Sezession
25. Oktober 2017

Sibylle Berg und ein Anschlag in Halle

Götz Kubitschek / 80 Kommentare

Der gestrige Anschlag war eine sorgfältig geplante und konzertiert durchgeführte kriminelle Tat: Gegen 23 Uhr begann der Angriff mit einem Hagel aus über 100 Pflastersteinen, der vor allem verhinderte, daß die Bewohner (und zugleich: Bewacher) des Hauses die Fenster öffnen und die Angriffe hätten abwehren können.

Götz Kubitschek

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

Der Angriff war lebensbedrohlich: Die Eingangstür des Hauses ist aufgebohrt, Buttersäure ist in den Hausflur gespritzt, Mülltonnen sind in Brand gesetzt und drei Autos schwer beschädigt worden. Die Fassade wurde (ein weiteres Mal) aus zwei mit Farbe gefüllten Feuerlöschern ruiniert.

Der Angriff ist von einer gut organisierten Gruppe durchgeführt worden, ein paar Dutzend Leute müssen daran beteiligt gewesen sein. Die Sicherungen hielten zum großen Glück, ich will mir nicht vorstellen, was geschehen wäre, wäre den Angreifern der Einbruch ins Haus gelungen.

Vor zwei Monaten ist ja ein Mitglied der Hallenser Gruppe "Kontrakultur" von hinten überfallen und mit einer Eisenstange so schwer verletzt worden, daß er mit gebrochenem Schädel und schwer verletztem Auge wochenlang im Krankenhaus lag und bis heute rekonvaleszent ist.

EinProzent hat die Schäden des gestrigen Angriffs mit Photos dokumentiert und aufgelistet, was in den vergangenen Monaten alles sonst noch passiert ist. Bitte lesen Sie hier weiter, und bitte vermerken Sie dabei, mit welcher Selbstverständlichkeit die Politik auf der einen Seite linksradikale, halbkriminelle Gruppen in Halle fördert und unterstützt – und selbst nach dem nunmehr fünften Anschlag auf das EinProzent-Haus außerstande ist, dieses mit keinem Steuer-Euro finanzierte Haus und Eigentum effektiv zu schützen, und das heißt: rund um die Uhr.

Mir geht es in meinem Beitrag zum Anschlag von heute Nacht nun um die Verknüpfung zweier Lesestücke, an denen ich wohl gerade saß, gestern, als sich in Halle der linke Mob sammelte, um zuzuschlagen.

Über das eine Stück hat Kositza bereits ausführlich geschrieben, vor zwei Tagen, aber ich will nochmals auf den Kern dieses markierenden Textes der Spiegel-Kolumnistin Sibylle Berg verweisen.

Berg nahm den Erfolg der AfD bei der Bundestagswahl und den Erfolg unseres Verlags auf der Buchmesse zum Anlaß, um jedwedes "Mit Rechten reden" für falsch und die Methoden der Antifa und des Schwarzen Blocks für die richtigen, weil wirkmächtigen zu erklären. Berg wörtlich:

Vielleicht ist der Schwarze Block, die jungen Menschen der Antifa, die Faschisten mit dem einzigen Argument begegnen, das Rechte verstehen, die einzige Bewegung neben einem digital organisierten Widerstand, die eine Wirkung hat. Es wird nichts mehr von alleine gut. Die Regierung wird uns nicht retten. Allein eine Neudefinition des Begriffs linker Aktivismus kann den Schwachsinn des Hasses und der Menschenverachtung stoppen. Während die guten Linken immer noch sitzen und über eine gelungene Gesprächsführung mit Schlägern, Brüllern und Menschenhassern nachdenken, spielt draußen das gute alte Liedgut, die ersten Schaufenster werden beschmiert und Fahnen gehisst. Die Zeit des Redens ist vorbei. Es geht um die Rettung der Menschlichkeit.

Ich meine: Es ist Zeit, seit gestern Abend nochmals drängender, und zwar Zeit, daß Frau Berg sich äußert, was genau sie mit dem "einzigen Argument" meint, das wir Rechte verstünden, und was genau damit, daß die "Zeit des Redens" vorbei sei.

Es ist außerdem an der Zeit, daß sich die Chefetage des Spiegel äußert, und daß wenigstens ein paar Journalisten dort einmal nachfragen, wo denn eine Stellungnahme bleibe, wo man doch auf sprachliche Hygiene sonst so einen wahnsinnigen Wert legt.

Es ist Zeit, so wie es auf der Frankfurter Buchmesse an der Zeit war, ein klares "Ja" oder "Nein" einzufordern von denen, die an den Absperrgittern zu den Meinungsäußerungsmöglichkeiten stehen: Verurteilt Ihr die Gewalt gegen Sachen und Personen auch dann, wenn es Rechte sind, die es trifft? Ja oder nein?

Findet Ihr, daß wir uns zu Opfern stilisieren, wenn wir die Frage stellen, wo denn etwa in Halle ein linkes Wohn- oder Haus- oder Antifaprojekt in den vergangenen zehn Jahren jemals auch nur ein Viertelchen so kraß angegriffen worden wäre, wie das EinProzent-Haus nun binnen dreier Monate fünf Mal? Findet Ihr uns scheiße, weil wir die Opferkarte spielen könnten, ja oder nein?

Und das bringt mich dann direkt zur zweiten Lektüre, die ich gestern Abend pflegte: zu dem Buch Mit Rechten reden, das ich nun gründlich abschloß. Es gibt zu diesem Buch, das derzeit aufatmend als Leitfaden für einen geschickteren, entzaubernden Umgang mit "uns" rezipiert wird, etliches zu sagen, und Martin Lichtmesz wird das noch heute auf diesem Blog tun.

Mir ist die Lektüre gestern bereits und heute Morgen dann recht schal geworden vor dem Hintergrund dessen, was ich aus Halle vernahm. Denn wir werden in diesem Buch beschrieben als PR-Experten, die ein ausgeklügeltes Sprachspiel spielten und auf diese Weise provozierend "Arschlöcher" seien, um im nächsten Moment die "Opferkarte" zu zücken.

Es ist durchaus so, daß es manche sprachliche Provokation aus unserer Richtung gibt, mit der wir, wie an einem Faden ziehend, den linken Hampelmann dazu bringen, Arme und Beine von sich zu werfen. Aber einen Stand auf der Buchmesse zu betreiben oder ein Hausprojekt in Halle zu verwirklichen – das ist nichts, was wir unterlassen möchten oder wofür wir uns rechtfertigen wollen.

Diese Äußerungsformen hat der "Gegner" zu akzeptieren, punktum, ebenso, wie er 92 AfD-Abgeordnete im Bundestag zu akzeptieren hat – um sie dann und sofort mit den angemessenen politischen Mitteln zu bekämpfen.

Einem unerfreulichen Messestand begegnet man angemessen mit Lesungen, Ständen, meinethalben auch mit einer hochpeinlichen Demonstration – nicht aber mit Plünderung und Zerstörung.

Einem Hausprojekt begegnet man angemessen mit eigenen Hausprojekten (die weiß Gott großzügigst städtisch finanziert werden), mit Demonstrationen, Aufklärungsarbeit und einem in jeder Hinsicht interessanteren eigenen Angebot – nicht aber mit Zerstörung und mit Angriffen auf Leib und Leben.

Opfer-Sein ist keine Show, Rechts-Sein ist zuallererst kein Sprachspiel. Es ist eine ernste Sache, und das hat uns niemand anderes als Sibylle Berg in ihrer Spiegel-Kolumne sehr deutlich bestätigt. Wäre alles bloß eine Form des Sprechens – sie hätte als Frau, die ausschließlich über ihre Klappe existiert, die richtigen Worte schon gefunden. Aber sie hat die Antifa zu den Waffen gerufen.

