkus, samt Beamtenschaft und subventionierten "Privaten", die ihre Pfoten im Honigtopf der Zukunft haben und hatten. Diese Trangession gehört aufs selbe bestraft. Die Fehler nach '45 und '90 dürfen nicht wiederholt werden. Ein paradigmatischer Wandel zweiten Grades ist sinnlos und dient nur der fortführung der Machtverhältnisse des mittleren Managements und der kleinen Mitläufer, das ist zu unterbinden mit allen Mitteln, allen voran in einer epistemischen Umgebung in welcher Gramscis "Top-Down one-to-many" Propaganda Methodologie schon lange tot ist.

Majestyk

27. Februar 2026 14:23

Verstehe ich das richtig, Kevin Dorow soll ausgeschlossen werden, weil er gesagt hat „Jugend muss durch Jugend geführt werden“? Schließt man dann auch Björn Höcke aus, weil er volle Leistung für Deutschland fordert?
Wenn eine Partei immer wieder eigene Leute opfert, führt sie keinen Kampf gegen das System, sondern gegen das eigene Immunsystem.
Wie mir scheint, versucht ein Teil der Parteiführung eher, die Sprachkontrolle des Systems in die AfD zu implementieren. Das ist dann kein Kampf gegen das System, sondern bestenfalls wäre moderate Systemmodifizierung zu erwarten (wovon ich persönlich ja leider eh ausgehe). Das lohnt dann aber den Aufwand nicht. Zwei Trippelschritte zurück, um dann wieder Vollgas gegen die Wand zu fahren, da kann man gleich die Hände in den Schoß legen und auf den Zusammenbruch warten.
Die angesprochenen neuen Perspektiven, Steuersenkung, Apparatrückbau, Befreiung von internationalen Fesseln, Remigration sind bei Systemanpassung nicht zu erwarten. Jene Idee mit eigenen Faktencheckern/ Rechercheteams habe ich der AfD schon vor ein paar Jahren vorgeschlagen, man zeigte sich ziemlich desinteressiert.

Mitleser2

27. Februar 2026 16:22

Das Zurückweichen vor den FEINDEN ist völlig unverständlich. Was ist mit Leuten wie z.B. Torben Braga? Denken die auch so?

RMH

27. Februar 2026 16:39

Der Artikel hat recht, wenn er eine verbesserte PR anmahnt. Die AfD ist in der Tat vielfach noch auf Boomer/GenX- Facebook-Niveau stecken geblieben, womit sie noch vor 5 Jahren anderen etwas voraus hatte, aber aktuell eben nicht mehr. Ein paar TiK-ToK, X-Videos reißen das nicht raus. Zumal ich jetzt schon von mehreren gehört habe, dass dann auf Kontaktaufnahme via FB nicht geantwortet wird.
Zum Fall Dorow: Es soll wohl um mehr gehen, als die banale Jugend führt Jugend Forderung. Wenn ich mir anhöre, was er in seinem auf der linken Spur der AB aufgenommen Stellungnahme erzählt, dann halte ich ihn auch eher für APO & außerparteiliches Engagement geeignet, als für eines in einer Partei. Im Übrigen sollte das jetzt erst einmal parteiintern geklärt werden, ein Parteiausschlussverfahren ist ein VERFAHREN, also hat jeder Betroffene die Gelegenheit, dazu Stellung zu nehmen & da es auch noch ein Schiedsgericht gibt, ist aus meiner Sicht alles geregelt. Als Nichtmitglied halte ich mich aus innerparteilichen Vorgängen raus, nehme es aber zu Kenntnis, dass andere das nicht so sehen & meinen, dem Herrn Dorow jetzt irgendwie beispringen zu müssen. Ob das am Ende hilfreich ist, wage ich zu bezweifeln. Lasst die Partei das intern regeln. Jede Parteinahme hift aktuell den anderen.

Franz Bettinger

27. Februar 2026 17:03

"Jugend kann nur durch J. geführt werden“, „Alles für ... das Saarland!“ "Make the Pfalz great again“ oder wie wir Kletterer früher sagten „Ohne Salz keine Paltz!“ Es ist egal, ob so Sätze zuerst oder als 100. Wiederholung, ob vom Club der Trierer Vegetarier oder von der SA, Antifa, der atheistischen Jugend, von Joschka dem Schläger oder von Willi dem Heiligen in diesem oder jenem Kontext mal gesagt wurde! All diese Sprüche sind vor allem eins: harmlos. Die AfD geht ihrem Gegner auf den Leim. Beschämend & kontra-produktiv!  

Kurativ

27. Februar 2026 18:37

Wenn die Eliten im Hintergrund (Oligarchen, Wall Street, Council, Marschall Found, etc, etc) einen Nachteil für sich vermuten, dann kann die AfD machen was sie will.

Martha

27. Februar 2026 19:29

Alles richtig. Gut, daß Sezession die nötige kritische Distanz wahrt. Ja, die AfD braucht dringend Faktenchecker. Man denke nur an das peinliche "Hitler war ein Kommunist". Für Interessierte empfehle ich einen zweiteiligen Artikel im Freiburger Standard unter dem Titel "Historisch sattelfeste AfD-Funktionsträger? Oder war Hitler doch ein Kommunist?"

Dietrichs Bern

27. Februar 2026 20:04

Ich habe nichts gegeneine "Klartext-Afd" - mir ist nur nicht klar, warum man darunter irgendwelche Formulierungen aus grauer Vorzeit bemühen muss, egal wer diese nun erfunden hat.
Hat man innerhalb der Partei auch einen Überdruss an real existierenden Problemen?

