Sezession
5. März 2012

Emma West revisited

Martin Lichtmesz / 27 Kommentare

Letzten Dezember haben meine Berichte über den Fall der wegen "rassistischer Unruhestiftung" verhafteten und medial gemobbten britischen "Tram Lady" Emma West die Gemüter unserer Leser stark bewegt. Eine Zusammenfassung und Bewertung des Falles findet sich auch in der aktuellen Druckausgabe der Sezession. Nun bekomme ich von einem Leser Informationen mitgeteilt, die die Geschichte neu akzentuieren.

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

Er schreibt:

Ebenso wie Sie sehe ich in der „Affäre Emma West“ einen weiteren Meilenstein, oder sollte ich besser Sargnagel schreiben?, auf dem Weg in eine Gesellschaft, in der Gedankenverbrechen öffentlich angeprangert und brutalstmöglich bestraft werden. Daher habe ich diese Episode im Siechtum des "englischen Patienten" ähnlich interessiert verfolgt wie Sie.

Aus diesem Grunde möchte ich Ihnen einen weiteren Aspekt der Geschichte nicht vorenthalten, den Sie mit großer Wahrscheinlichkeit nicht kennen. Ich habe langjährige britische Freunde in London, die ich natürlich auch auf das Thema angesprochen habe, weil ich wissen wollte, wie die Stimmung dort tatsächlich ist. Zu meiner großen Überraschung erklärte einer meiner Freunde, er kenne das Umfeld von Emma West persönlich und sei sehr erstaunt darüber, dass in der ganzen Diskussion ein ganz wesentlicher Aspekt völlig verschwiegen werde.

Es sei im Umfeld von Frau West nämlich allgemein bekannt, dass die arme Frau seit langem unter massiven psychiatrischen Störungen im Sinne einer Schizophrenie leide. Sie stehe seit langem unter einer entsprechenden Medikation, welche auch die in dem Video sichtbaren ganz typischen „oralen Automatismen“ auslösen könne, wenn sie nicht optimal eingestellt sei. Sie sei vor ihrer berüchtigten Zugfahrt zum Teil auch stationär psychiatrisch behandelt worden und dies sei auch der Grund, warum man ihr bereits vorher teilweise ihre Kinder entzogen habe.

Wenn man sich das Video anschaut, dann fallen einem tatsächlich die seltsamen Mundbewegungen der Frau auf, so dass der Verdacht nahe liegt, dass ihre Äußerungen in einem Zustand erfolgten, der auf eine gewisse Unzurechnungsfähigkeit schließen lässt (entweder direkt ausgelöst durch ihre Erkrankung oder aber durch Fehler in der Medikation). Abschließend meinte mein britischer Gewährsmann, soweit er wisse, habe man Frau West in erster Linie dann auch wegen ihrer psychiatrischen Probleme in entsprechenden Gewahrsam genommen.

Es stellen sich nun mehrere Fragen. Wenn das stimmt – wovon ich ausgehe, da ich absolut keinen Grund habe, an den Äußerungen meines britischen Freundes zu zweifeln – muß gefragt werden, warum man in der ganzen Diskussion nie in Erwägung zog, dass die Frau krank sein könnte? Waren mildernde Umstände nicht erwünscht und passte es den Meinungswächtern drüben vielleicht ganz gut in ihre Agenda, dass man endlich mal einen weißen Rassisten auf frischer Tat ertappt hatte? Kocht man da ein politisch korrektes Süppchen auf dem Rücken einer Psychiatrie-Patientin?

Bei aller Bestürzung über den Gang der Dinge und bei allem Verständnis für den Frust vieler „Ureinwohner“ angesichts der Überfremdung ihrer Kulturen darf man nicht verschweigen, dass Emma West krank ist und sich möglicherweise nur deshalb öffentlich so äußerte. Wäre sie gesund gewesen, so mein britischer Freund, hätte sie es angesichts der herrschenden Verhältnisse wohl kaum gewagt.

Das ist in der Tat interessant, und paßt auch gut zu dem Eindruck, den ich in der Druckausgabe so beschreibe: West wirke auf dem berüchtigten viral video (dessen inzwischen gelöschter Original-Upload damals 11,5 Millionen Zugriffe erhielt), "unkontrolliert, gestreßt, ungesund, möglicherweise unter Alkohol-Einfluß." Auch habe ich erwähnt, daß sie nach einigen Berichten bereits zuvor in psychiatrischer Behandlung stand, wegen "Depressionen mit Selbstmordgefahr". Tatsächlich sind die seltsamen Mundbewegungen und Gesichtsentgleisungen auf dem Video auf auffällig.

Wenn die Informationen unseres Lesers stimmen, fragt es sich tatsächlich, warum weder die Anti- noch die Pro-Emma-West-Medien diesen Umstand aufgegriffen haben. Für die Verteidigung wäre es doch ein Leichtes gewesen, West aufgrund ihrer Krankheit als nur eingeschränkt zurechnungsfähig hinzustellen (der Prozeß wurde inzwischen auf den 11. Juni verlegt), ja ihre Äußerungen gänzlich der Krankheit zuzuschieben.

