Berlin: ethnische Wahl

Die Berlin-Wahl markiert den Durchbruch der ethnischen Wahl ins öffentliche Bewußtsein. Seit Jahren schreiben wir uns die Finger über dieses Thema wund. Nun kann es keiner mehr leugnen, und sogar Liberalkonservative erwachen aus dem Dämmerschlaf: Der Bevölkerungsaustausch zerstört die Substanz der Demokratie.

Martin Sellner

Martin Sellner ist Kopf der österreichischen Identitären Bewegung.

Unter­halb des Gesamt­ergeb­nis­ses zeich­net sich eine tie­fe­re Spal­tung der Wäh­ler­schaft ab, als es unser Sys­tem vor­sieht. Sie ver­läuft nicht mehr nur nach Alter, Bil­dung, wirt­schaft­li­chem und sozia­lem Sta­tus. Eine eth­ni­sche Bruch­li­nie trennt das Elek­to­rat wie ein unüber­wind­li­cher Gra­ben. Der Bevöl­ke­rungs­aus­tausch mani­fes­tiert sich als poli­ti­sche Waffe.

Über­all rund um Ber­lin erzielt die Lin­ke Rekord­ergeb­nis­se bei der Jugend. In der Groß­stadt erreich­te die Lin­ke 43 Pro­zent bei den Unter-25-Jäh­ri­gen und rund 48 bis 49 Pro­zent bei den 25- bis 34-Jäh­ri­gen. Ein ent­schei­den­der Fak­tor dürf­te hier die Her­kunft sein. In Ber­lin gibt es schlicht zu wenig ein­hei­mi­sche Jugendliche.

Eine Ana­ly­se mei­nes Insti­tuts für Remi­gra­ti­on spricht eine deut­li­che Spra­che. Wir haben die amt­li­chen Ergeb­nis­se aller 4.114 Urnen- und Brief­wahl­be­zir­ke aus­ge­wer­tet und ent­spre­chend der amt­li­chen Brief­wahl­zu­ord­nung zu 1.572 Ana­ly­se­ge­bie­ten zusam­men­ge­führt. Die­se wur­den anhand amt­li­cher Struk­tur­da­ten nach ihrer Migra­ti­ons­prä­gung gruppiert

In den unter­such­ten Gebie­ten mit weni­ger als zehn Pro­zent Migra­ti­ons­hin­ter­grund erreich­te die Lin­ke nur 17,8 Pro­zent. In Gebie­ten mit min­des­tens 60 Pro­zent waren es 41,0 Pro­zent. Bei der AfD ver­läuft die Kur­ve fast spie­gel­ver­kehrt: Sie hol­te 25,4 Pro­zent im Gebiet mit der nied­rigs­ten, 10,6 Pro­zent in dem mit der höchs­ten Migrationsbelastung.

Noch auf­fäl­li­ger sind die Ver­än­de­run­gen seit 2023: Die Lin­ke gewann in den am wenigs­ten migran­ti­schen Gebie­ten 5,8 Punk­te dazu, in den am stärks­ten über­frem­de­ten dage­gen 24,7 Punk­te. Die AfD gewann zwar auch über­all dazu, aber das konn­te den eth­ni­schen Fak­tor nicht wettmachen.

Wei­te­re Ergeb­nis­se bele­gen die The­se von einer eth­ni­schen Wahl. Nach einer Son­der­aus­wer­tung der For­schungs­grup­pe Wah­len stimm­ten 51 Pro­zent der befrag­ten mus­li­mi­schen Wäh­ler für die Lin­ke. 2023 waren es 15 Prozent.

Der Erfolg der Lin­ken ist ein Mus­ter­bei­spiel für den „pro­gres­si­ve Mus­lim vote“, im deut­schen Sprach­raum eben „eth­ni­sche Wahl“ genannt. Sie beschreibt ein Wahl­ver­hal­ten, das stär­ker durch Grup­pen­zu­ge­hö­rig­keit, loka­le Netz­wer­ke und Kan­di­da­ten als durch klas­si­sche ideo­lo­gi­sche Kate­go­rien bestimmt wird. In einem Vor­trag in Schnell­ro­da beschrieb ich sie im Jahr 2023 als „tri­ba­lis­tisch, ein­heit­lich, lokal, unideo­lo­gisch und kan­di­da­ten­zen­triert“. Drei Ele­men­te die­ser Theo­rie sind für Ber­lin beson­ders interessant.

1. Kon­zen­tra­ti­on schafft poli­ti­sche Macht – Es reicht nicht, daß eine gesell­schaft­li­che Grup­pe exis­tiert. Sie muß räum­lich kon­zen­triert, poli­tisch erreich­bar und mobi­li­sier­bar sein. Ich bezie­he mich hier vor allem auf die For­schung von Rapha­e­la Dancy­gier. Ihre Arbei­ten über mus­li­mi­sche Wäh­ler in euro­päi­schen Städ­ten beschäf­ti­gen sich damit, wie regio­na­le, eth­ni­sche Netz­wer­ke die Par­tei­po­li­tik ver­än­dern kön­nen. Ber­lin lie­fert dafür ein auf­fäl­li­ges Mus­ter. Denn nicht nur das Ergeb­nis der Lin­ken steigt mit der Migra­ti­ons­prä­gung. Auch die Wahl­be­tei­li­gung nahm gera­de in den stark migra­ti­ons­ge­präg­ten Gebie­ten beson­ders stark zu. Sie stieg dort gegen­über 2023 um bis zu 13,4 Pro­zent­punk­te an. Gleich­zei­tig leg­te die Lin­ke dort um 24,7 Punk­te zu. Ber­lin­weit gewann sie nach dem Wäh­ler­wan­de­rungs­mo­dell rund 75.000 Stim­men aus dem frü­he­ren Nichtwählerlager.

2. Reprä­sen­ta­ti­on schlägt abs­trak­te Par­tei­pro­gram­me – Dancy­gier unter­schei­det zwi­schen blo­ßer „sym­bo­li­scher Inklu­si­on“ und einer tat­säch­li­chen, stim­men­wirk­sa­men Ein­bin­dung loka­ler Grö­ßen. Die Spit­zen­kan­di­da­tin der Lin­ken, Elif Eralp, mach­te ihre eige­ne Her­kunft aus­drück­lich zum Bestand­teil ihrer Kam­pa­gne. In sozia­len Medi­en warb sie mit „Migras Mobilize!“.

Kan­di­da­tin Mar­tha Klee­dör­fer ver­band in einem ara­bisch­spra­chi­gen Wahl­vi­deo bezahl­ba­re Mie­ten und den Kampf gegen Ras­sis­mus aus­drück­lich mit „Soli­da­ri­tät mit Paläs­ti­na“. Als Frau­en sind bei­de aber eher sym­bo­li­sche Fei­gen­blät­ter, die deut­sche Links­li­be­ra­le anspre­chen sollen.

Der ech­te Stim­men­mo­tor war wohl der „auf­su­chen­de Wahl­kampf“ der Lin­ken in Ver­ei­nen, Moscheen, Kul­tur­zen­tren und an Haus­tü­ren. Eine Dele­ga­ti­on besuch­te das Ber­li­ner Ceme­vi der Ale­vi­ti­schen Gemein­de. Die tür­ki­sche Arbei­ter­par­tei TİP mobi­li­sier­te nach einer Repor­ta­ge eige­ne Mit­glie­der für die Lin­ke. In Neu­kölln 3 kam die Lin­ke schließ­lich auf 43,2 Pro­zent der Zweitstimmen.

Ent­schei­dend für die Mobi­li­sie­rung war auch der Nah­ost­kon­flikt. Ein ande­rer Lin­ken-Kan­di­dat, Basem Said, ver­öf­fent­lich­te gemein­sam mit einem Akti­vis­ten am Wahl­tag einen ara­bisch- und eng­lisch­spra­chi­gen Auf­ruf zur „Wahl­in­ti­fa­da“.

Womög­lich unter­stütz­te auch die orga­ni­sier­te Clan­kri­mi­na­li­tät die Par­tei der Ent­eig­nung und Umver­tei­lung. Chats zwi­schen dem Sohn von Issa Rem­mo und dem links­ra­di­ka­len Migran­ten und Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Ferat Koçak bele­gen, dass die­ser gezielt mit Ver­tei­di­gung und Ver­harm­lo­sung von Clans um Sym­pa­thien warb.

3. Die eth­ni­sche Wahl ist prag­ma­tisch nicht ideo­lo­gisch – Eth­ni­sche Wäh­ler­blö­cke sind nicht grund­sätz­lich „links“, son­dern poten­ti­ell vola­til. Dancy­gier zeigt, daß die­se Wäh­ler­blö­cke ihre Unter­stüt­zung rasch zwi­schen Par­tei­en ver­schie­ben kön­nen. Die Par­tei­mar­ke wird zum blo­ßen „Orga­ni­sa­ti­ons­ve­hi­kel“. Gera­de der Ber­li­ner Sprung von 15 auf 51 Pro­zent bei mus­li­mi­schen Lin­ken-Wäh­lern paßt auf­fäl­lig zu die­ser Vola­ti­li­täts­the­se. Die Fra­ge lau­tet dann nicht mehr nur: Wel­che Par­tei ist ideo­lo­gisch am nächs­ten? Son­dern: Wel­che Par­tei macht momen­tan den Clan- und Moscheen­chefs das attrak­tivs­te Angebot.

Bei der Ber­li­ner Lin­ken bestand die­ses Ange­bot aus meh­re­ren Facetten:

  • Mie­ten­po­li­tik und Sozi­al­po­li­tik für die gesam­te Stadt;
  • sicht­ba­re migran­ti­sche Repräsentation;
  • mehr­spra­chi­ger Wahlkampf;
  • inten­si­ve Arbeit in loka­len Par­al­lel­struk­tu­ren, und zusätzlich
  • die aus­drück­li­che Soli­da­ri­tät mit Palästinensern.

Die im Dezem­ber 2025 beschlos­se­ne Wahl­stra­te­gie der Lin­ken Neu­kölln ver­lang­te aus­drück­lich, Paläs­ti­na-Soli­da­ri­tät „durch­ge­hend prä­sent“ zu hal­ten und ent­spre­chen­de For­de­run­gen „plan­voll in den Wahl­kampf“ ein­zu­bau­en. Auch das ist weni­ger eine ideo­lo­gi­sche als eine eth­nore­li­giö­se Fra­ge. Bei indi­schen oder korea­ni­schen Migran­ten hät­te man damit weni­ger Erfolg gehabt.

