Sezession
11. Februar 2015

Was wurde eigentlich aus… dem Fall Tuğçe Albayrak?

Martin Lichtmesz / 28 Kommentare

"Die Ermittlungen zum Tod von Tuğçe Albayrak ergeben nun ein überraschendes Bild des Tatablaufs", meldet der aktuelle Spiegel (7/2015). "Überraschend" allenfalls für jene, die im Dezember letzten Jahres ihr Hirn ausgeschalten und vor allem sich das kursierende Überwachungsvideo nicht genauer angesehen haben.

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

Die ursprüngliche Märtyrerlegende dürfte damit endgültig erledigt sein: demnach sei die 22jährige Tuğçe Albayrak heldenhaft eingeschritten, als eine Gruppe bosnischer Machos zwei junge Mädchen auf der Damentoilette eines McDonald's-Restaurants in Offenbach belästigten. Diese "Zivilcourage" habe sie teuer bezahlt: einer der Rädelsführer, Sanel M., habe ihr auf dem Parkplatz "aufgelauert" und sie gezielt aus Rache erschlagen.

Die Internetplattform change.org startete daraufhin eine Online-Petition, in der das postume Bundesverdienstkreuz für Tuğçe gefordert wurde (bis dato "299.835 Unterstützer/innen").  Dies geschah bevor der Tathergang auch nur annähernd geklärt war; meine These ist, daß der Rummel sich vor allem einem aufschlußreichen, kollektiv-seelischen Bedürfnis nach einer "Integrationsheiligen" verdankt.

Laut Spiegel ist also in Wahrheit folgendes passiert:

* Die beiden belästigten Mädchen, "Zeugin A" und "Zeugin B" hatten sich auf dem Fußboden der Toilette platziert, wo sie etwa eine Stunde herumsassen. Sanel und zwei Freunden, allesamt schon einigermaßen angeheitert, bemerkten sie, betraten die Toilette und begangen massiv zu baggern, bis es den Mädchen zu blöde wurde, und eine schrie "Geht raus!"

Zeugin A. zur Polizei: "Ja, das sei nervig gewesen, aber nein, die Jungs hätten ihnen nichts getan, sie nicht angefasst". Frage an Zeugin B.: Hattet ihr Angst?

"Ein bisschen", aber nicht so, dass sie gedacht hätten, sie kämen nicht mehr heil aus dem Raum, wenn ihnen keiner mehr helfe. Frage: Hat sie der Vorfall hinterher noch sehr beschäftigt? Nein, sie hätten das schnell vergessen. Nichts Großes also.

* Kurz danach kommt

Tuğçe mit zwei Freundinnen herein – sie hat oben an ihrem Tisch den Ruf „Geht raus“ gehört. Tuğçe, das erklärt eine ihrer Freundinnen später der Polizei, sei immer eine von denen gewesen, die sich vor die anderen gestellt, Verantwortung übernommen, sich nichts hätte gefallen lassen. Nach übereinstimmenden Aussagen mehrerer Zeugen herrscht Tuğçe die Jungen an, sie sollten sich „verpissen“, das hier sei das Mädchenklo, sie hätten hier nichts zu suchen.

* Die Jungs reagierten dementsprechend gereizt, mußten aber klein beigeben, weil Tugçe

Zeugin B. erzählt, dass die Jungen nun Tuğçe angeblafft hätten. Sie solle doch das Maul halten, von ihr lasse man sich gar nichts sagen. Aber zwei kräftig gebaute Afghanen, die zufällig vom Männerklo kommen, klären die Machtverhältnisse, zwingen die Jungen zum Rückzug. Zeugin B. sagt, Tuğçe habe sie dann noch gefragt, ob alles „o. k.“ sei. Ja, alles o. k. Dann seien auch Tuğçe und ihre Freundinnen wieder gegangen.

* In der nächsten Eskalationsstufe hätten sich Aussagen einer Freundin von Tuğçe die "Tuğçe-Gruppe und die Sanel-Clique" gegenseitig beleidigt.

* Kurz danach verlassen die Mädchen das Restaurant, bleiben aber noch eine Weile auf dem Parkplatz stehen. Einige Minuten später stehen die Jungs vor ihnen und beginnen weiter zu schimpfen. Die Mädchen schimpften zurück, "vor allem Tuğçe und zwei andere."

