Sezession
23. September 2009

Nationalhymnenstolz

Ellen Kositza / 64 Kommentare

fahne deutschtürkischIn der Jungen Freiheit von voriger Woche hatte es auf der letzten, der Zeitgeist-Seite, einen Bericht über die deutsche U-20- und die U-21 Nationalmannschaft. Unter anderem wurde darauf hingewiesen, daß in der Startelf der U 21 zuletzt nur zwei Akteure spielten, die in Deutschland geboren seien und zwei deutsche Elternteile hätten.

Ellen Kositza

Ellen Kositza ist Literatur-Redakteurin und Mutter von sieben Kindern.

Am Ende des sachlich-unaufgeregten Artikels heißt es:

 Sollten sich die ausländischstämmigen Nachwuchsspieler dazu durchringen, unsere Nationalhymne mitzusingen, könnte das vielleicht abfärben auf das polonophile oberschlesische Aussiedlerkind Lukas Podolski sowie den türkischstämmigen Serdar Tasci, die sich beide konsequent dem Absingen verweigerten.

„Absingen“ (man denke an analoge Lässigkeiten wie Absitzen, Abwinken, Abhaken usw.) ist dabei natürlich ein sprechender Begriff…

Zum gleichen Thema – nur ohne sportlichen Hintergrund - erhielt ich dieser Tage diesen Brief von einem alten Freund:

Hallo Ellen,

ich hatte heute mal wieder ein kurzes, interessantes Erlebnis bei einem privaten Treffen. Wir waren in kleiner Männerrunde bei einem türkischstämmigen Bekannten. Er ist Anfang 30, Jurist, und kennt sich in deutscher Geschichte sehr gut aus (sein Bücherregal weist mehrere Werke über Hitler, Stalin, Bismarck usw. auf).

Irgendwann kam ich darauf zu sprechen, daß er ja offenbar eigentlich nicht Türke, sondern Kurde sei. Und da meinte er ganz ernst:  "Meine Eltern stammen aus dem kurdischen Teil der Türkei. Ich aber bin hier aufgewachsen. Deutschland ist meine Heimat, dieses Land hat viel Gutes für mich getan. Nur eines mache ich nicht. Wenn ich die Nationalhymne singe, singe ich nicht vom Vaterland. Das kann ich nicht, weil mein Vater ja nicht aus diesem Land stammt. Ich singe dann immer `blüh im Glanze dieses Glückes, blühe auf, mein Heimatland´. Meine Kinder aber, die sollen und werden von Deutschland als ihrem Vaterland sprechen und die Nationalhymne richtig singen können."

Ein jüngerer Deutscher, der daneben saß, privat ein ganz lieber Kerl, sagte nach diesen Worten nur verdutzt: "Über sowas habe ich mir noch nie Gedanken gemacht." Was ich wiederum als ganz typisch für die meisten Deutschen empfand, die sich um ihr Land wirklich noch nie Gedanken gemacht haben, sich statt dessen - wie kurz darauf erfolgt - über irgendwelche neuen Hitler-Witzvideos bei youtube unterhalten.

Es bestärkt mich doch mal wieder in meiner alten Haltung, daß man das "Ausländerproblem" (mal abgesehen von der notwendigen Reduzierung von Einwanderung) nicht durch haß- und ressentimentgetränkte Tiraden lösen kann, wie es NPD oder diese oft primitiven Anti-Islam-Kritiker bisweilen einfältig vorführen. Gelingt es, diesen Menschen --natürlich den richtigen Leuten, nicht den Kriminellen und Kulturlosen -- mit einer gewissen Liebe zu begegnen, sie somit zu assimilieren, wird dies ein Gewinn für dieses Land sein können. Mehr Gewinn jedenfalls als jene mehrheitlich nationsvergessenen, traditionslosen, rein konsum- und spaßorientierten Deutschen, die bei mir oft genug Kopfschütteln und Verzweiflung auslösen.

Ich muß gestehen: Ich kann nicht im Brustton der Überzeugung "Nein, du irrst dich" sagen.


Ellen Kositza

Ellen Kositza ist Literatur-Redakteurin und Mutter von sieben Kindern.

Kommentare (64)

Toni Roidl
23. September 2009 09:55

Liebe Frau Kositza,

ich habe viele Bekannte aus fremden Kulturkreisen, die ihre Kinder hier aufs Gymnasium schicken, samtags Rasen mähen und Auto waschen, mit den deutschen Nachbarn DoKo spielen, sich beim Straßenfest engagieren, Fans deutscher BL-Vereine sind, etc. etc. Ja Herrgott, was soll sojemand denn in Kabul, Ankara oder Teheran?! Soll man die etwa alle »nach Hause« schicken? Blödsinn. Es ist wie in der Homöopathie: Die Dosis macht das Gift.
Interessant ist, dass diese perfekt assimilierten »Ausländer« gerade diejenigen sind, denen niemand servil entgegengerutscht ist und denen nicht alles in den Hintern geblasen wurde (wohl weil es sich nicht um Vertreter von sozialen Problemgruppen handelt).

Druide
23. September 2009 10:35

Ich stimme völlig zu, wenn man sagt, dass wir in erster Linie ein "Deutschen-Problem" haben. Die Flucht ins Weltbürgertum genauso wie die allgemeine Gedankenlosigkeit gehen auf Kosten "unserer" Assimilationskraft. Von Antideutschen gar nicht zu sprechen.
Dass Kurdenbeispiel ist aber eben nur teilrepräsentativ. Die Kurden leben in traditioneller Ablehnung zum Türkentum, weshalb es ihnen logischerweise in Deutschland leichter fällt, das Deutschtum geistig anzunehmen, obwohl sie Muslime sind. Oftmals sind es Kurden, die Schwarz-Rot-Gold schwenken, um die Türken zu ärgern.

Türken und Araber aber verstehen es hingegen sehr gut, sich zu organisieren (Ölgeld, Entwicklungshilfe, Siedlungsministerium, Fernsehen,usw.), gerade weil sie einen echten Heimatstaat haben, der sie im Ausland unterstützt und weil der Islam, wie in einer der vorangegangenen Debatten gut herausgestellt, das Fundament für gesellschaftliche Konventionen und Eroberung des öffentl. Raumes liefert.

Mit den Vietnamesen zum Beispiel gibt es aber ohnehin überhaupt keine Probleme. Man kann gar nicht oft genug darauf hinweisen.
Und in meiner Nachbarschaft lebt davon eine beträchtliche Anzahl. Aber es ist nicht dreckig und "Jugendgewalt" gibts hier auch nicht in besonderem Maße.

Mit den Zigeunern gibt es nun auch wieder andere Probleme. Man könnte nun hier also alle möglichen Gruppen von Einwanderern aufzählen und die Probleme erfassen. Nur das wäre m.E. auch das korrekte politische Vorgehen. Also Diskriminieren, was ja nun einfach nur unterscheiden (oder sollte ich "differenzieren" sagen?) heißt.

Auch wenn man das politisch nicht darf, so ist es doch gedanklich notwendig, um sich den Blick nicht zu verstellen. Es geht eben nicht um Ausländer, sondern um bestimmte Ausländergruppen, ihre Unfähigkeit sich selbst zu versorgen und die Dreistheit, mit der Forderungen gestellt werden, die andere zu bezahlen (physisch wie psychisch) hätten.

Das einzige Schutzschild dagegen ist das gemeinschaftliche Engagement dort, wo es sich noch lohnt. Ich meine, dass Ihr in Schnellroda das doch bereits ganz gut hinbekommen habt. Das heißt, dass der Übergang von der Theorie zur Praxis bei dem Einzelnen liegt, der die Lage erkannt hat. Der persönliche Imperativ muss sein, die Sinnstiftung in den Alltag zu tragen. Also selbst Lieder singen, selbst eine Wandergruppe organisieren, selbst in einem Verein wirken, usw.
Und vor allem weg vom Rechner und (vielleicht) weniger politisches Gequatsche gegenüber Leuten, die man anders vom rechten Leben überzeugen könnte.
Es gibt genug Leute, die darauf warten, an die Hand genommen zu werden oder die urkonservativ sind, aber aus moralischen Gründen eher links wählen.

Die Frage, ob jemand die gegenwärtige Nationalhymne "absingt" oder nicht, halte ich dagegen für sekundär, weil ohnehin nur noch rudimentär Feierlichkeit bei solchen Festivitäten mitschwingt. Es ist sinnlos, wenn die Inbrunst dabei fehlt und die Nationalhymne zur hohlen Formel wird, wie sie das schon sehr verbreitet geworden ist. Das ist wie in die Kirche gehen, damit der Nachbar sieht, wie fromm man ist. So etwas ist nur solange sinnvoll, wie die (relevante) Mehrheit es noch ernst meint.
Wir müssen da im Kleinen anfangen bzw. fortsetzen. Denn das beste wäre, wenn eine neue und deutsche Nationalhymne entstünde, die eine echte Integrationswirkung darstellt, sozusagen als Resultat des gewollten bzw. akzeptierten Deutschseins.

Timotheus
23. September 2009 10:36

Ich kann den Bericht Ihres alten Freundes aus meiner persönlichen Erfahrung nur bestätigen. Es scheint mir besonders unter den Frauen morgenländischer Abstammung einen gewissen Anteil jener zu geben, die sich mit der neuen Heimat als Deutsche identifizieren.

Unvergessen ist mir eine Beobachtung aus dem Bordrestaurant eines Nachtzuges, als ein älterer Herr aus dem Orient eine junge Servicekraft auf Türkisch/Arabisch ansprach, worauf sie in einem herablassenden Ton und relativ respektlos antwortete "Nein, ich bin Deutsche!".

Zum Vergleich habe ich auch schon einige Deutsche im Ausland beobachtet, die sich als "European" oder "Rhinelander" vorgestellt haben.

Es sind dies nicht die einzigen Beispiele... Nicht nur für uns Deutsche ist es ein großes Ärgernis, daß wir ein Millionenheer assimilationsunwilliger erdulden müssen, sondern es ist auch für jene Migranten eine Zumutung, die sich stärker mit Deutschland identifizieren als ein Großteil der Deutschen selbst, daß sie mit diesen Problemfällen gleichgesetzt werden.

In Österreich ist dies bereits Teil der Politik rechter Parteien. In Kärnten etwa wird das BZÖ selbst von vielen Migranten unterstützt. Auch die FPÖ richtet sich an assimilationswillige Migranten und fragt sie, wieso sie sich mit "diesen" in einen Topf werfen lassen.

Ein Ressentimentbeladener
23. September 2009 10:40

Klonk, Klonk, Klonk. Hallo?! Bind ich hier beim Tagebuch der wahren, guten und schönen Rechten? Oder wollten Sie mit diesem Beitrag nur zeigen, hey, ich bin sooo objektiv und kann differenzieren. Nicht so platt pauschalisierend die die JFler und Islamhasser? Reichlich naiv, das ganze. Klingt auch ziemlich nach dem „Bevölkerungs“-Gerede einer Maria Böhmer. „Jeder von Ihnen ist eine kulturelle Bereicherung für unser Land“.

Sein wir doch mal ehrlich, der hier geschilderte türkisch-kurdische Jurist, der Deutschland liebt und an dem offenbar ein glänzender Historiker verloren gegangen ist (er hat Hitler- und Stalinbücher im Rega, huuuh!), ist ja wohl schwieriger in diesem Land zu finden, als die viel zitierte Nadel im Heuhaufen.

Jetzt sollen wir also solchen Leute mit Liebe begegnen, um sie zu assimilieren. (Schon vergessen, daß eine Katze sich auch nicht Pferd nennen kann, nur weil sei im Stall wohnt?) Offenbar reichen die zig Milliarden Euro an Sozialleistungen, die wir den Kulturbereicherern hinterher schmeißen nicht mehr aus. Jetzt muß es auch noch Liebe sein. Und seit wann treten Rechte überhaupt für Assimilierung ein? Ist das deutsche Volke für sich keine erhaltenswerte Größe mehr?

