Jean Raspail, Pier Paolo Pasolini und eine Dame von Welt

Nils Wegner wies mich auf einen Artikel hin, der bereits am 29. April im Blog der ZEIT erschienen ist.

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

Dar­in stellt Ulrich Lad­ur­ner zwei mei­ner per­sön­li­chen Haus­göt­ter gegen­über, wie sie unglei­cher nicht sein könn­ten: Jean Ras­pail und Pier Pao­lo Paso­li­ni (wahr­schein­lich bin ich der ein­zi­ge Mensch auf der Welt, der bei­der Werk glei­cher­ma­ßen gut kennt).

Unter dem Titel “Unser Blick übers Meer” fragt Ladurner:

Wenn wir die­ser Tage über Migra­ti­on reden, suchen wir mit dem inne­ren Auge unwill­kür­lich die Hori­zont­li­nie des Mit­tel­mee­res ab. Wel­che Vor­stel­lung machen wir uns von denen, die kom­men? Wel­chen Blick wer­fen wir auf sie? Wie wird die­ser Blick geformt?

Als Schau­stück Nr. 1 zitiert Lad­ur­ner drei Stel­len aus “Heer­la­ger der Hei­li­gen”, natür­lich noch aus der alten Aus­ga­be aus dem Hohen­rain-Ver­lag; beson­ders scheint ihn jene Stel­le zu empö­ren, die in der Neu­über­set­zung so lautet:

All die ersti­cken­den Häfen der Drit­ten Welt, von Mani­la über Jakar­ta und Karat­schi bis Cona­kry und erneut Kal­kut­ta, mach­ten sich Luft, indem sie wei­te­re Arma­den nach Aus­tra­li­en, Neu­see­land und Euro­pa ent­lie­ßen. Die gro­ße Völ­ker­wan­de­rung ent­roll­te ihren Tep­pich. Nicht gera­de zum ers­ten Mal, wie uns die Ver­gan­gen­heit der Mensch­heit zeigt. Ande­re, peni­bel erforsch­te Kul­tu­ren, deren Über­res­te man in unse­ren Muse­en stu­die­ren kann, haben das glei­che Schick­sal erlit­ten. Aber der Mensch hört nur sel­ten auf die Leh­ren der Geschichte …

Lad­ur­ners Kommentar:

Ras­pails Buch ist ein übles Mach­werk. Es bedient sich der Ängs­te der Euro­pä­er auf grob­schläch­ti­ge Wei­se, um eine bra­chia­le Unter­gangs­vi­si­on zu recht­fer­ti­gen. (…) Die Hel­den in Ras­pails Buch sind die­je­ni­gen, die sich mit aller Gewalt gegen den Unter­gang stem­men und ver­su­chen, die “Men­schen­flut” zurück­zu­drän­gen, um das ver­meint­lich bedroh­te Abend­land zu retten.

Lad­ur­ner kon­tras­tiert die Zita­te aus dem “Heer­la­ger der Hei­li­gen” mit einem spä­ten Gedicht von Paso­li­ni aus unge­fähr der­sel­ben Zeit (1975), das eini­ge moti­vi­sche Par­al­le­len auf­weist, die Inva­si­on aus dem Mor­gen­land aller­dings gänz­lich anders zeichnet:

Alì mit den blau­en Augen,
einer der vie­len Söh­ne der Söhne,
wird von Algier kom­men, auf Schiffen
mit Segeln und mit Rudern. Es werden
mit ihm tau­sen­de Män­ner sein
mit den schmäch­ti­gen Kör­pern und den Augen
der armen Hun­de der Väter.
Auf den Boo­ten, die in den Rei­chen des Hun­gers vom Sta­pel gingen,
wer­den sie Kin­der mit sich brin­gen, und das Brot und den Käse,
in den gel­ben Papie­ren des Ostermontags.
Sie wer­den die Frau­en und die Esel brin­gen, auf den Schif­fen, die sie in den Kolo­ni­al­hä­fen gestoh­len haben.
Sie wer­den in Cro­to­ne an Land gehen und in Palmi,
zu Mil­lio­nen, in asia­ti­schen Lum­pen geklei­det, und in ame­ri­ka­ni­schen Hemden.

Die tau­sen­den Män­ner in Lum­pen, die Schif­fe, “die sie in den Kolo­ni­al­hä­fen gestoh­len haben”, die Lan­dung an der Mit­tel­meer­küs­te (in die­sem Fall Ita­li­en), die “Rei­che des Hun­gers”… das alles hat ver­blüf­fen­de Anklän­ge an Ras­pail. Der Clou ist natür­lich, daß die Ein­wan­de­rer bei Paso­li­ni kom­men, um den ver­kom­me­nen West­lern “die Freu­de am Leben zu leh­ren (…), um zu leh­ren, wie man frei ist”, und sich dabei prompt mit dem armen Volk von Kala­bri­en verbrüdern:

Sofort wer­den die Kala­bre­sen sagen,
wie die Stra­ßen­räu­ber zu den Straßenräubern:
‘Hier sind die alten Brüder,
mit den Kin­dern und dem Brot und dem Käse!’

Ich ver­eh­re Paso­li­ni über alles, aber die­ses Gedicht ist natür­lich grau­si­ger Kitsch, der auf fata­le Wei­se an das unsterb­li­che Dik­tum von Maria Böh­mer erinnert:

Die­se Men­schen mit ihrer viel­fäl­ti­gen Kul­tur, ihrer Herz­lich­keit und ihrer Lebens­freu­de sind eine Berei­che­rung für uns alle.

Man muß die­ses Gedicht frei­lich im Kon­text von Paso­li­nis Werk lesen. Auf der Suche nach Gegen­wel­ten zur “völ­ker­mor­den­den”, nihi­lis­ti­schen Plas­tik­kon­sum­zi­vi­li­sa­ti­on der Moder­ne such­te er immer wie­der neue noch umkor­rum­pier­te Milieus, Reser­va­te und Lebens­for­men, die der all­um­fas­sen­den “anthro­po­lo­gi­schen Muta­ti­on” Wider­stand leis­ten könn­ten. Vor nun­mehr zehn Jah­ren schrieb ich dar­über in der Jun­gen Freiheit:

Wie sein frü­hes Idol Rim­baud war er stets auf der Jagd nach dem “wah­ren Leben”, als des­sen Para­dig­ma ihm die archai­sche, geschichts­lo­se, “sakra­le” Welt des Bau­ern­tums erschien, wie er es in sei­ner Kind­heit in Fri­aul ken­nen­ge­lernt hat­te. Er glaub­te spä­ter, die­se Essenz in der Volks­kul­tur Nea­pels, im Sub­pro­le­ta­ri­at der römi­schen Vor­stadt, zuletzt in der “Drit­ten Welt” wie­der­zu­fin­den, und sah sie stets bedroht von der Über­schwem­mung durch den west­li­chen Konsumismus.

Das ist die eigent­li­che Poin­te sei­nes Gedich­tes über “Ali”, der selt­sa­mer­wei­se “blaue” Augen hat, und zwi­schen den Zei­len gele­sen wohl auch eine homo­ero­ti­sche Pro­jek­ti­ons­fi­gur ist: die Söh­ne aus Algier kom­men nicht wie bei Ras­pail, um am Kon­sum­pa­ra­dies der Ers­ten Welt teil­zu­ha­ben, son­dern um ihr ein vor­mo­der­nes, aber wah­res Leben zu brin­gen, das sie schon lan­ge ver­ges­sen hat, wobei sie sich mit den armen Bau­ern und dem Lum­pen­pro­le­ta­ri­at Süd­ita­li­ens verbünden.

Lad­ur­ner hat com­mon sen­se genug, um den Unfug die­ser Vor­stel­lung zu erken­nen, ver­wirft sie aber vor allem als roman­ti­sches Kom­ple­men­tär­stück zu dem apo­ka­lyp­ti­schen Ras­pail. Er erklärt bei­de Autoren zu Phantasten:

Das war frei­lich eine Pro­jek­ti­on, die der Sehn­sucht Paso­li­nis nach Befrei­ung ent­sprang, so wie Jean Ras­pails Unter­gangs­vi­si­on ihren Ursprung nicht in der Rea­li­tät, son­dern in den tief sit­zen­den Ängs­ten Ras­pails hat.

Das ist natür­lich ziem­lich gewalt­sam hin­ge­bo­gen; ange­sichts der lau­fen­den Ent­wick­lun­gen zu behaup­ten, Ras­pails Visi­on habe kei­nen Ursprung in der Rea­li­tät und sei mehr oder weni­ger ein Pro­blem sei­ner pri­va­ten Ängs­te, ist schon ein sehr gewag­tes Unter­fan­gen. Nahe­zu sämt­li­che Kom­men­ta­to­ren des Arti­kels geben indes Ras­pail recht:

Ras­pail beschreibt offen­sicht­lich Men­schen wie Lad­ur­ner. einen Ver­tre­ter des Euro­pas, das sich wie z.B. Aus­tra­li­en weh­ren könn­te, das aber in Per­so­nen wie Lad­ur­ner, sei­nen Selbst­be­haup­tungs­wil­len zer­stört in der kind­li­chen Erwar­tung das es wie bei Paso­li­ni / Momo enden wird.

Jean Ras­pail kann sei­ne Fik­ti­on als bestä­tigt sehen.

Und wie kann es sein, dass Sie, Autor Lad­ur­ner, allem Anschein nach die­ses Rück­ab­wi­ckeln von (min­des­tes) ein paar Jahr­hun­der­ten euro­päi­scher Geschich­te allem Anschein nach sogar her­bei­seh­nen, so wie Sie es (zu Unrecht) Paso­li­ni unterstellen?

Das Ziel kann und darf nicht sein, durch nai­ve Empa­thie ohne Blick auf die Zusam­men­hän­ge die euro­päi­schen Slums zu ver­viel­fa­chen. Nach der Implo­si­on unse­rer Sozi­al­sys­te­me gäbe es dann den Krieg jeder gegen jeden in unse­ren Städten.

Man möge mir nicht ver­su­chen weis­zu­ma­chen, dass die­ser Pro­zess letzt­lich ohne Gewalt abgeht, im schlimms­ten Fall bis hin zum Bür­ger­krieg. Selbst wenn die frei Ein­rei­sen­den die fried­lichs­ten und freund­lichs­ten Men­schen sind, die man sich vor­stel­len kann, und die Gewalt „nur“ von den Ein­hei­mi­schen aus­geht, deren Lebens­per­spek­ti­ve hin­ge­ge­ben wurde.

Ein Kri­ti­ker eines kri­ti­schen Kom­men­ta­tors for­mu­liert eine Fra­ge, die ein zen­tra­les Motiv des Buches ist:

Sagen Sie doch im Klar­text was Ihr Lösungs­vor­schlag ist. Da war­ten Mil­lio­nen und die sind wild ent­schlos­sen zu kom­men. Wol­len Sie die ein­fach abknal­len auf See ?

Nicht nur die­se Fra­ge wird bei Ras­pail gestellt, er kari­kiert auch genau jenen Typus von xeno­phi­lem Ein­wan­de­rungs­en­thu­si­ast, der glaubt, sei­ne Welt wür­de durch die will­kom­men gehei­ße­nen Frem­den “bun­ter” und “lebens­fro­her” werden.

Paso­li­ni hat übri­gens sogar einen Gast­auf­tritt im “Heer­la­ger der Hei­li­gen”. Der Kapi­tän eines Tor­pe­do­boo­tes berich­tet in einer Sze­ne dem fran­zö­si­schen Prä­si­den­ten, was er auf hoher See gese­hen hat:

“Was wir gese­hen haben, war schlicht­weg unbe­schreib­lich. Sowohl im Gan­zen als auch im Detail. Wo soll ich anfan­gen? Zuerst mit dem Zäh­len. Mein Ers­ter Offi­zier zum Bei­spiel hat unauf­hör­lich die Köp­fe gezählt. Bei jedem Tau­sen­der hat er auf einem Zet­tel einen Strich gemacht. Nach einer Stun­de war er fast ver­rückt: neun­hun­dert Stri­che. Dann die Details. Wie in den alten Fil­men von Paso­li­ni. Aus­ge­zehr­te Gesich­ter, nur noch Haut und Kno­chen, mit gla­si­gen oder apa­thi­schen Blicken…”

Aber zurück zu Lad­ur­ner: auf­fal­lend ist, daß sei­ne Grund­hal­tung zu sein scheint, daß es kei­nen Grund zur Besorg­nis gäbe, daß das Abend­land nur “ver­meint­lich” bedroht sei, usw. Wir sind hier also wie­der an dem ermü­den­den Punkt ange­langt, in dem einer die Wahr­neh­mun­gen des ande­ren schlicht­weg leug­net, und den ich das “Ich-seh-etwas-was-du-nicht-siehst”-Spiel nenne.

In mei­nem Essay-Bänd­chen “Die Ver­tei­di­gung des Eige­nen” beschrieb ich die­se Disposition:

Wenn wir uns als Volk unser Eige­nes als ein Schiff auf hoher See vor­stel­len, dann sind wir trü­ben und unent­schlos­se­nen Pas­sa­gie­re heu­te in eine frucht­lo­se Dis­kus­si­on ver­strickt. Die einen behaup­ten, daß das Was­ser schon durch rie­si­ge Lecks am Ein­drin­gen sei, … ande­re hin­ge­gen, daß es die­se Lecks gar nicht gebe, und daß es die­je­ni­gen sei­en, die stän­dig über Lecks spre­chen, die das Schiff ver­sen­ken wol­len. Ande­re wie­der­um leug­nen die Exis­tenz des Was­sers, ande­re gar die des Schif­fes. Und wie­der ande­re hal­ten das Was­ser für eine segens­rei­che Sache.

Lad­ur­ner wäre also etwa auf Stu­fe eins der App­er­zep­ti­ons­ver­wei­ge­rung anzu­sie­deln. Dazu gehört auch die han­dels­üb­li­che Neu­tra­li­sie­rungs­strah­len­ka­no­ne der Anfüh­rungs­stri­che, die einen Sach­ver­halt wun­der­sam zum Ver­schwin­den brin­gen soll.  Aber wer in all den täg­li­chen Bil­dern der über­füll­ten Boo­te und der aus allen Näh­ten plat­zen­den Auf­fang­la­ger und Unter­künf­te kei­ne “Men­schen­flut” zu erken­nen ver­mag, dem ist wohl nicht zu hel­fen – er will ein­fach nicht sehen, was vor sei­ner Nase ist. Es liegt auf der Hand, daß ein sol­ches Ver­hal­ten sei­nen Ursprung in der Rea­li­tät und in den tief sit­zen­den Ängs­ten hat, die ihr Anblick auslöst.

