Sezession
25. Februar 2018

Aufbruch nach Wakanda (2): Black Panther Supremacy

Martin Lichtmesz / 35 Kommentare

Wäre die Familie Schneider aus dem ARD-Film "Aufbruch ins Ungewisse" statt im Flüchtlingsparadies Südafrika in Wakanda gelandet, hätte sie nicht so viel Glück gehabt.

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

Der fiktive, merito-monarchisch regierte, utopische afrikanische Nationalstaat aus dem aktuellen Marvel-Blockbuster "Black Panther" ist nämlich knallhart isolationistisch und läßt niemanden über seine Grenze, der nicht zu seiner Herrenrasse gehört (erkennbar an einer blau leuchtenden Tätowierung im Inneren der Unterlippe).

An einer Stelle des Films beschwört ein Berater den edlen König T'Challa (der sich mit mithilfe eines Hi-Tech-Kostüms in den Superhelden "Black Panther" verwandeln kann):

Wenn wir Flüchtlinge hereinlassen, dann werden sie ihre Probleme mitbringen und dann wird Wakanda ein Ort wie jeder andere werden.

Seinen Reichtum und seine extrem fortgeschrittene Technologie verdankt Wakanda zwei Dingen: einem blau schimmernden Allzweckrohstoff namens "Vibranium", der ihm erlaubt, autark zu leben, und der Tatsache, daß das Land niemals von Europäern entdeckt und kolonisiert wurde (darauf werde ich noch zurückkommen).

Der Film selbst ist ein leidlich unterhaltsames, professionell gemachtes buntes Actionspektakel mit den genreüblichen Kindereien, quasi die "Blaxploitation"-Variante von "Spider-Man", "Iron Man" und Konsorten. Daß er in den USA momentan frenetisch gefeiert wird und die Hitliste des maßgeblichen Bewertungsportals Rotten Tomatoes  als "bester Film aller Zeiten" vor "Citizen Kane" etc. anführt, hat allerdings vor allem politische und metapolitische Gründe.

Um den Score derart hochzutreiben, wird kräftig manipuliert: So hat Facebook auf Betreiben von Rotten Tomatoes eine Gruppe gelöscht, die dem Film negativ gegenüberstand. Aus Kritikern werden flugs "Rechtsextreme", die "Kritiken manipulieren" wollen , womit die Stoßrichtung des Hypes klar ist: Wer "Black Panther" nicht mag, aus welchen Gründen auch immer, muß ein "Rassist" oder "Rechtsextremist" sein.

Das entspricht der Strategie des ARD, schon im Vorfeld via Twittermeldung zu suggerieren, daß etwaige negative Kritiken zu "Aufbruch ins Ungewisse" natürlich nur von "rechten Trollen" stammen können:

Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass rechte Aktivisten dazu aufgerufen haben, die Diskussion über den "Aufbruch ins Ungewisse" in den sozialen Netzwerken gezielt zu beeinflussen.

Wie üblich, übernahmen auch unsere Leitmedien ungeprüft den amerikanischen Hype mitsamt der ideologischen Agenda. Eine Autorin des Handelsblattes schreibt etwa:

Das Ende des weißen Superhelden bringt Disney Riesenerfolg. Der Marvel-Film zeigt: Diversität rechnet sich wirtschaftlich. Die Produktion mit zumeist schwarzen Darstellern bricht viele Rekorde.(...) Auch dieser Streifen beweist, es besteht eine Nachfrage für Action-Filme, deren Hauptdarsteller nicht weiße Männer sind.

Die Stoßrichtung ist überdeutlich: "Diversity" wird einem Film mit einem fast komplett schwarzen Cast zugebilligt (der alte Spruch trifft wieder mal zu: "diversity = less white people") und einen komplett schwarzen, fiktiven Ethnostaat darstellt. Die Endspitze richtet sich wie immer gegen die "weißen Männer".

Ähnlich äußert sich ein Autor des Spiegels:

Das ist Mainstream-Kino mit ganz neuem Groove - und besitzt das Potenzial für eine kulturelle Zeitenwende... Die schönste, stolzeste Farbe in "Black Panther" ist aber, natürlich, Schwarz. Martin Freeman (als CIA-Mittelsmann) und Andy Serkis (als Waffenschieber Klaue) sind die einzigen Weißen im Cast, spielen aber keine tragenden Rollen.

Oder die österreichische Presse, in der ein weißer, männlicher Autor die in der Tat auffallende (und etwas alberne) Dichte an "starken Frauen" in dem Film hervorhebt - ob als geniale junge Wissenschaftlerinnen oder als glatzköpfige Amazonen wie aus einem Grace-Jones-Video, die reihenweise weiße Männer mit ihren Hi-Tech-"Vibranium"-Speeren vermöbeln:

Wakanda kann Vorbild sein, auch was die Darstellung der Frau – mit Kämpferinnen und Technikgenies – betrifft: Das ist sehr erfrischend, gerade für das machoide Comicfilm–Genre. Die weiblichen Figuren spielen die männlichen Protagonisten (auch T'Challa selbst) mit Schmäh und Stärke regelrecht an die Wand. So gesehen ist „Black Panther“ wie „Wonder Woman“ – auch die weibliche DC-Ikone musste viele Jahrzehnte auf einen Kinofilm warten – ein Meilenstein: Die Comic-Zukunft ist schwarz und weiblich. Und hip.

Wenn etwas derart "hip", cool, trendy und progressiv ist, will natürlich kein Rezensent hintenanstehen, und dabei wird auf das Wesentliche völlig vergessen: Was wir hier sehen, ist offensichtlich ein trivialer, eskapistischer Wunscherfüllungstraum auf dem Level der Größen- und Allmachtsphantasien von Zwölfjährigen, der nichts, rein gar nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat - weder mit realen Frauen noch realen Schwarzen, insbesondere Afrikanern.

David Cole schrieb in Takimag:

Hollywood hat den schwarzen Amerikanern zum diesjährigen Valentinstag eine hochbudgetierte, herzförmige Zelluloidschachtel mit Schokoladenoptimismus geschenkt, damit sie für ein paar Stunden der Realität entkommen können, indem sie sich einen Film ansehen, dessen schwarze Helden brillant, tapfer, verantwortungsvoll und siegreich sind, und dessen fiktives afrikanisches Königreich prosperierend, sauber und ordentlich ist, ohne eine Menschenseele mit AIDS. Die schwarze Community braucht diesen Film jetzt. Denn die Zukunft - die Zukunft im echten Leben, nicht die Marvel-Kino-Universum-Zukunft der endlosen Sequels, Tie-ins und Reboots - ist düster.


Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

Kommentare (35)

John Haase
25. Februar 2018 14:12

We WAs KANgz anD shiet - dA Movie, Gruß an die anderen /Pol/acken hier.

Ohne den Film gesehen zu haben, fällt mein (Vor-)Urteil recht ambivalent aus. Auf der einen Seite kann man dem Film schwerlich Bosheit vorwerfen: was wäre an einem afrikanischen Königreich wie Wakanda auszusetzen? Andererseits ist die rassenbesessene Hysterie, mit der vor allem weiße Linksliberale beidseits des Atlantiks diesen Film beweihräuchern befremdlich und (ohne Übertreibung) sogar ein wenig furchteinflößend. Wenn ein Ghettonigga in diesem Film einen identitätsstiftenden Mythos sieht, dann ist das verständlich und verzeihlich, aber wenn die halbe westliche Intelligenzija in diesem Film geradezu eine Declaration of Independence des Weltschwarzentums sieht und nicht vorwiegend ein von einem Großkonzern konzipiertes und finanziertes Unterhaltungswerk, dann ist das einfach gruselig. Wenn sich unsere Gegner (die Linksliberalen, nicht die Schwarzen) schon in so etwas so hineinsteigern können - in was können sie es noch?

Man hat das Gefühl, daß die linken Hysterien immer heftiger werden, sich an immer unwichtigeren Ereignissen entzünden und immer mehr die Anbindung an die Realität verlieren. Die „Berichterstattung“ über das neueste Schoolshooting in den USA ist ebenfalls ein gutes Beispiel. Sie degenerierte sofort zu einem reinen Trump-Bashing, wobei die naheliegende Frage, warum der seit einem Jahr regierende Trump mehr für die liberale Waffengesetzgebung verantwortlich sein soll als der zuvor acht Jahre regierende Obama gar nicht gestellt wird, von der nicht ganz so naheliegenden Frage, was ein Präsident überhaupt für das Waffenrecht in Florida kann, ganz zu schweigen, denn Waffenrecht ist in den USA zu guten Teilen Ländersache.

