Schwul

von Wiggo Mann -- Grund für das Scheitern unserer westlichen Hochkultur ist nicht, daß sie verweiblicht, sondern, daß sie verschwult – sagt jedenfalls Milo Yiannopoulos.

Der bri­ti­sche Homo­se­xu­el­le und ehe­ma­li­ge Cam­bridge-Stu­dent galt 2016 im Vor­feld der Trump-Kam­pa­gne als einer der elo­quen­tes­ten jun­gen Befür­wor­ter einer rech­ten Zei­ten­wen­de in den USA.

Sei­ne Vor­trags-Tour mit dem Titel „Dan­ge­rous Fag­got“ (Gefähr­li­che Schwuch­tel) an den ame­ri­ka­ni­schen Uni­ver­si­tä­ten wir­bel­te das Koor­di­na­ten­sys­tem der US-Kon­ser­va­ti­ven damals schwer durcheinander.

Sein im Selbst­ver­lag erschie­ne­nes Buch Dan­ge­rous ver­kauf­te sich in der Erst­auf­la­ge angeb­lich mehr als 100.000 Mal, wäh­rend die durch­schnitt­li­chen Zah­len für Hard­co­ver Non-Fic­tion in der Top 3 der NYT-Best­sel­ler­lis­te übli­cher­wei­se bei bes­ten­falls 50.000 Exem­pla­ren lie­gen. Gleich­zei­tig ver­öf­fent­lich­te er als Tech Edi­tor regel­mä­ßig Tex­te auf dem Online-Nach­rich­ten­ka­nal Breitbart.

Milo warn­te vor 10 Jah­ren davor, daß Deutsch­land die „Ver­ge­wal­ti­gungs­zen­tra­le Euro­pas“ wer­de. Nach dem Ter­ror­an­schlag des IS auf den schwu­len Nacht­club „Pul­se“ in Orlan­do mit 49 Toten und 53 Ver­letz­ten leg­te sich Milo wäh­rend einer New Yor­ker Per­for­mance-Akti­on in eine Bade­wan­ne vol­ler Schwei­ne­blut. Es sei ein Sym­bol für das Blut „unschul­di­ger Men­schen, die von ille­ga­len Ein­wan­de­rern getö­tet werden“.

Der Erfolg bei jun­gen Leu­te war ver­blüf­fend. Dem lin­ken Estab­lish­ment wur­de klar: Der Mann muß gestoppt wer­den. Man such­te nach dem Übli­chen. Steu­er­ver­ge­hen oder Kin­der­sex – und wur­de bei Letz­te­rem fündig.

In einem Video­in­ter­view plau­der­te sich der hyper­ak­ti­ve Schnell­red­ner Milo in eine gefähr­li­che Ecke. Die nach­sich­ti­ge „Romeo-und-Julia-Regel“ (clo­se-in-age-excep­ti­on), wel­che Bezie­hun­gen bei gering­fü­gi­gem Alters­un­ter­schied mit Min­der­jäh­ri­gen in vie­len Bun­des­staa­ten der USA unter bestimm­ten Umstän­den etwas kulan­ter behan­delt, woll­te er auch im Bereich der Homo­se­xua­li­tät diskutieren.

Aber nach brei­ter Streu­ung des Clips war nichts mehr zu ret­ten. Auch nicht mit der offe­nen und schnel­len Entschuldigung

I do not sup­port pedo­phi­lia. Peri­od. It is a vile and dis­gus­ting crime. I agree with the cur­rent age of consent.

Job weg, Buch­ver­trag weg, Vor­trags-Tour weg. Gecan­celt.

Milo Yiann­o­pou­los zog sich zurück, um zu grü­beln und eini­ge Jah­re spä­ter mit neu­er Agen­da auf­zu­tau­chen: „Nobo­dy is gay“. Schwul­sein ist eine Kon­di­tio­nie­rung, sagt er jetzt. Das kön­ne man in vie­len Fäl­len mit einer Kon­ver­si­ons­the­ra­pie abtrai­nie­ren wie eine Sucht. Milo hat es gemacht. Sein neu­es Buch „Ex Gay“ steht kurz vor der Ver­öf­fent­li­chung. Mal sehen, ob sich auch ein deut­scher Ver­lag traut, die Rech­te zu sichern. „Umstrit­ten“ wäre noch das vor­sich­tigs­te Adjek­tiv für die Thematik.

Ob Kon­ver­si­on funk­tio­niert, wird wis­sen­schaft­lich breit dis­ku­tiert und – zumin­dest gemäß bis­lang ver­öf­fent­lich­ter aka­de­mi­scher Sicht – mehr­heit­lich ver­neint. Schwul ist man, weil es haupt­säch­lich in den Genen liegt. Bas­ta. Dazu gibt es inter­es­san­te Ansät­ze, die sich bemü­hen, Evo­lu­ti­ons­theo­rie und Homo­se­xua­li­tät unter einen Hut zu brin­gen. Denn das Über­le­ben einer Unfä­hig­keit zur Repro­duk­ti­on gilt als Dar­wi­nis­ti­sches Paradoxon.

Eine The­se dazu ist die „Balan­cie­ren­de Selek­ti­on“. In einer Popu­la­ti­on kann ein gene­ti­scher Fak­tor erhal­ten blei­ben, obwohl er bei einem Teil der Trä­ger mit Nach­tei­len ver­bun­den ist, wenn er im Bevöl­ke­rungs­durch­schnitt Vor­tei­le bringt.

Die Wis­sen­schaft bezieht die­se Idee zum Bei­spiel auf das soge­nann­te Sichel­zell-Gen, wel­ches in Mala­ria-Gebie­ten unver­än­dert wei­ter­ge­tra­gen wird. Zwei Kopien des Gens kön­nen eine schwe­re Erkran­kung aus­lö­sen, aber eine Kopie schützt vor Malaria.

Über­tra­gen auf Homo­se­xua­li­tät bedeu­tet es, daß even­tu­ell betei­lig­te gene­ti­sche Vari­an­ten bei den meis­ten Trä­gern Merk­ma­le wie Frucht­bar­keit, Attrak­ti­vi­tät oder sozia­le Fähig­kei­ten erhö­hen. In sel­te­nen Fäl­len tra­gen sie zu einer homo­se­xu­el­len Ori­en­tie­rung bei.

Zwei­te The­se ist die „Ant­ago­nis­ti­sche Selek­ti­on“, wonach die­sel­be Gen-Kom­bi­na­ti­on bei Män­nern nach­tei­lig, bei Frau­en aber vor­teil­haft sein kann (oder umgekehrt).

Ange­nom­men, ein Fak­tor bewirkt bei Män­nern eine etwas höhe­re Wahr­schein­lich­keit homo­se­xu­el­ler Ori­en­tie­rung und dadurch im Durch­schnitt weni­ger eige­ne Kin­der, bei Frau­en aller­dings höhe­re Frucht­bar­keit, dann bleibt der Fak­tor womög­lich über lan­ge Zeit im Gen­pool.

Geht’s etwas genau­er? Erstaun­li­cher­wei­se nicht. Wir wis­sen zwar, daß blaue Augen ins­be­son­de­re in der HER­C2/O­CA2-Regi­on auf Chro­mo­som 15 loka­li­siert sind, aber wie Homo­se­xua­li­tät ent­steht, ist wei­ter unklar. Man wun­dert sich also über den Zick­zack-Kurs des deut­schen Staa­tes. Wenn Homo­se­xua­li­tät eine gene­ti­sche Prä­gung ist, dann erscheint die aus der NS-Zeit über­nom­me­ne Geset­zes­la­ge der Nach­kriegs­zeit gera­de­zu bestialisch.

Gün­ther und Oskar aus Ham­burg wur­den 1952/53 wegen „gleich­ge­schlecht­li­cher Unzucht“ ver­ur­teilt und woll­ten mit Ver­fas­sungs­be­schwer­de die Nich­tig­keit des ein­schlä­gi­gen §175 fest­stel­len las­sen. Der ers­te Senat des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts lehn­te ab (Az. 1 BvR 550/52). Die Tor­tur ging wei­ter. Aller­dings mit einer gro­ßen Aus­nah­me: Bei Les­ben ist es egal. Ent­schei­dend war näm­lich laut obers­tem deut­schen Gericht,

…ob es sich von den bio­lo­gi­schen Ver­schie­den­hei­ten her bei der männ­li­chen und der weib­li­chen Homo­se­xua­li­tät um ver­schie­de­ne Tat­be­stän­de han­delt. Hier­von ist das Gericht auf Grund des Gesamt­ergeb­nis­ses der Beweis­auf­nah­me über­zeugt. Daher kann der Ver­fas­sungs­satz von der Gleich­be­rech­ti­gung der Geschlech­ter hier kei­ne Anwen­dung finden.

Glück gehabt, Mädels. Doch kei­ne Gleich­be­rech­ti­gung. Das liegt dar­an, daß

…die Eigen­art der Frau als weib­li­ches Geschlechts­we­sen und die Eigen­art des Man­nes als männ­li­ches Geschlechts­we­sen den Tat­be­stand so wesent­lich und so ent­schei­dend ver­schie­den prä­gen, daß das ver­gleich­ba­re Ele­ment (…) zurück­tritt und les­bi­sche Lie­be und männ­li­che Homo­se­xua­li­tät im Rechts­sin­ne als nicht ver­gleich­ba­re Tat­be­stän­de erscheinen.

Man muß es den jün­ge­ren Gene­ra­tio­nen immer mal wie­der erläu­tern. Straf­bar­keit für Homo­se­xua­li­tät galt nur für Män­ner. Und zwar unter bestimm­ten Umstän­den bis zum 11. Juni 1994. Schwu­le Bezie­hun­gen waren in unse­rem „Rechts­staat“ bis kurz vor der Jahr­tau­send­wen­de gefähr­det, wenn einer der Betei­lig­ten noch nicht 18 war.

Schwu­le sind eine wun­der­ba­re Norm-Abwei­chung. Das ist unab­hän­gig vom Ursprung der Abwei­chung abso­lut kein Grund für Stolz („Pri­de“) der Betrof­fe­nen. Aber was auch immer die­se Mani­fes­ta­ti­on an posi­ti­ver Berei­che­rung bie­tet, soll­ten wir als Gesell­schaft anneh­men, wie ande­re Norm-Abwei­chun­gen, die den Stan­dard durch­bre­chen und neue Sicht­wei­sen ermöglichen.

Gera­de im Bereich krea­ti­ver Tätig­kei­ten kön­nen Schwu­le Erstaun­li­ches bewir­ken. Nicht ver­all­ge­mei­nernd, aber doch in Rela­ti­on auf­fal­lend häu­fi­ger, als sta­tis­tisch erwart­bar? Chris­ti­an Dior und Tom Ford. Peter Saville und Jop van Ben­ne­kom. Um nur mal die Berei­che Mode und Design zu streifen.