Die könnten halt auch nie so richtig "die Klappe bei so was halten". Auch Tuğçe hatte getrunken. Nicht viel, im Blut 75 Milligramm Alkohol pro Deziliter, per Faustformel könnte das einen Wert von 0,6 Promille ergeben, durchaus etwas weniger, etwas mehr. Aber vielleicht genug, um nicht jeden Satz abzuwägen. Dass ein Wort das andere ergab, nichts davon jugendfrei, bestätigt eine zweite Frau aus dem Tuğçe-Kreis.

* Nun kommt die entscheidende Szene, die man auch im Überwachungsvideo gut erkennen kann: Sanel M. hatte sich bereits vom Schauplatz entfernt und war auf dem Weg zum Auto eines Freundes, um wegzufahren. Da habe ihm Tuğçe hinterhergerufen: "Halt die Klappe, kleiner Hurensohn!" Daraufhin ist Sanel umgekehrt und wutentbrannt auf die Gruppe zugestürzt. Nun kam es zu dem Gerangel, an dem Tuğçe mitbeteiligt war.


Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

Kommentare (28)

Der Gutmensch
11. Februar 2015 21:21

(...) dem rechtsmedizinischen Gutachten nach erfolgte der tödliche Schädelbruch nicht an der Seite des Kopfes, wo sie der Schlag Sanels getroffen hatte. Vermutlich hat sich beim Sturz der dreieckige Anhänger, den Tuğçe am linken Ohr trug, in eine empfindliche Stelle ihrer Schädeldecke gebohrt.

Ich will ja nicht nörgeln, aber woher will der Spiegel denn wissen, ob der Schädelbruch tödlich war? Die Geschichte mit dem Ohrring soll inzwischen auch wieder vom Tisch sein. Womöglich war das rechtsmedizinische Gutachten schlicht inkonklusiv. Wenn sich wenigstens darauf verlassen könnte, dass die Presse lügt ...

M.L.: Das ist das aktuelle Gutachten der Gerichtsmediziner, und daher "weiß" der Spiegel das.

Stephan
11. Februar 2015 22:09

Aufschlussreich. Dass der SPIEGEL überhaupt kein Interesse an der Wahrheit hat und in erster Linie die dumme, "autochthone, hauptsächlich weiße, bürgerliche Leserschaft" umerziehen möchte, hat Jakob Augstein Ende letzten Jahres bereits ganz unumwunden zugegeben:

Augstein: "Für wen schreibe ich das und von welchem Standpunkt aus.[sic] 'Check your privilege', sagt man im Amerikanischen. Ich schreibe natürlich für eine autochthone, hauptsächlich weiße, bürgerliche Leserschaft, die sich darüber Gedanken machen muss [!], wie sie die offene Gesellschaft am Leben erhält. Und das eigene Ressentiment, die Vorurteile gegen Ausländer, gegen andere Religionen sind ein alter Feind der offenen Gesellschaft.

Sie kennen andere Feinde - weil Ihr Hintergrund ein anderer ist, Ihr Blickfeld ist anders.

Das bedeutet, Sie sehen mich gegen die Gegner vorgehen, die ich kenne und beklage, und dass ich denen, die Sie kennen, dabei den Rücken zukehre.

So ist das aber, wenn man in einem Gefecht ist, wo die Feinde von zwei Seiten kommen können - wenn ich das mal so militärisch sagen darf."

Hintergrund dieser Stellungnahme Augsteins ist, dass Augstein die Bedeutung von "Schariapolizeien" in Deutschland heruntergespielt hat und ihm darauf eine Muslimin, die von den selbsternannten Polizisten angegangen worden war, widersprochen hatte. Augsteins Antwort ist eindeutig: ich weiß, dass es schlimmer ist, als ich es darstelle, aber mein "Gefecht" ist ein anderes, mein Ziel ist gesetzt. Also lüge ich.

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/der_unterschied_zwischen_ehrlichkeit_und_ehrbarkeit
bzw.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/salafisten-journalistin-sounia-siahi-reagiert-auf-augstein-kolumne-a-991888.html

t.
11. Februar 2015 22:44

Das Bedürfnis nach schwülstigen Klischees besteht nur bei den Verfassern entsprechender Artikel und bei Politikern, nicht bei der großen Mehrheit der Leser. Deswegen gehen ja auch die Auflagen zurück.

