Aufbruch nach Wakanda (2): Black Panther Supremacy

Wäre die Familie Schneider aus dem ARD-Film "Aufbruch ins Ungewisse" statt im Flüchtlingsparadies Südafrika in Wakanda gelandet, hätte sie nicht so viel Glück gehabt.

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

Der fik­ti­ve, meri­to-mon­ar­chisch regier­te, uto­pi­sche afri­ka­ni­sche Natio­nal­staat aus dem aktu­el­len Mar­vel-Block­bus­ter “Black Pan­ther” ist näm­lich knall­hart iso­la­tio­nis­tisch und läßt nie­man­den über sei­ne Gren­ze, der nicht zu sei­ner Her­ren­ras­se gehört (erkenn­bar an einer blau leuch­ten­den Täto­wie­rung im Inne­ren der Unterlippe).

An einer Stel­le des Films beschwört ein Bera­ter den edlen König T’Chal­la (der sich mit mit­hil­fe eines Hi-Tech-Kos­tüms in den Super­hel­den “Black Pan­ther” ver­wan­deln kann):

Wenn wir Flücht­lin­ge her­ein­las­sen, dann wer­den sie ihre Pro­ble­me mit­brin­gen und dann wird Wakan­da ein Ort wie jeder ande­re werden.

Sei­nen Reich­tum und sei­ne extrem fort­ge­schrit­te­ne Tech­no­lo­gie ver­dankt Wakan­da zwei Din­gen: einem blau schim­mern­den All­zweck­roh­stoff namens “Vibra­ni­um”, der ihm erlaubt, aut­ark zu leben, und der Tat­sa­che, daß das Land nie­mals von Euro­pä­ern ent­deckt und kolo­ni­siert wur­de (dar­auf wer­de ich noch zurückkommen).

Der Film selbst ist ein leid­lich unter­halt­sa­mes, pro­fes­sio­nell gemach­tes bun­tes Action­spek­ta­kel mit den gen­re­üb­li­chen Kin­de­rei­en, qua­si die “Blax­plo­ita­ti­on”-Vari­an­te von “Spi­der-Man”, “Iron Man” und Kon­sor­ten. Daß er in den USA momen­tan fre­ne­tisch gefei­ert wird und die Hit­lis­te des maß­geb­li­chen Bewer­tungs­por­tals Rot­ten Tomatoes  als “bes­ter Film aller Zei­ten” vor “Citi­zen Kane” etc. anführt, hat aller­dings vor allem poli­ti­sche und meta­po­li­ti­sche Gründe.

Um den Score der­art hoch­zu­trei­ben, wird kräf­tig mani­pu­liert: So hat Face­book auf Betrei­ben von Rot­ten Tomatoes eine Grup­pe gelöscht, die dem Film nega­tiv gegen­über­stand. Aus Kri­ti­kern wer­den flugs “Rechts­ex­tre­me”, die “Kri­ti­ken mani­pu­lie­ren” wol­len , womit die Stoß­rich­tung des Hypes klar ist: Wer “Black Pan­ther” nicht mag, aus wel­chen Grün­den auch immer, muß ein “Ras­sist” oder “Rechts­ex­tre­mist” sein.

Das ent­spricht der Stra­te­gie des ARD, schon im Vor­feld via Twit­ter­mel­dung zu sug­ge­rie­ren, daß etwai­ge nega­ti­ve Kri­ti­ken zu “Auf­bruch ins Unge­wis­se” natür­lich nur von “rech­ten Trol­len” stam­men können:

Wir möch­ten Sie dar­auf hin­wei­sen, dass rech­te Akti­vis­ten dazu auf­ge­ru­fen haben, die Dis­kus­si­on über den “Auf­bruch ins Unge­wis­se” in den sozia­len Netz­wer­ken gezielt zu beeinflussen.

Wie üblich, über­nah­men auch unse­re Leit­me­di­en unge­prüft den ame­ri­ka­ni­schen Hype mit­samt der ideo­lo­gi­schen Agen­da. Eine Autorin des Han­dels­blat­tes schreibt etwa:

Das Ende des wei­ßen Super­hel­den bringt Dis­ney Rie­sen­er­folg. Der Mar­vel-Film zeigt: Diver­si­tät rech­net sich wirt­schaft­lich. Die Pro­duk­ti­on mit zumeist schwar­zen Dar­stel­lern bricht vie­le Rekor­de.(…) Auch die­ser Strei­fen beweist, es besteht eine Nach­fra­ge für Action-Fil­me, deren Haupt­dar­stel­ler nicht wei­ße Män­ner sind.

Die Stoß­rich­tung ist über­deut­lich: “Diver­si­ty” wird einem Film mit einem fast kom­plett schwar­zen Cast zuge­bil­ligt (der alte Spruch trifft wie­der mal zu: “diver­si­ty = less white peop­le”) und einen kom­plett schwar­zen, fik­ti­ven Eth­no­staat dar­stellt. Die End­spit­ze rich­tet sich wie immer gegen die “wei­ßen Män­ner”.

Ähn­lich äußert sich ein Autor des Spie­gels:

Das ist Main­stream-Kino mit ganz neu­em Groo­ve – und besitzt das Poten­zi­al für eine kul­tu­rel­le Zei­ten­wen­de… Die schöns­te, stol­zes­te Far­be in “Black Pan­ther” ist aber, natür­lich, Schwarz. Mar­tin Free­man (als CIA-Mit­tels­mann) und Andy Ser­kis (als Waf­fen­schie­ber Klaue) sind die ein­zi­gen Wei­ßen im Cast, spie­len aber kei­ne tra­gen­den Rollen.

Oder die öster­rei­chi­sche Pres­se, in der ein wei­ßer, männ­li­cher Autor die in der Tat auf­fal­len­de (und etwas alber­ne) Dich­te an “star­ken Frau­en” in dem Film her­vor­hebt – ob als genia­le jun­ge Wis­sen­schaft­le­rin­nen oder als glatz­köp­fi­ge Ama­zo­nen wie aus einem Grace-Jones-Video, die rei­hen­wei­se wei­ße Män­ner mit ihren Hi-Tech-“Vibranium”-Speeren vermöbeln:

Wakan­da kann Vor­bild sein, auch was die Dar­stel­lung der Frau – mit Kämp­fe­rin­nen und Tech­nik­ge­nies – betrifft: Das ist sehr erfri­schend, gera­de für das macho­ide Comicfilm–Genre. Die weib­li­chen Figu­ren spie­len die männ­li­chen Prot­ago­nis­ten (auch T’Chal­la selbst) mit Schmäh und Stär­ke regel­recht an die Wand. So gese­hen ist „Black Pan­ther“ wie „Won­der Woman“ – auch die weib­li­che DC-Iko­ne muss­te vie­le Jahr­zehn­te auf einen Kino­film war­ten – ein Mei­len­stein: Die Comic-Zukunft ist schwarz und weib­lich. Und hip.

Wenn etwas der­art “hip”, cool, tren­dy und pro­gres­siv ist, will natür­lich kein Rezen­sent hin­ten­an­ste­hen, und dabei wird auf das Wesent­li­che völ­lig ver­ges­sen: Was wir hier sehen, ist offen­sicht­lich ein tri­via­ler, eska­pis­ti­scher Wunsch­er­fül­lungs­t­raum auf dem Level der Grö­ßen- und All­machts­phan­ta­sien von Zwölf­jäh­ri­gen, der nichts, rein gar nichts mit der Wirk­lich­keit zu tun hat – weder mit rea­len Frau­en noch rea­len Schwar­zen, ins­be­son­de­re Afrikanern.

David Cole schrieb in Taki­mag:

Hol­ly­wood hat den schwar­zen Ame­ri­ka­nern zum dies­jäh­ri­gen Valen­tins­tag eine hoch­bud­ge­tier­te, herz­för­mi­ge Zel­lu­loid­schach­tel mit Scho­ko­la­den­op­ti­mis­mus geschenkt, damit sie für ein paar Stun­den der Rea­li­tät ent­kom­men kön­nen, indem sie sich einen Film anse­hen, des­sen schwar­ze Hel­den bril­lant, tap­fer, ver­ant­wor­tungs­voll und sieg­reich sind, und des­sen fik­ti­ves afri­ka­ni­sches König­reich pro­spe­rie­rend, sau­ber und ordent­lich ist, ohne eine Men­schen­see­le mit AIDS. Die schwar­ze Com­mu­ni­ty braucht die­sen Film jetzt. Denn die Zukunft – die Zukunft im ech­ten Leben, nicht die Mar­vel-Kino-Uni­ver­sum-Zukunft der end­lo­sen Sequels, Tie-ins und Reboots – ist düster.

 

Das soll­te für erwach­se­ne Men­schen ein No-Brai­ner sein, aber “Black Pan­ther” kommt offen­bar einer Viel­zahl von ideo­lo­gi­schen und, was die Afro­ame­ri­ka­ner betrifft, tief­sit­zen­den emo­tio­na­len Bedürf­nis­sen ent­ge­gen, die jeg­li­ches ratio­na­le Urteil vernebeln.

Schwar­ze lie­ben den Film jeden­falls nicht, weil er so “divers” wäre, im Gegen­teil – sie lie­ben ihn, ja kon­su­mie­ren ihn buch­stäb­lich wie eine das Selbst­wert­ge­fühl stei­gern­de Dro­ge, weil er so Bla­cke­tyb­lack ist: Sie­he etwa hier, hier, hier (mein Favo­rit) oder hier – oder die unzäh­li­gen Tweets unter dem Hash­tag  #WhatBlack­Pan­ther­Me­an­s­To­Me. Häu­fig beto­nen die Fans, wie glück­lich sie sei­en, Men­schen auf der Lein­wand zu sehen, “die so aus­se­hen wie ich”.

Hier ist gar ein Foto zu sehen, auf dem ein kom­plett schwar­zes Publi­kum geschlos­sen die “Black Power”-Faust Rich­tung Lein­wand ausstreckt.

Es war herr­lich, Brü­ders… Das Publi­kum war zu 90% schwarz… als der Abspann zu Ende war stan­den vie­le von uns ein­fach da und starr­ten auf die lee­re Lein­wand, eini­ge wein­ten sogar. Irgend­ein Typ sag­te, “Wir müs­sen es bes­ser machen, Fami­lie, ab jetzt wol­len wir uns um uns küm­mern.” Die [Nig­gas] fin­gen an zu klat­schen, und [schei­ße], es war mächtig.

So fin­den sich die­ser Tage selbst in der New York Times Arti­kel, in denen allen Erns­tes Sät­ze wie die­ser stehen:

Den poli­tisch Bewuß­ten bie­tet das Wakan­da des ‘Black Pan­ther’ eine fast schon zu per­fek­te Wider­le­gung von Trumps Bemer­kun­gen vom Janu­ar, als er mit einem abwer­ten­den Kraft­aus­druck auf afri­ka­ni­sche Natio­nen zu spre­chen kam.

To the poli­ti­cal­ly min­ded, the Wakan­da of “Black Pan­ther” offers an almost too per­fect rebut­tal to Pre­si­dent Trump’s comments in Janu­a­ry in which he refer­red to Afri­can nati­ons with a dis­pa­ra­ging expletive.

Das in Hol­ly­wood pro­du­zier­te Mär­chen soll die Rea­li­tät, die bekannt­lich nicht so rosig-glit­zernd aus­sieht, wider­le­gen! Der Autor die­ses Arti­kels, Reg­gie Ugwu, ist schwarz, und sei­ne Reak­ti­on sym­pto­ma­tisch für die über­bor­den­de, teil­wei­se bestür­zend bis rüh­rend nai­ve Rezep­ti­on des Films unter Afro-Amerikanern.

Kare­em Abdul-Jab­bar schrieb im Hol­ly­wood Reporter:

Es ist, als stün­de man auf einem öffent­li­chen Platz  – der die gan­ze Welt ist  – und wird Augen­zeu­ge der Ent­hül­lung einer gigan­ti­schen Sta­tue von Rosa Parks, Mar­tin Luther King Jr., Mal­colm X und Nel­son Man­de­la, die in einen leuch­ten­den Daschi­ki geklei­det ist. Es ist eine Hom­mage an das, was wir waren, eine Fei­er des­sen, was wir sind und eine Inspi­ra­ti­on für das, was wir hof­fent­lich ein­mal sein wer­den. (Mehr Zita­te die­ser Art kann man hier nachlesen).