Auch das ist ein Leit­mo­tiv bei Ras­pail – wo eine gesun­de und begrün­de­te Angst ver­drängt und der Kopf in den Sand gesteckt wird, wo man fei­ge aus­weicht und sich statt­des­sen lie­ber ins Lala-Land schwätzt, da wird in der ent­schei­den­den Stun­de die Rech­nung für das Ver­drän­gungs­ver­hal­ten präsentiert:

Auf dem Bild­schirm erschien der glück­li­che Gewin­ner des Wett­be­werbs, Herr Sté­pha­ne-Patri­ce Pou­pas, ein Fri­sör aus Saint-Tro­pez. Der preis­ge­krön­te Satz lau­te­te: »Es gibt kei­ne Hin­dus mehr, es gibt kei­ne Fran­zo­sen mehr, es gibt nur noch den Men­schen, und er allein zählt!« Bra­vo! Genial!

Armer Depp. Am Mor­gen des Oster­mon­tags wer­den die Hän­de des Herrn Sté­pha­ne-Patri­ce Pou­pas der­art hef­tig vor Angst zit­tern, daß er nicht ein­mal imstan­de sein wird, den Zünd­schlüs­sel in sein Auto zu ste­cken. Er wird zu Fuß aus Saint-Tro­pez flüch­ten und nach zwan­zig Kilo­me­tern auf der Stra­ße nach Nor­den zusam­men­bre­chen, wäh­rend Tau­sen­de von Kraft­wa­gen acht­los über sei­nen Kör­per hin­weg­rol­len wer­den, gesteu­ert von Tau­sen­den Fran­zo­sen in hel­ler Panik, für die es zwei Wochen vor­her nur noch »den« Men­schen gab, der allein zählt … (…) Panik ist kei­ne heil­sa­me Form der Furcht. Panik ist destruk­tiv. Sie löst auf, vernichtet.

Ähn­li­che Abwehr­me­cha­nis­men fin­den sich bei die­ser Blog­ge­rin, die sich “Dame.von.Welt” nennt und offen­bar Besuch von einer Kryp­to-Sezes­sio­nis­tin erhal­ten hat:

… ich schrei­be zunächst von mei­ner Nach­ba­rin, einer kul­ti­vier­ten und klu­gen Psy­cho­the­ra­peu­tin, die ich ewig nicht gese­hen und vor eini­gen Tagen zum Essen ein­ge­la­den hat­te. Mache ich nicht noch­mal, sie saß an mei­nem Küchen­tisch, atme­te Wein und Essen ein und sab­bel­te ohne Pau­se von “Gut­men­schen”, Hou­el­le­becqs trau­ri­ger Unter­wer­fung, von Sze­na­ri­en à la “Das Heer­la­ger der Hei­li­gen” (neu über­setzt und frisch erschie­nen im rechts­ex­tre­men Ver­lag Antai­os), von ganz Afri­ka, das nach Euro­pa wol­le, von Mus­li­men, die am Roll­back gegen Frau­en schuld sei­en, von Zäu­nen, die höher gezo­gen und mili­tä­risch ver­tei­digt wer­den müs­sen und vor allem von sich selbst.

Das Reden “von sich selbst” ist dann auch der Punkt, an dem sie die kul­ti­vier­te und klu­ge Nach­ba­rin erwi­schen will, indem sie sie als ego­is­tisch, wohl­stands­ver­dor­ben und empa­thie­los zeichnet:

Sie: pri­vi­le­giert gebo­ren und auf­ge­wach­sen, pri­vi­le­giert woh­nend, lebend und arbei­tend, sie ist ver­hei­ra­tet, kin­der­los, mit nicht unter zwei Fernreisen/Jahr, Zweit­wohn­sitz in einer west­deut­schen Idyl­le und gewillt, ihre Pri­vi­le­gi­en mit Klau­en und Zäh­nen zu ver­tei­di­gen. Woge­gen ja noch nicht all­zu­viel ein­zu­wen­den wäre, wür­de sie sich nicht als Opfer gerie­ren, eine sie unmit­tel­bar bedro­hen­de Gefahr her­auf­be­schwö­ren, Men­schen ent­mensch­li­chen und einen vor­aus­ei­len­den Abge­sang auf Euro­pa anstimmen.

Die­sel­be Grund­an­nah­me wie bei Lad­ur­ner: es gibt gar kei­ne Gefahr, die uns bedroht, und wir haben doch genug Res­sour­cen, um all den armen Men­schen zu hel­fen… wobei ich gespannt wäre, wie­vie­le von ihren eige­nen “Pri­vi­le­gi­en” die “Dame von Welt” der Nächs­ten­lie­be zu opfern bereit wäre.

Als ich ihr von einem der vie­len unbe­glei­te­ten Flücht­lings­kin­der in Deutsch­land erzähl­te – einer mitt­ler­wei­le 19jährigen jun­gen Frau aus dem Süd­su­dan, die als klei­nes Mäd­chen die Ermor­dung ihrer Eltern mit­an­se­hen muß­te, viel­fach gefol­tert und ver­ge­wal­tigt wur­de, mit 12 auf ver­schlun­ge­nen Wegen nach Deutsch­land kam und von Freun­den als Pfle­ge­toch­ter ange­nom­men und voll­fi­nan­ziert wur­de, die letz­tes Jahr einen Super­schul­ab­schluß hin­ge­legt hat, Kran­ken­pfle­ge­rin wer­den will und eben ihre Pro­be­zeit erfolg­reich absol­viert hat und die immer wie­der zur Nige­ria­ne­rin gemacht und abge­scho­ben wer­den soll – da war die Nach­ba­rin plötz­lich sehr müde und ging mit­ten im Satz.

Tjo, mei­ne Sym­pa­thie und mein volls­tes Ver­ständ­nis für die Nach­ba­rin. Ich wäre an die­ser Stel­le auch furcht­bar müde gewor­den, und hät­te ein­ge­se­hen, daß kei­ne Ver­stän­di­gung mög­lich ist. Die Nach­ba­rin hat­te ein umfas­sen­de­res Bild im Kopf als die “Dame von Welt”, die ver­such­te, auf ein ein­zel­nes Rühr­stück abzu­len­ken, das im grö­ße­ren Rah­men betrach­tet völ­lig irrele­vant ist, das weder Hou­el­le­becq noch Ras­pail wider­le­gen kann.

Dar­auf könn­te man nun mit Leich­tig­keit mit zig nega­ti­ven Gegen­bei­spie­len ant­wor­ten. Die einen füt­tern sich mit meist sen­ti­men­ta­li­sier­ten und kal­ku­liert aus­ge­wähl­ten Flücht­lings­ge­schich­ten, die sie in der ZEIT und über­all sonst lesen, die ande­ren fres­sen täg­lich fünf Mel­dun­gen auf pi-news über Rechts­bruch, Gewalt, Raub, Van­da­lis­mus und Ver­ge­wal­ti­gung, von Land­nah­me und Über­frem­dung ganz zu schweigen.

Wir sind in einem Sta­di­um der Kri­se ange­langt, wo ange­sichts der schie­ren Mas­se der Ein­wan­de­rer Ein­zel­schick­sa­le allein als Argu­men­te nicht aus­rei­chen. Die Fak­ten über den alles über­wöl­ben­den Vor­gang des “gro­ßen Aus­tau­sches” wer­den dem Mas­sen­pu­bli­kum sys­te­ma­tisch vor­ent­hal­ten (sie­he die Serie von Tho­mas Schmidt hier, hier und hier).

Auch sonst ist die “Dame von Welt” eini­gen typi­schen Mär­chen auf­ge­ses­sen. Sie ver­linkt etwa auf eine Sei­te, die die “Fes­tung Euro­pa” anpran­gert, die es natür­lich nicht gibt, denn sonst wäre kaum erklär­lich, wie­so in die­sen Tagen die euro­päi­schen Län­der bis in die kleins­ten Käf­fer hin­ein über­schwemmt sind von Ein­wan­de­rern (ob man sie nun als “Flücht­lin­ge” oder “Asy­lan­ten” sehen will) und man­che Städ­te wie Paris, Rot­ter­dam, Lon­don, Bir­ming­ham oder Frank­furt bereits an der demo­gra­phi­schen Kip­pe stehen.

Zitat aus einem Artikel:

A few arms and tech­no­lo­gy com­pa­nies have rea­ped wind­falls from the Europe’s immi­gra­ti­on poli­cy. The Migrants’ Files team ran the data, which means, in the first place, fin­ding the data. The team ana­ly­zed 39 R&D pro­jects finan­ced by the EU or by ESA, the Euro­pean Space Agen­cy from 2002 to 2013 with a total fun­ding of 225 mil­li­on euro. All spent to pro­tect Europe’s borders.

Na, wenn das der Fall ist, dann war das raus­ge­schmis­se­nes Geld, denn die­se Agen­tu­ren und EU-Pro­jek­te haben offen­sicht­lich auf vol­ler Linie versagt!

Nun gut, wie weit die Gehirn­wä­sche im Fall der Dame fort­ge­schrit­ten ist, zeigt die­ser Schnip­sel, den man nicht wei­ter zu kom­men­tie­ren braucht:

Wuß­ten Sie, daß der 20. Juni auch der Gedenk­tag für die deut­schen Flücht­lin­ge und Ver­trie­be­nen ist? Das zer­stör­te Nach­kriegs­deutsch­land nahm min­des­tens 12 Mil­lio­nen hei­mat­los gewor­de­ne Men­schen auf, feind­se­lig, wider­wil­lig und unter Berei­tung einer mög­lichst Kal­ten Hei­mat. Ist ja nicht so, daß wir nicht wüß­ten, was Empa­thie ist und wie Inte­gra­ti­on geht.^^

Das ist erschüt­ternd naiv und his­to­risch ahnungs­los, aber inzwi­schen ein der­art weit­ver­brei­te­tes “Mem”, daß dage­gen kaum ein Kraut gewach­sen ist. Auch die­ses ver­que­re Den­ken ist eine Fol­ge der zwei­ten Art von Flut, der wir aus­ge­setzt sind: der Dau­er­be­schal­lung der Mas­sen­me­di­en, die die Köp­fe unab­läs­sig bear­bei­ten und kon­di­tio­nie­ren. Ras­pail schreibt:

Die gro­ße Hure der Mas­sen­me­di­en lie­fert uns die glo­ba­len Events direkt ins Haus, aber all das bun­te Getö­se soll ledig­lich über ein gäh­nen­des Nichts hin­weg­täu­schen. Dar­auf könn­ten wir spu­cken, aber wir wür­den den Schleim um uns her­um nur noch ver­meh­ren. Das Publi­kum beginnt zu sab­bern wie Pawlow’sche Hun­de, wenn es die Nach­rich­ten­sen­dun­gen sieht oder die Zei­tun­gen auf­schlägt, und ver­wech­selt dabei sei­nen Spei­chel­fluß mit Hirn­re­gun­gen. Die öffent­li­che Mei­nung för­dert gezielt die Träg­heit des Den­kens. Das ist ja auch ihre Aufgabe. (…)

Drei­tau­send­zwei­hun­dert­sie­ben­und­sech­zig Pfar­rer krit­zeln in die­sem Moment fie­ber­haft eine Pre­digt für den nächs­ten Sonn­tag, ohne einen Gedan­ken dar­an zu ver­schwen­den, wel­ches Evan­ge­li­um an die­sem Tag vor­ge­se­hen ist. Wen inter­es­siert das schon? Mit sol­chen Klei­nig­kei­ten hält man sich doch schon lan­ge nicht mehr auf. (…)

In der glei­chen Minu­te ent­de­cken zwei­und­drei­ßig­tau­send­sie­ben­hun­dert­zwei­und­vier­zig Leh­rer das Auf­satz­the­ma für den nächs­ten Tag. »Beschreibt das Leben an Bord der Schif­fe der unglück­li­chen Arma­da. Schreibt, was für Gefüh­le ihr für die Flücht­lin­ge hegt, wobei ihr zum Bei­spiel davon aus­geht, daß euch eine die­ser ver­zwei­fel­ten Fami­li­en um Gast­freund­schaft bittet.« (…)

Zur glei­chen Zeit beschlie­ßen sie­ben­tau­send­zwei­hun­dert­zwölf Ober­schul­leh­rer, den Unter­richt am fol­gen­den Tag mit einer Anspra­che gegen Ras­sis­mus zu begin­nen. Ob sie Eng­lisch, Che­mie, Geo­gra­phie, Mathe­ma­tik oder Latein unter­rich­ten, tut nichts zur Sache. Ist es nicht unab­hän­gig vom Fach Auf­ga­be eines Leh­rers, kri­ti­sche Gedan­ken anzu­re­gen? Da man nun so einen aus­ge­zeich­ne­ten Anlaß zur Ver­fü­gung hat, wird man also über den kathar­ti­schen Ein­marsch der Flot­te in den kapi­ta­lis­ti­schen Wes­ten spre­chen! Ein süf­fi­ges The­ma, zu dem jeder etwas Schlau­es sagen kann.

Das west­li­che Herz ist vol­ler Illu­sio­nen und hat weder die Kraft noch den Wil­len, nein zu sagen. Eine Mil­li­on ein­fäl­ti­ger Auf­sät­ze, die von einer Mil­li­on wei­cher Väter­her­zen wider bes­se­res Wis­sen gut­ge­hei­ßen wer­den, kön­nen auf die Dau­er eine Gesell­schaft völ­lig zerrütten. (…)

Wo wür­de Paso­li­ni heu­te ste­hen? Trotz des “Alis mit den blau­en Augen” kann ich ihn mir kaum im Rudel der Vielfalts‑, “Diver­si­ty”- und Bunt­heits­apos­tel vor­stel­len. Schon die hedo­nis­tisch-kon­for­mis­ti­sche Lin­ke sei­ner eige­nen Zeit ver­ach­te­te er zutiefst. Viel­leicht wäre er heu­te in der Nähe von Köp­fen wie Jean-Clau­de Michéa oder Cos­tan­zo Pre­ve zu suchen.

Was er mit Ras­pail, der in ihm ver­mut­lich nur einen wei­te­ren links-sub­ver­si­ven Unter­höh­ler des “Wes­tens” gese­hen hat, gemein­sam hat­te, war sein apo­ka­lyp­ti­scher Blick auf die Zukunft, und es ist viel­leicht kein Zufall, daß er heu­te auch ger­ne unter iden­ti­tä­ren Revo­luz­zern zitiert wird. Auch in den “Frei­beu­ter­schrif­ten” und “Luther­brie­fen” fin­den sich ver­blüf­fend luzi­de, “pro­phe­ti­sche” Stel­len, die sich durch­aus von “rechts” rezi­pie­ren las­sen – wor­auf Thors­ten Hinz (aka Doris Neu­jahr) bereits 1999 in der JF hinwies.

