Was wurde eigentlich aus… dem Fall Tuğçe Albayrak?

"Die Ermittlungen zum Tod von Tuğçe Albayrak ergeben nun ein überraschendes Bild des Tatablaufs", meldet der aktuelle Spiegel (7/2015). "Überraschend" allenfalls für jene, die im Dezember letzten Jahres ihr Hirn ausgeschalten und vor allem sich das kursierende Überwachungsvideo nicht genauer angesehen haben.

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

Die ursprüng­li­che Mär­ty­rer­le­gen­de dürf­te damit end­gül­tig erle­digt sein: dem­nach sei die 22jährige Tuğ­çe Albay­rak hel­den­haft ein­ge­schrit­ten, als eine Grup­pe bos­ni­scher Machos zwei jun­ge Mäd­chen auf der Damen­toi­let­te eines McDonald’s‑Restaurants in Offen­bach beläs­tig­ten. Die­se “Zivil­cou­ra­ge” habe sie teu­er bezahlt: einer der Rädels­füh­rer, Sanel M., habe ihr auf dem Park­platz “auf­ge­lau­ert” und sie gezielt aus Rache erschlagen.

Die Inter­net­platt­form change.org star­te­te dar­auf­hin eine Online-Peti­ti­on, in der das pos­tu­me Bun­des­ver­dienst­kreuz für Tuğ­çe gefor­dert wur­de (bis dato “299.835 Unterstützer/innen”).  Dies geschah bevor der Tat­her­gang auch nur annä­hernd geklärt war; mei­ne The­se ist, daß der Rum­mel sich vor allem einem auf­schluß­rei­chen, kol­lek­tiv-see­li­schen Bedürf­nis nach einer “Inte­gra­ti­ons­hei­li­gen” verdankt.

Laut Spie­gel ist also in Wahr­heit fol­gen­des passiert:

* Die bei­den beläs­tig­ten Mäd­chen, “Zeu­gin A” und “Zeu­gin B” hat­ten sich auf dem Fuß­bo­den der Toi­let­te plat­ziert, wo sie etwa eine Stun­de her­um­s­as­sen. Sanel und zwei Freun­den, alle­samt schon eini­ger­ma­ßen ange­hei­tert, bemerk­ten sie, betra­ten die Toi­let­te und began­gen mas­siv zu bag­gern, bis es den Mäd­chen zu blö­de wur­de, und eine schrie “Geht raus!”

Zeu­gin A. zur Poli­zei: “Ja, das sei ner­vig gewe­sen, aber nein, die Jungs hät­ten ihnen nichts getan, sie nicht ange­fasst”. Fra­ge an Zeu­gin B.: Hat­tet ihr Angst?

“Ein biss­chen”, aber nicht so, dass sie gedacht hät­ten, sie kämen nicht mehr heil aus dem Raum, wenn ihnen kei­ner mehr hel­fe. Fra­ge: Hat sie der Vor­fall hin­ter­her noch sehr beschäf­tigt? Nein, sie hät­ten das schnell ver­ges­sen. Nichts Gro­ßes also.

* Kurz danach kommt

Tuğ­çe mit zwei Freun­din­nen her­ein – sie hat oben an ihrem Tisch den Ruf „Geht raus“ gehört. Tuğ­çe, das erklärt eine ihrer Freun­din­nen spä­ter der Poli­zei, sei immer eine von denen gewe­sen, die sich vor die ande­ren gestellt, Ver­ant­wor­tung über­nom­men, sich nichts hät­te gefal­len las­sen. Nach über­ein­stim­men­den Aus­sa­gen meh­re­rer Zeu­gen herrscht Tuğ­çe die Jun­gen an, sie soll­ten sich „ver­pis­sen“, das hier sei das Mäd­chen­klo, sie hät­ten hier nichts zu suchen.

* Die Jungs reagier­ten dem­entspre­chend gereizt, muß­ten aber klein bei­geben, weil Tugçe

Zeu­gin B. erzählt, dass die Jun­gen nun Tuğ­çe ange­blafft hät­ten. Sie sol­le doch das Maul hal­ten, von ihr las­se man sich gar nichts sagen. Aber zwei kräf­tig gebau­te Afgha­nen, die zufäl­lig vom Män­ner­klo kom­men, klä­ren die Macht­ver­hält­nis­se, zwin­gen die Jun­gen zum Rück­zug. Zeu­gin B. sagt, Tuğ­çe habe sie dann noch gefragt, ob alles „o. k.“ sei. Ja, alles o. k. Dann sei­en auch Tuğ­çe und ihre Freun­din­nen wie­der gegangen.