Majestyk

27. Februar 2026 21:25

@ Dietrichs Bern:
Man kann ja intern über die Notwendigkeit oder den Wert von Begriffen offen streiten. Davon lebt der demokratische Austausch, aber deswegen mit Rauswurf drohen oder solchen vollziehen? Sowas machen Sozen mit dem Sozen Sarrazin, der sich nach Karriereende wagt mal abweichend vom Sozennarrativ zu denken. 
Für mich sind Bestechlichkeit oder Vorteilsnahme auf Kosten von Steuerzahlern Gründe jemanden aus einer Partei zu entfernen. Also Parteischädigende Handlungen, keine Worte. 

Laurenz

27. Februar 2026 21:49

@Martha ... es ist müßig, über den Kommunisten oder sonstwas Hitler zu debattieren, solange insgesamt Debatten emotional, außerhalb jeder Sachlichkeit geführt werden. Wenn ich behaupte, Katholiken sind antike Marxisten, wird das auf der SiN ganz gewiß nicht ausführlich debattiert & vor allem von den Katholiken ignoriert werden, weil die Katholiken diese Debatte nicht gewinnen können. Was meinen Sie denn, warum man die Kontaktschuld erfand? ... @WM ... diese Debatte an Schlagworten festzumachen, erachte ich als etwas verfehlt. Man hätte zumindest mal probieren können, ein kurzes Interview mit Herrn Dorow zu führen. Wir wissen doch gar nicht, welche Rivalitäten hier ausgetragen werden, welche Mentoren hinter wem stehen. Natürlich hat die SiN mit der Forderung nach Vertrauensbildung zwischen AfD & Wahlvolk einen Punkt, der Sinn ergibt. Die paar Kröten, die man hier oder da mitgehen lassen lassen kann, stehen in keinem Verhältnis zu Verlusten an der Urne. Aber jeder Kritiker kann seine eigene Erwartungshaltung am heimischen Schreibtisch überprüfen, angesichts der Tatsache keine 3 Abende die Woche für die Partei zu opfern.

Argus

27. Februar 2026 21:52

Klasse Bericht von Wiggo Mann! Die medizinische Metapher hat mir besonders gut gefallen. Glückwunsch! Gelesen habe ich, dass der beschlussfähige AfD-Bundesvorstand, ohne die nicht anwesende GoldmannSachs Ex-Bedienstete, mit nur einer Enthaltung für den Ausschluss-Antrag gestimmt habe. Weiß denn jemand, wer da so eifrig mitgestimmt hat?
 
 
 

SMHJanssen

27. Februar 2026 22:09

Wiggo Mann sagt ja klar und deutlich was er denkt und will: dafür gebührt ihm Dank, weil er die Maske der vermeintlichen Akzeptanz grundlegender demokratischer Spielregeln fallen lässt. Man mag über die abstruse Aussage des "kaputten Systems" noch mit Verwunderung hinweggehen, wobei das natürlich eine auf keiner realen Erfahrung beruhenden Behauptung ist. Mann kann ja gerne einmal das politische System Russlands prüfen oder die Gesundheitsversorgung in Indien um nur zwei Beispiele zu nennen...ich bin sicher er wäre sehr schnell dankbar für unser, imperfektes, aber im Prinzip funktionierendes System. Mann will aber mehr: die Freund-Feind Kategorisierung Schmitts wieder beleben. Bedeutet im Klartext: den Feind erkennen und...Ernsthaft? Glaubt Mann wirklich er könnte seine Segregationsphantasien 2026 ausleben? Und was würde mit seinen Feinden - um seine Wortwahl zu zitieren -, wozu ich mich mit glühendem Herzen und kalter Rationalität bekenne, passieren? Vorstellen kann ich es mir, Realität werden wird es zum Glück nicht! No pasaräng! Herzliche Grüße aus Strasbourg,
Siebo M. H. Janssen

Gracchus

27. Februar 2026 22:24

Es besteht wohl Einigkeit, dass der Spruch harmlos ist. 
Was, @RMH, wird Dorow denn noch vorgeworfen?
Solch ein Verfahren kostet Zeit und Energie. Es kann auch einschüchternd wirken. Die Partei will gewählt werden - warum sollten Wähler nicht kundtun, was sie davon halten?

Gracchus

27. Februar 2026 22:40

@Laurenz: Sie haben sich im vorherigen Strang mit ihrer falschen Augustinus-Behauptung bis auf die Knochen blamiert. Dass ausgerechnet Sie Sachlichkeit einfordern, ist dann natürlich ein schlechter Witz. Auf die Marxisten-These geht niemand ein, so wie niemand auf das Gebrabbel eines Betrunkenen nachts um 2 am Tresen eingeht, man lässt ihn eben brabbeln. Ich gehe jetzt drauf ein, weil ich neulich in Slavoj Zizeks Buch "Christlicher Atheismus" gelesen habe. Zizek will das Christentum marxistisch-materialistisch umdeuten, das Ergebnis - Gott ist mit am Kreuz gestorben, was bleibt ist der "Heilige Geist" und die emanzipierte Gesellschaft - hat  mit dem katholischen Credo nichts zu tun, daher verlieren Sie die Debatte. 

Laurenz

27. Februar 2026 22:45

@die werten Debattenteilnehmer ... hier hat der Advokat @RMH wieder klare Vorteil in der Wahrnehmung von Systemik. Wer einen parteipersönlichen Sachverhalt durch Schiedsgericht überprüfen lassen will, muß für einen Ausschluß votieren, der einfachste Weg einer Überprüfung. Dafür ist dann auch jeder Pseudo-Anlaß gut. Es ist übrigens völlig dämlich, wie der Teilnehmer @Argus, Frau Weidel als Ex-Bedienteste von Goldman Sachs diffamieren zu wollen. Wäre Hermann der Cherusker nicht ausgebildeter Römischer Offizier gewesen, hätte Er die Römer auch nicht schlagen können. Oder will man GK vorwerfen, als Verleger, jemals ein Buch in die Hand genommen zu haben?

