Ist die AfD ein Hybrid?

Zu Gast in Thüringen auf der Klausurtagung der AfD-Landtagsfraktion. Sprach dort unter anderem endlich wieder einmal ausführlich mit dem Generalsekretär der Landespartei, Daniel Haseloff. Es ging um das Selbstbewußtsein der AfD.

Götz Kubitschek leitet den Verlag Antaios

Hasel­off for­mu­lier­te einen sehr inter­es­san­ten Gedan­ken. Er sieht die AfD nicht mehr in der Rol­le einer Oppo­si­ti­ons­par­tei: Sie sei es nur auf dem Papier noch, aber in ihrem Ver­hal­ten, ihrer Selbst­wahr­neh­mung und vor allem in der Wahr­neh­mung der Wäh­ler längst ein Zwi­schen­ding: nicht mehr Oppo­si­ti­on, noch nicht in der Regie­rung. Dar­aus sei­en neue Ver­hal­tens­leh­ren abzu­lei­ten, befrei­en­de Hal­tun­gen, ande­re Aufgaben.

Die AfD ist in den mit­tel­deut­schen Län­dern zwei­fels­oh­ne ein Hybrid. Die­ser Begriff umschreibt ein Sowohl-als-auch, eine War­te­po­si­ti­on, ein Noch-nicht. “Hybrid” ist: das eine und das ande­re zugleich sein, dadurch nichts ganz, eher auf dem Weg, in einem Entwicklungszustand.

Die­ser Zustand ist nun einer, in dem man noch kei­ne Regie­rungs­ver­ant­wor­tung über­tra­gen bekom­men hat, jedoch selbst­ver­ant­wort­lich der Ver­lo­ckung nicht nach­ge­ben darf, wei­ter­hin als spit­ze, popu­lis­ti­sche Oppo­si­ti­ons­stim­me nur den Unmut ein­zu­sam­meln, aus dem man nichts gestal­ten muß.

Das wäre fatal. Denn das Wäh­ler­vo­tum und der jen­seits von Wahl­ka­bi­nen geäu­ßer­te Zuspruch sind ein kla­rer Regie­rungs­auf­trag. Dar­an ändert auch die Dis­kre­panz nichts, die zwi­schen dem zöger­li­chen öffent­li­chen Bekennt­nis bür­ger­li­cher Schich­ten zur AfD und dem exis­tiert, das hin­ter ver­schlos­se­nen Türen längst offen aus­ge­spro­chen wird: Die Lage ist kata­stro­phal, eine fun­da­men­ta­le poli­ti­sche Wen­de not­wen­dig, die AfD die ein­zi­ge Kraft, die noch nicht ent­täusch­te, und mit­hin die ein­zi­ge Par­tei, auf die noch Hoff­nung gesetzt wird.

Der hybri­de Zustand, in dem sich die AfD in fünf Bun­des­län­dern befin­det, ist ein Durch­gangs­sta­di­um, mehr nicht. Das muß ver­in­ner­licht wer­den. Denn kei­nes­falls darf eine Par­tei von der Potenz der AfD in die­sem Sta­di­um ver­har­ren. Man ist auf dem Sprung, das ist kei­ne Posi­ti­on, und wäh­rend man springt, hat man sich auf die Lan­dung vorzubereiten.

Höcke sag­te, als wir abends noch für ein Stünd­chen am Feu­er saßen, daß die­se Lan­dung kom­men wer­de, ohne jeden Zwei­fel, und wenn nicht in die­sem Jahr schon in Sach­sen-Anhalt und in Meck­len­burg-Vor­pom­mern, dann bei der nächs­ten Wahl in Thü­rin­gen, Sach­sen und Brandenburg.

Nicht nur in Thü­rin­gen setzt man auf eine abso­lu­te Mehr­heit. Etwas ande­res bleibt auch kaum. Als Hybrid in blo­ßer “War­te­po­si­ti­on” zu ver­har­ren, wür­de bedeu­ten: war­ten, bis jemand die Tür öff­net, war­ten, bis jemand die “Brand­mau­er” ein­reißt oder abträgt – jeden­falls: war­ten, und eines nicht signa­li­sie­ren: daß man nicht mehr bereit ist, auf die poli­ti­sche Ver­nunft des Geg­ners und auf die Ein­hal­tung par­la­men­ta­ri­scher Gepflo­gen­hei­ten durch die­je­ni­gen zu war­ten, die dem Wäh­ler miß­trau­en und sei­nen Wil­len ignorieren.

Was könn­te es bedeu­ten, sich als Hybrid zu ver­ste­hen und zu ver­hal­ten? Björn Höcke hat das in sei­nem vier­ein­halb Stun­den dau­ern­den Gespräch mit dem You­Tuber “Ben ungeskrip­tet” gezeigt. Er beschreibt dar­in Zustän­de unse­rer Nati­on und ihrer wech­seln­den Regie­run­gen, die mit oppo­si­tio­nel­len Mit­teln nicht mehr zu ver­bes­sern und zu kor­ri­gie­ren sind.

Das liegt in der Natur der Sache. Wenn Höcke das Wort “Demo­kra­tie­si­mu­la­ti­on” ver­wen­det, beschreibt er das, wor­über wir uns alle einig sind: Regie­rung und Oppo­si­ti­on sind aus­tausch­bar, solan­ge über die anti­deut­sche und gesell­schafts­expe­ri­men­tel­le Stoß­rich­tung Kon­sens besteht. Regie­rung und Oppo­si­ti­on sind aus­tausch­bar, das Durch­wech­seln ist ein Spiel.