Das Zitat aus dem Stück von Ian­va ist eine Mon­ta­ge aus den “Luther­brie­fen” (1975):

Die Zukunft ist bedroh­lich und apo­ka­lyp­tisch. Die Söh­ne glei­chen ihren Vätern in nichts mehr und sind einer Zukunft aus­ge­setzt, die zwar die gan­zen Pro­ble­me und all das Elend von heu­te kon­ser­viert, qua­li­ta­tiv aber völ­lig anders sein muß. Wäh­rend die­ses schritt­wei­sen Zer­falls waren mei­ne kum­mer­vol­len oder hämi­schen Kri­ti­ker damit beschäf­tigt, alle mit ihren schwach­sin­ni­gen ‘Ver­pflich­tun­gen’ zu beläs­ti­gen: die ‘Ver­pflich­tung’ für Fort­schritt zu kämp­fen, für sozia­le Ver­bes­se­run­gen, für Libe­ra­li­sie­rung, Tole­ranz, kol­lek­ti­ves Arbei­ten etc. etc. Daß der all­ge­mei­ne Zer­fall aber erst durch die Per­ver­tie­rung ihrer eige­nen Wer­te in Gang gesetzt wur­de, merk­ten sie gar nicht!

In sei­nem letz­ten Inter­view, weni­ge Stun­den vor sei­ner Ermor­dung in der Nacht zum 2. Novem­ber 1975, sag­te Paso­li­ni zu einem Jour­na­lis­ten: “Sia­mo tut­ti in per­i­co­lo!” – “Wir alle sind in Gefahr!” Ich rei­ße dies hier­mit dreist aus dem Zusam­men­hang, und rufe es Ulrich Lad­ur­ner und der “Dame von Welt” zu: Wir alle sind in Gefahr! Auch und gera­de durch die Per­ver­tie­rung unse­rer eige­nen Werte!

Ihr und alle ande­ren, die heu­te den Kopf in den Sand ste­cken und sich an ihren huma­ni­tä­ren Gefüh­len und guten Absich­ten berau­schen, ihr tätet gut dar­an, euch eure eige­ne “tief sit­zen­de Angst”, die zwei­fel­los vor­han­den ist (ja vor­han­den sein muß, wenn ihr noch alle Tas­sen im Schrank habt) end­lich ein­zu­ge­ste­hen und euch der Wirk­lich­keit zu stellen.

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

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Kommentare (78)

Trouver

18. August 2015 18:02

Dreht dem Michel Rente ab -- da kann selbst die Frau v.d. Welt nicht weiter.

Liebe Brueder und Schwester, ich sage Euch - dieser buntesrepublikanische Minotauros uebernimmt sich von ganz selbst - ohne jegliche Beimache.

Ein gebürtiger Hesse

18. August 2015 19:11

Oh Mann ... dieser Zeit-Schreiber merkt nicht mal (= hat nicht mal das Format, zuzugeben), daß seine Diffamierung des "Heerlagers" in eben diesem Buch ja bereits vorweggenommen und gespiegelt wird. Doch leider können solche Typen, die sich selbst und ihren Lesern fortwährend in die Tasche lügen, sich nicht wiedererkennen. Sie verzerren die Wahrheit nicht zuletzt auch, um der Selbsterkenntnis zu entgehen. Ansonsten wäre das Eingeständnis der eigenen Angst, die unter dem Deckmantel von "Alis blauen Augen" (und ähnlichem Schmarrn) verborgen wird, nicht länger zu vermeiden.

Und was PPP angesichts der Lage heute tun würde? Mir fallen (als Zorn- und Raserei-Affekt) gewisse Bilder aus "Salò" ein, aber die bleiben mal besser unverlinkt. Ansonsten ... stünde er heute nie und nimmer mehr dort, wo er vor 45 oder 50 Jahren gestanden hat. Schon weil der heutige linksversiffte Konformitäts-Zwang mit Pasolinis, ja, "sezessionistischem" Charakter (der in den "Freibeuterbriefen" wie in praktisch jedem seiner Filme deutlich zum Vorschein kommt) völlig unvereinbar wäre. Nein, ich glaube, wir dürfen tatsächlich annehmen, daß er heute einer "von uns" wäre. Nicht anders als Bunuel.

Weserlotse

18. August 2015 19:11

Eine Figur, die Raspail nicht drastischer hätte erfinden können, und in der sich der ganze Irrsinn der herbeigesehnten Selbstabschaffung und der humanitaristischen Selbstbesoffenheit konzentriert, die nicht müde wird, das Szenario des Heerlagers als großartigen Traum zu besingen -- das ist ohne Zweifel Konstantin Wecker.

Wer die Nerven dazu aufbringt, sehe sich dieses Grusel-Machwerk an:

https://www.youtube.com/watch?v=CfJawNZm-rQ

Ich empfehle, einen Eimer in erreichbarer Nähe zu haben.

M.L.: Grandios! "Heerlager der Heiligen" ein weiteres mal von der Wirklichkeit übertroffen...

Waldgänger

18. August 2015 19:17

Danke! Lohnende Lektüre.
Pasolini stand schon damals etwas abseits vom linken Mainstream und leistete sich den Luxus eines eigener Gedanken.
Ich glaube nicht, dass er heute Sympathie für irgendeine linke Partei oder unsere rotlackierte SA hätte.
Ja, er hätte heute könnte mit den Identitären sympathisiert haben können.

M.L.: So weit würde ich nicht gehen, aber wenn die Identitären schlau sind, sollten sie sich auch bei ihm umsehen...

Aus Wikipedia:

"In seinem umfangreichen publizistischen Werk analysierte und problematisierte Pier Paolo Pasolini den Niedergang der sozialen und politischen Strukturen und Institutionen, wie er ihn in der italienischen Gesellschaft der sechziger und siebziger Jahre beobachten konnte. Hauptmerkmal dieses Verfallsprozesses sei das Verschwinden der Kultur des Volkes als Grundlage des gesellschaftlichen Fortschritts und das davon induzierte Fehlen von Werten und Inhalten des menschlichen Zusammenlebens.
Auslöser und tragende Kraft dieses Prozesses sei eine neue Form von Faschismus, die – anders als der Faschismus der Vorkriegszeit – von den Individuen verinnerlicht werde und in der Auslöschung des Andersseins und der kulturellen Differenzen seinen Sinn finde. Seine Erscheinungsformen sind für ihn die konformistische Anpassung an das Entwicklungsmodell des neuen Kapitalismus ..."

Das "Verschwinden der Kultur eines Volkes" hätte er ja heute gut beobachten können - in Italien ebenso wie in Deutschland.

Und die "neue Form von Faschismus" hat sich seit damals weiter vervollkommnet (d.h. totale Anpassung an die Wünsche eines nunmehr globalen Kapitalismus der Oligarchen zusätzlich zum wirken einer neuen Spielart von SA, also der sog. "Antifa")

Ladurners Text wiederum ist typisch für viele Artikel in der ZEIT:
Viele Worte, wenig Inhalt, belanglose Beschwichtigung statt ernsthafter Analyse.
Texte für gelangweilte und pensionierte 68er.
Obwohl ... irgendwann einmal, früher, in ihrer Jugend, da hätte auch manch einer der ergrauten ZEIT-Leser solche Beiträge wie von Ladurner für intellektuell flach und dünn gehalten.
Aber man baut im Alter ja meist etwas ab.

Nemo Obligatur

18. August 2015 19:51

@ Weserlotse

Danke für den Link. Und für die Warnung. Ich habe es ca. 15 Sek. ausgehalten, dann habe ich abgeschaltet. War nicht länger zu ertragen.

Wenn ich solche Videos sehe, denke ich: Jetzt sind wir fällig. Eine Kultur, die sich selbst so gering achtet, die ist erledigt. Das hat auch nichts mehr mit Humanität oder Nächstenliebe zu tun. Das ist nur noch die pure Lust am Untergang.

Nils Wegner

18. August 2015 19:56

Die "Dame von Welt" ist zumindest offensichtlich nicht von dieser hier, als ehemalige Bloggerin beim Freitag und Groupie von Hajo Funke... Keine weiteren Fragen.

Möglichkeiten

18. August 2015 19:59

Ich habe mir mal ein paar Gedanken gemacht, was jeder einzelne konkret tun kann, um die geistig-politische Wende etl. möglich zu machen.

Ich liebe mein Vaterland; aber ich verachte diesen Staat und das derzeitige politisch System.
Ich bin aus Überzeugung Demokrat; aber das herrschende System ist NICHT demokratisch.

Es ist eine Komplizenschaft aus Volksverrätern in allen Bundestagsparteien, den gleichgeschalteten Massenmedien, die ausschließlich eine einzige Richtung vertreten, nämlich volksfeindlich und überfremdungsfreundlich; anti-national und pro-europäisch und der gigantischen Asyl- u. Ausländerindustrie (Sozialarbeiter, Pro-Asyl-Gruppen, etc).

Diese drei Standbeine des Systems darf man keine Beachtung mehr schenken.
Sie wollen alle “rechts” , d.h. normal denkenden Deuschen aus der Gesellschaft ausgrenzen.

Drehen wir den Spieß einfach um und verweigern wir ihnen jede Gefolgschaft.

1. Keine Bundestagsparteien mehr wählen, sondern nur Parteien die dezidiert pro-deutsch und national sind.

2. Allen Massenmedien den Geldhahn zudrehen; kein Abos, keine Zahlungen jedweder Art für Presse, Funk und Fernsehen. Abos kündigen, keine Zeitungen u. Zeitschriften mehr kaufen, informiert euch notfalls kostenlos über die online-Ausgaben der Lügenpresse aber gebt ihnen kein Geld mehr, GEZ kündigen, so selten wie möglich ihren Dreck überhaupt lesen oder fernsehen.
Nur noch nationale Zeitungen oder online-Seiten lesen.

3. Jeder Schauspieler, Prominente, Musiker etc. der sich gegen Rechts ausspricht, oder der sich überfremdungsfreundlich äußert in dem er zB. Sachspenden für “Flüchtlinge” unterstützt, etc. wird geächtet.
Man guckt seine Filme nicht merhr, hört seine Musik nicht mehr und geht nicht auf seine Veranstaltungen u. Konzerte,etc..

4. Das gleiche gilt für Arbeitskollegen u. entfernte Bekannte: wer sich für die Völkerwanderung ausspricht und damit sein Volk u. Vaterland verrät, dem kündigt man die Freundschaft und beschränkt seinen Umgang mit ihm auf das absolute Minimum. Zeigt ihnen eure ganze Verachtung; brecht mit ihnen.

M.L.: Sie werden bald sehr einsam sein.

5. Im Grund geht es darum eine Gegenöffentlichkeit aufzubauen; autonom und autark zu Medien und Politik zu werden und den staatlichen Organen und allen Volksfeinden zu sagen, wir werden nicht akzeptieren, dass ihr durch Masseneinwanderung den “Großen Austausch” und damit die biologische Vernichtung des deutschen Volkes durchführt.

Wir sagen euch und allen die euch wie auch immer unterstützen den friedlichen totalen Widerstand an.

Den das was jetzt live in Echtzeit hier abläuft ist im Grunde ein epischer “Endkampf” Gut gegen Böse; es geht um das Überleben des deutschen Volkes; die die Deutschland und unser Volk abschaffen und eine multikulturelle Gesellschaft mit einer “eurasisch-negoriden” nicht-deutschen Mischbevölkerung etablieren wollen, dürfen nicht gewinnen.

Bran

18. August 2015 20:04

@Weserlotse: Danke, dass Sie mir diesen Einblick in die infantile Seelenlandschaft eines der ältesten typischen Neulinken gewährt haben. Ich habe diesen Sch**dreck ja dermassen nicht vermisst.
Und böse wie ich bin habe ich in der ersten Strophe dies gehört:

"Ich hab einen Traum, wir öffnen die Grenzen
und lassen alle herein,
alle die fliehen verhungern und morden..."

Aber nein, der Konstantin hat je gesungen:

"Ich hab einen Traum, wir öffnen die Grenzen
und lassen alle herein,
alle die fliehen vor Hunger und Mord..."

Ich krieg das beklemmende Gefühl aber nicht los, dass ich mit meinem zuerst Gehörten näher an der Wahrheit liege.

Arkanthus

18. August 2015 21:14

Haha, das Lied ist wirklich göttlich. Am besten: "Ihre Kinder werden unsere sein". Wenn das auf lange Sicht mal nicht genau andersherum sein wird. Und dann die Stelle, wo die "Gottgesandten" (er meint wohl den IS) und diese ewigen Nationalistenhorden, die man immer dazu in Scheinrelation herbeiphantasieren muß, plötzlich das Licht sehen und sich schlagartig zum Gummibärchi-Lilalaune-Humanismus bekehren. Priceless, Wecker ! Party auf der Titanic.

Taurec

18. August 2015 21:20

"Ich bin aus Überzeugung Demokrat; aber das herrschende System ist NICHT demokratisch."

Ich fürchte, es ist durch und durch "demokratisch".

Im Zyklus der Völker bleibt die Wehrhaftigkeit intakt, die innere Ordnung bestehen, solange sie ständisch strukturiert sind, solange das Leben von einer (über Jahrhunderte) organisch gewachsenen Ordnung bestimmt ist. Die äußere Form des Staates ist in dieser Zeit in Organisation gegossenes Gewohnheitsrecht.

Erst wenn eine Form der Pöbelherrschaft – bereits als Folge der Schwäche der gewachsenen Ordnung – sich etabliert, z. B. die Demokratie, bricht die gewachsene Struktur des Volksorganismus von oben herab zusammen. Erst dann geben sich die Völker Verfassungen. Ein richtiger Staat bedarf keiner Verfassungen, weil er – das Volk – selbst in Verfassung ist. Die Abfassung einer Verfassung zeigt vielmehr den Mangel an echter Verfassung an. In diesem Sinne betrachte ich alle heutigen Staaten als instabile, anorganische Surrogate, Scheinstaaten ohne höhere Weihen, ohne Daseinsberechtigung. Im Altenheim der Völker sind Republiken die Herz-Lungen- und Dialysemaschinen, deren Nutzer in der Regel in äußerst schlechter Verfassung sind.
Dasselbe mit Oswald Spenglers Worten ausgedrückt. "Sie bekämpfen vor allem die langsam herangewachsene und gereifte Kulturform des Staates, weil sie sie nicht in sich haben wie die gute Gesellschaft, die society des 18. Jahrhunderts, und sie deshalb als Zwang empfinden, was sie für Kulturmenschen nicht ist. So entsteht die »Demokratie« des Jahrhunderts, keine Form, sondern die Formlosigkeit in jedem Sinne als Prinzip, der Parlamentarismus als verfassungsmäßige Anarchie, die Republik als Verneinung jeder Art von Autorität."
Quelle: "Jahre der Entscheidung", ein Muß für jeden, da es die heutige Situation, u. a. das Bündnis der Revolution von innen (der links durchseuchten Pöbelherrschaft in Verbindung mit den Mächten der Wirtschaft) mit der Revolution von außen (dem Aufstand der Farbigen gegen ihre einstigen Unterdrücker) haargenau vorwegnimmt.