(Apro­pos “Daschi­ki”: Hier kann man sehen, wie der “Black Lives Matter”-Anhänger Micah John­son, der 2016 in Dal­las fünf wei­ße Poli­zis­ten erschoß, einen sol­chen trägt, wäh­rend auch er die “Black Power”-Faust reckt.)

Spä­tes­tens ab die­sem Punkt ist “Black Pan­ther” mehr als nur Pop­corn-Unter­hal­tung, son­dern ein Poli­ti­kum, das auf einem gan­zen Berg von Lügen und fata­len Mythen fußt. Schä­len wir das Pro­ble­ma­ti­sche hin­ter der Unter­hal­tungs­fas­sa­de heraus:

1. Der Film pro­pa­giert eine unver­hoh­len “iden­ti­tä­re” Mes­sa­ge, was an sich posi­tiv zu wer­ten ist: “Wakan­da” ist eine Art mikro-pan­afri­ka­ni­sche, im wesent­li­chen eth­no-kul­tu­rell homo­ge­ne Nati­on (die “Diver­si­ty” ist rein “bin­nen­afri­ka­nisch”), die sich aus ver­schie­de­nen Stäm­men zusam­men­setzt, die alle gewis­se Eigen­ar­ten bewahrt haben (Tel­ler­lip­pen, tra­di­tio­nel­le Klei­dun­gen, Tän­ze, Täto­wie­run­gen usw. – der Film platzt vor dick auf­ge­tra­ge­nem Afro-Kitsch!).

Ihre Bewoh­ner pfle­gen einen lei­den­schaft­li­chen, an kei­ner Stel­le hin­ter­frag­ten Patrio­tis­mus (so gehen die königs­treu­en Ama­zo­nen mit dem Schlacht­ruf “Wakan­da über Alles!” in den Kampf) und hul­di­gen ehr­fürch­tig dem Ahnen­kult. Sie leben abge­schot­tet hin­ter dich­ten Gren­zen und ach­ten peni­bel dar­auf, wer ihr Land betre­ten darf und wer nicht.

Spa­ßi­ger­wei­se herrscht dort eine Art “Archäo­fu­tu­ris­mus” frei nach einem der bekann­tes­ten Bücher des Ex-Nou­vel­le-Droi­te-Dis­si­den­ten Guil­laume Faye: Archai­sche Riten und Tra­di­tio­nen exis­tie­ren har­mo­nisch neben Wol­ken­krat­zern, UFO-arti­gen Flug­ma­schi­nen, Holo­gramm-Tele­fo­nen und sons­ti­gem Sci-Fi-Schnick­schnack aller Art (der Sound­track kom­bi­niert afri­ka­ni­sche Trom­meln mit elek­tro­ni­schen Beats).

“Black Pan­ther” schil­dert eine Zivi­li­sa­ti­on, der die Qua­dra­tur des Krei­ses gelun­gen ist, die es fer­tig­ge­bracht hat, sich einer­seits aufs Äußers­te zu tech­ni­sie­ren, moder­ni­sie­ren und urba­ni­sie­ren, die dabei aber ande­rer­seits ver­wur­zelt, erd- und natur­ver­bun­den, reli­gi­ös, krie­ge­risch (und gleich­zei­tig fried­lich-defen­siv), “völ­kisch”, ja sogar mon­ar­chis­tisch geblie­ben ist, die mit­hin auf den Wer­ten einer agra­ri­schen Stam­mes­ge­sell­schaft beruht.

Die­ser “iden­ti­tä­re” Aspekt wird aller­dings im Lau­fe der Hand­lung über Wakan­da hin­aus auf die gesam­te schwar­ze Ras­se aus­ge­dehnt. Der Film stellt eine expli­zi­te Ver­bin­dung zwi­schen dem afri­ka­ni­schen Uto­pia und den “Hoods” der ame­ri­ka­ni­schen Groß­städ­te her: die Ghet­to-Kids sind Bluts­brü­der der Wakan­der (ist das der Plu­ral?), die aller­dings im Gegen­satz zu ihnen in sozia­len Miß­stän­den, Ver­bre­chen und “Unter­drü­ckung” leben müssen.

Aus “iden­ti­tä­rer” Sicht ist all dies amü­sant, ver­blüf­fend, schrei­end komisch, grund­sym­pa­thisch und trotz­dem zwie­späl­tig: Denn außer­halb des Kino­saals wird jeg­li­che Bezug­nah­me auf eine kol­lek­ti­ve ras­sisch-eth­ni­sche Iden­ti­tät oder Soli­da­ri­tät nicht nur ent­mu­tigt, son­dern aufs Schärfs­te dif­fa­miert und als “Ras­sis­mus” ver­dammt – sofern es sich bei der frag­li­chen Grup­pe um Wei­ße handelt.

 

Dies geschieht zu einem Zeit­punkt, an dem die einst domi­nan­te wei­ße Bevöl­ke­rung der USA rapi­de zur Min­der­heit schrumpft (ca. 2040 wird es soweit sein) und die ursprüng­lich anglo-pro­tes­tan­tisch gepräg­te (also“implizit wei­ße”) Leit­kul­tur des Lan­des durch Mul­ti­kul­tu­ra­lis­mus und “Diver­si­ty” atta­ckiert, auf- und abge­löst wird. (Schwar­ze sol­len demo­gra­phisch gese­hen aller­dings auch nicht so präch­tig dastehen.)

Die “Iden­ti­täts­po­li­tik” des Films geht im End­ef­fekt klar auf Kos­ten der Wei­ßen, pro­pa­giert ein Selbst­be­wußt­sein, das ihnen selbst streng ver­bo­ten ist. Wäh­rend “black pri­de” von der links­li­be­ra­len Pres­se hoch­ge­jazzt wird, gilt im heu­ti­gen Ame­ri­ka schon die simp­le Aus­sa­ge “It’s Ok To Be White” als “kon­tro­vers”, “ras­sis­tisch” oder “Neo­na­zi-Pro­pa­gan­da”.

“Black Pan­ther” affir­miert dage­gen aus­drück­lich schwar­ze Iden­ti­tät und “schwar­zen Natio­na­lis­mus”. Obwohl sich der Film dies­be­züg­lich eher an Afro­ame­ri­ka­ner als an Schwarz­afri­ka­ner rich­tet (aller­dings ist er offen­bar auch in Afri­ka ziem­lich erfolg­reich), erschei­nen die USA als “das Ande­re”, als ein Land, das immer noch mit wei­ßen Anglos iden­ti­fi­ziert wird, per­so­ni­fi­ziert etwa in Gestalt des CIA-Agen­ten Ever­ett Ross. Die­ser hat die (viel­leicht etwas trü­ge­ri­sche) “Beta”-Rolle des wei­ßen “Side­kick” inne, der gegen­über den pracht­vol­len, klu­gen, schö­nen, star­ken Alpha-Negern (die Leni Rie­fen­stahl in Ver­zü­ckung ver­setzt hät­ten) ziem­lich mick­rig wirkt.

Von T’Challas jun­ger Schwes­ter, einem tech­ni­schen Blitz­ge­nie, das sei­ne Wun­den mit wun­der­sam fort­ge­schrit­te­ner Tech­no­lo­gie heilt, wird er abschät­zig als “Kolo­ni­sa­tor” ange­spro­chen (eine beim Ziel­pu­bli­kum sehr popu­lä­re Stel­le, die­se nige­ria­nisch-ame­ri­ka­ni­sche Zuschaue­rin war davon hell­auf begeis­tert) – das bezieht sich offen­bar direkt auf sei­ne Ras­se, da Ame­ri­ka schließ­lich kei­ne Kolo­nien in Afri­ka hatte.

In einer ande­ren Sze­ne wird er von dem stol­zen Stam­mes­füh­rer M’Baku, der im Kampf die Mas­ke eines Goril­las trägt, mit affen­ar­ti­gen Lau­ten zum Schwei­gen gebracht, als er es wagt, in sei­ner Gegen­wart unge­fragt zu spre­chen (eini­ge Schwar­ze hal­ten das für eine vor­bild­li­che Idee). Nicht nur hier wird genüß­lich eine Art “Black Supre­ma­cy” insze­niert, die sich natür­lich am schla­gen­ds­ten in der gewal­ti­gen tech­ni­schen Über­le­gen­heit der Wakan­der zeigt. Der “authen­ti­sche”, “iden­ti­tä­re” Schwar­ze, wie ihn der Film phan­ta­siert, hat kei­ne ame­ri­ka­ni­sche, son­dern eine afri­ka­ni­sche Identität.

2. Ein zen­tra­ler Kon­flikt des Films ist der Kampf zwi­schen dem legi­ti­men “Black Pan­ther” König T’Challa und sei­nem Cou­sin, dem in den USA auf­ge­wach­se­nen Her­aus­for­de­rer „Kill­mon­ger“, der den Thron für sich bean­sprucht, und der sich danach sehnt, sei­ne “ame­ri­ka­ni­sche” Iden­ti­tät abzu­schüt­teln. Er stammt aus­ge­rech­net aus Oak­land, Kali­for­ni­en, wo 1966, im Ster­be­jahr von Mal­com X, die “Black Pan­ther Par­ty“gegrün­det wur­de (eini­ge Mona­te zuvor hat­ten Jack Kir­by und Stan Lee die gleich­na­mi­ge Comic­fi­gur erfun­den); in einer Sze­ne des Films kann man im Zim­mer des her­an­wach­sen­den Kill­mon­ger ein Pla­kat der mili­tan­ten schwar­zen Grup­pe Public Enemy erkennen.

Kill­mon­ger ist ein “schwar­zer Natio­na­list” (oder auch “Social Jus­ti­ce War­ri­or”?), der die über­le­ge­ne Tech­nik Wakan­das dazu ver­wen­den will, einen glo­ba­len Ras­sen­be­frei­ungs­krieg anzu­zet­teln, wäh­rend T’Chal­la à la Trump an einer Poli­tik des “Wakan­da First!” fest­hal­ten will. Wakan­da ist den euro­päi­schen Natio­nen näm­lich auch mora­lisch über­le­gen: Nie­mals hat es sei­ne Super­waf­fen benutzt, um ande­re Län­der und Völ­ker anzu­grei­fen, zu erobern oder gar zu“kolonisieren”.

Die­se Span­nung zwi­schen “Natio­na­lis­ten” und glo­ba­len Ras­se­krie­gern führt, um im Jar­gon unse­rer Zeit zu blei­ben, zur “Spal­tung der Gesell­schaft” und schließ­lich zu einer bür­ger­kriegs­ar­ti­gen Schlacht, wobei natür­lich T’Chal­la und sei­ne Getreu­en gewin­nen. Es fällt aller­dings auf, daß Kill­mon­ger eine Art “guter Schur­ke” ist, der attrak­tiv ins Sze­ne gesetzt wird und für des­sen revo­lu­tio­nä­re Moti­ve der Film viel Ver­ständ­nis auf­bringt – am Ende, als er im Ster­ben liegt (par­don für den Spoi­ler), gibt es gar eine pathe­tisch-patrio­ti­sche Ver­söh­nung zwi­schen ihm und dem “Black Panther”.

Als Aus­weg aus dem natio­na­lis­ti­schen Iso­la­tio­nis­mus, der heu­te ja eigent­lich als uncool und “deplor­able” gilt, bie­tet der Film zwei ver­schie­de­ne Enden an – eines davon sieht man nur, wenn man den Abspann abwar­tet. Das ers­te Ende folgt dem iden­ti­tä­ren Strang: T’Chal­la beschließt, fort­an den Reich­tum und Fort­schritt Wakan­das mit sei­nen schwar­zen Brü­dern in den USA zu tei­len und ihnen aus der Mise­re zu helfen.

Er läßt ein UFO in der von ihm auf­ge­kauf­ten Ghet­to­hood von Oak­land lan­den, wo Kill­mon­ger auf­ge­wach­sen ist, als Sym­bol für die glän­zen­de Zukunft, die nun auf die bas­ket­ball­spie­len­den Kids war­tet. Die Ant­wort heißt also im Grun­de: “muh wel­fa­re”, also noch mehr Gel­der in Sozi­al­leis­tun­gen und Wohl­fahrt pum­pen, eine Stra­te­gie, die der schwar­zen Com­mu­ni­ty offen­bar bis­lang eher gescha­det als gehol­fen hat (Tre­vor Lynch nennt die­se Opti­on “Dem Pro­grams”). T’Chal­la will mit fried­li­chen Mit­teln errei­chen, was Kill­mon­ger durch eine revo­lu­tio­nä­re Erhe­bung anstrebte.

