Rechte Wirklichkeit

PDF der Druckausgabe aus Sezession 125/ April 2025

 Druckausgabe

Beitrag aus der Druckausgabe der Sezession. Abonnieren Sie!

von Uwe Jochum –

Als die Bun­des­fa­mi­li­en­mi­nis­te­rin Paus in der Debat­te um das »Selbst­be­stim­mungs­ge­setz« (SBGG) (1) auf einer Pres­se­kon­fe­renz im Som­mer 2022 ver­kün­de­te: »Trans­frau­en sind Frau­en«, (2) da hat­te sie den woken Zeit­geist auf den Punkt gebracht. Die­ser Punkt liegt nicht nur in der Gleich­set­zung von Män­nern, die sich für Frau­en hal­ten, mit Frau­en, die Frau­en sind; viel­mehr liegt der eigent­li­che Punkt dar­in, daß die­se Gleich­set­zung durch einen ein­fa­chen Satz und mit­hin sprach­lich her­ge­stellt wird.

Nicht anders ver­fährt das »Selbst­be­stim­mungs­ge­setz«, das am 1. Novem­ber 2024 in Kraft trat. Es macht den Geschlechts­ein­trag im Per­so­nen­stands­re­gis­ter an einer »Geschlechts­iden­ti­tät« fest, die Sache eines Sprech­ak­tes ist, bei dem die sich selbst geschlecht­lich bestim­men wol­len­de Per­son dem Stan­des­be­am­ten mit­teilt, wer oder was sie ist: Mann oder Frau oder nichts der­glei­chen (§ 2 SBGG). Und das, je nach gefühl­ter Iden­ti­täts­la­ge, jedes Jahr neu und anders (§ 3 SBGG). »Die Deu­tungs­ho­heit dar­über, wel­chem Geschlecht wir ange­hö­ren«, sag­te ein Psy­cho­the­ra­peut und Arzt der taz, gehe vom fremd­be­stim­men­den Staat auf die sich selbst bestim­men­de Per­son über. (3)

Spä­tes­tens an die­ser Stel­le muß man genau­er hin­hö­ren. Denn hier wird die Bestim­mung des­sen, was wir als Men­schen sind, von objek­ti­ven Kri­te­ri­en abge­löst und umge­münzt zu einem Pro­blem der »Deu­tungs­ho­heit« und damit zu einer Macht­fra­ge. Es geht nicht mehr dar­um, was etwas von sich her ist, son­dern dar­um, wer etwas wie benen­nen und die­se Benen­nung durch­set­zen kann. Beharrt man dar­auf, daß es so etwas wie eine »natür­li­che Ord­nung« von Din­gen und Lebe­we­sen gebe und allem, was ist, ein unver­än­der­li­ches »Wesen« zukom­me, (4) wird einem ent­ge­gen­ge­hal­ten, daß es zwar ein »Grau­en der Ord­nung« gebe, (5) aber kei­ne »Wesen­hei­ten«.

Sie sind – da ist man sich sicher – nichts wei­ter als ein sprach­li­cher Schein, hin­ter dem sich gesell­schaft­li­che Macht­ver­hält­nis­se und zuletzt ein repres­si­ves »Herr­schafts­wis­sen« ver­ber­ge. (6) Folg­lich kom­me alles dar­auf an, den Schein nicht nur zu erken­nen, son­dern durch ein ande­res Spre­chen und Schrei­ben den fal­schen Schein zu zer­stö­ren und dadurch ande­re gesell­schaft­li­che Ver­hält­nis­se zu ermög­li­chen. Sol­che näm­lich, die, sie­he oben, eben dadurch selbst­be­stimmt sind, daß jeder wider­spruchs­los sagen kann, wer und was er »ist«.

