Die Akte Potsdam wird geschlossen

Die Akte ist geschlossen. Nachdem „Correctiv“ in Berlin gerichtlich abgekanzelt wurde, hat nun die Staatsanwaltschaft Potsdam ihre Ermittlungen zur sogenannten „Geheimkonferenz“ im November 2023 in der Villa Adlon eingestellt.

Weder Hochverrat noch Volksverhetzung liegen vor. Es gibt keine strafrechtlichen Konsequenzen. Auch jetzt noch reagieren einige Linke im Netz darauf mit Empörung. Doch die liberalkonservative Mitte folgt ihnen diesmal nicht. „Nie wieder ist jetzt“ zieht nicht mehr.

Martin Sellner

Martin Sellner ist Kopf der österreichischen Identitären Bewegung.

All das war infor­mier­ten Beob­ach­tern natür­lich bereits klar. Doch die öffent­li­che Auf­merk­sam­keit ist trä­ge und die Mit­te zurück­hal­tend. Die ein­deu­ti­gen Schlag­zei­len zur Ein­stel­lung der Ermitt­lun­gen und der Sieg der AfD-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Ger­rit Huy in Ber­lin sind jetzt der Anlaß, um die Kam­pa­gne auch im öffent­li­chen Bewußt­sein zu beerdigen.

Fakt ist: Das Land­ge­richt hat der Cor­rec­tiv GmbH unter­sagt, die Behaup­tung eines „Mas­ter­plans zur Aus­wei­sung von deut­schen Staats­bür­gern“ wei­ter­zu­ver­brei­ten, und die Staats­an­walt­schaft hat ihre Ermitt­lun­gen ohne jeg­li­ches Ergeb­nis ein­ge­stellt. Auch der letz­te Ret­tungs­ver­such von Cor­rec­tiv, die Kam­pa­gne durch ein erneu­tes Thea­ter­stück und die Auf­füh­rung bizar­rer Kron­zeu­gen zu ret­ten, scheiterte.

Unver­hoh­le­ner Ärger schien in der Bericht­erstat­tung von Blät­tern wie WELT, Ber­li­ner Zei­tung und NZZ in den letz­ten Mona­ten durch. Man fühlt sich zu Recht miß­braucht. Die Sub­stanz­lo­sig­keit der lin­ken Ver­schwö­rungs­theo­rie über die „Pro­to­kol­le der Wei­sen von Pots­dam“ konn­te auch mit der bes­ten Insze­nie­rung nicht dau­er­haft über­deckt werden.

Daß die „Nie wieder“-Kampagne so kläg­lich in sich zusam­men­ge­bro­chen ist, folgt einem wie­der­keh­ren­den Mus­ter. Von „Black Lives Mat­ter“ bis zu „Fri­days for Future“ erweist sich lin­kes Mar­ke­ting und Cam­paig­ning als rea­li­täts­fern, hys­te­risch und über­grif­fig. Mit mora­li­schem Bom­bast wer­den Tat­sa­chen ver­dreht, auf­ge­bla­sen und nar­ra­ti­visch über­la­den. Wer dann nicht mit­zieht, wenn die lin­ke Zivil­ge­sell­schaft zum Auf­bruch bläst, wird dazu als „Leug­ner“, „Schwurb­ler“ und „Extre­mist“ bezeichnet.

Am Ende stol­pern die­se mil­lio­nen­schwe­ren Schein­rie­sen stets in das “Fak­ten­loch”. Der Grün­dungs­my­thos gibt nichts mehr her. Man kann auch mit der größ­ten Pro­pa­gan­da­macht nicht frei über die Wirk­lich­keit ver­fü­gen. Das zeigt sich erneut am Bei­spiel von Cor­rec­tiv – und ist ermutigend.

Lin­ke Empö­rungs­kam­pa­gnen wir­ken nur in der Anfangs­pha­se stark. Oppor­tu­nis­ti­sche und mut­lo­se Gemü­ter las­sen sich davon beein­dru­cken und geben nach. In einer kri­ti­schen Pha­se stand auch die AfD knapp davor, sich den Begriff Remi­gra­ti­on, sogar in einer eigen­stän­di­gen Defi­ni­ti­on, gänz­lich ver­bie­ten zu lassen.

Doch im Sturm die Stel­lung zu hal­ten, zahlt sich aus. Denn der Rück­schlag, der auf die­se Lügen­kam­pa­gnen folgt, ist unüber­seh­bar. Von Black Lives Mat­ter über Fri­days for Future bis zu Pots­dam fügt der Rück­stoß­ef­fekt der lin­ken Hege­mo­nie gro­ßen Scha­den zu.

Zie­hen wir, mehr als zwei Jah­re nach Pots­dam, ein meta­po­li­ti­sches Fazit, so hat die­se Kam­pa­gne unse­rem Lager eher genützt. Die AfD steht bei bis zu 29 %, und das, ohne ihre Posi­tio­nen ver­scho­ben und ihre Idea­le ver­wäs­sert zu haben. Sie hat wie­der eine idea­lis­ti­sche und dyna­mi­sche Jugend­or­ga­ni­sa­ti­on, die sich inter­na­tio­nal ver­netzt. Auch die Brand­mau­er brö­ckelt unaufhaltsam.

Erneut zeigt sich: Nicht Ent­ge­gen­kom­men, Unter­wer­fung und Selbst­ver­harm­lo­sung, son­dern der Auf­bau poli­ti­scher Gestal­tungs­macht ist der Schlüs­sel zum Erfolg. Remi­gra­ti­on ist dazu ein inter­na­tio­nal aner­kann­ter Begriff gewor­den. Der „Remi­gra­ti­on Sum­mit“ hat sich zu einer der wich­tigs­ten patrio­ti­schen Kon­fe­ren­zen West­eu­ro­pas ent­wi­ckelt, die Spit­zen­po­li­ti­ker aus aller Welt vereint.

Auch mir per­sön­lich hat die lin­ke Kam­pa­gne nicht gescha­det. Getreu mei­ner Maxi­me „immer in Bewe­gung blei­ben“ nutz­te ich die Dämo­ni­sie­rung als Treib­stoff für deutsch­land­wei­te Lese­rei­sen und Ent­lar­vungs­ak­tio­nen. Mein Buch, das neben Deutsch mitt­ler­wei­le auf Ita­lie­nisch, Spa­nisch, Por­tu­gie­sisch und Eng­lisch ver­füg­bar ist, wur­de zum Ama­zon-Best­sel­ler. Und auch das Insti­tut für Remi­gra­ti­on, eine neue Denk­fa­brik, die am 1. Juni ihre Akti­vi­tä­ten auf­nahm, wür­de ohne Pots­dam wahr­schein­lich nicht in die­ser Form existieren.

Auch hier blei­ben wir der Maxi­me treu: Der nächs­te Schritt ist eine euro­pa­wei­te Bür­ger­initia­ti­ve “Save Euro­pe Act”, die neben siche­ren Gren­zen und Remi­gra­ti­on den Erhalt der eth­no­kul­tu­rel­len Kon­ti­nui­tät der euro­päi­schen Völ­ker for­dert. Die Kam­pa­gnen­sei­te erreich­te in nur einer Woche mehr als 300.000 Unterschriften.

An die­ser Stel­le dür­fen aber die vie­len Men­schen, die in ihrem beruf­li­chen und fami­liä­ren Umfeld durch Pots­dam schwe­ren Scha­den erlit­ten haben, nicht ver­ges­sen wer­den. Dem lin­ken Kam­pa­gnen­ap­pa­rat ist es voll­kom­men egal, wenn sie Ruf­mord bege­hen, Unter­neh­men zer­stö­ren und sozia­le Ver­wer­fun­gen aus­lö­sen. Bei aller Freu­de über die­sen nar­ra­ti­ven Sieg dür­fen wir die Schul­di­gen nicht so leicht aus ihrer Ver­ant­wor­tung entlassen.

Wäh­rend die einen meta­po­li­tisch vor­pre­schen und Remi­gra­ti­on in die Mit­te der Gesell­schaft tra­gen, müs­sen ande­re die­se Kam­pa­gne akri­bisch auf­ar­bei­ten und die Schul­di­gen, wo es mög­lich ist, vor Gericht brin­gen. Vor allem Ulrich Vos­ger­au leis­tet hier bereits groß­ar­ti­ge Arbeit.

Die­se rück­sichts­lo­se und ver­lo­ge­ne Art der Kam­pag­nis­ie­rung muß end­lich Kon­se­quen­zen haben: wie­der und wie­der Lügen in den Raum zu stel­len, natio­na­le Hys­te­rien aus­zu­lö­sen, gewal­ti­gen Scha­den anzu­rich­ten und dann ein­fach unge­rührt wei­ter­zu­ma­chen: Das darf sich nicht mehr loh­nen. Das nächs­te Pots­dam muß im Keim erstickt werden.

Martin Sellner

Martin Sellner ist Kopf der österreichischen Identitären Bewegung.

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Kommentare (83)

Maiordomus

16. Juni 2026 11:26

Als gelegentlicher Kritiker von Ihnen, der in jungen Jahren vor Ihren Methoden keineswegs zurückschreckte, sie waren nie kriminell, kann ich Sie für die Hartnäckigkeit in dieser Auseinandersetzung nur beglückwünschen. Die Schikanen gegen Sie in der Schweiz habe ich immer als solche bezeichnet. Ich konstatiere überdies in Ihrem Argumentarium Jahr für Jahr Fortschritte, was Sie mir als altem Schulmeister nicht als Überheblichkeit von oben herab ankreiden sollen. Zu unserer Zeit kannten und respektierten wir Gramsci auch schon, bei freilich noch bedeutenderen Orientierungsdenkern, zu denen ich heute noch stehe, siehe meine Rückweisung an einen hiesigen Dauerschreiber, die Klassiker der Politik hätten heute keine gesellschaftspolitische Bedeutung mehr. Der von Ihnen verehrte Heidegger betraf meine "Diplomlektion" als Philosoph, bei immerhin über 40 Wortmeldungen von Abiturienten. Ich empfehle Ihnen gelegentlich ein meditatives Abwandern des einzigartigen Textes "Der Feldweg" in Messkirch, den eine Teilnehmerin meiner Kurse sogar von sich aus auswendig memorierte.   

Laurenz

16. Juni 2026 12:34

@MS ... Über welche linke Medienmacht sprechen wir noch? Der Relotius verkauft noch 629k jeder Ausgabe, Tendenz fallend. Das ist zwar nicht nichts, aber von einer Macht bleibt nicht mehr viel. Deswegen drehen ja viele Linke auch am Rad. Der Relotius kommt aber auch nicht auf die Idee, seine Inhalte den Lesern anzupassen. Man meint immer noch, die überschaubaren Trottel, die dafür Geld hinlegen, manipulieren zu müssen. Es sind die Alternativen Medien, welche diese kultur-marxistische Berichterstattung aufgreifen & zerlegen, wie im Grunde zu ungewollter Reichweite verhelfen. ... @Maiordomus ... Sie verstehen mich völlig falsch. Ich habe nichts gegen Philosophen, hatte selbst einige gelesen. Es gibt auch gute Werke, welche das wesentliche der bekannten Philosophen-Schar zusammenfassen. Im letzten EK-Artikel hatte ich Ihnen Poschardt verlinkt. Der sagt im Gespräch mit Rieck Selbst, daß heute kein Mandatsträger der Zensur-Parteien mehr irgendwas an literarischer Kultur gelesen hat. Deswegen zweifle ich nicht Ihre heißgeliebten Philosophen an, sondern deren staats- & geopolitischen Einfluß. Sie zitieren eben selten jemanden, wie Burnham, der eine konkrete geopolitische Prognose abließ, die, wie sich zeigt, extrem an der Realität orientiert war. Poschardt & Rieck hatten, im Gegensatz zu Ihnen, Burnham gewiß nicht gelesen.