Naja, wahrscheinlich bin ich auch nur einer dieser dumpfen haß- und ressentimentgetränkte NPD-Anhänger. Vielleicht muß ich, im Gegensatz zu Ihnen liebe Frau Kositza, die bundesrepublikanische Realität auch nur täglich ertragen und aushalten und kann mir diesen gutmenschlichen Ich-hab-auch-Türken-in-meinem-Bekanntenkreis-und-die-sind-fast-die-besseren-Deutschen-oder-Rechtsn-Scheiß nicht erlauben.

Vielleicht sollten Sie sich einfach mal folgenden Fall durchlesen:
Was verschwiegen wird: Die vier Täter, die den zweifachen Familienvater grundlos fast tot prügelten, hatten alle einen sogenannten „Migrationshintergrund“. Und nein, das ist keine Ausnahme, sondern die Regel. Erzählen Sie doch mal dem Opfer, es gebe hierzulande auch gute, andere Türken. Der wird Sie auslachen, bestenfalls.

Kommen Sie doch mal aus ihrem sachsen-anhaltinischen Elfenbeinturm heraus und leben Sie für einige Zeit in Berlin, Frankfurt oder Stuttgart. Schicken Sie ihre blonden Kinder dort mal in die Schule. Ich bin mir sicher, es dauert nicht lange und Sie können zu Ihrem Bekannten im Brustton vollster Überzeugung sagen: „Nein, du irrst dich“.

Wenn von Hundert Türken neunundneunzig kriminelle Sozialfälle sind und nur einer ein ach so super integrierter Deutschlandfan wie der geschilderte 30jährige, was sollen wir denn dann machen? Den Luxus zu differenzieren haben wir doch bereits seit den achtziger Jahren nicht mehr. Traurig nur, daß man das gerade jemandem erklären muß, der vorgibt, ein wahrer Rechter zu sein.

Thorsten
23. September 2009 10:55

Wer wünscht sich schon, dass er sich irrt? Die Zukunft verläuft aber nicht wie ein Wunschkonzert. Die Masse läßt sich längst nicht mehr trennen in bereichernd und zerstörend. Und wenn in einem zu vollen Boot die Verteilungskämpfe losgehen, spätestens dann, wenn die Mehrheiten sich ändern, wird niemand mehr unterscheiden zwischen anständig und kriminell, zwischen kulturlos und gebildet oder ob jemand das Deutschlandlied singt oder nicht. Die Trennlinie wird anhand primitiverer Kategorien gezogen werden, denen des Aussehens, der Sprache, der Religion und der Rasse. Nicht schön, aber zwangsläufig so, wenn der Mensch instinktiv handelt. Nicht schön für die, die sich hatten als Bereicherung assimilieren wollen. Nicht schön für die, die sich am Spaß orientierten. Die ersten werden ein neues Lied singen und Letzteren wird der Spaß gründlich vergehen. Ganz übel gehts denen, die aufgrund von Vermischungen zu niemandem gehören und zerrieben werden.

Hannibal
23. September 2009 10:58

Ihr alter Freund hat Recht. Das Gejammere vieler Deutscher über mangelnde Anpasssungsbereitschaft und tätige Assimilation bestimmter Einwanderer ist zumindest wohlfeil. In was soll sich der zugewanderte Türke denn in seinem neuen Umfeld integrieren, an welchem Beispiel eine Assimilation ausrichen? Das was ein Migrant in einem typischen Umfeld wie Berlin als "deutsch" wahrnimmt, sind mehrheitlich kulturell entwurzelte, sozial deklassierte Menschen ohne jeden integrierenden Gruppenzusammenhalt. Das deutsche Hartz4-Milieu eben, als sittlich enthemmtes Produkt sozialer Verwahrlosung und Opfer totaler Individualisierung. Man kann den türkischen Vater schon verstehen, wenn er seine Tochter keinem dieser "Deutschen" geben möchte, die er schon morgens in der Eckkneipe beim sechtsen Bier sitzen sieht.

Und in "besseren" Schichten sieht es in integrativer Hinsicht zwar anders, aber nicht viel besser aus. Da kan der Deutsche zwar mit Messer und Gabel essen und ist nicht schon um Elf besoffen, ein positives Angebot nationaler Anziehungskraft aber hat auch er nicht zu bieten. Auch in bürgerlichen Kreisen bewegt man beim "Absingen" der Nationalhymne (dabei einer der schönsten und patriotisch zurückgenommensten Hymnen der Welt) höchstens mal die Lippen. Man definiert sein Deutschsein eher negativ aus einer reduzierten Geschichte von 12 Jahren. Welchem integrationwilligen Ausländer kann die Integration in einen nationalen Zusammenschluss zugemutet werden, der seine Identität hauptsächlich aus einer "immerwährenden Schuld/Verantwortung" ableitet? Ein Staat und Volk, das sowenig Wert auf seine poitive Identität, seinen Stolz und seine sinnlich wahrnehmbaren Symbole legt und das mit sich selber so wenig im reinen ist wie das Deutsche, das kann von Ausländer nicht verlangen, sich vorbehaltlos dem anzupassen. Die Sezession tut es ja auch nicht.

Vielleicht sind die Rechten die einzigen, die integrieren können? Aber natürlich nur, wenn sie von einem völkisch grundierten Nationalbegriff ablassen, hin zu einem voluntativen, der sich aus den positiven Traditionen und Errungenschaften der deutschen Geschichte speist.

Leser
23. September 2009 11:03

Heißt das denn anders: Sollten 15, 20 Millionen ethnisch Nichtdeutsche mehrheitlich über gewisse soziale Standards verfügen, in den Bildungsbetrieb integriert sein und wenigstens die Melodie der Nationalhymne kennen, wäre die Gefahr – die natürlich ursächlich von uns selbst ausgeht – vorbei?
Ich kenne keinen türkischen Juristen, der sich gut in deutscher Geschichte auskennt und Gedanken über die Hymne macht; aber nicht nur deshalb bleiben mir größte Zweifel an der Moral dieses lauen Abendmärchens. Oder anders und – meinetwegen – leichtfertig dahingesagt: Ja, er irrt sich!

Druide
23. September 2009 12:01

@ Ein Ressentimentbeladener

Ich denke sie verwechseln die Ebenen, auf denen diskutiert wird. Das Problem setzt an dem Umstand an, dass die Mehrheit der (ethnischen) Gegenwartsdeutschen die Zuwanderung grds. befürwortet. Aus den verschiednesten Gründen. Da konnen Sie machen, was sie wollen. Es sei denn Sie veranstalten totalitäre Spektakel, die notwendig die Gegenseite noch mehr stärken.

E gibt gefährliche und ungefährliche oder auch nur kriminelle Zuwanderer. Wenn sie also rein ethnisch argumentieren, schaden sie dem erhaltenswerten Deutschen Volk u.U. mehr, als sie ihm Nützen, weil sie assimilationsbereite Zuwanderer verprellen und die ethnische Frage zur Rassenfrage machen, wodurch sie auch noch ihre normalen, "echten" "Volksgenossen" verprellen. Wenn sie glauben Politik machen zu können, ohne eine echte Verankerung bei Mittelschicht und Geistestätigen zu haben, dann sind sie naiv.

Die Frage bleibt: Was machen Sie mit einem ethnisch Nicht-Deutschen, der aber bereit ist auch ihre Güter (geistig und materiell) zu verteidigen?

Oder andersherum: Wenn "echte" Deutsche mittlerweile zuhauf "Deutschland verrecke!" brüllen, aber gleichzeitig der (zugegeben in der Minderzahl befindliche) Zugezogene quasi missionierbar ist, wer ist dann für das Gemeinwesen wertvoller?

Ich glaube nicht, dass die positiven Beispiele dienen sollen, die Zuwanderung zur Bereicherung zu verklären. Allerdings wäre es für mich persönlich ein Genuss, wenn eine deutsche Wiederauferstehung ohne Massenmord und auch mit ein paar Migranten im Gepäck - den Volksverdünnern zum Trotz - gelänge.

Thorsten
23. September 2009 12:54

Wenns nach einigen Rechten geht ist also unser Volk selbst schuld. Abgesehen von politischen Zwängen, Abhängigkeiten und Vorgaben aus einem verlorenen Krieg, volksfeindlichen Regierungen und der Umerziehung dürfte die Schuld in der versäumten Gegenwehr zu suchen sein. Wem aber kann mangelnde Gegenwehr zum Vorwurf machen? Unseren umerzogenen, verdummten und nicht begreifenden Bürgern, oder den Rechten selbst, die mit Erkenntnis prahlen?

Wenig überraschend ist, dass sich Frau Kositza durch den Brief ergriffen fühlt. Bekanntlich beschäftigen sich Frauen nur allzu gern mit Einzelfällen und Ausnahmen und sind zur im politischen zwingenden rationalen Pauschalisierung, die immer auch Ausnahmen und Einzelfälle einschließt aber nicht thematisiert, nicht fähig (und natürlich ist dies auch wieder eine Pauschalisierung, die auch Ausnahmen beinhaltet). Große Philosophen wollten deshalb die Frau eher nicht politisch tätig sehen. Mehr Toleranz also von den Männern bitte. Ja, wir Männer wissen selbstverständlich auch, dass es wohlerzogene und gebildete Ausländer gibt, die zum Bruttosozialprodukt beitragen.

Ureinwohner
23. September 2009 13:02

Menschen, welche im Laufe ihres Lebens die Volkszugehörigkeit -oder zumindest Staatszugehörigkeit- ändern, sind mir seit jeher suspekt. Was sind die Gründe? Schließlich lassen diese ihre eigenen Wurzeln zurück um sich, aus welchen gründen auch immer, in eine neue Gemeinschaft einzubringen. Wen glaubt man da seine neue Treue beim Schwur auf die Nation –welcher normalerweise mit dem „Absingen“ der Nationalhymne einhergehen sollte- ohne auf den Gedanken zu kommen, er könnte jener bei nächster Gelegenheit wieder den Rücken kehren, so wie er es schon bei seiner eigenen tat?
Seine Weigerung nur von „Heimatland“ zu singen, anstatt von Vaterland, lässt hier schon deutlich eine Beliebigkeit erkennen. Sicher, diese geht mit der Vertröstung einher, dass die Kinder beste Deutsche werden würden. Aber werden sie das denn auch, mit solch einem Vorbild?
Er ist in einem Land angekommen, welches, obwohl er sich darin heimisch fühlt, doch nicht ganz das Eigene ist, und wohl auch niemals werden wird. Mit Blick auf meine aus Norwegen stammende Großmutter, kann ich ihn schon verstehen. Wo wir aber schon wieder fast beim nächsten Thema wären …

Thorsten
23. September 2009 13:11

@Druide

Dass das Volk die Zuwanderung befürwortet halte ich für einen Irrtum. Geben Sie mir Macht über die Medien, und das Volk befürwortet die restlose Rückführung.

Und warum sollen wir auch das wollen, was alle wollen, und unserem eigenen Wollen nicht enspricht? Des Erfolges wegen, der dann keiner mehr ist?

Der Ressimentbeladene hat völlig recht. Und seine Zeit kommt zwangsläufig. Wer heute Fremde im großen Stil assimilieren will, dessen Nachkommen werden in 30 bis 50 Jahren durch die Fremden assimiliert. Die (wenigen) Fremden, die man als Bereicherung betrachten kann, haben Türöffnerfunktion. Es werden aber nicht die sein, die die späteren Machthaber stellen. Ganz im Gegenteil: Ob die nach Änderung der Gegebenheiten später uns wiederum als Bereicherung betrachten, darf bezweifelt werden.

