Erfurt – Rechtsbruch und gute Laune

von Matthias Moosdorf, MdB AfD -- Es gibt Dokumente, die mehr über den Zustand dieses Landes verraten als hundert Sonntagsreden. Die interne Gefahrenprognose der Thüringer Polizei zum AfD-Bundesparteitag an diesem Wochenende ist so ein Dokument. Vierzig Seiten nüchterne Beamtensprache, und zwischen den Zeilen steht eine Ungeheuerlichkeit:

Der Staat weiß ganz genau, was in Erfurt geplant ist. Er weiß, dass rund 2.500 gewalt­be­rei­te Links­extre­mis­ten anrei­sen wer­den. Er weiß, dass die­se Leu­te im Schutz der soge­nann­ten fried­li­chen Mas­se unter­tau­chen, aus ihr her­aus ope­rie­ren und in sie zurück­flüch­ten wer­den. Er schreibt es auf, er ana­ly­siert es, er pro­gnos­ti­ziert eine Ein­satz­la­ge mit erhöh­tem Eska­la­ti­ons- und Gewalt­po­ten­zi­al. Und dann lässt er es geschehen.

Man muss sich die Mecha­nik ein­mal in Ruhe vor Augen füh­ren, weil sie so zynisch ist, dass man sie beim ers­ten Lesen kaum glau­ben mag. Die Poli­zei rech­net damit, dass sich der Pro­test über­wie­gend aus bür­ger­lich-lin­ken, zivil­ge­sell­schaft­li­chen und gewerk­schafts­na­hen Krei­sen zusam­men­setzt. So weit, so harmlos.

Doch die­sel­be Pro­gno­se warnt vor der Betei­li­gung akti­ons­ori­en­tier­ter Grup­pen aus dem links­ra­di­ka­len bis links­extre­mis­ti­schen Spek­trum, die auf Stör- und Blo­cka­de­hand­lun­gen aus­ge­rich­tet sind. Und dann folgt der ent­schei­den­de Satz: Es sei mit einer Ver­mi­schung der Teil­neh­mer­grup­pen zu rech­nen, wodurch eine kla­re Tren­nung zwi­schen fried­li­chem Pro­test und Gewalt­ak­tio­nen unmög­lich wird.

Ver­mi­schung. Was für ein ste­ri­les Wort für einen schmut­zi­gen Vor­gang. Die Omas gegen Rechts, die Gewerk­schafts­fa­mi­li­en, die Kir­chen­chö­re und Schul­klas­sen, die am Sams­tag durch Erfurt zie­hen, sind in die­ser Cho­reo­gra­fie nicht ein­fach Demons­tran­ten. Sie sind Deckung. Sie sind der Nebel, in dem der schwar­ze Block ver­schwin­det, wenn die Stei­ne geflo­gen sind. Sie sind, ob sie es wahr­ha­ben wol­len oder nicht, mensch­li­che Schutz­schil­de für Leu­te, die den Rechts­staat ver­ach­ten und das an die­sem Wochen­en­de auch prak­tisch bewei­sen wollen.

Nie­mand kann hin­ter­her behaup­ten, man habe von nichts gewusst. Das Bünd­nis Wider­set­zen, das mit inzwi­schen 91 Orts­grup­pen bun­des­weit mobi­li­siert, macht aus sei­nen Absich­ten nicht das gerings­te Geheim­nis. Der Par­tei­tag sol­le blo­ckiert, min­des­tens mas­siv ver­zö­gert werden.

Ein Spre­cher ver­kün­de­te offen, man set­ze auf so viel Mas­se, dass die Poli­zei nicht mehr räu­men kön­ne. Als das Lan­des­ver­wal­tungs­amt dar­auf­hin Ver­bots­zo­nen rund um die Mes­se und ent­lang der Auto­bah­nen 4 und 71 ver­füg­te, kam die Ant­wort prompt: Das Ver­bot wer­de fal­len, ent­we­der vor Gericht oder weil sich schlicht nie­mand dar­an halte.

Das ist kei­ne Demons­tra­ti­on mehr. Das ist die öffent­li­che Ankün­di­gung eines orga­ni­sier­ten Rechts­bruchs, gar­niert mit der Dro­hung, staat­li­che Ver­fü­gun­gen durch schie­re Mas­se zu erle­di­gen. Über 200 Bus­se sind gechar­tert, zwi­schen 35.000 und 50.000 Gegen­de­mons­tran­ten wer­den erwar­tet, die Poli­zei muss­te Hun­dert­schaf­ten aus elf Bun­des­län­dern und von der Bun­des­po­li­zei zusam­men­krat­zen, um über­haupt eine Chan­ce zu haben.

Und wofür das alles? Damit 600 Dele­gier­te einer Par­tei, die in Umfra­gen stärks­te Kraft im Land ist, ihren ver­fas­sungs­recht­lich vor­ge­schrie­be­nen Par­tei­tag abhal­ten kön­nen. Man las­se sich die­sen Satz auf der Zun­ge zer­ge­hen: Der deut­sche Staat muss im Jahr 2026 einen mili­tär­ähn­li­chen Groß­ein­satz fah­ren, damit eine lega­le Par­tei tagen darf.

