Sezession
19. November 2009

Der Deutsche als Opfer

Götz Kubitschek / 24 Kommentare

Im August diesen Jahres wurde in Schöppingen, einer Gemeinde im Norden Nordrhein-Westfalens, der 18-jährige Kevin erstochen. Die Ursache für die tödliche Messer-Attacke ist nach wie vor unbekannt. Ging der Tat ein Streit voraus, eine Auseinandersetzung, die vielleicht auch schon einige Tage oder Wochen zurücklag? Kannte der Täter sein Opfer oder lief es ihm zufällig und zu einem verhängnisvoll falschen Zeitpunkt über den Weg?

Götz Kubitschek

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

Fest steht, daß Kevin auf dem Nachhauseweg von einer Feier in einem nahegelegenen Park auf seinen Mörder traf, der mehrfach auf ihn einstach und dann floh. Das schwerverwundete Opfer schleppte sich zurück zur Feier und brach dort zusammen. Ein Notarzt versuchte zu reanimieren. Die Rettung schlug fehl, Kevin starb. Der Täter wurde im Zuge der eingeleiteten Fahndung an der Tür des Schöppinger Asylbewerberheims festgesetzt. Kevin war Deutscher, präzise ausgedrückt: ethnischer Deutscher. Der Täter ist ein Asylbewerber.

Der regionale Berichterstatter wmtv-online.de verschwieg in einem ersten Bericht zum Mord diese wichtige Tatsache nicht. Einen Tag später jedoch war nur noch eine gesäuberte Version zu sehen: Aus der „Wohnunterkunft für Asylbewerber“ wurde „eine Wohnunterkunft“, und der Migrationshintergrund des Täters spielte nur noch indirekt eine Rolle: Die Presse verwies auf die Befürchtungen lokaler Politiker, dieser Angriff eines Ausländers auf einen Deutschen könnte verallgemeinert werden und in der Bevölkerung zuwanderungskritische Anschauungen hervorrufen.

Vehement wurde betont, daß es sich um einen „Einzelfall“ handelte. Vor allem der Pfarrer der Gemeinde sorgte sich im Gespräch mit der Lokalpresse mehr um einen Anstieg der Xenophobie bei jungen Deutschen als um deren Sicherheit. Überregionale Medien berichteten über den Mord nur in den Randspalten oder gar nicht.

Das ist regelmäßig anders, wenn ein Ausländer auch nur angegriffen wird. So war der alltägliche Rassismus „der Deutschen“ tagelang Thema, als im Sommer vor zwei Jahren einige Inder am Rande eines Stadtfestes im sächsischen Mügeln von aufgebrachten Bürgern in eine nahegelegene Pizzeria gejagt wurden. Keiner der Ausländer trug eine Verletzung davon, dennoch war von einem Mob und von Ausländerhaß die Rede, und der sächsische Innenminister besuchte den Ort des Geschehens, um sich ein Bild von der Lage zu machen.

Das Messen mit zweierlei Maß ist in Deutschland beispielhaft. Täternamen werden in Artikeln eingedeutscht, die Herkunft kommt in der Berichterstattung nicht vor, Ausländerkriminalität als alltägliche Erscheinung des multikulturellen Experiments wird totgeschwiegen, und jede Tat soll ein „Einzelfall“ sein. Es handelt sich jedoch eben nicht um die viel bemühten Einzelfälle, sondern um einen Trend. Gewalt gegen Deutsche ist ein wachsendes Problem, von dem fast jeder weiß, über das aber fast niemand öffentlich spricht.

Erst als im Januar 2008 in einem Münchner U-Bahnhof ein Rentner von zwei Türken zusammengetreten und schwer verletzt worden war, schrieb Frank Schirrmacher in der FAZ über „Junge Männer auf Feindfahrt“. Diese jungen Männer hätten begonnen, „einen Feind zu identifizieren“. Es handle sich dabei um die Deutschen: „Es steht so nicht in den Lehrbüchern. Uns war historisch unbekannt, dass eine Mehrheit zum rassistischen Hassobjekt einer Minderheit werden kann.“ Und weiter: „Die Polizei bestätigt, dass deutschfeindliche Äußerungen bei den Angriffen zunehmen.“

Die Deutschen – also wir – sind wahlweise „Scheiß-Deutsche“, „Scheiß-Nazis“ und „Schweinefresser“, und Schirrmacher irrt sich, wenn in solchen Verbalattacken den Angriff einer Minderheit gegen eine Mehrheit sieht: In jeder westdeutschen Stadt gibt es mittlerweile Viertel mit einer deutlichen deutschen Minderheit. Wer Geld und eine Ausweichgelegenheit hat, räumt das Feld, übrig bleiben Deutsche ohne Lobby, also: ohne einen Inländerbeauftragten, der sich um sie kümmert. Dies wäre aber dringend notwendig, denn vor allem diese Deutschen werden von Schirrmachers „jungen Männern“ als „Opfer“ identifiziert und auch so bezeichnet.