Demeter
23. September 2009 13:32

Nach einer längeren Diskussion mit einem Freund habe ich gestern abschließend folgende ePost von ihm erhalten, die ganz gut zu diesem Beitrag passt:

"Unser Anliegen muss auf jeden Fall sein, dass wir weder Rechts noch Links irgendwie per se verteidigen oder verdammen müssen. Dh wir dürfen auf keinen Fall in alte Reflexe zurückfallen. Genauso muessen wir es ehrlich meinen damit, dass voll integrierte Migranten kein Problem für unsere Gesellschaft sind. Mit der Dame im Standard Interview würde ich mich sicher gut verstehen (Anm. gemeint ist Seyran Ates). Denn ich will nicht in diesen alten Reflex verfallen, wie manche unserer älteren Freunde, die per se Multikultur als böse ansehen.

Wichtig ist, dass wir das Richtige tun, das was gut für eine meinungsoffene Gesellschaft ist. Das bedingt natürlich, dass wir Migranten helfen, aus Ihrer eingeengten Umgebung auszubrechen und sich uns anzuschliessen."

Lichtmesz
23. September 2009 13:43

Das ist schlicht und einfach ein Zahlenfrage. Je weniger Zuwanderer, desto mehr Assimilationsdruck, umso höher die Chancen auf geglückte Integration. Wenn nun die Zuwanderer lokal (und bald auch landesweit) die Einheimischen zahlenmäßig übertreffen, dann schwinden auch rapide die Integrationsanreize und -zwänge. Wenn dann diese Gruppe von einem "Vaterland" spricht, ist das schlicht eine Ursupation. Die Eingeborenen, die nicht mehr von "Vätern" und vom "Vaterland" sprechen oder singen wollten, hätten dann freiwillig und kampflos ihr Erbe aus der Hand gegeben, vermutlich ohne überhaupt zu verstehen, was sie da verschludert haben.

Dazu kommt, daß Gutwillige und sozial Erfolgreiche wie der türkischstämmige Jurist erfahrungsgemäß die Minderheit unter den Einwanderergruppen stellen - besonders unter den Türken, die verständlicherweise lieber an ihrem eigenen, viel attraktiveren Nationalismus und Patriotismus und ihrem "Stolz" festhalten. Und selbst der gute Wille der Intergrierten nützt nichts, wenn die verpennten deutschen Michels ungläubig blinzeln "Vaterland? Darüber habe ich mir noch nie Gedanken gemacht!", und nach der kurzen Irritation wieder in den Tiefschlaf sinken. Diese Deutschen verdienen es immer mehr , verdrängt, überstimmt, übervölkert, ja herausgeschmissenund kolonialisiert zu werden.

Ceterum censeo daß jeder Fußballer, der das "Absingen" verweigert, aus der Mannschaft herausgeschmissen werden soll. Das wäre auch ganz selbstverständlich, wenn Deutschland ein normales Land wäre.

kolkrabe
23. September 2009 13:52

Mit Verlaub: Was ist das eigentlich - deutsch?

Seit jeher war "Deutschland" (also die Region zwischen Alpen und Nord-/Ostsee) aufgrund seiner geografischen Lage Durchwanderungsland. Bei jeder der zahlreichen Völkerwanderungsbewegungen, Besatzungen durch fremde Mächte und Durchmärsche fremder Truppen blieb irgendwas hängen, was ursprünglich hier nicht ansässig war. Letztlich hat dieser ständige Zustrom fremden Blutes Deutschland geprägt und die "deutsche Identität". Doch wie sieht es nüchtern betrachtet mit dieser Identität aus? Was verbindet uns Deutsche eigentlich?

Die Germanen der Eisenzeit: Kulturell ärmliche, einander kannibalisierende Horden, denen nicht einmal der Sieg über die Römer dauerhafte Identität verleihen konnte. Das Hl. röm. Reich deutscher Nation: Aus nationalstaatlicher Perspektive ein zusammengewürfelter Haufen ohne jeden inneren Zusammenhalt. Bismarcks Reichsgründung: Eine Missgeburt - noch heute verspüre ich als Norddeutscher deutlich mehr Gemeinsamkeit mit Dänen als mit autochthonen Bayern.

Und von der metaphysischen Substanz her betrachtet: Die große Masse meiner urdeutschen Landsleute lässt sich freiwillig durch schrankenlosen Medienkonsum verblöden. Da ist mir jede humanistisch gebildete Ausnahme von der Regel - ob Urwestfale, Holsteiner, Finne, Grieche, Serbe, Kurde, Kongolese oder Türke - herzlich willkommen in meiner Nachbarschaft.

Denn was verteidigen wir hier eigentlich, wenn nicht den Geist?

Druide
23. September 2009 14:43

@ Thorsten
"Dass das Volk die Zuwanderung befürwortet halte ich für einen Irrtum. Geben Sie mir Macht über die Medien, und das Volk befürwortet die restlose Rückführung."

Da stimme ich Ihnen zu. Wir reden an dieser Stelle nur aneinander vorbei. Die meisten Deutschen wollen ja gegenwärtig gar nicht mehr Teil ihres Deutschen Volkes sein. Sind also entvolkte Masse.

Dennoch ist Fakt, dass den Leuten eingeredet wird: die Zuwanderung sei notwendig, oder die Zeiten ändern sich eben, die Welt wächst zusammen, usw. Und das meinte ich damit, als ich schrieb, die Mehrzahl der ethnischen Deutschen ist grds. nicht gegen Zuwanderung.
Wenn man jetzt also mit Alles-oder-nichts-Rhetorik aus unserer Position gegen die großen Einflussfaktoren agiert, gewinnt man politisch gar nichts.

Ich stimme Lichtmesz zu, dass es immer eine Zahlenfrage ist, ob Assimilation gelingt oder nicht.

"Wer heute Fremde im großen Stil assimilieren will, dessen Nachkommen werden in 30 bis 50 Jahren durch die Fremden assimiliert."

Hier hat niemand behauptet, dass er das wolle. Von der Unmöglichkeit abgesehen. Wer aber für das Deutschsein von vornehrein strikt zwei deutsche Eltern verlangt, der grenzt vielzuviele aus, bevor diese Fragen interessant werden und beschneidet damit die eigenen Möglichkeiten.
(Und die Frage des Hierbleibens ist in der Diskussion von der Frage des Wahlrechts bzw. der Möglichkeit der völligen staatsbürgerlichen Gleichberechtigung abzusetzen.)

Sollte es wirklich zu einem Bürgerkrieg kommen, so freue ich mich dennoch über jeden deutschsprechenden Migranten, der auf unserer Seite gegen seine eigenen Wurzeln kämpft, und damit einen Beweis für Treue liefert.

@ Kolkrabe
Auch die genetische Identität, weil wir nunmal ein Abstammungsvolk sind. Aber das ist eben nicht alles. Wir können schon blutsfremde Migranten verkraften, aber in Maß und Zahl. Deren Enkel werden dann ja (so die wünschenswerte Theorie) wieder deutschen Blutes sein, wegen der Vermischung mit Autochthonen. (Auch wenn das den Ariern nicht passt.) So lief es eigentlich in unserer Vergangenheit immer. Aber das setzt voraus, dass das Deutsche geistig die Oberhand behält und damit sieht es gegenwärtig in der Tat schlecht aus.

Druide
23. September 2009 14:51

Im Übrigen verstehe ich nicht, warum sich partielle Assimilation und großflächige Rückführungsanstrengungen gegenseitig ausschließen sollen.

jona
23. September 2009 15:19

Kann jemand hier kolkrabe vielleicht mal ein Buch über deutsche Geschichte schicken?

Der Wellness-Rechten zum Trotz: Wir hier in Mitteldeutschland haben fraglos eher Probleme mit der schier endlosen Einfalt unserer eingeborenen (sprich: deutschen) Mitmenschen als mit türkischen communitys. Wir wissen aber, daß das eine das andere keineswegs ausschließt und die Frage, wann auch wir hier beides haben, deutsche Ein- und mulitkulturelle Vielfalt, nur eine zeitliche ist. Wo unsere geistigen Eliten sind? Die konstruieren die bunte ethnisch gemischte Gesellschaft und wohnen mit den blonden Kids in weitgehend deutschen Bezirken (Infrastruktur inklusive), irgendwann mit hoher Mauer und Stacheldraht – der Türkengangs wegen.
Und njet, wir planen keinen neuen Massenmord, auch wenn Ausländerrückführung und -begrenzung selbst von manchem Rechten hier schon damit gleichgesetzt wird.

Und was den eingangs erwähnten Juristen angeht: Haben wir nicht hier gelernt, daß vom Einzelfall absehen muß, wer das Ganze erfassen will?

Raspail lesen!

Ein Beobachter
23. September 2009 15:54

Wie man an den bisherigen Kommentaren sieht, muss eine solche Diskussion wohl auf den "Rasse- und Kulturbegriff" der Teilnehmer heruntergebrochen werden.

Dazu möchte ich einfach mal ein paar Beispiel-Thesen in den Raum stellen:

1. Nur die Bewahrung der "Deutschen Substanz" wird uns ermöglichen, weiterhin den "Begabtenüberschuss" zu produzieren, auf dem der Erfolg unserer Nation in Vergangenheit und Zukunft ruhte und ruht.
Jegliche Zuwanderung ist damit aus rassischen Gründen als schädlich zu verurteilen und zu bekämpfen.

2. Die besondere "Begabung" der Deutschen ist im Grunde genommen bloß ein kulturellen Konstrukt ohne reale Entsprechung. Trotzdem befähigte grade dieses Konstrukt die Deutschen im Laufe ihrer Geschichte immer wieder zu höchsten Leistungen, und ist damit als bewahrenswert zu beurteilen. Zuwanderung - natürlich nur unter stark selektiven Bedingungen (Bestenauslese)- stellt damit kein biologisches, sondern ein vielmehr kulturelles Problem dar, da sie den Deutschen Kulturraum eines starken, ideelen Kräftereservoirs (dem Mythos, der Homogenität) beraubt.

3. Die besondere "Begabung" der Deutschen ist eigentlich gar keine "genetisch bedingte". Eine solches Argumentation ist ein halbesoterisches Relikt des III. Reiches, das mehr schadet als nützt, da es zum Einen nicht nachzuweisen ist, zum Anderen einen rationalen Blick auf die Lage der Nation verstellt.
Erforderlich zum Wohle der Nation ist vielmehr ein Rückgriff auf den Spenglerschen Rassebegriff: Rasse, das ist nicht der Reinheitsgrad einer Bevölkerung, sondern vielmehr der Anteil derjenigen mit "Rasse". Was wir brauchen sind "Die Vorwärtsbringer, die Befreier". Ziel muss somit sein, das geistige Potential unserer autochthonen Bevölkerung zu heben, gleichzeitig allerdings auch eine gezielte Zuwanderung der Besten aus aus anderen Nationen zu ermöglichen. Dies jedoch nur unter der Voraussetztung, eine Integrationswirkung erzielen zu können, die solche Menschen dauerhaft an das Land bindet, keine fremden Loyalitäten provoziert.

4. In einer globalisierten Welt sollte eine Nation in der Lage sein, sich von einem überkommenen Konstrukt wie dem des "Volkes" zu lösen. Was zählt, ist das Gemeinwohl, und diesem ist durch eine möglichst breite Zuwanderung am ehesten gedient. Selektion wäre eine Ungerechtigkeit uns muss daher unterbunden werden ... usw. usf.

In Kurzfassung:
1.: Zuwanderung schadet auf biologischer Ebene
2.: Zuwanderung schadet auf kultureller Ebene
3.: Zuwanderung kann bereichern, ist aber kein Automatismus
4.: Zuwanderung stellt eine überlebenswichtige Bereicherung dar.

Ich würde die ersten 3 Positionen dem hier vertretenen Spektrum zuordnen.

Ein paar Fragen, die in meinen Augen zuallererst beantwortet werden sollten:
+ Inwieweit verträgt unser Land langfristig die Zuwanderung außereuropäischer Kulturen (kulturelle Tiefenströmungen wie ein rassistischer Chauvinismus als potentielle Kraftquelle eingerechnet).
+ Wie sähe eine ideale, von theoretischen Standpunkten ausgehende konservative Zuwanderungspolitik aus? (Abgesehen davon, dass der Idealismus eine... naja, sie wissen schon..)
+ Wie könnte diese Vorstellung in der heutigen Lage umgesetzt werden?

