Wahlanalyse Baden-Württemberg

Die gute Nachricht des Wahlabends für alle Kampagnenmacher: Wahlkämpfe können tatsächlich einen Unterschied machen. Ende Januar verharrten die Grünen im Südwesten in Umfragen bei abgeschlagenen 21 %, um in einer rasanten Aufholjagd von knapp fünf Wochen fast zehn Prozentpunkte zuzulegen und als stärkste Kraft in Baden-Württemberg einzufahren.

Daniel Fiß

Daniel Fiß ist freier Publizist.

Mit der Nomi­nie­rung von Cem Özd­emir setz­ten die Grü­nen kon­se­quent auf die bewähr­te Erfolgs­for­mel des schei­den­den Minis­ter­prä­si­den­ten Win­fried Kret­sch­mann. Ein  nicht pola­ri­sie­ren­der Kan­di­dat, der für das klas­sisch bür­ger­lich und mit­tig gepräg­te Baden-Würt­tem­berg Ver­bind­lich­keit aus­strahlt und das Kon­trast­bild zu den soge­nann­ten „woken Träu­mern“ der grü­nen Gesamt­par­tei repräsentiert.

Die Wahl­kampf­stra­te­gie der Grü­nen war dabei ziem­lich klar auf Özd­emir zuge­schnit­ten. Die Grü­nen zei­gen, daß der Weg in neue Wäh­ler­schich­ten heu­te weni­ger über Pro­gram­me als über Per­so­nal führt. Par­tei­en über­schrei­ten Milieugren­zen nicht durch das Nach­schär­fen von Text­bau­stei­nen, son­dern durch Kan­di­da­ten, die Ver­trau­en aus­strah­len und nicht als Kari­ka­tur der eige­nen lin­ken Sze­ne wahr­ge­nom­men werden.

Auf Pla­ka­ten muß­te man das grü­ne Par­tei­lo­go teil­wei­se erst suchen. Die­ses Under­state­ment der eige­nen Par­tei bei gleich­zei­tig stär­ke­rer Kan­di­da­ten­zen­trie­rung schafft in Baden-Würt­tem­berg eine Milieu­ko­ali­ti­on, die offen­bar weit über die tat­säch­li­chen Sym­pa­thie- und Kern­wäh­ler­schaf­ten der Grü­nen hin­aus­ge­hen. Begüns­tigt wur­de die­se extre­me Per­so­na­li­sie­rung durch das neue Wahl­recht mit zwei Stim­men, das es Özd­emir ermög­lich­te, tak­ti­sche Wäh­ler des lin­ken Lagers direkt auf sich zu ver­ei­nen, um den CDU-Kan­di­da­ten Manu­el Hagel zu verhindern.

Ins­be­son­de­re die Wäh­ler­trans­fers zwi­schen Grü­nen und CDU der letz­ten Jah­re zei­gen, daß in einem Bun­des­land wie Baden-Würt­tem­berg grü­ne Ideo­lo­gie tief in die „bür­ger­li­che Mit­te“ durch­greift oder die bür­ger­li­che Mit­te die Grü­nen als neu­es Reprä­sen­ta­ti­ons­an­ge­bot begreift.

In jedem Fall straft Baden-Würt­tem­berg jene Lügen, die noch immer an die Illu­si­on eines schlum­mern­den rechts­kon­ser­va­ti­ven Bür­ger­tums glau­ben. Das soge­nann­te „Bür­ger­tum“ ist ein poli­ti­sches Ver­fü­gungs­in­stru­ment (bzw. hat sich selbst zu einem sol­chen gemacht), das sich meist an die Macht­ar­chi­tek­tur des hege­mo­nia­len Zen­trums anpaßt.

Die zen­tra­le Lek­ti­on aus dem grü­nen Wahl­sieg ist für die AfD, daß selbst eine in wei­ten Tei­len der Bevöl­ke­rung eher unbe­lieb­te Par­tei wie die Grü­nen durch einen extrem star­ken und pro­mi­nen­ten Kan­di­da­ten enorm viel her­aus­ho­len kann. Ein Kan­di­da­ten­fak­tor, der bei der AfD bis­her lei­der nir­gends wirkt. Weder in Baden-Würt­tem­berg, noch in ande­ren west­deut­schen Lan­des­ver­bän­den (im Osten mit Ausnahmen).

Betrach­tet man die schlich­ten Zah­len, so hat die Par­tei ihr Ergeb­nis aus dem Durst­stre­cken­jahr 2021 (9,7 %) auf 18,8 % fast ver­dop­pelt, zieht mit 35 Abge­ord­ne­ten als größ­te Oppo­si­ti­ons­frak­ti­on in den Stutt­gar­ter Land­tag ein und fei­ert damit fak­tisch das bis­her bes­te Wahl­er­geb­nis bei einer west­deut­schen Landtagswahl.

Den­noch scheint es zumin­dest in eini­gen inner­par­tei­li­chen Ana­ly­sen die Les­art einer Nie­der­la­ge zu geben. Dies mag mit­un­ter an einem etwas fal­schen Erwar­tungs­ma­nage­ment lie­gen, wenn die Kam­pa­gne als Ziel­mar­ke ein Ergeb­nis von 20 %+X aus­ge­ge­ben hat und als Zweit­plat­zier­ter ein­lau­fen woll­te. Den­noch lag der Umfra­ge­spit­zen­wert nie über 21 %, und ange­sichts der media­len Kam­pa­gnen und der Außen­dar­stel­lung der Par­tei (Vet­tern­wirt­schaft und Co) muß man jene, die nun von einer Nie­der­la­ge spre­chen, ernst­haft fra­gen, auf wel­cher Grund­la­ge man auf der Ziel­ge­ra­den der Kam­pa­gne noch ein Ergeb­nis von über 20 % erwar­ten konnte.

Es ist daher ana­ly­tisch unred­lich, das Wahl­er­geb­nis pri­mär als Schei­tern zu inter­pre­tie­ren, denn die AfD lag genau inner­halb des Solls und schöpf­te ihr struk­tu­rel­les Wäh­ler­po­ten­ti­al im Land weit­ge­hend aus.

Die Wahl­so­zio­lo­gie hat das AfD-Elek­to­rat in Süd­west­deutsch­land in zahl­rei­chen Stu­di­en stets als sozio­öko­no­mi­schen Son­der­fall beschrie­ben. Die Unter­stüt­zer der AfD ent­stam­men hier nicht dem klas­si­schen, pre­kä­ren oder „abge­häng­ten“ Milieu mit erwerbs­bio­gra­fi­schen Brü­chen und nied­ri­gen Ein­kom­men. Viel­mehr speist sich die fun­da­men­ta­le Unzu­frie­den­heit aus einem tie­fen, sub­jek­ti­ven nega­ti­ven Erwar­tungs­bild (Fach­be­griff: „Sub­jek­ti­ve Depri­va­ti­on“) für die Zukunft, das durch die schlei­chen­de Kri­se der Indus­trie im Auto­land immer greif­ba­rer wird.

