Kritik der Woche (78): Wie konnte das geschehen?

Gastbeitrag von Felix Dirsch

Götz Aly gilt als Außenseiter unter den Universitäts-Historikern. 2011 wurde ihm eine außerplanmäßige Professur an der Freien Universität Berlin verweigert.

Einer der Grün­de ist auf den Neid von Zunft­kol­le­gen über sei­ne publi­zis­ti­schen Erfol­ge zurück­zu­füh­ren. Von Alys Büchern erlang­te neben der hef­ti­gen Kri­tik an den Kul­tur­re­vo­lu­tio­nä­ren von 1968 (Unser Kampf) beson­ders sei­ne 2006 erschie­ne­ne Schrift Hit­lers Volks­staat Bekannt­heit. Die­se Publi­ka­ti­on ver­bin­det die ideo­lo­gi­schen Hin­ter­grün­de von Hit­lers Erobe­rungs- und Ras­se­krieg mit den viel­fäl­ti­gen Kon­zep­ten des natio­na­len Sozia­lis­mus, die für vie­le Zeit­ge­nos­sen ein attrak­ti­ves Zucker­brot dar­stell­ten. Kei­ne Gewalt­herr­schaft exis­tiert aus­schließ­lich auf der Basis von Unter­drü­ckung, son­dern muß zumin­dest Tei­len der Bevöl­ke­rung in der einen oder ande­ren Wei­se Zustim­mung abringen.

Sol­che Lini­en wer­den in der neu­es­ten, sehr mate­ri­al­rei­chen Dar­stel­lung noch­mals aus­ge­zo­gen. Man hat nicht zu Unrecht von der Krö­nung eines Lebens­werks gespro­chen. Wie konn­te das gesche­hen? liegt nun bereits in der ach­ten Auf­la­ge vor.

Aly nähert sich dem Objekt sei­ner For­schung aus einer lebens­welt­li­chen Per­spek­ti­ve. Im Mit­tel­punkt der facet­ten­rei­chen Arbeit, die vie­le Aus­sa­gen bekann­ter wie unbe­kann­ter Zeit­ge­nos­sen von 1933 bis 1945 anführt, steht eine detail­lier­te Aus­wer­tung der The­men­be­rei­che Finan­zen und Geld. Alys Leis­tung besteht nicht zuletzt in sei­ner Fähig­keit, Sta­tis­ti­ken, Ein­zel­fall­bei­spie­le und Zita­te in einer gro­ßen Syn­op­se zu ver­an­schau­li­chen. Auf die­se Wei­se gelingt es, ein­zel­ne Ereig­nis­se in über­grei­fen­de struk­tu­rel­le Zusam­men­hän­ge einzubetten.

Der Autor führt vie­le (oft auf­grund der feh­len­den zuver­läs­si­gen Mei­nungs­um­fra­gen indi­rek­te) Bele­ge für die wenigs­tens anfäng­lich gro­ße Zustim­mung der Bevöl­ke­rung an. So erge­ben im Juli 1933 noch kor­rekt abge­hal­te­ne Wah­len zu den pro­tes­tan­ti­schen Kir­chen­ge­mein­de­rä­ten einen Erfolg der Deut­schen Chris­ten in Höhe von 80%. Im Saar­land ent­schie­den sich rund neun von zehn Wäh­lern in der inter­na­tio­nal beauf­sich­tig­ten Wahl für die Anglie­de­rung an das Deut­sche Reich. Die Pro­pa­gan­da-Insze­nie­run­gen tru­gen nicht wenig dazu bei, eine voll­kom­me­ne Über­ein­stim­mung von Füh­rung und Volk zu suggerieren.

Der öko­no­mi­sche Auf­schwung im Lau­fe der 1930er Jah­re kam einer gro­ßen Zahl von Arbei­tern und Ange­stell­ten zugu­te. Die Sti­mu­lanz der Nach­fra­ge war vor allem staat­li­chen Kon­junk­tur­pro­gram­men, ins­be­son­de­re in der Rüs­tungs­in­dus­trie, zu ver­dan­ken. Beson­ders die rasch wach­sen­de Ver­schul­dung (ein­schließ­lich wäh­rungs­po­li­ti­scher Mani­pu­la­tio­nen, die auch inner­halb des NS-Appa­rats auf Wider­spruch stie­ßen) setz­te die Regie­rung unter Druck. Ein­zel­ne „Volks­ge­nos­sen“, die die (wenigs­tens beschei­de­ne) Ver­bes­se­rung ihres Lebens­stan­dards in der Regel regime­ge­wo­gen stimm­te, inter­es­sier­ten sich für makro­öko­no­mi­sche Mecha­nis­men im Hin­ter­grund eher wenig. Über poli­zei­li­che Will­kür­maß­nah­men sah man gern hinweg.

Die Begeis­te­rung über Kraft-durch-Freu­de-Pro­jek­te stieß nach 1945 öfters auf Unver­ständ­nis. Für vie­le jedoch, die in den Genuß sol­cher Ange­bo­te kamen, waren sie eine Unter­bre­chung des oft tris­ten All­ta­ges. Über­dies freu­ten sich die meis­ten über anfäng­li­che außen­po­li­ti­sche Erfol­ge. Die enor­me Beschleu­ni­gung und Ver­dich­tung der Zeit­er­eig­nis­se spiel­ten den Macht­ha­bern ent­schei­dend in die Hände.

Aly prä­sen­tiert vie­le Bei­spie­le für die NS-Herr­schaft als Auf­stiegs­ge­sell­schaft, die es schaff­te, einen Teil der Bevöl­ke­rung eben­so bru­tal aus­zu­gren­zen wie ande­re Tei­le in die „Volks­ge­mein­schaft“ zu inte­grie­ren. Ein eige­nes Kapi­tel ist der Gewin­nung der Bevöl­ke­rung mit­tels Unter­hal­tung, vor allem durch Film und Rund­funk, gewidmet.

In den Abschnit­ten über den Krieg wer­den beson­ders die mate­ri­el­len Vor­tei­le exem­pla­risch beleuch­tet, die Deut­sche in erheb­li­cher Zahl infol­ge der Raub­zü­ge der Wehr­macht erlan­gen konn­ten. Zu den Nutz­nie­ßern der Beu­te zähl­ten auch NS-Distan­zier­te wie Hein­rich Böll, Sophie Scholl und die Fami­lie des Autors. Dar­über hin­aus wer­den vie­le Erfah­rungs­be­rich­te von der Front ange­führt, die den Rezi­pi­en­ten aufwühlen.

Wenn­gleich man nicht alle Wer­tun­gen Alys tei­len muß, bie­tet der Autor wich­ti­ge Schlüs­sel zur Beant­wor­tung der Fra­ge: „Wie konn­te das gesche­hen?“ Mehr Annä­he­rung an die Wahr­heit denn auf sol­che Wei­se ist kaum vorstellbar.

Götz Aly: Wie konn­te das gesche­hen? Deutsch­land 1933 bis 1945,  768 S., 34 € – hier bestel­len

 

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Kommentare (85)

Freichrist343

19. März 2026 23:20

Rechtsextreme machen den Fehler, militaristisch, autoritär oder xenophob zu sein. Vernünftig war (oder ist) es, eine übermäßige Einwanderung oder die (damaligen) Corona-Zwangsmaßnahmen abzulehnen. Die AfD sollte ein Kapitalzinsverbot und ein Abtreibungsverbot fordern.
https://jlt343.wordpress.com

Laurenz

20. März 2026 02:05

Bei diesem Thema treten im Artikel wieder ökonomische Schwächen zutage. Auch bei einem auf Ökonomie ausgerichteten Historiker, wie Paul Kennedy, muß man extrem querlesen, um an die eigentliche ökonomische Faktenlage heranzukommen. Zitat.. "staatlichen Konjunkturprogrammen, insbesondere in der Rüstungsindustrie, zu verdanken." ... Es gab zwar Rüstungsprojekte, vor allem seit dem Münchner Abkommen, aber noch 1938 war das Rüstungsbudget des III. Reichs kleiner als das Frankreichs, also keine wirklich auf Fakten beruhende Formulierung FDs. Auf der ideologische Ebene war die ethnische Ausrichtung des Nationalsozialismus eine eher billige Adaption des Zionismus. Das ist doch offensichtlich. Logischerweise grenzt eine ethnische Staatspolitik alle jene aus, die nicht zur Ethnie gehören, überall. Im damaligen Zeitgeist war die gewaltsame politische Auseinandersetzung weltweit gesellschaftlich akzeptiert. Ist ja bei der Linken heute noch so. Mein jüngster Großonkel war als Schriftsetzer Kommunist, mit dem Maler Mathias Barz befeundet & daher auch Teil der Besucher im Cafe von "Mutter Ey" zu Düsseldorf. Besitze noch ein Portrait meines Onkels von Barz wohl 1934 gemalt. Barz brauchte damals Geld & mein Onkel gab es Ihm für das Portrait. Barz-Gemälde sind aber nicht wirklich was wert.

t.gygax

20. März 2026 08:15

" Raubzüge der Wehrmacht"...jaja, das musste wohl kommen. Stimmt mich trübe, weil dergleichen Nonsens hätte ich hier nicht erwartet.

RMH

20. März 2026 08:31

@Laurenz hat mit der Hinterfragung der These, dass der wirtschaftliche Aufschwung im III. Reich maßgeblich auf Rüstung beruht haben soll, recht. Diese These ist auch schon deutlich älter, als das Werk von Aly. Ich kann mich erinnern, sie bereits in der Schule gehört zu haben. Schaut man sich einmal die Rüstung im 3. Reich an, dann gab es zutreffend - nach der faktischen Entwaffnung durch Versailles - eine Aufrüstung. Die Aufrüstungspläne begannen aber schon deutlich vor der Machtergreifung. Wie so oft, haben die "Nazis" das Rad nicht neu erfunden. Wenn man dann aber sieht, wie weit die Rüstung 39 nur gediehen war & das die Einkassierung der Tschechei im Frühjahr 39 notwendig war, damit 39 überhaupt halbwegs was an Panzern da war, die nicht nur "leicht" waren, denn wird man stutzig. Bei der Machtergreifung Anfang 33 hatte Deutschland über 6 Mio Arbeitslose, bereits im Juli 35 war die Zahl auf ca 1,75 Mio gesunken. Alles durch Rüstung? Anno 39 hatte die Kreisgmarine gerade mal knapp 30 hochseefähige U-Boote, dass waren immer noch weniger, als die Royal Navy & die war bekanntermaßen nicht so U-Boot affin. Kurzum, ja, es gab eine Aufrüstung, aber der kleine Wohlstand, der so ab 35 nach unten durchkam, der hatte klar auch andere Ursachen.

RMH

20. März 2026 08:46

Anzumerken ist noch, dass Aly im wesentl. vermutlich die These, dass die Deutschen "auch" unter dem NS "gelitten" haben (= gesamtdeutscher Nachkriegsmythos), entkräften will. Das kann man tun & vielen ging es auch bis zum Einsetzen des Kreiges ganz gut, irgendwie schräg wird es dann aber, wenn man "das gut" gehen, sprich, ein Leben aus Arbeit, Familie & zur Abwechslung mal keine Sorgen haben, ob morgen auch noch die Teller voll sind, garniert mit der einen oder anderen Vergnügung, "Sommerfrische" auch für Arbeiter etc. zu einer Art Bejahung des NS hochstilisiert, mindestens aber den Vorwurf des dummen (=schuldhaften) Opportunismus klandestin bis offen erhebt, der ja die Verbrechen & den Krieg erst mit ermöglicht hat.  Unter diesem Gesichtspunkt ist ein Leben führen zu wollen, ohne Märtyrer oder besondere Nachteile zu haben, eigentlich immer verwerflich. So waren die (Ur-)Urgroßeltern ausnahmslos "Schuld" an Nazis & WKII & so wird jeder, der hier auch "nur" Arbeit, Familie, Urlaub etc. im Leben erreicht, eben "Schuld" an der Klimakatastrophe, dem Transhumanismus, den Kriegen um Res. auf der Welt sein. Ja, wenn alles so einfach ist, warum braucht es dann Bücher? Um den Menschen als erbsündig anzusehen, braucht es nur 1 Buch.

dojon86

20. März 2026 09:19

@t.gygax Sie haben durchaus recht. Der antideutsche Propagandatsunami der seit vielen Jahrzehnten durch die MSM und das Internet geht, ist widerwärtig. Dennoch ist die Feststellung Götz Alys vom Raubzug der Wehrmacht richtig. Ich kann mich noch an die bereinigte Wehrmachtsausstellung erinnern. Ich besuchte diese gemeinsam mit einem Freund, dessen Vater so wie meiner durch die längste Zeit des Krieges Soldat der Wehrmacht war. Beide Väter waren alles andere als links. Wir beide auch nicht. Nach der Besichtigung waren wir beide nicht gerade geschockt und mein Freund meinte, "Und darüber machen sie so ein Wasser !?!" Wir hatten beide von unseren Vätern die Ausstellung bestätigende Geschichten insbesondere über die Requirierungspraxis in der Ukraine gehört, eines Landes das schon zuvor durch die stalinsche Politik schwer geschädigt war. Kluge Nationalsozialisten, die wie so oft (auch gerade heute) in der Politik machtlos blieben, machten allerdings schon im Krieg auf die fatalen politischen Folgen deutscher Besatzungspolitik aufmerksam.

