Ratten? Fury? Nicht unser Kreuzzug.

von Wiggo Mann -- Ratten also. Es gibt diese Momente, oft nur einzelne Worte, die alles erhellen. Als US-Verteidigungsminister Pete Hegseth am vergangenen Freitag um 8 Uhr morgens im Press Briefing Room des Pentagon vor die versammelten Journalisten tritt, wird er sehr explizit.

Es genügt ihm nicht, mili­tä­ri­sche Erfol­ge und die Tötung von Geg­nern zu ver­kün­den. Er will den Feind demütigen.

Iran’s lea­der­ship has (…) gone under­ground, cowe­ring. That’s what rats do.

Wir dür­fen ver­mu­ten, daß es ihm nicht dar­um ging, mit der bio­lo­gi­schen Rat­ten­me­ta­pher auf die Intel­li­genz, Lern­fä­hig­keit und Sozi­al­kom­pe­tenz der ira­ni­schen Regie­rung hin­zu­wei­sen. Hegs­eth will sagen, daß sich Tei­le der ira­ni­schen Füh­rung im Fall von Bom­ben­an­grif­fen in unter­ir­di­schen Bun­kern auf­hal­ten – „wie Rat­ten es tun“.

Offen­bar ver­gaß Hegs­eth dabei, daß auch er im Ver­tei­di­gungs­fall ein eige­nes Bun­ker-Appar­te­ment im Natio­nal Mili­ta­ry Com­mand Cen­ter (NMCC) unter dem Pen­ta­gon bezie­hen wür­de. (Und bedenkt man, daß Hegs­eth eng an der Sei­te des Staa­tes Isra­el steht, dann könn­ten ihm sei­ne jüdi­schen Freun­de his­to­risch sicher erklä­ren, wel­che Fol­gen die Gleich­set­zung von Men­schen und Schäd­lin­gen haben kann.)

Hegs­eths sprach­li­che Aggres­si­on ist wohl dar­auf zurück­zu­füh­ren, daß der Krieg gegen den Iran nicht den erhoff­ten schnel­len Erfolg hat. Es geht drun­ter und drüber.

Das Cha­os zerrt erkenn­bar an den Ner­ven des kör­per­lich her­vor­ra­gend trai­nier­ten US-Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ters. Als Sol­dat kennt er die Demü­ti­gung des Geg­ners wäh­rend und nach einer Tötung. Im engs­ten mili­tä­ri­schen Kon­text mag sie situa­tiv akzep­ta­bel und für kämp­fen­de Ein­hei­ten moti­vie­rend sein. In der Rede eines Regie­rungs­mit­glieds an Jour­na­lis­ten ist die­se ent­mensch­li­chen­de Sprach­ge­walt jedoch ein Hin­weis auf Kon­troll­ver­lust und Sadismus.

Wo ist – zumin­dest im über­tra­ge­nen Sin­ne – die „Mil­de roher Män­ner“, die in der Pau­se eines krie­ge­ri­schen Gemet­zels die geg­ne­ri­schen Toten noch respekt­voll behan­deln und die Köp­fe Ster­ben­der auf einen gefal­te­ten Man­tel bet­ten, wie es in Jochen Klep­pers Roman Der Vater (1937) aus einem Kriegs­er­leb­nis Fried­rich Wil­helms I. beschrie­ben wird?

Aber Hegs­eth ist mit media­len Ent­glei­sun­gen nicht allein. Das Wei­ße Haus ver­öf­fent­licht auf sei­nen Social-Media-Accounts aktu­el­le Fil­me, in denen Erfol­ge bei sport­li­chen Video­spie­len (Golf, Base­ball, Bow­ling) in direk­ten Zusam­men­hang mit Bil­dern der Tötung geg­ne­ri­scher Ein­hei­ten gestellt wer­den. Zur Ent­span­nung unter­legt mit digi­ta­ler Muzak, also unauf­dring­li­cher Instru­men­tal­mu­sik. Man scheint sich im Team Bibi/Donald einig: Men­schen tot­ma­chen ist ein Riesenspaß.

Die Grün­de dafür lie­gen womög­lich rund 1000 Jah­re zurück. Ame­ri­can Cru­sa­de heißt Pete Hegs­eths Buch mit Bezug zu den Kreuz­zü­gen des 11. Jahr­hun­derts. Er ver­öf­fent­lich­te es 2020 wäh­rend sei­nes Enga­ge­ments als Co-Host beim Kabel­sen­der Fox. Das Buch beschreibt sei­ne Idee eines Kul­tur­kamp­fes gegen Woke­ness, Glo­ba­lis­mus und Isla­mis­mus. Zum dama­li­gen Zeit­punkt nicht mit Waf­fen. Noch nicht.

Our Ame­ri­can Cru­sa­de is not about lite­ral swords, and our fight is not with guns. Yet.

Yet. Noch nicht. Wie bei den Rat­ten am ver­gan­ge­nen Frei­tag sind es auch in Hegs­eths Buch über einen bevor­ste­hen­den Kreuz­zug wie­der die­se neben­säch­li­chen Wor­te, die erhel­len. Wäh­rend der Anhö­rung im Zusam­men­hang mit Hegs­eths Nomi­nie­rung zum Secre­ta­ry of Defen­se im Janu­ar 2025 wur­de sein impli­zi­ter Auf­ruf zum Kreuz­zug aus­drück­lich noch­mal the­ma­ti­siert. Und zerredet.

Ergän­zend befragt zu den Eska­pa­den wäh­rend sei­ner drei Ehen konn­te Hegs­eth im Schlag­ab­tausch der Anhö­rung bestä­ti­gen: Jesus und er kom­men gut klar. Alles sei ver­zie­hen. Zudem gäbe es Geheim­hal­tungs-Ver­ein­ba­run­gen mit den betrof­fe­nen Frauen.

I have fai­led in things in my life, and thank­ful­ly I am rede­e­med by Lord and Savi­or, Jesus Christ.

Man sieht, der ame­ri­ka­ni­sche Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter ist Teil einer star­ken Glau­bens­ge­mein­schaft. Er gehört nach über­ein­stim­men­den Berich­ten zur Com­mu­ni­on of Refor­med Evan­ge­li­cal Churches (CREC), also einem kon­ser­va­tiv refor­miert-evan­ge­li­ka­len Kir­chen­netz­werk um Doug Wil­son, einem wei­te­ren Kreuz­zug-Fan. Kurz vor Weih­nach­ten 2013 erklär­te die­ser Pas­tor bereits:

Decla­re holy war, and lea­ve the vin­di­ca­ti­on to God.

Erst ein­mal Krieg füh­ren. Gott wird es schon rich­ten. Nach­rich­ten­quel­len wie AP oder die Washing­ton Post benen­nen Doug Wil­sons Gemein­de bzw. die CREC aus­drück­lich als Hegs­eths Kon­fes­si­on und berich­ten, daß er Wil­sons Schrif­ten und Leh­ren sehr schätzt.

Es über­rascht des­halb nicht, daß Hegs­eth sogar sei­nen eige­nen Kör­per mit reli­giö­sen Tat­too-Bot­schaf­ten gestal­tet. Ist Kör­per­be­ma­lung poli­tisch rele­vant? Ja, denn es geht nicht um eine bekiff­te 20-Jäh­ri­ge, die sich am Strand von Goa einen nied­li­chen Schmet­ter­ling auf den Fuß­knö­chel ste­chen läßt. Wir spre­chen über den Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter der USA, Exe­ku­tiv­chef der glo­bal wirk­mäch­tigs­ten Armee. Zu sei­nen Tat­toos gehö­ren auf der Brust das soge­nann­te Jeru­sa­lem­kreuz sowie auf dem Arm der ara­bi­sche Schrift­zug „kafir“ (Ungläu­bi­ger) als iro­ni­scher Bezug zur isla­mi­schen Glaubenslehre.

Auf dem Bizeps steht „Deus vult“. „Gott will es.“ So lau­te­te der Mar­ke­ting-Slo­gan, den Papst Urban II. für die Kreuz­zü­ge auf dem Kon­zil von Cler­mont im Novem­ber 1095 in sei­ner Pre­digt prä­sen­tier­te. Anschlie­ßend begann der Weg des Kamp­fes über Kon­stan­ti­no­pel, Ana­to­li­en, Antio­chia und Jeru­sa­lem. Die Kampf­ge­bie­te lagen im Bereich der heu­ti­gen Tür­kei, Syri­ens, des Liba­non und Israels/Palästinas. Kurz­fris­tig gab es mit der Grün­dung von Kreuz­fah­rer­staa­ten Erfol­ge, lang­fris­tig jedoch anhal­ten­de Krie­ge, schwe­re christ­lich-mus­li­mi­sche und auch inner­christ­li­che Span­nun­gen. Vie­le Gebie­te gin­gen spä­ter ohne­hin wie­der ver­lo­ren. Das Übli­che also.

Einen Monat nach dem Kon­zil von 1095 und sei­nem „Deus vult“ mel­det sich Papst Urban II. übri­gens noch ein­mal zu Wort. In einem Brief an die Chris­ten in Flan­dern kurz vor Weih­nach­ten drängt er dar­auf, alle Kräf­te gegen den Feind im Nahen Osten zu bün­deln. Die Aggres­si­on der Mus­li­me müs­se zurück­ge­schla­gen wer­den, denn:

Fra­ter­nitatem ves­tram iam pri­dem mul­torum rela­tio­ne didi­cis­se cre­di­mus bar­ba­ri­cam rabiem eccle­si­as Dei in Ori­en­tis par­ti­bus mise­ra­bi­li infe­sta­tio­ne devastasse.

Wir glau­ben, daß eure Bru­der­schaft seit gerau­mer Zeit aus vie­len Berich­ten erfah­ren hat, wie bar­ba­ri­sche Wut die Kir­chen Got­tes in den öst­li­chen Gebie­ten durch bekla­gens­wer­te Angrif­fe verwüstet.

Lang­wei­li­ger Geschichts­un­ter­richt? Wäre da nicht schon wie­der ein klei­ner, fast neben­säch­li­cher Begriff, der auf­hor­chen läßt: bar­ba­ri­cam rabiem. Bar­ba­ri­sche Wut, die man den Mus­li­men damals vor­warf. Im Eng­li­schen: Bar­ba­ric Fury.

Rund 1000 Jah­re spä­ter greift eine Alli­anz aus israe­li­schen und US-ame­ri­ka­ni­schen Streit­kräf­ten in einer der größ­ten Mili­tär­ak­tio­nen die Isla­mi­sche Repu­blik Iran an und stürzt die glo­ba­le Staa­ten­ge­mein­schaft in tie­fe Ver­wer­fun­gen. Ist es wirk­lich Zufall, daß der Titel die­ses Angriffs wie eine Ant­wort auf die „Bar­ba­ren“, und his­to­ri­scher Bezug auf Kreuz­zü­ge klingt? Epic Fury.

Die – laut Mar­co Rubio – von Isra­el initi­ier­te und von Ame­ri­ka­nern mit­ge­tra­ge­ne Schlacht im Nahen Osten wird von gut infor­mier­ten Beob­ach­tern wie dem „Eco­no­mist“ zuneh­mend als Feh­ler beschrie­ben. Anfecht­ba­re Plau­si­bi­li­tät, vie­le kol­la­te­ra­le Opfer und kaum erkenn­ba­re Exit-Strategie.

Der­sel­be Man­gel gilt auch für den Hoff­nungs­trä­ger der Rech­ten, Donald Trump. Unklar, wie gut sich der­zeit Base­caps ver­kau­fen, die behaup­ten: „Trump was right about ever­y­thing.“ Unbe­strit­ten ist aber, daß Trump ein zen­tra­les Wahl­ver­spre­chen gebro­chen hat. „No more stu­pid wars“ war neben „Build the wall“ einer der Grün­de, war­um 80 Mil­lio­nen US-Bür­ger ihre Hoff­nung auf die­sen Prä­si­den­ten setzten.

Our power will stop all wars.

So hieß es noch in der Ein­füh­rungs­re­de am 20. Janu­ar 2025 in Washing­ton. „I stop­ped wars. I hate to see peo­p­le kil­led“ wäre aus Trumps Sicht der Grund für sei­nen per­sön­li­chen Frie­dens­no­bel­preis gewe­sen. Ein Jahr spä­ter lie­gen die­se Ideen in Scher­ben. Ana­lys­ten fra­gen sich, ob Trump plötz­lich aus eige­nem Wil­len vom poli­ti­schen Weg abge­bo­gen ist, oder ob er zu schwach war, sich gegen Fehl­be­ra­tung, Kreuz­zug-Fans und israe­li­schen Druck durch­zu­set­zen. Schwer zu sagen, was für die Zurech­nungs­fä­hig­keit der USA schlim­mer wäre.