Diogenes

28. Februar 2026 03:05

1/2
 
Den Satz, um den es geht, hätten irgendwann auch mal Nationalsozialisten gesagt, behaupten manche. Andere widersprechen: Das Zitat sei viel älter und sogar Leitspruch einer Vereinigung gewesen, unter deren Mitgliedern Sophie Scholl und Graf von Stauffenberg waren.
 
Ob Verräter auch mal dieses oder jenes gesagt haben oder ob der Logos und das Leben der Aussage Wahrheit und Recht geben/befinden, ist einerlei in der Politik.
 
Gerade dort oben ist die AfD ekelhaft-angepasst geworden und profitiert nur von äußeren den Wahlerfolgen als Synergie-Effekt. Ich habe den Landesverband gefressen. -Seit dem die Sayn-Wittgenstein als vermeintlich-weltanschauliches "Ausgucksrohr" eines Höckes platt gemacht haben (sie ist ja wieder Mitglied), dem "Teufel der Nation" (Feindsprech, eigentlich der Feind „der Schweine aus Farm der Tiere), könnte ich deren Vorständen gerade ihre antideutsche Vorausgehorsam-Mentalität aus der Kauleiste "kitzeln". 

Diogenes

28. Februar 2026 03:10

2/2
 
"Wer uns ein Auge aussticht, dem nehmen wir sein gesamtes Augenlicht!" - Keine Ahnung von wem das ist, aber so bewegt das Deutsche vergleichsweise in Metaphern die Handlung. Ich könnte ständig solche Sätze bilden, wenn die Worte nicht ausgehen würden. Die selbsternannte Wortpolizei, welche die Infragestellung der antideutschen Hintergründe dieses Altparteienbeutestaates ablehnt - sie ist nicht in deren (der Gegner aus dem Inneren) weltanschaulichen Anlage verwurzelt (Wohlstand, Wohlstand über alles, über alles in der Welt!). Genauso wie bei Vincentz. Das sind so Vögel, die keine Glaubwürdigkeit besitzen, weil sie ans Hamsterrad angepasst sind. Solchen Homunkulus braucht unser "Wir" nicht, die nach den Mechanismen des "Vorauseilenden Gehorsams" funktionieren und interne Kämpfe gegen jene anfangen, die es wagen, nach der Deutschen Sprache Sinn den Ausdruck ins Wort zu fassen! Wer ständig "hibbelig" zurück und zur Seite guckt, bevor er mal das Maul aufmacht, ist kein Widerständiger, der ist eine Nebelkerze! Ein Panikmacher wo gar keine Panik sein sollte.
 
Ruhe und Frieden wünsche ich mir, im Umgang mit dem Ausdruck den wir prägen. Jungend wird durch Jugend am besten geführt. Wer will da widersprechen?
 
Widerrufe! Gegner M. Luthers! Verbrenne! Gegner G. Brunos! Alles was nicht in ihre kleingeistige Welt hineinpasst muss aussortiert werden! Materialisten leben von der Substanz; Vorstellung, Fantasie, Vision, ist ihnen fremd. Das sind "Verwalter", keine Impulsgeber! 

Hedda

28. Februar 2026 05:28

Mich würde ja mehr interessieren, welcher Profession der "engagierte(n) 27-jährige(n) Nachwuchspolitiker" nachgeht. Mir wird allmählich immer unbehaglicher. "Ein junger Typ wie er könnte auch einfach nur studieren, doomscrollen und samstags im „Cheyenne Club“ in Rendsburg abhängen." Mit 27 Jahren?! Da sollte neben der Promotion oder dem Meister schon einiges mehr gelaufen sein, selbst wenn man einräumt, dass gedient wurde. (- ich googele "doomscrollen" jetzt einmal nicht - was immer es sein mag, womöglich ist es immens zeitraubend). Und um sich in einer Jugendorganisation zu engagieren, dürfte es auch bereits reichlich spät sein. Ärgerlich das Ganze. 

Marcus AC Severus

28. Februar 2026 08:02

Ich frage mich eines und mache mich vielleicht unbeliebt.
Dieses Spielen mit Dingen die im NS als Parole verbreitet wurden, oder als Spruch auf diversen Gegenständen weit verbreitet warerm und weder in der WR noch im Kaiserreich dementsprechende Bekanntheit hatten. Es gibt da einige Beispiele. 
Muss das alles sein?
Das Konstrukt einer ewigen Schuld ist kompletter Humbug. Das kann man offen ablehnen, da gar nicht viele Worte zu verlieren. 
Der NS ist trotzdem eines der widerlichsten Systeme die die Menschheit hervorgebracht hat und eine Schande. Das sollte man als rechter Patriot einfach nur verachten. Ausnahmslos. Jegliche offiziellen Parolen aus der Zeit inklusive. 

Marcus AC Severus

28. Februar 2026 08:39

@Franz Bettinger
 
Es ist aber nicht alles so schwarz und weiß. Alles für... war eine Parole die massiv gebraucht und missbraucht worden ist, sie zierte auch Ehrendolche der Mörderbanden. Und sie ist exklusiv im NS verbreitet und benutzt worden, im Gegensatz zu Gott mit uns und anderen Dingen. 
Der NS war eine Zäsur für Deutschland und hat 2000 Jahre erfolgreicher Geschichte für immer verändert. Pervertiert, am Ende eine totale Vernichtung. Seitdem ist die Volksseele nicht mehr dieselbe. Ich verachte den NS, tausend Jahre deutscher Geschichte östlich der Oder vernichtet, tausende deutscher Städte vernichtet, die Seele des Landes und Volkes. Ich spreche hier nichtmal von der Zeit ab 39, sondern schon davor als die roten Banner und widerlichen Braunmänner das ganze Land verunstalteten und die Volkssubstanz zerstörten, Menschen aufstachelten. Mind. 10M Tote Deutsche für einen Fiebertraum der schon 1940 vorbei gewesen wäre, wenn die damaligen Westalliierten zu der Zeit bessere Führer gehabt hätten. 
 