Franz Bettinger

20. März 2026 09:26

„Wie konnte das alles geschehen?“ Die Frage ist längst beantwortet. Denn "es" geschah wieder und wieder und wieder! Die Menschen applaudierten - gelenkt von Lügenpresse, Staatsfunk, Propaganda und willfährigen NGOs - seit Merkel der Schrecklichen immer wieder dem eigenen Untergang; von Kernkraft-Ausstieg bis Verbrenner-Verbot; von Welcome Refugees bis zu den Kriegs-Jubelern gegen Russland. Die Heutigen sind eher noch blöder als die Damaligen. Und das nicht nur in Deutschland. 

Laurenz

20. März 2026 10:15

@RMH @L. ... Einer der wichtigsten Faktoren für den ökomischen Erfolg der Nationalsozialisten in 6 Jahren Nicht-Krieg waren die 4-Jahres-Pläne Görings mit der Förderung von Handwerk, Gewerbe & Mittelstand, dem politischen Schutz der Großindustrie, wie die Notenbank-Politik Schachts mit der Quasi-Erfindung des BSPs/GDPs als Basiswert für die Währung. Deng kopierte dieses ökonomische NS-System mit Reisefreiheit & Privateigentum, wie Kontrolle der Wirtschaft durch den Staat quasi 1:1 für China. Was die "Raubzüge" der Wehrmacht angeht, so wurde Deutschland seiner Kolonien beraubt, per Versailler Vertrag das Reichsbankgold & viele Rohstoffe abgenommen. Interessant, daß FD darauf nicht eingeht, quasi schon der übliche Schuldkult-Komplex. Aufgrund der schwachen Weimarer Währungen wurde die Republik/das Reich aus dem Ausland quasi leer gekauft. Man hatte nicht den Schneid, wie die Asiaten, den Grunderwerb für Devisenausländer zu verbieten. Hitler erklärt sein Vorgehen in der Rede vom 20.02.1938 im Reichstag, auch den Übergang des Reichsarbeitsdienstes. https://www.dailymotion.com/video/xvq92f

Sandstein

20. März 2026 10:20

"Raubzüge der Wehrmacht"...jaja, das musste wohl kommen. Stimmt mich trübe, weil dergleichen Nonsens hätte ich hier nicht erwartet."
Herr im Himmel, was hätten Sie denn erwartet? Eine Triggerwarnung, weil der "Content" Ihr zartes Weltbild in Frage stellt? Jeder, der sich mit Quellenstudium zum 2 Weltkrieg befasst, findet genügend Beweise für das systematische Ausbeuten eroberter Länder durch die Wehrmacht. Übrigens gibts von der Wehrmacht selbst ausreichend Material dazu. Fängt bei den Beständen der tschechoslowakischen Armee an und geht nahtlos so weiter. Selbst in Italien hat man nach deren Seitenwechsel requiriert, was zu holen war. Und das war im 1 WK unter Rathenau (Orga der Kriegseirtschaft) auch schon so, die Mittel Deutschlands für lange bewaffnete Konflikte waren und sind seit jeher begrenzt. Einfach mal Hirn benutzen und sich die Fakten dazu reinziehen. Sie schaffen das!

NC472

20. März 2026 10:35

Das National Sozialisten Regime, das Deutsche Demokratische Regime, das Bundes Republik Regime und das seit 1990 etablierte Regime haben mehr überschneidungen als man denkt, gerade wenn es um die Schaffung von Legitimität geht. In allen haben politische Parteien die Zukunft kollateralisiert um dem Michel der jeweiligen Era die angenommen Früchte der Zukunft im Jetzt zu zuschanzen, natürlich präferiert dem Loyalen Michel mit Parteinähe. 
Am Ende waren alle Pleite. Die Michel die nach dem Krieg nahtlos vom National Sozialisten Regime ins Bundes Republik Regime übergingen hatten halt das Glück, dass die Amerikaner sie subventionierten, kein Wirtschaftswunder, Subventions Politik im Zuge des Kalten Krieges. Auf der Seite der Demokraten dasselbe, nur aus Moskau. Und nachdem Moskau pleite war, die ultimative Transgression gegen die Zukunft, man integrierte den Kommunisten Michel in den Parteien Zirkus, gab ihm NGO Jobs und bezahlte ihn mit Schulden aus der Zukunft. Es ist wieder so weit, der Kommunisten Boomer möchte in Rente, Deutschlands Parteien haben das Land wieder ausgeraubt, nur diesmal gibt es kein Moskau, kein Washington und auch sonst keinen Externen Mäzen, noch gibt es viel Spielraum um die Zukunft nochmal zu verschulden.
Die Fehler nach '45 und '90 können nicht wiederholt werden. Kein falscher Pragmatismus mehr wie es Adenauer und Kohl verbockt haben. Keine Parteien mehr!

Artabanus

20. März 2026 12:17

Es steht außer Zweifel dass für die Mehrheit der Deutschen die Vorkriegszeit unter der NS-Diktatur als eine glückliche Zeit empfunden haben. Und auch die anfänglichen Erfolge im Krieg trugen zu einer leichten Euphorie bei. Das alles ist menschlich verständlich und nachvollziehbar. Probleme mit der Frage "Wie konnte das passieren?" habe ich eher mit der Zeit ab 1943, als klar wurde, dass der Krieg verloren ging. Die Italiener z.B. hatten die Lage klar erkannt, Mussolini abgesetzt und die Seiten gewechselt. Aber die Deutschen? Selbst der Putschversuch Juli 1944 scheiterte kläglich. Warum wollte man bis zur vollständigen Vernichtung weiterkämpfen? Die Parallelen zu heute, wo man auch sehenden Auges in den Untergang marschiert sind frappierend.

Rheinlaender

20. März 2026 12:30

@RMH
In seinem Buch erklärt Aly die Unterstützung der meisten Deutschen für den NS-Staat bis zu dessem Ende nur zum Teil mit Opportunismus. Im Verlauf des Krieges hätte der NS die Deutschen zu einer Tätergemeinschaft gemacht, so dass aus Korrumpierung durch materielle Vorteile (Aly sieht bezeichnet das Prinzip als „Kraft durch Freude“) eine Korrumpierung durch Angst („Kraft durch Todesangst“) geworden sei. Die militärisch nicht notwendigen Greueltaten in den Jahren ab ca. 1941 hätten auch den Zweck gehabt, die Deutschen in eine Situation zu bringen, in der sie schon aus Angst vor der Rache ihrer Gegner weitermachen. 
Aly sieht dabei einen größeren Zusammenhang: Die Verbesserung der persönlichen Lebensumstände der meisten Deutschen ab 1933 sei ebenso wie die Aufrüstung mit einer Staatsverschuldung erkauft worden, aus der es ohne Krieg keinen Ausweg gegeben hätte. Der NS sei somit von Beginn an auf einen großen Krieg angelegt gewesen.
Am Ende argumentiert Aly aber doch noch religiös und erwähnt die sieben Todsünden als die seelische Klaviatur, auf der der NS geschickt gespielt habe, um solange durchzuhalten, bis alle Ressourcen, auf die er zurückgreifen konnte, ausgebrannt waren.

Kurativ

20. März 2026 12:36

Zweifellos interessant. Auflage und Verbreitungsgrad, sowie Benachteiligungen des Autors weisen auf lesenswerte Seiten hin.
Man fühlt sich spontan an Ernst Nolte erinnert. Er hat den Faschismus und Nationlsozialismus als Reaktion des bolschewistischen Aufstiegs beschrieben und viel Prügel dafür eingesteckt, weil er auch den religiös aufgeladenen Mythos von Auschwitz mit einbezogen hat.
Des Weiteren die These von Gunnar Heinsohn, nach der Hitler die Tafeln des Sinai niederreißen wollte.
Für mich wird noch zu wenig der Einfluß des angloamerikanischen Kapitalismus mit seinem Hegemoniestreben berücksichtigt.
 

Rheinlaender

20. März 2026 12:48

Aly gelingt es m.E., das historische Geschehen plausibel zu machen, weil er es nicht nur als Projektionsfläche nutzt. Der vorherrschende Umgang mit der Geschichte verfolgt meist politische Zwecke. Die Aufklärer erfanden das finstere Mittelalter und die Bundesrepublik und ihren Eliten schufen ihren instrumentellen Blick auf den NS, um sich moralisch zu erhöhen und zu legitimieren. Aly nimmt eine andere Perspektive ein, die anders als die oben genannte tatsächlich hilft, das Geschehen zu verstehen und aus ihm zu lernen. Mich persönlich überzeugte diesbezüglich vor allem sein Buch "Vordenker der Vernichtung", weil es ihm hier gelingt, das Denken der Täter transparent und plausibel nachvollziehbar zu machen. Wer die Täter als Monster darstellt, braucht letztlich nicht aus der Geschichte lernen, weil er selbst ja kein Monster ist und sich immun wähnen kann. Bei Aly sind die Täter aber ganz normale Menschen, wie z.B. die von ihm beschriebenen Akteure des Generalplans Ost, die in erhaltenen privaten Tagebüchern nicht viel anders klingen als es vermutlich progressive Entwicklungshelfer der Gegenwart täten, denen man eine große Aufgabe und unbegrenzte Ressourcen zu ihrer Verwirklichung verspricht.

Le Chasseur

20. März 2026 13:57

@Artabanus
"Warum wollte man bis zur vollständigen Vernichtung weiterkämpfen?"
Weil man die vollständige Vernichtung wollte.
Es gibt kein richtiges Leben im falschen.

t.gygax

20. März 2026 15:03

@sandstein:Wenn Sie die Tatsache, daß die Wehrmacht Material von einem besiegten Gegner übernimmt, als "Plünderung" bezeichnen, dann ist das Ihr Problem. Aber der Verfasser schreibt ja von "  Raubzügen"bezüglich anderer Völker , und das ist eine andere Ebene. Was hat denn die Wehrmacht 1939 in Polen oder 1940 in Frankreich oder Holland/Belgien "geplündert"? Oder etwa 1941 in Jugoslawien? Sie schreiben, ich solle doch historische Quellen  lesen; das habe ich getan. Sehr interessant der Bericht eines Russlandkämpfers(Dr. Siegfried Ernst/Ulm), der 1942 nach Holland zur Regeneration geschickt wurde. "Es gab dort viele Sachen, die im Reich schon längst absolute Mangelware gewesen sind". Wenn man schon solche Begrifflichkeiten verwendet-ich habe um 1997 bei einer geplanten Dissertation einmal über die französische Besatzung 1945-1950 in Südbaden geforscht. Was da geschehen ist, das war die staatlich vollzogene "Ausplünderung" eines besiegten Volkes.(Die Blaupause hatten die Franzosen schon 1919-1923 durchexerziert)Im Studium der Geschichte hatte ich nie etwas davon gehört, erst als ich mich selbst auf meinen Verstand verließ,  forschte, untersuchte, las etc. kamen mir Zweifel  an dem klaren Bild, das die Oberlehrer in der Oberstadt mir bis dato vermittelt hatten, und so ging ich eben zu den Schmuddelkindern, um mal die andere Seite zu hören.Das ist aber ein hartes Brot, bringt einem keine Anerkennung und versetzt einen in tiefe Trauer.
 