Wer das für einen Spleen des links­wo­ken Milieus und sei­ner uni­ver­si­tä­ren Depen­dan­cen hält, der über­sieht, daß die hin­ter dem »Selbst­be­stim­mungs­ge­setz« erkenn­bar wer­den­de Welt­an­schau­ung sich schon vor lan­ger Zeit in der west­li­chen Kul­tur ein­zu­wur­zeln begann. Wer nach die­ser Wur­zel zu gra­ben beginnt, stößt zuoberst auf Judith But­ler (*1956) als der wirk­mäch­tigs­ten Stich­wort­ge­be­rin des quee­ren Zeit­geis­tes. Für sie ist der Leib ein »in der öffent­li­chen Sphä­re geschaf­fe­nes sozia­les Phä­no­men«, des­sen Inte­gri­tät und Selbst­be­stim­mung es her­zu­stel­len gel­te. (7)

Die sozia­len Inter­ak­tio­nen, die den Leib »schaf­fen«, sind für But­ler frei­lich nicht neu­tral, son­dern »immer durch Dis­kurs und Macht­ver­hält­nis­se kon­stru­iert«, will sagen: Sie hän­gen von sprach­li­chen »Fik­tio­nen« ab, die die Kate­go­rien bereit­stel­len, mit denen wir den­ken und unse­ren Umgang mit­ein­an­der regu­lie­ren. (8) Aus der mate­ria­lis­ti­schen Dia­lek­tik, die stets den Vor­rang des Objekts vor dem Sub­jekt betont hat­te, (9) kürzt But­ler das Objekt her­aus und behält folg­lich auch vom Kör­per nichts wei­ter als einen Zei­chen­satz übrig: Er wird per­for­ma­tiv »durch leib­li­che Zei­chen und ande­re dis­kur­si­ve Mit­tel« her­ge­stellt und hat kei­nen onto­lo­gi­schen Sta­tus. (10)

Damit ist die Wahr­heits­fra­ge als Fra­ge nach der Wahr­heit von Sachen und Sach­ver­hal­ten erle­digt. Der But­ler­sche »Auf­stand auf der Ebe­ne der Onto­lo­gie« (11) führt not­wen­di­ger­wei­se dazu, die »Dis­kur­se« – also die gesell­schaft­li­chen Äuße­rungs­sys­te­me – danach zu befra­gen, wem sie jeweils das Wort ertei­len und wel­che Wör­ter und Sät­ze sie unterdrücken.

But­lers Denk­pa­te ist hier Michel Fou­cault (1926 – 1984), der in der Nach­fol­ge von Nietz­sche eine »Archäo­lo­gie des Wis­sens« betrieb, die Dis­kur­se als »Ereig­nis­se« betrach­te­te, deren Erschei­nen nicht vom Wahr­heits­wil­len der Men­schen abhing, son­dern von der Kon­trol­le, Selek­ti­on, Orga­ni­sa­ti­on und Kana­li­sie­rung von Spra­che. (12)

Wer noch nach der Wahr­heit in und hin­ter und mit der Spra­che such­te, dem warf Fou­cault »Logo­pho­bie« vor: Angst »vor jenem gro­ßen unauf­hör­li­chen und ord­nungs­lo­sen Rau­schen des Dis­kur­ses«, der nicht vom Wil­len zur Wahr­heit in Gang gehal­ten wer­de, son­dern ein »Spiel« sei. (13) Damit war nun aller­dings auch das Sub­jekt erle­digt. Seit­her spricht in der Welt der avan­cier­ten phi­lo­so­phi­schen Theo­rien kein Sub­jekt mehr über eine objek­ti­ve Welt, viel­mehr rau­schen unauf­hör­lich Dis­kur­se, die auf spie­le­ri­sche Wei­se per­for­ma­ti­ve Fabri­ka­tio­nen generieren.