Karin Wendt

16. Juni 2026 13:47

Die Presseerklärung der Berliner Staatsanwaltschaft bezieht sich aber doch auf das Einstellen der Ermittlungen gegen Mitarbeiter von Correctiv? Oder?

Gimli

16. Juni 2026 13:49

Sieh an, die Gerichte arbeiten also (Pars pro toto?) unabhängig. Sie haben Recht erhalten. Ich akzeptiere das. Ich bleibe dennoch weiter misstrauisch. Es gibt Aussagen, die im Zusammenhang von "remigration" (ein unangenehmer Euphemismus) von Härten sprechen und meinen dabei nicht nur seelische und monetäre oder soziale. Meiner Erinnerung nach tätigte solche auch der hier immer gern als sanftmütig verkaufte Höcke. Ich bin Monikas link (danke danke) zu Leos Rede gefolgt und kann nur zustimmen. Ohne einen Hauch eigener Religiösität aber wohl massiv christlich geprägter Sozialisation kann ich im Rechten nichts entdecken, was dem NT gerecht wird. Im Gegenteil. Also: ich vertraue weiter auf diesen heutigen Rechtsstaat. Trotz dieses Urteils. 

Laurenz

16. Juni 2026 14:09

@Gimli ... wieso sollten die EU-Europäer, gut 5% der Erdbevölkerung den Ausschuß von 95% der Erdbevölkerung, welche in riesigen Ländern mit viel Platz hausen, in ihrem Zwergen-Reservat hier aufnehmen & integrieren? Das macht nur Dreck & braucht Energie, die wir nicht haben. Was soll das für einen Sinn ergeben? Wenn auch nur 1% der Inder zur Überzeugung kommt, abhauen zu müssen, weil es mit Pakistan zur Sache geht, sind das 14 Mio. Inder, die zu uns wollen. Bezahlen Sie doch Ihren humanistischen Ansatz & nehmen ein paar Migranten bei Sich zuhause auf.

lucianocali2

16. Juni 2026 15:12

Alles war doch nicht so wie behauptet? Die Gerichte haben das endgültig bestätigt? Doch hat die Potsdam-Kampagne ihr Ziel dennoch erreicht? Die weitere Dämonisierung von AFD und rechtem politischen Vorfeld? Der Schulterschluss von Staatsfunk und Politik funktioniert weiterhin? Ein Markus Lanz, der ausnahmsweise mal Marcus Bensmann beim Nebelkerzenwerfen über Potsdam nachdrücklich stoppt, hat davor Daniel Günther mit seinen Verdrehungen davonkommen lassen, sogar noch beim Beschönigen unterstützt? Gerichte haben im Fall Günther eine Lesart gestützt, die mit dem, was jeder Zuschauer sehen konnte, nichts mehr zu tun hatte? Das öffentlich-rechtliche Wahrheitsministerium ist weiterhin fest in der Hand des Staates und seiner 'NGOs'? Was macht Martin Sellner so optimistisch, dass die nächste Kampagne, diesmal vielleicht kurz vor der Wahl in Sachsen-Anhalt ihren Zweck nicht auch wieder erreicht? 

Christa

16. Juni 2026 15:32

@Laurenz: Als ich noch im Dunstkreis der guten Menschen verweilte, war es  ein linker Stadtabgeordneter, der nicht müde wurde, die Welt nach Deutschland holen zu wollen. Er selbst ein großes Haus, ein großes Auto und (Dank Frührente) mit 50 Jahren über 2000 Euro Rente monatlich recht wohlhabend, wollte niemanden bei sich aufnehmen. Solange andere für die negativen Folgen aufkommen müssen (z. B. meine Söhne) interessiert es diese Gutmenschen nicht. Ach ja: dafür haben diese Leute für Palästinenser sehr viel Verständnis. Da ich (wenn auch nur kurz) selbst Teil dieser Ideologen war, kann ich diese Leute nicht ernst nehmen. Ich war auf dieser Theatervorstellung im Thaliatheater und nahezu erschrocken über deren Einfältigkeit. Der Kultur-, und leider auch Wissenschaftsbetrieb, sind ebenfalls auf Linie. 

Der mit dem Wolf tanzt

16. Juni 2026 15:39

Die Akte Potsdam wird geschlossen, die Deutungshoheit über den herrschenden politischen Diskurs wurde mittels Narrativ - Pflege einmal mehr gesichert. Operation erfolgreich beendet.
Juristische Siege haben (anders als mediale Inszenierungen) keine gesellschaftliche Signal - Wirkung, und damit keinerlei Bedeutung für unsere Sache, sie sind Teil der Rechtsstaats-Simulation dieses Systems.
Kein Grund zur Hoffnung möchte man sagen... 

Laurenz

16. Juni 2026 15:53

@Christa @L. ... Danke für Ihre Antwort. Deswegen hat Milei die Bundesmittel für Unis um 70% gekürzt. Geld ist ein enormer Hebel. Art. 1 des Grundgesetzes ... Die Würde des Deutschen Steuerzahlers ist antastbar. Übrigens macht Spitzenkandidat Siegmund exakt damit Wahlwerbung im Wahlkampf zu Sachsen-Anhalt, Streichung aller sinnlosen Ausgaben. ... Der Kultur-, & leider auch Wissenschaftsbetrieb, sind ebenfalls auf Linie. ... Das war im III. Reich auch nicht anders.

RMH

16. Juni 2026 16:15

"Wenn auch nur 1% der Inder zur Überzeugung kommt, abhauen zu müssen, weil es mit Pakistan zur Sache geht, sind das 14 Mio. Inder, die zu uns wollen."
Es gibt auch ca. 23 Mio Inder, die katholisch sind. Das sind rein von der absoluten Zahl betrachtet ein paar Mio mehr, als es noch Mitglieder der katholische Kirche in Deutschland gibt. Damit ist dann auch klar, welche Perspektive der Vatikan und dessen Oberhaupt einnimmt. Ich kenne eine 16tsd Einwohner Stadt, von Haus aus katholisch, bei der die indisch-stämmigen Katholiken die Stadtkirche fest in der Hand haben (Sonntags ist die Messe wieder voll). Sah man auch bei der kürzlichen Fronleichnams-Prozession, da sind nur noch ein paar Einsprengsel von Einheimischen mitmarschiert. Nach Gottesdiensten treffen sich die indisch-stämmigen Katholiken zum Essen etc., sehr lebendiges, neues Gemeindeleben mit Familien, Kindern etc. Deutschland geht unter, aber der Katholizismus erblüht, wenn aus Sicht der Kirche die "richtigen" sich zu uns bewegen. Der Betrieb katholische Kirche bleibt, dass ist aus Sicht des Vatikan alles, was zählt. Amen.
PS: Weil wir es im anderen Debattenstrang irgendwie nicht abgeschlossen haben: Man Vergleiche die islamischen Pakistanis (= Inder!) in UK und wie die sich aufführen und andere Inder, die keine Moslems sind, als Migranten. Hier sind die, die katholisch (oder Christen) sind, die unauffälligsten. Und jetzt kann jeder sich aus diesen Fakten basteln, was er will. 

Laurenz

16. Juni 2026 16:55

@LucianoCali2 & Der mit dem Wolf tanzt ... Man muß das vielleicht anders verpacken, um bei Ihnen durchzukommen. Die 4,5 Stunden-Sendung Ben unscripted mit Höcke hat mittlerweile 6 Mio. dauerhafte Klicks erhalten. Diese enorme Reichweite hatten nicht mal alle ZDF-Sommerinterviews (mit Spitzen-Politikern) zusammen. Was will man mit einer Deutungshoheit bei Rentnern, die mit dem Arbeitsalltag der einstigen Republik eh nichts mehr zu tun haben. Diese Bastion an Altwählern geht den Zensur-Parteien auch noch verlustig, wenn man mit Kürzungen bei der Rente, Streichung der Witwenrente & Kürzung der Pflegegelder & steigenden Kassenbeiträgen punktet, welche die Renter voll alleine bezahlen müssen. Während die Mio. kostenlos Mitversicherten in der Türkei weiter volles Programm kriegen. Das sieht weder für die linke Deutungshoheit, noch für die BundesJunta im ganzen gut aus. MS liegt völlig richtig mit Seinem perspektivischen Optimismus.

Majestyk

16. Juni 2026 17:16

@RMH:
Im Prinzip beschreiben Sie, wenn auch vermutlich ungewollt, das Kernproblem bezüglich katholischer Kirche. Diese denkt nicht national, auch nicht in Ethnien, sondern bezogen auf die eigene Glaubensgruppe global. Damit gehört auch der Vatikan zu den Globaldaten. 

Majestyk

16. Juni 2026 17:23

@ Christa:
"Ach ja: dafür haben diese Leute für Palästinenser sehr viel Verständnis."
Dafür brauchen Sie aber nicht ins andere Lager schauen, auch hier vergeht kaum eine Diskussion, ohne die üblichen Nakba-Märchen.
"kann ich diese Leute nicht ernst nehmen"
Stimmt zwar im Prinzip. Die Konsequenzen von deren Wirken in Summe und über Jahrzehnte muß man sehr wohl ernst nehmen. Auch Leute, die lächerlich denken und reden können ein ganzes Land an die Wand fahren oder in Kriege verwickeln.

Maiordomus

16. Juni 2026 17:25

Gimli. Wenn Sie im Ernst glauben, die Bergpredigt könne als politisches Programm für eine Gesellschaft verstanden werden, statt als exklusive *Evangelische Räte", dann können Sie sich ein Auge ev beide ausreissen, wenn es Ihnen zum Ärgernis wird, können sich, wie Fundi-Märtyrer, freiwillig zur Abschlachtung zur Verfügung stellen, was zT. Täufer in St. Gallen 1526 praktiziert haben, als zunächst niemand sie hinrichten wollte, haben sie's selber getan, ist historisch dargestellt. Empfehle Ihnen nicht, bei Verohrfeigtwerden von Rechten oder umgekehrt als Rechter von Linken die andere Wange hinzuhalten, am absurdesten wäre es ökonomisch für Milliardäre, ihr Vermögen den Armen in 3. Welt zu verschenken, würde nach Gebrauch u. Verteilungsproblemen Zustrom zu uns noch erhöhen, auch wegen Werbewert v, "Grosszügigkeit". Lohnend, sich mal für ein Jahr, habe es getan, mit der Problematik des Fundamentalismus, ein Ausdruck, der ursprünglich die christlichen Wörtlichkeitsidioten meinte, sich ausneinanderzusetzen und die Resultate auf 100 Seiten im Eigendruck niederzulegen.  @L verwechselte frühe Christen mal mit Kommunisten, sie waren wie die Grünen eher betuchte Schicht, auch Poverello Franz kam aus reicher Familie.    