Aber wie so vie­les im Leben hat Homo­se­xua­li­tät zwei Sei­ten. Beson­de­re Gene­tik (oder doch Kon­di­tio­nie­rung?) pri­vi­le­giert nicht nur, son­dern setzt auch Gren­zen. Schon die staat­li­chen Ent­schei­dun­gen zu gleich­ge­schlecht­li­cher Ehe wur­den und wer­den des­halb in nicht uner­heb­li­chen Tei­len der Bevöl­ke­rung wei­ter­hin skep­tisch gese­hen. Wenn­gleich hin­ter vor­ge­hal­te­ner Hand.

Noch dra­ma­ti­scher wird es in der Dis­kus­si­on, wenn Schwu­le durch die gesell­schaft­li­che Auf­wei­chung des Fami­li­en­be­griffs Ansprü­che zu Kin­dern stel­len kön­nen. Die Kri­tik erklingt dann nicht mehr nur hin­ter vor­ge­hal­te­ner Hand – wie das aktu­el­le State­ment des Bischofs von Pas­sau ver­deut­licht, der unter dem Titel „Ware gegen Wür­de“ klug und emo­tio­nal verdeutlicht:

Die ein­zig­ar­ti­ge Bezie­hung von Mut­ter und Kind bewirkt eine tief gehen­de Prä­gung und auch Vor­aus­set­zung für das kom­men­de Leben. (…) Unse­re Tra­di­ti­on sagt, die Gemein­schaft von Mann und Frau, den jun­gen Eltern, ist ein Ute­rus Spi­ri­tua­lis. (…) Ich bin über­zeugt, dass jedes Kind vor allen ande­ren Rech­ten zunächst ein Recht auf sei­ne natür­li­chen Eltern hat. Und zwar viel mehr, als dass poten­ti­el­le Eltern ein Recht hät­ten, sich ein Kind anzuschaffen.

Die Geschich­te der homo­se­xu­el­len Män­ner in Deutsch­land und die Ver­schmel­zung ihrer Inter­es­sen mit belie­bi­gen sexu­el­len Abgrün­den in einem wir­ren Akro­nym hat über die letz­ten 30 Jah­re eine Eigen­dy­na­mik bekom­men, die erschüttert.

Die Chro­no­lo­gie ver­läuft von einem sinn­vol­len, ja huma­nis­tisch über­fäl­li­gen Rück­zug des Staa­tes aus dem Pri­vat­le­ben zu einem Inkre­men­ta­lis­mus, der mög­li­cher­wei­se schon seit Län­ge­rem das unter­läuft, was Tei­le der Gesell­schaft zu akzep­tie­ren bereit sind, aber aus Kon­flikt­scheu und falsch ver­stan­de­ner Kon­zi­li­anz nicht ansprechen.

Milo Yiann­o­pou­los hat­te kei­ne Lust mehr, „gay“ zu sein. Er ver­ab­scheu­te die eska­lie­ren­de Pro­mis­kui­tät und sucht­haf­ten Abgrün­de sei­ner ganz per­sön­li­chen Erleb­nis­se. Er hat sich einer Kon­ver­si­ons­the­ra­pie unter­zo­gen. Das wäre in Deutsch­land nicht mög­lich gewe­sen. Eine Kon­ver­si­ons­the­ra­pie ist in Deutsch­land vom Gesetz­ge­ber nicht gewollt. Von der Öffent­lich­keit wenig beach­tet, wur­de im Juni 2020 ein Kon­ver­si­ons­be­hand­lungs­schutz­ge­setz (KonvBehSchG) beschlos­sen und mit exakt sie­ben dürf­ti­gen Para­gra­phen ausgefertigt.

Seit­dem gilt der juris­ti­sche Trick: Selbst wenn ein erwach­se­ner Mann gern den Ver­such machen möch­te, sei­ne Homo­se­xua­li­tät hin­ter sich zu las­sen, wird es prak­tisch unmög­lich, weil Bewer­bung und Ange­bot einer sol­chen Behand­lung mit Buß­gel­dern bis zu 30.000 Euro geahn­det wer­den kann.

Der Staat läßt kei­ne per­sön­li­che Ent­schei­dungs­frei­heit für the­ra­peu­ti­sche Maß­nah­men, wenn Schwu­le unter ihrer Homo­se­xua­li­tät leiden:

Wir wol­len soge­nann­te Kon­ver­si­ons­the­ra­pien soweit wie mög­lich ver­bie­ten. Wo sie durch­ge­führt wer­den, ent­steht oft schwe­res kör­per­li­ches und see­li­sches Leid.

Zäh­ne zusam­men­bei­ßen und wei­ter Schwul­sein. Egal was kommt. Das sei „auch ein wich­ti­ges gesell­schaft­li­ches Zei­chen an alle, die mit ihrer Homo­se­xua­li­tät hadern“, konn­te man damals in der Pres­se­er­klä­rung zum Gesetz nachlesen.

Nun wun­dert man sich bei der deut­schen Legis­la­ti­ve ohne­hin kaum mehr über Aus­wüch­se im Bereich der Frei­heits-Ein­schrän­kung. Schon gar nicht, wenn die Regie­rungs­chefin zu die­ser Zeit Mer­kel hieß und ein Gesetz im Jahr 2020, also in hek­ti­schen Coro­na-Zei­ten kurz vor der par­la­men­ta­ri­schen Som­mer­pau­se durch­ge­wun­ken wurde.

Inter­es­sant mag hier nur ein klei­nes Detail sein. Im Fall des Geset­zes zum Schutz vor Kon­ver­si­ons­be­hand­lun­gen wur­de der Refe­ren­ten­ent­wurf sei­ner­zeit feder­füh­rend vom Minis­te­ri­um für Gesund­heit vor­be­rei­tet. Lei­tung: Jens Spahn.

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Kommentare (76)

das kapital

20. Juli 2026 16:16

Ist Schwulsein ein "Gendefekt". Nur eine Frage, und schon wird das Eis dünn. Das Menschsein kennt 2 Geschlechter, die von biologischer Bedeutung für die Zukunft der Menschheit sind. Alles andere ist nichtiges Gewäsch der Gestörten, mit dem ich mich nicht tiefer beschäftigen möchte. Wenn sich Männer wie Männer verhalten und Frauen sich wie Frauen verhalten, hat Deutschland eine gute Zukunft. Sonst nicht. Und besonders anmaßend: Frauen sind (noch mehr als Männer) in der biologischen Pflicht, Kinder in die Welt zu setzen, ihnen ein gutes Umfeld zu schaffen und aus ihnen glückliche und erfolgreiche Erwachsene zu machen. Männer können da nicht vollständig liefern, egal wie sehr auch an ihnen rumgeschnippelt wird, wie sehr sie chemotherapiert und umerzogen werden. Nicht das Mannsein ist toxisch, sondern die Angriffe auf das althergebrachte Geschlechtermodell. Respektvoller Umgang der Geschlechter ist unverzichtbar. Islamismus ist toxische Männlichkeit. Der durchschnittlich geistig kastrierte Mitteleuropäer nicht. Wenn ein Mann einen Mann liebt, dann soll er ihn lieben, wenn er ihn liebt. Er soll aber nicht versuchen, sein Leben wider die Natur zum Maßstab für die Zukunft dieses Landes zu machen.

Maiordomus

20. Juli 2026 16:23

Den Satz von "Verschwult-Sein" als nicht primäres aber mitlaufendes Symptom der Dekadenz der Zeit schrieb mir sinngemäss vor 44 Jahren ein damals bedeutender Schriftsteller aus New York, der Schwulsein ästhtetisch zwar als durchaus faszinierend empfand. Das mit den Konversionstherapien würde ich nicht überbetonen. Falls diese sinnvoll sind, so mutmasslich bei Bisexuellen, die wegen ihrer schwulen Abenteuer die Ehegattin nicht mit Geschlechtskrankheiten anstecken wollen. Dann und wann hängt die Frage, ob man schwul praktiziere, davon ab, welche Person man erotisch primär faszinierend finde. Was Dutzende v. Typologien betrifft, sei an Karl Heinrich Ulrichs erinnert, der zu diesem Thema längst so kompetent war wie Marx/Engels betr. Klassenkampf, obwohl er von beiden grässlich homophob verspottet wurde. Engels konnte sich damals nicht vorstellen, dass ausser dem Proletariat auch die "Mannliebenden" nach Befreiung ächzen. Ulrichs, brillanter Jurist und Redaktor einer lateinischen Zeitschrift, gehörte zu den gebildetsten Deutschen des 19. Jahrhunderts, übertraf wohl an geistigem u. ethischem Format die gegenwärtige "Woke"-Generation. Im päpstlichen Rom fühlte er sich weniger verfolgt als in Preussen.  

Ein gebuertiger Hesse

20. Juli 2026 16:33

Super Artikel zur Stunde, danke, Herr Mann!
 

Majestyk

20. Juli 2026 16:42

Ich persönlich vermute ja, daß die "Verschwulung" auch durch endokrine Disruptoren und Prägungen stattfindet. Man sollte sich vielleicht auch mal mit dem Rückgang des durchschnittlichen Testosteronspiegels seit den 1950ern beschäftigen, aber Männlichkeit ist ja out. Die Zunahme von Alleinerziehenden, fehlende Rollenvorbilder bzw. deren Diffamierung dürften ein Übriges tun. 
Ob Konversionstherapien sinnvoll sind, kann ich nicht beurteilen. Habe prinzipiell aber auch nichts gegen Schwule oder deren Zusammenleben, Kindesmißbrauch gibt es nicht nur bei Schwulen. Es gibt einen Kulturkreis, da ist es nicht unüblich Minderjährige zu ehelichen. Was mich stört, sind die Politisierung der Sexualität und Kritikverbote. Die Ehe für alle ist natürlich ein Irrweg, aber die Ehe als Institution wurde doch schon vorher ausgehöhlt. Da kommt man doch leichter raus als aus einem Mobilfunkvertrag. Auch hier hat die BRD von der DDR gelernt, die kannte aber wenigstens keinen nachehelichen Unterhalt oder Versorgungsausgleich. Selbst das aktuelle Thema bezüglich Leihmutterschaft sehe ich nicht unter dem Gesichtspunkt, daß Jens Spahn schwul ist. Für mich ist Leihmutterschaft oder das ganze internationale Adoptionsgeschäft nichts anderes als Menschenhandel. 
Dass die AfD diesbezüglich einen Weg zurück findet, daran glaube ich nicht. Nicht bei der Vorsitzenden und nicht beim Willen der AfD wirklich jeden als Wähler erreichen zu wollen. Man wird sich wohl am Schwulsein der Republik gewöhnen müssen. 