Kann eine rech­te Par­tei den Migran­ten­grup­pen ein bes­se­res Ange­bot machen? Die Ant­wort dar­auf gab 1994 bereits Rolf Peter Sie­fer­le in sei­nem Werk Epo­chen­wech­sel:

In dem Maße, wie die Ein­wan­de­rungs­zah­len stei­gen, wer­den sich ein­zel­ne Ein­wan­de­rer­grup­pen als natio­na­le oder kul­tu­rel­le Min­der­hei­ten kon­sti­tu­ie­ren […] Da das poli­ti­sche Gewicht einer sol­chen Mino­ri­tät mit der Zahl ihrer Mit­glie­der steigt, hat sie ein Inter­es­se dar­an, eine wei­te­re Ein­wan­de­rung der eige­nen Volks­an­ge­hö­ri­gen zu erleichtern.

Dar­aus folgt: Jene Migran­ten­grup­pen, deren Macht durch wei­te­re Zuwan­de­rung aus ihren Hei­mat­län­dern und eine Aus­brei­tung des Islams in Deutsch­land wächst, kann eine seriö­se, patrio­ti­sche Poli­tik nicht als Part­ner gewin­nen. Dar­aus folgt aber auch das, was ich in mei­nem Buch Remi­gra­ti­on. Ein Vor­schlag beschrie­ben habe: Migran­ten, die zu Ver­lie­rern des Bevöl­ke­rungs­aus­tau­sches gehö­ren und kein Inter­es­se am Islam als poli­ti­schen Macht­block in Deutsch­land haben, wer­den ver­mehrt die Alter­na­ti­ve für Deutsch­land wäh­len. Sie tun es bereits ganz ohne Vide­os und Pla­ka­te in frem­den Sprachen.

Martin Sellner

Martin Sellner ist Kopf der österreichischen Identitären Bewegung.

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Kommentare (68)

Christa

22. September 2026 18:51

Aus Erfahrung lässt sich zudem ergänzen: Das politische Vorfeld dieser Linksextremisten hat immer noch einen festen Platz an den Universitäten der Großstädte. Man denke an die Palästina-Camps und den antisemitischen Sonderveranstaltungen linker Gruppen, die von Hochschulprofessorinnen unterstützt werde. Diese Aktionen begleiten die von MS beschriebenen Verhältnisse - seit den 68ern, wie wir ja wissen. Es wird wirklich Zeit, dass der universitäte Bereich aufgeräumt wird. In Hamburg ist der Versuch, eine rechte Interessenvertretung im Studentenparlament einzubringen, eklatant gescheitert. Die Hürden sind hoch!

Maiordomus

22. September 2026 19:09

Schluss-Satz deutet an, dass der "Bevölkerungsaustausch" im beschriebenen Sinn in Berlin offenbar fast nur die muslimisch-palästinensische und weitere von Linken bewusst geförderte subversive Einwanderung betrifft, wohingegen Migranten aus Ostasien und aus vielen anderen Ländern, obwohl sie ebenfalls ethnisch fremd sind, hier kaum zählen. Das zeigt, dass man das Problem beim Polit-Islam sehen kann und als Problem auch des sowohl einheimischen wie zugewanderten und auch beim zT. jugendbewegten und dem in Schulszenen sich breitmachenden Linksextremismus. Von daher gesehen wirkt "Bevölkerungsaustausch" als generelle Gefahr mutmasslich als zu pauschal. Schon eine zugewanderte als Perserin oder Iranerin lesbare nicht biodeutsch erscheinende Politikerin wie Sarah Wagenknecht stellte zur Zeit, da sie "als Stalinistin lesbare Deutsche mit ausländischem Erscheinungsbild" (was ihr in der DDR nicht gerade als Empfehlung bekam) eine als politische Bedrohung zu empfindende allfällige "Gefahr für die Demokratie" dar, aus heutiger Sicht wohl Fehleinschätzung. So wie MS heute als Feindbild "fehleingesschätzt" wird, in der Schweiz sogar bei Behörden als unerwünschter Ausländer verdächtigt.   

das kapital

22. September 2026 19:19

Besonderen ethnischen Schutz bei Wahlen bietet die Bundesrepublik doch wohl von Anfang an. Minderheitsrechte für die Dänen und Friesen in Schleswig-Holstein. Keine 5 Prozenthürde. Das ist natürlich nur der Schutz einer seit mehr als 1000 Jahren angestammten ethnischen Minderheit und nicht einer für neu Zugereiste aus der Ferne. /// Die AfD hatte doch bereits ausgemacht, jedenfalls in Brandenburg, dass Russlanddeutsche eine für sie interessante Untergruppe der Wähler sind. Bei Landtagswahlen wurden deshalb bereits Materialien in russischer Sprache verwendet. /// AfD wendet sich ja nun ausdrücklich gegen die außereuropäische unqualifizierte Massenmigration, wie sie seit 2015 stattfindet.Deshalb ist sie als politische Kraft für Muslime nicht geeignet. Die Linkspartei, die Krieg mit der Muslimisierungsabwehrpartei führt, ist da eher als Partei zur Förderung der Migration in den Sozialstaat geeignet. /// Polizei reduzieren und VS abschaffen schafft auch viel mehr Platz und Entfaltungsmöglichkeiten für die Remmos, die Miris und die Amris. Allahu Akbar, Charlie Marx. /// Es gibt keine Clankriminalität, sondern fest gefügte Familienstrukturen. Was kann denn die arabische Mehrheit dafür, dass sich die Deutschen so dürftig organisieren? Was kümmert es die arabische Eiche, dass sich die deutsche Wildsau an ihr schobert?

RMH

22. September 2026 20:03

@Maiordomus hat den Kerneinwand bereits genannt. Es gibt am Ende doch solche & solche Ethnien & viele davon sind unfällig & unterscheiden sich im Wahlverhalten allenfalls marginal von ethnisch Deutschen & eben solche, die in Berlin in besonders großer Zahl vorhanden sind & damit relevant werden, die eine ganz bestimmte Tendenz haben. Böse Zungen könnten übrigens auch behaupten, die AfD profitiere von der "ethnischen" Wahl der UdSSR-stämmigen Wähler.
Für mich grenzt diese Symbiose von Linken mit arabisch- muslimischen Kreisen an mafiöse Korruption. Die Linke bekommt die Stimmen, singt brav yalla intifida mit, sorgt dann dafür, dass die einheimische Wirtschaft zerschlagen wird, der einheimische Steuerzahler, der einheimische Vermögensbesitzer zur Kasse gebeten werden und gleichzeitig wird die Parallel- & Schattenwirtschaft, die Parallelkultur dieser spezifischen Migranten nicht angetastet, ja erhält faktisch über Transfers aller Art, insbesondere Sozialtransfers, bei denen dann eben nicht mehr genau geprüft wird, auch noch Schutzgeld, damit die Straßen nicht brennen.

heinrichbrueck

22. September 2026 20:33

@ Maiordomus
"Polit-Islam" als Problem? Die tollste Nachbarschaft - kein Islam. Die einheimische Elite hat ein Problem. 

Majestyk

22. September 2026 20:50

Ethnische Wählerblöcke sind nicht grundsätzlich „links“
Der Islam ist schon ziemlich Sozialismus kompatibel, vom Atheismus abgesehen. Und so reden auch die meisten Muslime, die ich kenne. Unsere Syrer oder Iraker kommen aus Ländern in denen jahrzehntelang die Baath-Partei regierte. Was sollen die anders sein als links? 
Welchen anderen fremden Wählerblock gibt es denn? Die Asiaten oder die Nachfahren der europäischen Gastarbeiter sind doch kein homogener Block. Ich wüßte auch keine andere Gruppe an Fremden, die derart problematisch auftreten wie Muslime. Es ist ja auch die einzige Gruppe, die man schon von weitem als fremd erkennen kann. Der Islam ist nicht Europa kompatibel, nicht in der Quantität. 
Es gibt ja auch noch ein anderes Problem. Die Zuwanderung verändert ja auch die Mentalität der Einheimischen. Kann man, wenn man will sehr gut an der Alltagsmoral beobachten. Schön ist es aber zu sehen, in welchem politischen Lager man seinen Antisemitismus wirklich ungeniert ausleben kann. Nimmt das weiter zu, hilft das vielleicht mit einem Klischee über Rechte endgültig aufzuräumen. Vorausgesetzt, man läßt entsprechendes Gedankengut in den eigenen Reihen nicht zu laut werden. 
Man könnte Remigration auch gerne Entislamisierung nennen, im Grunde geht es ja vor allem genau darum. Die japanische Kolonie in Düsseldorf stört mich nicht im Geringsten. 
 

Ein gebuertiger Hesse

22. September 2026 20:55

@MS
"Der Bevölkerungsaustausch zerstört die Substanz der Demokratie."
So, hier haben wir ihn, den wichtigsten Satz von allen in allem hier.

Majestyk

22. September 2026 20:58

@ Maiordomus:
"Von daher gesehen wirkt "Bevölkerungsaustausch" als generelle Gefahr mutmasslich als zu pauschal."
Was muß eigentlich noch passieren, damit Sie von ihrem Sprachappeasement endlich wegkommen?
Bei Wagenknecht spielen die persischen Gene keine Rolle, wohl aber die DDR-Sozialisation und das spätere Marxismusstudium. Jeder, der linke Politik erfolgreich verkauft ist eine Gefahr. Ohne BSW würde die AfD vielleicht schon längst in einem oder mehreren Bundesländern regieren.
Wenn die letzten Wahlen eines gezeigt haben, es braucht rechts vom Strich mehr Lagerdenken und nicht so viel auf die Mitte schielen. Das rechte Lager muß den Linken sprachlich nicht gefallen, auch nicht linksgrünen Merkelianern. Lesen Sie mal unsere linken Gastkommentatoren. Von denen hat nie einer Hemmungen unser Lager auf übelste Weise zu diffamieren. 

Waterhouse

22. September 2026 21:52

Wenn Wahlen etwas ändern würden, wären sie verboten. Brecht.

Sind das noch Wahlen? Eher ein Markt der Eitelkeiten und Worthülsen, nicht der inhaltlichen Programme und Konzepte.
Jetzt zeigt der reine Vorgang der Wahl Veränderungen auf, Sieger sind einfach nur 2.Sieger, weil es alle Beteiligten an der Wahl, außer dem Sieger so wollen. Diese Änderung hat Brecht bestimmt nicht gemeint.

Majestyk

22. September 2026 22:50

@ Waterhouse:
"Sind das noch Wahlen?"
Natürlich waren das Wahlen. Die Wahl lautet Deutschlandabschaffung oder Deutschlanderhalt. Würde nicht behaupten, daß die AfD programmatisch alles richtig macht, aber das ist die wichtigste Frage, die sich alle Deutschen und die Zugewanderten, die es gut mit Deutschland meinen stellen müssen. Soll Deutschland im Kern erhalten bleiben oder wird es zur reinen Worthülse degradiert. 
Ob die Wahlen by fair means stattfinden, das ist eine andere Frage. 

