10. Juni 2017

Hatune Dogans „Helfende Hände“

Gastbeitrag / 55 Kommentare

Sie legt es durchaus nicht darauf an, liebenswürdig zu wirken. Die Spenden sind eingesammelt, die Bücher verkauft, eigentlich ist sie fertig. Sie taxiert mich: Ich merke, dass sie abwägt, ob ich irgendwie nützlich für sie sein könnte. Sie will keinen small talk machen, sondern hat eine Mission zu erfüllen. Am Tag vorher kam sie aus Jordanien zurück, am folgenden Tag hält sie einen Vortrag in Bautzen. Als ich sage, dass ich Pfarrer war, verändern sich ihre Haltung und Gesichtszüge – ich rutsche offenbar in die Kategorie „potentiell nützlich“. 

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Schwester Hatune legt es auch nicht darauf an, bescheiden zu wirken. Sie kommt aus einer reichen Familie christlicher Großgrundbesitzer im Südosten der Türkei. Vor Zeiten gab es da 96 Prozent Christen. Aktuell sind es nur noch zwei Prozent. Die Christen wurden in der laizistischen, kemalistischen Türkei nicht weniger unterdrückt, schikaniert und bis zum Tode verfolgt als heute.

1985 gab die Familie dem Druck nach und emigrierte nach Deutschland, wo Hatune Dogan in den syrisch-orthodoxen Orden „St. Efraim der Syrer“ eintrat. Mit ihrem Erbe legte sie den Grundstock für ihre Hilfsorganisation „Helfende Hände“. Sie hat mehrere Abschlüsse, u.a. in Psychologie, spricht vierzehn Sprachen und lernt gerade zwei weitere, hat mehrere Bücher veröffentlicht, im Augenblick liegen acht bei verschiedenen Verlagen im Lektorat. Ohne Selbstgefälligkeit, aber auch ohne aufgesetzte Demut erzählt sie mir, dass sie als „neue Mutter Theresa“ bezeichnet wird und das Bundesverdienstkreuz erhalten hat. 

Ihre Organisation ist mit 5000 Ehrenamtlichen in 35 Ländern tätig. Sie kümmern sich um die Ärmsten, leisten Nothilfe vor Ort und leiten zur Selbsthilfe an. Sehr aktiv ist sie im Nahen Osten, vor allem für Frauen und Kinder. Schwester Hatune lässt keinen Zweifel daran, wer diese Ärmsten sind: die Christen.

Ihr Vortrag ist anekdotenreich, sie passt sich dem Publikum an. Sie zeigt Fotos und Videos, die einem Hals und Herz und Hirn abschnüren. Ihr Vortragsstil ist leidenschaftslos. Ihre Empathie, so scheint es, hebt sie sich für die Opfer auf. Die Opfer – viele Frauen – interviewt sie, indem sie sie im Arm hält. Die Betroffenen drehen der Kamera den Rücken zu. Schwester Hatune blickt in die Kamera und übersetzt. Häufig weint sie dabei.

Sie ist ein Freund der klaren Rede. Es folgen nun stichpunktartig ihre wichtigsten Aussagen zum Thema „Islam“:  

  • Der Islam ist ein faschistoides Herrschaftssystem, mit Religion hat er nur nachgeordnet zu tun.
  • Der IS (oder Boko Haram, oder die Al-Shabaab-Miliz) ist der Islam, und der Islam ist der IS. Etwas wie den IS gibt es in jeder Generation, immer unter einem anderen Namen. Er ist die Reformation des Islam, weg von einer gemäßigteren, hin zu einer extremistischen Anwendung des Koran. Das passiert immer wieder. Am Anfang waren es die Quraish, vor hundert Jahren die Ibn Saud, jetzt ist es der IS – es ist eine ununterbrochene Linie. In hundert Jahren werden die heutigen IS-Eliten die „Royals“ von Syrien und dem Irak sein, Leute, die ihre Ehre und ihren Reichtum im Dschihad verdient haben, und mit ihrem Geld werden sie eine neue, junge, hungrige, kampfwillige Generation von Dschihadisten unterstützen. Der Dschihad ist ein perfektioniertes, über Jahrhunderte erprobtes System.
  • Erdogan unterstützt und fördert den IS. Die Kurden sind keine Bündnispartner für Christen oder Jeziden, sie entwaffnen deren Dörfer, ziehen sich zurück, lassen den IS einrücken und die Leute töten, dann zieht sich der IS, nachdem er die Drecksarbeit erledigt hat, wieder zurück, die Kurden rücken wieder vor und verkaufen es dann als "Sieg gegen den IS". 
  • Der Mord an Christen und Jeziden läuft systematisch und mit äußerster Grausamkeit ab. Mord und Folter, Vertreibung und Zwangsbekehrung bilden Konstanten über Jahrhunderte hinweg. Schwester Hatune zeigt Bilder und Filme von Massengräbern, gefolterten und gekreuzigten Kindern und Frauen (die Frau steht im Wert noch unter dem Kind). Es ist ein religionspolitischer Genozid, sie werden "geschlachtet".
  • Diese Art von Grausamkeit ist nichts Neues, sondern integraler Bestandteil der islamischen Herrschaftsausübung. Sie zeigte Bilder vom Mord an den Armeniern vor hundert Jahren. Es war und ist dieselbe Grausamkeit, dieselbe Gewalt, derselbe Terror (nur, dass der IS heute sehr professionell auf die Wirkung von Filmen setzt und seine Bilder bewusst zum Einsatz bringt).
  • Nur Christen und Jeziden sind echte Verfolgte, nur sie müssen wir aufnehmen, Muslime sind keine Verfolgten. 80% der Flüchtlinge sind keine Flüchtlinge, sondern Invasoren. Niemand sollte ins Land gelassen werden, der keine Papiere vorweisen kann – Handy haben sie schließlich auch alle. 
  • Wer in Europa einreisen darf, bestimmen UN-Organisationen, die ihr Geld wiederum zu großen Teilen aus Saudi-Arabien erhalten. Deswegen bleiben Christen und Jeziden, die wahren Flüchtlinge, vor Ort. Auch erhalten christliche Flüchtlingslager, z.B. im Libanon, keine Hilfe von Seiten der Staaten oder der UN-Organisationen, nur private Hilfswerke kümmern sich um diese Flüchtlinge. Christen und Jeziden sollen ausgerottet werden, durch Mord oder durch den Hungertod, es ist egal. 
  • Es wird mit dem Islam keinen Frieden geben. Der Islam ist keine Religion des Friedens, sondern ein Todeskult, ein Kult der Vernichtung und des Völkermords. 
  • Die islamischen Vertreter, die hier bei uns auftreten, lügen – z.B. Scheikh al-Azhar, der mit Minister de Maiziere beim Kirchentag auftrat und die Ermordung der ägyptischen Christen bedauerte, der aber selbst entweder den Auftrag oder die Erlaubnis dazu erteilt hatte. Schwester Hatune war dabei, sie sagte: "Er lügt, er lügt, er lügt, mit jedem Wort, und wenn er wieder in Ägypten ist, sagt er, dass er 'nur für die Ohren der Europäer geredet hat'."
  • Unsere Regierungen verhindern aktiv und systematisch eine ehrliche Berichterstattung. Schwester Hatune war mit mehreren Fernsehteams unterwegs, u.a. von „Spiegel TV“ und „Brisant“. Sie hat den Teams stillgelegte Schwimmbecken gezeigt, die zu Massengräbern umfunktioniert wurden. Sie hat die „verbotenen Straßen“ gezeigt, auf denen der IS Nacht für Nacht sein Öl über Kurdistan in die Türkei transportiert, ein LKW nach dem anderen. Keiner dieser Filme durfte in irgendeinem europäischen Land gesendet werden. 
  • All dies wird in den nächsten Jahren auf Europa niedergehen wie eine Schneelawine ungeahnten Ausmaßes. Wir erleben erst die Anfänge. Diesen Terror und diese Gewalt haben wir importiert, und wenn es keinen politischen Willen zur Selbstbehauptung gibt, gehen wir unter. Den Atheisten wird es dabei noch zehnmal schlechter gehen als den Christen – reiche Christen haben immerhin die Möglichkeit, sich durch die Dschizya freizukaufen.
  • Schwester Hatune teilt Muslime in vier Kategorien ein: 1. Aufgeklärte und gebildete Muslime, die den Koran ablehnen: auf sie darf man keine Hoffnung setzen, sie haben zu viel (berechtigte) Angst. Hamed Abdel Samad, den sie gut kennt, steht z.B. unter permanentem Polizeischutz, weil er sonst sofort umgebracht werden würde. 2. „Religiöse Analphabeten", die eigentlich nur ihre Ruhe haben wollen, die aber auch glauben und machen, was man ihnen sagt – ein großer Teil der muslimischen Bevölkerung, die aber nichts gegen den IS tun, sondern alles schicksalsergeben hinnehmen werden. 3. Aleviten und ein Teil der Schiiten - diese sind vollkommen okay, sie integrieren sich unproblematisch, man kann mit ihnen gute Nachbarschaft führen. 4. Die sunnitischen Dschihadisten, die durch eine Art "permanente, systemimmanente Reform" in jeder Generation neu auferstehen und den Kampf weiterführen.
  • Auf die Frage, wie wir – vor allem wir als Christen – mit Muslimen umgehen sollten, antwortet sie: Man soll fragen: "Glaubst du an den Koran? Lebst du nach dem Koran?" Man bekommt darauf eine ehrliche Antwort. Wenn sie "Ja" lautet, ist dem betreffenden Muslim nicht trauen. Er ist nicht hier, um tolerant zu sein oder in Frieden mit uns zu leben, sondern um die Mission zu erfüllen, die der Koran ihm vorschreibt. In diesem Zusammenhang sehr interessant: Schwester Hatune charakterisierte die Dschihadisten gar nicht als "tapfer" oder "mutig", sie sagte, sie hätten einen "Hundecharakter" (was nichts über die Personen aussagen sollte, sondern über die Charakterbildung, wie sie innerhalb der islamischen Kultur stattfindet): Zieht man sich zurück, werden sie noch aggressiver, tritt man ihnen jedoch entschieden entgegen, entsteht zumindest eine gewisse Art Respekt.
  • Der Koran ist die Wurzel allen Übels. 
  • „Steht auf und wehrt euch. Es ist ganz egal, ob man euch deswegen Nazis nennt. Das, was auf euch zukommt, ist viel schlimmer!“
  • „Es ist noch nicht zu spät.“

Nun mögen das alles Aussagen sein, die dem kundigen Leser und selbständigen Denker nicht neu sind. Im Grunde wissen wir das. Ich wusste aber nicht, dass alles noch viel schlimmer ist, als wir vermuten. Schlimmer in der Quantität, denn es sind keine regionalen oder temporalen Phänomene, vielmehr ist es ein perfides, maschinengleich ablaufendes System. Schlimmer in der Qualität, denn für die Art der gezeigten und geschilderten Grausamkeiten findet man keine Worte. Und schlimmer in den Folgen, die uns durch die handlungsunfähige und –unwillige Politik drohen. 

Interessant für mich war, daß sie dem Christentum in der Auseinandersetzung mit dem Islam eine funktionale Schwäche attestiert: Wenn man an einen Gott der Liebe und der Vergebung glaubt, kann man nicht mit der gleichen Grausamkeit zurückschlagen. Es ist daher auch völlig unerheblich, ob der Islam auf eine Kultur mit einer stark oder einer eher schwach ausgeprägten christlichen Identität trifft: Der Islam ist immer grausamer, härter und stärker.

Das Einzige, das ihn in die Schranken weisen kann, ist ein starker Staat mit starker Gesetzgebung – also jene Staaten, die unsere Medien als „orientalische Diktaturen“ darstellen. (Anmerkung von mir: Die funktionale Schwäche korreliert allerdings mit einer spirituellen Stärke, die sich u.a. darin erweist, dass es im Islam unserer Zeit eine Bekehrungsbewegung gibt, die umfassender und größer ist als die Bekehrungsbewegungen seit der Entstehung des Islam insgesamt. Der Kampf ist ein metaphysischer, und er wird nicht bei uns entschieden, sondern im Herzen des Islam. Vergleiche dazu David Garrison, „Ein Wind im Haus des Islam“).    

Ebenfalls interessant war ihr lobendes Urteil über Thomas de Maiziere. Sie hat engeren Kontakt ihm und meint, er sei der einzige deutsche Politiker, der bereit sei, zuzuhören. Er wisse jetzt schon sehr viel, und sie werde ihn dazu bringen, etwas zu unternehmen. 

Unabhängig von Minister de Maiziere stellt sich die Frage, was wir tun können. Natürlich ist „F & F“ das Nächstliegende: Fürbitte und Finanzen. Darüber hinaus sollte eine Einladung nach Schnellroda erwogen werden; Schwester Hatune zeigt keinerlei Berührungsängste.

Unterstützung könnte auch so aussehen, dass wir ein Haus für verfolgte Christen bereitstellen, eine Art Arche – ich weiß, wo man ein geräumiges Gebäude für einen symbolischen Euro erwerben und wie man die Unterstützung der ansässigen Bevölkerung gewinnen könnte. Umfangreiche Sanierungs- und Umbauarbeiten wären freilich notwendig, die Bereitstellung organisatorischer und technischer Ressourcen, auch die Betriebskosten müssten ja auf Dauer gesichert sein. Ich weiß, wir haben genug andere Projekte am Start ... Ich weiß. Aber wäre es denn redlich, den Kirchenleitungen und der Politik – berechtigter Weise – permanent ihr Totalversagen in Bezug auf die verfolgten Christen vorzuhalten, ohne selbst etwas besser zu machen?

 


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Kommentare (55)

Augustin
10. Juni 2017 12:15

Der Text ist mir generell zu plakativ-propagandistisch. "Der" Islam sei der Feind, er sei Ideologie, keine Religion... "Der Islam ist immer grausamer, härter, stärker." Auf mich wirkt das so, als ob hier Minderwertigkeitsgefühle auf eine imaginierte Größe projiziert werden.

Starhemberg
10. Juni 2017 12:32

Ich fühle mich nach diesem Text wie erschlagen. Auch als Agnostiker kann ich meine Bewunderung für diese unglaublich starke Person nicht verhehlen. Sie strahlt jene nüchterne Härte aus, die ich bei unseren Politikdarstellern seit vielen Jahren so schmerzlich vermisse. Besonders schlimm die Information zu den Schiiten und Aleviten - denn gerade diese bekämpft "Der Westen" wie verrückt. Aber die Leute bei uns sind zu dumm, zu uninteressiert und auch zu feige. "Nach uns die Sintflut", so lautet die Devise der Allermeisten. Und "Realityshows", in denem man Vulva und Penis eingehend betrachten kann, bringen tolle Einschaltquoten.

