Sezession
12. Januar 2015

Ich bin nicht Charlie (Teil 3) – Das Ziel der Kampagne

Martin Lichtmesz / 58 Kommentare

Seit ich diese Artikelserie zu schreiben begonnen habe, ist die "Je suis Charlie"-Kampagne zu einer weltweiten Massenbewegung explodiert. Gekrönt wurde sie am Sonntag in Paris mit einer Demonstration, an der 1,5 Millionen Menschen teilnahmen. Beehrt wurde sie außerdem durch die Anwesenheit von 40 Staatschefs, darunter Deutschlands Angela Merkel.

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

Zur Illustration der deutsch-französischen Solidarität "gegen den Terror" wurde ein Bild publiziert, das zeigt, wie sich die Bundesmutti mit andächtig gesenkten Augenlidern sachte an die Wange eines mild und still lächelnden Hollande schmiegt, der seine tröstende Hand behutsam auf ihrer Schulter ruhen läßt. Beide sehen dabei eher aus, als würden sie gerade verliebt einen zartromantischen Sonnenuntergang genießen, dabei Händchen haltend wie einst Kohl und Mitterand in Verdun.

Pardon my french, aber wem angesichts dieses "photo du jour" und seiner Varianten vor Ekel nicht das kalte Kotzen kommt, dem sollte umgehend das Wahlrecht entzogen werden. Insbesondere die anheimelnde Montage mit Nordkorea-Flair, auf der die beiden Staatsturteltäubchen gütigen und irgendwie pervers befriedigten Auges auf die versammelten Massen blicken, sollte in jedem vernünftigen und sensiblen Menschen mindestens den Wunsch nach einer Bastille-Erstürmung wecken.

Welche Emotionen auch immer die eineinhalb Millionen auf die Straße gebracht haben, die Staatschefs haben diese Inszenierung effektvoll genützt, um sich ostentativ an der Spitze der Massen zu stellen. Das ist natürlich auch eine symbolische Bekräftigung des eigenen moralischen Führungsanspruches. Wenn die Herrscher eines Landes "Spaltungen" beklagen und zur Einheit rufen, dann in der Regel, um ihre Machtpositionen wieder zu zementieren.

Damit ist aber auch die politische Deutungshoheit über das Attentat eingesackt worden. Gruppen, die aus ihm auf unerwünschte Weise Kapital schlagen könnten, in Frankreich Marine Le Pen und der Front National, in Deutschland etwa Pegida oder Teile der AfD, sind aggressiv von der Trauer- und Betroffenheitsparty ausgeschlossen worden. Vor allem die Denunziation, die momentan der Pegida-Bewegung entgegenschlägt, kennt keinerlei Zügel mehr.

Berthold Kohler war erst der Anfang; das von ihm ausgegebene hinterfotzige "Mem" von der Wesenverwandtschaft der Terroristen und der Demonstranten, die seinem Blatt nicht mehr vertrauen, und die sich gegen eine grob verzerrende Berichterstattung in der deutschen Presse wehren, wird nun in Karikaturen verarbeitet, auf die Julius Streicher stolz gewesen wäre (der Vergleich mag abgelutscht klingen - hier trifft er im präzisen Sinne zu):

Pegida oder wahlweise AfD werden als brutale, physisch degenerierte Totschläger, als Untermenschenorks aus Saurons Naziarmee, als feiste, kaltlächelnde, zynisch-großkotzige Bilderbuchfaschisten, als wuselnder Menschenmassenscheißhaufen, der durchfallartig aus einem haarigen Nazihintern läuft, kryptoterroristische Mordanstifter oder blutschnüffelnde Aasgeier und Hyänen dargestellt. Es gibt hier schlichtweg keine Hemmungen mehr und der Phantasie der Kakerlakenästhetik sind keine Grenzen gesetzt - wohlgemerkt alles im Namen von "Menschlichkeit", "Toleranz", "Demokratie", "Vielfalt" und so weiter.

Krasse Feindbildmarkierungen dieser Art, die auf der anderen Seite kaum ein Gegenbeispiel haben, sind ein wesentlicher Bestandteil dessen, was sich nun im "Charlie"-Kult kristallisieren soll. Die laufende Kampagne, deren Auswirkungen mich irgendwie an Szenen aus dem Film "Die Welle" oder an die Nashörner von Ionesco erinneren, bedarf der "Islamophoben", des Front National, AfD, Pegida usw. ebenso, wie sie darauf abzielt, sie zu neutralisieren.

Man muß ihren Machern Respekt zollen: sie haben eine "corporate identity" geschaffen, die den Schock des Attentats und die dadurch freigesetzten Gefühle in einer politisch gewünschten Weise kanalisiert. Was also ist das Attentat auf Charlie Hebdo nach offizieller Deutung gewesen? Was ist sein Symbolwert?

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Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

Kommentare (58)

Marcus Junge
12. Januar 2015 19:22

"Es ist dasselbe Pathos wie 2001 des „Wir sind alle Amerikaner“ – allerdings gibt es im Gegensatz zu damals kaum kritische Stimmen mehr."

Doch, die gibt es, nur sind die nicht bei der Lügenpresse in Lohn und Brot, sondern seit 2001 alle aus dem System gegangen (gegangen worden) und daher nur noch im Netz, bei den alternativen Medien zu finden. Und da ist die Gegenwehr recht deutlich.

Revolte
12. Januar 2015 19:28

Merke: Zuviel Prantl schadet Ihrer Gesundheit! Trinken Sie lieber eine Flasche Lösungsmittel oder essen Sie eine Packung Zigaretten!

Buaah....mich schüttelt's bei dem Typen.

Marcus Junge
12. Januar 2015 19:32

"Das typische Selbstbild des Liberalismus: es gibt kein inhärentes Problem, unsere ist die beste aller Welten, alles ist gut mit uns, oder wäre zumindest gut, wenn da nicht die bösen „Extremisten“ wären."

Der Irrsinn steht ja so sogar im Grundgesetz, mit seiner Ewigkeitsklausel, welche die BRD als beste aller möglichen Welt betoniert.

"meistens vernünftige Forderungen und Regulierungsmaßnahmen, die ein Mindestmaß an nationaler Selbstbestimmung und Identität bewahren sollen. Keine einzige dieser Parteien ist grundsätzlich gegen Einwanderung oder Asylrecht."

Was dann auch ein Teil des Problems ist, der Wiederstand legt sich selbst in Ketten, benutzt die Worte des Feindes und vertritt gemäßigte Standpunkte des Feindes, um "ein Mindestmaß an nationaler Selbstbestimmung und Identität bewahren" zu können, also Kapitulation zu 80%, ohne je richtig gekämpft zu haben, zu mehr Arsch in der Hose reicht es bei den "bösen Rächten" nicht mehr. Klasse Sache, dann ist die Islamisierung halt erst 2100 am Ziel und nicht schon 2050.

CCCED
12. Januar 2015 19:39

"Ich frage euch: Wollt ihr die totale Toleranz? Wollt ihr sie ,wenn nötig, totaler und radikaler, als wir sie uns heute überhaupt erst vorstellen können?"

Harald Sitta
12. Januar 2015 19:44

Verehrter ML,

Brilliant, erstklassig dieser Teil 3 ! Wir diskutieren, wann handeln wir endlich ?

Meine Meinung: diese "Meinungsmachungsschraube" ist schon seit einiger Zeit ueberdreht, wirkt diese noch ? Nein! Aber: activite, activite, vitesse, Rueckrat! Zeit, Arbeit, Geld, Muehen investieren, Staatsbuerger ansprechen, engagieren und so weiter; ach sie wissen's ja!

Wann erkennen wir, dasz hier und jetzt absolut NICHT nach Regeln gespielt wird ? Muessen wir uns als konservative Gentlemen ( und Ladies, naturalmente, ein Wiener Handkuss :-) ) dann auch noch an Regeln handeln?

In Schoenheit untergehen?

Sicherlich nicht; coute a coute!

>> Alois Riklin lesen (Brutus und ... ) ( >> Verweis auf Thomas von Aquin und Bartolo de Saxoferrato, mehr verrate ich nicht :-))

Der Entschluss, den naechsten Terroranschlag zu nutzen ,um PEGIDA und AfD niederzuknueppeln, muss in der REHEKLA schon vor einiger Zeit gefaellt worden sein. Sodann musz man nur noch warten, bis auf Grund voelli verschlampter Abwehrsysteme etwas passiert (Factum certum, dies incertus). Der Rest ist routiniertes Abspulen der ueblichen Phrasen etc etc etc … es fragt sich, ob das ausserhalb des subventioniert-verbloedeten Segments noch irgendwer glaubt?

Nochmals ( ich weisz, aber vielleicht ist es gut, wenn es viele lesen koennen :-)) Kein falscher autorenstolz, aber wenn ich aus der ferne sehe, wie Europa niedergemacht wird musz ich .. etwas schreiben ( was ich wirklich machen will, naja ob das freigeschaltet wuerde ? Verstaendlicherweise !!!)

Ich hatte einen Traum…

Um ein Zeichen zu setzen gegen Islamophobie und Fremdenhass wird durch Kanzerverordnung ( Vorbild B. Obama’s executive orders) als allererster Staatszweck Deutschlands die umfassende Hilfe und Aufnahme fuer alle Fluechtlinge dieser Welt proklamiert,

Zur Finanzierung dessen erklaert Finanzminister Schaeuble jedes Vermoegen und alle Einkommen ueber EURO 1,500 per Monat fuer eingezogen. (ARHSSt= Antirassistische humanistische Sondersteuer) Auslaender und Staatsbuerger mit Migrationshintergrund sind wegen ihrer bis dato bestehenden Diskriminierung ausgenommen.