Die Antirassisten, die ihre waschechte Hexe gefunden hatten und sie mit Leidenschaft grillten, hätten nun zwar die Möglichkeit gehabt, anhand ihres Beispiels jeglichen "ethnozentrischen" Affekt der Weißen als pathologisch hinzustellen. Aber sie wären im Endeffekt eher in einem schlechten Licht dagestanden: unter den zehntausenden im Netz hinterlassenen Kommentaren, die forderten, die Ketzerin einzusperren, sterilisieren, erschießen, vergewaltigen, verprügeln, aufhängen, erniedrigen etc. etc. fanden sich nur sehr wenige, die die Meinung äußerten, diese Frau sei offensichtlich krank  und man solle sie in Ruhe lassen. Es steht nicht gut zu Gesicht, eine in mehrfacher Hinsicht wehrlose Person derart mit dem Pranger zu quälen. Das erinnert in der Tat ans Mittelalter, als man mit Geisteskranken auch nicht gerade zimperlich umsprang.

Umgekehrt haben einige Pro-Emma-West-Gruppen, etwa auf Seiten wie Britainfirst.org versucht, sie zu einer Art englischen Jeanne d'Arc und zur "Mother of Britain" zu stilisieren, mit zum Teil knalldummen Youtube-Videos, in denen West erneut als Projektionsfläche dient, diesmal von der anderen Seite bestrahlt, aber ebenso verzerrt. Das zeugt freilich von einem drängenden Bedürfnis nach Helden-, Märtyrer- und Leitfiguren auf der Seite einer nahezu komplett isolierten Rechten.  Aus einer Schizophrenen läßt sich aber schwerlich eine beispielhafte heroische Ikone machen (auch wenn nun manche böse Zungen ähnliches über La Pucelle denken.) Ein anderer Grund für das Schweigen mag sein, daß die Familie nicht wollte, daß diese Information in die Massenmedien dringt.

All dies ändert freilich nichts an meiner Feststellung, daß sich der "Antirassismus", der in relativ homogenen Gesellschaften durchaus sinnvoll sein kann, in "multikulturellen" Gesellschaften unweigerlich zum totalitären Syndrom ausweitet, wie man in England sehr gut beobachten kann. Dort werden inzwischen schon kleine Kinder systematisch für "rassistische" Äußerungen zur Verantwortung gezogen und unter massiven Druck gesetzt  - unlängst ein siebenjähriger Junge, dafür, daß er es gewagt hatte, ein afrikanisches Kind zu fragen, ob es aus Afrika stamme, weil es "braun" sei. Es wird also schon als bedenkliches Zeichen gewertet, überhaupt das Anderssein des Anderen wahrzunehmen. Gleichzeitig wird rund um die Uhr behauptet, daß diese "Diversität" ein Grund zum Feiern sei. Warum eigentlich, weiß in Wirklichkeit kein Mensch.  Selbst Autoren, die gegen den grassierenden "Mythos der rassistischen Kinder" anschreiben, sind gezwungen, ganz offensichtlich kontrafaktische Bekenntnisse abzuliefern:

Ich glaube, daß England heute in rassischer Hinsicht harmonischer ist, als je zuvor. Wir sollten diese Tatsache feiern. Es ist heute auch ethnisch vielfältiger als je zuvor. In London haben beinah die Hälfte der Unter-Fünfjährigen einen multikulturelle Abstammung.

Wie heißt es doch so schön? Kinder und Narren sprechen die Wahrheit. Was bedeutet schon eine schizophrene Frau mit "oralen Automatismen", bei der die medikamentöse Stillegung versagt hat, in einem Land, das selbst zu einem Irrenhaus geworden ist?
Test


Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

Kommentare (27)

Unke
5. März 2012 10:20

Zur "Krankheit" von Frau West wäre zu sagen, dass es sich hier um eine psychatrische Diagnose handelt. Und die wäre selbst kritisch zu hinterfragen. "Schizophrenie" und ähnliche Diagnosen kommen ja eher aus dem Bereich der Sozial"wissenschaften" als aus der Medizin.
Kurz und ehrlich: auf das Schlagwort "psychische Störung" gebe ich nicht viel. Da würde ich gerne mehr wissen, insbesondere zur Biographie von Frau West: wie war ihr bisheriges Leben, was führte zu den Äußerungen in der U-Bahn?

Auf irgendeine ärztliche Diagnose: drauf gesch*. Es sei, unoriginellerweise aber passend, daran erinnert, dass in der Spätzeit der Soffjetunion politisch Mißliebige in die Psychatrie gesteckt wurden.

Zur Verehrung als moderne Jeanne d'Arc: warum eigentlich nicht? Wußte denn die historische Jeanne d'Arc, was sie tat? Und hatten nicht vielleicht diverse Helden aus der Vergangenheit auch damals schon z.B. bewußtseinsverändernde Substanzen bei der Verrichtung ihrer Taten inkorporiert?

Abschließend eine Prognose zur britischen Bevölkerung (< 40 Jahre) für das Jahr 2030:

Indigenous Population 2030: 15 million
Non-Indigenous Population 2030: 23.5 million.

patzer
5. März 2012 11:27

Früher hieß Rassismus wenn jemand behauptete schwarz sei schlecht.
Heute ist Rassismus wenn jemand behauptet schwarz sei schwarz.

Aus dem Gedächtnis zitiert-Michael Klonovsky-
Lest ihn mal.Seine Aphorismen passen verdammt oft.

