Sezession
18. September 2009

Presseschau, 18. September 2009

Gastbeitrag

Auswahlpresseschau, erstellt aus diversen Zeitungen, Magazinen und Blogs. Schwerpunkte dieser Woche: Auslandseinsatz der Bundeswehr in Afghanistan (Seite 1), Ehrung von Deserteuren in Köln (S. 2) sowie Zuwanderung und Ausländergewalt (S. 3).

Äußeres, Kriegs- und Konfliktforschung

„Das war ein sauberer Treffer“
Aus Kunduz berichtet Ulrike Demmer
Bundeswehrsoldaten in Afghanistan haben jahrelang Brunnen und Brücken gebaut. Jetzt werden sie beschossen – und sie schießen zurück. Die Reaktionen auf das Bombardement der Tankwagen verunsichert die Truppe in Kunduz: Von Einheimischen werden die Deutschen gefeiert, von Bündnispartnern und Politikern heftig kritisiert.

Der Luftangriff offenbart die Risse in der Nato
von S. Bolzen und M. Stürmer
Einen Tag nach Angela Merkels Regierungserklärung haben der britische und französische Außenminister ihre Kritik am von der Bundeswehr angeforderten Luftangriff bei Kundus fortgesetzt. Mit jeder Woche des Afghanistan-Einsatzes steigt die Gefahr, daß sich die Nato als stabile Koalition zerlegt.

Bodentruppen-Engpaß führte zu Bombenangriff
Die Kritik an der Bundeswehr wegen des Nato-Angriffs auf zwei Tanklastzüge in Afghanistan nimmt kein Ende. Der Luftschlag mit mindestens 50 Toten war offenbar auch eine Folge der dünnen Besetzung der Truppe. Der afghanische Außenminister Spanta lobt aber nun das deutsche Militär.

Die gefährlichste Stunde der deutschen Soldaten
von Clemens Wergin
Bundeswehr-Soldaten in Afghanistan müssen oft in Sekundenbruchteilen entscheiden. Auf dem Spiel stehen ihr eigenes Leben und das der Bevölkerung, die sie schützen sollen. Daß der Luftangriff, bei dem möglicherweise auch Zivilisten starben, zuhause für den Wahlkampf mißbraucht wird, macht sie wütend.

Neun Bundeswehrsoldaten im Gefecht verwundet
Bei einem Gefecht in der Nähe von Kundus ist ein Bundeswehrsoldat am Kopf schwer verwundet worden. Acht weitere Soldaten trugen leichte Verletzungen davon. Der Schwerverletzte wird im Lazarett in Mazar-i-Sharif versorgt. Aufständische hatten die Patrouille mit Handfeuerwaffen und Panzerabwehrwaffen beschossen.


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