Es geht dabei nicht in erster Linie um Mord und Totschlag oder um schweren Raub. Das, wovon so viele Normalbürger wissen, kann als „Alltagsaggressivität“ bezeichnet werden: Sie reicht von Unflätigkeit, Beleidigung und Demütigung sogenannter „Opfer“ über verbale und körperliche Drohung bis hin zu Gewalttätigkeit, Körperverletzung und jener Form des kleinen Raubes, die in der Sprache der Täter „Abziehen“ heißt. Es ist nicht leicht, solche Fälle zu dokumentieren. Wiederum die FAZ hat im Oktober und November diesen Jahres um Einsendungen ihrer Leser gebeten und in mehreren Artikeln die Alltagsaggressivität dokumentiert. Sie ist in ihrem Umfang in Interviews und Reportagen schon von Stadtteilbürgermeistern (Buschkovsky, Neukölln), Lehrern (Rütlischule Berlin), Richtern (Reusch, Berlin) und Steifenpolizisten bestätigt und für nicht mehr kontrollierbar erklärt worden.

Solche Stimmen aus der Grauzone sind exemplarisch für die Bedrohung der Deutschen in einer aus den Fugen geratenden Gesellschaft, deren Multikulturalität in weiten Teilen nicht bereichernd ist, sondern „hart, schnell, grausam und wenig solidarisch“ (Daniel Cohn-Bendit).


Götz Kubitschek

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

Kommentare (24)

Martin
19. November 2009 11:43

Dem ist nur wenig hinzuzufügen. Geburtenrückgang bei der autochthonen Bevölkerung, linksgrüne Erziehung bereits im Kindergarten unter dem Motto "Gewalt ist keine Lösung" und das ständige Vorhalten unserer Vergangenheit: Unter diesen Voraussetzungen ist nicht zu erwarten, daß sich die von Ihnen beschriebenen Zustände ändern. Dem Zusammenhalt türkischer und arabischer Gruppen haben wir nichts entgegenzusetzen, da ein Gefühl der Verbundenheit allein noch in Zeiten des Fußballs existiert. Auch die Bereitschaft zu größtmöglicher Brutalität, die diese Meuten nicht scheuen und beim geringsten Anlaß abrufen können, ist uns fremd. Aus eigener Erfahrung weiß ich zwar, daß Feigheit und Unterwürfigkeit viel mehr Schläge einbringen als ein offensives Entgegentreten, doch was nützt es, wenn man Augenblicke später von ganzen Heerscharen umzingelt ist? Diese Problematik ist jedem Menschen, der im Westen des Landes abends um die Häuser zieht, bestens bekannt. Aber was tun?

Andreas Lehmann
19. November 2009 12:06

Schön das gerade der Cohn-Bendit das sagt...

Ich erinnere mich an einen Fall vor etwa einem halben Jahr, als ein geplagter Gruppenleiter der Düsseldorfer Polizei gegen die ausdrückliche Weisung seiner Vorgesetzten einen Einsatzbericht über ein Wochenende auf der Düsseldorfer-Partymeile der Presse übergab. Der Inhalt war nicht deswegen bemerkenswert weil a) über 90% der Straftäter Ausländer waren oder b) sich ausländische Gangs gezielt Gruppen von Deutschen zum vermöbeln aussuchten. Das für mich neue war, das man die deutschen Zivilisten nur deshalb angriff, um die daraufhin erscheinende Polizei anzugreifen. Polizisten schilderten das so, das man an einen Einsatzort kam, und dort auf wild telefonierende Gangmitglieder traf. Sinn und Zweck: noch mehr Gesox zusammentrommeln. So gab es dann Fälle wo 50-100 Mann ein oder zwei Einsatzwagen der Polizei gegenüberstanden. Es ging ganz gezielt um "Bullen klatschen". Nebenbei bemerkt scheute man auch nicht davor zurück bereits Festgenommene wieder aus den Polizeiwagen zu befreien. Wohlgemerkt war das in Düsseldorf auf der Kö und nicht Berlin-Neukölln!

Ich lebe an der fr. Grenze. In Straßburg gibt es bereits seit Jahren Viertel die die Polizei (die in Frankreich durchaus etwas härter durchgreift als in D) gar nicht mehr betritt. Auf deutscher Seite werden wochenends immer mehr Diskotheken mit "französischen" Besuchern überschwemmt (selbstredend alles Araber und Neger). Die deutschen Gäste sind dann ausschließlich weiblich und von der leichten Sorte.