Wer wis­sen will, wie das Wochen­en­de läuft, muss nur ins Archiv schau­en. Im Janu­ar 2025 blo­ckier­ten in Rie­sa Tau­sen­de Akti­vis­ten sämt­li­che Zufahrts­we­ge zum dama­li­gen Bun­des­par­tei­tag. Dele­gier­te muss­ten ihre Autos ste­hen las­sen und kilo­me­ter­weit zu Fuß gehen, Kenn­zei­chen wur­den abmon­tiert, Fahr­zeu­ge beklebt, der Par­tei­tag begann mit über zwei Stun­den Ver­spä­tung. Die Sze­ne fei­er­te das anschlie­ßend als Erfolg und gelob­te, beim nächs­ten Mal noch bes­ser orga­ni­siert zu sein. Die­ses nächs­te Mal ist jetzt.

Die Gefah­ren­pro­gno­se der Thü­rin­ger Beam­ten liest sich stre­cken­wei­se wie das Ein­ge­ständ­nis, dass Erfurt Rie­sa noch über­tref­fen wird: mehr Teil­neh­mer, mehr Pro­fes­sio­na­li­tät, dezen­tra­le Klein­grup­pen, hoch­mo­bi­le Aktio­nen ent­lang der Anfahrts­we­ge, ein Rota­ti­ons­sys­tem, das für die Ein­satz­kräf­te kaum zu durch­schau­en ist.

Und wer steht Pate bei die­sem Spektakel?

  • Die Lin­ken-Vor­sit­zen­de erklärt wört­lich, man unter­stüt­ze jeden Pro­test, der den Par­tei­tag so weit blo­ckie­re, dass er nicht nor­mal statt­fin­den könne.
  • Der Chef der Grü­nen Jugend bekennt sich offen zu rechts­wid­ri­gen Aktio­nen und nennt sie eine Pflicht.
  • Pro­mi­nen­te Kli­ma­ak­ti­vis­ten und der Cam­pact-Geschäfts­füh­rer kün­di­gen ihre Teil­nah­me an Sitz­blo­cka­den an, als hand­le es sich um einen Betriebsausflug.
  • Und Kat­rin Göring-Eckardt schwa­dro­niert von einem Fest der Demo­kra­tie, wäh­rend die Poli­zei ihres Hei­mat­lan­des intern vor einer kon­kre­ten Gefahr erheb­li­cher Stö­run­gen der öffent­li­chen Sicher­heit warnt.

Die Anmel­der der größ­ten Ein­zel­de­mons­tra­ti­on mit 15.000 erwar­te­ten Teil­neh­mern sind übri­gens Funk­tio­nä­re des DGB, unter­stützt von rund 190 Orga­ni­sa­tio­nen. Mit­glieds­bei­trä­ge von Arbeit­neh­mern finan­zie­ren also die Infra­struk­tur, in deren Wind­schat­ten Extre­mis­ten ihre Ein­sät­ze vor­be­rei­ten. Man fragt sich, was ein Dach­de­cker oder eine Kran­ken­schwes­ter davon hat.

In Erfurt gilt: Wer sich am Sams­tag in eine Men­ge ein­reiht, von der die Poli­zei schwarz auf weiß pro­gnos­ti­ziert, dass aus ihr her­aus Gewalt ver­übt wer­den wird, gilt als Held der Zivil­ge­sell­schaft. Die Ver­mi­schung, vor der die Beam­ten war­nen, ist ja kein Betriebs­un­fall. Sie ist das Geschäfts­mo­dell. Die bür­ger­li­chen Demons­tran­ten wis­sen, wen sie decken. Die Poli­ti­ker, die zur Teil­nah­me auf­ru­fen, wis­sen es auch. Es gibt zwi­schen dem lin­ken Estab­lish­ment und dem links­extre­men Rand kei­ne Brand­mau­er, es gibt nicht ein­mal einen Gar­ten­zaun. Man kennt sich, man braucht sich, man schützt sich.

Was auch immer am Wochen­en­de in Erfurt pas­siert, eines steht jetzt schon fest: Die Ver­ant­wor­tung dafür trägt nicht nur der Ver­mumm­te, der zuschlägt. Sie tra­gen alle, die sehen­den Auges das Umfeld bereit­stel­len, in dem er agie­ren kann. Sie tra­gen die Funk­tio­nä­re, die Bus­se char­tern. Sie tra­gen die Abge­ord­ne­ten, die Rechts­brü­che zur Bür­ger­pflicht adeln. Und sie trägt ein Staat, der sei­ne eige­nen Lage­ana­ly­sen offen­bar nur noch schreibt, um sie anschlie­ßend zu ignorieren.