Sich als Kar­tell aus Regie­rung und Oppo­si­ti­on zu geben und das Land unter sich auf­zu­tei­len, ist eine sta­bi­le Struk­tur und ein Gefäng­nis zugleich. Wer “Demo­kra­tie­si­mu­la­ti­on” sagt, sagt zugleich, daß er sich dar­an kei­nes­falls wird betei­li­gen wol­len. Wer “Hybrid” sagt und nach­schiebt, daß es nur eine Bewe­gungs­rich­tung geben kann: die, ohne die ande­ren die poli­ti­sche Wen­de durch­zu­set­zen, sagt dasselbe.

Die Oppo­si­ti­on ist eine ech­te, seit es eine Alter­na­ti­ve für Deutsch­land gibt. Die Oppo­si­ti­on ver­läßt die ihr zuge­schrie­be­ne Rol­le, wenn sie poten­ter ist als alle Regie­rungs­par­tei­en zusam­men. So ist es in Thü­rin­gen, wo nach der letz­ten Umfra­ge CDU, BSW und SPD mit 37 Pro­zent gewo­gen wer­den, die AfD jedoch allei­ne bei 39 Pro­zent steht.

Wie ist der Ton, wel­che Spra­che lei­tet sich dar­aus ab? Der Auf­tritt muß selbst­be­wußt und in den ent­schei­den­den Fra­gen kom­pro­miß­los sein. Es gibt Grund­sät­ze, die nicht ver­han­del­bar sind. Das wird in Höckes gro­ßem Gespräch deut­lich, das wur­de in den Gesprä­chen auf der Klau­sur­ta­gung klar: Man wird als AfD den Man­gel nur dort ver­wal­ten, wo es nicht anders geht. Demo­gra­phi­sche Kata­stro­phe und Über­al­te­rung wer­den auch unter einer AfD-Regie­rung voll durch­schla­gen und sie zu Hand­lun­gen zwin­gen, die sie lie­ber ver­mie­de. Aber end­lich wird man wie­der jede Mög­lich­keit prü­fen, ob es nicht doch anders gehe, also: ob sich der Man­gel nicht behe­ben lasse.

Wer die gegen alles Gewohn­heits­recht zuge­schrie­be­ne Rol­le als Oppo­si­ti­on nicht mehr akzep­tiert, akzep­tiert es nicht mehr, Res­sour­cen für die Demo­kra­tie­si­mu­la­ti­on aus­zu­ge­ben. Das bedeu­tet, Fra­ge­stel­lun­gen nicht mehr zu akzep­tie­ren, das übli­che Oppo­si­ti­ons­ge­pol­ter nicht mehr auf Knopf­druck zu lie­fern, son­dern ein Schat­ten­ka­bi­nett zu bil­den und in ihm nicht mehr die Demo­kra­tie zu simu­lie­ren, son­dern Regie­rungs­ver­ant­wor­tung wie in einer Test­pha­se durchzuspielen.

Wenn man sich so begreift, setzt man Geset­zes­ent­wür­fen des regie­ren­den Kar­tells eige­ne Ent­wür­fe nicht mehr in der Hoff­nung ent­ge­gen, man fän­de Gehör, son­dern ein­zig des­halb, um sie vor­be­rei­tet in der Schub­la­de lie­gen zu haben und durch­set­zen zu kön­nen, wenn die Mehr­heits­ver­hält­nis­se geklärt sind.

Wenn man sich als Schat­ten­ka­bi­nett begreift, soll­te man auf­hö­ren, sich zu empö­ren, son­dern die Zuver­sicht des­je­ni­gen aus­strah­len, der schon gewon­nen hat und nicht mehr auf­zu­hal­ten sein wird – gestützt auf einen Zuspruch im Volk, den die ande­ren seit Jah­ren nicht mehr ver­neh­men können.

Carl Schmitt sprach ein­mal sinn­ge­mäß davon, daß man man­che Fra­ge­stel­ler und ihre Fra­gen nicht mehr akzep­tie­ren sol­le. Aber dabei darf man in der hybri­den Posi­ti­on, die man der­zeit ein­nimmt, nicht ste­hen­blei­ben. Auf Fra­gen nicht mehr zu ant­wor­ten, ist noch immer nur eine Ver­wei­ge­rung – eine sinn­vol­le und not­wen­di­ge, eine sehr selbst­be­wuß­te alle­mal. Aber gleich­zei­tig müs­sen Stand­punk­te ein­ge­nom­men wer­den, von denen aus das Feld beherrscht und das Spiel bestimmt wer­den können.

Hoff­nung macht die Bereit­schaft immer brei­te­rer Schich­ten, end­lich begrei­fen zu wol­len, was in unse­rem Land vor sich geht und war­um sich so vie­les so unver­hoh­len ver­lo­gen anhört. Die Berich­te und Ver­laut­ba­run­gen pas­sen nicht mehr, längst nicht mehr zur Lebens­wirk­lich­keit und Alltagserfahrung.

Es ist von Bedeu­tung, wenn Höckes vier­stün­di­ges Gespräch mit Ben­ja­min Berndt nach 48 Stun­den fast 2,5 Mil­lio­nen Auf­ru­fe hat, wenn 97 Pro­zent der Bewer­tun­gen posi­tiv sind und fast 60 000 Kom­men­ta­re vor allem Dank dafür aus­spre­chen, daß hier end­lich jemand aus­führ­lich zu Wort kommt, der fun­da­men­tal anders über unser Land und des­sen Zukunft und Ret­tung nachdenkt.

Die­se Bedeu­tung wird von der Reak­ti­on der soge­nann­ten eta­blier­ten Medi­en unter­stri­chen: Ihr Vor­wurf gilt einem You­Tuber, der ein­fach jeden zu Wort kom­men läßt und auf die­se Wei­se so etwas wie den frei­en Wett­be­werb der Mei­nun­gen ermöglicht.

