All das war informierten Beobachtern natürlich bereits klar. Doch die öffentliche Aufmerksamkeit ist träge und die Mitte zurückhaltend. Die eindeutigen Schlagzeilen zur Einstellung der Ermittlungen und der Sieg der AfD-Bundestagsabgeordneten Gerrit Huy in Berlin sind jetzt der Anlaß, um die Kampagne auch im öffentlichen Bewußtsein zu beerdigen.
Fakt ist: Das Landgericht hat der Correctiv GmbH untersagt, die Behauptung eines „Masterplans zur Ausweisung von deutschen Staatsbürgern“ weiterzuverbreiten, und die Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungen ohne jegliches Ergebnis eingestellt. Auch der letzte Rettungsversuch von Correctiv, die Kampagne durch ein erneutes Theaterstück und die Aufführung bizarrer Kronzeugen zu retten, scheiterte.
Unverhohlener Ärger schien in der Berichterstattung von Blättern wie WELT, Berliner Zeitung und NZZ in den letzten Monaten durch. Man fühlt sich zu Recht mißbraucht. Die Substanzlosigkeit der linken Verschwörungstheorie über die „Protokolle der Weisen von Potsdam“ konnte auch mit der besten Inszenierung nicht dauerhaft überdeckt werden.
Daß die „Nie wieder“-Kampagne so kläglich in sich zusammengebrochen ist, folgt einem wiederkehrenden Muster. Von „Black Lives Matter“ bis zu „Fridays for Future“ erweist sich linkes Marketing und Campaigning als realitätsfern, hysterisch und übergriffig. Mit moralischem Bombast werden Tatsachen verdreht, aufgeblasen und narrativisch überladen. Wer dann nicht mitzieht, wenn die linke Zivilgesellschaft zum Aufbruch bläst, wird dazu als „Leugner“, „Schwurbler“ und „Extremist“ bezeichnet.
Am Ende stolpern diese millionenschweren Scheinriesen stets in das “Faktenloch”. Der Gründungsmythos gibt nichts mehr her. Man kann auch mit der größten Propagandamacht nicht frei über die Wirklichkeit verfügen. Das zeigt sich erneut am Beispiel von Correctiv – und ist ermutigend.
Linke Empörungskampagnen wirken nur in der Anfangsphase stark. Opportunistische und mutlose Gemüter lassen sich davon beeindrucken und geben nach. In einer kritischen Phase stand auch die AfD knapp davor, sich den Begriff Remigration, sogar in einer eigenständigen Definition, gänzlich verbieten zu lassen.
Doch im Sturm die Stellung zu halten, zahlt sich aus. Denn der Rückschlag, der auf diese Lügenkampagnen folgt, ist unübersehbar. Von Black Lives Matter über Fridays for Future bis zu Potsdam fügt der Rückstoßeffekt der linken Hegemonie großen Schaden zu.
Ziehen wir, mehr als zwei Jahre nach Potsdam, ein metapolitisches Fazit, so hat diese Kampagne unserem Lager eher genützt. Die AfD steht bei bis zu 29 %, und das, ohne ihre Positionen verschoben und ihre Ideale verwässert zu haben. Sie hat wieder eine idealistische und dynamische Jugendorganisation, die sich international vernetzt. Auch die Brandmauer bröckelt unaufhaltsam.
Erneut zeigt sich: Nicht Entgegenkommen, Unterwerfung und Selbstverharmlosung, sondern der Aufbau politischer Gestaltungsmacht ist der Schlüssel zum Erfolg. Remigration ist dazu ein international anerkannter Begriff geworden. Der „Remigration Summit“ hat sich zu einer der wichtigsten patriotischen Konferenzen Westeuropas entwickelt, die Spitzenpolitiker aus aller Welt vereint.
Auch mir persönlich hat die linke Kampagne nicht geschadet. Getreu meiner Maxime „immer in Bewegung bleiben“ nutzte ich die Dämonisierung als Treibstoff für deutschlandweite Lesereisen und Entlarvungsaktionen. Mein Buch, das neben Deutsch mittlerweile auf Italienisch, Spanisch, Portugiesisch und Englisch verfügbar ist, wurde zum Amazon-Bestseller. Und auch das Institut für Remigration, eine neue Denkfabrik, die am 1. Juni ihre Aktivitäten aufnahm, würde ohne Potsdam wahrscheinlich nicht in dieser Form existieren.
Auch hier bleiben wir der Maxime treu: Der nächste Schritt ist eine europaweite Bürgerinitiative “Save Europe Act”, die neben sicheren Grenzen und Remigration den Erhalt der ethnokulturellen Kontinuität der europäischen Völker fordert. Die Kampagnenseite erreichte in nur einer Woche mehr als 300.000 Unterschriften.
An dieser Stelle dürfen aber die vielen Menschen, die in ihrem beruflichen und familiären Umfeld durch Potsdam schweren Schaden erlitten haben, nicht vergessen werden. Dem linken Kampagnenapparat ist es vollkommen egal, wenn sie Rufmord begehen, Unternehmen zerstören und soziale Verwerfungen auslösen. Bei aller Freude über diesen narrativen Sieg dürfen wir die Schuldigen nicht so leicht aus ihrer Verantwortung entlassen.
Während die einen metapolitisch vorpreschen und Remigration in die Mitte der Gesellschaft tragen, müssen andere diese Kampagne akribisch aufarbeiten und die Schuldigen, wo es möglich ist, vor Gericht bringen. Vor allem Ulrich Vosgerau leistet hier bereits großartige Arbeit.
Diese rücksichtslose und verlogene Art der Kampagnisierung muß endlich Konsequenzen haben: wieder und wieder Lügen in den Raum zu stellen, nationale Hysterien auszulösen, gewaltigen Schaden anzurichten und dann einfach ungerührt weiterzumachen: Das darf sich nicht mehr lohnen. Das nächste Potsdam muß im Keim erstickt werden.
Maiordomus
Als gelegentlicher Kritiker von Ihnen, der in jungen Jahren vor Ihren Methoden keineswegs zurückschreckte, sie waren nie kriminell, kann ich Sie für die Hartnäckigkeit in dieser Auseinandersetzung nur beglückwünschen. Die Schikanen gegen Sie in der Schweiz habe ich immer als solche bezeichnet. Ich konstatiere überdies in Ihrem Argumentarium Jahr für Jahr Fortschritte, was Sie mir als altem Schulmeister nicht als Überheblichkeit von oben herab ankreiden sollen. Zu unserer Zeit kannten und respektierten wir Gramsci auch schon, bei freilich noch bedeutenderen Orientierungsdenkern, zu denen ich heute noch stehe, siehe meine Rückweisung an einen hiesigen Dauerschreiber, die Klassiker der Politik hätten heute keine gesellschaftspolitische Bedeutung mehr. Der von Ihnen verehrte Heidegger betraf meine "Diplomlektion" als Philosoph, bei immerhin über 40 Wortmeldungen von Abiturienten. Ich empfehle Ihnen gelegentlich ein meditatives Abwandern des einzigartigen Textes "Der Feldweg" in Messkirch, den eine Teilnehmerin meiner Kurse sogar von sich aus auswendig memorierte.