Die Demokratie ist Teil der einen Seite der Einebnung der Kultur. Sie ist das politische Werkzeug der Geldmächte, die anonym im Hintergrund wirkend der dummen Masse Selbstbestimmung vorgaukeln. Komplement der Demokratie sind die Massenmedien. Sie geben die Inhalte. Die Demokratie täuscht freie Entscheidung für diese Inhalte vor. Echte Demokratie im Sinne des Wortes ist dauerhaft unmöglich. Es handelt sich um eine reine Utopie, die oberhalb einer Organisationebene, auf der alle Beteiligten einander persönlich kennen, z. B. ein Dorf oder das altisländische Althing (die Versammlung der gleichberechtigten freien Männer) oder der frühe römische Senat, für alle Zeiten unmöglich ist. Sie ist wider die Natur, die stets organisch und hierarchisch aufgebaut ist. Der Mensch macht darin keine Ausnahme. Erst in einem toten Organismus sind alle Zellen und Organe gleichberechtigte Abbaumasse für Aasfresser von innen und außen.

Daher rührt der Sinn für Distinktion, der in allen traditionellen Gesellschaften vorhanden ist, das "Pathos der Distanz", die grundsätzliche Anerkennung der Tatsache, daß Menschen verschieden sind. Stände, Schichten, Familien, Männerbünde, Berufe, Zünfte, Ethnien, Einzelpersonen grenzen sich voneinander ab. Nicht zuletzt weist einem das Schicksal entsprechend den eigenen Fähigkeiten seinen Platz zu. Wer nicht taugt, sinkt von seiner Stellung herab oder gelangt gar nicht erst dorthin. Gleichheit aller, die im demokratischen Rahmen als weltfremde Forderung lediglich gestellt wird, ohne je verwirklicht zu sein, ist ein Unding.

Ansichten wie diese sind auf dem herrschenden Parkett natürlich nicht anschlußfähig. Man betrachte obiges daher als Randmeinung und keineswegs repräsentativ für dieses Forum. ;-)

M.L.: Außerdem beim Thema bleiben, bitte...

John Haase

18. August 2015 21:22

In letzter Zeit empfinde ich nicht mehr so viel Haß und Verachtung auf meine Landsleute. Es hat sich eine gewisse Belustigung eingestellt. Ich konnte mich auch über Konstantin Weckers Lied nicht so richtig aufregen, weil es einfach so bekloppt ist. Es ist ein bißchen so, als wenn ein Zweijähriger einem sagte, man solle sich "in's Knie ficken". Wer wird sich schon darüber aufregen?

M.L.: Ich. Es gibt mir immer einen Stich, wenn ich schon kleine Kinder so reden höre...

In Konstantin Weckers Welt gehört er anscheinend zu den Armen, die mit den Flüchtis das Brot und die Not teilen, während die Reichen traurig zusehen und den Armen die Flüchtlingsneger neiden, oder habe ich das falsch verstanden? Es ist wirklich sehr sehr 90er Jahre.

M.L.: Noch früher, das ist so ein inzwischen komplettversteinertes, scheintotes Fossil aus den Siebzigern, genau aus der Zeit, als Raspail das "Heerlager" schrieb...

Überhaupt ist diese ganze Mönschelei bei Facebook nur noch peinlich. Wie sich alle an diesem Kleinkind erfreuen, das auf die Frage, ob in seinem Kindergarten Ausländer seien antwortet, nein, da seien nur Kinder. Die Kommentare dazu lassen einen laut auflachen. So sagt einer etwa, daß er selbst in dem Alter nicht so weit gewesen sei (ist er es heute?) und der Stern titelt bei Facebook "Vierjähriger beantwortet mal eben die Flüchtlingsfrage". Daß man gerade ein Kleinkind, das gar nicht versteht, worum es überhaupt geht, zum moralisch-politischen Vorbild erhebt checkt schon keiner mehr. Noch absurder ist nur die Erhebung von Till Schweiger zur einer Art BRD-Rammbock für besonders weit offenstehende Türen. Original-Zitat Till Schweiger:

"mach dein urlaub!!! hochverdient!!! und jetzt verpiss dich geh auf die NPD( gross nur damit jeder es checkt- nich aus respekt) seite um ne stimme zu kriegen! hier hast du ab jetzt hausverbot!!!! und jetzt fang an zu heulenpasst zu dir! weil dein leben so scheisse ist und die fluechtlinge, denen es so gut geht, dir deinen reichtum wegnehmen wollen"

M.L.: Sagt ein Vollidiot, der vermutlich Millionär ist...

Ich schwöre, es ist echt.

Herr Lichtmesz hat es vor ein paar Jahren mal irgendwo geschrieben (sinngemäß): der Kampf der Zukunft wird nicht rechts gegen links sein, sondern geistig gesund gegen geisteskrank. Ich fand das damals eine seltsame Aussage, heute nicht mehr. Ich nenne die Gegenseite nur noch sehr ungern "links", weil ich ihr jegliche geistige oder moralische Legitimation absprechen möchte.

M.L.: Wörtlich habe ich, glaube ich, vom "common sense" gesprochen. Ich bin sowas von altmodisch. Ich fühl mich langsam allerdings auch nicht mehr ganz "geistig gesund"..

Martin Lichtmesz

18. August 2015 21:29

Mein Lieblingslied aus dem Genre ist immer noch das hier:

https://www.youtube.com/watch?v=PyjWEIHqDbE

Mr. Kurtz

18. August 2015 21:32

@Möglichkeiten
...
6. Den Konsum und die Lohnarbeit auf ein Minimum reduzieren (oder letztere, wenn möglich, ganz einstellen). Dadurch gewinnt man a) etwas mehr Freiraum (es geht hier nicht um eine gesamtgesellschaftliche Utopie) und versorgt b) das irrsinnige System mit weniger Mitteln (Gerade die austerbende Art der "Netto-Steuerzahler" hält den ganzen Wahnsinn am Laufen). Und vor allem c): Es stärkt die eigene, innere Hygiene in einer kranken Umgebung.
7. Ansiedlung von Gleichgesinnten. Tendenziell ländlich und östlich. (Gegen Eifel, Pfalz etc. ist natürlich auch nichts einzuwenden). Halbleerstehende Dörfer gibt es zuhauf. Umfassende ökonomische Kooperation.

Waldgänger

18. August 2015 21:58

Bizarres Video!
Der Wecker hat´s doch mit Kokain gehabt ...

Heinz Obst

18. August 2015 22:02

@Möglichkeiten

"Wir sagen euch und allen die euch wie auch immer unterstützen den friedlichen totalen Widerstand an."

"Friedlicher, totaler Widerstand" = Widerspruch in sich

"GEZ kündigen"

Es handelt sich bei dieser Zahlung um eine Zwangssteuer, genauer gesagt um eine zwangsweise eingetriebene Propagandasteuer.

Ihnen dürfte bekannt sein, was passiert, wenn sie das Zahlen irgendwelcher Steuern verweigern? - Stichwort Repression

Genau dasselbe, bis hin zur Existenzvernichtung würden Sie für sich selber heraufbeschwören, stellten Sie die Zahlung dieser Zwangssteuer ein. Derartige Fälle sind Legion. Wenige Mausklicks genügen, um dies herauszufinden. Bisher ist (mir) kein einziger Fall bekannt, wo es einem der Zwangskunden der GEZ gelungen wäre, sich dauerhaft der Zahlung dieser Zwangsabgabe erfolgreich zu entziehen.

Urwinkel

18. August 2015 22:21

"Der Wecker hat´s doch mit Kokain gehabt …"

Ja, ist aber nicht weiter schlimm; das steckt der weg. Wecker ist überhaupt ein Lebemann und Halodrio und deshalb kümmern ihn die Folgen seiner Worte nicht besonders. Für viele, die zwar keine Liedermacher sind, aber genauso ticken ist er ein unanfechtbares Vorbild: was er sagt und singt, gilt. Warscheinlich braucht man Koks um sich selbst in seiner Vorbildwirkung zu bestätigen. Von TS wirds übrigens dem hörensagen-nach auch behauptet.

Frenchman

18. August 2015 22:21

Hier mal ein etwas anderes Lied:

https://www.youtube.com/watch?v=hSdrazyIvT4

Wenn ich die Systempropaganda-Nachrichten auf DDR 1 und DDR 2 über die Invasion durch illegale Einwanderer sehe, komme ich mir immer vor, als ob ich in einem Bunker in der Wüste von Nevada in den 50ern sitze und gerade eine Atombomben-Explosion gesehen hätte.

Nordlaender

18. August 2015 22:45

@ ML

"Mein Lieblingslied aus dem Genre ist immer noch das hier:
https://www.youtube.com/watch?v=PyjWEIHqDbE"

Ganz vielen Dank dafür, Herr Lichtmesz, Freude bereitet mir besonders der erste phunkige Teil, der mich ein wenig an Herwig Mitteregger und Spliff erinnert und das Wiedersehen mit dem unermüdlichen Zeichensetzer und Aufsteher Georg Danzer.

M.L.: Danzer ist der Beste! Der schaut auch so geil superernst drein...

https://www.youtube.com/watch?v=1lKr8J1VEHk

Bedanke mich mit meinem absoluten Lieblingstitel "We are the world", heiße nun zwar nicht gerade Claus Kleber, aber der Einsatz Bruce Springsteens (2:13) schlägt immer wieder die allertiefsten Saiten meiner Seele an:

https://www.youtube.com/watch?v=Zi0RpNSELas

M.L.: Ich bekomme immer eine Gänsehaut, wenn die Cyndi Lauper nach vorne hechtet und losquakt, daß sich die Balken biegen. Kana waaß, kana vasteht...

Der_Jürgen

18. August 2015 22:49

@Taurec
"Ich bin aus Ueberzeugung Demokrat, aber das herrschende System ist nicht demokratisch."

Eine anfechtbare Aussage. Wenn Sie unter "Demokratie" verstehen, dass das Volk zwischen mehreren Parteien wählen kann, ist die BRD in der Tat demokratisch. Ein Volk kann durch konzertierte Lügenpropaganda dazu gebracht werden, seinem eigenen Untergang ganz demokratisch zuzustimmen.

Im Mai 2002 musste der amtierende französische Präsident Jacques Chirac, ein Befürworter der "Multikultur" und der afrikanischen Immigration, in der Stichwahl gegen Jean-Marie Le Pen vom Front National antreten, der die Einwanderung stoppen wollen. In freier und geheimer Abstimmung entschieden sich 82% der Wähler für Chirac und damit für ihre eigene Verdrängung. Als mildernden Umstand kann man diesen 82% zwar zubilligen, dass ihr Urteilsvermögen durch die pausenlose Propaganda der Lügenpresse umnebelt war, doch werden auch noch so viele mildernde Umstände das französische Volk nicht vor dem Untergang bewahren, wenn kein radikales Umdenken erfolgt.

In Irland, einem traditionell katholischen Land, stimmte unlängst eine deutliche Mehhrheit für die Legalisierung der Schwulenehe. Wenn Sie, Taurec, Demokrat sind, müssen Sie dieses Ergebnis respektieren. Würde heute in der BRD oder Frankreich oder der Schweiz eine Volksabstimmung über die Wiedereinführung des Abtreibungsverbots stattfinden, so wären mit Sicherheit zwei Drittel der Bevölkerung oder mehr gegen eine solche Wiedereinführung. Wenn Sie Demokrat sind, Taurec, müssen Sie sich der Mehrheit fügen und die massenhafte Kindestötung im Mutterleib hinnehmen, mit den unvermeidlichen demographischen Folgen.

In der BRD wählt das Volk weiter brav CDU/CSU, SPD, Grüne und Linke, jenes Parteienkartell also, dessen gemeinsames Ziel das Aufgehen des deutschen Volkes in einem "multikulturellen" Völkerbrei ist. Ja, immer mehr Menschen murren über die endlose Migrantenflut, über den Irrsinn des Gender Mainstreaming, über die "Griechenlandhilfe" (dass die deutschen Milliarden gar nicht an Griechenland, sondern an die Bankster gehen, wissen diese Menschen kaum je). Fragt man sie jedoch, warum sie nicht NPD oder zumindest ADF wählen, so wehren sie erschrocken ab: Mit "Rechtsextremisten"; "Rechtspopulisten" und sonstigen "Rechten" hätten sie nichts am Hut. Sie übernehmen die Phraseologie des Systems, das sie ausrotten will. Sie grenzen sich von Menschen, die im Grunde dasselbe wollen wie sie, ab, weil das System diesen eine Etikette an die Brust geklebt hat. Die Herrschaft erfolgt in der Demokratie, wie in Orwells 1984, auf dem Weg über die Sprache. Wer die Begriffe definieren kann, hat gewonnenes Spiel. (Ich erinnere hier an das Buch von Manfred Kleine-Hartlage "Die Sprache der BRD", das man gar nicht genug rühmen kann.)

Wenn das deutsche Volk und mit ihm die anderen europäischen Völker gerettet werden sollen, geht das nicht auf demokratischem (d. h. parlamentarischem) Weg, Taurec. Es geht nur auf dem Weg über eine Revolution.

M.L.: Bitte beim Thema bleiben und andere Usernamen wählen, nochmal werte ich als Provokation.

Arminius Arndt

18. August 2015 22:51

Die einen füttern sich mit meist sentimentalisierten und kalkuliert ausgewählten Flüchtlingsgeschichten, die sie in der ZEIT und überall sonst lesen, die anderen fressen täglich fünf Meldungen auf pi-news über Rechtsbruch, Gewalt, Raub, Vandalismus und Vergewaltigung, von Landnahme und Überfremdung ganz zu schweigen.