Das Vor­ge­hen des Prä­si­den­ten gefähr­det nicht nur den Selbst­ver­such, einen neu­en Mythos der glo­ba­len Unan­tast­bar­keit zu schaf­fen. Auch der meta-poli­ti­sche Raum­ge­winn im Inne­ren zer­legt sich, spal­tet das Lager. Pro­mi­nen­te Trump-Fans nen­nen kri­ti­sche­re Trum­pis­ten plötz­lich „Dämo­nen“. Die rech­te Influen­ce­rin Lau­ra Loo­mer freut sich dar­über, daß ein jour­na­lis­ti­scher Mit­be­wer­ber laut öffent­li­cher Bio­gra­fie in frü­her Kind­heit von sei­ner Mut­ter ver­las­sen wur­de. How low can you go?

Sol­che Epi­so­den sind nicht nur Mob­bing im digi­ta­len Zeit­al­ter, son­dern Sym­ptom eines tie­fe­ren poli­ti­schen Ver­falls. Gera­de dar­in liegt für deut­sche Rech­te die eigent­li­che Leh­re: Wer sich zu eng an frem­de Macht­zen­tren bin­det und Außen­po­li­tik betreibt, indem er Text­bau­stei­ne von Kriegs­par­tei­en kopiert, der impor­tiert am Ende nicht Stär­ke, son­dern auch deren Zerrüttung.

Eine poli­tisch rei­fe Bewe­gung darf sich nicht dau­er­haft von Gunst und Miß­gunst äuße­rer Mäch­te abhän­gig machen – auch dann nicht, wenn Inter­ven­tio­nen aus Washing­ton (Van­ce, Rubio, etc.) im Ein­zel­fall will­kom­men erschei­nen. Gera­de in Deutsch­land fällt die­se Per­spek­ti­ve schwer. Das Land wur­de im Zwei­ten Welt­krieg nicht mit dem Ziel ech­ter Selb­stän­dig­keit besiegt, son­dern über Jahr­zehn­te zum Vasall in einer trans­at­lan­ti­schen Bezie­hung gemacht, die zuneh­mend unge­sund wur­de und deren Preis sich bis in die Kata­stro­phe des Ukrai­ne­kriegs hin­ein gezeigt hat.

Umso wich­ti­ger ist bei einer rech­ten Volks­par­tei wie der AfD ein Plä­doy­er für nüch­ter­ne Sou­ve­rä­ni­tät. Weni­ger Über­nah­me frem­der Pro­pa­gan­da, weni­ger reflex­haf­te Lager­bin­dung, mehr Fähig­keit zur Äqui­di­stanz gegen­über Weltmächten.

Syn­chro­ni­sier­te Mar­ken­füh­rung benö­tigt dafür eine Schnitt­stel­le zwi­schen Kam­pa­gnen­pla­nung und inter­nem Think Tank. Ein Team mit der Fähig­keit, tie­fe Ana­ly­sen vor­zu­be­rei­ten und zeit­ge­recht in öffent­lich wirk­sa­me Spra­che zu über­set­zen. Kri­sen sind auch Momen­te der Klä­rung. Sie zwin­gen dazu, wacke­li­ge Gewiß­hei­ten weg­zu­räu­men und das eige­ne Den­ken auf sta­bi­le Fun­da­men­te zu stellen.

Ein sou­ve­rä­nes Deutsch­land ist kei­ne Bauch­red­ner­pup­pe der Welt­mäch­te. Dies ist nicht unser Kreuzzug.

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Kommentare (95)

RMH

18. März 2026 08:32

Der Beitrag in 4 Zeilen zusammengefasst:
- Der Autor mag Pete Hegseth nicht.
- Er ist ihm total unsympathisch, genauso, wie die Evangelikalen in den USA.
- Trump ist ein Wortbrecher.
- Die AfD sollte sich endlich vom Flirt mit USRAEL verbschieden, endlich sich wieder nüchtern und neutral machen.
Anmerkung meinerseits: Relevant ist der Text für uns Deutsche, die wir uns als AfD nah oder gar AfD-Mitglieder bezeichnen, in seinen letzten 5 Absätzen, alles davor: Da lässt einer Luft ab, was nicht zur Stärkung der eigenen Argumente taugt. Dabei ist doch gerade die Qunintessenz der letzten 5 Absätzte, dass man das Bomb, bomb, bomb; bomb, bomb Iran weder aufhalten, verhindern, ändern oder sonst wie Einfluss drauf haben kann. Warten wirs ab, was noch kommt. Der hohe Spritpreis, die quasi Veruntreuung des "Sondervermögens" - evtl. bewegt das noch ein paar Leute in Rhl.-Pfalz. Wünsche viel Erfolg.

Mitleser2

18. März 2026 08:43

Ich tue mich schwer, zu diesem Krieg eine Position zu finden. Und offensichtlich wurde er begonnen, ohne ein echtes Ziel zu haben. Aber es ist eigentlich ein israelischer Krieg. Und offensichtlich ist Israel bereit, bis zum letzten zu gehen. Sie sind wohl der Meinung, dass der Status quo kein Lösung mehr ist. Weil: "Der Iran hat durch sein Netz an Proxies (Hamas, Hizbollah, Houthis, ...) de facto einen permanenten Kriegszustand aufrechterhalten, in asymmetrischer und schwer fassbarer Form." Ob man diese Haltung teilen muss, ist was anderes.   

FranzJosef

18. März 2026 09:09

Danke für diesen mutigen Artikel! Ich fürchte, Sie werden sehr viel Kritik ernten. Denn der Kreuzzug richtet sich ja vorgeblich gegen "fanatische Islamisten", das "Mullah-Regime", die "Ajatollahs", "Islamfaschisten", "Judenhasser", "Terroristen" usw. etc. pp. Und das ist im rechten Lager sehr gut anschlussfähig (siehe Tichy, AchGut, Reitschuster usw.) Als Ali Chamenei gleich am ersten Tag ermordet wurde, konnte man lange Listen von rechten Influencern erstellen, wer auf X alles zustimmte.

Le Chasseur

18. März 2026 09:09

"Dies ist nicht unser Kreuzzug."
Korrekt. Deshalb sollte sich die Bundesregierung ein Beispiel an Spanien nehmen und den USA die Nutzung von Militärbasen innerhalb Deutschlands untersagen und natürlich auch keine Überflugsrechte gewähren. 

Karl Otto

18. März 2026 09:18

Ja natürlich, was geht uns der Iran an? Aber sich über die Islamisierung in Deutschland ereifern, als wenn das nichts mitienander zu tun hätte. Welche Borniertheit. Aber die gleichen Leute erwarten ja auch, dass Putin Ruhe gibt, wenn er einmal die Ukraine hat. 

Le Chasseur

18. März 2026 09:23

@Mitleser2
"Aber es ist eigentlich ein israelischer Krieg."
Nein. Es ist ein amerikanischer Krieg. Die USA führen seit ihrer Existenz mehr oder weniger ununterbrochen Krieg  aus wirtschaftlichen oder machtpolitischen Gründen. Es ist für die USA das normale Verhalten, andere, oftmals ferne  Länder zu überfallen. Der Staat Israel existiert aber erst seit knapp 80 Jahren. Der amerikanische Deep State würde es niemals zulassen, dass die USA in einen Krieg hineingezogen werden, nur weil der Präsident ein religiöser Spinner ist oder durch sex tapes erpressbar.

Le Chasseur

18. März 2026 09:36

@Karl Otto
"Ja natürlich, was geht uns der Iran an? Aber sich über die Islamisierung in Deutschland ereifern."
Hinter der Islamisierung Deutschlands steckt nicht der schiitische Iran, sondern die sunnitischen Golfstaaten. Bei den allermeisten islamistischen Terroristen handelt es sich um Sunniten, nicht Schiiten. Der Krieg könnte jetzt eine neue Flüchtlingsbewegung Richtung Europa und vor allem Deutschland auslösen: https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/iran-und-libanon-deutschland-top-ziel-fuer-gefluechtete-110853525.html

Andreas Stullkowski

18. März 2026 09:50

Der Artikel beschreibt die Sicht der Mehrheit in Deutschland; nicht nur der AfD, sondern auch der anderen Parteien. Und die Mehrheit in Deutschland hat den Wunsch, dass wir in der Welt neutral und unbedeutend sind. Denn so ist es am bequemsten. 
Wir sind passiv, hilf- und wehrlos, und maskieren unser Schwäche als Wunsch nach Frieden.
Die Vorgehensweise der USA, die die Welt maßgeblich beeinflussen und formen wollen, können wir daher nicht verstehen. Das wird schon deutlich, wenn der Autor Hegseth als "US-Verteidigungsminister" bezeichnet. Das ist er aber nicht. Er ist Kriegsminister (Secretary of War), und sein Ministerium heißt Department of War
Der Artikel ist daher so irrelevant für unser Verständnis des Geschehens wie Deutschland irrelevant ist in der Welt. Statt zu moralisieren und absolut nichts zu bewirken, sollten wir das Geschehen mit Interesse verfolgen und die Hintergründe beleuchten. Damit bewirken wir genauso wenig, fangen aber unter Umständen an, die Weltpolitik und die gegenwärtig stattfindende Neuordnung der Welt besser zu verstehen. 
Wer weiß, in ein, zwei Generationen tritt vielleicht Deutschland sogar wieder als globaler Spieler im "Great Game" auf.

RMH

18. März 2026 09:54

" ...für diesen mutigen Artikel!"
@Karl-Josef: Sie verwenden hier aber sehr schön die Sprache aus Woke-istan, von der "couragierten" Gesellschaft, die "unsere Demokratie" "mutig" verteidigt. 
Was ist hier bittes chön mutig? Nachdem die Position "ist nicht unser Krieg" mittlerweile die offizielle Haltung der Administration Merz und der EU ist.
Sie verwenden Mut also in seiner newspeak Variante, wo Mut = Obey bedeutet.

Valjean72

18. März 2026 10:18

Vielen Dank für diesen wohltuend nüchtern gehaltenen Artikel und dem Eintreten für eine eigene (deutsche) Position in diesem Konflikt.
 
Ich gehe nach wie vor davon aus, dass Trump zu diesem Krieg von Netanjahu & Co. übertölpelt wurde und dass er von einem kurzen Militärschlag ausging. Ein Enthauptungsschlag, der das „iranische Regime“ kopflos machen und zum Einsturz bringen würde.
 
Mir erscheint diese Grundannahme vollkommen naiv und von Unkenntnis über den Iran geprägt, dass es mich überrascht hat. Netanjahu & C. wussten mE, dass sich dieser Angriff zu einem längeren Konflikt entwickeln würde, der auch die USA massiv schädigen kann und wird.
 
Passend in diesem Zusammenhang: Der oberste Terrorabwehr-Koordinator der US-Geheimdienste, Joe Kent, hat gestern aus Protest gegen den Krieg USraels gegen den Iran seinen Rücktritt erklärt.
 
"Kent begründet seinen Schritt damit, dass vom Iran keine unmittelbare Bedrohung für die USA ausgegangen sei. Der Krieg sei «aufgrund von Druck aus Israel und dessen einflussreicher Lobby in den USA» begonnen worden."
 
(Quelle: Tagesanzeiger.ch, 17.03.2026)
 
 

FranzJosef

18. März 2026 10:21

@Karl Otto
"Ja natürlich, was geht uns der Iran an? Aber sich über die Islamisierung in Deutschland ereifern, als wenn das nichts mitienander zu tun hätte."
Und das ist genau die Anschlussfähigkeit des Kriegs im rechten Lager, von der ich geschrieben hatte: Karl Otto meint offenbar, der Iran sei verantwortlich für die Islamisierung in Deutschland. Und der nächste meint dann, dass der Iran die Messerstecher finanziert.
Immer wieder wird Neutralität gefordert. Was ist mit Trauer, Mitleid und Mitgefühl? Dürfte Alice Weidel in der Öffentlichkeit sagen, dass sie "carpet bombing" verabscheut? Oder dass Netanjahu ein Kriegsverbrecher ist? Muss man als neutraler AFD-Politiker dazu schweigen, dass Trump sich wie ein Verrückter aufführt?

Andreas J

18. März 2026 10:31

Die hier vom Schreiber am Wort Rats diagnostizierte nervliche Angegriffenheit des Sprechers unterschätzt vielleicht die Ubiquität eines, für kultivierte Mitteleuropäer prollig und peinlich empfundenen, spezifisch amerikanischen Sprachphänomens bis in höchste Regierungs- und CEO-Kreise. Ich bin kein Linguist, glaube aber, dass der ostentative Gebrauch dieses Soziolekt-Gemisches (zu dem auch Rats gehört) aus Machotalk, Hollywood, Trashtalk im Sport und draufgängerisch, jungenhaften Gepolter, nur die mangels Alternativen holprige Art und Weise ist, mit der eine kulturell nie wirklich geerdete Nation ihr Selbstbewusstsein zur Schau stellt oder auch ihre moralische Schuld bagatellisiert. Nach meiner Info lautet z. B. die offizielle historische US-Bewertung von Hiroshima und Nagasaki bis heute schlicht „Our boys were in trouble“. Ich wollte das mal im Kommentarbereich des WSJ diplomatisch hinterfragen und stellte dabei fest, dass Hiroshima und Nagasaki dort gesperrte Badlist-Wörter waren. Ich kann mich erinnern, dass eine englische Boulevardpresse-Schlagzeile Schumacher nach einem Rennen ebenfalls als Ratte bezeichnete, so als wäre das noch an der Peripherie des Sagbaren.  
 
