Regression als Volkssport

Ich sehe überall Regressionen. Auch im privaten Umfeld übrigens: Auf Instagram hab' ich gesehen, daß sich ein Cousin von mir heftig mit Schlümpfen und ???-Hörspielen beschäftigt. Der Mann ist 51. Das läßt tief blicken: Diese Sehnsucht nach einem „Früher“, das längst nicht mehr ist…

Ellen Kositza

Ellen Kositza ist Literatur-Redakteurin und Mutter von sieben Kindern.

Sol­che regres­si­ven Akte pas­sie­ren meist als Schutz vor Über­for­de­rung, star­ker Angst, tief­lie­gen­den Trau­ma­ta. Regres­si­on ist ein klas­si­sches Bewäl­ti­gungs­sche­ma. Eines, das bei uns seit län­ge­rem überhandnimmt.

Vor mir an der Super­markt­kas­se stand heu­te eine Frau mit durch Plugs aus­ge­lei­er­ten Ohr­läpp­chen. (Aber nun ohne Plugs. War es ihr zu schwer oder zu dumm? Dezen­tes, „nach­denk­li­ches“ Nacken­tat­too: „Belie­ver“.) Auf den Hän­den hat­te sie einen Ele­fan­ten, Rosen, „Matteo“ und einen wei­te­ren, für mich unle­ser­li­chen Namen, wohl jeweils mit Geburtsdatum.

Sie hat­te nichts wirk­lich Gutes auf dem Kas­sen­lauf­band: Naß­fut­ter für Hun­de, Spa­ghet­ti in Dosen, Chips, Raum­be­dufter, Scho­ko­rie­gel, Corn­flakes, Kip­pen und einen Gut­schein für Play-Kon­sum. Das sind natür­lich so Gemenge­la­gen, die man eher näch­tens in Träu­men bear­bei­tet. (Was nicht heißt, daß es ein sel­te­ner Anblick wäre, hier­zu­lan­de. Nur: Man gewöhnt sich so schwer dran.)

Ihr Haar­pink war aus­ge­wach­sen, der Ansatz war grau. Sie trug einen glit­zern­den Ein­horn-Pul­li mit der erra­ti­schen Auf­schrift „Erwach­sen war ges­tern“ … ob sie 32 war oder eher 49, wie könn­te ich es ahnen? Sie roch stark nach Zigaretten.

Nun bin ich stets bemüht, an Men­schen das Gute her­aus­zu­fin­den. Ich dach­te mir aus, daß sie viel­leicht eine wahn­sin­nig lie­be­vol­le Mut­ter sei oder eine eif­ri­ge Kran­ken­schwes­ter. Ich tat mich schwer (und viel­leicht müß­te man auch ein­fach mal weni­ger den­ken). Betrei­be ich hier Unter­schich­ten-Besu­de­lung oder Class Shaming, wie es neu­deutsch heißt? Mag schon sein, aber es ist nun mal mei­ne All­tags­rea­li­tät. Ich kann nicht nicht-denken.

Die­se kaum beson­de­re Frau war nicht vom Typus, der aktu­el­le Trends auf­spürt und ver­brei­tet. (Klein­stadt!) Aber sie hat auf eine Wei­se begrif­fen, daß es ange­sagt ist, sich selbst als infan­til zu framen: „Erwach­sen war gestern.”

Die­ses sich selbst als „non-adult“, nicht-erwach­sen zu benen­nen, ist nun sehr in Mode. Es ent­le­digt einen ja auch qua Spruch einer gewis­sen Ver­ant­wor­tung. Bekannt­lich ende­te „die Jugend“ im Mit­tel­al­ter mit etwa 13 Jah­ren, in der Neu­zeit mit 21 und heu­te (haha, Wahl­al­ter aber ab 16, was für ein Para­dox) „in sozio­lo­gi­scher Hin­sicht“ erst mit 29.

Ich erin­ne­re mich noch gut dar­an, wie mir vor vie­len Jah­ren mei­ne (damals 26jährige) Freun­din geschrie­ben hat­te, sie sei nicht reif für ein Kind, „ich bin doch selbst noch ein Kind“. Ein Jahr spä­ter war sie schwan­ger. Ich hat­te sie „spa­ßes­hal­ber“ an ihre dama­li­ge Aus­sa­ge erin­nert. Sie schrieb mir:

Den Spruch damals… ehr­lich gesagt hat­te ich den aus dem Inter­net auf­ge­ga­belt. Ich kann nicht leug­nen, wie mich so Zeug beeinflußt.

„Squish­mal­lows“ und „Labu­bu“ sind zwei extrem erfolg­rei­che Sam­mel-Phä­no­me­ne, bei denen durch mas­sen­haf­te, mini­mal vari­ier­te Designs (tau­sen­de Cha­rak­te­re bzw. hun­der­te Figu­ren) gezielt Sam­mel­zwang und per­ma­nen­ter Kon­sum­druck bei Kin­dern und erwach­se­nen Samm­lern erzeugt wird. Es sind nied­li­che (naja), „per­sön­li­che“ Kuschelfiguren.

Mir geht es hier nur um die Erwach­se­nen. Und wir spre­chen hier­bei von einer umgrei­fen­den Regres­si­on. Squish­mal­lows und Labu­bus flot­tie­ren frei. Hun­dert­tau­sen­de voll­jäh­ri­ge Deut­sche kon­su­mie­ren das Zeug. Von den armen Leu­ten +75, die „lebens­ech­te“  Pup­pen sam­meln und auch dar­auf abon­niert sind, ganz zu schwei­gen. Und das ist unheim­lich genug.

Du kommst in so ein Haus, wo gera­de die allein­ste­hen­de 87jährige ver­stor­ben ist. Du blickst in zwan­zig künst­li­che Mäd­chen­au­gen­paa­re. Und, ja, das Zeug ver­kauft sich sogar wei­ter, weil die Leu­te ein­fach ver­rückt danach sind. Das ist nichts für ‚Klein­an­zei­gen‘, und wenn, dann ist‘s sofort weg

berich­tet mir ein auf „Senio­ren­woh­nungs­auf­lö­sung“ spe­zia­li­sier­ter Unter­neh­mer. Ob das nicht etwas per­vers sei? Eine Gene­ra­ti­on, die Eins­kom­ma­noch­was Kin­der gebar, aber sich nun mit „lebens­ech­ten“ Baby­pup­pen umgibt? Der Unter­neh­mer reagiert mil­de. Er hat Dut­zen­de die­ser Kin­der­pup­pen­auf­lö­sun­gen zu ver­wal­ten. Er sagt, das sei­en völ­lig natür­li­che Traum­wel­ten. Daß sich alte Frau­en in die Rol­le einer Viel­fach-Super­mut­ti ima­gi­nie­ren, ist aus sei­ner Sicht ein nahe­zu gesun­der Wesenszug.

Regres­si­on ist ein Zurück­fal­len in kind­li­che Modi. Die­ser Zurück­fall dient meist dem kurz­fris­ti­gen Angst- und Streß-Abbau. Man flüch­tet in eine Pha­se, in der es weni­ger Ver­ant­wor­tung, weni­ger Kon­flik­te und mehr Gebor­gen­heit gab. Das gibt es auf vie­len Ebenen.

Per­sön­lich erin­ne­re ich mich dar­an, wie ich mir mit etwa 12 Jah­ren einen Schlaf-Over­all kau­fen ließ. Das war pure Regres­si­on. Ich woll­te mit Puber­täts­be­ginn wohl ein­fach zurück in den „Stramp­ler“, wie ihn Babys tra­gen. Krank­haft war das nicht, nur eine Remi­nis­zenz, aber jeden­falls eine, die mich begrei­fen läßt, wie das läuft mit dem Regre­die­ren, das eine öffent­li­che Pest gewor­den ist.

Ganz neu ist die Kla­ge über eine infan­ti­le und zuneh­mend regre­die­ren­de Gesell­schaft nicht. In den spä­ten 1960ern wur­de im Rah­men von Alex­an­der Mit­scher­lichs Kri­tik und Visi­on einer “vater­lo­sen Gesell­schaft” eine all­ge­mein kon­sta­tier­te Rei­fungs­hem­mung schlagworttauglich.

Spä­ter bemerk­te Neil Post­man in Das Ver­schwin­den der Kind­heit, daß es nur eine Fra­ge der Per­spek­ti­ve sei, ob die Kind­heit oder das Erwach­se­nen­al­ter ver­schwän­den. Er kon­sta­tier­te zwi­schen Säug­lings­al­ter und Seni­li­tät eine lang­ge­streck­te drit­te Lebens­stu­fe: die des „Kind-Erwach­se­nen“.

Mit­te der Neun­zi­ger, im Zuge der mas­sen­haf­ten Ver­sor­gung deut­scher Haus­hal­te mit Pri­vat­fern­se­hen und den ent­spre­chen­den Blö­del­pro­gram­men und Voy­eur­shows, erschie­nen zahl­rei­che Bücher zur „kind­li­chen Gesell­schaft“, und der Spie­gel titel­te mit dem Schre­ckens­bild eines Mor­bus Infan­ti­li­ta­tis.

Nai­vi­tät, Ver­spielt­heit und das ent­hemm­te Lau­fen­las­sen der Emo­tio­nen wur­den von moder­nen Kunst­strö­mun­gen und gesamt­ge­sell­schaft­lich von den rebel­lie­ren­den Acht­und­sech­zi­gern gera­de­zu ein­ge­for­dert und wirk­ten letzt­lich kulturprägend.

Infan­ti­li­sie­rung ist ein Luxus­pro­blem wohl­ha­ben­der Gesell­schaf­ten. Sie frißt lang­fris­tig Sub­stanz. Sie ist kei­ne Rebel­li­on gegen die Här­te des Lebens, son­dern Kapitulation.

Die Gesell­schaft infan­ti­li­siert sich, weil sie den Preis der Rei­fe scheut. Ich behaup­te ja, daß „vie­le-Kin­der-krie­gen“ ein Rezept gegen fast alles ist, auch gegen den Mor­bus regres­sio­nis infan­ti­lis. Ich schwö­re auf die­ses Rezept.

Ellen Kositza

Ellen Kositza ist Literatur-Redakteurin und Mutter von sieben Kindern.

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Kommentare (133)

ofeliaa

21. März 2026 17:48

Regression wird wirklich absolut allem voran mit einem Werkzeug in Deutschland betrieben und das ist der Sport. Weiß nicht, ob dieser Kommentar hier veröffentlicht wird, da ich Teile der Neuen Rechten eher als Sportfanatiker einstufe. Nun betrachten wir den Sport einmal als das, was er ist: Stumpfe Ablenkung. Statt sich mit seinem Partner auseinanderzusetzen, geht man ins Gym. Statt an Nachwuchs zu arbeiten, geht man Radfahren. Statt sich mit Politik zu beschäftigen, geht man joggen. Statt sich jemals geistig zu nähren, in Form von Literatur, Kino, Musik und anderer Kunst, statt je ein Instrument zu lernen oder einen guten Kuchen oder ein nahrhaftes günstiges Mahl zubereiten zu zu können, geht man ins Gym, und so weiter. Ein völlig fruchtloses unterfangen und man erkennt die Wurzeln eines Baumes bekanntlich an den Früchten. Doch dies wird übersehen. Man sieht Schlumpffanatiker und Disney-Verrückte, aber man achtet selten darauf, wie kaputt uns dieser völlig sinnlose Sportwahn als Gesellschaft macht. Der Sport, wie er in unserer Gesellschaft derzeit betrieben wird, ist für mich der Antagonist zu emotionalem und geistigem Wachstum, einem natürlichen Lebensstil (diese Menge an Sport ist völlig unnatürlich), wie zu einer gesunden, reifen Gesellschaft mit echten Werten. 

Diogenes

21. März 2026 18:20

"Unsere" sog. Elite (die nicht "unsere" ist, weil sie keine dt. Sichtweise als solche ausweist) "frißt" unsere Kinder ja, und das nicht nur im übertragenen und politischen Sinne, sondern wortwörtlich: https://www.youtube.com/watch?v=yn5Wca0vEFw ("Holger Strohm: Politik, Korruption und Satanismus")
 
Davon ab, sollte sich jeder sein "Inneres Kind" bewahren, damit diese Zeiten mit Humor nehmen kann. 

Blue Angel

21. März 2026 18:31

"Infantilisierung ist ein Luxusproblem wohlhabender Gesellschaften. Sie frißt langfristig Substanz. Sie ist keine Rebellion gegen die Härte des Lebens, sondern Kapitulation." - Das trifft es auf den Punkt.

Kurativ

21. März 2026 18:52

Bei der Arbeit läuft in der Nachbarsabteilung den ganzen Tag "Deutschland Funk". Also Lizenzpresse mit Gehirnwäsche der NATO/USA/GB.
Meistens ist eine kleinkindhafte weibliche Stimme zu hören, welche versucht, die Zuhörer mit vermeindlichen oder tatsächlichen Ungerechtigkeiten auf kindlicher Ebene zu gewinnen. Ich kann mir vorstellen, dass die Zuhörer nach einiger Zeit dort alles glauben und sich denken: "Die machen das schon. Ich bin klein und unwichtig. Die werden doch nicht...". Und wenn es dann doch unangenehm wird (Ölpreise, Armut, ..) kann man sich wieder auf die kleinkindhafte Rolle zurückziehen und macht dem Regime keinen Ärger.
Viele glauben dabei, sie stehen in einem Dialog mit den Überbringern der Regierung. Aber im Falle von Nachteilen bekommen sie NICHTS für ihre Selbstverzwergung.
Die beschriebene Regression als Luxusproblem trifft für mich das Problem perfekt.
Es liegt an jedem selber, die Situationen, welche von Außen auf einen zu kommen, zu ändern !

RMH

21. März 2026 19:02

Das ist auch ein Ergebnis der antiautoritären Erziehung und der daran anschließenden Überpädagogisierung aller Bildungseinrichtungen. Wer immer nur "altersgerecht" Zöglinge "abholen" will, wer die jungen Pennäler nicht mehr ab einen gewissen Alter siezt und sie nicht wie "große" behandelt und fordert (!), sondern stets nur wie Kinder, der leistet der Infantilisierung großen Vorschub. Auf der anderen Seite ist es auch eine klare Charaktersache, die zu einem großen Teil genetische Ursachen hat. Wer als Kind und Jugendlicher nie besonders kindisch war, sondern sich schon in jungen Jahren an Erwachsenen orientierte, der neugierig von Kinder- & Jugendbuchabteilung in der Bibliothek (aus Sicht mancher Erwachsener "zu früh") zu den Büchern der Großen gegeriffen hat, der wird auch im höheren Alter kaum regressiv oder infantil sein. Allein: Es fehlt heutztage dann auch noch an erwachsenen Vorbildern und echter, Literatur für Erwachsene (womit ich nicht erotisch oder pornografisch meine, wie man es vor 40 Jahren verstand). Wo sind die 14 Jährigen, die schon Thomas Mann, Stefan Zweig oder Hermann Hesse lesen? Zu meiner Zeit war das gar nicht mal so selten.