RMH

28. Februar 2026 09:46

"Katholiken sind antike Marxisten, wird das auf der SiN ganz gewiß nicht ausführlich debattiert" @Laurenz, ein für alle mal: Ihre These ist falsch, weil sie damit einen Kategorienfehler schon in der These haben, aber damit liegen Sie im allgemeinen, postmodernen Schwadronnier- & Marketing- Debattenstil unserer heutigen Zeit, bei dem ein Slogan, eine kurze, einprägsame Zeile wichtiger sind, als deren Sinnhaftigkeit, voll im Trend, kann man Ihnen also nicht vorwerfen. Marxisten sind, wenn sie denn endlich mal ihren Gründungsvater lesen würden (!), Materialisten & damit etwas Grundanderes, wie Christen, die keine Materialisten sind. Sie behaupten also 0 (Marx) = 1 (Christen). Da Katholiken als Christen Teil von 1 sind, sind sie ungleich 0.
Eine These, welche diskutierbar ist, wäre, Marxismus hat die selben Symptome wie das Christentum & der kath. hat noch weniger vergl. Symptome mit dem M., als das genrerelle Christ., da der Kath. den imperialen Aufbau des röm Reiches nachvollzieht. 

NC472

28. Februar 2026 10:15

@RMH
Er liegt nicht ganz falsch. Zwischen teleologischen universalistisch kollektivistischen Materialisten und Idealisten besteht nicht sehr viel Unterschied in der Essenz. Marxisten, Sozialisten unterschiedlicher Couleur, Liberale, Christen und Muslime glauben halt alle, dass sie die ewige universelle Wahrheit für jeden einzelnen Menschen gepachtet haben, und dass ihre Ziele die Mittel rechtfertigen. Man kann den Ur-Christen zu gute halten, dass der Einfluss der Stoiker den Fanatismus etwas gebremst hat, das trifft aber weder auf Katholiken, Protestanten, Orthodoxe noch andere "Neu-Zeitliche" Sekten zu. Diese sind in ihrer Essenz nicht wirklich vom Marxisten, Sozialisten, "erleuchteten Liberalen" und Muslimen zu unterscheiden.

Kurativ

28. Februar 2026 10:24

Wahlkampf macht man nach Außen und nicht nach Innen.

RMH

28. Februar 2026 10:25

"Ob Verräter auch mal dieses oder jenes gesagt haben"
Wenn ich AfDler wäre, würde ich jemanden mit dieser Einstellung nicht an Bord haben wollen. Man braucht so etwas auch nicht weiter zu kommentieren und damit aufzuwerten, es steht für sich und, um es einmal sinngemäß mit den Worten eines jemanden auszudrücken, der das System nicht verraten hat, dafür aber das heilige und auch geheime Deutschland: @Diogenes, "Sie sind ja ein schäbiger Lump". 
 
 

RMH

28. Februar 2026 10:43

Was, @RMH, wird Dorow denn noch vorgeworfen?
@Gracchus, das meiste ist leider hinter paywalls verborgen, ich verlinke einmal 2 Berichte, bei denen das nicht der Fall ist, die m. M. n. aber auch nur Aspekte & nicht alles darstellen:
https://www.tagesspiegel.de/politik/nach-offentlichen-ns-parolen-afd-will-parteiausschluss-von-jugend-funktionar-kevin-dorow-15287680.html
https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/afd-bundesspitze-will-kevin-dorow-aus-der-partei-ausschliessen,afd-1020.html
 

RMH

28. Februar 2026 10:49

Einmal grundsätzlich: Nur, weil ich mich hier distanziert äußere, heißt das noch lange nicht, dass ich für einen Parteiausschluss von Dorow bin. Als Nicht-Parteimitglied geht es mich aber m.M.n. nur recht wenig an, wenn der BuVo, & nicht der LaVo SSH, zur Auffassung kommt, der hier passt nicht zu uns. Es ist für mich verwunderlich, dass rechte Jugend offenbar nach wie vor sich gedanklich NS-nah bewegt, dass einiges davon in Reden, Verlautbarungen durchfärbt, auch wenn die Leute den NS sicher ablehnen. Aber dieses Abarbeiten am NS ist wie das Wühlen in Fäkalien, es ist schwer, danach wieder sauber zu werden. Auch wenn das Spielen mit NS-Symbolik der größte Mittelfinger ist, dem man diesem System zeigen kann, so untauglich ist es, wenn man etwas auf dem parteipolit. Weg verändern will. Ich erwarte mir von Jungpolit., die in einer im Parlament vertr. PARTEI Karriere machen wollen, eine vollkommene Erdung im hier & jetzt & kein Abarbeiten in "bewältigungsschuldiger" Pflicht am NS mit altrechtem re-education framing. Im ganz Aktuellen findet man genug Mittelfinger zum zeigen. Mit NS-Provos, Raum des Sagbaren erweitern etc., können alle arbeiten, die NICHT den PARTEIPOLITISCHEN Weg gehen wollen. Da darf man sich schon einmal entscheiden, was man will. BEIDES ist legitim, der APO-Weg & der institutionelle Weg, beides zusammen schließt sich aber aus.

