21. Januar 2015

Lichtmesz: „Kann nur ein Gott uns retten?“ – Leserrezension II

Gastbeitrag / 14 Kommentare

gottlichtmeszGestern war Einsendeschluß für die Leserrezensionen des Buches "Kann nur ein Gott uns retten?" von Martin Lichtmesz. Uns liegen neun Besprechungen vor, drei oder vier davon werden wir veröffentlichen. Mit Andreas Städters Notizen haben wir begonnen, heute ist "Ein gebürtiger Hesse" dran, der den Lesern durch seine Kommentare in unserem Netz-Tagebuch ein Begriff sein könnte. Hier seine Rezension:

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  • Sezession
Die Lektüre eines Buchs mit einem Traum zu vergleichen, der im Schlaf eine absolute Erfahrung war, im Wachen aber nurmehr ein undeutlicher Gedanke ist, mag kokett oder abwegig erscheinen. Und doch sehe ich kein anderes Bild, das sich mehr anbieten würde, wenn ich an die zwei außerordentlichen Wochen meiner Lektüre des jüngsten Buchs von Martin Lichtmesz denke.

Würde mich einer fragen, was ich aus dem Werk, und sei es nur aus einzelnen Kapiteln, erfahren und gewonnen habe, könnte ich (womöglich) Inhalte referieren. Doch wüßte ich, daß wie bei den meisten Traumerinnerungen eines fehlte: der ganz besondere Verlauf, der unwiederholbare Duktus des Traums, mit dem er seine Inhalte aufeinander folgen und einen aus dem anderen hervorgehen ließ. Oft habe ich in solchen Fällen das Gefühl, daß die Essenz des Mitgeteilten gerade in der Weiträumigkeit des zurückgelegten Parcous liegt, mehr noch als in der einzelnen Etappe.

Lichtmesz nennt sein Buch „das Protokoll einer persönlichen Reise, eine Wanderung durch einen ‚Wald‘, deren Ausgang zu ihrem Beginn noch nicht feststand“. Und weiter: „Mir blieb auf dem Weg nichts anderes übrig, als einen Baum nach dem anderen so zu beschreiben, wie in mein Blickfeld geriet; ich hoffe, daß am Ende zumindest der Umriß des weiten labyrinthisch durchsetzten Gebietes erkennbar geworden ist.“ Ganz abgesehen davon, daß sich seine Hoffnung beeindruckend erfüllt (je länger die Wanderung währt, je weiter man kommt, desto deutlicher wird das durchstreifte Gelände in seiner Größe, Abgründigkeit und Drastik), beschreibt die Metapher genau genommen den tatsächlichen Weg, den nicht allein der Autor, sondern – in einer staunenswerten, fast magisch anmutenden Analogie – auch sein Leser einschlägt.

Wenn Lichtmesz in einem Kapitel etwa von einigen Szenen eines Films von Robert Bresson ausgeht, von diesen auf die Frage kommt, wie ein Mensch in Zeiten der Auflösung des corpus mysticum sich noch metaphysisch verorten kann, von dieser auf eine Prophezeiung des Staatstheoretikers Juan Donoso Cortés, davon wiederum zu dem seltsamen Schlag Menschen, die heute zu Widerständlern, Subversiven, Dissidenten und Sezessionisten werden, und schließlich zu zwei Studien von Colin Wilson, welche eine Assoziation zu einigen Gedanken von Charles Péguy herstellen ... dann sind dies die „Bäume“, die sich auf einem Teilbereich seines „Waldgangs“ auftun.

Der Witz (und für mich die größte Leistung des Buchs) ist jedoch, daß all diese Quellen, die an sich freilich unverbunden sind, fernab jeder Willkür als vollkommen ineinander verschränkt erscheinen. Wie auch im Traum die Bilder und Ereignisse nicht bloß aneinandergereiht sind, sondern eins sich aus dem anderen entpuppt – wobei der Verlauf als eigenständige Qualität immer spürbar bleibt, das Einzelne nie ohne das Ganze auf uns wirkt –, erscheint das „Material“, das Lichtmesz benutzt, wie von einem geheimen inneren Atem beseelt zu sein, das es in fragloser Konsequenz aneinanderfügt (so als wäre es das schon immer gewesen).

