Die AWO und die Antifa

von Wiggo Mann -- "Diederich Heßling war ein weiches Kind, das am liebsten träumte, sich vor allem fürchtete und viel an den Ohren litt."

Die­se ers­ten Zei­len aus Hein­rich Manns Roman Der Unter­tan könn­ten einem in den Sinn kom­men, wenn man sieht, wie der jun­ge Lukas Wan­ke sprach­lich und ges­tisch durch ein Inter­view mit einer hüb­schen Zei­tungs­re­por­te­rin stol­pert. Wer ist Lukas Wan­ke, wer­den Sie fra­gen? Dazu gleich mehr.

Das Som­mer­fest in Schnell­ro­da liegt hin­ter uns. Fröh­li­che Stim­mung, inter­es­san­tes Pro­gramm, gute Gesprä­che. Und als folk­lo­ris­ti­sches Extra wie jedes Jahr ein Anti­fa-Trup­pe, wel­che sich zuneh­mend mit Regen­schir­men aus­stat­tet, wie eine Pro­test-Ver­si­on von Mary Poppins.

Es ging nicht alles glatt für die Anti­fa – obwohl es nicht schwie­rig ist, kei­ne Feh­ler zu machen. Bloß hat­te man sich auf den Ade­nau­er-BUS des Zen­trums für poli­ti­sche Schön­heit gefreut, aber der kam nicht an. Män­gel, Defek­te, fal­sche Abzwei­gung? Jeden­falls setz­te die Poli­zei den Bus fest. Die Trup­pe war­te­te hin­ter dem Absperr­git­ter. Dort wur­den den Demons­tran­ten laut ihrem Insta­gram-Account „kuli­na­ri­sche Lecker­bis­sen“ wie Scho­ko­muf­fins angeboten.

Der Mag­de­bur­ger „Rechts­extre­mis­mus-Exper­te“ David Beg­rich erklär­te laut mdr vor eini­ger Zeit, sol­che „Pro­tes­te in Klein­städ­ten könn­ten den Anspruch der AfD, eine Vor­macht­stel­lung zu haben, vor Ort infra­ge stel­len.“ Ja, “könn­ten” – aber Kon­junk­tiv bleibt Kon­junk­tiv, und ver­mummt hin­ter Regen­schir­men bei schlech­ter Musik?

An der Spit­ze des Pro­tests mar­schiert seit Jah­ren das „Kol­lek­tiv IfS dicht­ma­chen“. Es hat wohl bis­her nicht gemerkt, daß es das IfS, das Insti­tut für Staats­po­li­tik, seit zwei Jah­ren nicht mehr gibt. Aber wer vom anti­fa­schis­ti­schen Wider­stand lebt, kann sich nicht ein­fach selbst dicht­ma­chen, auch dann nicht, wenn das, was dicht­ge­macht wer­den soll­te, gar nicht mehr vor­han­den ist.

Kurz vor dem Event am 11. und 12. Juli in Schnell­ro­da wur­de jeden­falls auf der Blog-Sei­te des Kol­lek­tivs wie­der zur Demons­tra­ti­on und Beläs­ti­gung der Som­mer­fest-Besu­cher auf­ge­ru­fen. Im Sin­ne des Pres­se­rechts ist dafür Lukas Wan­ke ver­ant­wort­lich. Herr Wan­ke ist Mit­ar­bei­ter von Hen­drik Lan­ge, einem sach­sen-anhal­ti­schen Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten der SED-Nach­fol­ge­par­tei mit Büro in Halle/Saale. Die Lebens­läu­fe der Stu­den­ten-Kum­pels Wan­ke und Lan­ge von der Mar­tin-Luther-Uni­ver­si­tät sind schnell erzählt: Von der Uni direkt in die Poli­tik. Bei­de haben aus­weis­lich öffent­li­cher Vita noch nie als Net­to­steu­er­zah­ler zum Gemein­we­sen beigetragen.

Ist Wan­kes „IfS dicht­ma­chen“ dem­nach die Akti­on eines poli­ti­schen Man­dats­trä­gers? Nein, das läßt sich nicht bele­gen. Die ladungs­fä­hi­ge Adres­se des Kol­lek­tivs ist natür­lich nicht das Büro des Abge­ord­ne­ten Lan­ge, son­dern ein soge­nann­tes Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­haus in Merseburg.

War­um resi­diert „IfS dicht­ma­chen“ gera­de dort? Wir wis­sen es nicht. Was wir aber wis­sen ist, daß im Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­haus Mer­se­burg auch Bera­tungs­ter­mi­ne des Ver­eins „Lebens­art“ gebucht wer­den kön­nen, einer im Ver­eins­re­gis­ter des Amts­ge­richts Stend­al (Nr. 20532) ein­ge­tra­ge­nen Orga­ni­sa­ti­on, die MdL Hen­drik Lan­ge, also der Arbeit­ge­ber von Lukas Wan­ke, als Vor­stand ver­tritt. Die Welt ist klein.

„Lebens­art e.V.“ im Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­haus hört sich nett an. Klingt nach Wein­ver­kos­tung und gemein­sa­men Kon­zert-Besu­chen unter­schied­li­cher Alters­grup­pen. Tat­säch­lich geht es dem Ver­ein aber um etwas ganz ande­res: „LSBTI*“. Die Ursprungs-Idee ent­stand – kein Scherz – natür­lich auf einem Evan­ge­li­schen Kir­chen­tag. Als „AK Lust“ gegrün­det, berät der Ver­ein heu­te auch „Jugend­li­che ab 12 Jah­ren“, zum Bei­spiel, wenn „sie sich noch nicht sicher sind, ob sie viel­leicht trans* sind.“

Der Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Hen­drik Lan­ge möch­te, daß Kin­der in einem Work­shop „spie­le­risch (…) an geschlecht­li­che Viel­falt her­an­ge­führt“ wer­den, damit sie sich „ent­spannt aus­pro­bie­ren“ kön­nen. Der Links-Poli­ti­ker und sein Team wol­len sich dabei vor­tas­ten, „mit wel­chen Namen und Pro­no­men ihr euch am wohls­ten fühlt“. Wie­der schei­nen sich die ver­ab­scheu­ungs­wür­digs­ten The­sen über unse­re Geg­ner zu bestätigen?

Ver­mut­lich ist die Nut­zung des Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­hau­ses Mer­se­burg durch den LSBTI*-Verein von Hen­drik Lan­ge weit­ge­hend extern sub­ven­tio­niert. Auch die c/o‑Adresse sei­nes Mit­ar­bei­ters Lukas Wan­ke für des­sen „IfS dicht­ma­chen“ wird wohl nicht zu hohen Kos­ten für das Kol­lek­tiv füh­ren, denn das Haus hat min­des­tens drei soli­de Geld­quel­len: Das Minis­te­ri­ums für Arbeit, Sozia­les, Gesund­heit und Gleich­stel­lung des Lan­des Sach­sen-Anhalt (Slo­gan: #modern­den­ken), das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Bil­dung, Fami­lie, Senio­ren, Frau­en und Jugend, sowie (über den „Ideen­wett­be­werb Revier­Pio­nier“) sogar das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Wirt­schaft und Klimaschutz.