MarkusMagnus

16. Juni 2026 17:59

"Auch Leute, die lächerlich denken und reden können ein ganzes Land an die Wand fahren oder in Kriege verwickeln."
@ Majestyk
Ja, das sieht man gerade gut bei Trump. 
Im Übrigen habe ich auch Sympathien für die Palästinenser, weil unsere beiden Völker die Hauptopfer des Zionismus sind (Balfour-Erklärung).
Kein deutscher Patriot kann deswegen gleichzeitig Zionist sein. Ich hoffe da stimmen sie zu.
 

Maiordomus

16. Juni 2026 18:20

PS. Gimli. Das Opfer von Pater Maximilian Kolbe in Auschwitz war Handlung gemäss Nachfolge Christi in Richtung Bergpredigt. aber stellen Sie sich vor, er wäre politisch dazu verhalten worden, ev. sogar als Vernunft-Entscheid des Kommandanten von Auschwitz pro nützlicheren Familienvater, das wäre ganz sicher keine Handlung im Sinne des Evangeliums gewesen. Auch die  Gewissensentscheidung von Wittgenstein für die Armut eines Dorfschulmeisters anstelle einer Professur für ein Fach, dessen Fragwürdigkeit er theoretisch nachgewiesen hatte, die Philosophie, wo es besser wäre zu schweigen, war eine exklusive Gewissensentscheidung, keine politische Empfehlung, gesetzlich nach Möglichkeit lieber Dümmere Geisteswissenschaften (mit Pensionsanspruch) unterrichten zu lassen als Akt der Nächstenliebe, obwohl wir vielleicht bei Kriterien, "gesellschaftlich Benachteiligte, zB. Frauen anzustellen, Schwarze, Behinderte usw.", da und dort bei Unis das reine Leistungsprinzip preisgeben. Selbst an Schweizer Unis gab es solche Ausschreibungen, zwar nicht wörtlich so formuliert.   

deutscheridentitaerer

16. Juni 2026 18:21

@RMH
Es wird nicht ganz klar, ob sie bloß deskriptiv sein wollen, oder die katholischen Inder irgendwie als positives Phänomen werten. Ihr Vergleich zwischen Pakistanern und anderen Indern legt das nahe.
Ihre beschriebene Übernahme einer kleinen katholischen Gemeinde ist für mich ein absolutes Horrorszenario. Ich kann aus juristischen Gründen gar nicht schreiben, was das in mir für Gefühle auslöst. Sowas ist fast schon schlimmer als Pakistaner, weil in einem noch eigentlicheren Sinne ersetzen und damit noch nicht mal die Abwehrreflexe triggern wie es die Pakistaner tun.

Rheinlaender

16. Juni 2026 18:36

@Majestyk
Dass die katholische Kirche grundsätzlich nicht national denke, ist m.E. nicht ganz richtig. Die Nation wird im Rahmen einer angenommenen, bei der Familie beginnenden Kette von Bindungen zwar nicht als höchster Bezugspunkt des Menschen betrachtet, aber prinzipiell als Kultur- und Abstammungsgemeinschaft durchaus bejaht. Johannes Paul II. ging dabei so weit, die Nation als Erweiterung der Familie zu definieren und das Gebot, Vater und Mutter zu ehren, auf sie zu beziehen. Natürlich wird das von der ideologisch ganz überformten katholischen Kirche in Deutschland vollständig ignoriert, aber selbst Franziskus als Linksaußen äußerte sich durchaus positiv über die Nation und andere vorgelagerte Abstammungsgemeinschaften wie etwa diverse Stämme und Naturvölker.

Christa

16. Juni 2026 19:06

@Majestyk: die Konsequenz davon, dass ich, und zunehmend weitere Deutsche, diese Leute nicht ernst nehmen können ist, dass sie abgewählt werden. Dummheit fährt dieses Land in den Grund, dass es höchste Zeit für eine Veränderung wird. Sellner meint es ernst, Höcke meint es ernst. Bleibt nur abzuwarten, wie tatkräftig die AfD sein wird. Mit Höcke als Kanzler zumindest vorstellbar.

dojon86

16. Juni 2026 19:44

@Gimli Im NT steht eine ganze Menge, unter anderem auch die Apokalypse. Und diese läßt sich in Abschnitten als wüste Hassorgie gegen die Stadt Rom lesen. (Aus dem Gedächtnis zitiert: Die große Hure die auf den 7 Hügeln sitzt usw.) Für mich als Traditionskatholiken hat die katholische Kirche Europa recht eigentlich geschaffen. Jeder der vor einem Dom steht, sollte das begreifen. Darum hänge ich an ihr. Was in der Bibel steht, habe ich teilweise gelesen, die luthersche Bibelübersetzung habe ich auf Grund der Kraft ihrer Sprache immer bewundert, aber diese Ansammlung widersprüchlicher Texte als alleinigen  Handlungsleitfaden (solo scriptura) zu nehmen. Nein Danke ! Im übrigen war meine Erfahrung immer, wenn man mir auf die linke Backe schlägt, dann halte die rechte hin, ist ein sicheres Mittel noch eine auf die rechte Backe zu bekommen. Wenn sie das ausprobieren wollen, bitte sehr, aber lassen sie andere mit diesem Unfug in Ruhe.

RMH

16. Juni 2026 22:33

@deuterscheridentitaerer,
natürlich ist mein Beitrag im Schwerpunkt deskriptiv, denn er entspricht den Tatsachen, auch wenn es nicht meine Heimatgemeinde ist. Meine Freund, der mir die Bilder dazu schickte meint, dass es das Ergebnis einer gezielten Anwerbung von Arbeitskräften in entsprechenden indischen Gemeinden durch einen großen, örtlichen Arbeitgeber ist, der eben mit Christen die besten Erfahrungen machte und macht. Es ist kein kirchlicher Arbeitgeber. Ich selber halte solche Entwicklungen auch nicht für richtig. Auf der anderen Seite sind mir Menschen, die Sonntags die Messe besuchen lieber als andere, die noch viel mehr zu uns einwandern. Da fühle ich mich, trotz Kirchenaustritt, zu sehr der universalen Christenheit verbunden. Entsprechend "zerissen" ist auch der Eindruck, den meine Beiträge dazu abbilden.

FraAimerich

16. Juni 2026 23:10

@deutscheridentitaerer  -  Glücklicherweise müssen wir uns um Ihre Abwehrreflexe keine Sorgen machen. Die springen ja schon an, wenn Sie beim Arztbesuch ein Wartezimmer voller deutscher Senioren betreten müssen, wenn ich mich recht an Ihren legendären Boomer-Rant erinnere...

Gracchus

17. Juni 2026 00:13

Es entbehrt natürlich nicht der Ironie, dass der erklärte Atheist Gimli belehrt wird, dass die Ethik Jesu praktisch nichts taugt. Zugestanden sei, dass sie kein irgendwie staatspolitisches Programm darstellt - Ivan Illich zum Beispiel ist an der "Institutionalisierung der Nächstenliebe" schier verzweifelt. Ich greife zwei evidente "Prinzipien" heraus, erstens: Verzichte auf Rache (Vergebung), nur so wird die Spirale der Gewalt unterbrochen; zweitens: deine soziale Stellung sagt nichts über deine Stellung vor Gott. Die Beispielen - Wange hinhalten, Mantel geben, Meile laufen - ist - @Dojon86 - beziehen sich auf typische Sotuationen, und dann sind es Widerstandsgestens des Unterlegenen, der damit seinen Peiniger beschämt und seine Würde bewahrt.  

anatol broder

17. Juni 2026 00:58

bei einer religion mit einem gott und vielen seelen, die der gott bedingungslos liebt, besteht das kerngeschäft in der erhöhung der anzahl der seelen. die remigration besteht in der verminderung der anzahl der seelen. kirchen bekämpfen also sellners anliegen, weil es ihrem kerngeschäft entgegensteht.
die caritas erklärt den deutschen wohlfahrtsmarkt.
«die caritas ist der größte wohlfahrtsverband in deutschland. es gibt in deutschland sechs wohlfahrtsverbände, die eng miteinander in der bundesarbeitsgemeinschaft der freien wohlfahrtspflege (bagfw) kooperieren. sie alle unterstützen das soziale netz in deutschland. viele aufgaben übernehmen sie im auftrag des staates, erledigen sie jedoch in eigener verantwortung. 
als katholischer wohlfahrtsverband caritas ist unsere arbeit von der überzeugung getragen, dass jeder mensch als ebenbild gottes geschaffen wurde und damit eine unantastbare würde besitzt. ein positives menschenbild und solidarität mit allen menschen unabhängig von religionszugehörigkeit, herkunft, sozialem hintergrund, geschlecht oder sexueller orientierung sind daher unsere zentralen werte und basis unseres täglichen wirkens.»

ede

17. Juni 2026 01:34

Neben Richtern, die nicht gleich ihre Entlassung fürchten, sind 30% bundesweit schon ein Argument für Sellners Optimismus. Und natürlich die günstige geopolitische Lage.
@Laurenz hat zudem völlig recht, was die geplanten Kürzungsreformen bei den Sozialversicherungen anbelangt. Mir fehlt da jede Phantasie wie man die als Erfolg verkaufen könnte.
Leichtsinnigen Defätismus, wie kürzlich bei Siegmund auf der Bühne, nehme ich auch auf meinen kommunalen Ebenen war. Obwohl noch in der Mehrheit wird nicht mehr an den Sieg geglaubt. 
 

Laurenz

17. Juni 2026 06:38

@MarkusMagnus @Majestyk ... was die Zionisten angeht, mutieren Sie leider zum MarkusParvus. Sie zitieren korrekt die Balfour-Deklaration, aber dieser Alliierte Krieg war nur durch die übliche Verblödung Deutscher Politik möglich. Die Entscheidung zu einer Änderung des sogenannten Sentiments in den USA zu Lasten Deutschlands trafen die einflußreichen Diaspora-Juden, nicht die Zionisten. & der Preis war auch nicht Palästina, wie die Briten heute noch glauben, sondern das Britische Weltreich, mit dem die Briten den Kriegseintritt per se der USA bezahlten. Ihre Palästinenser mit uns zu vergleichen, die wir tausende Jahre schon hier leben, ist völlig lächerlich. Die Palästinenser unterscheiden sich als Eroberer 0 von Zionisten oder heutigen Israelis. Von 1864 - 1914 kolonisierten Schwäbische Templer die Region, was noch bis in die 30er nachwirkte & die Briten 1950 beendeten. Wollen Sie jetzt Baden-Württemberg mit Sanktionen belegen oder eine Kontaktverbot mit Württembergern aussprechen? Die Levante wechselte so häufig den Besitzer, daß dort nur das Recht des Stärken zählt. Und es ist selten dämlich, sich mit den Verlierern zu verbünden. Das kann auch nur wieder Deutschen geo-apolitischen Trotteln einfallen. Daß die Linke weltweit gegen Israel vorgeht, hat nur damit zu tun, daß Israel das Synonym für einen identitären Staat darstellt. Um Maiordomus zu zitieren ... MagnusParvus, mangelhaft, nicht versetzt.

