Die Brandmauer bröckelt. In Brüssel

Am 26. März stimmten im EU-Parlament Abgeordnete der CDU und CSU mit AfD-Politikern für eine Verschärfung der Asylregeln. Mit einer klaren Mehrheit beschloß das Parlament neuen Regeln zur Einstufung sicherer Herkunfts- und Drittstaaten und die Ermöglichung sogenannter „Return Hubs“. Damit wird die Forderung nach ausgelagerten Asylzentren (Musterstädte", wie ich es nannte) EU-Konsens.

Martin Sellner

Martin Sellner ist Kopf der österreichischen Identitären Bewegung.

Außer­dem wur­den zahl­rei­che Her­kunfts­län­der als sicher erklärt, medi­zi­ni­sche Alters­fest­stel­lun­gen sind erst­mals mög­lich, und Straf­tä­ter kön­nen lebens­lang des Kon­ti­nents ver­wie­sen wer­den. Ille­ga­le sind ver­pflich­tet, an ihrer eige­nen Abschie­bung mit­zu­wir­ken, und kön­nen bis zu 24 Mona­te inhaf­tiert wer­den, wenn sie dem nicht nachkommen.

Dafür stimm­ten 389 Abge­ord­ne­te, 206 stimm­ten dage­gen und 32 ent­hiel­ten sich. Euro­pas Links­par­tei­en hat­ten sich lan­ge dage­gen gewehrt. Auch Merz ver­such­te den Schul­ter­schluß von Deutsch­land aus zu sabo­tie­ren. Inter­ne Abspra­chen zwi­schen kon­ser­va­ti­ven und rech­ten EU-Poli­ti­kern brach­ten jedoch die Wen­de. Was in mei­nem Buch als ers­te Pha­se für die “Grup­pe A” (Ille­ga­le) beschrie­ben wird, ist jetzt im Zen­trum Euro­pas angelangt.

Selbst­ver­ständ­lich blei­ben die Pro­blem­fel­der der lega­len Migra­ti­on und die Par­al­lel­ge­sell­schaf­ten aus “Tur­boe­in­ge­bür­ger­ten” bestehen. Doch die Abstim­mung ist Brüs­sel ist ein wich­ti­ger Schritt.

Der wich­tigs­te Aspekt ist das „Out­sour­cing“ des Asyl­un­we­sens. Was als “Ruanda­plan” Eng­lands und “Alba­ni­en­plan” Ita­li­ens noch scharf bekämpft wur­de, ist jetzt beschlos­se­ne Sache. Die ent­schei­den­de recht­li­che Ver­än­de­rung liegt in der Abschaf­fung des bis­he­ri­gen, stren­gen „Ver­bin­dungs­kri­te­ri­ums“: Künf­tig muß nicht mehr nach­ge­wie­sen wer­den, daß ein Asyl­su­chen­der eine fami­liä­re oder per­sön­li­che Bin­dung zu einem Dritt­staat hat, in den er gebracht wird. Die blo­ße Durch­rei­se oder schlicht­weg ein bila­te­ra­les Abkom­men der EU mit einem Part­ner­staat rei­chen ab jetzt aus.

Die­se Aus­la­ge­rung der Asyl­zen­tren ist der Hieb, der den Gor­di­schen Kno­ten der Abschie­bungs­ver­schlep­pung durch­trennt. Der Instan­zen­weg ist end­los, Rück­nah­me­ab­kom­men müs­sen ein­zeln aus­ge­han­delt wer­den. Gera­de jene Staa­ten, in die man prio­ri­tär abschie­ben soll­te, sind oft so unter­ent­wi­ckelt, daß es dort kei­ne Part­ner für ent­spre­chen­de Ver­trä­ge gibt.

Beam­te berich­ten, daß man vor Ort oft mit Schmier­geld bestechen muß, damit Ille­ga­le wirk­lich auf­ge­nom­men wer­den. Dazu ver­schlei­ern vie­le Asy­lan­ten ihre Her­kunft und gau­keln Staa­ten­lo­sig­keit vor. Der Gip­fel der Absur­di­tät ist die soge­nann­te “Anker­kri­mi­na­li­tät”. Asy­lan­ten wer­den unab­schieb­bar, indem sie hier schwe­re Ver­bre­chen bege­hen, auf die in ihrem Hei­mat­land Fol­ter oder Todes­stra­fe steht. All das fällt jetzt weit weni­ger ins Gewicht.

Ille­ga­le Ein­rei­sen und Unab­schieb­bar­keit füh­ren nicht mehr zu einer Ver­an­ke­rung in Europa.
Die For­de­rung nach Push­backs in einen “Return Hub” für jeden Neu­an­kömm­ling und die schritt­wei­se Ver­la­ge­rung aller hier leben­den Asy­lan­ten dort­hin muß Stan­dard­for­de­rung für die AfD werden.

Wenn man die­se Zen­tren aus­baut, kön­nen sie auch einen huma­ni­tä­ren Zweck erfül­len. Statt einer sozia­len Hän­ge­mat­te gibt es dort Kost, Logis und nach einer gewis­sen Frist Arbeits­pflicht für jene, die län­ger blei­ben wol­len. Neben Kran­ken­häu­sern, Sport­an­la­gen und Moscheen soll­te es in die­sen Return Hubs auch Aus­bil­dungs­stät­ten geben. Wirt­schafts­flücht­lin­ge kön­nen dort sinn­vol­le Tätig­kei­ten erler­nen, die in ihrem Hei­mat­land drin­gend benö­tigt wer­den. Lin­ke Akti­vis­ten kön­nen vor Ort frei­wil­lig mit­hel­fen, ohne der Gesell­schaft die Fol­gen ihres “Altru­is­mus” aufzubürden.

Migran­ten bleibt nur der Weg nach Euro­pa ver­sperrt, doch sie kön­nen das Zen­trum selbst­ver­ständ­lich jeder­zeit Rich­tung Hei­mat ver­las­sen. Die Eta­blie­rung die­ser Zen­tren wür­de in weni­gen Mona­ten das Geschäft der Schlep­per zer­stö­ren. Ein ent­schei­den­der gro­ßer euro­päi­scher Pull-Fak­tor wür­de beseitigt.

In Ver­hand­lun­gen zur Rück­nah­me ihrer Staats­bür­ger befin­det man sich dank der Return Hubs auch in einer bes­se­ren Posi­ti­on und muß sich nicht mehr von Erdoğan in ein­sei­ti­gen “Deals” erpres­sen lassen.

Return Hubs kämen Euro­pa wesent­lich bil­li­ger als die mil­li­ar­den­ver­schlin­gen­de Asyl­in­dus­trie. Die Zen­tren könn­ten dazu als Son­der­wirt­schafts­zo­nen fun­gie­ren, indem Steu­er­vor­tei­le gro­ße Unter­neh­men und Inves­ti­tio­nen anziehen.

Auch die Koope­ra­ti­on afri­ka­ni­scher Staa­ten ist sehr wahr­schein­lich. Die euro­päi­sche Ent­wick­lungs­hil­fe kann als Druck­mit­tel ver­wen­det wer­den. Jene Staa­ten, die rasch koope­rie­ren und lang­fris­ti­ge Pacht­ver­trä­ge für die Errich­tung von Return Hubs abschlie­ßen, kön­nen mit der par­ti­el­len Erlas­sung ihrer Staats­schul­den belohnt wer­den. Die Bau­vor­ha­ben wür­den dazu zahl­rei­che Arbeits­plät­ze schaffen.

Die Abstim­mung im EU-Par­la­ment macht den Weg für euro­päi­sche Rechts­par­tei­en frei. Die Kom­mis­si­on und Gerich­te könn­ten hier noch dazwi­schen­fun­ken, aber gegen die erklär­te Mehr­heit ihres eige­nen Par­la­ments kön­nen auch die EU-Orga­ne nicht lang­fris­tig gegen­hal­ten. Die For­de­rung nach Mus­ter­städ­ten und Return Hubs gehört spä­tes­tens ab jetzt in das Pro­gramm jeder Rechtspartei.

Der Bruch der Brand­mau­er in Brüs­sel hat auch weit­rei­chen­de Aus­wir­kun­gen auf Deutsch­land. Kern­for­de­run­gen, die im eige­nen Land zu Dämo­ni­sie­rung und Ver­fol­gung füh­ren, wer­den nun durch euro­päi­sches Recht abge­deckt und von euro­päi­schen Kon­ser­va­ti­ven mitgetragen.

