Sezession
16. Oktober 2009

Presseschau, 16. Oktober 2009

Gastbeitrag

Auswahlpresseschau, erstellt aus diversen Zeitungen, Magazinen und Blogs. Schwerpunkte diese Woche: Drohender EU-Beitritt der Türkei (S. 1); Berichterstattung zur Finanzkrise (S. 2); neuere Entwicklungen im Fall Sarrazin (S. 3); Migrantengewalt (S. 4).

 

Äußeres, Kriegs- und Konfliktforschung

Schwarz-Gelb einigt sich
Türkei-Beitritt „ergebnisoffen“
Die Außen- und Verteidigungspolitiker von Union und FDP haben sich in ihren Koalitionsgesprächen überraschend auf einen Kompromiß zur strittigen Frage der Integration der Türkei in die EU geeinigt. Beim Thema Wehrpflicht blieben die Positionen von CDU und CSU auf der einen und der FDP auf der anderen Seite nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur dpa hingegen unvereinbar. Auch über die FDP-Forderung nach einem Abzug der US-Nuklearwaffen aus Deutschland sei in der fast zehnstündigen Sitzung in Berlin keine Einigung erzielt worden, hieß es. Darüber soll nun in der großen Koalitionsrunde am Wochenende beraten werden.

Das ist wohl leider kein Grund zur Entwarnung ...
EU-Beitrittsverhandlungen
Türkei sucht nach Alternativen zu Europa
Von B. Kalnoky und C. B. Schiltz
Erhebliche Defizite bei Presse- und Religionsfreiheit, eingeschränkte Rechte für religiöse Minderheiten, „Ehrenmorde“, häusliche Gewalt gegen Frauen: Die Mängelliste des EU-Erweiterungsberichts für die Türkei ist noch immer lang. Doch Ankara konzentriert sich ohnehin lieber auf seine Nachbarn im Osten.

Verteidigungsstrategie
Rußland behält sich atomaren Erstschlag vor
Obwohl die laufenden Abrüstungsverhandlungen mit den USA Fortschritte machen, will der Sekretär des nationalen Sicherheitsrats den Ersteinsatz von Atomwaffen für Rußland nicht ausschließen. Gleichzeitig setzt US-Außeministerin Hillary Clinton auf Entspannung und regt gegenseitige Inspektionen der Atomanlagen an.

Knackt Bunker
Pentagon arbeitet an der neuen „Superbombe“
Die USA stehen kurz vor der Fertigstellung einer neuen Superbombe, die im Falle eines Einsatzes tief im Erdreich verborgene Militäranlagen zerstören soll. Sie könne sich durch das Erdreich graben und „Einrichtungen von feindlichen Staaten“ zerstören, hieß es aus dem Pentagon. Ist das eine Warnung an den Iran?


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