Die AfD wird von die­sem Wochen­en­de pro­fi­tie­ren, so viel ist sicher. Nichts treibt einer Oppo­si­ti­ons­par­tei mehr Wäh­ler zu als Bil­der, auf denen ihr Par­tei­tag von einem Mob bela­gert wird, wäh­rend die poli­ti­sche Kon­kur­renz applaudiert.

– –

Mat­thi­as Moos­dorf hat jüngst das Buch Kul­tur von rechts vor­ge­legt. Er wird über die­ses The­ma auf dem Som­mer­fest in Schnell­ro­da mit Hans-Tho­mas Till­schnei­der ein Gespräch führen.

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Kommentare (36)

Franz Bettinger

3. Juli 2026 09:31

Der letzte Satz ist das Entscheidende. Nicht ohne Grund ist die AfD von 11% in 2020 auf nun 29% hochgeschnellt. Die Deppen, die da in Erfurt gegen die Demokratie protestieren, sind sich der Wirkung nicht mal bewusst. Gut so! 

Le Chasseur

3. Juli 2026 09:32

OT: "Bei der 65 Jahre alten Fahrerin des Fluchtwagens nach der Gewalttat von Stade handelt es sich um die Schwiegermutter des niedersächsischen Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe, Deniz Kurku. Das ließ der SPD-Politiker in einer Stellungnahme über einen Rechtsanwalt mitteilen."
Quelle
 

Martha

3. Juli 2026 09:57

Danke, Herr Moosdorf, genau so ist es. Danke auch für das Anstoßen einer nun immer breiteren Diskussion über die Notwendigkeit, sich rechts intensiver mit der Kultur zu befassen. Man kann in vielem anderer Meinung sein, doch Ihr Buch ist lesenswert.

RMH

3. Juli 2026 10:02

Was will der Autor mit diesem Beitrag bewirken? Hier, in diesem Kreis, bei dem vermutlich die Allermeisten selber entsprechende Erfahrungen gemacht haben (ich bspw. durch Teilnahme an frühen West-Pegida Demos & als Augenzeuge von Übergriffen während der Corona-Zeit, bei der der organisierte linke Mob auch als auxiliarii des Staates diente), erzählt er nichts Neues. Dass von den mitlesenden Augen des Staates jetzt evtl. ein einzelner Gewissenbisse bekommt, ist unwahrscheinlich. Die, die im Inneren bei der Opposition sind, wissen es auch schon längst. Was bleibt also? Die AfD Delegierten müssen jetzt diesen Opfergang gehen, ansonsten dürfen sie keine Köche in der heißen Küche mehr sein. Mit diesem Gang wird dann auch der letzte Absatz des Artikels sich bewahrheiten: Die, die AfD wählen wollten, werden jetzt erst recht AfD wählen. Warum macht die Linke dann eigentlich sowas? Sie weiß, dass damit auch die AfD sich weg von der bürgerlichen Partei entwickeln & selber radikaler nach solchen Erfahrungen werden kann: Das alte Gemüse fürs Parteiverbot soll unter Druck des Schnellkochtopfs schneller gar werden. Im Übrigen wünsche ich allen Teilnehmern viel Glück, haltet es durch & trotz aller Unkenrufe der Medien wird vom Ausland keine Hilfe kommen. Bleibt Eurer sachpolitischen Linie treu, lässt euch nicht provozieren, radikalisieren. Die Mehrheit Deutschlands braucht Euch, nicht wir, die wir hier lesen & kommentieren.

Rheinlaender

3. Juli 2026 10:19

Man agiert beim Kampf gegen die AfD ähnlich unfähig wie in anderen Bereichen. Auf der einen Seite das Narrativ "wir beschützen unsere tolerante und weltoffene Demokratie gegen hasserfüllte Nazis" ins Zentrum der eigenen Aktivitäten zu stellen und sich auf der anderen Seite auf gewalttätige Linksextremisten abzustützen die ihre Gewalt allgemein sichtbar mit eindrucksvollen Bildern inszenerien, werden, ist ein Widerspruch, der auch weniger luziden Mitbürgern auffällt.
Es hilft der AfD, dass auf der anderen Seite offenbar nicht mehr strategisch gedacht wird. Mein Eindruck ist, dass diejenigen, die die AfD gerne kompetenter bekämpfen würden, sich zurückhalten, weil sie Angst haben, dass sachliche Aussagen als Ausdruck mangelnder Konformität zum moralistischen Zwangskonsens interpretiert werden könnten.