Zwei Dinge zuletzt:

  1. Ich bitte Sie, verehrte Leser, nicht, ich fordere Sie auf, an den Verein "Ein Prozent" noch heute zu spenden, damit die Schäden behoben, die Sicherheit verstärkt und das Hausprojekt gesichert werden können. Hier finden Sie alle notwendigen Kontoangaben.
  2. Der Verlag Antaios wird im EinProzent-Haus ein Büro anmieten, das haben wir vorhin beschlossen, Kositza und ich, denn dieses Projekt darf und wird nicht scheitern.


Götz Kubitschek

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

Kommentare (80)

Monika L.
25. Oktober 2017 13:55

Ich bin geschockt. Meine Solidarität gilt den Jungen und Mädchen in Halle, die eine verfehlte Politik ihrer abgehalfterten Elterngeneration auszubaden haben. Das geht zu weit! entschieden zu weit!!!

Solidarität jetzt!

Reimers
25. Oktober 2017 14:11

Spende ist raus. Das Projekt muß gestützt werden und darf nicht scheitern. Auch nicht an der Gewalt der Linksterroristen. Unsere Reihen müssen dafür geschlossen sein. Halle, haltet Stand!

deutscheridentitärer
25. Oktober 2017 14:19

Ich hoffe, dass die Angreifer ihre Karte diesmal nun überreizt haben und dieser Anschalf zu ernsthafter polizeilicher Aufklärungsarbeit führen wird. Allerdings ist das wohl mehr als zweifelhaft. Bleibt zu hoffen, dass die Hausbewohner gestärkt aus diesem - letztlich ja erfolglosen - Angriff gestärkt hervorgehen und daraus Zusammenhalt und Kraft gewinnen können.

Ansonsten ist diese Schiene "Mit Rechten reden" der guter Bulle zum bösen Bullen Antifa. Während die einen einen verdreschen, labern die anderen einen voll, mit dem Ergebnis, dass man, egal mit welcher Seite man sich auseinandersetzt, auf der anderen Seite verliert. Dieser Vorwurf sich zum Opfer zu stilisieren, ist nun natürlich reichlich absurd. Absurd ist weiterhin, dass die Autoren von MRR das Verhalten von Antifa und Co. als strategisch untauglich beschreiben, da es die Behauptung Opfer zu sein, zur Tatsache machen würde. Demzufolge IST die Rechte also doch objektiv Opfer linker Übergriffe und stilisiert sich nicht zu solchem.

Uns wird Provokation als Strategie unterstellt, was richtig ist, aber diese nicht delegitimiert: als Rosa Parks sich (geplanterweise, was die Sache ebenfalls nicht delegitimiert) im Bus nach vorne gesetzt hat, da war das auch eine Provokation, eben eine die darauf gezielt hat, eine Ungerechtigkeit offenzulegen. Deshalb ist es blödsinnig zu sagen, die Antifa würde "unser Spiel mitspielen", genauso wie es blödsinnig wäre dem Kuklux Klan damals zu sagen, er würde das Spiel der Bürgerrechtler mitspielen.

Es ist ziemlich widerlich, Antifaaggressionen nur deshalb oder zumindest schwerpunktmäßig deshalb abzulehnen, weil sie taktisch ungeeignet sind. Das ist darüber hinaus gar nicht mal sicher; klar bringen Antifaangriffe, Debattenausschlüße etc. einem in einem gewissen dafür empfänglichen Milieu Sympathien. Dem gegenüber steht aber der reale, objektive Schaden, den rechte Strukturen und Mobilisationsbemühungen dadurch erleiden. Welches Moment hierbei überwiegt, ist schwer abzuschätzen. Jedenfalls ist es eine Schande, die Versuche der Rechten, die Tatsache, dass sie als Freiwild gelten, durch gezielte Herausforderung sichtbar zu machen, als irgendwie bauernschlaue aber vor allem perfide Strategie zu delegitimieren.

Heinrich Löwe
25. Oktober 2017 14:22

Es ist kraß, wirklich. Hab gerade 50 Euro bei Einprozent gespendet. Man hat Mühe, seine Wut im Zaume zu halten.

Selbstdenker
25. Oktober 2017 14:34

Ich sagte es bereits, diese Antifa will nicht spielen, aufgehetzt von Politik, Medien und NGO s  nehmen diese Irren auch tote in Kauf. Die geistigen Brandstifter sind längst bekannt. Sie werden nicht reden wollen, sie können auch nicht, den sie würden gnadenlos untergehen. Weil sie das wissen, bleibt ihnen nur die Gewalt. Dieses Projekt muss unbedingt gehalten werden. 

Der_Jürgen
25. Oktober 2017 14:39

"....vermerken Sie, mit welcher Selbstverständlichkeit die Politik  linksradikale, halbkriminelle Gruppen in Halle fördert..."

In diesem Satzfragment von Kubitschek sind vier überflüssige Buchstaben. Welcher aufmerksame Leser findet sie?

Sabine
25. Oktober 2017 14:53

Ich bin sehr wütend! Spende ist raus. Ist leider nicht viel, aber ich habe es gestern mit 4 Stunden Putzen verdient.

Monika L.
25. Oktober 2017 15:25

Welche Art  von Mensch lieben Sie am meisten? - Den Erbauer.
Und welchen hassen Sie am meisten? - Den Zerstörer.

Louis-Ferdinand Céline in dem aktuellen Buch zu dieser " Zeiterscheinung" : Faber -Der Zerstörer, von Tristan Garcia.

Martin Himstedt
25. Oktober 2017 15:27

Bemerkenswert bleibt, dass darüber nirgendwo berichtet werden wird. Vermutlich noch nicht mal unter „Panorama“: Der Ort, an welchem die täglichen Vergewaltigungen und Messerstechereien hin verschoben werden, da es sich lediglich um „Einzelfälle“ von „regionalem Interesse“ handelt.

Wir erinnern uns: Der Feuerwerkskörper vor einer Moschee in Sachsen, den ich überhaupt nicht gutheißen möchte, resultierte in einer Art Staatstrauer und einem Besuch der Sonnenkanzlerin beim Imam.

Es wird Zeit, dass Lügenpresse und Altparteien (tut mir leid, aber man kann ja schon wirklich fast keine anderen Worte mehr finden), die Hetze gegen uns beenden und sich ihrer Verantwortung bewusst werden. Es standen nicht zum ersten Mal Menschenleben auf dem Spiel.

Gustav Grambauer
25. Oktober 2017 15:39

Parallelen und Kontinuitäten zu 1977, Spiegelungen, karmische Umstülpungen mit Reifung und himmelschreiender Dekadenz, Reziprozitäten, Spätblüte und Absterben, epochales Versagen, Appeasement, Sollbruchstellen und Brüche, Biedermänner und Brandstifter, "Black Box BRD" eben - aber über über dieser Fernsehansprache steht heute, fast auf den Tag genau 40 Jahre später in NSU-Seifenschaum-Zeiten, mit flammenden Lettern "VERRAT":

https://www.youtube.com/watch?v=aMxJ0Kn1r6o

- G. G.

Jette
25. Oktober 2017 15:42

Da muß ich leider Dem Jürgen Recht geben. Mit halbkriminell hat das nichts mehr zu tun!!!

Konstantin D.
25. Oktober 2017 15:48

Spende ist raus. Meine Hochachtung gilt den Bewohnern. Rege das Einrichten eines Panikraums an. Mut und Verteidigungsmittel werden vielleicht mal nicht ausreichen.  

Wahrheitssucher
25. Oktober 2017 16:07

@ Der_Jürgen

Ein Hoch Ihrer Lese-Aufmerksamkeit! Werde versuchen, es Ihnen künftig gleichzutun. Brauchte dieses Mal tatsächlich nach Ihrer Aufforderung drei Anläufe.

Tom Prox
25. Oktober 2017 16:11

Mal sehen, ob dieser hinterhältige, brutale Überfall zumindest im MDR gesendet , bzw. kommentiert wird. Es ist einfach unglaublich, welche hasserfüllte, linksradikale Schlägerszene sich in Halle unter den Augen der Polizei entwickeln und austoben kann.