Das zwei­te Ende nimmt eine uni­ver­sa­lis­tisch-glo­ba­lis­ti­sche Wen­dung: T’Chal­la taucht mit einer Dele­ga­ti­on sei­ner Getreu­es­ten im Sitz der Ver­ein­ten Natio­nen in Wien auf und ver­kün­det, daß er die über­le­ge­ne Tech­nik Wakan­das fort­an brü­der­lich in den Dienst der gan­zen Mensch­heit stel­len wer­de – was die anwe­sen­den Diplo­ma­ten zunächst hoch­mü­tig belä­cheln. Aber der tri­um­phie­ren­de Blick der Ama­zo­nen­che­fin Okoye ver­rät, daß die­se arro­gan­ten (wei­ßen) Her­ren bald blöd aus der Wäsche gucken werden.

Ich wur­de sagen: ein Ende ist für die Schwar­zen, und eines ist “Stuff White Peop­le Like”, um die “iden­ti­tä­re”, “schwarz-natio­na­lis­ti­sche” Stoß­rich­tung abzumildern.

3. Wie bereits erwähnt, hat der Film eine zwar gedimm­te, aber doch deut­li­che anti­wei­ße Ten­denz. Der ers­te Gegen­spie­ler der “Black Pan­ther” im Film ist ein psy­cho­pa­thi­scher Süd­afri­ka­ner namens “Klaue”, der optisch an Euge­ne Ter­re’­Blan­che erin­nert. In einem Inter­view beton­te der Dar­stel­ler Andy Ser­kis (der “Gol­lum” aus “Herr der Rin­ge”, einem Fan­ta­sy­film mit einem kom­plett wei­ßen Cast und einer rein euro­päi­schen Ästhe­tik), daß es “poli­tisch” sehr gut “pas­se”, daß Klaue dahin ten­die­re, “kei­ne poli­tisch kor­rek­te Per­son” zu sein, und ein wäh­rend der Apart­heid auf­ge­wach­se­ner Süd­afri­ka­ner sei.

Er wür­de per­fekt ins Wei­ße Haus pas­sen… oder momen­tan sogar nach Großbritannien.

Das ist das lin­ke Nar­ra­tiv: Trump=rassistisch, Brexit=rassistisch, wobei wohl­ge­merkt bei­de der Poli­tik Wakan­das weit­aus näher ste­hen als die Trump- und Brexit-Gegner.

Daß Klaue eine anti­kes Beil aus “Vibra­ni­um” und ande­re Arte­fak­te aus dem Zau­ber­me­tall geklaut hat, steht wie­der­um sym­bo­lisch für das Nar­ra­tiv, daß die Euro­pä­er die Afri­ka­ner beraubt und aus­ge­beu­tet hät­ten und dar­um an ihrer heu­ti­gen Unter­ent­wick­lung schul­dig sei­en. “Black Pan­ther” setzt die­ses Nar­ra­tiv völ­lig selbst­ver­ständ­lich vor­aus, und stützt damit den ver­brei­te­ten (ega­li­tär begrün­de­ten) Opfer­my­thos, nach dem sowohl die Mise­re der Afri­ka­ner als auch der Afro­ame­ri­ka­ner ein­zig und allein auf wei­ßen “Ras­sis­mus”, “Aus­beu­tung” und “Unter­drü­ckung” zurück­zu­füh­ren sei. Wakan­da wäre dem­nach Afri­ka, wie es aus­se­hen könn­te und wür­de, hät­ten die Wei­ßen es nicht so ruch­los ausgebeutet.

Mit die­ser stei­len Behaup­tung wur­de der Film schon früh bewor­ben, und genau­so wird er von wei­ten Tei­len sei­nes Publi­kums rezi­piert und von den Schau­spie­lern geprie­sen. Schwar­ze Zuschau­er träu­men davon, sich selbst als Köni­ge, Super­hel­den und Füh­rer frei­er, über­le­ge­ner, fort­schritt­li­cher schwar­zer Natio­nen zu sehen. Und Teil die­ses Traums ist natür­lich die ent­las­ten­de Vor­stel­lung, daß es allein die Schuld der Wei­ßen ist, daß sie es nicht sind, und daß es sol­che Natio­nen nicht gibt.

Das ist kei­ne harm­lo­se Sache. Bei Schwar­zen erzeu­gen sol­che Mythen Res­sen­ti­ment, bei Wei­ßen Schuldgefühle.

Sie igno­rie­ren natür­lich völ­lig die Tat­sa­che, daß sich Schwarz­afri­ka auf einem sehr nied­ri­gen Ent­wick­lungs­ni­veau befand, als die Euro­pä­er es betra­ten, daß noch nicht ein­mal das Rad war bekannt, geschwei­ge denn irgend­ei­ne Form von Mathe­ma­tik oder Schrift oder Hoch­kul­tur. Bis heu­te ist der Bei­trag von Schwar­zen zu Wis­sen­schaft und Tech­nik mini­mal, und Sili­con Val­ley ist nicht gera­de dafür bekannt, beson­ders “divers” zu sein (Wei­ße und Asia­ten domi­nie­ren). Der Durch­schnitts-IQ von schwarz­afri­ka­ni­schen Län­dern liegt zwi­schen 70–80, also dra­ma­tisch nied­ri­ger als in Euro­pa oder Südostasien.

Afri­ka­ner waren bis­lang mehr­heit­lich nicht imstan­de, ihre Roh­stof­fe effi­zi­ent zu ver­wer­ten, und auch sta­bi­le, nicht-kor­rup­te poli­ti­sche Gemein­we­sen sind eher die Aus­nah­me als die Regel, was von west­li­chen und eura­si­schen Kon­zer­nen reich­lich in “neo­ko­lo­nia­lis­ti­scher” Wei­se aus­ge­nützt wird. Afri­ka­ni­sche Herr­scher, die sich eine mon­ar­chi­sche Aura geben, sind in der Regel pom­pö­se, raf­fi­gie­ri­ge Des­po­ten, Aus­beu­ter und Schläch­ter, wie Idi Amin, Muga­be, Mobu­tu oder König Mswa­ti III,  aber kaum edle, selbst­lo­se Gestal­ten wie König T’Chal­la. Und es sind eher die Staa­ten, die lan­ge kolo­ni­siert waren, die heu­te den meis­ten Wohl­stand auf­zu­wei­sen haben.

Ser­ge Men­ga, der wohl­tu­end Tache­les reden­de Ein­wan­de­rungs­kri­ti­ker aus dem Kon­go, ruft in einem aktu­el­len Video sei­ne afri­ka­ni­schen Lands­leu­te auf, in ihre Län­der heim­zu­keh­ren, sie auf­zu­bau­en, Unter­neh­men zu grün­den, die Boden­schät­ze zu nut­zen. Der Weg nach Wakan­da wird lang und steil sein. Sich an den magisch coo­len und macht­vol­len Figu­ren des Films zu berau­schen wie an Opi­um ist das eine, aber ist die enthu­si­as­mier­te schwar­ze Com­mu­ni­ty in den USA und der “Dia­spo­ra” auch bereit, für ihren künf­ti­gen “Eth­no­staat” hart zu arbeiten?

Die unge­schmink­te Wahr­heit ist: Geschmückt mit Afro-Fol­ko­re, zeigt “Black Pan­ther” eine in die Zukunft pro­ji­zier­te Zivi­li­sa­ti­on, wie sie aus­schließ­lich Wei­ße ima­gi­niert und geplant haben und wie sie bis­her nur von Wei­ßen oder Asia­ten erbaut und tech­nisch gemeis­tert wer­den konn­te. Die Schwar­zen, die davon träu­men, schei­nen sich nicht bewußt zu sein, daß es sich um einen Traum han­delt, den Wei­ße erson­nen und ver­wirk­licht haben.

Der Film wirkt über wei­te Stre­cken wie eine Ver­fil­mung des berüch­tig­ten “We Wuz Kangz”-Memes, das sich über die “Black Egyp­ti­an Hypo­the­sis” lus­tig macht, deren Anhän­ger glau­ben, daß die alten Ägyp­ter Schwarz­afri­ka­ner waren (die Alt­right-Trol­le “Mur­doch & Mur­doch” haben das bru­talst­mög­lich per­si­fliert).

In der soge­nann­ten “Nati­on of Islam”, die für die Geschich­te der schwar­zen Iden­ti­täts­po­li­tik von gro­ßer Bedeu­tung war (der Boxer Cas­si­us Clay, der sich Muham­mad Ali nann­te, war einer ihrer berühm­tes­ten Anhän­ger – und auch er war ein ent­schie­de­ner “Iden­ti­tä­rer”), kur­siert fol­gen­der Glaube:

Die Ent­ste­hung der wei­ßen Ras­se wur­de als Ergeb­nis von Jahr­hun­der­te lan­ger „Züch­tung“ eines „bösen“ schwar­zen Wis­sen­schaft­lers (Yacub) erklärt. Das Urvolk soll nach die­ser Gene­se der Stamm von Shabazz sein, von wel­chem die Afro­ame­ri­ka­ner (und alle dun­kel­häu­ti­gen Men­schen) direkt abstam­men. (…) In der Fol­ge soll es den Wei­ßen gelun­gen sein, von der Insel, auf wel­che sie ver­bannt waren, zu ent­flie­hen. Sie unter­war­fen und ver­sklav­ten den Stamm von Shabazz (die Schwarz­afri­ka­ner), aber auch die „Brau­nen, Roten und Gel­ben“. Moses soll von Gott geschickt wor­den sein, um die Wei­ßen zu zivi­li­sie­ren, was ohne Erfolg geblie­ben sei. (Wiki­pe­dia)

Ziem­lich haar­sträu­ben­de, aber unter Schwar­zen weit ver­brei­te­te Vor­stel­lun­gen kamen auch in der Dis­kus­si­on zwi­schen Jared Tay­lor (Sezes­si­on 81/2017) und Tariq Nas­heed zuta­ge (hier iro­nisch zusam­men­ge­faßt von RamZ­Paul): Pyra­mi­den in Süd­ame­ri­ka wur­den von Schwar­zen gebaut, der gan­ze Pla­net war ein­mal von Schwar­zen bewohnt, die Grie­chen und Römer waren schwarz, anti­ke Sta­tu­en, die Wei­ße dar­stel­len, sind Fäl­schun­gen aus dem 19. Jahr­hun­dert, Wei­ße haben ledig­lich durch üble Tricks und Betrug die Welt­herr­schaft erlangt…

Es gäbe noch eine Men­ge über den Film und sei­ne Rezep­ti­on zu sagen. In die­sen Zusam­men­hang gehört auch, daß bei den dies­jäh­ri­gen Gedenk­fei­ern in Orlé­ans Jean­ne d’Arc von einer Far­bi­gen gespielt wer­den soll. Nur “Rechts­po­pu­lis­ten”, Ras­sis­ten und ähn­li­che Minus­men­schen stö­ren sich an solch einer harm­lo­sen, uner­heb­li­chen Ent­schei­dung. Der Rest schluckt gede­mü­tigt, ein­ge­schüch­tert oder gehirn­ge­wa­schen hin­un­ter, wie ihm gezielt sei­ne eige­ne Geschich­te gestoh­len wird.

Ich erwähn­te “Black Pan­ther” im Zusam­men­hang mit “Auf­bruch ins Unge­wis­se”, weil bei­de Fil­me ihre Bot­schaf­ten auf rei­ne, das Wahn­haf­te tan­gie­ren­de Phan­ta­sie grün­den und nichts­des­to­trotz einen kon­kre­ten poli­ti­schen Anspruch stel­len, der eine mit mehr, der ande­re mit weni­ger Erfolg. Und bei­de haben eine kla­re Stoß­rich­tung gegen die “wei­ße” Iden­ti­tät und Zivi­li­sa­ti­on, sind Teil des “fau­xel” (Ren­aud Camus), des Spin­nen­ge­we­bes der Des­in­for­ma­ti­on, Lüge und Wirk­lich­keits­ver­dre­hung, das unser öffent­li­ches Den­ken, Spre­chen und Wahr­neh­men ein­hüllt und verklebt.