Man erkennt die fehlende Bodenhaftung der Politiker und Journalisten auch daran, wen sie jeweils in ihren Kampagnen zu ihren Helden erheben. Im Fall der Waffengegner in den USA ist das zur Zeit eine sofort als angehende Vollzeitaktivistin erkennbare kahlköpfige Latinokampflesbe. Es ist beunruhigend, daß das ganze tonangebende Milieu eine solche Erscheinung ernsthaft als potentielle Sympahieträgerin ansieht - wie weltfremd muß man sein?

Vergleichbare Figuren in Deutschland sind Özoguz und Chebli von der SPD. Man muß schon sehr verblendet sein, wenn man diese Gestalten politisch ernst nehmen und gar verteidigen kann.

Wir als „Rechte“ haben unsere eigene Filterblase, aber wir wissen darum und sind deswegen nicht so sehr in ihr gefangen. Wir verstehen sehr wohl, warum Poggenburg, Von Storch etc. (auch teilweise durchaus berechtigte) Ablehnung erfahren. Wir wissen, daß man viele Dinge mit guten Gründen anders sehen kann als wir. Auf der Gegenseite gibt es so etwas nicht. Wie man in Trump irgendetwas anderes sehen kann als einen wahnsinnigen potentiellen Weltenzerstörer und in Özoguz usw irgendetwas anderes als legitime deutsche Politikerinnen ist den Linken völlig unverständlich, bzw. kann nur mit stärksten geistigen und/oder charakterlichen Defiziten erklärt werden.

Diese weitverbreitete Verblendung bei der immer noch mächtigsten Schicht im Westen ist einfach nur gruselig.

Benno
25. Februar 2018 18:01

"In einer anderen Szene wird er von dem stolzen Stammesführer M’Baku, der im Kampf die Maske eines Gorillas trägt, mit affenartigen Lauten zum Schweigen gebracht, als er es wagt, in seiner Gegenwart ungefragt zu sprechen."

Dann ist M’Baku wohl so etwas wie "The coolest monkey in the jungle"? Da sieht man was passiert, wenn man eine Kleiderlinie zu früh lanciert. Hätte man den Pullover etwas später angeboten, statt eines Shitstorms hätten die Macher womöglich viel Bares geerntet.

Ehrlich gesagt freuen mich die entzückten Schwarzen Gesichter auf YT, die den Film rezensieren. Wenn ein Ethnostaat bei ihnen solche Freude hervorruft, dann ist man sich auf der rechten und der farbigen Seite über das Ziel ja schon mal einig. Jetzt gilt es nur noch zusammenzusitzen und sich über den Weg dorthin einig zu werden. Es wäre schön für uns Europäer, wenn der Film in Afrika auf ähnliche Begeisterung stossen würde. Wenn die Freude sich aber ob dem gezeigten technischen Schnickschnack entzündet, dann haben wir ein Problem. Auf alle Fälle scheint mir in dem Film, im Gegensatz etwa zu einem Django, die positive Botschaft zu überwiegen. Zumindest wenn man diese von unserer Seite her genügend herausstreichen kann. Die Stolpersteine ("what Africa would have been, if white people didn't destroy it"), die ML schön herausgeschält hat, muss man dabei irgendwie umgehen oder ausblenden. Stellt sich nur die Frage, welche Art von Bildung man genossen haben muss, wenn man das Gefühl hat, Afrika, das doch gemäss der Out of Africa Theorie etwa 100'000 Jahre Zeit hatte, sich ohne die Weissen (oder was später einmal die Weissen werden sollten) zu einem Wakanda zu entwickeln, sei von den Europäern daran gehindert worden. Aber wenn man heute in der NYTimes verkünden darf, ein Fantasyfilm widerlege irgendeine in der Realität getätigte Aussage, dann verwundert einen nichts mehr.

@John Haase Ich denke Herr Lichtmesz hat schön aufgezeigt, dass es sich beim Film doch um wesentlich mehr als nur "Unterhaltungswerk" handelt, auch wenn ich natürlich ihre Meinung über die linke Abgehobenheit teile.

Apropos schwarze Jeanne d’Arc: Netflix und BBC sollen zur Zeit einen Mehrteiler über die Schlacht um Troja abdrehen, dessen publizierte Rollenverteilung ich für Fakenews halten würde, wären die Charaktere nicht auf BBC selbst abgebildet. Achilles soll doch tatsächlich vom schwarzen Schauspieler David Gyasi dargestellt werden. "Und sie (Athene) trat hinter ihn und packte den Peliden (Achilles) am Blondschopf, ihm alleine erscheinend und keinem anderen sichtbar." (Ilias, 1. Gesang) Mit etwas Sarkasmus könnte man nun sagen, es sei völlig inadäquat, den Myrmidonen mit blondem, wallendem Haupthaar, durch den glatzköpfigen Gyasi darstellen zu lassen. Aber damit ist das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht. Selbst Zeus und der mythologische Stammvater der Römer, Aeneas, werden in der Serie von Schauspielern mit ganz offensichtlich subsaharischen Wurzeln dargestellt.
In welch einer verdrehten Welt leben wir, wo ein Film in den Himmel gelobt wird, weil fast alle darin vorkommenden Schauspieler Schwarze sind, es aber als moralisch abgrundtief schlecht verteufelt wird, wenn man sich darüber echauffiert, wenn Figuren aus der europäischen Mythologie und Geschichte nicht auch von Europäern gespielt werden? Wir haben es hier mit nichts anderem als mit einem Angriff auf unser ethnokulturelles Erbe zu tun.

Pit
25. Februar 2018 18:53

Ohne Weiße wüßten die Schwarzen gar nicht, was sie behaupten sollten alles erfunden zu haben.

ALLES was Weiße gemacht haben, haben ja in Wirklichkeit Schwarze gemacht. Schwarze haben überhaupt ALLES gemacht, das müssen wir ihnen ja aus Mitleid zugestehen -> aber kommen wir zu den lustigen Problemen in der Diskriminierungs-Hierarchie: war auch Dschingis Khan schwarz? Waren auch die Samurai schwarz? D.h.: müssen auch andere als nur Weiße, also z.B. Asiaten, aus Mitleid so tun, als ob ihre gesamte Geschichte in Wirklichkeit aus Schwarzen bestanden habe?

Im Übrigen brauche ich für die Behandlung all solcher Fragen nur 1 Wort:
Weißenhaß.

silberzunge
25. Februar 2018 18:57

Gute Rezension von ML.

Die Filmbranche - schauen wir uns nur aktuell die Berlinale an - ist natürlich höchst ideologisch. Es ist "Soft Power", die die US-Amerikaner seit Langem gegen uns einsetzen.
Der Film läuft bei uns in den Massenkinos, es wird also auch von Normalbürgern häufig angeschaut werden.

Ein weiteres Stück Propaganda, das einzig und allein den Zweck verfolgt, alles Autochthone bei uns zu zersetzen und herabzuwürdigen.

RMH
25. Februar 2018 19:12

"Wakanda wäre demnach Afrika, wie es aussehen könnte und würde, hätten die Weißen es nicht so ruchlos ausgebeutet."

Wenn man schon kontrafaktische Geschichte

https://de.wikipedia.org/wiki/Kontrafaktische_Geschichte

betreibt, dann wäre doch ein Durchdenken folgender Hypothesen auch einmal recht interessant:

Wo stünde wohl Europa, wenn die Portugiesen, Spanier, später Briten, Franzosen, Belgier etc. einen großen Bogen um Afrika gemacht hätten und bestenfalls nur ein paar Versorgungsposten in Afrika errichtet hätten?
Wo wäre der gesamte Kontinent Amerika, also Nord- UND Südamerika, wenn sich die Europäer keine afrikanischen Negersklaven von den diesen Handel maßgeblich betreibenden Afrikanern und vor allem Arabern als billige Arbeitskräfte hätten andrehen lassen?

Wie auch immer, in geschichtlichen Bewertungen gibt es kein klares "schwarz und weiß"....