Laurenz

3. Juli 2026 10:38

Werter Herr Moosdorf, vermute, Sie werden noch jeden Tag Hand an Ihr Cello legen. Niemand erwartet daher von Ihnen, daß Sie Sich in einer Straßenkeilerei die Finger ruinieren. Aber hier zählt wieder, was ich schon im letzten Jahrzehnt auf der SiN schrieb, die AfD braucht mehr Geld. Da kann man dann, wie das die Gewerkschaften handhaben, gegen Geld 20k Gegendemonstranten mit Bussen rankarren & 200 Sicherheitsdienste engagieren, die mit dem Schwarzen Block kurzen Prozeß machen. Linke verstehen einfach nichts anderes. Das ist natürlich eine Weimarisierung, keine Frage. Aber verhindern können wir dies eh nicht. Und das muß dann genauso so an Parteitagen der Kartellparteien ablaufen. Viele mögen einwenden, das gäbe schlechte Presse. Die Hofberichterstatter schreiben eh mies über uns. Aber weltweit erzeugen diese Bilder dann viel mehr Druck auf die BunteJunta.

MARCEL

3. Juli 2026 11:02

Der Staat erklärt einer Partei den Krieg, und diese Partei antwortet ihrerseits nicht mit Krieg, sondern geht tapfer, entsagungsvoll den Weg der strikten Legalität - so weit, so erfolgreich und richtig.
Jetzt: Nach einem Wahlsieg der AfD muss man allerdings mit mehr rechnen - mit deutlich mehr! 
P.S. Im Nordirland-Konflikt sprach man von Collusion

Le Chasseur

3. Juli 2026 11:19

@Rheinlaender
"Man agiert beim Kampf gegen die AfD ähnlich unfähig wie in anderen Bereichen. Auf der einen Seite das Narrativ "wir beschützen unsere tolerante und weltoffene Demokratie gegen hasserfüllte Nazis" ins Zentrum der eigenen Aktivitäten zu stellen und sich auf der anderen Seite auf gewalttätige Linksextremisten abzustützen die ihre Gewalt allgemein sichtbar mit eindrucksvollen Bildern inszenerien, werden, ist ein Widerspruch, der auch weniger luziden Mitbürgern auffällt."
Man (=der deutsche Staat) agiert beim Kampf gegen die AfD ähnlich unfähig wie in anderen Bereichen. Auf der einen Seite das Narrativ "wir beschützen unsere tolerante und weltoffene Demokratie gegen hasserfüllte Nazis" ins Zentrum der eigenen Aktivitäten zu stellen und auf der anderen Seite hasserfüllte Nazis mit Geld und Waffen zu versorgen, die ihre Gewalt allgemein sichtbar mit eindrucksvollen Bildern inszenieren, werden, ist ein Widerspruch, der auch weniger luziden Mitbürgern auffällt.

RMH

3. Juli 2026 11:28

@Marcel, stimme dem ersten Satz Ihres Beitrages zu, aber Sie meinen doch "vor einem Wahlsieg" und nicht "nach", oder?

Rabenkaiser

3. Juli 2026 13:57

Die Gegenseite zieht doch ständig unangemessene Parallelen zwischen der AfD und der NSDAP. Ich frage mich, warum seitens der AfD nicht die mittlerweile vollkommen angemessene Parallele zwischen NSDAP und Anti-AfD-Mob gezogen wird bzw. den Altparteien und -medien nicht öfter der Spiegel vorgehalten wird? Die NSDAP und die Sturmabteilung haben Versammlungen, Kundgebungen und Parteitage der SPD massiv gestört und teils gewaltsam gesprengt - und schließlich verboten.

MARCEL

3. Juli 2026 15:18

@RMH
Genauso: nach einem Wahlsieg
Es wird keine Entwarnung geben können. Der Hass (die Besessenheit?) der Gegner hat para-religiöse Dimensionen angenommen. Alles ist möglich, auch nach einem Wahlsieg. Der erste Feind ist die Illusion, hüten wir uns vor ihr.

Laurenz

3. Juli 2026 15:48

@Rabenkaiser ... Um historisch seriell genau zu sein, war es zuerst der Rotfront-Kämpferbund, der Parteiveranstaltungen der Mitbewerber, meist mit Stahlstangen bewaffnet, sprengte. Der Aufbau der SA war quasi eine Reaktion darauf. Daß irgendwann die SA nicht mehr nur dem Schutz von Veranstaltungen diente, liegt einfach in der Natur der Sache. Man erwidert immer wieder die gegenseitigen Besuche.

Fordring

3. Juli 2026 18:17

@Rabenkaiser
Weil man sich generell diesen Reflex abgewöhnen sollte, alles am Standard der Nazis als vermeintlichen Cartoonsuperschurken der Geschichte zu messen. Linke werden sowieso weiterhin jeden, der einen Millimeter rechts von der CDU steht , Nazis nennen, egal wie sehr wir beteuern, keine zu sein. Was soll's?

