Nur wenn das begriffen ist, kann die Frage nach unserem Befeinder gestellt werden, die aus unserer ureigenen Perspektive sehr leicht und klar zu beantworten ist: Was uns als rechts befeindet, muss antirechts sein, und damit kommt alle Befeindung notwendig von links.
Natürlich gilt das auch für die CDU, natürlich gilt das für den Mainstream! Jede Macht ist links, die gegen uns Rechte arbeitet, mag sie nun ein menschliches Antlitz haben oder ein systemisches, mag sie bewusst wirken oder unbewusst. Ziel des Linken (als Macht) ist immer, uns zu vernichten, und mehr noch die Welt, an der wir hängen. Gerade deswegen werden wir ja befeindet! Wir haben das große Weltvernichtungsprojekt als das erkannt, was es ist, und wehren uns dagegen.
Sind wir also die Weltverteidiger? Die Aufhalter des Weltuntergangs? Ja, offenkundig, doch wären wir bloß das – eine statische Macht, die sich gegen eine dynamische stellt –, wären wir chancenlos, weil die Welt selbst nicht statisch ist.
Wir müssen einsehen: Der linke Untergang ist die Welt. Was unser Befeinder Fortschritt nennt, ist weder eine Entgleisung, noch eine Entführung der Geschichte, sondern diese selbst in ihrer finalen Form. Man kann dazu auf Spengler verweisen, auf Heidegger und viele andere unserer Denker, doch der Gedanke darf hier, in der Weltmitternacht, nicht abreißen.
Es stimmt: Der linke Untergang kommt aus dem Untergehenden selbst und lässt sich daher nicht herausoperieren. Er geht aufs Ganze und wird keine Refugien verschont lassen. Die Welt gibt es eben nur einmal, sie ist links geworden und duldet nichts neben sich. Aber es kann eine Welt nach ihr geben und auf die muss sich unser Wille richten! Es gibt diese neue Welt sogar schon heute – weil es uns gibt, ihre rechtmäßigen Einwohner und Erwohner.
Was bedeutet das? Es bedeutet, dass ausnahmslos alles, worauf unser Auge fällt, uns gehört. Noch ist diese neue, rechte Welt zwar unverwirklicht, doch als Potential hat sie sich uns bereits zugeeignet: Wir sehen ihre Möglichkeit. Unser Befeinder aber sieht etwas ganz anderes. Er kämpft nicht um dieses Potential, weil er es selber für den Bau einer anderen neuen Welt bräuchte, sondern dagegen, weil er darin nur die zu vernichtenden Bestände des Alten sehen kann.
Wir können unseren Befeinder packen und ihm ins Gesicht schreien, dass wir keine Ewiggestrigen sind, sondern das Neue und Unverbrauchte wollen – es schert ihn nicht im Geringsten. Genauso unbeeindruckt sollten auch wir von den ständig wechselnden Selbstidentifikationen und Utopien unseres Befeinders sein, immer wissend, dass er lügt, sobald er den Mund aufmacht. Das Linke ist in seinem Wesen nämlich keine Ideologie und auch kein komplexes historisches Motivationsknäuel, sondern schlicht das materielle Nichts im geschichtlichen Selbstvollzug. Es hat wesensgemäß keinerlei Rechte und ihm gehört buchstäblich gar nichts. Es existiert nicht einmal! Nur als irrealer Fluchtpunkt eines leider sehr realen Verkehrungsprozesses ist es wirkmächtig.
Unser rechter Auftrag ist damit ein zweifacher: Zum einen, das ist der konservative Part, müssen wir das Potential einer neuen Welt gegen die linke Vernichtung schützen, zum anderen müssen wir ebendiese neue Welt allererst ereignen und zur Alleinherrschaft bringen.
Ist das der revolutionäre Part? Ich halte diesen Begriff für viel zu schwach. Revolutionen sind Umdrehungen „vom Kopf auf die Füße“ oder, wenn’s Linke tun, genau anders herum. Das Verkehrte wieder umzudrehen, ist eigentlich jedoch bloß eine Form der Restauration und gehört damit zum konservativen Teil unseres Auftrags. Wir müssen größer denken.