* In der nächs­ten Eska­la­ti­ons­stu­fe hät­ten sich Aus­sa­gen einer Freun­din von Tuğ­çe die “Tuğ­çe-Grup­pe und die Sanel-Cli­que” gegen­sei­tig beleidigt.

* Kurz danach ver­las­sen die Mäd­chen das Restau­rant, blei­ben aber noch eine Wei­le auf dem Park­platz ste­hen. Eini­ge Minu­ten spä­ter ste­hen die Jungs vor ihnen und begin­nen wei­ter zu schimp­fen. Die Mäd­chen schimpf­ten zurück, “vor allem Tuğ­çe und zwei andere.”

Die könn­ten halt auch nie so rich­tig “die Klap­pe bei so was hal­ten”. Auch Tuğ­çe hat­te getrun­ken. Nicht viel, im Blut 75 Mil­li­gramm Alko­hol pro Dezi­li­ter, per Faust­for­mel könn­te das einen Wert von 0,6 Pro­mil­le erge­ben, durch­aus etwas weni­ger, etwas mehr. Aber viel­leicht genug, um nicht jeden Satz abzu­wä­gen. Dass ein Wort das ande­re ergab, nichts davon jugend­frei, bestä­tigt eine zwei­te Frau aus dem Tuğçe-Kreis.

* Nun kommt die ent­schei­den­de Sze­ne, die man auch im Über­wa­chungs­vi­deo gut erken­nen kann: Sanel M. hat­te sich bereits vom Schau­platz ent­fernt und war auf dem Weg zum Auto eines Freun­des, um weg­zu­fah­ren. Da habe ihm Tuğ­çe hin­ter­her­ge­ru­fen: “Halt die Klap­pe, klei­ner Huren­sohn!” Dar­auf­hin ist Sanel umge­kehrt und wut­ent­brannt auf die Grup­pe zuge­stürzt. Nun kam es zu dem Geran­gel, an dem Tuğ­çe mit­be­tei­ligt war.

* Was der Spie­gel nicht erwähnt, kann man mei­nes Erach­tens in dem Video ziem­lich ein­deu­tig erken­nen: nach dem Geran­gel kämpft Sanel mit einem sei­ner Freun­de, der ihn bereits vor­her zu brem­sen ver­such­te und der ihn offen­bar zur Rai­son brin­gen will. Tuğ­çe ist zu die­sem Zeit­punkt nicht mehr in der Grup­pe, ja sie ver­läßt gezielt die Deckung hin­ter einem Auto, drängt sich an einer dane­ben­ste­hen­den Per­son vor­bei und fährt aktiv zwi­schen die bei­den strei­ten­den jun­gen Män­ner. Da erwischt sie der töd­li­che Schlag.

* Was bis dahin pas­siert ist, ist für die Ver­hält­nis­se die­ses Stadt­teils von Offen­bach kei­nes­wegs unge­wöhn­lich. Ein Freund, der aus der Gegend stammt, erzähl­te mir, daß er sich nur zwei Wochen nach dem Tod Tuğ­çes in dem­sel­ben McDonald’s‑Restaurant auf­hielt, und erle­ben muß­te, wie ein ein­zi­ger, mit einem Mes­ser bewaff­ne­ter jun­ger Aus­län­der die Beleg­schaft und die Kun­den ter­ro­ri­sier­te, fünf­zehn bis zwan­zig Minu­ten lang, bis die Poli­zei kam. Bis dahin habe sich die Sze­ne wie eine Gei­sel­nah­me angefühlt.

Tuğ­çe hat­te tra­gi­sches Pech: dem rechts­me­di­zi­ni­schen Gut­ach­ten nach erfolg­te der töd­li­che Schä­del­bruch nicht an der Sei­te des Kop­fes, wo sie der Schlag Sanels getrof­fen hat­te. Ver­mut­lich hat sich beim Sturz der drei­ecki­ge Anhän­ger, den Tuğ­çe am lin­ken Ohr trug, in eine emp­find­li­che Stel­le ihrer Schä­del­de­cke gebohrt.

Kei­ne Hel­den­ge­schich­te also, son­dern ein Streit zwi­schen betrun­ke­nen Jugend­li­chen “mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund”, in dem bei­de Sei­ten die Eska­la­ti­on nach Kräf­ten beför­dert haben.