PS: Wenn Hollywood rein zielgruppen- und damit ergebnisorientiert Filme dreht, dann dürfte ja bald ein Asien-Super-Wunderwelt-Action Film entstehen. Bspw. Shambhala - das geheime Superreich, von dem die Geschicke der Welt bestimmt werden (ups - die Story gibt es ja schon ;) :) - die Produktion wurde aber von den Chinesen verhindert, da zu viel Tibet-Spirit im Spiel ist, was zu Fehlinterpretationen führen könnte ...)

hagustaldaz
25. Februar 2018 21:40

@ Benno

Die von Ihnen erwähnte Rollenbesetzung wundert mich überhaupt nicht mehr. Die abstruse Lehre des Afrozentrismus konnte schon seit den achtziger Jahren erheblich an Einfluß gewinnen. Damals begann der als Sinologe eigentlich fachfremde, aber namhafte Prof. Martin Bernal seine Buchreihe "Black Athena", deren erster Band als "Schwarze Athene" auch auf deutsch erschien. Mit Argumenten, die selbst einem Erich von Däniken peinlich wären, machte er den publikumswirksamen Versuch, der griechischen Antike nicht nur semitische, sondern auch afrikanische Wurzeln anzudichten. Obwohl es von kompetenter Seite zahlreiche ausführliche Widerlegungen gab, konnte das schleichende Gift in der unkundigen Öffentlichkeit an Boden gewinnen.

Davon betroffen ist auch die Wahrnehmung der Figuren Achilles und Zeus. Bernal behauptete entgegen allen Belegen, das altgriechische Wort für "blond", xanthos, sei gar keine Farbbezeichnung gewesen, sondern habe ursprünglich "heilig" bedeutet und sei ägyptischer Herkunft, genau wie der Name des Zeus, der eigentlich ein ägyptisches Wort für "König" sei. Spätestens hier bekommen Sprachwissenschaftler Lachkrämpfe, denn gerade der griechische Göttervater trägt einen durch und durch indogermanischen Namen, den auch sein indisches Äquivalent Dyaus noch trägt.

Übrigens reiten in der neuen Verfilmung des angelsächsischen Beowulf-Epos etliche Schwarze durch das Skandinavien der Völkerwanderungszeit. Auch nicht schlecht.

Cacatum non est pictum
25. Februar 2018 22:25

Die jubelpersernden Reaktionen der linksliberalen Schickeria auf den Film dekodieren doch ganz gut, was diese Leute wirklich meinen, wenn sie von Vielfalt, Toleranz und dergleichen reden. Sie wollen, daß die Weißen von der Erdoberfläche verschwinden, sonst nichts. Das ist eine genozidal-selbstdestruktive Geisteshaltung. Wer andere Ziele verfolgt - also sich und seinesgleichen schützen und zukunftsfähig halten will - kommt gar nicht umhin, jene Menschen als Feinde einzustufen und sie auch als solche zu behandeln. Ich für meinen Teil habe ein Elefantengedächtnis und werde mich später, wenn sich die politischen Determinanten verschoben haben, noch ganz genau daran erinnern, wer mir und meinesgleichen die Pest an den Hals gewünscht hat.

Alveradis
25. Februar 2018 22:56

Kann sich noch jemand an die psychologische Operation "Avatar" erinnern, die auf Weiße abzielte? Die jungen weißen Konsumenten verfielen in Depressionen, teilweise schleppen sie sich mit Selbstmordgedanken herum und wünschen sich nicht mehr weiß, sondern blau zu sein? "Avatar" verbreitete sich durch Figuren, Themenparks, den Cirque du Soleil und ein Musical weiter. Der Film traf eine ganze Alterskohorte und veränderte die Selbstwahrnehmung der Zielgruppe.

Wir sehen nun mit "Black Panther" eine weitere Stufe, die sich zunächst an Schwarze und deren Selbstwahrnehmung, aber auch gegen uns richtet, denn wer könnte diesen Zuwachs an schwarzem Selbstbewusstsein nicht begrüßen, egal ob ein Comic das auslöst, "we wuz…". Dass das jeder Grundlage entbehrt müssen wir übersehen, so tun als glaubten wir, was die Schwarzen als Labsal aufsaugen und wie fühlen sich weiße Kinder in einer Schule voller schwarzer "Black Panther" Mitschüler ? Können sie sagen " aber das ist doch nur ein Film, nicht echt"?

Hollywoodfilme sind nachhaltige Operationen am Gehirn jener, die sich diesen Operationen ausliefern und verändern gleichzeitig gezielt die gesamte Interaktion auch durch die zusätzlichen, enormen Pressekampagnen.
Hollywood und seinen psycho Projekten kann man nicht ausweichen denn selbst wenn man es versucht, verändern sie doch die psychologische Struktur der Gesellschaft, von der man Projekt um Projekt, Alterskohorte um Alterskohorte, im besten Fall immer abgetrennter lebt. Die Veränderung ist gradualistisch angelegt. Ist eine Stufe erreicht, dann geht es nicht zurück. Nicht ohne Bruch jedenfalls.

Es ist bemerkenswert, dass "Black Panther" fast gleichzeitig mit der psychologischen Operation, dem Medienereignis "Black Cheddar man" in die Kinos kommt . Im Jubel über den "schwarzen Briten" schnappte ich von der gemischtrassigen Medienpersönlichkeit, Afua Hirsch, die Begriffe "visueller und emotionaler Beweis auf. "Emotionaler Beweis"? Exakt so wird vorgegangen. Es geht um die Operation am Gehirn der Zielgruppen. Nur darum. Die psychologische Wirkung der Botschaft ist der Beweis ihrer Richtigkeit. Darauf wird dann aufgebaut, es wird erweitert, vertieft, verfestigt. Es wir unbestreitbar.

Inzwischen steht fest, dass die Hautfarbe des "Cheddar man" völlig unbekannt ist, dass kein wissenschaftlicher Nachweis für die schwarze Haut erbracht wurde. Der Artikel, in dem eine der Forscherinnen dies selbst erklärt ist hinter einer Bezahlschranke verborgen.

Es spielt also keine Rolle. Cheddar man ist schwarz, weil sein geschwärzter Kopf überall gezeigt wurde und nur irrationale Rassisten diese "wissenschaftliche Tatsache" bestreiten . Die Veränderung in den Gehirnen wurde vorgenommen und auch sämtliche Folgen bezüglich der Einwanderung, dem Selbstgefühl der Migranten und der weißen Briten wurden in einem gut koordinierten Blitzkrieg in die Hirne gepresst.
Mich hat das auch, so wie es beabsichtig ist, für einige Tage geplättet. Shell shocked .

"Avatar" und "Black Panther" sind offensichtlich Fiktionen aber sie wurden und werden durch koordinierte Pressearbeit zu "emotionalen, visuellen Beweisen" und durch die Köpfe der Zielgruppen erschaffen sie reale Veränderung, weil sie Denken und Fühlen und die Wahrnehmung verändern.

Utz
26. Februar 2018 04:45

@ Benno
Sie schreiben:
"Ehrlich gesagt freuen mich die entzückten Schwarzen Gesichter auf YT, die den Film rezensieren. Wenn ein Ethnostaat bei ihnen solche Freude hervorruft, dann ist man sich auf der rechten und der farbigen Seite über das Ziel ja schon mal einig. Jetzt gilt es nur noch zusammenzusitzen und sich über den Weg dorthin einig zu werden. "

Ich kann Ihre Freude nicht teilen. Sie sehen da eine gewisse Symmetrie und denken es könnte ein Ethnostaatboom entstehen, bei dem wir alle auf der Welt uns einig sind, daß wir wieder Ethnostaaten fördern, nach dem Motto "schwarzer Ethnostaat ist OK, weißer Ethnostaat ist OK". So wird das aber nicht funktionieren, da es ja gleichzeitig auch den von Ihnen erwähnten anderen Satz gibt ("what Africa would have been, if white people didn't destroy it"). Das hört sich alles für mich eher nach "es ist jetzt Zeit, daß wir mal am Drücker sind", oder "die Zeit der Weißen ist vorbei/sollte vorbei sein". Dann wird der schwarze Ethnostaat eventuell von Kapstadt bis Hammerfest konzipiert.

kakalu
26. Februar 2018 07:57

Wer an Wakanda "glaubt" und darüber jubelt, muß sich allerdings anstrengen, sich nicht durch Zustände wie in Simbabwe, zunehmend in Südafrika und schon lange auf Haiti irritiren zu lassen. Ein "Faktencheck" wäre für die delirierenden Phantasten allerdings unerträglich.