Nun kommt also einer zu Wort, der nicht mehr nur Oppo­si­ti­ons­füh­rer und noch nicht Minis­ter­prä­si­dent ist und über die­se Rol­le, die­ses Zwi­schen­sta­di­um Aus­kunft gibt. Er weiß, er ist auf dem Sprung, er weiß, daß die Lan­dung unwei­ger­lich erfol­gen muß und hart sein wird. Glaubt mir: Er berei­tet sich auf sie vor.

Götz Kubitschek leitet den Verlag Antaios

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Kommentare (40)

Ein gebuertiger Hesse

2. Mai 2026 19:19

"Dieser Zustand ist nun einer, in dem man noch keine Regierungsverantwortung übertragen bekommen hat, jedoch selbstverantwortlich der Verlockung nicht nachgeben darf, weiterhin als spitze, populistische Oppositionsstimme nur den Unmut einzusammeln, aus dem man nichts gestalten muß."
Bester Absatz des Jahres bisher hier oder anderswo. Aber es ist ja erst Mai.

Carsten Lucke

2. Mai 2026 21:19

Warum ich gleichzeitig wünsche und befürchte, daß die AfD endlich in Verantwortung kommt (gleich ob in Land oder Bund), ist ja sicher hier jedem klar : Sie müßte die ganze Scheiße beseitigen, die ihr die Vorgänger hinterlassen haben. - Unmöglich ! Jedoch wird sie daran "gemessen" werden.
Ein Fluch. Ein fürchterlicher Fluch !

Rheinlaender

2. Mai 2026 22:47

Die Verhältnisse könnten diesmal tatsächlich in Bewegung geraten. Kampagnen gegen die AfD greifen nicht mehr, während selbst etablierte CDUler vor einer bevorstehenden Staatskrise warnen, wobei dieser Staat sein Pulver in den vorherigen Krisen bereits verschossen hat. Die Bundesregierung hat jetzt nur noch schlechte Optionen und ist obendrein auch noch handlungsunfähig.
Die ersten AfD-Landesregierungen könnte es noch während des heraufziehenden Krisenwinters 2027/2028 geben, in dem sich die Dinge wohl einmal weiter zuspitzen würden, und auch eine AfD-Bundesregierung wird bald eine Option sein. Auch die beste politische Alternative könnte unter den ungünstigstenfalls zu erwartenden Bedingungen jedoch nicht mehr als zunächst eine Stabilisierung der Lage bewirken. Die auf die Berliner Republik folgende Phase, die man vielleicht Erfurter Republik nennen wird, könnte angesichts der ihn erwarteten Problemlast noch schneller wieder erledigt sein als die Weimarer Republik.

Laurenz

3. Mai 2026 00:06

@Carsten Lucke ... Fluch? ... Ach Quatsch. Einfach kann jeder Depp. Ohne Deutsches Desaster wäre die Existenz der AfD sinnentleert. Die Tretminen der Regierungsverantwortung liegen nicht in den politischen Korrekturmaßnahmen, sondern zB in der Beamtenschaft & im Öffentlichen Dienst, inklusive der dort beheimateten Parteibücher, wie mit versiegenden Fördermitteln des Bundes für AfD-regierte Länder. Die Symbolfiguren der Junta, Klingbeil & Merz, begingen einen entscheidenden Fehler. Einsparungen bei Rente, Gesundheit & Familie (Ehegattensplitting) bei jenen, die das alles finanzieren & den eigenen Wählern (Rentner), während für Krieg, Gott & die Welt, Migranten, Supras (UNO, NATO, WHO), BigPharma, NGOs, Rüstungslobby, Beamte, Öffentlicher Dienst, die Mittel weiter ungehemmt, unkontrolliert & ungebremst aus der Gieskanne oder einem Wasserfall zur Regenzeit strömen. Da man Beamte & Mitarbeiter des ÖDes nicht einfach so kündigen kann, wird der AfD nichts anderes übrig bleiben, als Witschaftsbetriebe mit Wertschöpfung zu etablieren, in die man 3/4 nutzlose Staatsdiener überführt, zB der Bahn. Man kann an Orban, Milei, PiS, Trump gut rechte Fehleranalyse betreiben. Mittelfristig wird der AfD nichts anderes übrig bleiben, als den € zu verlassen, weil man anders nicht die Schulden stemmen kann. Bewundere die Disziplin eines jung gebliebenen Dr. Baumann (*1958) gnadenlos ein Thema nach dem anderen zu beackern.

Michael Schulz

3. Mai 2026 01:22

Wer erzählt, dass dieses gesamtes System noch irgendwie zu retten ist, derkann genauso erzählen, er glaubt noch an den Weihnachtsmann. Das gesamte rechte Lager ist leider nicht in der Lage die systemischen, nicht heilbaren Risiken, zum Beispiel des Finanzsystems zu analysieren und zu verstehen. Der AfD kann und wird das auch nicht heilen, aber ihr wird man am Ende noch die Verantwortung in die Schuhe schieben. Nur weil sich niemand auch nur die Mühe macht, vorher zu verstehen, was die wirklichen Hintergründe sind. Es ist mathematisch nicht möglich, aber Journalisten und Politiker haben offensichtlich mit der Mathematik alle irgendwie die gleichen Probleme. 