Auch der Leser, ähnlich dem Träumer, wird davon ergriffen, staunt über alles, aber wundert sich über nichts. Wie Lichtmesz es dazu gebracht hat? In der „Kulturkritik“-Nummer der Sezession sagte er an einer Stelle beiläufig, er gehe „von einer Ebene der Intensität“ aus. Ich könnte mir vorstellen, daß dies bereits der Schlüssel ist. In der Intensität entwirft der Ergriffene eine Art Bild, in dem alles enthalten ist: das was war, das was ist und was sein wird, die Geschichte der Vergangenheit und die der Zukunft, die Dinge, die wir besessen haben und die wir besitzen werden, all dies erwartet uns irgendwo in seinem unruhigen Labyrinth. Nehmt ihr, die eintretet, eure Hoffnungen nur mit – sie werden nicht enttäuscht werden.

Noch ein Wort zur Buchgestaltung: hier hat sich die von Antaios beauftragte Werkstatt mal wieder übertroffen. Durch die verschiedenen Lichtwerte des Grau, das sich überall findet (auch auf dem Vorsatz) erscheint nicht nur das Umschlagfoto, sondern letztlich das ganze Buch in erlesenem Schwarzweiß. Ein zutiefst schöner und treffender Effekt.


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  • Sezession

Kommentare (14)

Demiurg
21. Januar 2015 10:00

Eine sprachlich sehr schöne Rezension. Allerdings fehlen doch gerde die Punkte, die man diskutieren muss, wenn der "Traum" langsam als solcher erkannt wird.

Monika
21. Januar 2015 12:32

Ein Christ, der mit seinem Christentum ernst macht, muß ein Linker sein.

Armin Mohler

Nein, spätestens seit diesem Buch gilt:
Ein Christ ( besser : Gottsuchender) , der mit der "Gottesfrage" ernst macht, kann kein Linker sein.
Das erscheint wie das Aufwachen aus einem Traum, in dem Bilder aneinandergereiht waren. Doch dieser Traum hat eine starke Bedeutung für unsere Wirklichkeit. Der gebürtige Hesse hat das sehr schön beschrieben.
Gelebter Glaube ist immer eine Wanderung, eine Suche.
Kein Dogma, kein Götze ersetzt unsere persönliche Gottsuche, wenn wir wirklich ernsthaft suchen, werden alle Theorien und Ideologien zerbrechen.
Die einzelnen Kapitel sind wie Wegmarken, aber sie ersetzen nicht das Gehen.
Fazit: " Prochristliche Intellektuelle" können keine Dogmatiker sein ((Kirchenfunktionäre) und auch keine Charlies.
Sie treibt die Sehnsucht nach Glaube, Hoffnung und Liebe ( hier noch in der vagen Form des Standhaltend) . Noch ist es nicht Zeit, sich zu ergeben !

Die tragischsten Vertreter des Christentums sind derzeit Personen, die Dogma und Charlie in Personalunion verkörpern. Sie haben den Weg und das Ziel verloren:
https://www.derwesten.de/staedte/emmerich/bischof-felix-genn-entzieht-emmericher-predigterlaubnis-id10255766.html
Die kann wirklich nur noch ein Gott retten !

Reichsvogt
21. Januar 2015 13:37

@Monika
Die katholischen Intellektuellen (Literaten), insbesondere die von Lichtmesz gebrachten (z.B Chesterton), waren alle Freunde der Dogmen! Das nannte Davila sinngemäß die "wunderbare Unverschämtheit der Doktrin" der katholischen Kirche. Chesterton verglich die Dogmen mit einem Zaun auf einer Steilküsteninsel, der es erst ermöglich ohne Angst umherzutollen. Und überhaupt: Welcher Kirchenfunktionär kennt sich noch mit Dogmen aus und nimmt diese ernst?

Monika
21. Januar 2015 15:42

@ Reichsvogt

Jesus war kein Dogmatiker. Hans Küng war Dogmatiker.
Es geht hier nicht darum, die theologische Disziplin der Dogmatik zu desavouieren.