Speng

22. September 2026 23:49

Naja, ganz so neu sind diese Erkenntnisse für Leute, die idR genauer hinschauen, jetzt auch nicht. Schon vor fast einem Vierteljahrhundert sorgten die Stimmen von einer fünfstelligen Zahl türkischstämmiger Wähler dafür, dass 2002 der Bundeskanzler Schröder und nicht Stoiber hieß!
Auf lokaler Ebene hat die Massenmigration seit den 70ern, sicher schon davor, so manche Wahl entschieden, eine Beobachtung, die wiederum von interessierten Kreisen geleugnet und dämonisiert wurde (bzw. wird).
Zu einem guten Teil, aber natürlich nicht ausschließlich, hat sich hier eine Verschiebung im linken Wahl­lager ereignet, in dem die Klientel nicht mehr SPD oder in weit geringerem Umfang "Die Grünen", sondern mittlerweile die Linke wählt. Das potenziell viel größere Problem ist natürlich das natürliche Wachstum plus weitere Massenmigration der genannten Wählerklientel. Welches linke Gesocks sie sich als Instrument aussuchen, ist mMn zweitrangig.
Die Behauptung der vermeintlichen Ideologiefreiheit von muslimischen Wählern halte ich dann aber für fast zu drollig (Palästinenserfrage?!). Die Religion des Islams ist an sich stark ideologisiert, bietet aber aufgrund zahlreicher ethnischer und konfessioneller Unterscheidungen auch enormes Spaltpotential (ein Blick in die Politik des Nahen/Mittleren Ostens sollte genügen).  Folglich könnte hier die AfD mit einer entsprechend klaren Haltung zu Israel, dem Irankonflikt usw. durchaus auch punkten, ohne sich selbst untreu zu werden.

Speng

23. September 2026 00:04

Man könnte aus den Forschungsergebnissen der Frau Dancygier neben dem "Pragmatismus" der Migranten auch eine komplette inhaltliche Leere/Beliebigkeit aller etablierten Parteien in Westeuropa herauslesen. 
Da stellt die konservative Partei auf der Insel halt einen Pakistaner auf, und in dem Wahlkreis wird halt temporär und gegen den Trend dieser ins Parlament gewählt.
 Oder man übernimmt als Großfamilie den lokalen Ortsverband der FDP.
Oder man hat als Unionsminister Kontakte zum skandalträchtigen Deutschrapper mit Verbindungen zum Clanwesen und der organisierten Kriminalität (Jahre vor Charmoffensive der Linken/Ex-SED). Und, und. und....
Man muss sich als Parteiorganisation schon auch willentlich als Instrument benutzen lassen! Und weder Skrupel noch inhaltliche rote Linien kennen.
 

Laurenz

23. September 2026 01:03

@Majestyk ... Wagenknecht & das spätere Marxismusstudium ... Sahra Wagenknecht studierte von 1990 - 1996 Philosophie & Neuere Deutsche Literatur in Jena, Berlin & Groningen, schloß 1996 in Groningen mit einer Magisterarbeit über Hegel & Marx ab. Hegel kann man jetzt nicht wirklich als Marxisten durchgehen lassen. In 2012 promovierte Wagenknecht an der TU Chemnitz zum Dr. rer. pol. in Wirtschaftswissenschaften (Volkswirtschaftslehre) mit einer Arbeit zum Thema „The Limits of Choice. Saving Decisions and Basic Needs in Developed Countries“. Diese Doktorarbeit beinhaltet, soweit recherchierbar, ein linkes Thema, die Wahlfreiheit Geld zu sparen oder zu verkonsumieren. Wagenknecht arbeitete recht mathematisch heraus, daß die unteren sozialen Schichten keine Wahl zum sparen besitzen. In Deutschland trifft das auch völlig korrekt zu. Die ärmsten 8% besitzen 0 Vermögen. Das ist aber auch ein AfD-Thema, weil es der in Deutschland präsenten linken Politik widerspricht, den Bürger in die Verantwortungslosigkeit zu schicken & rein vom Gutwill des Staates abhängig zu machen. @MS ... Hier kommt auch die ethnische Wahl zum Tragen. Migranten mit Paß, die materiell etwas zu verlieren haben, werden nicht die Ex-SED wählen.

anatol broder

23. September 2026 01:55

@ majestyk 20:50
ich beobachte nicht, dass die einheimischen alltägliche verhaltensmuster von ausländern übernehmen, falls das mit «mentalität» und «alltagsmoral» gemeint ist. die deutsche seele brennt nicht für gürtel und gemüse, wie es die benachbarte italienische tut. wir erinnern uns an den türken onur, dessen körperpflege kositza als andersartig betonte. aus meiner erfahrung fangen deutsche männer erst gar nicht damit an, egal wie oft sie türken in der umkleide des gemeinsamen sportvereins erleben. unterschiedliche körper haben eben unterschiedliche bedürfnisse. /// die einheimischen verlieren ihre strahlkraft durch die geringe geburtenrate und die abwanderung ihrer besten. die blutleere macht blass. /// welche konkreten veränderungen der einheimischen mentalität entgehen mir? soll ich meine deutschen gäste doch mit oliven und buchweizen bewirten?

ofeliaa

23. September 2026 04:53

Tja, dass man als Deutscher dieses Land rechtmäßig geerbt hat, spielt eben keine Rolle. Es interessiert niemanden. Die Ausländer, die faktisch Ausländer SIND und keinen Bezug zu Deutschland haben und auch gar nicht haben KÖNNEN, wollen uns nun vorschreiben, wie wir hier zu leben haben. Wenn man dann sagt, gut dann sollte aber auch jmd aus deiner Familie für Deutschland fallen, denn selbes Recht für alle, dann würde man natürlich ausgelacht werden. Es gibt soetwas wie Abstammung nicht mehr. Obwohl es quasi das Natürlichste und Normalste und auch Logischste der Welt ist, dass es eine Abstammungsgemeinschaft gibt bzw. gäbe. Es ist wirklich ein Kulturkampf, denn diese Menschen lösen einfach alle Regeln des menschlichen Zusammenlebens auf und behaupten vehement und immer wieder, dass jeder bleiben, jeder dieses Land mitgestalten darf und es nunmal keine Unterschiede gäbe. Das wollen die, auf Biegen und Brechen - und man stellt sich halt auf Biegen und Brechen dagegen und weiß, dass man im ganz natürlichen Recht ist, und kann nur unter Tränen irgendwie die letzten Tore halten. Es juckt diese Menschen nicht, WAS Deutschland IST.

das kapital

23. September 2026 07:44

@ofelia Nun ja, im 19. Jahrhundert waren die USA der "melting pot". Die Ureinwohner im Wesentlichen niedergemacht und entrechtet. Und gewalttätige Expansion zu Lasten Mexikos und der spanischsprachigen Bevölkerung. Bei der gewalttätigen Expansion der USA ist es geblieben. Und bei der Monroe Doktrin des Jahres 1823. Sprich "auf dem gesamten amerikanischen Doppelkontinent herrschen nur wir, niemand sonst". /// Die kulturelle Geschlossenheit europäischer Staaten und ihr darauf beruhender wirtschaftlicher Erfolg gerade in Deutschland standen dem weltweiten wirtschaftlichen Erfolg der USA im Wege. Diese homogenen über Jahrhunderte gewachsenen Strukturen mussten gebrochen werden. Dazu gibt es eine Vielzahl an Teilstrategien der Zerstörung. Eine dieser Strategien ist die außereuropäische unqualifizierte kulturfremde Massenmigration in die europäischen Sozialstaaten, wie sie seit 2015 mithilfe der EU Kommission, der Bundesregierung und diverser anderer EU Länder läuft. Der strategische Vorteil einer homogenen weitgehend  christlich geprägten bildungshungrigen und bildungsorientierten Bevölkerung, einer leistungsfähigen Mittelschicht und eines über Jahrhunderte leistungsfähigen Mittelstandes wird weggeholzt. So erledigen sie Europa gemeinsam mit der hiesigen transatlantischen Elite der Zerstörung. Nur eine umgekehrte Monroe Doktrin könnte dem ein Ende bereiten.

das kapital

23. September 2026 07:56

Bundeszwang. Warum hat Friedrich Merz noch nicht angekündigt, die neue Berliner Regierung als verfassungsfeindlich an den Pranger zu stellen und das Land unter Bundeszwang zu stellen? /// Wenn die Linkspartei die Landesregierung stellt und der Remmoclan und Antisemiten mitregieren, wäre das doch wohl dringend erforderlich. Aber es ist Schweigen im Walde. /// Schwesig regiert im Norden mit Hilfe der Linkspartei. Das wird auch so bleiben. Mett Mario ist nur Ministerpräsident geworden und geblieben, weil die Linkspartei dafür ist. Merz hat seinen Wahlbetrug nur durchziehen können, weil die Linkspartei für die Aufhebung der Schuldenbremse und 1,7 Billionen neue Schulden im Grundgesetz eingetreten sind. CDU CSU und SPD sind zur Erhaltung ihrer Macht und ihrer Pfründe existentiell auf die Linkspartei angewiesen. Die können es sich nicht leisten, Berlin Bundeszwang anzudrohen, weil sie sonst in Thüringen und Mecklenburg die Macht verlieren. /// Die Antisemiten, die Hamas und der Remmoclan übernehmen im Windschatten der Machterhaltung von CDU  CSU und SPD die Macht im Lande Berlin.

tearjerker

23. September 2026 08:27

Ist das jetzt ein Problem, weil die Linke Wahlsieger ist, oder weil sie von den falschen Leuten gewählt wird? Wen sollen denn Einwanderer und deren Kinder wählen, die aus Ländern stammen, in denen der liebe Diktator und der religiöse Führer Stammes- und Familiennetzwerke bespielen, sowas wie Bürgertum gar nicht existiert und ansonsten nur die Kommunisten als Partei existieren? Deutschstämmige Wähler halten linke Politik grösstenteils auch für dufte, was den Staat erst zu der Sozial-Umverteilungsmaschine vor Allem Anderen gemacht hat, während die semitischen Befindlichkeiten im östlichen Mittelmeer in Wirklichkeit niemanden interessieren. Die Linke sieht dort ganz eigennützig Millionen zukünftige Wähler. Der Rest ist sich dafür halt zu fein und teils auch zu dämlich.

