Antinatalismus? Läuft

Antinatalistische Propaganda (die Idee, daß es moralisch falsch oder unverantwortlich sei, Kinder in die Welt zu setzen) taucht in Leitmedien eher als Berichterstattung, Porträt oder Meinungsstück auf – nicht als direkte agitatorische Kampagne. Sie wird oft mit Klimaschutz, Überbevölkerung, Leidensvermeidung oder persönlicher Freiheit begründet.

Ellen Kositza

Ellen Kositza ist Literatur-Redakteurin und Mutter von sieben Kindern.

Es IST aber de fac­to Mani­pu­la­ti­on. Per­ma­nent wer­den uns Frau­en vor­ge­führt, die „irgend­wann den Schnitt“ setz­ten. Oft wort­wört­lich. Mit­tels Ste­ri­li­sa­ti­on, mit 20, 25 oder 30 Jah­ren. Das Ange­bot an sol­chen Mel­dun­gen ist Legi­on, und das Mus­ter ist immer­gleich: Mehr oder weni­ger hüb­sche jun­ge, „selbst­be­wuß­te“ Frau läßt sich inklu­si­ve Pho­to por­trä­tie­ren und legt dar, war­um sie „kei­nes­falls ein Rol­len­mus­ter bedie­nen“ will oder war­um sich „Kin­der­ha­ben ein­fach falsch anfühlt“.

  • SPIEGEL, Janu­ar 2026: „Ich will kei­ne Kin­der. Ist etwas falsch mit mir?“
  • FAZ, Juli 2025: „Kei­ne Kin­der? War­um sich vie­le bewusst dage­gen entscheiden.“
  • Süd­deut­sche Zei­tung, Mai 2026: „Kin­der­lo­se Frau­en: ‚Nein, ich ver­mis­se nichts‘“.
  • Welt, eben­falls Mai 26: „Ein Leben ohne Kin­der klingt verlockend“

Das ist eine sehr klei­ne Aus­wahl aus einem sehr gro­ßen Ange­bot anti­na­ta­lis­ti­scher Pro­pa­gan­da. Tex­te über ein „bewußt kin­der­frei­es Leben“ und stol­ze Selbst­be­zich­ti­gun­gen jun­ger Frau­en nach ihrer Ste­ri­li­sa­ti­on sind ech­te Cat­cher auf Social Media.

Eine „ande­re Sei­te“ gibt es nicht bei den Leit­me­di­en. Wer denkt, es gin­ge nur um Auf­merk­sam­keit, soll­te schau­en, ob es ähn­lich klick­af­fi­ne, fami­li­en­freund­li­che Tex­te gibt. Sowas wie „Fünf Kin­der, und immer noch gute Lau­ne!“, „Kin­der? Will­kom­men bei uns!“ oder „War­um die Ent­schei­dung für Kin­der mein Leben rei­cher gemacht hat“ – es GIBT sol­che Arti­kel nicht bei den gro­ßen Spielern.

Daß wir (wir Deut­schen, aber auch wir Euro­pä­er) seit Jahr­zehn­ten an der „Bestands­er­hal­tungs­ra­te“ von 2.1 Kin­dern pro Frau vor­bei­se­geln: kal­ter Kaf­fee. Vor etwa 20 Jah­ren hat­te es mal eine Alarm­wel­le hier­zu gege­ben, tem­pi passati.

Angeb­lich und „wis­sen­schaft­lich ver­brieft“ sind die Grün­de für den Gebär- oder Zeugungsstreik:

  • wirt­schaft­li­che Unsi­cher­heit und hohe Kosten,
  • daß Frau­en den Groß­teil der unbe­zahl­ten „Care-Arbeit“ trü­gen; im euro­päi­schen Schnitt etwa 2.5mal soviel wie Män­ner. Man nennt das wis­sen­schaft­lich „Dou­ble Bur­den“ –  Ver­ein­ba­rung von Beruf und Fami­lie. (Es ist übri­gens ulkig und gewiß ein selbst­ge­mach­tes Phä­no­men, daß ich per­sön­lich von „Dou­ble Plea­su­re“ spre­che. Mir ist es tat­säch­lich gelun­gen, bei­des höchst ange­nehm zu ver­bin­den. Wer jetzt „pri­vi­le­giert!“ ruft, möge mal die Kos­ten che­cken, die es bedeu­tet, als Rech­te durch­zu­star­ten. Dafür brauchst du ein har­tes Fell.)
  • zu spä­te Fami­li­en­grün­dungs­plä­ne. Mit­hin Frucht­bar­keits­pro­ble­me ab 30 +, dort häu­fi­ge Infertilität.
  • Wer­te­wan­del: Wunsch nach Frei­heit, Selbst­ver­wirk­li­chung und Unab­hän­gig­keit, beson­ders bei Frau­en. Mit­hin auch Wer­te­wan­del: Kin­der­lo­sig­keit wird gesell­schaft­lich akzeptiert.

Ich selbst bin übri­gens – und ich mei­ne, damit haben wir eine Wur­zel – mit sol­cher Anti-Nata­lis­mus-Pro­pa­gan­da auf­ge­wach­sen. Eher indi­rekt, da in den 1990ern das heu­te popu­lä­re „Reg­ret­ting Mother­hood“ (Mut­ter­schaft bereu­en) noch kein The­ma war.  In mei­ner Schu­le, einem pri­va­ten katho­li­schen Mäd­chen­gym­na­si­um, wur­de uns aber wie­der und wie­der gepre­digt, daß wir uns auf kei­nen Fall „ein Kind anhän­gen“ las­sen sol­len. Lie­ber die „Kar­rie­re“ im Blick behalten!

Die­se Schu­le wur­de von Non­nen gelei­tet, die 1945 aus Ober­schle­si­en (Rati­bor) ver­trie­ben wor­den waren. Die Ver­trei­bungs­be­rich­te von dort lesen sich abso­lut scheuß­lich – es wur­de von den Rus­sen gebrand­schatzt und ver­ge­wal­tigt, was das Zeug hielt.

Ich den­ke dabei vor allem an Mater Boni­fa­cia. Ihr, als lang­jäh­ri­ge Lei­te­rin des Mäd­chen­gym­na­si­ums, ist seit eini­gen Jah­ren eine Stra­ße in mei­nem Geburts­ort Offen­bach gewid­met. Sie, Jahr­gang 1911, hat­te als Direk­to­rin neun Jah­re lang mei­nen Weg beglei­tet. Sie war sehr vor­nehm. Eine Auto­ri­tät. Sie sprach nie­mals über die Ereig­nis­se anno 1945.  Ich ver­mu­te heu­te, die anti­na­ta­lis­ti­sche Rhe­to­rik hat­te durch­aus etwas mit den Erfah­run­gen rund um das Kriegs­en­de zu tun.

Ich lieb­te M. Boni­fa­cia so innig wie sonst nur Sr. Ger­tru­dis, die deut­lich jün­ger war, aber auch noch die Schau­er­ge­schich­ten „Schle­si­en 1945“ erlebt hatte.

Sie, Boni­fa­cia (mei­ne Latein­leh­re­rin) war über Jah­re sogar mei­ne Schutz­pa­tro­nin gewe­sen. Ich hat­te andert­halb schwie­ri­ge Jah­re gehabt als Tee­nie. Ganz neben der Spur! Mater Boni­fa­cia aber hat­te ent­schie­den, daß ich „ihre lie­be Eins­er­schü­le­rin“ blie­be, trotz allem. „Ich ken­ne Ellen. Sie ist anders, als sie sich gera­de gibt.“ Sie gab mir daher tat­säch­lich Ein­sen, wo ich durch per­ma­nen­tes Feh­len Fün­fen ver­dient hätte.

Sr. Ger­tru­dis, der klu­gen Kunst­leh­re­rin, hat­te ich irgend­wann dum­mes „Kri­kel­kra­kel“ ein­ge­reicht. Aus Trotz. Sie setz­te sich hin, um es gedul­dig mit mir zu ana­ly­sie­ren. Sie fand es „inter­es­sant“, obwohl es ein­fach blöd war. Sie hat­te mich erwischt. Sie zeig­te mir, wie man aus mei­nen furcht­ba­ren, hin­ge­rotz­ten Skiz­zen schö­ne Bil­der machen könn­te. Damals muß­te ich weinen.

Sol­cher Zuspruch kann einen durch´s Leben tra­gen. Bis heu­te, wenn ich mich mal gräß­lich füh­le, den­ke ich an die Impul­se der Schwes­tern Ger­tru­dis und Boni­fa­cia. Und sofort ist es besser.

Wie es einen trägt, durch alle Unbill: Wenn Leu­te an einen glau­ben! Wenn ich einen letz­ten Grund nen­nen müß­te, wes­halb ich Chris­tin bin: wegen die­ser Schwes­tern, und weil sie über­zeugt waren und nicht, nie­mals los­lie­ßen. Für ein Drei­vier­tel­jahr hat­te ich die Schu­le ver­las­sen müs­sen, es war scheuß­lich. Ich wur­de zurück­ge­holt, von den gnä­di­gen Schwestern.

Aber zurück zum Anti­na­ta­lis­mus. Daß wir „geschei­te Mädels“ (es gab Auf­nah­me­tests, die sich gewa­schen hat­ten) uns bloß nicht „an einen Mann ver­geu­den“ sol­len, war letzt­hin doch wohl nicht nur den Ver­ge­wal­ti­gungs­er­fah­run­gen aus der Zeit der Ver­trei­bung geschul­det, son­dern auch dem Sprech der Sieb­zi­ger­jah­re, der in einem alt­mo­di­schen Klos­ter eben noch län­ger & spä­ter nach­hall­te. Das pas­siert, wenn man Geist­li­ches & Welt­li­ches ver­mengt – so war und ist eben der Trend.

Längst hat sich die­ser Modus (sich bloß „kein Kind anhän­gen las­sen“) ver­ste­tigt & ver­schärft. Längst geht es nicht mehr dar­um, daß eine klu­ge Frau durch­aus “Recht auf Berufs­tä­tig­keit” hat (olle Furcht mei­ner Non­nen, daß das ver­ges­sen wür­den könn­te), son­dern dar­um, daß ihr Eigen­recht auf den Kör­per die Opti­on einer Ste­ri­li­sa­ti­on im jugend­li­chen Alter nicht nur ein­schließt  son­dern nahe­legt.

Einer ver­klagt sei­ne Eltern dafür, daß sie ihn in die Welt gesetzt haben. Er erreicht damit unge­heu­re Klickzahlen:

Mei­ne Mut­ter wünscht sich, dass sie mich getrof­fen hät­te, bevor ich gebo­ren wur­de. Dann hät­te sie mich nicht bekommen.

Oder (glei­ches Blatt( Dirk Schü­mer, „Euro­pa­kor­re­spon­dent“, 12. März 2019. Er schil­dert „ehr­lich“, war­um er „so froh“ ist über „ein Leben ohne eige­nen Nachwuchs“.

Und das war noch der Beginn des Anti­na­ta­lis­mus­wahns, der sich heu­te aus­ge­brei­tet hat wie Krebs. Ich ver­mu­te, mei­ne lie­ben Ordens­schwes­ter wür­den sich heu­te im Gra­be dre­hen, wenn sie wüß­ten, wie sehr sich ihre gut­ge­mein­te Absicht („Mädels, laßt Euch nicht die But­ter vom Brot neh­men! Ich könnt auch was!“) per­ver­tiert hat.

Wir haben also einer­seits dut­zen­de (und zwar wöchent­lich erschei­nend – unüber­trie­ben!) Arti­kel in den Leit­me­di­en, in denen „Betrof­fe­ne“ schil­dern, wie sehr sie „Mut­ter­schaft bereu­en“, weil die­se Ent­schei­dung („natür­lich lie­be ich die­ses Kind, aber!“) ihre Körper/Träume/Autonomie/Nächte/Berufswünsche/Karrieren/Sexualität auf ewig zerstörte.

