Sezession
7. März 2018

Liebnitz, Lichtmesz, Sommerfeld: Antaios-Autoren auf Lesereise

Götz Kubitschek / 16 Kommentare

Pirna, Berlin, Halle und Offenburg: Caroline Sommerfeld und Martin Lichtmesz machen eine Lesereise durch Deutschland.

Götz Kubitschek

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

Sie präsentieren in diesen vier Städte ihren Bestseller Mit Linken leben und freuen sich auf die Diskussion mit den Lesern.

Zuvor ist aber unserer Autorin Sophie Liebnitz in Dresden dran, und zwar bereits übermorgen, am 9. März ab 20:00 Uhr. Sie liest aus ihrem kaplaken tote weiße männer lieben - nähere Informationen erhalten Sie über anmeldung(at)antaios.de.

Nun die Orte und Termine der Lesereise von Lichtmesz und Sommerfeld, die dann geradean der Leipziger Buchmesse teilgenommen haben werden und von den Verwerfungen berichten können. Dazu kurz: ein Besuch am Antaios-Messestand ist sehr willkommen, wir haben satte 14qm in Halle 3, H601 und natürlich Veranstaltungen angemeldet. Hier weitere Informationen.

Zur Lesereise selbst: Alle Veranstaltungen sind geschlossene Veranstaltungen, eine Anmeldung unter der jeweils angegebenen ePost-Adresse ist obligatorisch, Ort und Details zur Veranstaltung werden vor dem jeweiligen Termin samt Anmeldebestätigung per ePost versandt.

 

Pirna, Dienstag, 20. III.

20:00 Uhr (Einlaß ab 18:30 Uhr), Eintritt frei, Getränke und Schnittchen, Spendentopf, maximal 80 Teilnehmer. Bitte schreiben Sie an anmeldung(at)antaios.de.

Berlin, Mittwoch, 21. III.

19:00 Uhr (Einlaß ab 18:30 Uhr), Eintritt frei, Veranstaltung des Instituts für Staatspolitik im Rahmen des Berliner Salons, mit Barbetrieb, maximal 80 Teilnehmer. Bitte schreiben Sie an anmeldung(at)staatspolitik.de.

Donnerstag, 22. III.

19:00 Uhr (Einlaß ab 18:30 Uhr) in Halle (Saale), Eintritt frei, Veranstaltung des Instituts für Staatspolitik, mit Barbetrieb, maximal 50 Teilnehmer. Bitte schreiben Sie an anmeldung(at)staatspolitik.de.

Freitag, 23. III.

19:30 Uhr im Raum Offenburg, Gasthof mit Abendkarte, maximal 100 Teilnehmer. Bitte schreiben Sie an anmeldung@antaios.de.

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Lichtmesz/Sommerfelds Mit Linken leben kann man hier bestellen.


Götz Kubitschek

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

Kommentare (16)

RMH
7. März 2018 13:38

Es gereicht unserer politischen Klasse, unserem Staat, seiner Justiz und seinen Vollzugsorganen zur Schande, dass eine harmlose Lesereise von Autoren in einem Land, welches sich seiner Grund- und Bürgerrechte rühmt, nur noch mit Nennung des Datums und der Stadt, im Gebiet der ehem. Bundesrepublik sogar nur mit der wagen Nennung des Raumes, beworben und durchgeführt werden kann.

All diesen Elfenbein-Türmern in Medien, Berlin und sonstigen "bei uns ist alles super" Gesundbetern sei diese Schande hiermit deutlich ins Gebetbuch geschrieben. Wo zum ... leben wir eigentlich?

Ich wünsche den Veranstaltern ausverkaufte Häuser und gute und friedliche Veranstaltungen.

kurzkommentar kubitschek:
die junge freiheit hat ihren messestand für kommende woche in leipzig gekündigt. siehe: https://jungefreiheit.de/pressemitteilung/2018/die-junge-freiheit-nimmt-nicht-an-der-leipziger-buchmesse-teil/

Ernst-Fr. Siebert
7. März 2018 15:13

"Dieser Beitrag ist älter als 2 Tage, die Kommentarfunktion wurde automatisch geschlossen."
Schreibt die JF unter ihre Pressemitteilung von heute.
Offensichtlich sind die zu feige, sich die Backpfeifen von ihren Lesern abzuholen.
"Durch eine einseitige und ungünstige Standplazierung in einem von der Messe konstruierten „rechtsextremen Block“ von Verlagen sei eine Messeteilnahme absolut rufschädigend ..." (Stein) Rufschädigend, weil Rechte diese Zeitung lesen?
Da gibt es zwei Möglichkeiten: 1. Nicht mehr rechts sein. 2. Diese Zeitung nicht mehr lesen.