das kapital

3. Mai 2026 04:30

Es sind soviele Teilstrategien der Zerstörung zu Lasten unseres Landes durchgezogen worden, dass ein Deutschland, wie wir es geliebt haben,nicht mehr entstehen wird. Selbst bei einer Alleinregierung der AfD im Bundund in den Ländern bleibt die Schadenstiftung seit 1990 durch alles, was sich an Deutschland vergangen hat. Deutschland wird nie wieder so leistungsfähig sein, wie es am 3. Oktober 1990 war.Ursachen u.a. Maastrichter Verträge zur Entmachtung von Mittelschicht und Mittelstand inclusive EU Euro und EZBKeine Sicherung der Außengrenzen und Förderung der unqualifizierten außereuropäischen Massenmigration seit 2015.Energiewende ins Nichts seit 1998 inclusive Stillegung und Sprengung der KraftwerkeUS amerikanische Geopolitik, welche den Krieg in der Ukraine anheizt und schürt, Deutschland, Europa, den Persischen Golf zu unsicheren Orten machtEnergiestrategie der USA Nordstreamsprengung abschneiden der russischen Energie Venezuela einkassieren Vernichtung der Energieinfrastruktur im persischen Golf.Das alles bleibt und wirkt weiter und wird auch weiterbetrieben bei einer Alleinregierung der AfD. Die Substanz i s t schon weg. Wenn die Mehrheit der Wähler aufwacht, ist eine echte Stunde Null mit echter Verarmung. Care Pakete gibt´s nicht mehr.

Mitleser2

3. Mai 2026 08:38

Hoffnungsvoller Beitrag. Es sind aber immer die gleichen Fragen, und die Antworten (auch hier) schwanken zwischen Euphorie und Defätismus. Natürlich ist Deutschland herabgewirtschaftet, aber es ist noch viel Substanz da, von der gelebt werden kann (Fahren Sie durch Oberbayern). Deswegen sind auch die letzten Landtagswahlen ausgegangen wie immer. Ich würde meinen, die AfD sollte nicht zu früh in eine Verantwortung kommen müssen, sondern erst dann, wenn nicht nur die Unterschicht massiv betroffen ist. Denn dann kann sie nicht so leicht als Sündenbock für unpopuläre Maßnahmen (die nötig sein werden) herhalten. 

Andreas J

3. Mai 2026 08:49

„Hoffnung bereitet die Bereitschaft immer breiterer Schichten, endlich begreifen zu wollen [...] warum sich so vieles so unverhohlen verlogen anhört.
Ein Grund dafür ist für mich, dass in Deutschland de facto längst ein Zweiparteiensystem existiert, also auch ein Hybrid, zusammengesetzt aus der AfD und der „Anti-AfD-Partei“, sozusagen einer virtuellen Einheitspartei, der Leute wie Kubicki, Merz, Söder angehören, die dies aber in einer unendlichen Ablenkungskomödie kaschieren wollen. 

Dieter Rose

3. Mai 2026 09:13

Allein ein Blick auf's Stadtbild lässt an Änderung zweifeln...und dann die Geburtenrate.
Da meint ein Kubicki, Demokratie nach Schweizer Art würde helfen. Der wird sich wundern, was da das Ergebnis ist!
 

Le Chasseur

3. Mai 2026 09:25

@das kapital
Ergänzend zu Ihrem Beitrag bzgl. Energiestrategie der USA/ Nord Stream-Sprengung: Lubminer Kraftwerk wird in die Ukraine verschenkt
"Der Betreiber eines Kraftwerks im Lubminer Industriehafen (Landkreis Vorpommern-Greifswald) will die stillgelegte Anlage an einen ukrainischen Kraftwerksbetreiber verschenken. Bis 2022 wurde mit ihr Strom produziert, um Gas zu erwärmen, das von Russland in Lubmin durch die Nord-Stream-Pipelines angelandet wurde."
Es ist einfach nur grotesk.
 

RMH

3. Mai 2026 09:31

"Die Substanz i s t schon weg"
Wenn es so wäre, braucht man auch keine AfD, dann braucht man keine Partei. Natürlich steckt der Karren fest im Dreck & Substanz schwindet. Landesregierungen haben auch nur begrenzte Wirkmöglichkeiten etc. Dennoch sollte man nicht immer so gnadenlos schwarz-weiß zeichnen. Im Übrigen befremden mich öffentliche Diskussionen um die Stunde X/0, wie auch immer man es nennen mag. Das Verteilen eines schorfigen, von Haarausfall mit kahlen Stellen geplagten Felles eines Bären, bevor er erlegt ist. Ebenso befremden mich endlose öffentliche (!) Strategie-Beiträge, die regelmäßig kommen. Manches hat man intern zu besprechen. Richtig sind Interviews, wie das genannte von B.H., welches eigentlich nur den Nachteil seiner Länge hat. Aber jeder kann sich jetzt ein Bild machen. Die AfD hat jetzt das Doppelspiel zu betreiben, einerseits nach wie vor beinharte Opposition zu sein, die Finger immer wieder in die Wunde zu legen aber andererseits auch Hoffnung zu verbreiten, positiv zu wirken (ist das hybrid?). Die Pläne in der berühmten Schublade mögen der eigenen, inneren Selbsvergewisserung der eigenen Reihnen dienen, damit sie positiv wirken, aber am Tag X wird man das meiste davon wegwerfen können, weil die Realität dann alles überholt. 

Valjean72

3. Mai 2026 10:12

Das Interview habe mir natürlich in voller Länge angehört und bin der Auffassung, dass es einen Wendepunkt der Bundesrepublik markieren kann.
 
Die enormen bis phänomenalen Aufrufzahlen sprechen für sich und können von den etablierten Medien nicht einfach abgetan werden. Deren Deutungshoheit erodiert vor unseren Augen.
 
Von YT wurde mir heute eine Rede von Thorsten Frey (CDU) empfohlen, Anlass: 70 Jahre BND. Hochgeladen vor 2 Tagen vom BND-Kanal, Aufrufe: knapp 700.
 
Ein weiteres Video, welches heute bei mir bei YT auftauchte, war ein Interview von Jasmin Kosubek mit  Dieter Stein. Titel "Höcke wäre besser Lehrer geblieben!"
 