JensN
11. Februar 2015 23:04

Es werden generell nur die Verbrechen thematisiert, die politisch nutzbar gemacht werden können. Sobald, wie im Fall Tugce, die Ermittlungen nicht die gewünschten Ergebnisse liefern, ist es ein ganz gewöhnlicher Mord- bzw. Körperverletzung mit Todesfolge, dem keine weitere Beachtung geschenkt wird. Hier gibt es ganz klar Morde 1. und 2. Klasse, nicht weil etwa die Trauer um tote Ausländer grösser wäre als bei toten Deutschen, sondern weil tote Ausländer ein probates Mittel sind, um ein neues multikulturelles Heiligenbild in der Öffentlichkeit zu installieren und weiterhin die antideutsche Agenda moralisch zu legitmieren. Tugce war ja in den letzten Jahren nicht der einzige Fall. Ich erinnere an den Fall "Sebnitz" im Jahr 2000 wo ein ganzes Dorf von den medialen Inquisitoren zum Abschuss freigegeben wurde, ohne die Ermittlungen abzuwarten. Als herauskam, das der ausländische Junge durch einen Herzinfarkt mit anschliessendem Ertrinken starb, verschwand der Fall ruckzuck aus den Nachrichten.

W. Earp
12. Februar 2015 00:17

oder der Fall Dresden: ein Zuwanderer wird tot aufgefunden. Sofort macht die Presse Pegida verantwortlich oder "rechte Kräfte" die angeblich Hakenkreuze an die Türen und in Hausgänge der Wohnungen der Zuwanderer zuvor geschrieben hatten. Großes Geschrei in den Zeitungen, ein Gender Bundestagsabgeordneter zeigt gleich am selben Tag die Polizei an wegen Ermittlungen in die falsche Richtung, die Antifa macht einige Tage drauf große Demo für das Opfer und gegen "Rechts". Die Freunde des getöteten Zuwanderers marschieren in vorderster Reihe und schreien rum "wir haben Angst vor Pegida" wir haben Angst vor den Mördern. 3 Tage später stellt sich raus, der Zimmerkollege und Landsmann hat ihn erschlagen und erstochen im Zimmer und auf den Hof geworfen, vermutlich haben ihm dabei die anderen Zuwanderer geholfen. Und gerade der Mörder hatte die größte Klappe und die größte "Angst vor Pegida" Wundert sich da noch jemand wenn man diese Wirtschaftsflüchtlinge, Lügner und Abzocker ablehnt?

W. Earp
12. Februar 2015 00:18

ach so, noch dazu die Hakenkreuze hatte die linke Antifa an die Wände geschrieben als "Kampf gegen Rechts"

Urwinkel
12. Februar 2015 01:06

Wenn ich das richtig kapiere, hätte man Zeugin A. und Zeugin B. (beide wohl minderjährig) rechtzeitig heimschicken sollen. Der Fehler liegt also beim Imbiss-Betreiber. Das ist nichts ungewöhnliches. Im Nachtleben herrscht falsche Vogelfreiheit. Wo kein Kläger, dort kein Richter. Es ist leider so.

Heinz
12. Februar 2015 04:00

@Urwinkel: Deine Schlussfolgerung greift zu kurz. Die Ursache für die Tat liegt darin, dass sich Menschen, die einander ohne moderne technische Hilfsmittel und eine menschenfeindliche politische Doktrin wohl niemals begegnet wären, da sie aus verschiedenen Ländern stammen, in unserer "weltoffenen Gesellschaft" leider eben doch über den Weg liefen und dazu noch durch kulturelle Desorientierung und Verlotterung der Sitten (Mädchen viel zu spät noch unterwegs, alkoholisierte Türkin etc.) sich in jener Gemengelage wiederfanden, die dann eben eskaliert ist.

Schuld ist also nicht der Imbiss-Betreiber, sondern die antideutsche politische Agenda.

peter789
12. Februar 2015 07:50

Hat in DDR-Zeiten die Presse die Wahrheit geschrieben/noch schreiben können? Eben.
Nun sind wir wieder so weit, dass eine Ideologie (Multikulti) herrscht, deren Folgen vertuscht werden müssen.

