Sie riefen: 732! – Génération Identitaire in Poitiers

Wieder einmal geht ein Gespenst um in Europa: die "identitäre" Welle macht gerade ihre Runde durch Österreich, Deutschland und vor allem Frankreich. Dort gelang dem "Bloc Identitaire" eine spektakuläre Provokation: für mehrere Stunden besetzten etwa 100 Aktivisten das Dach einer im Bau befindlichen Moschee in Poitiers und protestierten gegen die Islamisierung ihres Heimatlandes.

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

Die Wahl Poi­tiers’ ist natür­lich kein Zufall. Hier schlug Karl Mar­tell im Okto­ber 732 eine ent­schei­den­de Schlacht gegen die nach Mit­tel­eu­ro­pa vor­drin­gen­den Mau­ren, die in den Jahr­zehn­ten zuvor bereits die ibe­ri­sche Halb­in­sel erobert hat­ten. Karl der Gro­ße war zu die­sem Zeit­punkt noch nicht ein­mal gebo­ren, und die Geschich­te des Abend­lan­des wäre wohl erheb­lich anders ver­lau­fen, hät­ten die Fran­ken die­sen Kampf ver­lo­ren. Die Schlacht von Tours und Poi­tiers war für die Ent­wick­lung der spä­te­ren Fran­zo­sen wohl eben­so bedeu­tend wie die Varus­schlacht im Jah­re 9 n. Chr. für das spä­te­re Volk der Deutschen.

Unfaß­li­che 1380 Jah­re spä­ter scheint unse­re gemein­sa­me von Char­le­ma­gne begrün­de­te Geschich­te an ihr Ende gekom­men zu sein, wäh­rend der alte Erz­feind Islam, sta­tisch wie die meis­ten ori­en­ta­li­schen Kul­tu­ren, sich ver­gleichs­wei­se wenig gewan­delt hat. Heu­te leben Mil­lio­nen von Ara­bern und ande­ren Mos­lems in Frank­reich, ganz ohne mili­tä­ri­sche Expan­si­on, son­dern viel­mehr auf freund­li­che und groß­zü­gi­ge Ein­la­dung der fran­zö­si­schen Repu­blik. Wäh­rend der christ­li­che Gott gestor­ben zu sein scheint, und sei­ne Kir­chen täg­lich lee­rer wer­den, wach­sen die Moscheen in Mit­tel­eu­ro­pa wie Pil­ze aus dem Boden.

Die “Isla­mi­sie­rung” Frank­reichs ist jedoch nur ein (wenn auch schwer­wie­gen­der) Begleit­ef­fekt eines all­ge­mei­nen Ein­wan­de­rungs­pro­blems. Eine unlängst in Frank­reich ver­öf­fent­lich­te staat­li­che Stu­die stell­te fest, daß es um die “Inte­gra­ti­on” der Ein­wan­de­rer ins­be­son­de­re aus mah­gre­bi­ni­schen Län­dern schlecht bestellt ist. Nicht nur zer­fällt die Ein­heit der Nati­on, die ihre Assi­mi­la­ti­ons­kraft ver­lo­ren zu haben scheint, zuse­hends;  die “Fran­zo­sen des Stamms” wer­den auch demo­gra­phisch rapi­de ver­drängt. In vie­len Groß­städ­ten Frank­reichs macht sich seit lan­gem ein aggres­si­ver, eth­nisch auf­ge­la­de­ner, anti-fran­zö­si­scher, anti-wei­ßer Natio­na­lis­mus und Ras­sis­mus bemerkbar.

Dies ist der Hin­ter­grund eines effekt­voll gemach­ten Pro­test­vi­de­os, das die “Géné­ra­ti­on Iden­ti­taire” vor rund zwei Wochen ins Netz stell­te, und das sich inzwi­schen zum “vira­len” Ren­ner ent­wi­ckelt hat. Dar­in fal­len unter ande­rem Sät­ze wie:

Wir sind die Genera­ti­on, die ihr Leben ris­kiert, wenn man die fal­sche Per­son ansieht, eine Ziga­ret­te ver­wei­gert, oder eine Gesin­nung hat, die ande­ren Leu­ten nicht gefällt.

Wir sind die dop­pelt bestraf­te Genera­ti­on: Dazu ver­dammt, in ein Sozi­al­sys­tem ein­zu­zah­len, das so groß­zü­gig zu Frem­den ist, daß es für die eige­nen Leu­te nicht reicht.

Unse­re Genera­ti­on ist das Opfer der 68er, die sich selbst befrei­en woll­ten von Tra­di­ti­on, Wis­sen und auto­ri­tä­rer Erzie­hung. Aber sie haben es nur geschafft, sich von ihrer Ver­ant­wor­tung zu befreien.

Wir glau­ben nicht mehr, daß “Kha­der” unser Bru­der sein kann, wir haben auf­ge­hört, an ein “glo­ba­les Dorf” und eine “Fami­lie der Men­schen” zu glauben.

Wir haben ent­deckt, daß wir Wur­zeln, Vor­fah­ren und dar­um auch eine Zukunft haben.

Glaubt bloß nicht, dies wäre nur ein Mani­fest: dies ist eine Kriegserklärung.