So viel Steu­er­geld muß gut ver­wal­tet wer­den. Des­halb ist auch der „Anbie­ter“ des Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­hau­ses Mer­se­burg kein Unbe­kann­ter, son­dern die Arbei­ter­wohl­fahrt (AWO SPI Sozia­le Stadt und Land Ent­wick­lungs­ge­sell­schaft mbH). Was einen zur Fra­ge führt, wel­che Vor­tei­le der Arbei­ter in Mer­se­burg von die­sen Akti­vi­tä­ten der Arbei­ter­wohl­fahrt hat?

Die Poli­ti­ke­rin Marie Juchacz grün­de­te 1919 einen „Haupt­aus­schuss für Arbei­ter­wohl­fahrt in der SPD“. Laut Reichs­prä­si­dent Ebert soll­te es eine „Selbst­hil­fe der Arbei­ter­schaft“ wer­den. Gute Idee, typisch deutsch: Eine Art Sicher­heits­netz in Zei­ten bit­te­rer Armut. Davon ist 100 Jah­re spä­ter nichts mehr zu spüren.

Wer die Selbst­dar­stel­lung der AWO öff­net, sieht zunächst eine Mus­li­min mit Kopf­tuch und die Über­schrift „Migra­ti­on – Wir bera­ten und unter­stüt­zen.“ Eine Orga­ni­sa­ti­on für Arbei­ter wirbt also an vor­ders­ter Stel­le mit einem Bei­spiel aus einer der Bevöl­ke­rungs­grup­pen mit der rela­tiv gerings­ten Beschäf­ti­gungs­quo­te in Deutsch­land – mus­li­mi­sche Frau­en.

Die AWO ist von einer guten Idee zu einem Fran­ken­stein-Mons­ter des Tie­fen Staa­tes gewor­den. Zusam­men­ge­bas­telt und kaum mehr steu­er­bar. Die AWO küm­mert sich um unge­fähr alles. Von „Demo­kra­tie und Viel­falt“ bis „Euro­pa­po­li­tik“. Sie glie­dert sich nach eige­ner Anga­be in 32 Lan­des- und Bezirks­ver­bän­de mit fast 400 Kreis- und 3.000 Orts­ver­bän­den, 250.000 Mit­ar­bei­tern sowie 18.000 soge­nann­ten „Ein­rich­tun­gen“ – wie das Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­haus in Mer­se­burg, wel­ches freund­li­cher­wei­se die Brief­post für „IfS dicht­ma­chen“ entgegennimmt.

Daß bei der AWO nie­mand mehr durch­blickt, könn­te Pro­gramm sein. Marie Juchacz, Toch­ter eines Tisch­lers und ers­te weib­li­che Red­ne­rin in der deut­schen Natio­nal­ver­samm­lung 1919 wür­de ihre Idee heu­te nicht wie­der­erken­nen. In einem Misch­sys­tem von einer­seits staat­li­chem Auf­trag und ande­rer­seits eigen­stän­di­ger Leis­tung in einem staat­lich regu­lier­ten und sozi­al­ver­si­che­rungs­recht­lich finan­zier­ten Sys­tem, ist das Cha­os per­fekt. Die AfD hat­te den Laden bereits im Jahr 2020 unter Beob­ach­tung, als der Chef der AWO Frank­furt wegen zahl­rei­cher Betrugs­vor­wür­fe zurück­tre­ten mußte:

Das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Arbeit und Sozia­les schüt­tet jedes Jahr Mil­li­ar­den an Bun­des­zu­schüs­sen für die Trä­ger der frei­en Wohl­fahrt aus. Wie die­se Mit­tel ver­wen­det wer­den, liegt oft im Dun­keln und wird ungern offengelegt.

Das Estab­lish­ment streut und ver­schlei­ert, um die herr­schen­den Ver­hält­nis­se zu erhal­ten, Geg­ner zu bekämp­fen und den Bür­ger in einer hüb­schen Kut­sche an Potem­kin­schen Kulis­sen vorbeizufahren.

Die ein­zel­nen Sub-Enti­tä­ten der AWO wer­den in einem Bun­des­ver­band zusam­men­ge­faßt. Der ist zwar kei­ne klas­si­sche Kon­zern­zen­tra­le mit Wei­sungs­recht. Den­noch ist der Bun­des­ver­band die poli­ti­sche Spit­zen­or­ga­ni­sa­ti­on der AWO und ver­tritt die Inter­es­sen gegen­über der Bundesregierung.

Selbst­ver­ständ­lich wird die Orga­ni­sa­ti­on auch zu neu­en Geset­zes­vor­ha­ben im Sozi­al­be­reich „gehört“ und kann ganz ele­gant dafür sor­gen, daß die Geld­quel­len nie ver­sie­gen und das Gesamt­vo­lu­men mög­lichst nicht auf den ers­ten Blick erkenn­bar wird. Nur so kann Steu­er­geld wohl dazu genutzt wer­den, auch die Kuschel­räu­me des Trans-Ver­eins von Herrn Lan­ge oder das Anti-Schnell­ro­da-Kol­lek­tiv sei­nes Mit­ar­bei­ters Lukas Wan­ke zu subventionieren.

Der Umsatz der AWO ist gar nicht ein­fach zu bestim­men und wird – je nach Jahr und Abgren­zung – von man­chen Quel­len auf 6 – 10 Mrd Euro geschätzt. Da staunt man doch, wenn man erfährt, daß einer der bei­den haupt­amt­li­chen Vor­stän­de des Bun­des­ver­bands eine ehe­ma­li­ge Fuß­ball­spie­le­rin ist. Clau­dia Man­drysch hat vor 25 Jah­ren sicher exzel­len­te Leis­tun­gen für den FC Rum­eln-Kal­den­hau­sen, den FFC Flaes­heim-Hil­len und ande­re Top-Clubs erbracht. Aber was die Diplom-Sozi­al­ar­bei­te­rin seit­dem dazu befä­higt, die Bun­des­ge­schäfts­stel­le einer Orga­ni­sa­ti­on in der Grö­ßen­ord­nung von bör­sen­no­tier­ten Unter­neh­men wie Bei­ers­dorf oder Puma auch nur ansatz­wei­se pro­fes­sio­nell zu beglei­ten, bleibt unklar.

Damit kein Miß­ver­ständ­nis auf­kommt: Man­che Akti­vi­tä­ten der AWO mögen unter­stüt­zens- und lobens­wert sein. Neh­men wir nur mal Mut­ter-Kind-Ein­rich­tun­gen für jun­ge Frau­en, die sich anders nicht mehr zu hel­fen wis­sen. Aber mit einer zukünf­ti­gen AfD-Regie­rung müs­sen kla­re Richt­li­ni­en, enge Leis­tungs­vor­ga­ben und knall­har­te Maß­nah­men gegen poli­ti­sche Ein­fluß­nah­me ein­ge­führt wer­den. Viel­leicht sogar eine voll­stän­di­ge Tro­cken­le­gung die­ses Sump­fes mit anschlie­ßen­der Neuformatierung.

Oder, um es in Anleh­nung an Lukas Wan­ke zu sagen: „AWO dichtmachen“.

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Kommentare (40)

Dietrichs Bern

17. Juli 2026 23:05

Ja schön. Und dann höre ich die triumphalen Berichte im ÖRR über die AFD in NRW. Und ich denke mir, so schlimm scheint das ja alles im Lande nicht zu sein, wenn die angetretene Alternative lieber Machtspiele betreibt und Unterhaltung bietet. Da ist die AWO dann auch egal.

