30. März 2009

Madrid vor 70 Jahren

Gastbeitrag

Spanien befindet sich im "Krieg der Erinnerungen". Die linke Regierung unter José Zapatero strebt unter dem Stichwort "historisches Gedächtnis" eine einseitige Bewertung des spanischen Bürgerkriegs nach bekanntem Schema an: Die Linken haben die Republik verteidigt und sind die armen Opfer, die Rechten (in diesem Falle: die Francisten) haben geputscht und sind die blutrünstige Täter.

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Am vergangenen Samstag nun jährte sich der Einmarsch der siegreichen Truppen General Francos in Madrid zum 70. Mal, er ist das symbolische Ende des spanischen Bürgerkriegs. DeutschlandRadio Kultur erinnerte an dieses Datum: Während der Radiobericht unbeholfen zahm war, verwies etwa Spiegel-online auf den weithin unbekannten innerlinken Machtkampf in Madrid kurz vor Francos Einmarsch. Dieses Gemetzel (über 2000 Tote) zwischen stramm moskau-kommunistischen und republikanischen Truppen findet im Gedenk-Artikel der Links-Partei keine Erwähnung: Vielmehr fiel nach der dortigen Version "Madrid, militärisch unbesiegt, am 28. März 1939 durch Verrat".

Vielleicht glaubt der Verfasser dieses dümmlichen Satzes an sein Geschichtsbild, wir glauben jedenfalls nicht daran und setzen in der April-Ausgabe der Sezession einen Kontrapunkt: die leicht gekürzte Fassung eines Beitrags des Politikwissenschaftlers Arnaud Imatz, der nicht nur die Hintergründe des "Kriegs der Erinnerungen" erzählt. Imatz zeigt auch einen Ausschnitt der Greuel der Republikanischen Truppen und ordnet den Putsch Francos als Reaktion auf kommunistische Putschversuche ein.

Wir stellen den Beitrag hier zum Herunterladen frei, er enthält auch zwei Bilddokumente linker "Ehrentaten". Die Abonnenten sollten das Heft am Donnerstag erhalten, wer noch nicht abonniert hat oder das Einzelheft bestellen möchte, kann das hier tun.


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