Ohne Schnellroda geht nicht viel

Schon ulkig: Gäbe es nicht so viele Neuerscheinungen im Programm, müßte man in Schnellroda keinen Frühjahrsprospekt drucken. Das Establishment überschlägt sich mit Werbung.

Nils Wegner

Nils Wegner ist studierter Historiker, lektorierte 2015–2017 bei Antaios, IfS und Sezession und arbeitet als Übersetzer.

In den letz­ten paar Wochen sind gan­ze vier (!) Bücher erschie­nen, in denen das Rit­ter­gut, sei­ne Bewoh­ner und die dor­ti­ge Arbeit einen gewich­ti­gen Platz ein­neh­men und teils ihre eige­nen Kapi­tel haben… Ein neu­rech­tes Klee­blatt, wenn man Kalau­er mag.

Dem gemüt­li­chen Tuvia Tenen­bom hat sich Ellen Kositza ges­tern bereits gewid­met. Essen kann der Mann auf jeden Fall, eben­so wie wit­zi­ge Geschich­ten erzäh­len – ob nun über die Tics von kon­kret-Her­aus­ge­ber Her­mann L. Grem­li­za oder die Kodi­fi­zie­rung der moder­nen hebräi­schen Spra­che: Für den etwas ande­ren Blick auf das Rit­ter­gut emp­fiehlt sich Allein unter Flücht­lin­gen; es müs­sen ja nicht immer die ewig ver­ständ­nis­lo­sen Betrof­fen­heits­jour­na­lis­ten sein.

Die schrei­ben aller­dings (lei­der) auch unent­wegt Bücher. Sie erin­nern sich noch an die gro­ße FAZ-“Home­sto­ry” über Kubit­schek und Kositza vor bald einem Jahr? Nun, unse­re (be-)schreibende Zunft wäre nicht sie selbst, wäre es dabei geblie­ben. So ein Ganz­sei­ter ist aus­bau­fä­hig, und ganz schnell hat man dann ein hal­bes Buch zusam­men, das nur noch mit den wahl­kampf­taug­li­chen Buz­z­words auf­ge­füllt wer­den muß. Voi­là, Was will die AfD? Lei­se Zwei­fel an der Visi­on eines Deutsch­lands unter der AfD sind zwar ange­mel­det, aber ande­rer­seits schreibt Ben­der immer so jun­gen­haft stau­nend; war­um eigent­lich nicht?

Die Kon­kur­renz war natür­lich eben­falls nicht untä­tig, nament­lich Mela­nie Amann. Die schreibt zwar immer viel Skur­ri­les bei Twit­ter, und ihr Buch ist alles ande­re als hübsch anzu­schau­en, aber: Angst für Deutsch­land liest sich in wei­ten Tei­len bei­na­he wie ein Polit­thril­ler. Also, wie ein RTL-Abklatsch von House of Cards, oder so. Ange­sichts der vie­len blu­mi­gen Inter­na, die Amann da aus­brei­tet, läßt sich able­sen, wie vie­le “Aus­stei­ger” aus der Par­tei es bereits jetzt gibt. Außer­dem wird die Krän­kung des her­aus­ge­schwemm­ten Lucke-Flü­gels bzw. sei­ner Über­res­te noch ein­mal auf­ge­frischt. Es bleibt zu hof­fen, daß trotz der Schil­de­run­gen die noch recht jun­ge AfD doch noch nicht ganz unter das “eher­ne Gesetz der Olig­ar­chi­sie­rung” gefal­len ist…