Wahr­heit mel­det sich in die­sem selbst­ver­lieb­ten Spiel nur noch dann, wenn irgend­wo ein Opfer sicht­bar wird, des­sen Opfer­sta­tus dar­in besteht, vom herr­schen­den Dis­kurs aus­ge­schlos­sen zu sein. Denn – so heißt es jetzt in der Über­nah­me einer alt­lin­ken Erb­schaft – die Sub­jek­te wer­den durch das Lei­den ange­zeigt, das ihnen durch den Aus­schluß vom Dis­kurs ange­tan wird; und das Bedürf­nis, die­ses Lei­den beredt wer­den zu las­sen, »ist Bedin­gung aller Wahr­heit«. (14)

Dadurch aber wird die Wahr­heit von einer Sach­fra­ge zu einer Fra­ge der Moral, und die Wahr­heits­de­bat­te mutiert zu einem Opfer­dis­kurs, der nicht nur immer sen­si­bler nach dis­kur­si­ven Macht­struk­tu­ren fra­gen muß, son­dern ein Sub­jekt nur noch dann als sol­ches aner­ken­nen kann, wenn es gänz­lich außer­halb der dis­kur­si­ven Macht­struk­tu­ren steht und damit unbe­fleckt von aller Macht ist. Das rei­ne Sub­jekt ist das rei­ne Opfer, das wir in sei­ner Opfer­rol­le anzu­er­ken­nen haben, weil dies der ein­zi­ge Akt von Aner­ken­nung ist, den wir zu leis­ten ver­mö­gen, ohne wei­ter schul­dig zu werden.

Natür­lich ist das ein Nach­klang und zugleich eine Ver­keh­rung von Nietz­sche (1844 – 1900) in sein Gegen­teil. Es klingt nach, daß Nietz­sche Wahr­heit auf die Spra­che und ihr »beweg­li­ches Heer von Meta­phern, Meto­nymien, Anthro­po­mor­phis­men« zurück­ge­führt hat­te und Wahr­hei­ten folg­lich für »Illu­sio­nen« hielt, »von denen man ver­ges­sen hat­te, daß sie wel­che sind«. (15) Aber es ver­kehrt Nietz­sche in der ent­schei­den­den Dimen­si­on, daß es ihm nie­mals um die Iden­ti­fi­zie­rung von Opfern ging, son­dern um den meta­phern­bil­den­den »Fun­da­men­tal­trieb des Men­schen«, der ihn zur Schaf­fung von Mythen und Kunst befä­higt und ihn als ein »künst­le­risch schaf­fen­des Sub­jekt« in den Blick nimmt. (16)

Auch das ist ein Nach­klang und eine Ver­keh­rung, näm­lich der Phi­lo­so­phie Kants (1724 – 1804). Die­ser hat­te wie Nietz­sche das aller­größ­te Inter­es­se am Sub­jekt und sei­nem pro­duk­ti­ven Ver­mö­gen, aber er nahm das Sub­jekt nicht von der Sei­te sei­ner künst­le­ri­schen Potenz, son­dern von der Sei­te sei­ner Fähig­keit zur Bil­dung wah­rer Aus­sa­gen über die Welt. Das war für Kant kein Spiel, son­dern Arbeit, (17) die von dem »Ich den­ke«, das »alle mei­ne Vor­stel­lun­gen beglei­ten kön­nen« muß, (18) geleis­tet wer­den sollte.

Will sagen: Das Ich hat­te die Man­nig­fal­tig­keit des Wahr­ge­nom­me­nen und Vor­ge­stell­ten durch den Ver­stand zu einer Ein­heit zu for­mie­ren, in der das Wahr­ge­nom­me­ne zu einem kon­kre­ten Etwas wer­den konn­te. Dabei stand dem Ich eine Welt gegen­über, die sich aus »Din­gen« zusam­men­setz­te, die einen Punkt­raum bil­de­ten, aus dem der Ver­stand sei­ne Gegen­stän­de als »Data« insel­för­mig her­aus­schnitt, die sodann von der Ver­nunft als »obers­tem Gerichts­hof« in ihrem Etwas-Sein erkannt wur­den. (19)