 

Als Sym­bol haben die “Iden­ti­tä­ren” das grie­chi­sche “Lamb­da” gewählt, das im alten Spar­ta die Schil­de der Hopli­ten zier­te. Die Mut­ter­or­ga­ni­sa­ti­on “Bloc Iden­ti­taire” führt zudem einen Eber als Wap­pen­tier: dar­in drückt sich auch der trot­zi­ge Stolz der als “Schwei­ne­fleisch­fres­ser” beschimpf­ten aus, deren uraltes tra­di­tio­nel­les Nutz­tier in den Augen der Zuwan­de­rer als “unrein” gilt.

https://www.youtube.com/watch?v=dsVkTlmeh‑s

Die “Occu­py Mosque”-Aktion in Poi­tiers, die staats­an­walt­schaft­li­che Ermitt­lun­gen wegen “Eigen­tums­zer­stö­rung, uner­laub­ter Demons­tra­ti­on sowie Anstif­tung zum Ras­sen­haß” nach sich zog, hat jeden­falls in Frank­reich für erheb­li­chen Wir­bel gesorgt. Reak­tio­nen kamen von höchs­ter Stel­le: Pre­mier­mi­nis­ter Jean-Marc Ayrault und Innen­mi­nis­ter Manu­el Valls (bei­de Par­ti socia­lis­te) ver­ur­teil­ten die Akti­on als “Bruch des Sozi­al­ver­trags und der repu­bli­ka­ni­schen Ord­nung”.  Sozia­lis­ti­sche und kom­mu­nis­ti­sche Poli­ti­ker, wie immer eif­rig enga­giert, isla­mi­sche Inter­es­sen zu för­den und jeg­li­chen Ver­such der Ver­tei­di­gung des Eige­nen zu dif­fa­mie­ren, for­der­ten gar ein Ver­bot der Gruppe.

Rund 250 Arti­kel erschie­nen in der regio­na­len und über­re­gio­na­len Pres­se, zumeist mit dem Ver­such, die Grup­pe als “Nazis” und “Extre­mis­ten” zu brand­mar­ken. Ein Bericht auf dem Sen­der Fran­ce 3 rück­te etwa eine haken­kreuz­ge­schmück­te Netz­sei­te ins Bild, die nichts mit den “Iden­ti­tä­ren” zu tun hat. Auch die spär­lich in den deut­schen Sprach­raum durch­ge­si­cker­ten Berich­te spra­chen von “Glat­zen” (wie man auf dem Video unten sehen kann, trägt kein ein­zi­ger der Akti­vis­ten eine sol­che) und “Rechts­ex­tre­mis­ten”. Der Bür­ger­meis­ter von Poi­tiers ver­si­cher­te der Pres­se, daß die 7000 in der Stadt leben­den Mos­lems (das sind bereits rund 8% der Gesamt­po­pu­la­ti­on) im schöns­ten Ein­ver­neh­men mit dem Rest der Bevöl­ke­rung leben würden.

Auf ihrer Netz­sei­te wies “Géné­ra­ti­on Iden­ti­taire” auf pikan­te Hin­ter­grün­de hin: der tune­si­sche Imam von Poi­tiers, der die Akti­vis­ten als “Fana­ti­ker” bezeich­ne­te, sei Mit­glied der UOIF (Uni­on der isla­mi­schen Orga­ni­sa­tio­nen Frank­reichs) und stün­de der Mus­lim­bru­der­schaft sowie der isla­mis­ti­schen Bewe­gung Ennah­da in Tune­si­en nahe. Pre­mier­mi­nis­ter Ayrault habe wäh­rend sei­ner Amts­zeit als Bür­ger­meis­ter von Nan­tes einem mos­le­mi­schen Kul­tur­zen­trum 200,000 Euro Sub­ven­ti­on zukom­men las­sen, das eben­falls von der UOIF gelei­tet wer­de. Und die­se habe auf ihren Kon­gres­sen des öfte­ren Red­ner ein­ge­la­den, die zur Tötung von “Ungläu­bi­gen”, Juden und Homo­se­xu­el­len sowie zur Erobe­rung Euro­pas auf­rie­fen. (Gin­ge man eigent­lich zu weit, sol­che Begüns­ti­gun­gen und Alli­an­zen als “Kol­la­bo­ra­ti­on” zu bezeichnen?)

Nicht nur hier wer­de mit zwei­er­lei Maß gemess­sen. Die­sel­be Pres­se, die nun die Iden­ti­tä­ren ver­dammt, habe eben noch die Grup­pe “Pus­sy Riot” hoch­ge­ju­belt und ihren Auf­tritt in der Mos­kau­er Christ-Erlö­ser-Kathe­dra­le zum legi­ti­men Pro­test­akt ver­klärt. Es gäbe aber einen wich­ti­gen Unter­schied: wäh­rend die “Pus­sies” einen Got­tes­dienst im Inne­ren der Kir­che gestört hät­ten, sei­en die iden­ti­tä­ren Akti­vis­ten nur aufs Dach einer Bau­stel­le geklet­tert. In der Art, wie die Akti­on der Grup­pe und ihre poli­ti­schen Zie­le von den Medi­en nie­der­ge­knüp­pelt wur­den, sehen die Iden­ti­taires ein Zei­chen von “Angst” und ein Sym­ptom für den Ver­fall des Systems.

Ihre zen­tra­len For­de­run­gen lau­ten so:

Wir wol­len kei­ne außer-euro­päi­sche Ein­wan­de­rung mehr, und leh­nen den Bau einer wei­te­ren Moschee auf fran­zö­si­schem Boden ab. Seit den ers­ten afri­ka­ni­schen Ein­wan­de­rungs­wel­len und dem 1974 beschlos­se­nen Gesetz zum Fami­li­en­nach­zug wur­de unser Volk kein ein­zi­ges Mal danach gefragt, mit wel­chen Bevöl­ke­rungs­grup­pen es zusam­men­le­ben will.

Die Mas­sen­ein­wan­de­rung hat unser Land radi­kal ver­än­dert: laut der letz­ten Stu­die des INSEE (staat­li­ches Sta­tis­tik­amt) haben 43 % der 18–50jährigen im Bal­lungs­raum Paris einen Migra­ti­ons­hin­ter­grund. Ein Volk kann sich von einer Wirt­schafts­kri­se oder einem Krieg erho­len, aber nicht von einem Bevöl­ke­rungs­aus­tausch: ohne Fran­zo­sen gibt es auch kein Frank­reich mehr.