Rheinlaender

18. Juli 2026 01:27

Ähnliche Strukturen schaute ich mir kürzlich im Umfeld der evangelischen Kirche an. Interessant sind in diesem Zusammenhang m.E. die Sorgen, die man dort mit möglichen Wahlerfolgen der Opposition verbindet. Während man den eigenen Aktivismus nach außen als Versuch zur Verhinderung einer Neuauflage der NS-Herrschaft darzustellen versucht, dominieren intern vor allem Sorgen um die eigenen Privilegien in Form von Stellen im öffentlichen Dienst und dem Fluss von Steuergeldern. Weil es inopportun wäre, dies offen auszusprechen, redet man von "Minderheitenfeindlichkeit" etc., aber konkret geht es dabei fast immer auch um den möglichen Verlust materieller Ressourcen, etwa für "Bildungsprojekte" der oben bereits erwähnten Art und die damit verbundene Infrastruktur. Diese Menschen haben primär Angst um ihren Wohlstand und vielleicht noch um die politische Macht, die ihnen diesen auf Kosten anderer ermöglicht.

das kapital

18. Juli 2026 08:21

Kennst Du einen Arbeiter, dem die Arbeiterwohlfahrt in den letzten 10 Jahren wirksam geholfen hat? Bitte melde Dich! Vielleicht sollten die sich einfach in Sozialverband muslimischer Frauen umbenennen. /// Es geht darum, als SPD möglichst tief mit Milliarden an Steuergeldern in die Gesellschaft hineinzuwirken und Wahlerfolge abzusichern. Das gelingt immer weniger. Die AWO war mal sinnvoller Sozialverband. Heute dient sie wie große Teile der SPD nur noch der Korruption und dem Schutz der Korrupten. /// In Brandenburg durften wir das auch erleben. /// Umfasst aber nicht nur die AWO sondern diverse fragwürdige Netzwerke aus dem Umfeld der SPD. Siehe Sechsfachmord in Stade. Die Fahrerin des Mörders arbeitete im Umfeld von Integrationsvereinen, die mit Steuergeldern von "Demokratie leben" fett gesponsert worden waren. In Hannover musste ich bei der JF gerade mit Entsetzen sehen, dass eine korrupte SPD Migratin aus der Ratsfraktion bei einem "Hausbesuch" einer Warnerin die Scheiben eingeschlagen hat, das Auto demoliert hat und der Ehemann der Warnerin mit dem baldigen Tode drohte. Bitte schaut euch unbedingt das Video dort an. Die SPD wird mehr und mehr zur kriminellen Vereinigung.

das kapital

18. Juli 2026 08:34

@Dietrichs Bern - Die Nummer in NRW muss gestoppt werden. Sie schadet allen.Kompromissvorschlag wäre, dass ab Listenplatz 23 "paritätisch" besetzt wird. Für den Helferich darf aber trotzdem kein Platz sein, der ist nicht mal ein "freundliches Gesicht" sondern eine Belastung, die keiner brauchen kann. /// Mit viel Mühe und Geschick haben Ulli Siegmund Leif-Erik Holm und ihre Mannschaften das Feld in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg bereitet und ich bin ihnen dankbar dafür. Und jetzt kommen da 6 Wochen vor den Wahlen 95 Kröten aus ihren Löchern gekrochen, um es von NRW aus zu versauen. Merkt euch diese Namen. Merkt euch diese "freundlichen Gesichter". /// Gag am Rande: US-Nutte erklärt, dass für sie alle Männer aussehen wie George Washington. Na klar, der ist auf den Dollarnoten abgebildet und sie will ja nur die Kohle, und das möglichst schnell/// Wie schreibe ich das nun auf NRW um? Für mich sehen alle 95 Leutchen aus wie Helferich? Oder gar wie Tritschler? Das bärtige Gesicht des Dollarscheins? Ihr seid gerne bereit, es für die Landtagswahlen im September zu versauen? Könntet ihr nicht gefälligst mindestens bis Oktober warten, bis die Listenaufstellung weitergeht?!

Mitleser2

18. Juli 2026 09:29

@Rheinlaender: " Diese Menschen haben primär Angst um ihren Wohlstand und vielleicht noch um die politische Macht, die ihnen diesen auf Kosten anderer ermöglicht."
Klar ist das so, und die AWO ist nur eine der Spitzen der Eisberge. Beim Roten Kreuz sieht es genauso aus. Die Liste kann man ewig fortsetzen. Und das ist das Problem. So viele sind materiell von diesen Ponzi-Schemata und korrupten Strukturen abhängig, die werden alles tun, AfD-Mehrheiten zu verhinden. Und der Staat wird auch alles tun, dass diese Geldquellen nicht versiegen, denn dann wären diese Wählerschichten plötzlich unsicher.

Franz Bettinger

18. Juli 2026 10:00

Gut, den NearGOs mal das operative Besteck der wahren Demokraten, die sehr bald vielerorts das Sagen haben werde, zu zeigen. Die Identitäten der immer noch gerne Mundschutz- und neuerdings Regenschirm-Träger sind ja weitgehend bekannt. Warum treten die bezahlten Horden dann nicht mit offenen Visagen an? Dazu reicht der Mut wohl nicht. 

Diogenes

18. Juli 2026 10:11

@Dietrichs Bern
 
"..Und ich denke mir, so schlimm scheint das ja alles im Lande nicht zu sein, wenn die angetretene Alternative lieber Machtspiele betreibt und Unterhaltung bietet. .."
 
Dieser Vincentz und seine Clique waren und sind immer noch auf alberner Feindfahrt im Meuthen-Uboot und wissen weltanschaulich nicht, wer u. wo sie sind; wem sie angehören (Wurzel und Stamm; Grund und Halt). Die altbundesrepublikanische X-Beliebigkeit (Verwässerung des Deutschenbegriffs durch Weltbürger-Spinnerei) hat doch erst in den immer mehr Hässlichkeit/Un-Form annehmenden Ruin von Volk, Nation und Staat geführt. Dieses Diabolische "alle Erhabenheit und Hoheit auf den Kopf stellen" und in sich verdrehen/verfälschen, und damit dem volksverblödenden Materialismus in seinen ideologischen Spielarten Huld gesprochen!

derksen

18. Juli 2026 10:16

Wer ist Lukas Wanke, werden Sie fragen? 
Jetzt weiß ich also, mit wem ich mich mal länger und nett dort unterhalten habe.  [Zumindest bis ich mich als Sommerfest-Besucher zu erkennen gab. 😉]  Als die Abschottung gegenüber Menschen auf der  "bösen" Straßenseite noch lockerer war.
____
Auch Gespräche mit Herrn Helferich gehören für mich als NRWler zum dortigen Sommerfest. Interessant wird, was der Bundesvorstand der Schnellroda-nahen Partei am Montag zur Aufstellung der LTW-Liste beschließen (oder lassen) wird.
Irgendwie wirkt das aktuelle Geschehen wie ein Versuch der indirekten "Nothilfe" für die etablierten Parteien bei den Wahlen im Herbst. Wobei ich mich dann frage, wie bewusst und absichtsvoll das sein kann. Vielleicht ist es auch nur zeitlicher Zufall. 
 

das kapital

18. Juli 2026 11:01

Wer sich die korrupte SPD anschauen will, kann aktuell auf Hannover zurückgrei-fen. Einschließlich Morddrohungen gegen die Warnerin. Bitte schaut euch unbedingt das Video an. Millionenkorruption / Veruntreuung. Die ganzen Verantwortlichen bei der SPD klären nichts auf. Statt dessen zerstören die Korrupten das Haus und das Auto der Warnerin. Die Mafia regiert. ///Wer kennt einen Arbeiter, dem die Arbeiterwohlfahrt in den letzten 10 Jahren wirksam geholfen hat? Bitte melden! 

t.gygax

18. Juli 2026 11:01

Diakonie und Caritas sind nicht anders. Die ganze Sozialindustrie ist ein einziger Sumpf.....nebenbei: ich bin ehrenamtlich in einem Seniorenheim der AWO tätig. Auf der unteren Ebene werden z.T. sehr fragwürdige Arbeitsverhältnisse verhandelt....da gibt es einen  extremen Unterschied zu den oberen Rängen, die sich -das Beispiel Frankfurts zeigte es überdeutlich- eine perfekte Absicherung auf hohem materiellem Niveau gönnen, dafür aber das Motto "die Arbeit tun die Anderen "( alter Soziologieklassiker von Helmut Schelsky) als Lebenskonzept höchst erfolgreich praktizieren.