Ent­spre­chend mas­siv fie­len die Zuge­win­ne in den indus­tri­ell gepräg­ten Wahl­krei­sen bei Arbei­tern und mit­tel­qua­li­fi­zier­ten Beschäf­tig­ten aus. 30 % der Arbei­ter mach­ten ihr Kreuz bei der AfD. Ein hoher Anteil an Beschäf­tig­ten im pro­du­zie­ren­den Gewer­be bleibt sta­tis­tisch ein star­ker Prä­dik­tor für höhe­re Zuge­win­ne der Par­tei. In man­chen Indus­trie­re­gio­nen wur­den sogar Wachs­tums­wer­te von mehr als 20 % ver­zeich­net. Die SPD wur­de dabei nahe­zu voll­stän­dig pul­ve­ri­siert. Somit ist der Anstieg und die elek­to­ra­le Eta­blie­rung der AfD selbst­ver­ständ­lich auch das Zer­falls­pro­dukt ver­lo­re­ner Tra­di­ti­ons­mi­lieus von SPD und FDP, die nun in Baden-Würt­tem­berg kaum noch eine poli­ti­sche Rol­le spielen.

Bei die­ser Wahl domi­nier­te seit lan­gem nicht mehr das Migra­ti­ons­the­ma die gene­rel­le Debat­te bei einer grö­ße­ren Wahl. Nur 8 % aller Wahl­be­rech­tig­ten sahen dies als wahl­ent­schei­den­des The­ma. Bei den AfD-Wäh­lern bleibt die migra­ti­ons­po­li­ti­sche Pro­blem­ma­trix zwar über den Kon­nex von Kri­mi­na­li­täts­be­kämp­fung und Inne­rer Sicher­heit mit­ein­an­der ver­schränkt, doch im Gesamt­e­lek­to­rat konn­te über die­ses The­ma kei­ne Dyna­mik auf­ge­baut wer­den, die über die eige­ne Kern­wäh­ler­schaft hinauswirkt.

Auch die­ser Befund mag sicher zu einer kri­ti­schen Refle­xi­on über die eige­ne Ideen- und The­men­ar­mut der AfD ein­la­den, aber er macht zugleich deut­lich, daß man unter die­sen gege­be­nen Umstän­den mit 18,8 % noch ein pas­sa­bles Ergeb­nis raus­ge­holt hat.

Man mag sicher kon­sta­tie­ren, daß die maxi­ma­len Poten­tia­le viel­leicht nicht abge­ru­fen wur­den (ins­be­son­de­re, wenn man die Bun­des­tags­wahl als Refe­renz nimmt, wo man zumin­dest abso­lut 200.000 Wäh­ler mehr an die Urne zur AfD gebracht hat) und unter ande­ren Umstän­den auch mehr drin gewe­sen wäre – aber weder die Rele­vanz der eige­nen The­men noch die spe­zi­fi­schen Umstän­de des Mobi­li­sie­rungs­ren­nens zwi­schen CDU und Grü­nen konn­ten hier einen signi­fi­kan­ten Unter­schied machen.

Man mag, wie bereits beschrie­ben, die­se Land­tags­wahl für die AfD als Soll-Erfül­lung abhan­deln. Vor allem, wenn es dar­um geht, die Kern­wäh­ler­schaft aus unzu­frie­de­ner Indus­trie­ar­bei­ter­schaft und sozia­len Brenn­punkt­re­gio­nen abge­holt zu haben. Die AfD pro­fi­tiert wei­ter­hin von eher grö­ße­ren Mobi­li­sie­rungs­re­ser­ven inner­halb poli­ti­scher Ent­frem­dungs­mi­lieus. Die gestie­ge­nen Kom­pe­tenz­wer­te in teil­wei­se zwei­stel­li­gem Wachs­tums­be­reich ver­deut­li­chen zugleich ein­mal das höhe­re Ver­trau­en und die enge­re Bin­dung an die Partei.

Dar­auf läßt sich auf­bau­en. Zu einer ehr­li­chen Ana­ly­se gehört jedoch auch, daß die klas­si­schen habi­tu­el­len Pro­test­mo­bi­li­sie­run­gen mit­tel­fris­tig an gewis­se Gren­zen im Wes­ten sto­ßen. Der Aus­griff in neue Wäh­ler­mi­lieus mit Mul­ti­pli­ka­to­ren­po­ten­ti­al in einem Bun­des­land wie Baden-Würt­tem­berg (bestehend aus einer grund­sätz­lich ein­kom­mens­star­ken, abge­si­cher­ten und satu­rier­ten Bür­ger­schicht) ist schwie­rig nur allein über rein popu­lis­ti­sche Akzen­te zu erreichen.

Wenn­gleich die Mobi­li­sie­rungs­en­er­gie des Popu­lis­mus die ent­schei­den­de Erfolgs­res­sour­ce der AfD ist, wer­den wei­ter­ge­dach­te stra­te­gi­sche Ansät­ze stär­ker auf For­ma­te der Milieu­bil­dung, Gras­wur­zel­ar­beit und zivil­ge­sell­schaft­li­che Ver­an­ke­rung set­zen müs­sen und logi­scher­wei­se auch die the­ma­ti­sche Spann­brei­te erwei­tern müssen.

Daniel Fiß

Daniel Fiß ist freier Publizist.

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Kommentare (45)

Majestyk

10. März 2026 17:34

Selbst wenn die AfD nicht gescheitert ist, die Idee der Erneuerung Deutschlands kommt beim Wahlvolk nicht an. Vor allem nicht die Überzeugung, daß man die eingetretenen Pfade überdenken bzw. verlassen sollte. Und das ist ein Scheitern, welches schwerer wiegt als das Abschneiden einer Partei.
Meinen Einwand möchte ich aber nicht als Kritik an der Analyse verstanden wissen. Nur kann ich nicht erkennen, daß Deutschland noch viel Zeit bleibt, um gegenzusteuern, weder ökonomisch, noch kulturell. 

Mitleser2

10. März 2026 17:47

"Baden-Württemberg (bestehend aus einer grundsätzlich einkommensstarken, abgesicherten und saturierten Bürgerschicht) ..."
Ich weiß, die Verelendungstheorie wird hier nicht gerne gehört. Aber es scheint doch klar zu sein, dass die AfD im Westen nur weiterkommen kann, wenn es dieser Bürgerschicht in einer näheren oder weiteren Zukunft merklich schlechter geht, und sie daraus Konsequenzen zieht. Die verbliebenen Arbeiter, Migrationsgegner und derzeitigen Nichtwähler werden von ihrer Anzahl her nicht reichen.
 

Maiordomus

10. März 2026 17:56

@DF. Nüchterne Analyse, realistisch. Beim Personalisierungsfaktor scheint, dass der meistenteils tüchtig agierende Frohnmaier sich zwar vom Strebertyp der CDU abgesetzt hat, aber nicht annähernd das medienkompatible Charisma des getürkten Musterbürgers erreicht hat, der Dreckarbeit an eine Kollegin delegieren konnte. Aber nachweisbar, gilt auch für Schweiz und Oberschwaben, dass mit Trump-Nähe so wenig wie mit (angeblichem) Putinismus beim Klein- und Kulturbürgerum irgendwas zu holen ist. Das war schon die Crux der Schweizer Opposition gegen die 17 öffentlichrechtlichen Sender, wiewohl der Verweis der Initiativ-Gegner auf Trump und Musk reine Demagogie war. Die Ablehnung der Initiative, Annahme wäre Voraussetzung des Kampfes gegen die 10-Millionenschweiz und für die Neutralitätsinitative, ist auf fast völligen Verzicht auf den Kulturkampf gegen die 75% Linken bei den Öffentlichrechtlichen samt Hinweis auf die faktische (zwar nur objektive) Menschenrechtsverletzung bei Zwangsfinanzierung der Einschränkung der Meinungsfreiheit, was heute für  Denkende eine mindestens gleich grosse Demütigung darstellt wie es eine rassistische Beleidigung wäre. Letzteres dürfte auch für oppositionell denkende Deutsche zutreffen.         