Frieda Helbig
10. Juni 2017 13:01

Die bösen Rechten bauen ein Flüchtlingsheim. Herrlicher Gedanke. Vor allem wie die MSM darüber berichten wollen... Natürlich nur das wir dies exklusiv für Christen bauen. Herr Pfarrer haben Sie denn auf dem Kirchentag nicht aufgepaßt: Man solle das mit der Christenverfolgung nicht dramatisieren. Im Ernst: Auch als Nichtgetaufter wäre ich am Start.

Fritz
10. Juni 2017 13:25

Bei den meisten Christen (besonders bei der evangelischen Kirche in Deutschland) herrscht eben irgendwie der Glaube vor, dass die Menschen im Grunde gut sind und ihnen gezeigte Liebe irgendwann erwiedern werden. Das ist ein verhängnisvoller Irrtum, aber man muss offenbar einige Zeit in Ländern der III. Welt unterwegs gewesen sein, um das zu erkennen. 

Der Gehenkte
10. Juni 2017 13:34

Eine interessante und diskutable Meinung ... der allerdings das Differenzierungsvermögen fehlt (vorausgesetzt, sie hat das tatsächlich so gesagt). Es klingt nach starker persönlicher Verbitterung, die verständlich ist, wenn man sein Leben  dem Schmerz und der Grausamkeit widmet. Ohne die angesprochenen Probleme kleinreden zu wollen, sind die absolutistischen Schlußfolgerungen nicht korrekt. Wer Muslime kennt, weiß, daß es unter ihnen solche und solche gibt, Individuen eben. Und wer den Islam studiert, stößt auch dort auf viele widersprüchliche Konzepte. Das hier paßt eher zu PINews als zu SiN.

Warum sollten - nur ein Bsp. - etwa "Muslime keine Verfolgten sein"? Sehr viele unter den Ankommenden sind keine Verfolgten aber viele sind es eben doch. Sie können von anderen Muslimen, Nicht-Mulimen, Christen, Hindus, Buddhisten, Kriminellen, Institutionen ... verfolgt sein. Ich kann immer wieder nur betonen: Nicht was wir hören wollen, sollte Grundlage unseres Denkens und Tuns sein, sondern allein die Realität muß bestimmen und es geht hier auf SiN und anderswo um die adäquate komplexe Realitätsbeschreibung. Handlungen aus falschen und undifferenzierten Lageanalysen führen mit viel größerer Wahrscheinlichkeit in die politische Niederlage.

Veronika
10. Juni 2017 13:53

Herr Wawerka, ich finde, das ist eine wunderbare Idee, ein Haus speziell für verfolgte Christen bereitzustellen. Ich möchte gerne dieses Projekt auch finanziell unterstützen.

Der_Jürgen
10. Juni 2017 14:36

Es freut mich, nach längerer Pause wieder etwas von Pastor Wawerka zu hören. Sein Artikel ist eindrücklich. Wer kann dieser starken und und mutigen Frau die Bewunderung versagen?

Bezüglich des Islams habe ich mich in den letzten beiden Jahren radikalisiert. Früher hing ich der Illusion an, wir europäischen Patrioten könnten in den Muselmanen Bundesgenossen gegen die  Neue Weltordnung finden. Dies trifft auf die iranischen Schiiten, mit denen wir keinen Konflikt haben, durchaus zu, nicht jedoch auf die Sunniten. Gerade die fanatischsten und barbarischsten unter den sunnitischen Eiferern werden ja von den USA als Rammbock zur Zerstörung laizistischer Regierungen wie derjenigen Assads in Syrien sowie als Instrument zur Schwächung Europas benutzt. Sie sind also objektiv Werkzeuge der Neuen Weltordnung, mögen sie auch noch so laut auf diese schimpfen und noch so viele Schwule von Hausdächern stürzen.

Auf seinem Blog forderte der radikale Islamkritiker Michael Mannheimer gestern einen totalen Einreisestop für Muslime und die konsequente Repatriierung der bereits hier lebenden. Ich bin inzwischen so weit, dass ich dieser Forderung zustimme; bei den Alawiten und Schiiten kann man ja viele Ausnahmen machen, bei den Sunniten nur sehr wenige. Die Unterscheidung zwischen "gemässigten" und "radikalen" Mohammedanern ist trügerisch. Erstens gibt es nur einen, für alle verbindlichen Koran, der zahlreiche Befehle zur Tötung Ungläubiger enthält, und zweitens radikalisieren sich die bereits in Europa ansässigen sunnitischen Muslime immer mehr, gerade die jüngeren.

Reconquista lautet also das Gebot und nicht das Hirngespinst einer "multikulturellen Gesellschaft", in der die verschiedenen ethnischen und religiösen Gruppen einen "fruchtbaren Dialog über ihre Unterschiede führen" (so der freche Unfug des Monsieur Alain de Benoist, den ich im gestrigen Strang zitierte).

Die Alternative zur Reconquista? Richtig, der Volkstod. Als seine Vorstufe ein jahrzehntelanges qualvolles Sterben der europäischen Menschheit, die in einer Atmosphäre ständigen Terrors leben und von den Eindringlingen unerbittlich an die Wand gedrückt werden wird. Dass ein totaler politischer Paradigmenwechsel die conditio sine qua non für eine Reconquista ist, bedarf kaum der Erwähnung.

Da vereinfache ich aber, werden mir gehenkte und sonstige Feingeister jetzt vorwerfen. Vielleicht, aber nicht allzu sehr. Es gibt Situationen, wo ein klares "Enten - eller" gilt. Als Kenner der dänischen Sprache, die er wie sein Idol Stefan George studiert hat, versteht @der Gehenkte das natürlich.

Der Horst
10. Juni 2017 14:45

Ich schließe mich Veronika an und bin ebenso bereit das Projekt finanziell zu unterstützen. Als ein sehr starkes Zeichen sollte es in der realen Welt das gewähren können, was die Amtskirchen versagen. Die Maßnahme erscheint mir zudem eine Facette dessen zu sein, wonach die politische Rechte sucht, mithin der Horizont noch nicht taxiert ist.

Herr Wawerka, Sie wollen sich bitte melden, wenn's konkret wird. Ein erster, sehr wichtiger Schritt, Gelegenheit auch auf diesem Terrain Farbe zu bekennen.

Fritz
10. Juni 2017 14:47

Natürlich gibt es auch verfolgte Muslime, aber das eigentliche Problem hat die Dame doch erkannt. "Es wird mit dem Islam keinen Frieden geben." Ich bin selber mit einer Südamerikanerin verheiratet und kann da Vergleiche anstellen. Muslime bestehen zu 100% darauf, ihre Kultur in Europa genauso zu leben wie zu Hause; sie haben keinerlei Absicht, sich hiesiegen Sitten und Gebräuchen anzupassen. Sie klagen durch alle Instanzen wegen so einer Lappalie wir dem Kopftuch, um es als Richterin oder Lehrerin tragen zu dürfen. Südamerikaner oder christliche Afrikaner verhalten sich ganz anders und werden sich in der Mehrheit auch integrieren. Genau wie in Südamerika lebende Deutsche nicht darauf bestehen, Eisbein und Sauerkraut zu essen.

deutscheridentitärer
10. Juni 2017 14:59

Jaja, zu undifferenziert blabla ...

Fakten sind nun mal Fakten, und die sprechen für sich. Und demzufolge ist es ein Fakt, dass die christliche Gemeinde im Nahen Osten seit Jahrhunderten schrumpft und bald ganz weg sein wird.

Kann man jetzt zu stehen wie man will, aber das ist nun mal Fakt.

Ich kenne auch genügend Moslems, die fromm und überzeugend gewaltlos sind (so ganz sicher kann man sich da ja nie sein!) - wirklich gute Männer, weit über dem bundesdeutschen Durchschnitt.

Meine Affinität zum türkischen Volk habe ich hier ja auch schon öfter bekundet.

Nur, das macht alles noch viel schlimmer: wegen der guten Moslems kann man die bösen nicht rausschmeißen,d.h. die guten Moslems sind genauso Teil des Problems.

Ich will hier auch keine Jesiden, das sind dann genauso Kriminelle wie die Standardmoslems.

Vermutlich ist es bei Christen etwas besser, aber nicht viel.

Der Islam verschärft das ganze Problem ja nur, das eigentliche Problem ist der Vitalitäts- und Zivilisationsunterschied zwischen Einheimischen undd Einwanderern.

ALD
10. Juni 2017 15:17

Christen konnten im Osmanischen Reich bis in die höchsten Ränge des Staatswesens aufsteigen. Christliche Osmanen haben Seite an Seite mit ihren muslimischen Brüdern und Schwestern gekämpft. Die Ehrengräber in Canakkale sind voll mit orthodoxen, armenischen, griechischen usw. Soldaten, die mit Stolz und Würde für ihren osmanischen Staat gekämpft und ihr Leben gelassen haben. Daß Christen in der kemalsitisch reformierten Türkei aufgrund ihres Christseins verfolgt wurden und werden ist eine unhaltbare  Lüge. Nichts anderes! Wer den neu gegründeten türkischen Staat bekämpfte wurde ebenso bekämpft. Hier insbesondere islamistische Extremisten. Ethnische und religiöse Spannungen und Konflikte innerhalb der dutzenden Volksgruppen Anatoliens gab es natürlich immer wieder. Das ist das Schicksal dieser Region, in der nur ein starker Staat mit einer starken Armee für Recht und Ordnung sorgen kann, und sogar daß, wie man derzeit beobachten kann, oft mehr schlecht als recht.

Den unermüdlichen humanitären Einsatz Hatune Dogans - interessant übrigens, daß sie ihren typisch türkischen Nachnamen beibehält, bei all dem Ekel, den sie scheinbar gegenüber diesem Land pflegt - kann man nur beglückwünschen und hochachten; alles andere, was sie gedanklich äußert ist nichts weiter als imperialistische Propagandahilfe im Sinne der territorialen Neuordnung des Nahen Ostens. Diese teuflischen Pläne sind Dank einer starken türkischen und persischen Armee zum Scheitern verurteilt. In diesen Plänen/Interessen steckt übrigens auch eine weitere millionenfache Fluchtbewegung nach einem totalen Krieg in der gesamten Region...

Mit Lügen, Märchen, Verschmähungen und der Verweigerung des ehrenhaften Respekt selbst gegenüber seinem ehemaligen Feinde, wie es früher stets gängig war,  wird kein Kampf für innere Sicherheit, Rechtstaatlichkeit und der Bewahrung der eigenen Identität gewonnen. "Deutsches Deutschland."  Das ist die Devise. Alles andere ist bla und blubb. 

 

gez.

ein Muselmann, der 6 Monate lang als Vertretung mit Gottesfreude und Inbrunst die Orgel an der evangelischen Gemeinde deutscher Sprache in Istanbul (Kreuzkirche) spielte. 

Stefanie
10. Juni 2017 15:46

Frau Dogan verwendet sehr harte Worte gegen den Islam und sie ist nicht die einzige, die es tut. Kleine-Hartlages "Dschihadsystem" beschreibt Wesen und Mentalität des Islam sehr ähnlich. Das mag für den Feingeist und Intellektuellen zu holzschnittartig sein, doch Hatune Dogan ist offensichtlich eine Frau der Tat. Der Islam ist ihr Feind und sie bekämpft ihn mit allen Mitteln, die ihr zur Verfügung stehen und Gottes Hilfe. Immerhin differenziert sie dabei noch in verschiedene Gruppen unterschiedlicher Gefährdungsgrade, also noch nicht ganz PI-Niveau. Ich wünschte, ich hätte selbst diese Sicherheit, wer Freund ist und wer Feind. Vielleicht braucht man einfach eine gewisse Glaubensstärke um dem Relativismus ind der Welt und sich selbst etwas entgegensetzen zu können.

Was Thomas de Maizere betrifft, könnte sie recht haben: er hat während der Flüchtlingskrise zu pragmatischen Lösungen angesetzt, bekam aber Altmeier vor die Nase gesetzt. Auch so hat er ein paar Anläufe genommen Debatten anzustoßen, Gesetze zu verschärfen... Warum er jedes mal den Schwanz eingezogen hat? Ich nehme an, man hat ihn  irgendetwas gegen ihn der Hand, jedenfalls macht er auf mich zuweilen einen irgendwie gequält schuldbewussten Eindruck. Bei Seehofer könnten die Dinge ähnlich liegen. Auf keinen von beifen würde ich einen Pfifferling wetten, dass sie irgendetwas für uns oder verfolgte orientalische Christen unternehmen.

Ein Projekt gezielt zur Unterstützung christlicher Flüchtlinge würde ich unterstützten. Jedesmal wenn ein Klingelbeutel den Weg zu mir findet (was zugegeben nicht allzu häufig geschieht), frage ich mich,  wen oder was ich hier gerade finanziere. Mit der Kirchensteuer geht es mir ähnlich.

Mir ging schon mehrmals durch den Kopf, dass das praktizierte Asylsystem das eigentliche Recht auf Asyl für Verfolgte untergräbt, zuletzt als eine afghanische Konvertitin auf offener Strasse von einem Landsmann ermordet wurde. Prominente Islamkritiker können nur unter Polizeischutz und im Verborgenen überleben. Können wir den Verfolgten der muslimischen Welt überhaupt noch Asyl gewähren oder haben ihre Verfolger sich nicht längst hier eingenistet - in den Moscheen, den Enklaven der Großstädte, in den Vorständen unserer Großunternehmen (nicht nur Katar), vielleicht als Finanzier unseres Parteiensystems? Nicht zuletzt kolabiert jedes System irgendwann finanziel, wenn es die Trittbrettfahrer nicht mehr diskriminieren darf, ob nun Sozialsystem oder Asylsystem.

Der Gehenkte
10. Juni 2017 18:15

Der_Jürgen

@"Da vereinfache ich aber, werden mir gehenkte und sonstige Feingeister jetzt vorwerfen. Vielleicht, aber nicht allzu sehr. Es gibt Situationen, wo ein klares "Enten - eller" gilt."

Ich fürchte, sie vereinfachen da!

Aus Ihrer Prämisse Volkstod oder Reconquista, einem doch sehr manichäischen Weltbild, das Sie hier - unter Beifall - immer wieder zur Schau tragen, leiten Sie eine direkte Konklusion ab ohne sich zu fragen, ob es nicht schon an der Prämisse hängt, und führen Kierkegaards "Enten-Eller" dabei als Schild vor sich her. Sie tun damit nicht nur Kierkegaard schwer unrecht (das könnte man verzeihen), Sie generieren daraus vor allem Thesen, die so gefährlich wie utopisch wie brutal sind.