Weg von der Theorie, hin zur Praxis:

Ich kann aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen die Beitrage Frau Kositzas, Herrn Roidels, des Druidens und Timotheus´ am besten nachvollziehen.
Wer sich als politische Bewegung realistisch mit den gegebenen Bedingungen auseinandersetzten will, muss sich darüber im Klaren sein, dass es durchaus eine nicht zu unterschätzende Minderheit gut assimilierter "Deutscher mit Migrationshintergrund" in diesem Land gibt.
Das mögen in der Minderheit Türken und Araber sein, aber gerade Zuwanderer aus bspw. Fernost, Perser aus dem Iran, Menschen aus dem "europäischen Kulturraum" stellen sehr oft eine Bereicherung für dieses Land dar. Die Grenze muss natürlich bei denjenigen gezogen werden, die zwar erfolgreich sind, deren Loyalität aber eigentlich einem anderen Staat gehört.
Eine politische Bewegung, die nun pauschal die Ausreise aller "assozialen Ausländer" fordert kann sich sicher sein, allein aufgrund der (durchaus irrationalen) Ängste, die auch diese "erfolgreichen" Zuwanderer bewegen, mit einem massiven Gegenwind konfrontiert zu sein. Auch von Seiten vieler Deutscher.
Nutzbringender wäre es doch wirklich, sich so zu positionieren, dass auch die erfolgreichen Zuwanderer sich einer Neuen Rechten zugehörig fühlen könnten. (Das können sie in meinen Augen eigentlich auch jetzt schon, es käme nur darauf an, sich auch öffentlich so zu positionieren, dass es deutlicher würde).
Insofern halte ich den Ansatz, sich hier theoretisch klar zu positionieren für überaus wichtig. Grade für eine intellektuelle Truppe wie das IfS und die Sezession.

Eine Sache noch: Eine Gefahr, die ich hier ausgelassen habe, ist natürlich die der Nachzugsforderung.
Was, wenn auch gut assimilierte Mitbürger Druck auf den Staat ausüben, die Zuwanderungsbestimmungen weiter zu lockern?
Es kommt wahrscheinlich darauf an, die letzten 30 Jahre im kollektiven Gedächtniss als kurze Übergangsphase zu verankern, deren erfolgreiche "Relikte" willkommener Teil dieser Gesellschaft sind, die jedoch aufgrund der großen resultierenden Probleme endgültig abgeschlossen werden musste.

Gruß!

Marco
23. September 2009 15:59

Man sollte nicht der Verführung erliegen zu glauben der Ursprung der deutschen bzw. europäischen Krankheit ließe sich ALLEIN im Hinblick auf die Migrantenthematik lösen.
Nehmen wir an alle Muslime würden von heute auf morgen aus Deutschland verschwinden oder es würde zumindest eine drastische Reduzierung der Migrantenanzahl erfolgen.
Wäre doch eigentlich ganz schön, nicht wahr? Keine Migrantengewalt, keine Islamisierung, also könnten wir so weiter machen wie bisher, nur eben ohne Angst nachts von Migranten ausgeraubt zu werden.
Dieses Denken ist fatal, da es das eigentliche Problem nichteinmal ansatzweise erfassen kann.
Richtig wäre nämlich weiterhin:
Eine deutsche Jugend wird geformt die sich fern aller Identität 'entwickelt', die keine Konstanten hat, auch keine kennt und oftmals nichteinmal welche haben möchte. Es existieren keine zeitlosen Wahrheiten mehr, alles ist nurnoch 'Wahrheit für mich', nicht 'Wahrheit an sich'.
In diesem nihilistischen Klima KANN nichts nicht-degeneriertes gedeihen, selbt ohne Türken, Polen, Russen, Kurden, Ägypter oder Chinesen.
Ein heutiges Deutschland mit Migranten wird wohl irgendwann zusammenbrechen, während ein heutiges Deutschland ohne Migranten noch ein Weilchen dahinsiechen würde um dann klanglos zu verlöschen.
Für die Zukunft eines LEBENDIGEN Deutschland aber ist die Migrantenfrage bestenfalls zweitrangig. Ich glaube wir sind uns einig, daß das Ziel sein muss.
Für das heutige Deutschland ist die Migrantenfrage vorallem deshalb so wichtig, da kein Abwehrmechanismus mehr besteht. Ist das Immunsystem ersteinmal ausgeschaltet kann man sogar an Schnupfen sterben.
Und in der Tat wäre es fatal diese Problematik vollkommen zu ignorieren, man sollte aber erkennen, daß ein Lösen der Migrantenproblematik nicht das wahre Problem lösen kann, sondern nur ein Symptom der eigentlichen Krankheit behandelt. Um bei der Metapher von oben zu bleiben: Was nützt es den Schnupfen mit Müh und Not zu kurieren, wenn danach die Grippe an die Tür klopft?
Ein Menschentypus, der noch von Konstanten durchdrungen ist, der nicht der Beliebigkeit und des Nichts verfallen ist, könnte ohne Probleme mit der heute bei uns lebenden Migrantenzahl fertig werden. (Ob es bei einem solchen Typus überhaupt die heute Migrantenmasse geben würde sei dahingestellt.)

Hesperiolus
23. September 2009 16:06

Glückende Einzelbegegnungen zum Maßstab bevölkerungspolitischer Urteilsbildung anzuraten, scheint mir dann doch etwas bedenklich. Rassematerialismus dort, ebenso absurder Indifferentismus gegenüber Volk hier? Hier?Rechts sein heißt für mich, am Erhaltungskampf für die organischen Gestaltschönheiten mitzutun. Dazu gehören die Völker in ihrem gewordenen und langsam werdenden Sosein, einzige Hervorbringer und Träger von Kultur. Und ich will , daß sie auch in Generationen noch da sind, die Menschen von friesischem oder schwäbischen Schlag, die Deutschen und ebenso Japaner, Türken oder Portugiesen mit ihren Physiognomien und Seelen, mit iki, hüzün und saudade. Vieles wäre hier auszuführen! Die finale Mixosphäre einer postethnischen One World wäre mir ein Graus, der blutleere Konservatismus neurechter Assimilierungspatrioten ein unverständliches Ärgernis.

WachtanderDonau
23. September 2009 16:16

@Druide: Das schließt sich überhaupt nicht aus, es ergänzt sich sogar prima. Nur wer immer das machen möchte, müßte die genauen Kriterien definieren für eine solche Assimilation oder zumindest die Kriterien für jene die man als potientiell assimilierbar bezeichnet.

Ansonsten gebe es keine Sicherheit für jene die man gewinnen will und sie würden automatisch zu Feinden werden.

Außerdem, wenn das deutsche Volk in seinem eigenen Bestand gefährdet ist. Ja, wenn es nichtmal bereit ist die eigene Identität zu erhalten, wer kann da harte Assimilationsbedingungen verlangen? Das scheint mir so unwahrscheinlich, wie ungerecht.

Aber die Diskussion ist zu abstrakt...eine marginalisierte Minderheit will die Bedingungen schaffen unter denen die Ausländer, die es sich sehr gemütlich gemacht haben, hierblieben dürfen oder nicht? Klingt für mich ein wenig nach "wie schaut Deutschland nach der Weltrevolution aus?" im 5 Mann Maoistenzirkel auf ner xbeliebigen Uni.

Ich übertreib jetzt, weil diese Grundsatzdiskussion ist echt wichtig. Doch es ist sicher wichtiger sich um die entscheidenderen Dinge zu kümmern um die eigene Kultur zu erhalten..aber das wurde ja schon gesagt.

Sugus
23. September 2009 16:19

@ Druide

"Das Problem setzt an dem Umstand an, dass die Mehrheit der (ethnischen) Gegenwartsdeutschen die Zuwanderung grds. befürwortet."
Sagen wir mal so: die Mehrheit der Deutschen stemmt sich dem nicht (mehr) aktiv entgegen. Die Mehrheit der Deutschen sieht in Kroaten, Griechen, Italienern völlig zu Recht keine Gefahr.
Es gilt aber auch: obwohl Rechtsparteien marginal sind, hat fast jeder Moscheebau mit örtlichem Widerstand aus der deutschen Bevölkerung zu kämpfen. Die Netzseite "Politically Incorrect" mit der Thematisierung solcher Punkte gehört zu den meistbesuchten Blogs der Bundesrepublik.
Mein Eindruck: in den achtzigern schimpfte man noch pauschal über "die Ausländer", über "Jugos" und "Makkaronis". Die Ablehnung hat sich inzwischen verengt auf die Muslime, die sich in der Tat als weitgehend integrationsresistent erweisen und auf deutschem Boden quasi ihren eigenen Laden aufmachen wollen.

Patricius
23. September 2009 16:36

Weil da ein kleines Ausleseproblem besteht!

Wer sortiert denn die Fremdstämmigen aus, die mit einem gesunden Geist (s. Kolkrabe) gesegnet sind? Gibts da dann ne Jury aus Rechten, die jedes Individuum auf Herz und Nieren prüfen, um dann über dessen Deutsch-Tauglichkeit zu befinden. Und die Prüflinge stehen Schlange...

Wer plädiert denn immer dafür, politische von familiärer Moral zu trennen, um dann beim ersten Kontakt mit einem gebildeten/netten/integriertem (Oh Gott sowas gibts, ich habe mir sogar sagen lassen, da irgendwo ganz weit da draußen Völker existieren, dessen Menschen, obwohl sie keine Deutsche sind, auch achtenswerte Individuen sind) Fremdstämmigen zu kapitulieren.
Wie richtig angesprochen, den Luxus zu differenzieren haben wir (schon lange) nicht mehr.

Also, Rückführung oder Kapitulation, will heißen Integrationsgeschwafel á la CDU, mit dementsprechendem Ergebnis: Siehe Status Quo.
Diesen Prozess kann man dann, wenn man sich den Luxus des Differenzierens nach erfolgter Minimierung wieder leisten kann, wieder moderater gestalten, auch in Hinblick Zukunft. Denn: Abweichungen vom Ideal sind durchaus nicht katastrophal, doch das Ideal muss weiter Herrschen! und das sieht nicht so aus: natürlich nur, wenn sie von einem völkisch grundierten Nationalbegriff ablassen, hin zu einem voluntativen, der sich aus den positiven Traditionen und Errungenschaften der deutschen Geschichte speist, das widerspräche jedweder historischen Wirklichkeit der deutschen Nation und unseres Volkes. Wer amerikanische Verhältnisse will, soll bitte dort hingehen und seinen deutschen Geist ausleben.

quer
23. September 2009 16:36

Es erhebt sich die Frage, inwieweit man sich in Deutschland, in Europa überhaupt assimilieren kann, wenn man gleichzeitig den Koran als Leitfaden für die Lebensführung akzeptiert. Solange das so ist, kann es sich nur um eine oberflächliche Anpassung handeln, die jederzeit wieder aufgegeben werden kann. Insoweit also eine Lebenslüge beider Parteien, aus der ein unsanftes Erwachen folgen kann. Aber selbst wenn man diese Quadratur des Kreises für einige annehmen soll, bleibt die überwältigende Mehrheit der Massen (in Millionen zu zählen), welche dies nicht leisten wollen und können.

In nicht allzu ferner Zukunft wird man sich in Deutschland und in ganz Europa ernsthaft Gedanken machen und nach Wegen suchen, die Rückführung dieser assimilierungsunwilligen Korangläubigen anzugehen. Dies kann je nach Fähigkeiten und Voraussicht der Politik gesittet, demokratisch und friedlich, oder aber undemokratisch, roh und sehr unfriedlich vor sich gehen. In letzterem Falle wir man später die Akteure Freiheitskämpfer für Europa nennen und ihnen Denkmäler errichten. Ein Blick in die Geschichte Europas macht dies wahrscheinlich. Noch haben es die Politiker Europas (der EU) in der Hand, daß man ihnen Denkmäler widmet. Ich gönnte es ihnen; allein, mir fehlt allerdings der Glaube daran.

