Sezession
14. Juli 2011

Über Martin Böcker, das „Campus“-Magazin und das Institut für Staatspolitik …

Götz Kubitschek / 18 Kommentare

... schreiben seit einigen Stunden etliche Zeitungen das immergleiche Durcheinander voneinander ab: Martin Böcker sei ein rechter Aktivist im Dienstgrad eines Oberstleutnants, habe an einer geheimen Kranzniederlegung der extremen Rechten in München teilgenommen und über das von ihm als Chefredakteur geführte Magazin Campus, rechtsextremes Gedankengut an die Bundeswehruniversität in München getragen.

Götz Kubitschek

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

Die Kampagne begann mit einem Beitrag im Bayrischen Rundfunk, der sich unter anderem auf Recherchen des linksextremen "Antifaschistischen Informations-, Dokumentations- und Archivstelle München" (AIDA) stützt. Wenn dort von einer "geheimen Kranzniederlegung der rechtsextremen Szene auf dem Münchner Nordfriedhof" die Rede ist, so kann man das auch "die am hellichten Tage erfolgte Kranzniederlegung zum 75. Todestag des Kulturphilosophen Oswald Spengler" nennen, veranstaltet vom Institut für Staatspolitik und dokumentiert in diesem Netztagebuch.

Der Bayrische Rundfunk macht des weiteren aus dem Oberleutnant Böcker einen Oberstleutnant. Aber dieser Lapsus ist eine Lapalie im Vergleich zu den Äußerungen der Präsidentin der Bundeswehruniversität München, Professorin Merith Niehuss. Sie äußert ein bißchen verzeifelt, daß sie Böcker nicht entlassen könne, daß sie ihm nicht verbieten könne, zu schreiben. Sie würde ihm das Schreiben wohl gerne verbieten, und sie würde ihn gerne entlassen, wenn sie nur könnte. Aber sie kann nicht.

Wieso sollte sie auch? Im Campus stehen Artikel, deren Aussagen Frau Niehuss nicht teilt. Sie sollte debattieren und die Fragen junger Offiziere ernst nehmen. Aber sie denunziert lieber, grenzt lieber aus, imitiert Merkels "nicht-hilfreich"-Ton, verhält sich einer Professorin nicht würdig.

Anlaß für die Aufregung ist unter anderem eine ganzseitige Anzeige, die das Institut für Staatspolitik im Campus schalten konnte - für die kostenlose Abgabe der Studie Die Frau als Soldat an jeden interessierten Studenten der Universität.

In dieser Studie wird die Gleichheit von Mann und Frau in der Befähigung zum Soldaten infrage gestellt. Die Untersuchung stützt sich unter anderem auf eine Studie des Bundesministeriums der Verteidigung aus dem Jahre 2005, die zu dem Ergebnis kommt, daß vor allem kleine und mittelgroße Frauen stärker gefährdet seien als die Männer, deren Dienstposten sie einnähmen.

Die Frau als Soldat hat in den vergangenen Tagen bereits Wirbel ausgelöst, weil der Geschäftsführer des Instituts für Staatspolitik, Dr. Erik Lehnert, die Thesen seiner Arbeit im Marineforum vorstellen durfte. Auch hier im Medienecho: wenig Diskussion, viel Denunziation. Lehnert hat heute einen offenen Brief an Verteidigungsminister de Maizìere verfaßt und eine Auseinandersetzung eingefordert.

Mir scheint, das Institut für Staatspolitik sowie der unabhängige Geist Böcker haben in ein Wespennest gestochen. Soll dort ein Wunschbild verteidigt werden? Oder ist es rechtsextrem, wenn man feststellt, daß es trotz allem Unterschiede zwischen Mann und Frau gibt: "Männer und Frauen boxen ja auch nicht gegeneinander" (Zitat Lehnert).

Wo wäre also nun jener Professor an der Bundeswehr-Universität, der dem jungen Oberleutnant Böcker und seinen Mitstreitern im Campus beispränge und öffentlich sagte: Wie gut, daß es die Meinungsfreiheit gibt! Wie gut, daß es Offiziere gibt, die sie nutzen!

Oder wird dem "Kampf gegen rechts" wieder einmal alles untergeordnet, selbst an einer Universität?