Ich konnte nur ein paar Minuten verfolgen. Frau K. springt mit dem gewählten Titel berechnend auf den Höcke-Unscripted-Zug auf und aus Herrn Steins blassem Auftreten trieft förmlich die eingeprägte CDU-Sozialisierung.
 
Offensichtlich hat er es immer noch nicht überwunden, dass die AFD nicht schon längst als Juniorpartner mit der CDU regiert.

Laurenz

3. Mai 2026 11:21

Nur mal so zur Info für Apokalypse-Experten auf der SiN. Deutschland hat 3 Bio. € (3.000.000.000.000,--) Staatsschulden. Die Deutschen besitzen 9,5 Bio. € liquides Vermögen, 1,15 Bio. € an Gold (die Bundesbank besitzt Gold im Wert von 425 Mrd. €) & die Deutschen besitzen 12 Bio. € an Immobilien-Vermögen, mit Grundstücken insgesamt 19,4 Bio. €. Den reichsten 10% gehört mehr als 50% des ganzen & den ärmsten 8% gehört nichts. Also bis das alles verfressen oder geklaut ist, dauert noch ein bißchen, auch wenn das den ganzen Kommunisten in der SPD, Union & bei den Grünen nicht schwer fällt.

Franz Bettinger

3. Mai 2026 11:54

Ärmel hochkrempeln, ihr Memmen! Wer ein Warum erkennt, erträgt fast jedes Wie. 

RMH

3. Mai 2026 12:04

Das "unscripted" Interview hätte eine gesonderte, einzeln darauf gerichtete Debatte verdient. Hier im Strang geht sonst wieder einiges durcheinander.

Karl

3. Mai 2026 12:26

In der Analyse fehlt m.E. ein zentraler Aspekt, den die aktuelle Druckausgabe der Sezession unter dem Titel „Bundeszwang“ ausführlich behandelt: Selbst bei einer AfD-Mehrheit in einem Bundesland stehen dem Bund mit Art. 37 Abs. 1 GG (Bundeszwang) und Art. 91 Abs. 2 GG (innerer Notstand; Bundesuntervention) scharfe Instrumente zur Verfügung. Die Bundesregierung kann mit Zustimmung des Bundesrates notwendige Maßnahmen ergreifen, um ein Land zur Erfüllung seiner Bundespflichten zu zwingen – bis hin zu direkten Weisungsrechten gegenüber allen Landesbehörden. Im Extremfall kann sie faktisch Teile der Landesexekutive entmachten. Wenn ernsthaft über eine „Machtübernahme“ in einem Land nachgedacht wird, müssen solche Szenarien wohl mitbedacht werden. Sonst bleibt die hybride Phase nicht nur ein Übergang, sondern wird zur Falle. Vielleicht könnte der eine oder andere Jurist unter den Kommentatoren diesbezüglich einmal Stellung nehmen?

Diogenes

3. Mai 2026 12:55

"Der hybride Zustand, ...Das muß verinnerlicht werden. Denn keinesfalls darf eine Partei von der Potenz der AfD in diesem Stadium verharren. Man ist auf dem Sprung, das ist keine Position, und während man springt, hat man sich auf die Landung vorzubereiten."
 
 
Warnung vor Sprüngen die zu lange andauern in der Politik: Der Aufprall wird verdammt hart und ist wohl oder übel mit Knochenbrüchen verbunden, wenn die Abrolle nicht bewerkstelligt wird (siehe Fallschirmjäger). Wucht und Prall werden aber hoffentlich auch jene absplittern lassen, die zu schwach, d.h. ein zu dünnes Fell, für Volkes Auftrag haben/sind, der da heißt: Deutschland nicht nur dem Namen nach regieren sondern Deutsche Staatspolitik mit Inhalt füllen. Das leere Gefäß des Beutestaates der antideutschen Altparteieien erfüllen und in den Grundfesten erschüttern mit mit dem Donnerknall der Landung und des anschließenden Wiederaufrichtens in eine Position und Lage die es unserer Politik ermöglicht mit Adlerblick und Wolfszähnen - Fähigkeiten der Wacht und Acht - über des Deutschen Interessen in der Welt zu wachen. Deutschland wieder zum Ort zu machen der weit über materialistische Ansprüche hinausgeht. Wohlsein hat etwas mit Gewachsen-heit und Geborgenheit zu tun - Kein eisenkalt-materialistisches System kann die Liebe und das Empfangen dieser jener Liebe ersetzen die Volkes Ursprung zum Kern hat. Heil und Wohl wünsche ich Deutschlands Sache und Ruin allen Widersachern und Widerständen!

Ekstroem

3. Mai 2026 13:35

Danke für den Artikel, werter GK. Mir fiel eine Episode mit Höcke ein, in der er, nachdem er das "Interview" mit einem unverschämten Journaillisten abbrach, zum Interviewer sagte, er werde ihm nie mehr ein Interview geben. Als der daraufhin fragte, warum ihn das kümmern solle, meinte Höcke sehr bestimmt, daß er (B.H.) ja vielleicht mal eine wichtige Rolle in diesem Land spielen würde. Diese Möglichkeit ist realer geworden. 

