Sezession
4. April 2014

Ideologiekritik und Elternrecht

Gastbeitrag / 16 Kommentare

von Konrad Gill

Den Anfang machten, wie immer bei revolutionären Ereignissen, die Franzosen. Als die Regierung Hollande bald nach Amtsantritt verkündete, unter der Parole „Ehe für alle“ die völlige Gleichstellung der Ehe mit homosexuellem Zusammenleben, einschließlich des Adoptionsrechts, bewirken zu wollen, kam es zu Massenprotesten in Paris und anderen französischen Städten. Nun zieht eine sehr engagierte Gruppe in Deutschland nach: Die nächste Demonstration in Stuttgart findet morgen, am 5. April, um 15 Uhr statt.

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In der Bundesrepublik fand das Thema zunächst eher wenig Beachtung. Als Ende 2013 ein internes Arbeitspapier des SPD-regierten baden-württembergischen Kultusministeriums über einen „Bildungsplan 2015“ bekannt wurde, der die Zielrichtung für die weitere Entwicklung der Lehrpläne an staatlichen Schulen vorgeben sollte, änderte sich dies.

Nach und nach wurden – überwiegend außerhalb der großen Presseorgane – Details bekannt, die im noch nicht weitgehend entchristlichten südwestdeutschen Bundesland bis dahin eher ungewohnt und als Phänomene nur „aus Berlin“ bekannt waren: der neue Bildungsplan sehe vor, die Förderung von Toleranz und Akzeptanz jeglicher sexuellen Ausrichtung in den Lehrplänen zu verankern – fächer- und altersübergreifend. Angeblich „auf Schulhöfen“ weitverbreiteten Vorurteilen und Vorbehalten gegenüber Homosexuellen solle vorgebeugt bzw. durch die Lehrer aktiv entgegengewirkt werden. Hinzu kam – Schützenhilfe der Lehrergewerkschaft GEW – ein bizarrer „Fragebogen“, in dem Schulkinder mit peinlichen und indoktrinierenden Fragen zu Homosexualität und zu sexuellen Praktiken traktiert werden sollten. Gedacht war dies als perspektivische Verkehrung zu sogenannten heteronormativen und ergo altbackenen Ansätzen.

Die erste öffentlich wahrnehmbare Reaktion aus dem Volk war die von dem Realschullehrer Gabriel Stängle initiierte Petition gegen den Bildungsplan: „Kein Bildungsplan unter der Ideologie des Regenbogens“. Stängle war zu diesem Zeitpunkt Referatsleiter für Schulpolitik im Realschullehrerverband seines Bundeslandes. Der zunehmend professioneller auftretenden Gruppe um Stängle gelang es, innerhalb weniger Wochen fast 200.000 Unterschriften gegen den Bildungsplan zu sammeln, damit das selbstgesteckte Ziel um das Doppelte zu übertreffen und das Thema schlagartig in die Presse zu bringen.

Während die Kritik ungesteuerter Masseneinwanderung, zügellosen Konsumismus‘ und der kulturellen Zerstörung Europas auf keine große Resonanz hoffen darf, hatte das Thema der Petition offenkundig viele Baden-Württemberger wachgerüttelt. Vor allem christliche Kirchen und Gruppen empörten sich in einem für das bürgerlich-konservative Milieu bisher ungekannten Ausmaß.

Bedenkt man die schon oft thematisierte Präsenz von Homosexuellen in der Medienlandschaft, so können die heftigen Reaktionen auf die Petition nicht verwundern. Zunächst versuchten „engagierte“ Journalisten, die Petition auf pietistische Frömmler zu reduzieren und auf diese Weise den Protest zu marginalisieren. Gleichzeitig wurde Gabriel Stängle persönlich massiv angegriffen, wurde strafrechtlich und dienstaufsichtsrechtlich belangt (ohne jedes Ergebnis) und mehrfach auf allen Kanälen indirekt für verrückt erklärt.