Diogenes

20. März 2026 15:20

t.gygax20. März 2026 08:15" Raubzüge der Wehrmacht"...jaja, das musste wohl kommen. Stimmt mich trübe, weil dergleichen Nonsens hätte ich hier nicht erwartet.
 
Was denken Sie, warum ich hier nur noch wenig bis gar mitlese oder Kommentare verfasse? Abgesehen davon, habe muss ich wählerisch sein, weil ich keine Zeit übrig habe für nutzlose Diskurse. 
 
Das weichgespülte Wischiwaschi der liberalen Rechten wie Linken und Mittigen interessiert mich nicht, im Gegensatz zum liberal-konservativen Dualismus des Deutschen (d.h. zuerst das Deutsche, und dann darauf begründend die Einstellung dorthin oder dahin - aber immer vom Ort; der Heimat des Anschauung ausgehend: Deutschland). 

heinrichbrueck

20. März 2026 15:22

Das empfohlene Buch könnte aus einer bestimmten Perspektive interessant sein. War "UnsereDemokratieTM" der Maßstab, aus dessen perspektivischem Lebensraum es geschrieben wurde - vielleicht noch interessanter? (Ernst Nolte: Historische Existenz - wohl eine ganz andere Nummer)
Warum gewann das NS-Regime den Krieg nicht? Das System arbeitete gegen seine eigenen Interessen. Wer würde auf UnsereDemokratieTM wetten? Welches System soll es sein?
Hätten die Deutschen einen eigenen Planeten (Gedankenspiel), also Homogenität ohne die geringsten logischen „Ausgrenzungsmöglichkeiten“, Platz ohne Ende, wäre ein überlieferter NS überhaupt nicht umsetzbar. Würde sich mit der Zeit eine Ideologie herausbilden, die gegen Natur und Realität gerichtet wäre, versänke jedes menschliche Umfeld im Krieg.
Platz ohne Ende – aber wie lange? Versagt die Führung komplett, ist das Ergebnis voraussehbar. Man wird den Kampf nicht aus der Welt schaffen (Wer zuletzt stirbt, hat recht), schließlich ist der Mensch nicht so konstruiert. Aus Büchern kann man nicht alles lernen. Alles wissen kann man auch nicht. Die Führung einer Nation sollte etwas mehr können, sollte nicht zu viel verlangt sein.
Die Kriegsgegner haben auch versagt.

Laurenz

20. März 2026 17:04

@Sandstein & Co. ... Da der Redaktion meine historisch orientierte Antwort wohl auch in der Öffentlichkeit als zu "hart" erschien, antworte ich Ihnen anders. Wer plündert seine Kriegsgegner nicht aus? Nennen Sie uns doch mal 5 Fälle. Die Briten versusachten nicht nur Holodomors in Indien & Deutschland mit insgesamt 140 Mio. Opfern im 19. & 20. Jahrhundert, sondern zB auch Irland während der Great Famine mit ca. 1 Mio. Opfern & 2 Mio. Irischen Auswanderern. Man zwangsimportierte einfach weiter Nahrungsmittel aus Irland, obwohl Irland hungerte. Deutsche Patente waren einer der wichtigsten Gründe für die Alliierten, Krieg gegen Deutschland zu führen. Man hätte uU den Krieg vermeiden können, wenn man die Patente für Raketen, Jet-Antrieb, etc. an die Amis verschenkt hätte. Aber wer weiß das schon.

MarkusMagnus

20. März 2026 17:41

"Probleme mit der Frage "Wie konnte das passieren?" habe ich eher mit der Zeit ab 1943, als klar wurde, dass der Krieg verloren ging. Die Italiener z.B. hatten die Lage klar erkannt, Mussolini abgesetzt und die Seiten gewechselt. Aber die Deutschen?"
@Artabanus
Für die Italiener war es einfach. Es gab keine Pläne Italien zu einem Agrarstaat zu machen und die Industrie zu zerstören, Italien zu überfremden oder Italiener zu sterilisieren und verhungern zu lassen. 
Diese Pläne gab es allerdings für das deutsche Volk.. Und sie waren dem deutschen Volk auch sehr wohl bekannt. Die Italiener konnten also leicht die Seite wechseln, das deutsche Volk dagegen hatte keine Wahl ausser weiter zu kämpfen.
"Was wir im deutschen Widerstand während des Krieges nicht wirklich begreifen wollten, haben wir nachträglich vollends gelernt: Dass der Krieg schließlich nicht gegen Hitler, sondern gegen Deutschland geführt wurde."
-Eugen Gerstenmaier-

Le Chasseur

20. März 2026 18:05

@Artabanus"Probleme mit der Frage "Wie konnte das passieren?" habe ich eher mit der Zeit ab 1943, als klar wurde, dass der Krieg verloren ging. Die Italiener z.B. hatten die Lage klar erkannt, Mussolini abgesetzt und die Seiten gewechselt. Aber die Deutschen?"Ergänzend zu MarkusMagnus' Antwort: Die Deutschen hatten die Erfahrung von Versailles, wo ihnen "im Felde unbesiegt", ohne dass ein feindlicher Soldat deutschen Boden betreten hätte, die alleinige Kriegsschuld in die Schuhe geschoben wurde. Und der 2. WK war eben nochmal eine ganz andere Nummer als der 1. WK. Der Vater von Helmut Kohl soll doch zu seinem Sohn sinngemäß gesagt haben, "Wenn wir für das, was wir da anrichten, mal zur Rechenschaft gezogen werden, werden wir unseres Lebens nicht mehr froh.". Ganz so schlimm kam es dann nicht, aber das konnte man als Deutscher '43 ja nicht wissen.
 

Marcus AC Severus

20. März 2026 18:35

Hitler hatte unglücklicherweise durch den 1.WK das erworben, was das Volk durch diesen verloren hat und sich in den ersten Jahrzehnten danach bitter gewünscht hat: Sich wieder gesehen zu fühlen und das Unrecht des Versailler Vertrages zu tilgen. 
Ironischerweise war er darin sehr erfolgreich, weder der 1.WK und der Versailler Vertrag sind heute auch nur etwas relevant, noch das Bedürfnis wieder im Mittelpunkt zu stehen offen. Die Scheinwerfer der Welt - insbesondere der binnendeutschen - sind 24/7 auf sich selbst und die Vergangenheit gerichtet.
 
Man würde sich wünschen die deutsche Rechte würde hier auch (die ihr häufig vorgeworfenen) "einfacheren Lösungen"  finden, sich eingestehen dass die Zeit von 33-45 einfach großer Mist war und Wehrmacht wie alles andere auf den Müllhaufen der deutschen Geschichte gehören. Zeitgleich endlich selbst nach vorne blicken, die Scheinwerfer der anderen auf die vergangene Schuld endlich links (!) liegen zu lassen, das Thema einfach als heute nicht mehr relevant zu sehen. 
Man kann an das Kaiserreich anknüpfen, niemand braucht heute Traditionen der Wehrmacht etc. Das Kaiserreich hat im Osten wenigstens gewonnen und war deutlich ehrenhafter und "deutscher" als diese Karrikatur und Perversion allen Preußischen durch den NS. 
 

Jan

20. März 2026 19:14

Wie sowas passieren konnte? Während Corona hat man eine Ahnung davon bekommen. Der Mechanismus: Die Stilisierung einer Bevölkerungsgruppe zur Bedrohung der Allgemeinheit in Kombination mit systematischer moralischer Abwertung von staatlicher und medialer Seite aus. Noch ein, zwei Corona-Jahre mehr mit entsprechender Propaganda und eine Mehrheit hätte körperliche Gewalt gegen Ungeimpfte befürwortet, nicht wenige selber noch Hand angelegt. Wenn seriöse Schauspielerinnen sich zu Aussagen hinreißen lassen wie: "Zu prügeln sind diese Leute" (Heidelinde Weiss über Corona-Demonstranten) oder reflektierte Intellektuelle befinden, dass Ungeimpfte sich selbst isolieren sollten, wie sie dann an Nahrung kommen, sei ihr Problem (Noam Chomsky), dann ist es bis zum nächsten Zivilisationsbruch nicht mehr allzu weit. Und die Täter fühlen sich moralisch völlig im Recht. Schlechtes Gewissen gleich null.  
 
Vor diesem Hintergrund hat bei mir das jahrzehntlange "Nie wieder" und "Lehren aus der Geschichte" einen üblen Beigeschmack bekommen. Klonovsky über die Corona-Zeit: "Aber die globalistische Klasse hat gesehen, was geht und wie leicht es geht, wenn man nur tagein, tagaus auf allen Kanälen Angst verbreitet. Zur Schande unseres armen Menschengeschlechts muss man feststellen, dass sich eine moderne Großstadt so leicht einschüchtern lässt wie ein mittelalterliches Dorf."

RMH

20. März 2026 19:22

"Und sie waren dem deutschen Volk auch sehr wohl bekannt."
@M.M., Warum kam dann die Erkenntnis Eugen Gerstenmaier erst nach dem Krieg, war er kein Teil des Volkes, dem ja alles bekannt war? Widerprüchlich also.
Ich bin ja noch mit der Erlebensgeneration groß geworden, wie einige andere Debattenteilnehmer auch. Habe viele Erzählungen von Kriegsteilnehmern gehört, die diese zumeist erst hochbetagt überhaupt einmal erzählt haben (davor war eher Schweigen angesagt - für mich immer ein Indiz dafür, dass es keine Etappenhengste waren), aber dass es irgendeinen Plan gegen Deutschland außerhalb oder verborgen gab, der über die normale Kriegsfeindschaft hinaus gegangen wäre, sowas hört man dann doch bei Rechten zum ersten mal (und eben nicht von Kriegsteilnehmern). Der normale Deutsche hatte davon noch weniger Ahnung, als von den Schweinereien, die unter deutscher Führung begangen wurden. Aber auch von diese Untaten haben mir Greise & Greisinnen aus erster Hand berichtet. Wenn es sowas wie ein Hauptmotiv fürs Weiterkämpfen gab - so mein Eindruck - dann war es zum einen starkes Pflichtgefühl und die Kameradschaft. Man hat seine Kameraden einfach nicht hängen lassen, in dem man sich verdünnisierte (gab aber dennoch auch genug Deserteure) und die anderem damit ihrem Schicksal überlässt. Geschichte ist eben nie schwarz oder weiß, gut oder böse.

Diogenes

20. März 2026 19:34

  finden, sich eingestehen dass die Zeit von 33-45 einfach großer Mist war und Wehrmacht wie alles andere auf den Müllhaufen der deutschen Geschichte gehören.
 
Vielleicht gehört es sich aber auch so, daß Ihr antideutsches Gedankengut auf den Müllhaufen der Geschichte gehört. Haben Sie sich mal überlegt woher die Blokade deutschen Schaffens entsteht? Ist es nicht so das Ausländer uns unsere Geschiche erzählen, anstatt wir uns diese selber? Kernwaffen. Ja. Wir! Wir hatten die ersten Waffen getestet. Nahe Thühringen, Jonasthal, sie (YT) Kanal "Auftraggeschichte". 
 
Eure Tagesschaugeschichte könnt ihr euch hinter die Ohen schmieren! Die Zeit der Falschheit und Lüge ist vorbei! Nach dem Kanli-Kreislauf des Chaos erfolgt wieder Ordnung in der Struktur der Mateire. 