Es ist durchaus schon ein Fortschritt, zwischen Sunniten und Schiiten zu unterscheiden, woher sie allerdings Ihre Freund-Feind-Unterscheidung (wieder zweiwertig) hernehmen, bleibt im Dunkeln. Der Islam ist als Ganzer eine Gefahr für den Westen und wer Reden Sayyed Hassan Nasrallahs etwa kennt, der wird diese Differenz nicht mehr teilen können. Gerade die Schia pflegt einen Blut- und Gewaltkult, der sich jederzeit auch gegen den Westen wenden kann und bereits wendet, wenn man die "Labayka Ya Hussain“ Märsche in den europäischen Metropolen sieht.

Die Differenzierungen - hier muß man der postmodernen Philosophie dankbar sein! - sind subtiler und wesentlich komplexer. Mit die Muslime kommt man da nicht weit. Ohne Muslime werden wir kein Ziel mehr erreichen.

Sicher klingt es gut, von "totalem Einreisestop für Muslime und die konsequente Repatriierung" zu faseln - Forderungen sind wohlfeil zu haben. Ich fordere hiermit Frieden auf der Welt!

Wie aber soll so etwas verwirklicht werden - sofern es überhaupt in dieser Absolutheit wünschenswert wäre (was es nicht ist, weil es unsere primären zivilisatorischen Errungenschaften unterbieten würde)? Noch nicht mal logistisch ist so etwas denkbar, von Moral gar nicht erst zu reden.

Eine Reconquista kann nur durch einen Stimmungswandel vonstatten gehen: es muß, friedlich, ein Klima im Hier und Dort geschaffen werden, daß die Migration unattraktiv macht. Und hier liegt die große historische Chance, die wir natürlich verpassen werden:

Die westliche Gesellschaft muß radikal materiell-organisatorisch zurückgebaut werden (hier käme wieder Bahro ins Spiel, weshalb ich auf den Lichtmesz in der neuen Sez gespannt bin, aber auch Ken Wilber); dies ließe sich mit einer Spiritualisierung und "Wiederverzauberung" kombinieren, mit einer qualitativen Anhebung, wenn nämlich die gesammelte Energie nicht in Fressen, Fun und Sex, sondern in Kultur und Denken umgesetzt werden würde. Ziel muß zudem ein Bevölkerungsschwund sein. Und natürlich ist die Alimentierung für Fremde zu beenden. ...

Jetzt werden Sie fragen: Fordern kann man viel, aber ist es realistisch? Die Antwort: So lange das Denken in zweiwertigen Enten-Eller-Schienen gehalten wird, ist es unrealistisch. Es käme darauf an, endlich aus diesen mind sets auszusteigen und die geistigen Energien für wahrhaft zukunftsträchtige Ziele einzusetzen. Konservativ allein reicht nicht, man muß auch klug und realistisch sein.

Zum Schluß ein Literaturtipp: Karen Jespersen/Ralf Pittelkow: "Islamister og Naivister". Naivister gibt es in mindestens zwei Ausführungen: Jene, die die Gefahr nicht sehen und die, die dafür einfache Lösungen haben.

 

 

Gustav Grambauer
10. Juni 2017 19:09

"Ebenfalls interessant war ihr lobendes Urteil über Thomas de Maiziere. Sie hat engeren Kontakt ihm und meint, er sei der einzige deutsche Politiker, der bereit sei, zuzuhören. Er wisse jetzt schon sehr viel, und sie werde ihn dazu bringen, etwas zu unternehmen."

Dieser Doppel-Dreifach-Vierfach-Spieler, bildlich gesprochen eine Sphinx mit Menschenkopf auf der geflügelten Löwenbrust, Paarhufer-Hinterleib und Reptilien-Schwanz, wird mit übergroßer Wahrscheinlichkeit der nächste BK der Bundesrepublik Deutschland werden. Dies liegt tief in religiösen (Protestant), historischen (Hugenotte), ethnischen (Franzose / Romane / wahrscheinlich Kelte), klassenmäßigen (Adel und Barock-Schwelger), dynastischen (Dynastie wird wieder ein Karrieremerkmal werden), regionalpolitischen (Rheinländer mit Wohnsitz in Dresden) und parteipolitischen (RCDS / "rechter" hihihi CDU-Flügel aber dort Gegenpol zu Schäuble-Strobl-Spahn, jedoch wiederum fernab von Seehofer) Dispositionen begründet, auch in Anbetracht eines gewissen Rotationsprinzips und seiner diplomatischen Verbindungen sowie militärischen Leviten und geheimdienstlichen Verstrickungen. Kommt es dazu, so wird er - ähnlich wie Gauck als er BP wurde - von den Cucks wie ein Messias bejubelt werden, sich aber höchstwahrscheinlich als noch verderblicher herausstellen als es Merkel oder Gauck je hätten sein können:

Sein Gesellenstück war die nahezu völlig insgeheime Lenkung des Ministerrates der DDR, ergo der Apparate der Hochkarat-Fachleute, über seine Marionette Lothar in die von der (transatlantischen) Sylter Mafia gewünschte Richtung, mit einem besonderen Schwerpunkt auf der sogenannten deutsche Frage und den Verhandlungen mit den Viermächten (eben duch Lothar). Denn dabei war - und ist - er nicht nur einer der erbittertsten Feinde der Wiedervereinigung nach Art. 146 GG, das waren und sind nahezu alle BRD-Apparatschiks, sondern vor allem einer derjenigen (sehr wenigen), die die Tragweite des Verrats ausgehend von der kriegs-, völker-, staats- und verfassungsrechtlichen Dimension am tiefsten verstanden und verinnerlicht haben.

Dennoch hat sich dieser Großlügner und Verräter z. B. neulich zu der Aussage verstiegen, "die politische Führung dieses Landes, einschließlich der Opposition, in Bund und Ländern, habe nun wahrlich dieses Land in den letzten 10, 15, 20 Jahren ganz gut geführt, und da finde er den Begriff "Volksverräter" sowas von neben der Kappe, unterirdisch und deplaziert, daß ihn das wirklich ärgere". Das nennt man Chuzpe!  (ab 31:03:)

https://www.youtube.com/watch?v=73jyUpoeneo

Klonovsky hat diese sehr genau zu studierende Spitzbuben-Dynastie am treffendsten charakterisiert indem er sagte, die Familie de Maiziere sei "der Beleg dafür, daß Integration auch in der 25. Generation noch scheitern kann". M. ist das welsche Pendant zu Markus Wolf, dem ebenfalls stets hochambivalenten, hochinformierten Lubjanka-Mann in der Stasi, nur daß dieser im Staatsapparat der DDR und sogar in der Stasi selbst ein Fremdkörper und als Januskopf weithin identifiziert war - wohingegen M. von den BRD-Verwaltungsapparaten geradezu blind auf Händen getragen wird, mit denen geradezu Canetti-mäßig verschmolzen ist (seine Feuertaufe in dieser Hinsicht bei denen: der Abbruch der Ermittlungen zum Sachsensumpf durch ihn). Und die sehen in ihm auch ein zweites Mal, bei der Transformation der BRD in die multipolare Weltordnung hinein, diesmal in den Verhandlungen insbesondere mit China, DEN Garanten der Ausbremsung einer Lösung nach Art. 146 GG im Interesse des Erhalts der BRD-Struktur.

Klar kann er gut "zuhören", im Geheimdienstjargon nennt man das "abschöpfen". Die abgeschöpften Informationen werden in einem hochkomplex arbeitenden Gehirn auf mehreren auf den ersten Blick völlig gegensätzlich ausgerichteten Ebenen abgespeichert und bei Bedarf jeweils taktisch eingesetzt. Derzeit hält er sich medial sehr im Hintergrund.

Äußerstes Mißtrauen!

- G. G.

Curt Sachs
10. Juni 2017 19:09

"dass wir ein Haus für verfolgte Christen bereitstellen"

Für weiteres Volk aus dem Nahen Osten? Nein. Kommt nicht in Frage. Was sind das für krude Vorstellungen!

Der_Jürgen
10. Juni 2017 21:00

@ALD

Ich glaube Ihnen ohne weiteres, dass Sie ein friedlicher Muselman sind, der Terror niemals unterstützen würde. Aber gestatten Sie mir eine Frage: Sind Sie wirklich gläubig, oder sind Sie nur ein "kultureller Muslim", so wie Gauland ein "kultureller Christ" ist?

Im ersten Fall müsste ich Sie fragen, wie Sie Ihre Tätigkeit als Organist in einer Kirche in der Türkei mit Ihrem Glauben vereinbaren. Der lässt das kategorisch nicht zu. Sie wären dann also ein abtrünniger Muslim, so wie ein Christ, der in einer Moschee als Muezzin tätig würde, ein abtrünniger Christ wäre.

Ich bin in keiner Hinsicht antitürkisch. Von meinen beiden kurzen Besuchen in Istanbul habe ich die besten Erinnerungen behalten. Doch was nutzt es, offensichtliche historische Fakten zu bestreiten? Der Massenmord an den Armeniern hat nun einmal stattgefunden. Gut, über die Zahlen kann man immer disputieren. Der amerikanische Historiker Gunter Levy hält die von den Armeniern genannte Ziffer von 1,5 Millionen für um das Doppelte übertrieben. Aber auch 750.000 wäre immer noch schrecklich genug.

Ich räume sogar ein, dass es mildernde Umstände gegeben haben mag, etwa die Kollaboration einiger Armenier mit den Russen, mit denen die Türken damals im Krieg standen. Doch die Tatsache des Massakers lässt sich nicht aus der Welt schaffen. Kein heute noch lebender Türke ist dafür verantwortlich. Ich bin gegen einen aufdringlichen Erinnerungskult und gegen die idiotischen "lois memoriales", die z. B. in Frankreich das Bestreiten des Armeniergenozids verbieten. Sie haben von mir aus das Recht, zu behaupten, damals seien nur 10.000 Armenier umgekommen oder überhaupt keiner. Nur, es stimmt halt nicht. Die Armenier waren übrigens nicht die einzigen Opfer des jungtürkischen Regimes. Auch den Griechen und den Assyrern ging es an den Kragen.

A. Kovács
10. Juni 2017 21:57

@ALD

Als Ungar sehe ich die Osmanen etwas anders, durchaus wie Hatune Dogan. Was Sie da zu den kämpfenden Griechen und Armeniern äußern, ist typisch großtürkischer Chauvinismus. Klar mussten die armen Kolonialisierten für die Osmanen kämpfen, wie die Inder für die Briten. Es ist zynisch, das zu einer freudigen Begeisterung umzudeuten. Aber ich kenne das von säkularen türkischen Freunden, Kemalisten, für die die türkische Geschichte nur rosenrote Seiten hat - - böse sind immer nur die andern.

Cacatum non est pictum
10. Juni 2017 22:04

Die Einwanderung aus dem Orient nach Deutschland respektive Westeuropa läuft seit Jahrzehnten. Die Probleme mit diesen Einwanderern sind früh bekannt geworden. Wer wie ich in einer westdeutschen Stadt großgeworden ist, der hat das Wissen um die Aggressivität vieler Türken und Araber sowie um deren ethnische Solidarität geradezu mit der Muttermilch aufgesogen. Es wurde schon vor 30 Jahren unter der Hand auf "die Ausländer" geschimpft, wenn man sich wieder über irgendeine Unverfrorenheit von orientalischen Jugendlichen ärgerte.

Indes: Der Begriff Islam ist in diesem Zusammenhang nie gefallen. Erst seit den geheimdienstlich inszenierten Anschlägen vom 11. September 2001 - die mit dem Zionismus weit mehr zu tun gehabt haben dürften als mit Islamismus - ist diese Weltreligion in aller Munde und wird mit den negativen Begleiterscheinungen der orientalischen Masseneinwanderung in Verbindung gebracht. Das hinterlässt einen sehr faden Beigeschmack und nährt den Verdacht, dass hier von außen ein "Zusammenprall der Kulturen" befeuert werden soll.

Die Geschichten von Frau Dogan rufen Abscheu hervor. Ihre Schlussfolgerungen sind mir allerdings zu dogmatisch und auch ein wenig platt, sofern Herr Wawerka sie korrekt wiedergegeben hat. Zu sagen, der IS sei "der Islam", ist reichlich hoch gegriffen. Ich kenne zahlreiche Mohammedaner, darunter reine Kulturmoslems wie auch Gläubige, die das barbarische Treiben dieser Glaubensbrüder in Bausch und Bogen ablehnen. Der Anteil der stillen Sympathisanten mag vielleicht deutlich zu hoch sein, aber die Gleichung IS = Islam geht so nicht auf. Vergessen wir auch nicht, dass der Frankenstein IS ganz wesentlich von der CIA aufgebaut wurde. Von allein haben sich die Moslems also nicht zu dieser Mordbrennersekte organisiert. Da musste der liberaldemokratische Westen schon ein bisschen nachhelfen.

Und die Schiiten, Aleviten und Jesiden rundheraus als Geistesbrüder und Integrationsvorbilder hinzustellen, ist nun wirklich blauäugig. Der schiitische Extremismus ist kaum weniger appetitlich als sein sunnitisches Pendant. Der jesidische Kulturkreis umfasst einen erklecklichen Anteil von Menschen, die archaische Bräuche pflegen - Stichwort Ehrenmord. Diese Volksgruppen leben meiner Erfahrung nach ziemlich abgeschottet unter ihresgleichen. Eine Bereitschaft, Deutsche zu ehelichen, ist fast nirgendwo vorhanden, selbst nicht bei den Liberaleren unter ihnen. Letztlich sollten wir den regionalen Einschlag bei den Einwanderern nicht verkennen. Ein eritreischer Christ ist nun einmal seinem mohemmedanischen Landsmann in Aussehen, Habitus und kulturellem Hintergrund zehnmal näher als einem europäischen Glaubensbruder.

Und hier kommen wir zur Quintessenz. Unser Problem ist nicht der Islam als Religion, sondern die Masseneinwanderung an sich. Der Islam mag hochproblematische Wesenszüge aufweisen und ab einer bestimmten Größenordnung eine Gesellschaft politisch destabilisieren. Aber spätestens mit Ende des Osmanischen Reiches hatte er keine militärische Potenz mehr. Er hätte niemals in Europa Fuß fassen können, wenn nicht Verräterregierungen seine Glaubensanhänger millionenfach hierher gelotst hätten; wenn nicht die moralisch geschwächten Völker Westeuropas diesem Wahnsinn tatenlos zugesehen, ja ihn sogar beklatscht und forciert hätten.