Fuer den heldenhaften Kampf gegen Islamophobie, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit werden Parteienfoerderung, Pressefoerderung und Subventionen an die entsprechend engagierte Zivilgesellachaft vervierfacht. Diese Zahlungen sind selbstredend von der ARHSSt ausgenommen,

Jedes Kirchengebauede wird in Zukunft zeitlich zu 50 Prozent als Moschee dienen. Das Koelner Domkapitel erwaegt Besuchspflicht fuer Katholiken fuer das Freitagsgebet,

Jeder Wochentag heisst ab jetzt Freitag.

Der Landwirtschaftsminister erwaegt den Bauern die Umstellung von Schweinezucht auf Schafs- und Ziegenhaltung vorzuschreiben. “Von Anatolien lernen, heisst siegen lernen” wird er zitiert und “Koennen wir unseren muslimischen Mitbuergern wirklich den Anblick deutscher Saeue zumuten?”

SONDERMELDUNG : Nachdem ein unbegleiteter minderjahriger Migrant in Berlin einen Polizisten mit einem Messer niederstiess mit den Worten:” ASSUELL FUER ALE UND KNETE ZACH ZACH SONS GIBTS PUFF PUFF” beschliesst der Berliner Landtag mit den Stimmen fast aller Parteien , diesen Menschen fuer den Friedens – und Literaturnobelpreis vorzuschlagen. Zitat OB Berlin:” Diese schlichte und dennoch respektvolle Ausdrucksweise nach all den Traumata einer Flucht ist einfach beruehrend …” Nachdem die AfD sich der Stimme enthielt, werden ihren Abgeordneten wegen menschenrechtswidriger, voelkerrechtswidriger und verfassungswirdriger Ausuebung des Mandates dieses entzogen.

Die Gruenalternativen bringen im Bundestag den Antrag ein, Turkokietzsprech als alleinige Amtssprache einzufuehren. “Endlich eine repressionsfreie, spontane hierarchie- und elitefreie Sprache an der niemandIn auf Grund faschistoider Qualitatetskriterien scheitern kann”

Bundeskanzlerin Merkl will pro-aktiv und weltoffen ueberlegen, die deutsche Flagge durch die Regenbogenflagge und die Staatsbezeichnung durch “Multikulturelle Republic Tolerantia MRT” zu ersetzen.

Cem Oecdemir (GA) fodert gegen die noch immer existierenden ilamophoben Nazibanden wie PEGIDA , AfD die Bewaffnung migrantischer Jugendlicher und deren Formation als Hilfspolizei.

Dresden, Montag Abend: Ueber dem verbleibenden kleinen Haeuflein von PEGIDA Demonstranten droehnen Dutzende Hubschreiber der Polizei und der Bundeswehr .

Vizekanzler Gabriel (SPD) fordert Slogans, wie : Ich bin Deutscher, wir sind Deutsche, Wir sind das Volk als Hassreden zu verbeiten, da diese fremdenfeinlich, rassistisch und bei armen Fluechtlingen ein Trauma ausloesen koennten.

Justizminister Maas: ‘ Verstockte Islamophobe und Rassisten sind konzentriert in Umerziehungslager zu bringen”.

Die Linke, GA, FDP, CDU, SPD und CSU vereinen sic h im Namen der Vielfalt und Toleranz zur allein zugelassenen MKEPT= Multikulteinheitspartei Tolerantias.

..und ich erwachte und was lese ich so und sehe so in Karikaturen die ML vorlegt?

Die Stufe zur totalitaeren Tyrannei ueberschritten, oder ?

Konsequenz?

HdeA

Matt Anon O'Herne
12. Januar 2015 20:29

Oh man, das ist echt deprimierend! Politisch scheint der Kampf dann jetzt schon verloren...

birne helene
12. Januar 2015 20:50

Mir stellen sich einige Fragen, wer hat Antworten?

-Gab es in der Geschichte der BRD von patriotischer Seite jemals größere Demos als diejenigen von PEGIDA? Von den Vertriebenenverbänden?…

-Sind 17000 PEGIDAS in Dresden das Maximum „patriotischer“ Kräfte?

-Unterscheidet sich die Teilnehmerzahl bei KÖGIDA und anderen WEST-PEGIDA-DEMOS vom Mobilisierungspotential von PRO-NRW etc.?

-Handelt es sich bei den ANTI-PEGIDA-Demos um das maximal gutmenschlich mobilisierbare BRD-konforme und BRD-teilkonforme Potential oder könnten diese Gruppen noch mehr mobilisieren?
-Wie ist die Mobilsierungskraft der ANTI-PEGIDAS zu bewerten?

Weltversteher
12. Januar 2015 21:56

Warum grinsen die Politker-Darsteller auf dem "Bild des Tages" eigentlich? Merkt das keiner? Die könnten doch wenigstens so bedeppert schauen wie ihre politischen Vorgänger.

Martin
12. Januar 2015 21:57

Wozu?

Vorab:
Ich glaube in diesem Fall an keinerlei false-flag, stay behind, Verschwörungs- oder Sonst-Was-Theorie. Ich hege aber auch die Vermutung, dass auf Basis solcher realen Ereignisse dann die Reaktionen von Politik und Presse durchaus orchestriert werden, um gewisse Ergebnisse bei den Einwohnern zu erzielen. Nun zur Frage des "Wozu?":

Es ist ja nicht so, dass sich durch all das Krieg führen im nahen Osten, durch etwaige westliche Maßnahmen bis hin zu "Islamkritikern" nur ein immer entschlossenerer Islam, ein immer radikalerer Islam bilden würde. Ich habe eher denn Eindruck, dass auch dort sehr viel am Aufweichen ist. Mit jedem Terrorakt werden auch weitere Zugeständnisse von der "liberal-geneigten" Seite des Islams eingefordert, von den normalen muslimischen Bürgern, die ja auch letztlich nur in Ruhe ihr Leben leben wollen, dass wird bis zur halben Selbstverleugnung gehen (sieht man ja jetzt deutlich wieder). Auf der anderen Seite schafft man mit dem IS eine Art von "Scheide-Anstalt", die Harten dahin, der Rest in die One-World-Mühle. Auf diese Art isoliert man die Radikalen und die bekommen dann, wenn die Scheidung weit genug vonstatten gegangen ist, ihre letzte Schlacht an Etzels Hof ... (Bomben gibt es genug).

Gleiches gilt für die nicht islamischen Einwohner Europas. Die aus Sicht des Systems Guten laufen mit und die nicht islamischen Widerständler in Europa (Rechte etc.) werden endlich identifiziert. Die Leute zeigen durch Pegida etc. Flagge und sie sind dann zumindest sozial gestorben, bzw. werden die Leute, die nicht ganz so radikal sind, dann durch den Parlamentarismus rund geschliffen (vgl. damals grüne Realos - Heute AfD mit Henkel etc.). Nur durch die Scheide-Funktion ergäbe es, meiner Meinung nach, einen Sinn im Sinne der im Artikel gestellten Fragen. Fast schon ein alchemistischer Prozess ...

Das Lied "Sag mir wo Du stehst" vom Oktoberklub kommt mir jetzt irgendwie wieder in den Kopf ... (und ich hasse es, wenn mir ein Staat die Gretchenfrage aufzwingt!).

Arkanthus
12. Januar 2015 21:58

Guter Islam, böser Islam(ismus). Ich glaube auch, daß der Terror für globalistische Politik letztlich mehr Nutzen als Schaden darstellt, wenn er geschickt genutzt wird. An direkte Verschwörung glaube ich nicht, das waren schon echte islamistische Killer. Die Mythenbildung danach aber kann durchaus konspirativer Natur sein.

Bis Sonntag hatte man auch gemerkt, wie sehr den politisch-medialen Eliten der Arsch auf Grundeis gegangen war. Gestern in Paris dann wurde das Attentat erfolgreich "gehijackt".

Wenn man sich die heutige Pegida-Rede anhört, muß man feststellen, daß Bachmann in die Falle getappt ist. Er hat sich den Diskursregeln des Mainstreams unterworfen ("wir sind gegen jede Form von Extremismus, sei er christlich, muslimisch, hinduistisch"...) u.ä. relativistisch-wachsweiche Formulierungen. Er will mit den Hetzern kommunizieren. Das ist falsch.

Venator
12. Januar 2015 21:58

Zufrieden mit dem Ergebnis können jedenfalls die großen Spieler außerhalb der EU sein, die alle so etwas wie ein Islam-Problem haben, Amerika, Russland, Israel, selbst China. Am meisten profitieren könnte Russland, würde eine LePen-Präsidentschaft doch die völlige Neuordnung der Beziehungen Frankreichs zu Russland und zur EU bedeuten, ist der Ukrainekonflikt nun schon völlig in den Hintergrund getreten, und hätten mögliche intensivierte Spannungen im Nahen Osten segensreiche Wirkungen auf den Ölpreis.

"Let it happen" würde ich jedem zutrauen, für "Make it happen" scheint mir die Suppe noch zu dünn.

Inselbauer
12. Januar 2015 22:00

Der Staatsterrorismus muss mit allen Mitteln dekonstruiert werden.
Das ist heute die wichtigste Aufgabe, ob in der soziologischen Analyse oder in der praktischen Arbeit der Unterminierung.
Wer ein vom eigenen Status moralisch entkoppeltes und dennoch willfähriges Instrument hat, mit dem sich alles verhetzen und jedes Charisma ersetzen lässt, der baut eine Technokratie auf, gegen die es bald keinen Widerstand mehr geben kann.
Das darf nicht hingenommen werden.

Nemo Obligatur
12. Januar 2015 22:04

Apropos Kampagne...

Heute bei Klonovsky gefunden:

Zum blöden Gefühl, die Deutungshoheit über das Tagesgeschehen an das basisdemokratische Internet verloren zu haben, gesellt sich bei vielen Journalisten die schiere Existenzangst. Kleinbürger mit Abstiegsängsten suchen bekanntlich Sündenböcke und neigen zu aggressivem Verhalten; in Krisensituationen schlagen sie sich sofort und umstandlos auf die Seite des je Stärkeren. Man muss die Ängste dieser Menschen und ihre dumpfen Ressentiments ernstnehmen.