Stefan
12. Februar 2015 08:44

@Urwinkel

Ich habe noch einmal nachgedacht und eine nicht wirklich überraschende Grund- oder Letztursache der gesamten Tat erkannt: diese Ursache heißt "Islam". Begründung:

Die Zeuginnen A und B waren gemeinsam " auf der Piste", für uns Authochthone nichts Besonderes. Jedoch kommen die beiden Mädchen aus muslimischen Elternhäusern, was heißt, sie verstießen mit ihrem Verhalten gegen den Kodex für ehrenhafte Musliminnen. Sie hatten nach Ansicht ihrer Eltern nachts da draußen nichts zu suchen. Deshalb konnten sie auch nicht um zwei oder drei, als ihre Feierlaune befriedigt war, nach Hause gehen, sie wären ja sonst aufgeflogen. Nein, sie mußten sich stundenlang (!) auf McDonalds-Toiletten aufhalten, um den Morgen zu erreichen. Und das machte sie zu Schutzbedürftigen bzw. zu Stolpersteinen für junge Männer, denen als junge Muslime solche Frauen ja sehr schnell ins Auge stechen.

Wären die beiden daheim im Bett gewesen, hätte es keinen Anlaß für irgendwas gegeben. Traurig, daß junge Muslime derartig zum Heucheln gezwungen sind, aber dies ist ja dieser Religion sowieso immanent.

M.L.: Langsam wird's albern...

Alexander
12. Februar 2015 09:13

Stefan:
Das meinen Sie doch wohl nicht ernst!?
Falls doch: Warum sollten die Mädchen zuhause denn weniger Gewitter erwarten, wenn sie die ganze Nacht wegbleiben, als wenn sie nachts um 3 Uhr heimkommen?

Kositza: Ich halte das für nebensächlich, will Ihnen das Detail aber doch erklären: Mädchen A sagt zu Hause, es werde bei Mädchen B übernachten- und umgekehrt. Und am nächsten Morgen tauchen dann beide im je eigenen Elternhaus auf und sagen, boah, wir haben voll schlecht geschlafen, und legen sich "nochmal" hin. Ziemlich gängig unter Heranwachsenden.

Thuiskon
12. Februar 2015 09:58

Warum ein Bedürfnis nach diesen schwülstigen Klischees besteht? Weil wir Deutschen fertighaben, deshalb. Die meisten unserer Landsleute haben inzwischen, ob bewußt oder unbewußt, freudig oder traurig, eingesehen, daß das ethnisch definierte deutsche Volk tot ist und in spätestens einhundert Jahren eine Minderheit im eigenen Land sein wird. Daran lassen die Politik, die nackten Zahlen und Migrantenverbände keinen Zweifel.

Das deutsche Volk ist passé. Nun ist man in der Bunten Republik zwanghaft darum bemüht, eine neue, postdeutsche, bunte, bundesrepublikanische Nation zu schaffen, denn ganz ohne geht's nicht, wie man erkennt. Man braucht die Nation für das Zusammenleben. Nur deutsch wird sie eben nicht mehr sein, diese postgermanische Nation. Eine Nation braucht Narrative, derer sie sich bedient. Für die Bunte Republik sind das Fußballwelt- und -europameisterschaften, das Wirtschaftswunder, an dem -- natürlich -- die "Gastarbeiter" das Hauptverdienst zu tragen haben, und die Wiedervereinigung.

Und eine Nation braucht Helden, Verzeihung: Heldx. Tuğçe -- wehe, Sie schrieben den Namen Tugce, dann husteten Ihnen die Migrantx was -- wäre die Idealheldin. Jung, hübsch, Frau und "Neudeutsche". Ein "Beweis" dafür, wie toll Einwanderung ist. Die Bunte Republik braucht solche Heldx. Am Fall Tuğçe Albayrak haben wir gesehen, wie verbissen sie darum kämpft.

Autochthoner Restbestand
12. Februar 2015 10:14

Was mir an dieser Geschichte auffällt: Es kommen keine Deutschen vor. Wo spielte diese Szene? In Deutschland?
Ich lese nur Bosnier, Afghanen, Kurden/Türken.

Was habt ihr aus meinem Land gemacht?