Boreas

20. Juli 2026 17:43

Zu diesem Thema hat sich der Philosoph Günther Zieschong erschöpfend geäußert:
https://youtu.be/ZBAO3W1CcrI?si=HvLYhdXDuPJVYCLZ

ede

20. Juli 2026 17:49

Das die Gesellschaft "verschwult", das aber als Verweiblichung wahrgenommen wird, klingt jedenfalls nicht abwegig.
Wenn es, beispielsweise, um den Islam geht, finde ich es befremdlich, wenn immer wieder von Inkompatilität mit unserer Kultur die Rede ist, und dann als Begründung irgendwelche Koran Suren mit finsterer Sorgenmine zitiert werden.
Wir sind das Problem!
Was kümmert uns der Islam, wenn wir wie Männer denken, handeln und wählen würden?
Ich denke im Übrigen, dass Homosexualität nicht monokausal ist, also weder eindeutig genetisch oder kulturell bedingt ist. 
Genauso wenig wie ich an eine eindeutige Zuordenbarkeit schwul-nicht schwul glaube. Das würde jeder Lebenserfahrung widersprechen. Jeder kennt schwule/halbschwule  Ehemänner, die vermutlich Väter eigener Kinder sind.
Das das "Problem", besser gesagt Phänomen, schon sehr alt ist, sieht man an Bibel und Koran. 
 

Hesperiolus

20. Juli 2026 20:17

Schwulereien, Urningereien, sind mir als Unbetroffenen persönlich egal, da werfe ich keinen Stein, jedoch frage ich mit adult-ludendorffendem Bi-Krahl (dessen kaum rezipierter lemmatischer Skizze) geistesgeschichtlich nach Dedukationen. Im klerikalen Pinochet-Umfeld genauso wie im neoliberalen: Westerwelle, Spahn, Weidel, Thiel. Hieran wäre detoxierend ideo – und physio-kritisch zu arbeiten. 

Christa

20. Juli 2026 21:09

Eigentlich wollte ich mich zu diesem Beitrag nicht äußern. Doch erstaunt es mich  schon dass in diesem Forum über Gendefekte  fabuliert wird, anstatt über die moralische Verkommenheit und Gottlosigkeit eines Jens Spahns und eines Hendrik Streeks. Mit Frauen wollen die keinen Sex haben aber Kinder können diese in den USA kaufen. Schlimmer als Epstein. Eigentlich gutes Potenzial für antisemitische Erzählungen.
WO bleibt der Aufschrei?! Die können so schwul sein, wie sie wollen. Aber dass diese korrupten Politiker sogar Kinder kaufen können und eben diese Leute in Deutschland das unter gesetzliche Strafe stellen (Leihmütter), ist das Schäbigste, was ein Politiker nur tun kann. Nur der Bosbach hat den Mut, das zu verurteilen. 
 
 

Kositza: Der Aufschrei war wirklich unüberhörbar,und zwar auf allen Kanälen. Gut! Leben Sie (apropos Social Media) so abgeschottet, daß Sie allein Bosbach hörten??

Maiordomus

20. Juli 2026 21:18

@Hesperiolus. Sie schreiben von "Urningereien". Das geht in Richtung Ulrichs, der die Theorie von einer grösseren Anzahl von Neigungen, die er keineswegs mit "Geschlechtern" gleichsetzt, so eingeteilt hat mit dem Hauptanliegen, die damalige gesellschaftliche Verachtung bei ihm vor allem der "Mannliebenden" einzudämmen, nachdem etwa Reden von ihm am deutschen Juristenkongress noch zusammengeschrien worden waren. Im übrigen fällt mir hier auf, dass die hier Beteiligten sicher nicht als homophob abgetan werden können, wiewohl natürlich schon Gedanken über die Sinngebung der Ehe aus staatlicher Sicht klar auf die zweigeschlechtliche Fortpflanzung und die Familie abzielen. Dies gilt indes heute längst als "homophob". Daneben finde ich jedoch, das Privatleben der Frau Weidel für ihre Position in der Partei zu problematisieren, sofern sie nie und so weit ich sehe in keiner Weise die Partei als ihre Interessenvertreterin zu instrumentalisieren trachtet, gerade hier auf strenge Trennung von Politik u. Privatem pocht. Sie hat sich nie so auf die Äste rausgelassen wie Spahn.   

RMH

20. Juli 2026 22:05

Ich hatte früher immer den Eindruck, dass schwule Menschen ihren eigenen Lebenstil haben & eben nicht wie "spießige" Hetero-Sexuelle leben wollen. Offenbar irrte ich & es gibt etliche, welche den klassischen hetero- Lebenstil mit Monogamie, Kindern, Familie nachahmen wollen. Ich denke aber nach wie vor, dass sie nicht die Mehrheit der Homosexuellen sind. Diese "schweigt" & lebt einfach ihr Leben (& wiederum die Meisten davon gehen niemanden mit Politik-Gedöns & Diskriminieruns-Opfer-Geschrei auf den Sack).
Leihmutterschaft halte ich für falsch (unabhängig davon, ob das "Empfangende" Paar hetero oder "homo" ist). Ebenso war ich immer ein Gegner von Samenspenden (da sehe ich im Wesentlichen die Rechte der Kinder für beschränkt). Da ich genug "Lesben" in meinem Leben kennengelernt habe, weiß ich aber auch, dass dort dann durchaus auch zum Sex mit einem Mann geschritten wird, um das "Ziel" zu erreichen. 
Insgesamt: Man hätte keine "Ehe für Alle" gebraucht, um das Bedürfnis von Homosexuellen Paaren nach rechtlicher Absicherung zu stillen können (Ausbau der Partnerschaftsregelungen). Das Homosexuelle meinen, einen auf Familie mit Kindern machen zu müssen, widerspricht aus meiner Sicht dem Kern der Homosexualität.

Martha

20. Juli 2026 22:29

Die These von der angelblich überdurchschnittlichen Kreativität von Schwulen hätte ich gerne mit Fakten untermauert. Ansonsten wäre es ein Märchen, das dazu beiträgt, das biologische Problem zu verharmlosen. Ein Problem ist es insofern, als Schwule überwiegend für die Reproduktion wegfallen.

Christa

20. Juli 2026 22:56

@Kositza: In den Medien wurde sich aufgrund anderer Umstände empört - Spahns Vorgeschichte und sein negatives Verhältnis zu Merz standen da im Vordergrund und nicht umbedingt seine Gottlosigkeit. Hat es eine große Welle gegeben zu Hendrik Streeck? Nein, das wurde kaum thematisiert. 

Ordoliberal

20. Juli 2026 23:19

"... lesbische Liebe und männliche Homosexualität [erscheinen] im Rechtssinne als nicht vergleichbare Tatbestände..." Bundesverfassungsgericht
"Liberal bedeutet im liberalen Sinne nicht immer liberal." Loriot.
Die Juristerei war immer, ist noch und wird immer sein: Ein Witz.

Franz Bettinger

20. Juli 2026 23:23

@Majestyk schreibt "Ich vermute, dass die Verschwulung auch durch endokrine Disruptoren und Prägungen stattfindet.“ So habe ich das 1976 auf der UCL (Löwen / Brüssel) gelernt. Wenn ich mich recht erinnere, kann man im Tierexperiment by Änderung des Testosteron-Spiegels in 1 ganz bestimmten Phase der Embryogenese regelmäßig Homosexualität erzeugen.
@Hesperiolus, ehrfürchtig gefragt was glauben Sie, wie viele (außer @MD) auf SiN ihre Sprache verstehen? Wer waren Sie vor jetziger Inkarnation? 
@Christa: Dem Kindchen von Jens Spahn wird es zumindest finanziell großartig gehen. Wer also hat einen Schaden? Spahn hat sich kein Kind gekauft (das wäre ja Adoption; auch nicht das Schlechteste), sondern sich selbst (wie ein ganz normaler Vater) fortpflanzen wollen und es auch getan; nur dass er nicht mit der Leihmutter kopuliert hat. Ich verstehe die ganze Aufregung über den biolog. Aspekt nicht. Dass Spahn Betrüger +Heuchler ist, geschenkt! Seltsam: alle Schwule, die ich kenne, sind großartige, höchst interessante Menschen. Kann Zufall sein. (Nur zur Klarstellung: Ich stehe total auf Frauen, bin homophob und bekennender Sexist.) Interessieren würde mich, nach welchen Kriterien Spahn die Leihmutter seines ! Kindes auswählte (Schönheit, Gesundheit, IQ, Multipara?). Gibt's Kataloge dafür? Bei einer Gage von > 150.000 USD wäre das nicht zu viel verlangt. 

MarkusMagnus

20. Juli 2026 23:27

Weder verweiblicht noch verschwult.
Eher verdummt. Volksverblödung halt..
Schuld sind die Massenverdummungswaffen namens GEZ-Medien.

Laurenz

20. Juli 2026 23:36

Fand den WM-Artikel interessant, weil er ein paar neue Informationen generierte, die mir so noch nicht bekannt waren. Weiterbringen tut uns der Artikel allerdings nicht. Nachdem ich Milo Yiannopoulos in der Suchmaschine recherchierte, hatte ich eher das Gefühl, daß Yiannopoulos einen Weg sucht, Aufmerksamkeit, also Klickzahlen zu generieren. Der Begriff "Verschwulung" ist auch ein tatsächlicher Mißgriff, in normalem Deutsch ein Fehler. Wenn, hätte WM von "Vertuntung" schreiben müssen. Die Indianer Nordamerikas bezeichneten Homosexuelle als 2-Seelen-Menschen, die besondere Jobs im Stamm bekamen, wie Medizinmann/frau oder ähnliches. In Thailand leben Schwule/Transen, was auch immer, ganz normal in ihren Familien. Normal heißt aber, die machen keinen Kack-CSD-Aufriß, der jedem Trottel zeigen soll, daß Homosexuelle nicht normal sind. Geht's noch? Um die Vertuntung nochmal von der Verschwulung zu abstrahieren. Weder Ernst Röhm, noch Friedrich Wilhelm von Steuben, noch Edward II Plantagenet von England waren verweichlichte Luschen. Anders als in Braveheart Mel Gibsons dargestellt, kämpfte Edward II in der Schlacht von Bannockburn (1314) tapfer an vorderster Front bis zur Niederlage. Man ist sich einig, daß Edward ein katastrophaler Militärtaktiker & ein schwacher Stratege war, aber ein Feigling war er gewiß nicht.

