Die AfD und der Reset-Knopf

von Wiggo Mann -- „Ich würde sogar die Scheiß-AfD wählen, wenn …“ Jetzt war ich gespannt. Was wäre der entscheidende Faktor bei einem befreundeten Gastronomen? Aber der Reihe nach.

Deut­sche West­me­tro­po­le. Mit­ten­drin. Renom­mier­tes Restau­rant. Lin­ker Kiez-Touch. Kei­ne Ster­ne, aber fei­ne Küche. Stamm­gäs­te aus dem Estab­lish­ment. Anwäl­te, Mak­ler, Ban­ker, Staats­se­kre­tä­re am Nach­bar­tisch. Trotz­dem rut­schen die Inha­ber des Lokals in Rich­tung Ruin.

Die Chefs des Lokals kok­sen nicht, sie sau­fen nicht, haben gedul­di­ge Frau­en und süße Kin­der. Sie schuf­ten gas­tro-üblich bis in die Näch­te. Sor­gen sich um jede schlecht gelaun­te Goog­le-Rezen­si­on eines zicki­gen Tou­ris­ten. Und haben sich im letz­ten Monat kein Gehalt mehr ausgezahlt.

Es geht gera­de ein­fach nicht mehr. Zuerst müs­sen die hoch­wer­ti­ge Ware und die Infra­struk­tur bezahlt wer­den. Die Ange­stell­ten sol­len pünkt­lich ihr Geld haben. Ehren­sa­che. Der Koch sowie­so – sonst ist er weg und man kann zuma­chen. 20 % Umsatz­rück­gang im ers­ten Quar­tal. Teil­rück­zah­lung der Coro­na-Hil­fen. Explo­die­ren­de Ener­gie­prei­se und galop­pie­ren­de Infla­ti­on. Die fei­nen Her­ren Stamm­gäs­te haben offen­bar weni­ger Spe­sen­bud­get und spa­ren beim Mit­tag­essen. Lie­ber den ein­fa­chen Haus­wein als eine Fla­sche gepfleg­ten Ries­ling. Nicht durch­ge­hend, aber doch spürbar.

Deutsch­lands staats­tra­gen­de Schicht blu­tet aus. Da hilft auch kein Pfei­fen im Wal­de mehr. Wer sich die Mühe macht und Leu­ten zuhört, bekommt die Dra­ma­tik der wirt­schaft­li­chen Situa­ti­on Deutsch­lands jeden Tag in per­sön­li­chen Geschich­ten auf­ge­tischt. Und zwar nicht nur in sozia­len Rand­ge­bie­ten, son­dern im soli­den Mit­tel­stand, der mit sei­ner Abga­ben­last die gan­ze Show zu erheb­li­chen Tei­len finanziert.

Mar­tin Sell­ner hat recht. Es ist immer wich­ti­ger, in Ruhe ein „sinn­vol­les Gespräch zu füh­ren“ in einer „pri­va­ten Sphä­re, in der das Gentlemen’s Agree­ment herrscht, sich nicht hef­tig anzugehen“.

So stan­den wir also im Restau­rant nach Küchen­schluß zusam­men und spra­chen in lei­sem Ton dar­über, wie es sich für die Besit­zer anfühlt, nach so lan­ger har­ter Arbeit und ver­meint­lich siche­ren Wahl­ka­bi­nen-Kreuz­chen von den Regie­rungs­dar­stel­lern im Stich gelas­sen zu wer­den. In der lin­ken Ecke: die täto­wier­ten Edel-Anti­fas. In der rech­ten Ecke: ich, der poli­tisch immer schon skep­tisch beob­ach­te­te Gast.

Nach 30 Minu­ten Dis­kus­si­on über deut­sche Aktua­li­tät waren wir an einem Punkt, den James Car­ville, Poli­tik­be­ra­ter und Mar­ke­ting­stra­te­ge, bereits 1992 im Clin­ton-Wahl­kampf zum Hebel mach­te: „It’s the eco­no­my, stu­pid.“ Der Satz hing damals im „War Room“ der Demo­kra­ti­schen Par­tei groß an der Wand.