Ja, in der Tat findet eine Polarisierung statt - und einem nicht unerheblichen Teil ist nach wie vor alles eher egal (evtl. die wahre "schweigende Mehrheit"?).

marodeur

18. August 2015 22:57

Es ist seltsam, wenn man jeden Tag das Gefühl hat, man ist in einem Roman aus dem 70er-Jahren gefangen und hat eine Art fruchtlose Kassandra-Rolle zu spielen. Wir können nur noch debattiere und warten. Raspail hat auch das recht gut beschrieben:

Wir leben in einem Jahrhundert der korruptiven Worte. Wir benutzen die Worte, um den Taten auszuweichen, während wir auf das Unabwendbare warten, das jenseits der Worte steht und das Worte nicht abwenden können.

Rumpelstilzchen

18. August 2015 23:16

Mein netter Nachbar wollte mich schon einmal zu einem Wecker Konzert einladen. Erschrocken lehnte ich ab. Ich schaffe es einfach nicht, diesen Liedermacher gut zu finden. Es geht nicht !!! ! Ich empfinde es als Beleidigung, wenn jemand denkt, den müßte ich gut finden.
Das ist nicht mit dem Verstand zu erklären.
Denn ich bin ja auch kein Rassist und möchte , dass alle Menschen so gut und friedlich leben können wie wir. Nur eben in der Mehrheit bei sich daheim.
Jetzt sind die Tore offen. Damals waren die Türen noch zu:
https://www.myvideo.de/musik/katja-ebstein/ein-indio-junge-aus-peru-zdf-disco-13-04-1974-video-m-9756743

Das Schockvideo von Konstantin hat der Diskussion einen Linksdrall gegeben.
Und Konstantin wollte ja gegen die Faschisten demonstrieren. Aber er hat Angst. Weil sein Freund Paule wegen seiner dicken Stange in U-Haft sitzt.
https://www.taz.de/Anti-Pegida-Demonstrant/!5220597/
Auch die Linke hat Leute mit dem X-Faktor.
Wir haben die gleichen Ängste. Wollen wir nicht alle das Eine ? Und warum finden unsere Herzen dann nicht zueinander ?

Albert

18. August 2015 23:18

Martin Lichtmesz ist mein Lebenselixier in dieser dürren Zeit. Ich hungere immer auf den nächsten Artikel von ihm. Es gibt neben Thorsten Hinz keinen Kolumnisten in unserem Milieu, dessen Zeitgeist-Analysen ähnlich sensibel und tiefschürfend sind wie seine.

Genug geschleimt, aber bitte mehr davon!!

Nordlaender

18. August 2015 23:32

@ ML

"Ich bekomme immer eine Gänsehaut, wenn die Cyndi Lauper nach vorne hechtet und losquakt, daß sich die Balken biegen."

Hmmmmh ... ganz sicher bin ich mir nicht mehr ... war das damals Harald Schmidt? Mit einer gehässigen Anmerkung gegenüber Paola Felix ("Verstehen Sie Spass")? Jedenfalls so eine These, daß sich gewisse Hippeligkeiten (scheinbare ADHS-Symptome) sich durchaus ablegen ließen, erledigte der Kulturschaffende denn das Austreten bereits vor seinem Auftritt auf der Schaubühne.

Nordlaender

18. August 2015 23:40

@ Rumpelstilzchen

"Denn ich bin ja auch kein Rassist"

Warum sind Sie denn ganz konkret keine Rassistin?
Was ist das eigentlich, Rassismus?

Martin Lichtmesz

18. August 2015 23:41

Wenn der Konstantin heute gegen "Faschisten" hetzt, dann hat er die Message von seinem eigenen Song vergessen... oder er war von vornherein zu blöd, sie zu kapieren.
https://www.youtube.com/watch?v=86S1iKWw654

Immer noch werden Hexen verbrannt
auf den Scheiten der Ideologien.
Irgendwer ist immer der Böse im Land
und dann kann man als Guter
und die Augen voll Sand
in die heiligen Kriege ziehn!

Superlied... weckt in mir sentimentale Erinnerungen. Zu seinem neuen Meisterwerk allerdings sage ich NEIN!

Faber

19. August 2015 00:13

Die beste Erklärung, warum Deutschland (bzw. ganz Europa) sich austauschen lässt, liefert m.E. Hilaire Belloc in "The Great Heresies". Bereits die Einführung "What is Heresy?" erklärt umfänglich, ganz ohne katholischen Standpunkt, worum es im wesentlichen geht.

https://en.wikisource.org/wiki/The_Great_Heresies

Hier in Brasilien gab es vor wenigen Jahrzehnten eine Militärdiktatur. Deren Fehler bestand darin, dass sie liberal war. An den Universitäten durften die Linken schwätzen, was sie wollten, solange sie "friedlich" waren. Heute verfügen sie über den ganzen Kontinent.

Mitleid mit Häretikern und Hexen ist der zentrale Fehler.

M.L.: Das denken unsere Freunde auch. Und Hexen sind etwas deutlich anderes als Häretiker.

enickmar

19. August 2015 00:28

... das was jetzt live in Echtzeit hier abläuft ist im Grunde ein epischer “Endkampf” ...

Träumerle. Das war schon. Spätestens '45.

enickmar

19. August 2015 00:31

@ Möglichkeiten

Hab' ich längst hinter mir. Nun im Exil. Und nun ?

enickmar

19. August 2015 00:39

Klammheimliche Sympathie. Dabei erwische ich mich immer öfter. Zumindest Verständnis für eine globale Elite denen das Volk höchst suspekt ist. Das Volk, dumm, opportunistisch, selbstsüchtig und obrigkeitsgläubig. Wehe es fällt in die falschen Hände. Aufgrund seiner Zahl von hoher Potenz und durch seine Manipulierbarkeit zu allem fähig. Sogar zur Selbstvernichtung. Alles was es dazu braucht ist es, die kleingeistige Eitelkeit und die niedersten Triebe anzusprechen.
Besser, man züchtet es noch dümmer, aber vor allem schwächer. Dann kann es keinen Unfug mehr anstellen, jedenfalls keinen gefährlichen mehr.

Carl Sand

19. August 2015 00:53

"(...) durften die Linken schwätzen, was sie wollten, solange sie friedlich waren. Heute verfügen sie über den ganzen Kontinent".

Martin Lichtmesz hat schon trefflich repliziert. Im Übrigen sind die linksnationalen, indigenen Regierungen so ziemlich das Einzige, was mit an Staatlichkeit jenseits des großen Teiches sympathisch ist.

Der Feind steht nicht links. Das ist betoniertes Gefasel der 50er Jahre. Der Feind bedient sich der "Linken".

Martin Lichtmesz

19. August 2015 01:15

Martin Lichtmesz hat schon trefflich repliziert. Im Übrigen sind die linksnationalen, indigenen Regierungen so ziemlich das Einzige, was mit an Staatlichkeit jenseits des großen Teiches sympathisch ist.

Der Feind steht nicht links. Das ist betoniertes Gefasel der 50er Jahre. Der Feind bedient sich der „Linken“.

Und überhaupt: Super, Militärdiktatur, genau das politische System in dem ich leben möchte, und ihm dabei helfen, es von Hexen und Häretikern zu säubern...

Andreas Walter

19. August 2015 03:00

@Nordlaender

Rassismus ist es, wenn du Weisser bist und ein Farbiger und kein Weisser dich in deiner Wohnung oder auf der Strasse überfällt um dich auszurauben, oder ein Farbiger und kein Weisser deine minderjährigen Tochter angrapscht und du ihm dafür die Zähne polierst, bevor du von seinen Kumpels oder seiner Sippe totgeschlagen wirst.

Es ist völlig egal, welche Hautfarbe diese Leute haben oder woher sie kommen, die gerade auch unser Land unsicherer machen, in einen noch nie dagewesenen Ausnahmezustand versetzten, Krankheiten, Kriminalität, organisiertes Verbrechen und potenziellen Terrorismus in unser Land bringen. Von den bereits alltäglichen Übergriffen und Respektlosigkeiten, Missachtung unser Kultur und unseren Sitten, unseren Umgangsformen ganz zu schweigen.

Darum ist es auch gut so, dass die Polizei und auch die Gerichte, die Ärzte und die Feuerwehr schon jetzt vollkommen überfordert sind, denn dann haben sie auch schon bald keine Kapazitäten mehr frei um sich noch um andere zu kümmern. Lasst die anderen ruhig das Feuer legen, dann ist's Notwehr.

Denn auch Gutmenschen sind vor Überforderung und Burnout nicht gewappnet. Also ruht euch lieber noch ein bisschen aus, bereitet euch vor, tankt Kraft. Ist erstmal alles ausser Rand und Band, ist erstmal alles ausser Kontrolle werdet ihr sie noch brauchen, schreien die Weichgespülten doch als erstes dann wieder nach Papa, nach Vater Staat (der im Augenblick noch eine Mutti ist).

Das hier hätte Pasolini womöglich miterlebt, sehr zu seiner Verwunderung:

https://www.youtube.com/watch?v=fX73ggsMNEI

Möglichkeiten

19. August 2015 05:57

"Wenn das deutsche Volk und mit ihm die anderen europäischen Völker gerettet werden sollen, geht das nicht auf demokratischem (d. h. parlamentarischem) Weg, Taurec. Es geht nur auf dem Weg über eine Revolution."

Da gebe ich Ihnen ja vollständig recht; nur....wie soll eine solche organisiert, gesteuert, ja nur begonnen werden?

Den Beginn einer Revolution oder eines Volksaufstandes (vergleichen Sie bitte den 17. Juni 1953 oder 9. Novemer.. äh...1989) können Sie nicht über das Internet lostreten; allenfalls vorbereiten helfen.

Und solange das große Abschlachten der Deutschen noch nicht begonnen hat; es bei Vorzeichen (Vergewaltigungen durch Migranten, "plötzlich" so vermehrt auftretende Taschendiebstähle und Trickbetrügereine, vermehrte "sonderbare" Häufungen von Einbrüchen u. Überfällen in der Nähe von Asylbewerberheimen, et.) bleibt und das Regime den Anschein der normalen Realtiäten (die bekannten 5 F`s -Fernsehen, Facebook, Fressen, Fußball, Fi..en) in dieser Matrix aufrecht erhalten kann, passiert hier leider gar nix.

Aber sie haben grds. natürlich völlig recht, was mir auch sonnenklar war als ich die Zeilen geschrieben habe. Und so bleibt nur zu hoffen auf:

Revolution - is coming soon.

M.L.:... and it will not be televised.

nörgler

19. August 2015 06:36

Der Wecker ist genau genommen der Prototyp des heutigen Gutmenschentums.Immer schon gewesen.Noch nicht einen Finger bei Arbeit krumm gemacht,aber
mit wirrem Gestammel die Welt retten wollen.
Geistiges Onanieren halt.Diese Haltung hat sich leider durchgesetzt,siehe unsere „Eliten”.Es ist schlicht und einfach zu spät,diesem grassierenden
Wahsinn noch etwas entgegen setzen zu wollen,leider.

Mr. Kurtz

19. August 2015 07:50

@enickmar
...Zumindest Verständnis für eine globale Elite denen das Volk höchst suspekt ist. Das Volk, dumm, opportunistisch, selbstsüchtig und obrigkeitsgläubig.
------------------------------
Das liest sich aber doch eher wie eine Beschreibung "unserer" Eliten. Sollte die Distanz zwischen der "Elite" und "ihrem" Volk am Ende doch nicht so groß sein ? Außerdem steckt in der Äußerung die gewagte These, daß es jemals anders war. "Wir" müssen schon mit dem Menschen zurecht kommen, so wie er ist - immer war und immer sein wird.

Optimist

19. August 2015 07:53

Die geniale Raspail Vision habe ich nun halb durch....bin wirklich sehr dankbar per Zufall auf dieses Werk und dadurch diese Seite gekommen zu sein.

Was mich doch optimistisch stimmt, sind die vielen vielen "politisch unkorrekten" Meinungen, die derzeit überall aus dem Boden sprießen. Selbst in meinem Umfeld (eher linksliberal) wächst der Unmut über die --teilweise ans groteske grenzende-- Verzerrung der Realitäten. Aber! das wird sich einspielen! Durch die Kaperung der Medien durch das "Tier" kann man das eine ganze Weile kaschieren...aber eben nicht auf Dauer. Selbst wenn viele (auch ich...wofür mich mich schäme) Angst habe öffentlich meine Meinung kundzutun oder gar einer gemäßigten Vernunftpartei (zum Bsp. ALFA) beizutreten...an der Wahlurne wird es niemand sehen...und ich bin sehr zuversichtlich, dass die wahren Verhältnisse --abseits des offiziellen Bildes-- schon bald in Schieflage geraten werden.

Aus deutschem Blickwinkel: Die nächsten Bundestagswahlen kommen in 2017 und entweder unsere nach links verrutschten C-Parteien kommen in die Spur, oder es wird ein sehr interessantes Erwachen geben. Man stelle sich einen Bundestag vor mit AFD 15%...ALFA 15%... FDP 10%...CDU 25%....SPD...10%...Grüne...10%...LINKE...10%....REST 10%....oder so ähnlich.

Zugegeben, hierfür wären noch massive gesellschaftliche Umwälzungen notwendig, aber unsere Entscheidungsträger arbeiten hart, kontinuierlich, zielstrebig und vielleicht erfolgreich daran, Die schaffen das! Von daher bin ich guter Dinge, dass der Zivilisationskollaps ausbleiben wird.

Peter Niemann

19. August 2015 08:19

Ach, lieber Herr Lichtmesz, liebe Sezession, Kommentatoren: Das ist alles so furchtbar deprimierend, daß es so viele Gesellschaftszerstörer wie Dame.von.Welt, K. Wecker oder Ladurner gibt. Wir wissen natürlich, daß diese Menschen blind, naiv und unlogisch agierend sind, und letztlich keine adäquaten Diskussionspartner sind - nur weil sie einen Mund haben, berechtigt es sie nicht diesen zu jedem Thema einzusetzen. Die Fakten und Statistiken sprechen ja gegen sie, und die Verbissenheit mit der sie gegen diese anreden, entspricht der eines religiösen Fanatikers. Blinde Wut läßt sie oft Schaum vor dem Mund haben.
Doch klar ist, daß sie sich so äußern wie sie es tun weil sie entweder psychologische Streicheleinheiten oder handfeste, d.h. finanzielle Vorteile durch ihre "Meinung" (eigentlich müßte man sie als "Lüge" bezeichnen) erhoffen. Sie gehören eben der modernen "Gemeinschaft der Gläubigen" an, und wir hier sind alle aus ihrer Sicht Ungläubige.
Daß Raspail solches selbstzerstörende Verhalten so viele Jahrzehnte schon im voraus erahnen konnte ist bemerkenswert. Ich hoffe nur, daß er sich mit dem Ende getäuscht hat, daß es nicht so duster wie im "Heerlager der Heiligen" endet.