Ange­sichts die­ser Fak­ten­la­ge kommt auch beim Spie­gel das gro­ße Erwachen:

Ein Gerichts­pro­zess ist aller­dings kei­nem Ide­al­bild ver­pflich­tet, nur der Wahr­heit. Er muss nicht den Wunsch der Öffent­lich­keit bedie­nen, die Chan­cen und Pro­ble­me des Ein­wan­de­rungs­lan­des Deutsch­land auf zwei ide­al­ty­pi­sche Figu­ren her­un­ter­zu­bre­chen, Gut gegen Böse. Er muss auf­klä­ren, was wirk­lich pas­siert ist. Und die Wirk­lich­keit ist dann doch nur sel­ten so ein­fach wie die Wunsch­vor­stel­lung davon. Das zei­gen nun auch die Ermitt­lungs­ak­ten des Falls.

Der scharf­sin­ni­ge Blog­ger Had­mut Danisch, dem wohl das Ver­dienst zukommt, das via BILD-Zei­tung ver­brei­te­te Video als ers­ter wirk­lich kri­tisch gesich­tet zu haben, sieht dar­in gera­de­zu so etwas wie ein Ein­ge­ständ­nis sei­tens der “Lügen­pres­se”:

Stopp!

Zurück­spu­len und den Absatz noch­mal lesen. Ganz langsam.

Was steht da?

Gerichts­pro­zess Pres­se
Wahr­heit Ide­al­bild
Auf­klä­ren, was wirk­lich pas­siert ist Wunsch der Öffent­lich­keit bedienen
Wirk­lich­keit Wunsch­vor­stel­lun­gen

Heißt: Die Pres­se habe gar nicht mehr die Auf­ga­be, irgend­was mit Wahr­heit zu schrei­ben oder zu recher­chie­ren. Es heißt, die Pres­se lügt, darf lügen, muss lügen, weil sie sich – im Gegen­satz zu einem Gericht – nicht um Wahr­heit oder Auf­klä­rung sche­ren müs­se, son­dern dar­um, was der Leser eben lesen, hören will.

Oder um es deut­li­cher zu sagen: Was der Leser kau­fen will.

(Vie­le) Jour­na­lis­ten sind heu­te offen­bar der Mei­nung, dass es (heu­te) Eigen­schaft, Recht und Auf­ga­be der Pres­se sei, ein­fach das zu schrei­ben, was sich ver­kauft, und das mög­lichst als ers­ter um am meis­ten zu ver­kau­fen. Das Volk mit den Mär­chen zu belie­fern, an denen es inter­es­siert ist.

Die sin­ken­den Umsät­ze las­sen jeg­li­che Serio­si­tät, jeg­li­che Pres­se­pflich­ten in Ver­ges­sen­heit gera­ten, es geht nur noch dar­um, was sich noch ver­kau­fen lässt. Erin­nert an die Regen­bo­gen­pres­se, die auch wild drauf­los­lügt, aber gera­de damit die größ­ten Umsät­ze macht.

Einer ver­lo­ge­nen Pres­se, die sich qua­si pro­sti­tu­iert und auf dem Stra­ßen­strich, par­don, am Zei­tungs­ki­osk alles anbie­tet, was nach­ge­fragt wird, steht ein Volk gegen­über, das nicht mehr an Wahr­heit und Auf­klä­rung inter­es­siert ist, son­dern nur noch erwar­tet, dass schwüls­ti­ge Kli­schees bedient werden.

Wie gesagt: Es wäre wich­tig, zu ergrün­den, war­um ein sol­ches Bedürf­nis nach die­sen “schwüls­ti­gen Kli­schees”, und zwar gera­de die­sen, besteht.

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

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Kommentare (28)

Der Gutmensch

11. Februar 2015 21:21

(...) dem rechtsmedizinischen Gutachten nach erfolgte der tödliche Schädelbruch nicht an der Seite des Kopfes, wo sie der Schlag Sanels getroffen hatte. Vermutlich hat sich beim Sturz der dreieckige Anhänger, den Tuğçe am linken Ohr trug, in eine empfindliche Stelle ihrer Schädeldecke gebohrt.

Ich will ja nicht nörgeln, aber woher will der Spiegel denn wissen, ob der Schädelbruch tödlich war? Die Geschichte mit dem Ohrring soll inzwischen auch wieder vom Tisch sein. Womöglich war das rechtsmedizinische Gutachten schlicht inkonklusiv. Wenn sich wenigstens darauf verlassen könnte, dass die Presse lügt ...

M.L.: Das ist das aktuelle Gutachten der Gerichtsmediziner, und daher "weiß" der Spiegel das.

Stephan

11. Februar 2015 22:09

Aufschlussreich. Dass der SPIEGEL überhaupt kein Interesse an der Wahrheit hat und in erster Linie die dumme, "autochthone, hauptsächlich weiße, bürgerliche Leserschaft" umerziehen möchte, hat Jakob Augstein Ende letzten Jahres bereits ganz unumwunden zugegeben:

Augstein: "Für wen schreibe ich das und von welchem Standpunkt aus.[sic] 'Check your privilege', sagt man im Amerikanischen. Ich schreibe natürlich für eine autochthone, hauptsächlich weiße, bürgerliche Leserschaft, die sich darüber Gedanken machen muss [!], wie sie die offene Gesellschaft am Leben erhält. Und das eigene Ressentiment, die Vorurteile gegen Ausländer, gegen andere Religionen sind ein alter Feind der offenen Gesellschaft.