Waldgaenger aus Schwaben

17. Juni 2026 10:40

Wenn Remigration zum Feldzeichen werden soll, hinter dem sich rechte (und junge) Kräfte in Europa sammeln, soll es mir recht sein. Wird es aber als Schibboleth benützt, das auszusprechen liberal-konservativen gesinnte Rechten gezwungen werden, dann wird es schwierig. 
Es ist und bleibt unklar, wer mit welchen Methoden remigriert werden soll. Selbst wenn konsistente Defintionen vorgelegt werden, besteht immer der Verdacht, dass diese zukünftig verschärft werden und am Ende Gruppen treffen, von denen jetzt noch nicht die Rede ist- bis hin zu "deutsch sprechenden Amerikanern", die sich weigern Selbstbezichtigungen abzulegen. 
Ich will und werde mir den Begriff nicht zu eigen machen und stattdessen Formulierungen wie "Hilfen für freiwillige Rückkehr" bevorzugen. Dass geltende Gesetze bezüglich Aufenthaltsrechte durchgesetzt werden müssen, ist eine Selbstverständlichkeit. 

FraAimerich

17. Juni 2026 11:23

@Laurenz: "daß Israel das Synonym für einen identitären Staat darstellt"
 
Sie sollten diese Phrase nicht ständig wiederholen. Sie wirkt schlicht abschreckend auf normale Leute und verleiht dem Begriff "identitär" einen unnötig schlechten Klang - sowohl was die Methoden Ihres "Musterstaats" angeht als auch die sich daraus ergebenden Konsequenzen.
Die gängig gewordene Unterscheidung zwischen "linken" Diasporajuden und "guten" israelischen Zionisten mag vielen gut ins Konzept passen, ist aber letztlich nur oberflächliche Effekthascherei - und historisch, gerade was die Palästinafrage angeht, ohnehin nicht anzuwenden. Letzteres ist zugegebermaßen ein rein akademisches Argument.

Gimli

17. Juni 2026 11:29

Altenheime, Baustellen, Personennahverkehr ... einfachste Beidpiele für Beschäftigungsverhälnisse mit Migranten. Aber auch die aktuelle WM und im der Apotheke findet man die, in der Betatung (IT oder Industriebau) dito. Wir - mein Umfeld (Famile, Kollegium, Bubble) - kommt damit gut klar. Was Christa dumm nennt oder nicht ernst zu nehmen, klingt mir einfach als Projektion eigenen Unwohlseins in der Nähe  zu "Fremdem" in Form von Unmut auf andere. Ich kann es ertragen, wenn angesichts von Krieg und Armut Menschen auf die Reise gehen. Gutmensch? Nö. Einfach Vertreter der hier so oft beschworenem abendländischen Werte. Viele der sich selbst hier so als Christen bezeichnenden Foristen leben die damit verbundenen Werte nicht.

dojon86

17. Juni 2026 11:33

@anatol broder Gott liebt seine Seelen und will mehr davon. Wenn das so ist, wie sieht's dann mit dem Kampf der Caritas gegen die Abtreibung und für intakte Familien aus ?

MarkusMagnus

17. Juni 2026 11:46

"Und es ist selten dämlich, sich mit den Verlierern zu verbünden."
@Laurenz
Sie haben auch gedacht das die USA den Iran besiegen. Und nun? 
Die Iraner haben standgehalten. Frechheit übrigens das die USA eine WM ausrichten dürfen nach dem sie ein Gastland überfallen haben. Wer dort unten gewinnt werden wir noch sehen. Ohne das abgepresste Geld aus den USA und Deutschland ist dieses Gebilde nicht einen Monat lebensfähig. Ich gebe Israel keine 10 Jahre mehr. 
Der Iran hat standgehalten wie damals die Chinesen und Nordkoreaner im Koreakrieg. 
"Die rechtsradikale israelische Zeitung Israel National News hat einen Meinungskommentar am Dienstag veröffentlicht, in dem verlangt wird, Israel soll Deutschland und den Iran mit Atombomben angereifen. Im Artikel steht, nur durch eine atomare Vernichtung von Deutschland und den Iran, mit 20 oder 30 Atombomben, können Israelis die Zerstörung des Staates verhindern."
https://de.sott.net/article/16568-Israel-soll-Deutschland-und-Iran-mit-20-oder-30-Atombomben-vernichten-Zeitung-Israel-National-News-veroffentlicht-Meinungsauerung
Geh mir weg mit Zionismus. 

tomasito

17. Juni 2026 11:53

@lucianocali2  Vielleicht wurde die AfD weiter dämonisiert, vielleicht (oder sogar sicher) bleiben bei vielen Menschen die nun gerichtlich widerlegten Vorwürfe als "wahr" im Gedächtnis haften und zementieren ihre Vorurteile gegen die Partei. Was jedoch viel wichtiger ist: über diese Nachteile hinaus überwiegen die Vorteile und dass sind mehr Prozentpunkte für die AfD. Das ist meiner Meinung nach viel wichtiger als die erwähnten Nachteile. Jede negative Mainstream-Schlagzeile, jede Diffamierung der Partei, ihrer Politiker und des Vorfelds ermutigt Wähler, die bisher noch zögerten oder noch nicht engagiert waren, ihre Stimme der AfD zu geben. Und das ist schlussendlich das Allerwichtigste!

RMH

17. Juni 2026 11:58

Noch einmal zurück zu Thema:
Der ganze Fall ist wie bei den Zeitungsenten, bei denen der Aufmacher groß auf Seite 1 kommt und das dementi, die Klarstellung, dann klein gedruckt irgendwann auf Seite 2. Im "Potsdam" Fall nur eben in größerem Ausmaß.
Wünsche der "Gegenpropaganda", dass ihr die Aufklärung des Propagandstücks durch weite Vebreitung gelingt. Aber wie bei jedem mit Schmutz bewerfen: Ein bisschen was bleibt immer hängen.

RMH

17. Juni 2026 12:08

"von Härten sprechen und meinen dabei nicht nur seelische und monetäre oder soziale."
@Gimli, der Staat, in dem Sie bereits heute so gut und gerne leben, setzt bei jedem Vollzug seiner Verwaltungsmaßnahmen auch Vollstreckungen mit "Härten" ein. Warum unterstellen Sie jedem, der ehrlicherweise auch auf "Härten" hinweist, mehr oder weniger, dass diese "Härten" härter sein werden, also über das hinausgehen, was ihr geliebter Staat bereits heute alltäglich verwendet?vIm Übrigen habe ich das Remigrationskonzept so verstanden, dass man Pull-Faktoren abstellen will & vor allem auf starke Anreize zur freiwilligen Remigration setzt. "Härtefälle" sollten dann im Ergebnis nur noch eine Minderheit darstellen. Und solche Anweisungen, wie die aus NRW, dass derjenige, der sich selber körperlich gegen eine Abschiebung wehrt, zur Belohnung bleiben darf, wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit unter einer AfD-Regierung nicht mehr geben. Aber wo ist das Problem dabei, wenn man sowas abschafft und nach Recht und Gesetz "vollzieht"?
https://www.bild.de/politik/inland/abschiebungen-wer-sich-gegen-die-polizei-wehrt-darf-bleiben-66c5b90bae4dcc0aa5ca7086

Mitleser2

17. Juni 2026 12:19

Ich wollte zu gimli im Nowak-Faden noch was schreiben. Da er auch hier aktiv ist: Ich bleibe dabei, dass er für mich ein Troll und Provokateur ist. Und selbst wenn die von ihm beschriebenen wunderbaren, multikulturellen Lebensumstände echt sein sollten, repräsentiert sein Soziotop nur einen winzigen Prozentsatz der Bevölkerung. Nimmt aber für sich in Anspruch, über den "Zurückgebliebenen" zu stehen. Warum sollten die von der illegalen Massenmigration Betroffenen auf diese Kreise Rücksicht nehmen, oder ihnen gar entgegenkommen? Diesen Kreisen muss an allen Stellen widersprochen werden.

dojon86

17. Juni 2026 12:45

@deutscheridentitäerer Wenn sie eine Tochter haben und in einer Gegend wie der von @RMH beschriebenen leben, sollten sie die katholischen Inder den Pakistanern vorziehen. Schon im Sinne ihrer Tochter.

Monika

17. Juni 2026 14:22

@Gimli Der juristische Erfolg in der Sache Potsdam wird die Linke nicht davon abhalten, weiterhin mit Lügen und Hetze über die Rechte herzuziehen und schlimmer. Er wird aber auch die Rechte nicht davon entbinden, sich einer Kritik aus christlicher Sicht zu stellen ( Gerade im Hinblich auf den christlichen Universalimus und die Menschenwürde). Hier gilt dann am Schluss nicht die gute Absicht, sondern : An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Insofern teile ich Gimlis Vorbehalt. Es geht @ Maiordomus nicht darum, die Bergpredigt als politisches Programm zu verstehen. Das meint weder der Papst noch Gimli. Allerdings hat die  christliche Soziallehre durchaus "Grundsätzliches zur Politik" zu sagen. So lautet ein Buchtitel von Oswald v. Nell-Breuning. Grundsätzliches, nicht Beliebiges.

dojon86

17. Juni 2026 16:27

@Christa @Gimli Fremdbild gegen Selbstbild einer Szene. Meine Erfahrung lehrt, dass das Fremdbild oft mehr der Realität entspricht. Denn wer kann sich selbst schon ungeschminkt ertragen. Das gilt für alle Seiten.

Laurenz

17. Juni 2026 16:53

@FraAimerich @L. ... Identitärer Musterstaat ... Sie verwässern die Debatte, Aimerich. Ich debattiere rein staats- oder geopolitisch, ohne jegliche Moral. Das hat mit den ganzen christlichen Israel-Fans auf der Achse nichts zu tun. China oder Ostasien funktionieren nicht viel anders, als Israel (mal abgesehen vom Wahlrecht). Würde Moral eine Rolle spielen, käme die Linke gar nicht mehr hinterher mit dem protestieren & canceln, weil man 3/4 des Planeten canceln müßte. Aber der Islam ist globalistisch, & deswegen für die Linke völlig ok, ganz egal, was der Islam an Opfern kostet. Aus historisch geopolitischer Sicht befindet sich der Westen in der Defensive, militärisch, wie ökonomisch, ein klares Resultat des Nachkriegs-Sozialismus & linkem Bürokratiewahns. Wir befinden uns wenn, am absoluten Beginn eines langsam einsetzenden Paradigmen-Wechsels, wobei die Bremskräfte der Oligarchie enorm sind & wir noch nicht wissen, ob wir das überhaupt überleben. Ich mag deswegen die Haltung der Israel-Basher auf der SiN nicht, weil sie nie unsere Interessenlage berücksichtigt. Wenn Israel scheitert, wollen Sie 2,5 Mio. Israelis aufnehmen? Wer beherrscht die Levante & das Öl/Gas des Nahen Ostens, irrelevant? Das kann nicht Ihr Ernst sein, Aimerich. Sie besitzen einfach 0 historisches Bewußtsein. Das besagte Bewußtsein kann ich vom Normalbürger nicht erwarten, aber von einem Kommentatoren auf der SiN sehr wohl.