 
 
 
 

Le Chasseur

18. März 2026 10:34

So angebracht die Kritik an Trump und Hegseth auch ist, man sollte die Leute aus der 2. Reihe nicht vergessen, bspw. den stellvertretenden Kriegsminister, ein Milliardär und Hedgefond-Manager, der auch in Rüstungsfirmen investiert hat.

Valjean72

18. März 2026 10:35

@Karl Otto: Der Iran hat nichts mit der Islamisierung Deutschlands zu tun. Es sind transatlantisch-zionistisch geprägte Kräfte (in Politik & Leitmedien) in der BRD, welche die Masseneinwanderung seit 2015 forciert und unsere Grenzen sperrangelweit offengelassen haben. Die Herkunftsländer wurden wiederum durch US-Kriege destabilisiert.
 
Julian Reichelt übernahm 2015 als BILD-Chef-Redakteur den Antifa-Spruch „Refugees Welcome“, hämmerte ihn in die Köpfe der BILD-Leser und erging sich in rührseligen Schmonzetten, über die gute bundesdeutsche Tat, die traumatisierten Flüchtlinge aufzunehmen.
 
Er steht stellvertretend für jene im Kern anti-deutsche Kräfte, die sich mitunter als konservative deutsche Patrioten gerieren, die aber die Masseneinwanderung mitzuverantworten haben, sich heute gegen den Begriff Remigration stellen und Deutschland am liebsten in einen Kreuzzug gegen den Islam schicken würden. Allein um ihrem geliebten Israelprojekt zu helfen, so meinen sie zumindest.
 
Für mich gilt:
 
-          gegen weitere Einwanderung aus Afrika/Orient
-          für Remigration
-          der Islam gehört nicht zu Deutschland
-          ABER keine Feindschaft und kein Krieg gegen den Islam an sich. Jede  Nation soll selbst entscheiden, welcher Religion es folgt und welche Regierungsform es sich gibt.

nom de guerre

18. März 2026 11:48

Vielleicht kann man die Verwendung der Rattenmetapher noch unter "manche Amis reden halt so" subsumieren, das kann ich nicht beurteilen. Aber was ist denn mit dieser Zungenrednerin aus dem Trump-Umfeld? Ist das bloß eine Art religiöser Folklore oder nicht eher höchst bedenklich, wenn so etwas öffentlich zur Schau gestellt und damit Einfluss auf Politik genommen wird?

Wuwwerboezer

18. März 2026 11:52

Hierzulande werden jetzt all die HARIBO-Knabberer allmählich kalt und hart abgeräumt werden. Restle hat`s vorgestern bereits getroffen. Auch Weber von Brüssel aus hat vorige Woche verstanden, wohin der Treck dieser Zivilisation zieht; er kann die Zeichen offenbar besser deuten als Merz. Und Thiel, der wie kaum ein anderer in Dynamiken denkt, hat neulich bekundet, daß die USA derzeit (noch) in der Weimar-Phase sind. Nächstes Jahr warm anziehen: 2027 = 2 + 0 + 2 + 7 = 11.

Siehe: https://t.me/boris_rozhin/201774

André Gorz hat in den 80ern den Begriff Elektrofaschismus geprägt. Damals hat außer Bahro und noch ein paar anderen noch kaum jemand die Tragweite dieses Begriffs verstanden. Jetzt wenn "Das neue Geld" seine (linken) Kindermätzchen auskuriert, ist die Rechte gut beraten, nicht nur endlich aufzuhören, sich an der Linken ("Das alte Geld") abzuarbeiten. Sie ist gut beraten, sich ganz grundsätzlich neu zu differenzieren bzw. zu sortieren. Wie es Wiggo Mann hier tut.

Mohlers "Der faschistische Stil" war schon 1973 ein Buch fürs Museum Abteilung zu Tode gerittene Steckenpferde.

- W.

ChristianB

18. März 2026 12:00

gerade die Lage des Iran sollte die rechten Deutschen aufmerken lassen, vollzieht sich an ihm wieder mal jenes Gericht, das auch das Deutsche Reich bis 1945 in Trümmer legte und seitdem noch jede sozial orientierte nationale Staatlichkeit zuerst mit Schmierenkampagnen überzogen und dann wortwörtlich ins Visier genommen hat. Es hat tatsächlich erst Trump wieder ins Amt gehievt werden müssen, bis jene zionisitschen Kräfte und ihre evangelikalen Marionetten einen Präsidenten gefunden haben, der - man muss es so sagen - dumm genug ist, sich von den großisraelischen Sirenengesängen des Kriegverbrechers Netanjahu in die Schlacht gegen den Iran führen zu lassen. Der amerikanische Protestantismus, , der auch demografische Schwächen zeigt (und dessen peinlicher Vertreter Hegseth ist), wird mit der 3.Amerikanischen Republik, deren Ende wir gerade gerade erleben, untergehen. Ich auf jeden Fall hoffe, dass der Iran diese Aggressionswelle in seiner jetziggen Staatlichkeit übersteht und wünsche den Menschen dort Mut und Beharrlichkeit. 

FranzJosef

18. März 2026 12:25

@RMH
"Was ist hier bitteschön mutig?"
Nennen Sie mir bitte eine rechte Webseite, auf der Israel kritisiert wird ... Apollo-News, Deutschlandkurier, Tichy, AchGut, Reitschuster? Kritik an der Israel-Lobby? Habe ich etwas verpasst? Und ich fürchte, selbst in der Sezession wäre es unmöglich - Kositza wird womöglich wieder "Wie peinlich!" schreiben - die Frage zu stellen, was eigentlich die Bombardierung von Teheran von der von Dresden unterscheidet. 
"Obey"
Hat Merz schon von einem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gesprochen?

Franz Bettinger

18. März 2026 12:34

Mit od. ohne Ratten-Entgleisung sind USA und Israel auf ein unterirdisches Niveau gesunken. Wir suchen noch jemanden, der bei unserer Podiums-Diskussion die Position der glücklosen Yankees vertritt. Aber von Links über die gesichert extreme Mitte bis Rechts findet sich keiner. Selten standen die Verbrecher so alleine da. Nicht mal die Lügenpresse spurt enthusiastisch für den Krieg. Gott sei Dank gibt’s noch Putin. 

Ekstroem

18. März 2026 12:39

@ Valjean72 (10:35) Zustimmung. Die Situation im Iran und weltweit ist komplex. Was ist gut für Deutschland und das deutsche Volk? Das ist für deutsche Patrioten wichtig.

Martha

18. März 2026 12:42

Stimme dem Artikel voll zu. Zum Thema Kreuzzüge: Es war keine Eroberung, es war der Versuch einer Zurückerorberung. Der Islam war der Angreifer, der den christlichen Mittelmeerraum fast ganz erobert hatte. Heute steht der Islam mit mehr als 50 Millionen tief im Herzen Europas. Das wird natürlich nicht gut gehen.

Le Chasseur

18. März 2026 12:46

@nom de guerre"Aber was ist denn mit dieser Zungenrednerin aus dem Trump-Umfeld? Ist das bloß eine Art religiöser Folklore oder nicht eher höchst bedenklich, wenn so etwas öffentlich zur Schau gestellt und damit Einfluss auf Politik genommen wird?"
Sie meinen vermutlich Paula White Cain? Ich glaube nicht, dass Leute wie Cain nennenswerten Einfluss auf die Politik haben. Cain glaubt ja auch nicht an den grotesken Krampf, den sie auf der Bühne verzapft. Das ist eine Grifterin der übelsten Sorte. Die bekommt vom Trump-Lager Geld, und im Gegenzug gibt sie eine Wahlempfehlung an ihre Gefolgschaft aus. Aber wie verpeilt muss man sein, um zu glauben, dass so ein eitler, brutaler, skrupelloser und verlogener Mensch wie Trump irgendwas mit Jesus Christus am Hut hätte? Der Mann hat in seinem Leben wahrscheinlich nie freiwillig eine Bibel aufgeschlagen: https://www.youtube.com/watch?v=ERUngQUCsyE

MarkusMagnus

18. März 2026 12:46

Wie es scheint hat der Iran schon den ersten Flugzeugträger, die Gerald R. Ford, aus dem Spiel genommen. Vor ein paar Tagen berichteten iranische Medien sie hätten den Flugzeugträger mit Drohnen angegriffen und in Brand geschossen. Es gab Bilder von einem brenennenen Flugzeugträger. Wurde natürlich alles angezweifelt. Das iranische, staatsnahe Medium das zuerst darüber berichtet hatte, wurde mittlerweile auf X gesperrt. 
Heute kam die Meldung das sie aufgrund eines Brandes vorerst auf Kreta überholt werden muss. 
https://www.spiegel.de/ausland/iran-news-heute-iran-bestaetigt-tod-von-sicherheitschef-larijani-a-47e9d222-d5f3-4481-91ff-c51c293776e7

das kapital

18. März 2026 13:04

Der Iran hat ein mieses Regime. Mit diesem miesen Regime stehen die Menschen dennoch besser da, als nach den jüdischen und amerikanischen Bombardements. /// Die Menschen in Syrien standen mit Assad besser da. Die Menschen in Lybien standen mit Gadhafi besser da. Die Menschen im Irak standen mit Hussein besser da. Die Menschen in der Ukraine standen mit Janukowitsch besser da als nach dem CIA Putsch mit Selensky. Diese ganzen orangenen Revolutionen, diese ganzen Regimechanges führen in aller Regel n i c h t zu besseren Lebens-verhältnissen der Menschen. Deshalb dürfen diese Kriege auch nicht unsere Kriege sein. Weil sie mehr Schaden als Nutzen stiften. Der "Krieg gegen den Terror" alleine, den die Amis gegen den Irak geführt haben, hat laut Bundeswehrjournal zu 1,3 Millionen Toten geführt. /// Für Nineeleven, für die Flugzeuge in den Twin Towers war aber weder Hussein noch der Irak verantwortlich, sondern nach offizieller Erzählung der Waffenbruder Amerikas gegen die Russen in Afghanistan. Der Saudi bin Laden, den die Amis aufgebaut und finanziert hatten. Und wodurch WTC 7 eingestürzt ist, kann bis heute technisch niemand erklären. /// > 2

Karl Otto

18. März 2026 13:13

Die Mullahs unterstützen seit ihrer Machtübernahme den Islamismus in der ganzen Welt, egal ob sunnitisch oder schiitisch. 1994 organisierte die islamische Republik den Anschlag auf das jüdische Kulturzentrum in Buenos Aires mit 85 Toten: https://de.wikipedia.org/wiki/Anschlag_von_Buenos_Aires_1994
In Deutschland gibt es den Muslim-Markt, der die Ideologie der iranischen Führung vertritt: https://de.wikipedia.org/wiki/Muslim-Markt
Die blaue Moschee in Hamburg galt als Ausgangspun kt der Islamisierung vor Ort: https://de.wikipedia.org/wiki/Islamisches_Zentrum_Hamburg
Wenn es gegen die Ungläubiegn geht sind sich alle Muslime einig, die Mullahs hatten ein Problem mit der Unterstützung von Assad in Syrien oder der Hamas in Gaza.
Bei manchen Rechten vernebel Antizionismus und Anti-Amerikanismus offenbar das Gehirn.

Herold

18. März 2026 13:19

2027 = 2 + 0 + 2 + 7 = 11.

Was sollen solche jüdischen Zahlenspielchen genau bedeuten, außer den Verbreiter als Schwurbelheiner zu markieren?
Ansonsten ist es doch eine einfache Kiste: USRAEL sollen da unten machen was sie wollen, es ist weder um die, noch um die Mullahs irgendwie schade - ich hoffe, beide Teams haben viel Erfolg. Wichtig ist nur, dass es spätestens hier an den Grenzen endet und jeder, der hier im Lande der Meinung ist, diesen Konflikt ins Land zu tragen / im Land auszutregen (z.B. in Form von luschigen Demos und Gelaber) soll halt als feindlicher Agent ausgewiesen werden.

Rheinlaender

18. März 2026 13:23

Hegseth nutzt die Symbole des Rittertums, aber es mangelt ihm an ritterlicher Haltung, wie auch andere Äußerungen von ihm unterstreichen. Hier liegt also tatsächlich ein Missbrauch von Symbolen vor. Traditionelle Katholiken in Deutschland sehen in ihm und seinem religiösen Umfeld ein Beispiel für gefährliche Fehlentwicklungen in der Kirche. Das gilt für allem für den irrationalen Charakter des Evangelikalismus, für den im verlinkten Video  eindrucksvolle visuelle Beispiele präsentiert werden. Rational denkenden Katholiken, die sich dem Iran-Thema vor allem aus einer strategischen Perspektive und der des gerechten Krieges genähert hätten, wäre das, was den Amerikanern gerade im Nahen Osten wiederfährt, nicht passiert.