Ander­seits haben wir „rech­te“ Influen­ce­rin­nen mit wehen­den Haa­ren, im wogen­den Gers­ten­feld, die Haa­re flat­tern enorm, die Füh­lis eben­so. Das ist super­schön und wünschenswert.

Ich nun hat­te einst – nun ist es lang her – sie­ben Blond­lin­ge an den Hän­den, und die Haa­re flat­ter­ten über­haupt nicht. Ich fand es  tat­säch­lich äußerst anstren­gend, die Klei­nen groß­zu­zie­hen, gera­de unter heu­ti­gen Bedin­gun­gen. Ganz banal: Ver­bring mal vie­le, sehr vie­le Tage, Wochen, Mona­te, Jah­re mit etli­chen Kin­dern unter zehn – so, daß es paßt und nie­mand über- oder unter­for­dert ist. Und so, daß es ein gro­ßes Glück ist!

Hart, aber mach­bar. Daß Glück erwor­ben wer­den kann! Wie gut, sich irgend­wann zurück­leh­nen zu können.

Bei mei­ner Oma Edith war es nor­mal, daß man Queng­lern einen Schnul­ler mit Klos­ter­frau Melis­sen­geist ver­paß­te. Heu­te ste­hen media­le Ablen­kun­gen zur Verfügung.

Ich woll­te nie abge­lenk­te Kin­der. Ich woll­te Dou­ble Plea­su­re, unbe­dingt. Vie­les in mei­nem Leben mag nicht geschickt sein. Alle Zeich­nun­gen sowie­so. Vom Hand­ar­beits­un­ter­richt ganz zu schwei­gen. Ich hat­te mir mehr­fach mit der Näh­ma­schi­ne in die Hand genäht – etwas, das laut Sr. Ger­tru­dis zuvor noch nie vor­ge­kom­men sei. Sie ver­mu­te­te sabo­tie­ren­de Absicht, wo pures Unge­schick am Ruder war.

Vom Kin­der­glück (auch der Umgang mit Kin­dern wur­de mir nicht in die Wie­ge gelegt; anders als mei­ne Kin­der, bei denen es nun gott­lob anders ist – Rech­te ver­meh­ren sich defi­ni­tiv stär­ker als der Durch­schnitt – bin ich unter Nicht-Kin­der-haben­den auf­ge­wach­sen) kann ich jedoch letzt­lich nur schwär­men. Kriegt Kin­der, Leu­te, viele!

Ellen Kositza

Ellen Kositza ist Literatur-Redakteurin und Mutter von sieben Kindern.

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Kommentare (80)

Le Chasseur

24. Juni 2026 16:04

Besteht ein Zusammenhang zwischen globalem Geburtenrückgang und Smartphones?

Umlautkombinat

24. Juni 2026 16:58

Hier fehlt eine Perspektive. Auch Maenner machen den buschstaeblichen Schnitt. Und sicher nicht nur als "alternative Variante der Verhuetung nach abgeschlossener Familienplanung von Paaren". Die ist naemlich mal ganz schnell aus voellig anderen Gruenden abgeschlossen, als man mit solchen Formulierungen wohl suggerieren will.
 
Zahlen - speziell historische - sind schwer zu bekommen. I.M. pro Jahr wohl 30-50 Tausend in D, eine halbe Million in den USA.

heinrichbrueck

24. Juni 2026 17:25

Die große Mehrheit der Menschen ist träge und "konservativ" – konservativ in dem Sinne, daß sie in allen Belangen stets fertige und bewährte Muster bevorzugen. Der Durchschnittsmensch lebt nicht nach idealistischen Visionen, sondern orientiert sich an den Verhaltensweisen der Oberschicht.
Die meisten Menschen orientieren ihre Familienplanung nicht an Medienartikeln oder philosophischen Debatten, sondern an ihrer konkreten Lebenssituation.
Ein Artikel über Kinderlosigkeit "überzeugt" normalerweise niemanden, keine Kinder zu bekommen – genauso wenig wie ein Artikel über große Familien jemanden plötzlich dazu bringt, fünf Kinder zu bekommen. Die Lebensrealitäten sind das Problem (Schlüssel).
Die Natur verhält sich nach einer anständigen Logik (Idealismus - kompromißlos), der Rest ist anthropologische Mathematik (Selektion). 

RMH

24. Juni 2026 17:51

Ist das eine gezielte Propaganda-Kampagne? Oder ist es so, dass gerade in den Branchen, in denen oft & gerne Meinung veröffentlicht wird oder man sich öffentlich präsentiert, besonderes viele Frauen in führenden Rollen sind, die für ihre Karriere keine Kinder bekommen haben & nun ihrem Subjektivismus fröhnen oder aber den kleinen, emotionalen, biologisch-weiblichen Störmelder im Hinterkopf, der ihnen sagt, Du warst nie Mutter, mit möglichst viel Rechtfertigungsbeiträgen übertönen wollen. Auf der anderen Seite kann man schon irgendwie feststellen, dass mit dem Aufkommen der Anti-Baby-Pille (was für eine Bezeichnung!) eine permanente Depressions-& Weltuntergangsstimmung verbunden mit einem Abfall vom Glauben gerade in den Ländern propagandistisch verbreitet wurde, in denen es rein objektiv die besten materiellen Voraussetzungen für Nachwuchs gab. Zusätzlich zu dem im Beitrag genannten Druck auf Frauen, jetzt endlich auch wirtschaftlich, beruflich mal ran zu klotzen, "unabhängig" zu sein etc., was in der Tat einen Beitrag dazu setzte, dass mit dem Kinderkriegen oft zu spät begonnen wurde & es dann nur weniger wurden oder, weil biologisch,zu spät, gar keine mehr. Tiefenpschologisch machen Kinderlose dann auch gerne ihren Platz für Migranten frei. So kommt eines zum anderen.

Monika

24. Juni 2026 21:20

Ich denke, sowohl Antinatalismus als auch Pronatalismus sind gesellschaftliche Randerscheinungen. Nur hyperventilieren die Medien heutzutage bei jeder Befindlichkeit. Ich denke, die weitaus meisten Frauen wollen so 1-3 Kinder und noch was Eigenes ( ein "Jodeldiplom") . Heute unter anderen Bedingungen als ihre Mütter u. Großmütter.Ich selbst war Ende der 60er Jahre auf einer Nonnenschule. Allerdings war das eine Mittelschule.  Die Ausbildung der Mädchen war gezielt auf Büroarbeit ausgerichtet ( Steno, Schreibmaschine, Fremdsprachen)  und deshalb letztlich auf Ehe und Familie und mit Familie kompatibel. Die Mädels unsere Schule wurden mit Kußhand von den Firmen genommen. Im Religionsunterricht wurden wir  mit 14 mal nach dem Sinn unseres Lebens gefragt. Alle Mädchen sagten  "Heiraten und Kinderkriegen ", außer einer, das war ich. Das war mir in diesem Alter unvorstellbar. Ich wollte weiterlernen. Nicht aus Karriereambition oder Selbstverwirklichung, sondern aus purer Lust und Neugier. Ich mußte den Übergang aufs Gymnasium gegen meine Eltern und gegen eine sehr harte Nonne durchsetzen. Die Frauen, die nicht sofort auf Kinder anspringen und sich Zeit lassen, gab es auch schon immer. Nun ja. Zum Bestandserhalt fehlen mir 0,1 Kinder. Man möge mir verzeihen.p.s.

Monika

24. Juni 2026 21:30

Auch die sog. "bedauerte Mutterschaft" gab es schon zu meiner Kinderheit. Es war eine "Bedauerte Vaterschaft". Mein 32-jähriger Vater pflegte zu sagen, wenn ihm drei kleine, tobende Kinder in beengten Wohnverhältnissen ( mit einer kranken Schwiegermutter dabei) zu viel wurden, zu sagen: " Wenn ich gewusst hätte, was da auf mich zukommt, wäre ich im Krieg lieber den Heldentod gestorben.". Dieser skurrile Humor ist ein Familienerbe. Also, nicht alles auf die Goldwaage legen. Ermutigt die jungen Menschen zu Kindern und Familie, lebt es vor. Kümmert euch um Kinder. Das überzeugt mehr als so Dümmlichkeiten wie "Kinderfreiheit". 

Volksdeutscher

24. Juni 2026 21:58

Ich dachte immer, Kinder- und Familienfeindlichkeit sei Teil der globalistischen Agenda 2030. Oder ist es nicht so? Ist es verwunderlich, daß sie gerade von den Linken, den ausgemachten Feinden weißer Nationen aufgegriffen und mit solch Inbrunst geprädigt wird? Interessanterweise richtet sie sich gerade gegen jene europäische Nationen (damit pauschal gegen die weiße Zivilisation), die eh schon die allerwenigsten Kinder produzieren, und nicht etwa gegen die Völker in Asien oder in Afrika, insbesondere in Schwarzafrika, die die Weltbevölkerung zur Explosion bringen. Dann machen sie auch noch Propaganda dafür, sie bei uns '"aus humanitären Gründen" anzusiedeln. Unter kinder- und familienfeindlicher Propaganda verstehe ich in erweitertem Sinne auch die LMBTQ- und Gender-Propaganda, die in die Kindergärten und Schulen gebracht werden soll, um Kinderseelen und Familien zu zerstören. Interessant aber auch, daß die Kinder- und Familienfeindlichkeit nicht den importierten Art- und Kulturfremden gilt, die das globalistische System in Europa bereits angesiedelt hat und künftig weiter ansiedeln will und deren Reproduktionsraten jenen der Deutschen zwei- bis dreifach überlegen sind.

dojon86

24. Juni 2026 22:08

@heinrichbrueck Ich bin nicht ihrer Meinung. Der Großteil der Menschen ist nicht von Natur aus träge und konservativ. Nein es sind Herdenmenschen. Macht man 30 Jahren Propaganda für Revolution, dann sind sie revolutionär, macht man 30 Jahre Propaganda für Tattoos, dann hat auf einmal jeder ein Tattoo, macht man Propaganda für Graffitis, dann wird auf einmal alles angeschmiert. Macht man 30 Jahre Propaganda für den Krieg wie vor 1914, dann klettern die Bauarbeiter wie 1914 in Paris berichtet, jubelnd von den Gerüsten. Und macht man antinatalistische Propaganda, dann bleiben die Kinder aus. Die Liste der Beispiele läßt sich beliebig verlängern. Ich glaube, das Herdenmenschentum ist genetisch vorgegeben. Bei Katastrophen oder bei angreifenden Raubtieren ist es für Herdentiere fast immer am sichersten, der Masse nach zulaufen. Fast, aber eben nicht immer am sichersten. Ich schätze mal, das Verhältnis ist zu ca. 80 zu 20. Herdenmenschentum hat nichts oder nur wenig mit fehlender Bildung zu tun. Das Verhältnis 80 zu 20 dürfte genetisch vorgegeben sein. Falls die Masse im Katastrophenfall irrt, bleiben eben doch ein paar übrig. Das Gefährliche am Herdenmenschentum ist gleichzeitig der Vorteil der menschlichen Spezies. Die Herde lässt sich gut organisieren und ohne dieser Organisierbarkeit gäbe es keine Zivilisation aber sie läßt sich auch gut in Katastrophen treiben. Eine solche Katastrophe ist die demografische Entwicklung die das Potential hat, unsere Kultur auzulöschen.

Majestyk

24. Juni 2026 22:55

Anti-Baby-Pille 
 
Schwangerschaftsabbruch
 
Geburtenrückgang ist kein europäisches Phänomen, siehe negative Spitzenreiter in Ostasien.
Die meisten Frauen, die ich kennengelernen durfte, hatten lieber Katzen und Hunde als Kinder. Und wer diesbezüglich eine Allergie hat, für den gibt es Tamagotchi. Egal wie sehr ich mir als Mann Kinder wünsche, gebären kann ich nicht alleine.
Zur Blütezeit der Renaissance sollen knapp 80 Mio. Menschen in Europa gelebt haben. Hat zur Erschaffung von Hochkulturen gereicht. Ist der Rückgang menschlicher Population wirklich bedauerlich? 