Franz Bettinger
26. Februar 2018 08:25

@RMH: "Wo wäre Amerika, wenn sich die Europäer dort keine afrikanischen Negersklaven von den diesen Handel maßgeblich betreibenden Afrikanern und Arabern hätten andrehen lassen?"
Ja, stimmt, es waren vor allem Araber und kollaborierende Afrikaner, die den Sklavenhandel betrieben. Nicht, dass es wichtig wäre: Wissen Sie, was die Romanfigur Robinson Crusoe von Beruf war? Sklavenhändler. Das war damals anscheinend ein ehrbarer Beruf, jedenfalls für den Autor der Robinsonade Daniel Defoe. Es ist aufschlussreich (auch im Hinblick auf den unerschütterlichen Glauben Robinsons an den lebensrettenden Aderlass nach einem Wolfsangriff in den Pyrenäen), einmal das Original (1719, The Life and Strange Adventures of Robinson Crusoe) zu lesen, darin vor allem die heute unterdrückte Vor- und Nachgeschichte - und nicht nur die Insel-Episode. Tempus fugit, und mit ihr die Moden.

Alveradis
26. Februar 2018 09:01

Weil ich, was sich als Fehler erweist, nie Interesse an Comics hatte war ich neugierig darauf, wer das Königreich Wakanda eigentliche erschaffen hat und nahm an, es würde sich um einen schwarzen Autor handeln, der seinen Brüdern und Schwestern eine schöne und stärkende Erzählung schenken wollte.
Laut Wiki stammt die Idee allerdings überhaupt nicht von einem Afroamerikaner. Stanley Martin Lieber (Stan Lee) und Jakob Kurtzberg ( Jack Kirby) werden als Schöpfer von "Wakanda" genannt.

Das macht die Sache noch wesentlich tragischer. Das neue schwarze Selbstbewusstsein, die ganz neue Wahrnehmung , die "kulturelle Zeitenwende", die dankbar aufgesaugt und all überall gefeiert werden haben keinen schwarzen Ursprung!

Gesunder Schwarzer Stolz könnte durch Erzählungen aufgebaut werden, die eine reale historische Anbindung haben, sagen wir mal das Riesenreich Mali und die Universität von Timbuktu, die zu den ersten Universitäten der Welt gehört. Gesunder schwarzer Stolz würde durch historische Erzählungen sowohl die eigene Größe als auch Mechanismen kennen lernen, die schwarze Entwicklung bremsen.

Der Haken an der Sache ist allerdings, dass in dieser Erzählung Weiße nicht als Zerstörer vorkommen, denn das Königreich zerfiel und wurde von Marokko zerlegt bevor Weiße dort die Bühne betraten. Weiße sind sogar daran beteiligt das kulturelle Erbe zu sichern und zu rekonstruieren. Die gegenseitige Wahrnehmung könnte tatsächlich zum Nutzen Weißer und Schwarzer verändert werden und vor allem
die Schärfe aus der interrassischen Kommunikation genommen werden. Nicht gewünscht.

"Wakanda" das Traumreich für Schwarze ist eine Falle, in die Schwarze durch die positiven Gefühle, die die Erzählung auslöst, hineinlaufen und die sie dem ( wenngleich geächteten) Spott durch Weiße oder einem verlogenen weißen Paternalismus aussetzt. "Wakanda" bietet, als fremde Fiktion, keine Verbindungswege in die schwarze Lebensrealität und für diese unüberbrückbare Kluft wird nur der Hass auf Weiße als psychologische Entlastung angeboten, die in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft schwarzer Größe im Weg standen, stehen und wenn sie nicht beiseite gedrängt werden stehen werden.

Ich teile den " we wuz" Humor nicht, der sich so erfolgreich innerhalb der weißen Szene verbreitet hat. Ich verstehe, dass dieser Humor psychologische Entlastung bringt aber das ist nur ein zeitlich begrenztes Gefühl und verschärft nur den Hass, wie auch die Repression ohne Wissen zu vermitteln. Es ist mir auch immer peinlich, wenn bei diesen Trollstürmen hochgradig primitive Schwarz Weiß Narrative in Umlauf gebracht werden.

Es ist richtig, dass der Durchschnitts- IQ so unterschiedlich ist, aber auch wir Weißen sind nicht allesamt Atomphysiker. Wir waren nicht alle Könige.

Wenn wir nach Großbritannien sehen, dann sehen wir ein Stück unserer Zukunft. Weiße Jungen sind dort die erfolgloseste Gruppe im Schulsystem. Wenn sich das fortsetzt und ausbreite, dann werden die ungebildeten jungen weißen Männer sich nur noch an rudimentären Vorstellungen eines "we wuz" festklammern können und sich dem allgemeinen Gelächter aussetzen und es gibt ausreichend Schwarze und Braune, die bereits jetzt so viel besser für die psychologische Kriegsführung ausgebildet sind als viele der Trollsturm Aktivisten, die sich an den hässlichen Negerbildchen emotional aufrichten.

Wir haben keine Zeit mehr für billigen Humor. Wir stehen als Weiße auch intellektuell mit dem Rücken an der Wand. Der weiße Mann läuft Gefahr die Trottelrolle auszufüllen. Die "emotionalen Beweise" zu widerlegen erfordert Wissen und Intelligenz. Die im Schulsystem vernachlässigten Jungen und jungen Männer brauchen kein umgekehrtes "Wakanda" und keine billigen Witze sondern Schulung.

Hartwig aus LG8
26. Februar 2018 10:47

Weiss denn jemand, wo man erschwinglich ein paar hundert "It's ok to be white"-Aufkleber bestellen kann?

RMH
26. Februar 2018 10:49

"Wir haben keine Zeit mehr für billigen Humor"

Einer geht aber noch, oder?

"... "Black Athena",... "Schwarze Athene" ... . Mit Argumenten, ..., machte er den publikumswirksamen Versuch, der griechischen Antike ..., ...auch afrikanische Wurzeln anzudichten."

Ein Blick auf die Artefakte dieser Zeit (Statuen, Bilder auf Tongefäßen etc.) zeigt deutlich, dass die dort dargestellten Penislängen (Ausnahmen: Pan etc.) nicht dem schwarzen Selbstempfinden genügen können und damit hat diese Theorie dann mal wieder buchstäblich den "Kürzeren" gezogen.

Spaß beiseite, Thema ist Ernst und am Ende wird kein schwarz und kein weiß mehr stehen, sondern eben Milchkaffee-Braun.

@Franz Bettinger,
Ja, habe erst vor kurzem eine Originalfassung von Defoe gelesen (und habe es dann meinen Kindern nicht vorgelesen - stattdessen kam die "Schatzinsel" dran). Total politisch unkorrekt, der Roman - der erschießt an Tieren ja alles auf vier Beinen, was sich nicht schnell genug davon machen kann. Zudem wird der Kannibalismus heutzutage ja in den Bereich der reinen Theorie, ja allenfalls "Kulthandlung" verbannt (man lese sich nur einmal den Wikiblödia-Eintrag dazu durch). Über Jahrhunderte galt er jedenfalls als Tatsache und selbst ich kann mich noch an einen alten Missionar erinnern, der in Papua Neuguinea war und uns in der Schule davon berichtete, dass es einer der Segnungen der Mission war, die Menschen dort davon abzubringen - natürlich kam es dann doch auch hin und wieder zur "Sünde", so wie sie eben immer passiert, sobald sie definiert wurde.

Marc_Aurel
26. Februar 2018 13:16

Wo Afrika wäre, wenn es der weiße Mann nie betreten hätte, das kann man sich ohne viel Phantasie haben zu müssen leicht vorstellen, nämlich mit hoher Wahrscheinlichkeit dort, wo es vorher auch schon war: Hubschrauber mit neugierigen Journalisten und Wissenschaftlern an Bord, auf Erkundungstour auf dem unbekannten Kontinent, würden vom Boden aus mit Pfeil und Bogen beschossen werden, sobald sie sich den Dörfern der Eingeborenen zu weit nähern, vielleicht würde man die fliegenden Maschinen auch als Götter anbeten, man weiß es nicht.

Ob der Kolonialismus in seiner Gesamtheit für Afrika gut war, darüber kann man dennoch streiten, denn immerhin kam man im vorkolonialen Afrika ja irgendwie klar, man hatte seine gewachsenen Stammeskulturen und war eingebettet in ein sinnvolles Ganzes. Durch den Kolonialismus nun hielt der wissenschaftlich-technische Fortschritt Einzug, ohne dass diese Ur-Gesellschaften dafür bereit gewesen wären, entsprechend zerrissen stehen sie nun da: die alte Ordnung ist zerschlagen, eine Rückkehr kaum möglich, die neue will (oder kann ihnen vielleicht auch nicht) gelingen, jedenfalls nicht auf die Schnelle. Man kann eben nicht einfach 2000-3000 Jahre Entwicklungsgeschichte in wenigen Jahrhunderten überspringen, technisch vielleicht (mit fremder Hilfe), aber nicht gesellschaftlich.