Tja, und dann war da noch Vol­ker Weiß. Der lief mir frü­her in Ham­burg ab und an über den Weg und gehört mit sei­ner Jung­le-World-Kolum­ne “Noti­zen aus Neu­schwa­ben­land” zu den amü­san­te­ren Tanz­bä­ren im lin­ken Kurio­si­tä­ten­ka­bi­nett. Nun ist aber eben Wahl­kampf, und da kann sich scheints auch ein His­to­ri­ker nicht zurück­hal­ten: Die auto­ri­tä­re Revol­te hat einen ange­nehm kra­chi­gen Titel (wenn auch sonst kei­ner­lei Schau­wer­te auf dem Ein­band) und wird – trotz der gest­ri­gen, sehr dürf­ti­gen Vor­stel­lung durch die 3sat-kul­tur­zeit – wahr­schein­lich den Preis der Leip­zi­ger Buch­mes­se gewin­nen. Das ist lus­tig, weil die Rit­ter­guts­be­sat­zung dann per­sön­lich gra­tu­lie­ren kann, und lus­tig ist auch, daß das Buch bei Klett-Cot­ta erschie­nen ist: Weiß stampft näm­lich mit Ernst Jün­ger einen Autor in den Boden, des­sen Werk bei Klett-Cot­ta gera­de­zu exzes­siv gepflegt wird.

“End­lich eine Dar­stel­lung der deut­schen Rech­ten, die  sich nicht in bil­li­ger Pole­mik erschöpft, son­dern gründ­lich, gerecht und dar­um ver­nich­tend ist”, sagt Gus­tav Seibt dazu. Nun, wir wer­den sehen.

Nils Wegner

Nils Wegner ist studierter Historiker, lektorierte 2015–2017 bei Antaios, IfS und Sezession und arbeitet als Übersetzer.

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Kommentare (13)

Caroline Sommerfeld

11. März 2017 18:26

trotz der gestrigen, sehr dürftigen Vorstellung durch die 3sat-kulturzeit – wahrscheinlich den Preis der Leipziger Buchmesse gewinnen.

Das wäre sehr scheußlich, denn den Sachbuchpreis der Leipziger Buchmesse hat 2014 niemand geringerer als mein Mann mit seinem Buch "Der Schatten des Fotografen" gewonnen. Aber jetzt hockt dort auch eine ganz andere Kommission. Ein gutes Sachbuch und politisches Sich-auf-ein-Packl-Hauen sind wohl nicht nur in meinen Augen zwei verschiedene Dinge.

deutscheridentitärer

11. März 2017 19:11

"Das wäre sehr scheußlich, denn den Sachbuchpreis der Leipziger Buchmesse hat 2014 niemand geringerer als mein Mann mit seinem Buch "Der Schatten des Fotografen" gewonnen."

Eine schnelle google Suche lässt ihre Texte nun in einem völlig anderen Licht erscheinen.

Ich bin eigentlich grob davon ausgegangen, dass es sich bei H um eine reine Kunstfigur handelt.

Nun bin ich einigermaßen schockiert.

Was ist ihre Erklärung dafür,  dass jemand wie ihr Gatte nun nachweislich und ohne Ironie zur Intelligenz- und Bildungsspitze gehört, und dennoch eine so wirklichkeitsferne Meinung vertritt?

Der Feinsinnige

11. März 2017 22:14

Jede ausführlichere Auseinandersetzung mit der dem IfS, der "Sezession" und ihren Protagonisten, ob in der Presse, in Büchern, Fernsehreportagen, eigentlich sogar unabhängig davon, ob fair-neutral oder negativ (am besten natürlich positiv!) ist mir eine ausgesprochene Freude. Das zeigt doch, daß dieses intellektuelle Zentrum der Oppostion (endlich!) wahrgenommen und auch ernstgenommen wird. Die Verhältnisse sind eben ins Rutschen geraten (vgl. "Schleusenzeit", Editorial von Götz Kubitschek in Sezession Heft 75).

@deutscheridentitärer

Einen persönlichen Angriff dieser Art empfinde ich als völlig unangemessen.