Aber: Wertkonservativ an die Gottesfrage heranzugehen, heißt nicht, dogmatisch an die Gottesfrage heranzugehen.

Lichtmesz stellt die Gottesfrage nicht theologisch, kann sie deshalb auch nicht beantworten. Und will das wahrscheinlich auch nicht. Das könnte man auch "metaphysische Bescheidenheit" nennen.
Gleichwohl ist sein Fragen von einem Ernst geprägt, der jedem Theologen gut anstehen würde.
Lichtmesz' Wille zum Denken ist noch nicht erlahmt ( Heimito von Doderer)
Das ist beruhigend für all die, für die ein erfülltes Leben ohne Gott zwar möglich, aber irgendwie doch sinnlos ist.
Oder für die, die die Atheist Bus Campain ( Es gibt wahrscheinlich keinen Gott . Mach dir keine Sorgen und genieß das Leben) nur deprimierend finden.
Oder für die, die nicht Charlie sein wollen.

Ein Fremder aus Elea
21. Januar 2015 18:01

Reichsvogt,

sicher, die Dogmen der katholischen Kirche sind ja auch eine Unverschämtheit.

Es sind hölzerne Früchte, hölzerne Äpfel, hölzerne Birnen, hölzerne Kartoffeln, hölzerne Karotten, welche der Gläubige unter großen Schmerzen schlucken muß, während der Priester mit Wohlgefallen zuschaut, sich darüber freuend, daß sie nicht verdaut werden können und also auch nicht ihre Form ändern können, sondern immer in der gleichen Form im Gläubigen bleiben und selbst, wenn sie ihn wieder verlassen, immer noch in der gleichen Form sein werden, und wenn sie dann jemand irgendwo auf dem Feld ausgeschieden liegen sieht, so steht vor ihm immer noch die einzig wahre Lehre, in hölzerner Form zwar nur, aber wenn er in der Lage ist den Schritt vom Bild zur wahren Frucht zu vollziehen, so werden sie ihn rechtleiten.

Also, zusammengefaßt, die katholische Kirche benutzt die Katholiken als Papier, auf welches sie ihre Dogmen schreibt.

Ob das was mit links oder rechts zu tun hat, vermag ich indes nicht zu sagen.

Reichsvogt
21. Januar 2015 21:38

Ich mag Dogmen. Katholische Kirche ohne Dogmen? Undenkbar. Aufstand gegen kirchliche Dogmen? Eher progressistisch/links für mich.

Gerry
21. Januar 2015 22:11

@Monika

Jesus Christus ist kein Dogmatiker? Was ist mit "Niemand kommt zum Vater denn durch mich"? Oder "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben!" Der Unterschied zu den menschlichen Theologen ist vielleicht, dass Jesu Aussagen quasi christliche Naturgesetze darstellen, und die anderen dem Lauf der Zeit unterworfen.

Monika
22. Januar 2015 09:38

@Gerry
Jesus ist in dem Sinne kein Dogmatiker, als er kein Theologe ist.
Für den Gläubigen ist Er der Weg, die Wahrheit und das Leben.
Aus theologischer Sicht kann man die Heilstat Jesu Christi durchaus als Urdogma bezeichen. Hans Urs von Balthasar entfaltet dieses theologumenon:
https://www.johannes-verlag.de/0317.htm

Ein Fremder aus Elea
22. Januar 2015 12:43

Gerry,

falls es Sie interessiert: "Niemand kommt zum Vater denn durch mich." bedeutet, daß Sie als Christ in einer durch Christus geprägten Kultur an seine Konzeption der Heilsgeschichte anknüpfen müssen, um sinnerfüllt leben zu können.

Das ist schon fast eine Tautologie.

Es gibt unzählige Reformulierungen davon: Von seiner Fülle haben wir alle genommen... und so weiter.

Unsere Idealvorstellungen sind christlich und im Neuen Testament kodiert, und wenn wir es nicht schaffen, an sie anzuknüpfen, werden wir keinen Frieden haben. Es wird stets ein Auflehnung des Verstandes gegen das Herz sein, denn das Herz ist durch den Spender des Trösters gebunden, um es einmal so zi sagen.