Sie kennen andere Feinde - weil Ihr Hintergrund ein anderer ist, Ihr Blickfeld ist anders.

Das bedeutet, Sie sehen mich gegen die Gegner vorgehen, die ich kenne und beklage, und dass ich denen, die Sie kennen, dabei den Rücken zukehre.

So ist das aber, wenn man in einem Gefecht ist, wo die Feinde von zwei Seiten kommen können - wenn ich das mal so militärisch sagen darf."

Hintergrund dieser Stellungnahme Augsteins ist, dass Augstein die Bedeutung von "Schariapolizeien" in Deutschland heruntergespielt hat und ihm darauf eine Muslimin, die von den selbsternannten Polizisten angegangen worden war, widersprochen hatte. Augsteins Antwort ist eindeutig: ich weiß, dass es schlimmer ist, als ich es darstelle, aber mein "Gefecht" ist ein anderes, mein Ziel ist gesetzt. Also lüge ich.

https://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/der_unterschied_zwischen_ehrlichkeit_und_ehrbarkeit
bzw.
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/salafisten-journalistin-sounia-siahi-reagiert-auf-augstein-kolumne-a-991888.html

t.

11. Februar 2015 22:44

Das Bedürfnis nach schwülstigen Klischees besteht nur bei den Verfassern entsprechender Artikel und bei Politikern, nicht bei der großen Mehrheit der Leser. Deswegen gehen ja auch die Auflagen zurück.

JensN

11. Februar 2015 23:04

Es werden generell nur die Verbrechen thematisiert, die politisch nutzbar gemacht werden können. Sobald, wie im Fall Tugce, die Ermittlungen nicht die gewünschten Ergebnisse liefern, ist es ein ganz gewöhnlicher Mord- bzw. Körperverletzung mit Todesfolge, dem keine weitere Beachtung geschenkt wird. Hier gibt es ganz klar Morde 1. und 2. Klasse, nicht weil etwa die Trauer um tote Ausländer grösser wäre als bei toten Deutschen, sondern weil tote Ausländer ein probates Mittel sind, um ein neues multikulturelles Heiligenbild in der Öffentlichkeit zu installieren und weiterhin die antideutsche Agenda moralisch zu legitmieren. Tugce war ja in den letzten Jahren nicht der einzige Fall. Ich erinnere an den Fall "Sebnitz" im Jahr 2000 wo ein ganzes Dorf von den medialen Inquisitoren zum Abschuss freigegeben wurde, ohne die Ermittlungen abzuwarten. Als herauskam, das der ausländische Junge durch einen Herzinfarkt mit anschliessendem Ertrinken starb, verschwand der Fall ruckzuck aus den Nachrichten.

W. Earp

12. Februar 2015 00:17

oder der Fall Dresden: ein Zuwanderer wird tot aufgefunden. Sofort macht die Presse Pegida verantwortlich oder "rechte Kräfte" die angeblich Hakenkreuze an die Türen und in Hausgänge der Wohnungen der Zuwanderer zuvor geschrieben hatten. Großes Geschrei in den Zeitungen, ein Gender Bundestagsabgeordneter zeigt gleich am selben Tag die Polizei an wegen Ermittlungen in die falsche Richtung, die Antifa macht einige Tage drauf große Demo für das Opfer und gegen "Rechts". Die Freunde des getöteten Zuwanderers marschieren in vorderster Reihe und schreien rum "wir haben Angst vor Pegida" wir haben Angst vor den Mördern. 3 Tage später stellt sich raus, der Zimmerkollege und Landsmann hat ihn erschlagen und erstochen im Zimmer und auf den Hof geworfen, vermutlich haben ihm dabei die anderen Zuwanderer geholfen. Und gerade der Mörder hatte die größte Klappe und die größte "Angst vor Pegida" Wundert sich da noch jemand wenn man diese Wirtschaftsflüchtlinge, Lügner und Abzocker ablehnt?

W. Earp

12. Februar 2015 00:18

ach so, noch dazu die Hakenkreuze hatte die linke Antifa an die Wände geschrieben als "Kampf gegen Rechts"

Urwinkel

12. Februar 2015 01:06

Wenn ich das richtig kapiere, hätte man Zeugin A. und Zeugin B. (beide wohl minderjährig) rechtzeitig heimschicken sollen. Der Fehler liegt also beim Imbiss-Betreiber. Das ist nichts ungewöhnliches. Im Nachtleben herrscht falsche Vogelfreiheit. Wo kein Kläger, dort kein Richter. Es ist leider so.