Klaus Kunde

3. Juli 2026 18:40

Wer meint, daß der gesellschaftspolitische Wandel in Deutschland ein träger vorantreibender evolutionärer Prozeß bleiben wird, der übersieht, daß dieser längst in sein finales Stadium eingetreten ist. Ein Quantensprung kann sehr rasch das Ende der uns bekannten Gesellschaftsordnung herbeiführen. Einer der drei Grundsätze der materialistischen Dialektik von Friedrich Engels ist das Gesetz des Umschlagens quantitativer Veränderungen in qualitative und umgekehrt. Beim Erhitzen ändert flüssiges Wasser seinen Aggregatzustand erst bei exakt 100 Grad, dann verdampft es zu Wasserdampf, vorher geschieht nichts Wesentliches. Wann das Wasser im heimischen Kessel seinen Siedepunkt erreichen wird, bleibt unklar, daß es ihn erreichen wird, denn die treibende Energie versiegt nicht, ist dagegen sicher. Die Szenarien des Zerfalls sind längst in den Gemeinwesen der Großstädte anschaulich. Wie bei einem Schlangenei läßt sich das bereits fertig ausgebildete Reptil durch seine halbtransparente Schale betrachten. Der Quantensprung in seiner Entwicklung ist lediglich der Schlupf.

Diogenes

3. Juli 2026 19:29

@Rabenkaiser
 
Laurenz hat Ihnen ja bereits einen hist. Reihenfolge gegeben, welche Sie nicht im staatlichen Schulunterrichtsstoff vermittelt bekommen haben. Wenn Sie tatsächlich einen hist. Vergleich der Aktion-Reaktion von damals und heute  ziehen möchten, dann müssen Sie bei den Rotfrontschlägerbanden ansetzen. Die heutigen antideutschen Schlägerbanden (die sich selbst mit ihrem eigenen Ideologiebegriff als "Antifaschisten" bezeichnen und demzufolge auch bestimmen wer Feindbild ist - nämlich alle die nicht für sie sind!) stehen in Geschichte, Tradition und Sinn der Rotfront-Schlägerbandenorganisation. Die Reaktion auf die Übergriffe/Attentate dieser Banden auf ihre Kundgebungen, Veranstaltungen und ihre Mitglieder seitens der NSDAP, war wie Laurenz richtig aussagte die Gründung der Sturmabteilung (kurz SA). Die rekrutierten sich auch aus grobgeschnitzten Männern, keine Frage; viele Ex-Kommunisten und Raufbolde waren auch dabei. Es war ja auch nicht so, als ob die Staatspolizei damals Herr der Lage gewesen wäre und den Schutz übernahm. Die Neuordnung unter dem Oberbegriff der Deutschen Polizei fand (glaube ich mich zu erinnern) im Jahre 1935 statt (wo auch heute noch geläufige Begriffe eingeführt wurden, wie die Kriminalpolizei (kurz Kripo), aber das ist ein anderes Thema.  

Christa

3. Juli 2026 20:14

Weshalb wird der Parteitag nicht einfach online durchgeführt? 
Seit Corona wissen wir, wie es geht.

Le Chasseur

4. Juli 2026 08:26

@Christa
"Weshalb wird der Parteitag nicht einfach online durchgeführt? Seit Corona wissen wir, wie es geht."
Erstens hieße das, vor dem antidemokratischen Mob einzuknicken, ist also keine Option. Zweitens ist ein Parteitag nicht so einfach online durchzuführen. Es muss bspw. sichergestellt sein, dass Wahlen nicht manipuliert werden können, und dass auch geheim bleibt, wer wie abgestimmt hat.
Es ist schon gut, dass der Parteitag in Präsenz durchgeführt wird. Die Deutschen sehen, von wem die freiheitlich demokratische Grundordnung tatsächlich bedroht wird, und der Staat wird unter Stress gesetzt.

das kapital

4. Juli 2026 08:37

@ Rabenkaiser Die meisten Wähler der AfD haben keinen Bock auf Eskalation. Die wollen ein befriedetes und funktionierendes Land zurück. Ein Kernproblem ist, dass die Nutzlosen, welche die wirtschaftliche und gesellschaftliche Substanz zerstört haben, am Meisten von der Zerstörung profitieren. Sie säen nicht, sie ernten nicht, und die Satanisten und ihre NGOs ernähren sie dennoch. Deutschland wird nie wieder so leistungsfähig sein, wie es am 3. Oktober 1990 war. Es ist zerschlagen worden und wird weiter ausgeplündert. Weil die Unproduktiven das Land die Regierungen und die Verwaltungen dominieren.Alle grünen Politiker seit 1990 haben weniger zum guten Leben der Deutschen im Jahre 2026 beigetragen als Ludwig II von Bayern vor mehr als 100 Jahren. Gründung von BASF 1865. 1,5 Millionen privates Kapital, 1,4 Millionen vom bayerischen Staat. Heute noch 40.000 Arbeitsplätze in Ludwigshafen und der weltgrößte Chemiekonzern. Und "unsere" Demokratie seit 1990? Hunderttausende von Arbeitsplätzen vernichtet.