Gracchus

21. März 2026 19:05

Den ersten Satz würde ich unterstreichen, den letzten nicht - weil mir schon viele infantile Mütter begegnet sind. Wir leben halt in einer infantil-pubertären Kultur.

Alex Schleyer

21. März 2026 19:53

Woher das harte Urteil? Nur, weil die Tusse augenscheinlich vulgäre Unterschicht war? Oder weil die falsch verstandene Härte der rechten Szene mitunter bizarre Blüten treibt? Ich, als erwachsener Akademiker mit Erfahrung in Krisengebieten, fahre in meinem alten Mercedes einen lebensgroßen Teddy spazieren. Und? Er bereitet mir und anderen eine kleine Freude in einer Gegenwart, in der wir von lauter Dreck umgeben sind.

Kositza: Der Teddy: wahrlich auch eine bizarre Blüte, die ich Ihnen gern gönne. Infantilismen bei Leuten, die viel in Krisengebieten zu tun hatten, erlebe ich übrigens sehr häufig. Die Grenze zwischen Spleen und Psychopathologie, schmaler Grat.

Mitleser2

21. März 2026 19:55

Schöne Beobachtung. Ob es sich mit Kinderkriegen lösen lässt? Zweifel. Es kommt halt gerade alles zusammen. Die 68er haben mit ihrem Selbsthass die Macht, auch wenn die inzwischen Opas sind. Und die danach Gekommenen wählen 75% Blockparteien. Schwierig, da nicht depressiv zu werden.

Ekstroem

21. März 2026 20:59

Werte EK, Sie beschreiben die Folgen einer lang andauernden Umerziehung. Im letzten Diskussionsfaden habe ich auf "Bletchley Park" hingewiesen. In diesem weise ich auf "Overgames" des kürzlich in der SiN besprochenen Lutz Dammbeck hin: https://www.youtube.com/watch?v=-ThQJM-rpiw "Das perfide Albion" hat planmäßig in D gewütet. 

Andreas J

21. März 2026 21:31

Ist es vielleicht nicht doch nur Zufall, dass optisch gerade alles in Richtung Infantilisierung kippt? Für mich steht dahinter etwas Größeres, ein rapider kollektiver Verlust ästhetischen Gestaltungswillens und Urteilsvermögens. Letzteres ist stark an Kultur und Bildung gekoppelt. Die Dame an der Supermarktkasse würde wohl nicht in einem Feinkostladen vor einem stehen. Für mich gehören z. B. auch jene Radfahrer, Jogger und sogar Spaziergänger dazu, die mir in ihrem furchtbaren, komplett neonfarbenen Outfit im Park begegnen (warum brauchen Jogger Neonhandschuhe?). Deshalb bin ich regressiv-nostalgisch und sehne mich nach der Zeit zurück, in der Leute vor dem Spiegel standen und sagten: „So kannst du nicht auf die Straße gehen“ oder in der einem eine Frau auf dem Fahrrad noch mit wehendem Haar, in Jeansjacke und Kleid entgegenkam. 
 
 
 

Laurenz

21. März 2026 21:55

@Ofeliaa ... In den 50ern war Sport, vor allem Fußball Krieg, Ortschaft gegen Ortschaft. Mein Vater erzählte mir, wenn Er in Unterfranken auswärts gewonnen hatte, wurde der Bus zerdeppert & alte Frauen wollten Ihm mit dem Schlachtermesser zu Leibe rücken. Dagegen sind Ultras heutzutage harmlos. Wenn Schlägereien nicht infantil sind, was dann? ... @EK ... wie der Teilnehmer @RMH bemerkt, ist das infantile Dasein eine Bildungsfrage. Die Linke will Mob beherrschen. Das Objekt Ihrer Betrachtung an der Kasse ist da stehengeblieben, als es die Schule verließ, mutmaßlich mit 16. Wer färbt sich denn die Haare & läßt sich bescheuerte Tattoos stechen, die in jedem YouTube-Vid aussehen wie ungewaschener Dreck. Die Antwort ist: 16jährige, die verliebt sind. Auch Sie sind gezeichnet, EK, im Sommer ein wandelndes Comic. Das Spannendste am ganzen Artikel ist Ihre Unfähigkeit nicht nicht denken zu können. Männern mag das leichter fallen. Aber auch ich schaffe nur mit Glück 15 Sekunden. Ich bin aber vom Charakter her auch nicht so männlich. Fangen Sie doch damit an, Ihre Umwelt zu beobachten & sich jegliche Wertung zu untersagen & eher danach zu schauen, was die Beobachtung mit Ihnen macht. https://www.youtube.com/shorts/NpqQhTK4vIQ?feature=share

RMH

21. März 2026 22:04

"Das perfide Albion" hat planmäßig in D gewütet. 
Wie praktisch, sind mal wieder die anderen an allem schuld - und damit entläßt man jeden Schlümpfe-Sammler aus der Verantwortung für seine eigene Selbstentblödung. Das ist übrigens auch ein Teil der Infantilisierung, der Regression: Immer mit dem Finger auf andere zeigen, eine Kultur des Petzens, des nach der Lehrerin rufen, nie selber verantwortlich sein, immer schön alles auf andere schieben etc.- alles Symptome einer chronischen Unreife. Also genau das, was Linke mit ihrer Opfer- und Diskriminierungskultur herangezogen haben. Unreife benötigen zudem Dauererziehung, Dauer-Nanny und Dauer- Nudging, Unreifen darf man auch nicht zu viel Freiheit geben, also überwachen wir sie, nehmen sie an der Hand und machen sie zu guten Bürgern "unserer Demokratie" (TM).
PS: Schaut man nach Albion, sieht man in den meisten Städten das, was bei uns erst in 10-20 Jahren der Fall sein wird, die faktische Herrschaft des Islam. Aber davor darf man als echter Rechter neuerdings auch nich mehr warnen, denn das sind ja jetzt die Guten.

RMH

21. März 2026 22:08

"fahre in meinem alten Mercedes"
Dann Gruß an den Altauto-Fahrer vom Altautofahrer. Übrigens das einzige, was ich bei mir als ggf. "infantil" entdecke. Die Freude an den Autos aus der Zeit, als man selber noch jung war. Unabhängig davon haben die alten Kisten auch ganz praktische Vorteile.

Arvid

21. März 2026 22:20

Das Problem besteht wirklich schon länger und lässt sich auch an vielen Kleinigkeiten im Alltag beobachten. Die Art, wie Erwachsene sich kleiden, privat und teilweise auch auf der Arbeit. Überall penetrantes Duzen und direkt mit Vornamen angequatscht werden. Die Selbstverständlichkeit, mit der erwachsene Männer über Superheldenfilme und Lego fachsimpeln. Verantwortung will niemand so recht übernehmen, in keinem Bereich und für nichts, am besten soll alles eine einzige Wohlfühlzone sein.
Die Infantilisierung der Gesellschaft ist mit Sicherheit politisch und wirtschaftlich gewollt und wird auch aktiv betrieben. Man muss sich ja nur mal die Sprache in der Politik ansehen, Stichwort "bunt" usw. oder Merkel über die NSA: "Ausspähen unter Freunden, das geht gar nicht". Wer ein kindliches Weltbild hat, kann natürlich viel einfacher manipuliert werden. Politisch, aber auch zu endlosem, hirnlosen Konsum und teurer Sammelleidenschaft. Kinder waren ja schon immer eine begehrte Zielgruppe für die Werbeindustrie.

Hesperiolus

21. März 2026 22:33

Schumann, Kinderszenen! - Regression dervormals ja! - Luxus ja! (Proustsch?) - Die zumal vor-vordem gewesene "Wohlhabendheit" nicht so unterlaufend / mithin "herunterbosselmannen"! (Sie meinen es ja nicht so, dennoch -).

nom de guerre

21. März 2026 22:53

Den letzten Absatz verstehe ich nicht ganz bzw. kann ihn nicht teilen.
Wer viele Kinder haben möchte und sich eine große Familie zutrauen darf (damit meine ich nicht in erster Linie den finanziellen Aspekt), der soll gerne so viele bekommen wie er will. Wer es jedoch nicht will oder (bewältigen) kann, tut in meinen Augen niemandem einen Gefallen, wenn er aufgrund eines verqueren Pflichtgefühls eine große Familie gründet.
Davon abgesehen ist die mitteldeutsche, oft als assig dargestellte ländliche Unterschicht ein häufigeres Thema der Autorin. Und wenn ich die betreffenden Texte nicht völlig falsch in Erinnerung habe, ist da öfter von Familien bzw alleinerziehenden Müttern mit Kindern die Rede. Ist das nicht ein Widerspruch zu obigem Absatz?

Adler und Drache

22. März 2026 00:03

Ich verstehe, was Sie meinen, habe aber noch einige andere Gedanken dazu. Zunächst einmal, wann wäre ein bestimmtes Verhalten keine Regression? Bei diesen La-Li-Lu-Sammeldingern (von denen ich noch nie gehört habe), mag es auf der Hand liegen. Wie ist es mit Superhelden-Filmen? Wie ist es, wenn ich ein Karl-May-Buch lese? Wenn ich bete? Auch Regression? Wo ziehen Sie die Grenze?
Dann halte ich meine Kindheit für meinen wesentlichen Erfahrungszeitraum. Fast alles für mich Hauptsächliche, Entscheidende geschah in dieser Zeit. Wenn ich gedanklich und gefühlsmäßig zurückgehe, dann wie zu einem Quell, der mich erneuert oder mir doch zumindest aufschließt, wer ich bin. Wie arm und flach wäre mein Leben ohne diese Dimension, wie wüst und öde ... Man verliert schon so viel durchs Älterwerden, vielleicht sind bestimmte Objekte ja wie Anker, die ein weiteres Entgleiten verhindern sollen. (Ich denke ja, ich müsse sogar dahin zurückgehen, woher ich komme!)
Auch noch: Die Kindheit ist frei von Ironie und Zynismus, die Besinnung darauf ein Antidot und eine Vergewisserung, dass man besser sein kann ...
 

Kositza: Beten verstehe ich als ganz aktives und "progressives" Tun! Es ist ja (dummer Ausdruck)"Beziehungsarbeit"! Es mag ein Art pathologisches Beten geben, das dann als Coping-Mechanismus fungiert. Man betet (als reifer Mensch) ja auch nicht so sehr, "Gott, mach, daß...", sondern, "Gib mir die Kraft, um..." Karl-May-lesen: Naja, das ist einfach Literatur. Komisch fänd ich, wenn Sie immer wieder auf den "Regenbogenfisch" zurückfielen. Gedanklich nostalgisch in der Kindheit wühlen kenne ich gut, auch die Gründe, die Sie nennen.(Außer, daß ich das Älterwerden bisher sehr gut leiden kann.) Regressive Akzente (wie Kommentator Schleyer mit seinem Riesenteddy) sind ja auch ok so lange sie einen nicht davon abhalten, ein verantwortungsbewußtes Leben zu führen.

Claus Wolfschlag

22. März 2026 02:17

Auf der politischen Ebene begegnet einem das Phänomen der Infantilisierung in der Kleingruppierung "Die Partei", die in einigen Kommunalparlamenten ein paar Sitze erlangen konnte. Mal abgesehen von Martin Sonneborn, der zumindest ein scharfer Beobachter des EU-Parlaments ist, besteht der Inhalt des Rests dieser Gruppierung meist nur aus belanglosem, allenfalls gelegentlich (wenigstens) unterhaltsamem, Klamauk. Dazu die üblichen abgedroschenen "Nazi"-Witze "gegen rechts". Wobei man eigentlich nicht von Witzen reden kann. Sowie etwas primitives Herumgeprohle und narzisstische Selbstdarstellung. "Die Partei" ist eigentlich ein völliger Anachronismus angesichts der vielfältigen Probleme, vor denen unsere Gesellschaft steht. Die Gruppierung trägt nicht einmal einen Milimeter zu möglichen Lösungen bei, sondern bewegt sich ganz brav im Rahmen des dominanten rot-grünen Mainstreams. Ihre Anhänger flüchten vor den Aufgaben dieser Zeit, um sich mit Punkmusik, Wegbier und überheblichen Witzen gegen Machtlose zu betäuben. In der 68er-Zeit sprach man von "bürgerlichen Fluchtbewegungen". Das bürgerlich kann man heute streichen. Es ist eine Fluchtbewegung für im Stadium der Infantilität verharrende Mitglieder der Generation X und in Teilen noch der Millennials.

lucianocali2

22. März 2026 07:10

"Jugend ist das Versprechen, das keine Generation hält."
(Davila, aus dem Kopf)
Wenn aber immer mehr Generationen auch das Erwachsensein nicht mehr wollen und können, dann bleiben sie nach einem Versprechen, das nicht einzuhalten ist, einfach auf der Stelle stehen und klammern sich an Puppen. Linker Politik und dem Staatfunk nützt das. Ihr Ton ist exakt auf diese Klientel abgestimmt. In Schnellroda findet man das eine oder andere Tradwife oder auch mal einen Prepper, aber infantile Erwachsene habe ich da noch nicht getroffen. Der Geist scheint also rechts sich inzwischen ganz wohl zu fühlen? Die Infantilisierung ging mit dem Einzug der Grünen in den Bundestag los? Latzhosen und die Kinder gegen den Atomtod in die Kamera halten? Was tun? 

tearjerker

22. März 2026 08:36

87jährige gehören ja nun gerade nicht zur Generation 1kommanochwaskinder. Ein Leben kann lang werden, wenn man keine Aufgabe mehr hat. Warum also nicht seiner Betüternatur nachgeben und über Kochen bloggen, Puppen sammeln (Kinderwunsch als traumatisches Pathogen bis zum Schluss) oder zur Katzenlady werden? In einer Gesellschaft der Alten ist Regression ohnehin Programm. Das WieSiehtDieWiederAus-Geläster wird sich auch nie ändern.

Ernestina

22. März 2026 08:43

Interessant, besonders auch die Kommentare. Hinzuzufügen wäre noch die steigende Bedeutung von Haustieren in diesem  Zusammenhang, besonders von Hunden, als Kinder- oder Partnerersatz. Tiere suggerieren, dass man Verantwortung übernimmt. Leider geschieht dies nicht auf einer Ebene, die der Gesellschaft nützt. Da ziehe ich doch einen Teddy vor, den man nach Bedarf wieder in die Ecke setzen kann.
Mangelnde geistige Reife hat viele Gründe. Der wichtigste liegt im Glaubensverlust. Eine gelebte Gottesbeziehung führt in die Härten des Lebens hinein und auch hindurch. Am Ende des Kreuzweges steht dann (hoffentlich) die Altersweisheit, die die alte Generation leider nur zum geringen Teil hat. 