Heinz

12. Februar 2015 04:00

@Urwinkel: Deine Schlussfolgerung greift zu kurz. Die Ursache für die Tat liegt darin, dass sich Menschen, die einander ohne moderne technische Hilfsmittel und eine menschenfeindliche politische Doktrin wohl niemals begegnet wären, da sie aus verschiedenen Ländern stammen, in unserer "weltoffenen Gesellschaft" leider eben doch über den Weg liefen und dazu noch durch kulturelle Desorientierung und Verlotterung der Sitten (Mädchen viel zu spät noch unterwegs, alkoholisierte Türkin etc.) sich in jener Gemengelage wiederfanden, die dann eben eskaliert ist.

Schuld ist also nicht der Imbiss-Betreiber, sondern die antideutsche politische Agenda.

peter789

12. Februar 2015 07:50

Hat in DDR-Zeiten die Presse die Wahrheit geschrieben/noch schreiben können? Eben.
Nun sind wir wieder so weit, dass eine Ideologie (Multikulti) herrscht, deren Folgen vertuscht werden müssen.

Stefan

12. Februar 2015 08:44

@Urwinkel

Ich habe noch einmal nachgedacht und eine nicht wirklich überraschende Grund- oder Letztursache der gesamten Tat erkannt: diese Ursache heißt "Islam". Begründung:

Die Zeuginnen A und B waren gemeinsam " auf der Piste", für uns Authochthone nichts Besonderes. Jedoch kommen die beiden Mädchen aus muslimischen Elternhäusern, was heißt, sie verstießen mit ihrem Verhalten gegen den Kodex für ehrenhafte Musliminnen. Sie hatten nach Ansicht ihrer Eltern nachts da draußen nichts zu suchen. Deshalb konnten sie auch nicht um zwei oder drei, als ihre Feierlaune befriedigt war, nach Hause gehen, sie wären ja sonst aufgeflogen. Nein, sie mußten sich stundenlang (!) auf McDonalds-Toiletten aufhalten, um den Morgen zu erreichen. Und das machte sie zu Schutzbedürftigen bzw. zu Stolpersteinen für junge Männer, denen als junge Muslime solche Frauen ja sehr schnell ins Auge stechen.

Wären die beiden daheim im Bett gewesen, hätte es keinen Anlaß für irgendwas gegeben. Traurig, daß junge Muslime derartig zum Heucheln gezwungen sind, aber dies ist ja dieser Religion sowieso immanent.

M.L.: Langsam wird's albern...

Alexander

12. Februar 2015 09:13

Stefan:
Das meinen Sie doch wohl nicht ernst!?
Falls doch: Warum sollten die Mädchen zuhause denn weniger Gewitter erwarten, wenn sie die ganze Nacht wegbleiben, als wenn sie nachts um 3 Uhr heimkommen?

Kositza: Ich halte das für nebensächlich, will Ihnen das Detail aber doch erklären: Mädchen A sagt zu Hause, es werde bei Mädchen B übernachten- und umgekehrt. Und am nächsten Morgen tauchen dann beide im je eigenen Elternhaus auf und sagen, boah, wir haben voll schlecht geschlafen, und legen sich "nochmal" hin. Ziemlich gängig unter Heranwachsenden.

Thuiskon

12. Februar 2015 09:58

Warum ein Bedürfnis nach diesen schwülstigen Klischees besteht? Weil wir Deutschen fertighaben, deshalb. Die meisten unserer Landsleute haben inzwischen, ob bewußt oder unbewußt, freudig oder traurig, eingesehen, daß das ethnisch definierte deutsche Volk tot ist und in spätestens einhundert Jahren eine Minderheit im eigenen Land sein wird. Daran lassen die Politik, die nackten Zahlen und Migrantenverbände keinen Zweifel.

Das deutsche Volk ist passé. Nun ist man in der Bunten Republik zwanghaft darum bemüht, eine neue, postdeutsche, bunte, bundesrepublikanische Nation zu schaffen, denn ganz ohne geht's nicht, wie man erkennt. Man braucht die Nation für das Zusammenleben. Nur deutsch wird sie eben nicht mehr sein, diese postgermanische Nation. Eine Nation braucht Narrative, derer sie sich bedient. Für die Bunte Republik sind das Fußballwelt- und -europameisterschaften, das Wirtschaftswunder, an dem -- natürlich -- die "Gastarbeiter" das Hauptverdienst zu tragen haben, und die Wiedervereinigung.