Laurenz

4. Juli 2026 08:46

@Christa ... Weshalb wird der Parteitag nicht einfach online durchgeführt? ... Genau deswegen. Die bekannten AfD-Mandatsträger bedanken sich mittlerweise bei Achim Winter, Deutschlandkurier & Co. für jeden selbst von den Kartellparteien aufgestellten Fettnapf, in den diese selbst hineintreten. Nie hat es einen besseren Wahlkampf der Mitbewerber für die AfD gegeben. Wenn man bisher glaubte, dümmer können die Kartell-Parteien & ihre Schergen nicht agieren, agierten diese dann noch dümmer. Was glauben Sie, wie die Wirkung ist, wenn die Bilder der Blockaden gegen die AfD von Musk auf X geteilt werden & erneut eine dysfunktionale BuntesJunta zeigen? Das mitleidige Lächeln der internationalen Kollegen beim nächsten G7- oder NATO-Gipfel. Trump wird zum unbeliebtesten Kanzler-Simulanten aller Zeiten sagen, "You will be fired soon." Ob die Landesmedienanstalt gegen den sehr neutralen Ben Berndt vorgeht oder Lanz Siegmund einlädt. Mehr kann man sich nicht selbst zugunsten der AfD ins eigene Knie schießen. Man kann von Tim Kellner halten, was man will. Aber Kellners Team investiert enorme Arbeit, um immer die relevanten Stellen bei Lanz & Co. heraus zu arbeiten. https://youtu.be/Y39r6_0vFkM

Old Linkerhand

4. Juli 2026 10:05

"Weshalb wird der Parteitag nicht einfach online durchgeführt?"
Weil der Parteitag der AfD in Erfurt auch eine Machtdemonstration ist.
Ansonsten wird dem Zuschauer vor der Glotze eine durchchoreografierte Theater-Inszenierung geboten, in der alle Statisten, neudeutsch: NPC, ihre Rolle spielen. Und wie in jedem Theater kriegen alle ihr Geld aus einer Hand.
 

dojon86

4. Juli 2026 10:10

@Christa Der Aufmarsch der Antifa ist die beste Propaganda für die AFD. Darum nucht klein beigeben. Der Parteitag findet statt.

RMH

4. Juli 2026 10:38

"Weshalb wird der Parteitag nicht einfach online durchgeführt? "
Weil es wirklich nicht sein muss. Klappt doch heute alles ganz gut. Die Linken & die Antifa locken mal wieder bei weitem nicht so viele an, wie zuvor getönt, früh Aufstehen als Kernkompetenz von Rechten, Konservativen & Liberalen im Gegensatz zu Linken zahlt sich aus und im übrigen scheint die Polizei die Lage im Griff zu haben (der Staat hat in diesem Bereich bereits deutlich eher wieder hochgerüstet, als beim Militär - darüber spricht man aber nicht so laut, wie beim Militär). Irgendwelche "eigenen" Truppen braucht mal also nicht - das ganze Gefasel rund um die S.A. ist doch eher peinlich und taugt zum Bedienen der Vorurteile, die andere gegen Rechte haben. Wir leben nicht in der Weimarer Republik, wie leben in der Bunzelrepublik, wo man die Wirtschaft mit der Einführung der Attestpflicht ab Tag 1 einer AU rettet (lol). Das einzige, was bei einem AfDler das Hemd ein bisschen anbräunen kann, sind die Kaffeeflecken, wenn er beim frühaufstehend notwenig werdenden Kaffee kleckert. Und das ist auch gut so. 
 

Rabenkaiser

4. Juli 2026 11:05

Danke für die historischen Ergänzungen. Ich wusste gar nicht, dass sich aus drei Sätzen meines Kommentars so präzise rekonstruieren lässt, was ich im Geschichtsunterricht gelernt habe. Das ist eine bemerkenswerte Diagnose, @Diogenes. Ich dachte immer, Kyniker lebten von Bedürfnislosigkeit – nicht vom Bedürfnis, fremde Bildungsbiografien zu verfassen.
Jedenfalls war mein Punkt ein anderer, den ich offenbar nicht deutlich genug gemacht habe: Ich wollte weder eine historische Gleichsetzung noch eine vollständige Darstellung der Weimarer Straßenkämpfe liefern. Mir ging es darum, dass das Blockieren und Stören von Parteitagen politischer Gegner einer Demokratie nicht gut zu Gesicht steht – unabhängig davon, wer es tut. Gerade deshalb finde ich es richtig, dass die AfD solche Aktionen bislang gelassen erträgt und nicht mit gleicher Münze heimzahlt – und so sollte es auch bleiben. Ich würde mir lediglich wünschen, dass dieser Widerspruch (Blockaden werden als "Fest der Demokratie" bezeichnet, obwohl sie die Ausübung demokratischer Rechte behindern, die AfD wird regelmäßig mit antidemokratischem Verhalten in Verbindung gebracht, während ihre Gegner selbst zu antidemokratischen Mitteln greifen, der Staat/das Land schützt zwar formal den Parteitag, toleriert aber gleichzeitig ein Umfeld, das dessen Störung oder Verhinderung zum Ziel hat) öffentlich häufiger thematisiert wird.
... allerdings wissen wir ja mittlerweile, dass bisher alles gut funktioniert hat und der Parteitag läuft.