Laurenz

3. Mai 2026 15:03

@Ekström ... Das geht nicht nur Bkörn Höcke so, sondern auch anderen Leuten. https://youtu.be/8aOh2W4VPCQ ... @Karl ... wenn die AfD in Sachsen-Anhalt an die Regierung kommt, wird sie mit aller Wahrscheinlichkeit auch in Mecklenburg-Vorpommern an die Macht kommen. Ob es dann überhaupt noch eine Regierung Merz gibt, bleibt fraglich. Recherchieren Sie, wie es Otto Schily erging, der als Innenminster das Beamtenrecht ändern wollte. Das Beamtenrecht ist zwar in die Verfassung geschrieben, aber mit einfacher Mehrheit änderbar. Wenn die AfD nicht im September in Sachsen-Anhalt an die Macht kommt, geht es weiter, wie gehabt. Höcke & Co. kennen mittlerweile die Abläufe & wissen auch wo die Stellschrauben des Systems sind. ... @Diogenes ... warum machen Sie Sich Sorgen, wenn die AfD landet? Runter kommt man immer. ... @RMH ... muß Ihnen zustimmen, wir sind hier in einem von Grünen besuchten virtuellen Bistro. Irgendeiner wird uns noch die Ewige Verdammnis ankündigen. Mit den Kameraden hier,wären wir nie bis Tannenberg gekommen & hätten die Flotte gleich in Kiel versenkt. Sie sind also der Ansicht, wir sollten mehr auf das Höcke-Interview eingehen? Bei Compact gibt es eine ganz gute Zusammenfassung. Dann schildern Sie doch bitte, wie Sie Sich das vorstellen?

ofeliaa

3. Mai 2026 15:41

Wer hat gesagt, dass nur sogenannte Experten ihre Meinungen und Strategien teilen und verteidigen dürfen? Ach ja, das war ja der Mainstream, der immer wieder Experten ins Feld führt, die zwar etwas studiert haben, am Ende des Tages aber lügen und uns kollektiv ins Verderben reiten. Genau dies schätze ich an nicht-mainstream Diskursen - dass hier eben auch der normale Bürger seine Strategieansätze mitteilen und darlegen darf. Es kann nicht sein, dass nur ein paar Eliten alles in Hinterzimmern besprechen oder dass man grundsätzlich Politikwissenschaften oder was studiert haben muss, um mitreden zu können oder zu dürfen. 

Schobbepetzer

3. Mai 2026 16:24

@Franz Bettinger und Laurenz
genauso ist es. Das Interview ist ein Meilenstein. Keinen Zentimeter zurück, die grundsätzliche Frage stellen, es geht nicht um etwas mehr Markt in der Wirtschaft oder weniger. Es geht um die Fragen die uns definieren, woher kommen wir, was waren wir und was wollen wir sein.
Dafür bin ich bereit alles zu geben.

Majestyk

3. Mai 2026 16:46

In den östlichen Ländern (ohne Berlin) leben 14,85 Prozent der Menschen in diesem Land. Etwas mehr als in BW, weniger als in BY oder NRW. Um im Bund zu regieren, muß man mindestens eines der großen drei Länder für sich entscheiden. Politische Akzente setzen kann man im Osten. Gesamtdeutsche Wahlen werden im Westen gewonnen und zwar nicht durch Wessi-Bashing. Da muß die AfD sich entscheiden, wen sie vertreten will, den Osten oder Gesamtdeutschland.
Warum die AfD zwangsläufig scheitern muß, erschließt sich mir nicht. Der Beamtenapparat wird, wie es sich für gute Opportunisten gehört, die Musik spielen, für die er bezahlt wird. Die Demografie kann die AfD nicht über Nacht neu gestalten, aber sobald der Aderlaß ins Ausland, in all die NGOs, zu all den nichtarbeitenden Migranten beendet ist (dafür braucht man nicht lange), ändern sich Rahmenbedingungen. Sämtliche Vorschriften kann man in den Müll schmeißen. EU-Bevormundung wird es keine mehr geben, ohne deutsche Finanzspritze. Dann bleiben Mittelständer drin, mancher Betrieb kommt zurück. Lehrpläne kann man ändern und schwups hat man in fünf Jahren schon ein anderes Land. Bunter als 1990, aber lebbar. Belohnt werden dann ja nur noch Ausländer, die Deutschland positiv gegenüber stehen. Die gebärfähigen Frauen werden ohne Staatsalimente auch wieder normaler werden und die Omas gegen rechts schickt man in Rente. 
Dazu muß die AfD allerdings ihre Sozialdemokratisierung beenden. Für zwei Schritte zurück lohnt sich der Aufwand nicht.

Guilelmia

3. Mai 2026 16:47

Was ich mich frage, über die nächste Wahl hinaus: Wo verortet sich Thüringen – im römisch-katholischen Westeuropa oder im russisch-orthodoxen Osteuropa? Ein dritter Weg wäre vielleicht, jenseits von Bayern, ein a-theistisches Mitteleuropa...
Ich vermute jedoch, dass die Thüringer vor allem eines wollen: unter sich sein und bleiben. Na, wenn es sie an der Erlösung teilhaftig werden lässt!

Diogenes

3. Mai 2026 17:18

"... @Diogenes ... warum machen Sie Sich Sorgen, wenn die AfD landet?"
 
Weil es zur allgemeinen nationalpolitischen Lagebeurteilung dazu gehört zu wissen, wo, wie und wann die Landung eines Transportmittels Platz nimmt. Denken Sie nicht? 

Diogenes

3. Mai 2026 17:32

Lass Ekstroem in Ruhe, Laurenz. Der hat mehr auf dem Kasten bzw. im Herzen als deine Klugscheißerei je hier bieten kann! 

RMH

3. Mai 2026 19:09

"Sie sind also der Ansicht, wir sollten mehr auf das Höcke-Interview eingehen? Bei Compact gibt es eine ganz gute Zusammenfassung. Dann schildern Sie doch bitte, wie Sie Sich das vorstellen?"
@Laurenz,
ganz einfach, neuer Beitrag, 3 Zeilen Einführungstext, eingebetteter link zum Video. Danach Debatte eröffnen. Fertig. Habe nach dem Interview schon ein zwei Punkte, die man mit der Debatten-Gemeinde austauschen könnte und vermutlich geht es anderen auch so. Hier an dieser Stelle ist das Thema aber ein anderes. 