James Car­ville war ein wil­der Typ. Nicht der klas­si­sche Rekla­me­mann, son­dern ehe­ma­li­ger Mari­ne. Sei­ne Arbeits­wei­se war mili­tä­risch: Auf­klä­rung, Ana­ly­se, Angriff. Und Dis­zi­plin. Bill Clin­ton schlug Geor­ge H. W. Bush mit 370 zu 168 Stim­men im Elec­to­ral Col­lege, obwohl Bush durch sei­nen „Sieg“ im Irak-Krieg ein Jahr zuvor noch Zustim­mungs­wer­te von 90 % ver­bu­chen konn­te. Der wirt­schaft­li­che Abschwung der USA, gebro­che­ne Wahl­ver­spre­chen („Read my lips: no new taxes“) und die Stra­te­gie eines Mar­ke­ting-Mari­nes kegel­ten Bush aus dem Amt.

Es gab auf Sei­ten von Clinton/Carville kei­ne kom­plett durch­dach­ten volks­wirt­schaft­li­chen The­sen im enge­ren Sin­ne, son­dern eine poli­ti­sche Kom­mu­ni­ka­ti­ons­re­gel: Redu­zie­re dich nicht zu sehr auf rei­ne Wut­the­men und Regie­rungs-Bas­hing. Sprich über ein posi­ti­ves wirt­schaft­li­ches Gesamt­bild als Hoff­nung und Auf­ga­be. Jobs, Ein­kom­men, Prei­se, Zukunft.

Wäh­ler bewer­ten Regie­run­gen danach, ob es ihnen wirt­schaft­lich bes­ser geht, und sie bewer­ten die Oppo­si­ti­on danach, ob es noch bes­ser gehen wür­de, wenn sie ihre Ideen umsetzt. (Dabei las­sen wir die patho­lo­gisch indok­tri­nier­ten Tages­schau-Boo­mer mal weg.)

Eigent­lich kei­ne schlech­ten Vor­aus­set­zun­gen für einen finan­zi­el­len Staats-Reset mit der AfD, denn die Mit­glie­der des Par­tei­en­kar­tells waren alle schon an der Macht und fun­gie­ren nur noch als Insol­venz­ver­wal­ter. Das müs­sen zäh­ne­knir­schend sogar aus­ge­wie­se­ne neo­kon­ser­va­ti­ve Kom­men­ta­to­ren zugeben.

„Das Mär­chen vom rei­chen Land“ war bereits vor acht Jah­ren der Titel eines Buches von Dani­el Stel­ter. Der viel­zi­tier­te Öko­nom und Unter­neh­mens­be­ra­ter erklär­te in einem Pod­cast kurz vor der letz­ten Bun­des­tags­wahl, daß die AfD im wirt­schaft­li­chen Bereich teil­wei­se „span­nen­der“ argu­men­tie­re als der Rest der Par­tei­en­land­schaft und „inter­es­san­te Ansät­ze“ biete.

Ich wür­de mir wün­schen, dass Uni­on, SPD und FDP sich das AfD-Wahl­pro­gramm mal anschau­en und viel­leicht ein paar gute Ideen über­neh­men. Und nicht sagen: Die sind ja von der AfD. Sie müs­sen gar nicht sagen, was sie über­nom­men haben.

Der Finanz­mann sitzt mit bau­meln­den Bei­nen auf sei­ner Brand­mau­er und rät zum Ideen­klau. Denn vie­les bei der bösen AfD emp­fin­det er – zu sei­nem Bedau­ern – als „detail­lier­ter und fokus­sier­ter“ als bei sei­nen Lieb­lin­gen von der FDP.

Für vie­le im Vor­feld der Par­tei mag das ein ver­gif­te­tes Argu­ment sein, und der Ver­weis auf die wirt­schaft­li­che Kom­pe­tenz der FDP ein Todes­stoß. Haha, hat bei der FDP auch nicht geklappt. Aber so ein­fach ist es nicht. Ers­tens sieht man am oben genann­ten Gas­tro­no­men und beim Öko­no­men Stel­ter, wie ver­füh­re­risch das Ver­spre­chen von wirt­schaft­li­chem Auf­bruch wer­den kann. Selbst wenn Radi­ka­li­tät gern dis­kre­di­tiert wird – im Bereich Wirt­schaft und Finan­zen ist sie mitt­ler­wei­le in der poli­ti­schen Dis­kus­si­on der soge­nann­ten Mit­te, abseits der AfD-Stamm­wäh­ler­schaft, angekommen.