Marcus AC Severus

10. März 2026 18:03

2016 hat die AfD 15,1 geholt und hatte 23 Abgeordnete. 
3,7% mehr in 10 Jahren, obwohl die Partei im Bund doppelt so viele Stimmen hat. Obwohl wir ein Jahr mir vielen Krisen haben. Obwohl gerade in BW die Industrie einiges an Stellenabbau hinter sich hat. Obwohl der CDU Kandidat so schwach war wie schon lange nicht.
Das ist nicht wirklich ein Erfolg. Vielleicht liegt es eher daran, dass man nicht mehr soweit weiß wofür die AfD eigentlich steht in vielen Bereichen. 
MMn braucht es straffere Disziplin und eine eindeutigere Richtung und auch anderes Führungspersonal. Wer AfD liest, soll sofort wissen wofür sie steht und von wem sie vertreten wird. 
Aktuell ist nichtmal klar ob die AfD für den Wehrdienst ist oder dagegen. Für mehr Nato (Lucassen) oder für weniger? 
Auch bezogen auf die Innenpoltik. Kein klares Konzept. Der Sellner wird von manchen eingeladen, nun darf er von anderen nicht. Was nun? 
Des Weiteren Millionen an Wähler und man findet nur die Schwiegermutter für die eigene Arbeit im Büro oder wie? Oder streitet sich in der Öffentlichkeit untereinander, belegt sich gegenseitig mit Auschlüssen und Bannsprüchen. Die NRW-AfD scheint ne andere Partei sein zu wollen wie die Thüringer-AfD. Man könnte hier lange weitermachen. Komplettes Chaos grade. 

tearjerker

10. März 2026 18:27

Die Leute setzen auf das, was sie kennen. Özdemir hüpfte schon vor 25 Jahren durch die Kulissen, während die diesjährige Konkurrenz schlicht niemandem viel sagte. Immerhin hat man die Sozis schonmal zur Splitterpartei verzwergt, selbst wenn die niemals eine allzu grosse Rolle in BaWü spielte. Geld ist noch genug da, so dass die Mehrheit sich unbedingt für was Besseres halten will. Dann hat Blau schlechte Karten. Witzig, dass die Union nicht den Regierungschef stellt, weil man gemeinsam mit Grün das neue Wahltecht durchsetzte, da bei der letzten Wahl Schäubles Schwiegersohn nicht über eine Liste ins Parlament kam. Wolfgangs langer Schatten.

Freichrist343

10. März 2026 18:39

Die Grünen haben zwar gesiegt, aber sie haben Wähler verloren. Die Grünen machen u. a. den Fehler, Abtreibungen zu tolerieren.
Die AfD hat viele Wähler gewonnen. Alice Weidel sollte mit Jürgen Manneck (DieBasis) zusammenarbeiten.
https://jlt343.wordpress.com

Maiordomus

10. März 2026 18:45

@M.A. Sev. Resultat 2016 war noch stark von Meuthen u. Co. bestimmt, selbstverliebten Lucke-Adlaten, auch von z.T. unausgegorenen Extremisten. 3,7% netto plus in 10 Jahren ist mager. Man ist gerade so weit, wie es Unglücksrabe Möllemann für die FDP anstrebte. Dabei zeigt Özdemir, der noch Ärger bekommen wird, dass man auf regionale Mentalität Rücksicht nehmen muss, wobei aber in Ba-Wü nebst den bekannten Zuständen der Industrie für AfD kulturellen Brüche auf de Lande zu berücksichtigen sind. Meine Lieblingsgegend als Volkskundler war über Jahre der Heuberg, eine Gegend, die Ernst Jünger wie ihrem Dichter Arnold Stadler lieb war. Im Raum Nusplingen erzielte die AfD ähnlich wie bei den Donau-Quellen starke Ergebnisse. Da gab's in traditonsgesättigten Dorfschaften, wo nicht von Fremdenhass oder gar Nazi-Mentalität gesprochen werden kann, unglaubliche Ergebnisse aus der Stadlerschen Erfahrung "Heimat wird immer weniger" (was zwar nicht bedeutet, dass der Prophet auch Wähler war). Es geht um Erfahrungen aus der Tiefenstruktur des Volkes. Es ist längst nicht gesagt, dass Parteileute dies geistig auch erfassen. Das Personal-Problem ist mit Händen zu greifen.  

Franz Bettinger

10. März 2026 18:50

Die Sargnägel, die lokal & landesweit zum Abschmieren der Volksparteien geführt haben, tragen Namen. Es war "Stuttgart 21" für BW, und es war die Erfindung der "Brandmauer" für ganz Deutschland. Das eine hat die Grünen an die Macht gebracht, das andere die AfD, Gott sei Dank. Die AfD muss klar plakatieren: Wir sind gegen Krieg, gg Sanktionen, gg den Klima-Schwindel. Für Atomkraft, gute Beziehungen zu Russland, natürlich für Deutschland. Einfache Slogans! 

RMH

10. März 2026 18:56

"Aber es scheint doch klar zu sein, dass die AfD im Westen nur weiterkommen kann, wenn es dieser Bürgerschicht in einer näheren oder weiteren Zukunft merklich schlechter geht, und sie daraus Konsequenzen zieht."
@Mitleser2, nach marx. Annahmen sollte dass dann zur proletarischen Revolution führen, aber nicht zum Kreuzchen woanders machen. & das ist der Punkt. Zum vermeintlich "gut situierten" gehört auch brav zur Wahl zu gehen, ebenso wie die ältere Gen. ganz selbstverständlich wählen geht. Es ist Teil der  - Achtung, Modeschlagwort! - assymetrischen Mobilisierung, dass manche einfach nicht mehr wählen sollen oder wenn, einen Narrensaum, während der "couragierte" Bürger immer wählt & am liebsten per Briefwahl, damit er seine Urlaubsplanung nicht ändern muss. Lange Rede kurzer Sinn: Ein "schlechter gehen" sorgt noch lange nicht dafür, dass das Kreuzchen an der aus unserer Sicht richtigen Stelle gemacht wird oder überhaupt noch gemacht wird. Evtl. sollte die AfD das Spiel auch mal spielen, bleibt doch zu Hause, unsere Kernwähler haben dann mehr Gewicht. 