Stängle, wußte die linksliberale ZEIT,

„schürt mit seinen abstrusen Ausführungen erfolgreich Angst. So schreibt er, homosexuelle Jugendliche seien besonders suizidgefährdet und anfällig für Alkohol und Drogen, für HIV oder psychische Erkrankungen.“

Daß genau solche „abstrusen Ausführungen“ eine soziologische Studie der Universität Austin (Texas) zumindest für Jugendliche, die als Kinder eines homosexuellen Elternteils aufwachsen, zum Ergebnis hat und die Frage nach den Auswirkungen des Aufwachsens unter solchen Umständen damit aus wissenschaftlicher Sicht zumindest als umstritten gelten muß, verschwieg das Hamburger Blatt. Ebenso wie den für Propagandisten eher unangenehmen Umstand, daß die „Gay and Lesbian Medical Association“ in ihren Ratgebern die von der ZEIT verleugneten Risiken selbst zugibt. Mit Halbwahrheiten läßt sich eben besser polemisieren und titeln: „Homosexuellen-Hetze aus dem Schwarzwald“.

Spiegel Online ließ wieder einmal seinen Mann für besonders grobe Dummheiten von der Kette. Georg Diez, in den letzten Jahren mehrfach öffentlich blamiert (z.B. wegen seiner Äußerungen zu Christian Krachts Buch „Imperium“), schrieb einen immer noch lesenswerten Text, der so unglaublich widersprüchlich und einseitig ist, daß es zum Lachen wäre, wenn es nicht zum Heulen wäre:

„Und so fragt man sich: Wie viel Blut muss eigentlich noch fließen im Namen der Religion, wie viele Leben müssen noch ruiniert werden, wie viele Menschen müssen noch gebrochen werden?
Denn das antiliberale Ressentiment addiert sich - die Homophobie trägt zu einem generellen Gefühl von Abgrenzung und Ausgrenzung bei, sie verbindet sich etwa leicht mit Ausländer- und Fremdenhass, weil sie auf ähnliche Ängste und Aggressionen rekurriert: Es entsteht so eine diffuse, trübe Gemengelage von Verachtung, die sich wahlweise ihre Opfer sucht.
Sexualität ist Privatsache - und Religion übrigens auch: Keines von beidem sollte politisiert werden, weil die Folgen nur Hass, Häme, Verletzungen sein können - mit gutem Grund regelt das unsere Verfassung so.“

Dies schreibt er angesichts einer Debatte, in der Eltern und andere besorgte Bürger gegen die Politisierung von Sexualität durch aktive Einflußnahme im Schulunterricht protestieren!
Aber Diez wäre nicht Diez, hätte er nicht noch ein paar schlecht versteckte Drohungen hinterhergeschoben:

„Wenn man also davon ausgeht, dass in der Demokratie alle Menschen gleich sind und alle Menschen die gleichen Rechte haben - dann gibt es keine homophoben Demokraten.“

Das Machwerk endet dann mit einer Bezugnahme auf einen aktuellen Kinofilm und der Vision,

„welche Folgen es haben kann, wenn Irrationalität und Manipulation diese Fragen beeinflussen: Tausende von Toten, die sterben, weil der Mainstream sie verdammt, schon bevor sie tot sind“

und so weiter. Man lese es selbst nach, welche Geschütze hier in Stellung gebracht werden.

Auch das Fernsehen trug sein Scherflein bei und sendete eine Diskussionsrunde bei Sandra Maischberger, in der immerhin zwei Kritiker der Homosexuellenpropaganda drei Befürwortern, darunter einem grotesk als Boulevardtänzerin verkleideten und geschminkten, großen Mann gegenübersaßen, sowie eine Art Medientribunal nach Johannes-B.-Kerner-Art im SWR-Nachtcafé. In letzterem saßen mit Stängle und dem Generalsekretär der Evangelischen Allianz in Deutschland, Hartmut Steeb, zwei Kritiker ganzen sieben gegnerisch eingestellten Gästen gegenüber, die offensichtlich nach propagandistischen Maßstäben ausgesucht worden waren. Steeb („menschenverachtend“ laut Kultusminister Stoch) und Stängle wurden vom parteiischen Moderator und manipulativer Kameraführung professionell vorgeführt, was anscheinend so viel Protest hervorrief, daß der Moderator, immerhin längstgedienter „Talkmaster“ der Republik, fünf Tage später überraschend den Rückzug aus der Sendung verkündete.