RMH

22. März 2026 10:04

"die Altersweisheit, die die alte Generation leider nur zum geringen Teil hat." 
@Ernestina, da sprechen Sie ein großes, weites Thema an. Die Generationen, die jetzt mit der Altersweisheit & Altersmilde dran wären sind die, welche unser Land dahin geführt haben, wo es steht (wie immer bei pauschalen Beschreibungen: Ausnahmen bestätigen die Regel, die Wahrheit ist differenzierter). Da diese in den Jahren, wo sie Veranwortung getragen haben bzw die "Verantwortung" überproportional dann bis heute nicht mehr abgeben wollen (was auch zur Alterweisheit gehört - ein "weiser" F. Merz wäre kein Kanzler!), wenig Weisheit gezeigt haben, ist mit einem Totalausbleiben der Weisheit auch im Alter zu rechnen (schlagendes Beispiel: Omas gegen Rechts). Diese Generation Konsum & Hippie hat den Urlaub & die Fernreise als verbindenden Fetisch. Diejenigen, die es nicht zum etablierten Silver Surfer mit WoMo gebracht haben, schieben massive Depression & Frust. Klar, wenn man Angst vor der letzten Reise hat, dann reist man eben ständig hierhin, dorthin, kauft ein Wohnmobil etc. - bitte keine Konfrontation mit der Ewigkeit, Endstation Pflegeheim usw.

Ein gebuertiger Hesse

22. März 2026 10:11

Herrlich, sonntagmorgens den PC anzumachen und dann diesen Aufsatz zu lesen.
Regression ... wenn jemand einem sagt, daß er "im Innern immer ein Kind bleiben will", hat er KEIN GLÜCK im Blick, sondern etwas Stumpfes oder Verzweiflung.
 

RWDS

22. März 2026 10:32

Das funktioniert andersrum genauso. Wer heute Ü30 ist, gilt bei der verblödeten Jugend als "unc".
Wenn Erwachsene sich infantil benehmen, dann heißt das folglich, dass echte Kinder mittlerweile eher den mentalen Status von Babys haben. So reden die auch, sofern sie überhaupt noch deutsch können.

Le Chasseur

22. März 2026 10:38

"Ich behaupte ja, daß „viele-Kinder-kriegen“ ein Rezept gegen fast alles ist, auch gegen den Morbus regressionis infantilis. Ich schwöre auf dieses Rezept."
Richtig so, noch mehr Öl in's Feuer gießen.
„Alle Probleme der Menschheit rühren daher, dass der Mensch nicht in der Lage ist, ruhig allein in einem Zimmer zu sitzen.“
--Blaise Pascal

Joerg

22. März 2026 10:46

"Regression" hört sich so schön abstrakt an.
Für mich ist es dagegen einfach pure Dekadenz: Wenn Menschen, die eigentlich Verantwortung tragen sollten, ihr Zuviel an Freizeit und Geld in Kinderkram stecken und ungeniert präsentieren.

1Niedersachse

22. März 2026 11:00

@ofeliaa
Sport, ist genau das, was einem sehr großen Teil dieser Gesellschaft fehlt. Damit meine ich selbst betriebenen Sport, sei es im Gym oder an der frischen Luft und nicht als Zuschauer. Im Gegenteil: Sport zu treiben, stärkt Körper und Geist und ist kein zeichen für Regression, sondern für Verantwortungsbewusstsein. Auffällig ist dabei, dass die Informationsflut - sei es als Fachliteratur im Regal oder im Internet - konträr zur körperlichen Entwicklung der Gesellschaft steht. Ein nicht gerade geringer Teil unseres Volkes befindet sich mittlerweile auf dem "Privat Paula- Niveau" in "Full Metal Jacket". 
 
@RMH (21. März 22:04)
 
Stimme Ihnen zu. Es ist ein Zeichen von Unmündigkeit, an allem die Politik, oder generell externe Kräfte für seinen persönlichen Zustand oder Zustand des Landes verantwortlich zu machen. Der Einwand der politisch/ medialen Beeinflussung der Bürger zählt dabei für mich immer weniger. Mit etwas Eigenmotivation, kann sich jeder über gewisse Sachverhalte informieren und zu einem mündigen Bürger werden. Weder die Regierung, noch die linken Kulturmarxisten sind interessiert daran, eigenverantwortliche und mutige Bürger zu haben. Hat man speziell bei "Corona" gesehen, wie "Mutti Merkel" ihre "Kinder" vor Ansteckung schützen wollte. Jeder Bullshit wurde geglaubt und von den verängstigten Bürgern oftmals übererfüllt.

Monika

22. März 2026 11:03

Die infantile Gesellschaft begann, als die Männer sonntags keinen Hut und die Frauen kein Kostüm mehr trugen, als mit ihnen sozusagen kein Staat mehr zu machen war. https://www.amazon.de/Die-infantile-Gesellschaft-selbstverschuldeten-Unreife/dp/3749900140
 

FraAimerich

22. März 2026 11:11

@Adler und Drache  -  Danke für Ihren wertvollen Beitrag hier, speziell den Hinweis auf "regressive" Elemente von Glaubensinhalten bzw. -praktiken, der - "aus Ihrer Ecke" - konstruktiver nachwirken dürfte als das, was ich dazu gerade "loswerden" wollte.
Auch Ihre Anmerkung zum Irankrieg zuletzt fand ich übrigens sehr treffend - für mich das rechtleitende Schlußwort zum "Ratten"-Strang. 

Dieter Rose

22. März 2026 11:28

@das Kapital, einverstanden, wenn dann da Islam statt Islamismus stehen würde!

Karl

22. März 2026 11:30

@Ernestina: „Mangelnde geistige Reife hat viele Gründe. Der wichtigste liegt im Glaubensverlust. Eine gelebte Gottesbeziehung führt in die Härten des Lebens hinein und auch hindurch.“
Reife ist kein Monopol des Glaubens. Die Aussage wird problematisch, wenn sie zur Alleinerklärung wird. Reife entsteht dort, wo ein Mensch Verantwortung übernimmt, sich der Realität stellt und Beziehungen pflegt. Sie ist das Ergebnis von Mut zur Wahrheit, egal auf welchem Weg man sie findet.
Viele reife Menschen sind bewusst areligiös oder agnostisch – und gerade ihr Abschied vom kindlichen Glauben war oft der entscheidende Reife-Schritt (kritische Reflexion, Übernahme eigener Verantwortung). Studien zeigen eine negative Korrelation zwischen Religiosität und Intelligenz. Es gibt auch destruktive Formen von Religiosität (Schuldgefühle, Autoritätsgläubigkeit, Ablehnung von Wissenschaft), die Reife eher behindern. 
Sigmund Freud beschrieb übrigens Religion klassisch als kollektive Regression in kindliche Hilflosigkeit: Der Erwachsene projiziert das Bedürfnis nach einem allmächtigen, schützenden Vater auf „Gott“, um mit der Realität (Ungewissheit, Leid, Tod, „Stress“, psych. Belastungen) nicht allein fertigwerden zu müssen. Statt erwachsener Autonomie flüchtet man in eine illusionäre Abhängigkeit, die Sicherheit und Trost spendet – ähnlich wie ein Kind zum Elternteil läuft.

Laurenz

22. März 2026 11:46

Werte SiN-Genossen ... EKs Regression der Gesellschaft hört in dem Augenblick auf, in dem eine Mehrheit die ganze freie Zeit braucht, um für den Lebensunterhalt zu sorgen, auch als Rentner. Meine Großeltern waren, auch nachdem die Kinder weg waren, im Garten, im Wald & in der Werkstatt, im Haushalt beschäftigt & versorgten weiterhin bei Besuchen die Kinder mit Gemüse etc. Der Zeitmangel erhöht auch die Gewaltbereitschaft, wie von mir für @Ofeliaa im Sport erzählt, weil keine Zeit da ist, Meinungsverschiedenheiten per Debatte zu lösen.

das kapital

22. März 2026 11:55

Woraus bezog die Kriegsgeneration ihr Glück ?Dankbarkeit, überlebt zu haben.Begeisterung, ein neues besseres Leben zu organisieren."Wohlstand für alle" war keine Möhre, die dir vor das Maul gehängt wurde,sondern Realität für breite Bevölkerungsschichten. Wer richtig zugepackt hat, dem drohte keine Not. Wer handfeste Perspektive hatte, brauchte keinen Kinderkram mit 75.Bescheidenheit, Sparsamkeit war ein Massenphänomen. Altersarmut nicht. Hattest ja deine Kinder und Enkel, die sich mit um dich kümmern. Arzttermine waren erreichbar und du musstest dich nicht hinter Millionen von Neueinwohnern anstellen, die nie eingezahlt haben, für die aber deine Kindern und Enkel mit einzahlen müssen.Regression. Infantilisierung. Es gibt für Mittelschicht und Mittelstand keine Perspektive mehr zur Besserung. Kein Adenauer, kein Schumacher, kein Ludwig Erhard in Sicht. Du kannst fleißig sein, wie immer du willst. Es nützt dir und deiner Familie nichts mehr seit der Energiewende ins Nichts.

das kapital

22. März 2026 12:14

@ Laurenz 11:34 Uhr"Der Föderalismus macht uns als Deutsche aus, wir sprechen deswegen Deutsch & kein schwules Französisch, wie der Deutsche Adel zu Zeiten des Alten Fritz'" Schmunzel.

RMH

22. März 2026 12:24

"Das funktioniert andersrum genauso. Wer heute Ü30 ist, gilt bei der verblödeten Jugend als "unc".Wenn Erwachsene sich infantil benehmen, dann heißt das folglich, dass echte Kinder mittlerweile eher den mentalen Status von Babys haben."
@RWDS, ich habe die "Unc"- (soll wohl von uncle, hier dann alter Onkel, kommen) Sprüche bislang eher so interpretiert, dass die Jugend damit alle Ü30 verhohnepipeln, die nicht einsehen wollen, dass sie eben alt sind und die sich entsprechend nicht altersgemäß verhalten. Die Jugend hat schon ein Gespür dafür, wenn es keine Erwachsenen mehr gibt oder sich ältere in "ihre" Belange einmischen und sich mit ihnen zwanghaft gemein machen wollen. So wäre es bspw. natürlich "unc", wenn man als ältere Person selber das Wort unc oder andere, gerade aktuelle Jugendsprache verwendet. Auf der anderen Seite ist dann "mega"-unc, wenn man die Jugendsprache aus seiner eigenen Jugendzeit verwendet. 

NC472

22. März 2026 14:07

Was Sie beobachten ist die Frucht des teleologisch universalistich kollektivistischen  eugenistischen Links "Liberalen" (X Sozialisten) Projekt zur Schaffung des "Neuen Menschen" nach 45(/90), das Equivalent zum National Sozialistischen "Arier" und Demokratischen "Klassenlosen", der "Homo Mickey Mouse". Ein einfach zu kontrollierender Konsum und Steuer Sklave der keine Fragen stellt und wo es reicht ihm eine Karotte an einem Stock vor die Nase zu halten an dem das Wort "Rente" hängt, damit er genau das tut was die pseudo Eliten wollen, im Jetzt konsumieren, malochen und Steuern zahlen. Da hilft "Kinder-kriegen" nicht weiter, auch Eltern gingen durch die Gehirnwäsche Tempel und konsumieren "one-to-many" verhaltensmodifizierende Propaganda wie die Luft zum Atmen, die nebenbei besteuert wird.
Übrigens "Kinder-kriegen" ist nicht im Interesse der Pseudo Eliten; das wäre eine Investion in die Zukunft und Konsum der nicht im Jetzt staatfindet; man kann ja Kinder importieren und sie in den "Homo Mickey Mouse" gehirnwaschen... Naja, hat bei den Importierten aus dem Morgenland nicht so gut funktioniert wie beim Einheimischen. Wieder ein tausendjähriges "utopisches" linkes Projekt das sich als Totalschaden herraustellt.
 

Hedda

22. März 2026 14:16

Der Teddybär im Wagen von @Alex Schleyer scheint mir eher charmante Attitüde, andere lieben Bücher aus ihrer Kindheit, schauen mit leicht selbstironischem Blick immer wieder in Winnie the Pooh, den es übrigens auch auf Latein gibt, oder stöbern in alten Karl-May-Bänden.
Die allgemeine Infantilisierung steht auf einem anderen Blatt - das stete Duzen sprach @Arvid bereits an. In gängigen Programmen gezeigte Dokumentarfilme erinnern an "Die Sendung mit der Maus". Mir unerträglich. Älteren Kindern empfahl ich immer "Zur Person" von G. Gaus - neben Zeitgeschichte lernt man, was Gespräche ausmacht und bekommt Lektionen in Haltung und Artikulation. 
Das ist es wohl, was Heranwachsenden fehlt - das Vorbild Erwachsener, die sich erwachsen benehmen. Das Tragen eines Anzugs ist nicht schnöselig, sondern mitunter angebracht. Wie eben auch, sich passend beim Wandern aufzuführen oder einfach bestimmte Umgangsformen einzuhalten. Das Amerikakäppchen ("Basecap") hat sich "unisex" in Stadt und Land etabliert. Mit Rucksack und Wasserflasche stürmen m/w/d in Uni, Büro und Werkstatt. 
Regeressiv reagiere ich, ungefärbt und untätowiert, weniger. Eher eskapistisch: Mit geknotetem Kopftuch geht es in den Garten, ähnlich wie @Laurenz es beschreibt, mangels Erfahrung weniger effizient. Ich gestehe, eine Vorliebe für alte Gartenbücher, -geschichten und -bilder entwickelt zu haben und öfter an meine Großmutter und den Hof bei Stettin zu denken. Also ist vielleicht doch ein bisschen Regression dabei. 

MarkusMagnus

22. März 2026 14:17

Uns Deutschen ging in der Zeit von 1960 - 1990 gut. Vielleicht zu gut. Haben uns einlullen und über den Tisch ziehen lassen. "Keep them fat but impotent" soll Churchill mal zu uns Deutschen gesagt haben. 
Genau diese Dekadenz und Infantilität macht uns auch wehrlos.
Eine Gesellschaft wie unsere heutige würde einen Angriff wie auf den Iran keine drei Tage überstehen. Man sieht ja in Dubai wie panisch die sog. Influenzer wegen ein paar Raketen und Drohnen schon geflüchtet sind ;)
 
 
 
 
 

Laurenz

22. März 2026 14:49

@Adler & Drache, EK & Ernestina, wie sonstige Betschwestern- & -brüder ... Das Beten in der heutigen Form, also das Christliche-, Jüdische- & Muslimische Beten, ob nun als "Beziehungsarbeit oder pathologisches Beten", völlig egal, es ist regressiv. Das ist doch genau der Punkt, auf den ich hinaus wollte, als ich von der Inneren Stille zu @EK sprach, dem Anhalten der Welt & der Zeit, dem Nichtdenken, der Beendigung des Inneren Dialogs. Indirekt sprechen Castaneda & Tolle vom Hirn, wie eine Art Radio-Empfänger. Nur, wer das Denken anhält, ist unerreichbar & in der Lage, Gott oder Heidnisch ... die Absicht, die Allmacht zu fühlen oder zu hören, was er/sie einem zu sagen hat. Hildegard von Bingen war der Überzeugung Gott zu sehen & zu hören. Ob es tatsächlich Gott war, wissen wir nicht. Aber von Bingen hätte nichts hören können, wenn Sie dauernd Selbst am inneren Quatschen gewesen wäre. Meine Oma mütterlicherseits, eine einfache Hausfrau, betete jede Nacht vor dem Einschlafen für all Ihre Kinder, Enkel & Urenkel. Das ist natürlich regressiv, aber legitim. Aber wenn es denn legitim ist, kann man sich auch der Wertung enthalten.