Herr K aus O

23. September 2026 08:42

Die Linke hat hier recht geschickt agiert: Die (deutsche) Jugend abgeholt mit der Wohnungsknappheit und im Osten haben und hatten und werden sie immer Alt-SEDler haben, die sie wählen werden. Und die sind nicht mal Generation 70+, sondern durchaus noch in den Mitt-50ern. Allerdings geht es ja jetzt in Berlin an die Kohle, denn die Linke will ja Vonovia usw. enteignen, d.h. direkt BlackRock angehen und damit legt sie sich mit einem anderen Kaliber als irgendwelchen Lokalpolitikern an. Hier wird es spannend: Denn durch die massenweise Übernahme der Mieten durch den Staat ist der Mietmarkt ja teilverstaatlicht - übrigens sehr, sehr zum Segen des Kapitals, welches freie Märkte gar nicht so sehr schätzt. Competition is for losers!

Maiordomus

23. September 2026 09:29

@Majestyk. Ich habe keine Probleme, dort, wo Sie recht haben, es auch zu akzeptieren, anerkenne Sie auch und zumal in differenzierten Urteilen. Es ist aber kein Sprach-Appeasement, wenn ich auf Genauigkeit beharre, besonders bei den wichtigen Themen. Musste mich lebenslang wegen permanentem Widerspruch zum Mainstream mit Idioten aus dem angeblich "eigenen Lager" gleichsetzen lassen. Merkt MS, dass Pauschalurteile nicht reichen, ist das bei ihm wohl kein "Appeasement". Publizierte vor Jahrzehnten mal über islamischen Fundamentalismus im Vergleich mit dem christlichen bei grösseren Unterschieden und kleineren Schnittmengen, ohne aber mit letzterem kongruent zu gehen. Dass Wagenknecht doch was draufhat, hat unterdessen @L gemerkt, aber klar, ihre ins BSW hinübergesiedelten Gesinnungsfreunde sind aus vielen ideologiebehafteten Nieten bestückt. Und Lafontaine hat gewiss nicht flächendeckend recht, aber eher mehr, als hm vor Jahrzehnten zugetraut. So wie Brandt anders beurteilt wird als v. fanatischen Gegnern, wiewohl bei Kenntnis der dt-polnischen Geschichte sein Kniefall (auch damals) nur subjektiv, nicht aber politisch verdienstlich war. Usw.     

RMH

23. September 2026 09:31

Dieser Artikel hier passt ganz gut zum Thema (und ist noch nicht hinter paywall):
https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2026/terrorunterstuetzer-ibrahim-erklaert-wie-er-der-linken-zum-wahlsieg-verhalf/

RMH

23. September 2026 09:39

Linke haben schon sehr früh versucht, Migranten für ihre Zwecke zu mobilisieren.
Allen voran die Gewerkschaften, denn um bspw. Vertauensmann einer Gewerkschaft oder BR-Mitglied zu sein, musste man damals auch keinen deutschen Pass haben. Und aus diesem Grunde sieht man seit Jahrzehnten starke türkische und vor allem kurdische Kräfte bei den Gewerkschaften, insbesondere bei IGM und VERDI. 
Die Partei die Linke hat nun die arabisch-palästinensischen Kreise erfolgreich für sich aktiviert. Begünstigt auch durch Turbo-Einbürgerungen der letzten Jahre, welche eine Berliner Altparteien- Regierung zu verantworten hatte, an welcher die Partei "Die Linke" nicht beteiligt war. Die Altparteien haben mit ihrer Einbürgerungspolitik quasi das Bett für die links-arabische Hochzeit in Form des Wahlerfolges der Linken in Berlin bereitet. Und jetzt ist das Geschrei, insbesondere bei der Union, die das mitzuverantworten hat, auf einmal groß. Was für Heuchler.

Ralph

23. September 2026 09:48

Diese ellenlangen Abhandlungen kann man sich sparen. Ja, es handelt sich hier um eine Theorieplattform. Dennoch ist die Essenz doch folgende: „Jene Migrantengruppen, deren Macht durch weitere Zuwanderung [...] und die Ausbreitung des Islams in Deutschland wächst, wird eine seriöse, patriotische Politik nicht als Partner gewinnen können. Migranten hingegen, die zu den Verlierern des Bevölkerungsaustauschs gehören und kein Interesse am Islam als politischem Machtblock haben, könnten zunehmend die AfD wählen.“
Was mir nach wie vor schleierhaft ist, ist, warum es in der AfD so wenige Strategen gibt, die in der Lage sind, einen passgenauen Wahlkampf für genau jene Bevölkerungsgruppen zu entwickeln, die man erreichen möchte. Sachsen-Anhalt hat gezeigt, was möglich ist. Auch in Mecklenburg-Vorpommern hat die AfD gut abgeschnitten, ist aber meines Erachtens hinter ihren Möglichkeiten zurückgeblieben. 
Hier muss man in den Bereichen Politikberatung, Kommunikation und Marketing deutlich nachlegen. Und wenn es innerhalb der eigenen Reihen an entsprechendem Know-how fehlt, sollte man kompetente externe Beratungsunternehmen engagieren. Entscheidend ist, die jeweiligen Zielgruppen präzise zu analysieren und Kommunikation und Wahlkampfführung konsequent darauf auszurichten. 

Ein gebuertiger Hesse

23. September 2026 10:07

@ofellaa
"Tja, dass man als Deutscher dieses Land rechtmäßig geerbt hat, spielt eben keine Rolle."
Das dürfte so sein und ist tragisch und beschissen und alles. Aber, Frage an Sie, was suchen und was finden Sie an Glück Ihrer Tage? Müssen Sie mir nicht drauf antworten.

RMH

23. September 2026 10:42

"für genau jene Bevölkerungsgruppen zu entwickeln, die man erreichen möchte"
@Ralph,
da stellt sich doch sofort die Frage, ob man den in den letzten Jahren turbo-eingebürgerten, libanesisch-palätinensisch-arabischen Migrantenkomplex, der maßgeblich die Linke gewählt hat, überhaupt erreichen möchte. Das ist doch eine der Zielgruppen, die man, solange sie noch keinen deutschen Pass haben,  remigrieren möchte. Insofern ist auch nicht komplett unverständlich, wenn von denen keiner AfD wählt.
Die AfD kann bei anderen Migrantengruppen punkten und wenn sie das versucht und diese anspricht, dann spricht aus meiner Sicht auch nichts dagegen und das ist dann auch kein Appeasement an die Migrationspolitik, die andere zu verantworten haben.

Andreas Stullkowski

23. September 2026 10:48

Es ist ein Fehler den Islam als politischen Machtblock zu sehr als religiöse Kraft zu sehen. Viele Moslems sehen es als Teil ihrer Identität, ohne wirklich religiös zu sein.
Es schafft einen ethnischen Zusammenhalt. Und daher werden auch nicht-religiöse Moslems nur bedingt zur AfD wechseln.
Wir haben in Deutschland eine grössere Gruppe von türkischstämmigen Bürgern die über mehrer Generationen schon sehr deutsch geworden sind. Diese denken auch wie Deutsche.
Aber diese Gruppe wächst nicht. Wenn überhaupt werden sie weniger, da die jungen tendieren sich wieder vom Gefühl des Deutschseins zu lösen. Es bringt ihnen ja auch keinen Vorteil.
Die neuen Einwanderer, auch die neuen Türken, halten sich an ihre eignene Ethnizität.
 

Le Chasseur

23. September 2026 10:56

Die Verflechtung von Politik und organisierter Kriminalität in Deutschland ist nichts neues:
https://www.deutschlandfunkkultur.de/mafia-experte-roth-bemaengelt-deutsch-italienische-100.html
https://www.berliner-zeitung.de/article/der-mafia-experte-juergen-roth-sieht-in-sachsen-eine-herrschaftsjustiz-am-werk-jetzt-ermittelt-die-chemnitzer-polizei-wegen-verunglimpfung-des-staates-gegen
Und mit der größten und gefährlichsten kriminellen Vereinigung, den Vereinigten Staaten von Amerika, bestehen seit 1945 enge Beziehungen.

Karl Otto

23. September 2026 11:02

Kann man Muslime wirklich als Ethnie verstehen? Marokkaner und Afghanen dürften wenig miteinander gemein haben außer ihrer Religion (auch keine Gene).
Es wäre interessant, Ergebnisse über das Wahlverhalten nichtmusimischer Migranten bzw. ihrer Kinder zu kennen, vor allem der Afrikaner.
Interssant scheint mir darüber hianus, dassoffenbar führende Personen des Islamo-Gauchisme wie Erlp oder Ferhat Kocak keine Kinder von Gastarbeitern sind, sondern aus Familien politischer Aktivisten stammen, die über einen Asylantrag nach Deutschland gekommen sind. 

Karl

23. September 2026 11:02

@das kapital 22. September 2026 19:19
„Was kann denn die arabische Mehrheit dafür, dass sich die Deutschen so dürftig organisieren?“ klingt wie eine belanglose Spitze. Es ist keine. Der Satz verschiebt die Frage von der Wahlurne auf die Straße. Mit „Organisieren“ sind hier wohl weniger Vereine, Parteien oder Bürgerinitiativen gemeint. Es bezieht sich darauf, was der Kommentar danebenstellt: festgefügte Familienstrukturen, Clans, Parallelmilieus. Wer den Deutschen daraus einen Vorwurf macht, fordert, dass sie dasselbe tun. In den dreißiger Jahren hieß das dann Stahlhelm, Rotfront und SA. Auch damals begann es mit der Klage, die eigene Seite sei zu schwach organisiert. Wenn ethnische Blöcke wählen und Gegenblöcke sich „endlich auch mal organisieren“, entsteht keine robustere Demokratie, sondern eine Eskalationsspirale. Jede Seite rechtfertigt die nächste Eskalationsstufe mit der Organisationskraft der anderen. Es gilt nur noch, wer dazugehört und wer nicht. Wo das endet, weiß man aus der Geschichte: zerfallende Staatsgewalt, bürgerkriegsähnliche Zustände und zwei Sorten Recht. Das Gegenmittel zu ethnischer Wahl ist nicht eine deutsche Miliz, sondern Bürger, die sich politisch organisieren, ohne die Republik in ein Lagergefecht zu verwandeln. Sonst reibt sich die Wildsau nicht an der Eiche, sondern dann stehen zwei Eichen auf demselben Grundstück und streiten, wem der Boden gehört.

das kapital

23. September 2026 11:16

@ Ralph Die weitere Professionalisierung der AfD ist sehr wünschenswert. Bei Gründung 2013 hatte die AfD mehr wirtschaftlichen Sachverstand, als alle im Bundestag vertretenen Parteien zusammen. Im Bundestag bildet sich das nach wie vor gut ab, in den Landtagsfraktionen und den Landesverbänden sieht es aber teils ziemlich dürftig aus. Da wird teils gegen die wichtigsten Investitionsprojekte vorgegangen. Geflügeltes Argument: "Ich bin doch Opposition!" Ich muss doch gegen Tesla sein, weil die Landesregierung dafür ist. Der Nutzen für Land und Leute wird ausgeblendet, damit man die Landesregierung negativ bearbeiten kann. Also, Dinge die zum Nutzen sind, sollen verhindert werden, weil es vermeintlich Wählerprozente bringt. Die Wege zu mehr wirtschaftlichem Erfolg, die unsere Länder brauchen, werden in einigen Landtagsfraktionen nicht verfolgt. Es kommt nur ein "so nicht" und der richtige Weg wird weder beschrieben noch gegangen. /// Ulli Siegmund und sein Team waren hochmotiviert und hochprofessionell. Hängt aber an Charakter und Persönlichkeit, was geht. Leif-Erik Holm hat auch ne richtig gute Leistung gebracht. Danke an ihn. Am Ende hätte ich mir aber noch Großplakate gewünscht "Frauen für Blau", wo alle weiblichen Kandidaten der AfD und die Teamleistung abgebildet sind.