Warum nun die aus Afrika ausgewanderten Stämme im Laufe der Geschichte ihre alten Brüder überholten - nun meine Theorie dazu: es liegt wahrscheinlich hauptsächlich am Klima. In Afrika genügt es, aufgrund der günstigen klimatischen Bedingungen, mehr oder weniger nackt herum zu laufen und jagen zu gehen, in anderen Teilen der Welt aber wird man so keinen Winter überleben – wer zum Beispiel im Norden überleben will, muss ganz zwangsläufig erfinderisch werden oder er kann sich im Norden nicht halten.

John Haase
26. Februar 2018 16:10

@Hartwig aus LG8
Bestell oder kauf Dir Versandetiketten in DINA5 für den Drucker und mach die mit Word einfach selber.
Normalerweise lohnt sich Aufkleber oder Flugblätter selber drucken überhaupt gar nicht, aber bei einfachem Schwarz auf Weiß kann man das auch zuhause machen. Kostet nur minimal mehr.

Wolfram Amadeus
26. Februar 2018 17:24

Erinnert mich an Karl May, der, nach sozialen Problemen und Gefängnisaufenthalt, sich in seinen Büchern in eine souveräne, überlegene und moralisch einwandfreie Existenz hineinphantsiert hat. Millionen Jugendliche haben seine Bücher verschlungen. Geht mir manchmal genauso, die reale Trostlosigkeit mit ein paar hübschen Tagträumen hinter sich lassen. Der Film könnte auf der gleichen Schiene unterwegs sein.

Alveradis
26. Februar 2018 18:33

RMH
Ich bedanke mich dafür, dass Sie Martin Bernal hier ins Spiel brachten, denn der Name war mir unbekannt. Der Blick in seinen englischen Wiki Eintrag lohnt sich durchaus. Ich hab dann kurz weiter geschaut.

Die politische Intention seiner Bücher beschreibt er so: " “The political purpose of ‘Black Athena,’ is, of course, to lessen European cultural arrogance.”

Also - " Der politische Zweck von "Black Athena ist natürlich, die europäische kulturelle Arroganz zu mindern" (NY Times - Martin Bernal - Black Athena - scholar dies at 76 )

Seinen Weg zum diesem Thema erklärte er mit dem erwachenden Bewusstwerden seiner jüdischen Identitätsanteile, die ihn zur Beschäftigung mit dem Kulturraum Naher Osten, den Sprachen dann mit dem antiken Griechenland führten.
"Eventually he came to the conclusion that Greek culture has been misrepresented as Indo-European in origin when in fact it is likely largely African or Semitic."

"Schließlich kam er zu dem Ergebnis, dass die griechische Kultur fälschlich als in ihrem Ursprung indoeuropäisch interpretiert worden war obgleich sie zu großen Teilen afrikanisch oder semitisch ist."
(Vassar. edu)

“The Afroasiatic Roots of Classical Civilization: The Fabrication of Ancient Greece — 1785-1985,"

Die afroasiatischen Wurzeln der klassischen Zivilisation: die Fabrikation des antiken Griechenland - 1785-1985 ist entsprechend der erste Band betitelt. Schwarze Athene, der Titel scheint ja nun sehr bewusst provokativ gewählt zu sein. Jedenfalls war die Reaktion pro oder kontra im akademischen Umfeld in zwei etwa gleich große Lager gespalten. (Vassar Colledge - edu old_courses/crosscurrents2001/blackathena/reaction.html)

Die "Gegenseite" wurde als politisch konservativ und daher voreingenommen bezeichnet. Und die political correctness spielte Bernal vermutlich durchaus in die Hände. Er schrieb: "Mary Lefkowitz believes that another and more significant reason why her colleagues let her down, was the fear of being labeled as racist."

"Mary Lefkowitz glaubt, das ein anderer und signifikanter Grund dafür, dass ihre Kollegen sie hängen lassen, die Angst ist als Rassist zu bezeichnet werden."

Unwahrscheinlich klingt das jedenfalls nicht. Leifcowitz war wohl eine der lautesten Stimmen der "Gegenseite". Ich kenne ihre Kritik so wenig wie Bernals Bücher. Es werden ja häufig Lager gebildet um eine Sache richtig hoch zu kochen und daher nannte Leifcowitz ihr Gegenbuch "Not out of Africa".

Ich finde solche Überspitzungen überflüssig, wenn das Ziel eine echte wissenschaftliche Diskussion sein soll. Naja.

In Ihrem Buch "Black Athena Revisited" ließ sie dann eine bunte Schar zu Wort kommen. "Young and old, black and white, male and female, European and American, and within the United States, from all parts of the country.
"Jung und Alt, schwarz und weiß, Männer und Frauen, Europäer und Amerikaner und innerhalb der Vereinigten Staaten aus allen Teilen des Landes". Hört sich das nicht auch wie ein Aushandeln unter identitätspolitischen Vorgaben an?

Im Verlauf der Auseinandersetzung scheint es jedenfalls gelungen zu sein, das Thema zu politisieren und die ältere europäische Geschichtsforschung in einer größeren öffentlichen Debatte, die ja auch in der Presse geführt wird, als antisemitisch und rassistisch zu stigmatisieren. Dadurch wurden deren Erkenntnisse natürlich rundum entwertet. Es wird bekanntlich schwer sich auf geächtete Autoren zu beziehen oder Forschungsrichtungen weiter zu führen, wenn der gesamte Bereich plötzlich unter dem Verdacht des Antisemitismus /Rassismus steht. Junge Wissenschaftler werden vorsichtig überlegen, welchen Weg sie einschlagen.

Wie erfolgreich Bernal dabei war, in den einzelnen Forschungsgebieten, er bearbeitete etliche Felder in seinen "Black Athena" Büchern, das gewünschte Umdenken einzuleiten , kann ich nicht beurteilen. Eine Langzeitwirkung ist aber auch dann möglich, wenn die ältere Forschergeneration abtritt und mit ihnen ein Wissensschatz und antirassistischere Kräfte die Arbeit übernehmen. Stellenbesetzungen sind ohnehin immer politisch.

Für uns ist die Debatte durchaus interessant, denn :

Mr. Bernal was asked in 1993 if his thesis in “Black Athena” was “anti-European.” He replied: “My enemy is not Europe, it’s purity — the idea that purity ever exists, or that if it does exist, that it is somehow more culturally creative than mixture. I believe that the civilization of Greece is so attractive precisely because of those mixtures.”

"Im Jahr 1993 wurde Herr Bernal gefragt, ob seine Thesis in "Black Athena" "anti-europäisch sei". Er antwortete." Mein Feind ist nicht Europa, die Reinheit ist es - die Idee, dass Reinheit je existierte oder wenn sie existiert, dass sie irgendwie kulturell kreativer sei als ein Mix. Ich glaube, dass die Zivilisation Griechenlands, gerade wegen dieser Vermischungen so attraktiv ist."

Tja. Ich denke, dass es Bernal um eine Wahrnehmungsänderung und auch, das ist ja belegt, die Demütigung der "arroganten Europäer" ging. Er selbst sagte von sich auf keinem der von ihm behandelten Gebiete ein Experte zu sein. Es ging ihm nur darum das traditionelle Bild der Europäer von sich selbst aufzulösen und unsere Geschichte unter den inzwischen im Übermaß bekannten politischen Vorgaben als Verhandlungsmasse frei zu geben. Falls er zur Zeit auch nicht allgemein bekannt ist, vielleicht wird er ja in Griechenland eingesetzt, mir war er jedenfalls unbekannt, seine Vorstellungen sind jedenfalls allgegenwärtig.

Benno
26. Februar 2018 18:44

@ Utz Ich verstehe natürlich Ihre Bedenken und will sie auch gar nicht in Abrede stellen. Ich wollte lediglich einen positiven Aspekt einer Geschichte hervorheben, die über mehrere Ebenen verfügt. Ich finde das ist durchaus ein Anknüpfungspunkt. Man kann künftig zumindest darauf hinweisen, dass in einer seit Jahrhunderten multirassischen Gesellschaft, selbst viele Angehörige der schwarzen Minderheit ein Erweckungserlebnis haben, wenn sie einen Film mit schwarzer Besetzung zusammen mit einem schwarzen Publikum anschauen können. Nach Jahren der erzwungenen Integration sind die verschiedenen Gruppen offenbar immer noch am liebsten unter sich. Das ist in meinen Augen der zentrale Punkt dieser Facette der Ereignisse. Was sich diese Leute konkret dabei denken, ist in diesem Zusammenhang sekundär.