Alex Schleyer

22. März 2026 14:54

n.

Niemand

22. März 2026 14:56

Bei aller grundsätzlichen Zustimmung zu Ihren Beobachtungen über bestimmte Phänomene habe ich Bedenken, all das unter den beinahe polemischen Begriff der Regression zu fassen, der ja offenbar von Freud eingeführt wurde (und sich womöglich insoweit in seine antikirchliche [vorsichtig formuliert] Tendenz wunderbar einreiht). Wenn jemand Verantwortung in Beruf, in seiner Familie und in der Gesellschaft trägt, aber sich in seinen ruhigen Minuten einer Modelleisenbahn widmet, ist das ein regressives Phänomen, welches unter den Umständen akzeptabel sein mag, grds. aber negativ zu sehen ist? Die nach meiner Wahrnehmung in der älteren BRD-Generation verankterte Verweigerung gegen jede womöglich regressiv auslegbare Tendenz reiht sich nach meiner Wahrnehmung nahtlos in die unbedingte Selbstverpflichtung ein, ja nicht die etablierten Denk- und Diskursbahnen zu verlassen. Ich würde daher den Begriff insgesamt in Frage stellen wollen, auch wenn die von Ihnen beschriebenen Beispiele sicher nicht positiv sind.

anatol broder

22. März 2026 15:10

ich hatte in der jugend zwei deutsche freunde.
c und mich verband sport. seine mutter verteilte überall in der wohnung puppen. sie war von cs vater getrennt.
i und mich verband musik. seine mutter verteilte überall in der wohnung froschpuppen. sie war von is vater getrennt.

quarz

22. März 2026 15:10

@Hesperiolus "Schumann, Kinderszenen! -Regression"
Das ist ein Missverständnis. In den Kinderszenen kommt gerade nicht ein Rückfall ins Kindliche zum Ausdruck, sondern eine Außenbetrachtung des Kindlichen aus der Sicht des Erwachsenen. Schumann sprach von der "Rückspiegelung eines Älteren für Ältere".

Gracchus

22. März 2026 15:48

Beim Lesen der Überschrift befürchtete ich übrigens, es ginge um Collien Fernandes und Christian Ulmen.

Gracchus

22. März 2026 15:53

@Alex Schleyer: das mit dem Teddy - haben Sie das aus Brideshead revisited sich abgeschaut? Wenn Sie so drauf sind wie der Typ mit dem Teddy .. ich komme leider gerade nicht auf den Namen ... ist das durchaus bedenklich - der stirbt als Alkoholiker in einem spanidchen (?) Kloster

Gracchus

22. März 2026 16:00

Moment! Man regrediert gewissermaßen jeden Abend, indem man sich zu Bett und schlafen legt. Das gehört zusammen wie Ein- und Ausatem. Ohne guten Schlaf wird man die Forderungen des Tages nicht gut erfüllen. So sind auch in psycholigischen Konzepten regressive Phasen notwendig, wie jemand Anlauf nimmt, um eine Hürde zu nehmen. 

turing

22. März 2026 16:03

"Man betet (als reifer Mensch) ja auch nicht so sehr, "Gott, mach, daß...", sondern, "Gib mir die Kraft, um"
 
Man bitte um Vergebung. Was für eine Kraft wofür? Was ist ein "verantwortungsbewusstes Leben"? Ich bin arbeitslos, krankgeschrieben, Asperger, bekam von Moslems schon Ende der 90er auf die Schnauze und brach die 9te ab. Die einzige Frage, die man stellen sollte, ist, wie Vox Day einmal sagte, was Gott von einem möchte. Ich hätte mich ja ohnehin längst umgebracht, wenn ich nicht vor acht Jahren eine Bekehrungserfahrung gehabt hätte (mit dreißig). Heute haben doch selbst Rechte promiskuitiven Verkehr, dabei gab es bis '72 Zuchthausstrafen. Wenn die Neue Rechte dies ablehnt, ist sie lascher und damit verantwortungsloser als die BRD vor '72. Selbst Prof. Schachtschneider wies darauf hin in seinem Nachwort in Jost Bauchs "Abschied von Deutschland". 

Kositza: Wenn Sie beim Beten nur um Vergebung bitten, schöpfen Sie gewiß nicht alle Dimensionen des Gebets aus. "Bitten um" ist ja auch nur eine von vielen. Lobpreis eine weitere.- Die gedankliche Wendung zu promiskuitiven Rechten und zum aufs Maul bekommen hab ich nicht kapiert.

Waldgaenger aus Schwaben

22. März 2026 16:46

 Der Mann muß hinaus Ins feindliche Leben, ... Und drinnen waltet ..., Die Mutter der Kinder
Recht so. Die althergebrachte Arbeitsteilung hat was.
Zitat aus dem Text:
"Ich behaupte ja, daß „viele-Kinder-kriegen“ ein Rezept gegen fast alles ist, auch gegen den Morbus regressionis infantilis."
Dem kann ich nur zustimmen. Ins Politische übertragen: Deutschland hat schlechteste Erfahrungen mit kinderlosen Kanzlern und Kanzlerinnen gemacht. Seit über neunzig Jahren. 

Alex Schleyer

22. März 2026 17:02

Ich fahre einen 44 Jahre alten W123 sowie einen 27jährigen Jeep Wrangler. Die von @RMH geteilte Freude an den Autos aus der Zeit, als man selber noch jung war zeigt sich vor allem darin, daß man ständig drauf angesprochen wird, denn sie verkörpern eine ganz bestimmte Qualität und Aura. Unabhängig davon haben die alten Kisten auch ganz praktische Vorteile, denn das ach so böse YouTube hat mir gelehrt, sie selbst zu warten - dreckige Hände, zahllose Zigaretten und unflätige Flüche inbegriffen. Bleibt der Mann nicht immer auch irgendwo Kind? Spielt und probiert aus? Weint heimlich, wenn er zu betrunken ist? Die Infantilisierung findet doch viel weniger darin statt, daß ich als erwachsener Kerl halt gerne Stofftiere und alte Autos mag - wie ein kleiner Junge eben - sondern ist Symptom einer Gesellschaft ohne jegliche Verantwortung und einem krakenartigen Nanny-Staat, der einen rundum bemuttert. Weswegen ich ihn verachte.

Ein gebuertiger Hesse

22. März 2026 17:04

@ ofeliaa
Sport, Gyms ... aber hat ein Mensch nicht das eingeborene Bedürfnis, seinen Körper in Form zu halten, in Form zu bringen, indem er etwas dafür tut? Von nix kommt ja nix an der Front. Und es "übertreiben" dabei - meine Güte, geschenkt. "Viel hilft viel", und vor allem hilft zu wenig zu wenig. Sehen Sie das anders?

Alex Schleyer

22. März 2026 17:07

Den von @Gracchus genannten Film kenne ich nicht, da ich keinen Fernseher besitze. Der Teddy heißt aber scheinbar Aloysius - sympathisch, denn ich besuchte das gleichnamige Jesuitenkolleg. Außerdem scheint Aloysius zeitlos designt zu sein - kein Kindchenschema, kein Kitsch, keine Künstlichkeit - und ist damit auch alterslos. Ehrlich gesagt kann ich mir schlimmeres vorstellen, denn als Alkoholiker in einem Kloster zu enden :-)

quarz

22. März 2026 17:28

@Gracchus
Sebastian Flyte, so heißt "der Typ mit dem Teddy" (der in Tunesien stirbt, um diese Frage zu klären) eignet sich freilich überhaupt nicht für eine Inkarnation des Infantilismus. Er ist, im Gegenteil, der schmerzhaft realistische Widerpart zum in mancher Hinsicht kindlichen Charles Ryder. Wenn dieser Sebastian z.B. in an Kindergottesdienste gemahnender Naivität fragt, ob er als Katholik nicht einfach alles beichten kann, um sich der Probleme zu entledigen, beginnt Sebastians Antwort mit "Oh dear, it's very difficult to be a Catholic!"

Gracchus

22. März 2026 17:50

@Karl: Ob Reife ein Monopol des Glaubens ist - na ja, hängt natürlich davon ab, wie man Glauben und Reife definiert. Ich würde das nicht verallgemeinern. C. G. Jung hat Freud in dem Punkt widersprochen; heutige Therapie-Ansätze differenzieren wohl funktionalistisch, ob der Glaube mehr eine "Ressource" oder ein "Hindernis" bei dem einzelnen Klienten bildet. 
@Ernestina hat aber von einem Glauben gesprochen, der auf persönlicher Gottesbeziehung beruht und das Kreuztragen ernst nimmt. Das klingt für mich nicht nach Wirklichkeitsflucht oder Flucht vor der Verantwortung, im Gegenteil. 
Die Unabhängigkeit könnte sich als Illusion erweisen und erweist sich im Tod als solche.
Wie viele Agnostiker suchen sich Hilfe bei einem Therapeuten - um mit der Realität nicht allein fertigwerden zu müssen.
 
 

MarkusMagnus

22. März 2026 17:57

@ Gracchus
"Beim Lesen der Überschrift befürchtete ich übrigens, es ginge um Collien Fernandes und Christian Ulmen."
Die Sache mit den Beiden ist eine ziemlich offensichtliche Psy-Op. 
"Virtuelle Vergewaltigung"...
Ziel: Klarmenspflicht und Ablenkung von wirklichen Taten durch Multikulti und Epstein.
Man erkennt es mittlerweile leicht. Man muss nur schauen wer diesen Blödsinn wieder hypt.
 

Ernestina

22. März 2026 18:06

@Karl - Sie haben recht, Reife ist kein Monopol des Glaubens. Dann ersetze ich das Wort Glauben eben mit Transzendenzbezug. Welche Motivation sollte jemand haben zu reifen oder Verantwortung zu leben, wenn er keinen Transzendenzbezug hat?

Gracchus

22. März 2026 18:16

@Laurenz: Sie sehen das m. E. mit dem Beten zu einseitig. Es gibt ja viele Arten des Betens. Nach christlichem Verständnis ist Beten Zwiesprache mit Gott. "Reden hat seine Zeit und Schweigen hat seine Zeit", heißt es bei den Mönchsvätern wie Evagrius Ponticus. Da Christen Gott vertrauensvoll als Vater ansprechen dürfen - sollte sich der Vater nicht für das interessieren, was seinen Kindern auf dem Herzen liegt? Erst wenn sich das Herz entleert (gereinigt) hat (von Sorgen, Nöten, Ängsten - bis hin zu allen Gedanken uund Vorstellungen, allem, was die Aufmerksamkeit ablenkt), wird das Herz für Stille und Schweigen empfänglich. In diesem anbetenden Schweigen jenseits der menschlichen Sprache, jenseits aller Gedanken und Bilder soll - so Evagrius Ponticus - paradoxerweise die eigentliche Zwiesprache aufbrechen. 

Gracchus

22. März 2026 18:44

@Karl: "Dem Kinde ist der Vater Gott" (Goethe, Iphigenie). Man kann Freud/Feuerbach auch umkehren, dass der leibliche Erzeuger als Vater vielmehr eine Projektion des himmlischen Vaters ist. Es ist ja nicht selbstverständlich, dass der leibliche Erzeuger seiner Vaterrolle annimmt oder ihr gerecht wird (dasselbe gilt für die Mutter - beide vertreten gewissermaßen Gott). Es ist auch daran zu erinnern, dass der christlich ausgeprägte Personenbegriff eng an Verantwortung geknüpft ist (was bis heute in unserem Rechtsssystem verankert ist). 

Karl

22. März 2026 20:46

@Ernestina 22. März 2026 18:06. 
Die stärksten säkularen Motivationen zu reifen:
1. Selbstverwirklichung 
Wer reift, gewinnt Autonomie, echte Beziehungen, Stolz und tiefe Zufriedenheit.Der Mensch hat ein Bedürfnis, sein Potenzial zu entfalten. 
2. Freiheit 
Du bist verdammt zur Freiheit.Ohne Gott gibt es keine vorgegebene Bestimmung, deshalb musst du selbst Sinn schaffen. Reife bedeutet: Du erkennst „Es gibt keinen Sinn von außen – also gestalte ich ihn“. Verantwortung zu leben ist keine Last, sondern der Preis der Freiheit. „Werde, der du bist“.
3. Empathie 
Du lebst nicht allein. Deine Reife beeinflusst deine Kinder, Partner, Freunde, Kollegen, die Gesellschaft.Ein reifer Mensch hinterlässt weniger Chaos: weniger toxische Beziehungen, weniger Vernachlässigung, mehr Unterstützung. Das ist keine abstrakte „Nächstenliebe aus Pflicht“, sondern schlicht Mitgefühl.Kooperation und Verantwortung haben uns als Spezies überleben lassen.
4. Vermeidung von unnötigem Leid und Reue 
Regression mag kurzfristig bequem sein („Gott/Schicksal wird’s richten“), führt aber langfristig zu mehr Leid: zerbrochene Beziehungen, verpasste Chancen, chronische Unzufriedenheit, Abhängigkeit.Reife ist die Strategie gegen dieses Leid. Es ist wie Sport: Du machst es nicht, weil ein göttlicher Trainer dich belohnt, sondern weil du dich dann lebendiger fühlst und im Alter nicht bereuen musst.

Karl

22. März 2026 21:22

@Gracchus 22. März 2026 18:44 "Dem Kinde ist der Vater Gott"
Der Vater muss kein Abbild Gottes sein Er ist ein menschlicher Schöpfer von Beziehung und Verantwortung – aus Vernunft, Liebe und Freiheit. Das ist keine Abwertung des Religiösen, sondern dessen Übersetzung ins Diesseits. Viele säkulare Väter leben diese Rolle heute vorbildlich und erfüllen genau das, was Goethe meinte – nur ohne den himmlischen Überbau.