Valjean72

28. Februar 2026 11:04

Vielen Dank für diesen Artikel. Wenn man die Entscheidendung des Bundesvorstandes wohlwollend interpretieren mag, dann kann man anführen, dass die Mitglieder sehr vorsichtig waren aufgrund der zu erwarteten Entscheidung des VG Köln.
 
Für mich, der ohnehin mit dem einen oder anderen Bundesvorstand sowie einzelnen West-Landesverbänden fremdle, ist die Entscheidung in der Causa Dorow ein weiteres Unding (auch die geduldete Attacke Lucassens auf Höcke war eine solche).
 
Die Bundesspitze und die Spitze vieler West-LV`s ist durchsetzt von Biedermänner-Boomern, denen zum einen charakterlich und mental die notwendige Statur fehlt, um Deutschland wieder vom Kopf auf die Füsse zu stellen. Darüber hinaus haben manche wohl auch intellektuell noch nicht die Tragweite erfasst.
 
Die AFD als einer blossen CDU 2.0 und ein bequemes, saturiertes Leben als Abgeordneter, gar Minister/Staatsekretär in einer von den Massenmedien respektierten schwarz-blauen Koalition, wird keinesfalls die notwendige Wende darstellen, um Deutschland auch nur annährend wieder zu heilen.
 
 
 

Boreas

28. Februar 2026 11:11

Das PAV ist unnötig wie ein Kropf. Allein die Bandbreite der Solidarisierung von fähigen Köpfen querbeet in allen relevanten Traditionskompanien spricht für Dorow. Wann hat man je gesehen, das nach einem Antrag auf Parteiausschluss ein derartiger Beistand aufgefahren wurde. Dagegen sind solche Erzverräter wie Wenzel Schmidt immer noch nicht ausgejätet.
Wie man politisch klug im Haifischbecken der Parteifreunde agiert, kann sich Dorow bei seinen Verbandsbrüdern in den Spitzengremien anschauen. Da geht noch was.
Generell kann man den Gegner nur vorführen, indem man einen breiten Zitatenschatz von Protagonisten nach 1945 anlegt, die jeden "UnsereDemokratie"TM-Anbeter triggern aber nicht mit dem klassischen Natzi-Tourette weggegeifert werden können.
Ansonsten ist bei aller Brisanz Daseinsgelassenheit gefragt.

Valjean72

28. Februar 2026 11:22

@Marcus AC Severus: "Alles für... war eine Parole die massiv gebraucht und missbraucht worden ist, sie zierte auch Ehrendolche der Mörderbanden. Und sie ist exklusiv im NS verbreitet und benutzt worden"
---
 
Das ist schlichtweg nicht war. Der Leitspruch der SS war bspw. "Meine Ehre heisst Treue", beeinflusst von der Parole der Fremdenlegion "Honneur et Fidélité".
 
Hier ist der Bezug ganz klar, da die SS diesen Leitspruch tatstächlich exklusiv und zig-fach wiederholt verwendet hat. Und dies trifft eben auf "Alles für D..." ganz und gar nicht zu.
 
So oder so ist es eine Grundaussage, die jedem Patrioten eines jeden Landes leicht von den Lippen gehen sollte. Merke: Wer sich die Sprache nehmen lässt, lässt sich letztlich auch das Denken nehmen.
 
Es gab SS-Dolche mit der Aufschrift "Mehr Sein als Schein".  Handelt es sich hier also auch um eine NS-Parole, die gem. polit.-korrekter Sprachpolizei nicht mehr verwendet werden darf?
 
Auf dem Gebäude des LG Halle ist folgender Spruch in Stein gemeisselt: "Jedem das Seine". Höcke wurde in diesem Gebäude der Prozess gemacht. Welch Heuchelei ...
 
Alles für unser deutsches Vaterland!

Karl

28. Februar 2026 11:56

Ich habe eine Frage zu dem vorletzten Satz: „Wenn eine Partei immer wieder eigene Leute opfert, führt sie keinen Kampf gegen das System, sondern gegen das eigene Immunsystem.“
Wie die meisten Metaphern ist auch diese nicht ganz präzise, da bei der klassischen Autoimmunreaktion das Immunsystem der Angreifer ist, der sich gegen andere Körperzellen richtet – und nicht umgekehrt. Bei einer Autoimmunreaktion erkennt das Immunsystem fälschlicherweise körpereigene Strukturen (z. B. Zellen, Gewebe oder Organe) als fremd und greift sie an. Das Immunsystem ist hier der "Aggressor", der Entzündungen und Schäden verursacht, indem es Antikörper oder Immunzellen gegen gesunde Teile des Körpers einsetzt. Die Reaktion richtet sich primär gegen nicht-immunologische Zellen (z. B. Muskeln, Gelenke, Organe), nicht direkt gegen das Immunsystem selbst. Die Metapher "Kampf gegen das eigene Immunsystem" würde implizieren, dass der Körper (oder ein anderes System) das Immunsystem bekämpft, was die Dynamik umkehrt.
(Es gibt jedoch seltene spezifische Autoimmunerkrankungen, bei denen Komponenten des Immunsystems selbst zum Ziel werden – also eine Art "Selbstangriff" innerhalb des Immunsystems.)

Gracchus

28. Februar 2026 12:12

@SMH: Wo lesen Sie denn etwas von "Segregationsphantasien"? Mit "System" ist wohl nicht das Gesundheitssystem im Artikel gemeint. Witzig: Die Freund-Feind-Unterscheidung wendet Ihr "Lager" - ein wenig bemäntelt durch das Toleranz-Paradox o. ä. - tagtäglich im "Kampf gegen Rechts" an. Ihr Lager hat doch in Hochzeiten immer neue "irgendwas-feindlich"-Etiketten erfunden. Also besser vor der eigenen Haustüre kehren. 

