Berlin: ethnische Wahl

Die Berlin-Wahl markiert den Durchbruch der ethnischen Wahl ins öffentliche Bewußtsein. Seit Jahren schreiben wir uns die Finger über dieses Thema wund. Nun kann es keiner mehr leugnen, und sogar Liberalkonservative erwachen aus dem Dämmerschlaf: Der Bevölkerungsaustausch zerstört die Substanz der Demokratie.

Martin Sellner

Martin Sellner ist Kopf der österreichischen Identitären Bewegung.

Unter­halb des Gesamt­ergeb­nis­ses zeich­net sich eine tie­fe­re Spal­tung der Wäh­ler­schaft ab, als es unser Sys­tem vor­sieht. Sie ver­läuft nicht mehr nur nach Alter, Bil­dung, wirt­schaft­li­chem und sozia­lem Sta­tus. Eine eth­ni­sche Bruch­li­nie trennt das Elek­to­rat wie ein unüber­wind­li­cher Gra­ben. Der Bevöl­ke­rungs­aus­tausch mani­fes­tiert sich als poli­ti­sche Waffe.

Über­all rund um Ber­lin erzielt die Lin­ke Rekord­ergeb­nis­se bei der Jugend. In der Groß­stadt erreich­te die Lin­ke 43 Pro­zent bei den Unter-25-Jäh­ri­gen und rund 48 bis 49 Pro­zent bei den 25- bis 34-Jäh­ri­gen. Ein ent­schei­den­der Fak­tor dürf­te hier die Her­kunft sein. In Ber­lin gibt es schlicht zu wenig ein­hei­mi­sche Jugendliche.

Die Nach­wahl­be­fra­gung spricht eine deut­li­che Spra­che. Je stär­ker ein Ber­li­ner Gebiet migra­ti­ons­ge­prägt ist, des­to stär­ker wird die Lin­ke und des­to schwä­cher wer­den AfD und CDU. In den unter­such­ten Gebie­ten mit weni­ger als zehn Pro­zent Migra­ti­ons­hin­ter­grund erreich­te die Lin­ke nur 17,8 Pro­zent. In Gebie­ten mit min­des­tens 60 Pro­zent waren es 41,0 Pro­zent. Bei der AfD ver­läuft die Kur­ve fast spie­gel­ver­kehrt: Sie hol­te 25,4 Pro­zent im Gebiet mit der nied­rigs­ten, 10,6 Pro­zent in dem mit der höchs­ten Migrationsbelastung.

Noch auf­fäl­li­ger sind die Ver­än­de­run­gen seit 2023: Die Lin­ke gewann in den am wenigs­ten migran­ti­schen Gebie­ten 5,8 Punk­te dazu, in den am stärks­ten über­frem­de­ten dage­gen 24,7 Punk­te. Die AfD gewann zwar auch über­all dazu, aber das konn­te den eth­ni­schen Fak­tor nicht wettmachen.

Wei­te­re Ergeb­nis­se bele­gen die The­se von einer eth­ni­schen Wahl. Nach einer Son­der­aus­wer­tung der For­schungs­grup­pe Wah­len stimm­ten 51 Pro­zent der befrag­ten mus­li­mi­schen Wäh­ler für die Lin­ke. 2023 waren es 15 Prozent.

Der Erfolg der Lin­ken ist ein Mus­ter­bei­spiel für den „pro­gres­si­ve Mus­lim vote“, im deut­schen Sprach­raum eben „eth­ni­sche Wahl“ genannt. Sie beschreibt ein Wahl­ver­hal­ten, das stär­ker durch Grup­pen­zu­ge­hö­rig­keit, loka­le Netz­wer­ke und Kan­di­da­ten als durch klas­si­sche ideo­lo­gi­sche Kate­go­rien bestimmt wird. In einem Vor­trag in Schnell­ro­da beschrieb ich sie im Jahr 2023 als „tri­ba­lis­tisch, ein­heit­lich, lokal, unideo­lo­gisch und kan­di­da­ten­zen­triert“. Drei Ele­men­te die­ser Theo­rie sind für Ber­lin beson­ders interessant.