Leute wie Schirrmacher und andere bürgerliche Weichspüler könnten schon lange wissen das solches Geschehen "historisch bekannt" ist. Aber was solls. Wir Deutschen sind selbst schuld. Die Zustände sind nicht vom Himmel gefallen, und alle vier Jahre wird gewählt. Ist vielleicht das wählen das Problem?

Wir sind möglicherweise schon in der Phase angekommen wo nur noch lohnt was Nietzsche einst sagte: "Was fällt das soll man auch noch stoßen."

Hagen
19. November 2009 14:36

Vermutlich hat ein Volk, welches nach wie vor etablierten Parteien zur Macht verhilft, es verdient "Opfer" zu sein.

Vielleicht hatte ein gewisser Herr aus Braunau recht als er sagte, daß das Deutsche Volk ein weiteres Überleben nicht verdient habe:

"Sie machten mir jedoch am Abend Ausführungen, aus denen — wenn ich Sie nicht mißverstanden habe — klar und eindeutig hervorging: Wenn der Krieg verloren geht, wird auch das Volk verloren sein. Dieses Schicksal ist unabwendbar. Es sei nicht notwendig, auf die Grundlagen, die das Volk zu seinem primitivsten Weiterleben braucht, Rücksicht zu nehmen. Im Gegenteil sei es besser, selbst diese Dinge zu zerstören. Denn das Volk hätte sich als das schwächere erwiesen und dem stärkeren Ostvolk gehöre dann ausschließlich die Zukunft. Was nach dem Kampf übrigbliebe, seien ohnehin nur die Minderwertigen; denn die Guten seien gefallen."

Vermutlich werden die Deutschen erst bei einer Ausländerquote von 50% allmählich begreifen, daß die eigene Kultur unwiderruflich verloren geht.

Daran kann leider auch die Sezession, als Ruferin in der Wüste nichts ändern.

Tönnes Thielemann
19. November 2009 18:02

Der Staat ist keine Einrichtung mehr, die ihrem Zweck nachkommt oder auch nur nachkommen kann. Die unbegreiflich hohe Staatsverschuldung und die Zinslast verbieten auch staatliche personelle Gegenmaßnahmen; die sind unbezahlbar. Statt dessen wird man sich auch im Sicherheitssektor auf weitere Einsparungen einstellen müssen. Die faktische Entstaattlichung ist nicht mehr aufhaltbar.

Wenn man zeitgleich sieht, welche Ressourcen im polizeilich/staatlichen Kampf gegen Rechts zur Verfügung stehen, ist es leicht zu vermuten was dahinter steht. Der Überbringer der Nachricht, der Kaiser trage kaum noch Kleider, muß geschlachtet werden. - Völlig klar.

Gewalt von Links, vom Islam und von der Bandenkriminalität, die nie macht-unpolitisch war, drücken den Staat ins Abseits. Die Polizei räumt gar nicht vor der Kriminalität den Raum, sondern die kriminelle Gewalt füllt das Vakuum, daß der Staat ihnen zuerst einräumt; durch materielle, Verstandes-, Rechts- und Personalmängel. Teils beabsichtigt oder sehenden Auges geduldet.

Man müßte dem nichtstaatliche Gewalt entgegensetzen, wollte man etwas Tatschächliches bewirken.
Aber dazu wird sich wohl keiner durchringen. Dieses zu erbringende persönliche Opfer scheint die Bundesrepublik einfach nicht wert zu sein. - Deutschland hingegen schon! (Und sei es nur, um bloß zu demonstrieren, daß man nicht zu dieser defätistischen und egoistischen Bande gehört, der in den Geschichtsbüchern der Zukunft der ganze Haß entgegenschlagen wird.

Also abwarten; bis zum: "rien ne va plus". Ich schließe mich also an:

„Was fällt das soll man auch noch stoßen.“

christian
19. November 2009 20:10

finds ja schlau, dass die sezession in linkenmimikry sich jetzt auch noch als opfer inszenieren will, aber dann gibt es in unserer gesellschaft ja nur mehr opfer: frauen, kinder, migranten, deutsche

da hatte jan fleischhauer schon recht: alles und jeder ist heute eine opfergruppe

wäre mal wieder schön, wenn jemand sagt: mir gehts gut, ich mach jetzt mal feindliche übernahme, wir sind die kommenden, die ruler, alles was sich uns entgegenstellt bekommt eins vor den latz

Tönnes Thielemann
19. November 2009 20:32

"Vermutlich werden die Deutschen erst bei einer Ausländerquote von 50% allmählich begreifen, daß die eigene Kultur unwiderruflich verloren geht."