Viel­leicht bringt “Black Pan­ther” auch Gutes mit sich, und erleich­tert die Ver­stän­di­gung zwi­schen Wei­ßen und Schwar­zen, denn er legt sei­ne Kar­ten recht ehr­lich auf den Tisch. In einem ver­que­ren Sinn ist er viel­leicht der ers­te Altright-Film.

“We wuz Queens n shiet!”
Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

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Kommentare (35)

John Haase

25. Februar 2018 14:12

We WAs KANgz anD shiet - dA Movie, Gruß an die anderen /Pol/acken hier.

Ohne den Film gesehen zu haben, fällt mein (Vor-)Urteil recht ambivalent aus. Auf der einen Seite kann man dem Film schwerlich Bosheit vorwerfen: was wäre an einem afrikanischen Königreich wie Wakanda auszusetzen? Andererseits ist die rassenbesessene Hysterie, mit der vor allem weiße Linksliberale beidseits des Atlantiks diesen Film beweihräuchern befremdlich und (ohne Übertreibung) sogar ein wenig furchteinflößend. Wenn ein Ghettonigga in diesem Film einen identitätsstiftenden Mythos sieht, dann ist das verständlich und verzeihlich, aber wenn die halbe westliche Intelligenzija in diesem Film geradezu eine Declaration of Independence des Weltschwarzentums sieht und nicht vorwiegend ein von einem Großkonzern konzipiertes und finanziertes Unterhaltungswerk, dann ist das einfach gruselig. Wenn sich unsere Gegner (die Linksliberalen, nicht die Schwarzen) schon in so etwas so hineinsteigern können - in was können sie es noch?

Man hat das Gefühl, daß die linken Hysterien immer heftiger werden, sich an immer unwichtigeren Ereignissen entzünden und immer mehr die Anbindung an die Realität verlieren. Die „Berichterstattung“ über das neueste Schoolshooting in den USA ist ebenfalls ein gutes Beispiel. Sie degenerierte sofort zu einem reinen Trump-Bashing, wobei die naheliegende Frage, warum der seit einem Jahr regierende Trump mehr für die liberale Waffengesetzgebung verantwortlich sein soll als der zuvor acht Jahre regierende Obama gar nicht gestellt wird, von der nicht ganz so naheliegenden Frage, was ein Präsident überhaupt für das Waffenrecht in Florida kann, ganz zu schweigen, denn Waffenrecht ist in den USA zu guten Teilen Ländersache.

Man erkennt die fehlende Bodenhaftung der Politiker und Journalisten auch daran, wen sie jeweils in ihren Kampagnen zu ihren Helden erheben. Im Fall der Waffengegner in den USA ist das zur Zeit eine sofort als angehende Vollzeitaktivistin erkennbare kahlköpfige Latinokampflesbe. Es ist beunruhigend, daß das ganze tonangebende Milieu eine solche Erscheinung ernsthaft als potentielle Sympahieträgerin ansieht - wie weltfremd muß man sein?

Vergleichbare Figuren in Deutschland sind Özoguz und Chebli von der SPD. Man muß schon sehr verblendet sein, wenn man diese Gestalten politisch ernst nehmen und gar verteidigen kann.

Wir als „Rechte“ haben unsere eigene Filterblase, aber wir wissen darum und sind deswegen nicht so sehr in ihr gefangen. Wir verstehen sehr wohl, warum Poggenburg, Von Storch etc. (auch teilweise durchaus berechtigte) Ablehnung erfahren. Wir wissen, daß man viele Dinge mit guten Gründen anders sehen kann als wir. Auf der Gegenseite gibt es so etwas nicht. Wie man in Trump irgendetwas anderes sehen kann als einen wahnsinnigen potentiellen Weltenzerstörer und in Özoguz usw irgendetwas anderes als legitime deutsche Politikerinnen ist den Linken völlig unverständlich, bzw. kann nur mit stärksten geistigen und/oder charakterlichen Defiziten erklärt werden.

Diese weitverbreitete Verblendung bei der immer noch mächtigsten Schicht im Westen ist einfach nur gruselig.

Benno

25. Februar 2018 18:01

"In einer anderen Szene wird er von dem stolzen Stammesführer M’Baku, der im Kampf die Maske eines Gorillas trägt, mit affenartigen Lauten zum Schweigen gebracht, als er es wagt, in seiner Gegenwart ungefragt zu sprechen."

Dann ist M’Baku wohl so etwas wie "The coolest monkey in the jungle"? Da sieht man was passiert, wenn man eine Kleiderlinie zu früh lanciert. Hätte man den Pullover etwas später angeboten, statt eines Shitstorms hätten die Macher womöglich viel Bares geerntet.

Ehrlich gesagt freuen mich die entzückten Schwarzen Gesichter auf YT, die den Film rezensieren. Wenn ein Ethnostaat bei ihnen solche Freude hervorruft, dann ist man sich auf der rechten und der farbigen Seite über das Ziel ja schon mal einig. Jetzt gilt es nur noch zusammenzusitzen und sich über den Weg dorthin einig zu werden. Es wäre schön für uns Europäer, wenn der Film in Afrika auf ähnliche Begeisterung stossen würde. Wenn die Freude sich aber ob dem gezeigten technischen Schnickschnack entzündet, dann haben wir ein Problem. Auf alle Fälle scheint mir in dem Film, im Gegensatz etwa zu einem Django, die positive Botschaft zu überwiegen. Zumindest wenn man diese von unserer Seite her genügend herausstreichen kann. Die Stolpersteine ("what Africa would have been, if white people didn't destroy it"), die ML schön herausgeschält hat, muss man dabei irgendwie umgehen oder ausblenden. Stellt sich nur die Frage, welche Art von Bildung man genossen haben muss, wenn man das Gefühl hat, Afrika, das doch gemäss der Out of Africa Theorie etwa 100'000 Jahre Zeit hatte, sich ohne die Weissen (oder was später einmal die Weissen werden sollten) zu einem Wakanda zu entwickeln, sei von den Europäern daran gehindert worden. Aber wenn man heute in der NYTimes verkünden darf, ein Fantasyfilm widerlege irgendeine in der Realität getätigte Aussage, dann verwundert einen nichts mehr.

@John Haase Ich denke Herr Lichtmesz hat schön aufgezeigt, dass es sich beim Film doch um wesentlich mehr als nur "Unterhaltungswerk" handelt, auch wenn ich natürlich ihre Meinung über die linke Abgehobenheit teile.

Apropos schwarze Jeanne d’Arc: Netflix und BBC sollen zur Zeit einen Mehrteiler über die Schlacht um Troja abdrehen, dessen publizierte Rollenverteilung ich für Fakenews halten würde, wären die Charaktere nicht auf BBC selbst abgebildet. Achilles soll doch tatsächlich vom schwarzen Schauspieler David Gyasi dargestellt werden. "Und sie (Athene) trat hinter ihn und packte den Peliden (Achilles) am Blondschopf, ihm alleine erscheinend und keinem anderen sichtbar." (Ilias, 1. Gesang) Mit etwas Sarkasmus könnte man nun sagen, es sei völlig inadäquat, den Myrmidonen mit blondem, wallendem Haupthaar, durch den glatzköpfigen Gyasi darstellen zu lassen. Aber damit ist das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht. Selbst Zeus und der mythologische Stammvater der Römer, Aeneas, werden in der Serie von Schauspielern mit ganz offensichtlich subsaharischen Wurzeln dargestellt.
In welch einer verdrehten Welt leben wir, wo ein Film in den Himmel gelobt wird, weil fast alle darin vorkommenden Schauspieler Schwarze sind, es aber als moralisch abgrundtief schlecht verteufelt wird, wenn man sich darüber echauffiert, wenn Figuren aus der europäischen Mythologie und Geschichte nicht auch von Europäern gespielt werden? Wir haben es hier mit nichts anderem als mit einem Angriff auf unser ethnokulturelles Erbe zu tun.

Pit

25. Februar 2018 18:53

Ohne Weiße wüßten die Schwarzen gar nicht, was sie behaupten sollten alles erfunden zu haben.

ALLES was Weiße gemacht haben, haben ja in Wirklichkeit Schwarze gemacht. Schwarze haben überhaupt ALLES gemacht, das müssen wir ihnen ja aus Mitleid zugestehen -> aber kommen wir zu den lustigen Problemen in der Diskriminierungs-Hierarchie: war auch Dschingis Khan schwarz? Waren auch die Samurai schwarz? D.h.: müssen auch andere als nur Weiße, also z.B. Asiaten, aus Mitleid so tun, als ob ihre gesamte Geschichte in Wirklichkeit aus Schwarzen bestanden habe?

Im Übrigen brauche ich für die Behandlung all solcher Fragen nur 1 Wort:
Weißenhaß.

silberzunge

25. Februar 2018 18:57

Gute Rezension von ML.

Die Filmbranche - schauen wir uns nur aktuell die Berlinale an - ist natürlich höchst ideologisch. Es ist "Soft Power", die die US-Amerikaner seit Langem gegen uns einsetzen.
Der Film läuft bei uns in den Massenkinos, es wird also auch von Normalbürgern häufig angeschaut werden.

Ein weiteres Stück Propaganda, das einzig und allein den Zweck verfolgt, alles Autochthone bei uns zu zersetzen und herabzuwürdigen.

RMH

25. Februar 2018 19:12

"Wakanda wäre demnach Afrika, wie es aussehen könnte und würde, hätten die Weißen es nicht so ruchlos ausgebeutet."

Wenn man schon kontrafaktische Geschichte

https://de.wikipedia.org/wiki/Kontrafaktische_Geschichte

betreibt, dann wäre doch ein Durchdenken folgender Hypothesen auch einmal recht interessant:

Wo stünde wohl Europa, wenn die Portugiesen, Spanier, später Briten, Franzosen, Belgier etc. einen großen Bogen um Afrika gemacht hätten und bestenfalls nur ein paar Versorgungsposten in Afrika errichtet hätten?
Wo wäre der gesamte Kontinent Amerika, also Nord- UND Südamerika, wenn sich die Europäer keine afrikanischen Negersklaven von den diesen Handel maßgeblich betreibenden Afrikanern und vor allem Arabern als billige Arbeitskräfte hätten andrehen lassen?

Wie auch immer, in geschichtlichen Bewertungen gibt es kein klares "schwarz und weiß"....

PS: Wenn Hollywood rein zielgruppen- und damit ergebnisorientiert Filme dreht, dann dürfte ja bald ein Asien-Super-Wunderwelt-Action Film entstehen. Bspw. Shambhala - das geheime Superreich, von dem die Geschicke der Welt bestimmt werden (ups - die Story gibt es ja schon ;) :) - die Produktion wurde aber von den Chinesen verhindert, da zu viel Tibet-Spirit im Spiel ist, was zu Fehlinterpretationen führen könnte ...)

hagustaldaz

25. Februar 2018 21:40

@ Benno

Die von Ihnen erwähnte Rollenbesetzung wundert mich überhaupt nicht mehr. Die abstruse Lehre des Afrozentrismus konnte schon seit den achtziger Jahren erheblich an Einfluß gewinnen. Damals begann der als Sinologe eigentlich fachfremde, aber namhafte Prof. Martin Bernal seine Buchreihe "Black Athena", deren erster Band als "Schwarze Athene" auch auf deutsch erschien. Mit Argumenten, die selbst einem Erich von Däniken peinlich wären, machte er den publikumswirksamen Versuch, der griechischen Antike nicht nur semitische, sondern auch afrikanische Wurzeln anzudichten. Obwohl es von kompetenter Seite zahlreiche ausführliche Widerlegungen gab, konnte das schleichende Gift in der unkundigen Öffentlichkeit an Boden gewinnen.

Davon betroffen ist auch die Wahrnehmung der Figuren Achilles und Zeus. Bernal behauptete entgegen allen Belegen, das altgriechische Wort für "blond", xanthos, sei gar keine Farbbezeichnung gewesen, sondern habe ursprünglich "heilig" bedeutet und sei ägyptischer Herkunft, genau wie der Name des Zeus, der eigentlich ein ägyptisches Wort für "König" sei. Spätestens hier bekommen Sprachwissenschaftler Lachkrämpfe, denn gerade der griechische Göttervater trägt einen durch und durch indogermanischen Namen, den auch sein indisches Äquivalent Dyaus noch trägt.