GW
12. Januar 2015 22:08

Wieder mal eine sehr gute Analyse der täglichen Widerwärtigkeiten.

Zum Thema des Extremismus der Eliten, bei gleichzeitiger Zurückhaltung der europäischen "Rechten" in puncto Masseneinwanderung ein Aufsatz von Ricardo Duchesne:

Ein Fremder aus Elea
12. Januar 2015 22:11

Ich bin mir des Zieles nicht so sicher, aber dieser "Selbstmord" von Herrn Helric Fredou...

Wer sich meine Verwirrung auf meinem Blog durchlesen möchte, kann es tun, stolz genug darauf, sie zu verlinken, bin ich nicht.

Was soll das?

Was, um Himmels Willen, soll das?

Irgendeine Fehde zwischen Frankreich und Großbritannien?

So wie Lord Monckton heute aussah, würde ich sagen: Ja. Der Mann sah fast tot aus... Nun ja, die Alternative gäbe auch Anlaß zur Besorgnis.

jack
12. Januar 2015 22:18

Wer hat das Attentat auf Charlie Hebdo gesponsert?
von Thierry Meyssan
Während viele Franzosen auf den Anschlag gegen Charlie Hebdo reagieren, indem sie den Islamismus denunzieren und auf den Straßen demonstrieren, sagt Thierry Meyssan, dass die Dschihad-Interpretation unmöglich ist. Obwohl auch er gut beraten wäre, hier einfach eine Operation von Al-Qaida oder von Daesh zu denunzieren, ersinnt er eine andere Hypothese, eine viel gefährlichere.

...........Die Ideologie und Strategie der Muslimbruderschaft, von Al-Kaida und Daesh befürwortet nicht die Schaffung eines Bürgerkrieges im "Westen", sondern im Gegenteil, ihn im "Orient" zu schaffen und die beiden Welten voneinander gut zu trennen. Niemals haben Said Qutb, oder einer seiner Nachfolger zu einer Konfrontation zwischen Muslimen und nicht-Muslimen bei ihnen aufgerufen.

Stattdessen wurde die Strategie des "Clash of Civilizations" von Bernard Lewis für das US National Security Council entwickelt, und dann von Samuel Huntington populär gemacht, und zwar nicht als Strategie der Eroberung, sondern als eine voraussehbare Situation [1]. Sie sollte die Bevölkerungen der NATO-Mitgliedsstaaten überzeugen, dass der Kampf unvermeidlich sei und präventiv die Gestalt eines "Krieges gegen den Terror" angenommen habe.

http://www.voltairenet.org/article186419.html

Ein anderer Aspekt?

Freiheit-Gleichheit-Sicherheit....tönen die MSM..

Rumpelstilzchen
12. Januar 2015 22:28

Bis ganz zum Schluß ( Verschwörung ? ) kann ich zwar nicht folgen, aber das mit der perfekten "corporate identity" fällt schon stark ins Auge.
Auch George Cloony ist Charly und für die "totale Freiheit":

http://www.focus.de/kultur/kino_tv/golden-globes-charlie-hebdo-boyhood-so-politisch-waren-die-golden-globes-noch-nie_id_4397955.html
Seine Frau Amal Alamuddin ist britisch-libanesische Juristin und berät Regierungen und die UN.
Sie bilden ein Traumpaar.
Das bietet natürlich Stoff für alle möglichen Gedankengänge.
Man möge mir bitte auf die Sprünge helfen.
Meine Phantasie reicht nur so weit, mit diesem Traumpaar möglichst viele bunte Nespresso Capseln an die weltweite Kundschaft zu verkaufen.
Aber, es gibt sicher aufregendere Szenarien.

meierhans
12. Januar 2015 22:54

Es gibt natürlich Interessen, Europa als Partner im Kampf gegen den islamischen Bereich zu rekrutieren. Auch dazu wird der Konflikt in die europäischen Länder importiert.
Der Hauptzweck aber ist natürlich die Unterminierung der Völker Europas, denn nach Ansicht der Mächtigen sind die europäischen Völker schlecht und müssen nach und nach beseitigt werden:
http://www.bbc.com/news/uk-politics-18519395

Dazu passt auch das fast völlig perfekte Totschweigen der Millionen Abtreibungstoten z.B. in Deutschland. Wir haben jährlich ca. 100.000 Abtreibungen und das bedeutet nichts anderes als das Heraussaugen der kleinen Körper aus dem Mutterleib, die dabei zerbrechen (Fotos im Netz). Sie kommen in den Müll. Wir werfen jedes 5 Kind auf den Müll. Seit 1973 fehlen so mindestens 5 Millionen Menschen und auch wieder die Kinder dieser Menschen. Und die Dunkelziffer.
Man will uns dezimieren - niemand protestiert dagegen, keine "C"DU, keine "C"Su, keine Kirchen, fast niemand!
Der absolute Wahnsinn!

GW
12. Januar 2015 23:05

So, Fehler passieren. Hier nochmal der Link, welcher eigentlich oben erscheinen hätte sollen:

http://www.counter-currents.com/2014/12/the-moderateness-of-the-far-right/

Zadok Allen
12. Januar 2015 23:09

Ein russischer Bekannter äußerte mir gegenüber neulich den Verdacht, daß beides gewollt sein könnte: die Ausbreitung des Islams per Einwanderung und das wohldosierte Schüren der Angst vor dem Islam. Wozu? Ist das Bestandteil einer „Strategie der Spannung“?

Das ist heute und hier die entscheidende Frage. Hierauf sollten wir, unter verächtlichem Achselzucken für den Veitstanz der ideologisch Verstrahlten, unsere analytischen Anstrengungen richten.

Ausnahmsweise darf ich mich einmal selbst zitieren, aus dem ersten Diskussionsstrang:

"die Herrschenden befinden sich m.E. in einem ausgewachsenen Zielkonflikt. Sie können nämlich nicht gleichzeitig und in demselben geographischen Raum die beiden Ziele erreichen: Vernichtung der europäischen Völker und Aufbau und Pflege des Feindbildes islamischer Terrorismus.

Bis dato lief es doch mit der Vernichtung der europäischen Völker ganz wunderbar – man hätte die autochthonen Bevölkerungen nur weiter sedieren, ihre Verteidigungsbemühungen kriminalisieren und gegen mohammedanische Radikalinskis mit polizeilich-juristischen Mitteln durchgreifen müssen.

Der Islam-Komplex [geduldet und gefördert von der Halbwelt der "Dienste"] aber wächst sich inzwischen zur veritablen Bürgerkriegsursache aus. Und damit gerät, erstmals seit Jahrzehnten, das „große ‚alternativlose‘ politische Projekt“ der Herrschenden in Gefahr. Denn der Ausgang des Bürgerkrieges ist offen; alle Karten werden neu gemischt.

Warum sollten sie ohne Not ein solches Risiko eingegangen sein?"

Teilt jemand meine Vermutung, daß dem Geschehen eine Fraktionsbildung innerhalb der herrschenden Kreise zugrunde liegen könnte? Die einen wollen den grenzenlosen "war on terrorism", die anderen den Genozid par le grand remplacement.

Beides geht und geht einfach nicht zusammen, wenigstens nicht gleichzeitig. Fremder aus Elea, können Sie Ihre Mutmaßungen bezüglich der Schiene F - GB verdeutlichen?

Rumpelstilzchen
12. Januar 2015 23:21

Ergänzung
Ich verstehe nicht, dass die umweltbewußten Grünen und Linken Charlie oder Clooney sind

http://futterblog.weberphilipp.de/mull-hat-einen-namen-nespresso/
Spätestens seit diesem Film :

http://de.m.wikipedia.org/wiki/We_Feed_the_World

sollten die Linken Globalisierungsgegner sein und den Großkonzernen die Gefolgschaft verweigern.
Wenn Sie Probleme mit der Nation haben, sollten sie halt regionale Landgruppen bilden. Aber die Agenda : no border no nation ist absolut umwelttödlich.
Auch haben es muslimische Länder nicht so mit Umweltthemen.
Ein toleranter Linker, der hier mitliest soll mir das mal erklären.

Magnus Göller
12. Januar 2015 23:26

Schnell ging es bis nach Absurdenhausen. Französische Karikaturisten zeigen es Pegida und deren Sympathisanten. Blutig, Baeballschläger, mit Bärtchen, mit römischem (deutschem) Gruß, mit SS-Runen. So wird jetzt klargemacht, wer n i c h t Charlie ist.

Zum Glück war ich als einer der ersten freiwillig öffentlich nicht Charlie, habe mich sogar deutlich dagegen verwahrt, von anderen, den Allen, ungefragt in ihr Charlietum eingemeindet zu werden.

Dass ich da schnell wieder draußen wäre, unter den vielen Charlies bald kein Platz mehr für viele, den Braten roch ich ohnehin sofort.

Inzwischen haben Politik und Schafsmedien das Charlietum in einer Weise für sich gekapert, die man nur noch grotesk nennen kann; denn wer jetzt islamkritisch, viel milder als Charlie, der beschmutze Charlies Werk und Ansehen und Erbe, ist ein Nazi, praktisch gleichzusetzen mit einem mordenden Terroristen.

Ich denke nicht, dass die diese Sache unter Kontrolle haben. Das ist einfach fast zu dumm, um wahr zu sein. Man muss aber nicht helle sein alswie ein Sachse, zu sehen, dass es doch so geschieht.

Angetreten, die Meinungsfreiheit alswie ihr Herze, nein, gar wie ihren Beutel noch zu verteidigen, gerade gegenüber dem Islam, hacken Politiker und Journalisten nun auf unschuldigen, friedlichen Menschen herum, nur wegen deren anderer Meinung, eben genau auch einer unter anderem islamkritischen, wie als ob es sich um das letzte Geschmeiß, den letzten Abhub des Planeten handele.