Zwei­tens mag eine FDP, in der Frau Strack-Rhein­me­tall teu­re Krie­ge anfeu­ert und DJ Busch­mann gern Män­ner in Frau­en­toi­let­ten schickt, zwar eine poli­ti­sche Mar­gi­na­lie sein. Aber die Zuckun­gen rund um Wolf­gang Kubicki zei­gen erneut, daß Tei­le der wirt­schaft­lich inter­es­sier­ten Steu­er­zah­ler hän­de­rin­gend nach einer unver­däch­ti­gen Wahl­ent­schei­dung suchen – nicht, weil man alles gut fin­det, was eine Par­tei wie die FDP anzet­telt, son­dern weil man auf ein letz­tes Quänt­chen finan­zi­el­len Sach­ver­stand hofft. Wenn die­ses Milieu abseh­bar wie­der 5 % der Stim­men bün­delt, soll­te das ein wei­te­res Erobe­rungs­po­ten­zi­al für die AfD darstellen.

Kei­ne Sor­ge. Die­se Argu­men­ta­ti­on ist kei­ne Anlei­tung zum Rück­zug aus schar­fen natio­na­len The­men. Remi­gra­ti­on muß im Mar­ken­kern der Par­tei ein wich­ti­ger Fak­tor und ein Allein­stel­lungs­merk­mal blei­ben, denn Deutsch­land kann mit die­ser impor­tier­ten Kri­mi­na­li­tät und den lang­fris­ti­gen Fol­gen des Bevöl­ke­rungs­aus­tauschs nicht leben. Wer sich aber zu sehr als One-Trick-Pony insze­niert, grenzt fer­ne­re Wäh­ler­mi­lieus aus. Milieus, die gern AfD wäh­len wür­den – aber sich noch nicht trauen.

Die Remi­gra­ti­ons­idee muß des­halb noch stär­ker in alle Berei­che der zukünf­ti­gen Staats­füh­rung dekli­niert wer­den. Auch in die Finanzdaten.

Es ist schnell nach­voll­zieh­bar, was pas­siert, wenn man ohne Unter­laß jedes Jahr im Zuwan­de­rungs­net­to eine Stadt mit 300.000 arbeits­lo­sen und kul­tu­rell meist unan­ge­pass­ten Per­so­nen nach Deutsch­land impor­tiert. Woh­nungs­markt, Gesund­heits­sys­tem und vie­le ande­re wirt­schaft­li­che Struk­tu­ren bre­chen zusam­men. Dar­über gibt es kei­nen Zweifel.

Die Aus­gangs­la­ge ist per­fekt für eine Par­tei, die den Mut und den Sach­ver­stand hat, wirt­schaft­lich groß zu den­ken. Deutsch­lands Staats­quo­te liegt bei 50 %. Das klingt nicht dra­ma­tisch, bedeu­tet aller­dings, dass die Hälf­te des Brut­to­in­lands­pro­dukts vom Staat aus Mit­teln ange­scho­ben wird, die er zuvor Unter­neh­men und Bür­gern weg­ge­nom­men hat.

Das Pro­blem einer sol­chen Staats­quo­te ist nicht allein die Höhe. Es ist der nied­ri­ge Return on Invest­ment, ein­ge­schränkt durch man­geln­de Effi­zi­enz und Effek­ti­vi­tät des Staa­tes. Die per­ver­se Logik eines wirt­schaft­li­chen Per­pe­tu­um mobile.

Im öffent­li­chen Dienst arbei­ten unge­fähr 5,5 Mil­lio­nen Men­schen, jedes Jahr wer­den es 10 % mehr. Bald haben wir so vie­le Staats­be­diens­te­te wie Hes­sen Ein­woh­ner hat. Dafür zahlt der Staat jähr­lich eine Sum­me, die mit 380 Mil­li­ar­den Euro in etwa dem wirt­schaft­li­chen Gesamt­vo­lu­men der Atom­macht Paki­stan ent­spricht. Der Begriff vom Staat im Staa­te bekommt so eine völ­lig neue Dimension.