Nichts gegen Dogmen an sich. Wenn sie nur verständlich sind und man was mit ihnen anfangen kann.

Schwabing
23. Januar 2015 12:01

"Nichts gegen Dogmen an sich". Nein, ganz und gar nicht! Im Gegenteil, das Ringen um das Dogma und der anschließende Umgang mit dem Dogma, wie er in der Konzilsgeschichte zum Ausdruck kommt, ist, wie ich finde, ein einzigartiger kulturhistorischer Vorgang- man nehme nur das Konzil von Nicäa als Beispiel. Das sind keineswegs theologische Glasperlenspiele, sondern ganz grundlegende Fragen (Trinitätslehre), die dort verhandelt wurden. Und, natürlich "Fremder aus Elea", sind sie nicht hölzerne Früchte, sondern zeitgenössischer Interpretation durchaus zugänglich, wie zB das gemeinsame Papier der Kirchen zur Rechtfertigungslehre beweist.

neocromagnon
23. Januar 2015 20:52

@Monika
Er ist es nicht nur für die Gläubigen. Wenn Christus der Schöpfer persönlich ist, dann ist sein Wort nicht relativierbar und tatsächlich ist dann nur er der Weg. Wenn er es nicht ist, dann stimmt alles nicht.
Und von wegen Dogmatik. Der Mensch steht ja bei der Frage nach dem "Dahinter" oder dem "Warum" immer vollkommen hilflos in der Gegend herum. Da nutzen ihm auch eigene vermeintliche Erkenntnisse wenig, da sie nicht überprüfbar sind, also nicht im naturwissenschaftlichen Sinne gewusst werden können.
Man kann letzen Endes nur auf die Überlieferungen (und deren Hüter) vertrauen und dann ist es notwendig, daß sie eindeutig und von autorisierter Stelle "verifiziert" sind. Und ich glaube auch nicht, daß es heute noch eine katholische Kirche gäbe, wenn diese nicht dogmatisch wäre.

Matthew Hern
25. Januar 2015 10:28

An Dogmen glaubt nur, wer den Weg nicht gegangen ist. Sie sind tatsächlich ein "Zaun" (Chesterton), damit die Kinder nicht rüber klettern. Erwachsene lassen sich von Zäunen, Holzäpfeln und Ammenmäerchen nicht aufhalten. Die Mystiker sind der Beweis dafür und sie sind diejenigen, die tatsächlich Gott erfahren haben UND gleichzeitig mit den Dogmatikern aneinander geraten sind. Dogmatiker sind immer auch Kleingeister und Ängstliche. Wahrscheinlich ist Jesu Lehre ein Einweihungsweg für wenige, initiierte Mysten gewesen, denen er seinen Weg zur Schau des Göttlichen vermittelte, so dass sie eine Art von Selbst-Vergöttlichung erfuhren. Durch den Zufall der Geschichte ist es dann eine Lehre für die Massen geworden und von den meisten nie wirklich verstanden worden. Aber eine Religion ist gut, weil sie Menschen hilft bessere Menschen zu werden. Sie muss gar nicht jeden zur Erfahrung des Transzendenten führen.

"Er der Weg, die Wahrheit und das Leben." Wenn solche Sätze von Jesus von Nazareth wörtlich genommen werden, erzeugen sie nur Miskonzeptionen und Verirrungen. Man müsste den Satz im Original lesen, wahrscheinlich in Aramäisch, wie es zu Jesu Zeiten gesprochen wurde. Dann müsste jedes einzelne Wort aus seine geheimen und subtilen Bedeutungen im Kontext jüdischer Spiritualität vor 2000 Jahren analysiert werden. Nur dann - in Verbindung mit eigenen mystischen Erfahrungen - könnte man hoffen die ursprüngliche Bedeutung zu erahnen. Alles andere ist Afterglaube, um Kant zu zitieren.

Weg, wahrheit, Leben und Christus als Jungscher Archetyp des Selbst - vielleicht wäre das eine erste Annährung... Alles andere ist für die Buchstabengläubigen und Pharisäer.