RMH

25. Juni 2026 07:45

Prpaganda für Geburtenkontrolle ist seit Ende des WK 2 doch überall auf der Welt präsent, ich sehe hier keine spezifisch antideutsche oder antiweiße Propaganda am Werk. Die entsprechenden Bevölkerungen haben es nur früher und konsequenter umgesetzt. Hier ein kleiner Blick in die jüngere Vergangenheit (mir kommt es fast wie gestern vor), aber auch schon über 30 Jahre her, da wurde über die sog. Weltbevölkerungskonferenz in Kairo 1994 berichtet:
https://www.focus.de/politik/ausland/geburtenverbot-uno_id_1832146.html
Eigentlich erfüllt D mal wieder strebermäßig alle Planziele der Geburtenkontrolle über bis hin zu gar keinen Kindern, wie im Beitrag von E.K. beschrieben, & könnte sich mehr Familien & Kinder leisten. Es ist aber der Einheimische, der dies nur in begrenzten Umfang & je nach Umfeld noch macht, im Übrigen beim Anerzogenen bleibt. Nachwuchs? Egal, das Land bleibt so oder so voll ... also, besser den nächsten Urlaub gebucht, von der Lebensversicherung ein Wohnmobil gekauft & ein bisschen Freiheit genießen, bevor die Kiste wartet, Deckel zu, vorbei, keine Spuren, Auflösung total, verscharrt unsere Asche unter einem Baum in einem Friedwald, damit keiner weiß, dass wir einst so gelebt haben. Irgendwie auch eine Form von Konsequenz.

Le Chasseur

25. Juni 2026 07:48

@dojon86
"Eine solche Katastrophe ist die demografische Entwicklung die das Potential hat, unsere Kultur auzulöschen."
Sie verwechseln, glaube ich, Ursache und Wirkung.

dojon86

25. Juni 2026 08:01

@Majestyk Grundsätzlich ist ein kontrollierter Bevölkerungsrückgang keine schlechte Sache. Leider bekommen die Falschen keine Kinder. Die Zivilisierten, Disziplinierten,  Gebildeten und Intelligenten vermehren sich nicht oder kaum. Die Barbaren schon. Und das ist ein Phänomen, das in allen Kulturen zu beobachten ist, auch unter Afrikanern. Generell gilt, die Unterschicht vermehrt sich, die Mittel- und obere Mittelschicht läßt völlig aus. Nur in der echten Oberschicht gibt es wieder mehr Kinder. Aber die echte Oberschicht sind bei weitem zu wenige. Was mich immer wundert: Niemand wagt es, das Phänomen der zurückgehenden IQ Werte in westlichen Nationen in Bezug zum oben genannten Phänomen zu setzen. Dieses Phänomen ist auch mit ein Grund dafür, warum die Ersatzmigration, nicht aus meiner Sicht aber aus Sicht der Wirtschaft ja etwas Gutes,  scheitert. Die, die da kommen, sind zu einem guten Teil ungeeignet. Darum glaube ich ja, das man sich um die Zukunft seiner Kinder (sofern diszipliniert und halbwegs vernünftig ausgebildet) keine Sorgen machen muss. Auch wenn es in Europa schief gehen sollte, was ich als Europäer sehr bedauern würde, wird man sich um die tendenziell immer geringer werdende Gruppe der Zivilisationsfähigen weltweit noch prügeln, zumindest bei jenen, die eine intelligente Ersatzmigration betreiben. Das allerdings werden mit großer Wahrscheinlichkeit nicht die (West ?)Europäer sein.

RMH

25. Juni 2026 10:00

"Leider bekommen die Falschen keine Kinder. Die Zivilisierten, Disziplinierten,  Gebildeten und Intelligenten vermehren sich nicht oder kaum. (dojon86)"
Diese dygenische These wird in dem jetzt auch schon über 20 Jahre alten Film Idiocracy verarbeitet. Wer entsprechende Streamingdienste hat, kann ihn sich mal ansehen, extra Geld dafür ausgeben lohnt aber nicht, da es mehr oder weniger eine Art von One-Trick-Pony ist, die Eingangsthese wird plattgewalzt zu einem ganzen Film (Gähn). Aber egal, alle Länder der Welt bemühten sich, die Geburtenexplosionen in den Griff zu bekommen (Indien in den 70ern zum Teil mit Zwangssterilisationen). Warum es in der weißen Welt am besten geklappt hat - mal unabhängig davon, dass dort am frühesten begonnen wurde - darüber lässt sich breit diskutieren. Ich möchte aber noch eines zu bedenken geben: Wenn man heutzutage auf europ. Familien mit vielen Kindern trifft, kann man davon ausgehen, dass dies eine bewusste Entscheidung war. Noch in den 80er/90ern haben solche Familien Sätze wie "asozial" oder "zu dumm zum Verhüten" gehört, wohnten oft beengt & jedes Kind ab Nummer 3 stellte sich insgeheim die Frage, ob es wirklich "gewollt" war. Nix mit Bullerbü & Großfamilienromantik also. Das ist erst wieder seit den 0er Jahren möglich.

RMH

25. Juni 2026 10:04

"Ist der Rückgang menschlicher Population wirklich bedauerlich?"
Wenn es bei den konkreten Biotopen nur zu einer Ersetzung kommt, also Rückgang der einen, Zunahme der anderen, wie in D, dann ja, denn dann hat das konkrete Land, die konkrete Landfläche, das Groß-Biotop keinen positiven Effekt davon, da immer noch zu viele auf einer konkreten, relativ kleinen Landfäche leben.

Laurenz

25. Juni 2026 10:30

@Dojon86 @Majestyk ... wenn Sie wollen, daß die Reichen mehr Kinder zeugen, ist das ziemlich einfach zu bewerkstelligen. Für alle, die weniger als 3 Kinder haben, steigt die Kapitalertragsteuer um 5%, mit 3 Kindern bleibt sie gleich. Für alle, die mehr als 3 Kinder haben, sinkt die Kapitalertragssteuer um 5%. Adoptionen werden ausgenommen. Reicht das nicht, um signifikante Änderungen herbeizuführen (, was ich nicht glaube,) steigert man + & - auf 10%.

Beta Jas

25. Juni 2026 10:49

Seit wann gibt es den ideologischen Propaganda-Begriff der „Care-Arbeit“? Es wird gefordert, diese Arbeit zu bezahlen – wer soll das tun, die Kinder? Also das Eine, das man als Frau in diesem Teil der Welt vielleicht noch zur Welt bringt. Ansonsten kann man sich bei den Männern bedanken, die durch ihre Erwerbsarbeit den Haushalt überhaupt erst finanziell ermöglichen oder auch Kindertagesstätten und andere Einrichtungen.
Der Begriff ist ein Paradebeispiel für die „bösen Geister“, die uns seit Jahrzehnten begleiten. Von links laut oder leise propagiert: Wenn man bsp. bei Arte in einer "Dokumentation" sprachlichen Wert darauf legt, nicht von „kinderlos“, sondern von „kinderfrei“ zu sprechen. Man parfümiert sich auch pseudointellektuell sprachlich in dieser Destruktivität, die die Gesellschaft tötet um zu provozieren.
Während die Menschheit aber weltweit wächst, schrumpft der europäische Anteil daran. Hier wirken politischen Gifte, die zur Unfruchtbarkeit führen. Man tut sich entweder chemisch sterilisieren als Frau, was mit einer sog. „Antibabypille“ herbeigeführt wird oder wer es altmodisch  mag, betreibt als Frau die größte Machtdemonstration und treibt ab.
Ich bin dafür das Migranten die hierher kommen, was man peinlich damit begründet, das sie ja den Sozialstaat tragen sollen, von der Steuer und den Abgaben befreien sollte. Damit insbesondere deutsche Frauen ihr destruktives Verhalten finanziell und materiell zu spüren bekommen.

Sandstein

25. Juni 2026 10:52

Das Kommentariat ist nach knapp 12 Beiträgen schon wieder voll auf Abwegen. Da wird dann von IQ, Auslöschung einer Kultur und weiß der Geier geschwurbelt. Es ist doch aber ganz simpel, und das hat EK auch beschrieben: das Leben mit Kindern ist herausfordernder, anstrengender, stressiger.. aber eben auch reicher. Eine ganz simple Erkenntnis, da braucht's kein Theorem dahinter. 
Ich selbst bin 90iger Jahrgang und ein Großteil meiner alten Freunde ist kinderlos. Einige ziehen jetzt nach, aber insgesamt überwiegt der Lebensentwurf Job, Sport Konzerte, Reisen, Freunde treffen. Wow. Der Witz dabei ist, das geht auch alles mit Kindern, man muss es halt organisieren..aber auch das ist kein Hexenwerk. Glaube die Leute sind heute im Grunde einfach Schisser und mauern sich lieber hinter verrückten Glaubenssätzen ein, anstatt einfach mal zu machen. Meine Urgroßmutter hatte sieben Kinder, das war auch nicht immer leicht. Hat ja auch keiner behauptet, dass es das sein muss.

Wuwwerboezer

25. Juni 2026 10:59

1

"Ich umgebe mich nur noch mit Menschen, die mir guttun."

"Sei nicht Annika, sei Pippi!"

"Ich mache keine Kompromisse mehr."

"Ich mache nur noch, was sich leicht anfühlt. Wenn es sich nicht leicht anfühlt, fasse ich es nicht an. Sagt mein Bauchgefühl!"

"Mein Körper ist mein Tempel." (---> Alarmglocken für den Mann! Prinzessinrührmichnichtan!)

"Ich suche nicht, sondern ich lasse mich finden".

"Ich entwickle mich nicht, sondern ich erinnere mich". (---> die Advaita-Idiotie; grotesk wie wenn Erstkläßlermädchen mit der Inbrunst der tief-verstellten Stimme aus Habilitationen vorlesen - nur: die nehmen das ja ernst!)

Genauso wie: "Das ist meine letzte Inkarnation hier auf der Erde. Ich weiß das."

"Du hast mir deine Gefühle noch nicht gezeigt"! (---> ein Code für "Du hast noch nicht vor mir geheult, ich will deine Tränen sehen". Von dem Moment an, in dem der Mann vor einer Frau, die so etwas raushaut, heult, verachtet sie ihn nur noch und entweder (a.) beendet sie subito die Partnerschaft oder b) die Partnerschaft ist von dem Moment an - durch sie - vergiftet, die Bienenkönigin hat ihre männliche Drohne gefunden und wird dies hemmungslos ausspielen sobald sich die nächste Gelegenheit dazu bietet.

Auch sehr beliebt: das Unterwerfungsspiel / Erniedrigungsspiel "Du hast nur noch nicht genug Zugang zu deinem inneren Kind"! Ich "unterstütze" Dich dabei!" ("Helfen" darf sie wg. Korräktnäss ja nicht mehr sagen.)

Wuwwerboezer

25. Juni 2026 10:59

2

"Ich lebe nur noch im Hier und Jetzt."

"Ich weiss noch nicht, ob ich am nächsten Dienstag mir dir telefonieren will, denn ich weiss ja noch nicht, wie ich mich am nächsten Dienstag fühle."

... der grassierende spirituelle Frauenabschaum.

Schwätzt viel von "Erde" und "Erdung" daher, aber ihm fehlt jede Erdung, nebenbei gesagt auch jedwedes innere Feuer. (Viel zu viel Luft- und Wasserelement.)

Manche haben sogar den Anspruch an sich selbst aufgegeben, einfach Menschen unter Menschen zu sein. Zu anstrengend. Zu profan für die "Göttin".