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Mehr über die Studie "Die Frau als Soldat" kann man hier erfahren, und hier kriegt man sie schneller.
Über Böcker gibt es unter anderem Artikel in der Welt und der Süddeutschen.
Wichtig ist, daß er sich der Jungen Freiheit gegenüber schon äußern konnte - während die anderen Zeitungen und der Bayrische Rundfunk auf seine Meinung zum Thema verzichteten.
Test


Götz Kubitschek

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

Kommentare (18)

Nils Wegner
15. Juli 2011 00:33

Zur Frage im letzten Satz:

Ja. Wie an jeder bundesdeutschen Universität.

War schon eher eine rhetorische Frage, richtig?

S. Wunder
15. Juli 2011 00:50

Prof. Wolffsohn wurde durch die Äußerungen von Frau Niehuss ja ebenfalls indirekt angegriffen und wird sich positionieren müssen, wenn er Selbstachtung besitzt.

Hier findet sich der mit orwellschen Floskeln gespickte offene Brief von Fr. Niehuss: https://augengeradeaus.net/2011/07/munchner-bundeswehr-uni-untersagt-werbung-fur-neue-rechte/

Chris
15. Juli 2011 09:49

"im Deutschland nichts Neues"

Wenn es so an einer Uni zugeht, dann überrascht mich der Fachkräftemangel in diesem Land wirklich nicht mehr!

Langsam wird es dann echt mal wieder Zeit für eine Flugblattverteilung an einer Münchener Uni...!

Chris

Martin
15. Juli 2011 11:03

Der oben von S. Wunder gemachte link zu dem "offenen" Brief von Fr. Niehuss ist aufschlussreich, insbesondere die Warnung, dass das IfS Adressen speichere, was nichts weiter bedeutet als: "Wir wissen, wer dort etwas bestellt, an Tagungen teilnimmt etc.".

Im Übrigen sind es erwartbare Reaktionen und "Bundeswehr" und "Universität" sind eigentlich zwei sich ausschließende Begriffe, so dass die Reaktion nicht überrascht. Dass man sich aber so offen auf DDR 2.0 Niveau begibt, zeigt nur, wie wenig Stil noch vorhanden ist.

Isabel
15. Juli 2011 13:13

Das Unerträglichste an dieserart Kampagnen ist dabei noch die Tatsache, daß sie von Menschen angestoßen wird (wie hier Robert Andreasch), die sowohl charakterlich als auch was die Glaubwürdigkeit ihrer demokratischen Überzeung angeht denjenigen um Klassen unterlegen sind, die sie angreifen.
Diese Art Personen kennt keine Sachlichkeit, keine Menschlichkeit, kein Gewissen, sondern führt Kampagnen wie diese skrupel- und erbarmungslos durch, mit bewußt verfälschenden Informationen umgehend, das alles in der Regel wider besseres Wissen.
Noch unerträglicher, daß solchen Personen dann auch noch breite mediale Aufmerksamkeit und Glauben geschenkt wird.
Wie leicht ist ein Ruf in der heutigen Zeit ohne eigenes Verschulden zerstört, und wie schwer ist es, ihn wieder aufzubauen - man erreicht bestenfalls die Nachdenklichen, nach dem Ablauf einiger Zeit.
Diese Zustände sind - man kann es nur immer wiederholen - unerträglich im Höchstmaß.

Faschist
15. Juli 2011 13:23

Ich bin Offizieranwärter und seit 2 Jahren Soldat.

Während dieser Zeit hatte ich nicht den Eindruck, dass man wegen Aussagen nahe des rechten Rands (aber nicht darüber hinaus) Schwierigkeiten bekommt.

Im Gegenteil waren viele Vorgesetzte von mir ein Freund offener Worte.

Unabhängig davon ist es äußerst wichtig, dass Böcker und Co den Anfeindungen standhalten und ihre Magazin in der jetztigen Form weiterführen.

Die Masse aller Offizieranwärter ist rechtskonservativ eingestellt, auch wenn sie sich dessen nicht unbedingt bewusst sind.

Deshalb hat die ganze neue Rechte hier erhebliches Rekrutierungspotential.