Brüs­sel war für Euro­pa­po­li­ti­ker der Uni­on schon lan­ge ein Rea­li­täts­schock, der natio­na­le Echo-Kam­mern sprengt. In Brüs­sel sahen sie, wie links die öffent­li­che Mei­nung in Deutsch­land im Euro­pa­ver­gleich ist. Ihre Frak­ti­ons­kol­le­gen wür­den in Deutsch­land häu­fig eher zur AfD als zur Uni­on pas­sen. Sozi­al­de­mo­kra­ten aus Däne­mark, Polen und Ungarn über­ho­len sie teil­wei­se rechts.

Es wird für die Uni­on immer schwie­ri­ger, eine Brand­mau­er-Poli­tik, die in Brüs­sel Geschich­te ist, natio­nal auf­recht­zu­er­hal­ten. Am Tag der Abstim­mung tri­um­phier­te Man­fred Weber, der Anfüh­rer der EVP-Frak­ti­on, auf X:

Heu­te zei­gen wir ganz klar, dass euro­päi­sche Lösun­gen zur Bekämp­fung der ille­ga­len Migra­ti­on mög­lich sind. Die euro­päi­schen Bür­ger erwar­ten ent­schlos­se­nes Han­deln, und wir lie­fern. Wer kein Auf­ent­halts­recht in der EU hat, muss gehen.

Die­ser Post hät­te auch genau­so gut von einem “Rechts­po­pu­lis­ten” stam­men kön­nen. Dabei darf man aber nie­mals ver­ges­sen, daß die Kon­ser­va­ti­ven, ob in Deutsch­land oder Euro­pa, nur auf Druck reagie­ren. Das kann erst der Anfang sein. Sie müs­sen, frei nach Gau­land, wei­ter nach rechts gejagt wer­den. Das bleibt die Auf­ga­be von Vor­feld und Par­tei. Getrennt mar­schie­ren und ver­eint remigrieren!

Martin Sellner

Martin Sellner ist Kopf der österreichischen Identitären Bewegung.

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Kommentare (54)

Andreas J

31. März 2026 16:35

Ich glaube, sobald die AfD in der ersten bundesweiten Umfrage die 30 Prozent Marke erreicht, ist die Brandmauer Geschichte. Was das für Merz Karriere bedeutet, dürfte klar sein. Insofern bleibt das Jahr spannend.
 

Paul Aner

1. April 2026 00:19

Sie sind viel zu optimistisch....Spätestens der EuGH, allerspätestens der EGMR wird das zu verhindern wissen. Was wirklich helfen würde, wäre der Ausstieg aus der EMRK, damit der EGMR nicht permanent  die Rechtsanwendung im deutschen Ausländer-/Asylrecht aushebeln kann. Die Richter dort sind nicht direkt demokratisch legitimiert. Ich teile deshalb die Meinung z.B. von Nigel Farage, dass dies ein ungerechtfertigter Eingriff in die nationale Souveränität darstellt.

Mitleser2

1. April 2026 08:56

@Andreas J: So sehr das wünschenswert wäre, da liegen Sie falsch. Die Brandmauer umfasst ja letztlich die 70% der Blockparteienwähler, und nicht nur die CDU. Und generell ist MS zu optimistisch. Um das so zu sehen,  muss man kein Defätist sein. Was helfen könnte, wäre ein Wirtschaftscrash. Wird ja derzeit wahrscheinlicher.

Laurenz

1. April 2026 10:50

@MS ... Ihre Analyse mag zwar stimmen, aber ich teile sie nur bedingt. Man muß nur Lanz-Hansel schauen, um zu wissen, daß ab 2029 die Merz'sche & Klingbeil'sche Schuldenorgie für Sozialstaats-Mißbrauch, linke Kack- & unprofessionelle Rüstungs-Projekte verballert sein wird. Wir brauchen ohne Migranten nur einen Bruchteil der extrem teuren Lehrer & Betreuer, Mieten im unteren Segment würden sich erstmal deflationär entwickeln. Bürgergeld-Empfänger sind wesentlich billiger als Lehrer oder nutzlose Mitarbeiter des Jobcenters. Bei der voraussichtlichen Geldknappheit Deutschlands separieren sich die Kostenverursacher. Wer braucht schon einen EuGH oder ein Europa-Parlament? Genau, niemand. Der Europäische Rat reicht völlig aus, um diesen Job zu machen, quasi fast für lau. Die Unionisten im Europa-Parlament werden erkannt haben, daß sie quasi in absehbarer Zeit finanziell zwangsliquidiert werden, wenn sie weiter den finanzpolitischen Kurs der Kommission in den Untergang unterstützen. Und unsere Bundesjunta beschleunigt die Geldknappheit auch noch. Man belastet jene, die noch wertschöpfend arbeiten & investieren immer weiter, was dazu führt, daß immer weniger Wertschöpfung betrieben werden wird & die Steuereinnahmen zukünftig eklatant reduziert sein werden. Auch diesen politischen Schwachsinn kann jeder Unionsmandatsträger in Brüssel wahrnehmen. Die letzten beißen die Hunde. Ich denke, die Gefahr für das Gesäß der Unionnisten treibt diese ins Rechte Lager.

das kapital

1. April 2026 11:06

Ist ja ziemlich ruhig hier. Alle schon im Osterurlaub? Merz und seine 80 Prozent und der Widerruf am nächsten Tag, das treibt mich gerade um. Ab nach Syrien. Da kann man reden wie man will, es bringt nichts. Dieser Kanzler gehört unter Betreuung gestellt, Brandmauer hin oder her. Leidet an Pseudologia phantastica. Einfach nur gestört. Diese Art von geistiger Störung fördert Karrieren. Die Leute merken gar nicht, dass sie für echte Arbeit und echte Erfolge völlig ungeeignet sind. Und sie haben unendlich viele Wähler und Gefolgsleute, die auf dieser Geistesstörung ihre Macht aufbauen wollen. /// Manche im Forum hier wird es ärgern, aber ich halte die Rückschiebung von 800.000 Syrern nicht für machbar und auch nicht für zumutbar. Mehr als die Hälfte werden wir sowieso nicht los. Niemals. Wenn, dann hätten wir 2015 die Grenzen zumachen müssen wie Ungarn und Polen. Auch eine Grundgesetzänderung. Sozialstaatsgebot nur noch für Deutsche und EU Bürger. Alle anderen werden auf Null gesetzt. /// Wenn eine Familie mit drei kleineren Kindern 2015 aus Syrien hierher gekommen ist, ist es denen kaum zumutbar, zurückzugehen. Der Menschenschlächter, den die da als Staatschef haben, ist und bleibt ungenießbar. Die Kinder sind oft in der hiesigen Kultur groß geworden.

thoma

1. April 2026 14:36

Die Sonderwirtschaftszonen, die irgendwas anziehen sollen und die Entwicklungshilfe als Druckmittel. Hoert sich naiv überheblich an. Zumindest wenn es um Hunderttausende gehen soll. 
Man wird kaum ein Land dauerhaft für so eine Aktion gewinnen können. Und auch schon gar nicht für das bissel Entwicklungshilfe. Außerdem braucht die Wirtschaft unregisteierte Billigarbeiter. 
Ja, ein wenig Symbolik wird es geben.

Karl Otto

1. April 2026 15:32

Wie sagte Hegel: "Wenn sich etwas ändern soll, muss etwas verändert werden."
Sellner macht zumindest konkrete Vorschläge, anstatt nur rumzujammern.

Le Chasseur

1. April 2026 15:44

@das kapital
"Wenn eine Familie mit drei kleineren Kindern 2015 aus Syrien hierher gekommen ist, ist es denen kaum zumutbar, zurückzugehen. Der Menschenschlächter, den die da als Staatschef haben, ist und bleibt ungenießbar."
Sehe ich genauso. Diejenigen, die ihm bei seinem Besuch in Berlin zugejubelt haben, sollte man allerdings unverzüglich abschieben.
P.S.: Der Menschenschlächter hat übrigens einen sehr exquisiten Geschmack was Armbanduhren anbelangt. Da kann man sich leicht ausmalen, wo die Reise mit diesem bescheidenen und gottesfürchtigen Diener des Volkes hingehen wird.
@Andreas J"Ich glaube, sobald die AfD in der ersten bundesweiten Umfrage die 30 Prozent Marke erreicht, ist die Brandmauer Geschichte."
Nein. Dann wird eben mit Linkspartei und Grünen koaliert. AfD ist pfui.

