Sezession
30. August 2011

Deutscheopfer.de – Der Verbrechens-Report und die islamische Paralleljustiz

Felix Menzel

Der Focus macht diese Woche mit einem exklusiven Bericht über die neuen Polizeistatistiken auf. Wenn man die Titelgeschichte zunächst durchblättert, fallen durch die Bilder ein türkischer Ehrenmörder, der 18-jährige Torben und zwei Schwerverbrecher namens Thomas auf. Die Statistiken und der Textbeitrag zeigen dann, daß diese illustrierte Vorauswahl in die Irre führt.

Felix Menzel

Felix Menzel ist Chefredakteur des Schülerblogs blauenarzisse.de.

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Insgesamt geht die Kriminalität in Deutschland seit 20 Jahren zurück. Das liegt vor allem an der demographischen Lage. Der Kriminologe Christian Pfeiffer sagt gegenüber dem Nachrichtenmagazin: „Die Vergreisung der Republik fördert die innere Sicherheit.“ 50-jährige Männer namens Thomas, die ihre beiden Nichten umbringen, sind also die absolute Ausnahme und erklären nicht, warum sich die Deutschen nicht sicher fühlen. Der Focus unterstellt dabei, die Furcht sei zu einem großen Teil eingebildet.

Mit dieser Unterstellung verkennen die Journalisten komplett, daß die Bürger mehr wahrnehmen als nur Statistiken. Zum Beispiel dies:

Verbrecher von morgen sitzen in Berlin bereits in den Klassenzimmern. Die Situation an vielen Schulen eskaliert. Seit 2004 hat sich die Zahl der Gewalttaten dort fast verdoppelt.

Verschwiegen wird an dieser Stelle, welcher Herkunft die „gewaltbereiten Jugendlichen“ in den „Problemvierteln“ sind. Entscheidend sind hier gar keine Zahlen, sondern ganz konkrete persönliche Erlebnisse. Wenn ein junges Mädchen in der Schule als „deutsche Schlampe“ bezeichnet wird oder ein 17-Jähriger als „Opfer“, dann haben sie mehr über die Alltagsgewalt in Deutschland gelernt, als der Focus-Beitrag und irgendwelche Statistiken aufdecken.

Aufschlußreich ist der Verbrechensreport nur an jenen Stellen, wo es konkret wird:

Auf den Amüsiermeilen an den Kölner Ringen bricht beinahe jedes Wochenende Bambule aus.

Immer wieder müssen Polizisten Schlägereien schlichten. Türkische, arabische und albanische Gangs kämpfen um die Macht in den Diskotheken. (…)

Die 31 Übergangsheime in Köln beherbergen seit Jahrzehnten nicht nur Kriegsflüchtlinge aus Ex-Jugoslawien, sondern auch kriminelle Sippen aus den Nachfolgestaaten und Rumänien, die „erst Hartz IV kassieren und dann auch noch Straftaten begehen“, so schrieb es ein Kölner Ermittlungsrichter in einen Haftbefehl eines verdächtigen Wohnungseinbrechers.

Gerade diese Alltagskriminalität ist es, die für jeden Bürger in seiner Wohnumgebung greifbar ist und die jeden treffen kann. Dies muß gerade deshalb betont werden, um Ausnahmephänomene wie Ehrenmorde richtig einzuordnen. Pro Jahr gebe es davon lediglich sieben bis zehn Fälle, die sich zumeist innerhalb türkischer Familien abspielen, so der Focus. Täter seien meist Männer zwischen 40 und 49, die den deutschen Paß nicht besitzen. Ein Blick in die Chronik ehrenmord.de bestätigt dieses Bild jedoch nicht: Am 24. Januar 2011 ersticht der 21-jährige Sinan Emre (in Deutschland geboren) seine Ex-Freundin Martina Kreutzer. Am 20./21. Februar 2011 sticht der 18-jährige Türke Harun A. (in Deutschland geboren) die Bosnierin Zorica H. nieder und tötet dabei die junge Frau und seine ungeborene Tochter. Am 5. August 2011 erschießt der 25-jährige Mehmet Yildirim die Mutter und Schwester seiner Ex-Frau. Ebenfalls an diesem Tag ersticht der 25-jährige Abdulrahman fast seine Ex-Freundin. Die Amerikanerin Caroline überlebt nur dank einer Notoperation.