Die Schärfe und Unsachlichkeit der Gegenreaktionen zeigt, daß man mit Kritik an Frühsexualisierung und einseitiger staatlicher Einflußnahme zugunsten von Homosexuellen in ein Hornissennest stößt. Die Destrukturierungsversuche der globalisierten Leitideologie eines bindungslosen „neuen Menschen“ als konsumfixierter Migrationsmonade betreffen selbstverständlich und sogar in besonderem Maße die Familie als Keimzelle aller weiteren Identifikationsstrukturen. Auch im Hinblick auf den Abbau weißer Vormachtstellung und die Lösung des Überbevölkerungsproblems scheint die Förderung homosexuellen Verhaltens befürwortenswert zu sein. Fortpflanzungsverweigerung, habitueller Individualismus, Abkehr von traditioneller Sittlichkeit und ein Kinderlosigkeit kompensierendes konsumorientiertes Verhalten sind eine unwiderstehlich versuchende Mischung für „Antirassisten“ ebenso wie für große Teile der Großindustrie und Sozialingenieure aller Couleur.

Derweil kommt der Widerstand gegen dieses Programm tatsächlich aus der vielbeschworenen gesellschaftlichen Mitte. Die französische Bewegung um das „Manif Pour Tous“ (inklusive einer handfesten Aktivistengruppe namens „Hommen“, deren Männer nach „Femen“-Vorbild mit freiem Oberkörper auftreten und Veranstaltungen stören, und einer antifeministischen Frauengruppe namens „Les Antigones“) hat sich weiter entwickelt. Inzwischen wendet man sich (auch) gegen die Freigabe künstlicher Befruchtung und Leihmutterschaft für Homosexuelle sowie – wie in Baden-Württemberg – gegen die „Unterrichtung der Gender-Theorie“. Am 2. Februar demonstrierten Bürger parallel in Paris, Luxemburg, Brüssel, Warschau, Madrid, Rom und Bukarest, jeweils unterstützt von Aktionsbündnissen in diesen Ländern. In Paris wurden über 500.000 Teilnehmer gezählt. Von der bundesdeutschen Presse wurden die Proteste weitgehend beschwiegen.

Hierzulande fanden, parallel zur Petitionsinitiative, im Januar und Februar Demonstrationen spontan gegründeter Elterninitiativen in Köln und Stuttgart statt. Die Kundgebung in Stuttgart am 1. Februar zählte, trotz der mangelnden Organisation, bereits bis zu 800 Teilnehmer. Bei einer zweiten Demonstration am 1. März konnte die Initiative, die inzwischen eine eigene Netzseite mit fast täglichen Meldungen und Presseverweisen besitzt, schon geschätzte 1800-2000 Teilnehmer zählen und ein halbes Dutzend Redner und Grußworte von Parteien und Kirchen aufbieten.

Hierauf änderte die Presse ihre Strategie. Die Kritiker wurden nicht mehr zu Wort gebeten, auch nicht, um sie vorzuführen, stattdessen griff man tiefer in die Diffamierungskiste. Die Demonstranten, die ein großes Polizeiaufgebot vor gewalttätigen „Antifaschisten“ hatte schützen müssen, werden „homophober Schlossplatz-Mob“ aus „Schwabistan“ genannt, der NDR meldet sich mit offener Manipulation zu Wort und Spiegel-TV warnt vor einer „unheiligen Allianz radikaler Christen, russischer Immigranten und profaner Schwulenhasser“. Hier scheint die Fernstenliebe der Migrationsbefürworter wieder einmal dort zu enden, wo die Einwanderer nicht die Positionen vertreten, die man sich wünscht.