RMH

18. März 2026 13:24

@Franz Josef, schauen Sie doch mal bei der deutschen Stimme vorbei oder sind die schon links? Abseits von heutzutage eher altbacken wirkenden Homepages finden Sie zu dem genug von dem, was Sie bevorzugen. Im Übrigen empfinde ich eine gewisse Fremdscham, wenn die Kriegstoten Deutschlands, der Opfergang des Landes 45 von Ihnen, aber auch von @ChristianB, derart verharmlost wird, wenn Dresden oder das, was an Deutschland begangen wurde, auch nur ansatzweise als Vergleich zu den Angriffen auf den Iran herangezogen wird. Vor 2 Tagen, am 16. März, jährte sich erneut der Angriff auf Würzburg. Dort starben in einer Nacht in 1 Stadt mehr Zivilisten, als im gesamten Iran von den Angriffen überhaupt betroffen sein werden. Ich sehe keine Bilder aus dem Iran, die bspw mit denen aus Düren, Pforzheim, Dresden etc. auch nur ansatzweise zu vergleichen sind. Goldfasane, Nazis & Mitläufer haben den WKII Bombenkrieg zahlreich überlebt, um anschließend via "Ratten"-Linien sich über die halbe Welt zu verbreiten. Im Iran dagegen erwischt es auch die Anführer, Leute, die für tausende von Toten Verantwortung tragen. Das macht es nicht besser, zeigt aber, wie wenig man hier Vergleiche ziehen kann.

RMH

18. März 2026 13:27

Im letzten Jahr erledigten Israel & die USA lt. Merz noch die "Drecksarbeit" für uns alle. Jetzt ist es auf einmal nicht mehr der Krieg "unserer Demokratie" (TM). Beide Angriffe sind keine Singularitäten. Es zeigt, die Wendigkeit dieser Administration, welche ja auch sonst sehr kreativ darin ist, gestern dies und heute 100% etwas anderes zu vertreten. Das Bild wird immer lückenloser.

das kapital

18. März 2026 13:30

2) Keiner möchte einen Iran mit Atombomben. Das rechtfertigt aber nicht die Art, wie jetzt Krieg geführt wird. In einem Land, das an Wassermangel leidet, Entsalzungsanlagen anzugreifen, ist ein Verstoß gegen das existentielle Lebensrecht aller Perser. Der frische Angriff auf ein Atomkraftwerk russischer Bauart könnte zu einem zweiten Tschernobyl führen. Irre Risiken, die durch nichts zu rechtfertigen sind. /// Die Regimechanges und orangenen Revolutionen, die USA und Israel betreiben sind in aller Regel n i c h t zum Besten der Menschheit und der Menschen vor Ort. Ganz im Gegenteil, sie sind Schadenstiftung der widerlichsten Art. /// Die Ukraine wäre besser dran mit Janukowitsch. Syrien mit Assad. Lybien mit Gadafi. Der Irak mit Hussein. Obwohl das alles teils äußerst fragwürdige Herrscher waren. Dennoch, besserer Lebensstandard, weniger Tote. /// Der "Krieg gegen den Terror", den die westliche Mordgemeinschaft geführt hat, hat zu etwa 1,.3 Millionen zivilen Toten geführt laut Bundeswehrjournal. Im Wesentlichen im Irak. Hussein hat aber nicht die Twin Towers weggesprengt, sondern nach offizieller Darstellung der Waffenbruder der USA Bin Ladin.Wie WTC 7 eingestürzt ist, kann bis heute niemand technisch erklären. Da ist kein Flieger reingesemmelt und auch keine Trümmerteile anderer Gebäude.

RMH

18. März 2026 13:41

Hegseth ist ein echter Militär, der auch eine Kampfeinheit bei realen Einsätzen geführt hat. Damit hat er mehr voraus, als unsere sog. "Verteidigungsminister" seit langem haben. Vermutlich war G. Stoltenberg der letzte Verteidigungsminister, der selber (wenn auch jung) im Krieg war und Helmut Schmidt war der letzte Kanzler, der das von sich behaupten konnte. Wie auch immer, der Stil von Hegseth erinnert mich an Bands wie "Manowar" (Anspieltipps: Battle Hymn und "Hail & Kill"), auch wenn Hegseth ggf. zu jung für diese Musik ist: Er richtet sich primär an die, deren Vorgesetzter er ist, also an die Truppen, die kämpfen und töten und da ist die Ansprache dann aus meiner Sicht eher normal. Da sind wir Deutsche evtl. allesamt schon etwas zu weichgespült und das man zu seinem Truppen sagt, bringt sie um, bombt die Ratten aus,  .... ja das geht für einen Deutschen anno 2026 gleich gar nicht, so weich ist selbst die Rechte schon gespült. Ich stelle das jetzt einmal wertfrei in den Raum. Man kann das man gut finden oder aber auch bedenklich. Ich selber kann es nur nachvollziehen, habe keine abgeschlossene Meinung dazu.

das kapital

18. März 2026 13:42

3) „Wie Ratten es tun.“ ist einfach ein unerträgliches Maß an Menschenverachtung. Jeder will überleben. Jeder sucht alle Deckung, die er finden kann. Was schützt denn vor der jüdisch-amerikanischen Mordbruderschaft, wenn nicht Bunker? Wie konnte sich Deutschland davor schützen, dass ihm durch diese Bruderschaft Nordstream weggesprengt wird? Wie kann es sich davor schützen, dass nun Gas und Öl noch knapper werden und durch den Krieg gegen den Iran die Wirtschaft und der Wohlstand hier dauerhaft zerstört wird? Sind nicht die Schäden durch den Maidanputsch von 2014 und den weiter geschürten Ukrainekrieg und die Nordstreamsprengung schon groß genug?Reicht es nicht langsam mal mit der Hetze und Kriegstreiberei und Kriegsführung der USA  und von Israel. Ich lege keinen Wert auf eine Welt in Flammen. Es ist dringend an der Zeit für Löschtrupps.

Maiordomus

18. März 2026 14:03

Die "barbarcic fury" ist genau die Art, wie Churchill aber 1937 und später die lange kriegsfaulen und kriegsmüden Briten zu motivieren versuchte, im Krieg gegen die "Hunnen", wie er die Deutschen nannte, und so zum Beispiel eine junge Frau namens Margaret Thatcher zu motivieren verstand, die damals schon, gegen einen ernster zu nehmenden Gegner sich noch als echte Feindin verstand, wozu sie sich Kohl gegenüber zwar mässigte nicht ohne ihm mal geduldig zu erklären, dass man nicht so sehr gegen Hitler sondern gegen Deutschland Krieg geführt habe. Aber hier in der Debatte kotzt man sich allmählich so aus, als hätte sich was angestaut, z.B. gegen Israel. Dabei wüsste man gut genug, dass sich auch in diesem Krieg Kriegsgegnerschaft an Erfolg, somit Beifall, oder zu erwartendem Misserfolg misst, dann darf man seine Abneigung gegen Amerika und Israel so richtig auskotzen. Bekanntlich darf man sich an Kriegsverbrechern nur abreagieren, wenn diese auf der Verliererstrasse sind oder verloren haben, das war schon eine Lehre von 1945. Ich würde mich hier zurückhaltender äussern, auch mit "gottseidank Putin". Das scheint mir mieser Stammtisch.    

MarkusMagnus

18. März 2026 14:26

"Ich sehe keine Bilder aus dem Iran, die bspw mit denen aus Düren, Pforzheim, Dresden etc. auch nur ansatzweise zu vergleichen sind."
@RMH
Aus Gaza gibt es schon Bilder die vergleichbar sind. 
Und auch in Teheran (und in Tel Aviv) gibt es immense Schäden.  Der Krieg geht ja erst zwei Wochen. Der Angriff auf die Mädchenschule gleich am Anfang zeigte ja schon die satanische Natur dieses Krieges. 
War klar das der Iran ein zu grosser Brocken ist. Das wussten auch und gerade die Israelis, sonst hätten sie 2025 weiter gemacht. Ich denke Trump hat sich da von Israel reintreiben lassen und übernommen. Was will er jetzt machen? Bodentruppen? Soviele Gebirgsjäger gibt es weltweit nicht die man dafür bräuchte. Den iranischen Küstenstreifen an der Strasse von Hormuz mit US-Marines sichern? Die wären einem nie dagewesenem Hagel von Drohnen ausgesetzt. 
Trump ist auch innerhalb seiner ehemaligen Fan-Base erledigt. 
Obwohl ich selbst nicht davon ausging, das der Iran ein leichtes Opfer werden wird, bin ich dennoch sehr von der Entwicklung der Raketen und Drohnentechnik des Irans trotz Sanktionen überrascht. Mit den Chinesen brauchen wir uns daher schon gar nicht erst anlegen. Die haben schon Roboter die aussehen und sich bewegen wie bei Terminator. Und das ist nur das, was sie uns zeigen.
 
 
 

Laurenz

18. März 2026 14:28

@WM (2) ... Eine Entwürdigung von Kriegsgegnern fand schon in der Ilias statt, im Westen nichts Neues. Wir werden nun schon seit über 100 Jahren entwürdigt & hält da wer dagegen? Wie @Le Chasseur schreibt, haben sich die USA 0 im Kriegsgeschäft verändert, das weiß man doch. Und wir unterstützen die Ukraine, weil wir einerseits beim Eurasischen Raum mitreden wollen & uns andererseits Zeit zu kaufen gegen Rußland. Aber, wie @RMH schrieb, unser aktueller Staat ist unfähig sinnvoll aufzurüsten, 500 Milliarden in den Schornstein. Nicht, daß die Russen Bock haben, in das wertlose Europa mit teurem Krieg einzumarschieren, aber die Auflösung der NATO, Aufhebung der Sanktionen, Reparationen der EU an Rußland, kann man mit der Okkupation des Baltikums, Ostpolens bis zur Weichsel schon durchsetzen. Warum ist das überhaupt möglich? Unsere Rüstungskonzerne im Westen hatten kein Interesse an großen klimatisierten Depots & überredeten die Kumpels in der Politik weitestgehend alles aus dem Kalten Krieg zu verschrotten. Nicht so die Russen, die Russen hoben alle Altbestände auf & modernisieren das notwendige vor dem Einsatz. Der Krieg des Westens ist mit teuren Kriegsspielzeug, wenig vorteilhaften Service-Verträgen & geringer Produktion ein Goldesel der Rüstungsindustrie geworden, welcher den Westen quasi entwaffnete, auch in den USA. Die Flak feiert aufgrund billiger Drohnen ihr Comeback.

Laurenz

18. März 2026 14:29

@WM (3) ...  Aber die Schweizer 3,5cm-Rheinmetall-Munition für den Gepard ist viel zu teuer. In Deutschland müssen für diese Munition Gießereien, Treibladungen tatsächlich wieder re-engineert werden, nicht mal ein trauriger Witz. Der eigentliche Konflikt findet also zwischen Boeing, Lockheed Martin, General Dynamics, Raytheon, Newport Shipbuilding & Zulieferern auf der einen & den digitalen Konzernen auf der anderen Seite statt. Der Ukraine & der Iran-Krieg sind mutmaßlich das einzige Mittel um aufzuzeigen, daß erste Gruppe versagt & keine Vormacht der USA mehr produzieren kann. Wir haben keine digitalen Tech-Konzerne. Wir sind aktuell zu keinem Krieg fähig & sollten uns daher mit den Weltmächten arrangieren.

Valjean72

18. März 2026 14:37

@nom de guerre: "Vielleicht kann man die Verwendung der Rattenmetapher noch unter "manche Amis reden halt so" subsumieren"
---
 
Vergleichen Sie einmal Sprache und Wortwahl von Pete Hegseth ...
 
"Death and destruction from the sky all day long [...] This was never meant to be a fair fight, and it is not a fair fight. We are punching them while they’re down, which is exactly how it should be."
(Quelle: TheGuardian.com, 08.03.26)
 
... mit dem ruhig-höflichen aber bestimmten Auftreten des iranischen Aussenministers Abbas Araghtschi, z.B. hier.
 
Aber die Vertreter der iranischen Regierung werden in unseren Medien entmenschlicht als Steinzeitmenschen, Fanatiker oder Mullah-Regime dargestellt ...
 
---
Frau Strack-Zimmermann wollte Pete Hegseth nicht nachstehen und äusserte vorgestern: "Der Iran ist die Pestbeule auf dieser Erde" ...
 
Merz` Aussage vom letzen Jahr: "Israel macht im Iran die Drecksarbeit für uns alle" wurde auch im Iran (und in vielen anderen Staaten) wahrgenommen.
 
Deutschland war einmal ein Land, welches weltweit respektiert wurde ...

FranzJosef

18. März 2026 14:47

@RMH
"Ich sehe keine Bilder aus dem Iran, die bspw mit denen aus Düren, Pforzheim, Dresden etc. auch nur ansatzweise zu vergleichen sind."
Gaza?