Laurenz

3. Mai 2026 19:10

@Ofeliaa ... zugegeben zitiere ich manchmal auch gerne, zB Pemsel, Castaneda oder Hellinger, bei Tichys (zB bei Achijah Zorn) auch in ziemlich harten Debatten Tacitus & Paulus, halt je nach Thema. Aber im Grund erachte ich es als das Beste, um das Verb @RMHs zu gebrauchen, wenn sich hier jeder selbst droppt. Experten, die abhängig bezahlt werden, sind nur Sales-Experten. Sie & ich kommentieren hier freiwillig & GK lebt von Seiner Lesekundschaft, wenn wir hier eine Abhängigkeit sehen wollen. Die ist aber in einer Nische des Büchermarkts gestreut.

Dietrichs Bern

3. Mai 2026 19:11

Ich bin zunächst ein großer Fan davon, Bärenfelle erst zu verteilen, wenn man diese tatsächlich erobert hat. Ich rechne deshalb zunächst für eine weitere Wahlperiode mit einer Sozialistischen Einheitspartei aus allem, außer AFD. Das muss die Partei aushalten. Sollte die Partei irgendwann in Regierungsverantwortung kommen, muss sie schnellstmöglich irgendwas umsetzen, was sich der gemeine Bürger wünscht und nicht umgehend in Beutegeschacher verfallen. Da bleibe ich die Landesverbände z. B. in Bremen und Bayern als mahnende Beispiele skeptisch. Immerhin bleibt es spannend.

Franz Bettinger

3. Mai 2026 19:45

Natürlich muss man an Gott glauben. Nicht an irgendeinen der 99 auf Erden herum geisternden, sondern an den einen Richtigen. Ohne diesen blinden Glauben geht gar nix (irony off). - Die Zustände heute ähneln in der Tat der prophezeiten Apokalypse, und wir Rechten sind die Katechone darin, die sich gg das Unglück, das Satanische stemmen. Werden in naher (?) Zukunft zur Rechten Gottes sitzen... denken zurecht viele fundamentale Christen, und es ist mir ohne Quatsch ein Trost, dass es so sein könnte. Wir Katechone sind entwaffnet worden. Wir haben keine Schwerter mehr im Gürtel, mit denen wir dem ein oder dem anderen Widerling ein Ohr abhauen könnten. Wir können nur dreierlei tun: Rechts wählen, für das Rechte werben, und das Rechte tun. Pessimismus oder Nihilismus: keine Optionen. Werden sehen, was passiert, wenn AfD dann mal regiert. Damit wir dann an guten Tagen uns selbst und anderen nicht mehr soviel schaden, wäre labend. Bis heute Abend! (Bin schon der heran donnernden Poet’s Night verfallen.)

Ordoliberal

3. Mai 2026 21:22

@RMH "Das "unscripted" Interview hätte eine gesonderte, einzeln darauf gerichtete Debatte verdient. Hier im Strang geht sonst wieder einiges durcheinander."
Volle Zustimmung. Das Interview war beeindruckend. Höckes Auftritt ist inzwischen sehr professionell, ohne an Radikalität zu verlieren. Ich kann alles unterschreiben, was er sagt. Leider habe ich nicht ein einziges Mal das Wort "Markt" von ihm gehört. Da merkt man, dass er eben sein ganzes Leben lang Beamter und Intellektueller war. Mehr Souveränität für Deutschland? Ja. Mehr Selbstbewusstsein als Deutscher? Ja. Tradition als evolutionärer Prozess von Versuch und Irrtum? Ich höre Hayek sprechen! Ich wünschte, Höcke würde mal ganz prominent und explizit erklären, dass das nicht nur für die von ihm so geliebten kulturellen, sondern auch für die wirtschaftlichen Institutionen gilt. Schluss mit dem Interventionismus! Schluss mit der Sozialdemokratie!
Sehr erfrischend: Sein Wunsch, wieder frei reden zu können. Den Tugendterror zu beenden. Das ist die Grundlage von allem. Denn dann wird sich zeigen, dass die kulturelle Wende in vielen Köpfen schon längst vorbereitet ist. Es traut sich nur keiner, offen darüber zu reden. Die Deutschen sind Herdentiere. Laufen nur genug in eine andere Richtung, folgen alle anderen.

Ordoliberal

3. Mai 2026 21:25

@Diogenes: Kein eisenkalt-materialistisches System kann die Liebe und das Empfangen dieser jener Liebe ersetzen die Volkes Ursprung zum Kern hat. Heil und Wohl wünsche ich Deutschlands Sache und Ruin allen Widersachern und Widerständen!
Ihr sterbt wohl nie aus. 

Ein gebuertiger Hesse

3. Mai 2026 21:46

@Bettinger
Haha! All power to you. Berlin grüßt Neuseeland.

Laurenz

4. Mai 2026 06:11

@Dietrichs Bern  ... das sehe ich ganz ähnlich, wie Sie. Veränderungen passieren selten adhoc, wie der Mauerfall, sondern über Jahrzehnte. Natürlich eskaliert aktuell die Bundeskanzlei (ganz ohne Zutun der AfD) in den absoluten politischen Stillstand mit einer nie dagewesenen Geld-Vernichtung, was nur bedeutet, daß sich die seit 150 Jahren völlig lernresistente SPD immer weniger Zeit für immer mehr Geld ins politische nichts kauft. Neulich schrieb ich, jemand, wie Kolbe könnte den Kollaps ausrechnen, aber der verliert Sich im unwesentlichen Krypto-Thema. ... @Majestyk ... es gab vor vielen Jahren ein gutes Höcke-Interview bei 1%. Dort erklärte Er ziemlich gut, warum ein bevölkerungsarmes Bundesland in AfD-Hand ausreicht, um als Prototyp eine Veränderung des Zeitgeists beim gesamtdeutschen Wähler/Bürger zu bewirken.