Max Sternhuber
5. März 2012 11:39

das sind schlechte neuigkeiten, die krankheit wird wenn sie tatsaechlich wahr ist und bekannt wird von den antirassisten genuesslich ausgeschlachtet. wie im artikel angesprochen wird dadurch der mythos genaehrt rassismus von seiten weißer sei grundsaetzlich eine sache der kranken, außenseiter, ungebildeten, schwachen etc. was niemand daran hindern wird immer haertere gegenmaßnahmen einzuleiten. der missbrauch der psychiatrie fuer politische zwecke ist ja auch ein beliebtes thema von gesellschaftskritischen dystupien. dies alles passt in den bekannten leitspruch: der rechte ist dumm, laecherlich aber trotzdem extrem gefaehrlich

G. M.
5. März 2012 13:03

Wenn rauskommt das E. West psychisch krank ist muss vieles von dem was gesagt und geschrieben wurde zurückgenommen werden. Die Reaktion aber auf sie war eindeutig. Mehr braucht es dann für Linke, Politiker und Medien in England auch nicht um zu wissen wie effektiv deren Arbeit bei ihrer Nulltoleranzstrategie gegen Rassismus (z.B. gegen den Jungen) bisher war.

So gesehen ist das "Vernichten" von Emma West der Gradmesser an dem man die geistige Veränderung eines Landes ablesen kann. Um Emma West geht es dabei überhaupt nicht.

Candide
5. März 2012 13:16

Der Gedanke, dass diese Fehlbewegungen der Gesichtsmuskulatur, wenn sie denn tatsächlich durch Antipsychotika induzierte Dyskinesien sein sollten, Indiz dafür wären, dass die Dame medikamentös schlecht eingestellt sei, ist sachlich nicht korrekt.
Es sind Nebenwirkungen des Antipsychotikums, die auch bei optimaler antipsychotischer Einstellung auftreten.

Ich denke, so furchtbar verschwiegen wurde ihr Gemütszustand nicht. Das Video zeugt ja unübersehbar von einem Zustand akuter Erregtheit (der das Grimmasieren übrigens genauso erklären würde).
Ob diese Erregtheit nun durch Stress, durch Alkoholkonsum oder durch eine psychiatrische Erkrankung bedingt war, ist doch eigentlich ziemlich wurscht.

Georg Mogel
5. März 2012 16:29

Emma West mag an oralen Automatismen (Schnauzkrampfäquivalent) als unerwünschter Medikationswirkung leiden. Ob die Diagnose eines Spaltungsirreseins bei ihr zutrifft, läßt sich bei fehlender Befundmitteilung nicht sagen und ist in diesem Zusammenhang auch unerheblich. Ihre Tatsachenfeststellungen in der Tram sind verbal zwar einfach strukturiert, aber zutreffend und zulässig. Die in der stalinistischen Tyrannei häufig geübte Psychiatrisierung von Dissidenten hat in den weißen westlichen Gesellschaften sicher noch eine große Zukunft. Daß bereits erhebliche Teile dieser Gesellschaften an einer induzierten paranoiden Störung (infektiöses Irresein) mit einer quasi-suizidären Komponente leiden, daran besteht für den Kundigen jedenfalls kein Zweifel.

jack
5. März 2012 16:38

Nothing else could be expected.
Alle Dissidenten sind geisteskrank. Keine Frage.
Gern geübte Praxis. Immer wieder erfolgreich!

TheTimeWillCome
5. März 2012 17:07

Was sagt es über eine Gesellschaft aus, wenn man geisteskrank sein muss, um seine Meinung offen auszusprechen? Es war ja nunmal nicht die Form ihrer Äußerungen, die kritisiert wurde, sondern deren Inhalt.

Dass man allerdings ausgerechnet als Biritin von seinem Land als seinem Eigentum spricht und sich über die zugewanderten Bewohner des "Commonwealth" beschwert, empfinde ich aufgrund mehrerer historischer Fakten als durchaus bedenkenswert. Großbritanniens (einstige) Größe basiert ja nunmal nicht gerade auf dem Erfindergeist seiner Bewohner. Damit soll gesagt sein, dass Emma West die falschen Leute verbal angegriffen hat. Und diese schiefe Wahrnehmung der Wirklichkeit mag dann tatsächlich auch an ihrer Medikamentierung gelegen haben. Kann mir nämlich kaum vorstellen, dass sie damit Geld verdienen wollte, wie manch anderer, der sich Pöbelei und Aufstachelung zum Beruf gemacht hat.

Unke
5. März 2012 19:44

@TheTimeWillCome

Großbritanniens (einstige) Größe basiert ja nunmal nicht gerade auf dem Erfindergeist seiner Bewohner.

Und was ist mit Issac Newton?
James Watt?
Robert Stephenson?

England und Schottland waren die Wiege der industriellen Revolution („workshop of the world“).

Wie ich schon häufiger feststellen musste sind die Kenntnisse in Geschichte bei den Lesern hier(!) teilweise erschreckend schwach.

balu
5. März 2012 19:44

Ganz sicher erklärt diese Diagnose Wesentliches.
Denn nur eine Wahnsinnige kann der Delusion verfallen sich gegen
eine Realität zu stellen in welcher die Träume des modernen Menschen zur Erfüllung werden.
Das störrische Beharren auf überholten Anschauungen und Begriffen (Rassen, Fremde) ist klar als Symptom erkennbar.
Sie sollte deswegen schnellstmöglich einer entsprechenden Therapie zugeführt werden.