Daß Ver­stand und Ver­nunft bei ihrem Geschäft kei­nen Illu­sio­nen auf­sa­ßen, woll­te Kant dadurch garan­tiert wis­sen, daß er das Bewußt­sein des eige­nen Daseins an das Bewußt­sein des »Dasein[s] der Gegen­stän­de im Raum außer mir« band. Denn indem ich in der Zeit Behar­ren­des wahr­neh­me, muß ich auch mein Ich als ein in der Zeit Behar­ren­des erken­nen, andern­falls wür­de sich die Welt in einen rei­nen Ereig­nis­strom auf­lö­sen. (20) Mit ande­ren Wor­ten: Man konn­te mit Kant zwar wis­sen, daß »da drau­ßen« etwas ist, aber was es war, wuß­te man erst, wenn das Ich sich mit Ver­stand und Ver­nunft an die Kar­tie­rung des Punkt­raums der Din­ge gemacht hat­te. Die Din­ge spra­chen von sich aus nicht; und der Mensch sprach in sei­nem Ich nur über die Din­ge, nicht mit ihnen.

Daß es das Ich in sei­nem Den­ken ist, das immer nur über, aber nicht mit den Din­gen spricht, hat­te Kant bei René Des­car­tes (1596 – 1650) fin­den kön­nen. Für ihn stand fest, daß sich unse­re Sin­ne nicht nur leicht in die­sem oder jenem täu­schen kön­nen, son­dern wir kön­nen uns auch ins­ge­samt dar­über täu­schen, ob wir über­haupt wahr­neh­men und nicht viel­mehr träu­men. (21)

Dage­gen bie­te, so Des­car­tes, das Ich in sei­nem Den­ken Erkennt­nis­si­cher­heit: Indem es in dem »Ich den­ke, also bin ich« ver­stan­den hat­te, daß es in sei­nem Zwei­fel an der Wirk­lich­keit der Welt nicht dar­an zwei­feln konn­te, daß es selbst es sei, das zwei­fel­te, wur­de es im Den­ken des Zwei­fels sei­ner selbst als exis­tie­rend inne. (22) Damit war im Ich der archi­me­di­sche Punkt gefun­den, von dem aus die Rea­li­tät der Welt in den Blick kam. Daß man über die Welt auch Wah­res aus­sa­gen konn­te, garan­tier­te für Des­car­tes ein Gott, der uns mit Ver­nunft aus­ge­stat­tet hat­te, um das Wah­re zu erken­nen, und der uns mit die­ser Aus­stat­tung nicht hat­te betrü­gen wol­len. (23)

Man darf an Des­car­tes’ Argu­ment nicht zu schnell vor­über­ge­hen. Denn obgleich er durch­aus mein­te, wir sei­en in der Lage, etwas zu erken­nen, ist das ein­zi­ge, von dem er über­zeugt war, daß es in einem nicht wei­ter beweis­pflich­ti­gen Sin­ne auch wirk­lich ist, weil es klar und bestimmt (cla­re et distinc­te) erkannt ist – das Den­ken, das sich sei­ner selbst bewußt wird. (24) Was auch immer im letz­ten wahr sein moch­te, es konn­te nie­mals mit Gewiß­heit auf der Sei­te der Welt und der in der Welt exis­tie­ren­den Lebe­we­sen und Din­ge zu fin­den sein, son­dern ein­zig und allein auf der Sei­te des sei­ner selbst bewuß­ten Denkens.

Dar­in schloß sich Des­car­tes sach­lich Wil­helm von Ock­ham (um 1288 – 1347) an, denn schon Ock­ham war der Mei­nung gewe­sen, daß alles, was wir über die Welt und ihre Gegen­stän­de aus­sa­gen, sei­nen Ort ent­we­der in unse­rem Kopf oder auf dem Papier hat und aus »Uni­ver­sa­li­en« besteht – also all­ge­mei­nen Aus­sa­gen –, die eine »Inten­ti­on der See­le« sind. (25) Damit bahn­te Ock­ham der Moder­ne den Weg, auf dem wir nicht nur eine aus Din­gen bestehen­de Welt sehen, son­dern auch davon aus­ge­hen, daß wir intui­tiv wüß­ten, daß und was die­se Din­ge sind, weil eben­die­se intui­ti­ve Erkennt­nis den Gegen­stand »in sich selbst berüh­re« und ihn uns damit »evi­dent« mache. (26)