Franz Bettinger
26. Februar 2018 19:13

"It's okay to be white". Das ist ein klares Statement. Wer solche Buttons auftreiben oder herstellen kann, möge mir bitte 50 zuschicken (gegen Bezahlung selbstverständlich). Danke.

Stil-Bluete
26. Februar 2018 19:37

http://morgenwacht.wordpress.com/2014/05/13/der-schwarze-grundzustand/

Frank Böckelmann, Die Gelben, die Schwarzen, die Weißen. Frankfurt am Main. 1998. (sicher über Antaios zu bestellen)

herbstlicht
26. Februar 2018 22:45

"Black Athena", @Alveradis

Gegenwärtig werden die Entstehung und Verwandtschaftsbeziehungen der Völker durch DNA-Analysen aufgeklärt; also bemühte ich kurz die Suchmaschine:

http://www.sciencemag.org/news/2017/08/greeks-really-do-have-near-mythical-origins-ancient-dna-reveals

"Black Anthena" ist also leeres Geschwätz.

@ML: »Tatsache, daß sich Schwarzafrika auf einem steinzeitlichem Entwicklungsniveau befand,«

Das ist ja wohl falsch; siehe etwa

http://en.wikipedia.org/wiki/Iron_metallurgy_in_Africa#Archaeological_evidence_for_the_origins_and_spread_of_iron_production_in_Africa

Andreas Walter
27. Februar 2018 01:48

Interessant, dass einige hier auf die Fakten verweisen.

Wobei doch auch das Beispiel "Wakanda" zeigt, dass Fakten vollkommen irrelevant sind, sowohl für den Geschichtsverlauf wie auch für das spätere Narrativ über bereits vergangene Geschichte.

Um Beides einschließlich des Bewusstseins der Mehrheit der Protagonisten aber auch Zuschauer zu manipulieren zählen nämlich ganz andere Dinge, wie auch schon Edward Bernays wusste.

Was nützt es einem also im Besitz der Wahrheit zu sein, wenn man bereits in ein über die gleichen Medien ebenso künstlich erschaffenes Irrenhaus eingewiesen wurde.

Aus dem Grund haben bei mir die von Martin ausgesuchten "Fans von Wakanda" auf YouTube die letzten Tage sogar echte Gänsehaut ausgelöst. Weil sie mir wieder die Naivität, das mangelnde Denkvermögen und auch die Unwissenheit der meisten Menschen vor Augen geführt haben.

Das ist alles darum nur noch ein reiner Psychokrieg, der mittlerweile auf allen Kanälen geführt wird, und zwar hauptsächlich gegen uns, den weissen Mann, der, wenn er das nicht klaglos hinnimmt, automatisch dann zum Nazi deklariert wird. Die einzige Waffe, die sie anscheinend haben, neben noch ein bisschen Kolonialismus.

Eine Catch 22 Situation, denn um das zu überleben bleibt uns ja gar nichts anderes übrig als real zu kämpfen, weil wir nicht über die gleiche Propagandamaschine verfügen wie unsere Henker. Die übrigens heute schon so ausgefeilt ist, dass sie sogar in Echtzeit auf jede unserer Bewegungen und Argumente reagieren kann, mit immer neuer Propaganda - und das auch tut. All unser Wissen auch um die Fakten wiegt in diesem Krieg daher wenig, weil uns, weil sie niemand hört, uns niemand anhören will. Weil wir zum einen die Rufer in der Wüste sind, die Überbringer schlechter und unbequemer Nachrichten, und zudem über Wissen verfügen, das unbedingt im Dunkeln, in der Schublade bleiben soll. Das aber genau ist das einzige Druckmittel, was uns darum bleibt. Die Wahrheit über "Wakanda". Das es "Wakanda" so wie heute behauptet nie gegeben hat. Weil allein schon technisch nicht möglich so wie beschrieben. Auch "Vibranium" darum einem ganz anderen Zweck wie heute behauptet gedient hat, nämlich tatsächlich dem, für den es vorgesehen war. Die Wahrheit über "Wakanda" in aller Munde wird euch darum frei machen.

herbstlicht
27. Februar 2018 09:34

Auf Grund des Walterschen Beitrags stellte sich mir die Frage nach der Durchschlagskraft solcher Machwerke wie "Black Athena: The Afroasiatic Roots of Classical Civilization". Schaue mir also die Bewertungen beim Ami-Amazonas an: insgesamt 104, davon 36% fünf Sterne, 39% einen Stern.

Leute, welche Dinge wie Differentialgleichungen oder Maschinensprache verstehen --- also mitarbeiten können an autonomen Waffensystemen --- werden sich eher in der zweiten Gruppe finden.

Benno
27. Februar 2018 09:54

@ Herbstlicht Lichtmesz hat mit seiner Aussage über die Steinzeit nicht ganz recht, richtig, aber er hat auch nicht völlig unrecht.

ML: Ich habe das im Text korrigiert, es war zu überspitzt formuliert. Gewiß gab es hier starke regionale Unterschiede.

Die San in Südafrika lebten zur Zeit als die Holländer in der Region auftauchten, also zur Mitte des 17. Jahrhunderts, tatsächlich noch in der Steinzeit. Archäologische Funde weisen zudem darauf hin, dass es in den letzten 2000-3000 Jahren keinen nennenswerten Wandel in ihrer Lebensweise gab (wahrscheinlich noch länger). Die viehzüchtenden Völker in der Region taten dies erst etwa ab dem 3. Jahrhundert. Wobei von zielgerichteter Zucht wohl nicht die Rede sein konnte. Übrigens auch nicht bei den Bantunegern, von denen sie diese Technik wahrscheinlich auch übernahmen. Im Gegensatz zu den Völkern der Kapregion war das Eisen bei den Bantus aber bekannt, wie in ihrem Link nachzulesen ist.
Zu behaupten, die Europäer seien aber in dem spärlich entwickelten Afrika genau dann auf den Plan getreten, als die Einheimischen - die bis anhin kein Rad, keine Schrift und keine domestizierten Reittiere kannten - im Begriff waren, eine technologisch hochstehende Gesellschaft aufzubauen (und hätten sie daran gehindert), entbehrt jeder rationalen Grundlage.
Viel eher noch könnte man behaupten, gewisse Regionen Afrikas seien dadurch, dass sie über Jahrhunderte als arabisches Sklavenreservoir gedient haben, in ihrer Entwicklung gehemmt worden. Aber diese Behauptung wird wohl niemals populär, weil es bei den Arabern nichts zu holen gibt, man kann ihnen kein schlechtes Gewissen machen.
Und selbst unter dieser Annahme muss man sich fragen, warum 200 Jahre nach der Abschaffung der Sklaverei durch die Briten und andere Europäer, die dies in Afrika auch mit Waffengewalt durchgesetzt haben und ein halbes Jahrhundert nach dem Ende des Kolonialismus, Afrika noch im grossmehrheitlich ein Armenhaus ist, während andere Regionen dieser Welt, welche auch unter europäischem Einfluss standen, zu wirtschaftlichen Gegenspielern heranwuchsen.

Alveradis
27. Februar 2018 10:20

herbstlicht,

danke für die Ergänzung. Der Buchtitel scheint aber wegen des Knalleffekts so irreführend gewählt worden zu sein. Ich hab nicht allzu viel darüber gelesen aber der Schwerpunkt liegt wohl auf Sprache, Kultur und den religiösen Symbolen. Kann mich auch irren.

Ich denke, das dieses "Black Athena" sich als Bild einbrennen und den sowieso tobenden Kampf zwischen Schwarzen und Weißen einfach weiter anschieben sollte. Es geht in den Büchern aber wohl nicht darum, zu behaupten, die Griechen seien genetisch Afrikaner ( na das wir sind ja angeblich alle), sondern darum den afrikanischen und den semitischen Einfluss als die entscheidenden Quellen der griechischen Antike zu installieren und gleichzeitig darum, die Auffassung von einer eigenständigen griechischen/ europäischen Kultur zum Rassismus zu erklären. Ich las auch, dass es dabei nicht um Schwarzafrika geht sondern den größeren Mittelmeer Raum.

Das Schlimme ist, dass es für die meisten von uns und da schließe ich mich ein, keinen ausreichend festen Boden an Wissen und Spezialkenntnissen gibt, von dem aus wir diese permanente Nagerei abwehren und andere aufklären können.