Kositza: Bitte vor "absenden" immer nochmal drübergehen.

dojon86

20. März 2026 19:45

@t.gygax Sie haben natürlich auch recht. Ich weiß ebenfalls aus Erzählungen der Vätergeneration, dass es den Tschechen bis 1945 in materieller Hinsicht besser ging als den Deutschen im Altreich. Ich weiß auch, dass den Entscheidungsträgern auf Grund der Ressourcenknappheit des deutschen Reiches aus ökonomischer Sicht oft nur eine harte Ausplünderungspolitik blieb, um den Krieg fortsetzen zu können. Aber verdammt noch mal, die Entscheidungsträger hätten vor 1938 einfach nur auf eine Landkarte schauen und die möglichen Ressourcen addieren müssen. Dann hätten sie klüger gehandelt. Bismarck, Stresemann und Adenauer waren die einzigen klugen Politiker, die Deutschland seit 1848 hatte. Und alle drei wurden vom strunzdummen Pöbel angefeindet. Ansonsten sehe ich nur Wunschdenker und politische Schwachköpfe. Der katatrophalste und gleichzeitig populärste war mein Landsmann. (Gesinnungs- anstatt Verantwortungsethiker). Die heutige Keppelei und Diskussionen über Nazis, die Ukraine und den Iran sind zwecklos. Deutschland ist ein Vasallen Staat. Abschütteln der Vasallität ist sinnlos. Wir bekämen nur einen schlechteren Hegenon. Giorgio Meloni macht's richtig. Lippenbekenntnisse bezüglich unverbrüchlicher Vasallentreue und gleichzeitig so wenig als möglich Vasallenleistungen. Die Deutschen Machens genau umgekehrt. Sie querulieren und zahlen dafür doppelt soviel . Was für ein Schwachsinn.

Ein gebuertiger Hesse

20. März 2026 19:52

Yes, Jan. Sehr gut.

dojon86

20. März 2026 20:06

@Marcus AC Severus Sie sprachen vom Unrecht des Versailler Vertrags. Wer von Recht oder Unrecht spricht, gehört in den Stuhlkreis einer Kirchengemeinde. In der Politik geht es um Macht und Ohnmacht, nicht um Recht oder Unrecht. Das wird uns eben wieder in der Weltpolitik ja vorgeführt. Ansonsten bin ich ihrer Meinung. Traditionsanknüpfung nicht an die Wehrmacht sondern an das Kaiserreich. Wobei ich persönlich das HRR vorziehe. Aber das ist Geschmackssache. 

Diogenes

20. März 2026 20:32

Den "NS" schlecht und für alles Böse verantwortlich machen ist die Antwort der "Blöden" auf ihre eigene Unfähigkeit deutsche Staatspolitik im Sinne aller Deutschen zu betreiben. 
 
Deutscher ist eben nicht derjenige, der daherglaufen und "Nix versteht", sondern mindenstens mit uns Deutschen 10 Jahre zusammenlebte und der uns versteht, der uns in Art und Wesen gleicht- Verdammt nochmal! Ist das so schwer vom Begroffe her?`! 
Kositza: Ich sag's nicht dreimal.

RMH

20. März 2026 21:01

"Nahe Thühringen, Jonasthal,"
Nix, "nahe", dass ist Thüringen! Der Test soll auch nicht im Jonastal, sondern auf dem TrupÜbpl Ohrdruf stattgefunden haben. Und für sowas braucht man auch keine YT-Video oder C. Focken mit ihren Boden-/Georadar-Phantasien, da gibts einige Bücher dazu ...

Le Chasseur

20. März 2026 21:06

@RMH
"Warum kam dann die Erkenntnis Eugen Gerstenmaier erst nach dem Krieg, war er kein Teil des Volkes, dem ja alles bekannt war? Widerprüchlich also."
Zumindest der Morgenthau-Plan war der deutschen Regierung bekannt und wurde von Goebbels & Co auch entsprechend genutzt, um die Deutschen zum Weiterkämpfen zu motivieren.
"Morgenthau, nun als "fanatischer Nazihasser" dargestellt, entwickelt sich für Roosevelt wenige Wochen vor den Präsidentschaftswahlen zur Belastung. Sein republikanischer Herausforderer Thomas Dewey ätzt, die Regierung habe den deutschen Kriegswillen gestärkt wie "zehn frische Divisionen"." Quelle
 
 

Laurenz

20. März 2026 21:15

@Dojon86 & Marcus AC Severus ... Ihre gewünschte Anbindung an das Kasierreich ist, mit Verlaub, dämlich. Das III. Reich entstand aus dem gesellschaftlichen Versagen des II. Reichs an einem historischen Punkt, an dem das II. Reich so noch gar nicht existierte, & zwar an der mangelnden Reformbereitschaft der herrschenden Kaste, die bereits einige Degenerationserscheinungen aufwies. Auch die Bürgerlichen Kräfte versagten in der Weimarer Zeit, Italienische Verhältnisse. Wenn Ihre Kinder hungern würden, würden auch Sie Sich radikalisieren. Kommen Sie runter von Ihrem hohen moralischen Roß. Sie Beide wollen weder im Manöver, noch im Gefecht, schlechter versorgt werden, als Ihre vorgesetzten Offiziere. Erst die Nationalsozialisten schalteten 1939 die Versorgung von allen Offiziers- & Mannschaftsgraden gleich, was auch berechtigt ist. Alle setzen ihr Leben für das Vaterland ein. Es kann sich keiner seine Geschichte aussuchen. Man muß zu seiner Geschichte stehen, im Guten, wie im Schlechten. Die Wehrmacht & die SS waren soldatischer & kameradschaftlicher als die noch ziemlich woke Reichswehr, zu der wir genauso stehen müssen, wie zu Derfflinger, Blücher, Hipper, Manstein oder auch zur NVA. So, mit Ihrem linken Moralismus, sind Sie nie manns genug, um ein richtiger Deutscher zu sein.

Valjean72

20. März 2026 21:41

Le Chasseur: "Ganz so schlimm kam es dann nicht, aber das konnte man als Deutscher '43 ja nicht wissen."
---
 
Die Feinde Deutschlands vollzogen 1945 die größte ethnische Säuberung in der Geschichte Europas, durch die Vertreibung von 13 - 14 Mio. Deutschen aus ihrer angestammten Heimat (inkl. Böhmen € Mähren) und das Herausreissen des historischen Ostdeutschlands.
 
An die 2 Mio. deutsche Frauen sollen von Rotarmisten vergewaltigt worden sein. 10 % überlebten dies nicht, direkt oder sie nahmen sich nachher das Leben.
 
Rheinwiesenlager, Patentraube ... und schliesslich die dauerhafte staatliche Unmündigkeit im festgeschriebenen Vasallentum, bei zunehmend aggressiverer Selbstverneinung des eigenen volklichen Seins.
 
Ja, für was kämpften diese dummen Deutschen noch 1943 ...
 

Le Chasseur

20. März 2026 22:31

@Valjean72
Ist  mir alles bekannt. Meine Familie mütterlicherseits wurde aus Westpreußen vertrieben, meine Mutter erlebte als Dreijährige die Bombardierung Dresdens...
Aber in einen Agrarstaat wurde Deutschland eben nicht verwandelt. Dass das natürlich auch Gründe hatte, die nichts mit christlicher Nächstenliebe zu tun hatten, steht auf einem anderen Blatt. 
 

dojon86

20. März 2026 22:35

@Laurenz Wenn sie glauben, ich wäre ein linker Moralist, dann haben sie meinen zugegeben im Zorn geschriebenen Text nicht gelesen. Ich sehe mich als  Pragmatiker mit einem Hang zum Zynismus. Mir ist völlig wurscht, ob das HRR oder meinetwegen der alte Fritz in der Realität so gut waren. Wir waren beide nicht dabei. Ich meine bloß, sie eignen sich eher als die Wehrnacht mit ihren kuschenden Generälen (Stichwort Lakeitel) als Identifikationsfiguren. Der Demokrat Wunschdenker und Schulabbrecher und seine SA Rabauken haben Deutschland in die finale Scheisse geritten und nicht die auch oft suboptimalen alten Eliten. Ich nenne den Gottseibeiuns einen Demokraten, weil er zumindest Ende 1940 mit Sicherheit auch bei einer fairen Wahl die Absolute geschafft hätte.

Marcus AC Severus

20. März 2026 22:43

@dojon86
Das HRR ist wundervoll. Zum Beispiel die Landsknechte, könnten Vorbild fürs Heer sein, samt Liedgut was davon inspiriert ist.
Beim anderen gehe ich nicht mit. Ohne Versailles kein Hitler. Man muss auch mal anerkennen was für einen großen Mist die anderen Staaten gegenüber Deutschland nach Ende des 1.WK veranstaltet und zu verantworten haben. 
Dennoch bleibe ich dabei: Das Elend von 33-45 einfach anerkennen. Ohne ewige Schuld und ohne krampfhaft irgendwas reinzuwaschen.
Es reicht ein kurzer Vergleich von Wehrmacht mit Kaiserheer bezogen auf Osteuropa. Wer da das Verlangen spürt erstere noch irgendwie verteidigen zu müssen, dem kann man auch nicht mehr helfen... 
Des Weiteren: Die Vertreibung der Deutschen nach 45 ist natürlich ein Kapitel für sich. Ebenso der Massenmord in Dresden durch das Feuerinferno. MMn muss man vorsichtig sein, hier den Kampf um die weltweite Anerkennung der beiden Verbrechen auf keine Weise mit irgendeiner Relativierung des NS zu verbinden, noch aber das Argument gelten zu lassen, die Deutschen hätten es verdient. Ein Verbrechen mit einem Verbrechen zu sühnen macht es nicht gerecht. Die Ostdeutschen und Dresdner waren genauso einfach Opfer - nur durch fremde Hand, so wie es zuvor andere Europäer durch die deutsche Hand wurden. Wenn man genau so daruber spricht könnte im Innerdeutschen Dialog und in Europa so vielleicht mehr Verständnis und Bewusstsein entstehen ohne reflexhafte Abwehr zu triggern. 

Franz Bettinger

20. März 2026 22:53

Ich sagte es schon einmal: Hätte D den Krieg gewonnen, würden all die Klugscheißer von heute eben anders klugscheißen. 

Marcus AC Severus

20. März 2026 23:00

@Valjean72
Mal kurz nachdenken was wäre wenn man Hitler und den NS 1943 gestürzt hätte?
Ich kann es Ihnen verraten: Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wäre Deutschland weder auf die uns bekannte Art viergeteilt worden, noch hätten weitere Millionen Deutsche und Europäer ihr Leben verloren. (Ab Mitte 43- bis Mitte 45 waren es nochmal verdammt viele).
Vermutlich wäre die Gesichte sehr viel vorteilhafter verlaufen. Für alle. Dass die Sowjetrussen westlich der Memel Fuß fassen konnten, ergab für die Menschheit auch überwiegend nur Nachteile.
Aber es bleibt Geschichte. Ist heute eh nicht mehr relevant. Wir können uns hier die Finger Wund schreiben: Das Gros der heutigen nichtmigrantischen deutschen Jugend weiß doch nichtmal mehr was vor Kursk war, wo Kolberg liegt oder was die Memel ist...
Kontrovers gefragt, muss sie das überhaupt noch wissen? Oder sind eher andere Themen heute relevanter? Wer feiert hier im Forum noch den Sedantag oder kennt sein Datum?
 

Marcus AC Severus

20. März 2026 23:05

@Laurenz
Ich bleibe beim Vergleich des Kaiserheers mit der Wehrmacht bezogen auf Osteuropa.
Erste verhielten sich wie anständige Leute, letztere waren immer wieder in sehr barbarische Akte involviert. Es bleibt peinlich sich mit der Wehrmacht zu identifizieren. Klar war die Kampfkraft hoch, innovativ und hatte viel Achtung in der Welt deswegen, der einfach Soldat fiel für Deutschland und ihm sollte gedenkt werden, das widerspricht sich nicht.
Dennoch benahm man sich vielerorts wie die größten Barbaren. Die Organisation an sich ist verbrannt und eine Schande.

ede

20. März 2026 23:56

Den Aly kann man schon allein deshalb gelten lassen weil er rationale Gründe findet und aufschreibt. Wie das Amen in der Kirche fängt er sich damit den Vorwurf der Ketzerei der Antideutschen ein. 
Trotzdem zweifle ich ob ich das Buch lesen will. M.E. neigt er aus o.a. Gründen zu einer unangenehmen Verspannung.
Darunter leidet auch die etwas humpelnte Diskussion hier im Strang, und führt zu Kopfschmerzen bei der Moderation.
Ich halte Haffners "Anmerkungen zu Hitler" in seiner Kürze und Stringenz, was das Thema anbelangt, nach wie vor für schwer übertreffbar. 
Ansonsten verwundert mich ganz allgemein, daß die Kriegsgründe der Alliierten scheinbar keiner Erörterung wert sind. Zeit wirds aber. 
Schnöder Patentraub sicher nicht, das war Beifang. Die ziemlich aggressive Annexion Österreichs und Aufteilung der Tschechoslowakei schon eher, aber ausschlaggebend? 
 