Übrigens reiten in der neuen Verfilmung des angelsächsischen Beowulf-Epos etliche Schwarze durch das Skandinavien der Völkerwanderungszeit. Auch nicht schlecht.

Cacatum non est pictum

25. Februar 2018 22:25

Die jubelpersernden Reaktionen der linksliberalen Schickeria auf den Film dekodieren doch ganz gut, was diese Leute wirklich meinen, wenn sie von Vielfalt, Toleranz und dergleichen reden. Sie wollen, daß die Weißen von der Erdoberfläche verschwinden, sonst nichts. Das ist eine genozidal-selbstdestruktive Geisteshaltung. Wer andere Ziele verfolgt - also sich und seinesgleichen schützen und zukunftsfähig halten will - kommt gar nicht umhin, jene Menschen als Feinde einzustufen und sie auch als solche zu behandeln. Ich für meinen Teil habe ein Elefantengedächtnis und werde mich später, wenn sich die politischen Determinanten verschoben haben, noch ganz genau daran erinnern, wer mir und meinesgleichen die Pest an den Hals gewünscht hat.

Alveradis

25. Februar 2018 22:56

Kann sich noch jemand an die psychologische Operation "Avatar" erinnern, die auf Weiße abzielte? Die jungen weißen Konsumenten verfielen in Depressionen, teilweise schleppen sie sich mit Selbstmordgedanken herum und wünschen sich nicht mehr weiß, sondern blau zu sein? "Avatar" verbreitete sich durch Figuren, Themenparks, den Cirque du Soleil und ein Musical weiter. Der Film traf eine ganze Alterskohorte und veränderte die Selbstwahrnehmung der Zielgruppe.

Wir sehen nun mit "Black Panther" eine weitere Stufe, die sich zunächst an Schwarze und deren Selbstwahrnehmung, aber auch gegen uns richtet, denn wer könnte diesen Zuwachs an schwarzem Selbstbewusstsein nicht begrüßen, egal ob ein Comic das auslöst, "we wuz…". Dass das jeder Grundlage entbehrt müssen wir übersehen, so tun als glaubten wir, was die Schwarzen als Labsal aufsaugen und wie fühlen sich weiße Kinder in einer Schule voller schwarzer "Black Panther" Mitschüler ? Können sie sagen " aber das ist doch nur ein Film, nicht echt"?

Hollywoodfilme sind nachhaltige Operationen am Gehirn jener, die sich diesen Operationen ausliefern und verändern gleichzeitig gezielt die gesamte Interaktion auch durch die zusätzlichen, enormen Pressekampagnen.
Hollywood und seinen psycho Projekten kann man nicht ausweichen denn selbst wenn man es versucht, verändern sie doch die psychologische Struktur der Gesellschaft, von der man Projekt um Projekt, Alterskohorte um Alterskohorte, im besten Fall immer abgetrennter lebt. Die Veränderung ist gradualistisch angelegt. Ist eine Stufe erreicht, dann geht es nicht zurück. Nicht ohne Bruch jedenfalls.

Es ist bemerkenswert, dass "Black Panther" fast gleichzeitig mit der psychologischen Operation, dem Medienereignis "Black Cheddar man" in die Kinos kommt . Im Jubel über den "schwarzen Briten" schnappte ich von der gemischtrassigen Medienpersönlichkeit, Afua Hirsch, die Begriffe "visueller und emotionaler Beweis auf. "Emotionaler Beweis"? Exakt so wird vorgegangen. Es geht um die Operation am Gehirn der Zielgruppen. Nur darum. Die psychologische Wirkung der Botschaft ist der Beweis ihrer Richtigkeit. Darauf wird dann aufgebaut, es wird erweitert, vertieft, verfestigt. Es wir unbestreitbar.

Inzwischen steht fest, dass die Hautfarbe des "Cheddar man" völlig unbekannt ist, dass kein wissenschaftlicher Nachweis für die schwarze Haut erbracht wurde. Der Artikel, in dem eine der Forscherinnen dies selbst erklärt ist hinter einer Bezahlschranke verborgen.

Es spielt also keine Rolle. Cheddar man ist schwarz, weil sein geschwärzter Kopf überall gezeigt wurde und nur irrationale Rassisten diese "wissenschaftliche Tatsache" bestreiten . Die Veränderung in den Gehirnen wurde vorgenommen und auch sämtliche Folgen bezüglich der Einwanderung, dem Selbstgefühl der Migranten und der weißen Briten wurden in einem gut koordinierten Blitzkrieg in die Hirne gepresst.
Mich hat das auch, so wie es beabsichtig ist, für einige Tage geplättet. Shell shocked .

"Avatar" und "Black Panther" sind offensichtlich Fiktionen aber sie wurden und werden durch koordinierte Pressearbeit zu "emotionalen, visuellen Beweisen" und durch die Köpfe der Zielgruppen erschaffen sie reale Veränderung, weil sie Denken und Fühlen und die Wahrnehmung verändern.

Utz

26. Februar 2018 04:45

@ Benno
Sie schreiben:
"Ehrlich gesagt freuen mich die entzückten Schwarzen Gesichter auf YT, die den Film rezensieren. Wenn ein Ethnostaat bei ihnen solche Freude hervorruft, dann ist man sich auf der rechten und der farbigen Seite über das Ziel ja schon mal einig. Jetzt gilt es nur noch zusammenzusitzen und sich über den Weg dorthin einig zu werden. "

Ich kann Ihre Freude nicht teilen. Sie sehen da eine gewisse Symmetrie und denken es könnte ein Ethnostaatboom entstehen, bei dem wir alle auf der Welt uns einig sind, daß wir wieder Ethnostaaten fördern, nach dem Motto "schwarzer Ethnostaat ist OK, weißer Ethnostaat ist OK". So wird das aber nicht funktionieren, da es ja gleichzeitig auch den von Ihnen erwähnten anderen Satz gibt ("what Africa would have been, if white people didn't destroy it"). Das hört sich alles für mich eher nach "es ist jetzt Zeit, daß wir mal am Drücker sind", oder "die Zeit der Weißen ist vorbei/sollte vorbei sein". Dann wird der schwarze Ethnostaat eventuell von Kapstadt bis Hammerfest konzipiert.

kakalu

26. Februar 2018 07:57

Wer an Wakanda "glaubt" und darüber jubelt, muß sich allerdings anstrengen, sich nicht durch Zustände wie in Simbabwe, zunehmend in Südafrika und schon lange auf Haiti irritiren zu lassen. Ein "Faktencheck" wäre für die delirierenden Phantasten allerdings unerträglich.

Franz Bettinger

26. Februar 2018 08:25

@RMH: "Wo wäre Amerika, wenn sich die Europäer dort keine afrikanischen Negersklaven von den diesen Handel maßgeblich betreibenden Afrikanern und Arabern hätten andrehen lassen?"
Ja, stimmt, es waren vor allem Araber und kollaborierende Afrikaner, die den Sklavenhandel betrieben. Nicht, dass es wichtig wäre: Wissen Sie, was die Romanfigur Robinson Crusoe von Beruf war? Sklavenhändler. Das war damals anscheinend ein ehrbarer Beruf, jedenfalls für den Autor der Robinsonade Daniel Defoe. Es ist aufschlussreich (auch im Hinblick auf den unerschütterlichen Glauben Robinsons an den lebensrettenden Aderlass nach einem Wolfsangriff in den Pyrenäen), einmal das Original (1719, The Life and Strange Adventures of Robinson Crusoe) zu lesen, darin vor allem die heute unterdrückte Vor- und Nachgeschichte - und nicht nur die Insel-Episode. Tempus fugit, und mit ihr die Moden.

Alveradis

26. Februar 2018 09:01

Weil ich, was sich als Fehler erweist, nie Interesse an Comics hatte war ich neugierig darauf, wer das Königreich Wakanda eigentliche erschaffen hat und nahm an, es würde sich um einen schwarzen Autor handeln, der seinen Brüdern und Schwestern eine schöne und stärkende Erzählung schenken wollte.
Laut Wiki stammt die Idee allerdings überhaupt nicht von einem Afroamerikaner. Stanley Martin Lieber (Stan Lee) und Jakob Kurtzberg ( Jack Kirby) werden als Schöpfer von "Wakanda" genannt.

Das macht die Sache noch wesentlich tragischer. Das neue schwarze Selbstbewusstsein, die ganz neue Wahrnehmung , die "kulturelle Zeitenwende", die dankbar aufgesaugt und all überall gefeiert werden haben keinen schwarzen Ursprung!

Gesunder Schwarzer Stolz könnte durch Erzählungen aufgebaut werden, die eine reale historische Anbindung haben, sagen wir mal das Riesenreich Mali und die Universität von Timbuktu, die zu den ersten Universitäten der Welt gehört. Gesunder schwarzer Stolz würde durch historische Erzählungen sowohl die eigene Größe als auch Mechanismen kennen lernen, die schwarze Entwicklung bremsen.

Der Haken an der Sache ist allerdings, dass in dieser Erzählung Weiße nicht als Zerstörer vorkommen, denn das Königreich zerfiel und wurde von Marokko zerlegt bevor Weiße dort die Bühne betraten. Weiße sind sogar daran beteiligt das kulturelle Erbe zu sichern und zu rekonstruieren. Die gegenseitige Wahrnehmung könnte tatsächlich zum Nutzen Weißer und Schwarzer verändert werden und vor allem
die Schärfe aus der interrassischen Kommunikation genommen werden. Nicht gewünscht.

"Wakanda" das Traumreich für Schwarze ist eine Falle, in die Schwarze durch die positiven Gefühle, die die Erzählung auslöst, hineinlaufen und die sie dem ( wenngleich geächteten) Spott durch Weiße oder einem verlogenen weißen Paternalismus aussetzt. "Wakanda" bietet, als fremde Fiktion, keine Verbindungswege in die schwarze Lebensrealität und für diese unüberbrückbare Kluft wird nur der Hass auf Weiße als psychologische Entlastung angeboten, die in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft schwarzer Größe im Weg standen, stehen und wenn sie nicht beiseite gedrängt werden stehen werden.

Ich teile den " we wuz" Humor nicht, der sich so erfolgreich innerhalb der weißen Szene verbreitet hat. Ich verstehe, dass dieser Humor psychologische Entlastung bringt aber das ist nur ein zeitlich begrenztes Gefühl und verschärft nur den Hass, wie auch die Repression ohne Wissen zu vermitteln. Es ist mir auch immer peinlich, wenn bei diesen Trollstürmen hochgradig primitive Schwarz Weiß Narrative in Umlauf gebracht werden.

Es ist richtig, dass der Durchschnitts- IQ so unterschiedlich ist, aber auch wir Weißen sind nicht allesamt Atomphysiker. Wir waren nicht alle Könige.

Wenn wir nach Großbritannien sehen, dann sehen wir ein Stück unserer Zukunft. Weiße Jungen sind dort die erfolgloseste Gruppe im Schulsystem. Wenn sich das fortsetzt und ausbreite, dann werden die ungebildeten jungen weißen Männer sich nur noch an rudimentären Vorstellungen eines "we wuz" festklammern können und sich dem allgemeinen Gelächter aussetzen und es gibt ausreichend Schwarze und Braune, die bereits jetzt so viel besser für die psychologische Kriegsführung ausgebildet sind als viele der Trollsturm Aktivisten, die sich an den hässlichen Negerbildchen emotional aufrichten.

Wir haben keine Zeit mehr für billigen Humor. Wir stehen als Weiße auch intellektuell mit dem Rücken an der Wand. Der weiße Mann läuft Gefahr die Trottelrolle auszufüllen. Die "emotionalen Beweise" zu widerlegen erfordert Wissen und Intelligenz. Die im Schulsystem vernachlässigten Jungen und jungen Männer brauchen kein umgekehrtes "Wakanda" und keine billigen Witze sondern Schulung.

Hartwig aus LG8

26. Februar 2018 10:47

Weiss denn jemand, wo man erschwinglich ein paar hundert "It's ok to be white"-Aufkleber bestellen kann?

RMH

26. Februar 2018 10:49

"Wir haben keine Zeit mehr für billigen Humor"

Einer geht aber noch, oder?