Laurenz

10. März 2026 19:09

@DF ... Wie immer, kurz & bündig, das Elementare an der Wahl herausgearbeitet. Allerdings gibt es diesmal einen Widerpruch, den die Teilnehmer @Marcus AC Severus, @Majestyk & Maiordomus nicht ganz verstanden haben. Sie, DF, bemängeln ein zu enges thematisches Programm-Spektrum der AfD. Ich kann mich an keine einzige inhaltliche Aussage der Mitbewerber-Parteien erinnern, außer, daß jemand meinte, der Hansel von der Union hätte zu sehr auf Ökonomie abgestellt. Im Vergleich dazu war Frohnmaier schon viel zu komplex in den Rededuellen. Inhalte scheinen in BaWü kein Schwein zu interessieren. Ozidämel oder wie er heißt zu wählen, zeigt deutlich das frapante Luxusproblem der Ländle-Hobbits an der Wahlurne. Kleiner Tipp, jeder kann flux per KI das Median-Vermögen der Öchsle-Wählerschaft mit & ohne Immobilien abfragen & das dann im Vergleich zu Deutschland. Dieselbe Nummer kann der SiN-Leser noch mal für Sachsen-Anhalt durchspielen. Dazwischen liegen gewaltige finanzielle Welten. Die Badischen & Ihre Nachbarn im Land haben einfach keine Probleme, außer, daß das Ländle die Welt retten muß. Es kann ja jeder mal nach Sindelfingen fahren & die Straße auf Zebrastreifen aus Carrara-Marmor überqueren. Wenn das keine Reise in die Heimat des Chefs wert ist....

Jan

10. März 2026 19:16

In einem Kernbundesland der deutschen Wirtschaft lagen die Themen für die AfD auf der Straße: Deindustrialisierung, Bildungsverfall, Abstieg einer einst innovativen Industrieregion, die nur noch ihre alte Substanz aufzehrt und die Produktion ins Ausland verlagert. Selbstmordkommando Energiewende. Wenn Imperien ständig neue Kriege um Öl und Gas führen, können nur grüne Narren glauben, man könne mit Wind und Sonne autark werden und konkurrenzfähig bleiben. Endlich war man nicht mehr ausschließlich vom Migrationsthema abhängig und hätte sich neue Wählerschichten in wirtschaftlich einflussreichen westdeutschen Milieus erschließen können. Man hat die Steilvorlagen von grün-schwarzer Abrisspolitik nicht genutzt. Ich hätte in BaWü mit wesentlich mehr Prozenten gerechnet. Stattdessen lässt man den abgehalfterten Ampel-Loser Özdemir auftrumpfen! Das hätte nicht passieren müssen (dürfen!). Es war die einfachste Wahl im wichtigsten Bundesland. Man hätte die Schwaben und Badener bei ihrem Stolz packen können. Chance vertan.

Mitleser2

10. März 2026 19:19

@RMH: marxistische Annahmen haben noch nie funktioniert. Und gerade diese "Bürgerlichen" werden keine proletarische Revolution machen. Ich bleibe dabei, dass ein wirtschaftlicher Niedergang (auch wenn man den eigentlich nicht wünscht) die einzige Chance für die AfD ist. Andere Aspekte wie Ablehnung von Migration und Schuldkult oder Nationalstolz scheinen nicht zu reichen.

Maiordomus

10. März 2026 19:29

@Korr. "Nebst den bekannten Zuständen der Industrie die kulturellen Brüche auf dem Lande zu berücksichtigen." Für Canetti ist bekanntlich der Wald das deutsche Massensymbol: in Ba-Wü der Schwarzwald, es gibt noch zahlreiche andere. Diesbezüglich ist noch eindrücklicher als Heideggers Todtnauberg die Gegend um St. Blasien, aber zumal der heilige Berg Oberschwabens, der Bussen, aber natürlich zumal der Heuberg, vgl. Arnold Stadler: "Einmal auf der Welt und dann so", Fischer-Taschenbach 18124 (2009), nicht zu bergessen der Sammelbd, herausgegeben v. Michael Albus: "Arnold Stadler: Was ist Glück? Nachher weiss man es.", stellt das Nobelpreiswerk des Ungarn v. 2025, Satanstango noch in den Schatten bei immerhin mehr Licht. Sehr schöne Beschreibung des Heubergs, eigentlich sonst an Magie nur noch mit dem schon längst von Goethe besungenen "Brocken" vergleichbar. Der Bussen, ein spiritueller Ausläufer des Klosters St. Gallen, war übrigens der bevorzugte Wallfahrtsort des spät wenn auch unfrömmlerlisch zum Katholizismus gelangten Ernst Jünger. Das sind keine Abschweifungen, sondern Vertiefungen der laufenden Debatte.      

Marcus AC Severus

10. März 2026 19:35

@Maiordamus 
Danke für ihre wunderbare Ergänzung! 

RMH

10. März 2026 20:34

Gibt es eigentlich eine Befragung, wie die in BaWü zahlreich vorhandenen Wähler mit türkischem MiHiGru gewählt haben?
Ich habe die Vermutung, dass diese zumindest die Differenz zwischen Grünen und Union entschieden haben könnten.

Andreas J

10. März 2026 20:45

Für eine kandidatenlastige Wahlkampfstrategie könnte ich mir irgendwann Jean-Pascal Hohm (Generation Deutschland) gut vorstellen. Er hat bereits dieses entspannte Gentleman-Gesicht, an dem sämtliche Vorwürfe gegen die Partei abprallen und könnte viele eher politikferne „Der ist immer so nett“-Wähler für sich gewinnen (was natürlich keine Abwertung seiner Kompetenz bedeuten soll).
 

Kurativ

10. März 2026 21:05

Aus meiner Sicht ein Desaster für die AfD. Man hätte hier einen präsenteren Kandidaten aufstellen müssen. Auch die US-Nähe war für die vielen muslimischen Wähler ein No-Go

Gracchus

10. März 2026 22:00

Gerade weiß ich nicht, was ich kommentieren soll. Fast jede Wahl - wenigstens im Westen - hinterlässt eine ähnlich gedämpfte Stimmung. Wahrscheinlich hofft doch jeder - wenn auch unrealistischerweise - auf ein Ergebnis, das einen ÖR-Brennpunkt senden und die anderen Parteien ihre Krisenstäbe einberufen lässt.
@Majestyk sieht das richtig. Ich kann mir auch nicht den Kopf über die richtige AfD-Strategie zerbrechen. Es hängt eben auch viel von Faktoren ab, die die AfD kaum beeinflussen kann (Grüße @Benedikt Kaiser).
Der große Umschwung bleibt aus, solange sich die mediale Macht samt NGOs nicht verschiebt (wieder Grüße @Benedikt Kaiser); das klingt sowohl bei WM und DF an. Vielleicht darf die AfD demnächst auch mal aufs Spielfeld, wenn die Fachkräfte nicht mehr gebraucht werden. 

Gracchus

10. März 2026 22:06

Ihre - @Maiordomus - geographischen-volkskundlichen Vertiefungen sind sehr wertvoll. Schließlich geht es im Kern um die Bewahrung oder Neuerfindung von Heimat. 