Gracchus

28. Februar 2026 12:16

"Boomer-Biedermänner" @Valjean72 - das ist allerdings auch mein Eindruck. Deshalb erschien mir die Aufregung über die AfD von Anfang an künstlich. M. E. hätte das "System" die AfD längst eingehegen können. 

RMH

28. Februar 2026 12:32

"Generell kann man den Gegner nur vorführen, indem man einen breiten Zitatenschatz von Protagonisten nach 1945 anlegt, die jeden "UnsereDemokratie"TM-Anbeter triggern aber nicht mit dem klassischen Natzi-Tourette weggegeifert werden können.Ansonsten ist bei aller Brisanz Daseinsgelassenheit gefragt."
Hier möchte ich @Boreas zustimmen. Der hier im Forum im Durchschnitt nicht so gut weggekommene Martenstein hat in seiner bereits diskutierten Rede Strauß & andere zitiert und damit gezeigt, wie man @Boreas Vorschlag gut umsetzen kann.

Franz Bettinger

28. Februar 2026 12:34

@Markus: Selbst wenn die SA den Spruch „Alles für …“ auf dem Koppel oder sonstwo benutzt hat (was bis dato nicht mal den meisten Historikern bekannt war; da gab's eine Umfrage!), so war und ist der Spruch nicht zu beanstanden. Weil er per se harmlos ist! Die Affäre zeigt doch nur etwas ganz Banales: Dass auch Stalin, Mao, Pol Pot, die Gebrüder Grimm, Marx und die SA hin und wieder auch mal Richtiges sagten. Und bei erneutem Sagen einer solchen Banalität will man nicht was „Schlimmes“ evozieren, man will nur sagen „Müssen uns ins Zeug  legen, damit D nicht untergeht“ oder so was Ähnliches. That’s all. 

Karl

28. Februar 2026 12:45

Kay Gottschalk hat dem PAV zugestimmt und "es tut ihm leid". Er erläutert:
"...Nach genauerer Betrachtung stelle ich jedoch fest: Die beanstandeten Äußerungen sind nicht problematisch. Weder das Zitieren von Losungen aus der Zeit der Befreiungskriege, die integrale Bestandteile unserer Identität sind, noch das Bekenntnis zum deutschen Volk begründen aus meiner Sicht einen Vorwurf, der ein solches Verfahren mit diesem Strafmaß rechtfertigt. Man könnte sogar darüber streiten ob beides nicht erforderliche Qualitäten einer patriotischen Weltanschauung sind...." 
Es sei ihm "schlicht unmöglich, jeden einzelnen Vorgang bis ins letzte Detail zu prüfen. In dieser Angelegenheit habe ich daher auf die Einschätzung der zuständigen GD-Verantwortlichen vertraut und mich deren Votum angeschlossen."
Ist das sein Ernst? 
Hier der link zu dem Kommentar auf X:
https://x.com/gottschalkmdb/status/2027292645458874758?s=20

Gracchus

28. Februar 2026 12:49

@RMH: danke für die Links. So richtig schlau bin ich aber nicht geworden, warum Dorow so ein schlimmer Finger sein soll.
Ich kann mit dem NS-Kram auch nichts anfangen und stimme Dir zu, dass man die Finger davon lassen sollte. Wo aber zieht man die Grenze?
Mir gefallen diese Parolen generell nicht - weder "Alles für..." noch  "Jugend ..." - aber deshalb Strafverfahren einzuleiten, geht für mich stark in Richtung Neurose - zumal wenn man bedenkt, dass in Par. 211 StGB noch die NS-Tätertypenlehre verankert ist.
Man könnte ja auch sagen: Der NS hat die gesamte deutsche Sprache verseucht, also muss sie verboten werden. 
 
 

RMH

28. Februar 2026 13:11

@Valjean72,
mir ist das "Dolchwesen" mit Gravuren vor allem von der SA bekannt (gabs aber bei der Schutzstaffel auch) und einer von deren Wahlsprüchen soll der A.xx - Spruch gewesen sein (ist die Verwendung des Parteinamens eigentlich wegen dieser Kryptik ggf. strafbar? Ich traue der deutschen Strafjustiz mittlerweile sehr viel zu ...). 
Bzgl des Dolches: Wer hat´s  erfunden? Die Schwyzer .... und eine der größten privaten III. Reich- Dolchsammlungen soll der verstorbene Lemmy Kilmister gehabt haben. Dessen Lied "Brotherhood of Man" passt zum heutigen Tag.
https://youtu.be/Tdo10gzlEhY?si=q73kl3KKjyX8lJZl
 

Ekstroem

28. Februar 2026 13:32

Vorauseilender Gehorsam bringt gar nichts. Das Eigene ist das, was wichtig ist. Authenzität gepaart mit gesundem Menschenverstand zählt. Es gibt einige in der AfD, die dies verkörpern (Höcke, Weidel, Berndt, Siegmund etc). Es bringt nichts, sich anzubiedern. 

Ekstroem

28. Februar 2026 13:43

@RMH (28.02., 10:48) Mir scheint es eine Aufgabe der aktiven Protagonisten (auch in der AfD) zu sein, "den Raum des Sagbaren zu erweitern". Nur wer gehört wird, kann dies tun. 

Mitleser2

28. Februar 2026 13:49

@Gracchus: Bezüglich des SMHJanssen sind Sie mir zuvorgekommen. Was für eine üble Doppelmoral und kognitive Dissonanz. Alles was er an Rechts bemängelt, geht von Linksgrünwoke aus. In einem stimme ich ihm zu: diese Leute sind der Feind.