Läuft alles zu 99 % völlig unbewußt ab, während zugleich ausgiebigst das eigene hohe "Bewußtsein" gerühmt wird.

"Hohes Bewußtsein": während allerdings "Hierarchien" auch wieder pfui sind, genauso wie "Werten" und "Urteilen" - ja, was denn nun?! ("Herr, laß Hirn regnen!")

Kann jemand die Liste ergänzen?! Weitere Beobachtungen für Frauenversteher-Privatforschungen jederzeit willkommen!

Zum Trost: es gibt sie, die gesunden Frauen! Aber sie sind nicht Legion.

- W.

Wuwwerboezer

25. Juni 2026 11:26

Mir fällt noch einer ein: "Du bist viel zu sehr im Kopf."

a.) Lichtmesz-Sommerfeld-Gesetz beachten.

b.) Ihr merkt durchaus, daß ihr lediglich euren Heimvorteil in eurem Geschlechterkrieg ausspielen wollt?!

c.) Angst vor dem Mann ist auch Angst vor dessen intellektuellem Potential.

- W.

Le Chasseur

25. Juni 2026 12:46

@dojon86
"Nur in der echten Oberschicht gibt es wieder mehr Kinder. Aber die echte Oberschicht sind bei weitem zu wenige."
Könnten Sie bitte definieren, was Sie unter "echte Oberschicht" verstehen?
" Auch wenn es in Europa schief gehen sollte (...) wird man sich um die tendenziell immer geringer werdende Gruppe der Zivilisationsfähigen weltweit noch prügeln, zumindest bei jenen, die eine intelligente Ersatzmigration betreiben."
Darauf wollen Sie sich verlassen? Was, wenn man sich nicht prügelt, sondern saftig Eintritt verlangt? https://www.stern.de/politik/ausland/-trump-gold-card---usa-verkaufen-visa-fuer-eine-million-dollar-36950902.html

Monika

25. Juni 2026 13:07

@Sandstein, Danke, die Abwegigkeiten des Kommentariats ( = Stammtischfraktion) sind immer wieder ein Ärgernis und halten vermutlich etliche am Thema Interessierte LeserInnen 😂ab. Nur Mut ! Zum Thema: Meine Lebenserfahrung sagt mir, daß Frauen ihrer Biologie nicht entgehen können, nicht einmal Nonnen. Warum sollten Frauen, die meinen, das ginge, maßgeblich für all die vielen anderen Frauen sein ? Simone de Beauvoir hat dermaßen angewidert über die "Knechtung" der Frau durch die Biologie ( Mutterschaft, Wechseljahre u.ä. ) geschrieben, das es ein Graus ist. Alice Schwarzer und andere sehen die Frau vor allem im Hinblick unter ihrer wirtschaftlichen Verwertbarkeit und dadurch in Konkurrenz zum Mann. ( Gender pay gap). Beides entwertet das spezifisch Weibliche. Und deshalb sind alternative Ansätze nötig und sinnvoll. 

Volksdeutscher

25. Juni 2026 13:45

Wie man als vermeintlich Rechter so naiv sein kann, die globalistische Propaganda gegen Ehe, Kinderzeugung, Heterosexualität und weiße Zivilisation nicht sehen zu wollen, ja sogar herunterzuspielen, geht mir nicht in den Kopf. In allen weißen Gesellschaften und speziell für sie wird die lebensfeindliche Ideologie des Antinatalismus propagiert, dazu noch in einer äußerst aggressiven Form, die Individuen vom Kindes- bis zum Erwachsenenalter begleiten soll. Wer das leugnet, ist ein Schwurbler. Diese lebensfeindliche Ideologie begann nicht erst in den 80-ern mit "Dr. Sommer" im BRAVO. Erinnert sich noch jemand an Herbert Marcuses profeministischen, masochistischen Ausfälle gegen Männlichkeit? Aber vielleicht kann man Anregungen bei den antiken Griechen finden und holen. Wie gingen sie mit der Problematik der Vermehrung um, die menschliche Gemeinschaften schon immer begleitete und begleitet? Dazu ein Link: "Lykurgs Gesetz über die Kinderzeugung und seine zweite und dritte Rhetra": https://publications.dainst.org/journals/index.php/chiron/article/view/3572

Laurenz

25. Juni 2026 13:48

@Dojon86 @Majestyk (2) ... mit Steuern kriegen Sie auch die noch vorhandene Mittelschicht. Je nachdem, wo man diese verortet, bekommt man die Mittelschicht aus einem Mix, wie der Kapitalertragssteuer, der Einkommeneteuer & einer Absetzbarkeit der Mehrwertssteuer zum Kinderreichtum. Damit kann man auch wieder die Schuldfrage bei Scheidungen einführen. Da die meisten Trennungen von Frauen ausgesprochen werden, legen die geschiedenen & kinderlosen Frauen (& kinderlosen Männer) dann so richtig drauf, lebenslang. Das muß weh tun.

Majestyk

25. Juni 2026 14:26

@ dojon86, Laurenz:
Von kontrolliertem Geburtenrückgang habe ich nichts geschrieben. Staat bzw. Regierungen haben sich aus Beziehungen und Schlafzimmern rauszuhalten. Die Vorstellung eine Regierung habe Geburten zu kontrollieren und die Fertilitätsraten nach unten oder oben zu korrigieren, finde ich befremdlich. Warum Subventionen die Lösung sein sollen, für ein Problem, welches mit Subventionen geschaffen wurde, erschließt sich mir nicht. 
@ Laurenz:
Fällt Ihnen außer Steuern und Subventionen auch noch was anderes ein? 

Majestyk

25. Juni 2026 14:27

"Leider bekommen die Falschen keine Kinder."
Wenn es sonst keiner schreibt, mit einem solch hoch getragenem Näschen würde ich aufpassen, wenn es regnet. 

Majestyk

25. Juni 2026 14:29

@ dojon86:
Ein Stück weiter in einem Wohnblock wohnte eine alte Frau. Deren Hartz IV Tochter hat sich rührend um diese gekümmert bis zum Schluß. Die Enkel haben alle einen praktischen Beruf gelernt. Nochmals 50 Meter weiter wohnte die Witwe des Amtsdirektors. Drei Kinder, einer hat eine Privatklinik, eine Tochter lebt auf Malle mit zig Hunden und ohne Mann, die andere hat eine Villa in HH. Als Mama dement wurde, kam die ins Heim. Was Sie so Unterschicht nennen, verhält sich oft wesentlich normaler oder "konservativer"als weite Teile der Oberschicht. Unten lebt auch kein Weltbürgertum. 
Ihre Sichtweise, daß es eigentlich egal ist, wo der Nachwuchs lebt, ist im Prinzip auch nur die Kehrseite von "es ist doch egal, wer hier lebt". Fällt hiesigen Kommentarschreibern außer Flucht auch eine andere Lösung ein? Und dann wundert man sich über den fehlenden Respekt, den Talahons den Almans entgegenbringen oder warum westliche Frauen die eigenen Männer nicht respektieren. Frauen und Rehe können fliehen. Männer kämpfen.

Laurenz

25. Juni 2026 14:59

@Majestyk @Dojon86 & L. ... Haben Sie die Höcke - & Kubitschek - Gespräche bei Köppel auf der Weltwoche gesehen? Ist natürlich ein enormer Aufwand von 8-9 Stunden. Ich weiß aber, daß sich einige Linke die Nummern von vorne bis hinten angeschaut haben werden. So, wie ich Beide verstanden habe, stellen Beide auf das materielle Funktionieren der Bonner Republik, bei gleichzeitiger Abtrennung unserer kulturellen Herkunft ab, wenn Köppel nach der Nachkriegsentwicklung Deutschlands fragt. Höcke stellt in den Raum, daß aber nun die materielle Substanz aufgebraucht sei (, wobei es die in den ehemals Neuen Ländern so nie gab). Wenn bei der Masse der aktuellen Deutschen nur das materielle Sein zählt, wird jeder, der hieran was ändern will, gezwungen sein, mit materiellen Faktoren diesen Materie-Deutschen beizukommen. Wie erfolgreich waren Sie, Majestyk & die Rechte in den letzten 2-4 Jahrzehnten mit verbaler Überzeugungsarbeit? Ich behaupte dreist, Sie, wir, sind damit erbärmlich gescheitert. Es ist, wie ich bereits vor 9 Jahren auf der SiN schrieb, nur die durch die Kulturmarxisten verursachte materielle Betroffenheit (Geld & Sicherheit) verändert das Wahlverhalten der Bürger. Die AfD, die Rechte, muß nur den Plan in der Schublade haben, den man den Bürgern bei Bedarf anbieten kann. Und dieser Plan ist zu Recht, nur erstmal bundesrepublikanisch.

Kurativ

25. Juni 2026 15:00

Schon als Jugendlicher wollte ich mindestens ein ganzes "Streichquartett". Was sich dem entgegen stellte, kann kein Zufall sein. Eine der Spitzen war eine evangelische Pastorin, welche mir persönlich und allen anderen gegenüber öffentlich im Namen der dortigen Kirche vor Kindern gewarnt. Aus heutiger Sicht vermute ich Abtreibungen von ihr und der unbewusste Versuch, nicht mit den Geistern ihrer Schandtaten in Form neuer Kinder gegenüber zu treten. Aber auch anderweitig war der Widerstand gewaltig. Und wie bei Scheidungen mit Männern umgegangen wird, ist ein Skandal.

Kurativ

25. Juni 2026 15:01

Es kann kein Zufall sein. Es wird auf allen Ebenen versucht, die deutsche Bevölkerung auszurotten.

Sandstein

25. Juni 2026 15:45

@Monika 
Dass sich eine Diskussion mal langschlängelt und mäandert - geschenkt. Aber einigen Kommentatoren scheint es völlig egal zu sein, was im Text steht. Da geht's nur darum, die ewig gleichen Gäule auf ein neues tot zu reiten. Das nervt und war vor 3-4 Jahren noch deutlich besser.

Monika

25. Juni 2026 18:50

@ Sandstein , Das stimmt. Ich bin seit 2014 dabei und es gab immer mal wieder richtig gute und anregende Diskussionen und auch die Bücher des Verlages wurden  diskutiert und beworben. Das scheint vorbei. Den "drögen Stammtisch"  könnte man auslagern. Auch gab es früher sehr viel originelle Teilnehmer und auch mal was zum Lachen. Die Hoffnung stirbt zuletzt. 🇩🇪🇩🇪🇩🇪

heinrichbrueck

25. Juni 2026 19:04

In jeder Kultur ist Sex vor der Ehe ein Tabu. Ich habe nichts gegen Stammtischfraktion, also wie soll ein verhurtes Land gerettet werden? Wir leben ja in einem solchen zivilisierten Land, hier können sogar die Nutten lesen. Legt man sich echt mit der Zeit an (da gibt es so ein Gedicht von Erich Kästner, ganz lustig), weil man lesen kann?
@ dojon86
Ihre Gewichtung gefällt mir. Herdenmenschen und Demokratie. Sie dürfen 30 Jahre den Propagandaminister geben - ab heute. Sie dürfen schalten und walten. Wie gehen Sie vor?
Kultur bestimmt, was Menschen für normal, wünschbar oder denkbar halten.Struktur (Geld, Zeit, Biologie, Institutionen) bestimmt, was davon tatsächlich möglich und dauerhaft ist.

heinrichbrueck

25. Juni 2026 19:05

Oder: Religion ist Kultur, die sich in Struktur verwandelt. (Religion ist kein Ersatzsystem.) Religionsfunktionen, die Staat und Medien und Wissenschaft übernommen haben, gehören auch nicht einer echten Religion an. Ich weiß jetzt nicht, warum mir bei diesem Gedanken Leute einfallen, die auf der Straße Hundescheiße einsammeln, und dafür Steuern zahlen? Nicht einzelne Propaganda wirkt, sondern das gesamte Sinn- und Normsystem einer Gesellschaft. Ersatzreligionen zerfallen, weil sie innere Überzeugungen zu einer Variablen machen, sie sind instabil. 
Einheitliche Ordnung, Religion, heißt immer: kein Sex vor der Ehe, Monogamie, keine Nuttenwelt!
Vertrauensverluste haben schon eingesetzt. Kommt jetzt die nächste Ersatzreligion (die Funktionen bleiben), wird auch die nächste Generation selektiert. Und irgendwann fehlen die Menschen ganz. Falsche Strukturen arbeiten gegen die Zeit (länger als bei Kästner).