Caroline Sommerfeld

12. März 2017 01:55

Meine höchst reale "Kunstfigur" ist links, das erklärt alles. Es gibt zwei einander ausschließende Paradigmen, ich sagte es bereits, und er befindet sich nun einmal im anderen. Daß es manchmal so Knallersätze gibt, die jeden von uns am anderen irrewerden lassen, bezeugt genau diese These. Die Wirklichkeitsferne unterstellt H mir absolut 1:1 genauso - irgendwo zwischen Katastrophenszenario, Gewaltphantasien, "Vorurteil im Leibe" und Ästhetizismus bin ich demnach anzusiedeln. Jeder reklamiert die Vernunft für sich, jeder wirft dem anderen Erfahrungsleere vor. Die "Dialoge" sind ja zum Glück keine theoretischen Gelehrtendispute, daher die ein oder andere erregte Zuspitzung. Der Rest der (soziologischen, historischen, psychologischen) Erklärung dieser Generation von Ethnomasochisten ist  in meinem ersten Druckausgaben-H-Dialog nachzulesen: "Wie war der Verlust des Eigenen möglich?", sezession # 74.

EJuLpz

12. März 2017 02:06

@ deutscheridenditärer

Helmut Lethen ist ein profunder Kenner vieler Autoren, die auch im Kontext dieser Seiten virulent sind (Jünger, Benn, Schmitt, Gehlen, Plessner, Riesman usw.). „Verhaltenslehren der Kälte“ und „Unheimliche Nachbarschaften“ empfinde ich als angenehm unideologische, tiefschürfende Schriften, deren (nicht nebenbei zu leistende) Lektüre sicher auch ein wenig verdeutlichen kann, warum  auch die „unheimliche Nachbarschaft“ der beiden Nicht-Kunstfiguren C. und H. für die Leserschaft und das Kommentariat dieser Seiten produktiv wird.

Sarotti-Mohr

12. März 2017 02:07

Bei Tuvia Tenenbom bin ich - nach der Buchvorstellung Ellen Kositzas noch unentschlossen.

Den Schmonzes aus der Feder des Justus Bender, Melanie Amann und Dr. Volker Weiß werde ich weder kaufen, noch lesen.

Für diese drei Bücher wären rund € 52,- auf den Tresen zu legen. Noch ein paar €URO mehr ergeben das Fahrgeld, um ein Wochenende lang 'den Geist von Schnellroda' im Original genießen zu können.

Dietrich Stahl

12. März 2017 02:32

Bei Amazon habe ich einen Blick in den oben erwähnten „Schatten des Fotografen“ geworfen. Irritierend finde ich die Passagen über eine umstrittene „Künstlerin“. Unter der Überschrift „Das Portal“ [ein Portal wofür?] beschreibt H frühe Performances von Marina Abramović. Im Abschnitt „Unter der Oberfläche“ stellt H die Frage:

„Oder sollte sich doch etwas hinter der Sichtbarkeit verbergen? Der Spekulation über Tiefendimensionen ist Tür und Tor geöffnet.“

Sollen die Überschriften und die Frage andeuten, dass da etwas unter der Oberfläche lauert? Das oberflächliche Bild, das erste Google-Suchen zu Marina Abramović liefern, ist im Rahmen der bürgerlichen Norm. Auch Wikipedia weiß nichts anderes. Doch das hier findet bei Wikipedia keine Erwähnung:

https://www.youtube.com/watch?v=To06fHrKH8M

Wer weitersucht, wird da noch mehr finden. Wie gesagt, zumindest sehr irritierend. Wer/Was ist diese Frau?

Fräulein von Trense

12. März 2017 22:40

@Dietrich Stahl

Die Gutste ist ein serbische (oder gar noch ´was anderes) Partisanentochter und - wenn man den ollen Verschwörungstheoretikern glauben darf - offenbar praktizierde Satanistin; als solche ganz fett dem Ostküstenestablishment befreundet, trifft sich mit Kinderschändern wie J. Podesta oft zum Essen usw.

Die ist genauso widerlich wie ihre Produkte.

marodeur

13. März 2017 10:56

Schnellroda ist in linken Kreisen anscheinend eine Mischung aus Hades und Fetischobjekt. Ich mußte mir letztens wieder eine Schelte aufgrund meiner weitgehend kritiklosen Unterstützung der AfD anhören. Um meine Sicht doch noch irgendwie rumzureißen, wurde natürlich Höcke ins Spiel gebracht mit seinem Göbbels-ähnlichen Habitus. Als nicht mal das fruchtete, kam der Einwurf, dass Höcke Verbindungen zur Neuen Rechten inkl. Kubitschek und anderen Teufelskerlen und -damen aus der Szene pflegt. Das Ganze wurde vorgetragen mit weit aufgerissenen Augen. Ja wie kann man solche Umtriebe nur dulden?! 