Maiordomus

10. März 2026 22:06

@Markus AC Severus. Meine Bemerkungen, aus gesundheitlichen u. sehtechnischen Gründen immer wieder mal mit Verschreibern durchsetzt, wie "Fischer-Taschenbach" statt Taschenbuch, nicht zu v e r ge ss e n vieles andere aus versteckten Gegenden des Landes, was zu erkunden sich lohnt. Ernst Jünger wird in der Wallfahrtskirche auf dem Bussen, dem Stadler sehr teuren heiligen Berg Oberschwabens, gedacht, einem Heiligtum, wo für gute Geburten gebetet wurde. Meine Bemerkungen oben sind bezüglich Langfristigkeit hingeschrieben, siehe Friedhofkirche von Nusplingen, fast tausendjährig, im Chorbereich mit einem Loch in der Mauer versehen, durch das für die Messe nicht zugelassene Aussätzige auf den Altar blicken durften, das Loch dient der "Hagiosokopie", Heiligenschau.. Es gibt im Innern fragmentarische gemalte Reminiszenzen an den Hexenwahn, was auf dem Heuberg eine Rolle spielte. Aber die Art, wie Leprose am Gottesdienst teilhatten, setzt Zeichen, dem heutige zumal politische Schikanierungen kaum Paroli bieten. Einblicke in eine 1000jährige Heimat. Eine Welt langfristiger als Klima-Visionen der Grünen, die bei Wahlpropaganda immerhin das Wort "Heimat" in Anspruch nahmen. Es gilt aber, genauer und langfristiger zu denken als diese.     

Maiordomus

10. März 2026 22:27

PS. Wiewohl Frohnmaiers Amerika-Reise, welche gewiss mehr Autochthone befremdet hat als Türkischstämmige, die vermutlich ohnehin ¨Ösdemir" gewählt haben, ein Stück Gegenpropaganda war, halte ich es über alles gesehen für unfair, wie hier auf Frohnmaier eingedroschen wird, dessen Familienname notabene mit "Dienstvogt" wiedergegeben werden kann und der es auf eine rührende Art "gut meinte", jedenfalls besser als Meuthen oder Petry, die als Selbstdarsteller in die Politikgeschichte eingehen, wenn überhaupt. Der Mann wirkt auf seine Weise höchst integer, hat mit Özdemir wohl noch gemeinsam ein Stück Überintegration verinnerlicht. Möchte mich entschuldigen, dass ich ihn schriftlich auch schon "Findling" genannt habe, was als Anspielung an Kleists gleichnamige Novelle leider kein Kompliment. ist. Gewiss hat er "den guten Kampf gekämpft", wiewohl nicht so "mit allen Wassern gewaschen", wie es dem naturalisierten Türken durchaus nachgesagt werden kann.    

Marcus AC Severus

10. März 2026 22:48

@Laurenz
Özdemir heißt der Mann. Götz Aly würden sie ja auch nicht falsch schreiben. 
GK wiederholt es immer wieder. Die AfD kann nur noch die AfD ausbremsen und/ oder (Gott verhüte) zu Fall bringen. 
Die Probleme sind auch in BW deutlich zu sehen. Wir leben auch nicht mehr in abgeschottenen Welten sondern haben das Internet. Im Osten bestehen viele Probleme gerade nicht und trotzdem wählen die Leute AfD weil sie mitkriegen was woanders passiert. Nicht weil sie relativ arm sind. Auch muss die AfD nicht das Gros der 10% der oberen Wohlstandspyramide erreichen. 90% der restlichen Wähler würden genügen. 
Die AfD hat jetzt schon den breitesten Kurs aller Parteien seit Gründung der BRD in vielerlei Themengebieten. Keine Partei ist sowohl für wie auch gegen die NATO. Für wie auch gegen die Wehrpflicht. Für wie auch gegen die EU. Rechts wie auch im Kampf gegen Rechts (NRW). 
Das Problem lässt sich nur durch das Gegenteil beheben. Straffere Disziplin nach Innen, eine neue markante Führung. Ein klarer Kurs. Das Volk muss wissen dass wo AfD drauf steht auch AfD drin ist und was darunter zu verstehen ist. 
Kickel mit der FPÖ macht's vor. Unter Strache war die Partei viel zu unseriös und korrupt. 

Laurenz

10. März 2026 22:56

@Jan ... Kernbundesland der deutschen Wirtschaft, Deindustrialisierung, Bildungsverfall, Abstieg einer einst innovativen Industrieregion, Aufzehrung der Substanz, Verlagerung der Produktion ins Ausland, Selbstmordkommando Energiewende, Kriege um Öl & Gas führen, keine Autarkie durch Wind & Sonne, Konkurrenzfähigkeit, Migrationsthema. ... Sie zitierten exakt aus den Wahlkampfreden Herrn Fohnmaiers & Frau Weidels im BaWü-Wahlkampf. Eigenartig nicht, daß ich diese Reden gehört habe & Sie nicht? Finden Sie nicht auch? ... @Maiordomus ... keine Abschweifungen, sondern Vertiefungen der laufenden Debatte. ... Könnten Sie bitte einem Normalsterblichen erklären, was Ihr Kommentar mit der BaWü-Wahl zu tun hat? Ich hatte Ernst Jünger so in 1991 langsam am Schloß in Wilflingen spazieren sehen, aber mich nicht getraut, Ihn anzusprechen. Hatte Jünger damals noch in Wahlkämpfe eingegriffen? ... @Kurativ ... US-Nähe war für die vielen muslimischen Wähler ein No-Go ... woher wissen Sie das? Bei Chrupalla tönt die halbe Mannschaft, die Rußlandnähe sei fatal. Ob die Nähe zur USA & Rußland Orban schadet, werden wir bald sehen.

ede

11. März 2026 00:58

Schlichte aber gute Analyse. 
Was Plakate anbelangt hat Bettinger völlig recht, je einfacher je besser. 
Ansonsten muß ich nur noch herausfinden wo der Heuberg ist :) 

Argus

11. März 2026 02:22

@Majestik "...beim Wahlvolk nicht an". Dieses "Wahlvolk" der Westzone ist ein gar anderes als das in Mitteldeutschland. Wie kann es aber sein, dass immerzu erkannt werden will, dass in der Westzone bei Landtags- und Bundestagswahlen nix grundsätzliches seit der Gründung der AfD vor fast 13 Jahren in Oberursel/ Hessen voran geht, in der Mitte dagegen sehr? Eben nicht nur das Wahlvolk, auch das seit Gründung der Partei in der Westzone sich in den Strukturen sich breit gemachte CDU-affine Führungspersonal der AfD, das nach wie vor für die Biederniss verantwortlich ist, sitzt fest im Sattel. So laden Westzonen-AfD-Landesverbände immerwieder die ausgelutschten "Koryphäen", wie die Frau von Storch zum Landtagswahlkampf ein, wie jüngst in Kaiserslautern. Wer soll da hin gehen? "Beatrix! Erzähl uns nix vom Storch" riefen dort die Gegendemonstranten. Zurecht! Klar, die hatten im Saal trotzdem 100 Leute nach der Tageszeitung-Berichterstattung. Aber das ist doch viel zu wenig! Landtagswahlen in BW zuvor, demnächst in RP, mit einer großen Tour mit Björn Höcke, mit Herbert Kickl, mit Gerald Grosz! So macht man's unter gegebener AfD-Personallage oder es wird weiter nur Geld gescheffelt unter denen, die jetzt fast doppelt so stark im Landtag für die AfD im Ländle sitzen. Fazit: Null Fortschritt für Deutschland! Traurig!