Karl Otto

1. April 2026 17:20

Warum sollen Familien nicht zurück gehen nach Syrien? Mein Großvater wäre sicher auch gerne aus den Bombennächten des Krieges in ein anderes Land übersiedelt, ging aber nicht. Auch lange nach dem Krieg nicht, da musste man halt das eigene Land wieder aufbauen.
Ich habe diese Generation immer bewundert für ihre Leistungen, aber heute ist sowas ja offenbar nicht mehr zuzumuten.

Laurenz

1. April 2026 17:42

@Das Kapital ... halte die Rückschiebung von 800.000 Syrern nicht für machbar ... Sie können ja meinen, was Sie wollen. Ihr Geist limitiert Sich damit Selbst. Ich erachte die Abschiebung von 800k Syrern nach Syrien für leicht organisierbar. Müßte ich den Job machen, hätte ich das in 8 Wochen human geregelt & die 800k Syrer befänden sich auf dem Seeweg nachhause. Es ist genauso zumutbar mit 3 kleinen Kindern nach Syrien zu gehen, wie mit 3 kleinen Kindern, die in der dortigen Kultur groß wurden, nach Deutschland zu kommen. Außerdem gibt es keine Integration, wenn überhaupt nur unsere. In 2024 flogen 1,2 Mrd. EU-Bürger & 420 Mio. reisten per Schiff. Vielleicht lesen Sie mal Ihren Eigenen lächerlichen Kommentar & recherchieren, bevor Sie ihn abschicken. ... @Thoma ... Brasilien nimmt übrigens jeden Flüchtling auf, also auch alle, die wir dahin schicken. Es gibt halt nur keinen Centavo aus Sozialkassen. Aber auch das ist leicht zu regeln. Wir finanzieren den Vorab-Unterhalt mit Spenden von Mitgliedern der Kartell-Parteien & der Kirchenmitglieder. Wenn die Kirchenmitglieder nicht genug spenden, pfändet man einfach die Kirchen. So what, wie die Briten sagen. Wer, wie die Kirchen schleust, kann auch Rückschleusung bezahlen.

thoma

1. April 2026 22:22

 
@Laurenz
Papier ist geduldig. Brasilien wird ganz schnell wenig Begeisterung zeigen, wenn die Zeitungen es zur „Müllhalde“ Europas erklären. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es sehr bald „Deals" gibt um die gewünschten Hunderttausende in die blühende Wirtschaftszone zu bringen. Vielleicht bewerben sich Singapur und Taiwan.
Wie gut selbst eine Scharade in der Hinsicht zu organisieren ist, kann man ja gerade in den USA beobachten. Aber MS empfindet ja den türkisch-griechischen Bevölkerungsaustausch als Vorbild. Insofern ist die Leitplanke nicht hoch gesetzt, was die humane Organisation angeht.
Länder wie Syrien werden einen Teufel tun, die gewünschten Zahlen freiwillig aufzunehmen. Schon gar die Alten, Kranken, Nutzlosen und Verbrecher. Das ist eine gute Quelle für Devisen und eben auch Erpressung.
Was realistischer ist, ist eine Umwandlung nach russischen und amerikanischen Vorbild. Die Leute fallen aus der Legalität und gelten als rechtloses Arbeitsvieh. Wenn sie aufmüpfig werden, holt der Chef eben die Polizei. In der Hinsicht kann man tatsächlich ein paar Höllenlöcher in Afrika installieren, mit ein paar tausenden Insassen insgesamt.
 

NC472

2. April 2026 00:38

War der Kommentar zu scharfzüngig? Macht nix, ein Blick in die sogenannte Vertrauensforschung und den Trend der letzten 20 Jahre zeigt, dass es egal ist, ob ich hier zensiert werde. Es ist gute 10 Jahre zu spät für den politische Raum so zu tun als ob Lösungen präsentiert werden, und die Flagge mal kurz ausgetauscht wird für den einzigen Grund, Machterhalt. Es ist keine Garantie, dass irgendwas passiert; es mag jetzt ein Papier geben, legale Grundlage was aber am Grundlegenden Problem nichts ändert, das dazu geführt hat, dass gerade im schnell schnell versucht wird die Verfehlungen der letzten 40 Jahre unter den Teppich zu kehren; niemand hört den politischen Institutionen noch zu, geschweige denn traut ihnen oder spricht ihnen Kompetenz zu, egal welche Flagge sie hissen.Die Währung des "Staates" und die seiner Akteure, das gilt für politischen Raum wie für den vorpolitischen Raum sind Vertrauen und Angst, und die Kreditlinie in dieser Richtung ist komplett verzockt. Kein "Meinungsführer", kein Partei Appartchik kann dies mit netten Worten wieder herstellen, nicht mal mit Taten. Für Achmed mit dem Deutschen Pass und den 25 jährigen Michel ist der potentielle Profit für Nicht-Kooperation höher als der für Kooperation, da können noch soviele Sonntagsreden geschwungen werden, Papier bekritzelt werden und Alibi Abschiebungen stattfinden. Der säkulare Gott Staat und seine Priester sind pleite, die Kreditline schon lange erschöpft.

das kapital

2. April 2026 06:33

@ Le Chasseur alle Daumen hoch. @ Laurenz Sie sind genau derjenige, an den ich dachte, als ich schrieb " Manche im Forum hier wird es ärgern, aber ..." Es ist durchaus keine "geistige Beschränkung". Ich bin mir sehr bewusst, in welchem Umfeld ich schreibe. Es ist fern aller Realität, 800.000 Syrer innerhalb der nächsten 3 Jahre nach Syrien zurückzubringen. Merz ist ein Phantast und ein Lügner, wenn er solches behauptet. Der Blödsinn war, ab 2015 die Grenzen sperrangelweit zu öffnen und uns weniger zu schützen, als sich Ungarn oder Polen geschützt haben und weiter schützen. Krimineller Blödsinn ist es auch, den Sozialstaat weltweit und sperrangelweit zu öffnen. Das killt den Sozialstaat. Den Ungeist des Jahres 2015 kriegt man aber nicht im Jahre 2026 zurück in die Flasche, selbst wenn man noch so sehr zum Phantasten wird, wie Merz u.a. Die Fehler der Vergangenheit bleiben und sie lasten auf uns. Grenzschutz ist der Weg in eine bessere Zukunft. Einige Tausend können und müssen wir abschieben. Hunderttausende werden es nicht. /// @ MS Kooperation mit afrikanischen Staaten - das können die Chinesen besser - die schaffen sich äußerst geschickt neue Kolonien dort . Wer sich die ganze Regulierung der EU anschaut, Lieferketten- und Entwaldungsgesetz u.v.a.m. der weiss, dass wir hier der Welt nichts mehr zu bieten haben außer Sozialleistungen für alle, die über das Mittelmeer anreisen. /// Selbst wenn sich in der EU jetzt teils neue Mehrheiten abbilden, der Laden bleibt völlig desolat. EFTA reicht.

das kapital

2. April 2026 06:35

@ Laurenz Was fangen Sie nur mit all den gepfändeten Kirchen an ? ;-)

Rheinlaender

2. April 2026 10:53

Im Rahmen des deutschen COVID-19-Rückholprogramms wurden innerhalb von vier Wochen rund 240.000 Deutsche auf dem Luftweg zurück nach Deutschland verbracht, was 94 Mio. Euro kostete. Rein logistisch betrachtet sollte die offiziell zum Ziel erklärte Rückführung von 80% der in Deutschland aktuell präsenten Syrer also innerhalb weniger Monate zu Kosten machbar sein, die gerade einmal dem Drittel des Preises einer modernen Fregatte entsprechen. Berücksichtigt man die eingesparten Soziallasten, amortisiert sich die Maßnahme sogar ohne Beteiligung der Rückgeführten an den Rückführungskosten und bei Zahlung eines moderaten Handgelds innerhalb weniger Monate. Auch wenn die Kosten am Ende inzwischen aufgrund von Inflation und höheren Treibstoffpreisen höher ausfallen könnten, so sehe ich insgesamt doch keine Gründe dafür, warum eine solche Aktion für nicht durchführbar gehalten wird.