Von ulkig kann fast keine Rede mehr sein. Da ballt sich richtig viel Macht in Euren Worten und Taten. Umso wichtiger ist Eure Strategie der offenen Kommunikation. Es gibt bei Euch eben keine Logen, geschlossenen Zirkel oder geheime Wahrheiten zu entdecken. Jedes Argument steht zu Disposition. Jeder Glaubenssatz wird zur Diskussion gestellt. Im Gegensatz zum Gegner könnt ihr euch das leisten - "Schwache Menschen können nicht aufrichtig sein."

Desprecio

13. März 2017 14:47

@"Marodeur", 13. Maerz 2017, 09:56

"Jeder Glaubenssatz wird zur Diskussion gestellt. ................................"

Klingt im ersten Moment sehr "demokratisch", einleuchtend und gut, wenn da nicht die endlose Kunst des Zerredens aller uns ernsthaft in unserer Existenz bedrohenden Probleme wäre. Aus unmittelbarer beruflicher Nähe war es mir schon in den frühen siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts vergönnt, die endlosen, sich bis in die frühen Morgenstunden hinziehenden Streitrunden unter den verschiedenen linken Splittergruppen in Universitäten und Parteitagen fast hautnah miterleben zu "dürfen". Jeder konnte bei dieser Gelegenheit seinen mehr oder weniger unmaßgeblichen Senf zum Thema beitragen, auch wenn er mit seiner Aussage quer zu der aller anderen lag und nichts Zielfuehrendes beizusteuern hatte.

Alle die hier in diesem Forum zu lesenden, endlos divergierenden "Glaubenssätze" werden den Handlungsspielraum der konservativen Rechten so weit einengen, so dass eine eines Tages erforderlich werdende Handlungsfähigkeit sehr stark eingeschraenkt, wenn nicht sogar unmoeglich gemacht sein wird.

Wäre es der (extremen) Linken, den 68ern und ihrem terroristischen Umfeld damals gelungen, mehr Einigkeit in ihrem Denken und Handeln zu erzielen, hätte sie nicht bis ins dritte Jahrtausend darauf warten müssen, an die Schalthebel der politischen und medialen Macht dieser BRD zu gelangen.

Möglicherweise sollte man in diesem Forum versuchen, ein wenig mehr gemeinsame Ziele formulieren, statt sich täglich immer neue, hochintellektuelle, abgelesene Texte um die Ohren zu hauen, die uns keinen Schritt weiterbringen.

Desprecio

13. März 2017 18:23

@ Nils Wegner 

Gustav Seibt zu dem Buch von Volker Weiss: "Endlich eine Darstellung der deutschen Rechten, die sich nicht in billiger Polemik erschöpft, sondern gründlich, gerecht und darum vernichtend ist."

Darf ich an dieser Stelle mal etwas voreingenommen sein, wenn ich der Buchbewertung eines Gustav Seibt, eines "freien, nicht beamteten Regierungssprechers der letzten BRD-Regierungen", nicht den Rang beimessen möchte, den eine ernstzunehmende Buchkritik normalerweise mehr oder weniger verdient? Wenn ich recht informiert bin, hat sich Herr Seibt seine bisherigen beruflichen Sporen  bei der FAZ,  bei DIE ZEIT, der BERLINER ZEITUNG und bei der SUEDDEUTSCHEN ZEITUNG verdient, also bei den führenden "Qualitaetsmedien" der BRD, die sich wohl allesamt bisher nicht gerade als objektive Beobachter oder gar Beschreiber der rechten oder neurechten Szene einen Namen gemacht haben.