"... "Black Athena",... "Schwarze Athene" ... . Mit Argumenten, ..., machte er den publikumswirksamen Versuch, der griechischen Antike ..., ...auch afrikanische Wurzeln anzudichten."

Ein Blick auf die Artefakte dieser Zeit (Statuen, Bilder auf Tongefäßen etc.) zeigt deutlich, dass die dort dargestellten Penislängen (Ausnahmen: Pan etc.) nicht dem schwarzen Selbstempfinden genügen können und damit hat diese Theorie dann mal wieder buchstäblich den "Kürzeren" gezogen.

Spaß beiseite, Thema ist Ernst und am Ende wird kein schwarz und kein weiß mehr stehen, sondern eben Milchkaffee-Braun.

@Franz Bettinger,
Ja, habe erst vor kurzem eine Originalfassung von Defoe gelesen (und habe es dann meinen Kindern nicht vorgelesen - stattdessen kam die "Schatzinsel" dran). Total politisch unkorrekt, der Roman - der erschießt an Tieren ja alles auf vier Beinen, was sich nicht schnell genug davon machen kann. Zudem wird der Kannibalismus heutzutage ja in den Bereich der reinen Theorie, ja allenfalls "Kulthandlung" verbannt (man lese sich nur einmal den Wikiblödia-Eintrag dazu durch). Über Jahrhunderte galt er jedenfalls als Tatsache und selbst ich kann mich noch an einen alten Missionar erinnern, der in Papua Neuguinea war und uns in der Schule davon berichtete, dass es einer der Segnungen der Mission war, die Menschen dort davon abzubringen - natürlich kam es dann doch auch hin und wieder zur "Sünde", so wie sie eben immer passiert, sobald sie definiert wurde.

Marc_Aurel

26. Februar 2018 13:16

Wo Afrika wäre, wenn es der weiße Mann nie betreten hätte, das kann man sich ohne viel Phantasie haben zu müssen leicht vorstellen, nämlich mit hoher Wahrscheinlichkeit dort, wo es vorher auch schon war: Hubschrauber mit neugierigen Journalisten und Wissenschaftlern an Bord, auf Erkundungstour auf dem unbekannten Kontinent, würden vom Boden aus mit Pfeil und Bogen beschossen werden, sobald sie sich den Dörfern der Eingeborenen zu weit nähern, vielleicht würde man die fliegenden Maschinen auch als Götter anbeten, man weiß es nicht.

Ob der Kolonialismus in seiner Gesamtheit für Afrika gut war, darüber kann man dennoch streiten, denn immerhin kam man im vorkolonialen Afrika ja irgendwie klar, man hatte seine gewachsenen Stammeskulturen und war eingebettet in ein sinnvolles Ganzes. Durch den Kolonialismus nun hielt der wissenschaftlich-technische Fortschritt Einzug, ohne dass diese Ur-Gesellschaften dafür bereit gewesen wären, entsprechend zerrissen stehen sie nun da: die alte Ordnung ist zerschlagen, eine Rückkehr kaum möglich, die neue will (oder kann ihnen vielleicht auch nicht) gelingen, jedenfalls nicht auf die Schnelle. Man kann eben nicht einfach 2000-3000 Jahre Entwicklungsgeschichte in wenigen Jahrhunderten überspringen, technisch vielleicht (mit fremder Hilfe), aber nicht gesellschaftlich.

Warum nun die aus Afrika ausgewanderten Stämme im Laufe der Geschichte ihre alten Brüder überholten - nun meine Theorie dazu: es liegt wahrscheinlich hauptsächlich am Klima. In Afrika genügt es, aufgrund der günstigen klimatischen Bedingungen, mehr oder weniger nackt herum zu laufen und jagen zu gehen, in anderen Teilen der Welt aber wird man so keinen Winter überleben – wer zum Beispiel im Norden überleben will, muss ganz zwangsläufig erfinderisch werden oder er kann sich im Norden nicht halten.

John Haase

26. Februar 2018 16:10

@Hartwig aus LG8
Bestell oder kauf Dir Versandetiketten in DINA5 für den Drucker und mach die mit Word einfach selber.
Normalerweise lohnt sich Aufkleber oder Flugblätter selber drucken überhaupt gar nicht, aber bei einfachem Schwarz auf Weiß kann man das auch zuhause machen. Kostet nur minimal mehr.

Wolfram Amadeus

26. Februar 2018 17:24

Erinnert mich an Karl May, der, nach sozialen Problemen und Gefängnisaufenthalt, sich in seinen Büchern in eine souveräne, überlegene und moralisch einwandfreie Existenz hineinphantsiert hat. Millionen Jugendliche haben seine Bücher verschlungen. Geht mir manchmal genauso, die reale Trostlosigkeit mit ein paar hübschen Tagträumen hinter sich lassen. Der Film könnte auf der gleichen Schiene unterwegs sein.

Alveradis

26. Februar 2018 18:33

RMH
Ich bedanke mich dafür, dass Sie Martin Bernal hier ins Spiel brachten, denn der Name war mir unbekannt. Der Blick in seinen englischen Wiki Eintrag lohnt sich durchaus. Ich hab dann kurz weiter geschaut.

Die politische Intention seiner Bücher beschreibt er so: " “The political purpose of ‘Black Athena,’ is, of course, to lessen European cultural arrogance.”

Also - " Der politische Zweck von "Black Athena ist natürlich, die europäische kulturelle Arroganz zu mindern" (NY Times - Martin Bernal - Black Athena - scholar dies at 76 )

Seinen Weg zum diesem Thema erklärte er mit dem erwachenden Bewusstwerden seiner jüdischen Identitätsanteile, die ihn zur Beschäftigung mit dem Kulturraum Naher Osten, den Sprachen dann mit dem antiken Griechenland führten.
"Eventually he came to the conclusion that Greek culture has been misrepresented as Indo-European in origin when in fact it is likely largely African or Semitic."

"Schließlich kam er zu dem Ergebnis, dass die griechische Kultur fälschlich als in ihrem Ursprung indoeuropäisch interpretiert worden war obgleich sie zu großen Teilen afrikanisch oder semitisch ist."
(Vassar. edu)

“The Afroasiatic Roots of Classical Civilization: The Fabrication of Ancient Greece — 1785-1985,"

Die afroasiatischen Wurzeln der klassischen Zivilisation: die Fabrikation des antiken Griechenland - 1785-1985 ist entsprechend der erste Band betitelt. Schwarze Athene, der Titel scheint ja nun sehr bewusst provokativ gewählt zu sein. Jedenfalls war die Reaktion pro oder kontra im akademischen Umfeld in zwei etwa gleich große Lager gespalten. (Vassar Colledge - edu old_courses/crosscurrents2001/blackathena/reaction.html)

Die "Gegenseite" wurde als politisch konservativ und daher voreingenommen bezeichnet. Und die political correctness spielte Bernal vermutlich durchaus in die Hände. Er schrieb: "Mary Lefkowitz believes that another and more significant reason why her colleagues let her down, was the fear of being labeled as racist."

"Mary Lefkowitz glaubt, das ein anderer und signifikanter Grund dafür, dass ihre Kollegen sie hängen lassen, die Angst ist als Rassist zu bezeichnet werden."

Unwahrscheinlich klingt das jedenfalls nicht. Leifcowitz war wohl eine der lautesten Stimmen der "Gegenseite". Ich kenne ihre Kritik so wenig wie Bernals Bücher. Es werden ja häufig Lager gebildet um eine Sache richtig hoch zu kochen und daher nannte Leifcowitz ihr Gegenbuch "Not out of Africa".

Ich finde solche Überspitzungen überflüssig, wenn das Ziel eine echte wissenschaftliche Diskussion sein soll. Naja.

In Ihrem Buch "Black Athena Revisited" ließ sie dann eine bunte Schar zu Wort kommen. "Young and old, black and white, male and female, European and American, and within the United States, from all parts of the country.
"Jung und Alt, schwarz und weiß, Männer und Frauen, Europäer und Amerikaner und innerhalb der Vereinigten Staaten aus allen Teilen des Landes". Hört sich das nicht auch wie ein Aushandeln unter identitätspolitischen Vorgaben an?

Im Verlauf der Auseinandersetzung scheint es jedenfalls gelungen zu sein, das Thema zu politisieren und die ältere europäische Geschichtsforschung in einer größeren öffentlichen Debatte, die ja auch in der Presse geführt wird, als antisemitisch und rassistisch zu stigmatisieren. Dadurch wurden deren Erkenntnisse natürlich rundum entwertet. Es wird bekanntlich schwer sich auf geächtete Autoren zu beziehen oder Forschungsrichtungen weiter zu führen, wenn der gesamte Bereich plötzlich unter dem Verdacht des Antisemitismus /Rassismus steht. Junge Wissenschaftler werden vorsichtig überlegen, welchen Weg sie einschlagen.

Wie erfolgreich Bernal dabei war, in den einzelnen Forschungsgebieten, er bearbeitete etliche Felder in seinen "Black Athena" Büchern, das gewünschte Umdenken einzuleiten , kann ich nicht beurteilen. Eine Langzeitwirkung ist aber auch dann möglich, wenn die ältere Forschergeneration abtritt und mit ihnen ein Wissensschatz und antirassistischere Kräfte die Arbeit übernehmen. Stellenbesetzungen sind ohnehin immer politisch.

Für uns ist die Debatte durchaus interessant, denn :

Mr. Bernal was asked in 1993 if his thesis in “Black Athena” was “anti-European.” He replied: “My enemy is not Europe, it’s purity — the idea that purity ever exists, or that if it does exist, that it is somehow more culturally creative than mixture. I believe that the civilization of Greece is so attractive precisely because of those mixtures.”

"Im Jahr 1993 wurde Herr Bernal gefragt, ob seine Thesis in "Black Athena" "anti-europäisch sei". Er antwortete." Mein Feind ist nicht Europa, die Reinheit ist es - die Idee, dass Reinheit je existierte oder wenn sie existiert, dass sie irgendwie kulturell kreativer sei als ein Mix. Ich glaube, dass die Zivilisation Griechenlands, gerade wegen dieser Vermischungen so attraktiv ist."

Tja. Ich denke, dass es Bernal um eine Wahrnehmungsänderung und auch, das ist ja belegt, die Demütigung der "arroganten Europäer" ging. Er selbst sagte von sich auf keinem der von ihm behandelten Gebiete ein Experte zu sein. Es ging ihm nur darum das traditionelle Bild der Europäer von sich selbst aufzulösen und unsere Geschichte unter den inzwischen im Übermaß bekannten politischen Vorgaben als Verhandlungsmasse frei zu geben. Falls er zur Zeit auch nicht allgemein bekannt ist, vielleicht wird er ja in Griechenland eingesetzt, mir war er jedenfalls unbekannt, seine Vorstellungen sind jedenfalls allgegenwärtig.

Benno

26. Februar 2018 18:44

@ Utz Ich verstehe natürlich Ihre Bedenken und will sie auch gar nicht in Abrede stellen. Ich wollte lediglich einen positiven Aspekt einer Geschichte hervorheben, die über mehrere Ebenen verfügt. Ich finde das ist durchaus ein Anknüpfungspunkt. Man kann künftig zumindest darauf hinweisen, dass in einer seit Jahrhunderten multirassischen Gesellschaft, selbst viele Angehörige der schwarzen Minderheit ein Erweckungserlebnis haben, wenn sie einen Film mit schwarzer Besetzung zusammen mit einem schwarzen Publikum anschauen können. Nach Jahren der erzwungenen Integration sind die verschiedenen Gruppen offenbar immer noch am liebsten unter sich. Das ist in meinen Augen der zentrale Punkt dieser Facette der Ereignisse. Was sich diese Leute konkret dabei denken, ist in diesem Zusammenhang sekundär.

Franz Bettinger

26. Februar 2018 19:13

"It's okay to be white". Das ist ein klares Statement. Wer solche Buttons auftreiben oder herstellen kann, möge mir bitte 50 zuschicken (gegen Bezahlung selbstverständlich). Danke.