Valjean72

18. März 2026 14:47

@Karl Otto: "1994 organisierte die islamische Republik den Anschlag auf das jüdische Kulturzentrum in Buenos Aires mit 85 Toten ..."
---
 
In dem von Ihnen verlinkten Wikipedia-Artikel ist folgendes zu lesen:
 
"Die Hintergründe für den Anschlag wurden nie vollständig geklärt. Das höchste argentinische Strafgericht machte im April 2024 den Iran und die Hisbollah-Miliz für den Anschlag verantwortlich. Das Urteil wurde so erwartet, wegen fehlender Beweise jedoch auch kritisiert."
 
30 Jahre später wurde also der Iran für diesen Anschlag verantwortlich gemacht, und dies trotz fehlender Beweise. Aber es passt in die aktuelle Marschroute, Stimmung gegen den Iran zu machen.
 
Seit Dezember 2023 ist Javier Milei Präsident Argentiniens. Die Times of Israel titelte im Januar 2025:
 
Argentina’s Milei wins ‘Jewish Nobel’ for Israel support, in break with traditionSouth American president, who says he plans to convert to Judaism after leaving office, becomes first non-Jew and first head of state awarded $1 million Genesis Prize
(Quelle: hier)
 
 
 
cccc

heinrichbrueck

18. März 2026 14:51

Eigene Geschichtsschreibung. Wann ist sie möglich, wann nicht mehr? Die Amerikaner wurden zu Hunden degradiert. Deshalb wird aus Spaß bombardiert. Sie schreiben ihre eigene Geschichte schon lange nicht mehr. Faß! - und schon rennt er los. Trump ist eine Kontonummer. Hegseth sieht nicht so aus, als würde er den Plan machen. Der Iran muß diesen Krieg nicht gewinnen, es reicht schon, wenn sie ihn nicht verlieren. Verlieren sie ihn, schreiben andere ihre Geschichte. Vielleicht unterkomplex, aber so funktioniert meine Welt. Eine eigene Geschichte ist immer Weltgeschichte. Lakaien sind manchmal etwas bekloppt. Sie verstehen nicht, daß niemand eine Welt braucht, in der eigene Geschichtsschreibung nicht mehr möglich ist. 

Artabanus

18. März 2026 15:30

Die Klimamullahs in Berlin freuen sich diebisch, da sie die kommende Wirtschaftskrise auf den Irankrieg schieben können. Selbst Kriegstreiber Merz übt Kritik an der US-Kriegsfuehrung. Was den Krieg selbst angeht empfehle ich den Text von Big Serge:
open.substack.com/pub/bigserge/p…

Savonarola

18. März 2026 15:34

Ob die amerikanische Politik im Stile Hegseths oder in dem von Henry Kissinger präsentiert wird, für die Menschen im Bombenhagel macht es keinen Unterschied.

Le Chasseur

18. März 2026 15:56

@RMH
"der Stil von Hegseth erinnert mich an Bands wie "Manowar" (Anspieltipps: Battle Hymn und "Hail & Kill")"
Textauszug "Hail & Kill":
Stab them in the eyesRape their women as they cryKill their servantsBurn their homesTill there's no blood left to spillHail and kill
"Sword of the Highlands" erinnert mich an den Freiheitskampf der Palästinenser, die gegen den selben Gegner kämpfen wie die Schotten:
They may raise our citiesThey may burn the landWe may die in thousands - they will understandWe will not surrender, not one boy or man

Carsten Lucke

18. März 2026 16:03

Ich warte seit einigen Tagen vergebens auf eine professionelle und objektive Einschätzung der Lage im Iran - doch hoppla : Da sind ja die zahlreichen Experten hier im Kommentariat !
Hätte ich beinahe vergessen.

RMH

18. März 2026 16:04

Liegt der Gaza Streifen jetzt im Iran? Um letzteren geht es doch in dieser Debatte.

RMH

18. März 2026 16:11

@LeChasseur,
ich dachte beim Manowars "Hail & Kill" jetzt eher an solch blumige Lyrik wie
"May your sword stay wet like a young girl in her prime"
(Ironie)
 

Majestyk

18. März 2026 16:41

Karl Otto bringt es auf den Punkt:
"Bei manchen Rechten vernebel Antizionismus und Anti-Amerikanismus offenbar das Gehirn."
Der Präventivschlag gegen die Mullahs ist kein "stupid war" und mit dem Irakkrieg nicht zu vergleichen. Der Krieg gegen den Iran hätte nur Jahrzehnte eher erfolgen sollen. Der Neuen Deutschen Rechten wäre es wohl lieber gewesen, man hätte den Iran weiter aufrüsten lassen, bis zur Nuklearmacht, ausgestattet mit allem, was China und Rußland zu bieten haben. Dann hätte der Iran versuchen können Israel von der Landkarte zu tilgen. Wäre weiten Teilen eben jener Rechten sicher nicht unwillkommen. "The same procedure as every year" Stereotype Ressentiments liest man ja auch hier regelmäßig. Sich auf die Seite einer linken islamistischen Theokratie stellen, die seit 45 Jahren nur Terror verbreitet und Islamisierung betreibt und andererseits jammern, Deutschland wäre der Gefahr einer Islamisierung ausgesetzt beißt sich.
Das woke moralisierende Politikverständnis ist genauso peinlich, wie Angriffe auf Pete Hegseth auf persönlichen Ebene. Ist ja nicht so, als wären unter den Neuen Rechten keine tätowierten Leute. Was soll das? Die Neue Rechte bezieht immer häufiger Positionen, die ich nicht teilen kann, weite Teile der AfD sind auch keinen Deut besser. Antiwestliche, pro-islamistische oder linke Postionen bekomme ich auch vom Kartell serviert. Dafür brauche ich keine Alternative.

Rheinlaender

18. März 2026 16:58

Es gehört zu den Schwächen von Teilen der Rechten, dass ihre Vordenker Mechanismen und Erfordernisse von Machtpolitik zwar besser erkannt haben als andere, mancher Rechter aber in politischen Moralismus verfällt, wenn er jene kritisiert, die aus einer stärkeren Position heraus Machtpolitik betreiben. Was die Israelis seit 2023 tun, folgt z.B. nahezu idealtypisch dem, was z.B. Werner Best vor fast 100 Jahren im Sammelband "Krieg und Krieger" zu den Themen Völkerrecht und Außen- und Sicherheitspolitik schrieb. Eine fundierte rechte Kritik würde dieses Vorgehen m.E. nicht moralisch kritisieren, sondern machtpolitisch aus der Perspektive deutscher Interessen. Das aktuelle Problem besteht demnach nicht darin, dass die Israelis das Völkerrecht ignorieren, sondern darin, dass sie gerade eine globale Rezession auslösen, die schädlich für Deutschland ist.
Zum amerikanischen Habitus der Kriegführung, das sich auch in der Unart eines Peter Hegseth widerspiegel,  hatte m.E. Max Scheler aus rechter Sicht treffendes gesagt: „Je kriegerischer das Ethos irgendwelcher Gruppen, desto weniger bedürfen diese Gruppen des Hasses als Antrieb, um sich im Kriege gut zu schlagen. Den typischen Bourgeois kann man daher fast definieren als einen Mann, der hassen muß, um Krieg zu führen.”

Laurenz

18. März 2026 17:40

@Israel-Basher ... Die Redaktion wollte die historische Debatte über Urban II & die Islamische Eroberung nicht führen, schwer abzuschätzen, warum nicht. Denn, ohne diese fundamentale Debatte, sind wir quasi in der Einschätzung der Gegenwart kastriert. Aber, wenn sich konservative Medien, wie Tucker Carlson, Richter Napolitano, oder auch bei uns Rechte auf Israel als Feindbild einschießen, ist das ein Schuß ins eigene Knie. Israel ist ein rechts-identitärer Staat. Wenn in den USA jemand dafür sorgt, daß Israel unterstützt wird, sind das nicht die Israelis, sondern die erfolgreichste Minderheit der USA, die Juden der USA. Bis auf wenige, wie Ben Shapiro, oder auf der Achse Henryk Broder & Stefan Frank sind die meisten Diaspora-Juden links-liberal orientiert & wollen rechte Nationalstaaten verhindern, ein Paradoxon. Aber hier wird doch offensichtlich, wer unser politischer Gegner ist, Linke in unserer politischen Hemisphäre, egal welcher Konfession & Volkszugehörigkeit.

Franz Bettinger

18. März 2026 17:41

@Chasseur: "Das ist nicht unser Kreuzzug. Deshalb sollte Merz sich ein Beispiel an Spanien nehmen und den USA die Nutzung von Militärbasen in D und die Überflugrechte untersagen.“ Wär interessant, was dann geschähe. Die USA würden sich, anders als bei Spanien (und Schweiz, die sich dem Boykott gegen USA formal anschloss), einfach nicht daran halten. Was dann? Ramstein das Wasser und den Strom etc. abstellen? Endlich erkennte man, wie souverän D wirklich ist, Feindstaat -Klausel hin oder her. Aber Merz hat keine Eier.
@MD: Das "Gott sei Dank gibt’s noch Putin“ war ironisch gemeint. Dachte, das wäre klar. @Lau weißt auf Entscheidendes hin: Man kann nur verlieren, wenn Rakete od. Munition, die Was abschießt teurer ist als das Etwas. Wir müssen zurück zu billiger Munition & billigen Waffen. Allein an den immensen Ausgaben für seine dummen Kriege wird der Westen gegenüber dem Osten (Iran, Russland, China) scheitern.  

Franz Bettinger

18. März 2026 17:42

Irgendwie erinnert dieser Überfall auf den Iran an Napoleons Feldzug gegen die Russen. Er stand Sieges-taumelig im leeren Moskau, und der Gegner war weg. Die Russen spielten ihr eigenes Spiel. Das Ende kennen wir. 

Waldgaenger aus Schwaben

18. März 2026 17:44

Nicht unser Kreuzzug, aber unser Krieg. Deutschland hat ein überragendes Interesse daran, dass die Straße von Hormus bald wieder frei wird. Über das ÖL ist genug geschrieben. Auf achgut war schon vor gut einer Woche zu lesen, dass 30% des weltweit produzierten Stickstoffdüngers durch diese Meerenge geht. Vor ein paar Tagen war es in der Tagesschau. Das energieintensive Haber-Bosch-Verfahren, wird in den Golfstaaten zur Herstellung dieses Düngers verwendet, weil es dort billiges Erdgas gibt.  Es ist ebenfalls in deutschem Interesse, dass der Iran sein angereichertes Uran vernichtet oder abgibt. Es ist in deutschem Interesse, dass keine Flüchtlingswellen auf Europa zu rollen. Ein Sezession-Autor kann seinen verständlichen Antipathien gegen Hegseth und Trumph freien Lauf lassen. Aber vom deutschen Bundeskanzler hätte ich erwartet, dass er seine persönlichen Animositäten hinten anstellt und nicht wie eine 15jährige Pubertierende rumzickt, sondern überlegt, was Deutschland zum baldigen Ende des Krieges beitragen kann. Schlau war der Angriff auf den Iran vielleicht nicht, aber jetzt ist die Lage, wie sie ist. 

Laurenz

18. März 2026 17:48

Habe hier mal eine relativ frische ARTE-Doku als Vorschlag, die den Anglo-Amerikanischen Putsch gegen Mossadegh im Iran in 1953 beschreibt, die Urkatastrophe im Mittleren Osten. Mossadegh war Nationalist & einer der ersten Regierungschefs überhaupt, die Israel anerkannten. https://youtu.be/A85Mra2urBw Dieses vor allem geheimdienstliche Britische Narrativ deckt im Grunde die (amoralische) Systemik aller Britischen Kriege & Regime-Wechsel auf, auch die der Welt-Kriege gegen Deutschland.

nom de guerre

18. März 2026 18:30

@ Le Chasseur Die Dame meinte ich, vielen Dank für Ihre Einschätzung.
@ Valjean72 "Vergleichen Sie einmal..." Nehme ich ähnlich wahr. Die iranischen Offiziellen, die man derzeit zu sehen bekommt, wirken im Allg. intelligent, ruhig und wie rational agierende Menschen. Der Kontrast zu anderen ist teilweise erschreckend.

ChristianB

18. März 2026 18:48

 Im Übrigen empfinde ich eine gewisse Fremdscham, wenn die Kriegstoten Deutschlands, der Opfergang des Landes 45 von Ihnen, aber auch von @ChristianB, derart verharmlost wird, wenn Dresden oder das, was an Deutschland begangen wurde, auch nur ansatzweise als Vergleich zu den Angriffen auf den Iran herangezogen wird.
Der Krieg ist ja auch erst 2 Wochen alt, die Mittel der Kriegsführung haben sich geändert und ich zumindest wünsche es den Iranern nicht, dass ihr Land so verwüstet wird wie das unsere. Gaza sieht aber den deutchen Städten nach dem Bombenterror nicht unähnlich. Ich hatte lediglich versucht, auf gewisse Parallelen hinzuweisen, was so die weltanschaulichen Konfliktlinien angeht. 
Der getötete Ayatollah war im Verglech zum -manche würden sagen - hoffentlich ebenso toten Netanjahu tatsächlich ein Heiliger, dessen Ruf von der westl. Hetzpresse zerstört wurde wie fortweilend auch deutsche Politiker, die aufgrund ihrer souveränistischen Politik angegriffen wurde. etc.pp.