Kurativ

11. März 2026 03:35

Wenn ich mir die Kandidaten der Konkurrenten anschauen, dann könnte ich mir im Wahlkampf  auch eine Frau wie Alice Weidel bei der Aufstellung gut vorstellen.

Mitleser2

11. März 2026 08:03

@Marcus AC Severus: Es geht doch nicht um die oberen 10%. Die wissen selbst, warum es heißt "Grün muss man sich leisten können". Sondern darum, dass eben Ihre Annahme der Erreichung der anderen 90% nicht funktioniert. Die 60%, die Grün/CDU gewählt haben, erreichen Sie (derzeit) mit keinem AfD-Argument. Egal wie klar ein "neuer" Kurs wäre. Und Österreich ist einfach nicht vergleichbar. Sonst wäre Haider damals gar nicht möglich gewesen.

RMH

11. März 2026 08:06

Die Debatte verstärkt meinen Eindruck, dass hier auf sehr hohem Niveau einfach nur gejammert wird. Die mediale Inszenierung auf ein "es wird knapp Duell" zwischen Hagel & "unserem Cem" hat nur einer Partei das Genick gebrochen & das war das der FDP, da dort Wähler sicher dachten, es geht nicht mehr um eine Partei, sondern, wer wird neuer MP & entsprechend dann eine der 2 Parteien gewählt haben. Merz hat es schon richtig gesehen, wenn er jetzt die Rest-FDP- Wähler mit dem Argument, eure Stimmen verfallen, zu sich ziehen will (die Einladung hätte von der AfD kommen sollen). Die AfD hat geholt, was möglich war (& wurde vermutlich mal wieder auch um ein paar tausend Stimmen beim Auszählen beschissen - who knows). Das Argument, in den neuen Ländern ist ja so viel besser, ist noch nicht von den kommenden Wahlen validiert. Beispiel Bayern: Hier ist man nah dran an Höcke & dem neue Länder AfD Kurs. Man schaue mal auf die Ergebnisse der Kommunalwahl: Es war stellenweise gut, aber rein prozentual aufs gesamte Land gesehen war das auch nicht besser, als die Ergebnisse in BaWü (vermutlich schlechter, muss die Zahlen erst noch suchen). Die AfD hat, wie ich es a.a.Ort schon geschrieben habe, jeden 5ten Wähler fast schon fest - & vom Rest maulen zwar auch viele laut rum & scheinen AfD geneigt zu sein, wählen sie aber nicht.

Laurenz

11. März 2026 08:31

@Argus ... Ihr Sicht auf das Deutsche Wahlvolk & die AfD ist sehr eingeschränkt. Es gibt zwischen Kackliberalen wie von Storch, Boehringer, Tritschler & den Patrioten, wie Höcke, Berndt, Siegmund sehr wohl Gemeinsamkeiten. Wollen Sie von den dürftigen 51k AfD Mitgliedern (die meisten in NRW) 35k rausschmeißen? In Deutschland teilen sich aktuell die Wähler in wertschöpfende Arbeitnehmer auf der einen Seite & nicht wertschöpfende Arbeitnehmer, wie Rentner auf der anderen Seite auf. Dagegen kommt man bei den Rentnern kaum an, auch wenn man diesen, wie Frau Weidel, wesentlich höhere Renten, wie in Österreich oder der Schweiz verspricht. Um die Stimmung im Westen aufzufangen, ist es günstig Video-Formate, wie EinGollan, Clownswelt, Weichreite, Lea von Compact, Achim Winter von Kontrafunk zu konsumieren, der Interviews in der Frankfurter Innenstadt führt, gerne auch mal mit Anna Nguyen (MdL Hessen), quasi ÖRR-Taktik. @alle Debattenteilnehmer ... stellen Sie Sich Alle vor, ein Bundesvorstand der AfD würde die Debatte hier unterm DF- oder dem vorigen WM-Artikel mitlesen. Dann wäre er nach der Lektüre der Debatten auch nicht schlauer als vorher. Muß vielen Teilnehmern hier vorwerfen, sich zu sehr von persönlichen Emotionen leiten zu lassen & die Kommentare zu wenig überdacht zu haben. Wer denkt hier, außer mir, schon wie ein elder Statesman? RMH vielleicht.

dojon86

11. März 2026 08:32

@Mitleser2 @Marcus AC Severus. Die größeren Erfolge der FPÖ lassen sich leicht erklären. Die Reeducation wurde in Österreich niemals so massiv wie in Deutschland durchgeführt. Somit funktioniert die Nazikeule nicht so gut.

FranzJosef

11. März 2026 08:43

Vielleicht - ich bin mir nicht sicher - vielleicht gibt es einen Elefanten im Raum, über den niemand spricht: Trump.
Vielleicht haben sich einige potenzielle AFD-Wähler angeschaut, was in den USA los ist. Was es genützt hat, Trump zu wählen.
Und sie sind dann einfach nicht wählen gegangen.

Maiordomus

11. März 2026 08:51

@Laurenz. Jünger hat eben nicht in Wahlkämpfe eingegriffen, so wenig wie heuer Stadler. Die Ausführungen haben mit jenen Wählenden zu tun, die noch das Motto der Werke des Messkirchers Arnold Stadler nachvollziehen können: "Heimat wird immer weniger", siehe meine erste Wortmeldung hier oben. Es geht um Perspektiven, die allenfalls noch zählen, wenn die Grünen und Özdemir längst schon wieder vergessen sind. Der von mir genannte Bussen, womöglich schon ein vorchristliches Fruchtbarkeitsheiligtum, gilt als eine der ältesten heiligen und magischen Stätten Oberschwabens. Die tiefsten Entscheidungen auch politischer Art kommen bekanntlich aus dem Unbewussten. Auf einem Bergheiligtum dieser Art beobachtete übrigens ein Schwabe namens Johannes Kepler als sechsjähriger Bub erstmals einen Kometen. Dies in Begleitung seiner Mutter, die er viele Jahre später im längsten Hexenprozess Europas als ihr Verteidiger mit Mühe und Not vor dem Scheiterhaufen bewahrte. Selbstverständlich hat derlei nichts mit den Wahlen zu tun, eher schon mit der Vertiefung des Heimatbewusstseins, das aber durchaus auch auf das politische Bewusstsein aussstrahlen kann. 

Valjean72

11. März 2026 09:25

@RMH: "Beispiel Bayern: Hier ist man nah dran an Höcke & dem neue Länder AfD Kurs ... aber rein prozentual aufs gesamte Land gesehen war das auch nicht besser, als die Ergebnisse in BaWü"
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Sie vergleichen eine Landtagswahl mit einer Kommunalwahl, was schon einmal nicht direkt zu vergleichen ist, und lassen dabei aus, das die AFD in Bayern gar nicht in allen Wahlkreisen angetreten ist, auch wenn es jetzt schon deutlich mehr Wahlkreise waren als zuletzt.
 
Die Bayern-AFD wird bei der nächsten Landtagswahl (2028) sicherlich ein deutlich stärkeres Ergebnis einfahren als die AFD-Ba.-Wü. dieses mal.
 