Nein. Ist. Die Kultur ist bereits verloren. das kann daran erkennen, daß man den aufhaltbaren Weg zur 50%ige Quote lethargisch hinnimmt. Das ist nicht deutsch.

Richtig: "Daran kann leider auch die Sezession, als Ruferin in der Wüste nichts ändern." >>> Aber die Erkenntnis, daß alleine Reden, Schreiben und Konservativ-Subversive Aktionen nicht reichen, so gut und notwendig sie sind.

Martin
19. November 2009 20:46

Der Martin am Anfang bin nicht ich. Ich habe unter meinem Vornamen "Martin" schon öfters Beiträge hier in diesem Web-Auftritt verfasst, der hier ist nicht von mir! Und ich bitte, dass der andere "Martin" noch einen Zusatz führt um sich von anderen, von mir verfassten Beiträgen unterscheidbar zu machen ... ich werde jedanfalls zukünftig unter einem anderem Namen Beiträge schreiben.

Wie ist sowas hier technisch möglich ?

Franz
19. November 2009 22:19

So siehts aus in Dummland. Ich bin froh, dass ich im Osten wohne, wo es solche Probleme noch nicht gibt.
Die armen und natürlich gänzlich unschuldigen Inder waren aber doch etwas "verbeult", wenn ich mich recht erinnere.
Bei Fakten und Fiktionen gab es heute einen Beitrag mit gesammelten Artikeln aus dem Spiegel-Archiv. Sehr erstaunlich wie offen damals schon die Problematik angesprochen wurde. Auch im Zeit-Archiv finden sich eine Menge Artikel , welche schon vor 25 Jahren die verheerende Einwanderungspolitik und deren unschöne Auswirkungen ansprachen. Viel klarer und offener als es heute möglich wäre, sprach zum Beispiel im Jahre 1982 das SPD-Mitglied Martin Neuffer: "SPD-Kommunalexperte Martin Neuffer über die Ausländerpolitik der Bundesrepublik Eine radikale Neuorientierung der Bonner Ausländerpolitik fordert der langjährige hannoversche Oberstadtdirektor, Städtetagpräside und NDR-Intendant Martin Neuffer, 57. In seinem soeben erschienenen Buch "Die Erde wächst nicht mit" plädiert der linke Sozialdemokrat dafür, die Einwanderung von Türken in die Bundesrepublik "scharf" zu drosseln und auch das Asylrecht "drastisch" auf Europäer zu beschränken."
https://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?titel=%22Die+Reichen+werden+Todesz%C3%A4une+ziehen%22&id=14344559&top=SPIEGEL&suchbegriff=martin+neuffer&quellen=&qcrubrik=artikel

Noch sind diese Artikel zugängig, aber wer weiß wie lange noch. Möglicherweise werden die Archive bald "gesäubert" und stattdessen Jubelberichte eingefügt, welche vom großen, unbändigen Aufbauwillen der selbstlosen , türkischen Trümmerfrauen zu berichten wissen.
Diese Legende spukt ja angeblich in den Türkenghettos deutscher Städte rum.
Hier noch der Link zu Fakten und Fiktionen: https://fact-fiction.net/?p=3274

Rudolf
20. November 2009 01:49

@christian:

Vielleicht finden Sie hier, was Sie suchen:
https://tgd.de/

(Es ist klar, dass es nicht attraktiv ist, sich nur oder überwiegend als Opfer darzustellen. An einer nüchternen Analyse der gegenwärtigen Lage führt aber kein Weg vorbei.)

Frank
20. November 2009 11:34

Man fragt sich unwillkürlich, wie es wohl weitergeht. In absehbarer Zeit wird der Staat zahlungsunfähig sein, erdrückt von der Schuldenlawine. Das wird zum Zusammenbruch jeglicher staatlicher Infrastruktur führen; auch die Polizei wird nicht mehr finanzierbar sein. Die Folgen werden sein: Anarchie, Gewalt, Kriminalität allerorten. Wahrscheinlich wird es dann irgendwann zur Bildung von bewaffneten Bürgerwehren auf lokaler Ebene kommen, und die werden sicherlich nicht mehr so lasch und so verständisvoll sein wie unsere Polizei derzeit ist.
Überhaupt, der ganze Überbau aus betont ausländerfreundlichen, vergangenheitsbewältigungsbeflissenen, politisch hyperkorrekten Politikern, Sozialarbeitern und Journalisten wird mit dem Verschwinden der staatlichen Infrastruktur mit verschwinden, so dass auch von dieser Seite her das gesellschaftliche Klima ein anderes, raueres und "rechteres" sein wird. Es wird mehr Autorität und mehr Respekt gegenüber den neuen Autoritäten geben, leider aber wohl auch Übergriffe gegen Ausländer durch die Bürgerwehren. Im Ganzen jedoch wird dieses neue gesellschaftliche Klima die einzige Gelegenheit bieten, verlorenes Terrain zurückzuerobern. Der jetzige Wischiwaschikurs ist unser sicherer Untergang.