Herr Neumann
12. Februar 2015 10:57

"Was habt ihr aus meinem Land gemacht?"
Genauso ist es. Mir sagt das im Übrigen auch, dass ich als "Biodeutscher" in solchen "Restaurants" nichts zu suchen haben. Das bestätigt leider nur den Eindruck, den ich beim Vorbeifahren solcher und ähnlicher Lokale habe.
Ich bin hier eben nur noch "Geduldet"...

Urwinkel
12. Februar 2015 11:10

"Was mir an dieser Geschichte auffällt: Es kommen keine Deutschen vor."

Vielleicht nicht in diesem Fall. Aber hierzu passend etwas anderes: ich komme aus der Nachtclubszenerie. Ahnen Sie vielleicht, mit welch Lolitas wir uns rumärgern mussten? Das waren autochtone Aussreißermädchen. Um die 15 Jahre alt. Sprach man sie auf ihr Zushause an, bagannen sie wie ein 50jähriger, strammer Alkoholiker zu zittern an. Sie bekamen es mit der Angst. Angst vor dem Vater, dem Onkel, sogar vor der eigenen Mutter. "Nein", war die konkrete Ansage, ich gehe nicht mehr zurück. Wir mussten zweimal die örtliche Jugendhilfe rufen um sie zu beschützen. Der krassteste Fall war tatsäschlich ein Onkel, der sich um seine Nichte betrogen sah, und früh um fünf einen Riesenterror veranstaltet hat. Wir waren keine Menschenretter sondern Partyveranstalter. Wir bewegten uns damit auf sehr brüchigen Eis. Die nachhaltigen Eindrücke kann ich kaum loswerden.

Hans
12. Februar 2015 11:29

Zitat: "Was habt ihr aus meinem Land gemacht?"

Habt ihr etwa nicht jahrelang selbst cdu/fdp/grüne/linke/afd gewählt? Ja die Afd ist auch Systempartei. Lucke war 40 Jahre in der CDU. Glaubt ihr jetzt er hat ein Herz für sein Volk entdeckt? Kurz der nach der letzen (laut Bundesverfassungsgericht illegalen) Bundestagswahl, hat er sich doch klar dazu bekannt dass De ein Einwanderungsland und im EU-(Schein)Parlament hat er mit den Etablierten FÜR Sanktionen gegen Russland gestimmt. Wacht auf und wehrt euch. Es ist Viertel nach 12.

Strogoff
12. Februar 2015 11:49

Hans

Aus einem Interview mit Bernd Höcke:
Nun haben vier unserer Europaabgeordneten in Straßburg für die Androhung von Sanktionenen gestimmt, falls Russland eine Eskalation durch eine direkte Intervention betreiben würde. Das haben Teile der AfD-Mitgliedschaft allerdings leider als Zustimmung zu Sanktionen aufgefasst.
Compact 2/2015

Heinrich Brück
12. Februar 2015 13:33

"Ein Volk, das seine Geschichte nicht ehrt, hat keine Zukunft!" (Goethe)
Einwanderungsland = Mord, Totschlag und Vergewaltigung.
Staat und Kirchen stehen auf der Versagerseite.
Das Geschichtsbild in diesem Land ist falsch, die daraus resultierenden
Zustände vergleichbar mit Sodom und Gomorra; und das Menschenbild
dieser ideologischen Geschichtsschreibung durfte sich an diesem Tatort
austoben, nur war in diesem speziellen Fall die Indianerin ein
Einwanderungsmitglied.
Der Versuch, mit dieser Toten die Lüge als Wahrheit durchzusetzen, ist
lediglich ein weiterer Widerspruch der Ideologie der Versagerseite im
schon längst gescheiterten großstädtischen Sündenpfuhl. Und warum
werden Asylantenheime nicht in bessere Wohngegenden gebaut, die
könnten ja zeigen wie es geht, anstatt sich über das niedere Volk
zu beschweren? Es wird höchste Zeit andere Häuptlinge zu wählen.

Langer
12. Februar 2015 14:24

Lichtmesz! Sie triumphieren hier ueber das Selbstverstaendliche.

Aber Ihre Radioauftritte sind gut. :)

Simon
12. Februar 2015 15:54

"Aufschlussreich. Dass der SPIEGEL überhaupt kein Interesse an der Wahrheit hat."

"Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen."
(Friedrich Nietzsche)

Arkanthus
12. Februar 2015 18:01

Wieso ergründen, man weiß es doch längst: Die Integration vornehmlich muslimischer Immigranten ist gescheitert und die gegenseitige Entfremdung wird von Generation zu Generation nicht kleiner, sondern größer wie der Scheinriese bei Michael Ende (Broder). Den "Herkunfstdeutschen" soll Sand in die Augen gestreut werden, bzw. Tränen. Den "Neudeutschen" (aka Moslems) wiederum wird Appeasement entgegengebracht. Schließlich können die, wenn es so weit ist, ja auch mal andere Saiten aufziehen. So gesehen sind solche Heldenstories und dieses eunuchenhafte Gekrieche wohl zukunftsorientierte Weitsicht.

Siehe auch:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/einwanderer-nachkommen-neue-deutsche-kritisieren-umgang-mit-pegida-a-1017484.html

Thuiskon
12. Februar 2015 19:04

Der SPON-Artikel, Arkanthus, ist mehr als erhellend. Auffallend ist dabei immer das Doppeldenk in Reinform, das von den "Plus-" und Gutdeutschen benutzt wird. Einerseits beklagen sie nämlich die ethnische Definition des Deutschtums, das sie ausschließt. Andererseits tun sie aber genau das gleiche. Während wir begrifflich zwischen (echten) Deutschen und Ausländern unterscheiden, sprechen sie von "Herkunfts-", "Ethno-" oder "Biodeutschen" auf der einen und "Neu-" oder "Plusdeutschen" auf der anderen Seite. Auch für sie ist ein Einwandererkind der dritten Generation eben kein "normaler Deutscher", sondern ein "Plusdeutscher", ein besonderer Deutscher, der sich von den langweiligen, aussterbenden "Biodeutschen" unterscheidet.

Und so werden wir langsam zu "Eingeborenen" und dasselbe Schicksal wie die amerikanischen Indianer erleiden. Aber beschweren brauchen wir uns nicht. Unser Schicksal ist durch Nichtstun selbstverschuldet.

Arkanthus
12. Februar 2015 23:04

Naja, den Indianervergleich fand ich immer ziemlich blöd. Da sind halbnomadische Stämme von in so ziemlich jeder Hinsicht überlegenen Invasoren verdrängt worden. Das kann man von unseren orientalischen Freunden wirklich nicht behaupten, das ist die pure Masse und bestimmte Atavismen, die ein - archaisches - Durchsetzungsvermögen befördern.

Heute trifft wohl eher Barbarei auf Dekadenz. Interessant und gruselig, daß das irgendwie immer die Spätform von Zivilisationen war. An Houellebeqcs Vision eines funktionalen islamischen Europa glaube ich nicht. Viel eher kommt der Verfall.

Andreas Walter
13. Februar 2015 00:29

Einspruch! Es ist eine Mischung mehrerer Faktoren, und darum nur bedingt selbstverschuldet. Zum Einen hat es tatsächlich mit der allgemeinen Tendenz im Wohlstand weniger Kindern haben zu wollen, zu können und zu müssen zu tun, und zum Anderen mit einem zusätzlichen Effekt der sich sekundär aus der Entnazifizierung und Re-edukation speziell der Deutschen und Österreicher nach dem Zweiten Weltkrieg ergeben hat (Überschiessen nach "Links" und zu "linken" Werten, Dämonisierung der eigenen Identität, Nationalität, Ethnie, usw.). Hinzu kommt noch eine Art weltweite Agenda, gefördert zum Beispiel durch Institutionen wie die Vereinten Nationen (UN), die allgemein auf ein Bremsen des Wachstums der Weltbevölkerung setzen.

Allerdings ist es auch eine Frage des Gesellschaftsmodels, nach dem man leben möchte, denn weniger Einwohner bei gleicher Fläche bedeutet mehr nationale Autarkie (über mehr Fläche für Bioenergie bei gleichzeitig geringerem Gesamtenergieverbrauch), aber eben dadurch auch weniger Steuerzahler (schlecht für die Regierung) und weniger Konsumenten und Konsum (schlecht für die Wirtschaft und die Geldverleiher, aber gut für die Umwelt).