Ordoliberal

20. Juli 2026 23:51

Dass es schwule Männer gibt, ist ein Fakt, mit dem sich ein Erwachsener abfinden muss wie mit anderen Tatsachen des Lebens. Da gibt es eigentlich nichts Interessantes dazu zu sagen. Mein philosophischer Hausgott Wittgenstein war schwul. Ebenso mein Lieblingsschriftsteller Thomas Mann. Unter meinen geschätzten Kollegen dürfte jeder Vierte schwul sein. (Ich arbeite in den Medien.) Das Problem ist doch nicht, dass jemand schwul ist. Das Problem ist, dass jeder, der einer Minderheit angehört (oder eine Frau ist), neuerdings glaubt, Privilegien einfordern zu dürfen. Ein Freund meines Sohns hat zwei schwule Väter und kennt seine Mutter nicht (Leihmutter). Er tat mir unendlich Leid, als er mir das erzählt hat. Jedes Adoptivkind hat ein Problem damit, seine leiblichen Eltern nicht zu kennen. Wenn ein schwules Paar das Kind eines der beiden Partner groß zieht, kommt mir das natürlich vor, solange die leibliche Mutter bekannt ist. Wenn zwei alternde Schwule wie Spahn und sein Mann Familie spielen wollen und sich dafür ein Kind bei einer Leihmutter bestellen, packt mich der Abscheu. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass ich jemanden wie Spahn ohnehin zutiefst verachte.

Lady

21. Juli 2026 00:49

Homophile  haben keine Sexualität. Ihr antisexuelles Lebensmodell, das sich gegen Ehe und Familie richtet, schließt Elternschaft aus.
Homophile, die gute und bestdotierte Jobs in der Gesellschaft inne haben und  entsprechendes für ihresgleichen besorgen, gehören zu den wohlhabenden und reichen der Gesellschaft, während Mütter zu den armen und ärmsten der Gesellschaft gehören.

ede

21. Juli 2026 01:49

@Martha,
"Ich persönlich kann nicht erkennen, daß es irgendeinen Vorteil für die Nichtschwulen geben würde, dass Schule existieren".
Sehr gute Frage.
Ich sehe auch keinen, zumindest offensichtlichen Vorteil. Andererseits bin ich der festen Überzeugung das die Evolution nicht irrt. Homosexualität gab es ja auch schon in grauer Vorzeit.
Es wurde schon auf überdurchnittliche künstlerische, oder wissenschaftlichen Begabung hingewiesen. Vielleicht stimmt das aber gar nicht. Die Homosexuellen haben jedenfalls deutlich mehr Zeit außerhalb familiärer Verpflichtungen. Vermutlich sind sie deshalb auch in der Politik überdurchschnittlich präsenter und erfolgreicher. Wenn eigene Kinder versagt sind, wollen sie vielleicht auf auf andere Weise Bleibendes hinterlassen? 
Ich kenne auch Beispiele, die sich besonders aufopferungsvoll der eigenen Eltern oder von Familienmitgliedern annehmen.
Ein Gedanke: In meiner Jugend, 20 Jahre nach Ende des 2.WK, kamen schon wieder auf 100 Frauen, 103 Männer. 

RMH

21. Juli 2026 08:05

In 10 bis 15 Jahren wird es dann Kinder geben, deren Erbanlagen genetisch optimiert wurden & von einem künstlichen Uterus ausgetragen werden ("Brave new World"). Es braucht dann keine Frau als Leihmutter mehr. Evtl. der größte antifeministisches Angriff, denn es je in der Menschheit gegeben hat?
Der Homunculus aus Faust II und W.S. Maughams "Der Magier" kommt also. Das beim Buch "Der Magier" mit den Neo-Satanisten abgerechnet wurde und A. Crowley (der einen Sperma-Fetisch gehabt haben soll) als Vorbild diente, sei nur am Rande erwähnt.
Die schwulen "Eltern" sind mithin nur Avantgarde. Und Spahn ist ein talentierter Labersack, dessen moralischer Kompass im Zweifel nur in eine Richtung zeigt: "Ich". Vermutlich reüssiert er in einem halben Jahr durch Talkshows & verkauft sich als jemand, der Familie "über die Karriere" & über "persönliche Ambitionen" gestellt hat (Haha). Es ist halt immer das Gleiche: Wer Homosexuell ist und rechts oder konservativ sein will, der soll Homosexuell sein, leben, wie er will, aber die permanente, links-induzierte Auflösung der traditionellen Familie ist dann nicht sein Thema. Konservativ schwul zu sein bedeutet, sich mit dem Gegebenen abfinden, daraus Zufriedenheit entwickeln.

RMH

21. Juli 2026 08:56

Das kinderfeindliche Bild der Linken rundet die bei der Wahl zur BVerfG-Richterin gescheiterte Brosius-Gersdorf ab (Welt, Tagesspiegel, FR etc. - alle geben ihr Statement wieder, daher verlinke ich nicht). Bei ihr steht wieder einmal die vermeintlich "freie" Entscheidung der Frau im Mittelpunkt, ob sie Leihmutter sein will oder nicht. Wie bei ihrer Haltung zur Abtreibung kommen Rechte & Interessen des Kindes offenbar nicht vor oder allenfalls nur als Randnotiz. Da ist die im Artikel von W.M. zitierte kirchliche Auffassung, die ein zölibatär lebender Mann äußert, deutlich näher am Kindeswohl. Überhaupt: Eltern werden erweitert das "Ich" und "Du" zum "Wir". Eltern werden ist gerade kein reiner Egotripp, keine reine "Erfüllung eines eigenen, lang gehegten Wunsches", sondern die Schaffung neuen, menschlichen Lebens welches von Anfang an Rechte hat. Eltern zu sein bedeutet in erster Linie, Platz machen für ein neues Leben, sich einsetzen, sorgen für ein neues Leben, das Ich zurücknehmen für ein neues Leben. Wer das alles nicht kann und ein Kind nur als Zierde, Aushängeschild oder eben Erfüllung eines eigenen Wunsches sieht, der wird als Eltern dem Kind oder den Kindern nicht gerecht & für den wird die Elternschaft dann auch zur Last werden. Bei Bonzens wie Familie Spahn wird es daher sicher bald eine "Nanny", rund-um-Betreuung, KITA und Elite-Internat geben. Aber Hauptsache, man kann sich Vater nennen.

Franz Bettinger

21. Juli 2026 09:47

"Jens Spahn hat mit seinem eigenen Samen und einer ihm fremden Frau (Leihmutter) per Samen-Spende ein Kind erzeugt (das 50% Spahns Gene hat). Er hat, anders als bei normalen Verhältnissen, nur nicht mit der Mutter seines Kindes kopuliert. So hätte es sein können, und so hat sich die Affäre mir zuerst auch dargestellt. Aber die Sache lief möglicherweise anders: Es gibt keine Informationen, dass Spahn seinen eigenen Samen „gespendet“ hat, dass das Kind also genetisch von ihm (als genetischen Vater) abstammt. Die Leihmutter hätte auch den Samen eines anderen evtl. anonymen (wäre das in USA juristisch noch zulässig?) Mannes verwenden können. „Leihmutter“ bezeichnet eine Frau, die ein Kind für andere austrägt. Sie kann, muss aber nicht selbst die (genetische) Mutter dieses Kindes sein. Bei einer rein gestationellen Leihmutterschaft stammt die Eizelle von einer anderen Frau.

Waldgaenger aus Schwaben

21. Juli 2026 10:01

Ich kenne da andere Aussagen über vermutete Ursachen von  Homosexualität:  Ein falscher Hormonschwall zur falschen Zeit im Mutterleib. Jüngere Söhne, oft vierte oder fünfte, sollen öfter homosexuell sein: https://www.welt.de/wissenschaft/article171538709/Raetsel-geloest-Deshalb-sind-juengere-Soehne-oefter-homosexuell.html
Andernorts habe ich gelesen, dass eine vorhergegangene, gegengeschlechtliche Fehlgeburt das "Risiko" für Homosexualität erhöht.
Wie dem auch sei. Über den Punkt, dass homosexeulle Veranlagung irgendwie schuldhaft sei, sollten wir hinweg sein. 
Die Ehe für alle empfinde ich als Ausdruck eines übergriffigen Staates. Nicht die Natur legt fest was eine Ehe ist, eine Lebensgemeinschaft einer Frau und eines Mannes, die auch dazu eingegangen wird, um Kinder zu bekommen und groß zu ziehen, sondern der Staat maßt sich an, zu defnieren was eine Ehe ist. 
Gegen das Instrument einer auch standesamtlich "eingetragenen Partnerschaft" habe ich nichts. 
Zur Konversionstherapie: Das Verbot ist ein schwerwiegender Eingriff in das Grundrecht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit. 

Rheinlaender

21. Juli 2026 10:02

Es gibt unterschiedliche Lebensformen, die man mit homosexuellen Neigungen verbinden kann, und die man m.E. einzeln bewerten sollte. Eine oft unsichtbare Lebensform ist z.B. die derjenigen, die diese Neigung soweit im Griff haben, dass sie ein weitgehend unbeinträchtigtes Leben führen und mit einer in gegenseitiger Treue verbundenen Frau eine Familie gründen. Eine andere ist die des kultivierten und kreativen Künstlers, der durchaus Beiträge für sein Gemeinwesen leistet. Zudem gibt es einen hypermaskulinen homosexuellen Typus, der zu verschiedenen Zeiten z.B. in den Streitkräften seine Berufung fand. Ein ganz anderer Fall ist der effeminierte, narzisstische und dekadente Typus, den Camille Paglia als prägend für die Spätphasen von Kulturen ansieht. Ein katholischer Denker, dessen  Name mir leider entfallen ist, wies übrigens darauf hin, dass liberal gestaltete Heterosexualität ihrem Wesen nach weitgehend identisch mit Homosexualität sei. Bei beiden stehe die Befriedrigung der eigenen Leidenschaft im Rahmen von nicht auf langfristige Bindung oder der gemeinsamen Sorge für Nachkommen ausgerichteten spontanen sexuellen Kontakten im Vordergrund.

Le Chasseur

21. Juli 2026 10:06

@Christa"Hat es eine große Welle gegeben zu Hendrik Streeck? Nein, das wurde kaum thematisiert."
"Die Bundesregierung sieht bei der Vaterschaft des Drogenbeauftragten Hendrick Streeck eine andere Situation als im Fall des zurückgetretenen Unions-Fraktionschefs Jens Spahn. Streeck habe seines Wissens keine Forderungen vertreten, "die seiner persönlichen Lebensführung entgegenstehen", sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius in Berlin. Daher sei "bei Streeck kein Vorwurf der Doppelmoral zu erkennen"." Quelle
Streeck ist natürlich auch nicht haltbar, eigentlich. Leihmutterschaft ist in Deutschland aus guten Gründen verboten, und wer dieses Verbot umgeht, indem er im Ausland ein Kind kauft, hat in einer Partei, die sich auf christliche Werte beruft, nichts verloren.

