Machtrausch. Irankrieg und AfD

von Wiggo Mann -- Die erste Welle der Angriffe am 28. Februar war überwältigend. Kaum hatte die AfD-Fraktion ihr Presse-Statement zum Iran veröffentlicht, schlug man innerhalb und außerhalb der Partei vernichtend zurück. Lächerlich und „links“ sei die Stellungnahme der beiden Vorsitzenden. „Totalausfall“, „weichgespülter Müll“, „einfach zum Kotzen“, liest man bei durchaus parteinahen Kommentatoren.

Dabei hat­te die Spit­ze der AfD kein Kat­zen­vi­deo mit ira­ni­scher Flag­ge gepos­tet, son­dern dar­auf hin­ge­wie­sen, eine „erneu­te Desta­bi­li­sie­rung des Nahen Ostens“ lie­ge „nicht im deut­schen Inter­es­se“. Außer­dem haben Ali­ce Wei­del und Timo Chrup­al­la ver­deut­licht, daß im Gefecht zumin­dest die „Zivil­be­völ­ke­rung und die zivi­le Infra­struk­tur“ geschützt wer­den müssen.

Auch ein paar Gedan­ken zum soge­nann­ten Völ­ker­recht waren im State­ment ent­hal­ten. Aber das kann man als Platz­hal­ter igno­rie­ren und sich statt­des­sen den umfas­send bil­den­den Vor­trag Thor von Wald­steins anse­hen, den er im Rah­men der Win­ter­aka­de­mie in Schnell­ro­da hielt.

Ins­ge­samt war die Stel­lung­nah­me der bei­den AfD-Par­tei­chefs zum Angriff Isra­els und der USA auf den Iran recht vor­sich­tig und wenig aggres­siv. Das stör­te man­che. Da muß wohl bereits sprach­lich mehr Blut sprit­zen, wie es „Epic Fury“, der Titel des Mili­tär­schlags verspricht?

Nach alter völ­ker­recht­li­cher Idee ist im Krieg der Geg­ner nicht auto­ma­tisch ein Ver­bre­cher. Aber in Deutsch­lands meist­ge­le­se­ner Nach­rich­ten­quel­le BILD pro­pa­giert Chef­re­dak­teur Robert Schnei­der den „rich­ti­gen Krieg“ in Anleh­nung an die Ver­mark­tungs­idee der Kreuz­zü­ge. Und selbst ein Spit­zen-Anwalt, der die AfD sonst gegen unse­re Demo­kra­tie-Simu­la­ti­on ver­tei­digt, fin­det es plötz­lich „gerecht“, den hoch­ran­gi­gen kle­ri­ka­len Gelehr­ten einer Gemein­de von rund 200 Mil­lio­nen schii­ti­schen Mos­lems ohne juris­ti­sches Ver­fah­ren und ohne offi­zi­el­le Kriegs­er­klä­rung zu töten.

Die Sache mit dem Iran ist kom­pli­ziert. Bereits 1953 wur­de mit Unter­stüt­zung der CIA ein Regime­wech­sel in die Wege gelei­tet. Der Schah regier­te anschlie­ßend als auto­ri­tä­rer Mon­arch bis zu sei­nem Sturz 1979 durch die Isla­mi­sche Revo­lu­ti­on und die Aus­ru­fung der Isla­mi­schen Repu­blik. Seit­dem herrscht kei­ne Ruhe.

Der Staat wird ultra-reli­gi­ös regiert. Die Bür­ger müs­sen teils um Gesund­heit und Leben fürch­ten, wenn sie auf­be­geh­ren. Die Bedro­hung Isra­els und „Tod den USA“ gehö­ren zum Stan­dard-Reper­toire in poli­ti­schen Reden. Man wünscht dem ira­ni­schen Volk von Her­zen mehr Frei­heit – und den Nach­barn mehr Sicherheit.