Stil-Bluete

26. Februar 2018 19:37

https://morgenwacht.wordpress.com/2014/05/13/der-schwarze-grundzustand/

Frank Böckelmann, Die Gelben, die Schwarzen, die Weißen. Frankfurt am Main. 1998. (sicher über Antaios zu bestellen)

herbstlicht

26. Februar 2018 22:45

"Black Athena", @Alveradis

Gegenwärtig werden die Entstehung und Verwandtschaftsbeziehungen der Völker durch DNA-Analysen aufgeklärt; also bemühte ich kurz die Suchmaschine:

https://www.sciencemag.org/news/2017/08/greeks-really-do-have-near-mythical-origins-ancient-dna-reveals

"Black Anthena" ist also leeres Geschwätz.

@ML: »Tatsache, daß sich Schwarzafrika auf einem steinzeitlichem Entwicklungsniveau befand,«

Das ist ja wohl falsch; siehe etwa

https://en.wikipedia.org/wiki/Iron_metallurgy_in_Africa#Archaeological_evidence_for_the_origins_and_spread_of_iron_production_in_Africa

Andreas Walter

27. Februar 2018 01:48

Interessant, dass einige hier auf die Fakten verweisen.

Wobei doch auch das Beispiel "Wakanda" zeigt, dass Fakten vollkommen irrelevant sind, sowohl für den Geschichtsverlauf wie auch für das spätere Narrativ über bereits vergangene Geschichte.

Um Beides einschließlich des Bewusstseins der Mehrheit der Protagonisten aber auch Zuschauer zu manipulieren zählen nämlich ganz andere Dinge, wie auch schon Edward Bernays wusste.

Was nützt es einem also im Besitz der Wahrheit zu sein, wenn man bereits in ein über die gleichen Medien ebenso künstlich erschaffenes Irrenhaus eingewiesen wurde.

Aus dem Grund haben bei mir die von Martin ausgesuchten "Fans von Wakanda" auf YouTube die letzten Tage sogar echte Gänsehaut ausgelöst. Weil sie mir wieder die Naivität, das mangelnde Denkvermögen und auch die Unwissenheit der meisten Menschen vor Augen geführt haben.

Das ist alles darum nur noch ein reiner Psychokrieg, der mittlerweile auf allen Kanälen geführt wird, und zwar hauptsächlich gegen uns, den weissen Mann, der, wenn er das nicht klaglos hinnimmt, automatisch dann zum Nazi deklariert wird. Die einzige Waffe, die sie anscheinend haben, neben noch ein bisschen Kolonialismus.

Eine Catch 22 Situation, denn um das zu überleben bleibt uns ja gar nichts anderes übrig als real zu kämpfen, weil wir nicht über die gleiche Propagandamaschine verfügen wie unsere Henker. Die übrigens heute schon so ausgefeilt ist, dass sie sogar in Echtzeit auf jede unserer Bewegungen und Argumente reagieren kann, mit immer neuer Propaganda - und das auch tut. All unser Wissen auch um die Fakten wiegt in diesem Krieg daher wenig, weil uns, weil sie niemand hört, uns niemand anhören will. Weil wir zum einen die Rufer in der Wüste sind, die Überbringer schlechter und unbequemer Nachrichten, und zudem über Wissen verfügen, das unbedingt im Dunkeln, in der Schublade bleiben soll. Das aber genau ist das einzige Druckmittel, was uns darum bleibt. Die Wahrheit über "Wakanda". Das es "Wakanda" so wie heute behauptet nie gegeben hat. Weil allein schon technisch nicht möglich so wie beschrieben. Auch "Vibranium" darum einem ganz anderen Zweck wie heute behauptet gedient hat, nämlich tatsächlich dem, für den es vorgesehen war. Die Wahrheit über "Wakanda" in aller Munde wird euch darum frei machen.

herbstlicht

27. Februar 2018 09:34

Auf Grund des Walterschen Beitrags stellte sich mir die Frage nach der Durchschlagskraft solcher Machwerke wie "Black Athena: The Afroasiatic Roots of Classical Civilization". Schaue mir also die Bewertungen beim Ami-Amazonas an: insgesamt 104, davon 36% fünf Sterne, 39% einen Stern.

Leute, welche Dinge wie Differentialgleichungen oder Maschinensprache verstehen --- also mitarbeiten können an autonomen Waffensystemen --- werden sich eher in der zweiten Gruppe finden.

Benno

27. Februar 2018 09:54

@ Herbstlicht Lichtmesz hat mit seiner Aussage über die Steinzeit nicht ganz recht, richtig, aber er hat auch nicht völlig unrecht.

ML: Ich habe das im Text korrigiert, es war zu überspitzt formuliert. Gewiß gab es hier starke regionale Unterschiede.

Die San in Südafrika lebten zur Zeit als die Holländer in der Region auftauchten, also zur Mitte des 17. Jahrhunderts, tatsächlich noch in der Steinzeit. Archäologische Funde weisen zudem darauf hin, dass es in den letzten 2000-3000 Jahren keinen nennenswerten Wandel in ihrer Lebensweise gab (wahrscheinlich noch länger). Die viehzüchtenden Völker in der Region taten dies erst etwa ab dem 3. Jahrhundert. Wobei von zielgerichteter Zucht wohl nicht die Rede sein konnte. Übrigens auch nicht bei den Bantunegern, von denen sie diese Technik wahrscheinlich auch übernahmen. Im Gegensatz zu den Völkern der Kapregion war das Eisen bei den Bantus aber bekannt, wie in ihrem Link nachzulesen ist.
Zu behaupten, die Europäer seien aber in dem spärlich entwickelten Afrika genau dann auf den Plan getreten, als die Einheimischen - die bis anhin kein Rad, keine Schrift und keine domestizierten Reittiere kannten - im Begriff waren, eine technologisch hochstehende Gesellschaft aufzubauen (und hätten sie daran gehindert), entbehrt jeder rationalen Grundlage.
Viel eher noch könnte man behaupten, gewisse Regionen Afrikas seien dadurch, dass sie über Jahrhunderte als arabisches Sklavenreservoir gedient haben, in ihrer Entwicklung gehemmt worden. Aber diese Behauptung wird wohl niemals populär, weil es bei den Arabern nichts zu holen gibt, man kann ihnen kein schlechtes Gewissen machen.
Und selbst unter dieser Annahme muss man sich fragen, warum 200 Jahre nach der Abschaffung der Sklaverei durch die Briten und andere Europäer, die dies in Afrika auch mit Waffengewalt durchgesetzt haben und ein halbes Jahrhundert nach dem Ende des Kolonialismus, Afrika noch im grossmehrheitlich ein Armenhaus ist, während andere Regionen dieser Welt, welche auch unter europäischem Einfluss standen, zu wirtschaftlichen Gegenspielern heranwuchsen.

Alveradis

27. Februar 2018 10:20

herbstlicht,

danke für die Ergänzung. Der Buchtitel scheint aber wegen des Knalleffekts so irreführend gewählt worden zu sein. Ich hab nicht allzu viel darüber gelesen aber der Schwerpunkt liegt wohl auf Sprache, Kultur und den religiösen Symbolen. Kann mich auch irren.

Ich denke, das dieses "Black Athena" sich als Bild einbrennen und den sowieso tobenden Kampf zwischen Schwarzen und Weißen einfach weiter anschieben sollte. Es geht in den Büchern aber wohl nicht darum, zu behaupten, die Griechen seien genetisch Afrikaner ( na das wir sind ja angeblich alle), sondern darum den afrikanischen und den semitischen Einfluss als die entscheidenden Quellen der griechischen Antike zu installieren und gleichzeitig darum, die Auffassung von einer eigenständigen griechischen/ europäischen Kultur zum Rassismus zu erklären. Ich las auch, dass es dabei nicht um Schwarzafrika geht sondern den größeren Mittelmeer Raum.

Das Schlimme ist, dass es für die meisten von uns und da schließe ich mich ein, keinen ausreichend festen Boden an Wissen und Spezialkenntnissen gibt, von dem aus wir diese permanente Nagerei abwehren und andere aufklären können.

Zu Ihrem zweiten Hinweis - Steinzeit/Afrika - Ich denke, dass es absolut unnötig ist, Afrikaner so vergröbert in einen Topf zu werfen. Wenn Timbuktu eine Universität hatte bevor Heidelberg eine hatte, wirft mich das nicht um. Wenn wir so tun als hätte es diese Uni nicht gegeben, machen wir uns lächerlich. Falsche Behauptungen sollten nicht unsere Sache sein und obendrein ist es peinlich, wenn unsere Seite einfach nur ignorant wirkt. Das wird uns sowieso vorgeworfen also müssen wir nicht noch daran arbeiten es auch zu werden.

Hinzu kommt, dass ich die Annahme, dass wir an Größe verlieren, wenn Afrikaner ebenfalls eigenständige Entwicklungsschritte gemacht haben, die wir auch in unserer Entwicklung als wichtige Schritte ansehen, nicht teile. Ich gehe davon aus, dass Entwicklungen und Ideen sowohl unabhängig voneinander in verschiedenen Regionen auftauchen , wie auch auf Austausch beruhen können. Unsere Entwicklung fasse ich auch nicht wie ein Wettrennen auf, also nur im Vergleich zu anderen, sondern halt als unseren Weg. Er ist mir Wichtig, weil es unser Hintergrund ist. Aber genau dieses entspannte Verhältnis zur eigenen Identität soll ja kaputt gemacht werden. Wir müssen kämpfen aber wir müssen nicht die Spielregeln unserer Feinde übernehmen, die dieses Gegeneinander nur verschärfen wollen.

Darum hab ich mich auch gegen diese groben Meme ausgesprochen. Sie machen uns nicht klüger. Ich hege keine große Begeisterung für afrikanische Kultur aber ich sehe doch, dass die Globalisierung die Afrikaner genauso entwurzelt und entwürdigt wie uns und das traurige Ergebnis flutet sichtbar unsere Städte.
Und mit diesem "Wakanda" wird Afrikanern ein Luftschloss hingestellt, das ihnen nur eine weitere falsche Identität einhämmert und sie noch mehr von sich selbst entfernt. Man füllt sie auf wie Gefäße, damit man sie kontrollieren und lenken kann.

Alveradis

27. Februar 2018 11:46

@Andreas Walter,

Sehe ich auch so.

"Eine Catch 22 Situation, denn um das zu überleben bleibt uns ja gar nichts anderes übrig als real zu kämpfen, weil wir nicht über die gleiche Propagandamaschine verfügen wie unsere Henker. Die übrigens heute schon so ausgefeilt ist, dass sie sogar in Echtzeit auf jede unserer Bewegungen und Argumente reagieren kann, mit immer neuer Propaganda - und das auch tut."

Und uns sogar hinter eigens für diesen Zweck bereitgestellten "Gegenargumenten" sammelt. Wer's noch nicht kennt sollte sich unbedingt Adam Curtis - "How Propaganda turned Russian politics into Theater" ansehen. Ebenfalls interessant nachzusehen: Robert Mercer - Cambridge Analytica.

Zu glauben, man sei nicht manipulierbar, ist ein sicheres Anzeichen dafür, dass man manipuliert wird. Die "rote Pille", die einen imprägniert, gibt es nicht. Man kann nur lernen, wie es gemacht wird, um nach und nach ein Gespür zu entwickeln. Wenn man sich aber den ganzen Aufwand anschaut, der nötig ist unsere Gedanken und Gefühle zu kontrollieren, kann man stolz darauf sein es überhaupt zu merken, wenn man mal wieder auf eine Manipulation hereingefallen ist.

Vor emotionalen Triggern kann man sich, fürchte ich, nicht schützen sondern nur die Wirkung dadurch verkürzen, dass man sich den eigenen Reflex bewusst macht.

herbstlicht
27. Februar 2018 09:34

Auf Grund des Walterschen Beitrags stellte sich mir die Frage nach der Durchschlagskraft solcher Machwerke wie "Black Athena: The Afroasiatic Roots of Classical Civilization". Schaue mir also die Bewertungen beim Ami-Amazonas an: insgesamt 104, davon 36% fünf Sterne, 39% einen Stern.

Leute, welche Dinge wie Differentialgleichungen oder Maschinensprache verstehen --- also mitarbeiten können an autonomen Waffensystemen --- werden sich eher in der zweiten Gruppe finden."

Das ist gut möglich, aber leider stimmen die nicht über die historischen Narrative ab, die uns verordnet werden. Das tun ausgewählte Kreise, die jede fundierte Kritik einfach ausschließen und sich unterstützende Gruppen, die endlich nicht mehr ausgeschlossen und in ihr Recht an unserer Geschichte eingesetzt werden wollen, aus dem Bereich der Identitätspolitik ran karren.
Heyho, wo es am besten war, war Europa immer schon semitisch/afrikanisch. Das ist es ja was das Buch propagiert. Lasst sie rein, sie haben Euch schon damals "Eure" Kultur geschenkt.