Nun stehen wir hier, auf den Spuren der demographischen Auszehrung wandelnd. Inzwischen sind tatsächlich nur noch drastische Lösungen denkbar wie eine massenhafte Remigration. Aber wer sollte sie in die Wege leiten? Es fehlt erstens an politischer Macht und zweitens an einem Volk, dessen deutliche Mehrheit wenigstens den Sinn und die Notwendigkeit solcher Maßnahmen kognitiv erfassen kann. Ein lächerliches Kopftuch- oder Burkaverbot wird jedenfalls kein einziges Einwanderungsproblem lösen.

Cacatum non est pictum
11. Juni 2017 02:45

@Der Gehenkte

Aus Ihrer Prämisse Volkstod oder Reconquista, einem doch sehr manichäischen Weltbild, das Sie hier - unter Beifall - immer wieder zur Schau tragen, leiten Sie eine direkte Konklusion ab ohne sich zu fragen, ob es nicht schon an der Prämisse hängt, und führen Kierkegaards "Enten-Eller" dabei als Schild vor sich her. Sie tun damit nicht nur Kierkegaard schwer unrecht (das könnte man verzeihen), Sie generieren daraus vor allem Thesen, die so gefährlich wie utopisch wie brutal sind.

Werter Gehenkter, auch wenn ich nicht der Adressat der oben angeführten Worte war, möchte ich eine kleine Erwiderung anbringen. Ich bin ein großer Freund von Differenzierungen; monokausale Erklärungen taugen so gut wie nie. Dass auch Sie einen Sachverhalt gern mehrdimensional beleuchten, geht aus all Ihren Kommentaren hervor. Und es spricht durchaus für Sie.

Allerdings gibt es Lebenslagen, in denen Differenzierung nicht mehr zu leisten und sogar schädlich ist. Man denke an einen Kampf auf dem Gefechtsfeld oder eine andere lebensbedrohliche Situation. Hier verengen sich alle Handlungsoptionen auf die Entscheidung zwischen zwei Alternativen: Angriff oder Flucht, Sieg oder Niederlage, Leben oder Tod.

Auf unser Thema gemünzt bedeutet das Folgendes: Die demographische Lage und die absehbare demographische Dynamik werden uns Deutsche mittel- bis langfristig zur Minderheit auf eigenem Boden machen. Ein weltoffener Linker mag nicht ermessen können, was das bedeutet, aber ein Leser der Sezession kann das sehr wohl: Wir werden - und zwar für immer - unser Selbstbestimmungsrecht als Volk aus der Hand geben, unsere politische Gestaltungsmacht, unseren Lebensraum, unsere Kulturhoheit. Unsere Kinder und Kindeskinder werden möglicherweise einen Überlebenskampf mit ungewissem Ausgang führen. Diese Lage ist jetzt schon absehbar, und momentan deutet nichts darauf hin, dass irgendjemand sie zu verhindern wüsste.

Weil das so ist, befinden wir uns meines Erachtens in einem weit fortgeschrittenen Konfliktstadium, auch wenn viele Landsleute das noch nicht sehen wollen. Unsere Optionen verringern sich mit der verstreichenden Zeit, und bald werden wir tatsächlich manichäisch nur noch zwischen "Reconquista oder Volkstod" votieren können. Ich will nicht einfordern, dass wir auf Differenzierung verzichten; aber für mich steht fest, dass eine Lösung dieses Problems schon zum jetzigen Zeitpunkt nur noch harsch bis radikal ausfallen kann und ganz sicher Opfer fordern wird. Das Zeitfenster für verträgliche und stark differenzierte Lösungen ist seit einigen Jahren geschlossen. Wenn wir mit seichten Mitteln operieren - wie Sie sie bevorzugen -, werden wir die Katastrophe höchstens zeitlich aufschieben und feige auf die nachfolgenden Generationen verlagern. Als Familienvater habe ich damit ethisch ein Problem.

Andererseits: Wenn unser Volk mehrheitlich den Weg in die demographische Marginalisierung gehen will, dann stehen wir sowieso auf verlorenem Posten. Es käme dann darauf an, Haltung zu bewahren, sein Leben darauf auszurichten und alles dafür zu tun, dass die eigenen Kinder möglichst wenig darunter zu leiden haben.

Der_Jürgen
11. Juni 2017 09:46

@Der Gehenkte

Um ein Missverständnis zu beheben: Ich berufe mich natürlich nicht auf Kierkegaard, der mit dem Problem, über das wir hier diskutieren, herzlich wenig zu tun hat. Ich habe einfach den Titel seiner bedeutenden Schrift "Enten-Eller" - "entweder-oder" aufgegriffen, weil es in der Tat nur die Alternative zwischen Reconquista und Volkstod gibt. Natürlich sind theoretisch x Zwischenvarianten denkbar, aber auch ein langsamer Volkstod, wie ihn Seehofer und Konsorten anstreben, ist immer noch einer.

Zu Ihrer Behauptung, die Rückführung liesse sich "logistisch" nicht bewältigen: Es war Ende 1944 sowie 1945 danach logistisch sehr wohl möglich, ca. 15 Millionen Deutsche aus den von Polen annektierten Gebieten sowie aus dem Sudetenland zu vertreiben. Wenn man damals innerhalb von anderthalb Jahren unter brutalsten Umständen 15 Millionen Menschen vertreiben konnte, wird es ohne jeden Zweifel möglich sein, eine niedrigere Zahl innerhalb von 5 bis 10 Jahren mit unvergleichlich humaneren Mitteln zur Heimkehr in ihre Ursprungsländer zu veranlassen oder, wenn sie nicht freiwillig gehen, abzuschieben. Ein Stop aller Sozialleistungen an Ausländer, natürlich einige Zeit vor seiner Inkrafttretung angekündigt, und schon werden Millionen ihre Koffer packen, besonders wenn man ihnen noch ein grosszüges Zehrgeld mitgibt.

Es ist sehr, sehr viel möglich, wenn eine Regierung die Armee, die Polizei, die Medien, die Justiz und die Finanzen kontrolliert - und wenn sie den Willen hat. Dass letzterer derzeit nicht vorhanden ist, weiss jeder von uns. Kann sich aber ändern, wenn die Wirtschaft zusammenkracht.

Noch zu den Schiiten. Ja, auch dort gibt es einen Gewaltkult, da haben Sie völlig recht, aber meines Wissens sind die Schiiten unter den Attentätern, die im Westen Terror verüben, nicht vertreten. Die Alewiten erst recht nicht. Wenn kurdische Alewiten gegen türkische Sunniten gewalttätig werden, dann wohl in ihrer Eigenschaft als Kurden und nicht als Alewiten. Wie tolerant gegen andere Religionen letztere sind, sieht man ja am Beispiel Syriens, wo die Christen unter der Assad-Dynastie vollkommene Glaubensfreiheit genossen und immer noch geniessen.

@Caccatum non est pictum

Ich stimme Ihnen grossenteils zu. Der Grosse Austausch ist das Problem Nummer eins, nicht der Islam. Letzterer macht die Situation natürlich noch sehr viel brisanter. Mit der wachsenden Radikalisierung der jungen Generation von Muslimen wird den Terroristen der Nachwuchs nie ausgehen, und es ist mit endlosem Terror zu rechnen. Zudem widern viele islamische Bräuche einen Europäer an und haben bei uns nichts verloren. Dies gilt z. B. für das abscheuliche Halalschlachten (Schächten), das freilich nicht nur von den Muselmanen praktiziert wird und selbstverständlich verboten gehört

Scipio
11. Juni 2017 10:09

@Der Gehenkte

Ich verfolge gerade Ihren Disput mit "Der_Jürgen" und bin geneigt, "Der_Jürgen" recht zu geben. Sie könnten möglicherweise von der Lektüre "Der Begriff des Politischen" von Carl Schmitt profitieren, wenn Sie Ihn schon gelesen haben, dann nochmal lesen. Warum? Wegen der Definition des Feind - Freund Begriffes.

Der Islam ist keine spirituelle Religion, sondern eine kämpferische politische Ideologie im Gewande einer Religion. In diesem Sinne gibt es auch keinen Unterschied zwischen Schiiten und Sunniten. Der westlich pluralistische Lebensstil ist der erklärte Feind des Islam. Die Moslems haben das erkannt und kämpfen mit allen Mitteln, auch mit friedlichen unter Ausnutzung der Regeln des demokratischen Rechtsstaates. 

Die Mehrheit der schon länger hier und in anderen europäischen Ländern Lebenden ignoriert sträflich diese Fakten, obwohl diese von Moslems offen geäußert werden. Der lange Frieden in Europa hat das Misstrauen und die Wachsamkeit der indigenen Bevölkerung eingeschläfert. Dazu kommen die Dauerberieselungen der Links orientierten Presse über Jahrzehnte. Hauptschuldige sind aber nicht die Moslems, sondern die eigenen Politiker mit ihrer links idealistischen Grundhaltung, die sich auch über Jahre entwickelt hat und wie man sieht, nicht nur bei den Linken und Grünen.

Das ist das eigentliche Dilemma und birgt die Gefahr eines Bürgerkrieges in sich, bei Zuspitzung der derzeitigen Zustände, die übrigens vor 20 Jahren noch undenkbar gewesen wären. Wenn der demokratische Änderungsversuch AFD scheitert, dann ist das eben Gesagte eine realistische Perspektive.

Stefanie
11. Juni 2017 10:49

Im Grunde ist schon der hier angedeutete Widerstreit zwischen dem Wunsch zu Handeln, zu Kämpfen und dem Wunsch zu differenzieren , zu hinterfragen ein typisches Motiv der europäischen Neuzeit: "Sein oder Nichtsein..."

calculus
11. Juni 2017 11:34

Vorweg schicken möchte ich, daß ich in einem Land aufgewachsen bin, in dem es ganz normal war, jemanden mit schwarzer Hautfarbe als Neger zu bezeichnen. Man hat sich dabei schlicht nichts gedacht, erst recht nichts abwertendes.

All dieser heutige Schwachsinn ist erst mit dem Westen über uns gekommen, dieses Etepetete bei allem, selbst bei den trivialsten Begriffen. Heutzutage setzt man einheimische Kinder hinter Flatterband (https://www.pi-news.net/jetzt-auch-in-fockbek-schule-mit-gaga-schule-gegen-verstand/).

 

ALD
11. Juni 2017 11:57

@Der_Jürgen

1. Die Frage nach meiner Religiösität und wie sie auf mein Leben wirkt ist ihnen natürlich gestattet. Eine angemessene Antwort auf diese schwierige und ernste Frage werde ich ihnen hier aber leider nicht liefern können. Es tut der Sache, um die es hier im Wesentlichen geht, auch nicht Not. Nur so viel zum Orgelspiel:  Ich liebe es - wenn auch kein Organist, sondern Pianist - an einer Orgel zu musizieren. Orgeln stehen für gewöhnlich in Kirchen und Gottesdienste sind musikalisch-religiöse Ereignisse, an denen ich mich zum Wohle der deutschsprachigen Gemeinde Istanbuls, mit der ich persönlich allein durch die Deutschsprachigkeit auf unwiderrufbare Weise verbunden bin, beteiligte. Ähnlich einem christlichen Grafiker, der sich zum Studium der Ornamentik und Verzierung Stunden und Wochen in prachtvoll ausgeschmückte Moscheen begibt, ist mein kindlich forsches Treiben zu betrachten, alles erdenklich klanglich, tonkünstlerische erleben zu wollen. Außerdem sind Kirchen mir seit frühester Kindheit keine fremden Orte. Der Dogmatismus diese Begebenheiten als Abtrünnigkeit von etwas zu betrachten ist mir fern. Mag sein, daß ich da einem Herrn Gauland womöglich ähnlicher bin als einem Pierre Vogel. Damit kann ich durchaus gut leben. Was mir in "Knochen und Blut" tief verankert, braucht nicht einer weiteren, wertenden Unterklassifizierung von außen unterzogen zu werden.

2. Keine ernstzunehmende Person in der Türkei bestreitet die Vertreibung/Umsiedlung der Armenier aus Anatolien im Zuge der Völkerschlachten am Anfang des 20. Jahrhunderts, bei denen ebenso Millionen von Türken vertrieben und ermordet wurden. Ihre vorauseilenden Einwände diesbezüglich kann ich daher nicht nachvollziehen. Ihr Vorwurf einer vermeindlichen Leugnung der Vertreibung von Armeniern erübrigt sich. Der Türkei geht es im Wesentlichen daher nur um die Richtigstellung der Ereignisse in ihrer Gesamtheit und daraus folgernd eine korrekte Bezeichnung derselben. Nachwievor steht von türkischer Seite das Angebot an die Armenier, mit einer gemeinsamen Historikerkomission alle möglichen Archive auszuwerten und die Geschehnisse ein für alle mal eindeutig zu klassifizieren. Ein Friedensangebot für die Zukunft.  Armenien lehnt nachwievor ab. Vermutlich weil dann die Tatsache des selbst begangenen hunderttausendfachen Mordes an Muslimen in Anatolien durch Armenierverbände auch in Europa nicht mehr zu verschweigen sein wären. Bitte hier um die Beachtung kritischer wissenschaftlicher Betrachtungen, beispielweise eines Herrn Justin Mc Carthy.

 

@A. Kovács

an keiner Stelle habe ich behauptet, daß es in über 500 Jahren OR nicht auch Unrecht gab. Widerlegen Sie bitte meine Aussagen (die alle als solche ganz einfach zu belegen sind), aber versuchen Sie, ebenfalls bitte, nicht mich meiner eigenen Geschichte aufzuklären oder gar meine Person einer spontanen Kategorisierung a la "Kemalist" zu unterziehen (solch Unterfangen spränge gewiss auch den Rahmen des Sinnvollen in diesem interessanten Kommentarverlauf). Ich empfehle Ihnen, falls noch nicht bekannt, zuvörderst die Autoren Halil Inalcik und Ilber Ortayli. Womöglich werden Sie durch etwaige Lektüre auch einen klareren Blick auf ihre eigene magyarische Geschichte werden werfen können. Mit Sicherheit werden Sie dann aber erfahren, daß das OR z.B. keine Kolonien hatte, sondern ein zusammenhängendes Staatsgebiet, welches gemeinhin als ein Vielvölkerstaat - man könnte auch Völkerbund unter türkischer Vorherrschaft sagen - bezeichnet wird. Ähnlich dem Römischen Reich. Sie und ich haben daher eine gemeinsame jahrhundertelange Reichsgeschichte. Eine blinde Heroisierung dieser Zeit meinerseits wäre genauso  banal und falsch wie die totale Dämonisierung ihrerseits. Es gibt im gesamten Balkan leider nachwievor dunkle Mythen über die Osmanen, die sich fernab historischer Tatsachen bewegen. Sie sind im Zuge der balkanischen Nationenbildungen als bindendes Narrativ entstanden und nachwievor in weiten Teilen fest verankert. Sie versperren immer wieder den Blick auf die wirklichen historischen Zusammenhänge. Dies ist ein Nachteil für diese Völker. Ich empfehle das eigene Narrativ nicht durch Feindschaft gegenüber anderen zu formen, sondern auschließlich aus sich selbst heraus. Bezogen auf die Völker des Balkan bedeutet das die osmanische Zeit mit etwas mehr Gelassenheit und Wohlwillen zu betrachten. Die Ungarn sind da, sie sprechen ungarisch, sie haben ihre Kultur. Genauso die Serben, die Albaner, die Griechen, die Araber, die  usw. usw. Kritisch sein: ja bitte. Den Teufel an die Wand malen: wozu?