Eine andere Strategie verfolgt die baden-württembergische Landespolitik. Der verantwortliche Kultusminister Stoch bezeichnete die Vorwürfe einer versuchten Indoktrination von Kindern in der vergangenen Woche als „so absurd, daß man schon fast darüber lachen kann“ und sah eine „unselige Melange aus Ressentiments und chauvinistischen Gedanken“. Der für die geplante staatliche Einflußnahme des „Aktionsprogramms“ verantwortliche Minister entblödete sich nicht einmal, zu argumentieren, es würden hier „Eltern Diskussionen zu gesellschaftlichen Fragen anzetteln, die die Kinder gar nicht wollen“. Sein Kabinettschef traf sich unterdessen mit ausgewählten Kirchenvertretern (nicht aber mit den Demonstrations- oder den Petitionsorganisatoren) um hernach in wolkigen Worten zu verkünden, man habe sich unterhalten, sei im Prinzip einer Meinung – und werde nun nichts ändern. Und das Bundesfamilienministerium setzt auf die bewährte Tradition propagandistischer Comics und bereichert Schulkinder künftig mit „coolen“ Regenbogenfamilien.
Zusätzlich werden im Hintergrund unbeirrt strategische Fäden gezogen. Die Junge Freiheit hat darauf hingewiesen, daß in Baden-Württemberg schon längst ein Grundlagenpapier mit dem Titel „Gleichstellung beginnt im Kindergarten“ Geltung hat, dessen Autor folgende Ansicht vertritt:

„Geschlechter werden gemacht, können aber auch neu ausgebildet und verbessert werden. Es gilt, Geschlechterpotenziale zu nutzen! Wir sehen Geschlechter besonders in ihren gestaltbaren Seiten und nutzen dieses Potenzial bei der Entwicklung von Organisationen und Unternehmen“

, was dann zu Richtlinien wie diesen führt:

„Bei der Auswahl und Zusammenstellung von Spielmaterialien wird darauf geachtet, daß Geschlechtsrollenstereotypen aktiv und bewußt entgegengewirkt wird“.

Geschrieben hat diese Anleitung zur geschlechtlichen Orientierungslosigkeit der Tübinger „Pädogoge“ Gunter Neubauer, der im Literaturverzeichnis u.a. mit folgendem Beitrag erscheint: „Neubauer, Gunter: „Sex“ im Kinderhaus: Auch kleine Jungen tun’s. In: Winter, R. (Hrsg.): Stehversuche. Tübingen (Neuling) 1993, 39–53“.

Um gegen solche Experimente an Kleinkindern zu kämpfen, hat sich aus der die Demonstrationen organisierenden Initiative heraus inzwischen ein Kampagnenbündnis gebildet, das Christen aller Konfessionen ebenso wie säkulare Eltern und konservative Gruppierungen umfaßt. Auftreten und Öffentlichkeitsarbeit erinnern deutlich an das französische Vorbild. Solidaritätsbekundungen und teils aktive Unterstützung gibt es aus AfD, CDU und mehreren Kleinparteien, während die Stellungnahmen der Großkirchen noch verhalten sind. Die nächste Demonstration in Stuttgart findet morgen, am 5. April, um 15 Uhr statt.

Der Aufruhr um den „Bildungsplan 2015“ ist jedenfalls – nach dem Aufstieg der freiheitlich-liberalen AfD: erneut – eine potentiell einen sehr großen Teil der Bevölkerung ansprechende Initiative, die innerhalb weniger Monate im Sturmlauf die etablierten Parteien erreicht hat und in diesem Fall eindeutig konservativ ausgerichtet ist. Dies nach Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, in denen organisierte, eine breite Öffentlichkeit erreichende politische Kampagnen lediglich vom linken Spektrum ausgingen, zu beobachten, wird auch neurechte Analytiker und Skeptiker kaum ganz kalt lassen, sofern sie das Interesse am Gang der Welt noch nicht völlig verloren haben.

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Kommentare (16)

t.gygax
4. April 2014 12:26

Sehr erfreulich, dass hier auf diese Demo in Stuttgart hingewiesen wird. Es ist immerhin noch die Chance, öffentlich den Herrschenden seine Meinung zu vermitteln.
Allein das reciht schon- ob sich die Politiker in irgendeiner Weise davon beeindrucken lassen, sei dahingestellt. Kretschmann spielt den landesväterlich-katholisch-biederen Patriarchen, aber wer sich mit seiner politischen Biographie befasst, findet ganz anderes. Und Hoffnungen auf die Kirchen oder in Württemberg den Pietismus? Auch da sollte man nichts erwarten, im Ernstfall sind die der Obrigkeit untertan und speziell in der evangelischen Kirche gibt es unter den Amtsträgern eine überwältigende Mehrheit von Befürwortern der Gender-Ideologie, und das schon seit über dreißig Jahren; bereits 1977 war man in Tübingen, wenn man sich nur vorsichtig kritisch zur Propagierung der Homosexualität äußerte, sofort bei den Funktionären unten durch-die sattsam bekannten Totschlagvokabeln gab es damals schon, nur nicht so flächendeckend und das Leben beherrschend wie heute.