Ich denke, der Inhalt des Buches war natürlich nur an die kleine Gruppe der Spezialakademiker und der Titel an das emotional zu triggernde allgemeine Publikum gerichtet.

RMH hat ja beispielhaft gezeigt wie der Reflex , durch das eingepflanzte Bild, funktioniert.Man denkt ja da schon gleich Kongo oder so!

Barnel sagte auch, dass er all die Gebiete angerissen hat, obgleich er auf keinem davon ein Fachmann ist, damit jüngere Akademiker sich darauf werfen. Er hat so zu sagen ein Wegenetz gelegt dessen Pfade allesamt die Abschaffung der europäischen Antike als Zielpunkt haben und gleichzeitig hat er alle anderen Wege durch den Rassismus/ Antisemitismus Vorwurf möglichst dicht versperrt. Er wollte ausdrücklich in die Zukunft wirken.

Na, jedenfalls sind wir nun gewarnt, denn wir werden es bestimmt irgendwann zu hören bekommen, dass die griechische Antike mit Europa nix zu tun hat. Es liegt doch regelrecht in der Luft.

heinrichbrueck

27. Februar 2018 13:39

Das Gedächtnis eines Volkes kann nur durch Vermischung ausgelöscht werden. Danach ist ein Verstehen nicht mehr möglich. Steht schon in den Veden. Und hier kommt die Demokratie ins Spiel, die das Königtum verleugnet. Die Naturgesetze aushebeln können sie nicht. Also kommt Schwachheit und Niedergang; werden keine Könige mehr geboren.
Sind die Vorbilder Müll, können die Nachbilder keine Könige sein.

Andreas Walter

27. Februar 2018 15:31

Ja, mein liebes herbstlicht, doch bedenken Sie dabei bitte auch, wie viele Menschen überhaupt (noch) Bücher lesen, selbst in den Industrienationen, und wenn ja, dann Welche.

Das es trotzdem Menschen gibt, die Schmu erkennen sehe ich ja auch hier, doch das sind selbst in Deutschland nur 10%, die durch den Nebel sehen, zu sehen versuchen. Ich zeige Ihnen darum jetzt mal was:

"KenFM zeigt: Zensur – die organisierte Manipulation der Wikipedia und anderer Medien", auf YouTube

Durch Charaktere aus dem Comic-Universum? Ab 01:05:50

Ob das Problem der Desinformation, von dem ich auch schreibe, schon mit der Bibel beginnt weiß ich nicht, doch mit Sicherheit begann es mit dem Buchdruck dank Gutenberg ab etwa 1450, von den Bänkelsängern, Jahrmarkttheaterleuten und Quacksalbern auch in der Zeit davor mal ganz abgesehen. Denn wie verbreiten sich, "reisen" denn Informationen und auch schon damals durch wen? Zumindest die aus und für das einfache Volk (die Masse)?

Mit anderen Worten: Das Phänomen, wenn man es als das bezeichnen möchte, begann nicht erst vor 70 oder 150 Jahren, sondern zieht sich bereits durch die gesamte Geschichte der Menschheit bis womöglich zurück zu den Ägyptern. Darum Szenenwechsel:

"At the peak of the Eemian, the Northern Hemisphere winters were generally warmer and wetter than now, though some areas were actually slightly cooler than today. The hippopotamus was distributed as far north as the rivers Rhine and Thames.[4]" Wikipedia, "Eemian"

Flusspferde (Nilpferde) also sogar an Rhein und Themse während der Eem "Warmzeit" vor 120.000 Jahren? Nun, in der Regel werden Kadaver tatsächlich nicht flussaufwärts gespült und für eine Windhose ist so ein Nilpferd definitiv auch zu schwer, zumindest um von Afrika bis nach Europa gehoben zu werden.

Das Eem Interglazial (eine Warmzeit innerhalb einer Eiszeit) zog sich wohl über etwa 15.000 Jahre. Die "ersten" Prä-Neandertaler könnten daher tatsächlich noch "people of color" gewesen sein, doch das widerspricht dann eigentlich der Auffassung, dass die weisse Hautfarbe und Blond rezessiv sind. Hihihi, oder waren die Schwarzen dann später im Schnee leichter aus- und dadurch niederzumachen? Natürlich nicht. Doch wie sind die Weissen dann überhaupt weiss geworden? Ha! Durch schwarzen "Rassismus" (Hautfarbenismus).

"Albinos in Afrika | Galileo | ProSieben", auf YouTube

Oder mal albinos africa (englisch) auf YouTube eingeben.

Wir wissen also nichts, doch Propaganda erzählt trotzdem was sie will und was ihr gerade in den ideologischen Kram passt. Mowgli aber war in Wirklichkeit ein Weisser, ein Albino, und die Geschichte hat sich darum in Europa vor 120.000 Jahren abgespielt, nicht in Afrika. Zum Glück war er aber nicht der einzige Ausgestossene, Verfolgte, und so sind dann die Weissen entstanden. Bis heute haben sie darum aber auch nicht vergessen, was ihnen damals angetan wurde, von ihren eigenen Leuten, den schwarzen Neandertalern.

Benno

27. Februar 2018 16:27

"Unsere Entwicklung fasse ich auch nicht wie ein Wettrennen auf, also nur im Vergleich zu anderen, sondern halt als unseren Weg."

Sehe ich auch so. Deshalb halte ich Entwicklung auch nicht für ein Exportgut wie Autos, das man für viel Geld in Afrika installieren könnte.

"Na, jedenfalls sind wir nun gewarnt, denn wir werden es bestimmt irgendwann zu hören bekommen, dass die griechische Antike mit Europa nix zu tun hat. Es liegt doch regelrecht in der Luft."

Zumindest in meinem Fall ist das schon lange passiert. Ich besuchte einmal eine Vorlesung, deren Thema zwar nicht die griechische Antike war, trotzdem sah sich der Herr Professor einmal dazu genötig, in einem Nebensatz zu sagen, die Griechen seien sowieso keine Europäer gewesen. In der Pause war diese Vorlesungsreihe für mich gelaufen. Ich bin nie wieder hingegangen.

"Das ist gut möglich, aber leider stimmen die nicht über die historischen Narrative ab, die uns verordnet werden. "

Den Leuten die unsere Kultur verdrehen wollen/wollten, war schon klar, dass man dies nicht mit Mathematik und Physik tun kann. Die zog es in die Sozialwissenschaften, wie man am historischen Beispiel Frankfurt unschwer erkennen kann.

Anna-Lena

27. Februar 2018 18:42

"we wuz kangs before da ebil white stole da shiieet"

Ich sehe schon am ersten Kommentar:

Hier versteht man sich :)

Andreas Walter

28. Februar 2018 04:48

Doch um niemand zu sehr zu verwirren, zu verunsichern oder zu täuschen muss ich mein absichtliches Spiel der möglichen Falschinformationen, oder vielleicht auch nicht, aufklären:

Flusspferde (Löwen, Elefanten, usw.) in Europa vor 120.000 Jahren? Ja, ich glaube, dass solche Skelettfunde tatsächlich von Archäologen in den letzten Jahrzehnten gemacht wurden. Wie sicher diese Befunde wirklich sind würde aber erst eine genauere Recherche ergeben.

Was mit den Albinos in Afrika geschieht, falls wahr, ist erschreckend. Ja, ich gehe tatsächlich davon aus, dass die Geschichten darüber wahr sind. Doch auch das habe ich nicht selbst vor Ort überprüft, verlasse mich dabei auf die vielen Quellen im Netz. Obwohl das üble Schauergeschichten sind, bei denen einem wirklich anders werden kann.

Auch dass Pigmentierung gegenüber Nichtpigmentierung dominant ist hatte ich nur noch aus der Vergangenheit in Erinnerung (Leistungsfach Biologie am Gymnasium und Studium der Agrarwissenschaften).

Doch jetzt seht euch das mal an, was ich eben entdeckt habe:

https://blogs.discovermagazine.com/gnxp/2011/10/mixed-race-people-are-mildly-complicated/

Oh je, bin ich womöglich doch ein "Rassist" ("Hypodescent", Wikipedia)?

https://blogs.discovermagazine.com/gnxp/2008/05/fear-of-a-white-planet/

"Fear of a white planet"? (Schreibt ein Razib Khan)

Sieht auf den ersten Blick alles sogar seriös aus, doch dann habe ich mir Razib Khan auf Google mal genauer angesehen.

Scheint zumindest eine recht umstrittene Person zu sein. Für die Einen angeblich ein seriöser Akademiker, der sich mit Genetik beschäftigt und darüber schreibt (content producer), für die Anderen ein "obscure racist crank".

Und nu'? Sich freuen, dass zumindest bei Nilpferden es nicht zwingend auf die Rasse ankommt, sie aber auch kein richtiges Fell haben? Würde mich aber schon interessieren, wie die überhaupt über das Mittelmeer gekommen sind, wenn damals der Meeresspiegel sogar noch höher gelegen haben soll als heute. Oder über den Ärmelkanal, Bosporus oder Gibraltar? Wie schafft es also ein Nilpferd von Alexandria bis nach London, ohne Schwimmflügel oder Schlauchboot?

Bosporus (altgriechisch Βόσπορος) bedeutet allerdings in deutsch ‚Rinderfurt'. Liegt darin vielleicht die Antwort auf des Rätsels Lösung? Doch wie sind sie dann wiederum bis dort gekommen, ohne schon im Sinai oder an Toten Meer jämmerlich zu verdursten? Also doch Gibraltar, oder per Inselhopping nach Italien? Dafür sind aber Marokko und Tunesien zumindest heute zu trocken. Die Sahara also vor 120.000 Jahren von Flüssen übersät? Oder zumindest Palästina? Während der Sintflut? Ist Noah mit der Arche doch in Europa gelandet? OK, das war jetzt ein Scherz. Aber Ärmelkanal, 34 km? Flusspferde sollen nämlich schlechte Schwimmer sein. 34 km Kontinentaldrift aber in nur 120.000 Jahren? Selbst an der seichtesten Stelle ist aber der Ärmelkanal auch heute 45 Meter tief, doch auch nur während einer Eiszeit dann flacher, wenn nicht dann schon von einem gewaltigen Eispanzer überzogen.

Bleiben also viel mehr Lügen und auch Halbwahrheiten womöglich unentdeckt, weil Menschen zu faul oder nicht mutig genug sind die Dinge wirklich zu überprüfen? Was bedeutet das aber für eine Informationsgesellschaft? Regierung nach dem Prinzip wie mit dem Gordischen Knoten? Wahr ist was ich für wahr deklariere, kraft meines Amtes, kraft meines Schwertes? Meiner Überzeugungskraft oder Propaganda? Oder hat jemand lediglich Knochen aus Afrika in die falsche Kiste gepackt, oder bewusst platziert?

Martin Heinrich

28. Februar 2018 07:39

Solche Herrenmenschenkörper wie in "Black Panther"sieht man im deutschen Film nur noch als schmierige Satire: "Rettet die Arier."
https://www.mediasteak.com/rettet-die-arier/
Aber sei's drum ...
"Wakanda über alles!"

RMH

28. Februar 2018 09:13

Vielleicht wird ja aus Südafrika das reale Wakanda, wenn die letzten Weißen von ihren Farmen vertrieben wurden:

https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/suedafrikas-farmern-droht-enteignung-ohne-entschaedigung-a-1195749.html

PS: Hoffe, einige der weißen Südafrikaner emigrieren jetzt zu uns, gibt bei uns sicher landwirtschaftliche Unternehmen, die deren Können gut gebrauchen könnten.

Hartwig aus LG8

2. März 2018 07:13

@ John Haase

Klebe-Etiketten für den Bürobedarf.
Sehr guter Tipp. Ich habe es ausprobiert. Klebeetiketten A5, A6, A7 und ein vernünftiger Drucker. Die Dinger kleben sehr gut und sind durch ihre "mindere" Qualität (keine Folie) schwer im ganzen abziehbar. Pappen richtig fest. So kann man sich auch mal schnell eine Kleinauflage eines aktuellen Motivs selber machen !