Laurenz

25. Juni 2026 19:26

@Monika @Sandstein ... das Wesen der SiN-Debatten wurde nicht revolutioniert, aber von der Redaktion doch entschiedend (durch abgezählte Zeichen & Ziffern) verändert, also von der Redaktion so gewollt. Die @Zeitschnur-Debatten/-Erzählungen sind weg, vielleicht auch (keine Ahnung), weil man die nicht will, die erzielten Reichweiten arg klein blieben, vor allem dann, wenn aufgrund der Themenwahl gar keine echten Debatten zustande kommen & das viele merken. Wenn GK wollte, daß die nicht lesende AfD mehr liest, mußten die Artikel handlicher & die Kommentare kürzer, wie konkreter werden. Ohne Debatte, keine Reflektion, Ideen bleiben ohne Diskussion in der selbstgefertigten, systemisch linken Blase. Es ist sicherlich ab & an auch interessant zu analysieren, wohin von den Autoren gewählte Themenbereiche in der Debatte abdriften.

Majestyk

25. Juni 2026 19:56

@ Kurativ:
"Es kann kein Zufall sein. Es wird auf allen Ebenen versucht, die deutsche Bevölkerung auszurotten."
Geht es auch eine Nummer kleiner? Warum beschäftigen Sie sich nicht einmal konkret mit Zahlen? Die Fertilitätsrate der Russen ist kaum besser. Jene in Südkorea liegt bei 0,75 Geburten pro Frau. Wer will bitte die Südkoreaner ausrotten?
Noch nicht einmal der Islam ist eine Garantie für fruchtbare Vermehrung. Türkei 1,7-1,8, Iran 1,7, Tunesien 1,6-1,7 und Kuwait 1,52, VAE 1,2.
In Wirklichkeit ist es doch wohl so, die Geburtenrate sinkt bei steigendem Wohlstand und besserer Bildung. Deutschland mag in mancher Hinsicht ein Sonderfall sein, aber die Entwicklung der Geburtenraten in diversen Ländern ist diesbezüglich eindeutig. In Indonesien ist die Geburtenrate seit 1960 von 6,9 auf nun 2,1 gesunken. 
Aussterbenspanik ist auch nicht besser als prognostizierter Klimatod.
@ Laurenz:
"Und dieser Plan ist zu Recht, nur erstmal bundesrepublikanisch."
Und danach? Was soll folgen, wenn man die föderale Republik überwunden hat?
@ Monika:
"halten vermutlich etliche am Thema Interessierte LeserInnen"
Sollten meine Beiträge dazu beitragen, daß Leute die gendern von der Teilnahme abgehalten werden, soll mir das recht sein. Internetforen wo gegendert wird, gibt es nun mehr als genug. Aus Lesern "LeserInnen" machen, das ist peinlich für Rechte, die deutsche Kultur und Sprache erhalten wollen.

RMH

25. Juni 2026 20:29

@Sandstein,
ja, früher war mehr Lametta. An der Debatte hier haben sich, wenn ich es richtig überschlage, neben Ihnen 12 Teilnehmer beteiligt. Wenn was aus Ihrer Sicht die übliche Leier ist, dann teilen Sie es doch denjenigen bitte konkret mit. Das belebt dann die Debatte, da die Betroffenen so noch einmal über ihre Beiträge nachdenken dürfen, wenn sie darauf antworten wollen.

Hedda

25. Juni 2026 21:19

@Sandstein @Monika Mir fehlt ein wenig das Bewusstsein für den (immateriellen) Reichtum, den man durch Kinder bekommt. Es sind Erfahrungen, die einen prägen, die einem helfen, sich in einer Reihe zu sehen, die eigene Verortung zu reflektieren. Man gibt vieles weiter, schafft Tradition, übt Fähigkeiten, die sonst verloren gehen. Das beginnt beim Vorlesen und Singen, geht übers Kochen und Backen bis zur Handarbeit und dem Werken und Bauen. Solo bäckt man wohl kaum einen Sonntagskuchen oder lässt Drachen steigen.
Doch Mädchen sollten auch auf eigenen Füßen stehen können. Ein Mann kann sterben (oder auch gehen). Dann ist ein Beruf essenziell. Essen muss auf den Tisch.
Es gibt übrigens auch viele Männer, die das Vatersein scheuen und sich eben nicht einordnen in ein größeres Ganzes. Das ist jedoch ist immer irgendwie da, wenn man Kinder hat. Man spürt, es geht weiter, andere kommen nach und nehmen den Faden auf. Das ist schön und wichtig. 

nom de guerre

25. Juni 2026 22:48

Was ich bei diesen Antimutterschaftskampagnen interessant finde - also interessant in dem Sinne, welche Ursachen das haben könnte - ist, dass man jungen Menschen suggeriert, es sei eine gute Idee, mittels Sterilisation einen irreversiblen Zutand zu schaffen. Man verstümmelt sich körperlich (zwar bei weitem nicht so krass wie bei "geschlechtsangleichenden" Operationen, aber es ist trotzdem eine Verstümmelung), nimmt sich selbst die Möglichkeit, es sich später noch einmal anders zu überlegen - und gerade das wird Frauen als besonders verantwortungsbewusstes Verhalten verkauft. Aber warum ist so eine Argumentation möglich? Da es Verhütungsmittel gibt, existiert in den meisten Fällen kein vernünftiger Grund, eine diesbezgl endgültige Entscheidung überhaupt zu treffen, sicherlich jedoch nicht, wenn man erst 20 Jahre alt ist. Dieser Hang, sich selbst grundlegender Möglichkeiten zu berauben, kommt mir merkwürdig vor.

Monika

25. Juni 2026 23:01

@ Majestyk, mein Tränenlachzeichen hinter LeserInnen 😂😂😵‍💫haben Sie wohl übersehen. Wer mich kennt, weiß, daß ich niemals gendere, oder wie das Zeug heißt. Nicht so verbissen, junger Mann. Lächeln. @ Hedda, das Bewußtsein für den Reichtum, den Kinder geben, die Weitergabe von Tradition und Talenten, sehe ich als großen Wert . Mit vielen Kindern kann man das natürlich besser sehen. Mein jüngerer Sohn kann backen, kochen, nähen, gärtnern. Wo kommt das her ? Mein Vater, obwohl autoritär und dominant, Kriegsgeneration, hatte dieselben Talente. Er wäre der bessere Hausmann gewesen, ging aber in der Fabrik arbeiten. Meine Mutter war eine unzufriedene  Hausfrau, kochte nicht gerne, hatte keinen Sinn fürs Gärtnern und  schwärmte von ihrer Vergangenheit im Büro. Ja, und natürlich ist es traurig, wenn Familienlinien nicht weitergehen und wenn es nichts mehr zu erzählen gibt.

Majestyk

25. Juni 2026 23:07

@ RMH:
"Wenn was aus Ihrer Sicht die übliche Leier ist, dann teilen Sie es doch denjenigen bitte konkret mit."
Das verstehe ich auch nie. Wenn einem ein Puzzleteil im Meinungsspektrum fehlt, warum trägt man nicht selber dazu bei, statt von anderen zu erwarten, daß diese die eigene Meinung vertreten?
Ich habe mich als jahrelanger passiver Leser (mal mehr, mal weniger regelmäßig) damals angemeldet, weil mir meine Stimme, meine Weltwahrnehmung fehlte und ich ziemlich oft innerlich heftig widersprochen habe. Ich kann aber nur meine Sichtweisen vertreten und nicht jene von anderen, wüßte auch nicht wozu.

dojon86

25. Juni 2026 23:30

@heinrichbrueck Haben sie schon mal analysiert, wie Familienväter in Film und Werbung dargestellt werden. Üblicherweise als Arschlöcher oder harmlose Vollidioten. Und das seit Jahrzehnten. Das wirkt subkutan. Welcher junge Mann will so etwas werden. Da lieber der einsame Reiter á la Clint Eastwood. Der erste Schritt wäre, Väter und Mütter in Werbung und Film grundsätzlich positiv darzustellen. Die einzige Werbung die ich in den letzten Jahrzehnten sah, die ein positives Familienbild transportierte, zeigte einen älteren Herren, wahrscheinlich wegen des Altersunterschieds die Rolle des Großvaters einnehmend, der mit einem Kind spielte. Dazu der Text:"Du hast schon gewonnen". Ansonsten hunderte Beispiele von im Kern Väter- und Familienfeindlichem, harmlose Deppen, die nicht einmal die Waschmaschine starten können. Man könnte wirklich viel machen, aber man bräuchte mindestens 30 Jahre dazu um Prägungen zu verändern. Und in einer Gesellschaft unseres Typs hat niemand soviel Geduld.

dojon86

25. Juni 2026 23:44

@Majestyk Ich bin JG 56. Mein Großvater kehrte aus zwei Kriegen als Verlierer heim, mein Vater aus einem. Der Großvater war in beiden Kriegsteilnehmer. Er war nach dem zweiten Krieg ein gebrochener Mann. Ich will keinesfalls, dass meine Kinder dergleichen erleben.

Laurenz

26. Juni 2026 00:31

@Majestyk @L. ... was ich Ihnen indirekt, wie immer, vorwarf, ist Ihre Ignoranz gegenüber der Kunst des Machbaren. Wir sind hier weder bei Wünsch' Dir was, noch beim infantilen "Ich bin im Recht". Um auf Kultur & Tradition oder nicht, Einfluß nehmen zu können, braucht man die politische Macht. Wie Sie sehen, ist der Weg dahin kein leichter (singt Xavier Naidoo). Wenn ich die letzten Jahre überschlage, hat GK für Seine Verhältnisse viele Artikel zum Thema "Appeasement" oder nicht geschrieben. Es hat Jahre gedauert, bis auch die eher liberal Orientierten in der AfD verstanden hatten, daß voraus eilender Gehorsam gegenüber der Brandmauer-Einheitsfront nichts bringt, schon gar nicht mehr Wähler. Wähler wollen klare Kante für ihre Interessen. In den langen Weltwoche-Gesprächen wird das klar deutlich. Das Liberale widerspricht der kulturellen Tradition, auch wenn Höcke hier (seit der Antike) beschönigt. Dafür spricht Höcke um so klarer aus, wer wir aktuell sind, ein sozial-demokratisches Volk im historischen Sinne. Was soll es da bringen, auf der SiN über libertäre Hirngespinste zu debattieren, wenn das im Volk keine Sau interessiert? Wenn die AfD dran kommt, muß sie liefern. Das geht nur über eine alternative Kuchenverteilung, darum dreht sich der gesamte politische Konflikt. Das ist die Grundlage, auf der hier jede Debatte basiert, insofern sie irgendeinen Sinn haben soll. Gehen wir erst diesen Schritt erfolgreich. Dann dürfen Sie mich wieder fragen, weil Ihre Frage erst dann Sinn erzeugt.