Das ist eine Über­le­bens­fra­ge: dar­um hat jedes Volk das unab­ding­ba­re Recht, selbst zu ent­schei­den, ob und wie­vie­le Frem­de es auf­zu­neh­men wünscht. Da uns die­ses Recht ver­wei­gert wur­de und unse­re Genera­ti­on dafür auf der Stra­ße bezah­len muß, in stän­di­ger Kon­fron­ta­ti­on mit dem Gesin­del, das uns ein­schüch­tern will, sagen wir: es reicht, wir wei­chen nicht mehr zurück!

Wir ver­lan­gen eine Volks­ab­stim­mung über die Ein­wan­de­rung und die Errich­tung isla­mi­scher Kult­stät­ten in Frank­reich. Wir wer­den nicht das Feld räu­men, solan­ge man uns nicht gehört und unse­re For­de­run­gen erfüllt hat.

Wir sind uns bewußt, daß unser Kampf eben erst begon­nen hat. Daher rufen wir alle jun­gen Euro­pä­er auf, ihr Schick­sal in die Hand zu neh­men und sich der Vor­hut der auf­rech­ten Jugend anzu­schlie­ßen. Ganz Euro­pa möge unse­ren Ruf hören: hier und jetzt wol­len wir die WIEDEREROBERUNG!

“Géné­ra­ti­on Iden­ti­taire” geht wohl recht in der Annah­me, daß die­se For­de­run­gen durch­aus ein Mehr­heits­po­ten­zi­al haben, und die Mei­nungs­ma­cher fürch­ten, die­se Bot­schaft kön­ne unge­fil­tert durch­si­ckern. Begrü­ßens­wert und frucht­bar ist dabei, daß sie sich dabei nicht auf anti-isla­mi­sche Agi­ta­ti­on ein­ge­schos­sen haben, wie das etwa in Deutsch­land meis­tens üblich ist, son­dern den viel wich­ti­ge­ren Punkt beto­nen, dem Volk das nur mehr auf dem Papier vor­han­de­ne Recht auf sei­ne Selbst­be­stim­mung wiederzugeben.

Und das ist wohl auch die pein­lichs­te Fra­ge nicht nur für die Eli­ten in Frank­reich: wel­che Recht­fer­ti­gung haben sie, die sich Demo­kra­ten und Volks­ver­tre­ter nen­nen, eigent­lich dafür, die­se radi­ka­le Ent­wick­lung, die über­wie­gend nega­ti­ve Fol­gen zeigt, ohne Befra­gung des Staats­vol­kes in Gang gesetzt zu haben? Es liegt auf der Hand, daß sie ein Inter­es­se dar­an haben, die­se Fra­ge nicht auf­kom­men zu las­sen, und die­je­ni­gen, die sie stel­len, zu kriminalisieren.

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

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Kommentare (37)

Realist

23. Oktober 2012 09:01

Die Génération Identitaire macht es vor - die Forderung auf echte Autonomie des Volkes muss nicht tiefgründig in ausholenden philosophischen Abhandlungen hergeleitet werden. Das Bauchgefühl "Unser Land, unsere Regeln" muss nur deutlich artikuliert und auf die Straße getragen werden.

Man kann dieser Bewegung nur das Allerbeste wünschen. Möglicherweise ist das die letzte Chance Europas.

Ernstfall

23. Oktober 2012 09:45

Die Stärke der identitären Bewegung nach französischem Vorbild liegt m.E. darin, daß sie sich ganz darauf konzentriert, das von Herrn Lichtmesz angesprochene Bauchgefühl in zeitgemäßer Form aufzugreifen und ansonsten weitgehend auf Theorie und Ideologie verzichtet. Dieser Ansatz wird auch im kürzlich veröffentlichten Video erkennbar, das wirkt, weil dort Menschen die so aussehen wie seine Zielgruppe, einfache Wahrnehmungen aussprechen, die viele Menschen dieser Herkunft zumindest in Großstädten bewegen dürften, die auszusprechen aber "Rassismus" wäre. Da kein anständiger Mensch Rassist sein will, ist für viele bei dieser Wahrnehmung Schluß. An diesem Punkt machen die Identitären dann aus meiner Sicht psychologisch alles richtig, weil sie aufzeigen, daß man sich an den beobachteten Erscheinungen stören und sie ablehnen kann, ohne "Rassist" zu sein, und das man die eigene Sache emotional vortragen kann, ohne das dies "Haß" darstellt. Wer an diesem Punkt über die Verachtenswürdigkeit des Islams oder der Muslime gesprochen hätte, hätte emotionale Widerstände bei vielen Menschen vermutlich eher verstärkt. Die von den Identitären gewählten Botschaften könnten viele Menschen jedoch über eine Schwelle tragen, über die sie zuvor nicht gehen wollten. Ganz großartig finde ich die letzte Einstellung des Videos, wo die schlichte aber wichtige Botschaft zu lauten scheint: "Ihr könnt eine Zukunft haben".

niekisch

23. Oktober 2012 10:06

Es ist zu hoffen, daß die Identitäre Bewegung auch in Deutschland über die virtuelle Welt die reale Welt erreicht. Einige Millionen enttäuschter, verbitterter und verzweifelter sowie eine Minderheit kampfbereiter Deutscher warten darauf.