1. Kon­zen­tra­ti­on schafft poli­ti­sche Macht – Es reicht nicht, daß eine gesell­schaft­li­che Grup­pe exis­tiert. Sie muß räum­lich kon­zen­triert, poli­tisch erreich­bar und mobi­li­sier­bar sein. Ich bezie­he mich hier vor allem auf die For­schung von Rapha­e­la Dancy­gier. Ihre Arbei­ten über mus­li­mi­sche Wäh­ler in euro­päi­schen Städ­ten beschäf­ti­gen sich damit, wie regio­na­le, eth­ni­sche Netz­wer­ke die Par­tei­po­li­tik ver­än­dern kön­nen. Ber­lin lie­fert dafür ein auf­fäl­li­ges Mus­ter. Denn nicht nur das Ergeb­nis der Lin­ken steigt mit der Migra­ti­ons­prä­gung. Auch die Wahl­be­tei­li­gung nahm gera­de in den stark migra­ti­ons­ge­präg­ten Gebie­ten beson­ders stark zu. Sie stieg dort gegen­über 2023 um bis zu 13,4 Pro­zent­punk­te an. Gleich­zei­tig leg­te die Lin­ke dort um 24,7 Punk­te zu. Ber­lin­weit gewann sie nach dem Wäh­ler­wan­de­rungs­mo­dell rund 75.000 Stim­men aus dem frü­he­ren Nichtwählerlager.

2. Reprä­sen­ta­ti­on schlägt abs­trak­te Par­tei­pro­gram­me – Dancy­gier unter­schei­det zwi­schen blo­ßer „sym­bo­li­scher Inklu­si­on“ und einer tat­säch­li­chen, stim­men­wirk­sa­men Ein­bin­dung loka­ler Grö­ßen. Die Spit­zen­kan­di­da­tin der Lin­ken, Elif Eralp, mach­te ihre eige­ne Her­kunft aus­drück­lich zum Bestand­teil ihrer Kam­pa­gne. In sozia­len Medi­en warb sie mit „Migras Mobilize!“.

Kan­di­da­tin Mar­tha Klee­dör­fer ver­band in einem ara­bisch­spra­chi­gen Wahl­vi­deo bezahl­ba­re Mie­ten und den Kampf gegen Ras­sis­mus aus­drück­lich mit „Soli­da­ri­tät mit Paläs­ti­na“. Als Frau­en sind bei­de aber eher sym­bo­li­sche Fei­gen­blät­ter, die deut­sche Links­li­be­ra­le anspre­chen sollen.

Der ech­te Stim­men­mo­tor war wohl der „auf­su­chen­de Wahl­kampf“ der Lin­ken in Ver­ei­nen, Moscheen, Kul­tur­zen­tren und an Haus­tü­ren. Eine Dele­ga­ti­on besuch­te das Ber­li­ner Ceme­vi der Ale­vi­ti­schen Gemein­de. Die tür­ki­sche Arbei­ter­par­tei TİP mobi­li­sier­te nach einer Repor­ta­ge eige­ne Mit­glie­der für die Lin­ke. In Neu­kölln 3 kam die Lin­ke schließ­lich auf 43,2 Pro­zent der Zweitstimmen.

Ent­schei­dend für die Mobi­li­sie­rung war auch der Nah­ost­kon­flikt. Ein ande­rer Lin­ken-Kan­di­dat, Basem Said, ver­öf­fent­lich­te gemein­sam mit einem Akti­vis­ten am Wahl­tag einen ara­bisch- und eng­lisch­spra­chi­gen Auf­ruf zur „Wahl­in­ti­fa­da“.

Womög­lich unter­stütz­te auch die orga­ni­sier­te Clan­kri­mi­na­li­tät die Par­tei der Ent­eig­nung und Umver­tei­lung. Chats zwi­schen dem Sohn von Issa Rem­mo und dem links­ra­di­ka­len Migran­ten und Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Ferat Koçak bele­gen, dass die­ser gezielt mit Ver­tei­di­gung und Ver­harm­lo­sung von Clans um Sym­pa­thien warb.