Waldgänger

19. August 2015 08:47

@ Martin Lichtmesz, 23.41 Uhr

Ja, "Hexeneinmaleins" ist ein recht gutes Lied, ich erinnere mich.
Irgendwie zeitlos.
Da hatte er wohl mal ausnahmsweise einen hellsichtigen Moment.
Es heißt ja, die kreativste Phase hätte jeder in jüngeren Jahren.

Auch "Sage Nein!" in seiner ursprünglichen Version von 2003 ...
https://www.wecker.de/de/musik/album/51-Am-Flussufer-%E2%80%93-Live/item/249-Sage-Nein-2003.html
... passt in gewisser Weise gut auf die heutige Situation.

Vorrede und einige Strophen von Sage Nein! beim Konzert von 2009 sind indessen schon von verzerrter Wahrnehmung gekennzeichnet.

Wecker demonstriert das bizarre und naive Gemüter blendende Missverhältnis von aufreizend-theatralisch-emotionaler Ansprache und luftigem Inhalt.
Das kennt man ja aus der deutschen Geschichte des vergangenen Jahrhunderts ...

Was dieser gealterte und nicht mehr zur richtigen Realitätsanalyse fähige Musikus heute von sich gibt ... ?
Besser kann man die geistige Erstarrung seiner Generation nicht dokumentieren!

Nordlaender

19. August 2015 09:27

@ nörgler

"Noch nicht einen Finger bei Arbeit krumm gemacht,aber
mit wirrem Gestammel die Welt retten wollen."

Klonovsky merkte mal an, daß ER (der Leibhaftige) ja auch und gerade nach 1945 vielen Leuten Arbeit gegeben hat. Was wäre z.B. ein Serdan Somuncu ohne IHN? Ein Nichts.

Siddharta

19. August 2015 10:50

Natürlich sind Wecker, Schweiger oder Ladurner nicht "blind", "naiv" oder "selbstzerstörerisch". Sie haben sich schon vor langer Zeit ganz eindeutig auf eine Seite gestellt. Der dilletantische Mime mit dem markanten Gesicht zum Beispiel durch seine Kollaberation an einem antideutschen Hassfilm. Sie könnten die Seite jetzt gar nicht mehr wechseln, selbst wenn sie wollten. An dem, was sie zu zerstören versuchen, haben sie schon lange keinen Anteil mehr.

Inselbauer

19. August 2015 11:17

Vielen Dank für die Neuübersetzung. Da gehört schon was dazu, so etwas totzuschweigen.
Wilfried und die schielenden Grünen von STS hätten eine eigene Bänd aufmachen sollen. Wunderbarer Fund.
Mit 18 habe ich am Schulkopierer Auszüge aus den Freibeuterschriften kopiert und an Mitschüler weiter gegeben. Das ging gar nicht; es war frauenfeindlich und rechts.
Es würde mich nicht wundern, wenn ich Ihre Schriften, Herr Lichtmesz, nach einer eventuellen ideologischen Kehrtwende in 30 Jahren für die so genannte Linke heranziehen würde. Der wir dann alle hier angehören.

Arminius Arndt

19. August 2015 11:25

Als uns irgendwann Anfang der 80er oder evtl. Mitte der 80er Jahre der Musiklehrer meiner Klasse "Gestern hams den Wülli daschlogen" vorspielen wollte, vor Absetzen der Nadel des Plattenspielers auf die Rille der Platte bedeutungsschwanger sagte, er bitte um unser Verständnis, wenn er nun den Raum verlasse, da er bei dem Lied immer Weinen müsse, da er "ähnliches erlebt habe", er darauf hin unter Gekichere bis schallendem Gelächter der Schüler den Raum verlassen hat und nur maximal 2 Minuten später ein Schüler schon zum Plattenspieler ging, um die Scheibe gegen eine von AC/DC auszutauschen, was den Knock-Out für den Lehrer bedeutete, wurde mir eines klar - die ganze "Liedermacherei" ist bullshit und auf dem Haufen Sch... ganz oben sitzt der Münchner Edel-Schicki Wecker, obwohl ich für Folk bis Baladeskes bis heute durchaus eine gewisse Vorliebe habe. Heutzutage wäre so ein Verhalten von Schülern, was bei uns damals absolut Folgenlos war, schon der Anlass für einen mobiles Krisenreaktionsteam, Einzelgesprächsrunden für die Schüler bei der Schul-Sozial-Pädagogin bis hin zum Rauswurf - mindestens würden die Eltern auch noch zu mehreren Einzelgesprächen gebeten werden. Der Totalitarismus herrscht heute maßgeblich an den Schulen und dort werden alle strickt Pro-Flüchtlinge getrimmt und so manche Dorfschulleiterin giert förmlich nach den Flüchtlingen, da sie die Schließung der Schule verhindern helfen und bessere Geldzuweisungen für die Schule bedeuten. Die Emotionalisierungsmessnadel der "Tonangebenden" schlägt immer mehr in Richtung Peak Hysterie. Dem sollte man sich hier bzw. auf der Gegenseite nicht anschließen, bei allem Verständnis dafür, auch mal "Dampf ablassen" zu müssen.

Es ist mir zu viel Emotion, was die Gegenseite immer wieder so gerne als "Hass" (miss-)interpretiert, in einigen Beiträgen. Im Moment läuft der Riss nach wie vor mitten durch unsere Gesellschaft und er vertieft sich durch die Zuwanderung täglich. Migranten wirken wie Katalysatoren, die den politischen Spaltungsprozess in Deutschland beschleunigen - bis eben auf den Block in der Gesellschaft, von dem ich bereits geschrieben habe, dem alles egal ist. Aber auch dieser beginnt abzuschmelzen, da die mediale Dauerbeschallung ständig herausfordert, "Position" einzunehmen. Für Leute, die gegen Patrioten sind, ist die Zuwanderung daher äußerst hilfreich, da sie hilft, die schwarzen Schafe in der Herde herauszufinden, die ob der vielen neuen Schafe auf der Wiese das Blöken anfangen.

Das Problem ist, das jeden Tag aufs neue Fakten geschaffen werden.

nörgler

19. August 2015 11:55

Um nochmals auf die verschiedenen Videos dieser Musicclowns zurückzukommen:diese Dumpfbacken
merken anscheinend längst nicht mehr,daß sie im günstigsten Fall eine Art Realsatire abliefern.Die Geschlossene Anstalt wäre hier angebracht.

Trouver

19. August 2015 12:16

Das Thema "Demokratie" hat mich richtig angetan.

Da rufe ich liebe Freunde zur selektuven Wahrnehmung des Begriffes.

In schoenem Ungarn herrscht gerade eine lupenreine Volksdemokratie - wer haette was einzuwenden?

Auch Suedafrika unter Botha war eine Volksherrschaft.

Westpreuße

19. August 2015 12:36

Zu Pasolini würde ich gerne, nach all den Liedern, sofern es gestattet ist, etwas sagen. Seine Schriften kenne ich nicht wirklich...

Seinen Jesus - Film habe ich um 1970 gesehen. Und das war "nicht ohne" für mich. Er ängstigte mich, beunruhigte mich...
Und ich empfand ihn ganz anders als von M.L. beschrieben.
Eher still, intensiv, karg in allem...

Heute weiß ich, daß der Film eine politische Aussage hat.
Die war damals gültig und ist es heute auch noch...
Und sie kann auch heute entschlüsselt werden!

Und die entscheidende Szene war damals für mich die Versuchung Jesu durch den Teufel, Satan, das "böse Prinzip" oder was auch immer.

Es ist die Begegnung Jesu mit dem Satan in der Wüste, in dem dieser ihn auffordert, aus Steinen Brot zu machen, sich von den Zinnen des Tempels zu stürzen...er sei doch Gottes Sohn...oder?...und die Engel würden ihm doch dienen...und falls er, Jesus, vor ihm, Satan, niederfallen und ihn anbeten würde, dann würde er ihm alle Reiche dieser Welt geben.
Und er zeigt sie ihm in ihrer Herrlichkeit...
Und Jesus sagt: "Hebe dich weg von mir, Satan!" (Luther-Übersetzung)

https://www.youtube.com/watch?v=nHN7-9QXY00

Soviel zu Pasolini...

Patriotische Grüße aus Thorn an der Weichsel

M.L.: Auch ich empfinde das "Evangelium nach Matthäus" "still, intensiv, karg", habe ich das denn anders beschrieben? Und ja, er hat etwas Verstörendes, vielleicht auch Beängstigendes. Die politische Botschaft der Versuchungs-Szene würde ich mehr dem Evangelisten (oder wenn man so will: Jesus) zusprechen. Pasolini selbst hatte schon eher eine Fusion von Kommunismus und Christentum im Sinne, allerdings ist er der "Versuchung" entgangen, dies im Film allzusehr herauszustellen, was auch zu einfach gewesen wäre. Stattdessen hat er sich eng an den Text des Evangeliums gehalten...

Urwinkel

19. August 2015 12:37

Nachdem Wecker hier bis zur Ungenießbarkeit zerfetzt wurde, muß man sich auch der Dame von Welt annehmen. Sich "Dame von Welt" zu nennen klingt erstmal sehr einladend, beinahe wie ein Puffname: "Kommt zur "Dame der Welt" und habt Spaß zusammen. Das ist höchstvermutlich kalt berechnet und geht mit Weckers Lauseleben einher. Vision, 15 Jahre voraus: Wecker, noch am Leben, geht dort ein und aus. Verballert dort sein Kleingeld, das er als Straßenmusikant einer Münchener Einkaufsmeile einnahm. Nebenbei gibt es Drogenhändler und andere maliziöse Gestalten, vor denen er immer brav den Hut zieht (um von denen nicht auf die Fresse zu bekommen). Immer für einige Gramm Crack für ein Kleingeld, das seine Potenz in Schwung bringt. Margot K. spielt die abgehalfterte Vortänzerin zu seiner Trällerei, damit überhaupt Geld in den alten Hut kommt.

Innerer Exilant

19. August 2015 13:36

Wenn ein Volk beschlossen hat, nicht mehr sein zu wollen und in dieser Haltung auch noch von "denen da oben" , den Autoritäten, den Vorbildern, den Besseren etc., bestätigt und dafür sozial belohnt wird, dann kann man nichts mehr tun, dann ist der "point of no return" bereits überschritten.

Allein schon die Art, die Physiognomie und der Gestus der heutigen Vorbilder und Autoritäten sind pure Dekdadenzerscheinungen, ja ein Volk (Tschuldigung, eine "Bevölkerung"), das diese Witzfiguren, die ja über keinerlei physische Druckmittel verfügen, nicht einfach weglacht und mißachtet ist im Grunde genommen so schwach und verweichlicht, dass es sich scheinbar dem milden sozialen Druck alternder Betschwestern beugt. Oder kann sich hier jemand vorstellen, dass die antinapoleonischen Freiheitskämpfer ihre Waffen weggelegt und über den Weltfrieden meditiert hätten, weil solche scheintoten Schwemmgesichter wie Wecker oder Käßmann sie dazu aufgefordert haben ?

Noch in der DDR hat sich ein großer Teil der Einwohner über die dumme Propaganda empört und belustigt und dem System einfach die Mitarbeit aufgeküdigt. Und da war der Druck unzweifelhaft bedrohlicher als heutzutage in der BRD.

Aber hier und heute haben die Menschen das verinnerlicht, woran sie die Staatspropaganda nur ab und an zu erinnern braucht. Die Frage, wie bringt man den Menschen dazu, sein Sklaventum zu lieben, wurde beantwortet. Es ist eine Mischung aus Humanitätsgedusel, Wohlstand und niederschwelliger, sozialer Anreize. Funktioniert zugegebenermaßen wohl nur bei sturmreif geschossenen und entkernten Gesellschaften nach Weltkriegen und Kulturrevolutionen, aber es funktioniert ja scheinbar.

Wir erleben gerade Nietzsches letzten Menschen, der das "Glück" gefunden hat. Und Junge, muss sich das gut anfühlen. Seht euch allein nur mal an, wie ihre Augen funkeln, wenn sie mit ihren Moralfetischen aus der 3. Welt in Kontakt treten dürfen.

"Was fällt, das soll man auch noch stoßen." Vielleicht ist das korrekt. Ich hab mir wirklich schon überlegt, Teil der Überfremdungsmaschinerie zu werden, die Vorraussetzungen hätte ich warscheinlich. Man muss den Weg ins Museum ja nicht länger und peinlicher gestalten, als es unbedingt sein muss.

Mal ehrlich, was wollt ihr eigentlich noch retten ? Promi Big Brother und Til Schweiger Filme ? Deutsche Hochkultur ist doch heute schon museal. Kennt ihr eigentlich die Generation unter 30 ? Meine Generation ? Wenn ihr dachtet die 68er waren destruktive Gutmenschentrottel, dann zieht euch warm an, jetzt kommen nämlich die, die von den destruktiven Gutmenschentrotteln ausgebildet wurden und all ihren Schmu verinnerlicht haben.

P.S.: Spart euch die ganzen "Defätismus" und "Volk ans Gewehr" Parolen, hier gibts keinen Volksaufstand, lol, es gibt nicht mal mehr ausreichend Menschen die sich als "Volk" definieren würden.

Urwinkel

19. August 2015 13:44

Mein Lieblingslied aus dem Genre ist immer noch das hier:

https://www.youtube.com/watch?v=PyjWEIHqDbE

Achtet mal auf das Kind am Ende der Aufnahme. Es schaut die Großen bei aller Pathetik der Inszenierung an, als wolle es fragen: "Was soll der Scheiß?" We are the World - We are the Children. Lächerlich.

jack

19. August 2015 13:47

o.t. ;-) oder doch nicht?

Hier nachprüfbar zu finden: Die transatlantische Besatzungsmacht bietet gerade toll vergütete Arbeitsplätze für Internet-Trolle an:

https://germany.usembassy.gov/about/contracts/
Eingestellt wird im Konsulat in Leipzig und der US-Botschaft in Berlin.

https://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=365512

M.L.: O.T. indeed, aber aus Interessensgründen schalte ich das frei...