Der Gehenkte
11. Juni 2017 12:34

@ Cacatum non est pictum @ Der_Jürgen

Das Problem Ihrer Argumentationen liegt bereits in der antithetischen Sprachfigur des Entweder-Oder. In einer solchen Lage wären wir evtl. in einer akuten Kriegssituation: Ich weiß, daß der andere in wenigen Augenblicken den roten Knopf drücken will, also drücke ich meinen zuerst o.ä.

Das ist nicht die Lage. Sie ist ernst, aber man darf nicht in Panik verfallen und das kritische Denken aussetzen.

Die dramatischen Veränderungen sind trotz allem relativ langsam. Jeden Tag tröpfeln ein paar tausend Migranten ein und verlaufen sich irgendwo. Von heute auf morgen sieht niemand einen Unterschied. Deswegen sind in dieser Spanne von Entweder und Oder noch tausend Unabsehbarkeiten möglich und wahrscheinlich.

Wer sich einem panischen Manichäismus hingibt, kann das Problem nicht lösen, denn seine Lösungen gehen an der Realität vorbei. So, wie etwa Jürgens Vertreibungsphantasien. Diese 15 Mio Menschen wurden im Rahmen eines Krieges und also einer Entmenschlichung vertrieben. Der wesentliche Unterschied zu heute: die Menschen sind andere. Das ist reine politische Phantasterei, die zudem politisch äußerst schädlich ist!  Allein einen solchen Gedanken zu äußern - von einer relevanten Person - würde geschichtsmächtig werden und innerhalb der großen Klammer Entweder-Oder Wirkung zeigen, den Prozeß beeinflußen ... vermutlich zuungunsten unseres Anliegens. Wir können und dürfen, ich wiederhole das, den zivilisatorischen Standard nicht unterbieten.

Im Übrigen, geehrter Jürgen, zeigen Sie unangenehme Züge typisch linken Verhaltens. Linke werten sofort und messen an ihren eigenen Maßstäben, anstatt sich etwas Neuem oder Anderem gegenüber neugierig zu verhalten udn Dinge erstmal zuzulassen. Ihre Examination @ALDs stößt mir negativ auf und ihre Bestimmung, was ein gläubiger Muslim dürfe und was nicht, noch mehr. Warum sollte er nicht Orgel spielen dürfen? Es ist viel Gewalt in Ihrem Denken, unnötige Gewalt. Aber ich höre auch Ihnen zu und will verstehen.

 

 

 

Der Gehenkte
11. Juni 2017 12:47

@Scipio

Auf den Carl Schmitt habe ich gewartet.

Das Freund-Feind-Schema wird oft zu statisch gebraucht und Schmitt ohnehin - den marxistischen Klassikern ähnlich - zu stark als Monstranz vor sich hergetragen.

Schmitt schreibt in "Der Begriff des Politischen": "Feind ist also nicht der private Gegner, den man unter Antipathigefühlen haßt. Feind ist nur eine wenigstens eventuell, d.h. der realen Möglichkeit nach kämpfende Gesamtheit von Menschen, die einer ebensolchen Gesamtheit gegenübersteht. Feind ist nur der öffentliche Feind, weil alles, was auf eine solche Gesamtheit von Menschen, insbesondere auf ein ganzes Volk Bezug hat, dadurch öffentlich wird. Feind ist hostis nicht inimicus …“

Diese in der deutschen Sprache schwer zu differenzierende Bedeutungsschere darf man nicht vergessen, was leider oft passiert. Der Muslim darf nicht zum Feind werden – das wäre fatal. Daher darf sich alle politische Reaktion nicht auf die Menschen beziehen, sondern muß das dahinterstehende Abstraktum im Blick haben. Der Kampf ist einer der Ideen, der Sprache, der Theorien, der Metapolitik, der Hegemoniebegriffe etc. und wird im Moment, in dem man ihn ad hominem führt, verunmöglicht und zur historischen (d.h. ewigen) Niederlage.

RMH
11. Juni 2017 13:15

Es kommt sehr, sehr selten vor, dass ich mir wünsche, dass unter einem SiN-Beitrag die Diskussion gar nicht erst aufgemacht wird.

Dieser kraftvolle Beitrag ist einer, dieser seltenen. Man sollte ihn stehen lassen, als das, was er ist. Das beredte Zeugnis eines Mannes, der ergriffen von den Schilderungen der Ordensschwerster war und hier nun handeln will und auch zum Handeln eindringlich aufruft. Zu den Inhalten kann man natürlich seine Meinung haben, aber unter Luthers Thesen - auch wenn dieser Vergleich jetzt zu dick aufgetragen ist - haben auch nicht gleich 20 Leute ihre Zettelchen mit ihren Meinungen dazu an die Kirchentür gepinnt. Manchmal ist Schweigen im Sinne einer Idee/Bewegung oder eines Aufrufs gut, auch wenn man nicht alles inhaltlich teilt.

Herr Warwerka, lassen sie sich also nicht beirren, ihre Idee ist gut und wahrlich christlich. Frau Dogan ist sowas von Anti-Käßmann-Bedford-Strohm, dass es für mich, als immer noch Zahlmitglied in diesem Verein, erschütternd ist, warum Frau Dogan offenbar quasi nur im "Untergrund" wirken kann und ihre Fakten nicht breitere Verbreitung finden.

PS: Ich empfinde die Hochnäsigkeit mancher hier gegenüber pi als Dünkelhaft, Pseudo-Elitär und in der Sache daneben. Dieses Portal - in all seiner Vielschichtigkeit, zu der auch Doofheit und Peinlichkeiten zählen - hat mehr für Deutschland getan, als die meisten hier sehen mögen. Man braucht einfach so eine Art "BILD" von rechts, welches zudem mittlerweile auch ein echtes News-Portal geworden ist.

PPS: Wer den Islam in all seiner Vielschichtigkeit als zentrale Ideologie und charakteristisches, prägendes Element des Fremden und Feindlichen in Europa nicht wahrhaben will und nach wie vor seinen Schwerpunkt in biologistischer Verengung auf Abstammung/Herkunft setzt, sei einmal an die Vögel erinnert, die klar deutsch waren, konvertiert sind und nunmehr nicht mehr als Deutsche erkennbar sind, sondern Teil des Fremden und Feinde Deutschlands geworden sind.

Monika L.
11. Juni 2017 13:23

"Was sind die teuflischen Greueltaten chinesischer oder persischer Henker im Vergleich zu dem langsamen Tod, der von der triumphierenden Dummheit hervorgerufen wird oder zu dem immer unvermeidbaren, abstoßenden Sieg der Niederen ? "

Léon Bloy

Danke, Pfarrer Wawerka, für Ihren Bericht. Natürlich würde auch ich ein konkretes Projekt für "Helfende Hände" unterstützen. 

 

Martin S.
11. Juni 2017 14:19

Beim ersten Lesen des Textes  war auch ich wie erschlagen. Aber an der Stelle:"...  vierzehn Sprachen,  acht Bücher ..." Da fingen dann doch alle Alarmglocken bei mir an zu schrillen.  Ja, es gab und gibt tatsächlich Sprachgenies,  z.B.  Heinrich Schliemann. 

Aber das ganze Auftreten  von  H. Dogan erinnert mich einfach zu sehr an  das fanatische Auftreten eines Sektengurus:

Der Mission wird absolut ALLES untergeordnet. Mltmenschen  werden marktmäßig  nach Nützlichkeitskriterien betrachtet,  ansonsten fallengelassen,  wie die berühmte "heiße Kartoffel".  Ein äußerst ekelhafter Zug,  den ich selbst schon in meiner eigenen "Sektenvergangenheit" mehrfach erfahren durfte.

Auch das Bundesverdienstblech  spricht eher gegen als für  sie. Ich habe  gelegentlich  Träger dieser Auszeichnung kennen gelernt: Systemlinge durch und durch!  Ihre "guten" Kontakte zu  de Maziere bestätigen das nur.  (Von Weizsäcker,  de Maiziere:  Manche Familien sind zu ihrer Schande einfach IMMER  oben.)

Und :  Seriöse Interviews führt man nicht in "Umarmung".  Da fehlt die notwendige Distanz.  Dieses Verhalten bezeichnen Sektenexperten als "love-bombing":  Endlich bei der großen " Mutter"  angekommen ...

Wer dann noch von sich selbst behauptet,  als zweite Mutter  Theresa bezeichnet zu werden,  ist bei mir unten durch. Geht's noch unbescheidener?

Kurz :  Es präsentiert sich das Bild einer mehr als fragwürdigen  "Sektenführerin!

(Im Übrigen stimme ich Curt Sachs zu:  "

Für weiteres Volk aus dem Nahen Osten? Nein. Kommt nicht in Frage. Was sind das für krude Vorstellungen!" )

Zersplittern  wir uns also nicht!  Bündeln wir unsere sehr begrenzten Kräfte! UNSER HAUS  für  UNSERE  BEWEGUNG  ist wichtiger!

 

 

 

Nautilus
11. Juni 2017 15:31

Der Islam hat in Europa nichts zu suchen und dabei ist es mir egal, ob das Suniten oder Schiiten sind. Man darf aber auf keinen Fall vergessen, dass diese Katellparteien mit diesen kollaborieren.  Diese Ideologen sind für mich der wahre Gegner, den ohne diese hätte der Islam keinen so grossen Einfluss.

Hier ein Gespräch zwischen Imad Karim und Hatune Dogan

https://www.youtube.com/watch?v=RVAiQWL2If8&t=1013s

Heinrich Brück
11. Juni 2017 16:02

"Wenn man an einen Gott der Liebe und der Vergebung glaubt, kann man nicht mit der gleichen Grausamkeit zurückschlagen."

Merkwürdige Liebe, wenn sie das Eigene nicht mehr erhaltenswert schützen kann.

Den Ewigkeitssatz zur politischen Macht hat Mao gesagt: "Die politische Macht kommt aus den Gewehrläufen."

Nicht der Islam ist der Hauptfeind. Ein nationales Aufbäumen Deutschlands, kulturell und wirtschaftlich, wird nicht zu umgehen sein. Nur der Weg, ohne ökonomische Sanktionen befürchten zu müssen, die medial ohne Mühe weltweit herbeigeschrieben werden könnten, wird steinig. Als Export- und Hochtechnologieland ist Deutschland erpreßbar. Deshalb auch die kulturelle Demokratisierung. Relativierung der Religionen, und schon steht der Globalordnung, eingeebnet aus ökonomischen Gesichtspunkten, nichts mehr im Weg. Die Verweigerer sind Rechtsextreme oder Terroristen; auch wieder so eine Arbeitsteilung. Ein Knechtschaftsprogramm, jahrhundertelang praktikabel.

Deutschland hat als Mittellage ohnehin keine Freizeit. Es gibt Konstanten und Differenzierungen, nur keinen Zusammenhalt oder Einigkeit, besonders im Vertrauen an eine deutsche Zukunft.

Fenris
11. Juni 2017 19:02

In Nord- und Mitteldeutschland ist ein praktizierendes Christentum bis auf ein paar zügig dahinscheidende Überbleibsel kaum noch feststellbar. Im Gegenteil ist man zumindest in Teilen bereits auf dem Weg zurück zum alten Glauben.

Ob die Eindringlinge aus allen fernen Ländern Sunniten, Schiiten, Aleviten oder Christen sind, spielt für das nationale Überleben ebenfalls keine Rolle. Mit dem im Beitrag genannten Argument könnte man auch jederzeit 60 Millionen nigerianische Christen hier aufnehmen wollen, da diesen armen Menschen bereits mehr als 75 Millionen nach der Scharia lebende Muslime nebst einer zu allen denkbaren Greueltaten greifenden Miliz namens Boko Haram gegenübersteht.

Ein jeder gebe in sein Suchfeld einfach mal "nigeria massacre" ein, dabei aber bitte nicht vergessen, vorher die Filter abzustellen und sich vor allem - zu entleeren. Die ehrliche Antwort auf Herrn Wawerka wäre, daß wir trotz der weltweit schreienden Verbrechen gegen jede zivilisatorische Errungenschaft kein "Haus für Christen" gleich von woher zur Verfügung stellen sollten. Helfen Ja - Herholen Nein!

Es ist ihre Kultur und ihr mit beiden Merkmalen verbundene, zivilisatorische Stand als Mensch, der mich vor dem Hintergrund der Bedrohtheit des Eigenen - insbesondere meiner vier Töchter - zu dieser ablehnenden Haltung bringt. Sich über ihre widerwärtige Religion zu beklagen, macht für mich etwa soviel Sinn, wie sich über die anderen Mitbringsel, z.B. ansteckende, längst ausgerottete Krankheiten oder irgendwelche ungenießbaren Lebensmittelzubereitungen zu beschweren.

Das mag Foristen wie den Gehenkten abstoßen, die "brutale Utopie" hat aber leider bereits Gestalt angenommen - und zwar zu unserem Nachteil. Es geht für uns längst nicht mehr um die Frage, ob und wenn ja, welcher Gott hier angebetet wird.

deutscheridentitärer
11. Juni 2017 19:06

Der Islamismus hat einen großen Vorteil, der sich wahrscheinlich als entscheidend herausstellen wird: er ist blind gegenüber Ethnie und Rasse.

Noch befeuert sich sein Rekrutierungspotential fast ausschließlich aus den Reihen von zu kurz gekommenen, psychisch labilen Orientalen. Aber das Vorranschreiten der ethnischen Fragmentierung Mittel- und Westeuropas wird hundertausende einheimischer Jugendlicher, die ansonsten ohne eine schützende, Sinn stiftende Gruppe dastehen, der islamistischen Lehre in die Arme treiben.