Kitty
20. November 2009 11:34

Ich ging gestern durch 2 Supermärkte, um Weihnachtskalender und Süßigkeiten für die Kinder zum Nikolaus zu kaufen, es gibt keine mit christlichen Motiven mehr, die sind sich nicht zu blöde, Kalender mit Bob, dem Baumeister herzustellen. Engelmotive fehlen ganz, mit sehr viel Glück habe ich noch 2 einigermaßen nostalgisch dargestellte Kalender mit Weihnachtsmännern gefunden. Was sollen auch all die Elche, Rehe und sonstiges Getier? Sind wir wieder im Sozialismus angekommen? Oder gar im Faschismus? Irgendjemand ganz oben will unsere Kultur völlig zerstören.

Citizen Kane
20. November 2009 13:10

@Tönnes Thielemann

„Was fällt das soll man auch noch stoßen.“

Man müßte dem nichtstaatliche Gewalt entgegensetzen, wollte man etwas Tatschächliches bewirken.
Aber dazu wird sich wohl keiner durchringen. Dieses zu erbringende persönliche Opfer scheint die Bundesrepublik einfach nicht wert zu sein. – Deutschland hingegen schon! (Und sei es nur, um bloß zu demonstrieren, daß man nicht zu dieser defätistischen und egoistischen Bande gehört, der in den Geschichtsbüchern der Zukunft der ganze Haß entgegenschlagen wird.

Es tut sich doch was:

Götz Kubitschek und seine Kollegen
Stefan Herre und sein Team von PI
Die PI-Gruppen, die sich überall in Deutschland bilden
Die Junge Freiheit
Die Blaue Narzisse
Pax Europa
Sarrazin
Buschkowsky
Richterin Heise
Staatsanwalt Reusch
Die Kommentare und Forenbeiträge in Welt, Focus, SPON
sogar in der SZ und –unglaublich- auch in der TAZ.
Das war sicher noch sehr unvollständig aus dem Gedächtnis
Also:
„Es lebe das heilige Deutschland“
CK

Martin
20. November 2009 15:40

... ich hör mir das

https://www.dradio.de/dlf/programmtipp/dossier/1042921/

heute Abend mal an ...

AFG
20. November 2009 16:20

an Citizen Kane:
"Stefan Herre und sein Team von PI
Die PI-Gruppen, die sich überall in Deutschland bilden"

Sie müssen doch,wenn sie SezIN regelmäßig lesen, erkennen, wie sehr dieses sich ideologisch von amerikanisch orientiertem, antiislamisch motiviertem neocon-unfug wie PI unterscheidet!
PI u.Ä. sind nur sehr bedingt mit der Sezession und dem Großteil der Blauen Narzisse sowie den Äußerungen Sarrazins in Verbindung zu setzen.
Von solchen politischen Meinungen müssen wir uns lösen.

an Herrn Kubitschek (ab vom hiesigen Thema):
Das war eine sehr schöne KSA.
Mehr davon, bitte.

Hagen
20. November 2009 16:30

@ Franz

:-) Ach so, eigentlich bin ich bis jetzt immer davon ausgegangen, daß die zerbombten deutschen Städte von türkischen Frauen aufgebaut worden seien.

Und nicht nur das! Aufgrund der zahlreich produzierten Kopftuchmädchen dürfte unsere Rente gesichert sein - da nimmt man auch gerne mal das obligatorische "Isch fick deine mutta" auf dem Weg zum Supermarkt hin.

Im Grunde genommen ist dieser raue Stil doch auch eine Art von Kulturbereicherung - und außerdem sind die muslimschen Buben doch nur so verzogen, weil der "brd" Staat nicht genug Geld für Sozialarbeiter ausgibt. Wenn erstmal der Kölner Dom in "Claudia-Fatima-Roth-Mosche" umbenannt sein wird, werden diese Probleme sowieso nicht mehr auftreten. Dann gibt es nämlich kaum mehr deutschstämmige Menschen, die angepöbelt werden könnten!