Volksdeutscher

26. Juni 2026 03:05

@Laurenz - "Wenn GK wollte, daß die nicht lesende AfD mehr liest, mußten die Artikel handlicher & die Kommentare kürzer, wie konkreter werden."
Das ist ein Irrtum. Es ist vollkommen daneben, sich in seinem Vorhaben und Tun nach äußeren Kriterien zu richten. Wer so tut, gibt zu, daß er nicht viel Ahnung davon hat, was er selber tut und warum er das tut. Nur gut, wenn Götz Kubitschek das nicht so will, sich nicht fremdbestimmen und fremsteuern läßt. Daß die nicht lesenden AfD-ler mehr lesen, muß im Interesse der nicht lesenden AfD-ler sein, weil es um deren Bedürfnis geht und ds kann man ihnen auch nicht von außen aufdrängen. Die Qualität der Beiträge in den Heften und die der Kommentare hier müssen indes Grund genug sein, Sezession zu lesen. Bestimmte Themen mit ihrer Komplexität und Wichtigkeit bedürfen jedoch Entfaltung und Ausrollung. Weniger ist nicht immer mehr, besonders dann, wenn das Problem es ist, daß immer mehr Leute immer weniger lesen...

dojon86

26. Juni 2026 09:07

@LeChasseur Echte Oberschicht sind für mich zum Beispiel Menschen, für die es kein Problem darstellt, jedem ihrer Kinder für das Studium eine kleine Eigentumswohnung in einer Universitätsstadt zu kaufen. Oder die sich nach vier Jahren Arbeit auf die Schnelle einen netten Zweitwohnsitz auf dem Land leisten. Oder ein Jagdhaus nebst Jagd gepachtet haben. Nachdem man in diesen Kreisen sein Einkommen niemals verrät, kann man den Begriff wohl nur an den Ausgaben festmachen.

Sandstein

26. Juni 2026 09:10

@Hedda 
"Mir fehlt ein wenig das Bewusstsein für den (immateriellen) Reichtum, den man durch Kinder bekommt."
Verstehe ich nicht, Sie haben das doch schön beschrieben. @RMH, Laurenz & Co. 
Wie ich bereits schrieb, es geht nicht um eigene Sichtweisen oder zusätzliche Perspektiven, sondern den Umstand, dass viele Debatten hier innerhalb kürzester Zeit das eigentliche Thema verfehlen. Ich habe darauf mehrmals an anderen Stellen aufmerksam gemacht.
Mein Senf: die Zahlen belegen ziemlich eindeutig: mit steigendem Lebensstandard sinken die Geburtenraten, womit man finanzielle Gründe für Kinderlosigkeit ausschließen kann. Und das gilt nicht nur im Westen, sondern überall (siehe China). Deshalb glaube ich auch nicht, dass Vorschläge wie von Laurenz etwas bringen würden. Es ist eine Einstellungs- und Kopfsache, 500 Euro mehr oder weniger machen keine Kinder. Wie EK richtig bemerkt fehlt ein positives Bild von kinderreichen Familien. 

RMH

26. Juni 2026 09:17

"Beispiele von im Kern Väter- und Familienfeindlichem, harmlose Deppen, die nicht einmal die Waschmaschine starten können."
@dojon86, das ist eine zutreffende Beobachtung. Väter werden gerne als hilflose, leicht erdickte (dad bod), infantile Wesen dargestellt, die immer noch die Mutti brauchen & die Rolle der starken, cleveren "Haushaltsmanagerin" übernimmt dann die Ehefrau. Als Beispiel kann man einmal die Wick Medinait (wird wirklich so dämlich geschrieben) Werbung nehmen. Da hat man ein dickliches, unter Männerschnupfen (auch so ein männerverachtendes Wort, statistisch häufiger AU sind nach wie vor Frauen) leidendes, infantiles Etwas, was von Hausapothekerin Ehefrau das Passende verabreicht bekommt und dann wie ein Baby schläft. Wenn es wirklich solche Männer gibt (und ich fürchte, die gibt es ohne Ende, nur eben nicht so überzeichnet, wie in Werbung & Film. Die dt Sprache hält Wörter wie "Pantoffelhelden" dafür seit langem bereit), die in der Ehefrau Mamma 2.0 sehen, dann braucht man sich über Flaute im Bett, Frauen, die sich denken, ich hab ja schon ein großes Kind, warum brauche ich dann noch ein kleines oder ein weiteres kleines, nicht wundern. Über Scheidungen auch nicht. Man sieht, vielschichtig, das Ganze. Rollenklischees können auch zu Kindermangel beitragen im Verbund mit der grasierenden Infantilität. Erwachsen will keiner mehr sein.

deutscheridentitaerer

26. Juni 2026 09:30

Also, dann schreibe ich es doch, auch wenn es bei so einer weitgehend parasozialen Beziehung etwas peinlich wirken mag: jedenfalls bei mir war Ihr Vorbild, natürlich auch das Ihres Mann und Ihrer Kinder der größte Einzelgrund weg von einem Desinteresse an einer Familiengründung hin zu der Ahnung, was dieser Weg für eine Bereicherung birgt. Dementsprechend bin ich nun auch Vater einer, nach bundesdeutschen Maßstäben, Großfamilie und ich jedenfalls könnte auch nichts weniger bereuen.

Monika

26. Juni 2026 09:41

@nom de guerre
Die Frage nach dem Grund von Antimutterschaft habe ich mir auch gestellt. Es gibt ja dieses Manifest von Verena Brunschweiger "Kinderfrei statt kinderlos", wo das als ein mutiger Akt beschrieben wird. Wenn das ja mal eine häßliche Frau gesagt hätte, dann kämen blitzartig die üblichen Äußerungen . Nein, das ist eine durchaus attraktive Frau, die eigentlich "zu schön zum Aussterben" ist. Sie hätte sicher auch einen Mann gefunden, der ihr alles Mögliche "sponsert". Warum also in der "Kinderfreiheit" einen mutigen Akt sehen ? Ich verstehe es nicht. In meiner Kindheit kamen mir solche Frauen, die es damals auch schon gab, attraktiv, kinderlos, unabhängig, durchaus interessant vor. Als Tante brachten sie tolle Geschenke mit ( mal einen Lippenstift) , lockerten die spießige Familienrunde auf und düsten dann ab. Danach wurde gelästert. Also, ich denke, diese Frauen haben auch ihre Rolle. Ob man ein Statement daraus machen muß ? Nicht unbedingt.https://www.amazon.de/Kinderfrei-statt-kinderlos-Ein-Manifest/dp/3963171480

dojon86

26. Juni 2026 10:52

@Sandstein Bezüglich des fehlenden positiven Familienbildes bin ich ganz ihrer Meinung. Bezüglich der finanziellen Anreize nicht. Während der Regierungszeit Victor Orbans stieg die Reproduktionsrate sehr wohl. Unkenrufer werden jetzt sagen, ja, aber bei weitem nicht genug. Es ist leider ein Fluch des Westens, dass kurzfristiges Denken als Tugend gilt. Eine Nation ist aber wie ein großer Tanker. Hektisches Hantieren mit dem Steuer ändert den Kurs vorerst kaum. 30 Jahre sind für solche  Mentalitätsänderungen bezüglich der Einstellungen zur Familiengründung als Zeithorizont mindestens zu veranschlagen. Diesbezüglich gäbe ich den ostasiatischen Gesellschaften größere Chancen, den Kurs ihrer Nationen zu ändern. Japan und China haben das in ihrer jüngeren Geschichte mehrmals bewiesen. Dort gibt es noch nationalbewußte stabile Eliten mit einem langen Zeithorizont. Und  im übrigen gilt: Ceterum censeo, liberalismum esse delendam.

Gracchus

26. Juni 2026 11:31

Zufällig hab ich gestern ein Stück Antinatalismus-Prosa gelesen, welche alles in den Schatten stellt, "Ohne Schicksal", Fleur Jaeggy (kinderlos). Jaeggy war auch mit der kinderlosen Bachmann befreundet, welche heute 100 würde - das müsste auch SiN würdigen, wobei ich Bachmann überschätzt finde; "Erklärung mir, Liebe" ist gut, vielleicht würde ich die Erzählungen nochmals lesen, "Malina" hat mich nie interessiert.

Gracchus

26. Juni 2026 11:43

Vielleicht sind - ähnlich @RMH - solche Artikel als Trostpflästerchen für die nicht geringe kinderlose Klientel gedacht; ich denke, die meisten bereuen eher ihre Kinderlosigkeit. 
Wenn Wohlstand und niedrige Geburtenrate korrelieren, muss ja der Faktor "Arbeit" berücksichtigt werden, der Wohlstand kommt ja nicht von allein, ausserdem wird das Leben komplizierter. 

Volksdeutscher

26. Juni 2026 12:16

@Monika - "Warum also in der "Kinderfreiheit" einen mutigen Akt sehen?" Das ist eine berechtigte Frage, die auch mich eine Zeit lang beschäftigte. Mit Mut hat das gewiß nichts zu tun, wird jedoch daran gekoppelt, um den Verweigerern ein gutes Gewissen bei ihrem Tun zu verschaffen, sich ihrer biologischen Rolle als Frau zu entledigen. Eine durchschaubare liberale Zersetzungsstrategie, die langzeitig ihre Früchte trägt, wie wir das heute erleben können. Mir ist aufgefallen, daß, wenn es es darum geht, Menschen das Kinderhaben auszureden, immer die Frauen angesprochen werden und nie die Männer. Ist ja klar: Wenn Frauen nicht gebären wollen, können die Männer noch so sehr Kinder zeugen wollen, sie werden nicht können. Bei dem Vorhaben Familiengründung stehen also die Männer von den Frauen in Abhängigkeit. Will man die Gesellschaft spalten, reicht es daher vollkommen, das weibliche Geschlecht anzusprechen. Und daß es so und nicht andersherum funktioniert, liegt an der psychischen Konstitution des Geschlechtswesens Frau. Rede ihnen zuerst ein, daß sie benachteiligt, unterdrückt und ausgebeutet sind, dann kannst du sie leicht damit impfen, wie sie sein müssen, um sie zu steuern. Mut - das ist die berüchtigte Karotte für den Esel aus der Motivationspsychologie.

Laurenz

26. Juni 2026 12:54

@Volksdeutscher @L. ... Ich empfehle Ihnen, sich die Gespräche zwischen Roger Köppel mit Götz Kubitschek & Björn Höcke reinzuziehen. Auch wenn Sich Höcke öfters zum Überlegen Zeit läßt, antwortet Er, wie ein Politiker antworten können muß, gewandt & beredt. Götz Kubitschek hat mit solch einer Präsentation nichts zu tun, weil Er kein Politiker ist. Er sucht nach einzelnen Worten im Optimum, der besten Formulierung im philosophischen Sinne, um den Ausdruck in der Aussage zu perfektionieren. Weil uns bisher kein besserer Deutscher Terminius eingefallen ist, bezeichnet Sich GK als Vorfeld im Vergleich zu Höcke. Vielleicht wäre der literarisch-politische oder literarisch-gesellschaftliche Raum ein treffenderer Begriff, weiß ich aber nicht. Die Sezession wurde sehr wohl massiv verändert & anders als bewußt, kann ich mir das nicht vorstellen. Früher wurden hier tonnenweise Romane/Erzählungen im Kommentariat zu irgendwelchen theologischen Themen oder sonstwas produziert. Dazu haben normal Sterbliche keine Zeit. Auch die Badezeit wurde verkürzt, was die Debattanten mehr zwingt, auf das Wesentliche zu kommen. Lesen Sie doch mal Artikel von vor 10 Jahren + Debattenstrang.

Laurenz

26. Juni 2026 13:13

@Sandstein @L. ... ich bezog mich rein auf Reiche, denn darum ging es. Wie man auch immer Körperschaftssteuer gestaltet, da geht es bei Reichen um richtig Geld. Gehen wir von einem Vermögen von 20 Mio. € aus, verwaltet von einer Vermögensverwaltung mit einer Rendite von sagen wir 12% (2,4 Mio. p.a.). Die werden mit einer Körperschaftssteuer von 25% versteuert. Das sind 600k € Steuern, wenn wir mal von der Versteuerung von Kursgewinnen absehen. Da sind + oder - 5% im Steuersatz 120k € p.a. mehr oder weniger im Geldbeutel, sprich pro Monat 10k Euro. Glauben Sie mir, da wird manchem Vermögenden schon klar werden, leichter legal Steuern sparen, geht nicht. Auch beim noch vorhandenen Mittelstand rede ich nicht von 500 € pro Monat. Wenn man was politisch erreichen will, heißt es klotzen, nicht kleckern (Heinz Guderian). Wer mit Kindergeld Familien fördern will, fördert die Familien von Armen. Hier wurde aber in den Raum gestellt, das seien die falschen Kindererzeuger. Darauf hatte ich pragmatisch geantwortet.