Valjean72

18. März 2026 18:50

@Karl Otto:
 
Nachtrag: Weshalb überhaupt sollte der Iran hinter dem Anschlag auf ein jüdisches Kulturzentrum in Argentinien stehen? 
 
Die wenigsten in Deutschland werden es wissen, aber es gibt im Iran selbst Synagogen und jüdische Kulturzentren, z.B. die Yusuf-Abad-Synagoge in Teheran.
 
Und à propos Ungläubige: laut ChatGPT gibt es im Iran ca. 500 - 600 Kirchen. Ich selbst war vor über 15 Jahren in der sehr sehenswerten, armenisch-apostolischen Vank-Kathedrale in Isfahan.
 
 

heinrichbrueck

18. März 2026 19:14

"Dann hätte der Iran versuchen können, Israel von der Landkarte zu tilgen. Wäre weiten Teilen eben jener Rechten sicher nicht unwillkommen."
In diesen vorangegangenen Sätzen wird dem Iran unterstellt, er wäre zurückgeblieben oder behindert. Der Iran hat eine jahrtausendealte Geschichte und Kultur. Es ist auch klar, warum ein Marionettenregime ein besseres Geschäft wäre, oder wie lautet der Plan? Israel mit Atombomben anzugreifen bedeutet, 91 Millionen Iraner begehen einen kollektiven Selbstmord, um 10 Millionen zu beseitigen?
Der Iran hat mit über 91 Millionen Einwohnern eine fast zehnmal so große Bevölkerung wie Israel, das Anfang 2024 die Marke von 10 Millionen Einwohnern überschritten hat. Es wird erwartet, daß die Bevölkerung in Israel weiter wächst und bis 2050 ca. 15,7 Millionen Menschen erreicht. Der Iran erlebt einen der schnellsten demografischen Übergänge weltweit. Die Geburtenrate ist von fast 5 Kindern pro Frau im Jahr 1990 auf schätzungsweise 1,5 im Jahr 2025 gesunken. Nach 2050 könnte die Bevölkerung massiv abnehmen. Extreme Szenarien prognostizieren sogar eine Halbierung der Einwohnerzahl bis zum Jahr 2100 auf ca. 42 Millionen, falls die Geburtenrate nicht steigt. 

Jupp Koschinsky

18. März 2026 20:10

zu Karl Otto ("Die Mullahs unterstützen seit ihrer Machtübernahme den Islamismus in der ganzen Welt, egal ob sunnitisch oder schiitisch. ...  In Deutschland gibt es den Muslim-Markt, der die Ideologie der iranischen Führung vertritt: https://de.wikipedia.org/wiki/Muslim-Markt. ..."): Warum verweisen Sie nicht direkt auf https://www.muslim-markt-forum.de/f2-Religion-Politik-im-Islam.html , damit sich jeder selbst sein Bild machen kann? Weil wikipedia so seriös ist? 
Zu Carsten Lucke ("Ich warte seit einigen Tagen vergebens auf eine professionelle und objektive Einschätzung der Lage im Iran - doch hoppla : Da sind ja die zahlreichen Experten hier im Kommentariat ! Hätte ich beinahe vergessen.") Wie wäre es damit: https://zgif.ch/2026/03/17/unser-bild-vom-iran-ist-das-ergebnisvon-ueber-40-jahren-us-amerikanischer-desinformation/

Sandstein

18. März 2026 20:26

Es ist doch völlig unerheblich was der ein oder andere Vielschreiber hier von sich gibt. Zur Auffrischung sei dieser Artikel empfohlen:

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/syrien-und-ihr-denkt-es-geht-um-einen-diktator-11830492.html

 

Gracchus

18. März 2026 20:47

@RMH: Na ja, ich finde es etwas billig, den Beitrag auf des Autors Antipathien gegen Hegseth zu reduzieren. 
Mir stößt dieses Gebaren und diese blasphemische Rhetorik ebenfalls auf.
Wie sich bereits nach wenigen Tagen angedeutet hat, erweist sich die Aktion mehr und mehr ald Desaster, insbesondere für Trump und die USA. Einige im Forum machen sich da noch Illusionen - obwohl weit und breit kein Plan und keine Strategie erkennbar ist.
Was - bitte sehr@Usrael-Fans - soll den dabei herauskommen?
Wahrscheinlich wird das sich anbahnende Desaster dem Rechtspopulismus weltweit einen Dämpfer verpassen.

RMH

18. März 2026 20:54

Bin hier mal wieder bei Majestyk, Rheinländer, Waldgänger und Laurenz. Natürlich haben die Iraner eine uralte & großartige Kultur. Jeden, den ich kenne, der mal dort war, berichtet von echter Gastfreundlichkeit etc. Aber leider haben die Iraner es seit 79 nicht geschafft, diese Baukran-Missbraucher los zu werden & im Ergebnis sind bereits bis zu 6 Mio Iraner abgehauen. Das Kind ist m. M. n. auch nicht erst mit Mossadegh in den Brunnen gefallen, sondern bereits, als die Briten & die UdSSR sich den Iran im WKII aufgeteilt haben, damit die Beziehungen zu D nicht zu eng werden & der Nachschubweg in die UdSSR gesichert ist. Aus meiner Sicht ist es  - gut, dann bin ich eben "naiv" - in der Situation jetzt, wo der Krieg seit etwas über 2 Wochen läuft, besser, Israel & die USA können das Ding in den nächsten 4 Wochen beenden. Lieber ein Ende mit Schrecken, als Schrecken ohne Ende. Am Ende wird D & die Welt davon massiv profitieren. Ich definiere mithin das deutsche Interesse so, dass der Krieg jetzt da ist (kraft des Faktischen!), wir darüber nicht mehr lamentieren brauchen & das ein rasches Obsiegen der Angreifer hier besser für D ist, als ein Durchhalten des Irans. Also, Sorry Mullahs, ihr hattet eine klare Chance auf einen deal mit Trump. Chance vertan ... jetzt ist es besser, ihr verliert.

Marcus AC Severus

18. März 2026 21:18

Das Thema ist schwer und komplex.
Würde zumindest Kontinentaleropa zusammenhalten, bräuchten wir die USA nicht.
Aber so wie die Dinge laufen kann man sich als Deutschland einfach raushalten? Was ist mit den US-Basen in Deutschland? Wir sind längst Teil des Angriffs auf den Iran... 

Valjean72

18. März 2026 21:26

@nom de guerre: "Der Kontrast zu anderen ist teilweise erschreckend."
---
Und das bleibt ausserhalb der Blase der westlichen Mainstream-Medien nicht unverborgen. Somit verspielt der "Westen" auch auf diesem Gebiet viel an Ansehen.
 
@ChristianB: 
 
Es ist tatsächlich bitter, dass so viele bundesdeutsche Rechts-Konservative historisch wenig gebildet sind und keine Parallelen erkennen können (oder erkennen wollen), zwischen der verzerrten Darstellung von als Feinden des Westens ausgemachter Staatsführer unserer Zeit, mit der anti-deutschen Propaganda der West-Feinde Deutschlands im 1.WK. (hier, hier).
 

Blue Angel

18. März 2026 22:03

@Karl Otto: Ich weiß nicht wie Sie darauf kommen, "die Mullahs" hätten "ein Problem mit Assad" gehabt. Es ist jedenfalls grundfalsch.  -  Mit der Katastrophe der planmäßig von denselben Akteuren wie beim aktuellen Angriffskrieg durchgeführten Zerstörung Syriens habe ich mich seit ca. 2011 intensiv beschäftigt. Dabei auch viel über den Iran - und selbigen respektieren und schätzen gelernt.
Syrien war das vorletzte Land im ME wo religiöse Minderheiten sicher leben und ihre Religion praktizieren konnten, m. W. ist der Iran jetzt das einzige. Es ist gräßlich und erschreckend wie unwissend und vollmundig viele im Land 1:1 vorgegebene Globalistenpropaganda repetieren. 
Deutsches Interesse: Souveränität und Sicherheit in einer multipolaren Weltordnung, die es unter Globalistenherschaft nie geben wird. Eine Zukunft für unsere Kinder und Enkel statt Hunger und Elend, die sie infolge dieses Angriffskriegs erleben werden.

Laurenz

18. März 2026 22:31

@Valjean72 @Karl Otto ... Es ist zwar richtig, daß es auch 1979 & in den Folgejahren eine Jüdische Gemeinde im Iran von ca. 30k Migliedern gab, die einen festen Abgeordneten im Parlament haben, aber die Zahl ist heutezutage auf unter 5k gefallen, also quasi nicht mehr existent. Auch, wenn der Teilnehmer @Jupp Koschinsky eine alternative Sicht der Dinge aufzeigen will, so läßt sich nicht leugnen, daß der Iran einen teuren ideologischen Krieg gegen Israel führt(e) & versuchte, den Schiitischen Halbmond zu reimplementieren, ein extrem teures Unterfangen. Es gibt aber in Ägypten, Israel, Libanon, Jordanien & Syrien nicht wirklich was zu holen, bis auf die geostrategische Lage am Rand des Östlichen Mittelmeers & dem Roten Meer. Wo soll der Return für den ideologischen Krieg des Iran herkommen? Das ist mit ein Grund, warum die Russen aufgaben, schlechtem Geld in Syrien gutes hinterherzuwerfen. Das Türkisch Sunnitische Interesse in Syrien war dem des Irans in Syrien überlegen, obwohl sich auch die Türken den teuren Krieg zuhause, im Norden Iraks, Syrien & in Libyen nicht wirklich leisten können. Die Reconquista MSs bei uns, ist dieselbe, wie die Isabella von Kastiliens (über 800 Jahre), Prinz Eugens & die Israels heute. Würde mir bei allen Teilnehmer einfach mal mehr historisches Bewußtsein wünschen. Oder hat Bill Warner Recht? "Why we are afraid?" https://youtu.be/cabcu9qMbZ0

Gracchus

18. März 2026 22:42

Die Diskussion hier zeigt das nicht geringe Spaltungspotential zwischen echten Rechten (oder echter Opposition) und "rechten" "Westextremen" (Shlomo) oder höflicher: Wertewestlern. Leider ist bei den Wertewestlern nicht nur die Werte-Agenda verrutscht, auch Urteilsvermögen und Logik sind kurz mal suspendiert. Wertewestler scheinen der Ansicht zu sein, die Islamisierung Europas werde am Effektivsten verhindert, wenn irgendwie islamische Länder bombardiert werden. Dass in Syrien und Afghanistan nun islamische Regime am Ruder sind, ficht sie nicht an. Der katastrophale Bürgerkrieg in Libyen ficht sie auch nicht. So einiges ficht sie nicht an - nein, USA und Israel sind die Garanten für Frieden und Sicherheit im Nahen Osten!

Rheinlaender

18. März 2026 22:57

@Jupp Koschinsky
Herr Baud begeht im Zuge seines Versuchs, das Geschehen im Nahen Osten in ein moralisches Interpretationsschema zu pressen, schwerwiegende analytische Fehler, weil er hier nur sieht, was er sehen will. Eine tragfähige Lagebeurteilung kann man darauf nicht aufbauen, was er als Oberst eigentlich wissen müsste. Moralismus macht in solchen Fragen blind. Dass die Hizbollah z.B. eine "Widerstandsorganisation zu Gunsten der lokalen Bevölkerung" sei, sieht die übergroße Mehrheit von Sunniten und Maroniten im Libanon eindeutig anders. Die Vorstellung, dass die Hizbollah "sich als militärische Organisation auflösen" werde, wenn die Israelis sich z.B. vom Gebiet der Schebaa-Farmen zurückziehen, zeugt zudem von Naivität. Die Hizbollah verdankt ihre Stellung im innerlibanesischen Machtgefüge wesentlich ihrer militärischen Stärke und wird diese unabhängig vom Verhalten der Israelis nicht freiwillig aufgeben. Naiv wirkt auch der Verweis auf eine über 20 Jahre alte Fatwa Khameneis bzgl. Nuklearwaffen, wobei Baud auch nicht zu wissen scheint, was eine Fatwa eigentlich ist. Diese ist im wesentlichen eine Aussage zur Anwendung islamischen Rechts in einem bestimmten Fall seitens einer entsprechenden Autorität, die im schiitischen Islam zwar als bindend gilt, aber anders ausfallen kann, wenn der betrachtete Fall sich ändert.

ede

18. März 2026 23:46

Der Kommentar von @Stullkowski leuchtet mir ein.
Verstehen sollte Vorrang vor moralischen Betrachtungen haben. 
Das gilt für die Kriege in der Ukraine und im Iran nicht anders als für die Kriege gegen Deutschland. 
Ganz sicher ist aber die Nähe von Hegseth zu irgendwelchen Sekten oder seine Tattoos nicht kriegsauslösend. 
Unabhängig von Antipathie gg Netanjahu, oder dem vermutlichen Einfluß Israels auf die amerikanische Politik, sollte man sich schon eine Situation vorstellen in der das Mullah-Persien Israel in einem zweifellos nuklearen Schlagabtausch ausgeschaltet hätte. Dann würden die Golfstaaten und Saudis ebenfalls fallen.
Wem das alles zu theoretisch hergeholt vorkommt, sollte sich nochmal die Anfangsphase des deutsch-sowjetischen Kriegs in Erinnerung rufen. Insbes. Disloziierung der sowjetischen Truppen, Mannerheim Mitschnitt etc. 