Sandstein

18. Juli 2026 12:19

@dietrichs bern
na was haben Sie denn gedacht? Dass die AfD ein Superorganismus ist, der in eine Richtung marschiert? Dass Macht und Möglichkeit nicht ganz bestimmte Charaktere anzieht, die dann eben genau so agieren, wie es ihr Profil hergibt? Schauen Sie sich den NRW Landeschef doch mal in Ruhe an, die Wichtigkeit steht doch offen ins Gesicht geschrieben, und da wähle ich noch freundliche Worte. Wirkt doch reichlich naiv und dafür, schätze ich mal frei raus, sind Sie zu alt. Am Ende kann man froh sein, dass Störfeuer, wie jetzt aus NRW, die Ausnahme bilden. Und was der ÖRR berichtet ist doch wohl nun wirklich keine Überraschung und auch keine Zeile wert. Schönes Wochenende zusammen
 

Laurenz

18. Juli 2026 12:19

@Mitleser2 & Rheinländer ... Mittlerweile haben wir bereits 52% Staatswirtschaft. Hier liegt ein mentales Problem, eine geistige Beschränktheit vor, die von jeder Kommune bis zum ungelernten Bundesfinanzminister reicht. Vor seiner Polit-Karriere hat Klingbeil nur bei der Antifa "gearbeitet". Der Mann weiß von allem nichts, schon gar nichts besser. Diese Woche verkündete er eine "Reform", beim Zoll soll ein Zentrum für Finanz- & Steuerkriminalität aufgebaut werden. Dafür werden schon wieder 1,5k neue Stellen geschaffen. Wenn irgendwo politisch gesellschaftlicher Handlungsbedarf festgestellt wird, schafft man neue Stellen, ein Moloch. Keiner kommt auf die Idee, quasi-arbeitlose Stellen, wie große Teile von 81k zivilen Mitarbeitern der BuntenWehr oder 116k bei der BuntenAgentur für Arbeit umzudisponieren. Von 14k reinen Jobvermittlern, werden im Jahr maximal pro Nase 6 Jobs vermittelt, das kann man sich sparen. Es ist billiger, wenn die 14k Jobvermittler auch nur Grundsicherung erhalten & nichts tun. Selbst in der gut organisierten Heimatgemeinde meiner Mutter, sind keine Dispositionen vorstellbar, wenn irgendwo auf Handlungsbedarf reagiert wird. Man schafft es nur, immer wieder neue Stellen einzurichten, die allerdings durch Einsparungen von 2% in allen anderen Bereichen zu finanzieren sind, besser als nichts. Der teils steuerfinanzierte NGO-Komplex, wie die AWO, kommt da noch oben drauf.

Laurenz

18. Juli 2026 12:32

@Mitleser2 & Rheinländer (2) ... Ehrenamtliche Tätigkeit in der Gemeinde, egal ob Parlament oder Gemeindevorstand, ist sehr zeitaufwendig. Trotzdem ist es jedem SiN-Leser zu empfehlen, sich da mal zu engagieren. Weitab von Schmidt, Mohler oder Heidegger, trifft man dort die Realität, entweder arbeitslose Grüne, die maximal bei der Stadt arbeiten & sich brüsten, wenn sie eine halbe Überstunde am Tag leisten oder Lehrer mit 3 Monaten unterrichtsfreier Zeit p.a., die 24-28 Wochenstunden (a 45 Min.) unterrichten. Diese Leute wissen nicht, wie normale Arbeit aussieht, verstehen auch nicht die Notwendigkeit der Finanzierung & die Versklavung von Steuer- & Gebührenzahlern ist völlig selbstverständlich. Ein Mio.-Heer an Mitbürgern ist es nicht einbläubar, daß dieser Mental-Marxismus den Staat unweigerlich an die Wand fährt.

Christa

18. Juli 2026 13:42

Auf dem Sommerfest nervte nicht nur eine unverschämte Antifa. Es ist der überhebliche Duktus, der von diesen Leuten ausgeht. Ich bin schon einiges gewohnt, aber als Rechtsextremist bezeichnet zu werden ist eine Frechheit. Obwohl ... schon fast eine Ehre. Diese Selbstgerechten gibt es auch in Kleinstädten. Hinter vorgehaltener Hand hat so mancher nun Angst, weil es ihm bald an den Kragen gehen wird. Auch in Niedersachsen, der SPD-Hochburg schlechthin. Die AWO und alle anderen "Demokratieschützer" und Gutmenschen werden sich dann einen anständigen Beruf suchen müssen. Der Fall in NRW wird keine Auswirkungen auf die Wahlergebnisse haben. Danke Jens Spahn, du hast schon dafür gesorgt🙏. Die CDU ist nun "queer". Ich sitze seit gestern Abend und komme aus dem Lachen nicht mehr heraus. Cool bleiben! 

Majestyk

18. Juli 2026 14:35

@ Mitleser2:
"die AWO ist nur eine der Spitzen der Eisberge"
Ich hatte vor drei Jahren Ärger mit der Sterbenotgemeinschaft meiner Eltern. Die Mitgliedschaft war etwas, das meine Eltern von meiner Großmutter übernommen haben. Man zahlte einen kleinen Betrag ein, bekam später eine bestimmte Summe, um die Beerdigungskosten aufzufangen. So zumindest die Idee. Um die Geschichte kurzzuhalten, selbst in so einer kleinen Kasse fehlte eine Summe von mehreren 100k. Wäre nie aufgefallen, wenn diese Gemeinschaft nicht aufgelöst und in eine größere Sterbekasse überführt worden wäre.
Organisiert wurde die Kasse meiner Eltern im Prinzip von einer Familie bzw. einer Person. Die Vorsitzende war auch Mitglied in der SPD und ebenfalls Vorsitzende eines seltsamen Europavereins, über den in meiner Heimatstadt auch "gegen Rechts" mobilisiert wird.
Der Filz durchzieht das ganze Land und dieses Schmarotzerdenken, sich an Steuergeldern zu bereichern ist in vielen Köpfen verankert. Ich sage das aufgrund meiner Herkunft nicht gerne, aber Sozialdemokratie ist nur ein Synonym für Schmarotzertum. Und wie Sie schon richtig erkannt haben, Christdemokraten blieb nichts anderes übrig, als sich in das System einzufinden, um sich Wahlchancen zu erhalten. Kohl war doch sozialdemokratischer als Schmidt. Genau die Gefahr sehe ich aber auch für die AfD. Laurenz wird nicht müde zu erklären, daß man nur so Wahlen gewinnen könne. Wenn dem so sein sollte, wie soll sich in Deutschland jemals etwas ändern?

