Sezession
6. Dezember 2012

„Bedroht – Beschimpft – Geschlagen! Das Spiel fällt aus!“

Felix Menzel / 14 Kommentare

Gut hundert ehrenamtliche Schiedsrichter in den Niederlanden haben ihre Arbeit niedergelegt, nachdem am Sonntag einer ihrer Kollegen von jungen Marokkanern zu Tode geprügelt worden ist. Sie werfen dem Fußballverband nun gemeinsam mit einigen Amateurvereinen vor, viel zu lange weggesehen zu haben. Die Situation ähnelt der in Deutschland sehr stark. Auch hierzulande hatten es die Unparteiischen schon einmal satt.

Felix Menzel

Felix Menzel ist Chefredakteur des Schülerblogs blauenarzisse.de.

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Im Oktober 2011 machte der Berliner Fußballverband mit der Aktion „Bedroht – Beschimpft – Geschlagen! Das Spiel fällt aus!“ auf die Gewalt gegen die Schiedsrichter der untersten Spielklassen aufmerksam. Der damalige Grund: Der Türke Hakan Güngör hatte einen Schiedsrichter bewußtlos geschlagen.

Jedoch kam es schon am Tag der Protestaktion zu weiteren Vorfällen:

Beim Kreisligaspiel Borussia Friedrichsfelde gegen Berliner Amateure II gibt es für die Gästemannschaft, die fast ausschließlich aus ausländischen Spielern besteht (Mannschaft ist in Kreuzberg beheimatet), in der 80. Minute eine Rote Karte. In den Medien heißt es nur, Spieler und Zuschauer beider Mannschaften seien danach aneinander geraten. Der Bericht im Weblog der Heimmannschaft sagt anderes aus: „Beim Stand von 0:0 in der ca. 80. Minute hatte sich ein Spieler von Amateure nach einer Roten Karte nicht im Griff. Nach Beleidigungen gegen Anhänger und Spieler (ich f*** deine mutter, h****sohn, scheiß ossi) geht der Spieler mit Unterstützung seiner Mitspieler auch körperlich gegen den Borussia-Anhang vor. Ein Anhänger wird von drei Amateure-Schlägern blutig getreten, ein Borussia-Spieler muss nach Tritten ins Gesicht im Krankenhaus behandelt werden, weitere leicht verletzt.“  Ein Bericht über den Vorfall, der in der Redaktion von deutscheopfer.de eingegangen ist, bestätigt diese Version.

Wie sieht es 2012 auf Deutschlands Fußballplätzen aus? Hat die Aktion „Spiel fällt aus. Kein Schiedsrichter!“ etwas gebracht?

  • Am 29. April 2012 schlug ein kurdischer Spieler (31) beim Spiel Inter Burgdorf gegen TSV Katensen einen 24-jährigen Gegenspieler bewußtlos. Darüber hinaus wurde bei der folgenden Massenschlägerei ein weiterer Spieler von Katensen sowie der Schiedsrichter verletzt. Es war jedoch im Nachhinein nicht mehr eindeutig zu ermitteln, wer die Schläger waren. Inter Burgdorf mit seinen kurdischen Spielern ist in der Region Hannover bekannt für aggressives Verhalten. Dennoch reagierte der Fußballkreisverband überraschend auf die Vorkommnisse bei dem besagten Spiel und warf Katensen „Rassismus“ vor. Vorstand Rolf G. Schmidtmann betonte gegenüber der Presse, in Katensen gebe es „seit Jahren Warnungen. Wenn dort Spieler mit Migrationshintergrund auflaufen, kommt es zu Äußerungen, die an die Menschenwürde gehen.“ Der Verband will deshalb die „interkulturelle Kompetenz“ der Vereine stärken.
  • Spieler des albanischen Fußballvereins FC Ilira Rosenheim schubsten und umringten am 5. Oktober 2012 den Schiedsrichter, nachdem die andere Mannschaft den Ausgleich geschossen hatte. Ein bereits ausgewechselter Spieler ging auf den Schiedsrichter los und schlug ihn bewußtlos. Der Angriff war so heftig, daß mit bleibenden Schäden bei dem Unparteiischen gerechnet wurde.

Weitere Fälle von „Gewalt im Sport“ sind auf deutscheopfer.de zusammengestellt.
Das Buch Deutsche Opfer, fremde Täter kann hier beim Verlag und hier im Internet-Buchhandel bestellt werden.
Die Aktion der Identitären zu diesem Thema ist hier einsehbar.

(Bild: Aktionsplakat Berliner Fußballverband 2011)


Felix Menzel

Felix Menzel ist Chefredakteur des Schülerblogs blauenarzisse.de.

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Kommentare (14)

Th.R.
6. Dezember 2012 20:59

Tja, was soll man sagen. Wir sind im Krieg. So einfach ist das.