Rumpelstilzchen
4. April 2014 15:27

Selbst die katholische Kirche setzt der Genderideologie nichts entgegen. So bewirbt die Deutsche Caritas unkritisch das gender-ideologische Buch von Tanja Dräger:
https://www.kath.net/news/45483
Tanja Dräger beklagt, daß die Mehrheit der Bevölkerung mit der Gender-Theorie nichts anfangen kann. Das ist auch gut so.
Ärgerlicher als diese Theorie ist die Tatsache, daß erkenntnistheoretische Voraussetzungen einer Theoriebildung völlig ignoriert werden.
Theorien sind weder wahr noch falsch, allenfalls brauchbar.
Theorien, die mit einem Wahrheitsanspruch auftreten, sind Ideologien.
Sie werden durch Erfahrungen widerlegt. Die Halbwertszeit der Gender -Ideologie dürfte sehr kurz sein.
Zeitgemäßer, da realitätsdichter wird der Ruf nach den Vätern werden:

https://m.youtube.com/watch?v=d5X4iAAE0uU

Nils Wegner
4. April 2014 19:05

Nein, die Halbwertzeit wird mitnichten "sehr kurz" sein, da international in allerkürzester Zeit unzählige Lehrstühle, Gremien, Beauftragte und pressure groups diverser Schattierungen geschaffen wurden, die sich mitnichten der Vertiefung der Theorie, sondern der praktischen Durchdringung aller Lebensbereiche widmen. Zugegebenermaßen nur der geistigen, denn spätestens bei physischer Arbeit kapituliert der Irrsinn dann doch vor der normativen Kraft des faktischen.

Nichtsdestoweniger ist der eiserne Ring der Institutionalisierung längst geschmiedet (gewiß aus Kalkül, weil die Zeit, in der offener Wahnsinn nicht als solcher identifiziert wird, naturgemäß begrenzt ist). So schnell wird man all die Minusseelen, die nun hübsch davon leben, nicht von ihren Pfründen fortbekommen.

Wolfgang E.
5. April 2014 00:30

Eine Interessante Geschichte wird da aufgetischt. Besonders angetan hat es mir das Zitat „Geschlechter werden gemacht, können aber auch neu ausgebildet und verbessert werden. Es gilt, Geschlechterpotenziale zu nutzen! Wir sehen Geschlechter besonders in ihren gestaltbaren Seiten und nutzen dieses Potenzial bei der Entwicklung von Organisationen und Unternehmen“ angetan. Es klingt ganz so, als sei das Geschlecht eine Art subjektive Maschinerie, die es gilt effektiv zu gestalten. Das Klingt so ganz nach Scientology, da will man ja auch auf spezielle Kommunikationslevel abzielen und den Menschen optimieren. Ganz so entwickelt sich das dann auch so vor sich hin, die Idee wir immer weiter ausgesponnen und immer Hanebüchener.
Leider kenne ich mich als ausgebildeter Erzieher mit der Geschichte aus und weiß, da ich mich mit etwaigen Schriften auseinandersetzen musste, was da alles so kursiert und was die „Alternativen“ Lehrer da so alles für gut erklären: da gibt es einerseits „Argumentationshilfen“...gut...hab ich mir so gedacht...aber wo waren die Fakten, die man zum „Argumentieren“ verwenden könnte? Achso, die standen nicht drin? Tja, dann lief doch wieder alles darauf hinaus, dass da ein ganz großer Haufen von „das ist ganz ganz toll so und es wird echt schön, wenn...“, nur die Frage nach dem Warum und dem Bezug zur Realität...naja, ist ja auch nicht so wichtig, wenn die EU was sagt, dann muss es ja stimmen. Immerhin entstammt das ganze ja speziellen „Instituten“, das ist natürlich ganz gut und vor allem „seriös“.
Dann waren da noch die lustigen Bildungsgrundlagen, die wir ja immer zu Rate ziehen sollten, wenn wir zu „Bildungsangeboten“ wieder ellenlange Planungen schreiben durften. Ist ja nicht weiter schlimm, dass ich als Erzieher meine Handlungen begründen kann, damit ich damit glänzen kann, zu wissen, was ich da tue. Letztendlich bringt es mir aber wenig, wenn da im Bereich sozialer, kultureller und interkultureller Bildung ein Sch*** steht...naja, es stand halt das übliche drin...was das Zentralkomitee so gut findet...nichts tiefsinniges...nur, dass das ganz toll ist...wie man das so unter hippen Linken handhabt, zwar immer noch etwas anbeamtet, aber sonst...schon ziemlich...ich will nicht sagen unseriös, aber – wenn ich Jürgen Becker da zitieren darf – im Grunde genommen ist es schon so. Hätte ich so in irgendeiner Ausarbeitung oder Klausur argumentiert, das hätte knallhart unterhalb der 4,0 gelegen: nicht bestanden! Wegtreten!
Aber auch da wollte man immer optimieren, natürlich sollten die Kinder auf Konflikte selbstständig lösen können, aber was die daraus lernen sollen, das bestimmen bitteschön die da oben, klar? Keine Alleingänge ihr Kinderlein.
Da ich mir von meinem inneren Selbst keinen Münchhausen-Preis verliehen bekommen wollte habe ich mich einfach in meinen Angeboten auf Sachliche Inhalte beschränkt: Naturwissenschaften, Körperertüchtigung, musikalische Bildung (hier auch ein großes Danke auch an den Herr Fallersleben...wenigstens einer, auf den man sich verlassen kann).
Ich würde das gerne haben, was der Herr Pirincci, wie im ZDF geäußert, wieder haben will.