Es ist eine einzige Idiotei. Wie als ob die reklamieren wollten, sie hätten die contradictio in adiecto, den Widerspruch in sich, jetzt im 21. Jahrhundert endlich glücklich erfunden.

So sieht das aus, wenn fanatische Propagandisten anfangen, sich selbst zu glauben.

Sie verlieren ihre Professionalität, ihre Fähigkeit zur halbwegs geordneten Lüge so weit, dass dies jeder sehen kann.

Dann hat der Kaiser plötzlich eben genau nichts an.

Rumpelstilzchen
12. Januar 2015 23:45

2. Ergänzung
http://rotefahne.eu/2013/10/no-border-no-nation-neue-marketing-imperialismus/

Warum können die pegidas und die nopegidas nicht zusammenkommen ?
Wer verhindert das ?

JensN.
12. Januar 2015 23:56

Das Orga- Team von PEGIDA ist gut beraten, diese Leisetreterei endlich sein zu lassen und sich ein Beispiel am noch kleinen Bruder LEGIDA zu nehmen. Vieles was dort steht kann ich - und ich glaube die meisten anderen auch - eher unterschreiben. Es führt zu nichts und es wird nicht im Ansatz honoriert, weder vom eigenen Anhang die diese weichgespülten Phrasen nicht hören wollen, noch vom Gegner, der diese sowieso nicht glaubt. Also Schluss damit! Vielleicht ist es an der Zeit, der ganzen Sache "mehr Würze" zu geben. Damit meine ich, das der 19 Punkte Plan modifiziert wird und bei der nächsten Veranstaltung Tacheles geredet wird. Ich habe überdies den Eindruck, das der Großteil der Teilnehmer radikaler (im positiven Sinne) ist, als das Orga- Team. Wie auch immer, die Probleme europaweit sind nicht groß - sie sind monströs. Irgendwie habe ich gerade das Gefühl, das alles auf einen Showdown hinausläuft. Doch egal wie die Geschichte ausgehen mag, eine gute Sache haben die ganzen Gidas` schon bewirkt. Die ekelhafte verlogenen Fratze der Einheitspresse ist so deutlich wie noch nie zum Vorschein gekommen. Diese Pamphlete sind ganze Galaxien von ihren eigenen Ansprüchen entfernt. Dumm, anmaßend, verleumderisch und in einer weinerlichen Selbstgerechtigkeit haben sie die letzten Tage einen neuen Tiefpunkt erreicht. Zusammen mit der Politmischpoke aller Bundestagsparteien haben sie sich als das offenbart, was sie sind: Niederträchtiger Abschaum!

Unke
13. Januar 2015 00:35

Ich möchte noch einmal klarstellen, um was es (nicht nur) hier, d.h. in der gesellschaftlichen Auseinandersetzung geht. Für wen also das ganze Brimborium, dieser enorme propagandistische Aufwand, veranstaltet wird.
Es geht nicht um ein paar Euro Transferleistungen – für H IVler, für Rentner; ja, sogar für Ausländer.
Es geht, mit anderen Worten, nicht um die Habenichtse und die paar Euro, die ihnen zugesteckt werden – das sind zwar insgesamt große Summen, die sind aber in der Relation zweitrangig.
Es geht um die vielen, vielen, bestens ausgestatteten menschlichen(?) Systembestandteile – um die Bessermenschen: mit eigener Kranken- und Altersversorgung* und ohne echten Marktbezug, auf jeden Fall mit faktischer Einkommensgarantie**.
Oben in dieser Pyramide sind das Richter und Hochschulprofessoren –im letzteren Fall alleine mehr als 100 Professorinnen für Gender-Quatsch. 16 Länderparlamente mit bestens versorgten Abgeordneten plus Regierungsapparate, und das Ganze im 4-5-jährigen Turnus (‚jeder darf mal an die Futterkrippe‘) und einen Parteienapparat, der das mit unzähligen Vorfeldorganisationen („NGOs“ *lach*) in seinem Sinne organisiert („der Staat als Beute“), sowie, nicht zu vergessen, der ÖR-Rundfunk, dessen Angestellte nach dem (altersbedingten) Ausscheiden aus dem Dienst höhere Bezüge haben als zu ihrer aktiven Zeit.
Es ist wie im alten Ägypten, wenn die Priesterkaste wieder einmal überhand nahm: es sind deren Kostgänger zu viele; Anzahl und die Höhe ihrer Bezüge sind nicht mehr zu überschauen.
Das Resultat, das ist allerdings deutlich zu erkennen: immer neue und höhere Steuern und Abgaben bei –trotzdem- gleichzeitig steigender Staatsverschuldung, und: bei einem Gegenwert von Null, denn die Institutionen sind ja alle im Zuge der Kollektivierung ruiniert worden: Schule, Universität, Polizei, Justiz.
Und das ist schon das ganze Geheimnis. Dieser gigantische, ressourcenverschlingende Apparat ist gnadenlos, „das kälteste aller ungeheuer“ (Nietzsche), und er tut alles, um sich am Leben zu erhalten.
Denn natürlich weiß eine Parteischranze wie, sagen wir, Olaf Scholz, dass er –wie 90% seiner Spießgesellen- überflüssig wie ein Kropf ist. Also werden Meme konstruiert, in die Welt gesetzt und als „Grundwerte“ verteidigt, die letztlich nur (und zwar nur!) das eigene Überleben sichern sollen. Der Ressourcentransfer zur parasitären Klasse hat viele Aspekte; auf zwei sei ad-hoc hingewiesen:
1. den inhärente Unfrieden, der die „rent-seeking society“ (M. Olsen) mit sich bringt. Meine Formulierung: Demokratie bedeutet den Krieg als Dauerzustand (im Inneren: Arbeiter werden gegen Unternehmer in Stellung gebracht, Frauen gegen Männer, Ausländer gegen Eingeborene, Arbeitsplatzbesitzer gegen Arbeitslose, Junge gegen Alte).
2. den Zwang ständig neu auszubeutenden Nachschub rekrutieren zu müssen. Deshalb der Bevölkerungsaustausch (in der vagen Hoffnung, dass die ‚Neubürger‘ besser spuren) mit dem Genozid als Kollateralschaden.

* „warum, es gibt doch auch Angestellte im ÖD?“ Nun, kommunale Angestellte, z.B., haben idR eine zusätzliche Altersversorgung. Gewusst?
** Ich weigere mich hier den Begriff „Arbeitsplatzgarantie“ zu verwenden – landläufig versteht man unter „Arbeit“ immer noch eine sinnvolle Verrichtung.

Eines noch: Prantl ist kein Liberaler, sondern Bolschewist.

M.L.: Da gibt es heute auch keinen Unterschied mehr...

Magnus Göller
13. Januar 2015 02:07

Besonders gefallen hat mir heute der Refrain... Alles gelöst durch einfach immer noch mehr Einwanderung...

Thomas
13. Januar 2015 07:52

Insgesamt eine hervorragende Analyse. Den ersten drei Seiten stimme ich vorbehaltlos zu, der vierten jedoch nicht. Ich halte die Attentate nicht für eine flase-flag-Operation und die darauffolgenden Aktionen von Politik und Medien nicht für eine vorbereitete, wohlorchestrierte Inszenierung.

Das verbale Um-Sich-Schlagen von Maas, Kohler und Konsorten hat etwas Verzweifeltes, etwas von Jemandem, der in die Ecke gedrängt und dadurch nun noch aggressiver wird, nach wohlüberlegter Strategie klingt das keineswegs.

Das Wir-Stehen-Jetzt-Gegen-Die-Bösen-Extremisten-Aller-Seiten-Zusammen wird vermutlich nicht lange halten. Ebensowenig die Scheidung der Muslime in Terroristen und Andere. Zahlreiche muslimische Schüler in Frankreich weigerten sich, bei den Betroffenheitskundgebungen mitzumachen, stattdessen äußerten sie klammheimliches oder offenes Verständnis für die Attentäter. Auch die Beschwörung der Einheit hat für mich etwas Verzweifeltes, deren massenmediale Inszenierung ist Tünche, die schon bald abblättern wird. Zu offensichtlich sind die tatsächlichen Gräben zwischen Autochthonen und Einwanderern, zu deutlich spürbar die Folgen von Masseneinwanderung und islamischer Landnahme.

Das Unbehagen auf der bürgerlichen Seite wird immer größer (die Leserkommentare unter den faz- und Welt-Artikeln sprechen Bände). Der schier unerschöpfliche Kredit des Bürgertums in den Staat und seine Vertreter beginnt dramatisch zu schmelzen, das Mißtrauen wächst.

Selbst auf Seiten der radikalen und extremen Linken macht sich Unbehagen breit. In manchen Foren und Kommentarspalten dreschen deren Vertreter zwar auf Pegida ein, manche fühlen sich aber gleichzeitig unwohl, von Merkel vor den Karren gespannt zu werden. Einige sehen darin den Versuch, die revolutionäre Energie vom Protest gegen Heuschrecken, Verarmung, aggressiver Nato-Politik usw. umzulenken und zu neutralisieren. Ihnen scheint zu dämmern, daß sie als nützliche Idioten des Groß- und Finanzkapitals mißbraucht werden.

Und noch etwas zu den Forderungen, die Pegida-Proteste zu radikalisieren. Das wäre das Dümmste, was den Machern passieren könnte. Es gilt nun Verbündete, vor allem aus dem bürgerlichen Lager, zu gewinnen. Die Zahl der Demonstranten muß wachsen. Dafür (und nicht um sich das Wohlwollen der Mächtigen zu erschleimen) ist Mäßigung notwendig. Nur so kann der von Lichtmesz treffend beschriebene Versuch des Establishments, die Massen für seine Zwecke zu vereinnahmen, gekontert werden.
Und ein Dominoeffekt kann dennoch eintreten, wenn die Bewegung erst einmal eine Eigendynamik entwickelt hat. Auch die meisten DDR-Bürgerrechtler wollten keine deutsche Einheit...