Le Chasseur

17. Juni 2026 16:53

@Laurenz
"Und es ist selten dämlich, sich mit den Verlierern zu verbünden."
Ich kann mir nichts ehrenvolleres vorstellen, als im Kampf gegen den Menschheitsfeind zu fallen.
https://www.youtube.com/watch?v=qNRA_4DZDFc

Gimli

17. Juni 2026 17:33

Danke @ Monika.  Und @Mitleser: Vllt empfinden Sie mich als Provokateur, weil unser beider Ansichten so extrem weit auseinanderliegen. So oft und generisch hier alles als links bezeichnet wird, was mir in meinem Umfeld - Familie, Arbeit, Nachbarschaft (ja, Lorenz: wohlhabend), Kultur, Medien - begegnet, drückt das wohl eher aus, wie weit außen hier manche stehen. Von dort ist alles links. Wie es vom Nordpol überall nur nach Süden geht. Ich find das hier sehr spannend, teils gruselig fremd und ja, @ Monika, ich habe Vorbehalte bis Misstrauen gegen das meiste an Programm hier. Und biologisch geprägt wie mein Denken eben ist, komm ich nicht umhin, seit ich hier mitlese, dass unsere zivilisatorisch entwickelten Werte bei Stress schnell kippen und primitive (ist ursprüngliche, tierische) Verhaltensmuster treten zutage. Diese Arbeit an sich wollen viele nicht mehr leisten. 

ofeliaa

17. Juni 2026 17:49

In einem Bericht meinte M. Krah zum Thema Remigration, dass man sensibler mit dem Begriff umgehen und generell sensibler kommunizieren müsse... Da das eine sehr schwammige Aussage ist, frage ich mich, ob er ungefähr den Grad an Sensibilität meinte, mit dem Autos in Menschenmengen gerast sind, oder sensible Vergewaltigungen, oder ob er die Sensibilität meint, mit der Ausländer ihren Kindern die Wichtigkeit des Deutschlernens darlegen. Welche Sensibilität meint er? Woran dürfen wir Deutschen uns da sensibilitätstechnisch orientieren? 

Beta Jas

17. Juni 2026 19:17

@Gimli Nein, die Gerichte in Deutschland oder auch in Österreich arbeiten nicht unabhängig sondern sind Teil eines Staates. Das Gerede von "Unabhängigkeit" als Attitüde ist lächerlich und man merkt, das Ihnen dieses Urteil nicht gefällt. Aber ehrlich gesagt, finde ich auch rechte Aktivisten nervig die viel auf ein Urteil der Justiz geben, als wäre sie eine Instanz, die eine Art "TÜV" der eigenen Vorhaben durchzuführen hätte.

Beta Jas

17. Juni 2026 19:31

Die Diskussion um die Staatsbürgerschaften und ob Menschen diese wieder entzogen werden kann, finde ich verlogen – und zwar auf beiden Seiten.
Jeder, der seit 2015 eine Staatsbürgerschaft in Deutschland oder Österreich verliehen bekommen hat – man muss es auch auf Ebene der EU und der anderen Länder betrachten –, hat sie illegal verliehen bekommen und kam unter Vortäuschung falscher Tatsachen. Es fing damit an, dass Menschen auf den Kontinent gelassen wurden und dazu nonchalant das Asylrecht missbraucht wurde, um die eigenen, destruktiven, linksideologischen Fantasien auszuleben.
Jetzt wissen Linksextremisten im öffentlichen Dienst, was sie noch schneller tun müssen: die Staatsbürgerschaften verschleudern. Der „Marsch durch die Institutionen“ dieses Staates als zeitlose Anweisung und dessen Besetzung haben funktioniert.
Wenn ich Matussek in seiner Sendung höre, wie er meint, dass das mit den Staatsbürgerschaften falsch gewesen sei, und wie die linksradikale Seite das der anderen fälschlicherweise vorgeworfen hat, zeigt das die symbolische Bedeutung einer Staatsbürgerschaft.
Es sind Menschen – Männer, Frauen –, die aus einem Kulturkreis kommen, in dem Ehre und Stolz einen hohen Wert haben, und die nun die deutsche Staatsbürgerschaft zusätzlich zu ihrer der Heimat verliehen bekommen. Sie treffen auf Menschen, die dem Land und dem Kontinent den Namen geben, selbst aber nichts von beidem haben, da ihre Staatsbürgerschaften "verschenkt" werden.

Christa

17. Juni 2026 19:56

@FraAimerich@Laurenz, die Linken hassen Israel doch nicht deshalb, weil es ein Nationalstaat ist. Diese Argumentation ist mir zumindest neu. In der Forschung zu linkem Antisemitismus wird gesagt, dass diese die Juden nur dann hassen, wenn diese nicht mehr als Opfer erscheinen. Ich finde das plausibel, oder nicht? Vielleicht auch wegen der identitären Bindung an den Staat Israel ... Also Holocaustjuden sind denen sympathischer. Und deshalb haben Linke den Drang, die vertriebenen Palästinenser retten zu wollen. Erinnert sich noch jemand daran, dass einige Oberbürgermeister nach dem Ausbruch des Gemetzels im Gazastreifen Palästinenserkinder in Deutschland aufnehmen wollten? Man hätte denen einen größeren Gefallen getan, wenn unsere devoten Regenten Israel mal Paroli geboten hätten. Ich finde auch ätzend, was dieser Netanjahu dort macht. Nur ist es bei Linken dann so, dass der Aufschrei gegenüber dem Unrecht anderer Länder (Iran ...). ausbleibt.
Die Projektionsthese der Frankfurter Schule, die hier @dojon86 anwenden möchte, lässt sich daher schnell entkräften. Linke, die mit Doppelstandards hantieren und zudem zwischen Opfergruppe/Tätergruppe unterscheiden nicht in der Lage sind, kann ich nicht ernst nehmen. Selbst die Tagesschau, die als links gilt, hat das heute in einem Beitrag ausführlich dargestellt. Ich habe  schon mit vielen Antifa-Leuten gesprochen - gehen Sie mal ins Schanzenviertel ... Da kann man auch ungeschminkt und ungewaschen hingehen. Fällt nicht auf.

Christa

17. Juni 2026 20:02

@dojon86: Korrektur - Gimli ist gemeint (Was Christa dumm nennt oder nicht ernst zu nehmen, klingt mir einfach als Projektion eigenen Unwohlseins in der Nähe zu "Fremdem" in Form von Unmut auf andere.)
 

Laurenz

17. Juni 2026 22:22

@Le Chasseur @L. ... Kampf gegen den Menschheitsfeind ... Meinen Sie etwa, ich kenne diese Nachrichten nicht? Fremdenfeindlichkeit ist in Israel ein interner Konflikt zwischen 14% Orthodoxen gegen die Tourismus-Branche. Die Touri-Branche macht, je nach Berechnung, zwischen 3-6% des Israelischen BIPs aus. Das gibt natürlich Ärger. Die Orthodoxen erwirtschaften auch nur zwischen 3-5% des Israelischen BIPs & zahlen nur 4% der Steuern, bleiben aber Wähler. Das verschärft den internen Ärger. Diese gesellschaftliche Gruppierung ist eben der Meinung, daß sie bestimmen, wer ins Land kommt & wer nicht. Klingt das so abwegig für Sie? Ist nicht genau das der Unterschied zwischen einem Nationalstaat & unserem von Kulturmaxisten definierten Staat, der das Deutsche Volk abgeschafft hat? ... @Christa @FraAimerich@L. ... Ihre "Linker Anti-Semitismus"-Forschung bezahlt wer? Diaspora-Juden leben in nennenswerter Anzahl nur in weißen Staaten. Nehmen Sie da irgendwelche linken Demos gegen Diaspora-Juden wahr? Die linke Presse schreibt maximal gegen Phänomene an, wie Epstein oder Weinstein. Das ist die Faktenlage, Christa. Denken Sie doch Selbst mal darüber nach, warum das so ist? Die Linke unterscheidet nicht zwischen Diaspora-Juden & Muslimen. Warum nicht? Weil beide Gruppierungen aus Globalisten bestehen. Die Linke setzt voraus, Globalismus ist immer links. Stimmt ja auch.

anatol broder

17. Juni 2026 22:47

@ dojon86 11:33
warum soll eine kirche aufwendig für die fortpflanzung der einheimischen kämpfen, wenn sie leicht woanders seelen auftreiben kann?
katrin göring-eckardt (ekd): «als christin empfinde ich menschen als geschenk, ja, natürlich.»

Valjean72

18. Juni 2026 08:35

@Waldhänger aus Schwaben:
 
Die von Björn Hocke im Weltwoche-Interview en passant getätigte Aussage stammt zum einen originär nicht von ihm und ist darüber hinaus eine satirische Überspitzung, die sicherlich auf einen wahren Kern zielte.
 
Und wie heisst es so treffend in solchen Fällen? Getroffene Hunde bellen.
 
Haben Sie sich überhaupt das ganze Interview angehört oder folgen Sie einfach 1:1 der von den Mainstream-Medien skandalisierenden und unterkomlexen Berichterstattung?
 
Als gebürtiger Bayer (Oberpfälzer) bin ich per Definition Westdeutscher und ich teile die Kernaussage dieser satirischen Überspitzung.
 
Darüber hinaus scheint es mir, als ob Sie das hinter dem Begriff Remigration stehende politische Prinzip absichtlich missverstehen wollen.

Mitleser2

18. Juni 2026 08:51

@gimli: Wie kommen Sie darauf, dass ihre wohlhabende, multikulturelle Umgebung als links angesehen wird? Links sind dumme junge Frauen und Altsozialisten. Sie gehören lt. Ihrer Beschreibung doch zu den Anywheres. Die Trennlinie ist, einfach zu glauben, dass Sie über den Somewheres stehen. Und Ihnen scheint völlig abzugehen, dass außerhalb ihrer Kreise dieses wunderbare Zusammenleben einfach nicht funktioniert. Und eben nicht wegen weißem Rassismus. Schreiben Sie doch mal was zu den Pakistanis in UK und ihren Massenvergewaltigungen.

Karl Otto

18. Juni 2026 09:45

Vor der Erteilung der deutschen Staatsbürgerschaft muss man einen Loyalitätserklärung unterschreiben, s. etwa  hier: https://innen.hessen.de/sites/innen.hessen.de/files/2024-06/anlage_04-loyalitaetserklaerung_und_bekenntnisse.pdf .
Darin wird z.B. ausdrücklich gefordert, sich vom Antisemtisimus zu distanzieren.
Jeder Neubürger, der mit islamistischen Aktivitäten auffällt, hat hier dann offenbar gelogen. Ich bn kein Jurist, könnte mir aber vorstellen, dass sie hier etwas machen ließe zur Aberkennenung.