Dietrichs Bern

28. Februar 2026 14:38

@Hedda: In der Tat, 27-jährige "Nachwuchstalente" sehe ich - über Parteigrenzen hinweg - als Menschen, die mit meiner Wirklichkeit nichts zu tun haben und von denen ich mir auch nichts verspreche. Sowas wie rechte Jusos, die ihr Leben auf die Alimentation durch die Werktätigen bauen, braucht kein Mensch.

Dietrichs Bern

28. Februar 2026 14:49

@Hedda: In der Tat, 27-jährige "Nachwuchstalente" sehe ich - über Parteigrenzen hinweg - als Menschen, die mit meiner Wirklichkeit nichts zu tun haben und von denen ich mir auch nichts verspreche. Sowas wie rechte Jusos, die ihr Leben auf die Alimentation durch die Werktätigen bauen, braucht kein Mensch.

Valjean72

28. Februar 2026 15:56

@Gracchus: "Deshalb erschien mir die Aufregung über die AfD von Anfang an künstlich."
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Diese Aufregung ist von einem übergeordneten Standpunkt aus besehen, Teil der Inszenierung. Um die Illusion der Demokratie aufrecht zu erhalten, benötigt es die systemstabilisierende Existenz einer Oppositionskraft. Die mediale Aufregung wiederum schaft die nötige street credibility, um beim Wahlvolk als wirkliche Opposition aufgefasst werden zu können.
 
Seit Anbeginn der AFD gab und gibt es allerdings patriotische Kräfte innerhalb der AFD, welche die ihnen zugedachte Rolle der eingehegten und nur kosmetischen Opposition aufbrechen/abstreifen und eine wirkliche, grundsätzliche Opposition zum vorherrschenden Kartellparteiensystem im Interesse Deutschlands sein wollen.

Valjean72

28. Februar 2026 16:12

@Gracchus: "Der NS hat die gesamte deutsche Sprache verseucht, also muss sie verboten werden."
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Nicht verboten aber die Menschen sollen so konditioniert werden, dass sie von sich aus immer mehr die deutsche Sprache, zunächst verwässern und letztendlich aufgeben.
 
Als Steinmeier im Januar 2020 eine Rede in der Knesset hielt, hielt er diese auf Hebräisch und auf Englisch und bewusst nicht auf Deutsch, da dies - so seine Aussage - die Sprache der Nazitäter sei.
 
Wer die Muttersprache einschränkt, schränkt das Denkvermögen ein. Wer die Sprache eines Volkes gezielt negativ konnotiert, kann es nicht gut mit diesem Volk meinen. In letzter Konsequenz führt er dessen Auflösung im Schilde.
 
Dies hat schon längst Orwell`sche Züge angenommen
 
---
Der französische Finanzminister Bruno Le Maire begrüßte seinen deutschen Amtskollegen Lindner bei dessen Antrittsbesuch in Paris im Dez 2021 auf Deutsch. Lindner antwortete ihm - und hielt auch dann seine Ansprache - auf Englisch ...
 

Valjean72

28. Februar 2026 16:32

@RMH: "... und einer von deren Wahlsprüchen soll der A.xx - Spruch gewesen sein"
---
 
Eben: soll gewesen sein. Ich bin seit meiner Jugend sehr an Geschichte interessiert, nicht nur die finsteren 12 Jahre betreffend aber eben auch. Nie war mir dieser Spruch als SA-Parole aufgefallen, ganz im Gegensatz zu Gott mit uns (preussisches Herr, kaiserl. Armee, Reichswehr, Wehrmacht) oder Meine Ehre heisst Treue.
 
Höcke wurde ja ein zweites Mal deswegen verurteilt, allein weil er erzählte, weshalb er ein erstes Mal verurteilt wurde. Das ist mE tatsächlich schon krank und weisst Richtung Stalinismus oder in Richtung einer Dystopie Orwell´scher Beschreibung.
 
mE müssen wir uns aus diesem Sprachgefängnis befreien. Wörter und Begriffe sind aus der ihnen innewohnenden Bedeutung heraus entweder richtig oder falsch, passend oder unpassend, und da spielt es keine Rolle, ob Dschingis Khan, Saddam Hussein oder Ivan der Schreckliche möglicherweise irgendwann einmal ähnliche Wörter verwendet haben.
 
P.S.: Lemmy lief ja gerne mit einem Eisernen Kreuz am Hals herum, wahrscheinlich dürfte er heute damit in keiner TV-Show mehr auftreten.
 
 
 

Majestyk

28. Februar 2026 16:46

@ Mitleser2:
Lesen Sie dessen Biographie. Forderungen nach Steuersenkung, Apparatrückbau, Befreiung von internationalen Fesseln bedrohen seine Existenzgrundlage. Genau deswegen sind solche "neuen" Perspektiven die schärfste Waffe gegen links. 
@ RMH:
Der Katholizismus ist nicht gleich Marxismus, gibt aber Parallelen bei der Rechtfertigung von Herrschaft. Deswegen ja auch Ideen zur Bestrafung von Häretikern. Häresie bedroht niemandes Glauben, sondern Herrschaft, die mittels Religion legitimiert wird. Ihren Glauben ausüben, könnten Sie auch in einem nichtchristlichen Land, insofern es dort ein Recht auf freie Religionsausübung gibt. 
Im Mittelalter gab es ein solches Recht in Europa nicht. In linken Gesellschaften gibt es kein Recht auf freie Entaltung der politischen Überzeugung. Das ist die Parallele zwischen Religion und politischer Ideologie. Deren Dominanz und Kontrolle über das Staatswesen schränkt die Freiheit von Abweichlern ein. 
@ Valjean:
Diesmal schreiben Sie fast alles,, was ich sonst schreiben würde/ müßte. So kann ich ganz entspannt mitlesen und weiß die Verteidigung der deutschen Sprache vor linken Lügen gut in Ihrer Hand. Danke und Applaus!
 