3. Die eth­ni­sche Wahl ist prag­ma­tisch nicht ideo­lo­gisch – Eth­ni­sche Wäh­ler­blö­cke sind nicht grund­sätz­lich „links“, son­dern poten­ti­ell vola­til. Dancy­gier zeigt, daß die­se Wäh­ler­blö­cke ihre Unter­stüt­zung rasch zwi­schen Par­tei­en ver­schie­ben kön­nen. Die Par­tei­mar­ke wird zum blo­ßen „Orga­ni­sa­ti­ons­ve­hi­kel“. Gera­de der Ber­li­ner Sprung von 15 auf 51 Pro­zent bei mus­li­mi­schen Lin­ken-Wäh­lern paßt auf­fäl­lig zu die­ser Vola­ti­li­täts­the­se. Die Fra­ge lau­tet dann nicht mehr nur: Wel­che Par­tei ist ideo­lo­gisch am nächs­ten? Son­dern: Wel­che Par­tei macht momen­tan den Clan- und Moscheen­chefs das attrak­tivs­te Angebot.

Bei der Ber­li­ner Lin­ken bestand die­ses Ange­bot aus meh­re­ren Facetten:

  • Mie­ten­po­li­tik und Sozi­al­po­li­tik für die gesam­te Stadt;
  • sicht­ba­re migran­ti­sche Repräsentation;
  • mehr­spra­chi­ger Wahlkampf;
  • inten­si­ve Arbeit in loka­len Par­al­lel­struk­tu­ren, und zusätzlich
  • die aus­drück­li­che Soli­da­ri­tät mit Palästinensern.

Die im Dezem­ber 2025 beschlos­se­ne Wahl­stra­te­gie der Lin­ken Neu­kölln ver­lang­te aus­drück­lich, Paläs­ti­na-Soli­da­ri­tät „durch­ge­hend prä­sent“ zu hal­ten und ent­spre­chen­de For­de­run­gen „plan­voll in den Wahl­kampf“ ein­zu­bau­en. Auch das ist weni­ger eine ideo­lo­gi­sche als eine eth­nore­li­giö­se Fra­ge. Bei indi­schen oder korea­ni­schen Migran­ten hät­te man damit weni­ger Erfolg gehabt.

Kann eine rech­te Par­tei den Migran­ten­grup­pen ein bes­se­res Ange­bot machen? Die Ant­wort dar­auf gab 1994 bereits Rolf Peter Sie­fer­le in sei­nem Werk Epo­chen­wech­sel:

In dem Maße, wie die Ein­wan­de­rungs­zah­len stei­gen, wer­den sich ein­zel­ne Ein­wan­de­rer­grup­pen als natio­na­le oder kul­tu­rel­le Min­der­hei­ten kon­sti­tu­ie­ren […] Da das poli­ti­sche Gewicht einer sol­chen Mino­ri­tät mit der Zahl ihrer Mit­glie­der steigt, hat sie ein Inter­es­se dar­an, eine wei­te­re Ein­wan­de­rung der eige­nen Volks­an­ge­hö­ri­gen zu erleichtern.

Dar­aus folgt: Jene Migran­ten­grup­pen, deren Macht durch wei­te­re Zuwan­de­rung aus ihren Hei­mat­län­dern und eine Aus­brei­tung des Islams in Deutsch­land wächst, kann eine seriö­se, patrio­ti­sche Poli­tik nicht als Part­ner gewin­nen. Dar­aus folgt aber auch das, was ich in mei­nem Buch Remi­gra­ti­on. Ein Vor­schlag beschrie­ben habe: Migran­ten, die zu Ver­lie­rern des Bevöl­ke­rungs­aus­tau­sches gehö­ren und kein Inter­es­se am Islam als poli­ti­schen Macht­block in Deutsch­land haben, wer­den ver­mehrt die Alter­na­ti­ve für Deutsch­land wäh­len. Sie tun es bereits ganz ohne Vide­os und Pla­ka­te in frem­den Sprachen.

Martin Sellner

Martin Sellner ist Kopf der österreichischen Identitären Bewegung.