RMH

18. Juni 2026 10:21

Noch einmal zum Thema "Härte" bei der Remigration: Die Linke & ihr Gutbürgertum (oder ist es das Shit-Bürgertum nach Poschardt?) versucht bei der Remigrationsfrage immer zu allererst so eine Art Kopfkino zu erzeugen, in dem man Deportationszüge fahren sieht, in deren Waggons die Menschen wie Vieh & via Schergen mit Ochsenziemern & Gewehrkolben gepfercht werden, oder eben in Transportflugzeuge etc. Solche Transport-Bilder triggern spezifisch dt Urängste aufgrund der kollektiven Vertreibungserfahrungen vieler Dt. Diese Bilder, diese "Mythen" kommen daher immer wieder, siehe @Gimli. In diesem Zusammenhang ist daran zu erinnern, wie hart & robust die C-Demos in D von der Polizei zusammengeknüppelt wurden. Ich habe selber einen solchen Vorfall gesehen & ich verknüpfte sie damals mit den Bildern aus Belarus (2000), wo die Polizei die Proteste gegen L. brutal niederschlug. Das damalige Shitbürgertum hat geschwiegen, es einfach hingenommen, dass D sich auf das Niveau von Belarus begeben hat. Jetzt aber, bei Fragen der Remigration, die Nässchen vorbeugend zu rümpfen, ist einfach nur widerlich bigott. Nur damit wir uns richtig verstehen: Ich hoffe, sollte es jemals zu größeren Remigrationen kommen, dass diese nicht so durchgeführt werden, wie die Aktionen gegen C-Demonstranten etc. Ich denke, es wird friedlicher laufen. Viele werden froh sein, das vom Establishment ruinierte D endlich zu verlassen.

RMH

18. Juni 2026 10:30

"Haben Sie sich überhaupt das ganze Interview angehört oder folgen Sie einfach 1:1 der von den Mainstream-Medien skandalisierenden und unterkomlexen Berichterstattung?"
@Valjean72: In diesem Zusammenhang wäre es schön, wenn es einmal eine gesamte, größere Textpassage gäbe, ohne dass man sich weitere Stunden eines Interviews anhören muss (Ben unscriptet lang eigentlich). Erst dann wird doch der breiteren Leserschaft klar, ob es Satire, Zuspitzung oder "aus dem Zusammenhang" gerissen wurde.
Ich persönlich empfand die gesamte Passage mal wieder als das typische Einschleimen bei der mitteldeutschen Wählerschaft, das Bedienen der Sterotypen der eigenen Blase, wohlwissend, dass man das mal machen kann, die "Wessis" wählen die AfD ohnhein auch in ausreichender Zahl. Ich kann mich nicht darüber aufregen, Satire sehe ich aber keine darin. Es zeigt aber, dass auch ein Höcke heucheln kann bzw. fishing for compliments betreibt, denn er will ja als Westdeutscher in Thüringen MP werden und nicht in Bayern, Hessen oder NRW. Zusammengefasst: Menschlich, allzumenschlich - geschenkt.

dojon86

18. Juni 2026 10:41

@Mitleser2 Menschen wie @Gimli glauben, ihr Platz an der Futterkrippe ist auf ewig gesichert. Denen geht trotz aller verbalen Empathie eben dieses Verständnis für Menschen, bei denen das nicht so ist und das ist nun mal die weitaus überwiegende Mehrheit auf diesem Planeten, völlig ab. Obwohl ich seit langem nicht mehr links bin, würde ich auch heute noch jederzeit den Satz unterschreiben, "Das Sein bestimmt das Bewusstsein".

Ein gebuertiger Hesse

18. Juni 2026 10:55

@Mitleser2
Volle Zustimmung zu Ihrem Kommentar. Gleichzeitig braucht es die Trolls & Provokateure von der anderen Seite. Nicht nur weil es ohne sie vielleicht langweilig werden könnte, sondern weil sie unseren Scharfsinn animieren : erkenne den falschen Mann!
 

RMH

18. Juni 2026 11:39

"könnte mir aber vorstellen, dass sie hier etwas machen ließe zur Aberkennenung."
@Karl-Otto, wenn der politische Wille bei den Entscheidern da ist, lässt sich so einiges machen. Ist er aber nicht. Ob solche Falschangaben zum Entzug der Staatsbürgerschaft führen können, weiß ich nicht, erinnere mich aber, dass das mega-komplex sein soll, insbesondere, da man keine "Staatenlose" erzeugen will. Für ein paar Jahre Knast kann es aber reichen, denn darauf wird ja in den Fragebögen ausdrücklich hingewiesen. Und das sollte zur "Abschreckung" dann auch einmal durchgezogen werden.

Le Chasseur

18. Juni 2026 12:18

@RMH
"In diesem Zusammenhang ist daran zu erinnern, wie hart & robust die C-Demos in D von der Polizei zusammengeknüppelt wurden. Ich habe selber einen solchen Vorfall gesehen & ich verknüpfte sie damals mit den Bildern aus Belarus (2000), wo die Polizei die Proteste gegen L. brutal niederschlug. Das damalige Shitbürgertum hat geschwiegen, es einfach hingenommen, dass D sich auf das Niveau von Belarus begeben hat."
Sehen Sie es positiv: Deutschland hätte sich auch auf das Niveau der USA begeben können.

Rheinlaender

18. Juni 2026 12:57

@Gimli
Die abendländischen Werte, die in der Sphäre des Politischen zählen, sind u.a. Gemeinwohl, Solidarität und Gerechtigkeit. Kurz gefasst: Das Gemeinwohl umfasst die Sicherheit, den Wohlstand und den dauerhaften Bestand des Gemeinwesens sowie der umfassenden kulturellen und materiellen Voraussetzungen seines Bestehens. Solidarität erfordert die Stärkung von Bindungen in einem Gemeinwesen. Die Gerechtigkeit fordert das zu tun, was dem Gemeinwohl seines Gemeinwesens dient, ohne dem Gemeinwohl anderer Gemeinwesen dabei unnötig Schaden zu zuzufügen. 
Auf die Migrationsfrage übertragen ergäbe sich daraus eine Bejahung von Migration, die dem eigenen Gemeinwesen langfristig nützt, und eine Ablehnung von Migration, die dies nicht tut. Dabei wären z.B. im Sinne eines umfassenden Nachhaltigkeitsverständnisses (Stichwort "Ökologie des Menschen") nicht nur die materiellen und sicherheitsbezogenen, sondern z.B. auch auch die kulturellen Auswirkungen von Migration zu berücksichtigen.
Migration auch dann zu bejahen, wenn sie negative Auswirkungen hat, entspricht gewiss nicht abendländischem Denken, weil es das Gemeinwohl- und das Solidaritätsprinzip verletzt und zudem gegen die eigenen Gerechtigkeitspflichten verstößt. Zu behaupten, dass Migration solche negativen Auswirkungen nicht hätte, würde zudem noch die Kardinaltugend der Klugheit negieren. Leider gibt es in der Kirche gerade in Führungsämtern durchaus Menschen, auf die dies alles zutrifft.

Rheinlaender

18. Juni 2026 13:03

@Gimli
Ihre vollkommen richtige Beobachtung, dass "unsere zivilisatorisch entwickelten Werte bei Stress schnell kippen und primitive (ist ursprüngliche, tierische) Verhaltensmuster ... zutage" treten, ist eine gute Umschreibung soziologischer Erkenntnisse (Stichwort: Robert Putnam) über Probleme heterogener Gesellschaften. Die Werte des Zusammenlebens täglich neu auszuhandeln, bedeutet in der Praxis enormen Stress und führt bei allen Gruppen zur Erosion vorhandener Werte. Wenn Sie das aber offenbar doch schon erkannt haben: Warum wollen Sie solche Bedingungen dann aktiv fördern?

Valjean72

18. Juni 2026 13:11

@RMH: "Ich persönlich empfand die gesamte Passage mal wieder als das typische Einschleimen bei der mitteldeutschen Wählerschaft"
---
Wer sich das Gespräch nicht angehört hat, sollte sich kein Urteil erlauben.
 
Und wie bereits mehrfach erwähnt, bin ich selbst per Defintion Westdeutscher und ich teile den Kern dieser satirischen Überspitzung, d.h. ich sehe es ebenso.
 
Von Einschleinem kann überhaupt keine Rede sein, das ist schon eine als boshaft zu bezeichnende Unterstellung und es kommt mir - mit Verlaub - als das Bellen eines getroffenen Hundes vor ...
 
Weshalb waren Polen, Tschechen, Slowaken, Ungarn, Ost/Mitteldeutsche 2015 ff. weniger migrationsbesoffen als Westdeutsche? Haben Sie sich das nie gefragt?
 
Die Deutschen der DDR behielten im Schnitt mehr von ihrem ethno-kulturell deutschem Wesen als die Deutschen der Alt-BRD. Dafür kann man ja auch gute Gründe anführen: wirtschaftliche Prosperität, Westernfilme, Kaugummis, Rock 'n' Roll usw. Die Sowjetunion konnte keine solch attraktiven, weiche Faktoren anbieten, hatte aber mE auch nicht die Absicht, die Deutschen komplett ihren Wurzeln zu entfremden
 
 
 
 

Karl Otto

18. Juni 2026 13:11

Wenn die Westdeutschen eigentlich nur deutsch sprechende Amerikaner sind, müsste man dann nicht konsequenter Weise davon ausgehen, dass die Ostdeutschen auch nur deutsch sprechende Russen sind? 
Immerhin haben westdeutsche Regierungen nie die Besatzumgsmacht gerufen, um auf das eigene Volk schießen zu lassen, wie es in der DDR geschah.

Waldgaenger aus Schwaben

18. Juni 2026 15:03

@Valjean72
ich habe nach dem Original der Höcke-Aussage über die deutsch-sprechenden Amerikaner gesucht und bin bei einem zweistündigen youtube-Interview Köppel/Höcke gelandet, in der er wohl die Aussage tätigt. Ich habe mir das dann nicht angehört. Da Sie anscheinend die Aussage im Original kennen, können Sie mir vielleicht die Minute nennen, um die es geht. Nachdem u.a. Weidel und Storch die Aussage kritisiert haben, sehe ich sie als authentisch an. 
Es soll also Satire sein. Den Böhmermann-Stil verabscheue ich, oder perhorresziere ich, wie ein anderer Teilnehmer hier sagen würde, auch wenn der Stil von Rechts kommt. Unverschämtheiten raushauen und wenn der Gegenwind zu stark wird, war alles nur Satire. 
@RMH gerade gestern war in der ARD zu sehen, dass viele Polen wieder in ihre Heimat zurückkehren, weil dort Steuern und Lebenshaltungskosten zusammen einen höheren Lebensstandard ermöglichen als in D. Das Problem ist nur: Die Guten gehen, die low-performer (um juristisch das sichere Terrain nicht zu verlassen) bleiben hier. 
 