Maiordomus

23. September 2026 11:29

@Ralph. "Externe Beratungsunternehmen" können meines Erachtens permanent zu erarbeitende politische Erfahrung niemals ersetzen. Hier wäre wohl auch "Schnellroda" als "Denkfabrik" gefragt. Nur dass es natürlich nicht reicht, sich mit Armin Mohler (der mich zum Beispiel interessierte und interessiert) und auch nicht mit Metakritik von mainstreamhaltiger deutscher Geschichte, sondern zumal mit Grundlagen des Regionalen und Lokalen und tatsächlich einem Staatsaufbau von unten nach oben, was übrigens das Gegenteil ist von jeder Art Autoritarismus. 
@gebürtiger Hesse/offellaa. Natürlich ist der altmodische Begriff des "Erbes", nicht nur rein erbrechtlich das Familienvermögen betreffend, sondern umfassend "unser Erbe", etwa heimatgeschichtlich, auch betr. Naturschutz, Brauchtum usw. anzugehen. Nach dem 2. Weltkrieg erschien ein sehr bedeutendes Buch mit dem auffälligen Titel "Das Erbe im Feuer". Es war noch etwas sehr stark das monarchische und religiöse Erbe. Unterdessen sollte man zum Beispiel auch das Erbe des Handwerks oder die Befassung mit sog. Sekundärtugenden nicht vergessen. Oft sehr unterschätzt das "musikalische Erbe", im Raum Trossingen Ba-Wü zum Beispiel das Akkordeon und die einschlägige Musik.    

Karl

23. September 2026 11:31

@Majestyk 22. September 2026 20:50
1 (von 2)
„Man könnte Remigration auch gerne Entislamisierung nennen … Die japanische Kolonie in Düsseldorf stört mich nicht im Geringsten.“ Genau! Es geht nicht um Fremdheit an sich. Es geht um eine politisierende Religion, die den säkularen Rechtsstaat nicht als Rahmen akzeptiert, sondern als Gegner ansieht. Deshalb ist der Vergleich mit den Japanern in Düsseldorf präzise. Eine Gemeinde, die arbeitet, Steuern zahlt und das Grundgesetz nicht mit einem höheren Gesetz übertrumpft, bleibt privat und letztlich solidarisch. Islamismus nicht. Er ordnet das Leben einer „Religion“ unter, nicht einer Verfassung. Familie geht vor Individuum, Ehre vor Recht, Umma vor Staatsbürger. Das Geschlechterbild ist kein folkloristisches Relikt, sondern nicht hinterfragbare Ordnung: Vormundschaft statt gleicher Autonomie und getrennte festgelegte Rollen. Wo Religion Priorität über alles hat, werden Blasphemie, Apostasie und „unislamisches Verhalten“ zur öffentlichen Sache – und Meinungsfreiheit zur Zumutung. 

Karl

23. September 2026 11:32

@Majestyk 22. September 2026 20:50
2 (von 2)
Dazu kommt, was Berlin gerade sichtbar macht: nicht Vielfalt, sondern Blockbildung. Wer moscheenfest, milieugesteuert und kandidatenzentriert wählt, testet nicht westliche Werte, sondern ersetzt diese schrittweise durch Herkunft, Konfession und Ergebenheit. Derselbe Vorgang läuft in Teilen Europas schon länger, in den USA zumindest als Konflikt um parallele Rechtsansprüche und importierten Antisemitismus. Entislamisierung hieße nicht, Menschen nach Gesicht zu sortieren. Es hieße, einer politischen Theologie die Machtfrage zu stellen: Gilt das Gesetz des Landes – oder gilt es nur, solange es der eigenen „Religion“ nicht widerspricht? Solange diese Frage offen bleibt, etabliert sich ein zweites Normensystem neben dem ersten. Die Japaner in Düsseldorf stellen sie nicht. Deshalb stören sie niemanden.

AD68

23. September 2026 11:39

Deutschland ist durch Migration geprägt. Diesen Erfolg der Linken sollte man ihr zugestehen die Augen zu verschließen und sich in dümmliche Phantasien zu flüchten: Auch noch so viel Remigration wird daran nichts mehr ändern.
Viel schlauer erscheint mir die Strategie, daraus eine Retour-Kutsche zu machen. Die migrantischen Millieus sind traditionell-familiär muslimisch-konservativ geprägt. Yussef und Hamza werden vonn ihren Väter, Brüdern und Cousins geprägt; der Homo-Gender-Trans-Quatsch, der ihnen in der Schule serviert wird, ist für sie irrelevant. Das ist also ein Aspekt linker Parteien den sie sich aufgrund ihrer starken familären Verwurzelung leisten können einfach zu ignorieren.
Landtagswahlen werden überlagert von Bundes- und globalen Themen.
Die Palästinenser-Frage ist ein Thema, bei dem die AfD sofort punkten könnte, ohne dass es sie auch nur irgendwas kostet. Ich kann verstehen, dass die Linke die Muslime umwirbt und bemuttert, schließlich bieten diese jede Menge Wählerpotenzial. Ich kann nicht verstehen wieso die AfD Juden und ihren blutigen Terrorstaat bemuttern und umwerben muss: Erstens sind alle einflussreichen jüdischen Organisationen stramm links und pro-Migration und zweitens ist das Wählerpotenzial mehr als dürftig. Klar, man verliert den ein oder anderen unheilbar pro-israelischen Boomer-Betonkopf, aber eine Partei die sich um die Alten sorgt und dafür die Jungen (die mehrheitlich pro-palästinensisch sind) verschreckt ist keine Partei der Erneuerung sondern eine Partei des Weiter-So.

Artabanus

23. September 2026 12:13

Was auffällt ist der sehr professionelle Wahlkampf der Linken im Vergleich zu den anderen Kartellparteien. Haben die mehr Geld oder einfach bessere Leute?

Laurenz

23. September 2026 12:34

@Maiordomus @Majestyk ... Brandt ist mit seinem Kniefall gescheitert, so wie die ganze Ostpolitik der SPD, also die Bahrs, gescheitert war. Auch Strauß verlängerte die Lebensdauer der DDR, die nicht pleite, aber illiquide war. Reagan riß, auf viel Pump & mit Bluffs, den Warschauer Pakt ein. Der Konflikt mit Polen besteht seitens des politischen Polens nachwievor, weil das Selbstverständnis Polens zur territorialen Bereicherung zu Lasten seiner Nachbarn dasselbe geblieben ist. Die Ukraine (& die intellektuelle Schweiz) haben das nur noch nicht verstanden. In Polen werden es vor allem Ihresgleichen sein, Maiordomus, die sich aus der historischen Sicht nicht befreien können. Der gesamte Westen, nicht nur Deutschland, ist extrem geschwächt & hat als militärischer Verbündeter Polens nicht den geringsten Wert. Insofern liegt @MS politisch völlig richtig, mit Gleichgesinnten aus ganz Europa, die Definition einer Ursache des Niedergangs & die Umkehrung dessen, auf wenige Schlagworte zu reduzieren.

Majestyk

23. September 2026 13:58

Verstehe ich den Text und einige Teilnehmer richtig? Die AfD muß sich migrantischen Wählern öffnen und für diese genehm werden um Erfolg zu haben? Und was ist dann mit so doofen, verbrauchten Altdeutschen wie mir? Wozu brauche ich eine neue SPD/ CDU in Blau, falls diese Partei es nicht schafft sich selbst, als deutsch zu definieren?
Zweite Frage. Es klingt bei vielen Teilnehmern durch, die AfD möge sich doch gegen Israel und pro Palästinenser, Fatah, Hisbollah, Iran positionieren. Dann wird die AfD also zu einer nationalen, sozialpatriotischen und antijüdischen Partei. Nennt man das nicht eine sich selbst erfüllende Prophezeiung? Und wie bitte schön, soll eine proislamischere AfD die Islamisierung verhindern, bzw. sogar eine Art Reconquista einleiten? Was hier vorgeschlagen wird, bedeutet nichts anderes als, daß deutsche Politik sich nach islamischen Befindlichkeiten zu richten habe. Das nennt man übrigens dann wirklich Unterwerfung. 
Es ist natürlich das dringende Problem unserer Tage, in Europa Amerikaner und Israelis also Juden für alle Probleme verantwortlich zu machen. Kommt mir bekannt vor. 

Majestyk

23. September 2026 14:32

@ Maiordomus:
"Merkt MS, dass Pauschalurteile nicht reichen, ist das bei ihm wohl kein "Appeasement""
Falls mein gerade geschriebener Beitrag durchgeht werden Sie feststellen, daß ich die Ansicht des Autors bezüglich migrantischer Stimmen nicht teile. 
Man kann vieles differenzieren, bezüglich vieler Themen Kompromisse schließen. Am linken Abgrund sind keine Kompromisse mit Linken mehr möglich, die ominöse Mitte ist eine Illusion. 
Ich vertrete eine Einzelmeinung, aber für mich sind der späte Brandt und Lafontaine die Hauptverantwortlichen dafür, daß aus der SPD eine pro migrantische, arbeitnehmerfeindliche Partei geworden ist. Lafontaine erzählte schon 2001 in einem Interview, daß er gerne SPD und SED (damals noch PDS) zusammenführen würde. All seine Parteiübertritte und Neugründungen erfüllten nur einen Zweck, Deutschland nach links zu rücken und die Union nach links zu ziehen und damit auszudünnen. Lafontaine strebt den westlichen Bruch an und den Systemwechsel. Die Nähe zu Honecker ist gut dokumentiert und kann ebenso wenig ignoriert werden, wie Lafontaines Engagement für den Ausstieg aus der Kernenergie. Er war auch einer der Verfechter der doppelten Staatsbürgerschaft.
Maiordomus, ich schätze Sie sehr, auch wenn ich Ihnen nicht immer zustimme. Aber Sie sind ein anerkannter Schweizer Intellektueller, ich lebe ein komplett anderes Leben. Das erklärt die Unterschiede in Sprache und Sichtweisen.