Angela Brüning

23. Oktober 2012 10:22

Wir leben in einer geschichtsvergessenen Zeit. Die Aufgabe der Identitären ist es das Symbolhafte in unserer Geschichte wiederzuerwecken, daran anzuknüpfen und es als Leitstern einer Mission vor sich herzutragen. Poitiers ist ein gut gewählter Ort. Es geht mittlerweile nicht mehr nur um Deutschland oder Frankreich, sondern um ganz Europa. Ich finde auch das Lambda als Zeichen gut gewählt. Die heutigen Griechen sind in ihrer wirtschaftlichen und politischen Misere bemitleidenswert, aber nicht ohne eigene Schuld, trotzdem ist die Geschichte der griechischen Antike ein wichtiges Erbe unserer Kultur. Die Einstellung, die Römer und Griechen zum Leben hatten, täte der kommenden Génération Identitäre einfach gut. Man lese nur Sallust: "Aber viele Menschen, die dem Bauch und dem Schlaf ergeben sind, verbringen ihr Leben ungebildet und ohne Kultur wie Fremde, denen fürwahr gegen die Natur der Körper ein Vergnügen war, der Geist eine Last. Ich halte daher deren Leben für dem Tod ähnlich, weil über beides geschwiegen wird."

Gottfried

23. Oktober 2012 10:32

Habe mich außerordentlich über diese Aktion gefreut, einfach klasse, was diese Jungs da veranstaltet haben, Hut ab! Die Namensgebung ist schwierig, man verfängt sich leicht in einer Paradoxie. Denn man kann sich z.B. "Sozialist" nennen, so man ein bestimmtes Ziel in der Zukunft anstrebt. Sagt man jedoch, man sei "identitär", dann erklärt man sich. Dabei geht es einfach um die Frage, ob man als ein ICH oder ein WIR einen Willen äußert.
Oder anders ausgedrückt: Wer sagt "Hier bin ich der Herr im Hause" ist es womöglich gar nicht mehr. Eigentlich hat das Selbstverständliche keinen Namen, denn Heimat ist dort, wo man sich nicht erklären muß.

Ein Fremder aus Elea

23. Oktober 2012 11:16

Ich glaube schon, daß wenn die Zeit gekommen ist, der Widerstand auch Erfolg haben wird. Aber daß man den Widerstand anpreisen kann, das glaube ich nicht. Man wird wohl bis zum letzten Moment warten. Und der wird in Europa nicht überall gleichzeitig eintreten. Ob es in Frankreich schon soweit ist, das werden die Franzosen am besten wissen.

Man darf eine Sache ja nicht übersehen. Selbst wenn die Muslime in einer solchen Auseinandersetzung irgendwo in Europa Erfolg hätten, so werden wahrscheinlich die Nachbarländer eingreifen. Ich möchte wahrlich nicht in deren militärischer Lage sein.

TiefImWesten

23. Oktober 2012 11:47

Es wird in Deutschland keine ähnliche Bewegung geben. Sobald das Licht der Welt erblickt wird, saust die Nazikeule herab und die mediale Rassismuswalze nimmt Fahrt auf. Der Deutsche hat für alle Zeiten das Recht auf Selbstbestimmung verwirkt.Ein Eigenes darf es nicht mehr geben, das kann man bei jeglicher Debatte verfolgen. Einwanderung ist Pflicht! Auch wenn das zu sozialen Verwerfungen und überbordenden Kosten führt. Das Projekt "Deutschland abschaffen" läuft ungebremst weiter, keine Rettung in Sicht.

niekisch

23. Oktober 2012 11:52

Den Begriff "identitär"in den Vordergund zu stellen ist schon ein Verdienst an sich. Alle anderen Begriffe waren zu angreifbar und zu speziell, wodurch immer wieder Risse im identitären Lager entstanden oder Antikeulen geschwungen werden konnten.

J e d e r anständige Deutsche und unsere Nachbarn können jetzt mittun.

Martin

23. Oktober 2012 12:41

Wer sagt „Hier bin ich der Herr im Hause“ ist es womöglich gar nicht mehr. Eigentlich hat das Selbstverständliche keinen Namen, denn Heimat ist dort, wo man sich nicht erklären muß.

Völlig richtig! Es geht mittlerweile in Frankreich schon eher um "reconquista" und bis der deutsche Michel aufwacht, bei diesem auch ...

Inselbauer

23. Oktober 2012 13:04

Toller Beitrag, vielen Dank

dubito

23. Oktober 2012 13:39

Ich stimme zu, dass die Art des Auftretens erfolgreicher sein kann als die Nennung einer konkreten politischen Richtung. Allerdings habe ich die Hoffnung aufgegeben, dass diese oder auch irgendeine andere Aktion irgendeinen längerfristigen Erfolg haben wird. Einzig bei Sarrazin in der heissen Phase der Buchvorstellung fühlte ich eine Chance zum Wandel - bis auf ein halbherziges "Multikulti ist Gescheitert" der Kanzlerin ist alllerdings nic nix bei rumgekommen.
Man erinnere sich auch mal an Occupy, die trotz grossen Wohlwollens seitens der Medien im Sande verlaufen sind.

Weltversteher

23. Oktober 2012 13:55

Erinnert mich irgendwie an 1813.

Wenn wir uns das in Deutschland vorstellen, bleibt das Problem, wie wir über den Begriff "identitär" tatsächlich eine Selbstfindung erreichen und das beanspruchte Gebiet mit Leben füllen. Es haben wohl schon andere Völker zunächst den Willen zum Selbst-Sein ausgesprochen und darauf alles, sogar ihre Sprache, neu erfinden müssen.
Was dazu nötig ist, ist Kraft. Kraft und Wille, aus denen alles sich neu gestaltet.

Raskolnikow

23. Oktober 2012 14:21

Besonders,

die Verbindung zu Martell gefällt mir natürlich sehr gut ...

Darüber hinaus ist die Ideologielosigkeit ein großes Plus; man beschränkt sich auf die selbstverständlichsten Gemeinsamkeiten aller Einheimischen, die noch bei Trost sind ...

Die Schwarzseher sollten sich bewusst machen, dass Widerstand viele Gesichter haben kann. Das Leben besteht aus mehr als Politik. Es mangelt weder an Feinden noch an geeignten Schlachtfeldern ...

https://www.bauernbund-brandenburg.de/

Und so weiter ...