RMH

18. Juni 2026 18:06

@Valjean72,
also mit ihrem letzten Beitrag bellen doch offensichtlich Sie - sind sie ein getroffener Hund? Im Übrigen bitte meinen Beitrag korrekt lesen, ich hab mir den Teil des Interviews angesehen und -gehört und lediglich um Kontext für die breitere Leserschaft gebeten. Herr Höcke scheint ja ein Satire-Talent zu sein, sollte man ihm einmal miteilen, evtl. baut er das noch aus. 
Und irgendwann ist es dann aber auch mal gut, dass sich diejenigen, die zusammenstehen, immer wieder gegeinander auspielen lassen sollen und das auch noch aus den eigenen Reihen. Wenn man das nötig hat, um bei seiner Klientel und bei den mitteldeutschen Wählern konsolidierter dazustehen, bitte. Hab ich nichts dagegen, Hauptsache Höcke wird MP. Aber dann hat er auch damit zu leben, dass durch solche Aussagen die gesamtdeutschen Ambitionen erst einmal eine kleine Delle bekommen (die mit der Zeit aber auch wieder ausgebügelt sein wird).

Umlautkombinat

18. Juni 2026 18:12

@Karl Otto

Immerhin haben westdeutsche Regierungen nie die Besatzumgsmacht gerufen, um auf das eigene Volk schießen zu lassen, wie es in der DDR geschah.

Klar, solche Dinge haben bekannterweise zu allen Zeiten den eigenen Drang zu freiwilliger Unterwerfung immer stark gefoerdert.... hier haben Sie beim Suchen nach Analogie wohl etwas den Kontext verloren. 

Diogenes

18. Juni 2026 18:14

1/2
 
"Diese rücksichtslose und verlogene Art der Kampagnisierung muß endlich Konsequenzen haben:..."
 
Dazu ein Wortfall, der mir dem eines Wasserfalls durch den Geist als Gleichnis fiel... Vielleicht veröffentlichst du in ja, wenn nicht, war der Wein und die Erinnerung schuld...
 
Das Ich wird schwinden - aber ist niemals vergessen!
 
Das Ich schwindet in unendlich weittragende Wellen des Äthermeeres.
 
Dort findet das Ich zum Ganzen zurück: Zum Urquell, von dem es in Fleisch und Blut auf irdischen Pfaden gefangen und separiert wurde/ist, damit das Ganze sich im Kleinsten wiederholt, seine Ordnung erkennt und bestehen kann vor dem Chaos, welches Es angreift, in uns und durch uns selbst in Tagen des Unwills, Unfriedens, des Dia-bolischen!
 
Das Licht braucht die Finsternis um sein eigenes Wirken zu erkennen. Im schmalen Zwielicht, - dem Streifen, wo Licht und Schatten nebeneinander als Grau koexistieren - jenseits von Hell und Dunkel, bereite ich mein Feld, dort treffen wir uns ohne Ich, ohne Liebe, ohne Hass, ohne Hast/Halt, als eine Wesenheit die mächtigeres fühlt und bewegen kann, als wir Separierte im Diesseits ahnen und aussprechen können!

Diogenes

18. Juni 2026 18:16

1/2 (das Leben ist wie ein Riesenrad: Höhen und Tiefen. Wohl dem, der sich immer wieder aufrafft, obwohl fast nur Donnerwetters Düsternis mit Blitz und Donner und Halgekorn einen schlägt, bländet und traubt macht vor dem Größerem, der da kommt!)
 
Ich habe diese Ataraxia - die Unerschütterlichkeit/Gewissheit: selbst wenn Familie, Kind, Frau, durch die Schicksalspfade schwinden, selbst wenn vom injizierter Antideutschtümelei penetriertes Volkstum selbstvergessen auf das Sterben im Materialismus wartend befangen ist und Böses (das muss so sein, selbst wenn Leibliches im Tränenmeer ertränkt wird und die schlimmsten Gelüste von Zorn, Wut und Hass dich als ihre Geisel versuchen! Sie wollen dich Ersäufen, in eigener Selbstaufgabe - diese Deutschmasochisten!) den selbstbewussten, stolzen Deutschen erfahren lassen will, durch Andern Hand oder Hand des eigenen Ichs - unser deutschgemeinsames Wir wird euer irrdeutsches Wir immer wieder und wieder, durchs Biologische, Geistige und Baumeisterwerk durchbrennen (!) - es hat bereits seinen Platz im Informationsfeld/Buch des Lebens und hatte ihn immer im Ähtermeer - aus jenen Menschen heraus, die daraus schöpfen.

nom de guerre

18. Juni 2026 19:10

@ Waldgänger Falls es weiterhilft: ich habe mir Köppels Interview mit Höcke angehört und fühle mich (komme aus Hessen) von der in Rede stehenden Aussage nicht beleidigt. Als Satire habe ich es nicht aufgefasst, eher als bewusste Überzeichnung. Ich stimme mit Höcke hierbei nicht zu 100% überein, verstehe aber, was er meint - und so ganz unzutreffend ist es m.E. nicht. 
Den Mehrwert zu dem Ben-Interview (das auf eine seine Weise interessant war, wenn auch in der Länge eigentlich nicht mehr zumutbar) sehe ich darin, dass das Gespräch mit Köppel intellektuell eine deutlich andere Hausnummer ist. Bei einem Gastgeber (Ben), der offenbar ernsthaft nicht weiß, warum die Leute, die es nicht aus Ostpreußen herausgeschafft hatten bzw nicht gehen wollten, verhungert sind, kann ein Gespräch allerdings nicht über ein bestimmtes Niveau hinausgelangen.

Laurenz

18. Juni 2026 19:22

@Rheinländer @Gimli ... Gemeinwohl, Solidarität & Gerechtigkeit ... Sie unterliegen hier einem Fehlurteil. Die privilegierten Nachkriegs-Gimlis gab es schon immer, so, wie wir heute noch ein Ständestaat sind, dessen Stände-Status sich sogar extrem intensiviert hat & weiter Überhand nimmt. Hatte unter dem letzten EK-Artikel das 1,5 Stunden-Gespräch zwischen Rieck & Poschardt verlinkt. Beide kommen aus einem jüngeren linken Spektrum & haben sich später der liberalen Utopie zugewandt, sind aber erst die letzten Jahre aus der Betäubung Ihrer Blase erwacht. Das, was beide im Gespräch analysieren, hatte ich schon als Jugendlicher vor 45 Jahren als realen Zustand wahrgenommen. Auch @Franz Bettinger sagt frei, daß Er erst später ein konservativer Rechter wurde. Steuerzahler & Wertschöpfer sind Deutschlands neue Sklaven oder Leibeigene, jeglicher Würde beraubt, die sich virtuell vom Kanzler-Simulanten beschimpfen & peitschen lassen müssen, während die Gimlis mit irgendwelchen Bullshit-Jobs bei NGOs oder im Öffentlichen Dienst den Landvogt raushängen lassen, der die abhängigen Mägde seiner Büttel flachlegt. Deutschland hat sich diesbezüglich in 1.500 Jahren kaum verändert. Sie, Rheinländer, haben in Ihrem Leben einfach zu vielen weltlichen Predigten zugehört, um zu Ihrer falschen Schlußfolgerung zu kommen.

Maiordomus

18. Juni 2026 19:35

Bitte sich nicht zu sehr an "Gimli" abreagieren. Das ist unproportional und vernachlässigt den Gesichtspunkt der differenzierend eigenen Orientierung ohne ständigen Blick auf den Gegner. Soeben hat Köppel Herrn Kubitschek seinen Respekt auf dem Gebiet der Reflexion ausgesprochen.Wenn man die einschlägigen Publikationen von Sezession und zumal die Debatten hier wie ich seit Jahrzehnten verfolgt, vermeidet man das Wort "Vordenker", sieht aber einen Horizont, der bei Rechten und Konservativen in dieser Weite  selten ist; einige Mitarbeiter hier sind nicht nur ebenbürtig, sondern klar interessanter als zumal die deutschen Mitarbeiter der Weltwoche, von denn aber Sarrazin klar vom analytischen Format her wirklich zu schätzen bleibt.  Und auch die Buchbesprechungen sind hier bei SiN weit über dem Durchschnitt. Auch in Sachen Film ist man im Bild. Volker Mohr, einer der besten CH Gegenwartsautoren,  zum Beispiel scheint für die Weltwoche nicht zu existieren. Auch der leider mit freiw. Tod abgegangene Verfasser von "Finis Germania" wurde trotz Bezug zu St. Gallen fast nie zitiert, immerhin mal von einem gelegentlichen Diskussionspartner von SiN eher kurz und meines Wissens nie als Chefsache ernst genommen, wiewohl sicher als Denker bedeutender als der bei SiN vor Jahren ausgeschiedene W., angeblich mutigster Historiker.  Diese Kritik gilt generell für gute Literatur zu demografischen Themen.    

Laurenz

18. Juni 2026 19:35

@alle(n) ... welche beim Weltwoche-Interview die Höcke-Aussage (ein Zitat) zu Deutsch sprechenden Amerikanern im Westen der Republik hören wollen & nicht auf die Idee kommen, zum Zeitpunkt im Video https://youtu.be/73r12YbUTLk die KI zu fragen, helfe ich gerne. Das Zitat Höckes kommt bei ca. 01:01:20. 

Majestyk

18. Juni 2026 19:42

@ Rheinländer:
Johannes Paul II ist aber nicht mehr aktiv und Franziskus verklärte die Edlen Wilden. Der Schutz europäischer Völker und Nationen war damit nicht gemeint. Was Sie hier schreiben stimmt aber auch nicht so ganz. Für Franziskus galt: „Migration kann ein Moment des Wachstums für alle sein". Er äußerte sich auch kritisch über Abschiebungen. Schon in den 80ern mißbrauchte die katholische Kirche das Kirchenasyl. Heute betätigen sich gerade die christlichen Konfessionen als Schleuser. Wollen Sie das nicht sehen?
@ RMH:
"Es zeigt aber, dass auch ein Höcke heucheln kann"
Tat er schon als er Leyla Bilge als Gesicht und Stimme Deutschlands bezeichnete. Warum nicht jemand wie ich? Jeder Politiker biegt sich alles so zurecht, wie er es im jeweiligen Moment gerade braucht. Auch AfD-Politiker haben ihre Lieblingsmigranten, ob nun Höcke, Krah oder Weigel. Von daher glaube ich persönlich ja ohnehin nicht daran, daß die Distanzierung der AfD vom Begriff Remigration nur eine Vorsichtsmaßnahme ist. Die AfD als Mischung zwischen Kohl CDU und Schmidt SPD will gar nicht im großen Stil remigrieren. Haben Kohl oder Schmidt dies denn jemals getan? Großkapital und Hochfinanz wollen nicht auf potenzielle Arbeitskräfte, Steuerzahler oder Konsumenten verzichten, gleichfalls Parteien nicht auf Wählerpotential. Auch für die AfD ist die deutsche Ethnie nicht das entscheidende politische Subjekt. 