RMH

11. März 2026 09:26

Schon sehr bald in diesem Kino, Teil 2 von "es wird knapp" - diesesmal noch knapper. 
https://www.n-tv.de/politik/Spitzenkandidaten-in-Rheinland-Pfalz-streiten-ueber-Beamtenurlaube-id30454655.html
Erneut wird ein "enges Rennen" inszeniert und nur wer die Partei von einem der beiden, diesesmal leider erkennbar graueren und blasseren Kandidaten (wie so oft bei einem Teil 2) wählt, entscheidet, wer MP wird. Also, Wähler, entscheiden Sie, wer MP wird und lassen sie alle anderen Parteien links oder rechts liegen. 
Prognose AfD: Vermutlich wird ca jeder fünfte, der überhaupt noch zur Wahl geht, hier sein Kreuzchen machen.
Nach der Wahl ist vor der Wahl.

Le Chasseur

11. März 2026 09:54

@RMH
"Beispiel Bayern: Hier ist man nah dran an Höcke & dem neue Länder AfD Kurs. Man schaue mal auf die Ergebnisse der Kommunalwahl: Es war stellenweise gut, aber rein prozentual aufs gesamte Land gesehen war das auch nicht besser, als die Ergebnisse in BaWü"
Bayern ist meines Erachtens ein schlechtes Beispiel. Die Bayern AfD ist zerstritten, das Führungspersonal kommt in keinster Weise an das intellektuelle und rhetorische Niveau eines Björn Höcke heran. Und man hat natürlich mit den Freien Wählern und der CSU zwei starke Mitkonkurrenten. Dazu kommt noch die Symbiose Bayern/CSU. Aber die Krise hat auch Bayern erreicht, in der Audi-Stadt Ingolstadt kam die AfD bei der Stadtratswahl immerhin auf Platz 2.

Adler und Drache

11. März 2026 09:55

Interessant finde ich zu beobachten, wie das Altparteienkartell immer mehr und deutlicher zu einer Einheitsfront zusammenschmilzt, je stärker die AfD wird. Aus Gründen, die schwer zu begreifen sind, entwickelt sich die Union dabei zu einer Art Kristallisationspunkt. Insofern läuft es gut für die Union, trotz aller Schwankungen, warum sollte sie die "Brandmauer" also aufgeben? Die AfD kann ohne Koalitionspartner nichts machen, sie wird voraussichtlich in der Rolle der starken, aber weitgehend machtlosen Opposition bleiben. Dafür ist es egal, ob sie 18,8 % oder 23,3 % hat.
Es sieht alles danach aus, als gelänge es dem "System", die Verhältnisse, die zwischenzeitlich in Bewegung gebracht wurden, langsam aber sicher wieder zu verschalen und einzuzementieren. Gegen die historische Eigendynamik richtet auch das dringlichste Wünschen und Wollen offenbar wenig aus. Es ist gut, dass es die AfD gibt, aber im Großen und Ganzen nicht allzu wichtig, was sie sagt und tut. Ich halte es nicht für verkehrt, wenn sie sich weiterhin als Sammellager und Bühne der alternativen/dissidenten politischen Kräfte begreift, auch wenn dabei eine klare, eindeutige programmatische und strategische Linie (wie z.B. von Mitforist Marcus AC Severus gefordert) nicht ausgeprägt werden kann. Diese wird von allein entstehen, sobald Machtoptionen greifbar werden. Bis dahin kann man die Energie, die für internen Richtungsstreit draufginge, besser in andere Projekte stecken. Gerade unsereins sollte nicht allzu gebannt auf "die Partei" starren.      

RMH

11. März 2026 10:32

So dämlich einem der Satz von Robin Alexander in den MSM, "Wahlen werden nur in der Mitte gewonnen" erscheinen mag, so richtig ist daran, dass Wahlen nur MIT Teilen der Mitte gewonnen werden können. Also: Eine AfD hat mithin mindestens so breit zu sein, wie sie aktuell ist, auch wenn manchem das zu widersprüchlich zu sein scheint. Die AfD liegt richtig, wenn sie auch eine Heimat für Bürgerliche &Liberale ist. Frohnmaier hat, zumindest nach dem, was er u.a. bei YT veröffentlicht hat, exakt diesen Ansatz versucht, in dem er genau auf das zugegangen ist, was BaWü ein Stück weit ausmacht. Stolz auf Leistung, Stolz aufs Erreichte, Sorge um das Abwandern der großen Industrie. Diesesmal dann fast 19% der angegebenen Stimmen zu holen (vermutlich waren es in echt eher 20), ist aus meiner Sicht eben ein gutes Ergebnis, aber eben keines, was umwälzende Folgen hat. Aber es wird wirken. Das Einzige, was man Frohnmaier vorwerfen kann (und ggf. sogar auch muss) ist, dass er wieder nach Berlin abrauscht & sich nicht zu einer Marke in BaWü aufbaut. Das war immer ein Fehler der AfD, dass zu viele nach Berlin gingen, statt vor Ort sich aufzubauen. Die bayer. AfD ist ein beredtes Beispiel dafür. & Höcke ist aktuell so stark, weil er in Thüringen geblieben ist & dort tief gewurzelt hat.

Maiordomus

11. März 2026 10:42

@Franz Josef. Um Amerika zu verstehen, darf man sich mit Emerson befassen, David Henry Thoreau, was den Film betrifft, eher mit "Der Mann, der Liberty Valance erschoss" (John Ford, John Wayne) als mit "Der Pate", gewiss mit "Dr. Strangelove", siehe Amerikas Präsidenten und der Krieg, dort kommt ein noch schlimmerer als Trump vor.Ausserdem mit dem Roman "Der grosse Gatsy" von Fitzgerald usw. Jedenfalls nicht mit Trump, von dem man jederzeit wusste, dass von ihm keine Orientierung ausgeht. Dies ändert nichts daran, dass aus rechter Sicht Trump unbedingt zu wählen war, auch wegen seinem zivilreligiösen Atheismus,. Er glaubt nicht an Woke, nicht an den US-Liberalism, nicht an den Mainstream von Hollywood, sogar nur bedingt an die sog. Mission Amerikas zugunsten der sog. Demokratie. Feindbilder sind bei ihm nur relativ. Das ist im Vergleich zur Ideologie des Mainstreams der Demokraten, die u.a. die Schweiz regelmässig schikanierten, eine weltpolitische Wohltat. Und natürlich hatte Adenauer recht, als er die Wiedergutmachung gegenüber den Juden nicht moralistisch propagierte, sondern "wegen einer einflussreichen Volksgruppe im Osten der Vereinigten Staaten". So denkt auch Trump, nicht wegen Philosemitismus. Dabei ist für den Angeschossenen Charlie Kirk aus guten Gründen ein Held. Damit können wir leben.     

Jan

11. März 2026 12:46

@Laurenz
"Sie zitierten exakt aus den Wahlkampfreden Herrn Fohnmaiers & Frau Weidels im BaWü-Wahlkampf. Eigenartig nicht, daß ich diese Reden gehört habe & Sie nicht? Finden Sie nicht auch? ..."
Habe mir hier oben vom Norden aus keine Rede aus dem BaWü-Wahlkampf angehört. Wenn die Themen bespielt wurden, ist es ja gut. Nur warum hat es nicht größere Früchte getragen? Sind die Wähler schon so verbarrikadiert und verantwortungslos? Muss die AfD bessere Kampagnen fahren? Wer in der freien Wirtschaft tätig ist und wem selber noch gut geht, sollte eigentlich wissen, dass bei dieser Politik die Betonung auf "noch" liegt. Bevor dem Altparteienstaat das Geld ausgeht, ziehen die jedem Besitzenden das letzte Hemd aus.