Und eine Nation braucht Helden, Verzeihung: Heldx. Tuğçe -- wehe, Sie schrieben den Namen Tugce, dann husteten Ihnen die Migrantx was -- wäre die Idealheldin. Jung, hübsch, Frau und "Neudeutsche". Ein "Beweis" dafür, wie toll Einwanderung ist. Die Bunte Republik braucht solche Heldx. Am Fall Tuğçe Albayrak haben wir gesehen, wie verbissen sie darum kämpft.

Autochthoner Restbestand

12. Februar 2015 10:14

Was mir an dieser Geschichte auffällt: Es kommen keine Deutschen vor. Wo spielte diese Szene? In Deutschland?
Ich lese nur Bosnier, Afghanen, Kurden/Türken.

Was habt ihr aus meinem Land gemacht?

Herr Neumann

12. Februar 2015 10:57

"Was habt ihr aus meinem Land gemacht?"
Genauso ist es. Mir sagt das im Übrigen auch, dass ich als "Biodeutscher" in solchen "Restaurants" nichts zu suchen haben. Das bestätigt leider nur den Eindruck, den ich beim Vorbeifahren solcher und ähnlicher Lokale habe.
Ich bin hier eben nur noch "Geduldet"...

Urwinkel

12. Februar 2015 11:10

"Was mir an dieser Geschichte auffällt: Es kommen keine Deutschen vor."

Vielleicht nicht in diesem Fall. Aber hierzu passend etwas anderes: ich komme aus der Nachtclubszenerie. Ahnen Sie vielleicht, mit welch Lolitas wir uns rumärgern mussten? Das waren autochtone Aussreißermädchen. Um die 15 Jahre alt. Sprach man sie auf ihr Zushause an, bagannen sie wie ein 50jähriger, strammer Alkoholiker zu zittern an. Sie bekamen es mit der Angst. Angst vor dem Vater, dem Onkel, sogar vor der eigenen Mutter. "Nein", war die konkrete Ansage, ich gehe nicht mehr zurück. Wir mussten zweimal die örtliche Jugendhilfe rufen um sie zu beschützen. Der krassteste Fall war tatsäschlich ein Onkel, der sich um seine Nichte betrogen sah, und früh um fünf einen Riesenterror veranstaltet hat. Wir waren keine Menschenretter sondern Partyveranstalter. Wir bewegten uns damit auf sehr brüchigen Eis. Die nachhaltigen Eindrücke kann ich kaum loswerden.

Hans

12. Februar 2015 11:29

Zitat: "Was habt ihr aus meinem Land gemacht?"

Habt ihr etwa nicht jahrelang selbst cdu/fdp/grüne/linke/afd gewählt? Ja die Afd ist auch Systempartei. Lucke war 40 Jahre in der CDU. Glaubt ihr jetzt er hat ein Herz für sein Volk entdeckt? Kurz der nach der letzen (laut Bundesverfassungsgericht illegalen) Bundestagswahl, hat er sich doch klar dazu bekannt dass De ein Einwanderungsland und im EU-(Schein)Parlament hat er mit den Etablierten FÜR Sanktionen gegen Russland gestimmt. Wacht auf und wehrt euch. Es ist Viertel nach 12.

Strogoff

12. Februar 2015 11:49

Hans

Aus einem Interview mit Bernd Höcke:
Nun haben vier unserer Europaabgeordneten in Straßburg für die Androhung von Sanktionenen gestimmt, falls Russland eine Eskalation durch eine direkte Intervention betreiben würde. Das haben Teile der AfD-Mitgliedschaft allerdings leider als Zustimmung zu Sanktionen aufgefasst.
Compact 2/2015

Heinrich Brück

12. Februar 2015 13:33

"Ein Volk, das seine Geschichte nicht ehrt, hat keine Zukunft!" (Goethe)
Einwanderungsland = Mord, Totschlag und Vergewaltigung.
Staat und Kirchen stehen auf der Versagerseite.
Das Geschichtsbild in diesem Land ist falsch, die daraus resultierenden
Zustände vergleichbar mit Sodom und Gomorra; und das Menschenbild
dieser ideologischen Geschichtsschreibung durfte sich an diesem Tatort
austoben, nur war in diesem speziellen Fall die Indianerin ein
Einwanderungsmitglied.
Der Versuch, mit dieser Toten die Lüge als Wahrheit durchzusetzen, ist
lediglich ein weiterer Widerspruch der Ideologie der Versagerseite im
schon längst gescheiterten großstädtischen Sündenpfuhl. Und warum
werden Asylantenheime nicht in bessere Wohngegenden gebaut, die
könnten ja zeigen wie es geht, anstatt sich über das niedere Volk
zu beschweren? Es wird höchste Zeit andere Häuptlinge zu wählen.