Das wäre ja dann auch eine gerechte Strafe für die Deutschen, deren Vorfahren den Holocaust und böse Angriffskriege auf wehrlose Engländer und Bolschewisten durchgeführt haben. 25% Gebietsverlust, unzählige vergewaltigte deutsche Frauen, zerbombte Stadte und das DDR-Regime sind eben doch nicht genug Strafe!

Gewisse Kreise (die aus rechtlichen Gründen hier lieber nicht genannt werden) werden eben nicht eher ruhen, bis auch der letzte Rest des Deutschtums mit Stumpf und Stil ausgetilgt ist.

UND DESHALB GIBT ES NUR EINE MÖGLICHKEIT:

KEINE STIMME MEHR FÜR DIE ETABLIERTE POLITIKER-BANDE VON CDU, SPD, GRÜNE, FDP und LINKSPARTEI!

WO ES NUR MÖGLICH IST GRUPPEN WIE DEN KREIS UM HERRN K. UND DIE JUNGE FREIHEIT UNTERSTÜTZEN!

SCHLUß MIT TOLERANZ GEGENÜBER MULTIKULTISPINNERN UND POSTKOMMUNISTEN. ZEIGT DIESEN LEUTEN, DAß SIE UNERWÜNSCHT SIND!

Tönnes Thielemann
20. November 2009 18:21

@ Citizen Kane

Es tut sich doch was

Ja. Noch nicht mal ein Anfang eines Anfangs, wie Churchill sagen würde.

„Es lebe das heilige Deutschland“

Da wollen wir hoffen, daß es mit der Heiligkeit nicht schneller aus ist, ehe Deutschland überhaupt erst richtig angefangen hat.
Deswegen postuliere ich mal

Es lebe Deutschland!

Pat Bateman
21. November 2009 01:02

Schade, das bei der KSA die Ausrichterin dieser Podiumsdiskussion Frankfurts Multikulti-Dezernentin Nargess Eskandari-Grünberg nicht ausreichend thematisiert wurde. Immerhin war es ja Fr. Narg bla, die sich bereits im Jahr 2007 bei den Protesten zum Moscheebau in Ffm Hausen einen Namen gemacht hatte:

Die ganze Sitzung war ein Debakel für die Stadtverordneten und es war
erschreckend Mitahnzusehen und zu hören, wie durch die Bank die versammelten
Volksvertreter einen Anti-Moscheenprotest nicht wahrhaben wollten.
Dann gab es den ersten Tumult als Herr Weißbart von der Bürgerinitiative den
erstaunten Stadtverordneten eine Unterschriftenliste mit 1.074
Unterschriften gegen den Moscheebau überreichte. FFM-Hausen hat so um die
6.500 Einwohner.
Mittendrin kam dann -und jetzt kommt DER RICHTIGE SKANDAL!- von den Grünen
das Ausschussmitglied Frau Dr. Nargess Eskandari-Grünberg dran, und brachte
den Saal total zum kochen. Sie sagte bezogen auf den Moscheebau "wir sind
hier eine solche Stadion-Atmosphäre nicht gewohnt und wissen sie was, wenn
es ihnen nicht passt, DANN WANDERN SIE AUS !".
Da brach ein totaler Tumult los, den die Frankfurter Stadtverordneten so
wahrscheinlich noch nie erlebt hatten. Wildes Herumgebrülle, Bürger die mit
erhobener Faust dem Podium drohten und im wilden Zick-Zack die Sitzung
verließen. Als Knaller hatte dann einer der Bürger den großen Lichtschalter
des Saales gefunden und machte mit lauten Worten "UND DER LETZTE MACHT DAS
LICHT AUS!" schlicht das Saal-Licht ganz aus.
Das Podium hat hier einen Vorgeschmack auf das bekommen, was noch kommen
wird wenn dieser Anti-Restdeutschenkurs so offen weitergefahren wird

Citizen Kane
21. November 2009 02:04

@AFG
Wollen Sie den Kampf aufnehmen, oder alles zerreden?
SezIn ist das Hirn, und PI ist der Keil, der auf einen groben Klotz gehört!
Gruß!
CK

Citizen Kane
21. November 2009 02:23

@Tönnes Thielemann
Aber immerhin ein Anfang oder???
Was wollen Sie?
Kein Kampf kann zum Ziel führen ohne Anfang!
Immer diese Unzufriedenheit und dieses typisch deutsche Lamento,
das ist unsere Krankheit.
Gibt es nur die Optionen Unterwerfung oder Ausrottung?
oder analog von dem von Ihnen zitierten Churchill:
"Entweder haben wir die Deutschen an den Füßen oder an der Kehle"

„Es lebe das heilige Deutschland“
Ging davon aus , dass man hier weiß ,dass es Stauffenbergs letzte Worte vor seiner Exekution waren.
Ihr Sarkasmus ist unangebracht!
CK

AFG
21. November 2009 11:16

Jetzt fang ich leider wie so häufig eine Diskussion über PI an.
Lieber Citizen Kane:
Was nützt uns der Keil, der in eine andere Richtung zeigt?