Majestyk

18. Juni 2026 19:47

@ Christa:
Mag sein, aber Sie glauben doch nicht, daß dies die angerichteten Schäden ungeschehen macht, oder? Sowas gab es nur bei Dallas. 
Linke treten nicht für jüdische Holocaustopfer ein, sie benutzen und instrumentalisieren diese nur zur Gegnerbekämpfung. Es tritt auch niemand für Palästinenser ein. Das Wort ist schon falsch, in palästinensischen Auswahlmannschaften der 1920er Jahre kickten überwiegend Juden. Das Wort Palästinenser soll nur suggerieren, daß die Juden dort nicht hingehören. Man lenkt auch gerne davon ab, daß jenes den Juden zugesprochene Israel nur ein Fitzel des alten britischen Mandatsgebiets war. Die Mehrheit jener Araber wurde nicht vertrieben, sondern folgte Aufrufen arabischen Staaten. Diese Palästinensersympathie ist nichts anderes als der Versuch Israelis und damit Juden zu Tätern stempeln. Der Clou an der Geschichte, es gibt keine Ethnie die Palästinenser heißt und es gab nie eine Nakba.
@ Gimli:
Aha, wenn Migration von Linken betrieben wird, um von Linken geschaffene Probleme angeblich zu beheben, stimmt was nicht mit den Leuten, die sich überfremdet fühlen, dies ja auch faktisch sind. Was jeder sehen kann, der ohne Scheuklappen durch eine x-beliebige deutsche Stadt geht. Wenn Sie keinerlei Anbindung ans eigene Volk oder die eigene Kultur haben, warum schreiben Sie dann nicht auf Esperanto?

Valjean72

18. Juni 2026 19:49

@Waldgänger aus Schwaben: "... bin bei einem zweistündigen youtube-Interview Köppel/Höcke gelandet, in der er wohl die Aussage tätigt"
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Selbtsverständlich fiel dieser Satz im Weltwoche-Interview (veröffentlicht vor 11 Tagen auf YouTube).
 
Roger Köppel hat heute, vor gut 2 Stunden, einen 18-minütigen Videoschnippsel aus diesem Interview veröffentlicht, in welchen zu Beginn diese Aussage fällt.
 
Hören Sie sich aber bitte den gesamten(!) Ausschnitt an, evtl überdenken Sie dann Ihr bisheriges Urteil.
 
Übrigens wurde heute auf dem Weltwoche-Kanal angekündigt, dass diesen Sonntag ein Interview von Roger Köppel mit Götz Kubitschek veröffentlicht werden wird.
 
Auch hier rate ich an, erst das gesamte Interview anzuhören, um sich selbst und direkt ein Bild zu machen, anstatt die Einordnung. bzw. die über alle Massen tendenziöse Berichterstattung der etablierten Medien zu übernehmen.
 
 

Majestyk

18. Juni 2026 20:01

@ Karl Otto:
"Immerhin haben westdeutsche Regierungen nie die Besatzumgsmacht gerufen, um auf das eigene Volk schießen zu lassen, wie es in der DDR geschah."
Will heute keiner mehr wissen. Die DDR-Verklärung hängt mir zum Hals raus. Wenn die DDR so toll war, warum mußten wir verdummten Wessis, blühende Landschaften finanzieren, während hier die Kommunen verarmten und alles marode wurde? Dieses ganze Beharren auf eine ostdeutsche Mentalität, die ja nur aus der Teilung entstand, zeigt aber auch nur, daß viele Mitteldeutsche immer noch eine Mauer im Kopf haben und noch immer nicht in der BRD integriert sind. Die westlichen Sieger haben sich aber auch kein Land einverleibt und dafür Sieges- und Unterberufungsdenkmäler hinterlassen.
@ Valjean72:
"Und wie bereits mehrfach erwähnt, bin ich selbst per Defintion Westdeutscher"
Nein, sind Sie nicht. Diese Abgrenzung zum Wessi wurde von "Ossis" betrieben. Die geistige Teilung geht ja auch von Mitteldeutschland aus und nicht umgekehrt. Als Bayer sind Sie kein Westdeutscher. Westdeutsche sind Rheinländer und jene aus dem Pütt. Diese Unterscheidung zwischen Norddeutschen, Süddeutschen, Bayern, Hessen und Westdeutschen war in meiner Jugend üblicher Sprachgebrauch. Hört man z.B mehrfach in der Fußballdoku "Im Westen ging die Sonne auf“. Als meine Eltern jahrelang nach Schleching in den Ulaub fuhren, hieß es zur Begrüßung immer: "Die Westdeutschen sind da."

Mitleser2

18. Juni 2026 20:06

@Rheinländer: Gute Beobachtung zu gimli. Ich sehe das so: Die "tierischen Verhaltensmuster" treffen natürlich nicht auf seine Kreise zu. Die stehen "drüber". Nur die zurückgebliebenen Rechten verfallen in diese Primitivität.
Ist natürlich Unsinn. Stattdessen sehen wir diese Verhaltensmuster exemplarisch bei den Pakistani in UK. Und natürlich auch hier. Dass Gegenreaktionen auch tierisch sein können, ist völlig trivial.

Gracchus

18. Juni 2026 21:54

@Laurenz: "Ich debattiere (...) ohne Moral" - wahrscheinlich ein Fehler. Damit schwächen Sie ja Ihre durchaus moralischen und gar nicht so schlechten Argumente contra Masenmigration (z. B. Siedlungsdichte).
 
 

Rheinlaender

18. Juni 2026 21:54

@Majestyk
Dass die Kirche in einem üblen Zustand ist und größtenteils vom Feind übernommen wurde, bestreite ist ja nicht. Das katholische Denken aber ist über rund zweieinhalb Jahre gewachsen und nicht so leicht umzustürzen oder zu überformen, und es wird auch noch da sein, wenn das, was heute in Deutschland als Kirche auftritt, mangels Priesternachwuchs ausgestorben ist. 

Valjean72

18. Juni 2026 22:06

@Majestyk: "Nein, sind Sie nicht"
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Natürlich haben Sie recht aber das war von mir auch gar nicht gedacht, so aufgefasst zu werden. Als gebürtiger Bayer bin ich gemäss allgemein üblicher Zuschreibung ein Wessi, und dies wollte ich zum Ausdruck bringen, dass ich dennoch Höckes Aussage zustimme.
 
Niemals habe ich mich und meine Leute (Ostbayern/Oberpfälzer) als Westdeutsche begriffen, noch nicht einmal als Westeuropäer, sondern als Mitteleuropäer (und das gilt für mich für alle Deutschen). Und auch hier an diesem Begriff "Mitteleuropa" können wir erkennen, wie uns unsere althergebrachte Teil-Identität, nämlich zu Mitteleuropa zu gehören, abhanden gekommen ist, mE auch bewusst aberzogen wurde. Wir Deutsche sollten (wollten) komplett in Westeuropa und damit im, von den USA dominierten, Westen aufgehen.
 
Klar, Preussen wurde zerschlagen, die Ostgebiete abgetrennt und mehrere Millionen Deutsche aus ihrer angestammten Heimat vertrieben und damit wurden auch die tradionellen deutschen Bande ins östliche Mitteleuropa bis nach Osteuropa hin amputiert. Adenauer & Co. kam dies vielleicht gar nicht so ungelegen.
 
Immerhin Österreich (Wien) verfügt noch über diese natürlichen Beziehungen und auch die Patrioten unter den Sachsen sind sich mAn der historischen Bande zu Böhmen und Schlesien und der Zugehörigkeit zu Mitteleuropa bewusst.
 
 

Gracchus

18. Juni 2026 22:11

@Gimli: Ich beherzige @Maiordomus mich nicht an Ihnen abzureagieren. Was die persönlichen Erfahrungen angeht, bin ich nicht so weit entfernt von Ihnen. Darum geht es aber nicht. Was ich nicht verstehe: Sind Sie denn für unbegrenzte Immigration? Hat also jeder Erdenbürger ein Recht auf Einreise in die BRD und ggf. auf lebenslange Sozialleistungen? Hätten dann reziprok Migranten die Pflicht, zum Arbeitsdienst verpflichtet zu werden? Darf ein Migrant auch hier bleiben, wenn er schwere Straftaten verübt hat? Finden Sie es denn richtig, Völkerschaften wild zusammenzuwürfeln und - wie @Rheinländer ja treffend bemerkt hat - unter Stress zu setzen? Sehen Sie darin trotz aktuell Belfast nicht das Potential sozialer zu Gewalt führender Verwerfungen? 

Gracchus

18. Juni 2026 22:13

@Majestyk: Sie klingen auf einmal so ... hüstel... kapitalismuskritisch. 

Laurenz

18. Juni 2026 22:31

@Gracchus @L. ... debattiere (...) ohne Moral" - wahrscheinlich ein Fehler. ... Nein, Gracchus, ich bin kein Politiker. Und in der Geopolitik existiert keine Moral.

Rheinlaender

18. Juni 2026 23:45

@Majestyk
Ich muss mich bzgl. meiner Behauptung, die katholische Tradition reiche zweieinhalb Jahrtausende zurück, korrigieren, da ich belehrt wurde, dass sprachwissenschaftliche Untersuchungen für manche Motive dieser Tradition ein Alter von einigen zehntausend Jahren berechnet hätten. Archäologen hätten (interressanterweise in der Nähe von Nazareth) sogar rund einhunderttausend Jahre alte Belege für die Existenz von Elementen dieser Tradition entdeckt.
Die Dichterin Gertrud von Le Fort schrieb über die Kirche:
"Ich habe noch Blumen aus der Wildnis im Arme,ich habe noch Tau in meinen Haarenaus Tälern der Menschenfrühe ...
Siehe, in mir knien Völker, die lange dahin sind,und aus meiner Seele  leuchten nach dem Ew'gen viele Heiden!
Ich war heimlich in den Tempel ihrer Götter,ich war dunkel in den Sprüchen aller ihrer Weisen. ...
Ich war die Sehnsucht aller Zeiten;ich war das Licht aller Zeiten, ich bin die Fülle der Zeiten.
Ich bin ihr großes Zusammen, ich bin ihr ewiges Einig.Ich bin die Straße aller ihrer Straßen:auf mir ziehen die Jahrtausende zu Gott!"
Was ich eigentlich sagen wollte ist, dass die gegenwärtig in Deutschland als Kirche in Erscheinung tretenden Kräfte vor diesem Hintergrund sicher nur ein temporäres Problem sind.

Majestyk

19. Juni 2026 00:27

@ Rheinländer:
Was ist denn katholisches Denken? Was unterscheidet es z.B. von protestantischem Denken? Bezieht sich Denken nur auf den Glauben oder nimmt man die Welt anders wahr?
Das ist jetzt kein Sarkasmus, es interessiert mich. Mein Denken ist ja nicht katholisch. Falls Katholiken oder Protestanten anders denken, würde dies ja die komplett anderen Sichtweisen erklären. 
"Dass die Kirche in einem üblen Zustand ist und größtenteils vom Feind übernommen wurde, bestreite ist ja nicht."
Wer ist denn der Feind? Im Grunde sind das doch die Verwandten, Nachbarn, Arbeitskollegen. Ich empfinde Migrationsbefürworter ja tatsächlich als Feinde, nur wüßte ich nicht, wie man dagegen ankämpfen soll. Unabhängig davon, was die AfD tun könnte oder wird, sehe ich nicht, wie die komplette Spaltung auf wirklich allen Ebenen, auch innerhalb aller Lager beheben lassen soll. Wäre das Land ein Haus, dann wäre ein Abriß und anschließend Neubau kostengünstiger. 

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