Es ging dem AfD-Vor­stand also ver­mut­lich zu kei­nem Zeit­punkt um die Ver­tei­di­gung einer isla­mi­schen Regie­rung im Nahen Osten. Die aktu­el­len Hand­lun­gen der ira­ni­schen Füh­rer sind teil­wei­se nicht zu recht­fer­ti­gen und womög­lich sogar offi­zi­ell zu ahn­den. Wer­te und Ideen des schii­ti­schen Islam wir­ken auf uns zumin­dest unge­wöhn­lich – um es diplo­ma­tisch auszudrücken.

(Ruhol­lah Cho­mei­ni, ers­tes Ober­haupt der 1979 gegrün­de­ten Repu­blik for­mu­liert in sei­nem juris­ti­schem Stan­dard­werk „Tah­r­ir al-Wasi­lah“ Pas­sa­gen, die ver­stö­rend sind. Unter ande­rem wird dort ein Min­dest­al­ter von neun Jah­ren für Mäd­chen beim Geschlechts­ver­kehr the­ma­ti­siert. Sol­che grau­en­vol­len Inhal­te wir­ken bis heu­te in schii­ti­schen Rechts­dis­kus­sio­nen nach.)

Es gäbe also ver­mut­lich diver­se Mög­lich­kei­ten, gegen einen sol­chen Staat vor­zu­ge­hen. Zumin­dest, wenn man dem aktu­el­len Selbst­ver­ständ­nis der UN folgt. Laut Anna­le­na Baer­bock – als Prä­si­den­tin der UN-Gene­ral­ver­samm­lung – ist die Orga­ni­sa­ti­on dafür zustän­dig, daß „Welt­frie­den und inter­na­tio­na­le Sicher­heit“ tadel­los funk­tio­nie­ren. Die USA sehen die Bemü­hun­gen der UN aber skeptisch.

Wes­ley K. Clark, Vier-Ster­ne-Gene­ral und ehe­mals obers­ter NATO-Befehls­ha­ber in Euro­pa, erklär­te 2007 in der Nach­rich­ten­sen­dung „Demo­cra­cy Now!“, das Pen­ta­gon habe laut einem ver­trau­li­chen Memo bereits seit Lan­gem den Plan gehabt, sie­ben Staa­ten in Nord­afri­ka und dem Nahen Osten anzu­grei­fen: Irak, Syri­en, Liba­non, Liby­en, Soma­lia, Sudan – und zuletzt den Iran. Das ent­spre­chen­de Doku­ment wur­de nie ver­öf­fent­licht. Aber die von Clark beschrie­be­nen Vor­ha­ben wären mit dem Angriff vom 28. Febru­ar zumin­dest in die­se Rich­tung ver­voll­stän­digt worden.

War­um wur­de der Iran jetzt ange­grif­fen? Da gehen die Mei­nun­gen auseinander.

Das Wei­ße Haus – ein­zi­ge Regie­rung, die jemals eine Vier­tel­mil­li­on Men­schen mit Atom­waf­fen töte­te – erklär­te in einer Pres­se­mit­tei­lung vom 1. März, man fürch­te­te die Bedro­hung durch ira­ni­sche Atom­waf­fen. Der Angriff sei des­halb eine

mili­ta­ry cam­paign to eli­mi­na­te the immi­nent nuclear thre­at posed by the Ira­ni­an regime,

also eine mili­tä­ri­sche Reak­ti­on auf eine unmit­tel­ba­re nuklea­re Bedro­hung. Und das, obwohl Irans Prä­si­dent Masoud Peze­sh­ki­an offen­bar noch am 26. Febru­ar vor einer wei­te­ren diplo­ma­ti­schen Gesprächs­run­de sinn­ge­mäß erwähn­te, Iran wer­de schon des­halb kei­ne Atom­waf­fen ent­wi­ckeln, weil der obers­te Staats­füh­rer Kha­men­ei es ver­bo­ten habe.