Ein gebuertiger Hesse

21. Juli 2026 10:16

Anfang der 90er frequentierten einige Freunde und ich, Heteros, in Berlin-Schöneberg ab 2 Uhr nachts gerne mal Schwulenkneipen. Um dort Karten zu spielen. Alles andere hatte schon zu. Ab 5 Uhr kamen dann die müden Callboys rein und gaben am Tresen ihre die letzten Stunden verdienten Geldscheine ab. Aber ... uns ist nie was passiert, weder wurden wir angemacht noch scheel angeguckt. Irgendwie habe ich diese Zeit freundlich in Erinnerung. Da war nichts politisiert. Beim Rausgehen nickten die Barmänner und wir einander zu und fertig. Ich frage mich, ob dergleichen in entsprechenden Läden heute noch genauso liefe.

Le Chasseur

21. Juli 2026 10:48

@ede"Ich sehe auch keinen, zumindest offensichtlichen Vorteil. Andererseits bin ich der festen Überzeugung das die Evolution nicht irrt. Homosexualität gab es ja auch schon in grauer Vorzeit."
Trisomie 21 gab es vermutlich auch schon in grauer Vorzeit.
Natürlich irrt die Evolution, ständig. Wenn die Ursache für Homosexualität ein Gen-Defekt ist, dann wird dieser Gen-Defekt immer wieder auftreten.
Wie ist das eigentlich bei eineiigen Zwillingen? Gibt es da Fälle, wo ein Zwilling schwul ist und der andere nicht? Oder sind da immer beide schwul?

Le Chasseur

21. Juli 2026 10:55

@Franz Bettinger
Nicht Spahn ist der leibliche Vater des Kindes, sondern sein Lebensgefährte: https://www.pharmazeutische-zeitung.de/spahn-und-sein-lebensgefaehrte-sind-eltern-geworden-166844/
 

RMH

21. Juli 2026 11:30

@F.B., die Bild hat geschrieben, Funke (ja, der hat wohl was mit dem Medienunternehmen verwandschaftlich zu tun), sei der biologische Vater und nicht Spahn.
Wie auch immer Reitschuster schreibt auf seiner Seite, bei der moralisch sehr flexibel gewordenen Union sei die Leihmutterschaft nur das Mittel gewesen, den ansonsten intern zu mächtig gewordenen Spahn zu recht zu stutzen. Liest sich irgendwie logisch, denn irgendeine Form von moralisch glaubwürdiger Empörung nimmt man der Union ohnehin nicht mehr ab (ebenso wie den anderen Altparteien).

RMH

21. Juli 2026 11:35

"Wie ist das eigentlich bei eineiigen Zwillingen? Gibt es da Fälle, wo ein Zwilling schwul ist und der andere nicht? Oder sind da immer beide schwul?"
@LeC., Recherchieren Sie einfach mal zu den Kaulitz Zwillingen.

Artabanus

21. Juli 2026 11:49

Ein wichtiger Aspekt wurde hier bisher nicht erwähnt:die Bildung von homosexuellen Seilschaften und Netzwerken. Die könnte man tatsächlich als Verschwulung bezeichnen. Es ist kein Zufall dass Jens Spahn so leicht so hoch aufsteigen konnte. Vorteilhaft für die Allgemeinheit sind diese Seilschaften und Netzwerke ganz bestimmt nicht.

Boreas

21. Juli 2026 12:01

@Rheinlaender
Genau das ist die Kernthese eines der Säulenheiligen der Konservativen Revolution, den Martin Lichtmesz und ich in unserem Herzen tragen: Hans Blüher
In seinem Zweibänder "Die Rolle der Erotik in der männlichen Gesellschaft. Eine Theorie der menschlichen Staatenbildung nach Wesen und Wert" betont er die Notwendigkeit von Männerhelden für die Bildung von Bünden und Staaten, die ihre Strahlkraft und ihr Charisma zur Gemeinschaftsbildung nutzen und ihre Invertiertheit sublimieren zu Gunsten der traditionellen Gesellschaftsausformung. ist ein schmaler Grat und etliche straucheln. Buchempfehlung dazu: Max Rene Hesse "Partenau".
 

thoma

21. Juli 2026 12:06

Um Gottes Willen, Milo als Leumundszeuge des Artikels. Das ist unfreiwillige Komik pur. Wir reden von einem Mann der inzwischen Ramsch auf irgendwelchen christlichen Sendern andreht und mit seinem Ehemann weiterhin zusammenwohnt - als Mitbewohner.
Damals war zumindest ein lautet und schmucker Conartist, welcher irgendwelche Collegekids provozierte. Das war lustig anzusehen. 
Was kommt als Nächstes? Alex Jones als Wahrheitssucher?

Waldgaenger aus Schwaben

21. Juli 2026 12:48

Was die Leihmutterschaft Spahns und seines Partners angeht, frage ich mich, warum das Kind nicht über eine simple Samenspende gezeugt wurde. Das wäre rechtlich völlig unproblematisch gewesen und hätte kein Aufsehen erregt. Das Kind wächst beim Vater auf, der Partner de Vaters adoptiert es mit Zustimmung der Mutter. 

Le Chasseur

21. Juli 2026 14:41

@RMH
"Reitschuster schreibt auf seiner Seite, bei der moralisch sehr flexibel gewordenen Union sei die Leihmutterschaft nur das Mittel gewesen, den ansonsten intern zu mächtig gewordenen Spahn zu recht zu stutzen. Liest sich irgendwie logisch, denn irgendeine Form von moralisch glaubwürdiger Empörung nimmt man der Union ohnehin nicht mehr ab"
Liest sich eigentlich gar nicht logisch. Oder wurde Spahn von der Union dazu gezwungen, ein Kind zu kaufen? Rieck vertritt die nicht weniger krude Theorie, Spahn hätte sich mit der Aktion an Merz rächen wollen. Naja, YouTuber...
Die Erklärung ist viel einfacher: Spahn dachte einfach, er könne sich alles erlauben. Wer mit so einer Sache wie dem Masken-Deal durchkommt, kommt doch mit allem durch, oder? Hybris im Endstadium. Dass Spahn überhaupt noch einmal auf dem CDU-Ticket für den Bundestag kandidieren konnte, ist der eigentliche Skandal.
P.S.: Der schwule Antidemokrat Peter Thiel, der sich ebenfalls zwei Kinder gekauft hat, erhält den diesjährigen Axel Springer Award.

das kapital

21. Juli 2026 14:43

Die meisten werden den Spiegel nicht für eine seriöse Quelle halten. Dennoch haben die 2008 mal  eine Studie zum Thema in Auftrag gegeben. Antwort ist die Vermutung, dass Schwulsein zu grob einem Drittel genetisch und zu grob zwei Dritteln durch die Entwicklung des Kindes bedingt sei. Klassisches sowohl als auch. Oben hatte Christa ja darauf hingewiesen, dass die genetischen Ausführungen ihr nicht gefallen, sondern man doch bitte die reale Verkommenheit des Herr Spahn in den Vordergrund rücken möge. Es ist aber vertretbar, dass die genetische Prägung eine der Ursachen für die Orientierung hin zum eigenen Geschlecht ist.Der Spahn war mir schon immer zu wider. Auch vor Corona. Ich darf aber gerne an Christus (Namensgeber auch für Frauen) erinnern. "Wer ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein." /// Ach ja, Mett Mario ist auch so ein Widerling. Dennoch hat eine Mehrheit ihn gewählt. Diese Mehrheit im Landtag hat dadurch Schuld auf sich geladen.

Karl

21. Juli 2026 14:50

Epigenetik könnte ein Ansatz sein, um das „fehlende Stück“ zwischen Genetik und Umwelt bei der Entstehung sexueller Orientierung zu erklären. Sie unterstützt weder die extreme genetische Position noch die These, es handle sich um eine spätere Konditionierung, die man abtrainieren könne. 
Bei eineiigen Zwillingen ist die DNA-Sequenz nahezu identisch. Trotzdem können sie sich in vielen Merkmalen unterscheiden – von Krankheiten bis hin zur sexuellen Orientierung. Die Übereinstimmung bei Homosexualität liegt nur bei ca. 20–50 %. Ein wichtiger Grund dafür sind Unterschiede in der DNA-Methylierung (einem zentralen epigenetischen Mechanismus) (Ngun et al. 2015). Epigenetik verändert nicht die DNA-Sequenz selbst (wie Mutationen), sondern die Expression von Genen. Eine Studie von Fraga et al. (2005) zeigte: Je älter eineiige Zwillinge werden, desto größer werden ihre epigenetischen Unterschiede. Jüngere Zwillinge sind epigenetisch ähnlicher. Die Genexpressionsmodifikationen entstehen durch verschiedene Lebensbedingungen (Stress, Ernährung, Lebensstil…). 
Fraga, et al. (2005): Epigenetic differences arise during the lifetime of monozygotic twins. PNAS 102 (2005) 10604–10609. 
Ngun et al. (2015): A novel predictive model of sexual orientation using epigenetic markers. Abstract presented at the American Society of Human Genetics (ASHG) 2015 Annual Meeting, Baltimore, MD, 8. Oktober 2015

Karl

21. Juli 2026 14:54

Epigenetik kann erklären, warum jemand mit typisch männlichen Genitalien eine männliche Partnerpräferenz entwickelt. Zur dieser Frage entwickelten Rice et al. (2012) folgendes Modell: Während der fetalen Entwicklung entstehen geschlechtsspezifische epigenetische Markierungen („epi-marks“). Diese schützen normalerweise das Gehirn vor Androgen-Einflüssen des anderen Geschlechts. Bei den meisten Menschen werden diese Markierungen zwischen den Generationen weitgehend „gelöscht“. In manchen Fällen entkommen sie der Löschung und werden vom Vater auf die Tochter oder von der Mutter auf den Sohn übertragen. Dadurch kann es zu einer Diskordanz zwischen den Geschlechtsorganen und der sexuellen Präferenz kommen – ohne dass die Genitalien verändert werden.
Rice et al (2012): Homosexuality as a consequence of epigenetically canalized sexual development. The Quarterly Review of Biology 87 (2012) 343–368.
 

dojon86

21. Juli 2026 15:23

@Artabanus Klug bemerkt. Gut übrigens über homosexuelle Seilschaften hinaus. Organisierte Minderheiten herrschen stets über desorganisierte Mehrheiten. Eine Konstante in der Geschichte !

Majestyk

21. Juli 2026 15:47

Wenn schwule Männer Kinder adoptieren ist das eigentlich verwerflicher als wenn lesbische Frauen dies tun?