Marcus AC Severus

22. März 2026 21:48

Das Kinderkriegen ist wahrlich eine prophylaktische Lösung für viele mögliche psychische Krisen, allerdings:
Sie erfordert eigene Stabilität. Die Verwirrten von heute, sind die Kinder von gestern. Wer hat diese und ihre Eltern erzogen?
Zeigt sich heute mit Aufbrechen jeglicher  gesellschaftlicher Normen nicht auch das ganze Elend von Generationen? Früher gab es Zwang und Pflicht von Außen. Man hatte Familie, egal wie diese war. 
Seit dem der Druck weg ist und der Mensch selber frei entscheiden kann, ist nur noch eine Minderheit dafür in der Lage sich für viele Kinder zu entscheiden und diese gesund zu erziehen. Wie viele U40 Deutsche haben 2+ Kinder und werden ihr Leben lang als Familie zusammenbleiben? In Europa das Gleiche.
Bei allem Kampf für Deutschland und der Gewichtigkeit von Heimat und Herkunft, Ihr und der des Ehemanns mit Abstand größter Schatz ist in meinen Augen Ihre Familie. Da sind Sie Vorbilder für mich. Nicht die Anzahl, sondern wie Sie beide von dieser berichten, was Sie an die Öffentlichkeit an Einblicken durchscheinen lassen und die Zufri. Möge Gott Sie und ihre Familie segnen. 

RMH

22. März 2026 21:51

"Die Sache mit den Beiden ist eine ziemlich offensichtliche Psy-Op." 
Ich sortiere es ne Stufe darunter ein und sehe es als Propaganda-Vorbereitung für irgendwelche Gesetzesänderungen/-Verschärfungen. Die Koinzindenz von Skandal und einer Ministerin, die schon in der Woche drauf Gesetze in den BT einbringen kann/will, ist gelinde gesagt, verdächtig, weil der Gesetzgebungslauf normaletweise nicht so flott ist. Im Übrigen geschieht bei realen Vergewaltigungen, ausgelöst durch Migration, seit Jahren rein nichts.
Heute Abend kommt die Nachricht, dass die AfD in Rhl-Pflz immerhin 19,5 % holt. Nicht alle scheinen infantil zu sein, in diesem Land.

Umlautkombinat

22. März 2026 21:58

Welche Motivation sollte jemand haben zu reifen oder Verantwortung zu leben, wenn er keinen Transzendenzbezug hat?

Erst einmal genuegen dazu ja die Jahre seines Lebens als Rahmen. Keine Transzendenz notwendig. Dann deren natuerliche Formen: Kinder. "Werke". Benoetigt alles keinen religioesen Glauben und ist in dieser Aufzaehlung schon eine ordentliche Menge.
 
@Karl's Ausgangspunkt lag wohl eher im "wichtigsten Grund", der von Ihnen behauptet wurde. Es gibt halt oft und immer wieder bei Glaeubigen eine Neigung zum Alleinvertretungsanspruch im Urteilen ueber allgemeinere Aspekte menschlicher Existenz.

Die Aussage wird problematisch, wenn sie zur Alleinerklärung wird.

Davon abgesehen hat nicht jeder Unglaeubige seinen Glauben verloren. Manche hatten nie einen. Ein solches Exemplar schrieb diesen Kommentar.
 
 

Gracchus

22. März 2026 22:02

@Alex Schleyer: "... Schlimmeres vorstellen ..." Da haben Sie auch wieder recht. Vor dem Film (und der Serie) war das Buch von Waugh. Lohnt sich.
@quarz: Danke - so habe ich Sebastian noch nicht betrachtet. Ich wollte ihn auch nicht als infantil hinstellen. Aber für seinen Konflikt findet er letztlich keine Lösung. 

Gracchus

22. März 2026 22:08

@MarkusMagnus: Das ist zwar OT, aber ja, scheint eine PsyOP, eine ziemlich durchsichtige sogar. Aber nicht alle, die sich zur Wort melden oder zur Demo tappen, können gecastet sein; diese Kettenreaktion ist schon befremdlich. 

ede

22. März 2026 22:12

Als ich Anfang 20 war, erschien mir 30 als sehr alt und schwer vorstellbar, und 50 so gut wie tot.
Was das mit dem Thema zu tun hat weiß ich nicht genau, vielleicht erschien mir das Leben sehr dicht. Möglicherweise empfinden heute viele ihr Leben als dünn, sozusagen Medien-verdünnt?
Die sichtbaren Hüllen freilich sind doch gleichfalls Kulturverfall. Wie kommt ein fünfzigjähriger Bauchträger auf die Idee was buntes englisches auf dem offen getragenen Unterhemd finden Frauen sexuell anziehend?
Bemerkenswert dazu der Kontrast zur ausgesprochen ornamentfreien Krankenhausarchitektur der Wohnhäuser. 

Gracchus

22. März 2026 22:13

Vielleicht geht es weniger um "regressiv" (an der Übernahme des Freudianischen Terminus kann man schon Kritik üben wie @Niemand) und "infantil", sondern um das Fehlen von Ordnung, Form, Manieren - kurzum um das Fehlen eines apollinischen Pols oder einer apollinischen Vertikale zum Dionysischen. 

Laurenz

22. März 2026 23:21

@Gracchus @L. ... Sie definieren Gott eben mit der Zwiesprache, also einem Betreuten Denken, im üblen Sinne von Christopher Hitchens im Bild eines autoritären Diktators. Das ist dann auch keine Zwiesprache, sondern ein Befehlsempfang. Aber ist Gott dann doch nur ein Therapeut? Ich verstehe das Göttliche hingegen als das Übermenschliche, eben das Göttliche, das Universale. Castaneda debattiert genau das mit Don Juan in seinen Büchern & Don Juan verneint die Zwiesprache mit der Allmacht. Um mit Glück die Aufmerksamkeit der Allmacht zu erheischen, braucht es einen Akt großer Hingabe. Dieser Aspekt mag begrenzt einen Eingang in die Christliche Lehre gefunden haben.

Blue Angel

22. März 2026 23:47

"Sport": Bei manchen Einzel-Freizeitsportlern, denen ich beim Waldgang *mit Hund* (1elf!) begegne, kommt die Assoziation "Körper-/Selbstoptimierung aufgrund von Materialismus ohne Transzendenzbezug", empfinde solches Tun also als potenziell fremd/unsympathisch. Aber evtl. meditieren diese Leute ja dabei und ich tue ihnen Unrecht. 
"Unterschichten-Bashing": Es hilft, in Fällen wie dem der geschilderten Einkäuferin, immer etwas Positives zu suchen (wenn man eh nicht grade mit anderen Gedanken beschäftigt ist). Irgendwas findet sich immer, zumindest in der Art von "auch du gehörst zu unserem Volk". 
"Inneres Schweigen/innere Ruhe/Beten": Dafür gibt´s kaum Besseres als kontemplative Gartenarbeit, versunken in liebevollem, dankbarem, intuitivem Tun ohne Denken, in Verbindung mit der Erde und (nicht nur) der Zeit entrückt. Hält nebenbei auch den Körper in alters-passablem Zustand.
 

anatol broder

23. März 2026 00:17

«du blickst in zwanzig künstliche mädchenaugenpaare.»
für eine fachgerechte einordnung dieses erlebnisses benötigt der betrachter den beistand der folgenden puppen: salomo, nietzsche, sartre und wilson. 
 
 

Mitleser2

23. März 2026 08:45

@Gracchus: "Aber nicht alle, die sich zur Wort melden oder zur Demo tappen, können gecastet sein; diese Kettenreaktion ist schon befremdlich."
Das neurotische Deutschland. Omas gegen Rechts. Ein Grüner als OB in München mit 60%. In RLP 70% Blockparteien. Flieht, ihr Narren.

Le Chasseur

23. März 2026 08:51

@Gracchus"@MarkusMagnus: Das ist zwar OT, aber ja, scheint eine PsyOP, eine ziemlich durchsichtige sogar."
Okay... Und Ulmen wird dafür geopfert? Freiwillig wird er sich ja kaum als Perversling hinstellen lassen.
@RMH
"Heute Abend kommt die Nachricht, dass die AfD in Rhl-Pflz immerhin 19,5 % holt. Nicht alle scheinen infantil zu sein, in diesem Land."
Zu glauben, dass sich durch Wahlen etwas ändern ließe, halte ich für ziemlich infantil.
 

Ein gebuertiger Hesse

23. März 2026 09:01

@ Blue Angel
"Sport" ...., nein, NIEMAND, der auf dem Gebiet in sich geht, betreibt Optimierung ohne Transzendenz. Das schließt sich aus. Und an der Stelle haben Sie es zu tun mit der vielleicht tragischen Unerekennbarkeit des anderen, Mann/Frau, und dessen/deren Insichsein auf sein/ihr Selbst hin. Das ist sozusagen innerer Körpergeruch. Und nicht nur äußerer.

RWDS

23. März 2026 09:19

@Hedda
Zum Duzen muss angemerkt werden, dass ich das eher als Folge einer Amerikanisierung, als Infantilisierung betrachten würde. Im Englischen gibt es eben nur das "You" und es ist normal, dass man den Gegenüber mit dem Vornamen anspricht, auch unter CEOs.

Laurenz

23. März 2026 10:09

@Anatol Broder ... Puppen: Salomo, Nietzsche, Sartre & Wilson ... lol, einige Juden haben einfach einen fetten Draht zum Entertainment. ... @Blue Angel ... ich hatte mal eine Freundin mit 3 Araber-Gäulen. Das Striegeln war die beste Kontemplation. ... @Gracchus ... sehe mich beim Lesen der Kommentare veranlaßt, unsere Debatte Ihnen näher zu bringen. Leider konnten es die Religiösen sich nicht verkneifen, das Gebet, den Glauben, in die EK-Regressions-Debatte zu werfen. Ohne wäre mir lieber gewesen. Aber die Paste geht nicht zurück in die Tube. Wir finden historisch keinen moralischen Unterschied durch die Implementierung des Katholischen Gottes. Selbst die Hebräische Urgemeinde des Jesus von Nazareth verschwand in der I. Hälfte des 2. Jahrhunderts. Die damals noch Heidnischen Römer gewannen. Wo war da Gott? Der Arianische Gott schlug den Katholischen Gott in 410 bei der Plünderung Roms, etablierte wohl gemeinsam mit Juden den Islam zu Mekka. Wo ist also der Impact Gottes durch ein Gebet zu sehen? Haben Sie Ihr Jura-Studium mit Gott besser absolviert als ohne? Ich denke, die Religiösen unterliegen einem falschen Gottesbild. Haben Sie Sich noch nie gefragt, wie völlige Dummbatzen, zB Bärziege, an so viel Macht kommen? Mutmaßlich besitzen solche Leute ein Gefühl für den Fluß der Allmacht & nutzen diesen intuitiv. Die Allmacht oder Gott kennt keine Moral.

dojon86

23. März 2026 10:31

Unterschichtenbashing ist ungerecht. Die Zerstörung jeglichen menschlichen Zusammenhalts, jeglicher Familie, der Keimzelle von Kultur, Moral und Normendurchsetzung begann stets bei der Unterschicht. Und diese Verwahrlosung war gewünscht. Wie auch heute die Atomisierung der Individuen von den Eliten gewünscht ist Das läuft dann unter dem Titel "Freiheit", die ohnehin für kaum jemanden ein wirklich erreichbares Lebensziel sein kann. Die unausweichliche Folge war stets die auch geistige Verwahrlosung der kommenden Generation. Eines der Symptome beschreibt die Autorin 

Gracchus

23. März 2026 10:36

@Laurenz: Das ist leider etwas wirr. Von Befehlen war keine Rede. Sei's drum. Ihre Allmacht gibt also keine Befehle? Sie haben davon gesprochen, dass man schweigen soll, um zu erfahren, was die Allmacht ("die Absicht"?) zu sagen hat. Was hat ihre Allmacht denn zu sagen? Ich habe dagegen von "einem" Gott gesprochen, der nicht nur selber spricht, sondern auch zuhört. Gott ist natürlich übermenschlich, aber menschenfreundlich (Titus 3,4). Gebet ist Hingabe. Das sündige Menschlein ist aber zu dieser Hingabe nicht ohne Weiteres willens und fähig, deshalb kommt Gott ihm entgegen (das ist der Kern des Evangeliums). Ich kann Ihnen jetzt nicht die gesamte mystische Theologie erklären; diese lässt sich diskursiv zumal an Aussenstehende und zumal ich eher Anfänger bin schlecht vermitteln, ggf. können Sie erkennen, dass sich in der Theologie des Gebets die gesamte christliche Theologie spiegelt; das ist aus einem Guss. Ich verlange nicht, dass Sie zustimmen, Sie sind frei, ggf. sollten Sie sich als Aussenstehender aber mit Urteilen zurückhalten. 

Majestyk

23. März 2026 10:56

@ Mitleser2:
"Flieht, ihr Narren."
Wir haben doch im letzten Faden gelernt, jeglicher in Deutschland praktizierte Missionsgedanke, der ins Nichts führt, ist lediglich Resultat einer Verschwörung von Albion und Zion gegen Deutschland. Am deutschen Wesen sollte man nichts hinterfragen, auch nichts an deutschen Wahl- oder Lebensentscheidungen. Die Deutschen können nichts dafür, sie sind stets nur Opfer.
 
Ich finde übrigens einen Teddy auf dem Rücksitz nicht zwangsläufig infantil, sondern charmant, solange der Teddy korrekt angeschnallt wird. Weiß auch nicht, warum man glaubt aufgrund von solchen Details andere Menschen psychologisieren zu müssen oder sich ein Urteil zu erlauben. Der Kommentariatsteilnehmer läßt den Teddy ja nicht ans Steuer, insofern gibt es keine Gefährdung Dritter. Leben und leben lassen.

Gracchus

23. März 2026 11:33

@Laurenz, 10.09: Das Walten der göttlichen Vorsehung lässt sich nicht beobachten; Gott lässt die Sonne über Gute wie Böse scheinen. Jeder hat seinen Part im "Welttheater" (Calderon) zu spielen. Vielleicht lesen Sie mal Calderon, Manzoni Die Brautleute oder Claudels Der seidene Schuh. Warum Gott den Islam zugelassen hat, ist eine spannende Frage - womöglich als Warnung vor zu großer Vermenschlechichung (was leider im Westen der Fall ist). Die Erlangung innerweltlicher Macht, innerweltlicher Erfolg ist nicht Ziel des christlichen Weges. 

Gracchus

23. März 2026 11:36

@Le Chasseur: Womöglich stimmen die Vorwürfe gegen Ulmen - das ist dann ein Thema für den Boulevard, aber kaum von öffentlichem Interesse und ungeeignet für eine Kampagne. 

Niemand

23. März 2026 11:44

@Laurenz:Der Glaube gehört vor allem deshalb völlig zu Recht in die Regressionsdebatte, weil diejenige Person, die den Begriff in dieser Bedeutung überhaupt erst entwickelt hat (Sigmund Freud), in dem Glauben an einen Gottvater und in der Religion prinzipiell einen psychischen Infantilismus und damit eine Regression par excellence sah. Auf eine Unterscheidung zwischen verschiedenen Arten des Gebets und ähnliche Nuancen kommt es bei dem Freudschen Argument überhaupt nicht an.Der Begriff Regression steht nicht für sich alleine, sondern vielmehr in einem engen Bedeutungs- und Begründungszusammenhang mit eben dieser Religionskritik. Man kann nicht ohne weiteres Regression attestieren und dann meinen, irgendjemanden der betet von diesem (vermeintlichen) Befund ausnehmen zu können. Das wäre so wie wenn man von der autoritären Persönlichkeit schreibt und dabei die Kriterien gemäß Adorno einfach außen vor lässt.