Laurenz

4. Mai 2026 07:07

@Diogenes @L. ... Laß Ekström in Ruhe ... wer lesen kann ist, klar im Vorteil. Ich zeigte nur ein abgebrochenes Interview des begnadetsten Deutschen Fußballers aller Zeiten (*1990 in Greifswald geboren). Was wollen Sie von mir?  https://www.youtube.com/shorts/koy3xGlfmd4?feature=share Toni Kroos ist/war der größte Künstler im Fußball. Welchen Maßstab sollte ich Björn Höcke, als Politiker, sonst zumessen? Was ich Ihnen & anderen neulich schon vorwarf, ist, daß Sie über die AfD schreiben, ohne irgendetwas über die AfD zu wissen (Sie lesen ja nicht mal meinen Kommentar richtig). Sie haben nicht eine einzige Pressekonferenz aus Bund & Ländern gesehen. Kleiner Tip, abonnieren Sie die AfD-Fraktionen des Bundes & aller Länder auf YouTube. Dann bekommen Sie regelmäßig auch Dr. Berndt vorgeschlagen, immer sehenswert, bester Mann, so sehen Deutsche Helden in Wahrheit aus.

t.gygax

4. Mai 2026 08:50

@ordoliberal
Wer ist "ihr"?

RMH

4. Mai 2026 11:09

Die heiße Liebe von @Diogenes zum dt Volk kann ich nur als ideal-romantisch nachvollziehen, denn in der Praxis langt man sich deutlich häufiger wegen Verhaltens von dt Volksgenossen an den Kopf, als wegen solchem von nicht-dt. Gestern erst wieder passiert, ich wandere durch die schöne Flur, nirgends ein Schild, eine Einfriedung oder sonstiger Hinweis auf Privateigentum & werde aufs gossenhafteste vom biodt "Eigentümer" angepöbelt, warum ich da entlang gehe. Habe die einseitige Kommunikation mit dem bestimmten Hinweis, er solle doch mal versuchen, mich vom Weg zu entfernen, beendet. Danach habe ich den Vorfall rational eingeordnet & mich gedanklich daran erinnert, wer mir in den letzten 50 Jahren am meisten dumm gekommen ist, mit wem ich mich in jüngeren Jahre sogar prügeln musste (an die Petzen: alles verjährt) & wer mir Beine gestellt hat, intrigiert hat etc. Die Bilanz ist eindeutig & erschütternd, fast ausschließlich Bio-Deutsche & das, obwohl ich in einem frühen Epizentrum der Migration groß geworden bin & heute wieder lebe: Eigentlich müsste man sagen, Deutschland, Du hast es in der Mehrheit absolut verdient, da zustehen, wo Du stehst. Wenn man meint, Infamie & Dummheit sei nicht zu toppen, dann kommt sicher ein Dt daher & zeigt neue Maßstäbe auf ... siehe auch Wahlverhalten etc.

Waldgaenger aus Schwaben

4. Mai 2026 12:26

Auf der Seite dawum.de können Koalitionsmöglichkeiten durchgespielt werden. Stand heute wäre im Bundestag politisch nur eine CDU-SPD-Grüne Regierung machbar. Die Frage ist, ob die CDU /CSU da mitgehen würde. Es rumort jetzt schon gewaltig in der CDU/CSU. Merz hat gestern zugesagt, dass es mit ihm keine Steuererhöhungen geben wird. Bricht er dieses Versprechen genauso wie andere zuvor, wird es eng für ihn.
Ein weiteres Erstarken der AfD und der Linken könnte auch CDU-SPD-Grüne verunmöglichen. Dann wäre nur eine Viererkoalition mit den Linken oder falls die FDP es wieder schafft, mit der FDP möglich.  Meine Vermutung: In der CDU/CSU gibt es jetzt schon Planspiele für eine Minderheitsregierung unter Merz oder einem anderen Kanzler. Noch hätte die CDU/CSU die relative Mehrheit im BT. Nach der nächsten Wahl wird dies wahrscheinlich anders sein und die Option Minderheitsregierung ist vom Tisch.. Dann müsste die CDU/CSU mit zwei oder gar drei linken Parteien koalieren oder mit der AfD. Beides würde die  CDU/CSU wohl zerreißen. 

Ein gebuertiger Hesse

4. Mai 2026 12:51

@Laurenz
Was macht "Deutsche Helden" aus, eine gewisse Innerlichkeit? Und welchen Niederschlag hat das im Physiognomischen, im Verhalten?

Ekstroem

4. Mai 2026 13:25

Hier der Netzverweis zu dem Höcke Interview vom September 2019 mit dem ZDF:https://www.youtube.com/watch?v=YfTo4jgPveE&list=PLdPrKDvwrog7wYAkBfm7PvfJJpDPw-Acx&index=2  Zum Schluß fragte der Journaillist: "Und was könnte kommen? Wenn Sie sagen, wir wissen nicht, was kommt." Antwort Höcke: "Vielleicht werde ich auch mal eine interessante persönliche, politische Person in diesem Land. Könnte doch sein."

Marcus AC Severus

4. Mai 2026 13:56

Danke GK für den Text und für den Einsatz mit BH für Deutschland. 
Das Interview fühlte sich wie ein möglicher Joe-Rogan-Moment an. Unabhängig wie Menschen zu der Politik von BH stehen, kaum einer wird glaubhaft sagen können dass da nicht ein symphatischer, sorgvoller und fürs Land kämpfender Familienvater sprach statt dem Dämon den die MSM und Einheitsparteien gezeichnet haben. 
Ich habe es mir mehrmals angeschaut.
 
Ich hoffe dass die rechte Wende gelingt und das ganze wirklich zu einem Deutschland führt welches eine Zukunft hat und es gelingt Tradition mit Moderne zu verbinden.

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