Allein in der Deut­schen Ren­ten­ver­si­che­rung sind mehr Men­schen beschäf­tigt als welt­weit für Nike arbei­ten. Don’t do it. Die Bun­des­agen­tur für Arbeit bezahlt 100.000 Ange­stell­te und Beam­te. Unge­fähr so vie­le wie die kom­plet­te Beleg­schaft von Renault welt­weit. Renault erwirt­schaf­tet zuletzt ein ope­ra­ti­ves Ergeb­nis von 4 Mil­li­ar­den Euro. Unser Arbeits­amt kos­tet rund 10 Mil­li­ar­den im Jahr und ver­mit­telt noch nicht ein­mal 5 % der drei Mil­lio­nen Arbeits­lo­sen in einen neu­en Job.

Hier greift kei­ne Reform mehr, son­dern nur noch ein Reset des Sys­tems mit weit­ge­hen­der Auf­lö­sung ein­zel­ner Behör­den. Der öffent­li­che Dienst muss hal­biert wer­den, damit er dop­pelt so schnell wird. 60.000 aus­schei­den­de Staats­die­ner pro Jahr wer­den nicht ersetzt. Dazu lau­tes Nach­den­ken über soge­nann­te Lus­tra­ti­on, also die Ent­las­sung aus staat­li­chen Posi­tio­nen zum Schutz der Gemein­schaft und der demo­kra­tisch-rechts­staat­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen in loser Anleh­nung an Reso­lu­ti­on 1096 der Par­la­men­ta­ri­schen Ver­samm­lung des Europarats?

Die Situa­ti­on ist ernst, erfor­dert Krea­ti­vi­tät und wird sich nicht ohne Zumu­tun­gen lösen las­sen. Die Grü­nen, bei denen 45 % der Mit­glie­der Beam­te und Staats­be­diens­te­te sind, wer­den nicht glück­lich sein.

In der Fol­ge könn­te der Staat bei sei­nen Net­to-Steu­er­zah­lern auf die Besteue­rung der Arbeit fast voll­stän­dig ver­zich­ten. Deutsch­land könn­te das größt­mög­li­che pri­va­te Pro­gramm für wirt­schaft­li­ches Wachs­tum aus­lö­sen, wenn wir außer­dem auf­hö­ren, unüber­schau­ba­re Gel­der an supra­na­tio­na­le Orga­ni­sa­tio­nen zu über­wei­sen, die der deut­schen Sou­ve­rä­ni­tät scha­den. Fast 30 Mil­li­ar­den Unter­stüt­zung für „Ent­wick­lungs­län­der“ wie – Chi­na? Eine For­de­rung des AfD-Pro­gramms muß lau­ten: Lohn­steu­er per­spek­ti­visch auf null.

Klingt uto­pisch? Nein, es bedeu­tet nur eine Abkehr vom Glau­ben an die Unver­än­der­bar­keit der Rah­men­be­din­gun­gen. Was die AfD im Bereich Remi­gra­ti­on bereits erfolg­reich durch­lau­fen hat, das muß sie jetzt noch im Bereich der Wirt­schaft leisten.

Und hier liegt die eigent­li­che his­to­ri­sche Iro­nie. Wenn die eta­blier­ten Par­tei­en in ihrer jahr­zehn­te­lan­gen Ver­ant­wor­tung kol­lek­tiv ver­sagt haben, dann ist der logi­sche Platz für eine radi­ka­le Wirt­schafts­agen­da aus­ge­rech­net dort frei gewor­den, wo man sie am wenigs­ten erwar­tet: Die ver­meint­lich dump­fe AfD wird zur moderns­ten Par­tei der Staats­füh­rung und der befrei­en­den Finanz­po­li­tik. Denn die Lücke, die das Estab­lish­ment hin­ter­läßt, ist nicht nur kul­tu­rell. Sie ist öko­no­misch. Und sie ist riesig.