Seit­her glau­ben die Wis­sen­schaf­ten, ihre Auf­ga­be bestün­de dar­in, empi­ri­sche Erfah­run­gen von in der Welt vor­kom­men­den und irgend­wie evi­den­ten ein­zel­nen Gegen­stän­den zu sam­meln, um sich hin­ter­drein Begrif­fe von dem als evi­dent Erfah­re­nen zu bil­den. Dabei soll das evi­den­te Ein­zel­ding in sich und für sich fest­ste­hen, wäh­rend das Uni­ver­sa­le »unvoll­kom­me­ner und spä­ter« als das Ein­zel­ding sei. (27) Mit ande­ren Wor­ten: Mit Ock­ham beginnt Wis­sen­schaft als Erfah­rungs­wis­sen (noti­tia expe­ri­men­ta­lis) von fest­ste­hen­den Din­gen, (28) über denen das beweg­li­che Reich des Men­ta­len schwebt.

Das war eine fata­le Weg­bah­nung. Denn seit­her geht nicht nur ein Riß durch die Welt, der die Din­ge von unse­rem Den­ken und Spre­chen trennt, son­dern seit­her wird immer wie­der aufs neue ver­sucht, den Riß von der Sei­te des Den­kens und Spre­chens her zu fli­cken. Das moch­te solan­ge ange­hen, solan­ge man glaub­te, man kön­ne den nöti­gen Fli­cken mit dem Kleb­stoff namens »Gott« auf­brin­gen und dadurch die Din­ge und das Den­ken samt der Spra­che zusam­men­hal­ten. Sobald man aber mein­te, man dür­fe auf Gott ver­zich­ten, war kein Hal­ten mehr: Seit­her klebt das Abend­land im Geis­te an die Din­ge klei­ne Zet­tel­chen, auf denen steht, wie die Din­ge zu nen­nen seien.

Eine Not­wen­dig­keit, etwas so und nicht anders zu nen­nen, gibt es nicht mehr, und daß sie es nicht mehr gibt, ver­bucht man ent­we­der als Frei­le­gung der künst­le­ri­schen Kräf­te der Spra­che (Nietz­sche) oder als Ein­sicht in die in jeder Spra­che sich mel­den­den Herr­schafts­ver­hält­nis­se (Ador­no, Fou­cault, But­ler). Künst­le­risch krea­tiv zu sein und die Herr­schafts­ver­hält­nis­se zu ver­än­dern läuft folg­lich auf das­sel­be hin­aus: auf die Ver­än­de­rung der Spra­che. Seit Ock­ham wan­dert das Abend­land auf einem welt- und seins­ver­ges­se­nen Pfad.

_ _ _

1  »Gesetz über die Selbst­be­stim­mung in Bezug auf den Geschlechts­ein­trag und zur Ände­rung wei­te­rer Vor­schrif­ten: SBGG«, in: Bun­des­ge­setz­blatt I 2024, Nr. 206.

2  Vgl. »Lisa Paus (Grü­ne): ›Trans­frau­en sind Frau­en‹«, in: youtube.com vom 30. Juni 2022.

3  Sho­ko Beth­ke: »Mehr Aner­ken­nung für trans Men­schen: Eige­ner Name, eige­nes Geschlecht«, in: taz.de vom 30. Juni 2022.

4  Vgl. Maxi­mi­li­an Krah: Poli­tik von rechts, Schnell­ro­da 32023, S. 14: »Der Kon­ser­va­tis­mus im Sin­ne der poli­ti­schen Rech­ten hat als zen­tra­len Begriff die natür­li­che Ord­nung.« In sie ist der Mensch ein­ge­fügt durch sei­ne eige­ne Natur, sein Wesen und sei­ne jewei­li­ge Tra­di­ti­on (vgl. ebd. S. 15, 32 f. und weitere).