 

SMHJanssen

28. Februar 2026 17:09

@Gracchus: Remigration ist ja nun mal eine Form der Segregation: die Menschen mit Migrationshintergrund werden erst schikaniert, dann segregriert und letzendlich remigriert. Wie stellen Sie sich das genau vor? Würde mich interessieren: so wie Trumps schießende Willkürtruppe ICE? Willkürlich verhaften, prügeln und wenn es Kritik gibt, schiessen und auf Recht und Gesetz pfeifen, weil man es sich ja politisch erlauben kann? Oder soll das Ganze eher heimlich, still und leise geschehen? Nächtliche Hauserstürmungen mit willkürlichen Festnahmen und dann Abschiebeflügen - so das die Menschen relativ wenig mitbekommen? Und was machen Sie mit den deutschen Staatsangehörigen - mit oder ohne Migrationshintergrund - die sich dieser Politik entgegenstellen? Deportieren? Internieren? Und da sind wir bei Freund und Feind: tatsächlich sind die Konzepte die in Ihren Kteisen diskutiert werden eine permanente Feinderklärung - an zivilisatorische Standards, an die Ideale der liberalen Demokratie, an die Menschenwürde und schlichtweg jeglichen Anstand. Wenn Sie sich also wundern, warum Menschen wie ich alles intellektuel und techtlich mögliche tun werden, damit Menschen wie Sie keinen Einfluss bekommen, dann schauen Sie auf die Debatten die hier geführt werden.
Ansonsten empfehle ich Ihnen Bruce Springsteen und Streets of Minneapolis. Der richtige Song zu dieser Debatte!
Herzliche Grüße,
Siebo M. H. Janssen

Majestyk

28. Februar 2026 17:22

@ Valjean72:
Apropos SS-Wahlspruch "Meine Ehre heißt Treue". Der Wahlspruch der US-Marines lautet "Semper fidelis" . In den napoleonischen Kriegen war "Die Treue ist das Mark der Ehre" geläufig. Wo finde ich den inhaltlichen Unterschied? Ein Wahlspruch soll also falsch sein, nur weil er von den Falschen verwendet wurde?
Suum cuique also "Jedem das Seine" ist übrigens auch das Motto der deutschen Feldjäger. Sind das nun Nazis?
 

RMH

28. Februar 2026 17:24

@Ekström, @Valjean72 u.a.:
Nicht falsch verstehen: Ich bin auch für eine Enttabuisierung, Rückgewinnung der deutschen Sprache & Entschlackung des Strafrechts im Bereich Politik & Meinungsdelikten. Aber das macht man nicht mit dem Kopf durch die Wand sondern durch das Bohren der dicken Bretter im Parlament (M. Weber). Und daher auch meine Argumentation der Trennung zwischen Partei- & Parlamentsweg & außerparlamentarischen, außerparteilichen. Wer den Parteiweg gehen will, muss einfach disziplinierter & überlegter sein, auch als junger Mensch. Wer lieber frei nach dem Schnabel reden will, der geht nicht in eine Partei. Ich persönlich wusste schon immer, warum ich in keine Partei gegangen bin, trotz sehr starkem Interesse an Politik. Man muss sich einfach überall - nicht nur bei der AfD - zu sehr auf die Zunge beißen. Den "Meta-"Raum erweitern im Übrigen am entscheidensten nicht Politiker oder Parteimitglieder sondern wir alle und noch mehr Leute in den Medien.

SMHJanssen

28. Februar 2026 17:24

@Mitleser2: Auch an Sie geht meine Reaktion und meine Fragen an Gracchus.
Herzliche Grüße,
 
Siebo M. H. Janssen

Gracchus

28. Februar 2026 17:50

@Valjean72: oder wir müssen weiterhin  Deutsch sprechen, damit wir als Tätervolk identifizierbar bleiben? Und Steinmeier hat tatsächlich auf Hebräisch vorgetragen, das er wahrscheinlich gar nicht versteht?!!
Ich fordere: es muss jeder so reden dürfen, wie ihm sein Schnabel gewachsen ist, das heißt, jedem darf auch ein Schnabel wachsen. 
 

Gracchus

28. Februar 2026 18:08

@Majestyk, 16:46
Und was ist mit Faschismus? Dem Islam?Auch "unsereDemokratie" verfolgt Abweichler ... wenn das also das tertium comparationis ist??? Früher wurde der Katholizismus - einen Begriff, den ich ablehne; jeder -ismus ist falsch - auch als Klerikalfaschismus bezeichnet ..., also wäre, um im Lande Dada anzukommen, "marxistischer Klerikalfaschismus" wohl korrekt ...! 
Und den advocatus diaboli oder auch nicht spielend:
Die katholische Kirche ist im Gegensatz zum Marxismus im Besitz der vollen Wahrheit - ist deren Pfeiler und Grundfeste, sie braucht dem Irrtum nicht zu weichen  - also darf, ja muss sie Häretiker verfolgen. Hat nicht z. B. ein Unternehmen das volle Recht einen Mitarbeiter zu feuern, der das Produkt dieses Unternehmens öffentlich als Schrott hinstellt? 
Und welches Argument haben Sie dagegen, dass eine Herrschaft sich durch die Verfolgung von Abweichlern sichert? Das ist einfach ihr Job! Man herrscht doch nicht zum Spaß. Was wäre uns erspart geblieben, hätte man frühzeitig den Feminismus, die Grünen, ja die ganzen 68er verboten und konsequent durchgegriffen?!!! 
 
 

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