Abgesehen davon, halte ich es für einen Skandal, die ehrwürdigen deutschen Revolutionsfarben von 1848 mit dem türkischen Staatssymbol zu besudeln und durch den Kot zu ziehen. Dergleichen kann einmal – ebenso, wie das Anpinkeln der Fahne – sehr kontraproduktiv wahrgenommen werden. Pendel (auch der Geschichte) pflegen zurückzuschlagen. Die Geschichte lehrt uns, daß es keine ewigen (Un-)Werte und Zustände gibt.

Ein Beobachter
23. September 2009 16:37

Mal eine ganz andere Frage: Inwieweit geht man hier denn noch davon aus, in nächster Zeit die Geschicke Deutscher Integrationspolitik mitbestimmen zu dürfen?

Vielleicht sollte man die Debatte viel eher darauf reduzieren, inwieweit die Neue Rechte fähige Zuwanderer in ihre eigenen Reihen aufnehmen würde?!

Im Falle einer Sezession: "Reine Dorfgemeinschaften", oder "Gemischte Dorfgemeinschaften"?

fragt mit frechem Gruß,

der Beobachter

Futura
23. September 2009 17:02

@ Hannibal

Der "zugewanderte Türke" der nicht weiß, (ach wie lieb !), wie er sich bei den Hartz Sozialamts Alkoholsüchtigen deutschen Faullenzern integrieren soll ??
...wissen Sie, es ist so:
Jeder zweite dieser lieben "Familienväter" ist Hartz IV Empfänger und sitzt mit der stinkenden Kippe im Schnabel morgens im "Teehaus" oder "Kulturverein" (wie diese Gangsterhöhlen genannt werden)

...nun, ich wollte einmal in Ihrer Sprache formulieren.

Die meisten Deutschen gehen tagsüber arbeiten und müssen diese lieben Menschen durch hohe Abgabenlasten mit durchfüttern.
Sie etwa nicht?

Schämen Sie sich (und andere auch) hier so über die unterste Sprosse der sozialen Leiter herzuziehen. So ein versteckter Hass eint mit der "ANTIFA".

Jörg Schröder
23. September 2009 17:06

Hallo, danke für die Anregung...
werde gleich mal zum Mehringplatz gehen; mit Sicherheit stehen auch dort ein paar Türken, die gerne über den Hitler-Stalinpakt diskutieren möchten (vorausgesetzt man begegnet ihnen mit etwas Liebe?).
Perspektive: wir gründen das Emirat Berlin-Brandenburg und erobern dann die deutschen Ostgebiete unter dem Halbmond zurück.
Weißmann schrieb eh unlängst, er könne sich einen türkischstämmigen Bundewehr-General vorstellen.
Wunderbar! Endlich hat die Neue Rechte eine realistische Aufgabe gefunden...
PS/ vielleicht macht ja auch Özcan Mutlu mit, intelligent genug ist der sicher.

Toni Roidl
23. September 2009 17:18

Natürlich sollten Konservative die Unterstützung hyperassimilierter Nachbarn annehmen. Ich kenne niemanden, der so drastisch und vehement die sofortige Ausweisung nichtsnutziger orientalischer Hartz-IV-Dynastien fordert, wie mein persischer Kollege von gegenüber. Und das nicht nur, weil er nicht unter deren Negativimage leiden will, sondern aus einer durchaus konservativen Grundeinstellung. Und niemand kann ihm dafür den Auschwitz-Knüppel über den Kopf hauen. Ich sage immer: Wir haben nicht zuviele Ausländer, sondern die falschen.

Pat Bateman
23. September 2009 18:23

Alles eine Frage der Perspektive. Wenn man wie der Ressentimentbeladener im Rhein Main Gebiet wohnt, dann sind Diskussionen über eine Handvoll integrationswilliger Ausländer eher eine Luxusdebatte, die den Aufwand nicht lohnt.
Da geht es inzwischen wohl eher darum, wie sich die deutsche Restbevölkerung assimiliert.
Letztendlich wird hier geredet, während diejenigen um die es hier geht, die nächste Generation von Besatzern produzieren. Das ist ganz simple Mathematik.

Martin
23. September 2009 18:26

Völlig sinnlos, diese Diskussion. Noch dazu ein paar Tage vor einer Wahl, die von ganz anderen Themen dominiert und entschieden werden wird (wen soll man den als wahrer, schöner und guter rechter wählen, wäre interessanter - aber das wäre dann ja keine "Metapolitik" mehr).

Ums kurz zu machen: Integration dient vor allem dazu, unserem industriell- technologischen System neue Diener zu beschaffen und das funktionieren des Ganzen zu ermöglichen. Als für dieses System auch völlig unintegrierte Menschen als schlichte Arbeitskräfte tauglich waren, wars völlig egal, ob die Leute integriert oder sonstwas waren. Es hat auch niemanden wirklich interessiert, was in den "Fremdarbeiterbaracken" vor sich ging (so wurden die auch noch in den 50er, 60er Jahren genannt).

Dieses System verlangt immer nach einer selben Art von Typus des angepassten Menschen - ob der nun deutsche Eltern hat oder nicht, ist ihm egal, daher braucht sich auch niemand darüber zu wundern, dass es "den Deutschen" an sich auch nicht mehr gibt ... Integration will viel mehr, dass alle egal welcher Herkunft gleich angepasst ans System sind. Integration ist daher denknotwendig auch mit einer Integration der autochtonen Bevölkerung verbunden - nur die wird es nicht bemerken, da sie sich noch "am Ruder" fühlt. Integration findet also weltweit statt - und wir deutsche sind dabei längst nicht der Maßstab.

Das System toleriert selbstverständlich Diskussionen wie diese, da dadurch das System an sich nicht in Frage gestellt wird, vielmehr die Leute im Glauben daran, sich äußern und evtl. etwas bewegen zu können, weiter taugliche Mitglieder des Systems sind.

Geändert wird dadurch aber nichts.

Anmerkung:
Diese Gedanken stammen selbstredend nicht gänzlich von mir sondern spielgen nur sinngemäß bereits veröffentlichtes wieder.

Wer mir sagt, von wem ich mich hier habe leiten lassen, der bekommt ein virtuelles Bier von mir,
Prost!

Hesperiolus
23. September 2009 18:31

Von apodiktischer Kratzigkeit lassend, ein Gómez Dávila-Zitat, mit dem ich es selbst halte:

Die nationalistische Xenophobie bewahrt die Unversehrtheit köstlicher Speisen für die, die weder Nationalisten noch xenophob sind.

Futura
23. September 2009 18:47

Um auch etwas Konstruktives beizutragen:

Die Diskussion, ob im "Einzelfall" abzuwägen sei, ob es natürlich auch unter den zugewanderten vernünftige Leute geben könnte (selbstvertsändlich gibt es die), ist von vorneherein Augenwischerei und bestenfalls zur geistigen Unterhaltung bessergestellter rechter (auch linker) Kreise geeignet.

Könnte man etwa auf einer Kinoleinwand im Zeitraffertempo die Entwicklung Europas etwa von 1950 bis, sagen wir mal vorrausschauend, in das Jahr 2080 anschauen, man würde die wahre Tragweite des gewollten Bevölkerungsaustausches mit Bestürzung zur Kenntnis nehmen (und evtl sogar noch JETZT aktiv handeln).

Der größte und schnellste Genotzd der Menschheitsgeschichte - und das alles ohne Krieg.

Soweit der Stand. Zum Glück verläuft Geschichte nicht so planmäßig. Hoffen wir auf die Wende - auch vor 1987 wäre eine Spekulation über die deutsche Wiedervereinigung in zwei Jahren mit Kopfschütteln begegnet worden.

derherold
23. September 2009 19:05

Hier sieht man "Glanz und Elend der deutschen Rechten" ... allerdings mehr Elend. ;-)

Ich bin kein NPD-Anhänger und nichtsdestotrotz entsetzt über die (gesellschafts)polit. Naivität. Ob ein türkischer oder kurdischer Nachbar vieles an der deutschen Geschichte "toll" findet, ist doch völlig uninteressant ... ebenso, ob ein persischer Kollege positiv einem gewissen Sozialdarwinismus gegenübersteht.

Die "uns so bereichernden Zuwanderer" waren das Motiv, der Hebel, um die Mehrheitsverhältnisse in deutschen Städten in der Bevölkerung <40 Jahren zu kippen.

Selbstverständlich kann man - wie wohl einst Knütter - auf "das Konservative" abstellen und um Sammlung nationaler, religionsfester Zuwanderer buhlen - ob das allerdings noch irgendeinen Sinn macht, steht zu bezweifeln. Wenn also jemand enthusiastisch die Zuwanderung gebildeter Kurden feiert, könnten andere auf ihre afrikanischen, kosovo-albanischen, marokkanischen Gemüsehändlern, Liebhabern, Tänzern oder Nachbar(inn)en beharren. :-)

@druide, wann hat es jemals eine Massen-Assimilation raum- und kulturfremder "Einwanderer" in Deutschland, ja in Europa gegeben ? Bitte um Beispiele !

Timotheus
23. September 2009 19:34

Kolkrabe:

Sie vermischen Staatlichkeit und Kultur. Das Heilige Römische Reich Deutscher Nationanen mag ein Vielvölkerstaat oder was auch immer gewesen sein, die einzelnen Völker waren es nicht und in sich homogen. Sie vergleichen Äpfel mit Birnen!

Außerdem: Die deutsche Kultur war immer eine Summe der regionalen Identitäten. Was denn auch sonst? E pluribus unum, und nicht umgekehrt. Selbst wenn einem diese Definition nicht eingängig erscheint, so läßt sich die elende Frage "Was ist Deutsch?" doch zu jeglicher Befriedigung negativ definieren. Deutsche Kultur ist nicht libanesische Kultur, ist nicht türkische Kultur, ist nicht dänische Kultur, auch wenn es da gewisse Ähnlichkeiten gibt. Die ganze Diskussion war und ist seit je her ein Vehikel der Linken, welches sich leider gut bewährt hat, weil selbst viele Konservative diese Frage nicht mehr beantworten können.

corvusacerbus
23. September 2009 19:48

(1). Es geht nicht um Migranten generell, es geht um islamische Einwanderer. Alle anderen sind niemals generell problematisch und jedenfalls, anders als viele Moslems und generell der Islam, keine Kombattanten im Kampf der Kulturen.
(2) Es geht auch nicht um den einzelnen Moslem, der das aus Geburt "automatisch" ist (viele leben völlig ohne islamische Identität) und ein sehr netter, gebildeter, musischer und seelisch tiefer Mensch sein kann (ich kenne einige).
(3) Es gibt gar nicht wenige Türken und türkischstämmige Deutsche (andere Moslems tun sich da schwerer), die Deutschland verehren und das dumm-blöde Antideutschtum, den Schuldstolz und all' das, verachten.
(4) Es geht um die einer offenen und demokratischen Gesellschaft und dem mitteleuropäischen Kulturkreis objektiv inkompatible, und insofern oft genug subjektiv feindselige, Ideologie Islam (durch die Identität von sacerdotium und regnum im Islam ist der Islam unausweichlich immer Herrschaft anstrebende politische Ideologie und es gibt keine islamische Autorität, die das jemals oder irgendwo außer Kraft gesetzt oder relativiert hätte. Es gibt nur taqiya und die allen Moslems in der Diaspora erlaubte und empfohlene Unterordnung, solange man in der Minderheit ist).
(5) Auch überzeugte Moslems können sich aber hier indivduell intergrieren (assimilieren ist schwierig für praktizierende Moslems).
(6) Schlüssel für die individuelle Integration sind Sprache, Bildung und eine eigenes Finanzieren der eigenen Existenz. Dann leben sie oft beispielhaft fleißig und bürgerlich.
(7) Fazit: Frau Kositza hat bezogen auf das Individuum recht.
(8) Aber: Wenn wir nicht höllisch aufpassen, radikalisieren sich die Türken doch noch bzw. führen den Kulturkampf bewußt und nicht mehr nur als Kollateralschaden von Segregation und Parallelweltenwirklichkeit (was meint Ihr, wieviele noch so aufgeklärte Türken heimlich von einem neuen Kalifat träumen! Für ihre besten deutschen Freunde haben sie dabei immer die Konversion zum Islam vorgesehen ... ich weiß, wovon ich rede).
(9) Diese Debatte ist von allergrößter strategischer Wichtigkeit (vgl. die heute neue KONKRET, die das Thema von links-außen in einem Streitgespräch behandelt; auch links-außen wissen sie nämlich nicht so recht, wie sie mit dem Islam umgehen sollen).
(10) Die große politische Hoffnung ist, daß sich, analog zum Wandel durch Annäherung im Kalten Krieg, der Islam durch die Einwebung in Europa und in den Westen zivilisiert und insofern die o.a. immanente Herrschafts- und Beherrschungsideolgie sich nach und nach relativiert und verflüchtigt. Ich halte das für ganz schrecklich naiv und unhistorisch und bin überzeugt, daß es einen Kampf Zivilisation gegen Islam geben muß und daß er gewonnen werden muß, damit die Zivilisation bestehen bleibt.