Laurenz

2. April 2026 11:51

@Thoma & Das Kapital @L. ... Alles, was wir hier debattieren, bleibt rein eine Frage des politischen Willens. Weder haben @MS, noch ich behauptet, daß mit diesem Artikel Europa gerettet wird. Wie sich ein entsprechender Remigrationswille mehrheitlich etabliert, bleibt, wie gehabt, eine Frage der individuell materiellen Eskalation eines jeden einzelnen Wählers. Wahlen sind der exakte Parameter, um die persönliche Betroffenheit der Wähler %ual festzumachen. Das einzig Fatale ist, daß jetzt noch humane Lösungen in unserem Interesse möglich wären. Wenn die 50% erreicht sind, sagen wir in 10 Jahren, existiert bereits keine Humanität mehr in unserem Land. Ihrer Beider politischer Wille ist nicht vorhanden. Sie sehnen Sich, als typische Nibelungen-Deutsche, den Untergang herbei, anstatt sich was einfallen zu lassen. Um Lösungen zu finden, braucht man gute Verhältnisse zu den Weltmächten. Wäre ich verantwortlich, würde ich den Russen anbieten, alle Sanktionen dauerhaft zu erlassen & den Transfer von Afghanen/Pakistanis/Iranern über Usbekistan nach Afghanistan auszuhandeln. Ebenso kann man auf dieser Schiene mit den Russen verhandeln, Schiffe mit Syrern in Tartus an- & Flugzeuge in Hmeimim zu landen. Noch sind die Russen da. Falls die Russen weg sind, fragt man Israel, ob eine Landung im Hafen von Tyros möglich ist. Wenn Termine feststehen, können die Heimkehrer schon mal Busse zuhause bestellen. Schleuser-Business geht in jede Richtung.

Rheinlaender

2. April 2026 11:57

Bei meiner Rechnung habe ich den Aspekt der sozialen Gerechtigkeit nicht hinreichend berücksichtigt. Beim COVID-19-Rückholprogramm mussten die Rückgeholten im Fall von Individualreisen die Kosten selbst tragen. Bei einem analog dazu durchgeführten Rückführungsprogramm wäre es sozial ungerecht, wenn die Rückgeführten besser gestellt würden und an den Kosten nicht zumindest beteiligt würden.

Mitleser2

2. April 2026 12:22

@Rheinlaender: Was Sie schreiben bleibt Theorie. Die Covid-Rückholung wurde natürlich von den allermeisten liebend gerne angenommen. Vergleichen Sie das mal mit Abschiebeflügen. Polizei, MPs im Anschlag, Handschellen? etc. Da kommen Sie schnell an Zahlengrenzen. Und vorher müssen Sie die Leute einsammeln. Haben wir Lager für Abschiebeflüge in großer Zahl? Und wer sammelt die überhaupt ein? Die deutsche "Polizei"? Wurde nicht gerade ein Polizistenmörder freigesprochen?

das kapital

2. April 2026 12:39

@ Rheinländer "Die syrische Diaspora ist ein „strategisches Gut“. Ein strategisches Gut der Islamistenbande. Die zerlegen Merz in kürzester Zeit gleich doppelt. Die Freunde dieser Islamistenbande werden wir schnellstmöglich abschieben müssen. (s.o. bei Le Chasseur) Den Rest aber wird keiner diesen Schlachtermeistern ausliefern dürfen. /// 240.000 Deutsche heim ins Vaterland wegen Corona. Die wollten doch aber wohl alle freiwilig zurück ins Merkelcountry und nicht unter Zwang? Macht es einen Unterschied, ob jemand freiwillig reist, oder unter Zwang?Laurenz hatte ja darauf hingewiesen, "In 2024 flogen 1,2 Mrd. EU-Bürger & 420 Mio. reisten per Schiff." 1,2 Milliarden Flugbewegungen. D.h. Jeder Europäer ist mehr als einmal hin und zurückgeflogen. O.k. Aber eben freiwillig und nicht zwangsweise. Äpfel sind keine Birnen. /// Ja, wir sind in einem Maß außereuropäisch besiedelt worden, welches dieses Land und seine Kultur kippen lässt. Die "strategischen Güter" des Islamismus sind und werden keine strategischen Güter des deutschen demokratischen Rechts- und Verfassungsstaates. Sondern sie sind strategische Güter, um dieses Land zum Einsturz zu bringen. Deutschland braucht andere strategische Güter, um sich wieder so gut aufzustellen, wie es von 1949 bis 1990 aufgestellt war.

Karl

2. April 2026 13:04

1 (von 2)
Aus nüchterner Perspektive betrachtet deuten die aktuellen Vorgänge in „unserer Demokratie“™ nicht im Geringsten darauf hin, dass den Politikerdarstellern der Kartellparteien wirklich daran gelegen wäre, Deutschland oder Europa zu „retten“. Im Gegenteil. Ich kann dem naiven Optimismus deshalb nicht folgen, wenn ein Gesetz vom weitgehend machtlosen Europaparlament mit großer Mehrheit durchgewunken wird und das dann als „Durchschlagen des Gordischen Knotens“ gefeiert wird. Die absurden, in Deutschland neu geplanten Gesetze zu Krankenversicherung, Renteneintritt, Steuererhöhungen etc. belegen das genaue Gegenteil einer Rückkehr zur Vernunft. Es geht schnurstracks weiter in Richtung Abgrund. 

Karl

2. April 2026 13:05

2 (von 2)
Diese politische Strategie ist längst kein Geheimnis mehr – man erkennt sie mit geschlossenen Augen. Sie hat einen Namen: die Cloward-Piven-Strategie, benannt nach ihren linken Erfindern von 1966. Das ist kein harmloses akademisches Gedankenspiel, sondern ein kalt kalkulierter Plan zur bewussten Zerstörung eines Systems durch systematische Überlastung. Chaos schaffen, um das alte System zum Kollaps zu treiben – und dann den Bürgern das neue, „gerechte“ System als Rettung zu verkaufen. Dieses neue System wird nicht freiheitlicher oder demokratischer sein, sondern zentralistischer, dirigistischer und totalitärer. Der einfachste Weg, ein System zu sprengen und durch ein neues zu ersetzen, ist schließlich, es gnadenlos zu überlasten: Immer mehr Migranten, explodierende Krankheits- und Sozialkosten, steigende finanzielle Belastungen der Bürger (Preise hoch, Steuern hoch, Renten runter …) und die systematische Zerstörung der Infrastruktur. Wohin anders als zum generellen Systemkollaps soll das denn führen? Genau das ist der Sinn und Zweck der durchgeknallten Entscheidungen dieser Politikerdarsteller. Das ist keine Unfähigkeit. Das ist keine Planlosigkeit. Das ist Strategie.

NC472

2. April 2026 13:40

@das Kapital 
"Deutschland braucht andere strategische Güter, um sich wieder so gut aufzustellen, wie es von 1949 bis 1990 aufgestellt war."
Sie verkennen hier etwas und scheinen auf die 80 jährige Propaganda der post '45 Sozialisten "Marktwirtschaft" Parteien reingefallen zu sein. Das einzige was Deutschland in dieser Zeit hatte, war eine Grenze zur UDSSR und damit ein Interesse für den Hegemonen USA, unter anderem Deutsche Industrie Güter zu importieren. Es gab nie ein 'Wirtschsftswunder", das waren Externe Subventionen und Investitionen, nicht Onkel Günter und Tante Erna die in Hände gespuckt haben oder "Made in Germany" welches so toll war.
Das wird nicht mehr zurück kommen. Die USA haben kein Interesse an Deutschland oder Europa, und auch sonst existiert kein externer Mäzen. Und eine ernst zu nehmende Konkurenz für Industrie Güter ist Deutschland seit Mitte der '70er nicht mehr, oder warum glauben Sie, dass man ab dann den halben Bosporus importiert hat. Schon damals ging es nicht um "Fach Arbeiter", genauso wie jetzt ging es nur darum Kollateral für "Staatsverschuldung" einzuführen um die Sozialistischen Ponzispiel von denen damals die Größte Generation profitiert hat zu finanzieren. Nur hat das mit den Importen der letzten 30 Jahre noch weniger funktioniert.
Deutschland als Staat hat fertig, und ironischerweise haben Achmed und der 25 jährige Michel dasselbe Interesse, den Laden komplett niederzubrennen, weil keiner ein Incentive hat die Zeche für Boomer und GenX zu zahlen.

das kapital

2. April 2026 14:03

@ Laurenz Ich verstehe Sie und MS nicht als potentielle "Welten- oder Europaretter", sondern als Menschen, die konsequent eine dauerhafte Verbesserung der Situation anstreben. Wir haben aber soviele Ankündigungsweltmeister in Amt und Würden, angefangen mit den Phantasten Merz Dobrindt und Söder, dass ich doppelt hinschaue, was wirklich realisierbar ist.Mit diesen zwanghaften Lügnern ist rein gar nichts realisierbar. Je länger diese zwanghaften Lügner an der Macht sind, desto schwieriger wird es, überhaupt noch eine echte Verbesserung hinzubekommen. 80 Prozent Rückführungsquote ist heiße Luft von Merz. Dieser Langnase werde ich mich im Leben nicht anschließen. Der lügt so sehr, dass selbst das komplette Gegenteil noch gelogen ist. /// Es gab ein valides Konzept, dass ja auch MS in die Breite getragen hat. "Fortresse Europe" / Festung Europa. Wenn wir Deutschen und wir Europäer ab 2015 S O gearbeitet hätten, dann wäre uns viel Unheil erspart geblieben. Nur wurde dieses Konzept immer als verfassungsfeindlich geframt. In Ungarn und Polen hat es funktioniert, hier haben die verblödeten Woken das Gegenteil durchgesetzt und so den Sozialstaat und die Zukunftsfähigkeit unsere Landes und unserer Kultur zerstört. Irreversibel nannte das der Merz.