Beta Jas

26. Juni 2026 17:00

@Umlautkombinat "Hier fehlt eine Perspektive. Auch Maenner machen den buschstaeblichen Schnitt"
Diese soziologische Perspektive im Zusammenhang mit der Demografie ist – so traurig das für Männer klingen mag, insbesondere für deutsche Männer – bedeutungslos.
Wer sich als Mann sterilisieren lässt, selektiert sich damit höchstens selbst genetisch aus, und das ändert nichts an der Geburtenrate. Ob ein Mann ein Kondom benutzt oder sich chirurgisch unfruchtbar machen lässt, ist bei diesem seit Jahrzehnten in der westlichen Welt stattfindenden destruktiven Vorgang egal. Denn es ist belanglos ob die Fortpflanzungsfunktion bei einem Mann intakt ist, wenn ein entstandenes Kind abgetrieben oder präventiv chemisch verhütet wird.
Schöne neue Welt durch Manipulation der Biologie.
 

Majestyk

26. Juni 2026 17:06

@ dojon86:
"Haben sie schon mal analysiert, wie Familienväter in Film und Werbung dargestellt werden. Üblicherweise als Arschlöcher oder harmlose Vollidioten. Und das seit Jahrzehnten. Das wirkt subkutan."
Siehe meine Kommentare bei Lichtmesz. Filme verändern das Denken. Linke Filme machen Menschen linker.
"Ich will keinesfalls, dass meine Kinder dergleichen erleben."
Wo bitte propagiere ich Krieg? Ich weiß gar nicht von welchem Krieg immer alle schreiben. Es wird keinen direkten Konflikt zwischen der EU und Rußland geben, darauf verwette ich alles, was ich besitze. Das ist Panikmache, so wie Klima und Corona. Die neue "Wehrhaftigkeit" dient doch anderen Dingen. Die Leute sollen Gehorsam lernen und Verzicht üben und das noch toll finden, Stichwort Great Reset.. Deswegen erzählt man die Geschichte vom Schwarzen Mann. Ob der Schwarze Mann nun Putin ist, Trump, eine Hitzewelle oder ein mittelschwerer Schnupfen. Für mich gehört das alles zusammen. 

Majestyk

26. Juni 2026 17:15

@ Laurenz:
Ich verstehe Sie nicht. Sie sind doch ein Fan der Revolution von 1848. Jene, die dort scheiterten waren Liberale. Die Deutschen bekamen später zwar ein Reich, dazu aber eine Pickelhaube. Inwiefern war der Platz an der Sonne im Interesse des Volkes? Das Ringen um Weltmacht hat nur Ärger gebracht. Aber selbst ein Sieg hätte nur wenigen genutzt oder was hatte ein Tommy vom Empire, was hat der amerikanische Durchschnittsjoe vom Weltmachtstatus? Gute Eisenbahnen, Straßen, Krankenhäuser, Schulen sind wichtiger als Flugzeugträger. Sie bewundern die Renaissance, aber worauf basiert die denn bitteschön? Doch wohl auf der Befreiung des Geistes, auch Befreiung von den Fesseln religiöser Ideologie. Der ganze Aufstieg Europas basiert darauf. Die moderne Wissenschaft wurde möglich als niemand mehr den Geist bremste. Also entweder reden wir komplett aneinander vorbei und definieren Begriffe komplett unterschiedlich oder Sie widersprechen sich. Man kann nicht bedauern, daß die Forty-Eighters scheiterten und dann wieder Liberalismus als kulturlos verteufeln.
Wenn die AfD hinterher selber Kuchen verteilt, nur eben alternativ, wird der Geist der Sozialdemokratie nie erlischen. Prägung hinterfragen geht nur radikal. Darin bin ich ein Experte und je länger man das aufschiebt, desto irreparabler wird der Schaden, auch diesbezüglich bin ich Experte.
Sie mögen meine Sichtweise nicht oder halten diese nicht für hilfreich? Völlig OK. Aber es ist meine Sicht, ich habe lange daran gearbeitet und sie gefällt mir.

dojon86

26. Juni 2026 18:34

@Majestyk Ich meinte keinen Staaten Krieg. Ich meinte einen Bürgerkrieg.  Dieser kann mindestens so schrecklich wie ein Staatenkrieg sein. Oft ist er schrecklicher weil der Hass der Parteien viel echter ist.

ofeliaa

26. Juni 2026 18:44

Ich finde es gut, dass hier auf diese Philosophie des Antinatalismus und darin enthaltene Propaganda hingewiesen wird. Ich finde es immer schlimm, wenn Menschen instrumentalisiert werden. An der reinen Theorie, dass Leben Leiden bedeutet und es kein Leiden mehr gäbe, wenn es kein Leben mehr gäbe, ist aber per se nunmal (leider) nichts logisch Falsches. Es ist eins der vielen Entscheidungsmomente, die wir auf diesem Planeten durchlaufen können. Ich denke, solche Dilemma gibt es nur, damit wir Entscheidungen treffen können. Ich gehe davon aus, dass all diese typischen, extrem kontroversen Dilemma (Abtreibung, Sterbehilfe, Ernährung mit oder ohne Tierleid, Antinatalismus, Nihilismus oder Glauben) einfach gewollte Situationen im Leben sind, damit wir uns frei entscheiden können. Ich mache Menschen, die sich derzeit für Antinatalisten halten, keinen Vorwurf und finde es auch nicht moralisch verwerflich. 

FraAimerich

26. Juni 2026 19:10

@Majestyk: "Aber es ist meine Sicht, ich habe lange daran gearbeitet und sie gefällt mir."
 
Das ist eben das Problem mit dem Kult um die Meinungsfreiheit. Es geht nicht mehr darum, ob eine Meinung/Sichtweise zutrifft oder nicht, ob sie der Wirklichkeit wenigstens gerecht zu werden versucht. Es reicht völlig, wenn sie "die eigene" ist und einem selbst gefällt. Damit erübrigt sich praktischerweise auch jede Art ernsthafter Diskussion. Denn daß jeder auf seine "hart erarbeitete" - und sicher nur zufällig den eigenen Bedürfnissen und Vorstellungen perfekt entsprechende - Meinung pocht und diese auf jeden Fall behalten will, ist eh klar. 

Monika

26. Juni 2026 19:23

Liebe Frau Kositza, werden Sie als "progessive Leserin " d a s BUCH des Sommers "Yesteryear" von Caro Clair Burke lesen und besprechen? Dort geht es um die Tradwife Hölle. https://www.swr.de/kultur/literatur/caro-claire-burke-yesteryear-100.html Wieder ein Buch, das über das Elend großer Familien berichtet. Der anderen Seite geht es wohl auch nicht besser. Ja, es braucht endlich wieder positive Vorbilder und Mut und Zuversicht für ein Leben mit Kindern. 

Kositza: Danke für den Hinweis- habs gleich bestellt! Bin ich progressiv??

Ein gebuertiger Hesse

26. Juni 2026 20:51

Wichtigster Artikel des Jahres, danke. Was sollte jetzt noch nachkommen?

Majestyk

26. Juni 2026 20:54

@ FraAimerich:
"Das ist eben das Problem mit dem Kult um die Meinungsfreiheit."
Aber nur für Leute, die ein Problem mit der Pluralität von Meinungen haben. Ihren Vorwurf an mich könnte man ja ernst nehmen, wenn Sie selber mal Ihr eigenes Diskussionsverhalten, Ihren Umgang mit anderen Menschen hinterfragen würden, von Ihren politischen Ansichten mal abgesehen. Wenn es Ihnen so wichtig ist, warum versuchen Sie nicht ein einziges Mal Süffisanz und Rhetorik durch sachliche Argumente zu ersetzen?
Ihnen passen meine Überzeugungen nicht, prima. Mir gefallen Ihre Ansichten mal so gar nicht und das ist mit Rücksicht auf die Moderation sehr diplomatisch ausgedrückt. Wir wissen ja wohl beide, daß ich den Schiri und das Publikum nicht gerade auf meiner Seite habe. Wir werden wohl beide damit leben müssen. Ich ziemlich gut im Moment, habe gerade gegrillt und eine gute Flasche Rosé gekillt. 
Noch ein schönes und sonniges Wochenende. 

Monika

26. Juni 2026 21:08

@ Kositza , dieses Buch des Jahres wird angepriesen für die "progressive Leserin" . Es heißt, "Yesteryear" entlarve das perfekt inszenierte tradwife-Leben als fragile Selbsttäuschung ". Nun, Sie inszenieren Ihr Leben nicht, deshalb gibt es auch nichts zu entlarven. Warum ? Sie sind in dieses Leben hineingewachsen, können es bejahen, und wirken nicht, als unterliegen Sie einer Täuschung. Sie sind vorangeschritten, in diesem eigentlichen Sinne sind Sie die Progressive. Nicht die Entlarver. 

Sandstein

26. Juni 2026 21:24

@Laurenz 
Ich habe Ihren Vorschlag schon verstanden, nur dürften wir uns einig sein, dass wenn es um die oberen 5-10% geht, diese mit noch so vielen Kindern keine nachhaltige Verbesserung der Geburtenrate erzielen können. Das ist rein rechnerisch schon völliger Quatsch. Der Gedanke des Foristen "die Falschrn würden Kinder bekommen" zielt ja auf die natürliche Selektion ab (die tüchtigen und intelligenten können mehr Kinder durchbringen, weil sie mehr Mittel und Ressourcen zu Verfügung haben). So einfach ist das aber heute (Wohlfahrtsstaat, Sozialismus) nicht mehr und für nachhaltige Geburtenraten benötigt man eine breite Basis. Betreuungsangebote, Zuwendungen, Steuererleichterung können sicher helfen, es beginnt aber im Kopf. Und da kann man mit wenig Einsatz in kurzer Zeit viel erreichen (im Positiven wie im Negativen, wie wir sehen können). Vllt wäre ein Modell sinnvoll, wonach Paare ab 3 Kindern keine Einkommenssteuer mehr zahlen, dann könnten es sich Familien wieder leisten, dass ein Elternteil zu Hause bleibt. Aber das ist natürlich politisch nicht gewollt.

Laurenz

26. Juni 2026 21:43

@Majestyk @L. ... Sie haben insofern Recht, daß ich meine Terminologie nach heute ausrichte, denn, wir leben heute. Höcke & Köppel beleuchten mehrmals das II. Reich, welches ökonomisch, zumindest auf dem Papier eine Erfolgsgeschichte war. Hier liegt aber der Teufel im Detail. Höcke tut Sich, auch als Historiker, schwer mit den politischen Definitionen aus dieser kurzen Epoche. Denn, der Ökonomische Erfolg betraf bei weitem nicht alle. Köppel war hier viel zu wenig kritisch. Die Zahlen in meinem Kopf stammen weitestgehend von Hans-Ulrich Wehler, der, zu Recht, wesentlich härter mit dem II. Reich umgeht. Anhand des Schicksals Karl Mays (1842-1912), der immer loyal zum II. Reich schrieb, kann man die Realitäten ziemlich gut einordnen. Der damalige Liberalismus bezog sich im wesentlichen auf den Ständestaat, auf die Nation von Bürgern. Unsere 48er, die in die USA abhauten, waren meist gebildete Bürgerliche, 9/10 siedelten sich in den Staaten der späteren Union an. Da aber die Lebensumstände, wie im II. Reich auch, kaum Unterschied zur Sklaverei machten, gab es viele 48er, die zB Gewerkschaften, etc. gründeten. Bismarck war eine Ausnahme. Willi & Tirpitz waren die typischen, völlig lernresistenten Vollidioten, die ganze Volksvermögen verschleuderten, schlimmer, als jede Grüne Sippschaft.