N.B. Man sollte gar nicht erst versuchen, seine eigene Position widerspruchsfrei zu machen in diesem Themenfeld, denn es ist sui generis widerspruchsvoll.

corvusacerbus
23. September 2009 20:00

PS: Man sollte nicht vergessen, daß der Islam ein täglich gelebtes menschenfeindliches Gewalt- und Unterdrückungssystem ist und das ist kein gutmenschliches Gequatsche. Fragt die, die versuchen, sich von ihm loszusagen. Für sie ist es im 21. Jahrhundert deutscher Alltag, von ihren Familien verstoßen und mit Prügel bedroht zu werden, wenn sie sich zuhause sehen lassen. Die, die sich lossagen wollen und in islamischen Ländern leben, sind an Leib und Leben bedroht. Wer ein Kreuz trägt in einem islamischen Land, ist auf offener Straße seiner körperlichen Unversehrtheit nicht sicher. Iim Iran und in Saudi-Arabien z.B. wird er verhaftet und verurteilt (im Jemen zu Tode gefoltert). Islam ist kein Spaß und es geht dabei nicht um einen Diskurs, es geht ums Ganze unserer Lebensweise und unserer Zivilisation!

Hannibal
23. September 2009 20:58

Interessant, dass hier einige - trotz ganz richtig erkannter Zahlenverhältnisse - immer noch glauben, daß es so etwas wie eine "geordnete Rückführung" von in Deutschland teilweise schon seit Jahrzehnten juritisch rechtmäßig befindlichen Bevölkerungsgruppen gebn könnte! Leute, geht mal mit offenen Augen durch eine deutsche Großstadt und stellt euch dann mal vor, wie das denn ganz konkret vonstatten gehen soll. Von der juristischen Lage mal ganz abgesehen.
Wer Deutschland als Einheit erhalten möchte, sollte schon etwas anbieten, uner dem sich zumindest der größte Teil der Bevölkerung sammeln kann. In unserer heutigen demographischen und bevölkerungsstruktuellen Lage kann dies nicht das Völkische, sondern nur das Ideelle sein. Idealerweise das preußische Staatsethos verbunden mit mächtiger Symbolik und Ikonen. Ansonsten schaue man sich das Gebaren der NPD an: Destruktiver Rassismus zum Schaden Deutschlands.

Ellen Kositza
23. September 2009 21:50

Unsereins kommt für gewöhnlich erst in den mittelspäten Abendstunden an den Rechner und ist drum ziemlich reaktionslahm. Dem Herrn „Ressentimentgeladener“ sei nur kurz beschieden, daß unser Elfenbeinturm in Schnellroda erst vor wenigen Jahren zum Sitz des Wohnens und Lebens geworden ist, und daß ich mehr als zweieinhalb Jahrzehnte in Offenbach (das ist so „gut“ wie Frankfurt, dessen Besuch er empfiehlt) gelebt habe. Übrigens Tür an Tür mit dem Briefschreiber. Wenn ich jene Einzelerscheinungen der juristisch oder sonstwie akademisch gebildeten Ausländer mir hoch- und schöngerechnet hätte, hätte ich u.U. nicht den hiesigen Rückzugsort gewählt!
Von den hochgebildeten paar Prozent unserer Ausländer mal abgesehen: Mir fällt beim besten Willen nicht ein, wie man, wenn mans bestimmen könnte, verfahren sollte mit dem syrischen Bademeister, der von mir auf hessisch „zwo Mack (!) fuffzisch“ verlangt oder mit dem dunkelhäutigen Schutzservice-Menschen, der die (eventuell aus gleichem Land stammende) Assi-Schüler-Clique autoritär anraunzt, ob sie von ihren Eltern wohl keine besseren Manieren gelernt hätten. Gut, die könnten in ihrer Heimat ebensogut für Ordnung und das Kassieren von Eintrittsgeldern sorgen. Aber – klonk, klonk, Herr Ressentimentgeladener! – wie liefe das denn „realpolitisch“, wenn die a) den deutschen Paß haben und b) bereits hier geboren sind? (Was beides ja bereits auf mehr als eine Minderheit zutrifft.)
Ich weiß noch, wie ich vor Jahren mal zum Mittagessen einen Künstler traf, der ein heimlicher Rechter ist (seine äußerst zahlungskräftige Kundschaft ahnt davon nichts…) und der mir sagte, daß seine Kinder keine türkischen o.ä. Mitschüler zum Geburtstag einladen dürfen. Er sagte: Klar, die sind teils ganz nett und gut erzogen, aber ich will einfach nicht, daß meine Kinder damit aufwachsen, daß dieser ethnischer Mischmasch „voll normal“ ist. Dann sei man schon auf der schiefen Ebene, auf der es schnell kein Halten mehr gebe. Er wolle nicht, daß seine Kinder alles als offen, alles als möglich empfänden. „Ich will den Türken doch nicht das Haus anzünden, ich wünsche denen auch einen Guten Tag und meine das ehrlich, aber mehr nicht.“ Ich gestehe: „krank“ fand ich das nicht.
Am gleichen Tag war ich auf einem Eltern-Kind-Kaffeekränzchen der eher grauenhaften Art. Für die Kinder, drei- bis fünfjährige lief im Zimmer laut Popmusik, eine Mutter (nein, kein Prekariat, eine Lehrerin) animierte (Shakira!) gelegentlich zum Hüftwackeln. Die Gespräche mit den Müttern und Vätern im Wohnzimmer waren ermüdend. Modisch-urbanes-Jungeltern-Blabla. Positiv heraus stach nur ein Pärchen mit vier Kindern, er Türke (Ingenieur und Dozent), sie Deutsche, die Kinder alle mit morgenländischen Namen. Und: Schön angezogen, sehr höflich. Unsere Kinder haben vor allem mit denen gespielt. Was hätte wohl der Künstler in dem Fall gemacht? Sofort selbst die Sachen gepackt?
Schon klar: Wer politisch denkt, kann nicht unentwegt den „einzelnen Menschen“ in seinem „So-Sein“ und seinem persönlichen Schicksal ansehen. Der Mustertürke ist nicht der Durchschnittstürke.
Aber was tun mit den „Mustertürken“ (und ihren deutschen Frauen)?
Und zur Offenheit der Neuen Rechten/Sezession gegenüber den Deutschausländern: Mir ist kein Fall bekannt, wo wir ein Manuskript/Mitarbeitsangebot eines „Migranten“ abgelehnt hätten. Doch. Ein Rumänienstämmiger hat mal was eingereicht. Aber das war wirklich Schrott.

derherold
23. September 2009 22:19

Wie man "verfahren" sollte ? So wie bereits heute 60, 70 80% der Gut- und Besserverdienenden "verfahren": white flight !

Mit dem Anstieg der weltoffenen, liberalen Einstellung in der Mittelschicht - und dem Stimmenanteil für FDP/Grüne - stieg auch die Begeisterung für Privatschulen, die zumindest sozial ...äh... selektieren. "Gestern" waren Montessori- und Waldorf-Einrichtungen noch etwas für "Alternatvie", "heute" akzeptiert und begehrt. Oder man schaue sich die Bevölkerungsentwicklung in Brandenburg an: Bevölkerungszuwächse in einzelnen LK. Jetzt könnte man spekulieren, wo die wohl herkommen mögen ...

Auch eine schöne Geschichte:
Kleine private Feier, auf der ein Antifaschist von der Uni Duisburg erklärte, er könne "ihr" (eine Anwesende) nicht diesen oder jenen Stadtteil empfehlen, denn "da wohnen doch so viele Ausländer" ... wobei eine andere Anwesende, Lehrerin an einer Grundschule mit >70% Migrationsanteil, reflexhaft die Hand vor den Mund hielt und später erklärte/fragte, ob man "so etwas" ("Ausländer") denn überhaupt noch sagen dürfe.

quer
23. September 2009 22:32

"Islam ist kein Spaß und es geht dabei nicht um einen Diskurs, es geht ums Ganze unserer Lebensweise und unserer Zivilisation!"

Genau das ist es. Die demografische Entwicklung so fortgeschrieben, bedeutet einen radikalen Wandel dessen, was wir heute als europäische Tradition, Zivilisation, (individueller) Freiheit, Kultur, Kunst und wer weiß was sonst noch begreifen. Es wird ein Europa ohne Klassik, ohne Theater, ohne Mode, ohne das Wegkreuz im Feld, ohne Essen und Trinken in seiner international geschätzten Form, ohne Kultur-Vereine in ihrer vielfältigsten Form, ohne alles, was wir hier so schätzen, werden.

Und wenn für die Europäer endlich erkennbar wird, was hier dank der verbrecherischen Politiker auf uns zukommt und auf dem Spiel steht, beginnt eine Auseinandersetzung, gegen die der dreißig-jährige Krieg ein lächerliches Sandkastenspiel war. Europa wird seinen langen Kampf um Freiheit auf allen Ebenen von vorne beginnen müssen, und in der Zwischenzeit alle Ideale seiner Existenz zur Verteidigung der Menschenwürde suspendieren. So paradox dies klingen mag. Wer heute so um die 35-40 Jahre alt ist, wird es erleben dürfen/können.

Ressentimentgeladener
23. September 2009 22:39

@ Kositza und Druide: Was heißt hier realpolitisch bzw. parteipolitisch umsetzen. Steht das IfS nicht für die metapolitische Ebene und schert sich sonst auch recht wenig um realpolitische Umsetzung. Außerdem bin ich der Meinung, daß es unumstößliche, undiskutable Grundwerte gibt, an denen nicht gerüttelt werden kann und bei denen es nicht darum geht, wieviel Prozent ich davon umsetzen kann. Das deutsche Volk ist für mich so ein Wert. Wenn das bei ihnen auch assimilierte Bademeister umfasst, sei´s drum. Für mich jedenfalls nicht.

Nihil
23. September 2009 23:11

ad "Ausländerproblem", "Armes Deutschland", etc.: Manche Diskutanten sind schon weiter. Es liegt natürlich nur sehr oberflächlich betrachtet ein "Ausländerproblem" vor (od. womöglich ein "Islamproblem" - das ist noch größerer Blödsinn), zB wenn wieder einmal ein Wehrloser auf der Straße zu Tode geprügelt wird. Vielmehr ist es ein "Deutschenproblem" und wer jetzt noch eine Spur weiterdenkt wird vielleicht sogar merken, daß es letztlich ein "Europaproblem" (wahlweise bitte hier einsetzen: "Westen", "weiße Rasse", "Abendland", ...) ist. Wer die Situation richtig analysieren will braucht Spengler, Nietzsche od. auch Sloterdijk -- sicher nicht Broder und Ulfkotte! (Hier scheint vermehrt die "Broder/Ulfkotte-Fraktion" vertreten zu sein).