Kurativ

4. Juli 2026 11:22

Christa, 3. Juli 2026 20:14 "einfach online durchgeführt?"
Weil das ganze Internet von unseren Besatzern beherrscht und die Informationen und Vorgänge gesteuert werden können
Wahrscheinlich ist es bei den elektronischen Abstimmungssystem in Parlamenten und auf Parteitagen auch so

RWDS

4. Juli 2026 11:37

@Christa
Warum sollte man der versammelten Meute und dem Establishment diesen Sieg freiwillig schenken? Dann hieße es auf allen Kanälen die AfD kuscht.
Es ist absolut richtig, den Parteitag so durchzuführen und wie man an den aktuell eintrudelnden Meldungen sieht, ist er bereits ein Erfolg.
"Trotz vieler Blockaden scheitert Anti-AfD-Bündnis - Chrupalla eröffnet Erfurter Parteitag pünktlich" tickert der Tagesspiegel.
Das wird von heute hängen bleiben. Omas gegen Rechts, Letzte Generation, Antifa, Grüne, SPD,... haben einen riesigen Terz um gemacht, um Nichts zu erreichen.
Millionen Kosten verursacht, Polizei und andere Behörden gebunden und Teile Erfurts lahmgelegt.
Es wäre selten dämlich von der AfD, auf diese PR zu verzichten.

Carsten Lucke

4. Juli 2026 12:04

@ Christa
Weshalb nicht einfach Essen, Sex, Schlafen und das Leben überhaupt online durchführen ?!
Sie tun mir leid. (Nicht böse gemeint !)

anatol broder

4. Juli 2026 12:14

@ rmh 10:02
der autor will mit dem beitrag bewirken, dass «man sich die mechanik einmal in ruhe vor augen führt». nach der inneren schau stellt er fest, dass «niemand hinterher behaupten kann, man habe von nichts gewusst. […] die verantwortung dafür [rechtsbruch in erfurt] trägt nicht nur der vermummte, der zuschlägt. sie tragen alle, die sehenden auges das umfeld bereitstellen, in dem er agieren kann.»
im gegensatz zu dir, @ rmh, habe ich nicht das gefühl, dass die denkrichtung von moosdorf auf der sin breit unterstützt wird. zumindest lese ich hier nichts darüber, wie man das umfeld der antifa bestrafen will. stattdessen wird ständig wiederholt, die guten deutschen werfen nur deshalb steine auf polizisten, weil die bösen ausländer oder das böse kapital sie dazu verleiten.

Mitleser2

4. Juli 2026 15:11

Die Extremisten haben Apollo-News Leute angegriffen. Aber wenn beim Parteitag selbst nichts passiert, dann riecht das nach einer Absprache der Polizei oder des SPD-Innenministers mit den Demonstranten. Sozusagen: der Staat kann die Antifa steuern. Sollte man ernsthaft in Betracht ziehen. Dann wäre die linke SA schon etabliert, und je nach Bedarf einsetzbar.

Christa

4. Juli 2026 16:06

@... Ich danke Ihnen für die Kommentare. Da ich seit einiger Zeit wieder in Hamburg lebe, hier einige! Pein erzeugende "Gegen Rechts"-Aufmärsche persönlich miterlebt habe, bin ich vom Schlimmsten ausgegangen. Der Bundestagsabgeordnete Dr. Bernd Baumann und seine Ehefrau leben in ständiger Bedrohung. Die Antifa ist die RAF 2.0. Das hätte ich niemals für möglich gehalten. Und hatte Bedenken, dass ein Anschlag auf dem Parteitag stattfinden könnte. Glauben Sie mir, das hätte einen Online-Parteitag mehr als gerechtfertigt. Leute wie Björn Höcke sind aber Kämpfer, ich vergaß ... Deshalb stehen er und die gesamte AfD dort, wo sie stehen. Ich finde es ungeheuerlich, dass überhaupt Sichheitsbedenken dieser Art aufkommen, demgegenüber linke Bundestagsabgeordnete pausenlos harmlose Zivilisten verfolgen, weil sie online beleidigt wurden. 
...

Christa

4. Juli 2026 16:07

Der Effekt dieses Angriffs auf den AfD-Parteitag ist beachtlich und wird den Zulauf vermutlich nur vergrößern. Man denke an die Büchermesse Seitenwechsel im letzten November. Die platzte aus allen Nähten. Solch einen Staat, von dem ich bis zur Coronapandemie voll und ganz überzeugt war, können wir uns nicht wünschen. In der Kaplakenausgabe "Weiße Nacht' findet sich eingangs hierauf Bezugnahme. Kubitschek nennt Anderland, ich sage: Matrix-Trilogie. Denn es wird bescheidener zugehen müssen, wenn der Staat wieder ein solcher sein soll. 
Man sagt bekanntlich, dass sich die Geschichte nicht wiederholt. Grundsätzlich finde ich das zuztreffend. Immer häufiger fühle ich mich dennoch an die Umbruchsituation der Weimarer Zeit erinnert, zumindest ist es meine Vorstellung davon. Wer weiß schon, wie es wirklich war? Wer sich für den Bereich der politischen Bildung entscheidet, muss so manch seltsame Erzählung mitorchestrieren oder gilt andernfalls als persona non grata. 
Man kann es also durchaus optimistisch sehen, dass die Chance für eine echte Wende besteht. 