5  Theo­dor W. Ador­no: Nega­ti­ve Dia­lek­tik, Frank­furt a. M. 31982, S. 96.

6  Ebd., S. 105.

7  Judith But­ler: Gefähr­de­tes Leben: Poli­ti­sche Essays, Frank­furt a. M. 62020, S. 42 f.

8  Vgl. Judith But­ler: Das Unbe­ha­gen der Geschlech­ter, Ber­lin 232023, S. 56 u. 59.

9  Vgl. Ador­no: Nega­ti­ve Dia­lek­tik, S. 184 – 193.

10  But­ler: Das Unbe­ha­gen, S. 200.

11  But­ler: Gefähr­de­tes Leben, S. 50.

12  Vgl. Michel Fou­cault: Die Ord­nung des Dis­kur­ses: Inau­gu­ral­vor­le­sung am Col­lè­ge de France, 2. Dezem­ber 1970, Frank­furt a. M./Berlin/Wien 1982, S. 7.

13  Ebd., S. 34 f.

14  Ador­no: Nega­ti­ve Dia­lek­tik, S. 29 u. 74.

15  Fried­rich Nietz­sche: »Ueber Wahr­heit und Lüge im aus­ser­mo­ra­li­schen Sin­ne«, in: Sämt­li­che Wer­ke. Kri­ti­sche Stu­di­en­aus­ga­be, Bd. 1, hrsg. von Gior­gio Col­li und Mazz­i­no Mon­ti­na­ri, München/Berlin/New York 1988, S. 873 – 890, hier S. 880 f.

16  Ebd., S. 887 u. 883.

17  Vgl. Imma­nu­el Kant: Kri­tik der rei­nen Ver­nunft, hrsg. von Ray­mund Schmidt, Ham­burg 1993, Vor­re­de, B XXXVII.

18  Ebd., B 132.

19  Zu den »Data«: ebd., B XVIII–XXXI. Zum »Land des rei­nen Ver­stan­des« als einer Insel: ebd., B 294 f. Die Ver­nunft als »obers­ter Gerichts­hof«: ebd., B 697 und weitere.

20  Vgl. ebd., B 275 f.

21  Vgl. René Des­car­tes: Medi­ta­tio­nes de pri­ma phi­lo­so­phia, hrsg. von Lüder Gäbe, Ham­burg 31992, I,5 f. und VI,7.

22  Vgl. René ‑Des­car­tes: Abhand­lung über die Metho­de des rich­ti­gen Ver­nunft­ge­brauchs. Dis­cours de la métho­de, übers. von Kuno Fischer, Stutt­gart 1988, Kap. 4.

23  Vgl. Des­car­tes: Dis­cours, Kap. 4 und Des­car­tes: Medi­ta­tio­nes, III,38, VI,11 und VI,24.

24  Dazu Arbo­gast Schmitt: Den­ken ist Unter­schei­den. Eine Kri­tik an der Gleich­set­zung von Den­ken und Bewußt­sein, Hei­del­berg 2020, S. 104 – 118.

25  Wil­helm von ‑Ock­ham: Tex­te zur Theo­rie der Erkennt­nis und der Wis­sen­schaft. Lateinisch/Deutsch, hrsg. von Rue­di Imbach, Stutt­gart 2008, S. 73 (SL I,15 [12 – 15]).

26  Ebd., S. 153 und 163 (Sen­ten­zen­kom­men­tar, Pro­log 1,1 [29] und [49]).

27  Ebd., S. 177 (Sen­ten­zen­kom­men­tar I,3,6 [12 – 12]).

28  Vgl. ebd., S. 151 (Sen­ten­zen­kom­men­tar, Pro­log 1,1 [25]).

 Druckausgabe

Beitrag aus der Druckausgabe der Sezession. Abonnieren Sie!

Nichts schreibt sich
von allein!

Das Blog der Zeitschrift Sezession ist die wichtigste rechtsintellektuelle Stimme im Netz. Es lebt vom Fleiß, von der Lesewut und von der Sprachkraft seiner Autoren. Wenn Sie diesen Federn Zeit und Ruhe verschaffen möchten, können Sie das mit einem Betrag Ihrer Wahl tun.

Sezession
DE58 8005 3762 1894 1405 98
NOLADE21HAL

Kommentare (0)