 

ede

21. März 2026 00:16

Weil das hier schon öfter angesprochen wurde:
Der erste "Kernreaktor" der Welt stand in Gottow, als Bestandteil der Heeresversuchsanstalt Kummersdorf, Gemeinde Mellensee, Brandenburg.
https://de.wikipedia.org/wiki/Versuchsstelle_Gottow
Dort gibt es einen kleinen Verein der ein winziges Museum auf dem verfallenden riesigen Gelände betreibt. Besuch lohnt sich. 
Nach Kenntnis der Dortigen waren die Versuche ab 1929 auf Energiegewinnung gerichtet, nicht auf Kernwaffen. Neben den Raketenmotorversuchen V1, V2 natürlich. 

das kapital

21. März 2026 00:31

@ Diogenes Etwas sehr fragwürdig, was Sie da von sich geben. "Den "NS" schlecht und für alles Böse verantwortlich machen ist die Antwort der "Blöden" auf ihre eigene Unfähigkeit deutsche Staatspolitik im Sinne aller Deutschen zu betreiben." Wer hätte das denn wohl jemals getan? Staatspolitik im Sinne aller Deutschen zu betreiben? Niemals nie niemand. Nicht mal Bismarck. "Gegen Demokraten helfen nur Soldaten." (ein Klassiker). Das Problem ist doch wohl eher, dass heute ein Drittel der Bürger und Wähler zu "Faschisten" erklärt wird, obwohl sich deren Mehrheit eine Politik wünscht, wie sie zwischen 1945 und 1990 recht erfolgreich für die Bürger dieses Landes war und nicht die Degeneration und Zersetzung, die nach 1990 mehr und mehr um sich griff. /// Götz Aly ist doch nun kein "Dahergelaufener". Sein Vater war wohl in Führungsposition bei der Hitlerjugend dabei. Sein Urahn aus dem 17. Jahrhundert hatte eine etwas "schräge" Vergangenheit. /// Der kulturelle und personelle Wandel gehört auch zu Deutschland. Ziemlich viele Slawen hier im 9. und 10. Jahrhundert. Auf einigen Ostseeinsel sollen teils noch im frühen 17. Jahrhundert slawische Dialekte Muttersprache gewesen zu sein. Das änderte sich erst mit dem 30jährigen Krieg.

eike

21. März 2026 03:18

Seltsam, daß sich immer wieder Kommentatoren und Rezensenten finden, die eindimensionalen 'Historikern' wie Aly applaudieren.Vielleicht liege ich falsch, aber ein Historiker, der einen spezifischen Zeitraum bearbeitet, kann nicht nur die Handlungen einers Akteurs schildern, sondern muß die der Anderen einbeziehen.Die (aus Historikersicht leicht naive) Frage "Wie konnte das geschehen?" kann natürlich nur beantwortet werden, wenn das Gesamtgeschehen betrachtet wird.
Wie @Laurenz richtig anmerkt, müssen "Raubzüge der Wehrmacht" - echte und erfundene - vor der Kulisse der Raubzüge der Alliierten, der Enteignungen in Polen und im Sudetenland, usw. gesehen werden. Die Ausbeutung Weimardeutschlands, Aktion Paperclip und die russischen Demontagen stellen alles in Schatten, was die Wehrmacht je hatte requirieren können.
"Grausamkeiten" ebenso. Die polnischen vor dem Krieg, die sowjetischen im Krieg und die amerikanischen nach dem Krieg ("Rheinwiesenlager").
Schade, daß der Rezensent und einige Kommentatoren es nicht schaffen, die bei dem Thema übliche Einseitigkeit abzulegen.
 

Diogenes

21. März 2026 05:43

@RMH"... Der Test soll auch nicht im Jonastal, sondern auf dem TrupÜbpl Ohrdruf stattgefunden haben. ..."
 
Literatur gibt es auch, aber muss ja nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen... "Geheime Reichssache: Thüringen und die deutsche Atombombe" von Edgar Mayer und Thomas Mehner
 
"... Und für sowas braucht man auch keine YT-Video ..."
 
Doch, Einsteiger brauchen zunächst mal kurze Zusammenfassungen, um neugierig zu werden. Die aller wenigsten Volks- und Zeitgenossen kaufen sich sofort ein Buch zum Thema, oder? Wie man Leute an ein Thema in der heutigen Zeit heranführt, davon verstehen Sie offensichtlich im empathischen Sinne nichts. Der Perspektivenwechsel ist wichtig! Will meinen: Lass den Intellekt des Intellektuellen auch mal um mehr als nur um sich selbst kreisen und die Lage der "Anderen" verstehen ("erspüren").  
 
@EK: Man darf dem Wein nicht gestatten zu verdunsten, deshalb ist die Weinkaraffe stehts u. vollständig zu leeren. Wenn Sie dann mein Weinsprech veröffentlichen tun Sie das auf eigene Gefahr oder zu Erheiterung der hiesigen Leserschaft. "in vino veritas"

MarkusMagnus

21. März 2026 06:53

@ RMH
Haben Sie das Zitat nicht gelesen? 
Gerstenmaier schrieb doch selbst das er es nicht wahrhaben WOLLTE. Sein Ego und seine Arroganz standen dem entgegen.
Der normale deutsche Arbeiter, Schüler oder Bauer, der bombardiert oder von Tieffliegern beschossen wurde, hat es sehr wohl schon vorher kapiert. Sog. Eliten sind eben oft auch nicht schlauer. 
Diese Mord und Vernichtungspläne gegenüber dem deutschen Volk waren bekannt, dafür hatte die NS-Propaganda schon gesorgt. 
Unsere Großväter haben gegen das gleiche Epstein-Regime gekämpft, mit dem sich jetzt unsere Brüder im Iran herumschlagen müssen. Das Land der Arier kämpft gegen den Pädozionismus. Gut gegen Böse. Auf welcher Seite stehen sie?

MarkusMagnus

21. März 2026 07:19

@ RMH
Und der verbrecherischste Plan war nicht mal der von Morgenthau. Sondern der, Millionen von Nichteuropäern hier anzusiedeln.
Und dieser Plan war eben offenbar nicht nur für Deutschland vorgesehen, sondern für alle weissen Länder. Deutschland war ein Bollwerk gegen das was heute hier in Europa passiert, und musste deswegen vernichtet werden. Das ist doch offensichtlich. Das was man mit Deutschland vorhat, hat man mit der ganzen weissen Ethnie vor. Der Iran kämpft deswegen auch gerade für uns. Sie wollen das nur nicht sehen, so wie Gerstenmaier.
Übrigens musste der erste Flugzeugträger der USA schon die Segel streichen. Angeblich wurde er von iranischen Drohnen in Brand geschossen. Die USA sprechen von einem Feuer in der Wäscherei :). 
Ich glaube den iranischen Berichten. Sie schaffen es offenbar auch die F-35 und die V-2
 
 
 
 

Diogenes

21. März 2026 07:39

Wir haben das Brot miteinander gebrochen, Wein und Sang miteinander geteilt, lagen Seite an Seite im Graben unter Feindfeuer, haben uns einander Frau und Kinder vorgestellt; erzählt was wir machen würden, nach dieser Teufelei - dem Stahlgewitter über unseren Köpfen.
 
Und dann kommt so ein Schreiberling daher mit einer übermoralischen Meinung im Indoktrinationsshulranzen und erzählt was von „Müllhaufen der Geschichte“. Unglaublich. Diese Selbstverneinung. Dieser Ausdruck eines Fehlgeleiteten. 
 
Wer von "Volk" spricht und wer nur von "Gesellschaft" und "Bevölkerung" im eigenen Zusammenhang spricht, daran lässt sich erkennen wer Heimat kennt und wer nur im Theortischen bis ins Ideologische unterwegs ist. Das "Gobale Dorf"... und andere Fürze einer vom Boden abgehobenen, entwutzelten und entkernten Mischpoke die viel zu viel int. Kapital in Händen/Macht hält. 

Rheinlaender

21. März 2026 08:47

@MarkusMagnus
"Das Land der Arier kämpft gegen den Pädozionismus. Gut gegen Böse."
Die Rechte hat große geopolitische Denker hervorgebracht, ja das geopolitische Denken als solches überhaupt erfunden. Zu dessen Stärken gehören seine radikale Sachlichkeit und seine totale geistige Disziplin, die sich jegliche Emotion bei der Betrachtung des Geschehens verweigert, weil sie das Denken trübt. Solche Emotionen braucht höchstens die Propaganda.

dojon86

21. März 2026 09:05

@Franz Bettinger Sie haben natürlich recht. "Dann würden die Klugscheißer anders klugscheißen". No na net ! Dann gäbe es einen Propagandatsunami über den Bombenkrieg und über die Sowjetgreuel sowie eine verschämte Rechtfertigung des Besatzungsregimes in Osteuropa und vielleicht ein oder zwei angefeindete, versteckt gezeigte Filmchen über die Judenpolitik. Veteranen hätten wir überall auf der Welt selektiv aber stolz über ihre Kriegstaten berichtet. Usw. Und ich würde dann anders klugscheißen. Macht ja Spaß. Die sinnvolle Frage für deutsche Rechte sollte heute sein: Was ist zur Traditionsbildung von unserer Vergangenheit brauchbar. In Österreich setzte man da nach 45 auf die Habsburger. In der späten DDR, als man drauf kam, das es mit dem Sozialismus nichts wird, auf den alten Fritz.

das kapital

21. März 2026 09:32

@ Diogenes 07:39 und 05:43 Uhr Ist Deutschland nur noch trunken zu ertragen? Wein ist einfach ungermanisch. Da gehört Met auf den Tisch. /// Das dritte Reich und diese Art von "Volksgemeinschaft" sind Geschichte. An dieser Art von Erkenntnis führen weder Met noch Wein vorbei. Das dritte Reich hat in Größenordnungen versagt. Das kann auch der Nationalste der Nationalen verstehen. Diese Erkenntnis mag ja Götz Aly nicht perfekt abbilden, er bereichert aber auf jeden Fall die Diskussion. Eine Professur in Berlin blieb ihm versagt, weil er sich kritisch und fundiert mit dem Wirken der 68er auseinandergesetzt hat. ///Deutschland hat von 1945 bis 1990 gut und erfolgreich funktioniert. Da war auch genug Platz für konservatives Denken und Handeln. Das Problem ist nicht Aly. Sondern die Abkehr vom Eigenen, das diese spezifischen Erfolge der Bundes-republik von 1945 bis 1990 getragen hat. Deutschland ist 1949 von ethnischen Deutschen für ethnische Deutsche gegründet worden. Im ersten Bundestag und der ersten Bundesregierung lassen sich nur mit äußerste Mühe Akteure finden, die keine ethnischen Deutschen sind. Deshalb gerade hat Deutschland funktioniert.Weil die Deutschen durch den Krieg geläutert waren und ihre Kraft, ihre Ressourcen, ihren Ideenreichtum nicht mehr kriegerisch, sondern produktiv eingesetzt haben.

MarkusMagnus

21. März 2026 09:40

"Ich glaube den iranischen Berichten. Sie schaffen es offenbar auch die F-35 und die B-2 zu entdecken und zumindest zu beschädigen." 
Das wollte ich zuletzt noch schreiben, bevor ich aus Versehen auf abschicken geklickt habe.
Die Iraner haben offensichtlich ein Radarsystem welches sogar Tarnkappenflugzeuge sichtbar macht. Selbst entwickelt oder von den Chinesen? Auf jeden Fall haben sie eine oder sogar mehrere  F-35 angegriffen. Laut Iranern wurden sie abgeschossen, laut den USA nur beschädigt und konnten notlanden. Auf dem Video des Irans zu einem Vorfall sah es aber so aus als ob die Rakete ins Triebwerk einschlägt und das Heck wegreisst. Angeblich haben sie auch eine B-2 abgeschossen. Möglich wäre es offenbar.
Das der Iran solche Flugzeuge überhaupt orten kann ist auf jeden Fall beachtlich genug. Und die Iraner hatten den Beschuss und die Inbrandsetzung eines Flugzeugträgers schon Tage vorher gemeldet, bevor die USA einen heftigen Brand zugeben mussten. Woher hätten sie das sonst wissen sollen? 
Ich denke die USA würden in einem Krieg gegen China keine Chance haben. 
Vielleicht sollten die Chinesen die USA vom Epstein-Regime befreien.
 