Dietrichs Bern

23. September 2026 14:38

Was hier ein wenig übersehen wird: Die CDU macht eben keiner Art von Wähler noch ein Angebot, es gibt lediglich ein paar unerschütterliche Gewohnheitswähler der Kukident- Generation, deshalb kann man sich nicht beklagen, wenn andere Parteien ein Angebot machen. 
Viel wichtiger: Welchen Sinn macht ein Angebot an Wähler, das gar nicht im eigenen Interesse ist?  Man kommt so vielleicht an die Macht, aber muss letztlich Politik machen, die man gar nicht will (werden die dummen linken Damen und die Queers for Palestine zuerst kapieren).
 
 

Dietrichs Bern

23. September 2026 15:12

@Majestyk: Ja, richtig verstanden, das ist ja auch das Konzept von Herrn Krah für die AFD. Wir laufen alle im Nachthemd herum und verbieten Musik, dafür gibt's aber einmal die Woche Schnitzel als deutsches Kulturgut (Halal natürlich). 

heinrichbrueck

23. September 2026 15:46

Die Touristen in Düsseldorf sind der falsche Vergleich. 
Karl: Wir haben den Rechtsstaat; sie haben die Umma. 
Und dann: "Es geht nicht um Fremdheit an sich." 
Was aber fordern die Fremden selbst?

Maiordomus

23. September 2026 16:58

@Majestyk. Sie lassen sich irritieren. Niemand muss sich "migrantischen Wählern   öffnen", bloss eine vernünftige Politik machen und sich an Antworten eigener Politiker halten, die sagen, wer eher erwünscht sei, wer weniger oder gar nicht. Dass fleissige Vietnamesen, für die Deutschland ein Promille ausgegeben hat im Vergleich zu Ukrainern, eher zu einem kommen ist gewiss nicht dasselbe. Und man sollte trotz Knobloch keine antijüdische Partei werden, nur gibt's überall Anti-Juden, nicht bloss Compact. Nur kann man bekennende Neo-Nazis nicht gebrauchen. Und was Verhältnis zu USA betrifft,  es wird kontrovers bleiben, vermutlich in den meisten Parteien, noch am wenigsten bei der CDU aus Gewohnheit. Nur gab es mal einen eher amerikaskeptischen "gaullistischen" Flügel unfern Strauss. Mir muss niemand die schlesische Geschichte erklären, @L, habe mehrere Meter schlesische Literatur gleich meiner Computerschreibmaschine gegenüber, u.a. über blutige Vorkommnisse in den zwanziger Jahren. Kannte aber Bischof Nossol, der sich ehrlich um Aussöhnung bemühte. Es gibt dort wie hier jedoch viele Leute die denken wie Sie. Meiner Sicht von Brandt haben Sie @L aber nicht wesentlich widersprochen.     

das kapital

23. September 2026 17:05

@ karl die unterschiedliche Gewaltneigung unterschiedlicher Ethnien in Friedenszeiten war mein Thema. Spitz formuliert, keine Frage. Im Normalfall sollte sich das durch gut organisierte staatliche Gewalt, sprich Behörden, Staatsan-waltschaft, Justiz, Polizei, regeln lassen. Wenn das aber nicht mehr funktioniert, sondern geradezu diejenigen Zugriff auf die staatliche Gewalt erhalten, die regelmäßig systematisch und schmerzfrei das Recht brechen, dann schwindet  das Vertrauen. Wenn die Hammerbande, die Vulkangruppe, die Antifa, die Klimakleber mit allem durchkommen oder teils sogar mit Steuermitteln gefüttert werden, dann steigt die Bereitschaft mancher, jenseits staatlicher Gewalt aktiv zu werden. Nein, wünschenswert ist das nicht. Aber findet innere Sicherheit noch in genügendem Maße statt, wenn die Linkspartei bei der Polizei in Berlin das Sagen hat?

Valjean72

23. September 2026 17:36

@Majestyk: "Verstehe ich den Text und einige Teilnehmer richtig? … Und wie bitte schön, soll eine proislamischere AfD die Islamisierung verhindern, bzw. sogar eine Art Reconquista einleiten?"
---
Nein, Sie verstehen nicht richtig und mE wollen Sie es auch gar nicht, denn niemand auf deutsch-patriotischer Seite wünscht sich ernsthaft eine "pro-islamische AFD". Das ist ein Strohmann, den Sie hier aufbauen, um wieder einmal Ihre ausdrückliche pro-Israel-Haltung zu ventilieren.
 
Ich für meinen Teil wünsche mir, dass die AFD zuvorderst deutsche Interessen formuliert, diese vertritt und Deutschland aus fremden Konflikten heraushält und eine neutrale Position einnimmt.
 
Pro Remigration, gegen die weitere Ausbreitung und für ein Zurückdrängen des Islam in Deutschland aber kein Krieg gegen den Islam an sich, z.B. im Nahen Osten im Interesse Israels. Und nein, auch keine anti-israelische Haltung.
 
---
P.S.:
«Deutschland könne es sich nicht leisten, Flüchtlinge abzulehnen, meint Josef Schuster, Chef des Zentralrates der Juden. Es habe Unheil über andere gebracht und stehe bei vielen Ländern in der Schuld.»
(Quelle: WELT.de, 03.05.2015)

Waldgaenger aus Schwaben

23. September 2026 18:00

Vor Jahren habe ich hier schon darauf hingewiesen, dass die AfD mit ihrer Nähe zu Russland ukrainisch- und polnisch-stämmige Einwanderer vergrämt. Ein gewisses Verständnis für die Russlandnähe habe ich noch, weil die AfD aus wahltaktischen Gründen in der ehemaligen DDR offenbar damit punkten kann. Doch die Wahlen im Osten sind nun vorbei. Nächstes Jahr sind Wahlen im Westen. Also lasst es jetzt mal gut sein mit der Putin-Nähe.
Und noch ein Punkt. Ich formuliere mal sehr zurückhaltend. In manchen Ländern kauft die Organisierte Kriminalität Wählerstimmen und verhökert sie an Politiker, die ihnen Gegenleistungen versprechen. Deshalb ist das Fotographieren des Stimmzettels in der Wahlkabine nicht erlaubt. In Deutschland kann dieses Verbot sehr einfach durch die Briefwahl umgangen werden. Man sollte sich mal in den entsprechenden Briefwahllokalen in Berlin die Ergebnisse anschauen. Stimmenkauf ist illegal, ist strafrechtlich aber allenfalls in Einzelfällen verfolgbar. Ein wichtiges Gegenmittel wäre die Eindämmung der Briefwahl. Die Unmöglichkeit ein Wahllokal auszusuchen muss mit eidesstattlicher Erklärung oder Attest begründet werden. 

Dieter Rose

23. September 2026 18:18

In Berlin wird Weltgeschichte geschrieben und wir können sagen: Wir sind dabei gewesen und haben nichts getan. So ähnlich, wie beim Fall von Byzanz, haben wir die Pforte geöffnet...

Majestyk

23. September 2026 18:29

@ Andreas Stullkowski:
"Wir haben in Deutschland eine grössere Gruppe von türkischstämmigen Bürgern die über mehrer Generationen schon sehr deutsch geworden sind."
In welcher Region leben die? Richtig wäre: Es gibt vereinzelt Türken, die sehr deutsch geworden sind oder zumindest sehr in ihrer Region beheimatet. Dank Täterkult brachte es Zuwanderern seit 50 Jahren keinen Vorteil deutsch werden zu wollen. DAS verantworten definitiv nicht die Ausländer. Türken stellen aber z.B.  fast nie Nichttürken ein. Ist wie beim Paten, wo nur Sizilianer wirklich zur Familie gehören.
Dank Flugverbindungen, Satellitenfernsehen, Telefon, Internet usw. muß heute kein Migrant mehr innerlich im Gastland ankommen. Auswandern war einst eine Reise ohne Wiederkehr und ein Bruch mit der Heimat. 
 
 

fw87

23. September 2026 20:26

@Majestyk: Nein, die AfD muss sich nicht den Migranten anbiedern. Überhaupt ist dieses Schielen auf Wählerstimmen nicht gut. Manche wollen die AfD in eine Catch-all-Partei transformieren. Da werden sogar Überlegungen angestellt, wie man dem linksurbanen Milieu Angebote macht. Diese Transformation wäre der Tod der Partei. Wer es allen recht machen will, darf keine politischen Standpunkte mehr haben. So bald man eine klare Meinung hat, wird sich immer irgendjemand dagegen empören. Meiner Ansicht nach sind es unionsaffine Kreise, die die AfD zur Suppe ohne Salz machen wollen. Die AfD hat seit ihrer Existenz sehr viel zur "Repolitisierung des Politischen" (Zizek) beigetragen. Das war auch bitter nötig. Man kann nur hoffen, dass es so bleibt und die AfD nicht den Weg anderer rechter Parteien in Europa geht. Was die Entwicklung von Parteien angeht, gibt es klare Tendenzen aber keine Naturgesetze. Zumindest hoffe ich darauf. 

dojon86

23. September 2026 20:30

@Majestyk Ja, sie verstehen jene Poster richtig, die sagen, die AFD muss sich manchen Migrantengruppen öffnen. Es gibt jede Menge Osteuropäer, christliche Ägypter und Araber, auch Iraner die nach der Revolution ausgewandert sind und auch Ostasiaten, die für die AFD erreichbar wären und die seit vielen Jahren nur noch den Kopf über die Deutschen schütteln. Ohne diese potentiellen Verbündeten ist für die Deutschen das Spiel aus. Ich lebe in Österreich. Für einen Berliner wirkt Wien noch halbwegs intakt. Pustekuchen. Laut "offiziellen" Angaben haben in Wien 50 % Migrationshintergrund. Und. wer die Kinder bekommt, ist ja wohl bekannt. Im übrigen hätte Trump ohne die Stimmen der Latinos die ehemals die democrats wählten, kaum gewonnen. Auch wenn das einem texanischen redneck nicht gefallen mag. @Karl Mit ihrer Trennung zwischen Staat und Religion und ihrem Grundgesetz locken sie keinen Hund hinter dem Ofen hervor. Die Deutschen werden in Deutschland ein Stamm unter vielen werden. Wenn sie sich nicht retribalisieren und den Clan als Basis wieder begreifen werden, werden sie untergehen.