Rheinlaender

2. April 2026 14:12

@Mitleser2
Die zuständige amerikanische Behörde hat innerhalb von rund einem Jahr  ca. 500.000 Rückführungen mit Festnahme der betreffenden Personen durchgeführt. Mit etwas professionellerer Führung und Personalauswahl und besserer Ausbildung wären dabei Vorfälle vermeidbar gewesen, die dem öffentlichen Rückhalt für diese Maßnahmen unöötig schadeten. Im gleichen Zeitraum verließen 1,5 Mio. Migranten freiwillig die USA, wohl auch motiviert durch den staatlichen Rückführungsdruck. Rückführungen in einer niedrigen sechsstelligen Größenordnung pro Jahr sollten also auch unter Berücksichtigung mangelnder Freiwilligkeit in Deutschland prinzipiell machbar sein, wobei ggf. noch gesetzliche Grundlagen angepasst werden müssten. Letztlich ist das aber nur eine Sache des politischen Willens.

Rheinlaender

2. April 2026 14:25

@das kapital
Die Islamismusaffinität von fast 50% unter Muslimen unter 40 in Deutschland gibt eine Vorstellung bzgl. der Untergrenze der im Sinne der öffentlichen Sicherheit und Ordnung erforderlichen Rückführungen von Syrern und ähnlichen Gruppen irregulärer Migranten. Diese sind allerdings im Durchschnitt eher jung, so dass grob geschätzt ein Anteil über 50% naheliegend ist. Hinzu kommen andere Faktoren, etwa Bezug von Sozialleistungen und Straftaten, deren Relevanz auch über die politische Rechte hinaus einsichtig sein dürfte. Bassam Tibi schätzte bereits vor der Migrationswelle ab 2015, dass nur rund 10% der Migranten aus dem entsprechenden Kulturkreis hinreichend in Europa integrierbar seien. Wenn man annimmt, dass dies auch für die seit 2015 irregulär eingereisten Syrer gilt, käme man auf Grundlage der erwähnten Informationen auf eine anzustrebende Rückführungsquote von 50-90%. Die erste Schätzung von 80% dürfte somit belastbar gewesen sein.

Mitleser2

2. April 2026 14:41

@Rheinlaender:
1) Wir haben 70% Blockparteienwähler. Wissen Sie was das bedeutet bzgl. der Unterstützung für eine Umsetzung der Remigration? Warum wollen Sie unangenehme Realitäten nicht erkennen?
2) Selbst wenn Ihre US-Zahlen stimmen, wir wissen doch, wie "robust" dort vorgegangen wird (was ich begrüße). In Deutschland unmöglich. Jeder Polizist hier muss damit rechnen, wegen "Übergriffigkeit" belangt zu werden. 

Tarik

2. April 2026 14:49

Da ich erst jüngst in einem Kommentar auf Herrn Seidels Blog diesen kurzen Auszug verlinkte: Vor einem knappen Jahrzehnt entfuhr es dem ehemalige. Mossad-Chef - dank des hartnäckigen Interviewers - auf die Tatsache, wieso Tausende von verwundeten Al-Nusra-Kämpfern (Vorläufer von "al-Sharaas" Hayat Tahrir al-Sham) in israelischen Krankenhäusern behandelt wurden: "Soweit ich es in Erinnerung habe hat uns Al-Qaida niemals angegriffen." (siehe 4:29)
Zionisten, Wahabiten und nicht zu vergessen die radikale Hindutva (Theodor Herzl war mit deren Gründer befreundet, man beachte die zunehmende Rolle, die prozionistische indische Politiker in UK und den USA spielen) sind im selben Verein. Dort sollte Frau C.S. eher nach der "Manifestation des Anti-Christen" suchen statt bei jenen, die seit einigen Dekaden Feindbild und Angriffspunkt Nr.1 der Dunklen Seite ist. Statt auf die Verteufelung des Islams a la Johann von Damaskus oder Aquin, basierend auf deren gefährlichem Halbwissen, zu bauen, können traditionelle Katholiken vielleicht Papst Pius XII. ins Gedächtnis rufen: "How consoling it is for me to know that, all over the world, millions of people, five times a day, bow down before God." (zitiert bei W. Stoddart)
Was das Aktuelle begrifft: Syrien ist nach dem Dezember 2024 zu einem noch fragmentierteren und unsichereren Ort geworden, wie Robert Inlakesh hier detalliert zu berichten weiß. 

das kapital

2. April 2026 14:50

@ Rheinländer Bitte unterscheiden zwischen "es ist wünschenswert, 80 Prozent der Syrer zurückzuführen" und "es ist realistisch, dass innerhalb der nächsten 3 Jahre 800.000 Syrer zurückgeführt werden.". Position 2 ist ein Lügenkonstrukt des Phantasten Merz, das innerhalb weniger Stunden vollständig in sich zusammen-gebrochen ist. /// Den islamistischen Anteil soll man ja nicht unterschätzen, und die Hardcorespinner gehören auch schnellstmöglich zurückgeführt. Ich erlebe aber im täglichen Privat- wie Arbeitsleben nicht haufenweise islamistische Spinner, sondern reale Menschen mit arabischem Hintergrund, die hier gut angekommen sind, und mit denen ich auch vernünftig sprechen kann. Als Beispiel mal ein Palästinenser aus dem Libanon, der Mitte der 1990er Jahre hierhergekommen ist und dessen drei Kinder inzwischen alle 3 Hochschulabschluss haben und beruflich gut untergekommen sind. Eine Tochter arbeitet als Sozialarbeiterin beim Landkreis. /// Gerade jüngere Frauen aus Syrien sind froh und dankbar, wenn sie strikten Islam und Patriarchat hinter sich lassen. Da ich eben auch Menschen aus Syrien und aus dem arabischen Raum erlebe, die hier gut ankommen, bringe ich auch ein bisschen mehr Empathie mit als andere.

das kapital

2. April 2026 15:04

@ NC472 Sehen Sie, da haben Sie ein anderes Grundverständnis als ich. Ich bin ein Kind der Kriegsgeneration, Jahrgang 1964, mein Vater Jahrgang 1911, meine Mutter Jahrgang 1922. Beide waren bei der Wehrmacht, ja meine Mutter wurde 1944 auch noch eingezogen. Beide haben zwischen 1945 und 1990 eine signifikante Steigerung ihres Lebensstandards erlebt. Das ist nicht etwa "Propaganda", sondern handfeste Realität. Die beiden großen Versprechen der Nachkriegszeit waren "Wohlstand für alle" (Ludwig Erhard) und "Mehr Demokratie wagen" (Willy Brandt). Beide Versprechen haben dieses Land getragen und mich persönlich auch. Dass die Amis uns als Frontstaat besonders gebraucht haben und uns seit 1990 nicht mehr brauchen und seit dem Ukrainekrieg und der Nordstreamsprengung schäbig missbrauchen, ändert daran nichts. /// Wo war eigentlich die UdSSR zuende ? In Königsberg z.B. das jetzt Kaliningrad heißt. Tatsächlich hatte das Nachkriegsdeutschland keinerlei gemeinsame Grenze mit der UdSSR, sondern nur mit 2 RGW-Staaten (Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe), die zugleich Mitglieder des Warschauer Paktes waren. Das waren die DDR und die Tschechoslowakei. /// Heute werden Mittelstand und Mittelschicht von den transatlantischen Perversen vernichtet. Das war zwischen Kriegsende und 1990 nicht so.