Wenn sich nun abzeichnet, dass Böcker und seine Kameraden ihre Meinung veröffentlichen können, ohne tabuisiert zu werden und berufliche Nachteile zu erleiden, wäre ein großer Einbruch der Rechten in die Bw geglückt.

Nichts ist wichtiger, als die Streitkräfte als konservative Bastion zu erhalten und nirgends ist die Chance gößter ein dezidiert rechtes "Netzwerk" zu schaffen.

Wenn die totale Unterwerfung der Bw unter die linke Meinungsherrschafrt allerdings gelingt, ist für die Rechte unendlich viel verloren.

Deshalb rate ich Böcker, als Vorschlag zu folgenden Schritten:

1. Ihre Vorgesetzten wie von Kubitschek angesprochen auf Ihre Fürsorgepflicht aufmerksam machen.

2. Gegen die Äußerungen der Unichefin Stellung beziehen, versuchen in den Mainstreammedien Gehör zu finden

3. Die Publizität der ganzen Angelegenheit nach oben treiben und versuchen die Studentenschaft auf Ihre Seite zu bringen, z.B. durch Flugblätter, Plakate oder Vorträge.

4. Verleumdnungsklagen gegen die Leute hinter den "Nazivorwürfen".

Viel Glück bei dem bevorstehenden Kampf.

RoiDanton
15. Juli 2011 13:25

Ich hoffe doch sehr, dass sich Herr Oberleutnant Böcker auch mit rechtlichen Mitteln gegen den BR bzw. die Abendschau zur Wehr setzt. Als "Neonazi" muss man sich nun wirklich nicht beschimpfen lassen. Sollen doch der "Andraesch" und seine Hetzjagdkamarilla mal vor Gericht beweisen, wie sie zu dieser Behauptung kommen.

Aber dass sich die Bundeswehruni nicht von den anderen Hochschulen, was politisches Klima und Personal betrifft, unterscheidet, war abzusehen. Genau so, wie sich die Bundeswehr durch Umerziehung und "Innere Führung" gewandelt hat, haben es auch ihre "Bildungs"einrichtungen.

Man kann nur hoffen, dass Martin Böcker dadurch nun keine Konsequenzen widerfahren, die seinen weiteren Weg als Offizier negativ beeinflussen. Aber leider muss man in dieser "Armee" mit allem rechnen. Davon können hier ja einige ein Lied singen.

AK
15. Juli 2011 14:29

Bislang ist ja - formal - noch nichts passiert, außer dass sich ein "Qualitätsmedium" nach dem anderen selbst disqualifiziert. (FAZ löblich ausgenommen):

Staatsbürger in Uniform publizieren im Rahmen des Pluralismus Ihre Meinung. In Medien. Oha.

Man könnte angesichts des Aufruhrs denken, dass diese Meinung darin bestünde, in Russland einzumarschieren und dort Juden zu töten. Dann wäre der Aufruhr berechtigt. Es ist aber gar nicht so. Was da beklagt wird ist - vollkommen harmlos.

Man kann über Meinungen nur diskutieren. Aber anstatt dies zu tun, werden hier Menschen in geradezu mittelalterlicher Manier an den Pranger gestellt.

Was an ihrer (legalen!) Meinung sachlich falsch sein soll, spielt keine Rolle, denn dann müsste man ja diskutieren.

Es ist das intellektuelle Niveau von Hexenverfolgungen. Ob man sie durch die Lüfte fliegen sieht oder nicht - VERBRENNT SIE!

Ihre Meinung gefällt uns nicht - ES SIND NAZIS!

Ich hoffe, dass die "Beschuldigten" sich juristisch wehren!!

Wir sind ein Rechtsstaat.

Meyer
15. Juli 2011 17:21

Die hysterischen und aktivistischen Reaktionen von BR, Welt, Süddeutscher einerseits und von Thomas de Maiziere und Merith Niehaus, Präsidentin der Bundeswehruniversität, München zeigen nur eines ganz klar: Angst! Sogar Panik?

Wovor?

Davor, daß Erik Lehnert vom IfS nur das wiederholt, was an Studien schon lange verfügbar war? Davor, das auszusprechen, was jeder Offizier, jeder Unteroffizier schon lange weiß?
Der Kaiser trägt keine Kleider! Nur im Ausspruch liegt die Sprengkraft, also in der Bewußtseinswerdung. Und genau dieser Prozeß läuft gerade ab.