Selbst wenn Peze­sh­ki­ans Beteue­rung Fake News sein soll­te: Wie könn­te der Iran nuklea­re Spreng­köp­fe her­stel­len? Glaubt man dem US-Prä­si­den­ten, dann wur­den die ent­spre­chen­den For­schungs- und Pro­duk­ti­ons­an­la­gen doch bereits bei den Mili­tär­schlä­gen vom 21./22. Juni 2025 „com­ple­te­ly and total­ly obli­te­ra­ted“, also kom­plett zerstört.

Oder geht es gar nicht spe­zi­ell um Atom­waf­fen, son­dern ganz all­ge­mein um Ter­ror? Prä­si­dent Trump sag­te am 28. Febru­ar, der Iran sei „the worlds lea­ding sta­te spon­sor of ter­ro­rism. Um das zu bele­gen, kann er sicher diver­se Netz­wer­ke benen­nen. Alter­na­tiv kann man auch im Glo­bal Ter­ro­rism Index 2025 (IEP) nach­se­hen: Die vier Grup­pen mit den meis­ten Ter­ror-Toten im Berichts­jahr waren der Isla­mi­sche Staat (IS), JNIM (al-Qai­da-nah), TTP (Tehrik-e-Tali­ban, Paki­stan) und al-Shaba­ab. Unter den Haupt­tä­tern domi­niert also sun­ni­ti­scher Extre­mis­mus. Der Iran ist aber der größ­te schii­tisch gepräg­te Staat der Welt.

Ja, es ist kom­pli­ziert. Vie­le ein­fluß­rei­che Poli­ti­ker der Repu­bli­ka­ni­schen Par­tei, wie der Sena­tor Lind­sey Gra­ham, for­der­ten den Krieg ganz ein­fach des­halb, weil ihnen die Regie­rung des Iran nicht paßt. „We are in a reli­gious war“ wird er von CNN zitiert. Es gehe des­halb um einen „regime chan­ge.

Wem das dann doch zu tri­vi­al ist, der lauscht dem US-Außen­mi­nis­ter Rubio, wel­cher spä­tes­tens seit der Münch­ner Sicher­heits­kon­fe­renz (MSC) als ele­gan­ter Rhe­to­ri­ker gilt. Rubio kor­ri­gier­te am 3. März vor lau­fen­der Kame­ra auf Fox News die ver­wir­ren­de Bericht­erstat­tung zum Angriff gegen den Iran und beant­wor­te­te die Fra­ge „Why now?“ der anwe­sen­den Jour­na­lis­ten wie folgt:

We knew the­re was going to be an Israe­li action. We knew that would pre­ci­pi­ta­te an attack on Ame­ri­can forces. And we knew that if we didnt pre­emp­tively go after them befo­re they laun­ched tho­se attacks, we would suf­fer hig­her casualties.

Wir wuss­ten, dass es israe­li­sche Maß­nah­men geben wür­de. Wir wuss­ten, dass das einen Angriff auf ame­ri­ka­ni­sche Streit­kräf­te aus­lö­sen wür­de. Und wir wuss­ten, dass wir höhe­re Ver­lus­te erlei­den wür­den, wenn wir nicht prä­ven­tiv gegen sie vor­ge­hen wür­den, bevor sie die­se Angrif­fe starten.

Die USA muß­ten also beim Krieg gegen den Iran wider Wil­len mit­ma­chen, weil Isra­el es for­cier­te? Mas­si­ve Fol­gen und Ver­wer­fun­gen wäh­rend und im Anschluß an die mili­tä­ri­sche Akti­on zeich­nen sich bereits ab:

  • Die ira­ni­sche Füh­rung wird vor­aus­sicht­lich durch eine US-nahe Regie­rung ersetzt – sofern isla­mi­sche Extre­mis­ten oder BRICS-Part­ner die­ses Sze­na­rio nicht über Jah­re hinauszögern.
  • Die Hand­lungs- und Bewe­gungs­spiel­räu­me der US-Ame­ri­ka­ner im Nahen Osten wer­den erwei­tert, wenn der Krieg endet und Ver­bün­de­te im ara­bi­schen Raum das Cha­os verzeihen.
  • Die Idee eines „Grea­ter Isra­el“ als impli­zi­ter Hege­mon rückt näher, wie vor weni­gen Tagen noch ein­mal vom israe­li­schen US-Bot­schaf­ter Mike Huck­abee („it would be fine if they took it all“) angedeutet.
  • Die Not­hil­fe für die Bevöl­ke­rung des Iran, aber auch für Opfer in den Nach­bar­staa­ten, wird die Welt­wirt­schaft belas­ten. Im Gegen­zug erhof­fen sich die USA den direk­ten Zugriff auf ira­ni­sche Ölfelder.
  • Ver­wer­fun­gen im huma­ni­tä­ren Bereich sind nicht aus­zu­schlie­ßen. Inklu­si­ve neu­er Flücht­lings­strö­me nach Euro­pa. Was die USA mit ihren stren­gen neu­en Ein­rei­se­be­din­gun­gen nur am Ran­de inter­es­sie­ren dürfte.

Sum­miert man die­se Annah­men, dann fällt die Ein­ord­nung der Angrif­fe auf den Iran leich­ter: POSIWID. The pur­po­se of a sys­tem is what it does.

POSIWID nennt sich eine For­mel, die Staf­ford Beer zuge­schrie­ben wird. Der legen­dä­re Bri­te war Kyber­ne­ti­ker, beschäf­tig­te sich mit der Steue­rung von Sys­te­men auf Basis von Ana­lo­gien zur Hand­lungs­wei­se leben­der Orga­nis­men. Sein Renom­mee reich­te von St. Gal­len bis New York. Laut Beer ist die erklär­te Absicht eines Sys­tems nicht ent­schei­dend, son­dern die Effek­te, die aus Hand­lun­gen tat­säch­lich erzeugt werden.

Das bedeu­tet: Wir kön­nen die vor­der­grün­di­gen Argu­men­ta­tio­nen für und gegen den mili­tä­ri­schen Ein­satz im Iran getrost zur Sei­te schie­ben. Es geht ganz offen­bar über­wie­gend um israe­li­sche Macht­po­li­tik und US-ame­ri­ka­ni­sche Unter­stüt­zung. Was nicht falsch sein muß. Aber es sind nicht zwin­gend sou­ve­rä­ne deut­sche Interessen.

Das ers­te State­ment der AfD-Vor­sit­zen­den zum brand­neu­en Krieg war somit bei allem sti­lis­ti­schen Mit­tel­maß doch stra­te­gisch klü­ger, als vie­le den­ken. Was man vor­wer­fen könn­te, wäre höchs­tens, dass der ten­den­zi­ell gute Ansatz anschlie­ßend vom außen­po­li­ti­schen Spre­cher der Bun­des­tags­frak­ti­on, Mar­kus Frohn­mai­er, durch Anbie­de­rung („chir­ur­gi­sche Prä­zi­si­on“) und Lethar­gie („neu­er Sta­tus quo“) wie­der aus­ge­höhlt wor­den ist.

Die Alter­na­ti­ve für Deutsch­land darf und muß ihr ein­zi­ges Ziel im Auge behal­ten: Das Wohl Deutsch­lands. Alles dane­ben ist zwei­te Prio­ri­tät, weil es eben nicht nur um mora­li­sche Über­le­gen­heit, Empa­thie und Bei­fall in der Knes­set oder im Wei­ßen Haus geht, son­dern um unser Volk.

Wenn in einem unkla­ren mili­tä­ri­schen Aben­teu­er neue Trüm­mer­fel­der, neue Rech­nun­gen, neue Lei­chen­sä­cke und neue Flücht­lings­rou­ten ent­ste­hen, dann ist es egal, wie altru­is­tisch die Begrün­dung klingt. Ent­schei­dend ist nach POSIWID für uns, wel­ches Ergeb­nis eine Hand­lung hat und ob Deutsch­land wenigs­tens mit­tel­fris­tig einen Vor­teil dar­aus zie­hen kann.