Majestyk

21. Juli 2026 15:59

@ RMH:
"irgendeine Form von moralisch glaubwürdiger Empörung nimmt man der Union ohnehin nicht mehr ab (ebenso wie den anderen Altparteien)."
Ist zwar richtig, nehme ich der AfD und ihrem Umfeld, inklusive diesem Kommentariat aber auch nicht ab, zumindest nicht in diesem Punkt. Und zwar aus sehr offensichtlichen Gründen, auch wenn diese der Redaktion zutiefst peinlich sind. 
Ich zitiere mal einen bekannten deutschen Blogger:
"Es sind nicht die Maßstäbe, die mich so besonders ankotzen,  es sind die doppelten Maßstäbe."
Mir geht es dabei nicht darum Jens Spahn zu verteidigen, über den denke ich genauso wie Ordoliberal. Ich finde nur in punkto Doppelmoral gleicht sich die AfD zunehmend den Altparteien an. Sieht man an der Kungelei in NRW, sieht man auch an vielfacher Vetternwirtschaft. Und das ist eine Entwicklung, die zumindest mich zwar nicht überrascht, aber doch sehr ernüchtert. Wird durch das auch hier verbreitete Schulterzucken nicht besser. 

Majestyk

21. Juli 2026 16:14

@ Le Chasseur:
"P.S.: Der schwule Antidemokrat Peter Thiel, der sich ebenfalls zwei Kinder gekauft hat, erhält den diesjährigen Axel Springer Award."
Dass ich Ihnen noch einmal zustimmen würde. :-) Genau das meine ich und deswegen auch meine anderen Kommentare. Man kann Gegner nur angreifen, wo man selber eine weiße Weste hat. Ob nun Republikaner in den USA oder hierzulande die Opposition. Man biegt es sich stets so zurecht wie es paßt. Jahrelang waren in den USA die Republikaner gegen Stammzellenforschung, bis Ronald Reagan an Demenz erkrankte. 
Ich glaube der Teilnehmer Thoma erklärte in einem anderen Faden, die Rechten/ Konservativen sind so lange gegen eine Neuerung bis diese normal geworden ist.
Der eigentliche Aufhänger wäre nicht Spahns Homosexualität, dann schon eher die Hybris der politischen Kaste, sondern das Prinzip Leihmutterschaft. Das dann aber auch bei heterosexuellen Paaren.
Ich bin nicht religiös, aber mit Leihmutterschaft oder künstlichen Befruchtungen, ähnlich Klonversuchen hat man eine Grenze überschritten, da braucht man sich nicht wundern, wenn man in naher Zukunft seinen Nachwuchs designen lassen kann wie in dem SF-Film Gattaca.
Entweder man stellt Verwerfungen gänzlich infrage oder kann es bleiben lassen.

Hesperiolus

21. Juli 2026 16:17

@ Bettinger – im nächsten Leben hoffe ich jedenfalls auf eine bessere, ambassadeur de France près le Saint-Siège vielleicht. Da ich nur animiert verlaute, das Exhibitive meidend; sat. Meine Andeutung, soweit ich mich erinnern kann, ging auf die politische Temporalität der Homophilie, der Homoeroten. Ihre Antigenealogie (Schwanz und Zeit). Die Geistesgeschichte des Urningtums wäre daraufhin noch zu schreiben Hocquenghem zu nennen, seinen Schüler Edelman (sinthomosexuality), vor dieser Folie die Genannten (reproduktiver Futurismus).; das erwartete ich hier. Krahls spekulative Deduktion der Homosexualität ist im Netz findbar. Leider vermag ich nicht wie MD argumentative Ballschläge kurzzeilig zu brandolinisieren. „S“(pahn) wird als Mittelversalie ge-braved new worldender Benamsungen dereinst womöglich chic. Mein letztes Fünklein rechts zu sein: Ectogenesi obsta.

Franz Bettinger

21. Juli 2026 16:45

Man stelle sich vor, meine Frau & ich hätten Kinderwunsch, wären beide aber (z.B. aus anatomischen Gründen) od. auch nur einer von uns nicht in der Lage, ein Kind auf natürlichem Weg zu zeugen. Nun bietet uns die gestative Leihmutterschaft (eine fremde Frau als 'Brutkasten') die Möglichkeit, dass eine Eizelle meiner Frau von meinem Samen (im Reagenzglas) befruchtet in eine fremde Gebärmutter implantiert wird & so ein Kind, unser Kind geboren würde, das zu 50% aus meinen Genen und zu 50% aus denen meiner Frau bestände. Hat irgendwer Schaden erlitten? Keineswegs. Was also habt ihr dagegen? Das ist doch bigott! 

Mitleser2

21. Juli 2026 16:56

@RMH: "In 10 bis 15 Jahren wird es dann Kinder geben, deren Erbanlagen genetisch optimiert wurden"
Da müssen Sie nur die ersten drei Bände der Dune-Romanreihe lesen. Da geht das gleich über Jahrtausende. Bis zur Schaffung des genetischen Übermenschen Kwisatz Haderach. Schöner Blick in die Zukunft von 1965.

Le Chasseur

21. Juli 2026 16:58

@Majestyk"Wenn schwule Männer Kinder adoptieren ist das eigentlich verwerflicher als wenn lesbische Frauen dies tun?"
Spahn und Funke haben das Kind nicht adoptiert, sondern in Auftrag gegeben und dann dafür bezahlt, sie haben es also gekauft. Wenn lesbische Frauen das machen, ist das ebenso verwerflich. Meistens tragen sie das Kind aber selber aus. Auch darüber lässt sich diskutieren, aber soll man einer Frau verbieten, sich schwängern zu lassen?

Laurenz

21. Juli 2026 17:48

Also für unsere Leihmutterschaftskritiker... ich habe da nicht so wirklich viel zu sagen, meine Meinungsbildung ist dazu arg begrenzt. Im reversen Fall weiß die Mutter nicht, wer der Vater ist. Auch Prostituierte bekommen Kinder. Ich würde Leihmutterschaft weniger auf schwule Paare beziehen, sondern eher auf Väter, die keine Frau haben & das Kind alleine großziehen wollen. Um Frauen davon abzuhalten, einfach ohne materielle Absicherung Kinder in die Welt zu setzen, weil man sich auf den Staat verläßt, dann muß man staatliche Unterstützung entziehen. Bringt das wer übers Herz?

Maiordomus

21. Juli 2026 17:54

@Hespiorulus. Die erste Geistesgeschichte des Urningtums schrieb noch vor K.H. Ulrichs der Schweizer Heinrich Hössli mit seinen beiden Bänden "Eros" von 1836 und 1838, die beiden bestverbotenen Bücher der Schweizer Geistesgeschichte, in der er auch als einer der ersten den Zusammenhang zwischen Verfolgung von Hexen   und Verfolgung von Homosexuellen mindestens andeutete, auch sonst gut im Bild war u.a. auch über die Homosexualität im alten Persien und bei den Muslimen, schwärmte sehr für Platon, überhaupt ging es ihm zunächst um die Anerkennung der platonischen Liebe , die er durchaus als gleichgeschlechtlich empfand, eine Liebe aus Schönheitsdurst. Ein Nahdruck dieser Bände incl. Kommentarband ist antiquarisch erhältlich in der Bibkiothek Rosa Winkel. Ausserdem empfehle ich noch die Parallelbiografie v. Hössli und dem geräderten Anwalt Desgouttes "Mord, Philosophie und die Liebe der Männer".

Volksdeutscher

21. Juli 2026 18:10

1. Wozu sich mit der Homosexualität von Homosexuellen so viel beschäftigen und ihnen damit das Gefühl geben, sie seien für die menschliche Gesellschaft unentbehrlich? Es ist zwar wahr, daß es bedeutende Intellektuelle, Künstler und Wissenschaftler gab, die homosexuell waren. Aber die Mehrheit, der wir unsere Zivilisation und die Verbreitung der menschlichen Gattung verdanken, war eben heterosexuell. Man zieht daraus auch noch absichtlich die falsche Schlußfolgerung, daß ihre besonderen Leistungen mit ihrer sexuellen Identität zusammenhingen. Warum macht man diese Schlußfolgerung im Falle von Heteros nicht? Man unterdrückt aber die Auseinandersetzung darüber, wie hoch die Anzahl von Kindesmißbrauchsfällen in homosexuellen Partnerschaften in jenen Ländern ist, wo man ihnen ermöglicht, Kinder zu adoptieren. Da hat diese "Leistung" plötzlich nichts mit ihrer Homosexualität zu tun. Den bekannten linken Refrain auf das Phänomen kennen wir eh aus Vergewaltigungsdelikten durch Nichtdeutsche: "Weil sie Männer sind." Ende der Achziger, Anfang der Neunziger begann man, bedeutende Intellektuelle, Künstler und Wissenschaftler nach ihrer sexuellen Identität abzuklopfen und ihnen Homosexualität zu attestieren oder anzudichten, was man gleich mit ihren Leistungen in Verbindung brachte, gar  diese von jenen ableitete. Das sollte uns Heterosexuelle in Bewunderung für sie versetzen sollte: "Was für ein genialer Homosexueller!"

Volksdeutscher

21. Juli 2026 18:26

2. Das waren damals die Hausaufgaben der globalen LGBTQ-Mafia, deren Folgen wir heute in Form von Drag Queens für Kleinkinder, Hormonspritzen für Pubertierende, widerlichen PRIDE-Demos und Geschlechtsumwandlungen ernten. Mir hat zu dem Thema bis jetzt Hans-Jürgen Eysencks Hinweis auf die in den 50-ern in Amerika erfolgten Untersuchungen von eineigen Zwillingen ausgereicht, um mich zu überzeugen, daß Homosexualität nicht vererbt wird. Man hatte damals zur Adoption freigegebene eineige Zwillinge, die in verschiedenen Familien aufwuchsen, deren Gene jedoch absolut identisch sind, untersucht. Durch Umwelteinflüsse,  können sie sich geringfügig verändern, das heißt, die epigenetischen Marker verändern zwar nicht die DNA selbst, aber sie bestimmen, ob bestimmte Gene an- oder ausgeschaltet werden. Das brachte die Sexualwissenschaftler schon damals zu der Erkenntnis, daß Homosexualität durch Umweltfaktoren entsthe, denn sonst hätten entweder beide Zwillinge eine homosexuelle Identität oder beide eine heterosexuelle Identität im Sinne der Übereinstimmung der Erbanlagen haben müssen. Diese Untersuchungen werden heute nicht mehr strapaziert, da man der Homosexualität, sprich, der Unnatürlichkeit, um jeden Preis auf den Podest der Natürlichkeit hieven möchte. Man geht sogar so weit, irrsinnig zu behaupten, daß es selbst in der Natur Homosexualität gebe.

Le Chasseur

21. Juli 2026 19:00

@Franz Bettinger
"Man stelle sich vor, meine Frau & ich hätten Kinderwunsch, wären beide aber (...) nicht in der Lage, ein Kind auf natürlichem Weg zu zeugen. Nun bietet uns die gestative Leihmutterschaft (eine fremde Frau als 'Brutkasten') (...) Was also habt ihr dagegen? Das ist doch bigott!"
Sie haben das Problem doch eigentlich schon erkannt.