Das Buch klingt spannend! Eine sehr gute Rezension, Hesse! Ach ja, vielleicht wäre Hermann Hesse auch ein Zugang. Wie dem auch sei, es zeigt sich, dass das Buch von Martin Lichtmesz so spannend ist wie die echte Person selbst. Ein wahrer Gottsuchender! Ein Christ, den selbst ein Heide respektieren kann.

Monika
25. Januar 2015 11:14

@Gerry und neocromagnon

Dogma und Erfahrung schließen sich nicht aus. Der englische Philosoph Alfred North Whitehead ( 1861-1947) begreift die Dogmen der Religion als Ansätze, die in der religiösen Erfahrung der Menschheit enthüllten Wahrheiten präzise zu formulieren. ( "Wie entsteht Religion")
Die Wahrheit der christlichen Religion ist so in die Postmoderne hinein zu formulieren.
Und die Erfahrung der Postmoderne verlangt nach einer tieferen Dogmatik als es die apodiktische Ablehnung eines Wertepluralismus durch wertkonservative Theologen postuliert.
"Credo", von Josef Ratzinger stößt m. E. nicht in diese Tiefen vor.

Es gehört zur Tiefe des religiösen Geistes, sich verlassen gefühlt zu haben, selbst von Gott.
Whitehead

Diese Tiefen sind noch nicht ausgelotet.
Das Buch von Martin Lichtmesz ist der gelungene Versuch einer Auslotung.

Gustav Grambauer
25. Januar 2015 16:28

Herr Lichtmesz, ich habe die Lektüre Ihres Buches noch vor mir, deshalb mag meine Einlassung unqualifiziert sein. Auch quäle ich Sie heute wieder ein wenig:

Schon aus der Logik der Apokalypse heraus kann der Weg zu Gott - auf individueller Ebene, auf kollektiver Ebene gilt anderes - niemals blockiert sein, die Blockaden erlegt man sich immer nur selbst auf.

Es gibt genügend Zugänge und es gibt genügend Mittel (beide ganz sicher nicht vermittelt über die Großkirchen), um diese Blockaden zu durchbrechen. Das wohltuende daran ist, daß sie zugleich direkt oder indirekt das Verständnis für das kollektive apokalyptische Szenario eröffnen KÖNNEN (!!!), und hier schließt sich der Kreis.

"KÖNNEN", denn ich räume ein, daß ich so manchen, der sich diesen Zugängen anvertraut hat, in der geschlossenen Psychiatrie besuchen mußte.

Ich predige Wasser und trinke Wein: die "Sektenbeauftragten" der Großkirchen haben aus meiner Sicht eigentlich eine sehr begrüßenswerte hygienische Funktion, aber wer sich - individuell - ernsthaft auf den Weg zu Gott macht, muß an denen schon vorbei.

(Wobei die meisten und exemplarisch Pfarrer Gandow allerdings von den roten Bischöfen als politische Abwehr-Offiziere eingesetzt sind, die meisten sog. "Sekten" sind nämlich auf irgendeine Art stramm reaktionär - und daß diese Feiglinge sich dann an die eminent destruktiven Sekten nicht herantrauen sondern sich an den kleinen, organisatorisch schwachen vergreifen und welche Methoden sie anwenden, ist eine andere Frage.)

Ich räume wiederum ein, daß mehr als 99 % der Angebote auf dem Occulta-Markt den verwirrten transzendentalen Sitzpinkler nur noch mehr in die Irre führen. Insofern ist keines der dortigen Angebote etwas für Leute mit schwachem Ich, genauso wie Frenchman es unter der ersten Rezension aus Sicht des Atheisten sagt.

Aber umso spannender, den tatsächlich gegebenen Zugang zu finden.

"Jesus war klein Dogmatiker".

"Gib mir einen festen Punkt ...".

Allein der Duktus "Ich aber sage euch" ist für den als Rattenplage (Strauß) grassierenden Kommunikations-Pöbel DER Stachel im Fleisch. Und wer diese Spannung nicht in vollen Zügen auskoste, dem fehlt einfach die dramaturgische Ader oder wie Sie sagen würden: das Herz.

- G. G.

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