Solange diese SA-ähnliche Linksfaschistentruppe nicht dingfest gemacht wurde, hilft wohl nur eine noch bessere Sicherung des Hauses, z.B. durch Stahltüren, farbweisende Anstriche, verstärkte Schutzfolien auf den Fensterscheiben und leistungsfähige Kameras auf dem Dach oder in den höheren Stockwerken, die nicht so einfach durch Würfe oder Feuerlöscher erreicht werden können und eine Standleitung zur nächsten Polizeidienststelle.

Soeben ging meine Spende an Ein Prozent ab. - Holen wir unser Land zurück!

Ein gebürtiger Hesse
25. Oktober 2017 16:43

Vorsicht, Leute. Die blinde Gewaltlust seitens der Gegner steigt entsprechend der Qualität von Büchern aus unserem Milieu wie "Mit Linken leben". Das heißt natürlich, daß die anderen keinerlei intellekuell-vernünftigen (abendländischen!) Argumente mehr haben und meinen, nur noch draufschlagen zu können. Hier ist der Barbarei bereits die Tür geöffnet. Aber auch wenn es dem gesunden Rechten widerstrebt: die Beteiligung an der Eskalation, die von dumm-links angestrebt wird, sollte unterbleiben. Zurückgeschlagen wird mit anderen Mitteln. Einmal mehr ist die militärische Klugheit der Antaios-Schlange gefragt ...

Thorsten B
25. Oktober 2017 17:02

I. Zunächst an die Unseren vor Ort. "Lasst Euch nicht unterkriegen!"

II. 50 Euro sind gerade raus. Ebenso meine guten Gedanken an Euch.

III. Mit dem Diktum "Die Zeit des Redens ist vorbei" ruft Frau Berg meines Erachtens ziemlich klar zum "Handeln" auf. Und wenn die Empfänger solch einer Botschaft die haßerfüllten Bluthunde des schwarzen Blocks sind, führt solch ein Aufruf zwangsläufig zu physikalischer Gewalt gegen Dinge und Menschen. Das ist entweder verantwortungslos oder kriminell.

IV. Und immer wieder die "Nazikeule". Wörtlich wirft Frau Berg uns ja vor wir würden "Juden angreifen". Keiner von uns tut das. Im Gegenteil. Auch die "Kampfparole" der Linken die in Halle vorgingen "Nazizentrum dicht machen" lässt vermuten, dass diese sich legitimieren, indem sie die Welt vor hitleroiden von Satan persönlich zum Leben erweckten Nazizombies befreien. Vielleicht sollte man ein Büro im Haus von Halle an eine jüdische Organisation vermieten (bei pi-news wird man vielleicht fündig) - - -  was machen die Kriminellen denn dann? 

RMH
25. Oktober 2017 17:23

Spende ging gerade raus.

Was mich bei solchen Delikten ernsthaft ärgert ist, dass offenbar nicht alle Mittel der KTU eingesetzt werden. Es ist unglaublich, dass in den heutigen Zeiten und mit den heutigen Mitteln es offenbar genügt, sich den "Hoodie" über den Kopf zu ziehen, in einer größeren Gruppe anzutreten und sich nach durchgeführter Aktion in die Nacht zu verziehen, um straffrei ausgehen zu können. Da wäre polizeilich und krimaltechnisch durchaus mehr drin, wenn es die entsprechenden Kapazitäten und den dafür nötigen Willen bei den politisch gebundenen Richtlinien-Setzern gäbe ...

Broken Windows Theorie ... aber nicht für uns. Playing the victim-card sind all die hier im Blog geschilderten Fakten (und auch mein Beitrag) mitnichten - eher sachliche Lagefeststellung. Dennoch: Provozieren darf man sich trotzdem nicht lassen.

Utz
25. Oktober 2017 17:41

 @ Sabine

Ich bin sehr wütend! Spende ist raus. Ist leider nicht viel, aber ich habe es gestern mit 4 Stunden Putzen verdient.

Oh, das ist viel Mühe und Schweiß! Meine Hochachtung. Hab versucht, das auf meinen Beruf umzurechnen und hab einen ähnlichen Betrag an Mühe und Schweiß gespendet.

Waldmeister
25. Oktober 2017 18:28

@ RMH, ich darf Ihnen versichern, dass mir ein Fall bekannt ist, wo gegen Rechte die Abgabe  einer DNA Probe bereits wegen des Klebens von sog. Spuckies (Aufkleber zum Anlecken) abverlangt wurde.  Einen Rest von Diversity muss es ja schließlich geben.

silberzunge
25. Oktober 2017 18:30

Der Hass nimmt zu. Kein Wunder, stehen sie doch geistig unbewaffnet da.

Die Medien beklagen allenthalben, dass die "Gesellschaft verroht". Dabei stimmt das überhaupt nicht, schließlich berichten sie über diese Verrohung doch gar nicht.

donna_alta
25. Oktober 2017 18:41

Mein Ungeduld hat Ursach! Das würde ich am liebsten hinausschreien, so wütend macht mich das alles. Was für erbärmliche, jämmerliche Gestalten: Diejenigen, die dazu schweigen und sich sogar die Hände reiben. 

Solidarität! Natürlich. Aber ich muss mehr tun, als nur das Portemonnaie zu öffnen, sonst kriege ich kaum noch Luft.

Stil-Blüte
25. Oktober 2017 18:44

Gespendet!I

Folgendes wünsche ich mir noch:  Alle, die hier mitlesen, und sich hilflos fühlen, schickt an die Adresse dieses ehrenwerten Hauses kleine Aufmerksamkeiten: Briefe, Postkarten, ein Päckchen , nicht nur mit Reinigungsmitteln, sondern mit edlen Süßigkeiten, Spirituosen, Melodien.  Verwöhnen wir diese Standhaften. Wir und sie sind weder Täter noch Opfer; wir sind die Einfalls-Reichen. Nur zu!

Roman.U
25. Oktober 2017 18:44

Im Rahmen der Möglichkeiten einen Zusatzbeitrag zu der üblichen monatlichen Spende gesendet.

Die groteske Komik der BRD mal wieder. Man klagt das Projekt wegen der Kameras an. Weswegen sind die wohl da? Sofort abmontieren, damit sich der Staatsschutz nicht mehr bemühen muss und die guten Leute nicht vermummt anrücken müssen. Dann hat leider, leider Niemand etwas vernehmen können.

Ich hoffe lediglich, dass man vom Vertrag her und im juristischen Rahmen abgesichert ist. Die Schäden kriegt man schon finanziert. Auf Dauer wird bei der Dreistigkeit Jemand erwischt werden.

Detlef Neustadt
25. Oktober 2017 18:54

Besonders pikant, wie heute bei Gab.ai (ich meine ein Link zu Tag24) gelesen, daß dem Wohnprojekt das Anbringen von Überwachungskameras verweigert wurde. Natürlich aus Datenschutzgründen!

Tony
25. Oktober 2017 18:59

Spende ist raus. Wenn ich eines nicht ertragen kann, dann ist es Ungerechtigkeit! Deswegen bin ich solidarisch, deswegen bin ich menschlich, deswegen bin ich rechts!

Wir müssen zusammenhalten, auch wenn es noch so stürmt!

Curt Sachs
25. Oktober 2017 19:00

»Ich bin geschockt.« – Das verstehe ich nicht, liebe Frau L. Welche Reaktionen auf die Provokation Ein-Prozent-Haus hatten Sie denn erwartet? Vielleicht haben Sie, liebe Frau L., bislang Glück gehabt und mussten noch nicht spüren, wie verhetzt auch der außenherum zivilisierteste Linke ist, wie tief, wie gewaltsam, wie vernichtend der Hass in diesen Herzen glimmt und dann hervorbricht, wenn er den Feind erkennt. Gewaltsame Anschläge auf das Haus waren  – davon gehe ich aus – von vornherein eingepreist. Schließlich sind das keine Traumtänzer.

Aber immerhin: Diese linken Jungs und Mädels sind keine Laber-Idealisten. Ein bequemes bürgerliches Leben ist nicht ihr Ding. Da sind sie schon konsequent. Und Tiefe und Ernsthaftigkeit haben sie. Ich wünsche natürlich, dass ihr Idealismus nicht enttäuscht und ernüchtert wird, sondern auch in harten Zeiten bestehen kann.