Kurativ

18. März 2026 23:58

Geht es uns besser oder schlechter, wenn die USA und/oder Israel mal wieder Grenzen in der Gegend dort unten überschreiten? 
Und wir stellen auch noch deutsches Staatsgebiet bereit. Nach dem Angriff auf North Stream ein Witz.
Der heimtückische Stil wirkt auch abstoßend und unehrenhaft seit den Ermordungen von Sulemani oder der Tochter von Dugin. Das ist nicht meine Sache.
Parallelen zu Russland/Ukraine sind kaum erkennbar. Die Kräfteverteilungen sind nicht vergleichbar.
Zu Libanon und Gaza kann man anderer Meinung sein. Die sind Naheliegend. Die Art und Weise ist auch hier unehrenhaft vom Westen/Israel geführt.

Gracchus

19. März 2026 00:04

@Waldgänger: Das einfachste Mittel, die Strasse von Hormuz frei zu kriegen, wäre wohl, mit dem Bomben erst gar nicht angefangen zu haben, das heißt mit dem Bomben aufzuhören. Wie stellen Sie sich vor, die Strasse von Hormuz freizukriegen? Indem die Bundeswehr mit Bodentruppen im Iran einmarschiert?
Ohne Bomben = keine Flüchtlingsströme nach Europa - was ist so schwer daran zu begreifen?
Woher wissen Sie das mit der "Urananreicherung". Seit Jahrzehnten soll der Iran kurz vor einer Atombombe stehen. Dass es sich um Propaganda handeln könnte, kommt Ihnen nicht in den Sinn?

dojon86

19. März 2026 07:24

Hinter der Islamisierung Deutschlands und ganz Westeuropas steckt nicht der Iran. Begonnen hat es in Deutschland mit einer amerikanischen Einflussnahme und der Gier unserer Eliten nach billigen Arbeitskräften. Begonnen hat es mit der Zerstörung der eigenen Kultur und Ersetzung durch eine billige Amerikanisierung. Doppelverdienertum und Feminismus (letzterer auch von den USA importiert) zerstörte die Familien und mithin die Geburtenrate. Ich kann mich noch an die Zeiten von WikiLeaks (Julian Assange) erinnern. Da las ich auch ein Dokument der US Botschaft Paris, wonach es in US Interesse sei, die Multikulturalisierung zu fördern. Der Iran hat seit Jahren eine Geburtenrate unter dem Reproduktionsniveau. (Quelle CIA Länderkunde, ist leicht zu googeln) Von dort kommen keine Einwanderermassen. Die kommen, wie @LeChasseur richtig festgestellt hat, aus sunnitische Regionen, aus Syrien, Pakistan, Ägypten, Nordafrika und zunehmend aus den Ländern südlich der Sahara. Medial gefördert wird das von den Globalisten. Und wo sitzen deren Köpfe ? In den USA, bei uns und am arabischen Golf. Das sich Moslems in unserer Gesellschaft nicht integrieren, war spätestens seit der 68ger Kulturrevolution abzusehen. In eine atomisierte Gesellschaft kann man sich nicht integrieren. Wozu auch. Man gäbe seine Gruppe auf und erhielte was ?

RMH

19. März 2026 08:01

Werte Debattengemeinde, es gibt 2 Möglichkeiten, über das Thema zu diskutieren. Die eine zeichnet sich dadurch aus, dass sie jetzt, wo der Krieg voll im Gange ist, zunächst einmal alle Ursachen bis ins Detail aufdröseln muss & Entscheidungen debattiert, wo man faktisch gar nicht mitentscheiden kann & die andere ist es, pragmatisch darüber zu sprechen, wie geht man jetzt, wo ganz andere bereits längstens den Rubikon überschritten haben & der Iran versucht, den Krieg zu exportieren (die Treffer auf Gas-& Ölanlagen sind ganz offensichtlich nicht Angriffe auf US-Basen), damit um. Ich bin für die 2te Möglichkeit & wenn ich Merz wäre, würde ich keine Krokodilstränen verdrücken sondern 2 Optionen abwägen: Option 1, die spanische Variante, also keine Nutzung von Basen etc. (ob das in der Realität von Spanien tatsächlich so durchgezogen wird, wie angekündigt, wer weiß, aber darum soll es erst einmal nicht gehen) oder Option 2, weitermachen wie im letzten Jahr, anerkennen, dass andere die "Drecksarbeit" machen, statt zu heucheln, wie jetzt. Die Straße von Hormus gehört meiner Meinung nach militärisch internationalisiert, sprich, Waffenverbotszone 100km darum herum, Blauhelme, die beobachten etc.

RMH

19. März 2026 08:14

1 Mal eine grundsätzliche Frage:
Warum stellen sich Debatten über Kriege meist so recht simpel dar, auch wenn sie zumeist mit tausend Details, links zu anderen Quellen etc., garniert werden?
Es ist wie bei RUS & UKR, da gibt es offenbar nur gut & böse, wer was gegen RUS sagt, ist russophob, wer was gegen die UKR sagt, ist Putinist & Unterstützer des Aggressors etc. Beim Iran Thema entwickelt es sich gerade ähnlich.
 

RMH

19. März 2026 08:15

2. Der jetzige Krieg ist die Fortsetzung von den bereits im letzten Jahr beg. Angriffen, mithin nichts wirklich Neues. Er stand seit 79 auf der Agenda aller (!) US-Administrationen & der Iran hat den Feind von außen für den inneren Machtausbau wohlfeil ausgenutzt, D hat auch hier seit fast 47 Jahren gezeigt, dass es eine diplomatische & außenpolit Nullnummer ist, dann all die tausenden von Verhandlungsrunden fanden meist auch gar nicht mit dt. Beteiligung statt & am Ende denkt man, alles für die Katz. Warum dann also wieder einmal das schwarz-weiß Spiel? Israel & USA machen dass, was sie schon immer tun wollten & der Iran das, was er auch schon immer machen wollte, wobei er in der Situation ist, dass ihm das Führungspersonal weggebombt wird. Warum sollte man hier überhaupt sich über Pragmatismus hinaus positionieren Daher: Was wohl das beste ist, wenn es zur Schlägerei kommt & man eigentlich mit 2 der Teilnehmer seit Jahrzehnten verbündet ist, wirtschaftliche Verflechtungen hat etc. - da habe ich natürlich auch keine Lösung, aber die, welche von Merz mit Unterstützung der AfD durch Chrupalla aktuell verkauft wird, halte ich für zweifelhaft.

Valjean72

19. März 2026 08:45

(1/2) Nachfolgend eine Übersetzung von Auszügen des Kündigungsschreibens von Joe Kent an Präsident Trump:
 
"Ich kann den andauernden Krieg im Iran nicht guten Gewissens unterstützen. Iran stellte keine unmittelbare Bedrohung für unsere Nation dar, und es ist klar, dass wir diesen Krieg aufgrund von Druck aus Israel und seiner mächtigen amerikanischen Lobby begonnen haben.
 
Ich unterstütze die Werte und die Außenpolitik, für die Sie in den Jahren 2016, 2020 und 2024 Wahlkampf gemacht haben und die Sie in Ihrer ersten Amtszeit umgesetzt haben. Bis Juni 2025 haben Sie verstanden, dass die Kriege im Nahen Osten eine Falle waren, die Amerika die wertvollen Leben unserer Patrioten gekostet und den Wohlstand und die Prosperität unserer Nation erschöpft haben."
 
"... Das war eine Lüge und ist dieselbe Taktik, die die Israelis verwendeten, um uns in den katastrophalen Irakkrieg hineinzuziehen, der unsere Nation das Leben von Tausenden unserer besten Männer und Frauen gekostet hat. Wir dürfen diesen Fehler nicht noch einmal machen. Als Veteran, der elfmal in Kampfeinsätze entsandt wurde, und als Gold-Star-Ehemann, der seine geliebte Frau Shannon in einem von Israel verursachten Krieg verloren hat, kann ich nicht unterstützen, die nächste Generation in einen Krieg zu schicken, der weder dem amerikanischen Volk einen Nutzen bringt noch die Kosten an amerikanischen Menschenleben rechtfertigt.
 
Ich bete, dass Sie darüber nachdenken, was wir im Iran tun und für wen wir es tun. Jetzt ist die Zeit für entschlossenes Handeln. Sie können den Kurs ändern und einen neuen Weg für unsere Nation einschlagen, oder Sie können zulassen, dass wir weiter in Richtung Niedergang und Chaos abrutschen. Sie halten die Karten in der Hand."

Le Chasseur

19. März 2026 08:46

@RMH 
"Also, Sorry Mullahs, ihr hattet eine klare Chance auf einen deal mit Trump."
Die Amis hatten nie die Absicht, mit dem Iran einen "Deal" auszuhandeln. Es geht bei dem Krieg auch nicht darum, ob der Iran die Atombombe bekommt oder nicht ( wahrscheinlich stellt er sie jetzt gerade fertig). Und um Menschenrechte und Demokratie geht es selbstverständlich auch nicht.
P.S.: Ich hoffe auf einen Sieg des Irans.

RWDS

19. März 2026 08:51

Hegseth ist "highly entertaining" (und nur darum geht's im Jahr 2026 in dieser Clownwelt).

Rheinlaender

19. März 2026 08:59

@RMH
"Warum stellen sich Debatten über Kriege meist so recht simpel dar, auch wenn sie zumeist mit tausend Details, links zu anderen Quellen etc., garniert werden?"
Das Problem ist auch aus anderem Kontext bekannt. Der Deutsche ist seinem Wesen nach scheinbar Idealist und Moralist und kann zunächst gar nicht anders, als das Geschehen mit dem Fillter großer moralischer Prinzipien wahrzunehmen und trennscharf abgegrenzte Rollen von Gut und Böse zuzuweisen, um sich dann auf die Seite des Guten zu stellen und alle weiteren Informationen entsprechend zu filtern. Strategisches Denken liegt dem Deutschen nicht.

das kapital

19. März 2026 09:06

@Sandstein Die meisten werden nicht die Gelegenheit haben, Bezahlartikel zu lesen. Vielleicht mal eine kurze Zusammenfassung. /// Mit ist durchaus nicht egal, was wenig, gelegentlich oder Vielschreiber hier anmerken. Ihnen hoffentlich auch nicht so sehr, wie Sie behaupten.///   @ RMG zur Grundsatzfrage Wir sind von einer bipolaren Welt geprägt, obwohl sie längst (wieder) multipolar ist. Bis 1492 war sie zutiefst multipolar. Dass zwischen Portugal und Indien noch ein Riesenkontinent der Schifffahrt im Wege war, wusste in Europa keiner. Dann kam das europäische Zeitalter grob bis zum Ende des zweiten Weltkriegs. Danach hat die ehemalige europäische Kolonie Nordamerika Europa abgelöst. Jetzt wird sie selbst abgelöst. Unser Denken und Handeln und ihres ist immer noch bipolar. Beim Menschen ist die bipolare Persönlichkeitsstörung klar beschrieben, bei Staaten und Gesellschaften wird diese Persönlichkeitsstörung allen aufgezwungen."Wir sind die Guten, die sind die Bösen." Nein ! Wir ! Wir ! Wir ! Gesellschaftliche Spaltung durch den Krieg gegen Rechts. Weltweite Spaltung durch NATO und Co. Die Zerstörungskraft der NATO, wie sie nach dem 2. Weltkrieg aufgebaut worden ist, wird weiter skrupellos und rücksichtslos eingesetzt. Nordstream sprengen und die Gasfelder im Iran. Weil es kein starkes Gegengewicht mehr gab, dass wird gerade erst durch die BRICS Staaten aufgebaut, ist die Welt des Schreckens aus dem Gleichgewicht geraten.

Rheinlaender

19. März 2026 09:09

Interessant dazu ist das deutsche Schriftgut zum Beginn des Ersten Weltkriegs. Auch ansonsten kluge Köpfe wirken hier geradezu betrunken von moralischen Gefühlen. Eine Ausnahme war Arthur Dix, der sich im Griff hatte und durchrechnete, wer die globalen Handels- und Kommunikationswege kontrolliert und welche militärischen Potenziale sich daraus ergeben.