Waldgänger (e.B.) aus Schwaben
13. Januar 2015 07:57

Insbesondere die anheimelnde Montage mit Nordkorea-Flair, auf der die beiden Staatsturteltäubchen gütigen und irgendwie pervers befriedigten Auges auf die versammelten Massen blicken, sollte in jedem vernünftigen und sensiblen Menschen mindestens den Wunsch nach einer Bastille-Erstürmung wecken.

Das mit dem Nordkorea-Flair ist echt gut Herr Lichtmesz!

Aber durch Lachen tötet man nicht durch Zorn (Nietzsche).

Die beiden Turteltäubchen (Hollande+Merkel) schreien geradezu danach mit Sprechblasen zum Comics aufgewertet zu werden.

Meine Ideen bisher:

1)
Sie: "Schatz, ich will noch ein Kind von Dir!"
Er: "Mein Täubchen wir haben doch schon soviel Kummer mit Pegida, Marine und Euro."

na ja
oder besser:

2)
Sie: "Schatz, manchmal fürchte ich mich manchmal schon ein bisschen vor dem Islam!"
Er sagt: "Ich werde Dich immer beschützen."

Er denkt (Sprechblase mit Punkten): " Mit einer Burka könnte ich mich mit ihr wieder auf der Straße blicken lassen."

Könnte alles noch ein bisschen böser sein. Hat jemand Ideen?

franz spitzauer
13. Januar 2015 08:58

Darf Charlie Hebdo, was Pegida nicht darf? Frei reden?
Ist Meinungsfreiheit wirklich unteilbar? Ein Ja, aber... könne es bei Meinungsfreiheit nicht geben, könnte man annehmen. Weit gefehlt! Was gäbe es dafür für ein besseres Beispiel als die Tatsache, wie infam mit den Pegida-Demonstrationen und ihren Teilnehmern umgegangen wird. Wenn es um die geht, ist offenbar die Meinungsfreiheit doch teilbar. Denen will man Rede- und Demonstrationsfreiheit bestreiten, indem man sie als quasi rechtsradikalen Pöbel hinstellt, der kein Recht habe, seine Meinung zu artikulieren. Doppelmoral also. Sachverhalte und Initiativen, die politisch unpassend und unangenehm sind, werden wie im Fall von Pegida mit inflationären, aber stets wirksamen Totschlagvokabeln wie Rassismus- und/oder Nazi-Vorwürfen diszipliniert. Meinungsfreiheit? Da doch nicht! "Rechte Populisten", "die Pegida-Typen": so hört sich das Ganze dann an, wenn bei Vertretern der politischen Klasse in einer Art Doppelmoral die Meinungsfreiheit teilbar wird. Ein unguter Widerspruch! Merke: wenn ein linkes Magazin wie Charlie Hebdo den Islamismus kritisieren darf, darf das Pegida noch lange nicht. Was in dem einen Fall unter Meinungsfreiheit fällt, wäre im anderen "Hetze" und ähnliches. Dialektischer Widerspruch also, wie es deutlicher kaum geht.

Nun: ich bin auch einer von „diesen Typen“ von der Pegida. Denn ich habe kurz vor Weihnachten (als Österreicher) an einer Pegida-Demonstration in Dresden teilgenommen. Und ich habe sehr genau hingesehen, beobachtet und zugehört, wer da mit- und neben mir demonstriert hat. Da waren keine Krakeeler, keine populistisch formulierenden Zwischenrufer, keine Sozialabsteiger. Stattdessen sehr diszipliniert sich verhaltende und sehr überlegt argumentierende Menschen. Es waren auffallend viele junge Menschen dabei, gut gekleidet, mit – wie ich erfragen konnte – ganz normalen Berufen. Es waren viele ältere Damen dabei, sehr zurückhaltend und alles andere als populistisch redend. Und es haben viele Ehepaare teilgenommen, von denen man im Gespräch und bei der Beobachtung ebenfalls nichts auch nur annähernd demokratiefeindliches hören konnte. Ganz normale Menschen also, wie es sie in Österreich auch gibt. Kritische Bürger also, die die Nase voll haben von den immer gleichen Politikmanövern der politischen Klasse. Leute, die selber denken können und dafür keine Sprach- und Denkvorgaben brauchen. Und für die es geradezu eine Bestätigung ihres Engagements sein muss, wenn sie über sich lesen und hören müssen, sie seien Kleinbürger mit Abstiegsängsten und Demokratiefeinde, Rassisten gar. Ein objektiver Karikaturist ohne Scheuklappen würde das Phänomen Pegida wohl mit zwei Sprechblasen zusammenfassen: Volk an Regierung: „Es passt uns nicht, welche Politik von euch gemacht wird!“ Regierung an Volk: „Schnauze!“

Mein Appell an all die selbsternannten Pegida-Verteufler: Lassen sie die Kirche im Dorf, bleiben sie sachlich(er), halten sie sich an die Fakten und halten sie sich mit ihrer eigenen ideologischen Voreingenommenheit (oder glauben sie im Ernst, sie seien wertfrei) zurück und gestatten sie auch Pegida, was man jeder normalen Bürgerinitiative zugesteht: uneingeschränktes Recht auf freie Rede und freie Meinung. Sorgen sie für Diskursfreiheit und vernichten sie nicht andere, deren Meinung ihnen nicht passt, gleich mit der Nazi-Keule. Denn der Widerspruch bleibt grob und ist ein übler Beleg dafür, wie einseitig Meinungsfreiheit auch von Medien verstanden wird: Das linke französische Magazin Charlie Hebdo soll den Islamismus massiv kritisieren dürfen, aber eine Bürgerinitiative wie Pegida soll das nicht dürfen. So einseitig ist derzeit die Realität. Für Meinungsfreiheit gibt es kein Aber. In der Realität wird aber genau diese umfassende Meinungsfreiheit den Teilnehmern der Pegida-Demonstrationen abgesprochen. Das muss man schon klar sagen! Sich nicht zu ducken und stattdessen die Stimme laut zu erheben, ist ein demokratisches Grundrecht und sollte eigentlich selbstverständlich sein. Ist es aber nicht, weil manchen – Beispiel Pegida – dieses Grundrecht abgesprochen wird.

Gruß aus Österreich!

Coon
13. Januar 2015 10:22

Freunde, es geht wie immer ums Geld. Ökonomisch gehört der Staat in freien Gesellschaften nicht zur Leistungsseite dazu und ist gezwungen, seine Geschäftsgrundlage, die die Teilenteignung von Einkommen und Vermögen ist, auch gut zu begründen. Diese Geschäftsgrundlage innerhalb der Bundesrepublik ist der Zugriff auf Eure Ressourcen unter dem Stichwort "Soziales". Roland Baader hat in diesem Zusammenhang vor einigen Jahren darauf hingewiesen, dass jeder unter dem Vorwand "Soziales" eingesammelte Euro zu 80% in die Apparate fliesst (Beamtengehälter, Pensionen, Sozialversicherungen etc.) und nur etwa 20% als direkte Zahlungen an Empfänger der diversen Sozialleistungen (Hartz, Wohngeld, Rente etc.). Der Ausgabenbereich "Soziales" mit allen Posten und inklusive aller Sozialversicherungen wie Krankenversicherungen und Renten stellt bereits heute den grössten Einzelposten innerhalb der direkten Staatsausgaben und darüber hinaus der gesamten Wirtschaftsleistung des Landes dar. In ihm sind die ökonomischen Interessen des Staates repräsentiert und vermachtet. Dieses Geschäft wird flankiert durch eine unablässige propagandistische Kampagne zum Thema Reich versus Arm, die ihm in den Parlamenten unter dem Versprechen weiterer sozialer Zuwendungen die Mehrheiten sichert. Darüber hinaus werden andere gesellschaftliche Gruppen vertraglich (z.B. Kirchen) bzw. informell (z.B. Presse in Netzwerken oder die Antifa durch Gewährung rechtlich anfechtbarer Praktiken wie Hausbesetzung) mittelbar an den Staatsapparat gebunden und so seine Macht gefestigt. Alle diese Gruppen müssen sich also mit potentiellen Verlusten auseinandersetzen, wenn nicht in die staatlich vorgegebene Richtung gelaufen wird. Der Sammelbegriff für diese Gruppen ist das breite Bündnis. Das Ziel des Staates ist es seine Macht, also den Zugriff auf die ökonomischen Ressourcen, stetig gegenüber dem privaten Sektor auszubauen. Hierzu benötigt er Schutzbefohlene, die idealerweise ein Maximum an Förderungsbedürftigkeit repräsentieren und somit weitere Steuern, Abgaben, Enteignungen rechtfertigen. Diese Schutzbefohlenen sind die Zuwanderer aus dem ärmsten Regionen der Welt, die größtenteils direkt in den Sozialsektor einwandern. Darum.

Marcus Junge
13. Januar 2015 11:25

Zu "Terror in Frankreich: Kurze Zwischenmeldung" (leider ja keine Kommentierung möglich).

Eigentlich ist es inzwischen schon relativ egal, ob dieser Terror von gewissen Hintermännern und Geheimdiensten des "Westens" gemacht wurde, von ihnen geduldet / gelenkt wurde oder sie tatsächlich überrascht wurden. Es läuft im Ergebnis auf die gleiche Wirkung raus. Da reichte mir gerade ein 10 Sekunden Überblick über Artikel bei den DWN:

Frankreich will Patriot Act (wegen des großen Erfolges bei der Unterdrückung der USA)

Italien will EUdSSR-Geheimdienst (die EUSTASI, klingt nur "zufällig" nach Euthanasie)

USA "Killer waren einsame Wölfe" (beim NSU kann der Unterbau nicht groß genug ausgewalzt werden " hat im Ostseeurlaub neben ihnen gecampt")

Geheimdienstallianz BRD-Türkei (ach, die gibt es nicht schon? und wie wurde dann aus türkischer Mafia und Tiefer Staat, der NSU gebastelt?)