ALD
25. Oktober 2017 19:02

Erinnert mich irgendwie an Rostock-Lichtenhagen...Nach Lektüre des Sybille Berg-Artikels hatte ich schon ein mulmiges Gefühl.

Spende ist raus!

Ausserdem mein Angebot: falls ein Instrument vorhanden, würde ich gerne einen Klavierabend zugunsten des Kontrakultur-Hauses spielen - wäre zwar finanziell nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, aber symbolisch doch an  recht grossem Wert.

Bleibt friedlich-jetzt erst recht!

Herzlichen Gruß

Martin S.
25. Oktober 2017 19:14

Spende ist raus!

 

Heinrich Löwe
25. Oktober 2017 19:29

Am Samstag Nachmittag ist in Dresden "3 Jahre Pegida". Auf gehts! Gesicht zeigen! Wir sehen uns.

niekisch
25. Oktober 2017 19:36

Diese Aktion ist angesichts der Gehirnwäsche über Jahrzehnte hinweg als ganz normal zu betrachten. Wir alten Kämpen haben das schon in den 60iger Jahren persönlich miterleben dürfen und zucken da nicht einmal zusammen.

Das alles wird sich erst ändern, wenn zähe metapolitische Arbeit bereits bei den Jüngsten anfängt und lange, lange Zeit durchgehalten wird. Die Linkie hat diese Kärrnerarbeit immer geleistet und ist deswegen bis in ihre terroristischen Arme hinein erfolgreicher als wir es jemals sein können, weil wir immer nur das große Ziel im Auge haben, nicht aber fläcghendeckendes Aussähen.

Solution
25. Oktober 2017 20:10

Ein Zeichen linker Wut und Ohnmacht.

Die Antifa hat sich bereits bei der AfD einen Zahn ausgebissen.

In der Theorie läuft bei Linken schon lange nichts mehr und jetzt versagen sie auch noch in der Praxis, denn beim Haus werden sie sich den nächsten Zahn ausbeißen.

Spende ist raus!

Marc_Aurel
25. Oktober 2017 20:15

Kleine Spende ist raus, mehr geht leider momentan nicht.

Ich bin auf jeden Fall gespannt was die polizeilichen Ermittlungen ergeben werden - ich versuche mich mal als Orakel: vermutlich nichts und falls doch, trägt die Kuscheljustiz ihr übriges bei.

Monika L.
25. Oktober 2017 20:16

@Ach, Herr Sachs, was wissen Sie von mir ? Ich stand schon an der " Front",  da sind Sie noch in Windeln um den Christbaum gehüpft. Pflegte mein Ausbilder zu sagen. 

Heinrich Lohse
25. Oktober 2017 20:31

Habe auch gespendet. Hoffentlich reichen die Spenden, um die Schäden zu reparieren und weiter in die Sicherheit zu investieren.

Stein
25. Oktober 2017 20:38

Spende ist raus. Lasst euch nicht unterkriegen (ich weiß, ist leicht dahergesagt, wenn einem nicht selbst die Pflastersteine um die Ohren fliegen).

@ Sabine

Meine Hochachtung. Menschen wie Sie brauchen wir noch viel mehr!

@ Curt Sachs

Ich glaube, Sie haben da etwas verquere Vorstellungen. Gerade diese Typen sind es doch, die nach dem Steinwerfen nach Hause fahren, um sich von Mutti das Essen kochen und die Wäsche machen zu lassen. Leistungsloses Wohlstandspack, das noch keine Sekunde Verantwortung für das eigene Leben getragen hat.

Nur Ali Qalandar
25. Oktober 2017 20:54

Es gibt Situationen, in denen man Partei ergreifen muß.

Spende ist raus. Gott schütze Euch!

Lotta Vorbeck
25. Oktober 2017 21:01

@ALD - 25. Oktober 2017 - 05:02 PM

"Erinnert mich irgendwie an Rostock-Lichtenhagen...Nach Lektüre des Sybille Berg-Artikels hatte ich schon ein mulmiges Gefühl. ..."

______________________________

Mehr als es an Rostock-Lichtenhagen erinnert, riecht die ganze Angelegenheit - ohne ständig diese Art von ausgelutschten Vergleichen heranziehen zu wollen - nunmehr doch ziemlich nach "Landwehrkanal", respektive die Art von kriminellen Taten, in die ein gewisser Erich Mielke 1931 in Deutschland sowie 1936 in Spanien verwickelt gewesen ist. Kurzum es stinkt mittlerweile gewaltig nach "Weimarer Republik".

Die Hallenser-Hausprojektbewohner schreiben unter Roter Terror: Großangriff auf Hausprojekt in Halle

"Wir werden nicht weichen, niemals! Jeder Angriff auf unser Hausprojekt oder unsere Unterstützer festigen unseren Entschluss, unsere Arbeit fortzusetzen und weiter unermüdlich gegen den Hassfeldzug der gewalttätigen Antifa anzukämpfen."

Der Mut sowie die Unerschrockenheit/Opferbereitschaft der Hausbewohner sind überaus bemerkenswert, diese werden das in Kauf zu nehmende, persönliche Risiko zu kalkulieren wissen. Als Außenstehender EIN-Prozent-Unterstützer möchte der Verfasser dieser Zeilen allerdings keinesfalls, daß sie sich die Hallenser Kontrakulturisten zu Märtyrern machen lassen.

Linkerhand
25. Oktober 2017 21:04

Spende normalerweise nicht, aber nach @Sabine ging es nicht anders.

H. M. Richter
25. Oktober 2017 21:06

Nachdem ich den Berg-Aufruf vorgestern gelesen hatte, ahnte ich, daß ihre einmal öffentlich geäußerten Sätze für immer mit ihr verbunden bleiben werden, daß sie die Geister, die sie zur Tat rief, nie wieder wird einfangen wird können. Wie Deniz Yüzel von "Etwas besseres als Deutschland findet sich allemal" eingeholt worden ist, so wie Mely Kiyak ihre auf Thilo Sarrazin bezogenen Worte von der "lispelnde[n], stotternde[n] zuckende[n] Menschenkarikatur" hat nie wieder hat einfangen können, so wird Sibylle Berg ihr schreckliches "Die Zeit des Redens ist vorbei" nie wieder loswerden.

Es steht zu befürchten, daß dieser Aufruf Bergs auf furchtbare Weise zu einem Markstein eines Weges in die Gewalt werden wird.

____________________________________________________

Zum Haus in Halle ein Vorschlag: Mindestens ein in Sachsen-Anhalt gewählter Bundestagsabgeordneter der Alternative für Deutschland sollte so zeitnah wie möglich in diesem Gebäude sein Bundestags-Bürger-Büro einrichten. Meines Erachtens - ich würde mich nur ungern in dieser Hinsicht eines Besseren belehren lassen -, würde dies - so ist zumindest zu hoffen! - die Halleschen Behörden zwingen, das Gebäude schützen zu müssen.

Man stelle sich vor, in St. Petersburg, Moskau, Warschau, Prag oder gar Budapest würde regelmäßig das Büro eines Abgeordneten der einzig im dortigen Parlament befindlichen Oppositionspartei angegriffen werden ...

Es bliebe abzuwarten, ob dies in Halle an der Saale möglich wäre.

Herr K.
25. Oktober 2017 21:26

Also ich kann Frau Berg voll verstehen: immer feste druff wenn' s um die Rettung der Menschlichkeit geht. Prügeln für den Frieden und Bomben für mehr gute Atmosphäre. Das ist so sinvoll wie eine Orgie für mehr Keuschheit. 

Herrlich mit anzusehen, wie die Antifa sich selbst abschafft, meine Spende geht auf die Reise...ich hoffe die AfD in SA wird das im Landesparlament thematisieren und einen Untersuchungsausschuss zur Aufklärung einfordern.