Schmidt
6. Dezember 2012 21:06

Die FAZ berichtete 2008:

Eine Auswertung von rund 4000 Fällen vor Sport- und Schiedsgerichten hat ergeben, dass Zweidrittel aller verhandelten Spielabbrüche von Spielern mit Migrationshintergrund verursacht wurden. Es handelt sich dabei vorwiegend um Spieler mit türkischem oder kurdischem Hintergrund.

Anna
7. Dezember 2012 09:17

Ein Bekannter arbeitete als Schiedsrichter (ehrenamtlich) in Berlin.
Er meinte, es sei ein offenes Geheimnis, daß bei verschiedenen Spielen keine Schiedsrichter pfeifen wollten...
Konkret war es ein jüdischer Verein (!) bei dem man sofort als Antisemit beschimpft wurde.
Das erzählte er vor etwa sechs Jahren...
Er selbst ist ein linker Mainstream-Mensch, der an friedliches Zusammenleben glaubt, zumindest im Großen und Ganzen.
Zumindest war er das vor sechs Jahren...

Giasinger Löwe
7. Dezember 2012 10:13

Hier noch ein schöner Fall von einem A-Jugend-Spiel im November 2012:

https://www.rhein-zeitung.de/region/nahe_artikel,-Schlaegerei-Angst-um-Leib-und-Leben-gehabt-_arid,518825.html

Beim FC Hohl kam das ganz anders an: Etliche erwachsene Türken hätten den Platz gestürmt, hätten gestoßen und gerangelt. Worst: "Wir haben uns dann auf die Tribüne zurückgezogen und waren froh, dass die Polizei so schnell da war." Selbst als die Ordnungshüter mit mehr als zwei Dutzend Einsatzkräften eintrafen, herrschte keine Ruhe. Er sei schon sehr lange im Fußballbereich tätig, habe beruflich mit Integrationsarbeit zu tun, aber so etwas habe er noch nie erlebt, sagt Worst.

F451
7. Dezember 2012 10:25

@Th.R
Krieg bedeutet, daß gekämpft wird. Bloß es gibt keinen Kampf, daß Buch hier heißt nicht umsonst "deutscheopfer".

Holzknecht
7. Dezember 2012 10:29

Tja, was soll man sagen. Wir sind im Krieg. So einfach ist das.

Ein eigenartiger Krieg bei dem ein Beteiligter bestenfalls defensiv agiert und dessen Verteidigung nur darin besteht "Übergriffe" zu dokumentieren und archivieren. Vielleicht veranstaltet ja jemand ein öffentliches Trauern, Jammern und Schluchzen um die deutschen Opfer...

quer
7. Dezember 2012 10:58

"Ein eigenartiger Krieg bei dem ein Beteiligter bestenfalls defensiv agiert und dessen Verteidigung nur darin besteht...."

@Holzknecht,

mit diesem Krieg (er ist tatsächlich einer) verhält es sich ähnlich, wie der gegen Israel.

Israel erträgt jahrelange Raketenangriffe und darf allenfalls registrieren, nicht aber zurückschießen. So haben wir's gern. Und deshalb sind wir hier und in Europa Vorbild für Israel. Wir lassen uns ermorden, die nicht. So können wir die Moral auf unsere Seite ziehen und den Palestinensern zurufen: Macht es mit denen ebenso, wie ihr es mit uns macht. Am deutschen Wesen soll ja schließlich die Welt genesen.

Mir stellt sich einzig die Frage: "Wie lange noch?"

Daniel
7. Dezember 2012 16:25

Ein eigenartiger Krieg bei dem ein Beteiligter bestenfalls defensiv agiert und dessen Verteidigung nur darin besteht „Übergriffe“ zu dokumentieren und archivieren.

@ Holzknecht: die deutschen Opfer haben leider keine andere Wahl als die Defensive. Wie würde es wohl weitergehen, wenn sie sich wehren würden? Ob erfolgreich oder nicht, die Rollen wären in jedem Fall schon vorher klar verteilt: der Deutsche, der sich wehrt, kann immer nur ein "Nazi" sein, der vorher provoziert hat.

Vor Jahren gab es doch mal in Detmold diesen Vorfall, wo sich Bundeswehrsoldaten in Uniform gegen Migranten-Übergriffe gewehrt haben. Kann sich jemand noch an die Schlagzeilen erinnern?: "Bundeswehrsoldaten jagen Ausländer durch Detmold" - Damit ist man zusätzlich gestraft, vielleicht sogar noch so stigmatisiert, daß man den Rest seines Lebens mit Sozialhilfe verbringt. Die Wahrheit interessiert keinen und daß ein Gericht in so einem Fall den Deutschen freispricht - ach, an so eine Welt wollt ich gerne glauben...