Franz Bettinger

21. Juli 2026 19:30

@Volksdeutscher: Ihr letzter Satz geht daneben. Homosex. Verhalten wird in der Tierwelt bei Hunderten von Arten beobachtet; nicht nur bei Säugern; bei Vögeln, Reptilien, Fischen & sogar bei Insekten. Was könnte der evolutionäre Vorteil sein? Homosex spielt evtl. eine wichtige Rolle beim Bedürfnis sozialer Bindungen, beim Stress-Abbau, und bei Konfliktlösungen in der Brunstzeit. Es gibt halt nur einen Alpha-Wolf, aber viele Gammas im Rudel. Bei Pinguinen wurden männliche Paare beobachtet, die gemeinsam Nester bauen &, wenn die Nester fremde Eier erhalten, darin Küken aufziehen. Homosex. ist nichts Unnatürliches. 

Hesperiolus

21. Juli 2026 19:33

 
@Maiordomus – werde dem nach-recherchieren - @ Bettinger – Unbekannt, Ihnen und Ihrer Frau das Allerbeste wünschend; nicht „bigott“, sondern (mit der Vokabel sonst sparend) PERVERS. Wäre Ihre geschätzte Gemahlin für Sie als Fremdausträgerin (Schaden erleidet sie ja nicht) denkbar? Nein? - dann erledigt. (Bin auch kinderlos, wir sehen uns eh wieder)

Maiordomus

21. Juli 2026 19:45

@Volksdeutscher. Dass L.da Vinci oder der wahrscheinlich homosexuelle Newton wie noch viele andere Superkreative, ganz sicher Platon, von dem die europäische Philosophie die Fussnote darstellt, Franz von Assisi und zahlreiche religiöse Genies "vom anderen Ufer" waren, und dass kreative u. intellektuelle Leistungen homosexueller Männer mindestens bisher vom ganzen weiblichen Geschlecht (mit zwar ganz anderen für langfristiges Überleben noch wichtigeren auch geistig-personalen Qualitäten) bis heute nicht eingeholt sind und dies trotz Frauenförderung zu unseren Lebzeiten wohl nicht der Fall sein wird, dies sollte Sie bei Ihrem "Mehrheitsdenken" etwas demütiger machen. Was von "unserer" Seite abgelehnt werden sollte, ist das wahnhaft Sektiererische der Gender-Ideologie und der Ausartungen des Feminismus sowie das unwissenschaftliche Übersehen langfristiger Klimadogmen als ernstzunehmenden Ausdruck religiösen, aber natürlich nicht wissenschaftlichen falsifikationsfreudigen Denkens. Auch NS, Faschismus, Sozialismus u. Kommunismus bleiben, vgl. Voegelin, gnostische Ersatzreligionen.       
  

Majestyk

21. Juli 2026 20:00

@ Le Chasseur:
"Spahn und Funke haben das Kind nicht adoptiert, sondern in Auftrag gegeben und dann dafür bezahlt, sie haben es also gekauft."
Geht es Ihnen darum, daß Geld geflossen ist? Wenn Angelina Jolie oder Gerhard Schröder Kinder adoptieren fließt ebenfalls Geld oder es werden Beziehungen genutzt. 
Pflegeeltern bekommen auch Geld, gar nicht einmal so wenig. Warum auch nicht, wenn sie ihre Sache gut machen? Adoptionsvermittler und in dem Fall die Leihmutter erhalten Geld, wäre es besser die Leihmutter bekäme keines und müßte es umsonst tun?
Der monetäre Faktor kann doch nicht das Argument sein. Man ist entweder für Leihmutterschaft oder man ist dagegen. Man ist entweder dafür, wenn Kinder aus angeblich altruistischen Gründen aus ihrer Kultur gerissen werden oder man ist dagegen. Man könnte ja auch ein ganzes Dorf in Afrika fördern, dann haben alle was davon.
Das Kernthema ist doch wohl Egoismus. Ich will was haben, wie ist mir egal. So macht man es mit Kindern, so machen es unglaublich viele Menschen mit Tieren und halten sich noch für Tierschützer. Dem ganzen liegt eine zutiefst egomane Weltsicht zugrunde. Die Sexualität ist hier doch nur der Aufhänger und so manch einer nutzt die nun für seine homophoben Ansichten.
Abgesehen davon bin ich auch der Ansicht, daß man den Aufhänger nur genutzt hat Spahn abzuschießen und so interne Konkurrenz loszuwerden.

Majestyk

21. Juli 2026 20:32

@ Laurenz:
"Man ist sich einig, daß Edward ein katastrophaler Militärtaktiker & ein schwacher Stratege war, aber ein Feigling war er gewiß nicht."
Schwule Krieger ziehen sich durch die Geschichte. Fängt schon beim großen Achilleus an. Warum sollten Homosexuelle feige sein? Heute braucht es zum Bekenntnis nur noch Gratismut. War aber mal anders. 
Der offen homosexuell lebende Hubert von Meyerinck soll während der Reichskristallnacht über den Kurfürstendamm gelaufen und Juden aufgerufen haben in seine Wohnung zu kommen. Zwar auch ein Bohemien, der sich mit dem Regime arrangiert hatte, aber an Mut hat es dem sicher auch nicht gefehlt. 
@ Volksdeutscher:
"Man geht sogar so weit, irrsinnig zu behaupten, daß es selbst in der Natur Homosexualität gebe."
Noch nie einen Hund beim schwulen Dominanzgerammel gesehen?
Ob Hunde wirklich schwul sind weiß ich nicht, in der Not besteigen die aber auch mal einen anderen Rüden. Vielleicht ist es auch eher Streßabbau. Gibt es auch bei Katern, selbst wenn die kastriert sind. 
Grundsätzlich glaube ich eher an Hormonschübe während der Schwangerschaft und weniger an genetische Vererbung. Vielleicht sollte man auch mal den Langzeitkonsum von Hormonen dank Pille untersuchen. In der Tiermast werden ja auch Unmengen an Hormonen eingesetzt. Irgendwann führt jede Lebensweise zu einem Echo.
Fand übrigens Ihre Kommentare im Faden über neutrale Kunst herausragend, wie so einige Kommentare in letzter Zeit.
 
 

Volksdeutscher

21. Juli 2026 20:41

@Majestyk - Doch, soetwas sah ich schon sowohl bei Hunden als auch bei Katzen. Nur ist das deshalb noch lange keine Homosexualität, da sie ein Bewußtsein dafür und ein zielgerichtetes Handeln voraussetzt ound erfordert, das in der Natur nach heutigem Erkenntnis stand nicht bekannt ist. Bei Tieren geschehen solche Dinge "im Eifer des Gefechts". Es gibt im Tierreich der Natur keine Homosexualität.

Volksdeutscher

21. Juli 2026 20:47

@Maiordomus - Haben Sie Beweise dafür, daß die ausergewöhnlichen Leistungen von (vermeintlich) Homosexuellen mit ihrer sexuellen Identität zusammmenhägen? Oder daß die außergewöhnlichen Leistungen von Heterosexuellen nicht mit ihrer Identität zusammenhängen?

Franz Bettinger

21. Juli 2026 20:52

Ohne Spahn’s Vorgehen wäre dieses Kind nicht existent. Es verdankt sein Dasein ihm. Und das regt euch auf? 
Egoismus? Wer von euch Kinder-Kriegern hat seine „Brut“ (altes Zitat von EK, das ich für witzig halte) aus altruistischen Gründen bekommen? Ich hoffe niemand.
@Chasseur: Eine Leihmutter ist nicht viel anderes als eine Amme. Das eine liegt vor, das andere nach der Geburt. Seinen Verstand od. seinen Körper zu verkaufen (vermieten) ist völlig normal. Ihr habt nur nettere Worte dafür. Darin sehe ich nichts Schlechtes und nichts Unehrenhaftes.
@Hesperiolus: Danke fürs Mitgefühl, aber meine Frau und ich sind gewollt kinderlos, wegen der abenteuerlichen Herzen. Wollte nur ein theoretischen Beispiel geben. Mei Frau & ich haben genug Geld, um die Gebärmutter nicht strapazieren zu müssen. Es werden Nieren verkauft, Blut, Knochenmark, Stammzellen…, wieso nicht auch eine Gebährmutter? Finde nichts dabei. Im Gegenteil. Ich achte diese Leihmütter. 

Franz Bettinger

21. Juli 2026 21:01

Ich glaube, Spahn hat diese Kinds-Affäre bewusst & gezielt eingesetzt. Er WOLLTE raus aus der Politik, raus aus dem Schussfeld. Hat zu viel Dreck am Stecken. Ein billiges Davonstehlen ist das. Er gönnt seinen Gegnern nun ein bisschen Hähme, Schadenfreude und hat dafür seinen Frieden. Hoffentlich sucht ihn noch zu sein Lebzeiten das Karma heim! 

Volksdeutscher

21. Juli 2026 21:08

@Franz Bettinger - Das, was Sie da beschreiben, ist noch lange keine Homosexualität, die ein Bewußtsein für ihr Tun mit der entsprechenden Identität voraussetzte. Tiere des gleichen Geschlechts kopiulieren nicht miteinander, bilden keine Gemeinschaften ("Schwulencommunities"). Wenn man etwas beobachten kann, was einen daran erinnert, heißt das noch lange nicht die Notwendigkeit, ohne im Besitz von Erkenntnissen eine Gleichsetzung mit menschlichem Verhalten gleichzusetzen. Denn das ist Vermenschlichung der Natur. Die LGBTQ-Mafia versucht freilich, die Natur und ihr Ziel zu verbiegen und im Sinne ihrer eigenen Zielsetzung zu erklären. Man sollte nicht darauf hereinfallen. Dekadenz ist nicht im Sinne der utilitaristischen Natur. 

A. Kovacs

21. Juli 2026 21:37

Der Terminus "Homosexualität" ist schon falsch. Er ist die Schöpfung eines ungarndeutschen schwulen Schriftstellers (Károly Mária Kertbeny alias Karl Maria Benkert). Die Absicht ist klar: Die gleichgeschlechtliche Liebe mit der heterosexuellen "gleichzustellen". Sexualität kann es aber qua biologischer Definition nur zwischen Mann und Frau geben; was sich zwischen Gleichgeschlechtlichen abspielt, ist Erotik, nicht Sexualität, weshalb der Terminus "Homophilie" (für die Neigung) oder "Homoerotik" (für die Handlungen) korrekt ist. Ein typisches Beispiel dafür, wie mit einem falschen Begriff eine Realität behauptet wird, die es nicht gibt. Wer ihn benutzt, hat argumentativ schon verloren – was ja die Absicht seines Schöpfers war.