Ich habe auch PI gelesen, bis ich herausfinden musste, wie "PK" dieser Verein eigentlich ist. Als ich diesen davon überzeugen wollte, dass der Islam nicht die Wurzel allen Übels ist, wurde sofort (mit einer argumentativen Sonderleistung, hierbei Respekt) die Nazikeule "rausgeholt". Noch schlimmer, ich wurde sogar als Moslem beschimpft. Wer bei solchen Vorkommnissen die Meinung behalten kann, dass PI den neuen Rechten ein Keil sein kann, hat die Neue Rechte nicht verstanden (oder habe ich sie nicht verstanden?). Fakt ist: PI ist nicht politisch unkorrekt, PI bildet eine eigene innere politische Korrektheit aus, die ähnlich schlimm ist wie die äußere (wer in der Öffentlichkeit etwas gegen Ausländer sagt, wird verketztert, wer bei PI etwas gegen christliche Ausländer sagt bzw. etwas "für" den Islam sagt, wird verketzert).
Wir wollten so etwas doch sprengen, oder nicht?
Gut, ich weiß, es wurde bei PI von der letzten KSA berichtet. Schöne Sache, vielleicht verändert sich dieses Blatt ja, und ich bekomme es nicht mit.
Fakt ist aber auch: es schreibt immernoch streng proamerikanisch und gegen die "Islamisierung Europas". Somit erklärt es doch auch den amerikanischen Liberalismus als gut.
Wir sind doch alles andere als liberal, oder nicht?
Somit schreibt es doch auch immer internationalistisch.
Wir sind doch nationale Deutsche, oder nicht?

Wie im Endeffekt mit PI umzugehen ist, wird Herr Kubitschek schon richtig vormachen. Politisch verbrüdern werde ich mich jedoch mit Anhängern dieses Blattes nicht.

Einen schönen Tag wünsche ich.

Citizen Kane
21. November 2009 14:13

Lieber AFG!
Da PI sich gerade auch mit der Thematik des Deutschen als Opfer, dort wird auch gerne vom „Dhimmitum“ gesprochen ist es sicher nicht OT.
Entschuldigung, aber wie Sie begründen wollen, der Islam sei etwa nicht die Wurzel, zwar nicht allen Übels, aber doch sicher fast aller Integrationsprobleme , ist mir angesichts der bekannten Veröffentlichungen allerdings auch ein Rätsel.
Ebenso wie Sie begründen wollen, dass die Tatsache, dass es kein Land mit islamischer Mehrheitsgesellschaft auf der Erde gibt, indem rechtsstaatliche Verhältnisse herrschen, nicht ihre Wurzel im Islam hat.
Aber darüber kann man sicher auch kultivierter streiten, als mit einigen Kommentatoren auf PI, das gebe ich zu.

Der primere Gegner von PI ist nicht der Muslim, sondern der heuchlerische, „politisch korrekte “ Gutmensch, der Staatsprofiteur, der 68er schlechthin in all seinen in letzten 40 Jahren entstandenen Mutationen.

Das Pro-amerikanische ist doch eine Strategie, Kalkül, erkennen Sie das nicht?
Die Umkehrung der 68er Strategie alles, was deren Eltern Generation lieb und wert war, zu zerstören.
Böswillige sehen das Pro-israelische ebenso als Kalkül, sehe ich aber nicht so!
Womit kann man einen 68er besser aus der Reserve locken als pro-amerikanisch zu sein?
Ihrer Dialektik bezüglich der „inneren und äußeren“ PK kann ich nicht folgen.
Die PI’ler sind doch eine Interessengruppe, verfolgen eine gemeinsame Linie.
Das kann man doch nicht mit der aufgezwungenen PK in unserer Gesellschaft vergleichen, die sich nur durch eine fatale Schweigespirale in einem vergifteten Meinungsklima halten kann, sie ist doch keine freiwillig verfolgte gemeinsame Linie unserer Gesellschaft.

Und was das Nationale betrifft, betrachten Sie doch bitte das Verhältnis der PI’ler zur EU!
Die PK ist ein internationales, Problem soweit dieses die westlichen Demokratien umfasst, und ist daher nicht national zu bewältigen
Vielleicht sollten wir das Nationale nicht so eng eingrenzen, auch die Reichsgündung war nur ein Kompromiss. Setzen wir doch bei Karl an oder beim Heiligen Römischen Reich. ;-)
Wünsche auch ein schönes Wochenende!