Toni Roidl
5. März 2012 21:29

Alles Wichtige wurde hier gesagt:

»Kinder und Narren sprechen die Wahrheit.«
Genau.
»Zur Verehrung als moderne Jeanne d‘Arc: warum eigentlich nicht?«
Sehe ich auch so.
»Um Emma West geht es dabei überhaupt nicht.«
Exakt.
»Früher hieß Rassismus wenn jemand behauptete schwarz sei schlecht.
Heute ist Rassismus wenn jemand behauptet schwarz sei schwarz.«
Volltreffer.

TheTimeWillCome
6. März 2012 12:30

@Unke

Man könnte auch viele Schweizer und Deutsche aufzählen, auf deren Kontonen großartige Entdeckungen und Erfindungen gehen. Der Grund für die Industrielel Revolution auf britischem Boden war aber die Tatsache, dass die Briten die Arbeitskraft und die Rohstoffe anderer Länder plünderten, ganz Indien beispielsweise zu einem riesigen Arbeitslager machten.

Man muss da gar nicht von Gottes Strafe für England sprechen. Es ist einfach die Wirkung einer Ursache, was Frau West und die anderen Normalbürger in GB jetzt durchstehen müssen. Und veranlasst haben die Ursache die Vorfahren der Personenkreise, die weder Frau West noch Herr Lichtmesz benennt. Nämlich Adel und Großbürgertum. Da kommt man als verthronstahlter Rechter natürlich auch in die Zwickmühle und schimpft als Ersatzhandlung über irgendwelche linksliberalen Schreiberlinge, Politstatisten und eingewanderte Unterschichten.

Immerhin kann man so ordentlich Geld mit dem Unmut des etwas lesetüchtigeren Normalbürgers verdienen. Angebot und Nachfrage: nicht bloß der Stolz der Menschen des 20. Jahrhunderts.

jack
6. März 2012 13:59

@ TheTimeWillCome

Wenn man Ihrer These folgt, würde allein die Tatsache, dass irgendein Staat, der in der Vergangenheit zum britischen Commenwealth gehörte, alle heutigen und zukünftigen Bewohner dieser Länder berechtigen, nach Großbritannien einzuwandern und aufgrund ihrer Reproduktionsrate den ethnischen Briten zu verdrängen.

Sicher, Emma West kritisiert die Auswirkungen der Einwanderung, da sie wahrscheinlich von der Ursache keine Ahnung hat; aber insofern unterscheidet sich Emma West in ihrer Hilflosigkeit und Unkenntnis nicht von dem, was Sie schreiben.

jack
6. März 2012 14:17

@ balu

Denn nur eine Wahnsinnige kann der Delusion verfallen sich gegen
eine Realität zu stellen in welcher die Träume des modernen Menschen zur Erfüllung werden.
Das störrische Beharren auf überholten Anschauungen und Begriffen (Rassen, Fremde) ist klar als Symptom erkennbar.

Aha! Masseneinwanderung fremder Ethnien nach Europa sind dann nach Ihrer Vorstellung "die Erfüllung von Träumen moderner Menschen" ?

Einen derartigen Schwachsinn hört man nicht oft.

Auch kann ich gar nicht erkennen, dass der Begriff "Rasse" und "Fremde" überholt sein könnte. Ihre Ansicht ist schlechthin der Ausdruck von gutmenschlichem Rassimus.
"Rassen" zu unterscheiden ist nichts Negatives, ganz im Gegenteil, es trägt zur Vielfalt der Bewohner dieser Erde bei. Wer das negiert, leidet unter Paranoia, denn er will diese Vielfalt in einen Einheitsbrei von rasselosen Individuen verwandeln.

Aber logisches Denken ist nicht jedem gegeben.

Frank
6. März 2012 15:14

"Dort werden inzwischen schon kleine Kinder systematisch für 'rassistische' Äußerungen zur Verantwortung gezogen und unter massiven Druck gesetzt – unlängst ein siebenjähriger Junge(...)"

Hier setzt bei mir jedes Verstehen aus. Zum einen, was solche bizarren Vorgänge an sich angeht. Zum anderen ist es für mich unbegreiflich, wie Großbritannien, das stets als Hort von (echter, nicht behaupteter) Freiheit und Toleranz galt und in das Verfolgte und Dissidenten früher stets flüchteten, sogar Länder wie Deutschland links überholen konnte und sich inzwischen in Exzessen von politischer Korrektheit und Gutmenschentum ergehen kann, die selbst hierzulande (noch) undenkbar wären.

Und das ganz ohne Hitler, Nazis, Holocaust. Schwer zu erklären. Zwar hat Martin Lichtmesz das schon früher einmal thematisiert (u.a. unter http://www.sezession.de/8680/gott-strafe-england.html#more-8680), aber außer dem "postkolonialen Schuldkomplex" (was sollen wir denn dann bitteschön sagen?) und den offenbar besonders grässlichen britischen Politikern fällt es schwer, einen stichhaltigen Grund für diese Übertreibungen herauszufinden.

erwalf
6. März 2012 15:20

Fremd war einst der Fremde nur in der Fremde, heute ist es jeder Ur-Europäer bei sich zu Hause, was nicht gesund sein kann.