Holzknecht
8. Dezember 2012 07:47

Wie würde es wohl weitergehen, wenn sie sich wehren würden? Ob erfolgreich oder nicht, die Rollen wären in jedem Fall schon vorher klar verteilt: der Deutsche, der sich wehrt, kann immer nur ein „Nazi“ sein, der vorher provoziert hat.

Vor kurzer Zeit sprachen Menzel, Kleine-Hartlage und weitere Personen vor dem Reichstag in Berlin zum Gedenken an deutsche Opfer von Ausländergewalt. Die Presse schrieb danach von einem Aufgebot aus dem rechtsextremen Lager. Selbst wenn kreuzbrave und harmlose bürgerliche Gartenzwerge wie diverse Pro-Gruppierungen sich versammeln werden Medien nicht müde zu betonen es handele sich dabei um "Rechtsradikale", "Braune Rattenfänger" etc. Bevor ich tot in irgendeinem U-Bahn Schacht liege bin ich dann doch lieber als Unaussprechlicher gebrandmarkt. Die deutschen (und auch alle sonstigen Westeuropäer) Männer sind feige und pazifistische Weichlinge geworden die jedem Konflikt aus dem Weg gehen, oftmals wird der von etablierter Seite drohende Nazi-Vorwurf als Feigenblatt für die eigene Untätigkeit verwendet, so zumindest mein Eindruck.

Steffen
8. Dezember 2012 11:07

An Holzknecht. Ich möchte gerne sehen, wie du mit fünf bis zehn von diesen "Halbstarken" fertig wirst. Wenn es nicht gerade Kinder sind, sondern die Altersgruppe 20+ hast du keine Chance. Viele von denen machen Kampfsport, was sie nicht davon abhält ihr Klappmesser zu benutzen. Zudem sind diese Personen eigentlich immer in Gruppen unterwegs. Für einen normalen Deutschen ist es völlig unverständlich, wie man derart feige, aggressiv und dumm auf andere Personen zugeht - sind die nämlich allein unterwegs, haben sie ihre Stöpsel im Ohr und man bemerkt sie fast garnicht.

Daniel
8. Dezember 2012 15:12

Bevor ich tot in irgendeinem U-Bahn Schacht liege bin ich dann doch lieber als Unaussprechlicher gebrandmarkt.

Und ich wäre lieber tot, als derart sozial ausgegrenzt zu werden, so daß selbst die eigenen Freunde einem nicht mal mehr ein Stück Brot geben und einem behandeln, als würden sie sich wie über ein Miasma eine tödliche Krankheit holen.

Fahrnheit451
8. Dezember 2012 16:31

"der Deutsche, der sich wehrt, kann immer nur ein „Nazi“ sein, der vorher provoziert hat."
Das ist doch eine olle Kamelle der psychologischen Kriegsführung. Mit einer Nazikeule wollen sie die Wehrlosigkeit ja absichtlich erzeugen. Wer auf das eingeht kann sich doch bitte selbst beweinen.

Im übrigen finde ich es obszön für "die da" zu pfeifen", noch dazu ehrenamtlich. Wenn es Geld gäbe und der Pfeifer "jung ist und das Geld braucht" kann man es bei einem Kopfschütteln belassen, aber ehrenamtlich? Hallo, das ist "Out-Of-Group-Altruismus" und der ist per se amoralisch, Spucke ins Gesicht der Nächsten, der Bedürftigen innerhalb der eigenen Gruppe. Wer so was macht, der soll so liegen, wie er sich gebettet hat.

Holzknecht
9. Dezember 2012 23:32

Viele von denen machen Kampfsport, was sie nicht davon abhält ihr Klappmesser zu benutzen. Zudem sind diese Personen eigentlich immer in Gruppen unterwegs.

Niemand hält junge Deutsche davon ab es nicht ebenso zu machen, die hängen aber dann doch lieber vor der PlayStation oder sehen sich genüßlich mit einer Tüte Chips in der Hand abartige Horrorfilme an. Wobei sich KAMPF!!!sport ja ohnehin zu grimmig-kriegerisch anhört, und wohin das führt sollte gerade uns Deutschen bei unserer unsäglichen Vergangenheit bewußt sein. So bleibt es beim weitertrauern, schluchzen und Klagelieder anstimmen bis zum bitteren Ende.

Daniel
10. Dezember 2012 17:50

Das ist doch eine olle Kamelle der psychologischen Kriegsführung. Mit einer Nazikeule wollen sie die Wehrlosigkeit ja absichtlich erzeugen. Wer auf das eingeht kann sich doch bitte selbst beweinen.

Dann kannst Du nur hoffen, nie in die Verlegenheit zu kommen, Dein großes Maul auch mal unter Beweis stellen zu müssen.

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