Zu Ihrem zweiten Hinweis - Steinzeit/Afrika - Ich denke, dass es absolut unnötig ist, Afrikaner so vergröbert in einen Topf zu werfen. Wenn Timbuktu eine Universität hatte bevor Heidelberg eine hatte, wirft mich das nicht um. Wenn wir so tun als hätte es diese Uni nicht gegeben, machen wir uns lächerlich. Falsche Behauptungen sollten nicht unsere Sache sein und obendrein ist es peinlich, wenn unsere Seite einfach nur ignorant wirkt. Das wird uns sowieso vorgeworfen also müssen wir nicht noch daran arbeiten es auch zu werden.

Hinzu kommt, dass ich die Annahme, dass wir an Größe verlieren, wenn Afrikaner ebenfalls eigenständige Entwicklungsschritte gemacht haben, die wir auch in unserer Entwicklung als wichtige Schritte ansehen, nicht teile. Ich gehe davon aus, dass Entwicklungen und Ideen sowohl unabhängig voneinander in verschiedenen Regionen auftauchen , wie auch auf Austausch beruhen können. Unsere Entwicklung fasse ich auch nicht wie ein Wettrennen auf, also nur im Vergleich zu anderen, sondern halt als unseren Weg. Er ist mir Wichtig, weil es unser Hintergrund ist. Aber genau dieses entspannte Verhältnis zur eigenen Identität soll ja kaputt gemacht werden. Wir müssen kämpfen aber wir müssen nicht die Spielregeln unserer Feinde übernehmen, die dieses Gegeneinander nur verschärfen wollen.

Darum hab ich mich auch gegen diese groben Meme ausgesprochen. Sie machen uns nicht klüger. Ich hege keine große Begeisterung für afrikanische Kultur aber ich sehe doch, dass die Globalisierung die Afrikaner genauso entwurzelt und entwürdigt wie uns und das traurige Ergebnis flutet sichtbar unsere Städte.
Und mit diesem "Wakanda" wird Afrikanern ein Luftschloss hingestellt, das ihnen nur eine weitere falsche Identität einhämmert und sie noch mehr von sich selbst entfernt. Man füllt sie auf wie Gefäße, damit man sie kontrollieren und lenken kann.

Alveradis
27. Februar 2018 11:46

@Andreas Walter,

Sehe ich auch so.

"Eine Catch 22 Situation, denn um das zu überleben bleibt uns ja gar nichts anderes übrig als real zu kämpfen, weil wir nicht über die gleiche Propagandamaschine verfügen wie unsere Henker. Die übrigens heute schon so ausgefeilt ist, dass sie sogar in Echtzeit auf jede unserer Bewegungen und Argumente reagieren kann, mit immer neuer Propaganda - und das auch tut."

Und uns sogar hinter eigens für diesen Zweck bereitgestellten "Gegenargumenten" sammelt. Wer's noch nicht kennt sollte sich unbedingt Adam Curtis - "How Propaganda turned Russian politics into Theater" ansehen. Ebenfalls interessant nachzusehen: Robert Mercer - Cambridge Analytica.

Zu glauben, man sei nicht manipulierbar, ist ein sicheres Anzeichen dafür, dass man manipuliert wird. Die "rote Pille", die einen imprägniert, gibt es nicht. Man kann nur lernen, wie es gemacht wird, um nach und nach ein Gespür zu entwickeln. Wenn man sich aber den ganzen Aufwand anschaut, der nötig ist unsere Gedanken und Gefühle zu kontrollieren, kann man stolz darauf sein es überhaupt zu merken, wenn man mal wieder auf eine Manipulation hereingefallen ist.

Vor emotionalen Triggern kann man sich, fürchte ich, nicht schützen sondern nur die Wirkung dadurch verkürzen, dass man sich den eigenen Reflex bewusst macht.

herbstlicht
27. Februar 2018 09:34

Auf Grund des Walterschen Beitrags stellte sich mir die Frage nach der Durchschlagskraft solcher Machwerke wie "Black Athena: The Afroasiatic Roots of Classical Civilization". Schaue mir also die Bewertungen beim Ami-Amazonas an: insgesamt 104, davon 36% fünf Sterne, 39% einen Stern.

Leute, welche Dinge wie Differentialgleichungen oder Maschinensprache verstehen --- also mitarbeiten können an autonomen Waffensystemen --- werden sich eher in der zweiten Gruppe finden."

Das ist gut möglich, aber leider stimmen die nicht über die historischen Narrative ab, die uns verordnet werden. Das tun ausgewählte Kreise, die jede fundierte Kritik einfach ausschließen und sich unterstützende Gruppen, die endlich nicht mehr ausgeschlossen und in ihr Recht an unserer Geschichte eingesetzt werden wollen, aus dem Bereich der Identitätspolitik ran karren.
Heyho, wo es am besten war, war Europa immer schon semitisch/afrikanisch. Das ist es ja was das Buch propagiert. Lasst sie rein, sie haben Euch schon damals "Eure" Kultur geschenkt.

Ich denke, der Inhalt des Buches war natürlich nur an die kleine Gruppe der Spezialakademiker und der Titel an das emotional zu triggernde allgemeine Publikum gerichtet.

RMH hat ja beispielhaft gezeigt wie der Reflex , durch das eingepflanzte Bild, funktioniert.Man denkt ja da schon gleich Kongo oder so!

Barnel sagte auch, dass er all die Gebiete angerissen hat, obgleich er auf keinem davon ein Fachmann ist, damit jüngere Akademiker sich darauf werfen. Er hat so zu sagen ein Wegenetz gelegt dessen Pfade allesamt die Abschaffung der europäischen Antike als Zielpunkt haben und gleichzeitig hat er alle anderen Wege durch den Rassismus/ Antisemitismus Vorwurf möglichst dicht versperrt. Er wollte ausdrücklich in die Zukunft wirken.

Na, jedenfalls sind wir nun gewarnt, denn wir werden es bestimmt irgendwann zu hören bekommen, dass die griechische Antike mit Europa nix zu tun hat. Es liegt doch regelrecht in der Luft.

heinrichbrueck
27. Februar 2018 13:39

Das Gedächtnis eines Volkes kann nur durch Vermischung ausgelöscht werden. Danach ist ein Verstehen nicht mehr möglich. Steht schon in den Veden. Und hier kommt die Demokratie ins Spiel, die das Königtum verleugnet. Die Naturgesetze aushebeln können sie nicht. Also kommt Schwachheit und Niedergang; werden keine Könige mehr geboren.
Sind die Vorbilder Müll, können die Nachbilder keine Könige sein.

Andreas Walter
27. Februar 2018 15:31

Ja, mein liebes herbstlicht, doch bedenken Sie dabei bitte auch, wie viele Menschen überhaupt (noch) Bücher lesen, selbst in den Industrienationen, und wenn ja, dann Welche.

Das es trotzdem Menschen gibt, die Schmu erkennen sehe ich ja auch hier, doch das sind selbst in Deutschland nur 10%, die durch den Nebel sehen, zu sehen versuchen. Ich zeige Ihnen darum jetzt mal was:

"KenFM zeigt: Zensur – die organisierte Manipulation der Wikipedia und anderer Medien", auf YouTube

Durch Charaktere aus dem Comic-Universum? Ab 01:05:50

Ob das Problem der Desinformation, von dem ich auch schreibe, schon mit der Bibel beginnt weiß ich nicht, doch mit Sicherheit begann es mit dem Buchdruck dank Gutenberg ab etwa 1450, von den Bänkelsängern, Jahrmarkttheaterleuten und Quacksalbern auch in der Zeit davor mal ganz abgesehen. Denn wie verbreiten sich, "reisen" denn Informationen und auch schon damals durch wen? Zumindest die aus und für das einfache Volk (die Masse)?

Mit anderen Worten: Das Phänomen, wenn man es als das bezeichnen möchte, begann nicht erst vor 70 oder 150 Jahren, sondern zieht sich bereits durch die gesamte Geschichte der Menschheit bis womöglich zurück zu den Ägyptern. Darum Szenenwechsel:

"At the peak of the Eemian, the Northern Hemisphere winters were generally warmer and wetter than now, though some areas were actually slightly cooler than today. The hippopotamus was distributed as far north as the rivers Rhine and Thames.[4]" Wikipedia, "Eemian"

Flusspferde (Nilpferde) also sogar an Rhein und Themse während der Eem "Warmzeit" vor 120.000 Jahren? Nun, in der Regel werden Kadaver tatsächlich nicht flussaufwärts gespült und für eine Windhose ist so ein Nilpferd definitiv auch zu schwer, zumindest um von Afrika bis nach Europa gehoben zu werden.