Arcangel Miguel
22. November 2009 11:50

Die deutsche Regierung über die Deutsche Botschaft in Peru hat der peruanischen Regierung 2 Millionen USD angeboten, um ein Museum für die 70,000 Zivil-Opfer des Terrorismus zu bauen. Die Menschenrechte-Aktivisten, u.a. der Schriftsteller Mario Vargas Llosa, haben dahinter politischen Druck gemacht und nun das Museun wird mit dem Geld von deutschen Steuerpflichtigen gebaubt. Ein Vergleich mit dem BdV-Fall wäre hier sehr interessant. Hier eine alte Nachricht:

Tönnes Thielemann
22. November 2009 15:06

@ Citizen Kane

Sie haben mich falsch verstanden.

Es es der Anfang. Aber es ist noch nicht der Anfang einer wirksamen Bewegung, sondern der allererste Punkt.
Eine direkt Wirksamkeit ist noch lange nicht gegeben.
Ich nenne es mal den Startschuß. Ich meine es nicht krittelnd oder gar defätistisch.
Es ist der Startschuß. Ich hoffe der Knall war wenigstens für unsereins laut genug. Für einen gesellschaftlichen Aufbruch reicht es noch nicht. Es war der Anfang dafür, von dem lethargischen Intellektualismus zum medialen Aktionismus zu wechseln.

Wir brauchen Aktionen, an den die Medien nicht mehr vorbeikommen. À la Greenpeace vielleicht? Dafür braucht es sicher eine Elite, die sich gerade herausbildet. Aber es braucht halt noch einen sehr weiten Kreis an Mithelfern.

Hier möchte ich Ihnen ausdrücklich zustimmen:

"Immer diese Unzufriedenheit und dieses typisch deutsche Lamento,
das ist unsere Krankheit."

>>>Ergänzen möcht ich hier: Lethargie gehört wohl auch dazu. Auch und gerade hier. Mich selbst eingeschlossen. Da müssen wir raus. Und das liegt an uns selbst.

"

oder analog von dem von Ihnen zitierten Churchill:
'Entweder haben wir die Deutschen an den Füßen oder an der Kehle.' "

>>>Hier kann ich weder Ihnen noch Churchill zustimmen. Der Satz zeigt nur, daß Churchill einer der überschätztesten Dummschwätzer der Weltgeschicht ist - und ein brillianter Hetzer. Wann bitte hatte Großbritannien Deutschland jemals an der Kehle? - Die einzigen geschichtlichen Dauer-Appeaser die mir einfallen, sind wir Deutschen. Mit Bismarck (nach der Reichseinigung) ging es schon los.
Wären wir diejenigen, die naturgemäß anderen nach der Kehle schnappen, sähe Europa und Deutschland anders aus. Besser.
Sind wir aber nicht. Friedlichkeit bis zur Naivität hin ist nunmal ein Charakterzug der Deutschen.

" 'Es lebe das heilige Deutschland'
Ging davon aus , dass man hier weiß ,dass es Stauffenbergs letzte Worte vor seiner Exekution waren.
Ihr Sarkasmus ist unangebracht!"

Ich bin kein Stauffenberg-"Fan". Ich halte nichts von den Verschwörern. Mögen sie moralisch vielleicht recht gehabt haben, rechtfertigt dies nicht das völlig apolitische und arealistische Verhalten.
Bestenfalls waren dies Traumtänzer. Verbrecher paßt wohl auch. Wie sagte Fernau: Stümper!
Und als genauso träumerisch beurteile ich deshalb "heilig". Deutschland ist eine profane Tatsache, die es zu gewinnen und verteidigen gilt.

Citizen Kane
22. November 2009 20:41

@Tönnes Thielemann
Sie verstehen mich auch falsch.
Man steht nicht immer hinter jedem Wort eines Zitates.
Das Churchill Zitat brachte ich zur Untermauerung der These, dass es eben bei den Deutschen nur Extreme zu geben scheint, entweder sie kriechen, wie man jetzt wieder im Zusammenhang mit den islamischen Migranten sieht, oder sie schlagen alles kurz und klein. Furor Teutonicus ;-)
Ich weiß nicht, ob ich es erhoffen oder befürchten soll.
Nach dem Startschuss kann es ganz plötzlich kommen, denke ich.
Der Druck ist hoch im Kessel, und wer wird noch alles aus der Deckung kommen bei Sarrazin II?
Wenn dann nach Sloterdijk erst Mario Bart in den Ring springt wird’s ernst, dem folgen die Massen. :-))
Schönen Abend noch!
CK

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