Hartwig aus LG8
25. Oktober 2017 22:04

100 Mücken auf dem Weg.

Theophrastus Bombastus
25. Oktober 2017 22:09

Hat denn schon jemand mal an Klage wegen Volksverhetzung gedacht? Da sind linken Spitzbuben doch auch immer sehr schnell, jeden wegen Mißachtung der ungeschriebene Spachhygiene vor den Kadi zu zerren.

Das ist doch ein offensichtlicher Fall von Aufwiegelung zu Gewalt und Straftaten. Bin zwar kein Jurist, aber für mich wäre das Fal klar. Was meinen denn juristisch belecktere?

S. J.
25. Oktober 2017 23:03

Der erste Blick ins Netz zeigt - eigentlich nichts. Auf der Seite des MDR fand ich dagegen folgende Schlagzeile, keinesfalls versteckt weit unten und exakt in der vorliegenden Form (sic!):

Jobcenter muss Arbeitslosem Brillenreparatur bezalen

(https://www.mdr.de/nachrichten/nachrichten100.html#sprung4)

Parbleu, denkt sich der durchschnittliche Spießer wie ich einer bin, da entwickelt sich nichts Geringeres als eine wachsende Gruppe von Landfriedensbrechern, die ihre niederen Phantasien und Instinkte ausleben und dies als Kampf gegen den Faschismus im Allgemeinen (wo ist er?) und für Toleranz im Speziellen ausloben, und die Medienwelt produziert Einblicke und Durchblicke wie oben zitiert. Beruhigend ist freilich, dass über andere Wege der Informationsverbreitung schnell deutlich wird, dass dieser Vorfall nicht auf die leichte Schulter genommen wird, von sehr vielen Leuten nicht.

Igore
25. Oktober 2017 23:27

Spende ist raus! Beste Grüße nach Halle ! 

Holzwurm
25. Oktober 2017 23:56

 @Hartwig aus LG8

Und wieder wird er beschworen, der Opfermythos.Der Kampf gegen rechts, ebenfalls ein Mythos, nur über die Waffen wird gestritten.

Versteht es doch, ihr seid keine fühlenden Menschen, ihr seid intellektuelle Rechte, das Böse schlechthin, alles was ihr sagt und tut, selbst die Reaktion darauf, ist wohlüberlegt und dient einem hinterhältigen, zerstörerischen Plan!

Ich denke, der Konflikt wird sich weiter zuspitzen, Sibylle Berg weist den Weg. Armes Deutschland.

Eldor
26. Oktober 2017 00:21

Was ich dem Verein gern empfehlen würde, würde hier gelöscht. So belasse ich es bei einer kleinen Spende.

Aristoteles
26. Oktober 2017 00:59

Diese Aktion ist Teil des großen Krieges, den das buntfaschistische BRD-Regime mit Unterstützung des Medienkartells und seiner subventionierten Bodentruppen gegen das Deutsche Volk führt.

Soziale Isolierung, berufliche Schikanierung, mediale Hypnotiserung gehören zu diesem Feldzug ebenso wie Gewaltandrohung und Gewaltanwendung.

Der gehorsame Bundesbunzel soll heute Fußball gucken, morgen die Verletzung der Meinungsfreiheit in Russland und der Türkei bedauern und am besten die ganze Zeit Angst vor Adolf Hitler haben.  Um die Ausrottung der Deutschen vollends durchzuziehen, fehlen eigentlich nur noch Zwangskopulationen mit nicht-europiden Menschen.

Schlimmer als der Hass der rot-schwarzen Akteure auf der Straße ist allerdings derjenige der Schmierfinken und Speichelspucker in den Schreib- und Sendeanstalten von MDR bis ZDF und RTL. Sie sind die heimlichen bis offenen Unterstützer der kulturellen, finanziellen und demographischen Vernichtungspolitik.

Hartwig aus LG8
26. Oktober 2017 01:44

@ Holzwurm

d'accord. Ich wollte es nur dokumentieren. Dieser Kommentar in der mz ist allerunterste Schublade. Motto: Solidarisierungen vermeiden, deshalb und bis auf weiteres aufs Ausräuchern verzichten.

Schenkendorf
26. Oktober 2017 02:19

 Vor etwas mehr als neun Monaten war mein Haus auch Ziel einer solchen, wenn auch nicht ganz so gewalttätigen Attacke. Ich kann also alles nachfühlen. Meine finanzielle Lage war damals nicht rosig und die Aussichten auch nicht. Aber jetzt gehts, und dann spende ich auch. Zumal meine Tochter heute zehn wird und es doch auch um ihre Zukunft geht. Nur Mut, und einst wird es wieder helle!

Der Feinsinnige
26. Oktober 2017 03:11

Den Ü-Träger werde ich morgen einwerfen.

@Utz:

Ich werde genauso rechnen wie Sie.

@ ALD

Lassen Sie den Klavierabend bitte rechtzeitig über diesen Block bekannt machen!

@ H.M. Richter:

Ein hervorragender Vorschlag, das Bürgerbüro eines AFD-Bundestagsabgeordneten dort unterzubringen. Das müßte doch gerade im Landesverband Sachsen-Anhalt ohne weiteres umsetzbar sein. Sehr gut ist auch, daß Antaios als Mieter aktiv zu werden beabsichtigt.

In den Radionachrichten von MDR aktuell wurde heute wie üblich im letzten Satz hinterhergeschoben, daß die Identitären vom Verfassungsschutz als „rechtsextrem“ eingestuft würden (vgl. die gedruckte Langversion der Meldung hier: https://www.mdr.de/sachsen-anhalt/halle/angriff-haus-identitaere-halle-100.html). Dies ist der eigentliche Grund für die „Beobachtung“ durch den VS – den Medien wird de facto Munition für Sprachregelungen gegeben, um dem Hörer/Zuschauer/Leser zu signalisieren, wie der Vorfall einzuordnen sei, nämlich daß es (nur) "die Bösen" getroffen habe. Man kann es nicht mehr hören – das Gute daran ist, daß dies immer mehr Leute so empfinden und durchschauen werden.

Cacatum non est pictum
26. Oktober 2017 03:44

@Konstantin D.

Spende ist raus. Meine Hochachtung gilt den Bewohnern. Rege das Einrichten eines Panikraums an. Mut und Verteidigungsmittel werden vielleicht mal nicht ausreichen.

Für den absoluten Notfall keine schlechte Idee. Ansonsten darf man sich auch offensiv zur Wehr setzen, wenn man derart attackiert wird. Niemand ist verpflichtet, sich widerstandlos abschlachten zu lassen; nicht mal im freiesten deutschen Staat aller Zeiten. Ich habe es anderer Stelle schon einmal geschrieben: Je größer der körperliche Widerstand ist, den die windelweichen Feiglinge der Antifa bei ihren Aktionen zu spüren bekommen, desto stärker wird sich ihr Angriffsfuror abschwächen. Wenn sie erst einmal den Verlust ihrer körperlichen Unversehrtheit einpreisen müssen, werden sich ihre Reihen lichten. Das ist aktive Prävention.

Ich weiß: Man wird mir entgegenhalten, dass es strategisch und metapolitisch schlecht sei, Gewalt anzuwenden, weil das dem Gegner in die Karten spiele. Das mag vielleicht sogar stimmen, wäre aber in einer solchen Situation für mich völlig indiskutabel. Wir sprechen hier von Maßnahmen, die allesamt vom schneidigen deutschen Notwehrrecht gedeckt wären. Daran kann kein Zweifel bestehen. Und die Rettung der eigenen Haut ist immer noch wichtiger als das Festhalten an metapolitischen Leitlinien.

Dr. Niemann
26. Oktober 2017 06:39

500 Euro gespendet. Sofern einmal ein Haus in einer anderen Stadt gekauft werden soll für ein ähnliches Projekt, würde ich mich gerne mit einer großen Summe beteiligen und mich freuen kontaktiert zu werden. Solcher Idealismus ist famos, rührt mich zutiefst und auch wenn ich selber altersmäßig da zum Teil noch mitmachen könnte, so beginen ich doch auch schon langsam an meine größere Kinderschar zu denken und an ein besseres Land für sie, ein besseres Land als wir aktuell mit dieser linken Meinungsdiktatur haben. Ich danke jedem einzelnen hier für seinen Einsatz!