Wobei langfristige, bilaterale Abkommen zwecks gleichberechtigtem, gegenseitigem Wirtschaftsaustausch mit zuverlässigen Partnern dadurch nicht ausgeschlossen sein müssen. Strom aus Wasserkraft aus Norwegen, Holz aus Russland und Schweden, Sonnenstrom aus dem Süden im Austausch gegen ebenso essentielle Waren und Güter aus Deutschland können bei verantwortungsvollen Umgang miteinander durchaus den Gedanken an eine 100% Autarkie bis zu einem gewissen Grad aufweichen, solange dadurch eben Erpressbarkeit und krumme Touren ausgeschlossen sind und bleiben.

Dies ist ja auch der eigentliche Grund für die vom Grundgedanken her richtige Erwägung eines direkt vom Volk finanzierten Rundfunk- und Nachrichtenwesens. Um ein von Parteien und von der Politik aber auch von Geldgebern und zeitlichen Moden unabhängiges Medium der neutralen Information zu schaffen, welches jedoch von Anfang an auch in Deutschland eine Illusion war.

Medien, die auf Quoten, Verkaufszahlen und Werbeeinnahmen angewiesen sind können nun mal nicht neutral berichten in einem System des Wettbewerbs, im Kapitalismus. Es ist aber auch schon so schwer neutral zu sein, als Mensch, auch ohne äußerlichen Druck, einfach nur durch die uns allen Menschen innewohnende Subjektivität gepaart mit dem auch ganz natürlichen Wunsch nach Einflussnahme, Machtausübung und Gestaltung. Man möchte eben auch gefallen, nicht nur dem anderen Geschlecht, sondern auch ein gemochtes, anerkanntes und beliebtes Mitglied der Gesellschaft oder zumindest einer Gruppe sein. Ein ewiges Ringen.

Kutte
13. Februar 2015 02:02

Und da wundert sich die Lügenpresse, dass ihre Verkaufszahlen drastisch zurück gehen.

Der Gutmensch
13. Februar 2015 08:34

Ach, lieber Herr M.L., die StA liest dann wohl ein anderes Gutachten? Um die volle Wahrheit zu sagen: Ein plausibleres; oder zumindest lassen die entsprechenden Einlassungen erkennen, dass man dort über theoretische Kenntnisse verfügt, welche Aussagen man von einem solchen Gutachten erwarten kann. Ich kenne diesen Spiegel-Artikel nicht. Aber wenn darin tatsächlich wahrheitsgemäß behauptet wird, der Rechtsmediziner habe geschrieben, dass "der Schädelbruch tödlich" gewesen ist, dann haben wir es hier mit einem besonderen rechtsmedizinischen Gutachten zu tun. - Wir werden es wohl nicht erfahren, denn es wird vermutlich den "deal im Strafverfahren" geben.

M.L.: Ich habe keine Ahnung, ich gebe nur wieder, was im Spiegel steht.

Simon
13. Februar 2015 09:38

"Medien, die auf Quoten, Verkaufszahlen und Werbeeinnahmen angewiesen sind können nun mal nicht neutral berichten in einem System des Wettbewerbs, im Kapitalismus."

Was ist denn bitte schön "neutrale" Berichterstattung. Jede Auswahl von Berichten beruht bereits auf einer Werteentscheidung, über das, was wichtig und was unwichtig ist. Neutrale Berichterstattung gibt es nicht. Es ist auch Unsinn vom Spiegel oder Stern neutrale Berichterstattung zu fordern. Ich verlange ja auch von der JF oder Sezession keine "neutrale" Berichterstattung.

"Objektivität", soweit es so etwas gibt, kommt nicht dadurch zu stande, dass es eine Vielzahl von Medien gibt, die von unterschiedlichen Standpunkten her berichten.

Zum Beispiel wäre es völlig in Ordnung einen Nachrichtensender zu haben, der für Linke, Grüne und Sozialisten berichtet und einen anderen, der auf ein konservatives Publikum ausgerichtet ist. Dann habe ich zwei Berichte über ein und dasselbe Ereignis von völlig unterschiedlicher politischer Perspektive und kann dann entscheiden, welche Berichterstattung ich glaubhafter finde.

Beim "direkt vom Volk" finanzierten Rundfunkt stellt sich immer die Frage, wer repräsentiert denn das Volk? Das werden wohl immer politisch gewählte Vertreter sein und das sind bei uns eben die Parteien.
Und das Ergebnis ist eben Partei-Fernsehen.

Martin Lichtmesz
13. Februar 2015 11:13

Karawane zieht weiter, Dank an alle.

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