Caroline Sommerfeld
11. Juni 2017 19:31

Lieber Herr Wawerka,

danke für den fürchterlichen Text. Ich finde es wichtig, auch krasse Positionen kommentiert hier vorzustellen, die Differenzierung erfolgt genau hier und jetzt im Kommentarbereich. Frau Dogans Islam-Sicht ist unbeding zuzustimmen, ich sehe ein Begründungsproblem (das nicht s i e  haben muß, aber  w i r ) an der Stelle, wie man wissen kann, welche Erscheinungsform des Islam denn die "wahre" ist. Damit steht und fällt nämlich alles. Gäbe es (ich traue mich hier im Konjunktiv irrealis zu reden) einen korantreuen reflexionsfähigen Islam, also keine Häresie und keine Schauspielerei, dann dürfte man differenzieren und diese von jenen Muselmanen scheiden. Gibt es keinen, dann muß man die Freund/Feind-Dichotomie hier genau anlegen.

Verfolgte Christen? Fürbitten, gerne, jeden Sonntag wieder, nur passiert nichts. Nein, ich habe kein Hiobsproblem, sondern ein Problem mit dem Cuck-Christentum. Die Kirchenoberen müssen sehen, daß der Islam leider der Feind ist, und daher mit innerer Notwendigkeit Christen verfolgt. Im Moment schaut's nach gespaltenem Bewußtsein aus, Ökumenismus mit dem Islam bei gleichzeitiger Klage über Christenverfolgung. Ich bete also fürs Augenöffnen.

Und ein christliches Flüchtlingsheim hier? Beim besten Willen - das ist der falsche Weg. Warum Menschen holen, verpflanzen, entwurzeln, alimentieren, wo gerade  w i r  doch so genau wissen, daß gelenkte Migration das weltumspannende Übel ist?

Lotta Vorbeck
11. Juni 2017 19:42

@Ebenfalls interessant war ihr (Schwester Hatune Dogans) lobendes Urteil über Thomas de Maiziere. Sie hat engeren Kontakt ihm und meint, er sei der einzige deutsche Politiker, der bereit sei, zuzuhören. Er wisse jetzt schon sehr viel, und sie werde ihn dazu bringen, etwas zu unternehmen.

In dieser Hinsicht erscheint die Schwester Hatune Dogan ziemlich naiv. Hätte de Maiziere "etwas unternehmen" wollen, hätte er seit Jahren schon Gelegenheit dazu gehabt, gestützt auf die ihm unterstellten Behörden, dem formal noch immer geltenden Recht zum Durchbruch zu verhelfen.

Findling
11. Juni 2017 20:56

1. Der Islam hat seinen Ursprung im Arianismus. Über Jahrhunderte entfernte er sich vom Christentum im Osten des Römischen Reichs. Der Urkoran enthielt gesammelte Glaubenssätze. Die früheren Suren sind noch entsprechend christenfreundlich. Ende des 9.Jahrhunderts erfolgte eine wenig geglückte Übersetzung ins Arabische. Die Hilflosigkeit des Übersetzers ergibt sich sich schon aus der Tatsache, dass er die Suren nach deren Länge ordnete!
622 vernichteten die Byzanthiner das persische Reich. Christlich-monophysitische arabische Stämme wurden frei und setzten zu Eroberungen bis Spanien an.

2. Über die Deutung der Suren kann man streiten, nicht aber über die Lebensgeschichte Mohammeds. Da jede seiner Handlungen richtig, gut und nachahmenswert ist (z.B. eigenhändige Folterung und Ermordung von Gefangenen), erweist sich der Islam als eine gewalttätige, hoch gefährliche Religion. Hier darf man keine Ausrede gelten lassen ohne sich mitschuldig zu machen!
3. Das Ziel aller Gläubigen ist der Himmel. Dort verfügt der muslimische Mann über unerschöpfliche Manneskraft. Nähert man sich diesem Himmel, ertönt ein orkanartiges Brausen. Es ist nicht vom Heiligen Geist. Der Himmel der Muslime ist ohne Gott, denn Allah, so lehren die
muslimischen Theologen, sei „weiter gezogen“, Adresse unbekannt. Dieser Himmel wird von Christgläubigen gemieden.
4. Niemand erwartet vom Papst und seinem Schwarm, dass sie gegen den Islam polemisierten. Allein schon aufgrund der Tatsache, dass der Islam etwa 100 Millionen Christen unter seiner Fuchtel
hält, verbietet dies der Verstand. Dass sie aber mit dem Islam zum Tanzkränzchen schreiten und sie die Unterscheidung der Geister verweigern, gleicht einem Höllensturz.
5. Das Dioxin in den Stammzellen der Europäer heißt Autophobie und Autorassismus. Als Folge dieser Vergiftung fühlen wir uns an allem und jedem Schuld, etwa so:
„Die menschengemachten Sonnenstürme lassen auf dem Mars die Polkappen abschmelzen. Die Entnahme von Solarenergie stört ebenso den Sonnenzyklus wie die Reflektionen durch den Weltraumschrott. Werden wir die Botschaft der Polarlichter je verstehen? Kann es dann noch ein Zurück geben? Der koronare Massenauswurf treibt Flüchtlingsmassen in die Verursacherstaaten wie Europa. Wir müssen zu unserer Verantwortung stehen und die Kollateralschäden der Migration tolerieren! Wir sind schuld an allem!“

Wie weit hier ein dekadent degeneriertes Christentum in die Verantwortung zu nehmen wäre, entzieht sich meiner Urteilskraft. Ich möchte den Pastor auch nicht ermutigen, sich noch weiter zu exponieren.

Franz Bettinger
12. Juni 2017 00:02

@Der Gehenkte und andere:

Ihnen sind die Aussagen zu grob? Sie haben das Recht auf und die Kunst der Verallgemeinerung nicht verstanden. Wir dürfen nicht verallgemeinern? Falsch!

Das Verallgemeinerungs-Verbot ist Teil der Political Correctness und ein wunderbares Erziehungs- bzw. Umerziehungs-Instrument. Dadurch, dass wir nichts verallgemeinern sollen, werden tradierte Standpunkte und bewährte Erkenntnisse in Einzelfälle aufgelöst. Jede Aussage könnte sowohl richtig als auch falsch sein. Dass die Gegen-Aussage eine absolute Ausnahme darstellt, wird unterschlagen. Auf diese Weise kann ein allgemeiner kollektiver Erfahrungswert bestritten werden. Wer kritiklos dieses pseudo-moralische Verallgemeinerungs-Verbot, das in Wirklichkeit nur ein ideologisches Instrument der Gleichmacherei ist, akzeptiert, hat sich bereits manipulieren lassen.

Also nehmt die Aussagen dieser tollen Frau, Schwester Hatune Dogan, als Einstieg in die wunderbare Welt der Verallgemeinerung! Die haben nämlich ihre Berechtigung. Klassisches Beispiel: "Die Lügenpresse!"

Definition von Fake News: Nachrichten, die man für unwahr hält. Beispiele: Regime-Change-Komplotte, Verschwörungen wie 9/11, Drohnen-Morde, Folter unter Obama… . Definition von Wahrheit: Nachrichten, die man für wahr hält. Beispiele: Gott, Teufel, Hexen. Für Tausende von Jahren hielt man diese Dinge für wahr. Die herrschenden Meinungen hatte fürchterliche Konsequenzen.

Die Gesinnungspolitik der Block-Parteien, des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, der Kirchen, Industrie-, Gewerkschafts-, Künstler- und sonst welchen Verbänden, diese relativierende, gleich tönende, gleichgeschaltete Gesinnungs-Politik ist die wahre Gefahr für unsere Demokratie. Dagegen sind Fake News nur das, was sie sind, Fake und News, und für jeden gut Informierten auch leicht zu entlarven. Die Ausgrenzung und die Bekämpfung der Meinung anderer, wie wir es nun wieder nach 2 Diktaturen in Deutschland erleben, ist jedoch der Vorbote einer neuen Diktatur.

RMH
12. Juni 2017 00:04

Ich frage mich diesesmal ernsthaft, warum mein Beitrag nicht frei geschaltet wurde.

Kositza: Vielleicht, weil... ganz ernsthaft Wochenende war?

Der_Jürgen
12. Juni 2017 00:47

@ALD

Besten Dank für Ihre ausführliche Antwort. Sie sind sicherlich ein Ehrenmann; das ist mir bei allen Meinungsunterschieden klar.

Ich schliesse mich jenen Foristen wie @Caroline Sommerfeld und @Fenris an, welche eine massenhafte Aufnahme christlicher Flüchtlinge aus dem Nahen Osten und Afrika ablehnen. Helfen? Unbedingt, aber an Ort, und indem wir laizistische Regierungen wie jene Assads in der islamischen Welt unterstützen, statt sie zu bekriegen. Natürlich bringen christliche Migranten unvergleichlich weniger Probleme als islamische, aber auch sie sind Fremde und tragen zum Grossen Austausch bei. 

deutscheridentitärer
12. Juni 2017 01:13

@ALD

Ihre Beherrschung des Deutschen ist beeindruckend; ich wünschte ich könnte mich ähnlich geschliffen ausdrücken.

Die Moslems, die sich hier gelegentlich zu Wort melden, zeichnen sich generell durch hochwertige Beiträge aus. Ich denke, das liegt in der Natur der Sache - wen es als Moslem hierher verschlägt, muss ein besonderer Typ sein. Jedenfalls, mich würde interessieren, wie Sie als Moslem, der den hier geäußerten Sichtweisen anscheinend nicht vollständig fremd und ablehnend gegenüberstehen, sich eine Zukunft Deutschlands oder Europas vorstellen würden?

Monika L.
12. Juni 2017 01:18

Die Sophistereien im Forum sind teilweise unerträglich. Ein paar Tausend mißbrauchten Mädchen zu helfen gefährdet nicht unser Land, schon gar nicht, wenn im Gegenzug z.B. Vergewaltiger,  Gefährder, Kriminelle umgehend ausgeschafft werden.

https://m.youtube.com/watch?v=RVAiQWL2If8

Stil-Blüte
12. Juni 2017 02:48

Gerade mehr zurück- als heimgekehrt, sag ich: Pastor Wawerkas Text  hat Wucht, im Jargon - Hagune Dogan is' 'ne Wucht! 

Ein Haus für 'Helfende Hände'?  - eher Schutz- und Trutz-Burg mitten in Neu-Köln.

Andrenio
12. Juni 2017 11:03

Schon eine Weile her, dass Berichte über das Drangsalieren von Christen in den "Flüchtlings"-Unterkünften durch muslimische Mitbewohner an die Öffentlichkeit drangen. Kaum anzunehmen, das das auf die Verbesserung der Lage beruht oder ist jemandem ein entsprechender Erlass des Innenministeriums zur Segregation nach Glaubenskriterien bekannt?

Insofern würde die Gründung solch rein christlicher Häuser durchaus Sinn machen. Aber gezielt solche Glaubensbrüder nach Deutschland zu schaffen? Damit würde man den Bereinigungszielen der radikalen Muslime nur Vorschub leisten. 

Woher die politische Sympatie für die Kurden stammt? Niemand hat je deren Rolle bei der Verfolgung der Armenier thematisiert. Während sonst an einer Kollektivschuldthese der Türken gebastelt wird, sollen diese Verbrechen verschwiegen werden? 

Wo bleibt die Benennung der bezahlten Söldner mit europäischem Körperwuchs und britischem Akzent? Haben die sich bei den Greueltaten vornehm zurückgehalten? Überhaupt: Ist die christliche Taufe ein Garant für sanftes Wesen? Waren die Mörder von Sabra und Schatila etwa nicht getauft?

A. Kovács
12. Juni 2017 12:02

@ALD

Dank für Ihre Antwort. Ich werde die beiden krimtatarischen Autoren, die in der kemalistischen Türkei gewirkt haben und deren Geschichtsinterpretation daher auch den chauvinistischen Geist dieser Epoche atmen werden, nicht lesen, sorry. Auch mit "mehr Wohlwollen" werde ich diejenigen, die die Ungarn fast ausgerottet haben, keineswegs betrachten. Meine Kenntnisse entstammen der (übrigens haarsträubend osmanenfreundlichen) 6-bändigen Geschichte von N. Jorga. Wie bei jeder imperialistischen Großmacht, die aggressive Eroberungskriege führte, gab es "nicht auch Unrecht", sondern vor allem Unrecht. Das war bei Rom nicht anders, wobei Rom dennoch unvergleichlich mehr Positives aufgebaut hat als die Osmanen. So viel Selbstkritik sollte bitte sein. Schauen Sie doch nur auf dies: Die "balkanischen Zustände" (wobei Ungarn nicht zum Balkan gehört) sind ebenso wie die arabische Rückständigkeit und damit fast alle heutigen Probleme des Nahen Ostens von den osmanischen Türken verursacht - aber das wird natürlich gegenüber den Brüdern und Schwestern im Glauben nicht so gern zugegeben. Und was die Kolonien angeht, so steht außer Frage, dass z. B. Sibirien eine russische Kolonie war, mag auch ein zusammenhängendes Gebiet bestanden haben. Es geht um den Umgang mit den Eroberten (im Falle der Osmanen: finanzielle Ausbeutung, Knabenlese etc).  Zuletzt möchte ich doch darauf verweisen, dass wir keine gemeinsame Reichsgeschichte haben. Ein Zweig meiner Vorfahren führte einen abgeschlagenen Türkenkopf im Wappen; daher bin ich ziemlich sicher, dass meine Reichsgeschichte im Habsburgischen liegt.

RMH
12. Juni 2017 12:24

"Überhaupt: Ist die christliche Taufe ein Garant für sanftes Wesen? Waren die Mörder von Sabra und Schatila etwa nicht getauft?"

@Andrenio,

Kleine Überraschung: Die Mörder von Babi Jar, Auschwitz & Co waren mit höchster Wahrscheinlichkeit getauft, für den Allzeit-Über-Bösen A.H. ist es historisch gesichert. Was wollen Sie also mit Ihrer Frage für einen Effekt erzielen, wenn nicht die nachweisbare Eindeutigkeit der "islamischen Botschaft" in Bezug auf Gewaltherrschaft, Unterdrückung Andersgläubiger, der Unterdrückung von Frauen etc. relativieren?

Im Gegenzug ist ist die christliche Botschaft, nach der wir alle nur Sünder sind, die der Gnade Gottes bedürfen und diese in Jesus Christus geschenkt bekommen haben, genau so eindeutig und nicht das Wasser allein macht den Christen, sondern sein Glauben (Achtung: Binsenweisheit).

Die Boschaft und ihre Wirkkraft ist das Entscheidende. Der hier oftmals gescholtene M.Stürzenberger würde bildlich vom "Islam-Chip" im Kopf sprechen.