RMH

11. März 2026 13:41

Interessanter Artikel, der gut hier her passt und meine weiter oben gestellte Frage beantwortet:
https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2026/halfen-sie-oezdemir-zum-wahlsieg-wen-moslems-in-baden-wuerttemberg-waehlten/
Demnach machten die Stimmen von Moslems/Türken für "Cem" nicht den entscheidenden Unterschied aus. Interessant sind auch die weiteren Ausführungen zum Wahlverhalten von Christen, Nichtchristen, Kirchgängern/ Nichtkirchgängern etc.

Maiordomus

11. März 2026 13:48

@RMH. Gracchus. Monika. Marcus A. Severus, Kurativ. Adler u. Drache, weiland Orwell, Bosselmann, Sommerfeld: Hier artikuliert sich ein Leserkreis, der über politisches Denken hinaus den kulturellen Hintergrund mitartikuliert. Es geht nicht  darum, Deutschland um jeden Preis zu retten, man ist sogar, siehe Bosselmann, bedingt resignationsfähig. Bei den politischen Einsichten wird bei Klügeren klar, dass vor Ort ein positives politisch-kulturelles Umfeld, so weit noch vorhanden, in seinen Beständen und Ansätzen gepflegt werden muss, jenseits verkitschter Vorstellungen von Heimat, die gemäss @Gracchus zur "Neuerfindung" ansteht, im Sinne ausgewogener Perspektiven Herkunft/ Zukunft.. Dabei gibt's in jeder Region Heimat spezifisch zu entdecken, was meine Ausführungen über den Heuberg, den Bussen, St. Blasien usw. exemplarisch andeuten wollten. Wenn es Deutsche gibt, für die der Heuberg etwa gleich weit weg ist wie die Osterinseln, dann ist man von einem wahren Patriotismus weit weg. Reinhold Schneider sprach 1930 noch (gegen die NS) ähnlich wie Leopold Ziegler diesbezüglich von einem "geistigen Nationalismus". Daran scheiterte leider die sog. "Konservative Revolution", Vorgängerin von SiN. Für die Ex-DDR und Hessen sind die hl. Elisabeth u. Mechthild v. Magdeburg wohl wichtiger als Rosa Luxemburg. Lesenswert "Der Feldweg" v. Heidegger, kann in Messkirch abgewandert werden. 

Majestyk

11. März 2026 18:04

"Wahlen werden nur in der Mitte gewonnen"
Stimmt wohl. Was nützt es aber, wenn die Mitte fast nur aus dekadenten, selbstsüchtigen Opportunisten besteht und sich nur abholen lassen wo sie stehen? Wenn die AfD auf Befindlichkeiten von Subventionsbürgern, Beamtentum, Frauenverbänden, Migrantenvertretern Rücksicht nehmen muß, kann sie einpacken. Hieße, die AfD wird nur gewählt, wenn sie systemkonform ist.
Jedes Zugeständnis an indoktrinierte oder korrumpierte Wähler führt ins Leere.
Ich bleibe dabei, eine Wende wird sich nicht parlamentarisch herbeiführen lassen. Mitleser2 liegt zwar richtig, andere Verhältnisse werden Wahlentscheidungen verändern, aber demografisch, wie ökonomisch rennt man gegen die Uhr. Die Zeitenwende erfolgt durch globale Geopolitik. Die AfD sollte sich bereithalten für den Fall, daß sich Türen öffnen. Braucht dazu zumindest ein Grundgerüst an Überzeugungen, denen man treu bleibt. In der Opposition, rote, grüne, schwarze Inhalte übernehmen ist vielleicht gut für die Partei, nutzt dem Land wenig. Wie Adler und Drache schreibt, für die Oppositionsrolle ist die genaue Prozentzahl unwichtig. Koalitionswürdig wäre die AfD erst dann, wenn sie das Ziel aufgibt, das bestehende System verändern zu wollen. 
Man kann Schiri und Platzverhältnisse beklagen, aber nicht ändern. Die AfD müßte ins Trainingslager und wie es so schön heißt sich optimieren und fit halten. Quantitatives Wachstum auf Kosten der Qualität ist schädlich.

Majestyk

11. März 2026 18:37

@ Franz Josef:
Der Nutzen der Trump Wahl ist eindeutig. In den USA ist woke tot. Selbst Hollywood wendet sich langsam ab. Er remigriert, wenn auch vom Apparat stark gebremst. Von Zollpolitik etc. profitieren frühestens die Nachfolger. Trump kappt internationale Fesseln, siehe WHO, Klimarat usw., besinnt sich auf nationale Interessen, die natürlich immer auch der Sicherung der US-Macht dienen müssen. Ist in Rußland, China, Indien nicht anders.
Grundsätzlich hat er Bedrohungen wie Globalsozialismus, Islamismus, China erkannt. Versucht dem Gegner eine Figur nach der anderen zu nehmen. Ob er seine Ziele verwirklichen wird, steht in den Sternen, scheitert er, wird das linksglobalistische Imperium mit aller Macht zurückschlagen. Gewinnen China und Co. ist dies das Ende westlicher Dominanz und Deutschland wird endgültig kannibalisiert und womöglich mittelfristig als Kalifat enden. Auf Ansichten von Fundamentalisten kann Trump keine Rücksicht nehmen. Mit Fundamentalisten kann man keinen Staat regieren, erst recht keine Weltmacht. Mit MAGA Träumern kann man vielleicht einen Hype entfachen, für Realpolitik braucht es Leute wie Mark Rubio.
Deutsche Interessen muß Trump nicht vertreten, er ist Amerikaner. Zudem hat sich Deutschland selber zum Risikofaktor gemacht. Einen pazifistischen Commander-in-Chief wird es in den USA nie geben, wäre auch Unsinn. Pazifismus ist Defätismus und der Beginn der Selbstzerstörung. 

Laurenz

11. März 2026 18:56

@Maiordomus ... Ich begrüße es, wenn Sie Geschichten über eher heidnisch definierte Heilige Berge & Helden erzählen, die arme Hexen retteten. Warum schreiben Sie nicht eine oder 2 Heimaterzählungen mit jeweils 800 Seiten & lassen die GK gegenlesen & verlegen. Ich würde diese ausnahmeweise auch kaufen & lesen. Bibel-Nummern & Kirchengeschichte kann ich überall selbst recherchieren (aber für was?). Aber unter diesem DF-Artikel verwirren mich Ihre Heimat-Kommentare, weil ich versuche, die Kommentare auf Plausibilität zum Thema der Wahl zu überprüfen & mir dann blöd vorkomme, weil ich, trotz des Suchens, nichts Plausibles finden kann.

heinrichbrueck

11. März 2026 18:57

@ Maiordomus
Netanyahu hat dreißig Jahre auf den perfekten Trottel im Weißen Haus gewartet – und Sie sagen: "Damit können wir leben"?

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