Oder haben sie davor Angst, daß der durchschnittliche Deutsche Offizier (zumindest im Heer) tendenziell nicht links ist? Unglaublich. Das wußte man schon vor hundertfünfzig Jahren und wahrscheinlich schon seit Caesar und noch weit davor. Liegt in der Natur der Sache: Die Politprofis glauben doch nicht ernsthaft, daß einem halbwegs verständigen Soldaten nicht klar ist, daß seine Gesundheit am Hindukush für die Bundesrepublik verkauft wird, welche dieselben Poliker ohne Gewissenbisse preisgünstig auf allen Märkten feilbieten.

Von links und von rechts gleichermaßen deligimiert sich diese Republik wie einst in Weimar. Dessen Stützen, die 60Jährigen beißen bald ins Gras. Und was dann, ihr Spezialisten? Der Saftladen BRD muß an allen Enden mühsam zusammengehalten werden, daß ist immer so. Aber diesem drittklassigen Personal mit dieser Konstruktion wird das nicht gelingen.

https://dermeyerblog.wordpress.com/2011/07/15/lehnert-bocker-springer-kempf/

PB
15. Juli 2011 18:01

Und die SZ, die schon wieder, legt nach:

https://www.sueddeutsche.de/bayern/umstrittener-gastbeitrag-herr-goppel-und-die-junge-freiheit-1.1120846

Asenkrieger
15. Juli 2011 20:49

Ich komme viel herum und habe beruflich viel mit der Bundeswehr zu tun. Den Eindruck eines meßbaren "rechten" Potentials unter den Offizieren kann ich keinesfalls bestätigen, es sei denn die CDU wäre "rechts".

Im Gegenteil: Für mich erschienen fast alle Offiziere als treue Diener der Umerziehung. Dabei ist deren historisch-politisches Niveau erschreckend niedrig: Irgendwo zwischen Informationen zur politischen Bildung und Informationen für die Truppe.

Wer auf die Bundeswehroffiziere setzt, ist verloren. Das war und ist eine der größten politischen Enttäuschungen für mich in den letzten Jahrzehnten gewesen. Und es wird immer noch schlimmer.

Machen Sie sich da bitte nichts vor.

PB
16. Juli 2011 02:07

Was sagt eigentlich Erich Vad, Merkels General und früherer Sezession-Autor zu diesem Vorgang?

https://de.wikipedia.org/wiki/Erich_Vad

https://www.focus.de/politik/deutschland/erich-vad-merkels-general_aid_487123.html

https://www.sezession.de/13036/erich-vad-wird-general.html

https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-69424677.html

Hat der überhaupt noch eine eigene Meinung seit er im Kanzlerinnenamt beschäftigt ist, und falls ja, könnte er sich eine private Meinung überhaupt noch leisten, ohne sein B6-Gehalt zu riskieren ?

Jan Wilhelms
16. Juli 2011 12:51

Ist zu der Affäre eigentlich bis dato irgend etwas im Druck erschienen? Also nicht nur im Netz.

(Die Frage ist, um Mißverständnissen vorzubeugen, keinesweg und in irgendeiner Form provokativ gemeint - ich frage so aus allgemeinem Interesse an der Funktionsweisen von "Internet-Aufregern"...)

Edeltraud Lademann
16. Juli 2011 15:21

Da ich an der Deutschen Hochschule für Körperkultur in Leipzig zu DDR-Zeiten studierte, kam ich auf die Idee, sportwissenschaftlichen Beistand über die homepage der Sporthochschule Köln in heutigen Zeiten zu finden.
Ich staunte allerdings nicht schlecht, als ich dort "The same procedure as every(year)"-where vorfand: In üblicher Weise las ich von den Kriterien zur Eignungsprüfung unter möglichst strikter Vermeidung der Trennung von männlichen und weiblichen Anforderungen in den Prüfungsdisziplinen.

Selbstverständlich können auch Behinderte und chronisch Kranke Sport studieren. Es gibt einen Behindertenbeauftragten, der die Tests zu beleiten hat und Ausnahmezulassungen über den Rektor bei Nichtbestehen.