Valjean72
26. Oktober 2017 11:04

@Aristoteles: "Der gehorsame Bundesbunzel soll heute Fußball gucken, morgen die Verletzung der Meinungsfreiheit in Russland und der Türkei bedauern und am besten die ganze Zeit Angst vor Adolf Hitler haben."

Das haben Sie gekonnt auf den Punkt gebracht. Nach meinem Verständnis schält es sich zunehmend heraus, dass diese sogenannte Antifa der inoffizielle Krawall- und Schlägertrupp der vorherrschenden Machtstrukturen ist. Anders liesse sich nicht erklären, dass diese sich immer wieder unter einer grossen, schützenden Hand zurückziehen können.

Waldgänger
26. Oktober 2017 11:29

Ich bin so wütend! Spende geht noch heute raus. Bei allem Ärger über diese Sache. Es zeigt, dass der eingeschlagene Weg der richtige ist. Das feige "linke" Establishment und ihre Schlägertruppen bekommen Angst. Sie wollen ihren Krieg, weil sie meinen ihn auf diese Weise gewinnen zu können. Doch die Zeit läuft gegen sie. Wer zu solchen Mitteln greift hat bereits veloren. Die Geschichte zeigt das. Echte Linke würden sich eh angewiedert von diesen "linken" Spinnern a la Berg, Augstein, etc. abwänden. Es wird sich in Zukunft zeigen ob diesen "Linken" auf Dauer die Luft ausgeht und sie einfach, ob ihrer Überflüssigkeit, verpuffen. Niemand braucht sie! Oder ob sie mit ihrer widerwärtigen Art das steuergeknechtete Bürgertum derart gegen sich aufbringen, dass auch sie selber lernen werden, was es bedeutet Opfer eines wildgewordenen Mobs zu werden.

Bis dahin wünsche ich Frau Berg die Verabreichung ihrer eigenen Medizin, sie wird dann schon wissen, was damit gemeint ist, und drücke ihr die Daumen hinsichtlich der Nebenwirkungen.

Detlef Neustadt
26. Oktober 2017 12:18

Nachtrag: Was mich ein wenig verwundert, ist die geäußerte Hoffnung auf Berichterstattung. Wem nützt ein Bericht, obendrein vom MDR, über einen Anschlag auf ein (mal so gesponnen) "rechtsradikales Wohnhaus"? Eine ebenso vergebliche Hoffnung, wie das Geflenne von AfD-Politikern, über ihre skandalöse Behandlung. Ich habe Zweifel, selbst wenn es eine faire Berichterstattung gäbe, daß man zum Nachdenken anregen würde.

RMH
26. Oktober 2017 13:17

Mir - und evtl. auch einigen anderen - stellt sich dazu folgende Frage:

Der Vorfall in Halle ist ja bekanntermaßen jetzt nicht erste, aber vermutlich bislang einer der Heftigsten. Anschläge und Angriffe auf Parteimitglieder und Abgeordnete der AfD sind auch schon seit langem bekannt. Insgesamt dürften hier also dutzende, wenn nicht sogar hunderte, einschlägige "Aktionen" gelaufen sein. Ist jemandem bekannt, ob auch nur ein einziger Täter bislang gefasst und zumindest eine Strafe in irgendeiner Form bekommen hat?

Wenn ich kurz die Goggle-Maschine anwerfe, kommt ad hoc nur 1 Fall aus Chemnitz dabei heraus, wo ein Tatverdächtiger festgenommen wurde.

Recht dürftig, wie ich finde ...

Westpreuße
26. Oktober 2017 14:39

Zu Frau Sybille Berg:    Ein mediokrer Mensch. Eigentlich ein bedauernswertes Menschengeschöpf. "In sich verkrümmt und verbogen", so nannte Martin Luther den verlorenen Menschen, der nach Erlösung vom eigenen selbst- und fremdzerstörerischen Ich lechzt, aber gefangen ist von Trieben, die ihn in Richtung Abgrund drängen. Eine Therapie wäre hilfreich. Hinabzusteigen in die letzte Kammer des eigenen Herzens, die Tür öffnen und hineinzuschauen. Sich  existentiell nackt erkennen und vielleicht erlöst werden im Sinne von Schopenhauers "tat twam asi", (DAS bist du). 

Es ist bedauerlich, macht traurig und zornig, jeden Tag  mitzubekommen, daß es rechtsfreie Räume in Deutschland gibt. Zumal, wenn man das Recht achtet, befürwortet und den Wert hoch einschätzt. Diese rechtsfreien Räume werden wohlwollend, gar nicht mehr klammheimlich, von weiten Teilen der medialen und halbstaatlichen Institutionen, vom Steuergeld gefüttert, geduldet und gefördert..."Das Recht ist elastisch geworden", so Arnold Gehlen...

Ganz offensichtlich ist aber auch, daß zur Zeit niemand von der Antifa, intellektuell oder aber dem marodierenden Fußvolk zugehörig, das Gespräch sucht. Weil..., sie können es nicht führen. Sie sind dazu nicht in der Lage.  Ein zivilisiertes Gespräch ist ihnen schlichtweg unmöglich. Allerdings: Es bröckelt, die Felle schwimmen ihnen davon. Und sie merken es. Aber es wird noch ein langer Weg sein, sie "face to face" im zivilisierten Gespräch zu stellen...

Sie werden hektischer, aggressiver, auch verzweifelter agieren. Die Zeiten ändern sich aber. Sieht doch jeder, der lesen, hören und denken kann. Und den anderen Bürgern muß das eben vermittelt werden. Dauert. Aber es ist doch einiges in Bewegung geraten. Immer mehr Bürger hinterfragen Denkverbote und intellektuelle Zumutungen jeglicher Art. Besonders auch die täglichen Zumutungen der Straße, der öffentlichen Plätze...

Was mich nun doch verwundert: Diese Leute von Extrem-links-grün, die ihre vorgeblich so hehren Ziele nur pulkartig, aus dem Dunkel heraus und verkleidet, als Hetzmeute, nicht bewaffnet mit dem freien Wort, sondern mittels Knüppeln, Steinen, bunten Farbmischungen und sonstigem Ekelzeug verbreiten....Diese Leute scheinen keinerlei Ehrgefühl zu haben. Nur als Hetzmeute fühlen sie sich stark. Das Gefühl: Ist doch eigentlich "kacke", was wir veranstalten, so kann man doch weder Gegenwart noch Zukunft gestalten...nein, das kennen sie nicht..Fairness auch nicht...

Und was ist nun mit den Schreibtischtätern? Den Stichwortgebern in den Redaktionsstuben, Büros, sonstigen Institutionen? Denen also, die vom Schüren des Unfriedens im Lande gut und gerne leben? 

Denen möchte man folgendes ins Poesiealbum schreiben:

"Sie sägten die Äste ab, auf denen sie saßen / Und schrieen sich zu ihre Erfahrungen, / Wie man schneller sägen könnte, und fuhren / Mit Krachen in die Tiefe, und die ihnen zusahen, / Schüttelten die Köpfe beim Sägen und / Sägten weiter."  (Bertolt BRECHT, Exil, III).---Was sonst? Da spendet man doch gerne! : Patriotische Grüße von der Weichsel

 

 

Detlef Neustadt
26. Oktober 2017 15:41

Wenn man sich dieses Geschwurbel von Politikwissenschaftler Johannes Varwick aus Halle (ausgerechnet!) reinzieht, dann können es natürlich auch nur anständige Bürger gewesen sein.

https://www.presseportal.de/pm/47409/3761383

Aristoteles
26. Oktober 2017 15:57

@Delef Neustadt

"Ich habe Zweifel, selbst wenn es eine faire Berichterstattung gäbe, daß man zum Nachdenken anregen würde."