TheTimeWillCome
6. März 2012 16:15

@jack

Von einer Berechtigung zur Einwanderung spreche ich ja gar nicht. Sie geschieht einfach aus bestimmten Gründen. Egal, ob berechtigt oder unberechtigt. Unter anderem hat man es gegenüber britischen Einwanderungskritikern leicht beim Argumentieren. Denn erstens war ja auch die Reproduktionsrate und die Unzivilisiertheit der wohl seit jeher zu Piraterie neigenden anglischen und sächsischen Vagabunden, die es auf dem Kontinent zu nichts bringen konnten, der Grund für die Verdrängung der keltischen Ureinwohner bzw. romano-keltischen Bewohner Britanniens. Hat also Tradition auf diesem Eiland. Zweitens dann die Sache mit der Plünderung und kulturellen Beeinflussung der Länder des Commonwealth. Menschen wie Frau West, die die ganzen Probleme abbekommen und daran eventuell sogar psychisch erkranken, können einem sicherlich Leid tun, aber letztlich dient die Einwanderung der reichen britischen (respektive europäischen) Oberschicht. Die spüren im Gegensatz zu Frau West auch nicht die Nachteile der (in diesem Sinne nicht ironisch gemeinten) Bereicherung. Und diese Personengruppe der Superreichen wird meines Wissens in der Sezession eher wenig kritisiert. Das wäre ja auch nicht rechts. Insofern ist das schon logisch. Es ist alles eine große Verschwörung von linken Lehrern, Sozialwissenschaftlern, Kleinparteipolitkaspern und Journalisten, die durch die Institutionen marschiert sind. Schon klar...

Zumindest schafft die reiche Oberkaste durch die Verdrängung der von Ihnen so bezeichneten "ethnischen Briten" auch Absatzmärkte für sich kritisch gerierende Medien wie JF und Sezession und wir alle haben etwas, das unseren Tag strukturiert und wegen dem wir uns bei 'nem Kaffee und 'nem leckren Stück Kuchen mal so richtig aufregen können.

M.L.: Sich "kritisch gerierende" Leser wie diese, die uns auch noch per zur Schau gestelltem Verbalradikalismus überbieten wollen, indem sie sich forsch gegen "Kaffee und Kuchen" positionieren, sind mir am liebsten, besonders wenn sie sich offenbar zuwenig eingelesen haben. In dem Büchlein "Neue Weltordnung" von Manfred Kleine-Hartlage etwa wird recht deutlich auf diese "Superreichen" eingegangen. Jede Kritik des Globalismus, wie sie auch auf dieser Seite geleistet wird, muß von diesen Machteliten als treibende Kraft ausgehen. Daß die linken Legionen hier nur der vollstreckende Arm und die Planierraupe sind, fand hier ebenfalls des öfteren Erwähnung. Was nun die phänomenalen, von den "Superreichen" geschaffenen "Absatzmärkte" betrifft, so können Sie sich gerne beruhigen - sooo doll sprudelnde Goldminen, wie Sie mutmaßen, sind die JF und die Sezession nämlich (leider) auch nicht.

Unke
6. März 2012 17:59

@TheTimeWillCome

Könnten Sie sich präziser ausdrücken?
Was haben eingewanderte Nichtweiße aus der Karibik, Afrika, oder dem indischen Subkontinent mit Englands Kolonialvergangenheit zu tun?
Was meinen Sie mit "Wirkung einer Ursache"?

Unke
6. März 2012 18:14

@jack

Vermutlich ist Ihnen die Ironie des Posters balu entgangen.

Ergänzend möchte ich hinzufügen: die Staatenbildung bis in die Jetztzeit (Kosovo, Südsudan) ist geprägt von der Vorstellung der Nation: Ein Volk - ein Land; ein Konzept, das sich auf den natürlichen Wunsch nach Zusammenschluss von Gleichartigen im 19. Jahrhundert in Europa durchgesetzte.
Das hat natürlich auch die Statuten von UNO etc sowie die jeweiligen nationalen Verfassungen geprägt.
Wie im kulturmarxistischen Hegemon üblich tut sich hier (d.h. in der Asymmetrie: national-völkische Unversehrtheit von Papua-Indianern ist erstrebenswert, von Europäern aber nicht mehr*) ein Widerspruch auf, der intellektuell nicht überbrückt werden kann und deshalb den Einsatz des (in neomarxistischer Hand befindlichen) obrigkeitsstaatlichen Arsenals erfordert mit Propaganda, Zersetzung und Gewalt.

* ohne dass die Statuten geändert worden wären! Ah, dazu müsste man ja das Volk fragen bzw. wenigstens hohe Quorumshürden nehmen!
Ist ja auch viel einfacher, den Krieg gegen das eigene Volk unerklärt zu führen...

jack
6. März 2012 21:18

TheTimeWillCome

Nichts geschieht "einfach". Und welches sind die "bestimmten Gründe"?
Und es ist durchaus NICHT egal, wer sich für "berechtigt" hält oder gar ist, ein beliebiges Land weisser Europäer massenhaft zu fluten und zu okkupieren.

Aus Ihrem Schreiben quillt die pure Unkenntnis über die gegenwärtige Lage der weissen Europäer.

Und Ihre Behauptung oder sagen wir Feststellung, dass die Einwanderung "der reichen britischen" oder "europäischen" Oberschicht nutzt, oder dient, ist eine wischi-waschi Ausrede. Werden Sie sich erst einmal darüber klar, WEN Sie da genau meinen. Suchen Sie meinetwegen im Netz, wer die "Oberschicht" ist.

