Sezession
1. Oktober 2013

Metapolitische Unterweisung – Armin Mohler an Ernst Jünger

Gastbeitrag

Was ich mit dem allem sagen möchte: Am stärksten sind Sie immer noch, wenn Sie Einzelgänger bleiben. Mit jedem Schritt in der Öffentlichkeit engagieren Sie sich aber politisch.

Dagegen hilft Ihnen nicht, wenn Sie sich auf die metapolitische Ebene beziehen, auf welcher die Gegensätze ja ohnehin zusammenfallen würden. Gewiß tun sie das – aber die Synthese dort oben besorgt ein anderer, außerhalb der Zeit. Aber Sie leben nun einmal innerhalb der Zeit.

Weil Sie gar kein »Privatmann« mehr sein können, können Sie es sich darum auch gar nicht mehr leisten, »privat« Vorstellungen anzuhängen, welche der Welt zugehören, der Sie noch entstammen. Und das ist nun einmal die wilhelminische Welt.

Das können Sie schon deshalb nicht, weil Sie in Ihren Büchern wie kaum ein anderer gezeigt haben, in welcher Welt wir heute leben.

Nehmen Sie mir nicht übel, daß ich wieder einmal gegen den Stachel gelöckt habe. Sie werden erkennen, daß es in allen politischen Auseinandersetzungen, die ich so oft mit Ihnen hatte, immer um denselben einen Punkt ging.

Herzlich grüßt Sie Ihr alter Rouspetteur
Arminius


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