Belsøe

19. August 2015 15:26

Ein schöner Artikel unter Verweis auf eine Studie, die am Beispiel Kosovo belegt, dass da keineswegs der Nachwuchs für ein grünalternatives Prenzlauer-Berg Milieu einwandern möchte, sondern pragmatisch-zynische, nationalchauvinistische und intolerante Ellbogenspitzer, weit mehr als die geschmähte Nachbarin es je sein wird. Interessant vor allem der Abschnitt, wo gefragt wird ob man sich vorstellen könne, neben einem Ausländer oder Schwulen zu wohnen. Was nun, Dame von Welt:

__________
Trennung: im Text wird das Versagen der Grenzsicherung erwähnt. Dazu sei das interessante Detail erwähnt, das mir einmal ein kurzzeitiger Untermieter erzählt hat. Er war Anwärter in einer Beamtenlaufbahn des Bundes, schrieb so eine Art Abschlussarbeit und sollte dafür einige Monate zu Frontex. Damals (vor 8 Jahren) war es so dass Frontex selbst in Kernfunktionen so gut wie kein designiertes Personal hatte. Das waren alles ausgeliehene Leute, die in ihren Heimatländern mehr oder auch mal weniger passende Festverwendungen hatten und nach einer gewissen Zeit wieder zurück gingen. Soweit ich ergoogeln konnte, hat sich daran nichts geändert. Eine Sicherheitsbehörde im eigentlichen Sinne, mit festem Kader und eigenem (nicht erst teuer extern einzukaufendem) Instrumentarium ist das also mitnichten. Scheint man trotz der schieren Länge der Aussengrenzen, der geographischen Vielfalt und der politischen Lage wohl für unnötig zu halten.

Belsøe

19. August 2015 15:27

Mein Link will ums verrecken nicht mit rein:

https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/warum-junge-menschen-in-suedosteuropa-auswandern-13741993.html?printPagedArticle=true

Peter Voit

19. August 2015 15:28

„Wer in all den täglichen Bildern der überfüllten Boote und der aus allen Nähten platzenden Auffanglager und Unterkünfte keine „Menschenflut“ zu erkennen vermag, dem ist wohl nicht zu helfen ...“

Noch schlimmer als diese Apperzeptionsverweigerung dürfte jedoch das sein, was der Chefredakteur einer Tageszeitung ("Augsburger Allgemeine") in seinem Leitartikel "Die Völkerwanderung: Was jetzt zu tun ist" bietet. Nein, der Redakteur weigert sich nicht, zu sehen, was zu sehen ist: „Der Ansturm auf Europa ist in vollem Gange.“ Doch dann die Behauptung, der Prozezeß der Masseneinwanderung sei „unumkehrbar“: „Keine Mauer, kein Gesetz, keine Abschreckungsmaßnahme“ werde die Menschen davon abhalten, ihr Glück im alternden, seinen Wohlstand genießenden Europa zu suchen.

Wenn das so wäre, dürften sich „die“ Menschen vom Ansturm auf Europa auch dann nicht abhalten lassen, wenn, wie der Verfasser des Leitartikels auf der anderen Seite fordert, es sich nicht „lohnen“ dürfe, in Deutschland um Asyl zu ersuchen.

Es ist offensichtlich die Strategie dieses Chefredakteurs, den Widerstand gegen die Masseneinwanderung zum einen als vergeblich hinzustellen, diese Vergeblichkeit zum anderen aber durch scheinbares Entgegenkommen etwas erträglicher zu gestalten.

„Seid nüchtern und wachet ...“ (1 Petr 5,8).

Rosenkranz

19. August 2015 15:46

Wir alle sind in Gefahr!

Herr Lichtmesz, das trifft genau den Punkt.

Das was wir hier tun, läßt sich gut mit Tschernobyl vergleichen. Wir machen gerade Experimente. Von oben kommt die Anweisung, die Ehrgeizigen führen aus. Dann gibt es da noch den Anlagenfahrer, der die Anlage bedient, der bei der ganzen Sache ein komisches Bauchgefühl hat, sich dann aber nicht traut zu intervenieren. Das schicksalhafte Experiment nimmt nun seinen Lauf, bis der Punkt erreicht ist, wo es außer Kontrolle gerät. Das Ergebnis kennen wir. Alle haben verloren.

Bei unserem multiethnischen Bevölkerungsexperiment werden auch alle verlieren, auch wenn es gewisse Leute nicht wahrhaben wollen. Das Naturrecht steht über den Ideologien. Ich bin auch irgendwie froh, daß es nicht mehr so unterschwellig und schleichend wie in den 1990-iger Jahren weitergeht, sondern Konflikte so offen hervortreten, daß sie auch den Friedlichsten betreffen. Nun kann jeder entscheiden, ob er was tut oder sich weiter lethargisch einrichtet. Sich nicht nicht zu positionieren, wird immer schwieriger.

Martin Lichtmesz

19. August 2015 15:52

"Africa for Norway" nicht zu vergessen:
https://www.youtube.com/watch?v=oJLqyuxm96k

Andreas Walter

19. August 2015 15:55

https://wissenschaftsforschung.de/JB01_113-128.pdf

Unser Wissen um die Dinge selbst ist der Turm, den wir zu Babel bauten, was uns vom Körper entfremdete in dem wir wohnen und darum auch schon bald verlassen müssen die, die dem Himmel näher sind, sein wollten als der Erde. Runterkommen (von der Himmelsleiter) heisst darum das Zauberwort, sich vermehren wie die Tiere und auch schlagen, kämpfen, beissen, töten, reissen. Die Himmelspforte darum einige schon bald durchschreiten, von Grund auf heiter und auch von Engeln sich begleitend, in die Enge sich getrieben fühlen und vor Verzweiflung schreiend, die am lautesten nach und nicht um den Erlöser an jener Mauer weinen.

Du sollst nicht töten, wünscht sich der Herr, doch von du darfst nicht war nie die Rede, nimmermehr. Dem Christen missfällt das darum sehr, denn dazu genötigt werden ist nicht fair. Doch es gibt ja auch noch andere Wege, reich' mir doch bitte mal die Säge. Gemein sein fällt auch mir nicht schwer, gemein muss ich zu jedem sein, ob jung ob alt ob schwarz ob braun, verhält er sich gar wie ein Schwein.

Andreas Walter

19. August 2015 16:00

Wenn man sich diese Grafik ansieht muss man sich nur fragen: Was ist um 1650 passiert, was hat sich da grundliegend verändert, was wurde, konnte seitdem anders gehandhabt werden weshalb das Gleichgewicht zwischen Sterben und Überleben sich so stark zum Überleben hin verschoben hat?

https://www.google.de/imgres?imgurl=https%3A%2F%2Fupload.wikimedia.org%2Fwikipedia%2Fcommons%2Fthumb%2F8%2F8a%2FWorld-pop-hist-de-2.png%2F300px-World-pop-hist-de-2.png&imgrefurl=https%3A%2F%2Fde.wikipedia.org%2Fwiki%2FBev%25C3%25B6lkerungsexplosion&h=327&w=300&tbnid=Ol5CxkzGBh4zQM%3A&docid=HVKpjtapjM_vuM&ei=InHUVYbcJ4P8UrrvgoAC&tbm=isch&client=safari&iact=rc&uact=3&dur=491&page=1&start=0&ndsp=29&ved=0CCcQrQMwAmoVChMIhvW72o21xwIVA74UCh26twAg

War es etwas politisches? Eine Veränderung der Religion? Ein Fortschritt in der Medizin? In der Landwirtschaft? Bei der Energieversorgung? Ich tippe auf einen technischen Fortschritt, denn der Mensch bleibt immer auch ein Tier.

Krantur

19. August 2015 16:48

Herr Walter,
schauen Sie sich einmal das Bild, das Sie verlinken genau an. Unten sehen sie die Ableitung des oberen Graphen, die deutlich aussagekräftiger bezüglich starker Schwankungen in der Bevölkerung ist. In der Ableitung ist zu erkennen, daß der starke Anstieg erst im 20. Jahrhundert stattfand.

Alexander

19. August 2015 16:54

Innerer Exilant:

Mal ehrlich, was wollt ihr eigentlich noch retten ? Promi Big Brother und Til Schweiger Filme ?

Mehr fällt Ihnen nicht ein?
Ich bin es langsam leid, mich zu wiederholen ...
Haben Sie etwa nicht das Bewußtsein, ein Glied in einer langen Kette zu sein (frei nach Kubitschek)? Weiten Sie Ihren Blick über das Hier und Jetzt!

enickmar

19. August 2015 17:04

@ Mr. Kurtz

Mit “globale Elite” waren nicht globale Marionetten gemeint.

Wie auch immer. Selbstverständlich war es nie anders. Wie es der Zufall es so wollte, leben wir allerdings jetzt. Dabei werden die Möglichkeiten Unfug anzustellen in der Moderne nicht geringer. Und wir beobachten, was gerade vor sich geht.

Meine Sympathie war natürlich Zynismus. Ob globaler Spieler oder bloß Marionette, jedenfalls haben wir es mit gefährlichen Psychopaten zu tun:

https://www.youtube.com/watch?v=Fgcd1ghag5Y

Und auf der “anderen Seite” mit diesem Volk.

Die Welt ist ein Irrenhaus.

Rette sich wer kann !

Nordlaender

19. August 2015 17:14

@ Martin Lichtmesz

"„Africa for Norway“ nicht zu vergessen"

Einen noch mal so einen, Herr Lichtmesz! Dann sagte ich "Ab jetzt wird zurückgeschossen."
Hielte mich an keine Waffensperrverträge mehr und setze Munition ein wie diese hier:

"Agony and idiocy": https://www.youtube.com/watch?v=O5PnX59hfY8

Martin Lichtmesz

19. August 2015 17:57

Zeit für ein bissel Boyd Rice Experience... dedicated to Konstantin:

Race Riot
Love Will Change The World

Konservativer

19. August 2015 18:17

Werter enickmar

Ja, das von Ihnen verlinkte Video

https://www.youtube.com/watch?v=Fgcd1ghag5Y

bestätigt Ihre Aussage "gefährliche Psychopaten"
("was haben wir gelacht").

Schauen wir einmal, womit diese Psychopaten u.a. aufwarten können:

https://www.youtube.com/watch?v=T9sDxvsbsnA

Helga Müller

19. August 2015 18:46

Danke für die Sätze zu Pier Paolo Pasolini und Ihren Abschluß:

"Das Zitat aus dem Stück von Ianva ist eine Montage aus den „Lutherbriefen“ (1975):

Die Zukunft ist bedrohlich und apokalyptisch. Die Söhne gleichen ihren Vätern in nichts mehr und sind einer Zukunft ausgesetzt, die zwar die ganzen Probleme und all das Elend von heute konserviert, qualitativ aber völlig anders sein muß. Während dieses schrittweisen Zerfalls waren meine kummervollen oder hämischen Kritiker damit beschäftigt, alle mit ihren schwachsinnigen ‚Verpflichtungen‘ zu belästigen: die ‚Verpflichtung‘ für Fortschritt zu kämpfen, für soziale Verbesserungen, für Liberalisierung, Toleranz, kollektives Arbeiten etc. etc. Daß der allgemeine Zerfall aber erst durch die Pervertierung ihrer eigenen Werte in Gang gesetzt wurde, merkten sie gar nicht!

Carl Sand

19. August 2015 20:04

@Alexander - Innerer Exilant

Die Kette ist zerrissen. Die Väter der 30-jährigen sind enthodet. Die Mütter selbstverwirklicht im hyperidentifizierten Menschmaschinenverwaltungsjob.
Die Väter haben als Babies den zweiten karthagischen Krieg miterlebt und wimmern weibisch vor dem dritten. Die Mütter lernten emanzipierte Enthemmung.

Jede Generation wird politisch vom Alter der Frührentner beherrscht. Sowohl diejenigen, die die Ochsentour und - noch viel wichtiger - den Kooptationsprozess durch die Weltoligarchie durchgemacht haben, als auch ihr - von ihnen selbst so bezeichnetes Parteivieh sind etwa um die 50-60 wenn sie in ihren Funktionsämtern angekommen sind bzw. wenn sie die Kreisverbandstagungen und Wahlkampfplakatklebeaktionen bewimmeln.

Natürlich verachten die paar nach oben kooptierten Parteifunktionäre ihr Parteivieh - aber sie können nicht ohne sie. Sie brauchen sie. Als Stimmvieh. Als Meinungsmultiplikatoren. Um ihre faschistische Herrschaft nicht offen zu Tage treten zu lassen.

Deswegen müssen sie wenigstens so tun, als ob sie auf die 50-60 jährigen Frührentner hörten.

Natürlich haben wir niemals eine Demokratie gehabt. Natürlich sind die ganzen peinlichen Frührentner, die Kreisversammlungen zumiefen, in Wirklichkeit für die Herrschenden so entscheidend wie der sprichwörtliche Sack Reis. Man verachtet sie.

"Parteimitglieder sind Spacken und Menschen ohne Freunde". Originalzitat Babara von Vnuk-Lippinski, ehem. Mitglied des Bundesvorstandes der CDU.

Aber man braucht sie. Weil man sie benutzen muss. Weil es ohne sie damals noch nicht ging.

Interessant, nicht wahr, warum die Weltwahnsinnigen erst ab den 90er Jahren ihren Irrsinn immer offener durchsetzen konnten? Es geschahen in immer schnellerer Folge Dinge, die noch wenige Jahre zuvor den Aufstand, nicht nur den Aufschrei ausgelöst hätten.

Man nahm vorher freilich noch Rücksicht auf den lieben Naziopi, der unterm Weihnachtsbaum nach zuviel Cognac vom Iwan faselte - weil man ich brauchte. Weil man ihn benutzen musste. Weil es noch ohne ihn damals noch nicht ging.

Der Frührentner ist das personifizierte Katechon. Dies gilt, wie am typischen Dummkonservativen zu beobachten, alltäglich.

Aber in ihrer entscheidenen Funktion, dem Wahnsinn Einhalt zu gebieten, und das stand in ihrer Macht - denn man brauchte sie - man benutze sie - man musste wenigstens so tun, als ob man auf sie hörte -

da hat diese Vätergeneration, diese erbärmliche, weibische, enthodete Generation (im Altersdurchschnitt wahrscheinlich dem Forumsaltersdurchschnitt entsprechend) VERSAGT.

Das hat natürlich seine Gründe. Das Wissen um den dritten karthagischen Krieg, das Wissen, dass das was kommen wird entsetzlich sein wird - die absolute Ohnmacht die diese (jaja, die Freudkarte) als frühstkindliche Erfahrung in Bombennächten gemacht haben,

die ausgetauschten oder nie wirklich heimgekommenen Väter - welche in gigantischer Verdrängungsleistung sich noch einmal aufrafften um den Wohlstand der BRD zu erschaffen und die Ersterfahrung der "emanzipierten Frau" musste diese Generation entmannen.