Es gilt wohl hier sinngemäss das Herrn Rothschild zugeschriebene Sprichwort: "Es kann "regieren" wer will, solange ich über die Finanzen bestimme".

Machen Sie sich klar, dass Kommunismus und Kapitalismus zwei Seiten EINER Medaille sind und regen Sie sich nicht darüber auf, wenn hier oder anderswo Ihre "Personengruppe der Superreichen" angeblich nicht hinreichend kritisiert wird.

Ihre Argumentation zeigt wirklich, dass Sie das nachplappern, was Ihnen vorgebetet wird. Sie sollten sich kundig machen und das erfordert Zeit und Mühe. Aber DAS strukturiert den Tag.

jack
6. März 2012 22:07

@ Unke

In der Tat, auch bei nochmaligem Lesen, nirgends ein "ironischer Unterton". ;-)
Wissen Sie, wenn ich mir die Werdung der UNO anschaue, muss ich bestenfalls in Zweifel ziehen, dass die jemals wussten, was sie taten oder tun und schlechtestenfalls, dass sie von Anfang an nichts Gutes im Sinn hatten.

Dr. Sidney Mezes, Mitbegründer der Leage to Enforce Peace (Liga zur Erzwingung des Friedens), einer der ersten Organisationen, die sich bereits im vorigen Jahrhundert die Schaffung einer Weltregierung zum Ziel setzten. Man entschied sich dann aus taktischen Gründen für den Namen "Völkerbund".
Erst nach WK2 konnten daraus die "VereintenNationen" werden, die m.E. ein Kontrollinstrument über die Nationen sind. Besonders wenn man berücksichtigt, welche Rolle Alger Hiss, der später als Spion verurteilt wurde, oder Harry Dexter White bei der Gründung und danach spielten. Beide waren Helfer in der kommunistischen Untergrundbewegung in Amerika und hatten grossen Einfluss auf die amerikanische Politik, aber das stellte sich erst später heraus.
Die Suchmaschinen geben da so einiges her.

balu
7. März 2012 00:49

@unke

Lesen sie es ruhig nocheinmal.
Dann tut es mehr weh.
Aber mal ganz pathetisch.
Wir sind alle nur auf diesem Planeten um uns gegenseitig zu fressen.
Wer wen frisst muss man eben aushandeln.
Die Vehandlungsposition ist in diesem Land /(Staat) denkbar schlecht.

Wahr-Sager
7. März 2012 04:00

"Waren mildernde Umstände nicht erwünscht und passte es den Meinungswächtern drüben vielleicht ganz gut in ihre Agenda, dass man endlich mal einen weißen Rassisten auf frischer Tat ertappt hatte? Kocht man da ein politisch korrektes Süppchen auf dem Rücken einer Psychiatrie-Patientin?"

Na, selbstverständlich! Bei "Rassisten" und "Antisemiten" kennen die antiautoritär erzogenen "bunten Demokraten" hierzulande auch kein Pardon und genießen es sogar, in moralingetränktem Eifer voller Häme auf die "Nazis" einzuschlagen, weil es so viel Spaß macht und auch von höchsten Stellen legitimiert ist. Da kann man doch längerfristig nur krank werden. Jedenfalls ist es kein Zeichen von Gesundheit, an eine von Grund auf kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein (Jiddu Krishnamurti).

Ich glaube übrigens auch, dass die Psychiatrisierung von Dissidenten in dieser Gesellschaft eine große Zukunft hat.
Wie im Großen Wendig, Bd. 2, zu lesen ist, schrieb der als juristischer Fachmann emeritierte Professor für forensische Psychiatrie und empirische Kriminologie an der Universität Köln, Dr. med. Wolfgang De Boor (Jg. 1917), in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 9. Mai 1995:

"Die Karlsruher 2. Strafkammer hat am 21. April mit feinem Gespür für hierarchische Strukturen das Strafmaß für Deckert neu berechnet: Zwei Jahre Gefängnis ohne Bewährung (FAZ vom 22. April). Die weltweit empörte Menschheit kann aufatmen. Zwei Jahre lang wird der ehemalige Oberstudienrat seine verworrenen Ideen zum Holocaust nur noch im Knast promulgieren können, aber eben nur zwei Jahre. Die Karlsruher Richter haben zwei strafrechtliche Normen nicht angewandt, die das Gesetz in den Paragraphen 21 und 63 des Strafgesetzbuches zur Verfügung stellt, um hartnäckige, unbelehrbare und psychisch abnorme Rechtsbrecher zur Räson zu bringen.

Bei 'verminderter Schuldfähigkeit' (Paragraph 21 Strafgesetzbuch) kann die Strafe zwar ermäßigt werden, aber die Einweisung in ein psychiatrisches Krankenhaus erfolgt, wenn die 'Gesamtwürdigung des Täters und seiner Tat ergibt, daß von ihm infolge seines Zustandes erhebliche rechtswidrige Taten zu erwarten sind und er deswegen für die Allgemeinheit gefährlich ist' (Paragraph 63). Jeder Gutachter wäre in der Lage, in der Psyche des Angeklagten, der von einer Monoperceptose befallen ist, Material für den Paragraphen 21 zu finden. Günter Deckert wäre dann in den Maßregelvollzug gekommen, wo er bis zur 'Heilung' in psychiatrischer Obhut bleiben würde. Bei dem 'charakterstarken' Mann dürfte das sehr, sehr lange dauern.