Weit mehr als diese tragischen Fälle sind jedoch für deutsche Frauen in Großstädten sexuelle Belästigungen zu spüren, die nur in Ausnahmen zur Anzeige gebracht werden. Das fängt bei Begrabschen, Bedrängen und Nötigen an und führt im schlimmsten Fall bis zu einer Gruppenvergewaltigung.

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter führt Gewalt, Betrug und andere Delikte auf den „jahrzehntelang hingenommenen Verfall der Werte“ zurück, zitiert der Focus. Im Hinblick auf sexuelle Gewalt von jungen Muslimen greift diese Erklärung jedoch zu kurz. Hier wirkt sich die im Islam angelegte Respektlosigkeit gegenüber Frauen auf fatale Weise aus.

Die Großzahl dieser Taten bleibt unerfaßt und wenn sie erfaßt werden, dann landen sie in einem undurchsichtigen Datennirwana, das mehr verschleiert als erhellt. Das BKA weist für das Jahr 2010 einen leichten Anstieg der nicht-deutschen Tatverdächtigen von 21,1 auf 21,9 Prozent aus. Darunter fallen die Rumänen und Bulgaren, die in Berlin für einen rasanten Anstieg der Diebstähle und Einbrüche gesorgt haben. Ungenannt bleibt im Focus dabei, daß es sich um ein reines „Zigeunerproblem“ handelt. Auch in Frankfurt sollen „sehr mobile Südosteuropäer“ die Anzahl der Einbrüche nach oben katapultiert haben. Diese Täter berücksichtigt die Statistik sicherlich, die mit deutschem Paß ausgestatteten Schulhofkriminellen aus Einwandererfamilien hingegen nicht.

Auf ein weiteres Problem macht der langjähriger ARD-Journalist Joachim Wagner aufmerksam. In seinem morgen erscheinenden Buch Richter ohne Gesetz. Islamische Paralleljustiz gefährdet unseren Rechtsstaat will er zeigen, wie Muslime die Mechanismen unserer Justiz aushebeln. In der Buchankündigung heißt es:

Muslimische Friedensrichter tragen keine Robe und haben keine juristische Ausbildung. Und doch sind sie Schlüsselfiguren einer islamischen Paralleljustiz, die das deutsche Rechtssystem zunehmend aushebelt. Gemeinsam mit deutschen Strafverteidigern setzen sie durch, dass Messerstecher, Betrüger und Mörder straflos bleiben. Polizei und Gerichte schauen den Machenschaften ohnmächtig zu. Joachim Wagner beschreibt spektakuläre Fälle und enthüllt, wie unsere Justiz vor einer fremden Rechtskultur kapituliert.

Friedensrichter klingt nach einem ehrbaren Beruf. Doch unbemerkt von der Öffentlichkeit und sogar der Justiz hat sich in muslimisch geprägten Einwanderervierteln eine islamische Paralleljustiz etabliert. In den Verhandlungen zwischen den Täter- und Opferfamilien geht es oft alles andere als friedlich zu: Um Schulden einzutreiben oder die Gegenseite einzuschüchtern wird erpresst, geprügelt und geschossen und selbst mit Mord gedroht.

Sind sich Täter und Opfer einig, wird die Strafjustiz massiv behindert. Richter erleben regelmäßig, dass sich Opfer und Zeugen schlagartig an nichts mehr erinnern, frühere Aussagen bagatellisieren oder Aussagen vor Gericht verweigern. Dadurch wird das Strafmonopol des deutschen Rechtsstaates systematisch unterlaufen.

Hier geht es zu deutscheopfer.de mit neuen Fällen.

 
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Felix Menzel ist Chefredakteur des Schülerblogs blauenarzisse.de.

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