Da es in diesen Kreisen wohl nur sehr selten vorkommt, dass man vernünftigen Argumenten eines politischen Gegners zugänglich werden koennte, halte ich es schlichtweg für ausgeschlossen, dem Buch von Volker Weiss etwas entnehmen zu können, was mir oder einer anderen Person aus meinem politischen Lager zu neuen brauchbaren Erkenntnissen verhelfen könnte. Es sei denn, ich beachte den Grundsatz, der wohl für alle politischen Lager gilt:

Nur den politischen Gegner, den du kennst, kannst du auch wirkungsvoll bekämpfen!

marodeur

13. März 2017 19:19

@Desprecio

Da haben Sie sich den falschen ausgesucht. Das war sicher keine Aufforderung zum "Zerreden" von Thesen und Themen. Der gesamte Kontext meines Beitrags dreht sich um die Außenwirkung der Neuen Rechten analog zu Wegners These über die "ulkige" Schwemme der Schnellroda-Berichte.

Meine These noch mal in kurz: Es gibt hier nichts Verbotenes oder gar Böses  über das man nicht mit dem politischen Gegner offen reden könnte - wäre dieser nicht so angeschlagen und rachsüchtig. 

Zu ihrer These: Der Vergleich mit den nutzlosen Debattierclubs der Linken trägt nicht. Die ganze rechte Bewegung ist in Deutschland nicht mehr als eine  Randerscheinung, größtenteils getragen von ungeschulten Protestwählern und Wutbürgern. Die Zersplitterung ist bei näherer Betrachtung vernachlässigbar. Wir müssen erst noch in den Luxus kommen, über gemeinsame Ziel zu diskutieren. Schnellroda muss auf allen Kanälen funken und Höcke muss noch ein paar provokante Interviews geben. Erst dann rückt der gemäßigte Ton, der hier auf den Seiten anschlägt überhaupt in den Rahmen des öffentlich sagbaren.

Was die komplexen und zitatdurchwirkten Texte anbetrifft (vor allem im Kommentarbereich), bin ich teilweise bei Ihnen. Habe an anderer Stelle schon ähnliches gesagt. Ich bin immer dafür, dass man sich auf seine Kernkompetenz besinnt. Und da heißt es immer in abfälligem Ton "Die Rechten wollen immer die einfachen Lösungen." - dem ist im Grunde nicht viel hinzuzufügen.

Caroline Sommerfeld

13. März 2017 21:59

Zwei Kommentare noch von mir:

„Oder sollte sich doch etwas hinter der Sichtbarkeit verbergen? Der Spekulation über Tiefendimensionen ist Tür und Tor geöffnet.“

Bei der Abfassung des Fotografenbuches war er sich keinerlei satanistischer Umtriebe der Frau Abramovic bewußt (mit der es sich in der Tat so verhält, wie das Fräulein von Trense nahelegt. Die "Tiefendimension"bezieht sich hier darauf, daß Konzeptkunst wie die von Abramovic immer ein theoretisches Konzept zu verbergen vorgibt (hier: hinter dem Portal vermuten die Durchschreitenden etwas Skandalöses oder sonst irgendetwas Reales, was sie antreffen, ist ein Video von ihrer eigenen Passage, hinter dem Medium ist wieder Medium, das wollte man damals mit Kunst gern ausdrücken). Doch, so HL, es ist eben "nichts dahinter". Daß wiederum dahinter der Teufel lauert, ahnte ja keiner ...

Als nicht mal das fruchtete, kam der Einwurf, dass Höcke Verbindungen zur Neuen Rechten inkl. Kubitschek und anderen Teufelskerlen und -damen aus der Szene pflegt. Das Ganze wurde vorgetragen mit weit aufgerissenen Augen.

In einem sehr ähnlichen Gespräch wurde mir mit raunender Stimme und erschrockenen Augen beim Stichwort "Kubitschek" eröffnet: "Aber du weißt schon, was der ist? Der ist ... Verleger!" Huh, welch grause Gestalt! Daß ich ihn persönlich kenne, durfte schon sowas von gar nicht mehr sein, daß mir mein Gesprächspartner nicht weiter zuhörte. Er hatte ja seine Weisheit kundgetan und durfte sich zurücklehnen.

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