Diese Zweifel habe ich nicht. Könnte man einen Parallelsender zum MDR für Deutsche einrichten, so wäre das der Anfang vom Ende der MDR-Bonzen. Vor einem solchen Gegengewicht fürchten sie sich, deswegen das Mediendiktat.

Ich finde es auch im Gegensatz zu manchen Kritikern gut, dass 'Sezession' bei jeder sich bietenden Gelegenheit einen Konter fährt - gerade nach den Ereignissen von Frankfurt. Selbst wenn es nur wenige Personen wären (tatsächlich sind es und werden es mehr), die ihr Weltbild neu ordnen und dem 'Audiatur et altera pars' aufgeschlossen gegenüberstehen, so würde sich der mediale Kampf um die Wahrheit und um unser Überleben dennoch lohnen.

Nachdem der antideutsche Hass- und Hetzsender MDR eine Nacht gebraucht hatte, um einen Bericht über die Ereignisse in Halle zu entwerfen (eine sofortiger Bericht wäre wohl zu objektiv gewesen), war heute von "rosa Strichen und Kreisen" zu hören, mit denen das 'Einprozent'-Haus beschmiert worden sei. Es fehlten nur noch 'rosarote Wolken und Schäfchen', um die Geschehnisse vollends zu verharmlosen.

Dagegen hätten die "Rechtsextremisten" in der Uni von Halle unlängst Studenten in der Mensa "bedroht", was entweder eine totale Falschaussage ist oder wahrscheinlich auf ein "Halt den Mund" zu beziehen ist, mit dem sich angepöbelte Deutsche gegenüber pöbelnden BunTesrepublikanern zu wehren versuchten.

Keinen der Buntfront-Terroristen konnte man festnehmen - ganz klar, was für ein falsches Signal ginge sonst vom Propagandasender an die Bodentruppen aus! -, stattdessen gehe man jetzt, so die Meldung im Anschluss, konsequent gegen die Russenmafia in Erfurt vor.

Billiger geht's kaum, doch viele Einfaltspinsel fallen auf diese Propaganda noch rein. Die Müllstrommedien sind der Hauptfeind.

Heinrich Brück
26. Oktober 2017 17:41

Zu den Schreibtischtätern ein paar Verse von Karl Marx:

Einen Thron will ich mir auferbauen,
kalt und riesig soll sein Gipfel sein,
sein Bollwerk sei ihm übermenschlich Grauen,
und sein Marschall sei die düst’re Pein!

Wer mit gesundem Auge darauf sieht,
soll tödlich blass und stumm sich wenden,
von blinder, kalter Sterblichkeit ergriffen,
soll das Glück sein Grab bereiten.

Der Antifa fehlt die Selbstachtung, stehen sie doch vor dem falschen Thron. Eigentlich stehen sie nicht, sie kriechen. Hier bekommt das satanische Element des Marxismus seine idealistischen Verteidiger ins Grab. Lügend und zerstörend zeigen sie die Wahrheit ihrer Teufelsanbeterei.

S. J.
26. Oktober 2017 19:16

Auch wenn es eine Wiederholung ist: Die Antifa schneidet in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit viel zu gut ab. In Halle waren Straftäter am Werk, die dem Staat auf der Nase herumtanzen und die die Gesellschaft terrorisieren. Es ist weder zu erkennen, dass die gemäßigten Kräfte innerhalb der Antifa sich glaubhaft von einem militanten Kern distanzieren, noch ist zu sehen, dass die politische Linke ihre Haltung zur Antifa kritisch überprüft. Hier, da hat Götz Kubitschek recht, muss jetzt von sehr vielen Leuten eine klare Antwort eingefordert werden. Immer wieder. Wer in den Medien weiterhin in irgendeiner Weise Verständnis für diese in sich völlig diffuse Truppe aus teils politisch nur verbal engagierten Linken, aber eben auch straffällig gewordenen Chaoten artikuliert sowie weiterhin bei Demonstrationen mit der Antifa und dem „schwarzen Block“ aufmarschiert, als wäre nie etwas vorgefallen, leistet sonst nach all den Ereignissen ideell Beihilfe für Straftäter bzw. steht ihnen billigend gegenüber.

Lotta Vorbeck
26. Oktober 2017 19:17

@H. M. Richter - 25. Oktober 2017 - 07:06 PM
@Der Feinsinnige - 26. Oktober 2017 - 01:11 AM

Der AfD-Landtagsabgeordnete Hans-Thomas Tillschneider aus Sachsen-Anhalt unterhält ein Büro in dem Haus

Quelle: https://www.mz-web.de/28614300 ©2017

Lotta Vorbeck
26. Oktober 2017 19:28

@Dr. Niemann - 26. Oktober 2017 - 04:39 AM

"500 Euro gespendet. Sofern einmal ein Haus in einer anderen Stadt gekauft werden soll für ein ähnliches Projekt, würde ich mich gerne mit einer großen Summe beteiligen und mich freuen kontaktiert zu werden. ..."

_______________________

Prima, daß es auch richtig potente Speder wie Sie Dr. Niemann gibt, die gemäß dem Motto "Klotzen statt kleckern" just mal in ihre Privatschatulle greifen und solchem Projekt einen kräftigen Schub zu versetzen in der Lage sind. Mit dieser Feststellung ist keine herablassende Abwertung der per Schwarmfinanzierung/Crowdfunding aktiven Klein- und Kleinstspender verbunden.

Der Feinsinnige
26. Oktober 2017 20:44

@ H.M. Richter:

Ergänzung zu Ihrem Vorschlag, in dem Haus ein AFD-Bürgerbüro einzurichten: „Der AFD-Politiker Tillschneider sagte, er habe bei der Landtagspräsidentin eine Sicherheitsüberprüfung beantragt. Dabei geht es um den Schutz für sein Landtagsbüro.“

So ist es gerade jetzt im Videotext des MDR-Fernsehens zu lesen. Im Netz ist diese Meldung offenbar noch nicht angekommen (jedenfalls von mir nicht auffindbar). Hans-Thomas Tillschneider war offenbar sehr vorausschauend und hellsichtig, als er sich für die Einrichtung eines Büros in dem Gebäude entschied.

Im Ergebnis werden die zuständigen staatlichen Stellen tatsächlich gezwungen werden können, Schutzmaßnahmen zu ergreifen, und zwar de facto für das gesamte staatlicherseits verleumdete Hausprojekt in Halle – es scheint tatsächlich so etwas wie eine „Ironie der Geschichte“ zu geben, die hier und jetzt eintreten dürfte.

Ernst-Fr. Siebert
26. Oktober 2017 21:48

 Fast jeder x-beliebige Student in Halle weiß, wer dahintersteckt und ich bin sicher, daß die Polizei vorher einen Tipp bekommen hat oder haben könnte, wenn sie den dürfte.

Nemo Obligatur
26. Oktober 2017 23:37

Spende ist raus. Ich will mir nicht in ein paar Jahren sagen müssen, es nicht wenigstens versucht zu haben...

Den letzten Anstoß für die Überweisung gab übrigens das Video von einer Demo der Antifa, auf der üble Hetzparolen gerufen wurden und die üblichen schwarzgekleideten Teilzeitterroristen mit von der Partie waren. So etwas scheint in Deutschland offensichtlich erlaubt zu sein, denn die Polizei sstand direkt daneben.

Simplicius Teutsch
26. Oktober 2017 23:38

Das ist leicht gesagt, aber: Standhalten und friedlich bleiben!

- Das ist die beste Provokation für die hochgradig gestörten "Retter der Menschlichkeit" inklusive der zivilcouragierten Aufhetzer und Schreibtisch-Täter.

Habe eben auch etwas überwiesen.

Kahlenberg
27. Oktober 2017 02:16

Dieses Haus ist sehr wichtig für uns alle. Seine Wirkung ist m.E. gerade an der harten Gegenreaktion zu messen. Mein Dank gilt den Menschen, die dort die Köpfe hinhalten. Ich werde jeder diesbezüglichen Aufforderung zur Spende Folge leisten. Bankanweisung heute getätigt.