Jan

23. September 2026 20:39

Die große Gefahr in Berlin ist jetzt die mögliche Vermischung von Clan-Kriminalität, Islamismus, Politik und Behörden. Die endgültige Versaustallung zum korrupt-kriminellen Reichshauptstadtslum. Bei den Einbürgerungen werden die Betrügereien und Unregelmäßigkeiten noch zunehmen.
 
Hingegen auf die Füße fallen wird der Linkspartei das Wohnungsthema. 2004 privatisierte der rot-rote Senat unter Wowereit 65.000 Wohnungen. Grund: akute Finanznot. Das hat sich seither nicht geändert. Selbst wenn solche Wohnungen nur zu 60% des aktuellen Marktwertes wieder vergesellschaftet werden, geht der Stadt beim Unterhalt der Anlagen die Puste aus. Auch Kommunisten können die hohen und noch weiter ansteigenden Wohnkosten, die auch Folge ihrer eigenen Politik sind, nicht dauerhaft wegsubventionieren. Schon gar nicht mit Billigmieten bei renovierungsbedürftigen Altimmobilien und neuen Schulden. Da hilft kein Lenin und kein Marx. Ein wohnpolitisches Himmelfahrtskommando.  

Le Chasseur

23. September 2026 21:38

@Dieter Rose
"In Berlin wird Weltgeschichte geschrieben und wir können sagen: Wir sind dabei gewesen und haben nichts getan."
@Jan"Die große Gefahr in Berlin ist jetzt die mögliche Vermischung von Clan-Kriminalität, Islamismus, Politik und Behörden. Die endgültige Versaustallung zum korrupt-kriminellen Reichshauptstadtslum."
Keine Sorge, der Josef hat doch verboten, dass die Linke in Berlin regiert. 

Karl

23. September 2026 22:11

@dojon86 23. September 2026 20:30
Sie haben mich offenbar missverstanden. Vom Grundgesetz stand bei mir kein Wort. Die Trennung von Staat und Religion war auch kein Leckerli, mit dem man Hunde hinter dem Ofen hervorlockt. Das ist schlicht die Bedingung dafür, dass nicht jedes Glaubensbekenntnis sein eigenes Strafgesetzbuch mitbringt. Was „retribalisieren“ und „Clan als Basis“ heißen sollen, bleibt Ihr Geheimnis. Klingt nach: Wenn die anderen als Sippe auftreten, müssen wir uns auch wieder als Vetternverband aufstellen, sonst gehen wir unter. Das ist keine Strategie, das ist Imitation. Richtig? Ein solcher tribalistischer Verband wäre gegenüber deren Clans schon aus demographischen Gründen der kleinere – selbst wenn Deutsche noch die Mehrheit stellen. Denn wer denkt heute überhaupt noch so, und wer soll das in die Tat umsetzen? Aus dem Staatsvolk wird dann ein Stamm unter Stämmen, aus dem Gesetz ein Familienrat und aus der Politik das, was man in Neukölln schon kennt – nur mit anderen Nachnamen. Ironie der Geschichte: Gerade wer den Clan zur Basis erklärt, bestätigt die Diagnose der ethnischen Wahl und bietet als Therapie dasselbe Mittel an. Wer überleben will, indem er selbst zum Clan wird, hat nicht den Staat verteidigt. Er hat ihn abgeschrieben und sich einen Platz in der Warteschlange der Stämme genommen. Da lockt man dann wirklich keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervor. Nur noch Verwandte, die man zumeist an einer Hand abzählen kann.

AlbertC

23. September 2026 23:21

Die Migranten , die auf eher niedrigem Level leben und mit Deutschland nichts am Hut haben, wählen die Parteien, die es Ihnen wirtschaftlich am leichtesten machen, also die extrem hohen Sozialleistungen nicht abschmelzen wollen und auch die Antragsverfahren nicht kontrollieren wollen. Die Gaza-Polititk ist ein weiterer Faktor, der dann vielleicht von der SPD zu den Linken trägt. Familiennachzug von mir aus auch, aber so weit denken die bei Wahlen nicht.   
Die Jahrgänge 2000-2008 wählen auch im Westen überwiegend links oder grün. Gilt in Schulen und Hochschulen als progressiv und fortschritttlich. Links gilt vor allem unter konsumorientierten deutschen jungen Frauen als schicker und cooler als die grünen Besserwisser, die aus der Regierung geflogen sind . Man muss für Links (statt SPD oder grün) wählen quasi für nichts Verantwortung übernehmen und kann "die da oben" kritisieren. Es ist oft der ähnliche moralische Schuldkomplex wie bei Grün-Wählern, komfortabler Lebensstil , durch die Eltern finanziert , aber sie sind natürlich "sozial". Von der DDR und von sozialistischer Wirtschaft weiß man in den Schulen nichts mehr, das ist nicht mehr Teil des Lehrplans in Geschichte, Deutsch oder PoWi und wird max. in 2 Schulwochen abgehandelt. 

Majestyk

24. September 2026 01:40

@ Valjean72:
Ne, ne mein Lieber. Sie dichten mir jetzt weder eine Leseschwäche, noch irgendwelche Tricks an.
"Folglich könnte hier die AfD mit einer entsprechend klaren Haltung zu Israel, dem Irankonflikt usw. durchaus auch punkten, ohne sich selbst untreu zu werden." - Speng 22. September 2026 23:49 und dann noch "Man muss sich als Parteiorganisation schon auch willentlich als Instrument benutzen lassen! Und weder Skrupel noch inhaltliche rote Linien kennen" - Speng 23. September 2026 00:04 
Sie können sich gegen Israel positionieren und für den Iran begeistern soviel Sie wollen. Bei mir landen Sie dann in der gleichen Glaubwürdigkeitsklasse wie Roger Waters. Und was den ZdJ angeht, was haben die mit Israel zu tun? Das ist eine NGO, die 22 Mio. Euro jährlich vom Deutschen Staat erhält. Gibt genug Juden, die sich nicht von denen vertreten fühlen. Nach der Logik können Sie auch gegen Gewerkschaften, Kirchen und den ADAC wettern. Die behaupten auch für alle Arbeiter, Gläubigen und Autofahrer zu sprechen und haben sich längst zu Marionetten des Systems degradieren lassen. Mit Zitaten können Sie ohnehin keinen kausalen Zusammenhang begründen. 

Majestyk

24. September 2026 02:14

@ Dietrichs Bern:
Den hatte ich von Anfang an gefressen. Dicke Hose auf TikTok, unnötige Fässer über die SS aufmachen, Mietjaguar, durch die Weltgeschichte reisen, um fremde Stimmen in fremder Sprache werben und dann Forderungen nach Remigration als illegal erklären und als Kronzeuge gegen eigene Weggefährten auftreten. Was für ein aufgeblasener Aufschneider. 
@ dojon86:
Mit Ihren potenziellen Verbündeten können Sie das Thema Remigration gleich begraben, zumindest so wie es Sinn ergeben würde. Ihre Partner wünschen sich auch Familiennachzug. Niemand braucht die Hilfe von Fremden, wenn er unerwünschte Gäste aus dem eigenen Haus eskortieren möchte. Geht natürlich nur, wenn man sich frei macht von gedanklichen Fesseln. Aber beim Thema Deutschsein als Stammeszugehörigkeit zu begreifen sind Sie ja nun in meinem Denken angekommen, Nation als Band des Blutes. Alles andere ist Verwaltung. Dann aber bitte ohne jeglichen Solidaritätszwang. Wer will schon für fremde Familien zu zahlen? 
Das Schöne an Berlin. Bald werden auch Migrantenversteher begreifen, daß in der Wagenburg die Eigenen verteidigt werden. Vielleicht entsteht so ja noch sowas wie Pioniergeist und Kämpfermentalität. Besser spät als nie.
@ heinrichbrueck:
"Was aber fordern die Fremden selbst?"
Was soll es Deutsche interessieren, was Fremde fordern? Fordern können die zu Hause.

das kapital

24. September 2026 07:53

Off Topic aber doch von allgemeinem Interesse. Die Tochter unseres  Verlegers darf in Sachsen nicht Lehrerin werden. 
"Der Inlandsgeheimdienst berichtete, Kubitscheks Tochter habe zwischen 2022 und 2025 an Veranstaltungen des „Instituts für Staatspolitik“ (IfS) ihres Vaters Götz Kubitschek teilgenommen, das die dem CDU-Innenminister Armin Schuster unterstehende Behörde wiederum als rechtsextrem und verfassungsfeindlich einstuft. ///
Alruna H. machte geltend, dass ihre Anwesenheit dort ausschließlich familiär bedingt gewesen sei. Aber das half nicht: Das Schulamt zog die bereits erteilte Zulassung für das Referendariat wieder zurück. Gegen diese Entscheidung wehrte sich die Frau zunächst vor dem Verwaltungsgericht Dresden und nun vor dem Oberverwaltungsgericht, scheiterte aber in beiden Fällen."Muss sich die Gute wohl in Sachsen-Anhalt bewerben. ;-)

RMH

24. September 2026 07:57

Das Ergebnis in Berlin hat 4 Kernursachen, neben dem allgemeinen Versagen der sich staatstragend nennenden Parteien Union/Grüne/SPD/FDP:
- Scheitern der Fusion Brandenburg - Berlin im Jahr 1996. Damit wurde Berlin zur städtischen Retortenblase ohne wahltechnische Rückkoppelung zum ländlichen Raum, der bekanntermaßen anders wählt.
- Ungebremste Migration, Konzentration der Migration in bestimmten Stadtvierteln, wo sich Staaten im Staat herausbildeten und die man mit staatlicher Alimentation versucht, ruhig zu halten (de facto Korruption/Stimmenkauf - wer verspricht, dass diese Lebensgrundlage weiterhin großzügig und ohne Nachprüfung weitergeht, die Biotope der Schatten- und Clanwirtschaft toleriert werden, Polizisten mit der Rassismuskeule ausgeschaltet werden können etc., der wird gewählt).
- Turbo-Einbürgerungen, welche diese speziellen Einwohner binnen kürzester zur Wählern machten.
- Eine Partei, die denkt, keine Rechnung von Leuten, die sie für ihre Versprechen/das von ihr befürwortete Stadtklima wählen, für ihre Wahlentscheidung präsentiert zu bekommen. Denn das kann man nur mit ethnischen Deutschen machen, sich erst von ihnen wählen lassen und danach diese nur abzocken und sie im übrigen ignorieren. Ich freue mich darauf, wenn linke Politiker/Abgeordnete zukünftig "Besuche" von ihrem "Elektorat" erhalten werden.

dojon86

24. September 2026 08:18

@Majestyk Beim Thema Remigration bin ich ganz bei ihnen. Bloß, wie ? Bei 50 % Restanteil der Bevölkerung und bei der Jugend noch weitaus weniger. Bezüglich Stammeszugehörigkeit sind wir uns einig ,ja, aber eine solche Stammeszugehörigkeit ist ohne Solidaritätszwang eben wertlos. Wir werden demnächst in Berlin vorgeführt bekommen, wie Stammeszugehörigkeit bei Posten Vergabe, bei Aufträgen und bei Karrieren funktioniert. Solidaritätszwang bedeutet, man kauft nicht beim Billigeren und beschäftigt nicht den Besten sondern man kauft beim eigenen Haufen und beschäftigt desgleichen. Man verkauft Grund auch nach demselben Prinzip. Das ländliche Bayern und Österreich hat seit vielen Jahrzehnten nach diesem Motto funktioniert und es hat trotz des ewigen Spotts der Norddeutschen über die Amigowirtschaft der CSU in Bayern gut funktioniert.