Gracchus

23. März 2026 11:59

@Karl: Ich behaupte nicht, dass Unreife oder Reife vom Glauben oder besser einem expliziten Glaubensbekenntnis abhängen. (Davon ab, dass Reife oder Unreife aus den unterschiedlichen Perspektiven anders definiert werden). Der explizite Glaube kann auch verzerrte Formen annehmen. Zu kurz kommt mir ein natürlicher ("impliziter") Glaube, z. B. im Sinne eines Ur-Vertrauens, von dem manche Psychologen sprechen. Nicht ganz überzeugt bin ich von Ihrer rein säkularen Sinnstiftung. Leiden lassen sich nicht vermeiden, Scheitern auch nicht. Wenn dies objektiv sinnlos ist - wie können Sie dem einen subjektiven Sinn beilegen? Ist das dann  eine notwendige Illusion? Nicht erst recht eine Realitätsverleugnung? 

Laurenz

23. März 2026 12:02

@Gracchus @L. ... ich behaupte Ihnen, wie auch Maiordomus, gegenüber, der einfache Glaube meiner Großmutter war viel authentischer, als Ihrer oder der unseres werten Maiordomus. Sie zerreden den Glauben mit Ihrer mystischen Theologie, wie mit was Hinz & Kunz zu irgendwas meinten. Die Evangelien & theologische Machwerke wurden von Menschen verfaßt, nicht von Gott. Wer Glauben denkt, der glaubt nicht.

RMH

23. März 2026 12:16

Zu glauben, dass sich durch Wahlen etwas ändern ließe, halte ich für ziemlich infantil.
@LeC, verwechseln Sie infantil nicht mit naiv. Ihre Sponti-Parole, dass Wahlen nichts ändern, mag nicht infantil sein, aber sie wird albern, wenn man keine legalen (!) Handlungsvorschläge hat, wie man sonst etwas ändern kann. 

Adler und Drache

23. März 2026 12:20

Das Ganze hat vielleicht auch historische Gründe. Die Kriegsgeneration musste schnell erwachsen werden, die Nachkriegsgeneration auch noch, aber diese hat vielleicht ihren Kindern eine möglichst lange und möglichst unbeschwerte Kindheit gönnen wollen - etwas, das sie selbst nicht hatte. 
Dass es so ist, wie Frau Kositza, beschreibt, ist ja mit Händen zu greifen. Ich spüre, dass mich selbst dies automatisch immer distanzierter, unwilliger, egozentrischer macht. "I would prefer not to", würde Bartleby sagen. 

Laurenz

23. März 2026 12:23

@Niemand @L. ... Glaube - völlig zu Recht in die Regressionsdebatte ... Das will ich doch gar nicht in Abrede stellen. Der Grund, warum mir das nicht paßt, ist, daß es mir auf den Senkel geht, als Religions-Kritiker im SiN-Kommentariat immer dieselben sinnlosen Debatten zu führen. Der Sinn des Glaubens ist es, Debatten darüber auszuschließen. Es ist aber unlauter, den Glauben mit diesem Effekt für gesellschaftspolitische Debatten zu nutzen, im Grunde ein mieser Trick. Falls meine letzte Antwort an den Teilnehmer @Gracchus durchgeht, werden Sie sehen, ich will keine armen christlichen Seelen retten, die wir an den geistigen Orkus des Orients verloren haben. Nur ist der infantile oder regressive Glaube meiner Großmutter, die sich einfach & egoistisch, wie verständlicherweise den Schutz einer höheren Macht für Ihren Kinder wünschte, glaubwürdiger, echter, als alles 9x kluge Gequatsche von Theologen, die palavern, um sich dem Vorwurf der Regression zu entheben. D.h. auf Deutsch für mich, Glaube funktioniert wenn, nur regressiv. Es reicht aber, das zur Kenntnis zu nehmen, man muß es nicht bewerten, schon gar nicht moralisch. Wer moralisiert, will bescheißen.

Karl

23. März 2026 12:53

@Gracchus (3. März 2026 11:59):
Expliziter Glaube kann verzerrte, sogar schädliche Formen annehmen. Den „impliziten“ Glauben halte ich für eine wichtige menschliche Ressource – nur nenne ich ihn nicht „Glaube“, sondern Ur-Vertrauen. Die Fähigkeit, trotz aller Brüchigkeit weiterzugehen. 
Ich behaupte nicht, dass Leiden und Scheitern „objektiv sinnlos“ sind und man ihnen dann künstlich einen Sinn „aufklebt“. Ich sage eher: Es gibt keinen vorgegebenen Sinn. Wir sind die Wesen, die Sinn erzeugen. Das ist keine Realitätsverleugnung, sondern eine Antwort auf die Absurdität des Lebens. Camus hat das „Revolte“ genannt: Wir lehnen uns gegen die Sinnlosigkeit auf, indem wir trotzdem lieben, schaffen, kämpfen, trauern – und dadurch etwas stiften, das für uns und die Menschen um uns herum Bedeutung hat. Das ist keine Illusion, die wir uns vormachen müssen, um zu überleben. Es ist eine bewusste Entscheidung, die Wirklichkeit anzunehmen und trotzdem nicht zu resignieren. 
Ich brauche keinen metaphysischen Trost, um dem Leid einen Platz zu geben. Ich kann es anerkennen und trotzdem etwas aufbauen. Nietzsche hat das auf die Spitze getrieben: Nicht nur ertragen, nicht nur hinnehmen, sondern das Leben genauso, wie es kommt, mit all seinem Leid und Scheitern, annehmen. Das ist keine Realitätsverleugnung, sondern Bejahung. „Amor fati“.

MarkusMagnus

23. März 2026 12:55

@ Majestyk
"Die Deutschen können nichts dafür, sie sind stets nur Opfer."
So reden linke Deutschlandhasser. Das hat auch nichts mit berechtigter Kritik am NS, WR, Kaiserreich, DDR oder BRD oder am deutschen Volk insgesamt zu tun.
Wenn wir oben genannte Systeme msl miteinander vergleichen und die Sache aus deutscher Sicht sehen:
Welches System ist/war das schlechteste System für unser Volk? Welches System will die Deutschen abschaffen? 
Die DDR wollte das deutsche Volk auch nicht abschaffen. Abtreibung und Homosexualität wurden zwar legalisiert, aber nicht gefördert. Man wollte Kinder. Es gab auch sowas wie ein Ehestandsdarlehen was "abgekindert" werden konnte. 
Sowas Antideutsches wie in der BRD gab es dort auch nicht. Es gab dort auch kein " Deutschland verrecke" oder "Bomber-Harris do it again". Alleine für den Spruch auf Englisch wären die schon nach Bautzen gekommen. Kriegs- und Boykotthetzehetze vom konterrevolutionären Klassenfeind usw. 
 
 
 

Mitleser2

23. März 2026 13:47

@Magnus: "Die Deutschen können nichts dafür, sie sind stets nur Opfer." So reden linke Deutschlandhasser.
Das müssen Sie aber erklären. Für die linken Hasser sind die Deutschen doch alle Täter, und nicht Opfer. 

Gracchus

23. März 2026 14:06

@Laurenz: Sie können viel behaupten. Sie versteigen sich zu Dingen, die Sie - und auch ich - nicht beurteilen können. Was soll ich denn zum Glauben Ihrer Oma sagen? Was wissen Sie denn von meinem Glauben? Ich schließe gar nicht aus, dass Ihre Oma einen authentischeren Glauben hatte. Wenn Jesus im Evangelium zur blutflüssigen Frau sagt, dein Glaube hat dir geholfen, denke ich nicht, dass diese Frau vorher Theologie - und auch noch an einer deutschen Hochschule - studiert hat. Der Glaube ist im Kern schlicht, einfältig. Ich habe auch diskursiver Vermittlung eine Absage erteilt; deshalb halte ich die Diskussion für sinnlos. Ich spreche hier nur zur Verteidigung, um ihre falschen Behauptungen abzuweisen. Das kontemplative Gebet führt in eine Zone jenseits des Denkens, habe ich ebenfalls gesagt. Man soll im kontemplativen Gebet nicht den eigenen Gedanken folgen, sondern diese ziehen lassen.  Was wollen Sie also? Der nur gedachte Gott ist nicht der wahre Gott.  Die Evangelien wurden von göttlich inspirierten Menschen verfasst. Ebenfalls halte ich die mystische Theologie eines Johannes vom Kreuz für inspiriert. Wenn Sie das nicht glauben, ist das Ihre Sache. 

Le Chasseur

23. März 2026 14:18

@RMH
"Ihre Sponti-Parole, dass Wahlen nichts ändern, mag nicht infantil sein, aber sie wird albern, wenn man keine legalen (!) Handlungsvorschläge hat, wie man sonst etwas ändern kann."
Der Widerstand gegen eine mit Waffengewalt aufrechterhaltene fremdländische Besetzung ist völkerrechtlich zulässig und legitim.
Und dann gibt es natürlich noch Artikel 20 des Grundgesetzes.
Mein Vorschlag wäre die Ausrufung eines Generalstreikes und die Blockierung kritischer Infrastruktur.

Niemand

23. März 2026 14:55

@Laurenz:
Danke für Ihre Antwort. Offenbar sind wir uns, wenn auch womöglich aus ganz unterschiedlichen Standpunkten, in der Analyse recht nahe.Sie schreiben: "D.h. auf Deutsch für mich, Glaube funktioniert wenn, nur regressiv".
Ich würde umgekehrt sagen: Der Begriff der Regression funktioniert nur (und wurde von seinem Schöpfer auch so verstanden!), wenn man den Glauben auch und vor allem darunter fasst.
Nur ziehe ich daraus - vermutlich anders als Sie - den Schluss, den Begriff der Regression in dieser Bedeutung abzulehnen. Denn ihn wie gemeint zu akzeptieren würde bedeuten, praktisch jede bekannte menschliche Kultur der Geschichte als regressiv - da gläubig - einzuordnen.
Was wir offenbar also beide ablehnen ist die Existenz von Regression zu affirmieren und gleichzeitig den Glauben - und sei es auch nur in bestimmten Formen - von ihm auszunehmen.
 

Andreas Stullkowski

23. März 2026 17:58

Mit der Infantilisierung der Gesellschaft und dem Kult des Jungseins geht die Verachtung des und der Alten einher. Vielleicht geht es gerade darum: Erfahrung zählt nichts; aus der Vergangenheit kann man nichts lernen; je älter man ist, desto weniger Ahnung hat man von allem, was wichtig ist.
Ich erinnere mich an Zweigs Die Welt von Gestern, worin er beschreibt, wie junge Männer versuchten, alt und reif auszusehen, da Erfahrung und Weisheit gesellschaftlich geschätzt wurden. In unserer heutigen Gesellschaft ist das unvorstellbar, sowohl für die Jungen und auch für die Alten selber.
Doch aus der Erfahrung vorheriger Generationen zu lernen, ist wie aus der Geschichte an sich zu lernen: Man will wissen, was in der Vergangenheit geschah, um Rück- (oder Vor-)schlüsse auf die Zukunft zu ziehen. Als Gesellschaft haben wir uns von beidem getrennt und hängen im luftleeren Raum der Zeitlosigkeit.
So wie die Frau mit den ausgeleierten Ohrläppchen weder jung noch alt ist, sondern außerhalb der Zeit und der Wirklichkeit steht.

Svantewit 68

23. März 2026 18:10

Sehr geehrte Damen,
ich als ostdeutscher "Südschwede"
lese nur die Texte von Ofeliaa und Monika. Inspirieren mich oft. Bin eher ein Störtebeker, Thomas Müntzer und Spartacus :)
Sterben // Ist eine Kunst, wie alles. // Ich kann es besonders schön.“
 
Sylvia Plath

Hedda

23. März 2026 19:49

@ RWDS Das ist sicher ein Aspekt, der jedoch die Infantilisierung nicht ausschließt. Zum einen gibt es ja keinen bewussten Bezug zum Angelsächsischen oder von mir aus zu Amerika. Vielmehr scheint es ein Schwimmen mit dem Strom zu sein, ein immer tieferes Hinabsinken in Formlosigkeit, Entgleisung und Verfettung. Die albernen Kappen sind ein signifikantes Beispiel. Auch hier auf dem Land sehr verbreitet - mit verlottertem Hof und unter ständigem Alkoholeinfluss mimt man den Ranger. Die Frauen ähneln der von Frau Kositza beschriebenen. Da wird zwar rechts, doch substanzlos, aus der ewigen Jogginghose und den Turnschuhen heraus getönt, passen die Kinder Denis,  Kimberley und Muma zum verschmuddelten Hof, ist man unfähig, eine Mindeststruktur zu schaffen. Es gab sie sicher so schon immer und zu allen Zeiten, die Sich-fallen-Lassenden, doch mir scheint, dass sie nunmehr, Nuancen voeinander entfernt, massenhaft auftreten. Und es gibt keine Korrektur mehr. Das betrübt.
Ich musste heute auf der Heimfahrt lachen, da mir der Zusammenhang zwischen Zeitmangel und Gewalt (@ Laurenz) noch einmal durch den Kopf ging. Ich bin kein Freund von Handgreiflichkeiten, aber so ein "Jetzt reicht's. Ich hau dem jetzt eine runter und dann läuft's. Wir haben ja hier nicht ewig Zeit." wünscht man sich manchmal schon: Einfach klar und effizient.

Fordring

23. März 2026 19:50

Obwohl sich die Kritik im Artikel vor allem auch an Frauen richtet, scheint mir hier doch einiges von dem typisch weiblichen Unverständnis dafür, Interessen und Leidenschaften zu haben durchzuscheinen.
 
"Ich behaupte ja, daß „viele-Kinder-kriegen“ ein Rezept gegen fast alles ist, auch gegen den Morbus regressionis infantilis. Ich schwöre auf dieses Rezept."
 
Nun, den meisten Vertretern der weiblichen Zunft, die einfach zielloses, ruderloses Treibholz auf dem Fluss des Leben sind, bleibt ja auch sonst nicht viel Sinnstiftendes übrig, oder?

Majestyk

23. März 2026 21:00

@ MarkusMagnus:
Sich als stetes Opfer betrachten ist ein Zeichen von Unmündigkeit, wenn schon im Faden von Infantilität geredet wird.
Ihre Begeisterung fürs Autoritäre und Sozialistische sind mir bekannt, genau wie Ihnen bekannt ist, daß ich beides ablehne und nicht im Kollektiv denke. Da muß nicht immer neu debattiert werden. Über manchen Fluß gibt es keine Brücke.
Meine BRD war nicht antideutsch. Das wurde hineingetragen, im Wesentlichen von "Ihrer" DDR. In meiner Schicht wurde man auch nicht antideutsch erzogen. West Germany war nicht perfekt, aber gut lebbar. Es gab Aufstiegschancen, soziale Sicherheit und einen Maulkorb tragen mußte man auch nicht.