Karl Otto

2. April 2026 16:04

Kein Land der III. Welt wird seine Migranten freiwillig zurück nehmen. Die Massenmigration nutzt den Ländern, Geldsendungen aus Europa entspannen die ökonomische Situation ohne das etwas verbessert werden muss, das Umnmzufiredene ausreisen ist auch besser, als dass sie Veränderungen fordern und randalieren. Hinzu kommt die Islamisierung, die auch gewünscht ist.
Trump hat die Zahl der illegalen Grenzübertritte innerhalb eines Jahres um mehr als 90% reduziert, viele reisen freiwillig aus, wenn sie nur einen entschiedenen Willen auf der Gegenseite spüren.
Remigration ist das Gebot der Stunde. Viva Sellner!

Kurativ

2. April 2026 17:13

Aufregende Zeiten. EuGH und EGMR werden für mehr Licht sorgen. Winken sie die Entscheidung durch, sind auch Leute, wie Soros und Rothschild einverstanden

Laurenz

2. April 2026 17:55

@Das Kapital @L. ... Haben Sie uns neue Erkenntnisse zu den Chef-Hanswursten der Union zu präsentieren? Alles andere weiß hier jeder bereits zu den von Ihnen genannten Vollversagern, Merzel & Maggus I. Hören Sie etwa diesen Leuten noch eine Sekunde zu? Ich nicht. Wenn Kellner die zitiert, klicke ich auf der Tim-Kellner-Tagesschau weiter im Video. Wer an Veränderungen im Zeitgeist, gegen den totalitären Staatssozialismus für "unsere" Freiheit & Selbstbestimmung publiziert, wie zB MS, weiß, das dies im historischen Maßstab ein Lebensprojekt ist, was meist über die eigene Lebensspanne hinaus reicht. Nur Linke denken & handeln bis zu den nächsten Wahlen. Wenn Linke darüber hinaus denken, planen sie unsere Vernichtung. MS hat im Artikel beschrieben, was gerade auf der Ebene der EU-Parlamentsmitglieder passiert. Ich habe MS ganz oben im Strang dahingehend kommentiert, daß die EU-Mandatsträger der Union vor allem vom Selbsterhaltungstrieb ins Rechte Lager getrieben werden. Was glauben Sie denn, was nach dem Ukraine-Krieg passieren wird? Ich denke, wir werden als Verlierer dieses Krieges von Rußland an den Verhandlungstisch gezwungen werden. Dann treten wir doch am besten gleich die Kapitulation an & verhandeln konstruktiv die Kapitulationsbedingungen, bevor wir weiter in die Scheiße reiten. Wir Deutsche (& Nachbarn) sollten am besten wissen, was es braucht, um gegen Rußland anzutreten. Wer für diese zwingenden militärischen Voraussetzungen nicht sorgt, sollte sich um ein 1A-Verhältnis zu Rußland bemühen.

NC472

2. April 2026 18:04

@Karl
kalt kalkulierter Plan zur bewussten Zerstörung [...] – und dann den Bürgern das neue, „gerechte“ System als Rettung zu verkaufen.
Richtig erkannt, nur um etwas verkaufen zu können, bedarf es Vertauen in den Verkäufer beziehungsweise ein Incentive für den Käufer das gekaufte als potentiel Gewinnbringend zu erachten. Diese in den 60er und noch mehr in den 80er und Mitte der 90er konzipierten Pläne fußten auf einer Annahme, die nicht mehr gegeben ist; der hegemonialen Kontrolle über Narrative und den epistemischen Raum. Man versucht es noch immer blind durchzuziehen aber die Werbung verfängt nicht mehr. Man könnte am Monntag die gesamte Weltwirtschaft auf die Knie zwingen und Trilliarden an virtuellem Wert vernichten und als Retter in der Stunde mit Zentralbank Panopticon Währung, digitalen sozial Krediten und UBI daherkommen, es würde nicht angenommen werden, zumindest nicht in dem Ausmaaß in dem von nöten wäre einen stabilen Systemwechsel zu forcieren.
Die Kosten für Nicht-Kooperation ist geringer und der Gewinn höher als der zu erwartende Gewinn aus Kooperation. Die Akteure allen voran Kommunistische Banken Heinies haben sich komplett verzockt. Ich freu mich auf die ehrliche Anarchie.

ofeliaa

2. April 2026 18:09

Einfach niemals niemals locker lassen. Steter Tropfen höhlt den Stein. Migration ist in weiten Teilen problemstisch - allem voran unfair Deutschland und den Deutschen gegenüber. Aber auch den Flüchtenden gegenüber, die ihre Heimat zurücklassen und somit keine Heimat mehr haben, weil diese keiner mehr erhalten und aufbauen wird und sie sich stattdessen auf gefährliche Touren durch die halbe Welt begeben, dann in oftmals von Gewalt und Elend geprägten Flüchtlingsunterkünften aufhalten müssen und sich selbst und ihre Kinder in eine ihnen fremde Kultur verschleppen. Ja, wir dürfen das niemals akzeptieren und niemals darüber schweigen, sondern stets unseren unbedingten Widerwillen diesen dubiosen Vorgängen gegenüber zum Ausdruck bringen.

NC472

2. April 2026 20:57

@RheinlaenderSicher haben sie das als Steigerung der Lebensqualität wahr genommen, ich sage nicht, dass es die externen Subventionen und Investionen nicht zu einem materiellen Gewinn geführt haben. Die Propaganda war die Leute glauben zu lassen, dass die Parteien und ihre Arbeit die Grundlage für dieses Gefühl der Wohlstandsmehrung gewesen sei, das waren sie nicht, 100% externe Mäzene. Das war die Karotte am Ende des Stocks, welche die Mehrheit ihrer Generation und die ihrer Eltern Jahrzehnte lang für diese Parteien hat stimmen lassen, ihnen Legitimität verschaft haben, die Legitimität die diese gebraucht haben um nach 90 auf meine Generation Schuldverschreibungen aufzunhemen, es "Generationen Vertrag" geschimpft haben, damit die Karotte am Stock für Boomer und GenX, sowie für ihre stille Generation weiterhin attraktiv bleibt und ihre Generation als Wähle Mehrheits Block weiter brav die Legitimät für die Parteien bereitstellte.Nun sind wir am Ende des Stocks und es gibt keine Karotte, und meine Generation hat absolut kein Incentive den auf sie ohne Zustimmung verhängten Generationen Vertrag zu honorieren, noch weniger haben Achmed und Ali ein solches Incentive. Unser Incentive ist die Kündigung dieser Frechheit ihrer kollektiven blauäugigen Generation. Ihr hattet kein Mitleid mit uns, als ihr uns an der Wahlurne kollateralisiert habt, wird haben kein Mitleid für euch am Ende eurer Tage.

Le Chasseur

2. April 2026 21:14

@Karl Otto
"Remigration ist das Gebot der Stunde. Viva Sellner!"
Dann fangen wir doch mit den Amis an. AfD fordert Abzug aller US-Truppen aus Deutschland

Karl

2. April 2026 21:16

@NC472 2. April 2026 18:04
1 (von 2)
Richtig erkannt – aber nur zur Hälfte. Ja, die alten Pläne aus den 60ern, 80ern und 90ern setzten darauf, dass man dem Volk das neue System noch als Rettung „verkaufen“ kann. Diese Zeiten sind vorbei. Die Narrativ-Kontrolle ist kaputt, das Vertrauen ist weg. Punkt. Aber genau das macht die Cloward-Piven-Strategie heute noch gefährlicher. Sie brauchen das „Abkaufen“ gar nicht mehr. Die Lösung wird der Bevölkerung einfach aufgedrückt. Mit Gesetzen, Verordnungen, Notstandsdekreten und finanzieller Erpressung. Und der Großteil der Menschen zieht willenlos mit – aus Bequemlichkeit, Angst oder schlichter Gewöhnung. Die meisten haben längst verlernt, sich zu wehren. Und wenn das System dann wirklich zusammenkracht (und genau darauf steuern sie ja hin), dann ist es sogar noch einfacher: Inmitten des Chaos wird jede Lösung als Erlösung gefeiert. 