Was mich dagegen wirklich brennend interessieren würde, gibt es nicht irgendwo sehbare Belege für die Siegesfeiern der französischen Moslems über Charlie und Supermarkt? Im Netz steht immer nur "die haben gefeiert", sogar in Berlin-Mitte, irgendwie scheint dann aber niemand ein Video von diesen Feiern gemacht zu haben. Dabei wäre gerade dies eine nette Waffe "im Rahmen des allseits akzeptierten Narrativs".

Zadok Allen
13. Januar 2015 11:28

Wisnewski äußert in seinem anderweitig bereits verlinkten Artikel bei Kopp einen scharfsinnigen Gedanken, aus dem er dann einige m.E. nicht ganz saubere Schlüsse zieht, die jedoch nicht zwingend sind.

Demnach wäre der Hauptsinn des Pariser Attentats in der gezielten Viktimisierung von Journalisten zu erblicken. Hierzu paßt sehr gut der Westentaschen-"Brandanschlag" auf die Hamburger Morgenpost und die Ungeheuerlichkeit des heutigen Tages: "Lügenpresse" als Unwort des Jahres.

M.L.: Ja, das ist mir auch aufgefallen. Da hat er einen Volltreffer gelandet...

Die Herrschenden wissen sehr wohl, daß das reibungslose Funktionieren des massenmedialen Apparats conditio sine qua non ihres Machterhalts ist. Die derzeitigen, für sie sehr bedrohlichen Tendenzen einer Delegitimation und Abservierung des gleichgeschalteten Journalismus (das Ulfkotte-Buch, das Erwachen der Pegisten, die implodierenden Auflagen...) könnten aus meiner Sicht ein hinreichender Grund sein, daß in Paris die entsprechenden Knöpfe gedrückt wurden.

Falls das Attentat aber "echt" war, so paßt die derzeit laufende Kampagne dennoch sehr gut in dieses Bild. Zumal das ekelhafte Schmierblatt "Charlie Hebdo" auch ein interessantes Instrument zur weiteren subtilen Demütigung der Bevölkerung darstellt, wenn man bedenkt, womit sich die Schafherde hier identifizieren soll.

Zadok Allen
13. Januar 2015 11:55

Kleiner Nachtrag:

Vielleicht kalauern die Herrschaften in ihren Hinterzimmern ja so: lieber zehn tote Journalisten als Märtyrer für unsere Agenda als zehntausend Journalisten, denen keiner mehr zuhört.

Hartwig
13. Januar 2015 14:02

Die wahrscheinlichste Variante ist, dass das Attentat "echt" war, man auf Grund der Gesamtlage jederzeit damit gerechnet hat, und die "Doktoren" die entsprechenden "Spins" in der Schublade hatten.
"Wahrscheinlichste Variante" bedeutet aber nicht, dass es nicht doch ganz anders war.

jack
13. Januar 2015 14:40

Eines noch: Prantl ist kein Liberaler, sondern Bolschewist.

M.L.: Da gibt es heute auch keinen Unterschied mehr…

Heribert Prantl (Süddeutsche Zeitung) saß zusammen mit Rüdiger Lautmann , dem Päderasten-Propagandist, der in seinem Machwerk „Die Lust am Kind“ pädophile Übergriffe auf Kinder in allen perversen Details geschildert, mit Renate Künast, Claudia Roth, und den Linksdenkern anderer Parteien wie Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) und sogenannten Intellektuellen, wie dem Publizisten Walter Jens, dem Grafiker Klaus Staeck,im Beirat der „Humanistischen Union“, die Allgemeine Homosexuelle Arbeitsgemeinschaft und Schwulengruppen der Jungsozialisten, Jungdemokraten und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft angehören“.

Umfangreich nachzulesen im Netz.

Keats
13. Januar 2015 15:02

Seit 1980 werden Moslems von westlichen Machtstrategen entsprechend der jeweils aktuellen Interessenlage hofiert, radikalisiert, mißbraucht, vergewaltigt und aufgepäppelt.

Der Westen und die Saudis haben in den 90ern Dschihadisten (Terroristen / Freiheitskämpfer) in Tschetschenien und Jugoslawien unterstützt. Um 2000 sind die ersten "Allahu Akbar"-Kopfabschneidervideos im Netz aufgetaucht, mit Russen als Opfern. 2005 wurde bei Ländern mit CIA-Foltercamps, in die Taliban verschleppt wurden, immer auch Syrien genannt. Kurz bevor die Isis-Anbeter über Nacht riesige Gebiete besetzt haben, wollte Obama sie noch als Menschenrechtsaktivisten in Damaskus an die Macht bomben.

Wäre er in Paris bei der potemkinschen Demo mitmarschiert, hätten mit ihm, Cameron, Sarkozy und Hollande gleich vier Hauptschuldige gegen ihre eigenen Kinder protestiert. Auch hier kann man die Filme endlos vor- und zurückspulen, man sieht nichts von den Strömen von Blut, in denen sie ihre Hände gebadet haben.

Seit 2001 ist die Anzahl potenzieller Terroristen in Europa explodiert. Merkel und Co. haben mit ihren Ankündigungen, die Islamisierung noch entschiedener voranzutreiben, das CH-Massaker - auch - in einen Sieg des Islams verwandelt. Das nützliche Konfliktpotential wird gehegt und gepflegt.

False Flag oder geschehen lassen ist egal, die Mörder mit den freundlichen Gesichtern tragen in jedem Fall die Verantwortung. Auch wenn noch Tausende bei Terroranschlägen sterben, das einzige Verbrechen mit historischer, mit weltgeschichtlicher Bedeutung bleibt der Mord an den europäischen Völkern.

Simon Gaisrucker
13. Januar 2015 16:41

" ... In Wahrheit vermute ich, daß viele der diejenigen, wenn nicht die meisten, die mit diesem Slogan auf die Straße gegangen sind, um ihr Entsetzen, ihre Trauer, ihr Unbehagen, ihren Zorn und so weiter zu artikulieren ... "

Ohne hier berichtigen zu wollen, sei trotzdem angemerkt: "Viele der diejenigen" = der herrschende Gutmensch, der das System braucht und umgekehrt. Der Gutmensch - selbstgerecht, spießig, faschistoid, verlogen und verkorkst - lauert nur auf jede Gelegenheit (ja, wann passiert denn endlich wieder etwas?) um sich aufpumpen, aufblasen und sofort seine Betroffenheitsmiene aufsetzen zu können (inklusive Spruchtaferln, Kerzerln und Blumerln). Blitzartig stößt der Gutmensch das bewährte Repertoir heraus: SCHOCKIERT, BETROFFEN, ENTSETZT, BESTÜRZT. Der österreichische Bundespräsident Fischer beherrscht das
souverän. Sozusagen der oberste Betroffenheitsgutmensch des Landes.

Ich wette, daß die Allerwenigsten "Je suis ..."-Bekenner wirkliche Trauer empfinden. Im tiefsten Grunde ist ihnen das alles sauwurscht. Nur endlich eine Gelegenheit ... siehe oben.

Unbehagen ja. Dumpfe, nicht zugegebene Angst. Dem Gutmenschen schwant, ohne daß es ihm klar bewußt wird im Sinne kritischer Reflexion, daß seine "heile" Systemwelt irgendwie bedroht, die seit Jahrzehnten gefeierte Party bald beendet sein könnte. Die Geschichte lehrt, daß noch jedes - ausnahmslos! - dekadente und verkommene System, wie mächtig es sich auch immer manifestiert, zugrunde geht. Wenn die Wurzeln nicht mehr im Wahren ihren Grund haben, sondern verfault sind, hat der Sturm der Geschichte leichtes Spiel. Der Gutmensch vernimmt irgendwie ein fernes Rauschen, das immer näher zu kommen scheint. - Es ist der Malstrom.

Ein gebürtiger Hesse
13. Januar 2015 16:44

Vielleicht geht es bei all dem - der Kampagne, den Anschlägen selbst - auch um das, was diverse Innenminister nun auf den Weg bringen wollen: http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Kurzmeldungen/gemeinsame-erklaerung.pdf?__blob=publicationFile Wie diese gemeinsame Erklärung zu verstehen ist (sein mag), nämlich als Freibrief zu mannigfaltigen Verboten etwa von Internet-Seiten und nicht zuletzt solchen, wie "wir" sie gern benutzen, dazu hat PI einen detaillierten Kommentar veröffentlicht: http://www.pi-news.net/2015/01/meinungsfreiheit-war-gestern/ Lesens- und bedenkenswert ist das auf jeden Fall.

nörgler
13. Januar 2015 18:20

Werter M.L.
gerade Ihre Artikel bereiten mir stets großes Vergnügen.
Weil Sie brilliant zu formulieren verstehen, was unser Einem nur in Fragmenten im Hirnkastel herumspukt.
Zur Sache: in ihrer Ankündigung zum 4.Teil von „ich bin nicht charlie"war ich doch erstaunt,daß sie hier so schnell und heftig auf die„false Flag"-Schiene geraten sind.Das gibt mir ein wenig zu denken-so kenne ich sie gar nicht.Vielleicht habe
ich Sie aber auch nur falsch verstanden.
Nix für ungut
ihr Nörgler

Langer
13. Januar 2015 18:33

Hahahaaa!

Seit ich das mit dem Unwort des Jahres weiss, bin ich mir sicher, dass hier mit umgekehrter Psychologie gearbeitet wird. Nach dem Motto "Wir werden geknebelt, der Geiselnehmer zielt gerade auf uns, deswegen sagen wir es mal etwas umstaendlicher..."
Die wollen, dass der offensichtliche Dummfug zu einer vermehrten Unterstuetzung der Revolutionaere fuehrt - das ist ein Politik der Ironie!