Das allgemeine Niveau bezeugen Videos von den Aufnahmeprüfungen.
Hier ein für mich erschütternder Video-Bericht:

https://www.zbsport.de/videos/haertetest/index.html

Ein Prüfling: "Oh, hier ist alles viel schwerer als man denkt."
Ein Dozent: "Wir fordern hier Dinge, die sind vergleichbar mit dem Sportabzeichen."
Ich kann meinen Berufskollegen nur beipflichten, unter Sportstudienbewerbern stellt man sich etwas anders vor.

An den Offiziershochschulen kann es nicht viel anders aussehen.

Es wird allerhöchste Zeit, sich nichts mehr vorzumachen!

Daniel
17. Juli 2011 05:53

Wenn es zutreffend ist, daß Martin Böcker weder von der SZ noch vom br sowie deren Abschreibern um einen Stellungnahme gebeten wurde, dann ist das presserechtlich erheblich relevant! Derartige Vorgänge verraten alles über die Verrohung publizistischer Sitten hierzulande. Da brauchen die nicht überheblich über den Kanal auf die Murdoch-Presse in England herabzublicken. Hier wurden zwar keine Telefone abgehört, aber in der gleichen Weise ethische Standards negiert, die die Betroffenen in ihren Persönlichkeitsrechten verletzten, alles möglich unter dem Label "rechts".

Wenn der Presserat nicht so ein zahnloser Tiger wäre, sollte man dem diesen Vorgang vorlegen. Ein Versuch wäre es vielleicht wert?

S.W.
17. Juli 2011 12:57

Die Zersetzungsarbeit gegen die Bundeswehr hat ja seit langem Methode, und die Bundeswehr reagiert darauf meist kopflos und häufig mit vorauseilendem Gehorsam.

Ich rege an, dem Thema eine eigene Netzpräsenz zu widmen, die systematisch die laufenden Kampagnen beobachtet und auswertet sowie die Verantwortlichen und Hintergründe benennt. Der "Journalist" des BR, der offenbar die aktuelle Kampagne angestoßen hat, war ja z.B. einschlägig bekannt.

Es gab früher mal den "Weblog Sicherheitspolitik", der sich u.a. kritisch mit der sog. Friedensbewegung und verbundenen Phänomenen auseinandersetzte. Soweit ich weiß, wurde das Vorhaben damals eingestellt, weil die Autoren fast zeitgleich in den Auslandseinsatz gingen und von dort aus nicht weiterschreiben konnten. Die Aufmerksamkeit soll aber mit einer vierstelligen Zahl täglicher Leser (viele davon in der Bundeswehr) recht hoch gewesen sein. Die Seite wurde zwischenzeitlich gelöscht, aber die Inhalte hat jemand an anderer Stelle rudimentär archiviert: https://sipolarchiv.wordpress.com/

Ich könnte mir aber vorstellen, dass man mit einem ähnlichen Vorhaben vielleicht etwas bewirken könnte. Ich vermute auch, dass der eine oder andere der ehemaligen Autoren wieder aktiv werden könnte. Die sonstige bundeswehrnahe Netzgemeinschaft ist ansonsten (schon aus wirtschaftlichem Interesse) eher linksaffin (z.B. Thomas Wiegolds "Augen Geradeaus!") und monopolisiert die Diskussion entsprechend.

Gäbe es Personen (idealerweise mit Bw-Hintergrund), die sich an so etwas beteiligen würden? Könnte das IfS so etwas unterstützen, etwa als Anlaufstelle für Interessenten, die sich vermutlich ungerne an für sie nicht einzuordnende Dritte wenden würden?

Martin
20. Juli 2011 12:33

Die Hexenjagd beginnt:

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,775361,00.html

Für Herrn Böcker wird es jetzt eng werden - um so mehr muss dagegen gehalten werden ...

PB
20. Juli 2011 18:30

Wolffsohn sichert seine Kampfstellung erstmal nach allen Seiten ab, und gibt dann ein bisschen Feuerschutz:

https://www.wolffsohn.de/index.php?mact=News,cntnt01,detail,0&cntnt01articleid=362&cntnt01returnid=15

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