Ein gebuertiger Hesse

23. März 2026 21:25

@Adler und Drache
Bartleby - kennen Sie diese Verfilmung aus Frankreich von Maurice Ronet? Ist gut.
 

Gracchus

23. März 2026 21:57

@Karl: Ich verstehe unter Glauben primär jenes Urvertrauen, wie es vornehmlich Kinder haben, auf die Jesus ja auch verweist, ihrer sei das Himmelreich. Möglicherweise wenden sich vornehmlich solche Menschen Religionen zu, deren Urvertrauen erschüttert worden ist; möglicherweise nähern wir uns darüber dem Phänomen "Infantilisierung", es fehlt jenen an Urvertrauen. 
Ich möchte nichts gegen Ihre Philosophie sagen. Ich habe nicht geringen Respekt davor. Ich frage mich nur: Ist sie repräsentativ für Agnostiker? Sisyphus kann ich mir nur schwer als glücklichen Menschen vorstellen. Einerseits gegen die Sinnlosigkeit revoltieren, andererseits das (blinde, unpersönliche, leidbringende) Schicksal lieben - (wie) passt das zusammen? Ist Schicksal nicht schon ein metaphysischer Begriff? Das Schicksal lieben, wenn es mir z. B. Frau und Kinder wegnimmt? Und warum lieben, reicht es nicht, sich damit abzufinden? Ich weiß gar nicht, ob ich aus christlicher Perspektive sagen würde, der Sinn sei vorgegeben. Aber meiner Erfahrung widerspricht es, ich könne einfach Sinn aus mir erzeugen. In sinnerfüllten Momenten ist der Sinn einfach da, und ist es nicht so, dass man dann in Resonanz mit etwas anderem steht? Ist die glückliche Geburt eines Kindes an sich sinnlos, erst die Eltern erzeugen den Sinn? Liegt der Sinn weder in der Geburt noch im Kind, sondern nur in ihnen?
 
 

Adler und Drache

23. März 2026 22:59

@ Gracchus
Was wollen Sie also?
Laurenz lehnt sich, ähnlich wie Nietzsche, gegen eine Verflachung und Vernutzung und Verramschung und Verwerkzeugung des Glaubens auf. Hat mich sehr viel Zeit und Einfühlungsvermögen gekostet, das wahrzunehmen. Er machts einem nicht leicht. Bei Nietzsche stand ein gläubiger Glutkern dahinter (was kaum einer weiß), für Laurenz kann ich natürlich nicht sprechen. Ich vermute, er hat ein Idealbild, mit dem hier keiner von uns mithalten kann. 

Adler und Drache

23. März 2026 23:01

@ Ein gebürtiger Hesse
Bartleby - kennen Sie diese Verfilmung aus Frankreich von Maurice Ronet? Ist gut.
Holla! Ich wusste nichts davon, vielen Dank! (Ich dachte tatsächlich schon öfter daran, dass dies als Film sehr interessant sein müsste, und gleichzeitig doch recht leicht umsetzbar ...)

Laurenz

23. März 2026 23:26

@Gracchus @L. ... Ihr letzter Kommentar für mich ist lesbar. Wobei ich bei theologischen Schreiberlingen einfach in den Raum stelle, daß jeder Gott für sich in Anspruch nehmen kann. Schreiben bleibt menschlich. ... @Niemand @L. ... Sie haben unsere Positionen ganz gut erfaßt, denke ich. Mag Ihnen nur zu bedenken geben, daß wir hier den EK-Artikel zur Regression debattieren, den ich in der Beobachtung an sich, nicht in Abrede stellen will. Um Ihnen einen faktischen regressiven Christlichen Glauben zu präsentieren, an dem auch Sie nicht vorbeikommen, lesen Sie zum Kinderkreuzzug nach, der formal von Marseille aus in der Sklaverei Nordafrikas endete. Das schrieb zumindest die Kirchliche Propaganda. Aber diesen Kreuzzug gab es in 1212. Im Gründe müßte man Religionsunterricht für Minderjährige verbieten. ... @Fordring ... per se wird EK mit dem viele Kinder kriegen Recht haben. Im Regelfall wird man gezwungen, Vernunft walten lassen & sich am Riemen zu reißen. Hier ist Trash-TV beispielgebend. Hier sieht man öfters Mütter, die gemäß Hellinger, mit viel zu jungen Töchtern Rollen tauschen, etwas, was auch zu Mißbrauch führen kann. Es ist extrem wichtig, daß Mütter Mütter & Frau bleiben. Das ist existenziell für jede Familie, ganz unabhängig vom Bildungsgrad.

RMH

24. März 2026 07:54

@Majestyk, stimme ihrem Beitrag #23. März 2026 21:00, zu. Die DDR war nationaler, sozialistischer & rassisch "reiner" als die alte "BRD", die Ergebnisse dieser Reinheit findet Frau Kositza dann vor sich in der Schlange an der Supermarktkasse stehen, wobei man heutzutage froh sein darf, wenn es noch Supermarktkassen mit Leuten an der Kasse gibt. Die DDR Bürger unterlagen einem doppelten Mindfuck, erst Sozialismus, Frieden, Freundschaft (vor allem der Siegermacht UdSSR gegenüber, was bis heute unreflektiert weiter lebt), danach die "Bewahrheitung" des böhsen Kapitalismus & eine Infiltrierung von West-Nazis von NPD & Co (die Springerstiefel & Bomberjacken-Jahre der 90er), die ihren Reststolz auf die DDR in war "nationaler, sozialer, deutscher" polten, was einfach möglich war, denn kein polit. Erfolg baut sich einfacher auf als der, der auf Ressentiments aufbaut. & das Anti-Wessi-Ressentiment war da. Der BRD Bürger bekam dagegen 1 Mindfuck, der in Werbungen wie "Come to Marlboro Country" gut zusammengefasst wird. Spannend ist es, wenn nationale Sozialisten aus den alten Ländern mittlerweile selber glauben, dass die DDR besser war. Opfer der eigenen Propaganda eben.

Mitleser2

24. März 2026 08:37

@Chasseur: "Mein Vorschlag wäre die Ausrufung eines Generalstreikes und die Blockierung kritischer Infrastruktur." [wegen der fremdländischen Besetzung]
Ok, das sind also Ihre Handlungsvorschläge. Die sind aber genauso absurd wie die grüne Energiewende. Es gibt KEIN Bewusstsein in der Bevölkerung dafür. Nicht mal bei der Mehrheit der AfD-Wähler.
 

dojon86

24. März 2026 09:24

@Fordring  "Die meisten Frauen, die einfach zielloses ruderloses Treibholz auf dem Fluss des Lebens sind". Die Frau schafft Leben. Der rechte Konservative ist gerade deshalb geradezu verpflichtet, sie zu achten. Nietzsche nennt nicht umsonst den Mann das unfruchtbare Tier. Ihr Frauenbild haben ja nicht einmal die Mullahs. 

Umlautkombinat

24. März 2026 09:34

Eine gewisse Trennschaerfe muss man schon einhalten, @Gracchus. Ein religioeser Glaube ist eben ein religioeser Glaube, kein Kinderurvertrauen. Schon weil ein Kind ersteres nicht per se hat, sondern dieser Glaube anerzogen wird (spontan emergent erscheint er eher nicht in Umgebungen, die ihn nicht schon haben). Oder er wird eben spaeter als Erwachsener angelegt.
 
Natuerlich kann man andere Beziehungen zwischen beiden herstellen und darueber philosophieren, aber damit sagt man mangels o.g. Trennung dann irgendwann nichts mehr inhaltlich Relevantes.

Ein gebuertiger Hesse

24. März 2026 09:37

@ Adler und Drache
Jaja. Die Filme, die Verfilmungen, die man so in sich spazieren führt über die Jahre ... Jedenfalls ist dieses Ding, "Bartleby" von Maurice Ronet eine sehr seltsame Produktion. Der war ja eigentlich Schauspieler und machte in den 60ern Delon Konkurrenz (in "Plein Soleil" - Meisterwerk! - ist er der, der von Delon gekillt wird, aber gut, das kommt von der Vorlage, Patricia Highsmith). Wie kam es dazu, daß der seinen ersten Film inszeniert und dann mit "Bartleby" als Grund? Pfff. Abgefahren. Aber gut, der hat in den 70ern auch einen Film gemacht + ein Buch geschrieben über Warane. Ronet spielt die Hauptrolle in "Das Irrlicht" von Louis Malle nach dem Roman von Rochelle. Lichtmesz hat großartig geschrieben darüber in seinem "Lichtspielführer". 

Karl

24. März 2026 10:47

@Gracchus 23. März 2026 21:57:
1.
Ich nehme Ihren Respekt gerne an und erwidere ihn voll und ganz. Zuerst zum „Urvertrauen“. Ja, das Kindliche, ist für mich ein starker Hinweis darauf, was Glauben sein könnte: ein grundlegendes Ja zum Dasein, vor allen „Beweisen“ oder Erklärungen. Und ich sehe auch: Viele Menschen suchen Religion genau dann, wenn dieses Urvertrauen erschüttert wurde. 
Zu Sisyphus. Ihre Frage: Wie kann man gleichzeitig gegen die Sinnlosigkeit revoltieren und das leidbringende Schicksal „lieben“? Und ist „Schicksal“ nicht schon ein metaphysischer Begriff? Für Camus ist „Schicksal“ kein metaphysisches Wesen, kein böser oder guter Plan, sondern einfach die nackte, gleichgültige Wirklichkeit – die Tatsache, dass das Universum keine Absicht hat, weder mit uns noch gegen uns. „Lieben“ heißt bei Camus nicht: „Ich finde es toll, dass mir Frau und Kinder genommen werden.“ Das wäre masochistisch und dumm. Es heißt: Ich weigere mich, dem noch zusätzlich meinen Hass oder meine Verzweiflung hinzuzufügen. Ich nehme sie an – nicht weil ich sie gutheiße, sondern weil ich sie nicht leugne. Und genau in diesem klaren Annehmen liegt die Freiheit. Es ist kein „sich abfinden“ im Sinne von resignieren. Es ist ein aktives Ja-Sagen trotz allem. Beides läuft auf dasselbe hinaus: Der Stein rollt sowieso wieder runter. Die Frage ist nur, ob ich ihn verfluche oder ob ich schmunzele. Das Lächeln ist die Revolte. 

Fordring

24. März 2026 10:54

@dojon86
Man kann Frauen entweder achten, oder sie verstehen. Diese elende Weiberveneration wird man dem für intersexuelle Dynamik bewusst oder fahrlässig blinden rechten Mann noch austreiben müssen.

Ein gebuertiger Hesse

24. März 2026 11:07

@Fordring
Sie sind aber schon etwas hart eskalatorisch drauf, nicht wahr? Welchen Mädchennamen hatte Ihre Mutter?

Karl

24. März 2026 11:15

@Gracchus 23. März 2026 21:57:
2.
Zu Ihrem zweiten Punkt. Sie schreiben: „In sinnerfüllten Momenten ist der Sinn einfach da, und ist es nicht so, dass man dann in Resonanz mit etwas anderem steht?“ Ich würde sagen: Ja, genau so erlebe ich es auch. Der Sinn ist in diesen Momenten einfach gegeben – als würde die tiefe Wertigkeit des Lebens aufleuchten und unmittelbar spürbar werden. Ich nenne das nicht „Gott“, leugne jedoch nicht, dass es über eine rein subjektive Konstruktion hinausgeht. Hier wird vielmehr sichtbar, was wirklich Sinn macht. Die Resonanz ist für mich keine Brücke zu etwas Höherem, sondern der klare Ausdruck der Revolte: Gerade indem wir uns weigern, die Gleichgültigkeit als letztes Wort hinzunehmen, wird erkennbar, was aufgrund der conditio humana tatsächlich sinnvoll ist.

dojon86

24. März 2026 12:09

@Fordring Wie man es auch dreht oder wendet. Den Kampf der Kulturen werden die Frauen entscheiden.

Laurenz

24. März 2026 12:26

@Fordring & Dojon86 ... Fordring liegt insofern richtig, daß schon mal 20% der Frauen kinderlos bleiben, kein Leben schenken, nicht die Leistungsfähigkeit von Männern besitzen, aber dafür länger leben & den Männern auf der Tasche liegen, die aufgrund der Mehrbelastung früher sterben. Auch wenn Elsässer Alice Schwarzer in das Sagbare holt, weil Schwarzer aus dem linken Framing fällt, so ist Schwarzer für das Weibsvolk immer noch tödlich, weil Schwarzer das Wesen der Frau nicht verstanden hat & sich dämlicherweise an Männerwelten orientiert, anstatt klar zu benennen, daß die legalen einstigen Nachteile zu Lasten der Frau durch die Orientalisierung per Christentum veranlaßt wurden. Da beißt die arme Kirchenmaus keinen Faden ab. Nonnen rennen im frauenfeindlichen Tschador durch den Alltag. Als Hilfsmänner sind Frauen in der Masse unfähig einer wertschöpfenden Tätigkeit nachzugehen. Dann setzt man sie doch besser da ein, wo die holde Weiblichkeit am wenigsten Unheil anrichten kann. Ich weise Sie nochmals auf Jordan Peterson hin, der sagt, daß das Glattbügeln kultureller Unterschiede zwischen Mann & Frau, wie der Wokeismus sie veranlaßt hat, automatisch die biologischen Unterschiede deutlicher machen. Auch die 4/5 (80%) weibliche Waldschrate & Mauerblümchen scheitern daher im Abgreifen der biologischen Alpha-Männer, weil es keine attraktiven kulturellen Unterschiede mehr gibt. Frauen sind diesbezüglich einfach völlig verblödet & man wird absehbar Ehen wieder arrangieren müssen.

Laurenz

24. März 2026 12:36

@Dojon86 @Fordring ... dreht oder wendet. Den Kampf der Kulturen werden die Frauen entscheiden. ... Das war früher mal so. Wer heute Frauen Entscheidungen treffen läßt, ist bereits tot. Ich will damit nicht sagen, daß es weibliche Ausnahmen gibt, wie Meloni, Weidel, Wiles oder LePen, also wenige Frauen, die ihren Uterus auf Kommando abschalten & denken können, wie Männer. Aber diese Frauen bilden eine seltene Ausnahme. Frauen kann man erst dann wieder ernst nehmen, wenn eine Milei'sche Leistungsgesellschaft etabliert wird. Dann sind nur noch Frauen sichtbar, die was leisten können, wie zB Michelle Kang. Die sozialistische Verlutschung unserer Gesellschaft führt auch in der Oberschicht dazu, daß die männlichen Versager ans Ruder kommen, wie man in vielen DAX-Konzernen festmachen kann. Bernd Baumann hat das klar im Zuge der desaströsen Keynesianischen Währungspolitik so benannt.