Majestyk

18. Juli 2026 14:50

@ Rheinländer:
Für deutsche Kirchen ist es doch normal, den Staat als Geldeintreiber zu mißbrauchen. Gibt es überhaupt Gremien an denen Kirchen nicht beteiligt werden? Wieso sitzen die in jedem Rundfunkrat? Warum wird hierzulande nicht strikter zwischen Staat und Religion getrennt? Geht es da wirklich um Erhaltung von Glaube und Kultur oder doch nur um Macht und Steuerung der Bürger?
Neulich fiel mir ein alter Artikel in die Hände, über Mißbrauch des Kirchenasyls in den 80ern. So neu sind die Themen also nicht. In der Anti-AKW-Bewegung hingen die Kirchen auch schon früh federführend drin. Was geht Kirchen die Energieversorgung und Industrie an? Nur kann man mit Gläubigen darüber nicht diskutieren und es wäre ja an den Kirchenmitgliedern dies alles infrage zu stellen.

Majestyk

18. Juli 2026 14:55

Gewerkschaften sind übrigens noch schlimmer. Und was vielen, die eben nicht in der Industrie arbeiten gar nicht bewußt ist, ohne Gewerkschaftsausweis kommst du in die Großbetriebe mit den hohen Tarifen gar nicht rein. Faktisch ist das Gewerkschaftszwang. Ich schrieb es schon öfters. Das macht die Gewerkschaften im Prinzip zu politischen Türstehern in den Unternehmen.

Laurenz

18. Juli 2026 18:31

@Christa ... Wolfsburg hat einen relativ jungen Bürgermeister (51) von der Union. Die Wolfsburger wußten schon vor Jahren, wer VW an die Wand fährt. Aber auch die Grüne im Aufsichtsrat, Julia W. Hamburg, sorgt eben dafür, daß VW zukünftig keine Dividende mehr an das Land & keine Gewerbesteuer mehr an die Stadt Wolfsburg zahlt. Wie man sich bettet, so liegt man. Niedersachsen bekommt exakt das, was es gewählt hat. ... @Majestyk @L. ... Wenn Björn Höcke ein sozialdemokratisches Deutsches Volk analysiert, meint Er das im historischen Sinne, nicht im aktuellen. Muß Ihnen hier vorwerfen, daß Sie einfach wieder zu faul sind, sachlich zu debattieren & alles unsinnig über einen Kamm scheren. Denn Höcke kann Ihnen auch haargenau erklären, warum das so ist, vermutlich besser, als ich es vermag, vor allem in der Wortwahl.
Warum macht ganz China bei Xis Nationalsozialismus mit? Weil China endlich nicht mehr hungern muß & sich endlich auch was leisten kann. Wenn Sie die letzten 110/155 Jahre Deutscher Geschichte betrachten, sind es existenzielle Nöte, 4, bzw. 5 Währungsreformen (in 100 Jahren), welche die Deutschen über sich ergehen lassen mußten. Das & der Wunsch nach staatspolitischer Sicherheit steckt nach Not & Leid uns im Blut. Das interessiert die aktuelle SPD schon 1/4 Jahrhundert nicht mehr, damals mit Schröder auch nur der Form halber. Sie haben nie verstanden, für wen Höcke Seine Lebensenergie opfert & Politiker geworden ist.

Majestyk

18. Juli 2026 20:11

@ Laurenz:
Ich habe Höcke mit keinem Wort erwähnt. 
Wenn Sie sich von meinen Kommentaren auf die Zehen getreten fühlen, so ist das Ihr Problem. Vielleicht sind Sie einfach innerlich noch nicht bereit von der Sozialdemokratie zu lassen? 
Ich wiederhole es gerne noch einmal in Zeitlupe. Sie schreiben mir nicht vor, was ich zu denken habe. Andere Menschen haben andere Ansichten und Überzeugungen, leben Sie damit. 

Christa

18. Juli 2026 21:01

@Laurenz: die Wähler wollten es nicht wahr haben. Das vom Staat und Steuerzahler finanzierte Windkraft-Unternehmen Enercon hat in guten Jahren reichlich Gewerbesteuern abgegeben. Die Stadt (also die SPD) hat das Geld für unfassbar unnötige Prestigeprojekte verschwendet. Das tut also im doppelten Sinne unerträglich weh. Das ist nur ein Beispiel von vielen. In Emden geriet VW demgegenüber alle Jahre wieder in eine Krise. Das geht schon seit 30 Jahren so. Warum ist das so? VW produziert zu hohen Kosten, dass andere Länder nun deutlich preiswerter genauso gute Autos anbieten. Ich bin wirklich gespannt, was die AfD da noch retten könnte. Zu Herrn Höcke: hat er sich  (glaube ich) in dem fünfstündigen Interview auf YouTube zur Sozialdemokratie geäußert. 

Ordoliberal

18. Juli 2026 23:17

Joseph Schumpeter: "Eher legt sich ein Hund einen Wurstvorrat an als eine demokratische Regierung eine Budgetreserve."
Natürlich verprasst der Staat das Geld der Steuer- und Beitragszahler. Das kann ja gar nicht anders sein. Politik ist Gefälligkeitshandel, d.h. Umverteilung zum Zwecke des Machterhalts. Wer glaubt, sein Geld sei bei einer Gewerkschaft, Kirche, staatlich verwalteten Sozialkasse oder Behörde gut aufgehoben, ist nie erwachsen geworden. Keinem Politiker, keinem Funktionär, keinem Beamten ist zu trauen. Berufspolitiker sind a priori Steuergeldveruntreuer. Wer nicht das geraubte Geld anderer Leute an seine Klientel verteilt, wird nicht wiedergewählt. Solange die Deutschen vom Staat Fürsorge und Erziehung erwarten statt Recht und Freiheit, wird sich daran nichts ändern.
Dazu kommt, dass die Deutschen wirtschaftliche Analphabeten sind. Keiner weiß, wie sich der Staatshaushalt zusammensetzt. Jeder glaubt, mit seinen Steuern würden Straßen und Schulen gebaut. Niemand versteht, warum nur der freie Markt das Kapitalallokationsproblem löst. Jeder glaubt, der Gewinn des einen sei der Verlust des anderen. Es ist zum Haareraufen!

Laurenz

18. Juli 2026 23:38

@Christa @L. ... die von mir zitierte Aussage Höckes fand im etwas jüngeren 2,5 Stunden Interview mit Köppel statt. ... @Majestyk @L. ... Sie hatten mich zitiert. Ich hatte aber bei Ihrem meinem Zitat aber Höcke bei Köppel zitiert.

Liselotte

19. Juli 2026 01:06

Tja die Sozialkonzerne... ob AWO, Diakonie oder Caritas, spätestens im Alter kommt man nicht an ihnen vorbei. Aber Abschaffen wird wohl kaum gehen...