Karl

2. April 2026 21:18

@NC472 2. April 2026 18:04
2 (von 2)
Hauptsache, das Stromnetz läuft wieder, die Supermärkte sind gefüllt und die Straßen brennen nicht. Ob das dann ein digitales Zentralbank-Panopticon mit sozialen Krediten und UBI ist oder sonst irgendein totalitäres „Great Reset“-Konstrukt – die Masse wird es dankbar schlucken. Nicht weil sie es toll findet, sondern weil sie endlich wieder „Normalität“ will. Die Akteure haben sich nicht verzockt. Sie haben nur die Verkaufsstrategie geändert: vom Überzeugen zum Aufzwingen. Und im finalen Kollaps wird der Zwang zur „freiwilligen“ Zustimmung. Deshalb freue ich mich nicht auf „ehrliche Anarchie“. Ich fürchte, es wird eher die Diktatur der Retter werden – und die meisten werden sie freudig begrüßen.

das kapital

2. April 2026 21:58

@ Laurenz "Hört ihnen einfach nicht mehr zu" ist sicher eine Möglichkeit. Die Würste dieser Welt beherrschen uns aber trotzdem durch kollektives Zusammenwirken. Das ist deren Machtgeheimnis. Wenn die Würste der Welt zusammenhalten, vermag das Volk wenig bis nischt. Die eingeschlafenen Bauernproteste und die nahezu eingeschlafenen Coronaproteste erweisen das.Kaum jemand geht auf die Straße wegen der Dreckskriege im Iran und in der Ukraine. /// Für mich gilt "Russland gehört dazu". D.h. es ist völlig verblödet, sich das flächengrößte Land dieser Erde dauerhaft zum Feind zu machen. Wir brauchen die Ressourcen von dort, um dauerhaft gut leben zu können. Deutschland stürzt wirtschaftlich ein ohne Gas Öl und andere Ressourcen. Seit Beginn des 18. Jahrhunderts hat es sich mit Peter dem Großen der westlichen Kultur geöffnet und zugewendet. Für Generationen von Deutschen und Deutschbalten war es selbstverständlich in Russland zu arbeiten und mit Russland zu kooperieren. Das jetzt generell Russland kulturell verteufelt wird, ist eine schädliche Fehlleistung. /// Wir haben genausowenig wie Napoleon oder das Dritte Reich die Ressourcen, um Russland militärisch zu besiegen. Wir müssen mit denen anders und besser klar kommen.

Rheinlaender

2. April 2026 23:03

@das kapital
Könnte es sein, dass Sie sich auf die zehn Prozent beziehen, von denen Tibi sprach? Ich bezweifele ja gar nicht, dass es die gibt, wobei ich von beruflich mit dem Thema befassten Personen höre, dass es eher gegenläufige Entwicklungen gibt. Die jüngere Generation von Arabern, Afghanen, Pakistanern etc. sei im Durchschnitt schlechter integriert als die vorherige. Man mache zunehmend die aufnehmende Gesellschaft für die eigene unbefriedigende Lage verantwortlich und wende sich einem Islam zu, der in erster Linie eine Gegenidentität zu europäischen Kulturen darstelle. 
Über Rückführungen schrieb ich jedoch nicht nicht aus einer Antipathie gegenüber bestimmten Kulturen heraus, sondern motiviert durch die Sorge vor den Folgen irregulärer Migration, die in dem Ausmaß, das seit über zehn Jahren vorliegt, zu irreparablen und langfristig nachwirkenden soziokulturellen Schäden führen wird. Diese Schäden sind bereits jetzt objektiv belegbar und nehmen stetig weiter zu. Verantwortungsbewusst zu handeln bedeutet, sie von einem Land so gut es geht und so konsequent wie möglich abzuwenden. Aus den genannten Gründen bzw. Präzedenzfällen vermute ich, dass freiheitliche politische Ordnungen prinzipiell noch dazu in der Lage sind, dies zu leisten, ohne davon grundsätzlich überfordert zu sein oder gegen ihre Grundsätze zu verstoßen. In zehn oder zwanzig Jahren wird dies bei ungebrochenem Trend nicht mehr der Fall sein. 

Laurenz

2. April 2026 23:41

@Das Kapital @L. ... Rußland, China oder Israel sind völlig hemmungslos, wenn es um ihre eigenen Interessen geht. Das erwarten sie auch von jedem Verhandlungspartner, weil alles andere nicht kalkulierbar & daher gefährlich irrational ist. Schwache Staaten, wie Ungarn hier vorbildlich, bemühen sich um diplomatisches Gleichgewicht zu den Weltmächten & legen sich wenn, nur mit den EU-Luschen an. Anders kann man als Staat & Volk heute nicht überleben. Was Sie, @Das Kapital, ignorieren, ist unsere innenpolitische Entwicklung. Die AfD, also die Opposition wächst Rezibrok zum Versagen der Kartellparteien. Wahlen vermitteln dem Analysten, wie @DF, exakt die Wirkung des politischen Versagens auf xx% des Wahl-Volkes, sprich von 5% in 2013 auf über 25% in 2026. Die Zahl oppositioneller Denker bleibt dabei immer auf mutmaßlich 2% stehen. Das Tempo des völligen politischen Versagens der Bundesjunta, explizit in der Bundeskanzlei, steigt natürlich nicht linear, sondern in der Potenz an. Das brechnet man am besten ökonomisch. Wann erreicht Deutschland den Schuldenstand von 115-130% des sinkenden BIPs/GDPs? Das kann sicher jemand, wie Thomans Kolbe, der auf Tichys & Zerohedge publiziert, ganz gut. Ich schrieb schon 2017 auf dem SiN-Forum, daß man darum beten muß, daß Deutschland sich an die Wand fährt, wenn man die AfD an der Macht sehen will, hartes Brot für Rechte solch ein Gebet.

heinrichbrueck

3. April 2026 01:19

"Die Kinder sind oft in der hiesigen Kultur groß geworden." das kapital
Das Asylrecht wurde nicht formal in ein Einwanderungsrecht umgewandelt, aber durch die Dauer der Krisen, gerichtliche Urteile und gesetzliche Brücken (wie den Spurwechsel) führt der Weg über das Asylverfahren in der Praxis oft zu einer dauerhaften Einwanderung. 
Das Asylrecht war als Notausgang für Verfolgte gedacht. Da dieser Notausgang aber oft über Jahrzehnte offen bleiben muß und die Rückkehrwege blockiert sind, ist er faktisch zum Haupteingang für Migration geworden, den der Staat mangels Alternativen rechtlich legitimiert hat.
Asylrecht und dieser Staat werden gebraucht, so lange es eine Mehrheit von Deutschen gibt, die Empathie mit Dummheit verwechseln. 

Marcus AC Severus

3. April 2026 02:25

Das ist ein hoffnungsvoller Blick auf das EU-Parlament als mögliches Instrument zur nationalen Befreiung aus dem linken Sog. 

Karl Otto

3. April 2026 08:27

@Le Chasseur: Von den Amis lernen heißt siegen lernen.

Karl Otto

3. April 2026 08:30

@das kapital: Peter der I. war der erste der russischen Kolonialisten, er gliederte die Balten zwangsweise seinem Reich an. Sie haben fast 300 Jahre gebraucht, um sich von den Invasoren zu befreien. Seine Öffnung zur westlichen Kultur beschränkte sich auf die Waffentechnik. So ist es heute noch.

Umlautkombinat

3. April 2026 08:39

@NC472
 
Langsam nerven die Generationenschuldzuschreibungen. Sie realisieren nicht, dass sie damit in einer Tradition stehen, die aber spezifisch ist. Schon die 68er konnten das - im Westen. Dieser Zuschnitt ist wohl auch signifikant fuer eine Erklaerung dieses Konfrontationsvektors.
 
Ich bin derselbe Jahrgang wie "das kapital" - aber ich komme aus dem anderen Teil Deutschlands. Meine Welt brach auch mal weg. Durch die gesellschaftlichen Veraenderungen in Folge auch katastrophal privat. Mit laengerfristig Null Geld und funktionaler Obdachlosigkeit (ob Sie in einer Ruine noch ein Dach haben ist eher irrelevant). Arbeit gab es auch nicht. Ich habe mich dann selbstaendig gemacht und langsam aus dem Sumpf gezogen.
 
Ich negiere nicht, dass es immer Schwierigkeiten gibt auch systematische, die fruehere (aber genauso auch spaetere  - hier Ihre) Generationen nicht hatten. Aber das muss ueberhaupt nicht zu Abwertungen fuehren, wie Sie sie hier zelebrieren. Auch meine Generation hatte ihre Probleme mit ihren Vorgaengern, ohne sie in Grund und Boden zu verdammen. Und auch im Westen gab es nicht nur 68er. Wie alle Generationen auch Probleme in der Zeit haben, in der sie vorherrschen. 
 