Die nächste lernte dann schon mit dem wertewillkürlichen Hedonismus umgehen und feiert heute eine bald endende Party im Führerbunker.

Naja, wenigstens hört bald die Scheisskapelle auf der Titanic auf zu spielen? Leider nicht. In gated communities und Hamburg Eppendorf wird die Scheisse immer weiter gehen. Das ist die Zukunft: Ein Hamburg Eppendorf in Ewigkeit.

-

Ich liebe meine Vätergneration. Aber ich habe überhaupt keinen Respekt mehr vor ihnen.

Aber keine Bange, meine Herren, meine Mitgeneration mag ich fast genausowenig. Und was jetzt kommt noch viel weniger.

Deswegen - inneres Exil und äußerliche RACHE. Und die wohnt oft gleich nebenan.

Waldschrat

19. August 2015 20:10

Als ich Westpreußes Link zu Pasolinis Versuchungs-Szene klickte, blendete mir Youtube eine Werbung für eine muslimische Partnerbörse ein.

Eine vielleicht etwas banale Pointe am Rande, aber die Realität ist doch manchmal verstörender als jeder Film...

Urwinkel

19. August 2015 20:19

Schauen wir einmal, womit diese Psychopaten u.a. aufwarten können:

https://www.youtube.com/watch?v=T9sDxvsbsnA

Wenn man das sieht, will man nur noch auswandern. Bloß nicht dienen. Mich habt ihr nicht verdient! Seid froh darüber. Der eigene Haushalt hindert mich noch daran.

Wecker-Sympatisanten beflügeln übrigens genau solche Bilder. Alles was destruktiv, kulturzerwesend, ultrabrutal ist, nehmen sie ebenso zur Kenntnis. Dürfen es aber unangemeldet nicht ansehen. Ein ab 18-Youtube Link:

https://www.youtube.com/watch?v=TK5dp20wkQI&feature=youtu.be

Eine Collage von Grausamkeiten, gruseliger Metal-Klänge als Begleitmusik machen die Angstszenerie komplett. Die Leute wollen das GUTE, aber machen in der Taktik tragisch viel falsch.

Carl Sand

19. August 2015 20:20

@Pasolinidiskussion

Wunderschön. Ich wünschte, ich könnte noch glauben. Ich habe es wirklich versucht. Zu glauben, Gott persönlich habe sich ein einziges Mal auf diese winzige Erde begeben um einigen sehr von sich überzeugten Menschen zu sagen, dass er es SO genau NICHT gemeint habe. Das Christentum ist so anders in seinem Kern als alle anderen Religionen, so wunderschön.

Aber das Universum ist so gigantisch und der Mensch so unbedeutend. Ich meine, ich verzweifle nicht an der Theodizee; dass das Leben entsetzlich sein kann und Gerechtigkeit eine Ausnahme - denn dies ist die materielle Welt - sondern an der Ewigkeit.

In diese Ewigkeit einzugehen - unvorstellbar. Kennen Sie Douglas Adams? Der unendliche Durchblicksstrudel zerschmettert einen. Und er gibt nur einen ganz kurzen Blick darauf, wie GROß das Universum wirklich ist. Unendliche Leere. Darin ein persönlicher Gott? In so etwas soll ich aufgehen? Seine Gerechtigkeit könnte ich nicht ertragen. Werde ich nach meinem Tod wirklich Gott persönlich anschreien können? Diese gigantische Leere?

Dass Gott im höchsten Maße unwahrscheinlich ist, zeigt freilich nicht, dass es den Teufel nicht gibt. Wir leben wahrlich im Zeitalter des Antichristen und noch nie haben so viele Menschen ihre Seele an den Teufel verloren, wie gerade jetzt - aber die Existens des Teufels ist leider kein Beweis für die Hoffung aus Gott.

Monika

19. August 2015 21:31

@ Carl Sand

Seh' ich den Himmel, das Werk deiner Finger,
Mond und Sterne, die du befestigst:
Was ist der Mensch, daß du an ihn denkst,
Des Menschen Kind, daß du dich seiner annimmst ?

Psalm 8

Lieber Carl Sand,
Selbst außerirdisches Leben würde nicht der Bibel widersprechen, ja sie gar bestätigen ?
https://www.kath.net/news/51470
Ich verzweifle eher an der Theodizee, denn an der Ewigkeit.

Bunbury

19. August 2015 22:00

Die größte Gemeinsamkeit zwischen Pasolini und Raspail dürfte im Katholizismus bestehen, einem Katholizismus romanischer Ausprägung, der für transalpine bzw. rechtsrheinische Katholiken (= halbe Lutheraner) nur schwer nachzuvollziehen ist: eine unterschwellige, zugleich tiefverwurzelte, stark marianisch geprägte Volksfrömmigkeit, die sich mit anderen Bestrebungen (Raspails Aristokratentum, Pasolinis Anarchismus und klassenkämpferischem Furor) wunderbar verträgt.

M.L.: Interessanter Gedanke!

Der_Jürgen

19. August 2015 22:13

@Carl Sand:
"Interessant, nicht wahr, warum sich die Weltwahnsinnigen erst ab den 90er Jahren immer offener durchsetzen konnten? Es geschahen in immer schnellerer Folge Dinge, die noch wenige Jahe zuvor den Aufstand und nicht nur den Aufschrei ausgelöst hätten."

Die Antwort auf diese Frage finden Sie bei Ernst Jünger, "Auf den Marmorklippen", Ausgabe von 2008, S. 46:

„Es ließen sich noch viele Zeichen nennen, in denen der Niedergang sich äußerte. Sie gleichen dem Ausschlag, der erscheint, verschwindet und wiederkehrt. Dazwischen waren auch heitere Tage eingesprengt, in denen alles wie früher schien. Gerade hier lag ein meisterhafter Zug des Oberförsters; er gab die Furcht in kleinen Dosen ein, die er allmählich steigerte und deren Ziel die Lähmung des Widerstandes war.“

Während die Gehinrwäsche der jungen Generation auf Hochtouren lief, gaben die Machthaber den Vertretern der älteren Generationen die Furcht nach dem Rezept des Oberförsters "in kleinen Dosen ein" und steigerten den Druck auf jene, die beim Marsch in den Abgrund nicht mitmarschieren wollten und deshalb als bigotte Hinterwäldler verhöhnt wurd, allmählich, bis sich fast alle in resigniertes Schweigen geflüchtet hatten.

Ja, diese Leute sind wahnsinnig, aber gleichzeitig klug. Das eine schliesst das andere nicht aus.

Innerer Exilant

19. August 2015 22:25

Achja, hier noch ein wenig Lektüre aus dem Irrenhaus, in dem wir leben, damit jedem klar ist, wohin die Reise geht

---> https://www.welt.de/debatte/article145399287/Europa-wird-schwarz-So-what.html

---> https://www.welt.de/debatte/kommentare/article145299723/Das-weisse-Amerika-ein-Verbrechersyndikat.html

Das ist die "konservative" (haha) Welt. Rechte Springerpresse eben ;)

Viel Spaß noch beim Warten auf den Volksaufstand.

Monalisa

19. August 2015 22:38

Ihr Gewissen ist ein Zeichen Gottes, Carl Sand.

Und jede böse Tat trägt ihre Strafe in sich, darauf dürfen Sie vertrauen.
Sie könnes es auch Karma nennen, jedenfalls rächt es sich die göttliche Ordnung zu verletzen.

Von Jahr zu Jahr sehe ich diese Zusammenhänge klarer und ziehe daraus Trost. (Beängstigend ist es allerdings auch)

Bitte versprechen Sie mir, nicht wie dieser verzweifelt Musiklehrer aus Berlin zu enden, dessen nationaler Widerstand im Tod in der Zelle endete.

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/brandanschlag-auf-kanzleramt-verdaechtiger-tot-aufgefunden-a-1043395.html

Heinrich Brück

19. August 2015 22:44

Der Teufel war noch nie so anspruchsvoll, und sterben müssen wir alle,
wie der Gekreuzigte in seinen Erwartungen. Carl Sand, die Liebe wurde
ans Kreuz geschlagen, schon damals ging es um Macht.
Schauen Sie sich die Kreaturen an, mit deren Seele der Teufel zufrieden
ist. Gott will dem Menschen Etwas schenken, darin er alle Ewigkeit und
jeden Unendlichkeitsfaden vereint wiederfühlen kann. Wenn die Herzen
zueinanderfinden, wie Rumpelstilzchen schrieb, ist der Teufel machtlos.

Stil-Blüte

20. August 2015 00:11

Martin Lichtmesz, vergaloppieren Sie sich nicht! Das, was n a c h Ihrem exzellenten Beitrag von Ihnen dazugefüttert wurde, entspricht nicht mehr Ihrem eigenen Anliegen, beim Thema zu bleiben. Bleiben Sie beim Thema!

M.L.: Ich darf das!

Andreas Walter

20. August 2015 00:58

@Krantur

Zumindest vertretbare Wachstumszahlen haben von den Entwicklungs- und Schwellenländern entweder christlich geprägte (Lateinamerika) und solche, in denen schon immer ein relativ hoher Wohlstand existiert hat. Afrika, und Asien teilweise, sind dagegen eine Katastrophe und mit der bekommen es jetzt auch vor allem Russland und Europa immer mehr zu tun, durch schiere Masse. Viele der jungen Männer jetzt auf der Suche nach neuen Jagd- und Weidegründen haben noch nicht einmal mit der Familienplanung begonnen, grosse Teile der Menschheit die jetzt schon auf der Welt sind noch nicht einmal Geschlechtsreif und auch noch nicht auf der Wanderschaft. Das werden also immer mehr.

https://de.wikipedia.org/wiki/Bevölkerungsentwicklung#/media/File:Population_growth_rate_world_2011.svg

Wir werden die Boote daher so oder so zum Umkehren zwingen müssen da man Menschen ohne Papiere und damit Identität nicht einmal zurückschicken kann. Zurückdrängen und bei Wiederstand versenken oder landen lassen. Andere Optionen gibt es nicht und die Eine bedeutet halt unserer Untergang.

Tut mir leid, wenn ich das so nüchtern analysiere, doch das ist eben auch kein Thema für Kinder vor dem Weihnachtsbaum. Alternativ bleibt ansonsten nur noch der totalitäre Überwachungs- und Polizeistaat, der das Problem dann eben nicht direkt an, vor der Grenze löst, sondern dann im innern lösen muss.

Denn es geht hier nicht nur um 50 Millionen Flüchtlinge, die man ja auch gar nicht sauber auf Europa verteilen kann, sondern allein schon um 1 Milliarde Afrikaner, die in Armut leben. Das sind doppelt so viele Einwohner wie in der ganzen EU und auch hier ist der Wohlstand und die Arbeit nicht gleich verteilt.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/timeline/2f76ccf020ac4d52e8db91827167df1a.png

Ein völlig aussichtsloses Unterfangen also, selbst mit Totalüberwachung und Polizeistaat. Da sich jedoch kaum jemand traut, für diese Entscheidung die Verantwortung zu übernehmen, unsere populistischen Politiker schon mal gar nicht, muss ich sie wohl übernehmen und die, die mir beipflichten, auch wenn das alles andere als schön ist. Wir können nicht einmal alle Gebildeten aufnehmen, weil dann Afrika intelektuell ausblutet.

Ich habe allerdings schon vor Jahren an der Universität vorgeschlagen, den Kolonialismus in einer modernen, humanen Form der Länderpatenschaften wieder einzuführen und auch vor dem was jetzt bereits passiert 2005 in meiner Diplomarbeit gewarnt. Ich bin Agrarökonom und -sozialwissenschaftler. Leider einer der Aufmüpfigen, und darum hat vielleicht keiner auf mich gehört.

Doch selbst "Schiffe versenken" wird die Probleme in Deutschland und in den anderen vom Wohlstand her und an Arbeit besser gestellten Nationen der EU nicht lösen, da dies ja nur ein Teilproblem ist. Es müssen auch die innereuropäischen Grenzkontrollen wieder eingeführt werden, wenn das reicht, denn man hat es ja hier nicht mehr mit einer begrenzten, halbwegs zivilisierten Populationsbewegung zu tun. Andere, rein innenpolitische Veränderungen werden die Massenbewegung allerdings kaum bremsen, denn in den Wäldern wird schon jetzt mehr denn je auch gewildert, sie können ja auch mal die Förster fragen was auch da los ist. Dann bringen die Migranten in Zukunft eben auch Zelte mit und leben im Wald oder auf der Grünen Wiese oder in Parks und plündern Felder und Beete wegen Nahrungsmitteln. Selbst wenn man es daher stoppen will gibt das noch unzählige Probleme und auch technische Schwierigkeiten, die derzeit keiner entschlossen angehen will. Hoffentlich hat man nicht auch die Pläne vom Mauerbau entsorgt.

Andreas Walter

20. August 2015 02:37

Hannes Stein von Der Welt, was schreiben sie denn da für einen Unsinn.

Natürlich ist Afrika ein rückständiger Kontinent. Sogar weitaus rückständiger als Lateinamerika, was doch allein schon ihre Argumentation ad absurdum führt. Darum existiert doch überhaupt das Teilproblem der unkontrollierten Migration nach Europa auch von dort. Doch was habe ich damit zu tun, oder die Mehrzahl der Deutschen? Wirklich wohlhabend und damit indirekt über Banken und Aktien auch international einflussreich sind doch nur 5% der Deutschen, maximal 10%.

90% auch der Deutschen haben deswegen mit dem Schmu, der auch da durchaus getrieben wird rein gar nichts am Hut, die meisten wissen sogar nicht einmal etwas davon. Wenn sie also schon "die Schuld des Weissen Mannes" als Teilproblem Afrikas sehen wollen, die Chinesen haben sie wohl auch nur zufällig vergessen, dann halten sie gefälligst mich und 90% meiner Mitmenschen da raus.

Mir ist es egal, wie jemand aussieht, oder welche Hautfarbe er hat. Wenn sich Rihanna oder Naomi Campbell auf meiner Party daneben benimmt schmeiße ich sie genauso raus wie Rolene Strauss oder Chantelle Young. Es geht nämlich nicht um Rasse, sondern um Kultur, um Kultiviertheit, Umgangsformen, um Manieren. Wobei man früher sogar noch sagte, die Frau hat Rasse, und meinte damit Klasse. Machen Sie mal Urlaub in Monrovia, Liberia, oder in Lagos, Nigeria, dann reden wir noch mal über Afrika und die Mehrheit seiner Einwohner, Herr Stein.

Götz Kubitschek

20. August 2015 07:12

s zieht weiter: die karawane.
gruß aus schnellroda! kubitschek

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