RMH

21. März 2026 09:53

@MM, Sie kauen Propagands von damals & solche von heute einfach nach. Gehen Sie einfach mal in die Archive, lesen Sie Zeitungen von damals & wenn Sie dann Propaganda von Fakten immer noch nicht weiter unterscheiden wollen, so wie sie das heute tun, dann schreiben Sie einfach ihre Beiträge weiter, aber tun sie nicht so, als ob andere Blindgläubige sind, die an Ihren Offenbarungen nicht teilhaben wollen. Insgesamt leiden viele hier schlicht an der linken Gehirnwäsche, dass nur ein Opfer moralisch irgendwie gut & rein sein kann & daher muss natürlich D das ewige Opfer finsterer Verschwörungen sein, weil ja nur wir im Besitz von Fleiß, Reichtum & Erfindergeist waren etc. bla, bla, bla. - Nix da, D war selbstverständlich auch Täter, auf manche Taten können Deutsche sogar sehr stolz sein, auf andere eben nicht. Wo ist das Problem für erwachsene Menschen? Kritisch rational liest sich vieles nicht mehr, bei allen Wahrheitskernchen, an der sich diese Verschwörungstheorie regelmäßig festmachen. Die Leute bis 45 wussten, dass Krieg bedeutet, dass man sein Leben verlieren kann & haben sich darauf eingestellt. Heute denken wir, dass Krieg bedeutet, dass man erstmal als Zivilist ausführlich darüber reden kann & darf & das die Bomben woanders einschlagen.

RMH

21. März 2026 09:54

@LeChasseur, ja kar, ein Oppositionpolitiker, der eine Regierung kraft Rollenzuweisung als Schlecht-Handelnde darzustellen hat, ist immer Referenzquelle erster Güte für das, was wirklich geschieht.

Artabanus

21. März 2026 10:22

@Markus Magnus &@Le Chasseur 
Ich denke Sie machen sich die Sache zu einfach wenn Sie glauben es gäbe rationale Gründe für das Weiterkämpfen nach spätestens Sommer 1943. Egal welche Horrorszenarien man auch annimmt, sie werden durch einen Kampf bis zum Untergang nicht angewendet sondern ganz im Gegenteil. Wenn ein Krieg verloren ist muss an ihn beenden, je früher desto besser. Eine Absetzung Hitlers durch Militärputsch wäre dringend notwendig gewesen, ganz unabhängig von Allem, was hier bisher diskutiert wurde. Denn die militärische Kriegsführung Hitlers war ohnehin nicht mehr tragbar, ganz abgesehen von den immer schlimmer werdenden Verbrechen des Regimes. Dies nicht geschafft zu haben stellt eine ewige Schande dar, für die wir bis heute bitter bezahlen. 

Valjean72

21. März 2026 10:33

@MarkusMagnus: "Deutschland war ein Bollwerk gegen das was heute hier in Europa passiert, und musste deswegen vernichtet werden."
---
 
Das ist mE die Quintessenz des "Zweiten 30-jährigen Krieges (1914 - 1945)". Der 1. WK wurde nicht gegen ein vermeintlich imperialistisches preussisch-deutsches Kaisserreich geführt und auch der 2. WK wurde nicht gegen die blutrünstigen Nazis geführt, sondern gegen Deutschland, d. h. gegen die Kraft und den Geist des deutschen Volkes in all seinen Ausprägungen.
 
(Und das gilt auch für den heutigen bundesdeutschen Kampf gegen Rechts, der in Wirklichkeit ein Kampf gegen das deutsche Volk ist.)
 
"Deutschland bildet das Herzstück Europas, ist im Mittelpunkt seines Körpers, am Gipfel seines Geistes, in den innersten Räumen seines bewussten und unbewussten Wesens: die Quelle seiner erhabensten Musik, Philosophie, Naturwissenschaft, Geschichte, Technik – sie alle sind undenkbar ohne Deutschland. Wenn Deutschland fällt, so fällt Europa. Wenn Deutschland verrückt wird, so wird auch Europa verrückt. Die moralische Gesundheit des deutschen Volkes ist eine der Hauptbedingungen für die moralische Gesundheit Euro­pas, ja für seine Existenz selbst."
 
(Quelle: Salvador de Madariaga: Porträt Europas; Stuttgart 1953, S. 128)
 
Wer Europa zerstören wollte,  musste zuerst Deutschland ausschalten ...

RMH

21. März 2026 10:50

@Diogenes, interessant zum Thema sind auch die Bücher von Ulrich Brunzel, wie "Hitlers Geheimobjekte in Thüringen" oder speziell zum Jonastal von G.Remdt/G.Wermusch "Rätsel Jonastal". Bücher von mitteldt, thüringischen Autoren, die sehr viel mit Quellen & Zeitzeugenberichten arbeiteten. Vermutlich nur noch antiquarisch erhältlich. Im kurzen Zeitfenster nach 89 kam viel von lokalen Autoren auf den Markt, die schon zu DDR Zeiten forschten, aber nichts veröffentlichen konnten, worauf ab den 0er-Jahren reißerischer, mit YT Videos etc. aufgebaut wurde. Mit einem befreundeten Historiker habe ich damals versucht, ein paar Spuren der Operation Overcast/ Paperclip regional nachzuvollziehen, denn ein Sammelpunkt für Mitarbeiter, "Know How" aus Thüringen, war nach Ende des Krieges 45 Bad Kissingen, in dessen Kurhotels die Fachleute interniert wurden & es gab einen gewisses Geschacher, welche Siegermacht jetzt wen für sich rekrutieren konnte. Die Ergebnisse hat mein Freund aber bislang nicht veröffentlicht, da für ein Buch zu wenig gefunden wurde. Übrigens: Die berühmte Bahnwagen aus Compiègne stand 45 in Crahwinkel & wurde dort kurz vor Eintreffen der Amerikaner zerstört.

Gracchus

21. März 2026 11:19

Ich müsste das Buch natürlich lesen. Die Erklärung, wie in der Rezension referiert, kann jedoch - mit nur wenigen Abstrichen - auch dafür herhalten, wie Massengesellschaften - also auch unsere heutige - funktionieren. Der NS hat sich diese Mechanismen mit meisterhafter Propaganda und einem für viele attraktiven archaisierenden Ideologie-Amalgam zunutze gemacht; letzteres scheint bei Aly zu kurz zu kommen. Natürlich spielt das Streben nach materiellem Wohlergehen immer eine Rolle, es spielt aber im "stahlharten Gehäuse" (Max Weber) moderner Massengesellschaften das Versprechen von Gemeinschaftlichkeit und dionysischer Enthemmung ebenfalls eine große Rolle. 

Valjean72

21. März 2026 11:19

@MarkusMagnus:
Ohne diesen 2. 30-jährigen Krieg wäre auch die Gründung Israels nicht möglich gewesen.
 
1917 Balfour-Deklaration: aufgesetzt von einflussreichen AngloZionisten, addressiert an Lord Rothschild und unterzeichnet von Lord Balfour.
Hintergrund: das Deutsche Reich hatte an England im Dezember 1916 ein Friedensangebot übermittelt und England war bereit darauf einzugehen ...  Die AngloZionisten drängten England den Krieg fortzuführen, sie würden dafür sorgen, dass die USA voll in den 1. WK einsteigen und diesen für die West-Alliierten gewinnen würden.
 
1948 Gründung des Staates Israel am 14. Mai im ehemaligen Kunstmuseum (heute: Haus der Unabhängigkeit) am Rothschild-Boulevard 16 in Tel Aviv. (wikipedia)
 
1949 "Villa Rothschild - Wiege der Bundesrepublik" (Welt.de, 20.05.2009)
 
---
Ihr Verweis auf die Wortbedeutung Iran = Land der Arier ist von Bedeutung. mEn verfolgen die Israelis das Ziel  - im Gegensatz zu den USA - den Iran tatsächlich zu vernichten, d.h. als funktionierendes Staatsgebiet langfristig auszuschalten.

dojon86

21. März 2026 11:23

Immerhin hat die Diskussion dazu geführt, dass ich mir in meiner sehr gut assortierten lokalen Leibbibliothek etwas vom Götz Aly ausborgen werde. Als erstes einmal den Band über die 68ger. :). Mal sehen. Gut dass man den Mainstream normalerweise nicht kaufen muss.

das kapital

21. März 2026 12:20

@ MarkusMagnus "Vielleicht sollten die Chinesen die USA vom Epstein-Regime befreien." Ich möchte keinen Weltgendarmen, sondern eine Welt, in der jedes Land seine eigene Kultur und seine eigenen Regeln unbedrängt leben kann. Weder die USA noch China taugen zum Weltgendarm, sondern alle haben irrsinnige Systeme der Gewalt und Vernichtung aufgebaut, die das freie Leben nicht ermöglichen, sondern durch den Fleischwolf drehen. Die Freiheit landet weltweit im Fleischwolf, egal wer ihn baut und bedient. Im Zeitalter der Atombombe, der Bevölkerungsexplosion und der Explosion technischer Möglichkeiten gleich doppelt. Erst züchten sie Corona im Labor. Dann nützen sie es, um die Freiheit des Einzelnen weltweit zu diskreditieren und zu verdammen. Zur Belohnung darf Alena Buyx dann bei Bertelsmann und bei der Konrad Adenauer Stiftung ihren menschenfeindlichen Blödsinn verbreiten. /// Das Ideal wäre für mich: jedes Land lebt seine Kultur nach seinen historischen Erfahrungen und gesellschaftlichen Strukturen. Jedes Land respektiert die natürlichen Eigeninteressen und Strukturen der anderen Länder. Keiner destabilisiert keinen. Die historische Erfahrung ist, dass Krieg ein Scheiß ist, der sich für keinen lohnt und insgesamt zu einer schlechteren Welt führt. Haltet euch dran !

Gracchus

21. März 2026 13:06

@Artabanus, na ja, wie stellen sich dies denn vor, wie - von wem - 43 der Krieg beendet hätte werden sollen. Hätten einfache Soldaten ihre Waffen niederlegen sollen? Putsch- und Attentatsversuche auf Hitler sind bekanntlich gescheitert. Das hat aber auch einer positiven Legendenbildung vorgebeugt. Damit will ich nicht sagen, dass es "rational" war, 43 weiterzukämpfen. Aber wer ist denn das Subjekt, das 43 vor einer rationalen Wahl gestanden hätte? Die rationale Analyse stößt da an ihre Grenzen. Von "ewiger Schande" würde ich auch nicht sprechen. Natürlich haben wir die Folgen bis heute zu tragen. 

Ekstroem

21. März 2026 13:36

Das Thema ist vermintes Gelände. Einige (beispielsweise @Diogenes, @Valjean72, @MarkusMagnus)  nähern sich der deutschen Sichtweise an. Danke dafür. Ich füge nur einen Stichpunkt hinzu: Bletchley Park. Das Eigene ist wesentlich für SiN. Siegerpropaganda gibt es genug.  

Valjean72

21. März 2026 14:13

@Marcus AC Severus: "Mal kurz nachdenken was wäre wenn man Hitler und den NS 1943 gestürzt hätte? Ich kann es Ihnen verraten: Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wäre Deutschland weder auf die uns bekannte Art viergeteilt worden ..."
---
 
Das ist eben ein kolossaler Irrtum, denn die Alliierten bekämpften, wie bereits erwähnt, nicht allein den NS, sondern Deutschland, welches sie als selbtsständigen und bestimmenden Machtfaktor in der Mitte Europas ein für allemal ausschalten wollten.
 
Darüber hinaus verfolgten die Alliierten nach der Konferenz von Casablanca 1943 offiziell das Ziel der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands, was keine Unterstützung von deutschen Widerständlern zuliess.
 