Revolte
5. April 2014 00:43

Den Gender-Unsinn werden spätestens die Muselmanen in den Boden treten, wenn das Kultimulti-Paradies mal seine Vollendung gefunden hat. Entweder Gender oder Bürgerkriegsfachkräfte - beides zusammen geht nicht.
Das werden die unbelehrbaren Schwadroneure mit degenerativer Vielfaltsstörung auch noch lernen.

Rumpelstilzchen
5. April 2014 07:57

@ Nils Wegner

Ok, vielleicht setze ich zu sehr auf den gesunden Menschenverstand.
Auch ein eiserner Ring kann plötzlich brechen.
Ich kann nur alle Eltern zum Widerstand ermutigen.
Ansonsten ist das Thema "vaterlose Kinder" viel relevanter als Schwule, Lesben etc.. Dies bestimmt eher die Realität.
https://www.kath.net/news/45439

KW
5. April 2014 11:24

Diese ganzen spinnerten Ideologien werden platzen, wenn das Geld alle ist und Leute, die davon bisher sehr gut gelebt haben, in die Produktion zurückgeführt werden. Ich denke da speziell an körperliche Arbeit in der Landwirtschaft.

Carsten
5. April 2014 12:54

"„Geschlechter werden gemacht, können aber auch neu ausgebildet und verbessert werden. "

Das ist kranker Wahnsinn in Vollendung!

"Am 2. Februar demonstrierten Bürger parallel in Paris, Luxemburg, Brüssel, Warschau, Madrid, Rom und Bukarest,"

Gut, daß man das wenigstens hier erfährt, wenn unsere Volkserzieher es schon vertuschen.

Rucki
5. April 2014 13:02

War bei der Demonstration am 1. März mit meinem Bruder in Stuttgart.

Wir packten unser mitgebrachtes Schild aus, direkt sprach uns ein älterer Gymnasiallehrer an und sprach mit uns. Man merkte im seine innere Wut und den Frust an, über diesen sog. "Bildungsplan," sowie das Bedürfnis sich mal mit Gleichgesinnten auskotzen zu dürfen.

Ich denke so mancher Lehrer gerät da in massive Gewissensnöte.

Auffällig viele Osteuropäer waren bei der Demo dabei, die übrigens recht professionell auch Ordnerdienste stellten. Die christlichen Systemkirchen waren selbstverständlich nicht anwesend, auch kein Grußwort, auch kein katholisches, dafür ein orthodoxer Priester in voller Amtstracht, Respekt!