Der Gas­tro­nom, der schon fast die „Scheiß-AfD“ wählt, denkt nicht nur über Remi­gra­ti­on nach. Er hat über Strom­kos­ten in sei­nem Betrieb nach­ge­dacht – und über sei­ne pri­va­te Mie­te. Poli­tik­be­ra­ter James Car­ville wuß­te das bereits 1992. Die erfolg­reichs­te deut­sche Par­tei kann 2026 dar­aus lernen.

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Kommentare (3)

Herold

28. April 2026 11:56

Teilrückzahlung der Corona-Hilfen.

Fürs Protokoll: In NRW (und in anderen BL), wurden Corona-Hilfen für Selbstständige als "bedingungslos" angekündigt und auch beschieden, zumindest am Anfang. Heißt, sie waren keine Darlehen und auch an keine anderen Bedingungen geknüpft. Nur um dann postwendend 2022 zurückgefordert zu werden. Eine Flut von Klagen später schwebt die Situation weiter, ein paar BL haben die Forderungen recht schweigsam eingestellt, ein paar BL fordern weiter (und verlieren immer mal wieder vor Gericht). Ich kann mich tatsächlich an nichts erinnern, was bei kleinen Gewerbetreibenden mehr Zulauf zur AfD bewirkt hat, als das. Liebe AfD-NRW: Ich habt hier noch deutlich Potential, die Regierung Wüst an den Eiern zu packen.

Im öffentlichen Dienst arbeiten ungefähr 5,5 Millionen Menschen, jedes Jahr werden es 10 % mehr.

Dazu kommt ein Heer an "Dienstleistern", die z.B. "Digitalisierung" bei den Behörden machen. Aktuell ist der Projektmarkt für Systemhäuser und Freiberufler quasi komplett staatlich geprägt. Alleine die BA beschäftigt hunderte Externe für etwas, was sie eigentlich selbst machen sollte.
Ansonsten ist dem Artikel wenig hinzuzufügen. Am Ende können sich die Leute vielleicht dem Stadtbild (eine Weile) entziehen, aber den Auswirkungen im Portemonnaie nicht.

uhuru

28. April 2026 12:03

Ich schreibe heute zum ersten mal hier, und würde mich eher der konservativen bewahrenden Fraktion zugehörig fühlen.
Für mich war die fehlende oder mangelhafte Position der AfD zu Fragen der Wirtschaft und Sozialstrucktur in Deutschland bisher immer ein grosser Schwachpunkt. Dabei geht es nicht nur, wie Betriebe und Unternehmen finanziell Belastet oder gefördert werden, sondern wie kommt der Normalbürger zurecht, der mit seiner Lohnsteuer einen Grossteil der Staatsausgaben finanziert.
Progressive Lohnsteuerstruckturen, Senkung der Energiekosten für Strom und Gas, Verschlankung des Beamtenapparats, Weniger Ausgaben für Brüssel und andere Länder. Das könnte erst einmal der Anfang sein. Ja, die AfD braucht hier mehr Profil um die Wähler ansprechen zu können und darum braucht es ein klare Diskussion zu den Wirtschaftsthemen.
Grüsse uhuru
 

Alex Schleyer

28. April 2026 12:37

Endlich mal ein wirtschaftlich sinnvoller Beitrag auf Seiten der Rechten, die sonst zwischen verschiedenen Formen des Sozialismus changiert und Wirtschaft sowieso für ein Spiel hält. Ein rundum zu befürwortender Text! Einkommenssteuer auf Null, KeSt oder Grundsteuer genauso abschaffen wie KfZ-Steuern, ohnehin 90% der Regularien und Vorschriften streichen, lächerliche Dokumentationspflichten sowieso und die Leute einfach mal machen lassen. Die Penner vom Ordnungsamt, die Heckenhöhen und Rauchverbote kontrollieren, sollen meinetwegen in der Gosse verhungern und das Heer an nutzlosen Beamten kann danach gern Straßen fegen oder Kartoffeln ernten. Die inhärente Negation des Ökonomischen ist schließlich auch der Hauptfaktor, warum die Rechte außer Lesekreisen und sonstigen Luftschlössern keinerlei validen außenpolitischen Netzwerke geschaffen hat. Der im Text genannte Ansatz ist doch schonmal ein erster Schritt!