+in hoc signo vinces+

R.

Rumpelstilzchen

23. Oktober 2012 14:23

Das suggestiv gemachte Video fasziniert nur im ersten Moment, dann folgt der Schock:
Diese Generation ist vorpubertär, passiv und ängstlich:
- sie riskiert das Leben nicht für einen Glauben oder ein Ideal, sondern für eine Zigarette und eine Gesinnung,
- sie ist dumm, weil sie in ein Sozialsystem einbezahlt, von dem sie weiß , dass es nichts mehr zurückbezahlt,
-sie stilisiert sich zum Opfer ihrer Eltern, statt Freiheit zu erkämpfen und Verantwortung zu übernehmen,
- sie ist gottlos und unchristlich, weil sie glaubt, dass "Khader" nicht ihr Bruder sein kann,
Sie glaubt, daß jeder , der Vorfahren hat, auch eine Zukunft hat, statt Kinder zu bekommen.
Und zum Schluß machen sie dicke Arme.....Das soll Krieg sein?

Diese Generation ist nur die Vorhaut der europäischen Jugend,
sie spielen Indianer

M.L.: Alle diese Einwände gehen am Wesentlichen vorbei: sie wollen ja z.B. eben NICHT ihr Leben für eine bloße Zigarette riskieren müssen, und zwar keine, die sie rauchen wollen, sondern eine, die sie nicht geben können. Ob nun "Khader" mein Bruder in Christo sein kann, hängt wohl vor allem von Khader ab, aber das ist in jedem Fall eine andere Frage, ob er mein Bruder in bunticis globalis vielfalticis ad majorem humanitatis gloriam sein kann bzw. überhaupt will.

Mauretanier

23. Oktober 2012 14:26

Die Aktion in Poitiers verdient Anerkennung und am Besten Nachahmung.

Im Grunde ist das ja konform zu dem KSA Gedanken, nur qua zahlenmäßiger Beteiligung eine Dimension höher anzusiedeln.

In diesem Zusammenhang ist, wie schon von einem Vorredner gesagt worden, auch der Begriff "Identitäre", der meiner Beobachtung so erst seit wenigen Wochen in unserem Lager zirkuliert, zu loben.

Hier ist wirklich eine Bündelung aller im Kern gleichgerichteten Bewegungen möglich, ohne dass dadurch die Freund-Feindbestimmung an Schärfe verliert.

Sozialisten, Nazis, Bolschewisten, Grüne, CDU-Anhänger, wenn sie für eine deutsche Identität einstehen, sind sie auf unserer Seite.

Johannes

23. Oktober 2012 14:44

Die identitäre Bewegung verdient auf jeden Fall Unterstützung. Das Problem in Deutschland liegt noch im rein virtuellen Charakter. Auf Facebook haben sich bereits zig Gruppen gegründet, über Kontakte oder diverse Netzseiten erfährt man leider nichts.

Bei der Blauen Narzisse finden sich inzwischen die vier Teile des Grundsatzprogramms, kommentiert: .

Interessenten/ Mitstreiter für Berlin können sich über [email protected] melden.

Theosébeios

23. Oktober 2012 14:57

Eine unlängst in Frankreich veröffentlichte staatliche Studie stellte fest, daß es um die „Integration“ der Einwanderer insbesondere aus mahgrebinischen Ländern schlecht bestellt ist.

Ich finde die Studie nicht; können Sie einen bibliographischen Hinweis geben?

Martin

23. Oktober 2012 15:01

Sozialisten, Nazis, Bolschewisten, Grüne, CDU-Anhänger, wenn sie für eine deutsche Identität einstehen, sind sie auf unserer Seite.

Sehe ich auch so - die deutschen müssen eindlich zu einer rauhen "Pack schlägt sich, Pack verträgt sich"-Einstellung kommen. Die MiHiGrus, die sich untereinander längst nicht so einig sind, wie man meint, praktizieren diese Einstellung ja auch schon seit geraumer Zeit bei ihrer "Landnahme" sehr erfolgreich. Wenn es gegen deutsche geht, halten sie urplötzlich zusammen, selbst wenn vorher die größte Fehde war.

Gottfried

23. Oktober 2012 15:37

@ Raskolnikow

Sie formulieren es hier doch am besten: NOCH BEI TROST!
Noch bei Trost ist doch DIE Formel, wenn man gegen den Untergang durch Masseneinwanderung ist, aber natürlich auch wenn man nicht über ESM der faulen Elite der Bankster auf Ewigkeit üppige Sozialhilfe zahlen will, noch bei Trost, wenn man gegen den Anti-"Diskriminierungs"-Gesetze-Dummfug ist, gegen "Gender"-Hauptverströmung usw. usw.
Und - wie Martin es hier richtig ausgeführt hat -: allzu große Befindlichkeiten bezüglich unserer Mitstreiter, ob der andere nun zu wenig oder zu sehr libertär, zu wenig oder zu sehr christlich orientiert ist, können WIR! uns nicht mehr leisten, denn die Zeit läuft ab.

M.L.:Jetzt warte ich nur noch, daß einer auf meine "Befindllichkeiten" gegenüber Stürzenberger & Co hinweist...

Ein Fremder aus Elea

23. Oktober 2012 15:41

Eine Sicht auf die Gegenwart, welche vielleicht sogar stimmt:

https://bereitschaftsfront.blogspot.com/2012/10/wagner-als-prophet.html

Hat auch was mit der Génération Identitare zu tun, auch wenn es etwas ernüchternd ist.