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Kommentare (9)

Christa

22. September 2026 18:51

Aus Erfahrung lässt sich zudem ergänzen: Das politische Vorfeld dieser Linksextremisten hat immer noch einen festen Platz an den Universitäten der Großstädte. Man denke an die Palästina-Camps und den antisemitischen Sonderveranstaltungen linker Gruppen, die von Hochschulprofessorinnen unterstützt werde. Diese Aktionen begleiten die von MS beschriebenen Verhältnisse - seit den 68ern, wie wir ja wissen. Es wird wirklich Zeit, dass der universitäte Bereich aufgeräumt wird. In Hamburg ist der Versuch, eine rechte Interessenvertretung im Studentenparlament einzubringen, eklatant gescheitert. Die Hürden sind hoch!

Maiordomus

22. September 2026 19:09

Schluss-Satz deutet an, dass der "Bevölkerungsaustausch" im beschriebenen Sinn in Berlin offenbar fast nur die muslimisch-palästinensische und weitere von Linken bewusst geförderte subversive Einwanderung betrifft, wohingegen Migranten aus Ostasien und aus vielen anderen Ländern, obwohl sie ebenfalls ethnisch fremd sind, hier kaum zählen. Das zeigt, dass man das Problem beim Polit-Islam sehen kann und als Problem auch des sowohl einheimischen wie zugewanderten und auch beim zT. jugendbewegten und dem in Schulszenen sich breitmachenden Linksextremismus. Von daher gesehen wirkt "Bevölkerungsaustausch" als generelle Gefahr mutmasslich als zu pauschal. Schon eine zugewanderte als Perserin oder Iranerin lesbare nicht biodeutsch erscheinende Politikerin wie Sarah Wagenknecht stellte zur Zeit, da sie "als Stalinistin lesbare Deutsche mit ausländischem Erscheinungsbild" (was ihr in der DDR nicht gerade als Empfehlung bekam) eine als politische Bedrohung zu empfindende allfällige "Gefahr für die Demokratie" dar, aus heutiger Sicht wohl Fehleinschätzung. So wie MS heute als Feindbild "fehleingesschätzt" wird, in der Schweiz sogar bei Behörden als unerwünschter Ausländer verdächtigt.   

das kapital

22. September 2026 19:19

Besonderen ethnischen Schutz bei Wahlen bietet die Bundesrepublik doch wohl von Anfang an. Minderheitsrechte für die Dänen und Friesen in Schleswig-Holstein. Keine 5 Prozenthürde. Das ist natürlich nur der Schutz einer seit mehr als 1000 Jahren angestammten ethnischen Minderheit und nicht einer für neu Zugereiste aus der Ferne. /// Die AfD hatte doch bereits ausgemacht, jedenfalls in Brandenburg, dass Russlanddeutsche eine für sie interessante Untergruppe der Wähler sind. Bei Landtagswahlen wurden deshalb bereits Materialien in russischer Sprache verwendet. /// AfD wendet sich ja nun ausdrücklich gegen die außereuropäische unqualifizierte Massenmigration, wie sie seit 2015 stattfindet.Deshalb ist sie als politische Kraft für Muslime nicht geeignet. Die Linkspartei, die Krieg mit der Muslimisierungsabwehrpartei führt, ist da eher als Partei zur Förderung der Migration in den Sozialstaat geeignet. /// Polizei reduzieren und VS abschaffen schafft auch viel mehr Platz und Entfaltungsmöglichkeiten für die Remmos, die Miris und die Amris. Allahu Akbar, Charlie Marx. /// Es gibt keine Clankriminalität, sondern fest gefügte Familienstrukturen. Was kann denn die arabische Mehrheit dafür, dass sich die Deutschen so dürftig organisieren? Was kümmert es die arabische Eiche, dass sich die deutsche Wildsau an ihr schobert?

RMH

22. September 2026 20:03

@Maiordomus hat den Kerneinwand bereits genannt. Es gibt am Ende doch solche & solche Ethnien & viele davon sind unfällig & unterscheiden sich im Wahlverhalten allenfalls marginal von ethnisch Deutschen & eben solche, die in Berlin in besonders großer Zahl vorhanden sind & damit relevant werden, die eine ganz bestimmte Tendenz haben. Böse Zungen könnten übrigens auch behaupten, die AfD profitiere von der "ethnischen" Wahl der UdSSR-stämmigen Wähler.
Für mich grenzt diese Symbiose von Linken mit arabisch- muslimischen Kreisen an mafiöse Korruption. Die Linke bekommt die Stimmen, singt brav yalla intifida mit, sorgt dann dafür, dass die einheimische Wirtschaft zerschlagen wird, der einheimische Steuerzahler, der einheimische Vermögensbesitzer zur Kasse gebeten werden und gleichzeitig wird die Parallel- & Schattenwirtschaft, die Parallelkultur dieser spezifischen Migranten nicht angetastet, ja erhält faktisch über Transfers aller Art, insbesondere Sozialtransfers, bei denen dann eben nicht mehr genau geprüft wird, auch noch Schutzgeld, damit die Straßen nicht brennen.