Herrlich wie spaet ich das kapiert habe! :D

Langer
13. Januar 2015 18:37

Oder: Das spaete Eingestaendis eines Ungern-Zugebers.

Cool bleiben: Wir nehmen Eure Entschuldigungen an. Her damit!

Der Gutmensch
13. Januar 2015 19:47

Ils sont les tartuffes. Und zwar alle miteinander.

Einheimsch
13. Januar 2015 20:57

Hier mal ein netter link, ein etwas anderer Blickwinkel auf das große Soli-Happening!
http://www.independent.co.uk/news/world/europe/paris-march-tv-wide-shots-reveal-a-different-perspective-on-world-leaders-at-largest-demonstration-in-frances-history-9972895.html

eulenfurz
13. Januar 2015 22:12

@birne helene:
-Gab es in der Geschichte der BRD von patriotischer Seite jemals größere Demos als diejenigen von PEGIDA? Von den Vertriebenenverbänden?…

+Doch bestenfalls die Kundgebungen der Vertriebenenverbände in den 1950ern. Da sprachen denn auch noch ranghöchste CDU- und SPD-Bonzen. Gilt das dann als patriotisch? Aufnahmen einer Adenauerrede vor Vertriebenen sah ich - die war nach heutigen Maßstäben eindeutig "rechtsextremistisch".

-Sind 17000 PEGIDAS in Dresden das Maximum „patriotischer“ Kräfte?

+Es waren laut Polizeiangaben heuer wohl etwa 25.000 in Dresden + 5000 in Leipzig + 3000 anderswo, also 33.000. Außer in Dresden haben viele potentiell Interessierte Angst, sich - vor allem den kleinen - Demonstrantengruppen anzuschließen. Aber was sollen "patriotische" Kräfte sein? Tante Erna und Onkel Otto aus Dresden-Pieschen? Im Maximalfall können Millionen auf der Straße sein, wenn der Unmut groß genug und die Gelegenheit günstig ist.

-Unterscheidet sich die Teilnehmerzahl bei KÖGIDA und anderen WEST-PEGIDA-DEMOS vom Mobilisierungspotential von PRO-NRW etc.?

+Schätzungsweise nicht.

-Handelt es sich bei den ANTI-PEGIDA-Demos um das maximal gutmenschlich mobilisierbare BRD-konforme und BRD-teilkonforme Potential oder könnten diese Gruppen noch mehr mobilisieren?

+Siehe Antwort 2, das gilt auch für die Regimetreuen. Am 1. Mai 1989 waren sicherlich mehr Menschen in der DDR auf der Straße, um für die Regierung zu demonstrieren, als an einem Novembermontag des gleichen Jahres, um gegen die Regierung zu demonstrieren. Es war sogar zum Großteil das gleiche Personal, das auf beiden Seiten marschierte. Die Machthaber dieser 80-Mio.-Bevölkerung könnten, bei fach- und sachgerechter Mobilisierung (analog vllt. eines Kriegsfalles) bis über 99 % für ihre Zwecke vereinnahmen, bei entsprechenden logistischem und finanziellen Aufwand einmal im Jahr vielleicht 60 Mio. Menschen gleichzeitig aufmarschieren lassen.

-Wie ist die Mobilsierungskraft der ANTI-PEGIDAS zu bewerten?

In etwa so, wie die Mobilisierung der DDR-Untertanen zu den Manifestationen: ein paar Prozent Überzeugungstäter (wo beginnt der und wo hört der auf?) und viele Mitlatscher, welche auf die Propaganda hereinfallen oder sich vom Massenspektakel mitreißen lassen (gilt auf jeder Gegenseite ebenso).

eulenfurz
13. Januar 2015 22:59

Eines noch: Prantl ist kein Liberaler, sondern Bolschewist.

M.L.: Da gibt es heute auch keinen Unterschied mehr…

Oder: Vereint marschieren, getrennt schlagen - das könnte die Maxime sein. Er geriert sich schon als Demokrat, protegiert aber Personen aus dem linksextremistischen Milieu, etwa das (Ex-?)Mitglied des linksextremistischen VVN-BdA, Andrea Röpke:

Mittlerweile wird Röpke auch von einigen Personen in den öffentlichen Medien protegiert. Im Jahr 2007 erhielt sie den Medienpreis “Leuchtturm für besondere publizistische Leistungen”. Der Chef des Preisverleihers „netzwerk recherche“, Dr. Thomas Leif, ist Ex-Bundesvorsitzender der seinerzeit DKP-nahen „Deutschen Jugendpresse e.V.“ (djp). [37] Dr. Heribert Prantl, Leiter der Redaktion Innenpolitik der Süddeutschen Zeitung, hielt die Laudatio zur Verleihung dieses Medienpreises. [38] Im Jahr 2008 erhielt Andrea Röpke in Berlin den Otto-Brenner-Preis der Otto Brenner Stiftung, der Wissenschaftsstiftung der IG Metall. Zwei Mitglieder der sechsköpfigen Jury zur Verleihung des Otto-Brenner-Preises sind wiederum Dr. Thomas Leif und Dr. Heribert Prantl. [Hier weiter]

Auch wenn sie andere Ansätze haben, so ist der Feind der Neo-Liberalen und Neo-Kommunisten doch der selbe: Die aufzulösenden bestehenden Strukturen, welche der ideologischen Utopie im Wege sind. Die einen erhoffen eine willfährige Konsumentenherde, die anderen die Gleichheit der Menschheit. Beide passen wunderbar zusammen. Prantl kann also durchaus ein Liberaler im schlechtesten Sinne sein.

Andreas Walter
13. Januar 2015 23:09

Der Terror ist nicht das Problem. Die reale Gefahr durch Terror, auch für das Leben des Einzelnen, ist in etwa so gross wie die eines Flugzeugabsturz. Das habe ich selbst richtig geschätzt und nachgerechnet, und auch noch mal von anderer Seite bestätigt bekommen:

http://newsblaze.com/story/20090221100148tsop.nb/topstory.html

Die viel grössere und tatsächliche Gefahr geht jetzt erst davon aus, danach. Davon, wie jetzt das doch eher seltene Phänomen instrumentalisiert wird, und von wem.

Das ist wichtig zu wissen auch für PEGIDA, damit die da jetzt niemand auf den Leim gehen. Die Islamisierung Europas und die Gefahr durch Terror sind tatsächlich und zum Glück auch bei uns immer noch zwei paar Schuhe.

Mit der Engst und dem angeblichen Schutz vor Terror wird dagegen nicht nur in den VSA nach 9/11 sehr viel Geld verdient, es konnten dadurch auch neue und zuvor umstrittene Gesetze wesentlich leichter eingeführt werden. Das ist meine Sorge.

Ich hoffe das jeder versteht, was ich damit sagen will, denn die Schafe merken gerade nicht, wer tatsächlich der Wolf ist, der sich als ihr Hütehund verkleidet hat.

Das Volk spalten, denn wenn Zwei sich streiten, freut sich der Dritte.

auch kein Charlie
14. Januar 2015 01:35

"Alain de Benoist glaubt zwar nicht an eine „false flag“ Operation (Jürgen Elsässer -who else? – kümmert sich bereits darum)" - lol, da hätte sich auch der Spiegel drum kümmern können, wetten, Anfang Februar, so Du das Magazin von dem liest, siehst Du das ebenso? "Freeman" (asr) stellt zu Recht fest: "Es ist eine Ungeheuerlichkeit, dass die Medien nicht von "mutmasslichen Tätern" gesprochen haben, sondern von der 1. Minute an nur von "kaltblütigen Mördern". Nichts ist bewiesen und nichts untersucht, aber das Urteil wurde allseits gefällt. Dabei kann nur ein ordentliches Gericht jemand schuldig sprechen, nach Vorlage von Beweisen und sonst niemand." Quelle:

http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2015/01/ich-bin-charlie-trieft-vor-heuchelei.html#ixzz3OkSNchgT

Und kümmert sich auch ansonsten wirklich um die Aufdeckung der Lügen, siehe (aber bis zum Ende lesen, das ist überraschend (beim bislang eher halbwach wirkenden Autor) hier:

http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2015/01/die-offizielle-charlie-hebdo-story.html

Oder beispielsweise auch hier:

http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2015/01/einer-der-attentater-hatte-blaue-augen.html

Wen interessiert, was augenscheinliche Schafe/Naivlinge wie Alain de
Benoist oder ein - spät! - zur Einsicht gelangter Ex-Antideutscher wahrhaben oder welchem Lügenpack sie nach all deren Lügen nach wie vor glauben wollen?

Harald de Azania
14. Januar 2015 08:10

Das dankenswert von "Einheimsch' gezeigte Photo >> die REHAKLA ganz entre nous.

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte ...

Amuesierend! HdeA

Harald de Azania
14. Januar 2015 08:26

Es wird immer lsutiger >> ZITAT "Die Presse" ( Wien, 14.1.15)

Gauck: "Wir schenken euch nicht unsere Angst"
Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck.

Bundespräsident Joachim Gauck usw usw bla-bla-bla

JETZT KOMMT: Zum Abschluss demonstrierten viele Teilnehmer Einigkeit: Sie hakten sich nach dem Vorbild der Großdemonstration in Paris vom Sonntag unter >>> "und schlossen die Reihen".

Die Reihen dicht geschlossen, jarwoll, welche Fahne da wohl hochgehalten wird ???

Antifaschistisches selbst ziemlich faschistoides ( aber wenig professionell, eher 'patschert') Mimikri

! Ride Bajazzo! HdeA

Andreas Walter
14. Januar 2015 12:32

Wegen "Verherrlichung des Terrorismus" verhaftet.

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/nach-facebook-eintrag-umstrittener-franzoesischer-komiker-dieudonne-festgenommen-13369165.html

Und natürlich ist automatisch dann jeder, der sich gegen so einen Staat wehrt was? Richtig, ein Terrorist. Kann dann also auch verhaftet oder sogar bei gewalttätiger Gegenwehr ohne Prozess und Verurteilung erschossen werden.