Martin Lichtmesz

23. Oktober 2012 15:54

Ich finde die Studie nicht; können Sie einen bibliographischen Hinweis geben?

https://www.insee.fr/fr/themes/document.asp?reg_id=18&ref_id=19142

Kommentar Paulwitz/JF:
https://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display-mit-Komm.154+M57901640abe.0.html

Informant

23. Oktober 2012 16:53

In Deutschland findet man die Identitären auf Facebook unter der Adresse https://www.facebook.com/identitaer

Rumpelstilzchen

23. Oktober 2012 17:05

Hallo,
Sorry, vielleicht etwas zu heftig geschossen,
Natürlich ist die Politik der Masseneinwanderung - mit den entsprechenden Problemen für beide Seiten - auch für Christen keine hinnehmbare Politik.
Toleranz hat spätestens dann ein Ende, wenn das Gemeinwesen(Staat,Volk) der allmählichen Zerstörung preisgegeben wird.
Und da wird die pseudochristliche, sprich gutmenschliche Toleranz schier unerträglich.
Der Staat mit Staatsvolk als Zwischenglied zwischen Einzelnem und Welt hat nicht ausgedient.
Aber gerade auch in der Konfrontation mit dem Islam kann die christliche Religion als wesentlicher Faktor europäischer Identität nicht ausgeblendet werden. Hierbgibt es durchaus spannende Ansätze.
Ansonsten sind strategische Allianzen sinnvoll.

Hamburger

23. Oktober 2012 17:21

Gelungene Aktion und richtiges Projekt. Und ich finde auch, man sollte zu einer Solidarität aller Gruppierungen finden, die sich gegen die Abschaffer wenden. Die (türkisch-islamischen) Migrantenlobbies tun seit längerem ein solches, wie man immer mal wieder auf Seiten wie "migazin.de" oder "aggromigrant.de" lesen konnte. Da versucht man sich mit Polenstämmigen oder Vietnamesen eine Einheitsfront gegen die deutsche Gesellschaft aufzubauen. Aber mit eher bescheidenem Erfolg.

Deshalb ist es übrigens auch nicht ganz richtig, wenn Herr Lichtmesz meint, die Immigration als solche führe zu ethnischen Spannungen. Der Begriff "Migrant" ist doch in Wirklichkeit gleichbedeutend mit Orientale, Moslem. Selbst die Probleme mit den Russlanddeutschen, an denen außer der Name nichts deutsch war, haben sich praktisch aufeglöst, es findet im Gros eine Anpassung an die deutsche Gesellschaft statt. Von den Polen ganz zu schweigen.

Und das sollte man mit bedenken: Es ist eben doch irgendwie schon die orientalische Kultur, der Islam, der hier hinter den Spannungen, hinter dem Hass auf die Wirtsgesellschaft und die regelrecht aggressive Weigerung in ihr aufzugehen, steckt. Zumal es allen anderen europ. Gesellschaften ebenso ergeht.

Viele andere Immigranten teilen diese Weigerung nicht und fühlen sich selbst abgestoßen. Diese sollte man nicht in einen Topf werfen mit den eigentlichen "Problemkindern", man sollte die vielmehr mit ins Boot holen. Sonst wird "die Einwanderung" zum ebenso diffusen, abstrakten Feindbild wie "der Islam" des Herrn Stürzenberger.

Alexander

23. Oktober 2012 17:52

Mauretanier:

In diesem Zusammenhang ist, wie schon von einem Vorredner gesagt worden, auch der Begriff „Identitäre“, der meiner Beobachtung so erst seit wenigen Wochen in unserem Lager zirkuliert, zu loben.

Das stimmt so nicht, der Begriff geistert schon länger durch deutsche Lande, nur hat er jetzt durch die jüngsten französischen Aktionen deutlich an Aufschwung und Attraktivität gewonnen.

Zur Sache: Jetzt wäre es nützlich, wenn die Vernetzungskartei des Zwischentags greifen würde.

Citizen Kane

23. Oktober 2012 18:09

M.L.:Jetzt warte ich nur noch, daß einer auf meine „Befindllichkeiten“ gegenüber Stürzenberger & Co hinweist…

Denke, das haben Sie schon beim Schreiben dieses Beitrages befürchtet -nicht wahr?

Glaubt bloß nicht, dies wäre nur ein Manifest: dies ist eine Kriegserklärung

Danke für den Beitrag ML!

Kehrhelm Kröger

23. Oktober 2012 18:23

Und das ist wohl auch die peinlichste Frage nicht nur für die Eliten in Frankreich: welche Rechtfertigung haben sie, die sich Demokraten und Volksvertreter nennen, eigentlich dafür, diese radikale Entwicklung, die überwiegend negative Folgen zeigt, ohne Befragung des Staatsvolkes in Gang gesetzt zu haben?

Die Rechtfertigung für die Umvolkung bzw. Abschaffung des französischen Volks erhalten die Eliten von den Wahlberechtigten. Diese Parteien werden ja nicht nur einmal gewählt, wobei man sich ja kräftig irren kann; auch nicht zwei-, dreimal, sondern seit Jahrzehnten immer wieder. Daher dürfen die gewählten Parteien sich per Wählervotum in ihrem anhaltenden Überfremdungskurs zu Recht bestätigt sehen. Warum sollten sie umschwenken, solange sie auf dem gegenwärtigen Kurs immer wieder gewählt werden und dies umso mehr, als ein "Weiter so" viel bequemer ist als das umzusetzen, was die Identitaires fordern? Die Eliten handeln mit dem Einveständnis der Wähler, das diese ihnen allein schon dadurch erteilen, dass die unübersehbare Islamisierung und Überfremdung unentwegt mit einem Weiter-so quittiert wird. In einer Demokratie ist immer noch der Wähler der souverän, der, der niemals von irgendwem kritisiert wird.

Regor

23. Oktober 2012 18:28

Ein sehr guter Beitrag! Info und bissiger Kommentar gehen Hand in Hand, typisch Lichtmesz eben. Weiter so...