Thaddäus Tentakel
27. Oktober 2017 03:19

Trotz feiner ideologischer Differenzen (bin wohl eher Neo-Con): 50 E sind klar.

Deus vult.

Bones
27. Oktober 2017 09:40

Wie DrNiemann hatte ich ebenfalls 500 Euro gespendet und möchte mich jetzt seinem weiteren Angebot anschließen: Auch ich darf gerne kontaktiert werden, wenn einmal ein Haus in einer anderen Stadt gekauft werden soll.

Vorerst beschäftigt mich die Frage, ob ich meinen Sachverstand als Jurist einbringen kann. Schon zu einem früheren Beitrag und auch hier wieder ist die Frage aufgeworfen worden, ob sich Sibylle Berg nicht wegen Volksverhetzung strafbar gemacht hat. Tatsächlich habe ich wenig Zweifel daran, daß eine Straftat nach § 130 Abs. 1 Nr. 1 StGB vorliegt. Bisher ist aber anscheinend keine Strafanzeige gestellt worden, und es fragt sich, ob dies nicht geschehen sollte?

Ein paar Gedanken vor mir dazu:

Die Staatsanwaltschaften sind bekanntermaßen chronisch überlastet und sehnen sich in keiner Weise danach, sich zusätzliche Arbeit aufzuladen, zumal in einem Verfahren, das schwierige verfassungsrechtliche Fragen aufwerfen könnte (Reichweite der Meinungs- und Pressefreiheit nach Art. 5 Abs. 1 und 2 GG). Es ist daher zu erwarten, daß das Strafverfahren mit einer Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO enden würde, also wegen (angeblich) fehlender Wahrscheinlichkeit einer Verurteilung. Zur Begründung ließe sich anführen, daß von mehreren möglichen Auslegungen einer Meinungsäußerung strafrechtlich immer die am wenigsten anstößige zugrundegelegt werden müsse. So hat es das BVerfG in der bekannten "Soldaten sind Mörder"-Entscheidung vorgemacht. Es würde allerdings nicht leicht fallen, dem Zitat von Frau Berg einen Sinn unterzulegen, der sie vor dem Vorwurf der Volksverhetzung bewahren könnte. Nur: Juristen sind da erfinderisch, und ob gegen eine Einstellungsverfügung ein Verfahren nach § 172 StPO (Klageerzwingung) zulässig wäre, ist zweifelhaft. Es hängt davon ab, wie weit man den dortigen Begriff des Verletzten faßt. Dazu gibt es wie immer unterschiedliche Meinungen (und Gerichtsentscheidungen), gerade auch in Bezug auf § 130 StGB.

Sollte es wider Erwarten zu einer Anklage oder gar Verurteilung von Frau Berg kommen, kann man sich die Begleitumstände eines solchen Strafprozesses leicht ausmalen: Demonstrationen von Linken für "freie Rede" und gegen die "Nazi-Justiz", Verklärung des "Opfers" zur Märtyrerin usw. Will man das ("metapolitisch" gedacht) eigentlich haben?

Mich würde ein Meinungsbild zu dem Sinn einer Strafanzeige interessieren. Besonders, was Kubitschek dazu meint? Falls es gewünscht wird, wäre ich gerne bereit, die Strafanzeige zu stellen. (Reizen würde es mich schon, trotz aller Bedenken.) Ein großer Aufwand wäre es nicht, und natürlich würde ich ohne Honorar arbeiten.

t.gygax
27. Oktober 2017 11:50

@bones " natürlich würde ich ohne Honorar arbeiten"

Ich ziehe meinen Hut vor diesem Entschluß. Bewundernswert, man sollte dieses Angebot annehmen, gleichgültig, ob es nun ein Erfolg wird oder nicht.

Rosenkranz
27. Oktober 2017 11:58

Spende ist raus. Ich wünsche den Bewohnern alles Gute. 

Monika L.
27. Oktober 2017 12:01

500 Euro gehen heute raus. An die Jugend: Besonnen bleiben und weitermachen. Aus meiner Lebenserfahrung: Die größten Niederlagen haben mich immer am weitesten vorangebracht. Auch wenn sie mir im Moment des Geschehens äußerst unnötig erschienen. Sie waren wohl not-wendig.

Nochmals Louis-Ferdinand Céline:

Welche Art von Mensch lieben Sie am meisten ? Den Erbauer.
Und welchen hassen Sie am meisten? Den Zerstörer.

Stefan Pauly
28. Oktober 2017 04:21

@ Der_Jürgen:

Ich brauchte auch ein paar Anläufe um diese Buchstaben zu entdecken. Ich finde, diesen Buchstaben muss der Garaus gemacht werden:

Lieber Kubitschek, bitte streichen Sie die Buchstaben "h", "a", "l" und "b" aus dem Wort "halbkriminelle" im Satzfragment "....vermerken Sie, mit welcher Selbstverständlichkeit die Politik  linksradikale, halbkriminelle Gruppen in Halle fördert...". Gerne darf das dann verbleibende Wort "kriminelle" vor dem Wort "Gruppen" entfernt und vor dem Wort "Politik" wieder eingefügt werden (vielleicht reicht allerdings ein "copy and paste"). "Halbkriminell" ist in der Tat nicht zutreffend.

Vielen Dank an Der_Jürgen für seine Aufmerksamkeit.

Theophrastus Bombastus
28. Oktober 2017 21:49

@ Bones

Danke für die aufschlußreiche Erklärung. Ich sehe genau die selben Gefahren wie Sie. Und weiterhin denke ich auch, daß das Verfahren sicherlich von oben abgewürgt werden würde. Wobei, es wäre sicherlich auch mal ganz medienwirksam für die andere Seite, sich als das unschuldige Opfer darzustellen: "Ich kämpfe gegen die bösen Faschisten und werde jetzt dafür bestraft? Pfui! Böse Nazijustiz! Immer noch rechtes Gedankengut in der Justiz! Genossen -- steht zusammen gegen diese braune Brut! Vorwärts immer -- rückwärts nimmer! Es lebe die Deusche Demograsche Replik!" ;)

Das, was man den "Neurechten" immer vorwirft -- die Opferrolle zu suchen und zu spielen --, würde man selbst ohne Zögern tun. Da würde dann alles bis zum Erbrechen ausgeweidet, ohne näher auf den Grund der Anklage oder Verurteilung einzugehen. Oder alles würde verharmlost werden. Der Zweck heiligt ja beim "Kampf gegen Rechts" alle Mittel!

Und wenn sich am Ende die ganzen "guten Menschen" bis zum Herzinfarkt aufgeregt, Spendensammlungen gestartet und einen Sternmarsch nach Karlsruhe gestartet haben, dann wird in der Revision ein Freispruch herauskommen.

Wenn nichts getan wird, wäre das ein Anreiz so weiterzumachen. Frau Berg könnte dann verbal noch was draufsetzen, weil ja eh keiner was tut. Stellt man Strafanzeige, läuft man Gefahr, daß alles im Sande verläuft, oder politisch korrekt abgewickelt wird. Und selbst wenn man das Verfahren gewinnen würde, würde die Gegenseite das medial ausschlachten. 

Wie man es auch macht, man wird es wohl falsch machen ...

Max
30. Oktober 2017 18:22

Bin zwar kein Rechter, sondern Libertärer, noch dazu eher links von ef. Außerdem abonniere oder spende eigentlich prinzipiell nichts.  Aber was zu weit geht, geht zu weit.  Da überschreite ich mal, wenn auch nur symbolisch (nur ein Online-Abo, brauche kein Papier) meine Prinzipien.  

Monika L.
31. Oktober 2017 08:23

@Max

Danke für die Prinzipenüberschreitung. So viel zur "Opferrolle":

https://einprozent.de/blog/linksextremismus/antifa-kubitschek-bald-liegst-du-im-kofferraum/2175

Widerstand !

 

Jürg_Jenatsch
31. Oktober 2017 15:21

Auch von mir eine kleine Spende. Diesen A....... muß entgegengetreten werden.

Igore
7. November 2017 19:20

Spende ist raus! Beste Grüße nach Halle ! 

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