Falls noch jemand fragen hat, was gerade los ist.

Andreas Walter
14. Januar 2015 12:58

http://fra.europa.eu/de/news/2014/podiumsdiskussion-uber-antisemitismus-und-rechtsextreme-politik-der-eu

Oder hier. Fehlt hier nicht etwas? Richtig, die Linksextremisten hat man ganz vergessen mit ins Visier zu nehmen. Leute wie die Macher von Charlie Hebdo, wobei doch ihre Comics ja oft reiner Hass, pure Verachtung sind. Zufall?

Andreas Walter
14. Januar 2015 13:49

Das Undenkbare, das Ungeheuerliche ist eben die Wahrheit, doch wir haben nicht auf unsere Vorväter, sondern viele dann doch lieber dem Staat und ihren Medien vertraut.

Ich allerdings auch, was ich heute sehr bereue. Obwohl mein Gefühl mir es eigentlich schon immer gesagt hat, dass dieses links-rechts Denken doch schizophrener Schwachsinn ist.

Ja, auch der Kalte Krieg war eine Inszenierung für die Dummen, damit die sich zwischen "Links" und "Rechts" entscheiden, zwischen Kapitalismus und Kommunismus aufreiben. Weiter oben aber gab es diesen Disput nie, war man sich im Grossen und Ganzen immer einig, war man sich jederzeit darüber im klaren, dass alles unter Kontrolle ist. Bezahlt hat ihn aber das Volk, die Völker, Nationen, in allen Erdteilen. Nicht nur mit Steuergeldern, auch mit ihrem Blut.

Und ich habe auch eine Vermutung, wer der Klebstoff, der Brückenbauer dieser Agenda ist, der Doppelagent. Warum aber auch nicht. Wenn's geht, funktioniert, zumindest fast immer. Wer wollte es ihnen verübeln. Steht nirgendwo das es verboten ist in einer Vereinigung zu dienen, die Einen für Sie guten Zweck verfolgt. Ist ja nur eine Frage der Mehrheiten, was gut oder böse, richtig oder falsch, schlecht oder erstrebenswert ist.

Hab' auch nie gedacht, dass so etwas mal wahr und vor allen auch deutlich spürbar werden könnte. Doch was sind schon 30 Jahre Verspätung, wenn man richtig langfristig plant, über Generationen hinaus.

https://www.youtube.com/watch?v=Leb0KaRI5dw

Matthias Grund
15. Januar 2015 16:01

Man könnte sagen: Terror als Instrument auf dem Weg zur "offenen" (=entgrenzten) (Zuwanderungs-)Gesellschaft.

Chabal und Daloz beschrieben einmal die Funktion von Unordnung als Grundlage der Ausbeutung in Afrika durch afrikanische und westliche Eliten (Africa Works: Disorder as Political Instrument). Die Unordnung hält nun immer mehr bei uns Einzug und unsere sichtbaren und unsichtbaren Eliten können sich als Ordnungsmacht inszenieren (als "Nordpol") und uns sagen, wer die Guten und wer die Bösen sind. Terror eignet sich, die Grenzen stärker zu konturieren und fördert den "Ausscheidungsprozess" der Hinderlichen. Hinderlich sind dabei auch jene, die der Deutung der Eliten zum Ursprung des Terrors widersprechen.

Es zeichnet sich immer deutlicher ab, dass die "offene" Gesellschaft keinen Zugewinn an Offenheit oder Freiheit bedeutet, sondern nur die Verschiebung des Sagbarkeitsraumes. Freiheit ist jetzt zu sagen, dass 2+2=5 ist. Die Wahrheit zu sagen ist indes "intolerant" geworden und wird als Hassverbrechen verfolgt. Intolerant gegenüber der Lüge und dem Machtmissbrauch.

Die Intoleranten sind die neuen Dissidenten, renitentes Gesindel. Bereiten wir uns darauf vor, ausgeschieden zu werden. Bald werden wir zu spüren bekommen, dass sich die Grenzen in beide Richtungen öffnen werden, denn die Ausgeschiedenen müssen ja irgendwo bleiben, in Deutschland indes stören sie nur.

Der wahre Segen der entgrenzten, post-nationalen, heimatlosen Gesellschaft ist für unsere Eliten, dass Menschen ihrer Heimat auch entzogen werden können. Ihr glaubt doch nicht, dass es der einzige Sexappeal der offenen Grenzen ist, alle hereinzulassen? Nein, man kann vor allem auch jene herausschicken die dachten, sie könnten ewig bleiben.

An dieser Stelle möchte ich auf das WDR-Hörspiel "Lebensabend in Übersee" von Hermann Bohlen hinweisen. In einer nicht zu fernen Zukunft werden Deutsche, die im Alter nicht über einen bestimmten Betrag verfügen, zur "Bekämpfung der Altersarmut" in "Ressorts" im Ausland zwangseingewiesen, weil dort die Pflege billiger ist. http://www.wdr3.de/hoerspielundfeature/lebensabend100_ga-1_pic-10.html.

treverxy
16. Januar 2015 12:32

Ach, es ist herrlich: gestern habe ich mir das Kaiser-Wilhelm-Denkmal an der Weser in Porta-Westfalica angesehen. Der Herr steht dort in erhabener, übergroßer Pose seit mehr als hundert Jahren mit deutlich sichtbarem »Hitlergruß«. Die Schizophrenie unserer deutschen Gesellschaft geht mittlerweile soweit, dass solche Denkmäler gepflegt werden, zeitgleich jedoch alljährlich mehr als 10.000 »Gedankenverbrechen« vor Gericht behandelt werden.

Die Reeducation nach dem Krieg ist auf fruchtbaren Boden gefallen und hat dazu geführt, dass wir nicht mehr wissen, wer wir sind, wo wir herkommen und wo es hingehen soll. Der eingeimpfte Selbsthass treibt - insbesondere bei den sogenannten Linken - eigenartige Stilblüten. Wer sich um seine Familie, die Heimat (ein mittlerweile verpönter Begriff), die Nation (noch schlimmer) sorgt, gilt als Staatsfeind Nr. Eins und muss mit allen Mitteln bekämpft werden. (Ach so, Staatsfeinde kann es ja nicht mehr geben, folglich: Gesellschaftsfeinde(?!).
Die Deutschen sind in ihrer Mehrzahl moralisch, staatspolitisch und empirisch völlig degeneriert und agieren nur noch reflexhaft. Merkel (die mächtigste Frau der Welt) ist eine Getriebene, deren Akten von der CIA sorgsam verwahrt werden und als Erpressungsmittel (bei allen anderen Mächtigen ebenfalls) bestens taugen. Nur so lassen sich die weichlichen Nichtentscheidungen einer (Chemikerin?) gegen ihr Volk einigermaßen erklären.
Ob Attentat oder nicht (von wem auch immer verübt) - wir wissen es nicht und werden es höchstwahrscheinlich auch niemals wissen. Solange selbst die Akten über den WKII treulich verschlossen bleiben, solange Geschichte aus der Diktion der Siegermächte unsere Schulbücher und Köpfe beherrscht, solange werden auch Aktivitäten von CIA, Mossad u.a. nicht das Licht der Öffentlichkeit erblicken. Und solange brauchen wir uns auch über eine Änderung unserer politischen Struktur keine Gedanken zu machen. Vielleicht wird Moskau ja irgendwann das eine oder andere Klötzchen aus dem Lügengebilde herausziehen und damit in der Folge das ganze Gebäude zum Einsturz bringen. Wer weiß...

Frankstein
16. Januar 2015 16:10

Eine grandiose Inszenierung ! Eine Tragikkomödie in 6 Akten.
Overtüre: 3 Muslime töten 17 Juden
1.Akt : 88.000 Polizisten jagen die Täter vor die Tore von Paris und töten sie
2. Akt: 1.500.000 Betroffene marschieren durch die Straßen von Paris
3.Akt : 3.000.000 Journalisten schreiben 300.000.000 Worte zu den Umständen
4.Akt : 700.000.000 Europäer nennen sich Charlie
5.Akt : 2.000.000.000 Muslime rufen zu Toleranzveranstaltungen auf.
6.Akt : wird noch geschrieben, man feilt noch an der Wiedererweckung.
Jesus ist Charlie.

Andreas Walter
17. Januar 2015 00:52

Und schon fliesst die erste Million:

http://www.wiwo.de/politik/deutschland/kampf-gegen-terror-eu-finanziert-erstmals-gegen-propaganda-im-netz/11236750.html

Frankstein
17. Januar 2015 10:14

Eulenfurz ( an Birne Helene), das ist eine arg vereinfachte Rechnung. Heute las ich- was ich zuvor nicht glauben wollte- es existiert ein Demonstranten-Vermittlungsdienst, der sogar eine eigene Web-Seite betreibt. Das ist eine Unbekannte, die in Deinen Überlegungen nicht auftaucht. Studenten (!) verdienen 10.- Euro Stundenlohn, wenn sie gegen Tierhaltung, die Annexion der Krim oder ähnliches auf die Straße gehen. Gehört PEGIDA zu den Auftraggebern ? Wohl kaum. Wenn man von den Facebook-Events liest, wo die Teilnehmer wohl auf eigene Kosten anreisen, kann man sich vorstellen, was eine Teilnahmeprämie anstellen kann. Das Ganze steuert auf einen Krieg der Knöpfe ( Euro) zu, wer gewinnt scheint entschieden. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass die Mehrheit der Deutschen nicht für 30-40 Euro ihre Seele verkaufen wird. Es sei denn, der Literpreis für Diesel sinkt auf 50 Cent. Ob es da einen Zusammenhang gibt ? Zumindest ist das alles unberechenbar.

Martin Lichtmesz
17. Januar 2015 12:54

Badeschluß, Karawane zieht weiter!

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