NC472

24. März 2026 13:16

@Fording
"den meisten [...] der weiblichen Zunft, [...] bleibt ja auch sonst nicht viel Sinnstiftendes übrig, oder?"
Falscher könnten Sie aber auf die Post-68er Situation bezogen nicht liegen. Frau wurde erfolgreich als Steuer und Konsumsklave integriert, was quasi übernacht zu einer verdopplung der monetisierbaren und kollateralisierbaren Verfügungsmasse durch den sekularen Gott Staat und seine Vertreter auf Erden geführt hat.
Und die meisten Frauen haben es angenommen und viele machen so ziemlich alles, außer Kinder gebären und im Familienkreis erziehen. Die Einbindung der Emanzipations Bewegung hat gerade Frauen erfolgreich Verhaltensmodifiziert - Frau kann entweder den Staat als ihren allmächtigen Vater anbeten (und bekommt dafür aus der Zukunft alle Möglichen Förderungen, kollateralisiert durch nie geborene Kinder, was dazu geführt hat, dass nicht wenige Männer gerne Frauen wären aber das ist ein anderes Thema) ODER Frauen verweigern dem sekularen Gott die Treue und es wird suggeriert, dass dies unweigerlich dazu führt, dass Frau an einen Herd gekettet und für einen nicht näher spezifizierten Mann zur Gebärmaschine wird und alle als Sinnstiftende verkaufte Freiheiten wie Konsum und Lohnsklaverei, sowie Macht durch Quoten verliert die ihr der sekulare Gott gewährt hat.
Ich bin froh in der jetzigen Zeit keine Frau zu sein, man kann in der näheren Zukunft nur verlieren.

Monika

24. März 2026 13:41

Na, das Kommentariat regrediert auch so langsam. Lieber "ein ruderloses Treibholz" ( Fordring) als ein triebhaftes Luder. 😵‍💫🤪

Gracchus

24. März 2026 14:33

@Umlautkombinat: Wenn Religionskritiker einen Zusammenhang zwischen frühkindlichem Erleben und Glaube herstellen, ist dies erlaubt, mir aber nicht? Interessant.  Glaube und Vertrauen sind gewissermaßen Synonyme (auch vom Hebräischen und  Griechischen her). 
Christlich ist es beides: Für-Wahr-halten bestimmter Dogmen (Glaubensinhalte) wie Vertrauen auf Gott.
 

Majestyk

24. März 2026 15:25

@ Mitleser2, @Chasseur:
"Mein Vorschlag wäre die Ausrufung eines Generalstreikes und die Blockierung kritischer Infrastruktur." [wegen der fremdländischen Besetzung]
Ich weiß zwar nicht von welcher fremdländischen Besetzung die Rede ist, ich sehe kulturelle Übernahme durch den Islam, vorangetrieben von den üblichen Verdächtigen in In- wie Ausland, aber die Sache mit dem Generalstreik hat mehr als einen juristischen Haken.
Die Gewerkschaften sind verlängerter Arm der Politik und dank Mitbestimmung etc. längst mit der Wirtschaft verzahnt. Ich habe mal versucht hier zu erklären, warum ich z.B. den faktischen Gewerkschaftszwang in der Großindustrie für falsch halte. Interessiert aber niemanden. Die Gewerkschaften agieren wie ideologische Türwächter bei der Einstellung in sehr vielen Branchen. Mein Vater hatte in den seinen jungen Jahren lukrative Angebote von RWE oder Rheinbraun. Konnte diese aber nicht annehmen, weil er sich weigerte in die Gewerkschaft einzutreten. Bei mir war es später ähnlich. Die Gewerkschaften in Deutschland sind eine Politikmafia und agieren wie Schutzgelderpresser. Genau das rächt sich nun, sah man schon während Corona, als nicht nur Medien, Justiz, Wissenschaft oder Kirchen sich zur Hure der Politik machten. Dies unter Einfluß eines Geflechts von internationalen Organisationen wie der WHO, die nationale Strukturen dominieren und so den eigentlichen Souverän umgehen. Genau das ist die Basis der Fremdbestimmung.
 

das kapital

24. März 2026 16:40

@ monika nix gegen triebhafte Luder. Jeder braucht mal eins. Ein ganzes Leben hält man es aber nicht mit denen aus. Dazu braucht es Frauen mit anderer Tiefe und anderen Qualitäten.

das kapital

24. März 2026 16:51

@ Fordring Neues Leben in die Welt zu bringen ist Sinnstiftung in Reinkultur.Nur weil 10.000e von Generationen vor Ihnen genau diese Sinnstiftung betrieben haben, existieren Sie. Wenn Sie jetzt keine Frau gefunden haben, die mit Ihnen Sinn und Leben stiftet, dann ist Schicht. Zehntausende von Generationen vor Ihnen haben alles gegeben, damit Sie werden konnten. Und jetzt geht all diese Sinnstiftung zuende, weil Sie eine Kernaufgabe von Frauen nicht als sinnstiftend empfinden. Die Frau, die Kinder gebiert und zu erfolgreichen, kenntnisreichen und glücklichen Erwachsenen formt, ist nicht Treibholz, sondern Urgrund allen Seins diesseits von Gott. Immer schön dran denken. Was kümmert es die Frau, wenn sich der Fordring an ihr schobert.

Le Chasseur

24. März 2026 17:13

@Laurenz
"den Männern auf der Tasche liegen, die aufgrund der Mehrbelastung früher sterben."
Männer in einer Beziehung leben im Durchschnitt länger als alleinlebende. Verheiratete Frauen sterben dagegen früher.
Grundsätzlich haben Frauen eine höhere Lebenserwartung, weil sie zwei X-Chromosomen und ein stärkeres Immunsystem besitzen und der Östrogen-Spiegel gefäßschützend wirkt. Zudem haben Frauen meist einen gesünderen Lebensstil und gehen häufiger zum Arzt.

Le Chasseur

24. März 2026 18:11

@Majestyk
"Ich weiß zwar nicht von welcher fremdländischen Besetzung die Rede ist"
Von dieser.

Umlautkombinat

24. März 2026 19:20

Mensch @Gracchus, werden Sie doch nicht immer gleich pikiert. Um Sie vs. Religionskritiker geht es doch gar nicht (ich sehe auch gar keine Erlaubnisse oder Verbote).
Bewegen Sie sich an das Ausgangsposting von Ernestina, dort sind die Dinge noch klar benannt. Vermischung verschiedener Bedeutungen des Wortes Glauben fuehren in dieser Hinsicht wie gesagt einfach nur ins Ungefaehre und entziehen sich damit letztendlich jeder brauchbaren Diskussion.

Mitleser2

24. März 2026 19:41

@Chasseur: Ich bin ziemlich sicher, Majestyk weiß genau, was Sie meinen. Aber er sieht das halt nichts so wie Sie. Und ich auch nicht in dieser Schärfe. Auch für mich ist die fremdländische Besetzung durch den Islam (wie vieles in Westeuropa), und nicht durch US-Basen.

Laurenz

24. März 2026 19:49

@Le Chasseur @L. ... 2 X-Chromosomen sind ein hoher Preis für ein längeres Leben. Frauen sind völlig unfähig, einen Amazonen-Staat am Leben zu erhalten. Es gäbe keinen Frauensport, kein Bayern München, kein Siemens oder SpaceX ohne Männer, verstehen Sie das nicht? Frauen sitzen ohne Männer in der Steinzeit-Höhle unserer Vorfahren, wenn sie diese überhaupt auch nur finden würden. 10 Männer können in der Wildnis überleben, 10 Frauen nicht. ... Frauen haben eins gelernt, sich meistbietend an Männer zu verkaufen, wollen aber ihren Teil des Deals nicht mehr einhalten. Das funzt nicht ... @Monika ... triebhafte Luder ... sind leer, wertlos. Der Männerkonsum Giorgia Melonis wird überschaubar sein. Aber Sie weiß haargenau, wie man selbst mächtige Männer um den Finger wickelt, genauso, wie Sie weiß, daß das nur dann funktioniert, wenn Männer Melonis schöne Lebens-Energie wahrnehmen. Wenn EK & SD Bücher mit Gästen debattieren, haben Beide, trotz des fortgeschrittenen Alters, Ausstrahlung. Und das, obwohl ein ganzer Sack voll Rotzlöffel hinter Ihnen liegt. Das liegt am sparsamen Männerkonsum & mit der hier ersparten Energie erzeugen sie das, was Frauen quasi Strahlkraft verleiht. Früher wurden solche Frauen Hexen genannt, weil sie das Bewußtsein anderer bewegen können. Schauen Sie einfach in Frauengesichter, zB in das von Bas, Faeser & Wagenknecht, dann wissen Sie sofort was Michelangelo gemeint hat. Ich erkenne die Schlampen sofort 200 Meter gegen den Wind.

Gracchus

24. März 2026 22:49

@Umlautkombinat: Mensch, ich bin nicht pikiert - nur verwundert. Verfolgen Sie doch die Kommentare mit @Karl. Ich habe erklärt, wo ich den Zusammenhang sehe.
@Karl: ich meine, das kann man so stehen lassen. 

Le Chasseur

25. März 2026 05:41

@Laurenz
"Es gäbe keinen Frauensport, kein Bayern München, kein Siemens oder SpaceX ohne Männer, verstehen Sie das nicht?"
Sowohl der FC Bayern München als auch Space X sind reine Zeit - und Ressourcenverschwendung.

Monika

25. März 2026 06:40

@ Laurenz
Ihr Frauenbild ( voller Klischees) ist wirklich unterirdisch! Gibt's da nichts von Dr. Bert H. gegen ? 

Fordring

25. März 2026 07:50

@das Kapital
Hier haben wir wieder den typischen naiven Frau-aufs-Podest-Stell. Schätzelein, ich habe diese Ansichten vor allem auch, weil ich gerade eben Erfolg bei Frauen habe. Weil ich all diese vergebenen, nach außen hin tugend- und nicht schlampenhaften Mittelschichtsdamen kennengelernt habe, die mit dem charismatischen, schlagfertigen 2-Meter-Mann ohne mit der Wimper zu zucken fremdgegangen wären, wenn dieser das weiter verfolgt hätte. 
Denken Sie doch mal nach: Fällt Ihnen spontan irgendeine Frau ein, die mit dieser Vehemenz und Romantisierung Männer verteidigt, mit der sie es jetzt umgekehrt tun? Wenn man Frauen lässt, verfolgen sie einfach ruchlos die Interessen ihres eigenen Geschlechts, dann bekommt man automatisch irgendwann einen Dritte-Welle-Feminismus.

Monika

25. März 2026 09:03

Jetzt sollen doch mal all die Herren hier, die mit ihrem Erfolg bei den Frauen prahlen, unter Klarnamen schreiben und ein Foto zufügen. Das Frauenbild einiger Rechter hat sich seit Jahrzehnten nicht geändert. Es schwankt zwischen Hure und Heiliger. So wird das nichts mehr. Ein positives Bild einer rechten Frau scheint in weite Ferne gerückt. Und das meine ich nicht politisch. @ Fjordring Es soll sogar Frauen geben, die auf Männer stehen, die Joris-Karl Hysmans lesen, tröstet sich der eher unvorteilhaft aussehende Michel Houellebecq in "Unterwerfung". Also, auch Intellekt kann interessant machen. Die Größe allein ist es nicht. 🥴😂

Laurenz

25. März 2026 09:49

@Monika ... die Herren hier unter Klarnamen schreiben & ein Foto zufügen. ... Auf der Achse schreibe ich wesentlich härtere Kommentare als hier, unter Klarnamen. 50% gehen in etwa durch. Die Maßstäbe auf der Achse sind einfach ganz andere als hier. Und Monika, warum gehen Sie nicht mit mutigem Beispiel voran?

Kositza: Diese Frage hätte gepaßt, wenn Monika wie der angesprochene Kommentator von sich als superhochattraktive Frau geschrieben hätte, der im Grunde ALLE Männer hinterherhecheln. Hat sie aber nicht.

RMH

25. März 2026 12:31

Da es jetzt abgedriftet ist:
Der ganz real existierenden Männer- und Knabenfeindlicheit in unserer Gesellschaft wird die Debatte nicht gerecht, insbesondere, wenn darauf als wesentliches Argument nur Frauenfeindlichkeit gezeigt wird.
Evtl. dann einmal bei anderer Gelegenheit. Es gibt hier meiner Meinung nach durchaus etwas, was einmal artikuliert und zur Sprache gebracht werden sollte, bspw. der Hass, der von gewissen links-grünen Kreisen & NGOs ganz aktuell gezielt gegen Männer verbreitet wird. 

Monika

25. März 2026 12:38

Um zum Ausgangsthema und für mich Schluß zu kommen. Die Reduzierung des Mann/Frau Verhältnisses auf Äußerlichkeiten ist wohl auch eine Art Regression. Mann und Frau sollten im Hinblick auf ein gemeinsames sinnvolles Ziel, das sich nicht in materiellen Äußerlichenkeiten erschöpft, gesehen werden. Der momentan stattfindende Geschlechterkampf ( männerhassende Frauen und sog. Manosphere)  können nicht die Lösung sein. Umso mehr, als jetzt auch der Familie der Garaus gemacht werden soll. Es braucht einfach wieder gute Vorbilder an Verantwortung, Ernsthaftigkeit und tragfähige Rollenbilder. Ich hoffe, das wird. Und ja, die Hagestolze und Weiberhelden gab es auch schon immer, es waren aber eher Randfiguren im großen Theater.

das kapital

25. März 2026 13:19

@ fordring  Ich brech' die Herzen der stolzesten Frau'n Ist es so, dann gratuliere. /// Ein zerstörtes Frauenbild bringt eine zerstörte Gesellschaft mit sich. Für mich bleibt es einfach dabei, da bin ich absolut unmodern: ein unverzichtbare Kernaufgabe von Frauen ist es, gesunde Kinder in die Welt zu bringen, für die ein gutes und sicheres Umfeld zu schaffen und sie zu glücklichen kenntnisreichen und erfolgreichen Erwachsenen zu formen. Jede Frau, die das schafft und leistet ist ein Goldstück. Insofern Gratulation an Frau Kositza. Sie hat Deutschland zukunftsfähig gemacht und könnte vielen verpeilten und verkorksten Frauen als Vorbild dienen. /// Die ganze Frauenhasserei bringt es nicht, egal ob Huysmann oder Baudelaire. Sondern Männer sollten dazu beitragen, dass Frauen ihre Kernaufgaben erfüllen können. Wir sind nämlich anders. Homosexuelle können so oft miteinander rummachen, wie sie wollen. Da kommen keine gesunden Kinder bei raus, die sich formen lassen. Da kommt nur xx bei raus. /// Die Kernaufgaben von Frauen sind von gesamtgesellschaftlichem Nutzen. Nur mit Frauen, die diese Kernaufgabe überzeugend leben, hat Deutschland und haben die Deutschen eine Zukunft. Mit dem ganzen Gewäsch von "toxischer Männlichkeit" nicht. Dieser Teilstrategie der Zerstörung muss entgegengewirkt werden.

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