Das Eem Interglazial (eine Warmzeit innerhalb einer Eiszeit) zog sich wohl über etwa 15.000 Jahre. Die "ersten" Prä-Neandertaler könnten daher tatsächlich noch "people of color" gewesen sein, doch das widerspricht dann eigentlich der Auffassung, dass die weisse Hautfarbe und Blond rezessiv sind. Hihihi, oder waren die Schwarzen dann später im Schnee leichter aus- und dadurch niederzumachen? Natürlich nicht. Doch wie sind die Weissen dann überhaupt weiss geworden? Ha! Durch schwarzen "Rassismus" (Hautfarbenismus).

"Albinos in Afrika | Galileo | ProSieben", auf YouTube

Oder mal albinos africa (englisch) auf YouTube eingeben.

Wir wissen also nichts, doch Propaganda erzählt trotzdem was sie will und was ihr gerade in den ideologischen Kram passt. Mowgli aber war in Wirklichkeit ein Weisser, ein Albino, und die Geschichte hat sich darum in Europa vor 120.000 Jahren abgespielt, nicht in Afrika. Zum Glück war er aber nicht der einzige Ausgestossene, Verfolgte, und so sind dann die Weissen entstanden. Bis heute haben sie darum aber auch nicht vergessen, was ihnen damals angetan wurde, von ihren eigenen Leuten, den schwarzen Neandertalern.

Benno
27. Februar 2018 16:27

"Unsere Entwicklung fasse ich auch nicht wie ein Wettrennen auf, also nur im Vergleich zu anderen, sondern halt als unseren Weg."

Sehe ich auch so. Deshalb halte ich Entwicklung auch nicht für ein Exportgut wie Autos, das man für viel Geld in Afrika installieren könnte.

"Na, jedenfalls sind wir nun gewarnt, denn wir werden es bestimmt irgendwann zu hören bekommen, dass die griechische Antike mit Europa nix zu tun hat. Es liegt doch regelrecht in der Luft."

Zumindest in meinem Fall ist das schon lange passiert. Ich besuchte einmal eine Vorlesung, deren Thema zwar nicht die griechische Antike war, trotzdem sah sich der Herr Professor einmal dazu genötig, in einem Nebensatz zu sagen, die Griechen seien sowieso keine Europäer gewesen. In der Pause war diese Vorlesungsreihe für mich gelaufen. Ich bin nie wieder hingegangen.

"Das ist gut möglich, aber leider stimmen die nicht über die historischen Narrative ab, die uns verordnet werden. "

Den Leuten die unsere Kultur verdrehen wollen/wollten, war schon klar, dass man dies nicht mit Mathematik und Physik tun kann. Die zog es in die Sozialwissenschaften, wie man am historischen Beispiel Frankfurt unschwer erkennen kann.

Anna-Lena
27. Februar 2018 18:42

"we wuz kangs before da ebil white stole da shiieet"

Ich sehe schon am ersten Kommentar:

Hier versteht man sich :)

Andreas Walter
28. Februar 2018 04:48

Doch um niemand zu sehr zu verwirren, zu verunsichern oder zu täuschen muss ich mein absichtliches Spiel der möglichen Falschinformationen, oder vielleicht auch nicht, aufklären:

Flusspferde (Löwen, Elefanten, usw.) in Europa vor 120.000 Jahren? Ja, ich glaube, dass solche Skelettfunde tatsächlich von Archäologen in den letzten Jahrzehnten gemacht wurden. Wie sicher diese Befunde wirklich sind würde aber erst eine genauere Recherche ergeben.

Was mit den Albinos in Afrika geschieht, falls wahr, ist erschreckend. Ja, ich gehe tatsächlich davon aus, dass die Geschichten darüber wahr sind. Doch auch das habe ich nicht selbst vor Ort überprüft, verlasse mich dabei auf die vielen Quellen im Netz. Obwohl das üble Schauergeschichten sind, bei denen einem wirklich anders werden kann.

Auch dass Pigmentierung gegenüber Nichtpigmentierung dominant ist hatte ich nur noch aus der Vergangenheit in Erinnerung (Leistungsfach Biologie am Gymnasium und Studium der Agrarwissenschaften).

Doch jetzt seht euch das mal an, was ich eben entdeckt habe:

http://blogs.discovermagazine.com/gnxp/2011/10/mixed-race-people-are-mildly-complicated/

Oh je, bin ich womöglich doch ein "Rassist" ("Hypodescent", Wikipedia)?

http://blogs.discovermagazine.com/gnxp/2008/05/fear-of-a-white-planet/

"Fear of a white planet"? (Schreibt ein Razib Khan)

Sieht auf den ersten Blick alles sogar seriös aus, doch dann habe ich mir Razib Khan auf Google mal genauer angesehen.

Scheint zumindest eine recht umstrittene Person zu sein. Für die Einen angeblich ein seriöser Akademiker, der sich mit Genetik beschäftigt und darüber schreibt (content producer), für die Anderen ein "obscure racist crank".

Und nu'? Sich freuen, dass zumindest bei Nilpferden es nicht zwingend auf die Rasse ankommt, sie aber auch kein richtiges Fell haben? Würde mich aber schon interessieren, wie die überhaupt über das Mittelmeer gekommen sind, wenn damals der Meeresspiegel sogar noch höher gelegen haben soll als heute. Oder über den Ärmelkanal, Bosporus oder Gibraltar? Wie schafft es also ein Nilpferd von Alexandria bis nach London, ohne Schwimmflügel oder Schlauchboot?

Bosporus (altgriechisch Βόσπορος) bedeutet allerdings in deutsch ‚Rinderfurt'. Liegt darin vielleicht die Antwort auf des Rätsels Lösung? Doch wie sind sie dann wiederum bis dort gekommen, ohne schon im Sinai oder an Toten Meer jämmerlich zu verdursten? Also doch Gibraltar, oder per Inselhopping nach Italien? Dafür sind aber Marokko und Tunesien zumindest heute zu trocken. Die Sahara also vor 120.000 Jahren von Flüssen übersät? Oder zumindest Palästina? Während der Sintflut? Ist Noah mit der Arche doch in Europa gelandet? OK, das war jetzt ein Scherz. Aber Ärmelkanal, 34 km? Flusspferde sollen nämlich schlechte Schwimmer sein. 34 km Kontinentaldrift aber in nur 120.000 Jahren? Selbst an der seichtesten Stelle ist aber der Ärmelkanal auch heute 45 Meter tief, doch auch nur während einer Eiszeit dann flacher, wenn nicht dann schon von einem gewaltigen Eispanzer überzogen.

Bleiben also viel mehr Lügen und auch Halbwahrheiten womöglich unentdeckt, weil Menschen zu faul oder nicht mutig genug sind die Dinge wirklich zu überprüfen? Was bedeutet das aber für eine Informationsgesellschaft? Regierung nach dem Prinzip wie mit dem Gordischen Knoten? Wahr ist was ich für wahr deklariere, kraft meines Amtes, kraft meines Schwertes? Meiner Überzeugungskraft oder Propaganda? Oder hat jemand lediglich Knochen aus Afrika in die falsche Kiste gepackt, oder bewusst platziert?

Martin Heinrich
28. Februar 2018 07:39

Solche Herrenmenschenkörper wie in "Black Panther"sieht man im deutschen Film nur noch als schmierige Satire: "Rettet die Arier."
http://www.mediasteak.com/rettet-die-arier/
Aber sei's drum ...
"Wakanda über alles!"

RMH
28. Februar 2018 09:13

Vielleicht wird ja aus Südafrika das reale Wakanda, wenn die letzten Weißen von ihren Farmen vertrieben wurden:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/suedafrikas-farmern-droht-enteignung-ohne-entschaedigung-a-1195749.html

PS: Hoffe, einige der weißen Südafrikaner emigrieren jetzt zu uns, gibt bei uns sicher landwirtschaftliche Unternehmen, die deren Können gut gebrauchen könnten.

Hartwig aus LG8
2. März 2018 07:13

@ John Haase

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Sehr guter Tipp. Ich habe es ausprobiert. Klebeetiketten A5, A6, A7 und ein vernünftiger Drucker. Die Dinger kleben sehr gut und sind durch ihre "mindere" Qualität (keine Folie) schwer im ganzen abziehbar. Pappen richtig fest. So kann man sich auch mal schnell eine Kleinauflage eines aktuellen Motivs selber machen !

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