In diesem Zusammenhang ist das berühmte Zitat Eugen Gerstenmaiers zu begreifen.
 
Schon allein die Kriegsführung der Alliierten gegen Deutschland, flächendeckende Bombenangriffe auf Wohnquartiere und die gezielte Zerstörung historisch gewachsener Innenstädte von enormen kulturellem Wert, noch gesteigert zu Kriegsende als der Ausgang des Kriegs längst entschieden war, weist hin auf die Vernichtungsabsicht unserer Feinde uns gegenüber.
 
 
 

Laurenz

21. März 2026 14:44

@Marcus AC Severus @Dojon86 ... ich antworte Ihnen gerne, muß das aber vorsichtig formulieren. Sie Alle Beide recherchieren nicht. Sie lassen Sich von Ihrer umerzogenen Schulbildung manipulieren. Der I. Krieg entstand durch den Bruch des Berliner Abkommens von 1878 durch die Entente-Mächte. Wer teuer eine Flotte bauen läßt, die über die Nordsee nicht hinauskommt, also 0 Bedrohung erzeugt, sich den ganzen Tag mit der Presse beschäftigt & 4x am Tag die schwule Karnevalsuniform wechselt, anstatt sich darum zu kümmern, daß der eigene Geheimdienst auf Vordermann gebracht ist, hat auf dem Posten des Kaisers nichts verloren. Im eigenen Größenwahn war man sich über den totalen Vernichtungswillen der Anglo-Amerikaner nicht bewußt & stimmte damit die Außenpolitik falsch ab. Bismarck war halt tot. 33-45 war durch die Deutsche Frage bestimmt, was mit den Nationalsozialisten nur insofern zu tun hat, als daß man von den Nationalsozialisten die Deutsche Frage gelöst haben wollte. Die Brutalität des Krieges im Osten war der Tatsache geschuldet, daß Lenin kurz nach seiner Machtergreifung alle Konventionen verließ. Stalin ratifizierte 1929 nur die Konvention zur Behandlung Verwunderter (Soldaten). Sie besitzen einfach 0 Empathie & Bildung, um sich in die Situation der Entscheidungsträger hineinfühlen zu können.

Laurenz

21. März 2026 15:07

@MarkusMagnus @RMH ... Sie können natürlich schreiben, was Sie wollen. Google bezahlt die teuren KI-Abfragen, die 10x so viel Energie kosten, wie die normale Google-Suchmaschine. Die KI erklärt haargenau, wie man eine F-35 ortet, genauso wie sie erklärt, warum der Kauf einer F-35 Schwachsinn ist. Die F-35 ist kein fliegender Rechner, sondern ein Terminal, welches an einem Server in Texas hängt. Wenn der Server der Meinung ist, die Maschine soll am Boden bleiben, dann bleibt sie am Boden, egal was der kommandierende Offizier sagt. Das passiert auch genauso, wenn sie in der Luft ist, sie fliegt zurück. Ihr Land der Arier beherbergt ein Volk von Seßhaften, das von einer Nomaden-Regierung beherrscht wird. Um es aber mit von Clausewitz zu sagen, der politische Zweck Israels & der USA ist nicht groß genug, um den Iran zu okkupieren. Im Falle Deutschlands war der politische Zweck seit ca. 1900 bis 1948 groß genug, um die Deutschen vom Angesicht der Erde tilgen zu wollen. Mit politischen Mitteln ist das bis heute so. Was rechtfertigt sonst die Existenz der Grünen? Das weiß man & muß entsprechend klug reagieren. Wir sind nur wenigen Völkern was schuldig, die uns in Katastrophenzeiten die Stange hielten, aber sonst niemandem.

dojon86

21. März 2026 17:12

@Laurenz Ursprünglich wollte ich mit meiner Wortmeldung nur meinem verstorbenen Vater eine Stimme geben. Der war immerhin Zeitzeuge. Im übrigen, alles worüber sie schreiben, weiß ich ohnehin. Teilweise kann ich Ihnen auch zustimmen.  Und, ändert es was ! Wir haben zwei Kriege verloren. Dafür muss man zahlen. Ist so. Wie das alte Menschen so tun, überlegen wir, wann wir falsche Entscheidungen getroffen haben. Ist ja eine nette Samstagsunterhaltung. Die Gegner im WW I und II wollten Deutschland vernichten. Ist klar. Was tut man, wenn man schwächer ist und einen überlegenen Gegner hat. Man tarnt sich mit einem Mäntelchen der äußersten Harmlosigkeit und trommelt sich nicht angeberisch auf die Brust. Heute ist das alles Schnee von gestern. Einem gemobbten deutschen Schüler an einer großstädtischen Schule gehen derlei Diskussionen mit Sicherheit am Allerwertesten vorbei. Alle Westeuropäischen Völker stehen vor dem gleichen Riesenproblem, egal ob sie vor 45 zu den Siegern oder Verlierern gehörten. Was wir brauchen, sind Identifikationsfiguren und eine positive deutsche und europäische Identität. Und da hilft das ganze Moral- und Schuldgedöns der deutschen Linken wie auch der Rechten in keinster Weise weiter. Was die Deutschen bräuchten, wäre Zusammenhalt auch im Kleinen. Bei Konsumentscheidungen. (Die Leute haben ihre eigenen Tante Emma Läden wegen 50 Cents Preisdifferenz umgebracht) Bei Tipps für den Alltag und bei der Jobsuche. Etc. 

Gracchus

21. März 2026 18:33

@Valjean72, Laurenz: Warum haben unsere Feinde ihre Vernichtungsabsicht nicht zu Ende geführt? 
Wir Deutsche hatten keine Absicht, Slawen, Juden zu vernichten? 
Mir kam noch nicht in den Sinn, den Alliierten hehre (moralische) Absichten zu unterstellen. Ich leugne auch nicht anti-deutsche Feindseligkeit. Nur weiß ich trotzdem nicht, worauf Sie hinauswollen? Macht das den NS besser? 
 

Gracchus

21. März 2026 18:54

Die Diskussion ist etwas unleidlich, weil die Frage - wie konnte das geschehen? - ein bestimmtes Ergebnis impliziert, nämlich ein deutsches Tätervolk, das aber auch nicht als verführt oder getäuscht gelten darf, es muss auch voll schuldfähig sein, obwohl die Kollektivschuldthese nicht haltbar ist.
Die Diskussion ist auch deshalb unleidlich, weil sie nicht frei geführt werden kann; obgleich ich da wirre-wildes Geschwurbel (wovon @MM, Diogenes Kostproben liefern) befürchte, bin ich für eine freie Debatte.
Wahrscheinlich hat sich schon jeder diese Frage vorgelegt, ich habe darauf keine endgültige Antwort, die Frage ist eher verschwunden. Auch seit ich mir vorzustellen versucht habe, was an der NS-Bewegung fasziniert haben mag. Auch wenn die NS-Ideologie, vor allem die Rassentheorie, geisteskrank war, sieht man, dass sich an der Wurzel echte Anliegen verbergen. 
M. E. hat die deutsche Geistesgeschichte seit der Reformation ohnehin eine eher ungute Wendung genommen. 
 
 
 

Mitleser2

21. März 2026 19:44

@Laurenz: "Im Falle Deutschlands war der politische Zweck seit ca. 1900 bis 1948 groß genug, um die Deutschen vom Angesicht der Erde tilgen zu wollen. Mit politischen Mitteln ist das bis heute so. Was rechtfertigt sonst die Existenz der Grünen?"
Wir sind öfter verschiedener Meinung, aber das ist genau der Punkt. Die Grünen sind die gefährlichste Partei Deutschlands. Mit weitem Abstand.

Laurenz

21. März 2026 21:24

@Gracchus (& Valjean72) ... haben unsere Feinde ihre Vernichtungsabsicht nicht zu Ende geführt? ... Das wissen Sie doch & warum fragen Sie komisch? ... Als die Deutschen bis 1947 hungerten & erfroren, brach der Kalte Krieg aus. In diesem Zeitraum waren die West-Alliierten der Roten Armee unterlegen. Es war doch offensichtlich, daß wenn man die Deutschen weiter verhungern ließ, sie zu Stalin überlaufen würden. Man merkte sofort, daß sich das nur verhindern läßt, wenn man ein Wohlstandsgefälle von West nach Ost erschafft. Aber seit 1990 ist die Notwendigkeit eines Wohlstandsgefälles weggefallen. ... @Dojon86 (& Mitleser2) ... Sie haben mich (zumindest leicht) falsch verstanden. Ich will weg von jeglicher Moral, hin zu Fakten & Interessenlagen. Ich bin der Überzeugung, daß der NS in der historischen Betrachtung politisch zu sehr über - & Deutschland zu untergewichtet wird. Sobald irgendwer in moralische Wertungen, wie @Marcus AC Severus (& auch Sie) verfällt, bewegt man sich von der Realität weg in den Bereich der Glaubens, der Religion, das entscheidende Ziel von Propaganda. Denn nur ein Glaube schließt das journalistische Hinterfragen aus.

das kapital

21. März 2026 21:29

@ Gracchus "M. E. hat die deutsche Geistesgeschichte seit der Reformation ohnehin eine eher ungute Wendung genommen." Sorry, Musste lachen. Ist für mich eine massive Fehlleistung. Nicht mehr Land der Dichter und Denker, sondern eine einzigartige ungute Wendung. Deutschland hat angefangen mit Kant einige der größten Denker dieser Erde hervorgebracht. Nach der Reformation. Teils auch aus dem Geiste der Reformation heraus. Luther war theologisch spirituell kulturell und auch weltlich Höchstleistung. Sonst hätte er gegen einen übermächtigen katholischen Apparat nicht bestehen können. Jan Hus haben sie noch umgebracht, um den Geist zu bekämpfen und den katholischen Ungeist des Massenmordes an "Ungläubigen" auszuleben. Dieser Ungeist speist sich aus denselben Quellen des Ungeistes wie der Islamismus. /// "Kollektivschuld" ist Siegergeschichte, Siegersprech und Siegerjustiz. Kein Ami hat sich jemals zur us-amerikanischen Kollektivschuld am Vietnamkrieg bekannt. Keiner wird das jemals tun. Auch zur Kollektivschuld an der Nordstreamsprengung wird sich kein Ami bekennen. Ebensowenig zur Kollektivschuld an der Brandstiftung am Persischen Golf. "Kollektivschuld" ist das Urteil der Sieger über die Besiegten. Wir haben weder die Menschen noch das Material um den Amis solchen Schaden zuzufügen, wie sie ihn uns Europa und der Welt zufügen. 

Laurenz

21. März 2026 21:32

@Gracchus ... Wir Deutsche hatten keine Absicht, Slawen, Juden zu vernichten? ... Wir können das nicht zu Ende debattieren, ohne horstmahlerisiert zu werden. Insofern ziehen wir die Rote Linie. Ich denke, ethnische Konsequenzen sind meist auf politische Konflikte zurückzuführen. Und Sie, Gracchus, können ja mal den Versuch starten, entsprechende NS-Propaganda zu recherchieren & hier legal zu posten. Sie werden Sich wundern. Eine Israelisierung Deutschlands in den 30ern hat logischerweise Konsequenzen. Mao machte das übrigens 1949 genauso & schmiß alle Ausländer raus, im Westen nichts Neues.

Laurenz

21. März 2026 22:03

@Das Kapital @Gracchus ... Luther hatte mächtige Beschützer, die kein Interesse daran hatten, weiter den Kapitalabfluß (Ablaß) nach Italien zu erlauben, um die Heidnische Renaissance in der Kurie zu finanzieren. Luther akzeptierte die territoriale Entmachtung der Kirche. Kaufleute übernahmen stattdessen direkt die Finanzierung des kulturellen Lebens & die Kirche beschied sich mit Schlichtheit, nicht zu verwechseln mit der marxistischen Armut der Franziskaner.

heinrichbrueck

21. März 2026 22:40

"Wir haben zwei Kriege verloren. Dafür muss man zahlen."
Die Kriegsgegner zahlen auch. 
Aus der Geschichte muß man die richtigen Schlußfolgerungen ziehen. Was ist daran so schwer? 
"Die Grünen sind die gefährlichste Partei Deutschlands." 
Die Demokratie ist gefährlicher.
Die "Linken" haben mit Massenmord kein Problem, sofern sie ihn ausüben dürfen. Die Bundesrepublik ist Betrug am Volk, und wie jeder Betrug ist die Rache ein Naturgesetz. Langfristig keine gute Idee. 
Die Asiaten https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/22/Chinggis_Khaan_National_Monument_%28Brian%29_-_Flickr.jpg sind entspannter unterwegs. 
Die USA sind nicht mehr so entspannt. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten - für alle. Beispiele aus der Zukunft im wörtlichen Sinn kann es natürlich nicht geben - aber man kann realistische Szenarien durchdenken, wie sich ein stark polarisiertes Land wie die Vereinigte Staaten entwickeln könnte. 