Laurenz

19. Juli 2026 08:59

@Liselotte ... Tja die Sozialkonzerne... ob AWO, Diakonie oder Caritas, spätestens im Alter kommt man nicht an ihnen vorbei. Aber Abschaffen wird wohl kaum gehen ... Indirekt verstaatlichen & dann formal privatisieren. In dem Augenblick, in dem man das macht, braucht man nur noch einen Vorstand, nur noch einen Verwaltungsapparat. ... @Ordoliberal ... es gibt Märkte, aber es gibt keine freien Märkte, hat es noch nie gegeben, wenn wir mal von Tulpen absehen. Daß die Justiz mit weisungsgebundener Staatsanwaltschaft ihren Job nicht macht, mutiert uns natürlich in einen Failed State. In den USA ist das auf Bundesebene auch nicht besser. Die Schuldenmaschine funktioniert nur, weil unsere Notenbank nach dem gescheiterten Keynes ausgerichtet ist. Eine stabilitätsorientierte unabhängige Notenbank in Deutschland ist das politisch mächtigste Instrument außerhalb eines Krieges, weltweit. Es gäbe auch kein explodierendes Geldmangenwachstum. Die einstige Bundesbank hätte die Zinsen längst soweit angehoben, daß der Bund jetzt 5% zahlen müßte. Alleine die Zinsen für 3 Bio. € Deutsche Staatsschulden belaufen sich dann p.a. auf 150 Mrd. €, ohne einen einzigen Centavo zu tilgen. Was meinen Sie, was dann noch für Lobbyisten, EU, Bullshit-Industrien, Gott & die Welt übrig bliebe?

Laurenz

19. Juli 2026 09:14

@Christa @L. (2)... bin wirklich gespannt, was die AfD da noch retten könnte. ... Diese indirekte, aber entscheidende Frage legt direkt den Finger auf die Wunde des SiN-Kommentariats. In GKs philosophie-orientierten Forum sind wir Debattanten diesbezüglich schlicht unterbelichtet. Meine Meinung: Die AfD streicht erst mal alle Bullshit-Finanzierungen, wie Ukraine-Unterstützung, etc., soweit das im rechtlichen Rahmen möglich ist. Man kassiert alle Energiewende-Gesetze, CO2-Abgaben-Mist, alle Klima-Subventionen ein. Das wird die wahre Zahl an Arbeitslosen aufzeigen. Arbeistlose finanzieren ist aber billiger, als Quatsch-NGOs zu sponsern. Man wird die EU unter Druck setzen. Denn ohne Deutsches Geld macht die EU ganz schnell zu. Der Druck wird sich dahingehend äußern, tausende von Regularien zu streichen, wie Flottenverbrauch, etc. um Investitionen wieder Sinn zu geben, anstatt die Industrie aus dem Land zu treiben. Man wird Energie wieder aus Rußland importieren, außer irgendwer bietet Energie billiger an. ... Ich könnte jetzt ganze Seiten füllen, aber zumindest haben ich Ihnen ein paar Maßnahmen präsentiert, die funktionieren werden.

RMH

19. Juli 2026 09:56

"Tja die Sozialkonzerne... ob AWO, Diakonie oder Caritas, spätestens im Alter kommt man nicht an ihnen vorbei." @Liselotte, & am Anfang des Lebens. Als typische "Sandwich"-Generation, sprich, 2 berufst. Eltern mit Kindern & die eigenen Eltern leben noch, haben wir die region. Angebote bei Kindergärten & Pflege nunmehr quasi über die Jahre hinweg sichten & in Anspruch nehmen müssen. AWO KiGas (dort natürlich KITA genannt), haben den schlechtesten Eindruck auf uns gemacht (hier geht wohl wenig über Einrichtungen mit kirchl. Hintergrund) & als dann die Pfelge für 1 Elternteil anstand, waren Caritas/Diakonie die arrogantesten Einrichtungen mit am wenigsten Rückmeldung (ein Leben lang Kirchgänger & Spitzen-Kirchensteuerzahler gewesen zu sein, bringt keinen Vorteil), AWO neutral, aber mit dem stärksten, permanenten Urin -Geruch im Heim, so dass der zu pflegende Schwiegervater (vom Zustand geht eigene Pflege nicht mehr) nunmehr in einem privat geführten Heim gelandet ist, welches sehr gut ist. Kein unangen. Gerüche, Einzelzimmer, top geführt, Essen, Betreuung, Pflege gut. Ist aber eben eine Inhaber-Familie, die in der Branche schon in 2 Generation ist, neu gebautes Heim hat & sich auskennt. Auch dieser Branche tut Wettbewerb offensichtlich gut. Im Übrigen bin ich bei den Ausführungen von @Ordoliberal, Majestyk & Laurenz.

das kapital

19. Juli 2026 10:06

@ Ordoliberal Danke dass Sie noch mal an Schumpeter erinnern. Mir war das immer nur als Redebeitrag von FJS geläufig. Hätte es zu Zeiten von Hayek Schumpeter und Paul C. Martin schon fortschrittliche Technik gegeben könnte man einen eigenen Kanal mit deren Beiträgen bespielen. Für mich prägend "Wann kommt der Staatsbankrott? 1982 Paul C. Martin. Leicht holzschnittartig zum Ende der Ära Schmidt, wo teils 12 Prozent Zinsen auf Staatspapieren stand und immer noch und immer wieder lesenswert. Staatsschulden werden niemals zurückgezahlt ist eine der Kernaussagen, die ich fürs Leben gelernt habe, perverse Ökonomen wie Klingbeil und Merz aber niemals lernen werden. Für sie ist die Staatskasse propagandistisch eine Wundertüte. Jeder  nimmt was raus, keiner zahlt was ein und trotzdem funktioniert es. Woodooeconomics. Lindner ist rausgeflogen, weil er die Schuldenbremse ernst genommen hat und ist dann von der Antifaökonomie abgelöst worden. Familienversicherung streichen, lieber linke Schlägertrupps durchfinanzieren. Die Gesellschaft wird gespalten. Der Staat selbst und die EU und der öffentliche Dienst sind zum Spaltpilz der Nation geworden.Wer widerspricht wie Dr. Maaßen ist raus. Der totalitäre Parteienstaat hat alle Bürger zu Feinden erklärt.

Dietrichs Bern

19. Juli 2026 10:22

@Sandstein: Ja, wahrscheinlich bin ich zu naiv, aber das dieses Land, einem wichtiger sein sollte als der Versuch, eine Wahl vor die Wand zu fahren, glaube ich immer noch. Von daher stehe ich staunend vor dem was in NRW passiert.

anatol broder

19. Juli 2026 13:03

der oben erwähnte verein lebensart listet geschäftliche verbindungen in ganz mitteldeutschland auf. die dort verwendeten abkürzungen offenbaren eine babylonische verwirrung.

LSQpRT, LSBTIQ*, LSBTI*, LSVD⁺, CSD, LSBTTI, Queer4mat, LGBT, SPDqueer, QueerGrün, LiSL, que(e)r_einsteigen, INTA+, [kju], GAYschorre, Queer², TIN*, BOYS´n`BEATS, L-Stammtisch, Fem-Queer, FLINTA*, lücken_los, Q*UBE, GOQUEER, local q*, LGBTQ*, LAG, LSVD.

 

Majestyk

19. Juli 2026 16:52

@ Laurenz:
"Sie hatten mich zitiert."
Da würde ich noch einmal nachlesen. Der einzige Teilnehmer, den ich zitiert habe, ist Mitleser2 in meinem Kommentar vom 18. Juli 2026 14:35. Die beiden anderen Kommentare enthielten gar kein Zitat. 
 