Die AfD muss auch hier den Mut zur alter­na­ti­ven Mei­nung stär­ken. Wer ent­spre­chen­de State­ments für „weich­ge­spül­ten Müll“ hält, ver­wech­selt Poli­tik mit glo­ba­lem Machtrausch.

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Kommentare (7)

Rheinlaender

5. März 2026 18:13

Dass die Absichten der jeweilige Akteure nicht mit deren offiziellen Darstellungen identisch sein müssen, ist offenkundig. Beers Ansatz funktioniert allerdings überall dort nicht als Mittel, um zu den tatsächlichen Absichten vorzudringen, wo Risiken involviert sind. Clausewitz sprach in diesem Zusammenhang von der "Friktion", die im Krieg immer zu unvorhergesehenen Ergebnissen von Handlungen führt. Amerikaner und Israels gehen hier erhebliche Risiken ein, die zu sehr unterschiedlichen Ausgängen führen können, weshalb diese keine Rückschlüsse auf die  ursprünglichen Absichten erlauben. Aus der Tatsache. dass die Russen im Mai 1945 in Berlin standen, lässt sich z.B. ja auch nicht folgern, dass Hitler eine entsprechende Absicht verfolgt hätte.

RMH

5. März 2026 18:15

Die Partei heißt Alternative für D & nicht für die Welt. Insofern braucht sich die AfD eigentlich gar nicht auf die Debatten des Mainstreams einlassen, die just vor Wahlen vom Abkacken Ds perfekt ablenken. Das die AfD jetzt nicht der Trump Admin groß gegen das Schienbein verbal treten will, ist aus meiner Sicht nachvollziehbar, erhält sie doch ein gewisse, verbale Unterstützung von dort.
"Bereits 1953 wurde mit Unterstützung der CIA ein Regimewechsel in die Wege geleitet."
Ist historisch m. M. n. etwas zu kurz gegriffen. Eigentlich ging die Einmischung in den Iran schon im WK2 los, als die Briten mit der UdSSR den Iran besetzten, den Schah gegen einen anderen austauschten & sich damit einen entscheidenden Nachschubweg f. die UdSSR im Kampf gegen D sicherten. Nebenbei: Für den Iran soll das dt. Reich ein wichtiger Handelspartner gewesen sein & es sollen einige tsd deutsche im Zuge der Invasion festgesetzt worden sein.  Grds waren sowohl unter dem Schah als auch unter der islam. Republik die Handelsbez. zw. D & Iran gut (das KKW Buschehr im Iran wurde bspw. ab 1975 von Siemens-KWU geplant & begonnen). Man kann nur hoffen, dass nach dem Krieg daran wieder angeknüpft werden kann. 

Le Chasseur

5. März 2026 18:27

"Warum wurde der Iran jetzt angegriffen?"
Rache fehlt noch als mögliches Motiv: https://www.whitehouse.gov/videos/iran-tried-to-kill-president-trump-and-president-trump-got-the-last-laugh-secretary-of-war-%F0%9F%94%A5/
Aber im Ernst: Die eigentlichen Ziele könnten eine weitere Einkreisung und Schwächung Russlands und Chinas sein:
"Sollte es den USA gelingen, in Teheran ein proamerikanisches Regime zu installieren, hindert Radikalislamisten und andere Stellvertreter der USA nichts mehr am Eindringen nach Turkmenistan. Und dahinter gibt es keine sicher kontrollierbare Landgrenze mehr bis nach Sibirien, in den Ural, an die Wolga und in das Herz Russlands. Und wenn Russland fällt, ist China dran." (Quelle: RT)
Insofern würde ich nicht unbedingt sagen, dass es "überwiegend um israelische Machtpolitik" geht. Lavrow sagte kürzlich, den Amis ginge es darum, die Energierouten zu kontrollieren. Die Straße von Hormuz gehört dazu.