Laurenz

21. Juli 2026 21:55

@Leihmutterkritiker ... nochmal, ich weiß nicht genau, was ich von der Sache halten soll, habe aber doch das Bedürfnis, mich noch klarer auszudrücken. Also, wenn bei einigen Frauen schicksalhaft der Vater egal ist, oder die (zukünftige) Mutter mit dem Vater des Kindes im Mutterleib nicht zusammenleben & das Kind gemeinsam großziehen will, also in unserer Gesellschaft es scheißegal bleibt, wer der Vater ist (für das Kind natürlich nicht), dann kann es uns auch egal sein, wer die Mutter ist. Gleiches Recht für alle.

Laurenz

21. Juli 2026 22:20

@Majestyk @L. ... Richard Löwenherz, Alexander der Große, Kaiser Hadrian, Prinz Eugen von Savoyen, General Philippe I. d’Orléans ... Aber auch die Fresko-Malerei Michelangelos an der Decke der Sixtinischen Kapelle war eine ruinöse Akkordarbeit. Der ätzende Kalkputz tropfte permanent in Gesicht & Augen. Natürlich wurde Michelangelo damit unsterblich. Aber im Grunde war es eine Sklaventortur. In Wahrheit interessiert die geschlechtliche Fokussierung kein Schwein. Nur unsere werten homosexuellen Mitbürger sollten einfach auf die Privilegien-Absahne verzichten. Westerwelle war diplomatisch geschmacklos, als er in Ägypten mit seinem Partner aufschlug. Was anderes wäre es gewesen, wenn die Ägypter uns besuchen.

Bela

21. Juli 2026 23:08

Provokante Überschrift "Schwul".
Allerdings auch sehr aus der Zeit gefallen in Hinsicht provokant, aber gut.
Einige Autoren und Künstler, die ich "gut finde" oder sogar verehre, sind bzw. waren schwul. Freddie Mercury, Douglas P., Rob Halford.
Friedrich 2 war wohl auch dem eigenen Geschlecht zugeneigt, man wird es nie genau wissen. Ich hingegen bin es nicht, ich zitiere Pete Steele "I like goils". Was sagt uns das? Kunst und Politik und geschlechtliche Gesinnung sind ein spannendes Thema, letztendlich unerheblich für das Endergebnis. 
Jeder soll nach seiner Facon selig werden.
Was ich verurteile ist Wasser predigen und Wein trinken. Und Leihmutterschaft lehne ich ab für Hetero und Homo gleichermaßen. Adoption ist nun aber auch ein ganz anderes Thema.

Ruediger Plantiko

21. Juli 2026 23:14

Bei der Konversionstherapie endet die Liberalität der liberalen Gesellschaft. Homosexuell empfindende Männer, die unter dem homosexuellen Lebensstil leiden, sollen trotzdem an diesem festhalten und  auf keinen Fall versuchen, sich anders zu orientieren (unter professioneller Begleitung, die genau darum verboten wurde): das würde nämlich andere Schwule darin verunsichern, ihr stolzes und empowertes Leben zu führen.

Gracchus

21. Juli 2026 23:16

Also auf mich wirken die evolutionistischen Erklärungsversuche einigermaßen bizarr. Diese legen nahe, dass etwas an der Theorie, im Grunde eine Projektion utilitaristischer Moral auf die Natur, nicht stimmt. 
 

Gracchus

21. Juli 2026 23:19

@Maiordomus: Von irgendwelchen homosexuellen Neigungen Franz von Assisis habe ich noch nie was gehört.
 

Gracchus

21. Juli 2026 23:27

Dass mit den kreativen Leistungen Homosexueller mag stimmen. Es kann ja damit zu tun haben, dass sie ihre Sexualität unterdrücken und sublimieren mussten. Es kann auch daran liegen, dass die weibliche rezeptive Seite stärker ausgeprägt ist. Es heißt ja auch, ein Kunstwerk werde "geboren". 

Volksdeutscher

21. Juli 2026 23:45

@Waldgaenger aus Schwaben - "Zur Konversionstherapie: Das Verbot ist ein schwerwiegender Eingriff in das Grundrecht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit." Das Verbot dient einzig und alleine dem Zweck, den alten Vorwurf, wonach Homosexualität sehr wohl mit einer genetischen Störung zu tun habe, nicht zum Gegenstand von (gesellschaftlichen) Diskussionen zu machen, genauer, ihn zu verdrängen. Denn wenn sie therapierbar ist, ist sie per se eine Störung (oder Erkrankung) und damit sind alle Errungenschaften der Schwulenlobby und der LMBTQ-Mafia, samt ihrer Lügen und falschen Argumente, hinfällig.

Gregor Ratio

22. Juli 2026 00:37

Der Artikel krankt an einem Problem, das eigentlich beim Gegner zu kritisieren ist: Er ersetzt den Beleg durch die Erzählung.Die eigentliche Frage lautet nicht, ob Milo Yiannopoulos recht hat. Sie lautet, welche Folgen Identitätspolitik, Leihmutterschaft und die Entgrenzung des Familienbegriffs haben. Stattdessen wird ein schillernder Einzelfall zum Kronzeugen einer allgemeinen Diagnose gemacht. 
Interessant ist weniger der Artikel als das Kommentariat. Es hat die Diskussion fast vollständig auf die eigentlichen Streitpunkte zurückgeführt: Familie, Kinderwohl, Leihmutterschaft, Freiheitsrechte. Das ist analytisch stärker als der Artikel selbst.
Wer aus jeder plausiblen Beobachtung sofort eine Gewissheit macht, verschenkt seine stärksten Argumente.

Dieter Rose

22. Juli 2026 03:46

@Ordoliberal
Meine Frau wurde von ihrer Mutter im Alter von einem Jahr bei ihrem Vater zurückgelassen, als deren Mann aus dem Krieg zurückgekommen ist. Sie war erst dann ruhig, als sie sie aufgefunden hat. Ich habe ihre Verlustgefühle bei ihr hautnah miterlebt, besonders als sie selbst Kinder bekommen hatte. Anderer Ausgangspunkt sicher, aber es macht für mich deutlich, was mit einer Kinder-/Erwachsenenseele passiert, wenn "ein Teil des Eigenen" fehlt.

Maiordomus

22. Juli 2026 07:10

@Gracchus. Perspektive entnahm ich einer Assisi-Biografie des einfühlsam schreibenden Schweizer Schriftstellers und Priesters Heinrich Federer, dessen Gesamtwerk ein homosexueller Palimpsest war, auch ein interessantes Beispiel gegen die lebenslange Neigung zur Pädophilie, die er durch Kunst zu bewältigen suchte wie Th. Mann. Bei Franz von Assisi hat niemand je unterstellt, er habe homosexuell praktiziert,  so wie der Begriff der platonischen Liebe zum Beispiel nie bedeutete, dass Mann und Frau wie Bruder Schwester seien, sondern eine Sinngebung der Homosexualität waren wie das Mönchtum in der Regel heiligen Benedikt, der Sonderfreundschaften verbietet und dessen Regel klar davon ausgeht, dass viele Mönche homosexuell veranlagt sind, was bei den bedeutendsten, wohl Benedikt selber, eher nahe liegt als die heterosexuelle Versuchung. Zumal Platon setzt bei Homosexuellen polit. Begabung voraus, Aristoteles betont hingegen die Neigung politischer Charismatiker, ihren Samen landesweit heterosexuell zu zerstreuen, Hochbegabte hätten nun mal starken Geschlechtstrieb, er selber war klar hetero, wurde deswegen verspottet.      

RMH

22. Juli 2026 08:12

Nachdem ich gestern, dass etwas tatrige Interview des vorsitzenden des Ethikrates, H. Frister, in der ARD gesehen habe
https://www.tagesschau.de/tagesthemen/video-1618516.html
musste ich an das oben, von @LeC. in seinem Beitrag # 21. Juli 2026 14:41, verlinkte Video von Prof. Christian Rieck denken, der verschiedene, strategische Ansätze erläutert, warum Spahn das so gemacht hat, wie er es gemacht hat und das das ganze kein "Unfall" war. Die versammelte Linke nutzt also das Thema Spahn, das Fass "Leihmutterschaft" wieder aufzumachen. Steter Tropfen höhlt den Stein und Spahn ist durch seinen "Absturz" in die gut gepamperte Asche eines BT-Mandats der potentielle Phoenix, der mittel- bis langfristig durch seinen "Crash" in der Position ist, eine zukünftige Post-Merz Mini-CDU in eine SPD-LINKS (ggf + Grün) Koalition gegen die nach den Wahlen vermutlich größte BT Fraktion AfD zu führen. Der Rieck ist doch immer wieder interessant.

Le Chasseur

22. Juli 2026 08:28

@Franz Bettinger
"Eine Leihmutter ist nicht viel anderes als eine Amme. Das eine liegt vor, das andere nach der Geburt. Seinen Verstand od. seinen Körper zu verkaufen (vermieten) ist völlig normal. Ihr habt nur nettere Worte dafür. Darin sehe ich nichts Schlechtes und nichts Unehrenhaftes."
Nun, es besteht zum Beispiel die Möglichkeit, dass die Leihmutter nicht aus freien Stücken handelt, sondern dazu gezwungen wird, so wie Frauen auch zur Prostitution gezwungen werden. Und dann nehmen wir doch mal den worst case: ein schwuler Mann will ein Kind, aber keine Beziehung zu einer Frau. Er geht zu einer Agentur und sucht sich eine Eizellenspenderin aus dem Katalog aus. Dann wird eine Eizelle dieser Frau im Reagenzglas befruchtet und anschließend einer anderen Frau eingesetzt, die das Kind dann austrägt. Keine der beiden Frauen hat irgendein Interesse daran, später einmal Kontakt mit dem so "produzierten" Kind zu haben. Wollen Sie dieses Kind sein?

Le Chasseur

22. Juli 2026 08:40

@RMH
"Spahn ist durch seinen "Absturz" in die gut gepamperte Asche eines BT-Mandats der potentielle Phoenix, der mittel- bis langfristig durch seinen "Crash" in der Position ist, eine zukünftige Post-Merz Mini-CDU in eine SPD-LINKS (ggf + Grün) Koalition gegen die nach den Wahlen vermutlich größte BT Fraktion AfD zu führen"
Aber politisch passt ein Spahn doch gar nicht zu einem Linksbündnis. Spahn ist ein Neoliberaler. Er ist doch einer derjenigen in der Union, der die Brandmauer in Frage stellt. Spahn und Weidel passen doch viel besser zusammen als Spahn und Reichinnek. Nein, mich überzeugt das nicht. Dann noch eher, dass die Skandalnudel Spahn seinen Abgang aus der Politik anstrebte und er sich zum Abschluss noch mal als Opfer stilisieren wollte.

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