heinrichbrueck

22. September 2026 20:33

@ Maiordomus
"Polit-Islam" als Problem? Die tollste Nachbarschaft - kein Islam. Die einheimische Elite hat ein Problem. 

Majestyk

22. September 2026 20:50

Ethnische Wählerblöcke sind nicht grundsätzlich „links“
Der Islam ist schon ziemlich Sozialismus kompatibel, vom Atheismus abgesehen. Und so reden auch die meisten Muslime, die ich kenne. Unsere Syrer oder Iraker kommen aus Ländern in denen jahrzehntelang die Baath-Partei regierte. Was sollen die anders sein als links? 
Welchen anderen fremden Wählerblock gibt es denn? Die Asiaten oder die Nachfahren der europäischen Gastarbeiter sind doch kein homogener Block. Ich wüßte auch keine andere Gruppe an Fremden, die derart problematisch auftreten wie Muslime. Es ist ja auch die einzige Gruppe, die man schon von weitem als fremd erkennen kann. Der Islam ist nicht Europa kompatibel, nicht in der Quantität. 
Es gibt ja auch noch ein anderes Problem. Die Zuwanderung verändert ja auch die Mentalität der Einheimischen. Kann man, wenn man will sehr gut an der Alltagsmoral beobachten. Schön ist es aber zu sehen, in welchem politischen Lager man seinen Antisemitismus wirklich ungeniert ausleben kann. Nimmt das weiter zu, hilft das vielleicht mit einem Klischee über Rechte endgültig aufzuräumen. Vorausgesetzt, man läßt entsprechendes Gedankengut in den eigenen Reihen nicht zu laut werden. 
Man könnte Remigration auch gerne Entislamisierung nennen, im Grunde geht es ja vor allem genau darum. Die japanische Kolonie in Düsseldorf stört mich nicht im Geringsten. 
 

Ein gebuertiger Hesse

22. September 2026 20:55

@MS
"Der Bevölkerungsaustausch zerstört die Substanz der Demokratie."
So, hier haben wir ihn, den wichtigsten Satz von allen in allem hier.

Majestyk

22. September 2026 20:58

@ Maiordomus:
"Von daher gesehen wirkt "Bevölkerungsaustausch" als generelle Gefahr mutmasslich als zu pauschal."
Was muß eigentlich noch passieren, damit Sie von ihrem Sprachappeasement endlich wegkommen?
Bei Wagenknecht spielen die persischen Gene keine Rolle, wohl aber die DDR-Sozialisation und das spätere Marxismusstudium. Jeder, der linke Politik erfolgreich verkauft ist eine Gefahr. Ohne BSW würde die AfD vielleicht schon längst in einem oder mehreren Bundesländern regieren.
Wenn die letzten Wahlen eines gezeigt haben, es braucht rechts vom Strich mehr Lagerdenken und nicht so viel auf die Mitte schielen. Das rechte Lager muß den Linken sprachlich nicht gefallen, auch nicht linksgrünen Merkelianern. Lesen Sie mal unsere linken Gastkommentatoren. Von denen hat nie einer Hemmungen unser Lager auf übelste Weise zu diffamieren. 

Waterhouse

22. September 2026 21:52

Wenn Wahlen etwas ändern würden, wären sie verboten. Brecht.

Sind das noch Wahlen? Eher ein Markt der Eitelkeiten und Worthülsen, nicht der inhaltlichen Programme und Konzepte.
Jetzt zeigt der reine Vorgang der Wahl Veränderungen auf, Sieger sind einfach nur 2.Sieger, weil es alle Beteiligten an der Wahl, außer dem Sieger so wollen. Diese Änderung hat Brecht bestimmt nicht gemeint.