Schuldstolz zum Zweiten

Meine Ehre heißt ReueUnter der Überschrift Meine Ehre heißt Reue hat unser Institut vor etwas mehr als einem Jahr eine Studie über den "Schuldstolz der Deutschen" veröffentlicht, die nach Erscheinen sofort vergriffen war. Pünktlich zur Leipziger Buchmesse können wir die zweite, erweiterte Auflage dieser Untersuchung präsentieren. An der Kernthese, daß sich das politische Selbstbewußtsein unseres Volkes aus den Quellen der Schuld speist und daß es diesen Schuldkult lustvoll pflegt, mußte nichts revidiert werden. Hinzugekommen sind neue Bestätigungen dieser These.

Erik Lehnert

Erik Lehnert ist promovierter Philosoph und Wissenschaftlicher Leiter des Instituts für Staatspolitik.

Drei Bei­spie­le:

1. Die Zurecht­wei­sung des Paps­tes durch die Bun­des­kanz­le­rin hat die Exis­tenz einer mit dem Chris­ten­tum kon­kur­rie­ren­den Zivil­re­li­gi­on bestä­tigt. Mar­tin Mose­bach frag­te im Spie­gel besorgt, wie lan­ge eine zivil­re­li­gi­ös ver­faß­te Gesell­schaft noch eine Reli­gi­on in ihrer Mit­te dul­den wird, die an eine ande­re Wahr­heit glaubt.

2. Rühr­se­li­ge Geschich­ten von ver­meind­li­chen Holo­caust­über­le­ben­den, wie die der Bel­gie­rin, die als weib­li­cher Mow­g­li mit den Wöl­fen durch Euro­pa gezo­gen sein will, fin­den wei­ter­hin ihr Publikum.

3. In der Bun­des­tags­de­bat­te um das Geden­ken zum 9. Novem­ber 1938 hat der Abge­ord­ne­te Weiss­kir­chen (SPD) sei­nen Schuld­stolz ver­bal unan­greif­bar zu machen ver­sucht, indem er beton­te, daß “bis zum Ende aller Zeit, daß bis an das Ende aller Tage der Name Holo­caust in den Namen Deutsch­lands ein­ge­brannt bleibt, ich wie­der­ho­le: ein­ge­brannt bleibt.”

Erik Lehnert

Erik Lehnert ist promovierter Philosoph und Wissenschaftlicher Leiter des Instituts für Staatspolitik.

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