Als der Demonstrationszug von Gegnern eingekesselt wurde und nicht losmaschieren konnte, reagierten die Veranstalter sehr professionell und stimmten das Lied an "Großer Gott wir loben dich" an.
Ein eindrucksvoller Chor der da der da erscholl.
Einer spielte sogar mit Trompete. Die Situation war immer entspannt und gelassen, trotz Gegendemonstranten.

Eindrucksvoll waren auch die vielen jungen Menschen, die Pärchen Hand in Hand mit und ohne Kinder. Sogar die AFD positionierte sich bei diesem Thema eindeutig.

Für heute wünsche ich den Veranstaltern der Demonstration alles Gute und Erfolg, was anderes wie die Strasse bleibt uns ja nicht. egal ob es um unser Land, unsere Familien oder unsere Kinder / Enkel geht.

Rumpelstilzchen
5. April 2014 21:41

Erste Stimmen zur Demo

https://www.kath.net/news/45516

Th.R.
6. April 2014 11:33

Keine Ahnung, wo das alles mal enden wird. Fassungslos muß man mit ansehen, wie diese Wahnsinnigen im Fieberwahn auch noch die letzten Reste sittlicher Ordnung zertrümmern. Diese kleinen dummen Kinder haben nicht die geringste Vorstellung von den verheerenden Auswirkungen ihrer Wühl- und Zersetzungsarbeit. Wirklich atemberaubend, diese fast schon tollwütige Inbrunst, mit der diese irregeleiteten Minusmenschen an den letzten festen Säulen unserer Kultur von unten her rütteln. Ein Putsch Irregeleiteter, die sich der Machtinstrumente der Demokratie bevollmächtigt haben und sie zu bedienen wissen, um ihren Wahnsinn, den sie Fortschritt nennen, als neue "Wahrheit" einem geistig wehrlos gemachten Volk zum Fressen für alle vorsetzen. Und wer diesen Drecksfraß nicht artig auffressen will, der kriegt von diesen Satanisten, die sich Herrschaft anmaßen, paar hinter die Löffel.

Georg Diez schrieb:

"„Wenn man also davon ausgeht, dass in der Demokratie alle Menschen gleich sind und alle Menschen die gleichen Rechte haben – dann gibt es keine homophoben Demokraten.“

Na und? Dann bin ich eben kein scheiß Demokrat. Heul doch, Diez!

BRD 2014. Die Odyssee geht weiter, das deutsche Volk im freien Fall. Und kein Ende in Sicht.

Uns kann nur ein neuer Gott noch retten. Und "Gott", esoterisch ausgedeutet, bedeutet nichts anderes als die "(sittliche) Vorstellungswelt", unter deren ewiger gültiger Herrschaft sich ein Volk über die Zeiten und Generationen hinweg durch die Ewigkeit bewegt.

Wann kommt der Dritte Sargon?

Trouver
7. April 2014 02:21

Die "BRD" findet ihr Ende erst unter der Scharia.

cromagnon
7. April 2014 02:40

Ein bisschen erinnert die ganze Sache an Sodom und Gomorrha. Also besser nicht hinsehen.

Carsten
7. April 2014 08:51

Liebe Muslime,
lasst uns mit diesen Perversen nicht allein.

eulenfurz
7. April 2014 12:00

Das ist ein weiterer Baustein in der Dekonstruktion des Verortet-Seins, das dem wahren Menschen außerhalb der New-World-Order Halt gab und gibt und geben könnte. Die Mensch_innenkonstrukteure wünschen sich ihre Unterworfenen beliebig auswechselbar, einstellbar, korrigierbar und korrumpierbar - konform und steril!

Das tröstliche an der synthetischen Gender-Ideologie ist die zwangsläufig ihr innewohnende Impotenz: Hier muß man nicht lange auf Hilfe von außen hoffen, sondern darf ihrem Untergang zusehen.

Otto Schlauch
9. April 2014 11:49

@ Carsten

Ob Sie gerade die Muslime zur Hilfe rufen sollten? Von denen können Sie eher lernen, wie man die Geschlechter "macht" - "zurichtet" sollte ich vielleicht besser sagen. Machen Sie mal einen kleinen Ausflug nach Afghanistan. Oder, auch sehr lehrreich, zu den Saudis.

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