Biobrother

23. Oktober 2012 18:30

Die negativen und pauschal abwertenden Extremaussagen zum Islam finde ich zwar letztlich weder hilfreich noch menschlich akzeptabel, dennoch ist die Formel für das richtige Zusammenleben, die den Erhalt der eigenen Kultur als europäische Leitkultur sichert, wohl noch nicht gefunden, und angesichts der demographischen Situation und des Kontrasts zwischen aufgeklärtem, eher agnostischem Kulturchristentum und strenggläubigem Islam (in Verbindung mit der zwar nicht mit dem Islam identischen, aber wohl doch untrennbar mit ihm verbundenen anderen Kultur, die Familie, Ehre und Kollektiv statt dem sich selbst verwirklichenden Individuum den Vorrang einräumt) frage ich mich auch, wie diese wohl praktisch aussehen könnte.

Übrigens findet sich zu diesem Thema ein ganz interessanter Artikel im aktuellen Focus (Seite 40 ff - „Tatort Marseille: Ein Drogenkrieg verheert die Metropole“), der sich darüber auslässt, dass Marseille ein „urbanes Laboratorium“ sei, da es in wenigen Jahren die erste große Stadt der EU sein könne, in der mehr Muslime als Christen leben. Zur Bekämpfung des in der Stadt derzeit herrschenden Drogenkriegs treten zwei Bürgermeisterkandidatinnen (Samia Ghali von den Sozialisten, Nora Preziosi von der UMP) an, beide selbst algerischer Abstammung. Dabei plädiert die Sozialistin Ghali sogar für den Einsatz der Armee in Marseille, für die eher multikultifreundlichen Sozialisten wohl ein fast schon unerhörter Vorschlag.

rosenzweig

23. Oktober 2012 18:40

Diese ‪Generation Identitaire‬ ist wirklich interessant. Weil sie nämlich nicht mehr in das altbekannte und obsolet gewordene Links Rechts Schema einzuordnen sind. Sozialpolitisch stehen sie eher links und sie lehnen die zentralistische, von Paris aus verwaltete, französische Republik ab. Weshalb sie sich bei der letzten Wahl zuerst schwer daran getan haben, den Front National zu unterstützen.
Die Betonung auf Jugend -„Wir sind die Zukunft“-; der Optimismus, der daraus spricht, zeigt, daß ‪Generation Identitaire‬ etwas verstanden hat, was in unseren Breitengraden noch nicht angekommen ist. Daß nämlich die Demographie nicht gegen, sondern für uns, arbeitet. Deutschland, der Westen, was auch immer, schafft sich nicht ab. Ein bestimmtes Milieu in Deutschland, in Europa, in Amerika, schafft sich ab. Und da dieses Milieu zur Zeit noch die überwältigende Mehrheit der erwachsenen Bevölkerung repräsentiert, kommt es uns so vor, als ob sich alle abschaffen.
Mit dem Milieu meine ich einfach die säkulare Moderne. Mit uns meine ich die Anti Moderne. Und was ist unmoderner heute, als Kinder zu bekommen, viele Kinder. Warum wir nicht sehen können, was passiert hat auch damit zu tun, daß das menschliche Vorstellungsvermögen sich schwer tut beim Wachstum in Potenz. „Ich werde dich zum Vater von Völkern machen“ sagt Gott zu Abraham und zu Jakob. Und das ist keineswegs allegorisch gemeint. 4 Paare die jeweils 4 Kinder bekommen und deren Kinder und Kindeskinder es genauso machen werden in der 11. oder 12. Generation die Ahnen von 46 Millionen Menschen sein. Nun, mir reichen erst einmal 4 oder 5 Generationen. Das ist überschaubar.
Momentan läuft auf der Welt ein unglaubliches evolutionäres Experiment. Angestoßen von dem Milieu der säkularen Moderne, welches man in Deutschland auch als den rotgrünen Merkel Eintopf bezeichnen kann, aber mit unabsichtlichen, für dieses Milieu desaströsen, Konsequenzen. Seit den 60er Jahren ist Geburtenkontrolle, von der Pille bis zur Abtreibung, legal und kostengünstig verfügbar. Im höheren IQ Bereich bekommen also nur noch Frauen Kinder, die diese auch wirklich wollen. Ein bis zwei Kinder können (müssen aber nicht) immer noch als Statussymbole Verwendung finden. Aber so gut wie jede Frau (im höheren IQ Bereich), die mehr als 2 Kinder zur Welt bringt, ist resistent gegen die Propaganda des Selbstmordes, die seit mindestens 50 Jahren läuft.
In diesem evolutionären Experiment werden Frauen, die keinen elementaren Drang zur Mutterschaft haben, ausgesiebt. Während Frauen, die resistent sind gegen die Verlockungen der Moderne (Fun und Karriere) die Kinder der Zukunft zur Welt bringen, denen sie ihre Resistenz vererben.
Ich schätze, das wir es hier im Schnitt runtergerechnet mit 100 modernen Frauen zu tun haben, die sich in einem Wettstreit mit 4 antimodernen Frauen befinden. 100 moderne Frauen, mit ihren modernen Partnern also 200 Personen, haben bei dem derzeitigen Standard Reproduktionsniveau von 0,8 genauso viele Enkelkinder wie 4 Frauen (mit ihren Männern 8 Personen) die jeweils 4 Kinder bekommen (und deren Kinder es genauso machen), nämlich 32. Wir befinden uns heute in der Phase, wo die Enkelkinder gerade zur Welt kommen. Die spielen in unserer Wahrnehmung keine Rolle. Wie sehen nur insgesamt weniger Kinder. In der Welt der Erwachsenen, in der die Großeltern und die Eltern noch leben, steht es 280 gegen 24. Die 200 Babyboomer fangen gerade an in Rente zu gehen oder werden Oberbürgermeister in Stuttgart. In zwanzig Jahren, wenn ein großer Teil der 200 den Weg alles Irdischen gegangen sind, wird der Rest anfangen zu kapieren. Dann möchte ich ihre Gesichter sehen.
War da noch was? Ach ja, die Muslime. Bei denen läuft es bezüglich Geburtenkontrolle genauso, bloß um 20 Jahre versetzt. Und falls sie, durch diese Zeitversetzung, demographisch in irgendeiner Weise wirklich gefährlich werden sollten, haben sich die Verhältnisse bei der einheimischen Bevölkerung so zugunsten der Identitären verschoben, das Schluss ist mit lustig und Demokratie.
Wenn ich mir diese Schießbudenfiguren und Krawallschachteln aus dem rotgrünen Merkeleintopf im Fernsehen anschaue, denke ich immer: Was tangiert mich die Zankerei in einem Milieu, das sich freiwillig aus dem menschlichen Genpool entfernt. Bye, bye.