Artabanus

24. September 2026 10:19

Interessantes Video hier wie Frau Reichinnek ein Interview abbricht weil sie merkt dass sie sich gerade blamiert hat:
https://x.com/NiklasKorber/status/2102839222281413037
Die Dame hat sachlich null Ahnung, hat aber offensichtlich ein kompetentes Marketing Team. Professionelles Marketing ist entscheidend für Wahlerfolge. Sachkompetenz ist überflüssig. Eines der größten Probleme der repräsentativen Demokratie.
 

Valjean72

24. September 2026 11:51

@Majestyk: 
Und schon wieder ein Strohmann. Wer Ihre einseitige Pro-Israel-Seite in diesem Konflikt nicht übernimmt, begeistert sich für den Iran. Das ist diese digitale George-W.-Bush-Logik, bekannt aus dem war on terror gegen Afghanistan und gegen den Irak: wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Ich schrieb explizit: "Und nein, auch keine anti-israelische Haltung."
 
Nach meinem Kenntnisstand haben sich in den letzten Jahren/Jahrzehnten alle exponierten jüdischen Vertreter (Medien, Politik, Verbände) in den westlichen Staaten explizit für die Masseneinwanderung aus Afrika/Arabien ausgesprochen. Auch z.B. ein Henryk Broder.
 
[Die WELT berichtete im Januar 2016 von IsraAID, einer israelischen Hilfsorganisation, welche sich auf Lesbos um syrische Flüchtlinge kümmerte und ihnen den Weg nach Deutschland wies]
 
Jetzt da eine bestimmte Gemengelage erreicht ist, beklagt man wohlfeil den zunehmenden Antisemitismus – hält dies mitunter noch den autochthonen Deutschen vor (welch Chuzpe!) –  und tritt für eine Begrenzung der Zuwanderung ein, aber der Begriff Remigration wurde von Reichelt & Co. bis vor kurzem noch als ganz böse geframed.
 
Aber treten Sie ruhig weiterhin für die Interessen eines fremden Staates ein, dass erzeugt allerdings bei mir ein Glaubwürdigkeitsdefizit Ihnen gegenüber in Bezug auf Patriotismus ...

Laurenz

24. September 2026 13:30

@Valjean72 @Majestyk ... Seitdem Aufstieg der islam-okkupierten Linken durch die Berlin-Wahl hagelt es auf dem Israel freundlichen Achgut-Medium Beschwerde-Artikel. Mein Kommentar unter diesem Artikel.   https://www.achgut.com/artikel/judenjagd_gestern_heute_morgen Werter Herr Dr. Wolffsohn, stellvertretend für alle anderen aktuellen Beschwerde-Artikel über Anti-Semitismus, kommentiere ich hier unter Ihrem Artikel. Juden in den USA sind (bis auf die Vietnamesen) die erfolgreichste Minderheit in den USA & generieren pro Kopf den größten politischen Einfluß. Wir Deutschen haben den Amis das Türkei-Abkommen zu verdanken, mit welchem die Amis die NATO-Mitgliedschaft der Türkei erkauften. Als die Amis erkannten, wie teuer die Versprechen an die Türkei werden, dachte man sich in DC, laß doch die blöden Deutschen zahlen. Auch alle spätere Zuwanderung in Deutschland fand immer das positive Votum der Disapora-Juden, wie auch die späteren Replacement-Pläne der UN. Als Synonym für die biologische Vernichtung der Europäer über Gregor Mendel, ist Ihr Volksgenosse Babsi Lerner-Spectre, die unsere kulturell-identitäre Vernichtung öffentlich propagiert. Und jetzt kommen Sie & beschweren sich wegen einer etwaigen Judenverfolgung bei uns Achgut-Lesern durch die islamisch okkupierte Deutsche Linke, lassen aber uns Achgut-Leser, als Deutsche, auch noch außen vor. Als ob es uns besser, als den Juden in Deutschland, gehen würde.

Majestyk

24. September 2026 13:40

@ dojon86:
"Solidaritätszwang bedeutet, man kauft nicht beim Billigeren und beschäftigt nicht den Besten sondern man kauft beim eigenen Haufen und beschäftigt desgleichen."
Ich lebe so. Würden alle so leben, gäbe es nicht so viele fremdländischen Friseure, Gebrauchtwagenhändler und Schnellrestaurants. Als ich gegenteiliges Handeln bei Vermietungen und Einstellungen hier mal bemängelte, wurde ich vor allem von Solpats Anhängern kritisiert. 
Morgen werden neue Reifen bestellt für ein Auto, das kaum bewegt wird. Eigentlich wären Allwetter besser, gibt es in der Größe nur von Chinesen, also die deutschen Sommerreifen, auch wenn die doppelt so teuer sind.
"Man verkauft Grund auch nach demselben Prinzip."
Ich persönlich bin ja der Ansicht, daß Boden an Ausländer nur verpachtet werden dürfte. Aber schon der Zuzug von Großstädtern verursacht im ländlichen Raum Probleme. Ich fand es toll, daß man sich früher in Teilen der Schweiz im Ort vorstellen mußte und Bayern und Österreich halte ich eh für die besseren Deutschlands. 

Majestyk

24. September 2026 13:43

@ Valjean72:
Sie haben wörtlich vom Iran und ihrer Zeit dort hier im Forum geschwärmt, schon vergessen? Ich beziehe alle Informationen über Teilnehmer nur von deren Beiträgen.
Wer entislamisieren will, kann nicht mit Islamisten paktieren, erst recht nicht mit einer islamischen Theokratie. Gilt natürlich auch für Länder wie Katar oder Moscheenketten, die von einem fremden Staat betrieben werden.
IsraAID, wird im Wesentlichen über den Dachverband UJA-Federation of New York finanziert und dann schauen Sie sich bitte, dessen politische Verstrickungen an. Der deutsche Ableger, heißt nun OlamAid und bekommt sein Geld hauptsächlich über Aktion Deutschland Hilft. Verstehen Sie immer noch nicht, daß diese NGO-Netzwerke links sind und es einen Unterschied zwischen seßhaften Juden in Israel und westlichen jüdischen Lobbyorganisationen gibt? Es gibt nur einen Weg, diese NGOs auszutrocknen und stumm zu schalten.

Majestyk

24. September 2026 13:47

Apropos. Diese "Strohmann" Vorwürfe sind nichts anderes als reine Rabulistik. Das ist kein Argument, sondern nichts anderes als ein rhetorischer Diffamierungskniff. Ich komme damit gut klar, der linke akademische Freundeskreis von meinem ehemaligen Schulfreund argumentierte auch immer so und reagierte auf mich hochemotional. Ich kann das also ab.

heinrichbrueck

24. September 2026 14:50

"Kernursachen" und "Chuzpe!" 
A initiiert die Herstellung einer topografischen Vertiefung mit dem intendierten Ziel, daß B infolge deren Beschaffenheit in diese hineinstürzt. B verfügt jedoch über keinerlei Kenntnis hinsichtlich der gegen ihn gerichteten Zweckbestimmung der Grabungsarbeiten.
Im weiteren Verlauf gerät A selbst in die von ihm geschaffene Vertiefung und artikuliert einen allgemeinen Hilferuf. B nimmt diesen wahr und leistet daraufhin Hilfe, ohne daß A ihn ausdrücklich adressiert oder B als Adressaten seines Hilferufs identifiziert hätte. B ermöglicht A somit die Befreiung aus der von A selbst geschaffenen Situation.
Bemerkenswert ist, daß A anschließend die Herstellung der Vertiefung fortsetzt, obwohl sich die von ihm intendierte strategische Konstellation zwischenzeitlich nicht nur nicht realisiert hat, sondern ihn selbst zum Betroffenen seiner Handlung gemacht hat.
Die Interaktion läßt sich damit als Fall einer asymmetrischen Informationsverteilung beschreiben: A verfügt über die Kenntnis der eigenen Handlungsintention, während B lediglich auf die unmittelbar wahrnehmbare Situation reagiert. Seine Hilfeleistung erfolgt folglich ohne Kenntnis des ursprünglichen strategischen Zusammenhangs.
Die beobachtete Sequenz legt einen Fall persistenter strategischer Selbstschädigung unter Bedingungen asymmetrischer Information und fehlender Zieltransparenz nahe. 

Le Chasseur

24. September 2026 16:11

Zum Thema zunehmender Antisemitismus:
Israel hat das Problem, dass immer mehr seiner Bürger, vor allem auch hochqualifizierte, das Land verlassen, weil sie um ihre Sicherheit fürchten:
https://www.juedische-allgemeine.de/israel/immer-weniger-israelis-kehren-aus-dem-ausland-zurueck/
Frage: Wie ließe sich dieser Exodus stoppen und bestenfalls umkehren?

das kapital

24. September 2026 16:51

Bildung lohnt sich. Off topic 2. Interview mit Alruna Hauser, der Tochter unseres Verlegers.

Andreas Stullkowski

24. September 2026 18:21

@ Majestyk
Ich spreche aus Berliner Perspektive, die sich vielleicht nicht auf Deutschland verallgemeneinern lässt.
Es kamen hier in den 60er und 70er eine grössere Anzahl von recht hoch gebildeten Türkern (und auch Iranern, Iraker), die ihr Land wirklich verlassen wollten und hier heimisch geworden sind. Die waren oft sehr arbeitsam, haben Unternhehmen gegründet. Die nächste Generation war sehr deutsch, natürlich mit ihren türkischen Eigenarten.
Wie erwähnt, wird diese Population anteilsmässig immer kleiner. 

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