@ Liselotte:
"Tja die Sozialkonzerne... ob AWO, Diakonie oder Caritas, spätestens im Alter kommt man nicht an ihnen vorbei."
Wie schaffen dies Menschen in Ländern ohne solche Konzerne, wie haben es Menschen vor deren Entstehung geschafft? Ich denke, wir hineingeborene hinterfragen zu wenig. 
Ich erwähnte in einem Kommentar das Prinzip Sterbenotgemeinschaft. Meine andere Oma hatte eine entsprechende Versicherung bei einem Unternehmen und die Hinterbliebenen erhielten ein Vielfaches ausgezahlt von dem, was bei der Sterbenotgemeinschaft im Idealfall zu erwarten gewesen wäre. 
Solidargemeinschaften können vermutlich auf lokaler Ebene funktionieren, nicht als Konzern. Ein Konzern wie die Caritas hat über 770k Beschäftigte, mehr als VW, gilt aber als gemeinnütziger Verein mit entsprechenden Vergünstigungen. 
Wenn man all diese Leute zusammenzählt, versteht man, warum dieses Modell "unsere Demokratie" von so vielen mit Zähnen und Klauen verteidigt wird.

Laurenz

19. Juli 2026 21:18

@Majestyk @Mitleser2 ... Kohl war doch sozialdemokratischer als Schmidt. Genau die Gefahr sehe ich aber auch für die AfD. Laurenz wird nicht müde zu erklären, daß man nur so Wahlen gewinnen könne. ... Bei meiner letzten Erwähnung zitierte ich Höcke bei Köppel, & ich stimme Höcke weitestegehend zu. Man kann sich nicht, wie Gauck es wünscht, das Volk aussuchen. Wie kann man Gestaltungsoptionen erlangen, wenn man nicht die Herzen der Wähler erobert? Nach Ihrer Logik/Rechthabe verändern wir nichts, weil wir nicht gewählt werden werden. ... @RMH ... Tja die Sozialkonzerne ... Nur zur Info: In Deutschland leben 5,7 Mio. Pflegebedürftige, davon ca. 800k in Heimen, also ca. 14%. Die meisten, 4,9 Mio., ab Pflegegrad 1, leben zuhause, ein Großteil allein durch Angehörige, ein Teil mit ambulanter Pflegeunterstützung. Habe regelmäßigen Kontakt mit einer Diakonie-Station. Die kriegen keinen Centavo vom Träger, Gewinne werden natürlich abgeschöpft. Ein staatlicher Träger, der privatrechtlich anstellt, zB in einer gGmbH, braucht keine Gewinne machen. Hier hat man auch direkte politische Kontrolle darüber, daß Pflegekräfte anständig bezahlt werden. Ihr Wettbewerb basiert nicht immer, aber häufig auf unmenschlichen Zuständen.

RMH

20. Juli 2026 08:04

@Laurenz, Pflege bedeutet nicht automatisch, dass die Leute in der eigenen Sch... liegen bleiben und auch nicht, dass die Arbeitnehmer ausgebeutet werden (wird es im Einzelfall aber sicher auch noch geben). Machen Sie sich mal frei von den ganzen links-medialen Strohmännernn & Klischees, die immer in den Köpfen hängen. Von Angehörigen gepflegt zu werden, muss auch nicht zwangsläufig die "bessere" Pflege sein (ganz im Gegenteil, keine Ahnung, gepaart mit Emotion = Unschön). In der Pfelge wurde nicht ohne Grund ein Mindestlohn bereits 5 Jahre vor dem allgemeinen Mindestlohn eingeführt & beim Arbeitskräftemangel, kann es sich ein von dt Inhabern geführtes Pflegeheim, welches keinen Zugriff auf Clan-Abhänigige & sonstige "Sklaven" hat, nicht erlauben, sein Personal auszubeuten. Auch das ist übrigens die Folge von normalem, gesunden "Wettbewerb". Das in Branchen wie Pflege es Kontrolle geben darf, habe ich nicht bestritten. Wenn man aber ein Marktoligopol von 5-6 Anbietern hat, die Masse davon irgendwie kirchennah oder SPD-nah (AWO ist ja nicht der einzige: ASB gehört ja auch ins Sozen-Umfeld), dann sind ein paar gescheite, private geführte Einrichtungen wahrlich kein Fehler.

Ordoliberal

20. Juli 2026 09:50

@laurenz: "Es gibt Märkte, aber es gibt keine freien Märkte." Einverstanden.
Das liegt aber doch daran, dass sich der Staat in allen Ländern der Welt die Macht vorbehält, Marktteilnehmer völlig willkürlich zu privilegieren und zu diskriminieren. Auch aus unserem Grundgesetz lässt sich keine Marktordnung ableiten, die es verbietet, sich dem Wettbewerb zu entziehen oder Kosten auf Dritte abzuwälzen. Man könnte sogar sagen: Eine solche Marktordnung ist im Grundgesetz nicht erwünscht. Den Politikern sollen tiefe Eingriffsmöglichkeiten in den Markt verbleiben, angeblich zum Nutzen des "Gemeinwohls", das aber nirgendwo im Grundgesetz oder den nachgeordneten Gesetzen definiert ist.
Die Crux sind die Dienstleistungen, die sich jeder leisten können soll, selbst wenn sein Einkommen dazu nicht ausreicht, nämlich Versorgung bei Krankheit, Arbeitsunfähigkeit und Alter. Aber warum müssen die dafür notwendigen solidarischen (d.h. risikoprämienfreien) Pflichtversicherungen vom Staat angeboten werden? Warum sollten ausgerechnet Parteipolitiker oder Funktionäre gemeinnütziger Vereine effizienter und vertrauenswürdiger agieren als Vorstände von Unternehmen, die vom Markt kontrolliert werden?

Laurenz

20. Juli 2026 12:21

@Ordoliberal @L. ... Hier geht es nicht um Vernunft, Ordoliberal. Warum scheiterten Keynes, Schiller, von Hayek & von Mises? Weil politische Logik ökonomische Logik schlägt. Vocke (als Präsident der Bank Deutscher Länder) mußte das Bundesbankgesetz gegen den Willen Adenauers, glaube 1957, im Bundestag durchsetzen. Mir fehlen die Worte, um Ihnen die einstige, aber abstrakte Macht der Bundesbank zu vermitteln. Auf Tichys scheitere ich regelmäßig an jenen, welche die Abstraktion von ökonomischen Zahlen & Zuständigkeiten nicht verstehen. Früher (90er), als es noch einen Kaptalmarkt mit echten Menschen (Zinsknechten) gab, stand bezüglich der Bundesbank (weltweit) ein ungeschriebenes Gesetz im Raum, "never fight the Bundesbank", was die Macht der einstigen Bundesbank wohl am besten beschreibt. Der im Kommentarstrang erwähnte Schumpeter hielt den Kapitalismus nicht für überlebensfähig. Wir alle wissen, die Alternative, der Sozialismus, ist es auch nicht. Schumpeter machte eine reine Uni-Karriere, während von Hayek & von Mises von Oligarchen gepuscht wurden. Aber, das schreibe ich Ihnen ja schon seit Jahren. Von Hayek verkaufte sogar die Idee eines Grundeinkommens. Hört sich ziemlich links an, finden Sie nicht?