Majestyk

4. Juli 2026 19:27

@ anatol broder:
"zumindest lese ich hier nichts darüber, wie man das umfeld der antifa bestrafen will"
Entsprechendes zu schreiben wird sich jeder halbwegs intelligente Mensch hüten, es sei denn er sitzt er schon im Bademantel vor dem PC (sitzt außer mir eigentlich noch jemand am PC oder Laptop?).
Die AfD darf sowieso nicht, man muß nicht mehr Angriffsfläche bieten als unbedingt nötig und dem oppositionellen Milieu geht es noch viel zu gut, da geht auch keiner raus aus seiner Komfortzone. Und wer soll hier schon krawallig schreiben, wenn nicht jemand wie ich? Die meisten sind doch etepetete. 
 

Majestyk

4. Juli 2026 19:28

@ anatol broder:
"stattdessen wird ständig wiederholt, die guten deutschen werfen nur deshalb steine auf polizisten, weil die bösen ausländer oder das böse kapital sie dazu verleiten."
Das gehört zu den deutschen Lebenslügen. Für die einen sind Deutsche stets Täter, für andere immer Opfer. Wußte schon Napoleon, daß Deutsche sich mit Vorliebe gegenseitig an den Hals gehen. Gehorsam, denunzieren und dieses ewige missionieren sind halt auch Teil deutscher Wesensart. Es waren Deutsche, die Ausländer importierten, gegen die Interessen von anderen Deutschen. Auch weil Deutsche gerne jenen, die weiter unten stehen, die Leiter wegtreten, vor allem wenn man daraus selber einen Vorteil ziehen kann. Mal wurden die Türöffner getrieben von Ideologie, oft genug nur von den Schwestern Geiz und Gier. Und Kapital denkt nicht, man kann es höchstens lenken, manchmal auch verbrennen. Mitgefühl muß man mit deutschem Großkapital dennoch nicht haben, gestern trommelte es noch für "unsere Demokratie" und es wird immer noch nicht müde nach mehr Zuwanderung zu rufen. Woher jener "Antikapitalismus" kommt und welche Wurzeln der sich mit "Antizionismus" teilt, brauche ich wohl nicht zu erläutern. 
 
 

Laurenz

4. Juli 2026 21:00

@Majestyk & Anatol Broder ... Sie lesen nicht sauber. Gewalt & Widerstand sind grundstätzlich eine Geldfrage, waren sie schon immer. Einen kurzen Prozeß machen, kann man nur aus monetärer Überlegenheit.

FraAimerich

4. Juli 2026 21:54

@anatol broder: "stattdessen wird ständig wiederholt, die guten deutschen werfen nur deshalb steine auf polizisten, weil die bösen ausländer oder das böse kapital sie dazu verleiten."
 
Danke für den Hinweis. Aber sind Sie sicher, daß es sich dabei um SiN-Kommentare handelt? - Mir ist dergleichen noch nicht aufgefallen.
Falls es hier noch ein erweitertes, nicht allgemein zugängliches Forum geben sollte: Wie wird man dafür freigeschaltet?
 
@Majestyk: "Woher jener 'Antikapitalismus' kommt und welche Wurzeln der sich mit 'Antizionismus' teilt, brauche ich wohl nicht zu erläutern."
 
Könnte aber durchaus interessant sein, zu erfahren, welche Erkenntnisse Sie sich diesbezüglich erarbeitet und für gefällig befunden haben - ferner, ob diese historisch mit der Quellenlage in Einklang zu bringen sind...

Le Chasseur

5. Juli 2026 08:53

Alice Weidel hat gestern im ZDF heute journal wieder mal ein verheerendes Bild abgegeben. Wäre ich an Hayalis Stelle gewesen, hätte ich das Interview nach der ersten Frage abgebrochen, als klar war, dass Weidel nicht antworten, sondern nur vorgestanzte Phrasen absondern will.
Jemand sollte Weidel mal verraten, dass die Mehrheit der Wähler nicht weiß, was man sich unter dem Begriff "Framing" vorzustellen hat, vielleicht würde Weidel den Begriff dann nicht in jedem Interview zwanzigmal verwenden.

Liselotte

5. Juli 2026 11:15

Den Zeitungsberichten nach scheinen Parteitag und Blockierwillige ja recht gut aneinander vorbeigekommen sein. Zumindest bis jetzt anscheinend keine Ausschreitungen und bis auf die Journalisten keine weiteren Verletzten gemeldet.

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