Ignatz
23. September 2009 23:43

Hm, mir scheint Sie und ihr kurdenliebender Freund gehören selber zu den "nationsvergessenen, traditionslosen" Deutschen. treulos würde ich noch hinzufügen. Ich kenne eine Menge Kurden, die tun - nach islamisch-orientalischer Sitte - nach Außen hin immer so "freundlich", im ganz wörtlichen Sinn: sprachen Dich an mit "Freund". "Hallo mein Freeuund", "Hallo Freund Ignatz", "Ignatz mein Freund", wie es kein Deutscher macht, so schleimig mit arabischem Grinsen, wie ich es kein Europäer machen würde (ich kenne allerdings Zigeuner die so reden). Wir dummen Dhimmis fallen ja darauf herein. Leider kenne ich kurdische "Freunde" schon seit meiner Kindheit, demnach all zu gut, ich bin ja nicht im Osten in Schnellroda aufgewachsen. Jeder dieser sauberen Kurden im Anzug hat seine Dinger laufen: Betrug, Sohn verurteilt wegen schwerer Körperverletzung, elektronische Einrichtungsgegenstände sind Hehlerware, man macht andauernd -natürlich nur in der eigenen Volkssprache- Witze über deutsche Kartoffeln, ich werde aufgefordert Türkisch zu lernen, man tauscht untereinander Tipps aus, wie man die deutsche Gesellschaft abzocjen bzw. sich unlautere Vorteile verschaffen kann (mit den Deutschen, selbst solchen mit entsprechendem Halbweltbewußtsein dass dazu passt, teilt man dieses "Wissen" allerdings nicht), das ganze Ghetto-Mischpocheverhalten eben, das alle "ethnischen Minderheiten" aufweisen.

Irgendwo hab ich mal gelesen, die Europäer haben sich darauf spezialisiert, die Natur auszubeuten, die Orientalen/Semiten darauf, den Menschen auszubeuten (und zu täuschen). Ellen bzw. ihr Brieffreund ist ein gutes Beispiel dafür, wie sehr diese Formel - durch ein einfaches orientalisches Grinsen und ein paar dumme Sprüche, die ich alle schon UNGELOGEN hunderte male gehört hab - für unsere herzensguten Bereicherer aufgeht.

"Guten Morgen" Deutschland!

Futura
23. September 2009 23:48

Nun, die beiden vorangehenden Beiträge bringen doch entscheidende Stichworte. Es ist die Schwäche der eigenen Kultur. Wir werden dran glauben müssen.
"Oben" grenzt sich ab, Vorbereitung auf das Leben im weissen Ghetto.
"Unten" verblödet und verdickt vor der Mattscheibe, verähnlicht sich der Ausländer - Unterschicht

und dazwischen? Meinem Sohn werde ich de Auswanderung empfehlen, nicht nach Thüringen, dann eher schon Kanada und Australien.

Deutschland hat fertig!

Futura
24. September 2009 00:01

@ der herold

Nette Geschichten, ich kann es bestätigen, erst letzte Woche antwortete mir eine (grüne) Bekannte auf meine Frage, warum sie ihre Kinder, bzw, auch andere (grüne) Bekannte auf ganz beschwerlichem Anreiseweg ausgerechnet dort (Privatgymnasium) unterbringen: "besseres soziales Lernen" "Kinder waren beim Kennlerntag spontan begeistert", "verständnisvolle Lehrer", "hier wird keiner hängengelassen" etc.
Ein Blick auf die Homepage der Schule: ein Foto der letzten Abiklasse: ca 30 hübsche Heranwachsende Menschen, fast alle mit blonden Haaren!

unerträgliche Welt"offenheit"

Rudolf
24. September 2009 01:28

Nun haben Sie also auch Ihren guten Ausländer/Türken/Kurden entdeckt.
Gewiss gibt es diese, nur leider auch Millionen andere,

Patricius
24. September 2009 01:50

Ich kann aus der hier stattfindenden Diskussion nur einen Schluss ziehen: nicht einmal die sogenannte "wahre" Rechte kann der als verheerend empfundenen Entwicklung irgendetwas entgegensetzen, viell. aus Angst vor der eigenen Courage.
Also bitte, unterlasst in Zukunft jedwedes Herumgenöle in Bezug auf Zuwanderung (im weitesten Sinne), wenn ihr nicht wenigstens bereit seid, für das Wohl unserer Nation, die ein oder andere prinzipielle Haltung einzunehmen. Auch wenn diese "real-politisch" unvernünftig erscheint.

d.n.
24. September 2009 08:59

Im Zusammenhang mit dem „Mustertürken“, der sich für Deutschland begeistert und das asoziale Gebaren seiner Landsleute ablehnt, fällt mir immer wieder auf: Er ist nicht nur eine verschwindend geringe Minderheit innerhalb einer (nicht mehr so kleinen) Minderheit; hinzu kommt: er hat auch kein öffentliches Gesicht, kein Institut, keine Lobby.

Wo sind die zahlreichen deutsch-türkischen, multikulturellen, den islamisch-christlichen Dialog preisenden Organisationen, wenn Deutsche Opfer von Ausländergewalt werden? Wieso melden sie sich nur dann – dann aber umso mehr – zu Wort, wenn irgendwo ein paar betrunkene deutsche Jugendliche Ausländer anpöbeln oder wenn es darum geht, irgendwelche Minderheitenrechte einzufordern?

Prototypisch sei etwa die CDU-interne Organisation „Deutsch-türkisches Forum“ genannt: Beim Eindreschen auf Kochs vermeintlich ausländerfeindlichen Wahlkampf anno 2008 oder den Anti-Islamisierungskongreß von Pro Köln stets an vorderster Front, glänzte sie etwa nach dem Gewaltexzeß jugendlicher Ausländer in der Münchener U-Bahnstation durch völliges Schweigen.

Ähnliches trifft auch auf die sonstigen prominenten, ausländischen Stichwortgeber hiesiger Multi-Kulti-Debatten zu: Seyran Ates, Necla Kelek, Bassam Tibi – kritische Wortmeldungen nur dann, wenn es gilt, links-liberale „Errungenschaften“ zu verteidigen.

Wenn hierzulande lebende Türken im Besonderen und Moslems im Allgemeinen einen so großen Wert auf Patriotismus, Wertebewußtsein, Traditionen etc. legen – wieso fällt es ihnen dann so schwer, sich für entsprechende Positionen in Deutschland stark zu machen?

(Andere Ausländer haben da weniger Probleme, das breite Spektrum rechter Angebote zu nutzen – etwa Safet Babic, Ivan Denes, Andrzej Madela, Patrick Brinkmann, um nur einige wenige zu nennen. Insofern halte ich das geforderte Werben der Konservativen / Rechten speziell um bestimmte Minderheitengruppen für verfehlt: Wer kommen will, der kommt auch so…)

Timotheus
24. September 2009 09:02

z. Th. Realpolitik / Fundamentalismus

Ich habe diesen Gegensatz nie wirklich selbst verstehen können. Natürlich muß ein Prinzip, so wie es verstanden wird, immer umfassend sein. Deutschland ohne Kulturfremde im Sinn eines Maximalziels. Aber ist das realistischerweise umsetzbar? Nein, ist es nicht. Als Rechte sind ja selbst Minimalziele, wie etwa die Abschiebung von Schwerstkriminellen oder Sozialschmarotzern, in weitester Ferne. Man muß mit Realitäten arbeiten, sonst kommt man aus dem Elfenbeinturm nicht heraus. Um ehrlich zu sein, ich tue mich schwer damit in der Forderung von Maximalzielen etwas anderes als Infantilismus zu erkennen.

Ressentimentbeladener
24. September 2009 09:45

@Kositza
Werte Frau Kositza,
noch eine Frage, mit Verlaub: Was wollen Sie eigentlich mit ihren zwei Beiträgen samt der Beispiele von türkischen Historiker-Juristen, assimilierten Bademeistern und wohlerzogenen Türkenkindern aussagen? Daß wir nicht mehr nach Nationalitäten unterscheiden sollen, sondern uns auf den Menschen konzentrieren, der hinter der Nationalität steckt? Das ist ja wirklich prima! Dürfen wir dann demnächst Beiträge von Ihnen erwarten, in denen die Nation als künstliches und überholtes Konstrukt dargestellt wird? Worin unterscheiden sich denn dann die "schönen, guten und wahren Rechten" noch vom Rest der links-liberalen Masse. Positionen wie, "man darf nicht alle Ausländer über einen Kamm scheren", "Türke ist nicht gleich Türke", "es gibt auch gute Ausländer" und "ich kauf mein Gemüse beim Türken, das ist so frisch und der so nett" sind es doch, die Deutschland an den Rande des Abgrunds geführt haben. Aber gut: Spielen Sie nur weiter Aschenputtel und sortieren Sie die Guten ins Töpfchen. Ich bemüh mich derweil um Deutschland

corvusacerbus
24. September 2009 09:53

Ein Letztes: Ellen Kositza ist wirklich zu danken, ein Dilemma unseres Alltags, nämlich nette, freundliche, wohl erzogene und gebildete Türken/Moslems zu kennen und zu schätzen und doch den Islam für die Geißel der Menschheit zu halten, in die Debatte geworfen zu haben. Nochmal sei's gesagt, diese Debatte schwelt überall und nicht nur die Debatte, denn hier sind ja viele Beispiele genannt worden, wie praktisch (und verlogen!) mit dem Thema Ausländer - umgegangen wird (diese Ausländer merken übrigens diese Verlogenheit der formalen Freundlichkeit und Apologetik und des heimlichen Ausweichens und Verachtens sehr genau). Und dabei geht es immer um Moslems oder kennt jemanden einen, der einen kennt, der seine Kinder an Kroaten, Spaniern, Koreanern, Japanern etc. vorbei in ferne gelegene Schulen schleust? Na also! Vielleicht sollte die Sezession zum gegebenen Thema mal ein Sonderheft herausbringen und/oder eine Veranstaltung organisieren. Ach übrigens: Ich lebe im Ruhrgebiet und rede zu diesem Thema, genau wie Frau Kositza mit ihrer langjährigen Offenbacher Erfahrung - beides sind ja einschlägige Orte - nicht wie der Blinde von der Farbe, habe also sowohl direkten lebensweltlichen und individuellen Kontakt mit Ausländern und Eingebürgerten, als auch unmittelbaren Einblick in islamische Szenen und den lokalen Beritt übersteigende Kenntnisse des Islam (Koran, Schariapraxis in islamischen Ländern, Hadithen etc.). Und ich kenne auch die heimlichen Träume vieler Moslems, daß Europa irgendwann endlich den Islam annimmt und aus der neuen Heimat eine islamische Heimat wird. Ein letzter Gedanke: Die deutsche Rechte sollte viel dafür tun, aufgeklärte und nicht vor-fanatisierte Ausländer und Eingebürgerte zu ihren Verbündeten im Kampf gegen den Verlust spezifisch deutscher Identität zu machen - wie gesagt, es gibt nicht so wenige unter den Migranten, die darauf ansprechbar sind. Dazu gehören auch auch und gerade Afrikaner, die drei Kreuze schlagen, wenn sie sich an das Chaos in ihrer Heimat erinnern und es mit der hier funktionierenden sozio-technischen Infrastruktur vergleichen). Diese Leute bewundern Deutschland als Land und als Idee, daß einem als Autochthonen das Herz aufgeht. Eine allerletzte These: Am Ende des Tages ist nicht die Einwanderung das Problem, sondern unsere deutsch-abendländische
Schwäche - es ist unsere Schwäche, nicht die von irgendwelchen anderen Grünrotbunten - daß wir unsere Identität nicht kulturkämpferisch schützen und bewahren und als Leitkultur - diese Kategorie muß wiedererobert werden! - in der Gesellschaft durchsetzen.