Laurenz

19. März 2026 09:14

@Le Chasseur @RMH ... Ich hoffe auf einen Sieg Israels, auch, wenn ich nicht an diesen glaube. Im Iran herrscht eine Nomadenreligion über Seßhafte. Sie leugnen damit unseren eigenen Kulturkampf, unser eigenes absehbares Schicksal. Wie Sie sehen, lese ich Ihre Kommentare & überdenke sie. Sie, hingegen, haben kein Interesse an einer Erweiterung Ihres Horizonts, sonst würde Sie ja auf andere Sichtweisen eingehen. Der Ukraine-, wie der Iran-Krieg sind im Grunde nebensächlich & bilden bloß die Plattform einer fundamentalen Auseinandersetzung im Westen selbst, zwischen der informellen sozialistisch organisierten Nachkriegs-Industriepolitik & ihrer Gegner. Wie die Kriege gegen Deutschland, werden die aktuellen Kriege wieder am Fließband gewonnen oder verloren. Es ist der historisch fundamentale Konflikt zwischen Albert Speer & eingesessenen Indrustriemagnaten. Obwohl der Fachmann weiß, daß Rußland & China an der Werkbank gewinnen, haben die alten Industriemagnaten im Westen noch die Oberhand. Hier geht es also auch nur um die Intensität des Schmerzes in der geopolitischen Realität, die über Veränderungen des Zeitgeistes oder nicht bestimmt.

das kapital

19. März 2026 09:20

@ Le Chasseur Die Jäger und Gejagten ... /// Sie sagen ein wenig provokant, dass Sie auf einen Sieg des Iran hoffen. Der hat aber schon seine ganz eigene Geopolitik. "Wir machen Israel platt mithilfe von Hamas Hisbollah und Huthis" kann und darf aber auch genauso wenig das letzte Wort sein, wie die Brandstiftung made by Zionism and USA. /// Die USA haben seit 1990 ein Höllenfeuer nach dem anderen entfacht und sind bisher weitgehend ungestraft dabei davongekommen. Die haben Nordstream gesprengt. Deutschland war nicht in der Lage, weder militärisch noch politisch, es den Amis mit gleicher Münze heimzuzahlen. Die haben den Krieg in der Ukraine geschürt und so Europa in einen unfriedlichen Ort verwandelt. Mal wieder. Weder Syrien noch Lybien noch dem Irak geht es besser durch die us amerikanischen und zionistischen Höllenfeuer. /// Wenn Russland den völkerrechtswidrigen Krieg in der Ukraine binnen 4 Wochen gewonnen hätte, dann ginge es den Ukrainern besser, Deutschland besser und ganz Europa besser. Wenn die Amis nicht am Maidan und danach provoziert hätten, wäre das auch besser. Jetzt stiften Zionisten und Amis noch zusätzlich Krieg am Persischen Golf. Sie treffen China und vernichten Europa. 

Valjean72

19. März 2026 09:22

@RMH: "Also, Sorry Mullahs, ihr hattet eine klare Chance auf einen deal mit Trump. Chance vertan ... jetzt ist es besser, ihr verliert."
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Der Angriff von USrael auf den Iran am 28. Feb. erfolgte während laufender Verhandlungen.
 
CBSnews titelte am 27. Feb.:
"U.S.-Iran deal is "within our reach," Omani mediator says
Negotiators from the U.S. and Iran have made "substantial progress" toward a deal to curb Iran's nuclear program, Omani Foreign Minister Badr Albusaidi told CBS News on Friday, as President Trump considers strikes on Iran.
... And Iran is willing to grant inspectors from the U.N.'s International Atomic Energy Agency "full access" to its nuclear sites to verify the terms of the deal, said Albusaidi."
 
(Quelle: hier)
 
Also, die Verhandlungen ware noch nicht abgeschlossen und laut dem Vermittler, dem Aussenminister des Oman, wurden bereits substanzielle Fortschritte erzielt. Der Iran war zu weitreichenden Konzessionen bereit, so dass ein Übereinkommen in Reichweite war. Tags darauf erfolgte der heimtückische Angriff von USrael auf den Iran.
 
Nein, die "Mullahs" hatten keine Chance auf einen Deal, da die andere Seite gar keinen Deal wollte, sondern Krieg.

Le Chasseur

19. März 2026 09:28

200 Milliarden mehr für den militärisch-industriellen Komplex der USA: https://www.reuters.com/world/us/pentagon-seeks-more-than-200-billion-budget-request-iran-war-washington-post-2026-03-18/
Alles läuft nach Plan. 

Rheinlaender

19. März 2026 09:28

@Le Chasseur
Welche Gründe gäbe es aus der Perspektive der nationalen Interessen Deutschlands, einen Sieg des Iran für wünschenswert zu halten? 

Waldgaenger aus Schwaben

19. März 2026 09:37

@Graccus Die Bundeswehr könnte Minenräumer schicken; Katar bei der Luftabwehr unterstützen; Im Roten Meer bei der Sicherung gegen die Huthi-Rebellen helfen, damit der Suezkanal nicht auch noch blockiert wird; Fregatten zum Begleitschutz senden. An direkten Angriffen auf den Iran sollte sich Deutschland nicht beteiligen. Können Sie sich vorstellen, was es bedeutet, wenn jetzt im Frühjahr Dünger fehlt. Bei uns wird niemand verhungern, wenn die Lebensmittel um 30% teuerer werden, aber in Pakistan, Bangladesh, Afrika werden vielleicht neue Fluchtbewegungen ausgelöst. Man könnte diese Menschen auch nicht in Lagern vor Ort versorgen. Wenn Lebenmittel weltweit fehlen, weil die Ernten geringer ausfallen, bedeutet das Hungerkatastrophen. Das kann niemand wollen. Wahrscheinlich ist Trump schlichtweg ein Idiot. Wir werden und wurden auch von intellektuellen Minderleistern regiert (schärfere Ausdrücke vermeide ich, um dem Hausherrn keinen Ärger zu bescheren).  Ändert aber alles nichts daran dass wir jetzt alles für uns mögliche tun müssen, um die hochgradig arbeitsteilige Weltwirtschaft am Laufen zu halten.

Ein gebuertiger Hesse

19. März 2026 09:54

Raushalten aus all dem soweit es geht. Nichts anderes kann für Deutschland die Devise sein. Da liegt Wiggo Mann - danke für den Aufsatz - ganz richtig.
Auch sollte die Ausweitung dieses "soweit es geht" hohe Priorität für die AfD haben.

Franz Bettinger

19. März 2026 09:57

@RMH meint, die Straße von Hormus gehöre militärisch internationalisiert. - Warum nicht gleich alles Öl der Welt internationalisieren, oder wenigstens das Öl im Nahen Osten? Warum nicht Grönland & die Antarktis? Es ist doch nur ein elender Zufall, dass die 3. Welt da auf den Gas- und Öl-Feldern rum springt, die der Westen erst exploriert, & zugänglich gemacht hat. Ach, wieso nicht den guten alten Kolonialismus wiederbeleben? (Ironie off) Es ist mir selten leichter gefallen als beim Krieg gg den Iran auf Irans Seite zu stehen. Wo sind die Groß-Demos (von Links bis Rechts zusammen mit "unseren" Moslems in Berlin und vor Ramstein? Wo sind die "Ami-go-home“ Plakate? 

Valjean72

19. März 2026 09:59

@Gracchus: "Wertewestler scheinen der Ansicht zu sein, die Islamisierung Europas werde am Effektivsten verhindert, wenn irgendwie islamische Länder bombardiert werden."
---
Das haben Sie treffend auf den Punkt gebracht und die frappante Irrationalität der Westextremen in diesem Zusammenhäng herausgeschält. 

Gracchus

19. März 2026 10:19

@RMH, Rheinländer: Es ist etwas infam, diejenigen, die den Angriff ablehnen, des Moralisierens zu bezichtigen, wenn der Angriff von dessen Befürwortern als moralisch geboten und jeder, der dagegen ist, als moralisch defizitär - als "Mullah-Apostel" - hingestellt wird, weil das Mullah-Regime das schlimmste der Welt sei. Bezeichnend ist, wie Norbert Bolz, der sonst reine Interessenpolitik verficht, bei Apollo-News redet. Im Übrigen spielt Moral auch bei Interessenpolitik eine Rolle (ich erspare mir weitere Ausführungen).
Davon ab: Die Hauptkritik ist doch, dass USA und Israel nicht wirklich einen Plan haben. Wie soll denn der Regime-Change vonstatten gehen? Das Mullah-Regime ist nicht gestürzt und wird es vermutlich in 4 Wochen nicht. Es wird m. E. übersehen, dass es sich bei den Mullahs um religiöse Führer handelt. Wer sollte übernehmen, wer hätte die Legitimität in Augen des iranischen Volks, um eine stabile Ordnung zu errichten? Diese Fragen können die Kriegsjubler nicht beantworten.
 

dojon86

19. März 2026 10:36

@Rheinländer Der Sieg des Iran, jetzt wo der Krieg begonnen würde, wäre nicht wünschenswert. Aber den Krieg zu beginnen, war an sich nicht wünschenswert. Potentiell wäre der Iran jene Gesellschaft, die sich im Nahen Osten am ehesten modernisieren ließe. Auch eher als die Türkei die man doch tatsächlich in die EU aufnehmen wollte. (Schon ersichtlich am Rückgang der Kinderzahl pro Frau im Iran was trotz Mullahs ein sicheres Indiz für eine Modernisierung der Gesellschaft ist) Mit diesem Krieg wird man aber eine Modernisierung wohl kaum erzwingen. Noch dazu, wenn man am ersten Tag irrtümlich eine Mädchenschule erwischt.

Adler und Drache

19. März 2026 10:38

Der aktuelle Iran-Krieg scheint mir nur eine weitere Phase des als "Great Game" bezeichneten, seit ca. Mitte des 19. Jahrhunderts (mit Unterbrechungen) sich ereignenden Kriegs um die Vorherrschaft in Asien. Noch basaler könnte man ihn dem grundsätzlichen Konflikt zwischen Ost und West zuordnen, wie er seit der Antike manchmal schwelt und manchmal herrscht (ausgeführt etwa bei Colin Ross, "Die Welt auf der Waage"). Also: nichts Neues. Was nützt uns nun diese Auskunft? Nun, vielleicht so viel: Als Europäer sind wir in gewissen Grundmustern gefangen, aus denen man kaum und wenn, dann wahrscheinlich nur für kurze Zeit aussteigen kann (und auch dafür ist ein Preis zu zahlen). Jeder Krieg zwischen Westens und Osten ist irgendwie auch "unser Krieg", so sehr wir ihn auch verabscheuen.
Wer die aktuelle heiße Phase begonnen hat, ist angesichts der historisch-geopolitischen Dynamik womöglich nachrangig. Ich denke, in den nächsten Jahren wird die Einsicht zunehmen, dass wir vielen Prozessen schlechthin ausgeliefert sind, und dass die Vorstellung eines frei nach Gusto wähl- und ausführbaren Managements eine große Selbsttäuschung ist.        

FranzJosef

19. März 2026 10:38

@Rheinlaender
"Welche Gründe gäbe es aus der Perspektive der nationalen Interessen Deutschlands, einen Sieg des Iran für wünschenswert zu halten?"
Das ist so eine typische Meinungsumfragen-Frage. Was soll das heißen "aus der Perspektive der nationalen Interessen Deutschlands"? Und was bedeutet "Sieg des Iran"?
Wenn ich jetzt z. B. schreiben würde, niedrige Benzinpreise seien im "nationalen Interesse", dann würden vermutlich viele einwenden: "Nein, darum geht es nicht! Es geht um ..." Und dann wird womöglich bedauert, dass die Bundeswehr keine Flotte hat, die die Straße von Hormuz-Blockade brechen kann. 
Das Verrückte ist ja, dass der Iran-Krieg nicht einmal im "nationalen Interesse" der Amerikaner ist. Trump kann ja nicht einmal ein Kriegsziel angeben! Die einzigen in den USA, die noch für den Krieg sind, scheinen die Boomer zu sein, die FoxNews gucken. Und natürlich die Israel-Lobby.
 

dojon86

19. März 2026 11:23

@RMH Zum Sprachgebrauch von Peter Hegseth. Ich bin Mitte 50 geboren. Mein Vater und ca. die Hälfte der Väter meiner Schulkollegen waren im Krieg. Sie erzählten selten vom Krieg, aber wenn sie unter sich waren durchaus häufiger. Ich spitzte die Ohren da ich auch als Kind fühlte, dass das ein heikles Thema war. Da war vom Iwan und vom Tommy die Rede aber niemals von Ratten. Zugegeben, das war auch der Nachkriegssprachgebrauch.

Kurativ

19. März 2026 12:15

Die Einmischung von USA und Israel haben Europa islamisiert.
Der Förderung des radikalen Islams mit Terrorismus ist eine Idee des Westens um in der eigensn Bevölkerung entsprechende Zustimmung für die dortigen Interventionen zu erreichen.
Der Islam in den ursprünglichen Ländern ist nicht unser Problem. Unser Problem ist der vom Westen gewollte radikale Islam im Westen

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