Langer

12. Februar 2015 14:24

Lichtmesz! Sie triumphieren hier ueber das Selbstverstaendliche.

Aber Ihre Radioauftritte sind gut. :)

Simon

12. Februar 2015 15:54

"Aufschlussreich. Dass der SPIEGEL überhaupt kein Interesse an der Wahrheit hat."

"Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen."
(Friedrich Nietzsche)

Arkanthus

12. Februar 2015 18:01

Wieso ergründen, man weiß es doch längst: Die Integration vornehmlich muslimischer Immigranten ist gescheitert und die gegenseitige Entfremdung wird von Generation zu Generation nicht kleiner, sondern größer wie der Scheinriese bei Michael Ende (Broder). Den "Herkunfstdeutschen" soll Sand in die Augen gestreut werden, bzw. Tränen. Den "Neudeutschen" (aka Moslems) wiederum wird Appeasement entgegengebracht. Schließlich können die, wenn es so weit ist, ja auch mal andere Saiten aufziehen. So gesehen sind solche Heldenstories und dieses eunuchenhafte Gekrieche wohl zukunftsorientierte Weitsicht.

Siehe auch:

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/einwanderer-nachkommen-neue-deutsche-kritisieren-umgang-mit-pegida-a-1017484.html

Thuiskon

12. Februar 2015 19:04

Der SPON-Artikel, Arkanthus, ist mehr als erhellend. Auffallend ist dabei immer das Doppeldenk in Reinform, das von den "Plus-" und Gutdeutschen benutzt wird. Einerseits beklagen sie nämlich die ethnische Definition des Deutschtums, das sie ausschließt. Andererseits tun sie aber genau das gleiche. Während wir begrifflich zwischen (echten) Deutschen und Ausländern unterscheiden, sprechen sie von "Herkunfts-", "Ethno-" oder "Biodeutschen" auf der einen und "Neu-" oder "Plusdeutschen" auf der anderen Seite. Auch für sie ist ein Einwandererkind der dritten Generation eben kein "normaler Deutscher", sondern ein "Plusdeutscher", ein besonderer Deutscher, der sich von den langweiligen, aussterbenden "Biodeutschen" unterscheidet.

Und so werden wir langsam zu "Eingeborenen" und dasselbe Schicksal wie die amerikanischen Indianer erleiden. Aber beschweren brauchen wir uns nicht. Unser Schicksal ist durch Nichtstun selbstverschuldet.

Arkanthus

12. Februar 2015 23:04

Naja, den Indianervergleich fand ich immer ziemlich blöd. Da sind halbnomadische Stämme von in so ziemlich jeder Hinsicht überlegenen Invasoren verdrängt worden. Das kann man von unseren orientalischen Freunden wirklich nicht behaupten, das ist die pure Masse und bestimmte Atavismen, die ein - archaisches - Durchsetzungsvermögen befördern.

Heute trifft wohl eher Barbarei auf Dekadenz. Interessant und gruselig, daß das irgendwie immer die Spätform von Zivilisationen war. An Houellebeqcs Vision eines funktionalen islamischen Europa glaube ich nicht. Viel eher kommt der Verfall.

Andreas Walter

13. Februar 2015 00:29

Einspruch! Es ist eine Mischung mehrerer Faktoren, und darum nur bedingt selbstverschuldet. Zum Einen hat es tatsächlich mit der allgemeinen Tendenz im Wohlstand weniger Kindern haben zu wollen, zu können und zu müssen zu tun, und zum Anderen mit einem zusätzlichen Effekt der sich sekundär aus der Entnazifizierung und Re-edukation speziell der Deutschen und Österreicher nach dem Zweiten Weltkrieg ergeben hat (Überschiessen nach "Links" und zu "linken" Werten, Dämonisierung der eigenen Identität, Nationalität, Ethnie, usw.). Hinzu kommt noch eine Art weltweite Agenda, gefördert zum Beispiel durch Institutionen wie die Vereinten Nationen (UN), die allgemein auf ein Bremsen des Wachstums der Weltbevölkerung setzen.

Allerdings ist es auch eine Frage des Gesellschaftsmodels, nach dem man leben möchte, denn weniger Einwohner bei gleicher Fläche bedeutet mehr nationale Autarkie (über mehr Fläche für Bioenergie bei gleichzeitig geringerem Gesamtenergieverbrauch), aber eben dadurch auch weniger Steuerzahler (schlecht für die Regierung) und weniger Konsumenten und Konsum (schlecht für die Wirtschaft und die Geldverleiher, aber gut für die Umwelt).