Hohenstaufer
24. September 2009 10:57

Zu dieser Debatte rezitiere ich die programmatische Leitlinie der "Sezession":

"Es zeugt von Unreife, wenn Probleme ständig besprochen, aber nie gelöst werden."

Futura
24. September 2009 11:37

um es einmal deutlich auszusprechen:

Die Lektüre der "Sezession" und auch manche der Beiträge hier lassen doch manchmal den Eindruck entstehen, hier werde Unterschichten-"bashing" betrieben - Hauptangriffsziel ist die Deutsche Unterschicht, bzw die noch existierende (deutsche) Arbeiterklasse.

Pfui deibel!

Da ist in der Printausgabe der Sezession von "in die Trillerpfeife trötenden Fettgesichtern" (streikende Arbeiter) die Rede. Auch unsere deutsche Rentnergeneration kommt schlecht weg und man "beschwert" sich wegen den fehlenden Zahnlücken (!) - auch sie werden einmal alt, denken sie daran (!)

"Hartz IV Dynastien" werden hier behetzt....

...und jetzt diese Lobenhymnen auf die guten Ausländer und gleichzeitige Abwertungen "dummer" deutscher Jungeltern

"Spielt nicht mit den Schmuddelkindern" sang einst der linke Degenhardt.....nun, wie Recht er hat

Lichtmesz
24. September 2009 12:59

Mal überspitzt gesagt, es geht hier auch um die alte Frage, was wichtiger ist für die eigene Identität - die "Klasse" oder die "Rasse"? Es gibt in jeder Gesellschaft bzw. Nation vertikale und horizontale Ordnungen. Ein deutscher Akademiker aus der Mittelschicht mag mit einem Pendant türkischer Herkunft mehr gemeinsam haben, als mit einem deutschen Bauarbeiter oder einem Prekariatsverwahrlosten, ein deutscher frommer Christ mit einem türkischen frommen Muslim mehr als mit einem Beck und einer Roth. Aber dennoch bestehen immer noch die Ordnungen und Bindungen der Nation, in die man hineingeboren ist, und gerade in Krisenzeiten werden sie reaktiviert.

Da muß ich immer an einen meiner Lieblingsfilme, "Die große Illusion" von Jean Renoir denken, wo im 1. Weltkrieg der französische Offizier aristokratischer Herkunft dem deutschen Offizier aristokratischer Herkunft näher steht als dem französischen bürgerlichen Offizier. Aber würde er deswegen seine Nation verraten? Natürlich nicht. Trotz der sich anbahnendenFreundschaft und geistige Nähe der beiden Aristokraten muß schließlich der eine den anderen erschießen.

https://www.youtube.com/watch?v=T_yo4TBRxVg

Die zuweilen bei Konservativen anzutreffende Idee, daß sich die Kultivierten, Frommen und Fleißigen aller Völker zu einer konservativen Transnationale zusammenschließen könnten, ist genaus illusorisch und unpolitisch wie die linke Idee, die "Menschenrechte" oder ähnliches Gedankengut könnten den übergeordneten Kitt für die Disparaten stiften. Das eine ist horizontal, das andere ist vertikal gedacht. Beides ist in seiner Einseitigkeit falsch. Eine vernünftige, funktionierende Ordnung müßte beide Ebenen vereinen können.

Henning K.
24. September 2009 13:08

Ich habe selber eine gute türkische Bekannte, die Politikwissenschaft studiert und eine glühende Kemalistin ist. Ich habe noch nie- ich wiederhole: noch nie- eine junge deutsche Frau getroffen, die mit so einer Wärme über ihr eigenes Land gesprochen hat wie diese eine türkische Bekannte. Das schlimme an den "nationalen" Deutschen ist ja gerade, dass sich ihr Denken immer gegen etwas richtet (Islam, Ausländer, etc.) Ein Großteil der Deutschen ist in dieser Hinischt vollkommen verblödet. Die Achse der Wohlstands- Autisten reicht von Hauptschul- Prolls bis zu den Schicki- Micki- Tussis mit Abitur in den Clubs der ganzen Republik.

Pia X.
24. September 2009 16:42

@Henning K.

Sie haben also eine türkische Bekannte, die vermutlich hier in Deutschland studiert und offenbar über eine gesunde Heimatverbundenheit verfügt. Schön. Dann beklagen Sie, daß Sie so etwas noch nie von einer deutschen Frau gehört hätten. Nun, wann waren Sie denn das letzte Mal in der Türkei und haben an den dortigen Universitäten mit deutschen Studentinnen über ihre Heimat gesprochen? Naaaaaaa? Fällt der Groschen langsam? Und in hoffentlich nicht nur eine Richtung?

Wir doofen "Nationalen" waren übrigens immer schon so anti ...

corvusacerbus
24. September 2009 17:40

@ Lichtmesz. Nix hat sich geändert; irgendwie tröstlich das. Es gibt die Erfahrung individueller Nähe trotz einer kulturell, rassisch und national unüberwindlichen Kluft bzw. die Erfahrung dieser Kluft trotz persönlicher Nähe unverändert und vielleicht ist diese Erfahrung gerade deshalb besonders tief, weil sie im unversöhnlichen Widerspruch miteinander koexistierende Empfindungen vereint. Ich konnte das persönlich an einem lauen Spätsommerabend erfahren, als ich mit einem türkisch-islamischen Freund am Wiener Kahlenberg stand. Er hatte beim nußdorfer Heurigen reichlich Apfelsaft g'spritzt getrunken, ich reichliche Viertel Weiß, die Stimmung war männervergemeinschaftet nachdenklich-tief und er sprach was von unüberwindlicher Freundschaft oder so. Da hatte ich gegen alle situativ-sinnliche Eintracht der Ehrlichkeit halber festzuhalten (in mir regt sich sowieso immer Unwillen, wenn Szenen zu lauschig und Beziehungen zu stimmig werden, aber das führt jetzt hier zu weit), daß, kämen die Türken/Muslime jemals wieder auf die Idee, die Stadt zu belagern, man sich, sollte es ein Treffen unter diesen Umständen geben, sicher nicht als Freund, sondern als Feind begegnen würde und zwar ohne Augenzwinkern, Gnade oder sowas (der laue Scherz, man habe im Feld seinen besten Freund getroffen und zwar genau zwischen die Augen, ist abgegriffen, bringt aber zum Ausdruck, worum es geht). Hinzuzufügen war, daß das ohne Abstriche auch für Bürgerkriegssituationen gelte. Das ist eine wahre Anekdote und ich bringe seit jenem Abend vor einigen Jahren immer mal wieder einen Toast auf den edlen Prinz Eugen oder im Oktober auch mal auf den fränkischen Hausmeier Karl Martell aus, in der Form nicht aggressiv, sondern ironisch, doch jener Freund weiß, was ich dabei im Sinn habe. Im Alltag lebt man allerdings in dem Dilemma, daß der real existierende Kulturkampf ein irgendwie ungeführter Guerrillakrieg ist, bei dem es nie richtig zum Kampf kommt und man eigentlich nicht wirklich weiß, was zu tun ist, um dem jus sanguinis zur Wirksamkeit zu verhelfen.

Martin
24. September 2009 18:12

@corvusacerbus

Sie schreiben:

" ... bei dem es nie richtig zum Kampf kommt und man eigentlich nicht wirklich weiß, was zu tun ist, um dem jus sanguinis zur Wirksamkeit zu verhelfen."

Nun ja, fürs erste würde es dafür langen, wenn Sie sich eine deutsche Frau suchen würden und mit ihr ein paar Nachkommen zeugen - so denn noch nicht geschehen.

Thorsten
24. September 2009 19:15

Wir sind wahrscheinlich das einzigste Volk, bei dem es schick ist sich mit ausländischen Freunden zu brüsten. Bei anderen ist das entweder selbstverständlich und keiner Rede wert oder unschick.

Ich stelle mir da den Türken vor: "Ich habe einen guten deutschen Freund, der glühender Hitlerist ist." Oder der Perser: "Ich habe einen deutschen Nachbarn, der unsere Armen und Bettler sofort ins Lager einweisen möchte." Fehlt noch der Pole: "Ich habe einen deutschen Freund, der auch Mitteldeutschland an uns abtreten würde."

Raskolnikow
24. September 2009 19:27

Moin,

dieser kokette Brief erinnert mich an eine Reportage, die irgendwann in der ersten Hälfte im Fernsehen gezeigt wurde. Es ging darin um die "Nazis" im Osten. Darin traten dann auch Ausländer auf: ein türkischer Arzt, eine kurdische Schriftstellerin, ein marokkanischer Physiker und schließlich eine nigerianische Rechtsanwältin ...

Rudolf
25. September 2009 09:45

Ich finde es erstaunlich, wie schnell viele hier den "hässlichen Deutschen" aus dem Ärmel ziehen.

Sei es derjenige, der sich noch nie über die Nationalhymne Gedanken gemacht habe, oder derjenige, der schon morgens Hartz IV empfangend in der Kneipe sitzt und damit zurecht bei türkischen Vätern chancenlos ist.

Wollt's nur mal angemerkt haben.

godeysen
25. September 2009 22:03

Anekdotische Evidenz ist genau so wahr wie Statistik, nur anders.
Der berühmte Satz "Mein Opa hat sein ganzes Leben lang geraucht und ist kerngesund 95 geworden" kann ohne Abstriche als wahr gelten - aber nicht als Beleg dafür, daß Rauchen unschädlich oder gar gesund sei.

W.Wagner
26. September 2009 12:19

Ich fahre jetzt, nachdem ich dies nun alles durchgelesen habe, aus meinem Berlin-Moabit, in dem ich jeden Tag die Realität "unseres" Landes sehe, seine Verluste, seine Schwäche, seine Häßlichkeit, nach POTSDAM, wo ich das finde, was in vollendeter Schönheit, Heiterkeit, Kunst, Landschaft, Stil, Form, Größe und Weite Deutschland bedeutet. DAS zu sehen heißt, sich mit dem Anderen, dem Kaputten, dem Verfall, der Formlosigkeit, nicht abfinden zu können, es niemals hinzunehmen, sondern über alle Untergänge unseres Landes hinweg, daran zu glauben, dass es einen uns eigenen Auftrag gibt - - - - und deshalb ist es mir "egal", ob meine englischen Freunde sich in deutscher Geschichte (auch preußischer, auch Flucht und Vertreibung, ...) auskennen oder irgendein Türke Bücher über Hitler oder vielleicht sogar Friedrich den Großen liest, denn zunächst einmal sollten wir selbst wieder Teil unserer Kultur und Geschichte werden/sein, vor allem, damit aus dem nur musealen Bewahren wieder die Kraft zu neuen Schöpfungen, zu neuer Gestaltung erwächst. ...

Richard
26. September 2009 21:35

@Lichtmesz
Ich bewundere einen frommen Muslim, der seinen Koran kennt und das Leben seines 'Propheten' kennt - und das reflektiert. Das konnte ich in Deutschland und im Ausland mit Staunen erleben.
Dagegen saß ich neben deutschen Studenten, die kaugummikauend im Hörsaal sitzen (wenn sie nicht gerade streiken, oder eine Demo vorbereiten) und hören sich an, wie gut der Islam ist. Das konnte mein muslimischer Kommilitone nur mit Kopfschütteln quittierten, als ich ihm einen Vorlesungsmittschnitt aus dem Orientalischen Seminar zeigte! Das gilt auch für sog. Christen, die noch nicht einmal ihre Bibel kennen bzw. ihren Glauben leben - ja, an Bekennen ist gar nicht zudenken (huuuh, bekennen, gefährlich!)
Das Problem scheint wirklich zu sein: Wir haben nicht zu viele Ausländer, sondern die Falschen.
Es gibt, glaubt es mir, genug Christen hier in D. die den Islam kennen gelernt haben, die uns in dieser Hinsicht bereichern und den Schwätzern auf Kanzel und Katheder mal sagen könnten, wie die Wirklichkeit aussieht.

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