Gottfried

23. Oktober 2012 19:11

@ Hamburger

"Sonst wird „die Einwanderung“ zum ebenso diffusen, abstrakten Feindbild wie „der Islam“ des Herrn Stürzenberger."

Heftiger Einspruch und mit Migräne im Hintergrund gelesen: Die Situation in den VSA - wo sich verhältnismäßig wenig Moslems tummeln - zeigt doch, daß sich dort die von Demokraten wie Republikanern gezielt geförderte Masseneinwanderung von Latinos ebenfalls negativ auswirkt. Der Hauptplan besteht keineswegs (nur) darin, unserem Europa per die Islamisierung den Garaus zu bereiten, sondern per Identitätszerstörung ein Ende der gesamten weißen/westlichen Welt herbeizuführen. Eines der Werkzeuge ist die Flutung aller betroffenen Nationen mit Ausländern, so unbeliebt die Moslems auch sein mögen, Hindus, Schwarze, Latinos, Sikhs etc. erfüllen hier ebenfalls ihren Zweck.

Und außerdem: Mir würde es außerordentlich gegen den Strich gehen, wenn in mein Land statt der Türken/Araber hier in gleicher Zahl tüchtige und anpassungsbereite Chinesen, Japaner, Hindus u.ä. einwanderten.
Welches Interesse sollte ich denn an dem Zusammenleben mit Fremden haben? In meine Wohnung lasse ich doch auch nur Leute, die mir halbwegs ähneln.

M .

23. Oktober 2012 19:20

Sehr geehrter Herr Lichtmesz,

wie geht mir diese ganze Heuchelei auf den Keks. Als wenn es auch in Frankreich um die Religion, und nicht etwa die EINWANDERUNG geht !
All das, was man dem Islam vorwirft, findet man an Zitaten und somit potentiellen Anklagen auch in der Bibel, Alte und Neue Testament... .
Deswegen HEUCHELEI von Leuten ala Stürtzenberger, PI-News, Pro-Bew. etc .
Von diesem geschmacklosen Mohammed-Video ganz zu schweigen... .
Sie haben vieles richtig erkannt - Danke.

Beste Grüsse
M.

NS: Ich ahne es , auch der gewöhnliche Moslem in Usbekistan ist Teil der islamischen Weltverschwörung... . :-)
Die warten nur darauf , uns Europäern das Licht auszublasen... . :-)
Wieso bin ich da nicht gleich drauf gekommen, ich unwissender finsterer Heide ?!

Sixty

23. Oktober 2012 20:37

"Hier ist wirklich eine Bündelung aller im Kern gleichgerichteten Bewegungen möglich, ohne dass dadurch die Freund-Feindbestimmung an Schärfe verliert.

Sozialisten, Nazis, Bolschewisten, Grüne, CDU-Anhänger, wenn sie für eine deutsche Identität einstehen, sind sie auf unserer Seite."

Ich bin ja auch für breite Bündnisse, falls möglich ... aber Nazis und Grüne wollen wir doch lieber außen vor lassen. Ich glaube auch kaum, daß die sich untereinander vertragen werden ;-) ... mal ganz abgesehen davon, daß es "Grüne, die für eine deutsche Identität einstehen", nie gegeben hat und wohl auch nie geben wird.

Toni Roidl

23. Oktober 2012 20:43

Hm, nicht persönlich gemeint, aber mich erinnern die Kommentare etwas an den letzten Eintrag von G.K. Oder positiv formuliert an einen Werbespruch von Franz Beckenbauer, der im übertragenen Sinn passt:
Vergesst, was sie schreiben - geht's raus und spuilt's Fußball!

Citizen Kane

23. Oktober 2012 21:18

@M.

wie geht mir diese ganze Heuchelei auf den Keks. Als wenn es auch in Frankreich um die Religion, und nicht etwa die EINWANDERUNG geht !

Wieso wird denn geheuchelt?
Natürlich geht es nicht um Religionen.
Es geht explizit um die Einwanderung!

All das, was man dem Islam vorwirft, findet man an Zitaten und somit potentiellen Anklagen auch in der Bibel, Alte und Neue Testament… .

Machen Sie sich doch mal frei von dem ganzen Religionskokolores, das interessiert nicht!

Es geht auch nicht gegen die Mohammedaner.

Unser Feind ist der Verräter, der Kollaborateur in unseren eigenen Reihen, der unsere Identität durch Masseneinwanderung zerstören und sich eine willfährige, möglichst verblödete und eingeschüchterte Manövriermasse schaffen will.
Zum Beispiel dieser hier!
J.M. Fischer

Deutschland muß von außen eingehegt, und innen durch Zustrom heterogenisiert, quasi "verdünnt" werden.

Dieter Urchblicker

24. Oktober 2012 00:38

Wer auch immer hinter dem Konzept der Identitären steckt: Hut ab!

Martin Lichtmesz

24. Oktober 2012 00:39

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