Remmscheckl

22. März 2026 08:50

Ja, gutes Buch, in der Rezension fehlt aber noch die Sache mit den Juden (Der ewige Jude) und den Behinderten/Alten... auch auf deren Tötung durch "die Wissenschaft" und Verwaltungsfachleute konnten sich neben Raubzug und Sozialpolitik diese Deutschen einigen. Ohne dieses wichtige Element lässt sich der Nationalsozialismus als Mitte-Bewegung nicht verstehen.

RMH

22. März 2026 09:14

"auch auf deren Tötung durch "die Wissenschaft" und Verwaltungsfachleute konnten sich neben Raubzug und Sozialpolitik diese Deutschen einigen."
@Remmscheckl
Bei "Wissenschaft" und Verwaltungsfachleute kann ich Ihnen noch folgen, aber wen meinen Sie mit "diese Deutschen"?
Es gab bekanntermaßen keine Kriegseuphorie anno 39, wie es sie bspw. 14 gab, dass man jemals eine Wahl oder Volksabstimmung zu den Themen, geschweige den "Umfragen", dazu gemacht hätte, ist unbekannt. Die Euthanasie hat bekanntermaßen zu erheblicher Unruhe in der Bevölkerung geführt und wurde daher immer geheimer gemacht und am Ende eingestellt. Was wirklich mit den offiziell "umgesiedelten" Juden während des Krieges geschah, wurde der Mehrheit erst nach dem Krieg bekannt, auch wenn Generationen von "Wissenschaftlern" gegen diesen recht simplen Fakt angeschrieben haben. Also, wer sind "diese Deutschen"?

dojon86

22. März 2026 09:19

@Laurenz Luther hin, Luther her. Die Deutschen Kaiser des HRR haben sich über ein halbes Jahrtausend bemüht, das Reich wirklich zu einigen. Hätten sie es geschafft, dann wären sie beim Kampf um die Macht nicht zu spät gekommen. Mit dem Westfälischen Frieden war die Chance auf eine Einigung dahin. Im Kern hat die Reformation die Landesfürsten gestärkt, aber das Reich als politische Einheit vernichtet. Das sehe ich nicht als positiv. Die Einigung 1870/71 kam zu spät. Man konnte nur mehr am Katzentisch Platz nehmen. Die Dynastien Englands Frankreichs und Spaniens  haben die religiöse Opposition vernichtet, die Einigung erreicht und sie saßen dementsprechend im 16, 17 und 18 Jh. (wo sich alles entschied) nicht am Katzentisch.

Remmscheckl

22. März 2026 09:33

Danke RMH für Ihre Antwort - Aly weist in dem Buch nach, dass es viele Familien hingenommen oder begrüsst haben, aus aus schnöden wirtschaftlichen Gründen, dass ihre Angehörigen die Giftspritze bekamen. Mit "diese Deutschen" meine ich (typisch deutsch oder nicht?), die Neigung, den Staat machen zu lassen, er kann ja nicht falsch liegen. Vielleicht ist es ein Vorurteil, aber die Staatsgläubigkeit scheint ein deutsches Wesensmerkmale zu sein, dass mir fremd bleibt. Grüsse!

das kapital

22. März 2026 10:09

@ Remmscheckl "der Nationalsozialismus als Mitte-Bewegung" Wenn das die Mitte ist, dann möchte ich mit der Mitte nichts zu tun haben. Euthanasie und Massenmord und mörderische Verfolgung von Minderheiten als "Mitte" ? Da stimmt was nicht. /// Das Grundmodell alles Totalitären tritt für mich am Klarsten schon im September 1918 im Rahmen der Russischen Umwälzung und ihrer gewaltaffinen Täter hervor. Da fallen alle Masken. "Wir müssen 90 der 100 Millionen Russlands für unsere Sache gewinnen, den Übrigen haben wir nichts zu sagen, sie müssen vernichtet werden.“ Sinowjew. D.h. bringe 10 Prozent der eigenen Bürger um, dann werden die übrigen 90 Prozent dir folgen müssen, egal wieviel Dreck du produzierst. Mao hat das gleich zweimal durchgezogen. Erst großer Sprung nach vorn (bis zu 45 Millionen Tote) danach Kulturrevolution (bis zu 20 Millionen Tote). Wenn Du das Vermögen und die Lebenschancen an die 90 Prozent umverteilst, die überleben wollen, dann sind sie dir sogar dankbar für ihr Überleben, auch wenn ohne dich 100 Prozent überlebt hätten. Unterhalb von Mord (Ausnahme Hammerbande) läuft das auch heute gegenüber der AfD so. Nur bei 40 Prozent Wählerschaft in Sachsen-Anhalt klappt das nicht mehr so recht.

Remmscheckl

22. März 2026 10:48

Der Staat als Verbrecher. Staatsgläubige stützen Verbrechen. Aly weist nach, wie die ganze Breite des Volkes ("Mitte") einbezogen wird. Entweder durch Zuckerbrot (Rente, KdF, Krankenvers., nationale Einheit und emotionale Grösse, religiöses Erwachen) oder Peitsche (KZs ab 33 für politisch Unzuverlässige, Gleichschaltung, gestapo). 35.000 Todesurteile für Volksdeutsche bis 45 durch Sondergerichte/Volksgerichtshof - nicht alle folgten dem Führer. Die Mitte tat es. Und wechselte nach 45 problemlos in "den Westen", oder in den Sozialismus.

RMH

22. März 2026 10:57

"Mit "diese Deutschen" meine ich (typisch deutsch oder nicht?), die Neigung, den Staat machen zu lassen, er kann ja nicht falsch liegen. Vielleicht ist es ein Vorurteil, aber die Staatsgläubigkeit scheint ein deutsches Wesensmerkmale zu sein,"
@Remmscheckl, 
diesen Punkt kann ich mit Ihnen teilen. Daraus dann aber eine über eine kollektiver Verantwortung hinaus gehende, kollektive "Schuld", die damit dann auch automatisch eine individuelle Schuld (da man ja Teil des Kollektivs war und es nicht verhindert hat, dazu geschwiegen hat etc.) sein muss, herzuleiten, da bin ich dann nicht mehr dabei. Das lehne ich ab. Und ich unterstelle Aly eben genau das: Er hält die These der deutschen Kollektivschuld aufrecht, nur macht er aus der Pille, die zu schlucken ist, eben ein Suppositorium, welches er gut eincremt, damit es besser flutscht. Ergebnis ist das Gleiche.

RMH

22. März 2026 11:07

"Die Dynastien Englands Frankreichs und Spaniens  haben die religiöse Opposition vernichtet, die Einigung erreicht und sie saßen dementsprechend im 16, 17 und 18 Jh. (wo sich alles entschied) nicht am Katzentisch."
In D hat man bekanntermaßen auch versucht, religiöse "Homogenität" herzustellen. Das Ergebnis war der 30-Jährige Krieg, der in Folge genau zur verspäteten, erneuten Reichsgründung, zum Sitzen am Katzentisch etc. geführt hat. Es ist jetzt natürlich ein komplett anders Debattenschlachtfeld, wen man dafür verantwortlich machen will. Rein religiös gibt es unterschiedliche Präferenzen, der eine macht dafür natürlich Luther verantwortlich, der Rom herausforderte, andere hingegen sagen, die Reformation war so derart deutsch, dass sie ganz Deutschland ergriffen hätte (so, wie sie auch die skandinavischen Länder erfasst hat & in kleiner Form das von Angeln, Sachsen & Wikingern bestimmte England) & nur durch das Eingreifen der "undeutschen" Katholiken kam es zur Urkatastrophe der neueren, deutschen Geschichte. Es war natürlich komplexer, ändert aber nichts daran, dass wir den 30-jährigen Krieg mit all seinen Folgen hatten. Ein Aspekt, den man nicht unabachtet lassen kann. Nicht der WK1 war die Urkatastrophe für D, es war der 30-jährige Krieg.

RMH

22. März 2026 11:09

@das kapital, das, was Sie in ihrem Beitrag #22. März 2026 10:09 darstellen, unterstreicht ein gutes Stück weit die These, dass die Nazis eben doch Linke waren.

das kapital

22. März 2026 11:12

@ dojon Luther hat die Einigung unter einem Kaiser verhindert ? Wäre Deutschland nur komplett katholisch geblieben, na dann aber ... ///Haben nicht die Preußen auf protestantischer Grundlage Deutschland geeint?Die waren nicht papsttreu und haben ein einheitliches Reich geschaffen, das funktioniert hat. Hätten Sie sich an Bismarck gehalten, könnte es als großes Land auch heute noch Bestand haben. Der war auch Protestant. Nix papsttreu sondern Kampf gegen die "Transmontanen" und Sozialistengesetze. ///  Die geopolitischen Überlegungen Bismarcks gingen doch von 5 wesentlichen Mächten aus. Die USA hatten zu seiner Zeit in Europa nichts zu melden. Neben Deutschland in zentraler Lage also England und Frankreich mit ihren kolonialen Weltreichen, Russland und zuletzt Österreich. Deutschland dürfe nicht eingekreist werden. Es dürfe nie wieder zum Spielball auswärtiger Kräfte werden, wie im 30jährigen Krieg. An dem hatte Österreich noch sehr zu Lasten der Deutschen mitgewirkt. /// Eine ersten Weltkrieg hätte es so mit einem Bismarck und dessen klarer Geisteshaltung nie gegeben. Aber Wilhelm II hat ihn und seine Geisteshaltung abserviert und eine realistische Geopolitik von deutschem Boden aus auch. /// Auch ein geeintes Deutschland wäre Napoleon zum Opfer gefallen. Genau wie das durch und durch katholische Frankreich, das die Protestanten niedergemetzelt und vertrieben hatte.

Laurenz

22. März 2026 11:34

@Das Kapital & Remmscheckl ... Warum sind Sie nicht sachlicher? Sie werten Sachverhalte, die Sie nicht als Zeitzeugen erlebt haben. Mein Großvater mütterlicherseits war ab 1935 Pfleger in der Lohrer Anstalt & Sani an der Ostfront bis 42, bis 45 Polizeidienst in Würzburg, redete wenig über das III. Reich oder den Krieg. Nach dem Gefangenenlager in Marseille wollte Er nie mehr von zuhause weg. Er überlebte die Gefangenschaft mit 55 KG Körpergewicht. 1x ließ Er sich hinreißen, zu sagen, daß im III. Reich in der Lohrer Anstalt ein Haufen Sauereien (zB Zwangssterilisation) stattgefunden hatten, obwohl er die Euthansie an 600 Anstalt-Insassen ab 1940 nicht mitbekommen hatte. Die Kenntnis davon ist schwer auszuhalten. Andererseits, wie viel tausende Sanis hätten Sie im OKW denn von der Front abgezogen, um die Anstaltsinsassen Deutschlands pflegen zu können? ... @Dojon86 ... Sie, Dojon86, sind halt mentaler Römer oder Franzose. Die Deutschen Fürsten sind ein Relikt der Germanischen Föderalismus. Der Föderalismus macht uns als Deutsche aus, wir sprechen deswegen Deutsch & kein schwules Französisch, wie der Deutsche Adel zu Zeiten des Alten Fritz'. Der Föderalismus, wie der Zentralismus, haben beide Vor- & Nachteile. Ich spüre mein Deutsch sein sehr genau & würde mir innenpolitisch mehr Föderalismus wünschen.

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