@Monika L.

Zustimmung. Wie manche hier ob einer Hütte voller Christen, nur weil sie Orientalen sind, herum machen, ist nur noch peinlich. Wenn nur die, die bereits nach geltendem Recht abzuschieben wären, aber nicht abgeschoben werden, tatsächlich endlich abgeschoben würden, würden mehr das Land verlassen, als auf angedachte Initiativen, wie sie Pastor Wawerka vorschlägt, kommen würden oder längerfristigen Schutz bekämen.

Maiordomus
12. Juni 2017 12:45

Vor allem würde es sich im Zusammenhang mit den Ausführungen Wawerkas betr. Schwester Hatune Dogan lohnen, mit dem Hilfswerk Christian Solidarity International (CSI)  Kontakt aufzunehmen, seit langem zugunsten verfolgter Christen in aller Welt fruchtbringend tätig, sowohl was die Unterstützung als auch was die Information über eines der grössten Tabuthemen der Gegenwart betrfft. Die Aktivitäten von CSI mit Schwerpunkt vor Ort gehen in die richtige Richtung und sie wissen alles, was Schwester Hatune mit ihren 14 Sprachen zum Besten gibt und mit den Büchern, die beim Lektorat liegen, schon längst und sind fruchtbar wirksam. Der Vorsitzende von CSI, Herbert Meier, ist ein ehemaliger Schweizer Rechtspolitiker, aber mit einem in mehr als 50 Jahre lang geäufneten weltpolitischen Wissen, über das vergleichsweise heute niemand aus den SVP-Reihen verfügt, auch getragen von einer gesunden christlichen Illusionslosigkeit im Angesicht der Ewigkeit, ohne der Resignation anheimzufallen. Ferner ein ehemaliger Leserabonnent von Criticon, solange jene Zeitschrift existierte und langjähriger Weggefährte von Gerd-Klaus Kaltenbrunner, dessen Artikel er in der Blütezeit seiner 1964 gegründeten Zeitschrift "Abendland" er regelmässig publizierte. Leider aber fehlte ihm dann die Dynamik, aus dem einstigen Studentenblatt, auch aus der Schweizer Studenten- und Akademikerzeitung mit der Zeit so was wie z.B. Steins "Junge Freiheit" hinzukriegen. Die Aktivitäten aber von CSI scheinen mir absolut verdienstvoll, und ich empfehle der Leserschaft und den Kommentatoren dieses Blogs, dieselbigen finanziell und moralisch zu unterstützen.

Das Wissen von Schwester Hatune über das Schicksal des Christentums in ihrer Heimat ist enorm und es bedeutet sogar einen Lichtblick, wenn und dass ein Minister wie de Maizière ihr zuhören mag und wohl ihr gesinnungsethisches Engagement zu 100% anerkennt. Das ist wirklich mehr als nichts, hat aber mit Politik schon fast rein gar nichts zu tun. Denn die Politik ist, wie es Robert Musil leider mehr als nur geistvoll ausgedrückt hat, "was geschieht", oft auch, was nicht geschieht, alles andere ist, wie es bei Theodor Fontane der alte Briest ausgeführt hat, "ein zu weites Feld". Schon damals bei einem gebildeten älteren Herrn eine Vorwandsfloskel, trotz gegenteiliger Einsicht im Wesentlichen nichts zu ändern, wobei solche gesellschaftliche Strukturen natürlich langfristig zum Verschwinden verurteilt sind, das dauert aber noch etwa 2 bis 3 Generationen,  wiewohl schon jetzt im Ernst kaum mehr von einer christlichen Gesellschaft gesprochen werden kann.

Der hilflose und unpolitische Vorschlag vom christlichen Flüchtlingsheim, das zwar als private Institution durchaus denkbar ist, als Tropfen auf den heissen Stein, meint gesinnungsethisch lediglich, dass muslimische Invasoren nur als Ausnahme von der Regel einzuschätzen sind. Umgekehrt grenz es an politischen Kopfschuss, diejenigen Muslime, die ebenfalls zu den Leuten gehören, "die schon länger hier sind", wie die Deutschen politisch korrekt genannt werden, samt ihren Gemüseläden, Metzgereien und Kebabbuden zwangsrepatriieren zu wollen, wir haben nun mal nicht mehr die Verhältnisse von Granada 1492, so ein Stein, genannt Suspiro del Moro oder ähnlich, an die grosse Vertreibung erinnert, zu schweigen von der Verfolgung auch der bekehrten Muslime. Was übrigens die nunmehr staatlich forcierte Einströmung von Volksmassen aus Afrika betrifft, welche als Landnahme per Schiff mit den vorhandenen Flotten so abgestellt werden könnte, dass niemand mehr zu ertrinken braucht, so war Friedrich Dürrenmatt gemäss seiner Erzählung "Der Versuch" der Meinung, dass mit dem Verschwinden der Weissen in Europa nicht vor 2 400 zu rechnen sei. Einen Wandel in diese Richtung wird es wohl ohnehin geben, nur verstand zum Beispiel Gerd-Klaus Kaltenbrunner unter Konservativismus die "Technik des nichtkatastrophischen Wandels". Eine Wiederherstellung alten Deutschtums wäre  so oder so ein hoffnungsloses Unterfangen.

Von nicht kleiner Bedeutung wäre im Zusammenhang mit Widerstand gegen unerwünschte und im Prinzip gewissenlose Entwicklungen ein neues Nachdenken über Menschenrechte, z.B. das Asylrecht so auslegen, wie es dessen Pioniere im 19. Jahrhundert gemeint haben, was nie und nimmer mit Masseneinwanderung einschliesslich Vollversorgung zu verstehen war. Und wenn Militärdienstverweigerung als Verweigerung der Solidarität mit dem eigenen Regime im Ernstfall als Menschenrecht zu betrachten wäre, dann müsste die Steuerverweigerung, der heutige wahre Ernstfall aus der Sicht der Regierungen, erst recht auch ein Menschenrecht sein. Das sage ich als Prinzipienethiker, wiewohl ich im eigenen Leben bisher weder das eine oder andere praktiziert habe, Der bedeutendste Theoretiker der Steuerverweigerung war kein Geringerer als der amerikanische Philosoph Henry David Thoreau, mit Einlfuss u.a. auf Mahatma G. und Martin Luther King.

Bei aller Achtung vor Herrn Wawerka, dem ich auf diesem Blog schon mehrmals hohe und höchste Anerkennung gezollt habe und der diese Anerkennung auch verdient als wohl einer der heute bedeutendsten Christen in Deutschland, würde ich nicht von "Pfarrer Wawerka" schreiben. Er war ja bekanntlich nie definitiv als Pfarrer angestellt, eben kein lebenslang gesicherter kirchlicher Funktionär, sondern auf Zusehen im Amt, und die seelsorgerliche Tätigkeit mit der Funktion eines Gemeindepfarrers wurde ihm u.a. vor allem deswegen nicht weiterbewilligt, weil er hier auf diesem Blog auf sehr hohem Niveau und niemals "menschenverachtend", wie das Schlagwort lautete, von seiner Meinungsfreiheit als mündiger Bürger im Sinn von Kant Gebrauch gemacht hat, vielleicht als einer unserer Allerbesten und ein durch und durch mutiger Patriot, den ich weder als Nationalisten noch als Chauvinisten einschätzen würde.

Zu denken gibt noch Folgendes: Würde Schwester Hatune Dogan, welche gewiss nicht unter Berührungsängsten leidet, tatsächlich in Schnellroda sprechen, was würden de Maizière und die Verleiher des Bundesverdienstkreuzes sagen? Sie habe sich "instrumentalisieren" lassen, sie sei politisch naiv. Das zweite muss nicht unbedingt eine Fehleinschätzung sein. Ihr Hilfswerk verdient aber ebenso Unterstützung wie Christian Solidarity International.

Hartwig aus LG8
12. Juni 2017 13:46

Dank an Thomas Wawerka für diesen Beitrag und Dank an die Kommentatoren; sehr informativ und unterhaltsam. Ich habe nichts hinzuzufügen ... nur einen Satz eines Kommentators will ich dann doch aufgreifen: "Der westlich pluralistische Lebensstil ist der erklärte Feind des Islam." 

Frage: Ist der westlich-pluralistische Lebensstil nicht der Feind jeder Religion? Damit auch Feind jeder gewachsenen Kultur? Schließlich auch der Feind der Völker??   Die Frage ist nicht rhetorisch sondern ernst gemeint.

deutscheridentitärer
12. Juni 2017 14:40

"Die Sophistereien im Forum sind teilweise unerträglich. Ein paar Tausend mißbrauchten Mädchen zu helfen gefährdet nicht unser Land, schon gar nicht, wenn im Gegenzug z.B. Vergewaltiger,  Gefährder, Kriminelle umgehend ausgeschafft werden."

Wenn dem so wäre, und v.a. wenn wir eine stabile Demographie und ein ungebrochenes Identitätsbewusstsein hätten, dann wäre auch die (entsprechend der Dauer der Notlage vorrübergehende oder in Teilen auch dauerhafte) Aufnahme von weit mehr als einigen Tausenden kein Problem.

Heinrich Brück
12. Juni 2017 14:53

Es ist interessant zu sehen, wie in den Gedanken am Schlußpunkt immer die emotional-weibliche Tour der Demokratie zu Diensten ist. Die Frage sollte aber auch gestellt werden: Kann dieses Land Mißbrauchten helfen, oder schafft es sie nicht gerade in Massen? Wenn diese mißbrauchten Frauen dann hierbleiben dürfen, wie geht es weiter mit ihrem Leben? Die Einrichtungen für seelisch-gestörte platzen aus allen Nähten, Einheimische unter den Rädern von Arbeitsverweigerung krimineller Politiker, und jetzt noch die Mißbrauchten aus aller Welt! Die Frauen bekommen letztenendes dumme Psychologen und Geld, danach eine Putzstelle oder einen blöden Job an der Kasse, und damit soll ihnen geholfen sein?

Um mißbrauchten Menschen wirklich helfen zu können, muß ein Land gesund sein. Es muß normal sein. Nur gesunde Menschen in normalen Strukturen können ein helfendes Umfeld anbieten, was in diesem Landeszustand - für den Orient, wie in diesem Fall - unmöglich ist.

Zu der Atmosphäre der Orientalen im täglichen Leben wurde nichts gesagt. Welche Deutschen fühlen sich in deren Nähe wohl? Mitleid ist als Ratgeber langfristig nicht zu gebrauchen; es muß schon zusammenpassen.

Daß der demographischen Frage langfristig nur militärisch beizukommen sein wird, beweisen gerade die Mehrheiten an den Minderheiten. Der Islam müßte halt ein bißchen freundlicher werden, nicht wahr? Dann hätten wir kleinere Probleme? Wenn der Islam als Verstärker der ethnischen Substanz gesehen wird, kann eine menschenrechtseinverstandene Programmierung des Islam weniger gebärfreudig ausfallen? Gebildeter Islam gleich befriedeter Islam?

Franz Bettinger
12. Juni 2017 15:03

Dem ganzen Islam-Bashing liegt eine riesige Fehleinschätzung zugrunde. Ich bin, wie alle meine Kommentare zeigen, kein Freund des Islam, der tatsächlich weit mehr eine Eroberungs- und Unterwerfungs-Ideologie als eine Religion ist. Aber eins muss gesagt werden: Der Grund, warum wir islamische Terror-Attentate erst in Frankreich und Belgien, dann in England und den USA, am Ende dann auch in Deutschland haben, ist ein ganz anderer. Es ist KRIEG. Und wir sind schuld an diesem Krieg.

Die US-Amerikaner, haben nach 9/11 den Nahen Osten mit Lug und Trug in ein Schlachtfeld verwandelt, aber die EU (außer Westerwelle) war es, die den arabischen Frühling mit Geld und Waffen befeuert und die Länder im Norden Afrikas ins Chaos gestürzt hat. Alles muss irgendwann bezahlt werden, nicht nur Draghi's Schulden-Himalaya. Im Namen des Islam wird weltweit geschächt, gebombt, geköpft und gekillt, heißt es. Im Namen der Demokratie nicht? Nach den Anschlägen in Paris hatte Hollande erklärt: "Wir werden einen Krieg führen, der gnadenlos ist." Nun, solche Sprüche und Taten haben die anderen auch drauf. Glaubt nicht, dass WIR nicht genauso gnadenlos bombardieren, nur weil wir unsere verstümmelten Opfer des IS abends nicht in den 8-Uhr-Tages-Lügen beweinen dürfen. Je suis Rakka? Habe ich noch nie gehört.

Unsere unheilige Allianz kämpft in Wahrheit nicht gegen den IS sondern gegen große autochthone Volksgruppen in gemischt-religiösen Ländern. Wir betreiben also das Geschäft der Vertreiber, Unterdrücker, aus deren Sicht das Geschäft der Kreuzritter. Ach, unsere schlauen Volks(ver)-Treter! Sie wissen nichts, und das erklären sie uns. Ihr Armen, möchte man den Welt-Rettern zurufen, könnt ihr nicht endlich mal kehrt machen und anfangen, nur vor der eigenen Haustür zu weinen? Wollt ihr die Probleme der ganzen Welt zu unseren machen? Immer mehr Deutsche, und auch Europäer, haben das satt. Rein praktisch gibt es keinen Mittelweg, nur zwei praktikable Lösungen. Entweder man anerkennt den IS, führt keinen Krieg mehr gegen ihn und gibt ihm das Land zurück, das ihm historisch zusteht. Oder man führt gegen ihn wie gegen Nazi-Deutschland einen inhumanen ruchlosen Ausrottungs-Krieg mit KZs, Bodentruppen und Brandbomben auf Rakka und Mossul und fügt den Hochburgen des IS das Schicksal Hamburgs und Dresdens zu. Letzteres halte ich für ausgeschlossen. Bleibt also nur Option 1. Mahlzeit! Und nun mal eine ganz ketzerische Idee, die NIE in den Medien auch nur am Rande diskutiert wird. Lasst mich, nur so zum Spaß, mal furchtlos denken: Könnte der IS recht haben?

Ihr schlagt die Hände überm Kopf zusammen? Kaum einer verschwendet einen Gedanken daran, wie der IS bzw. die Sunniten, die dort zwischen Damaskus und Mesopotamien immer gelebt haben, selbst ihre Landnahme und ihren Krieg rechtfertigen. Die sehen sich in einem Verteidigungs-Krieg. Es war IHR Land, das die Engländer, Franzosen und dann die USA - beginnend mit dem 1920-er 'Friedens'-Vertrag von Sèvres - enteignet und neu aufgeteilt haben. Revisionismus? Aber ja, welcome! Die Wunde, dieses Unrecht, verheilt nicht - auch nicht nach 400 Jahren fremdländischer Besatzung wie in Griechenland, oder nach 1000 Jahren britischer Unterdrückung wie in Irland. Die Stigmatisierung der Revision neu geschaffener, aber als ungerecht empfundener geschichtlicher Tatsachen ist eine Erfindung der Sieger und liegt allein in dessen Interesse. Sie integriert sich aber nicht, auch langfristig nicht, in den genetischen Code des Verlierers. Die Deutschen mögen da eine Ausnahme sein.