Dazu sind zwei Erkenntnisse grundlegend:
- Rechts und links sind keine politischen Begriffe.
- Es gibt keinen neutralen Grund zwischen rechts und links.
Ich weiß, dass das beispielsweise in der Politik ganz anders aussieht: Dort scheinen wir und unser Befeinder einfach zwei Interessengruppen mit inkompatiblen Zielen zu sein, die sich um dieselben Bestände balgen, und wem es gelingt, mehr Macht auf sich zu vereinen, dem gelingt die Aneignung. Diese Sicht ist berechtigt – für den konservativen Part unseres Auftrags, doch gehen wir nur diesen an, sind wir verloren. Es braucht ebenso die andere Sicht, die die Oberfläche durchbricht, und in die Tiefe dringt. So will ich auf das Thema Kunst schauen.
Es gibt keine neutrale Kunst! Was nicht in die rechte Aufwärtsbewegung gehört, gehört in die linke Abwärtsbewegung. Diese zwei Bewegungen, die rechte und die linke, umfassen die Politik genau so, wie sie die Kunst umfassen. Wenn wir nicht den Mut haben, die existentielle Bedrohungslage, in der wir uns befinden, auch in unserem Denken absolut zu setzen, werden wir einem aufs Ganze gehenden Feind immer unterlegen sein. Unser Credo muss lauten: Rechts und links sind die zwei grundlegenden Begriffe des Seins! Wer also rechts ist und Künstler, der muss rechte Kunst machen. Mit politischer Vereinnahmung hat das rein gar nichts zu tun.
Die Freiheit, die der Künstler für seine Kunst will und braucht, ist nämlich kein zeit- und geschichtsloser Ruheraum, der als Atelier genutzt werden könnte, sondern existiert allein in der rechten Bewegung. Diese darf, ich erwähnte es eingangs, im Vorhinein nicht auf irgendwelche Definitionen verpflichtet werden, was rechts sei und was nicht. Ein weiterer Leitsatz: Wir lassen uns nicht begrenzen! Die Frage, was rechts ist, wird von uns offengehalten, damit wir sie nach und nach mit unserem eigenen Sein beantworten können. Dieses Sein ist ein Werden und deswegen sind wir nicht statisch; deswegen sind wir eine Bewegung; deswegen gehört uns die Zukunft.
Nur eines ist bei aller Offenheit schon heute klar: Rechts und rechtens ist eine Sache nur dann, wenn sie nicht „auf links gedreht“ ist, also nicht verkehrt, sondern ganz sie selbst. Das Ziel der rechten Bewegung ist das Selbstsein: Welt als Welt, Mensch als Mensch, Kunst als Kunst.
Allein rechte Kunst ist daher freie, souveräne Kunst – etwas, das in den Klauen des Linken gar nicht existieren kann. Unsere Mittel gegen diesen Krallengriff der Vernichtung reichen von der Konservierung bis zu revolutionären Umwälzungen. Die Neuereignung vollbringen wir anders.
das kapital
"Was nicht in die rechte Aufwärtsbewegung gehört, gehört in die linke Abwärtsbewegung. "(Drohend:) "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns."Zum 100. Geburtstag von Ernst Jünger sind 2 Staatschefs in den Schwarzwald gefahren, um zu gratulieren. Als Sieger und (zeitweise) Besiegte. 1995 trafen sich dort Francois Mitterand und Helmut Kohl um einen herausragenden Schriftsteller u n d Soldaten zu ehren.War das nun "rechte Aufwärts-" oder "linke Abwärtsbewegung" ?Echte Kunst möge eben dem Wahren Schönen Guten Zeitlosen dienen.Eine Kunst die in allen Systemen funktioniert und sich allen Systemen entzieht, ist wahre Kunst. Alles andere ist nur wertlose Propaganda.Ernst Jüngers Werk hat sowohl in mehreren deutschen als auch in mehreren französischen Systemen funktioniert. So entsteht Kunst, welche die Zeit überdauert. Anders nicht.