Ordoliberal

20. Juli 2026 15:57

@laurenz
1/2
Ich weiß gar nicht, wogegen Sie bei mir immer argumentieren. Wir sind uns doch einig, dass 1) kein Politiker eine freie Marktwirtschaft will, dass 2) der Sozialismus aber auch keine Lösung ist, dass 3) Zentralbanken abgeschafft gehören und dass 4) freie Märkte, wenn überhaupt, nur im Binnenhandel existieren können. Im Außenhandel setzt immer die Machtpolitik die Regeln, weil die internationalen Märkte nicht einer einklagbaren Marktordnung unterliegen. (Eine solche internationale Marktordnung ist ein Traum der Libertären, der zum Alptraum der EU geführt hat. Ich träume diesen Traum nicht.)
Was wollen Sie eigentlich? Sie sind zwar gegen den Interventionismus und geben zu, dass das Problem ist, dass Unternehmen Politiker bestechen, um Marktvorteile zu bekommen, wollen aber nicht, dass man diesen Politikern schon in der Verfassung die Markteingriffsmacht nimmt, die es ihnen erlaubt, ihre Klientel zu belohnen, ihre Gegner zu bestrafen und ihre infantilen ideologischen Träumereien zu verfolgen.

Ordoliberal

20. Juli 2026 16:00

@laurenz
2/2
Sie sind mir zunehmend ein Rätsel. Sie glauben nicht - wie einige hier - an den Unsinn, dass das Profitstreben per se egoistisch ist und dass der Gewinn des einen der Verlust des anderen sein muss. Sie wissen, dass das Grundproblem der Wirtschaft, nämlich die Frage, wie der Kapitalstock einer Nation eingesetzt werden muss, um die Bedürfnisse aller maximal zu befriedigen, nicht durch eine mathematische Berechnung beantwortet werden kann, sondern nur durch Versuch und Irrtum, also durch den freien Markt. Warum also ständig diese Streits? Ich kenne die Biografien Schumpeters, Hayeks und Mises' so gut wie Sie. Ich weiß natürlich, dass Schumpeter glaubte, dass Parteiendemokratien immer im Sozialismus enden. Na und? Das Leben endet auch immer im Tod. Sollen wir deshalb aufhören, gegen den Tod zu kämpfen?

Majestyk

20. Juli 2026 16:06

@ Laurenz:
"Wie kann man Gestaltungsoptionen erlangen, wenn man nicht die Herzen der Wähler erobert?"
Dem stimme ich zu, aber bitte nicht durch Anbiederung und ausblenden des Verstandes. Man muß Leute vielleicht abholen, wo sie stehen, kann sie dann aber auch führen. Wenn man Menschen ins Umverteilungsparadies führen konnte, geht das auch in die andere Richtung. Spätestens dann, wenn es nichts mehr zum Umverteilen gibt. 
Sie sagen doch immer, der Mensch muß durch Schmerz lernen. Pflege im Alter ist das beste Beispiel. Ich mache mich jetzt bewußt unbeliebt. Aber wie kann es sein, daß Kinderlose ihre Probleme im Alter von der Allgemeinheit lösen lassen können? Mich wird es auch betreffen, werde aber andere Lösungen finden, hoffe ich. 
Diese ganzen Strukturen sorgen doch für realitätsferne Lebensentscheidungen wie "Ehe und Familie brauche ich nicht". Ja, klingt hart. Aber um aus dem Anspruchsdenken gegenüber Staat und Gemeinschaft herauszukommen, müssen Menschen wieder lernen, daß jede Entscheidung eine Konsequenz beinhaltet. Auch die Entscheidung gegen Kinder. Damit meine ich ausdrücklich nicht lernen durch Strafbesteuerung.
Mal ein anderes Beispiel. Heute ist es üblich Medikamente gegen Zucker oder hohen Blutdruck zu verordnen. Nahrungsergänzungsmittel sind Verkaufsschlager. Statt der Einnahme von Präparaten wäre es doch sinnvoller vorher so zu leben, daß man ebensolche nicht benötigt.

Laurenz

20. Juli 2026 17:27

@Majestyk @L. ... Man muß Leute vielleicht abholen, wo sie stehen, kann sie dann aber auch führen. ... Mit Verlaub, Majestyk, Sie kaffeekränzen hier. Sie klingen schon, wie ein Textbaustein-Politiker der Kartellparteien. Wir machen alles richtig, man muß es dem Wähler nur erklären. Sie leiden auch nicht nur etwas am Größenwahn. Woher wollen Sie wissen, daß Sie schlauer sind, als der Wähler? Am Ende ignorieren Sie das Volk, dessen soziale Integrität Sie leugnen. ... Kinderlose ... Auch hier faseln Sie. Gerade Kinderlose zahlen mehr Steuern, zahlen in die Renten-/Pensionskassen & finanzieren die Bagage der Kinderaufziehenden mit. Es ist egal, ob wir eine Generation mit Altersüberhang haben oder nicht. Halten Sie die Chinesen doch nicht für blöd. Ihre symptomatische Medikamenten-Kritik liegt genauso falsch. Meine Mutter nahm bis vor 2 Jahren gar keine Medikamente, reines Glück, Zufall, weil Sie bis vor 2 Jahren nicht zum Arzt mußte, & lieber Tennisspielen ging. Sie bezahlte mit gestreutem Darmkrebs im letzten Stadium, was Sie bisher mit 3 harten Operationen überlebte & wird in einer Woche 88. Das, was Sie beschreiben, ist die Macht der Pharmalobby, gegen die sich Horst Seehofer, selbst als Minister vor laufenden Kameras offenbarend, nicht durchsetzen konnte. Wieder ist Ihnen zu empfehlen, lassen Sie Sich in Ihr Gemeinde-Parlament wählen. Nach 2 Jahren Majestyk in Verantwortung für Seine Gemeinde debattieren wir dann weiter.

Laurenz

20. Juli 2026 17:55

@Ordoliberal @L. ... Sie haben mich mißverstanden. Bin für eine mächtige, unabhängige, stabilititätsorientierte Zentralbank. Die ist selbst in Rußland viel mächtiger, als in fast jedem anderen Land, mal abgesehen von der Schweiz. Elwira Nabiullina, wollte mit Kriegsbeginn, 2022, Ihr Amt aufgeben (Putin lehnte ab), zog den Leitzins, teils auf 20%, während Oligarchen & Minister sofort nach billigem Geld schrien. Nabiullina schaut nur auf die ökonomische Geldstabilität. Putin weiß, daß er davon keine Ahnung hat & läßt sie machen. Polititisch bestimmte Zentralbanken, wie die EZB, die sich nicht wirklich dem Kampf gegen die Inflation widmen, die Geldmenge(n) explodieren lassen, sind nicht nutzlos, dienen aber den Reichen, weil sie das Geld von unten nach oben verteilen. Wenn Sie behaupten, man bräuchte keine Zentralbanken, bleibt das naiv. Wir brauchen demnach auch keine Banken, muß halt jeder wieder seine Münzen im Garten verbuddeln. Selbst Milei kam von seinem hohen Roß herunter & schiebt die Argentinische Zentralbank tendenziell in Richtung einstigem Bundesbank-Gesetz. Der entscheidende Punkt ist es nicht, einen Markt nicht zu regulieren, sondern die Frage, was man reguliert. Die EU will, daß kein Normalsterblicher mehr Auto fährt. Die Trottel von VW glaubten, es kann sich jeder Autofahrer alle 7 Jahre ein neues Auto für 60k € leisten & das alte auf den Schrott werfen. Daran erkennt man, daß auch im VW-Vorstand nur noch Ideologen sitzen, die keine Ahnung haben.

Laurenz

20. Juli 2026 17:56

@Ordoliberal @L. (2) ... man kommt auch in der Politik nicht ohne ökonomische Kompetenz aus. Gemäß Vance muß die Politik stärker als die Oligarchie sein. Recht hat er.

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