Majestyk

5. März 2026 19:09

Eine Diskussion zum Thema ergibt keinen Sinn, wenn man hier nicht die geplante Lieferung von Hyperschallraketen von China an den Iran ansprechen darf.
Der Angriff auf den Iran mußte wahrscheinlich jetzt erfolgen und der dient auch nicht dazu die Region zu destabilisieren, sondern ganz im Gegenteil einer kompletten Destabilisierung entgegenzuwirken und der Entstehung einer echten Bedrohung. 
Als Wähler würde ich mir von der AfD endlich mal Klartext wünschen. Wohin möchte die AfD Deutschland bewegen? Ich als Wähler möchte erkennen können, ob ich von der AfD eine rechte wirtschaftsfreundliche Politik à la Franz Josef Strauß zu erwarten habe oder eine Annäherung an mir unliebsame Staaten, in letzter Konsequenz dann wohl Rotchina. Ich mag lieber Beefsteak als Pekingente und von Eiertanz halte ich sowieso nicht viel. 
Darüber hinaus erwarte ich von einer Partei, die angeblich die Islamisierung des eigenen Landes beklagt (Wahlwerbung auf türkisch/ arabisch paßt natürlich nicht dazu), sich auch außenpolitisch gegen islamisierende und radikalislamische Staaten zu positionieren. Und Deutschland braucht den Iran für gar nichts, Wenn es Amerikanern und Israelis gelingt im Iran eine prowestliche Kraft an die Macht zu bringen, dann ist dies nicht nur im Interesse der Region, sondern auch im Interesse Deutschlands. Zumindest eines Deutschlands wie ich es mir wünsche. 

Franz Bettinger

5. März 2026 19:13

Beim "Überfall auf den Iran", Quatsch, bei der Unterwerfung der Ungläubigen (Schiiten) soll Trump sich nun auch die Hilfe Gottes gesichert haben. Er redet vom "göttlichen Plan" und sagt, er sei von Jesus gesalbt, um Armageddon, den Endsieg einzuleiten. Und dann kommen diese Spanier und streuen Sand ins göttliche Getriebe. Tsstss. 

Freichrist343

5. März 2026 19:46

Das iranische Regime wird von selber zusammenbrechen, so wie das Sowjetregime. Es ist ein Fehler, militärisch im Iran zu intervenieren.
Deutschland braucht eine sozialkonservative Außenpolitik. Nach der Wahl in BW sollte eine Regierung aus AfD und DieBasis gebildet werden.
https://jlt343.wordpress.com

Kurativ

5. März 2026 20:26

Für die Bedrohungen an der russischen Grenze (Ukraine) oder die Bedrohung an der israelischen Grenze (Gaza) hätte ich noch Verständniss. Obwohl das Vorgehen Israels völlig überzogen war.
Die die Angriffe und die Eroberung von Venezuela und dem Iran sind durch nichts zu begründen! Sie sind ein Verbrechen.
Und Atomwaffen, wenn sie paritätisch Auftreten, verhindern den Krieg, da beide Seiten bei einem Angriff mit der eigenen Zerstörung rechnen müssten.
Was am meisten nervt, dass sind Begriffe wie Mullah-Regime oder die Vorurteile über den heutigen Iran. Das Land hatte sich völlig verändert und hat die Moderne ergriffen. Das Religionsregime war längst gescheitert weil die jungen Menschen einen anderen Weg gegangen waren. Diese Modernisierung wollte man aufhalten.
Ich halte ohnehin den extremen Islam für ein teufelswerk westlicher Geheimdienste.
Bemerkenswert ist auch die Zuarbeit der ganzen arabischen Staaten in der Region. Es sieht aus, als wenn der Nahe Osten verwestlicht wird und Europa Islamisiert werden soll.