Sie sehen einfach nicht, wo der Bruch entlanglaeuft und auch nicht, was dagegen hilft. Hint: Spalten der Generationen ist es nicht.
 

das kapital

3. April 2026 08:53

@ Karl Otto Ohne Kolonisation kein Öl Gas und keine Rohstoffe aus Sibirien für Deutschland. Das ist ja auch schon mal was. Wer 8 Jahrhunderte deutsche Ostkolonisation befürwortet, z.B. durch den Deutschen Orden, wer die Marienburg für einen schöpferischen Höhepunkt deutscher Kultur hält, der sollte nicht darüber meckern, dass auch die Russen kolonialisiert haben. Die waren uns Deutschen da mehr als ebenbürtig. S O ist das größte Land der Erde entstanden. /// Russland ist Teil der europäischen Kultur und es ist uns kulturell ganz und gar ebenbürtig. Besuchen Sie einfach mal Sankt Petersburg und schauen Sie sich an, was dort durch und seit Peter dem Großen entstanden ist. "Nur die Waffentechnik" ?Offiziere aus deutschen Landen haben sich ganz freiwillig dorthin begeben, um einem großen und großartigen Land zu dienen.

RWDS

3. April 2026 09:05

@das kapital
Vielleicht sollten Sie sich in "die kapitulation" umbenennen.

das kapital

3. April 2026 09:07

@ Laurenz Deutschland erlebt derzeit die größte Vertrauenskrise seit 1945. Nach wie vor aber halten sich die Würste an der Macht. Weil sie ihre Macht nicht vom Volke herleiten und auch nicht dem Volke dienen. Auch Adenauer wurde ja von Kurt Schumacher mit entsetztem Unterton als "Kanzler der Amerikaner" gebrandmarkt. Das war er sicher auch. Selbst Willy Brandt war das. "Wir wollen keine Wanderer zwischen den Welten sein." Dennoch aber haben sie innerhalb der Grenzen des Machbaren auch Nutzen für das deutsche Volk geschaffen. Den heutigen genügt es, Kanzler und Klassensprecher der Amerikaner zu sein. Mehr wollen die gar nicht mehr. Deshalb, es ist kein "Versagen" unserer Eliten, sondern die bestmögliche Dienstleistung für unsere epsteingetreuen Kolonialherren, was sie betreiben. Deutschland ist durch 28 Jahre der Energiewende ins Nichts, durch Ukrainekrieg, Nordstreamsprengung, Brandstiftung im Persischen Golf, 20 Sanktionspakete derart erpressbar geworden, dass hier nicht mehr viel wächst.Wenn die AfD bundesweit an die Macht kommt, dann wird es zu spät sein. Dann ist nichts mehr zu retten und alle Substanz verschwendet. Einen Wiederaufbau wie 1945 kann es nicht mehr geben. Es fehlt dafür an Personal und wir sind technologisch rückständig geworden. Deutschland wird nie wieder so leistungsfähig sein, wie es am 3. Oktober 1990 war.

Mitleser2

3. April 2026 09:12

@Karl Otto:  "er gliederte die Balten zwangsweise seinem Reich an. Sie haben fast 300 Jahre gebraucht, um sich von den Invasoren zu befreien."
Und heute ist Westeuropa Geisel der russophoben Polen und Balten. Ist das besser? Ich möchte Kallas nicht als sog. "Außenvertreterin" der EU.

Laurenz

3. April 2026 10:05

@Karl Otto @Das Kapital ... Die Waräger wurden in Byzanz vor allem wegen ihrer militärischen Fähigkeiten geschätzt. Und im Krieg entwickelt sich der schnellste technische Fortschritt, allerdings im industriellen Maßstab mit Kostenverhältnis zur Wirkung. Und Ihre Balten tun aktuell alles dafür, wieder unter der Knute des Russischen Zaren zu leben. ... @Karl Otto @Le Chasseur ... Die Sieg im II. Weltkrieg war so teuer & schwächend, daß man den Aufstieg Chinas nicht verhindern konnte. Und danach kann man von den Amis nur noch zerstören lernen, das Siegen ist Geschichte. ... @HeinrichBrück ... Heute morgen wieder einen Kommentar eines Deutschen auf Tichys gelesen, der mit seinen schulpflichtigen Kindern ausgewandert ist. Und? Die Syrer bei uns sind genauso sozialisiert, wie beim Aufwachsen in Syrien. Warum erzählen sonst Lehrer, daß 90% in einer Schulklasse keine Deutsch können? Kinder der säkularen Türkischen Oberschicht (extrem kleine Minderheit in Deutschland) können nach einem halben Jahr Deutsch. Remigration ist überhaupt kein Problem, wenn man das politisch will.

Fordring

3. April 2026 10:19

"Manche im Forum hier wird es ärgern, aber ich halte die Rückschiebung von 800.000 Syrern nicht für machbar und auch nicht für zumutbar. Mehr als die Hälfte werden wir sowieso nicht los. Niemals. Wenn, dann hätten wir 2015 die Grenzen zumachen müssen wie Ungarn und Polen. Auch eine Grundgesetzänderung. Sozialstaatsgebot nur noch für Deutsche und EU Bürger. Alle anderen werden auf Null gesetzt. /// Wenn eine Familie mit drei kleineren Kindern 2015 aus Syrien hierher gekommen ist, ist es denen kaum zumutbar, zurückzugehen. Der Menschenschlächter, den die da als Staatschef haben, ist und bleibt ungenießbar. Die Kinder sind oft in der hiesigen Kultur groß geworden."
 
@dasKapital
Es fehlt Ihnen einfach am Willen zum konsequenten Handeln. Wann hören wir endlich auf damit, uns emotional erpressen zu lassen? In keiner anderen Zeit hätte ein Volk seinen Tod einfach hingenommen, nur, damit man keine Kinder irgendwohin abschieben muss. Kinder, die ohnehin nur geographisch hier aufgewachsen sind, innerhalb ihres eigenen islamischen Mikrokosmos, die sich in keiner Weise deutsch fühlen, uns sogar verachten und ablehnen. Wenn man es denen hier ungemütlich genug macht, werden viele schon ganz von alleine gehen. 

Le Chasseur

3. April 2026 11:01

@Karl Otto"Von den Amis lernen heißt siegen lernen."
Genau. Bspw., wie man nach nur 20 Jahren Krieg und der Ausgabe von läppischen 2,3 Billionen Dollar (tägliche Kosten 300 Millionen Dollar) in Afghanistan eine Regierung fundamentalistischer Islamisten durch eine Regierung fundamentalistischer Islamisten ersetzt.
Andererseits: Das Geld ist ja nicht weg. Es hat nur den Besitzer gewechselt.

das kapital

3. April 2026 11:34

@ RWDS netter Versuch. Ich werd jetzt aber nicht allzuviele Spekulationen anstellen, wofür die Abkürzung RWDS eigentlich steht. Hier wird nicht kapituliert. Viele aber haben aus der Engführung des Kalten Krieges geistig noch nicht herausgefunden. Sie meinen "jetzt haben wird den Kalten Krieg gewonnen und das ist das Ende der Geschichte". Es gab durch Gorbatschow die Chance, Russland auf Augenhöhe wirtschaftlich politisch militärisch und kulturell dauerhaft und verlässlich einzubinden. Dazu bedarf es der Rücksichtnahme auf existentielle russische Interessen. Den wirksamen Schutz der russischen Minderheiten und deren Kultur in den anderen ehemaligen Staaten der UdSSR und ein "Abstandsgebot" für militärische 'Bedrohungen aller Art. Keine USA würde es akzeptieren, dass an der mexikanischen Grenze Raketen stationiert werden, die innerhalb weniger Minuten strategische Ziele in den USA erreichen und vernichten können. Genausowenig kann es Russland akzeptieren, dass die NATO Russland aus der Ukraine an die Eier greift. Das existentielle Mindestmaß ist hier unterschritten worden. Deshalb tobt dort ein von den Amis geschürter Krieg zum dauerhaften Schaden für Deutschland und Europa, die Frieden auf ihrem Kontinent und eine dauerhaft funktionsfähige Wirtschaftsordnung unter Einbeziehung des größten Landes dieser Erde brauchen. Die Chancen sind vertan worden durch die transatlantischen Perversen. 

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