Raffael

26. Juni 2026 22:22

Mir reißt wg. "moderner Frau" so langsam die Hutschnur. Vorweg: Ich habe von der Frau keine Ahnung (vom Manne übrigens auch nicht), doch das schiere innere Licht sagt mir: Die "moderne" Frau steht bei ihrer Selbstanalyse wie in einem Spiegelkabinett, welches verhindert, dass sie einen objetiven Blick von außen auf sich zu werfen vermag. 
Denn: Das einzige, ausnahmslos einzige  Problem der modernen Frau ist ein Mann - es ist ihr Vater! Und zwar ist die Ursache der ihrer selbst in tausend Dingen unsicher gewordenen "modernen Frau" der an sich selbst unsicher gewordene moderne Mann, das heißt der moderne Vater, das ist der von einer heiligen Tradition nicht mehr rückengedeckte Vater. Man schaue einmal in das Gesicht beinahe einer beliebigen kopftuchtragenden Muslima: So gut wie eine jede von ihnen besitzt eine fürwahr heilige Ruhe in ihrer Aura, die nur aus der Ruhe eines sich selbst völlig gewissen Daseins herrühren kann. Und diese Daseinsruhe hat ihr ihr Vater vererbt - eben ein Mann, dem eine Kultur und eine heilige Tradition noch den Rücken decken. Die "moderne Frau" ist das wohl fatalste Symptom einer Zivilisation ohne Rückbindung an eine heilige Tradition.

FraAimerich

26. Juni 2026 22:42

@Majestyk  -  Ich habe Ihnen nichts vorgeworfen, ich habe sachlich auf ein grundsätzliches Problem hingewiesen, das ganz unabhängig von Ihren Überzeugungen existiert. Sie haben mir wie üblich ein Näschen gedreht und sich über meinen angeblich unpassenden und süffisanten Umgangston beschwert. Kurz - Ihre Standardreaktion: männlich-markant!

Majestyk

26. Juni 2026 23:06

@ Laurenz:
Schon OK. Bei allen Differenzen, ich weiß ja, Ihnen geht es um die Sache. Ihre Antwort finde ich sehr gut. Bezüglich Ständestaat sind wir uns eh einig. Im Gegensatz zu anderen Teilnehmern können Sie nicht nur austeilen, sondern auch einstecken und auch mal Fehler oder Ungenauigkeiten zugeben. Ich war zwar tatsächlich noch nie bei einem Stammtisch, mit Ihnen könnte das aber spannend werden und mit Schärfe kann ich umgehen.
 

Laurenz

26. Juni 2026 23:15

@Sandstein @L. ... ich kann & will meine Kommentare nicht weiter ausdehnen. Es ist nicht zu viel verlangt, wenn Sie etwas mitdenken würden. Was hätte es für eine Wirkung, wenn die Reichen ihre Kinderzahl ver3- oder ver4fachen würden? Viele Unternehmer haben keinen Nachwuchs, dem sie übergeben könnten. Reiche begründen auch eine Vorbildfunktion. Kinder verändern den Menschen. Unternehmer mit vielen Kindern, werden auch bei ihren Mitarbeitern mehr Kinder & begabte Kinder fördern. Wir brauchen nicht, wie Höcke, Elitenbildung debattieren, wichtig ist, daß auch die Blöden eine anständige Ausbildung erhalten. Aber Höcke hat natürlich völlig Recht, Bildung ist eben kein Widerspruch gegen mehr Kinder. EKs Frage @Monika ... Bin ich progressiv?? ... ist, mit Verlaub, falsch gestellt. Wenn man den Vergleich zu Bachs 2. Frau Anna Magdalena herstellt, muß man die Frage stellen, bin ich dämlich oder nicht? Ich behaupte, meistens nein. Kinder stellen keinen Widerspruch für Frauen (& Männer) zu Bildung & Kultur, wie einem guten Leben dar. Ich bin auch nicht derjenige, der behauptet, wir bräuchten mehr Kinder, solange man den Mangel nicht fremd ersetzt. Aber, wenn die Macht den politischen Willen nach Kindern formuliert, sehe ich überhaupt kein Problem, dieses auch kulturell & propagandistisch zu bewirken.

Umlautkombinat

27. Juni 2026 08:58

@Beta Jas

Diese soziologische Perspektive im Zusammenhang mit der Demografie ist – so traurig das für Männer klingen mag, insbesondere für deutsche Männer – bedeutungslos.

Sie haben den Kontext nicht erfasst (den ich zugegebenerweise nur angedeutet habe). Diese Schnitte sind Vorsorge, um dem Zustand eines Zahlvaters zu entgehen, hier gehts nicht um eine Technik. Die waere im Fall eines Mannes uebrigens umkehrbar.
 
Was aber nicht geht ist das Unterschieben einer Zeugung durch Frauen, die es darauf auch gegen den Willen des Mannes anlegen (und ihn dann gegebenenfalls trotzdem entsorgen). Diese Situation ist demographierelevant, da sie dem erbaermlichen Gesamtzustand um das Kinderbekommen als eine Ursache zurechnet. 

Laurenz

27. Juni 2026 10:16

@Majestyk @L. ... ich wünsche mir von Ihnen, die Debatte von unseren Haltungen, Meinungen zu entfernen, Distanz zu schaffen. GKs Verlag Antaios, Akademien, Feste, Sezession die Zeitschrift, das Forum sind doch kein Selbstzweck einer hellenischen Philosophen-Schule. Es ist eine kleine Nische, welche GK & Helfer kreierten. Gelesen wird das alles von wenigen unseresgleichen, die selbst denken & vom politischen Gegner. Wir suchen hier Ideen, gute Lösungen für das Deutsche Volk, während der politische Gegner (GK sagt Feind) diametral Lösungen sucht, wie er das Deutsche Volk (& uns) vernichten kann. Die Verhandlungsmasse, das Ziel der Auseinandersetzung ist das Deutsche Volk. Es entspricht aber nicht unserem Ideal. Wäre es ein ideales Volk, müßten wir hier nicht debattieren. Wir, anders als unsere politischen Gegner, müssen, ja sind alternativlos gezwungen, es so zu nehmen wie es ist & auf es einzugehen. Es bringt also nichts, wenn wir hier Ideale, Visionen diskutieren, denn sind diese nicht bereits offenkundig, wenn wir die religiöse Frage beiseite schieben? Wir müssen also nicht uns wahrnehmen, sondern das Volk & realisieren, worauf es überhaupt reagiert. Dafür gäbe es zwar Historiker, Politologen & Soziologen, die sind aber nicht frei im Publizieren. Dank des Einsatzes GKs sind wir hingegen relativ frei & sollten diese Chance wahrnehmen.

Monika

27. Juni 2026 11:29

@Raffael  Zur heiligen Ruhe der Muslima. Die von Ihnen festgestellte Daseinsruhe kommt vom biologischen Vater ? ?? Ich dachte, die käme von Gott. Apropos Raffael, schauen Sie sich mal die Sixtinische Madonna vom Maler mit gleichem Namen an. Dostojewski fuhr immer wieder nach Dresden, nur um dieses Gemälde anzuschauen . Sie strahlt m.E. keine Daseinsruhe aus, sondern schaut eher etwas "verunsichert" , wenn man so sagen darf. Auch die in den zahlreichen Gemälden der "Verkündigung" dargestellte Maria ist nicht so lieblich, wie es scheint. Da gibt es ganz entzückende Gesichtsausdrücke, gar bis zu einer Abwehr des Göttlichen. Die wirkliche Daseinsruhe, das ist ein weites Feld. Ich nenne es Abgeklärtheit. Ein wunderbares deutsches Wort. Darüber kann man meditieren.

Sandstein

27. Juni 2026 13:49

@Laurenz
Ich schrieb nicht, dass es egal sei, wenn die oberen 5-10% mehr Kinder bekämen. Ich schrieb, dass es für eine nachhaltige Geburtenrate rechnerisch nicht relevant ist. Das ist ein feiner Unterschied. Ist auch kein Drama, belassen wir es dabei. Ihrem Kommentar @Majestyk kann ich viel abgewinnen.
 

Laurenz

27. Juni 2026 13:59

@Monika @Raffael ... Die Madonna ist ein Katholisches Konstrukt, kein biblisches.

Hedda

27. Juni 2026 15:09

@Sandstein Das war zustimmend gemeint und geht vielleicht auch mehr in Richtung Grundsatzfragen. Erhalt einer Kultur braucht Familie. Ist man Single lebt man wohl eher im "Hier und Jetzt" und vermutlich pflegt man sein "inneres Kind". In einer Familie denkt man wohl immer die Zukunft mit und das Aufwachsen der Kinder ist mit bestimmten Traditionen verbunden. Allein wird man keine Nüsse zu Weihnachten vergolden, wie Theodor Storm es autobiographisch beschreibt, allein oder nur mit Erwachsenen zusammen entfällt das Bemalen von Ostereiern. Man schnitzt sich keine Pferdchen samt Reitern, um Schlachten nachzustellen. Doch das Herstellen von Spielzeug ist fast zwangsläufig schon vor der Geburt des ersten Kindes ein Thema. Es macht einen Unterschied, ob gekauft oder gestrickt und gehäkelt wird. Ob Wiege und Körbchen aus dem schwedischen Discounter kommen, ererbt oder selbst hergestellt wurden. Und das eben erlebt man nur mit Familie und indem man sich als Teil des größeren Ganzen versteht. Dazu sind wir, neben anderem, da.

Monika

27. Juni 2026 16:26

@ Laurenz 
Der Heilige Laurentius von Rom war auch ein Konstrukt. Eines aber ist sicher: Ihm bekam die Hitze nicht . Er verglühte auf dem Rost.
Und jetzt. Einen schönen Sonntag. 

dojon86

27. Juni 2026 17:18

@Laurenz @Sandstein @Majestyk Als ich schrieb, die Falschen bekommen die Kinder, meinte ich nicht den disziplinierten Arbeiter, der in der Regel auch nur ein Kind bekommt. der zwar wenig verdient aber der für unsere Wirtschaft bei weitem wichtiger als viele Selbstdarsteller im Management ist. Genau der wird nämlich ohnehin in unserem Sozialstaat benachteiligt und rutscht überall oberhalb der Einkommensgrenze, ab der er unterstützt wird, durch. Ich meinte den Migranten mit 5 oder mehr Kindern für den sich legale Arbeit kaum lohnen kann. Diese Bevölkerungsgruppe, Marx nannte sie Lumpenproletariat,  gibt es natürlich auch unter Deutschen. Und als ich von der echten Oberschicht schrieb, die tatsächlich weitaus mehr Kinder als der Durchschnitt hat, meinte ich nicht die obersten 10 % sondern das oberste Prozent. @Majestyk Es ging mir nicht darum, Geringverdiener zu diskriminieren. Es ging mir darum, nachzuweisen, dass disziplinierte Geringverdiener mit Arbeit und mehreren Kindern kaum besser, oft sogar schlechter dastehen, als diejenigen, die sich gleich in die soziale Hängematte legen. Bei den einen wird erwartet, dass sie sich alles selber zahlen, bei den anderen springt bei jedem neuen Kind der Staat ein. Resultat ist dann, dass natürlich völlig dysfunktionale Menschen reichlich Nachwuchs produzieren, nicht aber die Kassakraft beim Aldi, die sich morgens aus dem Bett quält um ihr unwilliges Kind (um 06:00, wen wunderts) aufzuwecken und abends hofft, die Kinder noch rechtzeitig von der Kita abholen zu können. Um letztere kümmert sich der so gerühmte Sozialstaat ja eher nicht.

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