Hätte es schon 1924, als in München der Prozeß gegen Hitler und Genossen stattfand, die Paragraphen 21 und 63 gegeben und wären diese Normen von den Richtern auch angewendet worden, dann hätte der - wie Günter Deckert - 'charakterstarke' Adolf den 30. Januar 1933 womöglich nicht in der Reichskanzlei, sondern in der Heil- und Pflegeanstalt erlebt."

"Monoperzeptose" ist nach Ansicht von de Boor "eine pathologisch eingeengte Wirklichkeitsauffassung mit charakteristischen Mustern des Denkens und der Erlebnisverarbeitung, wie sie im Zuge der fortschreitenden Radikalisierung typischerweise bei Terroristen vorkommt".

Weiter heißt es im vorgenannten Buch:

"Und um solche Gelegenheiten, Schlimmes zu verhüten, nicht wieder ungenutzt vorübergehen zu lassen, wird also empfohlen, Revisionisten als geistig Oppositionelle vorbeugend und abschreckend ins Irrenhaus 'im Namen des Volkes' einzuweisen. Zu fragen wäre dann wohl, im Namen welches Volkes das geschieht."

eulenfurz
7. März 2012 09:35

Psychisch Kranke fallen sowieso durch das Raster der geistig-seelischen Konditionierung, für sie ist die Meinungs- und Empfindungsdressur nicht ausgelegt.

Man könnte überhaupt bei den wenigen Oppositionellen nach psychischen Defekten suchen, denn offensichtlich passen sich diese Quertreiber nicht dem Mainstream an, könnten folglich als a-sozial eingestuft werden. Oft fehlt ihnen die Empfangsantenne für das vom Medienmanagement tiefenpsychologisch postulierte: "Das darfst Du und das darfst Du nicht".

Es gäbe für eine totalitäre Herrschaft gute Gründe, Andersdenkende als verrückt zu brandmarken und sozial auszugrenzen.

Arminius Arndt
7. März 2012 10:09

Tja, da werden wir wohl bald alle die Gelegenheit haben, uns nicht nur online virtuell auszutauschen, sondern persönlich im Rahmen einer Gruppentherapie ...

Wie human! Nix malochen bis zum Exitus, wie bei den Nazis, stattdessen Neuroleptika Wettessen.

Willkommen im Kuckucksnest!

Martin Lichtmesz
7. März 2012 19:54

Post von Th. H.:

"Kein Wort, das traf/man spricht nur aus dem Schlaf", schrieb der
wortgewaltige Karl Kraus, als ihm 1933 die Worte fehlten. Der Schlaf,
das kann auch der Wahnsinn sein. "Lob der Torheit" von Erasmus, der
tumbe Simplizissismus, Don Quixote sind große Beispiele, daß sich in
Umbruchs- und Katastrophenzeiten die Wirklichkeit nur noch mit dem
Außer-Normalen erfassen läßt ... An Focaults 'Wahnsinn und Gesellschaft"
wäre noch zu denken.

Marcus Junge
8. März 2012 10:42

Guten Tag Herr Lichtmesz,

Mein Kommentar bezieht sich nicht auf Emma West und braucht daher nicht veröffentlicht werden, aber Ihr Artikel hier und sein Ursprung, die Informationen von einem Leser der Sezession, haben mich an etwas erinnert. Dies hängt mit der Trauerverantstaltung im Berliner Schauspielhaus zusammen. Es gibt jetzt Ermittlungen gegen einen Blogger, weil dieser gegen das unwürdige Schauspiel von Merkel wetterte, vielleicht wissen Sie es ja schon, aber hier können Sie es selbst lesen:
http://www.michaelwinkler.de/Kommentar.html

Der Tageskommentar vom 08.03.12; 02.03.12 und 27.02.12 (nicht mehr kostenfrei einsehbar, da dies nur immer eine Woche möglich ist). Den Text hatte ich mir damals aber kopiert:

"Ach, war das eine stimmungsvolle Zeremonie, die in Berlin wegen einigen Ausländern abgehalten wurde, deren Ermordung bereits sechs und mehr Jahre zurückliegt. Eine derart stimmungsvolle Zeremonie, aus einem nichtigen, völlig aufgebauschten Grund, haben wir seit der Übernahme der DDR nicht mehr erlebt. Die Genossin Staatsratsvorsitzende hat gesprochen, tote Dichter, die sich gegen ihre Vereinnahmung nicht mehr wehren können, wurden zitiert, Kerzen entzündet. Außerdem wurde über Rassismus geredet - ja, das ist ein Problem, unter dem wir Deutschen als verfolgte Minderheit in diesem Land leiden müssen (Scheiß-Deutscher! Kartoffel! Ungläubige! Schweinefleischfresser!) Die Kanzlerin legt dabei die gleiche einseitige Bigotterie an den Tag, die sie bei FDJ und SED gelernt hat. Gewalt gegen Deutsche durch Ausländer existiert nicht, Morde an Deutsche durch Ausländer sind zweitausend Einzelfälle, die hemmungslose Ausbeutung deutscher Sozialkassen durch Ausländer eine vorübergehende Erscheinung, bis diese Herrschaften eine ihrer großartigen Qualifikation und beeindruckenden Bildung angemessene Arbeit finden und das Erhaltene hundertfach zurückzahlen.
Ja, wir sind wirklich weit gekommen in diesem Land. Es ist wie einst in der DDR, allerdings so, wie in jenem Tal der Ahnungslosen, dem Gebiet, in dem kein Westfernsehen zu empfangen war. Jeder weiß, daß die Bonzen einen nach Strich und Faden belügen, jeder weiß, daß er über die Wirklichkeit dreist hinwegbelogen wird. Und wie damals in der DDR wagt keiner, das öffentlich zu sagen. Statt dessen werden die Parolen der Funktionäre nachgeplappert und alle ducken sich weg, wenn es darum ginge, Rückgrat zu zeigen. Hinterdeppendorf Ost, das einstmals in unverbrüchlicher Solidarität zur Sowjetunion gehalten hat, ist heute so bunt wie Hinterdeppendorf West, das sich einstmals zur atomwaffenfreien Zone erklärt hat.
Merkeldeutschland schämt sich für eine Handvoll Leute, die den Anstrich "Neonazis" bekommen haben. Deutschland hingegen schämt sich für vierzig Jahre verfehlte Zuwanderungspolitik, für den verlogenen Kampf gegen Rechts, für eine Regierung, die ihr eigenes Land vor den Augen der Welt mit Schuld beladen will. Deutschland schämt sich dafür, daß ein solches Regime die Wahrheit auf den Kopf stellt, für Leute, die aus der Geschichte nichts gelernt haben und die ewig gleichen Fehler begehen. Es sind die Verräter, die im ersten Weltkrieg Streiks organisiert haben, damit den Soldaten an den Fronten Waffen und Munition fehlen. Es sind die Verräter, die im zweiten Weltkrieg verhindert haben, daß Winteruniformen nach Rußland kommen, weshalb unsere Soldaten erfroren sind. Es sind die Verräter, die nach dem Krieg mit dem Westen, mit Israel und mit dem Osten zusammengearbeitet haben, um deutsche Arbeitskraft abzuschöpfen. Es sind die Denunzianten, die früher Kommunisten oder Republikflüchtlinge und heute eben Neonazis an die Schergen des Regimes ausliefern. Nichts, nichts, nichts haben sie gelernt, die da in Berlin sitzen und sich vom Volk bezahlen lassen, von jenem Volk, dem sie dafür die Freiheit vorenthalten und es mit unsinnigen Parolen in die Irre leiten.
Da diesmal nicht der TK kopiert wurde, hier die Begründung im Phasen-zähler:
Neun Ausländer, Kleingewerbetätige, und eine Polizistin werden von einer kleinen Gruppe ermordet. Die Serie wurde schon 2006 beendet, doch heute, an diesem 23. Februar, wurde deswegen ein Riesenfestakt abgehalten, mit einer Betroffenheitsrede der Bundeskanzlerin, der mit Vorwürfen gespickten Rede der Tochter eines der Opfer und einer Dichterlesung einer alt gewordenen Schauspielerin. Eine Schweigeminute wird für das ganze Land angeordnet, Angela Merkel schämt sich für Deutschland...
Der Anlaß ist geradezu nichtig, so viele Tote produziert der Straßenverkehr an jedem ein-zelnen Tag im Jahr. Die allgemeine Betroffenheit, die angebliche Scham des ganzen Volkes, wir kennen das alles aus der DDR. Es ist aufgesetzt, gekünstelt. Von Rassismus ist die Rede, der aber nur von den Deutschen ausgeht, niemals von den Ausländern, die dieses Land überfluten und unablässig Ansprüche stellen. Der Festakt gipfelt, indem eine Kerze hinausgetragen wird, zum "Kampf gegen Rechts", wobei alle Reden des Festaktes ganz eindeutig zeigen, daß damit der Kampf gegen Deutsch gemeint ist.
Eine Regierung, ein Regime, welches das eigene Volk derart haßt, kann nicht mehr lange Bestand haben, denn jede Pseudo-Religion ist schließlich zerfallen. Das kollektive Irresein, das nach 1989 entfesselt wurde, wird sich selbst ausbrennen, weil es die eigenen Lebensgrundlagen aufzehrt. Das Alte und Morsche, die Parteiendemokratie, wird zusammenbrechen, über sie wird das Volk auf der ganzen Linie siegen. Die Ketten, die diese Funktionärs-Junta unablässig um unser Land schmiedet, werden im ersten Aufbäumen zerbrechen. Wann? Es wird nicht mehr lange dauern, auch wenn die dunkelste Zeit uns erst bevorsteht.
Der Haß auf alles Deutsche wird zurückschlagen, wird zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen führen. Es ist eine altbekannte Übung, daß ein Regime, das den eigenen Untergang vor Augen hat, sich einen Feind aussucht. Wenn ein Feind im Äußeren dank militärischer Unterlegenheit nicht ratsam erscheint, wird ein Feind im Inneren konstruiert. Das Regime, die Parteiendemokratie, ist finanziell und wirtschaftlich durch den Euro am Ende. Die ach so stolzen Exporterfolge werden erzielt, indem wir mit den Waren auch das Geld schicken, um diese Waren zu bezahlen. Die Schulden der Kunden sind uneinbringlich, wir werden davon keinen Cent mehr sehen. Deshalb wird jetzt um so mehr gehetzt, wird ein scheinbarer Feind als Bedrohung im Innern aufgebaut, um das Volk niederzuhalten.
Alles zusammengenommen, sind wir einen weiteren Schritt näher am Abgrund."

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