Wobei langfristige, bilaterale Abkommen zwecks gleichberechtigtem, gegenseitigem Wirtschaftsaustausch mit zuverlässigen Partnern dadurch nicht ausgeschlossen sein müssen. Strom aus Wasserkraft aus Norwegen, Holz aus Russland und Schweden, Sonnenstrom aus dem Süden im Austausch gegen ebenso essentielle Waren und Güter aus Deutschland können bei verantwortungsvollen Umgang miteinander durchaus den Gedanken an eine 100% Autarkie bis zu einem gewissen Grad aufweichen, solange dadurch eben Erpressbarkeit und krumme Touren ausgeschlossen sind und bleiben.

Dies ist ja auch der eigentliche Grund für die vom Grundgedanken her richtige Erwägung eines direkt vom Volk finanzierten Rundfunk- und Nachrichtenwesens. Um ein von Parteien und von der Politik aber auch von Geldgebern und zeitlichen Moden unabhängiges Medium der neutralen Information zu schaffen, welches jedoch von Anfang an auch in Deutschland eine Illusion war.

Medien, die auf Quoten, Verkaufszahlen und Werbeeinnahmen angewiesen sind können nun mal nicht neutral berichten in einem System des Wettbewerbs, im Kapitalismus. Es ist aber auch schon so schwer neutral zu sein, als Mensch, auch ohne äußerlichen Druck, einfach nur durch die uns allen Menschen innewohnende Subjektivität gepaart mit dem auch ganz natürlichen Wunsch nach Einflussnahme, Machtausübung und Gestaltung. Man möchte eben auch gefallen, nicht nur dem anderen Geschlecht, sondern auch ein gemochtes, anerkanntes und beliebtes Mitglied der Gesellschaft oder zumindest einer Gruppe sein. Ein ewiges Ringen.

Kutte

13. Februar 2015 02:02

Und da wundert sich die Lügenpresse, dass ihre Verkaufszahlen drastisch zurück gehen.

Der Gutmensch

13. Februar 2015 08:34

Ach, lieber Herr M.L., die StA liest dann wohl ein anderes Gutachten? Um die volle Wahrheit zu sagen: Ein plausibleres; oder zumindest lassen die entsprechenden Einlassungen erkennen, dass man dort über theoretische Kenntnisse verfügt, welche Aussagen man von einem solchen Gutachten erwarten kann. Ich kenne diesen Spiegel-Artikel nicht. Aber wenn darin tatsächlich wahrheitsgemäß behauptet wird, der Rechtsmediziner habe geschrieben, dass "der Schädelbruch tödlich" gewesen ist, dann haben wir es hier mit einem besonderen rechtsmedizinischen Gutachten zu tun. - Wir werden es wohl nicht erfahren, denn es wird vermutlich den "deal im Strafverfahren" geben.

M.L.: Ich habe keine Ahnung, ich gebe nur wieder, was im Spiegel steht.

Simon

13. Februar 2015 09:38

"Medien, die auf Quoten, Verkaufszahlen und Werbeeinnahmen angewiesen sind können nun mal nicht neutral berichten in einem System des Wettbewerbs, im Kapitalismus."

Was ist denn bitte schön "neutrale" Berichterstattung. Jede Auswahl von Berichten beruht bereits auf einer Werteentscheidung, über das, was wichtig und was unwichtig ist. Neutrale Berichterstattung gibt es nicht. Es ist auch Unsinn vom Spiegel oder Stern neutrale Berichterstattung zu fordern. Ich verlange ja auch von der JF oder Sezession keine "neutrale" Berichterstattung.

"Objektivität", soweit es so etwas gibt, kommt nicht dadurch zu stande, dass es eine Vielzahl von Medien gibt, die von unterschiedlichen Standpunkten her berichten.

Zum Beispiel wäre es völlig in Ordnung einen Nachrichtensender zu haben, der für Linke, Grüne und Sozialisten berichtet und einen anderen, der auf ein konservatives Publikum ausgerichtet ist. Dann habe ich zwei Berichte über ein und dasselbe Ereignis von völlig unterschiedlicher politischer Perspektive und kann dann entscheiden, welche Berichterstattung ich glaubhafter finde.

Beim "direkt vom Volk" finanzierten Rundfunkt stellt sich immer die Frage, wer repräsentiert denn das Volk? Das werden wohl immer politisch gewählte Vertreter sein und das sind bei uns eben die Parteien.
Und das Ergebnis ist eben Partei-Fernsehen.

Martin Lichtmesz

13. Februar 2015 11:13

Karawane zieht weiter, Dank an alle.

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