Es kann also gut sein, dass der IS recht hat. Geben wir ihm sein Land zurück, ein islamisches Kalifat im Irak und in Syrien (= ISIS). Anerkennen wir den IS! Geben wir ihm eine Olympia-Mannschaft, vor allem im Frauen-Beach-Volleyball. Im Ernst: WIR sind die Aggressoren. Da stimme ich mit der linken Sahra Wagenknecht überein.

Aber die haben doch die Scharia, die sind doch so grausam, werdet ihr einwenden. Vor allem zu ihren Frauen, die sie wie Kanarienvögel in Textilkäfige sperren. Nun, die Sache ist drollig bis trollig. Ich habe immer wieder und so oft ich konnte mit verschleierten Frauen und Mädchen gesprochen - ob in Marokko, in Istanbul, an der syrischen Grenze oder auf Zugfahrten durch die BRD - und ALLE sagten mir, sie tragen den Schleier freiwillig und gern, und ALLE haben ihre Kultur betont und vergöttert.

Das war schon ein Schock für die Alice Schwarzer in mir. Ich musste automatisch an Aldous Huxley's Schöne Neue Welt denken, in der die Sklaven ihr Dasein nicht nur akzeptieren, sondern lieben, ja verherrlichen. Ich glaube die Araber sind mindestens so Hirn-gewaschen wie wir 'Demokraten'. Wir glauben doch ebenfalls noch an Ostereier, will sagen an die Demos Kratia. Die EU hat ja Angst vor der Meinung des Demos. Sie will sie nicht einmal hören, geschweige denn sich nach ihr richten. Wo sind denn die Volksabstimmungen zur EU und zum Euro?

Also: Wir sollten verdammt noch mal akzeptieren, dass es da offenbar Menschen gibt, die nach ihrer Fasson unglücklich werden wollen und nicht nach unserer. Sollen sie doch! Lasst sie leben wie sie wollen. Meinetwegen im Mittelalter. Wenn wir den IS anerkennen, tun wir nicht nur historisch und moralisch das Richtige. Denn was haben Assad, Erdowahn oder die Schiiten im Norden des Zweistromlandes zu suchen? Wir beenden auch den Krieg, der ansonsten nie enden wird. Es ist pure Propaganda, dass der IS die Welt erobern oder uns islamisieren oder unsere herrlichen Werte in den Schmutz ziehen will. Der IS hat Wichtigeres zu tun. Er will nur in Ruhe einen ordentlichen Staat aufbauen.

Wie Frieden herzustellen ist? Ganz einfach: Erlauben wir den Sunniten (und Kurden) ihren eigenen Staat, und hieße er auch IS! Darauf wird es ohnehin nach 30 oder auch 100 oder wie in Irland auch 1000 Jahren hinauslaufen. Wieso? Weil die Besiegten nicht vergessen, auch nach 1000 Jahren nicht, und weil sie träumen, von Freiheit. Es sei denn man löscht sie physisch aus. Ja, auch das hat es in der Geschichte gegeben. Glaubt es oder glaubt es nicht: Auch diesmal ist die Ursache des Leidens: Die Religion. Islam bedeutet nicht nur "Unterwerfung", er verlangt sie auch. Er ist das Gegenteil von Toleranz und Co-Existenz. Ziehen wir uns zurück, machen wir unsere Grenzen dicht, gönnen wir ihnen ihr Mittelalter! Vielleicht sind sie in 500 Jahren so weit. Peter Ustinov sagte: "Der Terror ist der Krieg der Kleinen. Der Krieg ist der Terror der Großen."

Man gewöhnt sich an die Bilder vom Terror, Paris, Brüssel, Nizza, Berlin, von den vielen Anschlägen außerhalb Europas gar nicht zu reden. Das Risiko, selbst betroffen zu sein, ist aber verschwindend gering im Vergleich zu den Städten im Islamischen Staat, wo unsere tapferen Verteidiger der Demokratie Laser-gesteuerte Präzisionswaffen zum Einsatz bringen, täglich, und Menschen töten, Kinder und Frauen, Unschuldige. Täglich! Kein Hahn kräht danach, dass auch wir mit unseren Tornados mithelfen zu töten. Diese Menschen DORT sind im Krieg. Nicht wir. Noch nicht.

Ich verstehe den IS. Er reagiert bloß. Wir sollten ihn in Ruhe lassen. Dann wird er uns in Ruhe lassen. Manchmal sind die einfachen, billigen Rezepte die besten. Aber wir lesen ja nicht mal die Kommunikees des Feindes, seine Kriegsziele, seine Begründung für den Terror, den er Krieg nennt. Es wäre aufschlussreich, aber wir glauben ja lieber unserer Heiligen Allianz aus Politikern und Presse. Ein Angriff auf unsere Werte, die Kultur, die Freiheit und Lebenslust? Das seien die Motive des IS, hört man in den Medien. Solchen Schwachsinn verbreiten sogar sogenannte Islam-Experten! Dabei werden in den vielen Bekenner-Schreiben des IS ganz andere, aber immer dieselben Motive genannt, z.B:

"Frankreich wird wegen der französischen Luftangriffe auf den IS von unseren Märtyrern angegriffen. Der Geruch des Todes wird ihre Nasen nicht verlassen, solange sie Muslime im Land des Kalifats angreifen." Brüssel: "Wir versprechen den Staaten, die sich gegen den IS verbündet haben, schwarze Tage als Antwort auf ihre Aggression." Es ist dem Gegner nicht egal, wen er tötet. Es geht nicht um nackten Terror. Der IS hat Ziele. Im Bataclan hatten sie es auf Israelis und Franzosen abgesehen, in Ankara auf Türken, in Istanbul auf Deutsche, in Tunesien auf Engländer, im Sinai auf Russen und im Flughafen Zaventem und in der U-Bahnstation von Molenbeek auf EU-Politiker und EU-Journalisten, die dort ein und aus gehen. Es sind fast immer gezielte Straf-Aktionen an Menschen, die nicht selbst, aber sinnbildlich für die Angriffe auf das Kalifat stehen, wobei natürlich Kollateral-Schäden anfallen. So ist das! Es gibt keine Antworten? Doch.

Wir führen KRIEG gegen das Kalifat! Wo sind da noch Fragen offen? Warum sind die originalen Bekenner-Schreiben nicht veröffentlicht? Die wichtigen Informationen werden der Bevölkerung absichtlich vorgehalten. Je ne suis pas Bruxelles. Non, je suis sick of this shit.

Oje, für diesen Text werde ich Senge beziehen. Schließt mich in eure Gebete ein.

Gruß, Franz

Stefanie
12. Juni 2017 15:24

 Noch eine Anmerkung an diejenigen, die ein Haus für verfolgte Christen ablehnen und Vor -Ort -Hilfe forcieren wollen, sowie an diejenigen, die eine Remigration in großem Ausmaß für möglich halten:

Die Vertreibung der Deutschen gelang auch deswegen so reibungslos, weil fast alle Männer aus den Ostgebieten im Feld standen, gefallen oder in Kriegsgefangenschaft waren. Gleichzeitig stand dir Rote Armee wohlwollend hinter den Polen, Tschechen , Ungarn etc, die also nicht nur aus eigenen Kräften die Vertreibungen organisieren mussten. Außerdem waren die Deutschen dieser Zeit recht staatsgläubig und neigten dazu Anordnungen einer Obrigkeit zu befolgen. Man vergleiche das mit dem Verhalten junger Männer mit Migrationshintergrund, wenn die deutsche Staatlichkeit z.B. zwecks Parkraumüberewachung in ihr Territorium eindringt. Mit einem konsertierten Polizei- oder Mulitäreinsatz ließen sich deutsche Abschiebegesetze möglicherweise trotzdem durchsetzen, doch was würde das für die 100 Millionen Christen im Islamischen Herrschaftsbereich bedeuten? Wenn die muslimische Welt sich angegriffen fühlt .(Mohammedkarrikaturen) ist sie zu überraschender Einigkeit fähig und das würden unter anderem eben auch 60 Millionen nigerianische Christen zu spüren bekommen.  Wären wir (oder die"Weltgemeinschaft") dann wirtschaftlich, militärisch, moralisch in der Lage vor Ort verfolgten Christen zu helfen, die für die Handlungen ihrer angeblich christlichen Brüder den Kopf hinhalten müssten? Die Juden besitzen mittlerweile einen eigenen Staat, der in solchen Fällen tuen würde was er kann. Doch welcher Staat sieht sich verpflichtet Christen weltweit vor Verfolgung zu schützen und notfalls aufzunehmen? 

Utz
12. Juni 2017 16:56

Franz Bettinger

Ich bin mit dem meisten, was Sie schreiben sehr einverstanden, mit einer kleinen Ausnahme.

Sie schreiben:

Es kann also gut sein, dass der IS recht hat. Geben wir ihm sein Land zurück, ein islamisches Kalifat im Irak und in Syrien (= ISIS). Anerkennen wir den IS!

Es ist eigentlich unerheblich, ob der IS "Recht" hat. Viele Parteien haben irgendwie ein "historisches" Recht. Die Frage ist: Ist es sinnvoll, daß sich der Westen, nach allem was er angerichtet hat, genau jetzt zurückzieht. Würde man dem IS Land überlassen, dann würde Syrien geteilt und genau die, die die ganzen Probleme angezettelt haben, hätten ihr Ziel, eine Schwächung Assads und eine Teilung Syriens erreicht. Es muß eine andere Lösung geben.

Ich stimme mit Ihnen überein:

Wir sollten verdammt noch mal akzeptieren, dass es da offenbar Menschen gibt, die nach ihrer Fasson unglücklich werden wollen und nicht nach unserer. Sollen sie doch! Lasst sie leben wie sie wollen. Meinetwegen im Mittelalter.

Aber das Recht nach ihrer Fasson glücklich oder unglücklich zu werden, haben sie sowieso. Dazu müssen wir nicht verschleierte Frauen fragen, ob sie unter ihrem Schleier glücklich sind. Was sollten diese Frauen anderes antworten? Sie sind geprägt von ihrer Kultur. Sie wissen welchen Ansehen unverschleierte Frauen haben. 

Trotzdem müssen sie sich selber freikämpfen, oder auch nicht. In ihrem Land! Aber hier bei uns sollten wir die Regeln bestimmen.

Maiordomus
12. Juni 2017 17:19

Bettinger/Stefanie/Brück: Ihre Beiträge tragen zu einem Gewinn an Einsichten in die Komplexität bei, sind mit Defätismus und Resignation nicht zu verwechseln, auch der deutsche Identitäre hat mit seinem "bremsenden" Einwand nicht unrecht. Es müssten Bedingungen geschaffen werden, innerhalb deren Grossmut als humanitäre Haltung nicht mehr in den  Verdacht verantwortungslosen Gutmenschentums  geraten müsste.

Wilmot
13. Juni 2017 08:50

@Cacatum non est pictum

"Eine Bereitschaft, Deutsche zu ehelichen, ist fast nirgendwo vorhanden"

Das ist ja unser Vorteil. Genetische Assimilation ist Völkermord, siehe den 16. Punkt der Alt-Right*. Daher ist auch eine Aufnahme von Christen nicht-deutscher Herkunft abzulehnen. Man sollte, wie Martin Neuffer bereits 1982 schrieb, das Asylrecht auf Europäer beschränken. Auch die Aufnahme von Millionen Hoch-IQ-Chinesen ist abzulehnen. All das führt zur Zerstörung eines Volkes, zur Vereinheitlichung und Verarmung der Welt.  Gott schuf die Vielfalt, die Völker, die Sprachen, die Rassen, die Kulturen; die Absichten der Globalisten  kommen dem Turmbau zu Babel gleich. Das ist entschieden abzulehnen, denn es ist Sünde; und selbst wer nicht glöubig ist, muß erkennen, daß dies nur zu Krieg und Elend führen wird.

Den "Ethnostate" hat Wilmot Robertson im gleichnamigen Buch skizziert; dies sollte unser Ziel sein (lediglich Robertsons Ausführungen zum Christentum lehne ich ab, denn er war Atheist; davon abgesehen ist ihm vorbehaltlos zuzustimmen).

* https://voxday.blogspot.de/2016/08/what-alt-right-is.html

Rosa Vujovic
13. Juni 2017 14:01

@ALD

Als Serbin möchte ich Ihnen sagen, dass "wir" keine gemeinsame "Reichsgeschichte" haben, sorry. Das "zusammenhängende Staatsgebiet" entstand nicht nur durch brutale Zerstörung der organisch gewachsenen Staatlichkeit, die es auf dem Balkan vor dem OR gab, sondern brachte allen eroberten Völkern den tiefsten zivilisatorischen Fall. Es ist äusserst zynisch und chauvinistisch, die unter Terror erzwungene Dienste der Eroberten als stolzen Kampf für das OR umzudeuten.  Wenn nicht-Muslime im OR aufstiegen, dann nur als Kompradoren, die einen weiteren, noch schnelleren und noch grauenvolleren Raub der vorhandenen Resourcen der Einheimischen ermöglichten.

Für diesen grauenvollen Imperialismus des OR können Sie nichts, meinen Respekt bekommen Sie aber nicht, wenn Sie (als "Pianist", "Orgelspieler" und "Deutschsprachiger") für das OR vor allem bei den Deutschen werben und die Balkaner verschmähen.

Was heutige Türkei angeht, gebe ich Ihnen teilweise Recht, obwohl ich fast vollkommen die Ansichten der Schwester Dogan über das Islam teile (auch als jemand, der als Kind die muselmanische Gewalt am eigenen Leibe erfahren hat). Ich weiss aber, dass es auch andere Imperialismen gibt, nicht nur den türkischen und islamischen (leider auch das aus eigener Erfahrung!). Diese sollten auf gar keinen Fall verschwiegen werden. Sie kennen die Situation in der Türkei sicherlich besser, mir aber scheint es unwahrscheinlich, dass Christen in der Türkei, oder im Mittleren Osten für NATO-Imperialismus jemals wirklich nützlich sein können, selbst wenn sie es wollten. Das weiss NATO auch, deshalb sucht es sich andere Verbündete.

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