H. M. Richter
7. März 2018 15:41

@RMH

Wo wir leben, merken wir täglich ...

Gesperrte Accounts wie diejenigen von @patriarchator oder @Kolja_Bonke, entlassene Autoren (wie gestern erst Don Alphonso bei der FAZ) oder von ihrem Verlag gekündigte wie Akif Pirinçci, nicht zu bestellende Bücher bei Amazon, blockierte legale Demonstrationen, Anschläge auf Büros und Wohnungen nicht-linker Politiker, gekündigte Konten, Wohnungen und Arbeitsverträge, Bespitzlung, Hetze, Lüge, Gewalt, Einschüchterung, Drohung und Verleumdung usw. usf., - mit anderen Worten: das ganze Programm, ´welches "das beste Deutschland, das wir jemals hatten" (Gauck) derzeit in der Lage ist aufzubieten bzw. zuzulassen.

Doch die Widersprüche lassen sich nicht 'verbieten', nicht übertünchen, werden mit jedem Verbot, mit jeder Blockade, jedem Gewaltakt deutlicher, treten zu Tage, brechen auf.

Sie öffnen Tag für Tag mehr Menschen die Augen, ziehen Konsequenzen nach sich, führen zu Ideen, die, "wenn sie die Massen ergreifen", unweigerlich zur "materiellen Gewalt" werden.
_______________________________________________

Gute Lesereise und eine erfolgreiche Buchmesse (umgeben von einer treuen Leserschaft)!

(Und zuvor gerne bei Bedarf - für das eine oder andere - noch einen Spendenaufruf!)

Wahrheitssucher
7. März 2018 16:08

@ RMH
Absolute Zustimmung!

Zu den Lesereisen selbst (wunderbare Sache): Es heißt "durch Deutschland", aber alles leider ziemlich weit weg von Rhein/Ruhr und dem Norden (wie im übrigen auch Leipzig, Magdeburg).
Hoffe Ihr habt uns noch nicht abgeschrieben...?

W. Wagner
7. März 2018 16:44

Für Berlin angemeldet. Freu mich!

Solution
7. März 2018 18:25

Die Junge Freiheit ist einfach nur noch peinlich. Man hat sie auch schon "Junge Feigheit" genannt.

Über ihre Hetze gegen den rechten Flügel in der AfD wollen wir erst gar nicht reden.

Für mich ist die JF der pseudorechte Flügel der Systempresse.

Ein gebuertiger Hesse
7. März 2018 18:40

In Berlin grassiert die Grippe, speziell am Hohenzollerndamm aber die dümmste Krankheit, die Rechtskonservative überhaupt ereilen kann: die Distanzeritis. Sie läßt die Betroffenen halluzinieren und über Stöckchen springen, die sie sich selbst hinhalten. Im Endstadium glauben sie, sie würden für die Zirkusnummer auch noch von ihren ECHTEN Gegnern belohnt. Ein unwürdiges Schauspiel, schmerzhaft anzuschauen. Wenden wir uns davon ab und Leipzig zu. Dort gibt es besseres zu tun.

Immer noch S.J.
7. März 2018 19:01

@RMH

Sie sagen es. Die Entscheidung der JF ist für mich eine Enttäuschung. Man hat in Leipzig nichts, absolut nichts zu verlieren. Selbst ein völlig abgebrannter Messestand wird zum Gewinn; es spräche Bände.

Der Feinsinnige
7. März 2018 19:03

@Götz Kubitschek:
Die JF hat abgesagt – damit habe ich, wie manch anderer auch, die Wette aus Ihrem Artikel vom 21.2.2018 (https://sezession.de/58233/leipziger-buchmesse-unsere-termine) verloren. Die Formulierung der Frage 4 in Ihrem Artikel vom 21.2. läßt darauf schließen, daß Sie diese Entwicklung vorausgesehen – und damit wieder einmal recht hatten. Immer wieder registriere ich die Treffsicherheit Ihrer Voraussagen positiv. In diesem speziellen Fall sei es gestattet, meiner Enttäuschung Ausdruck zu verleihen - über die JF, deren publizistische Stimme ich nach wie vor (trotz und alledem) für wichtig erachte, aber deren Haltung wirklich deprimierend ist.
Dabei ist die Stellungnahme von Dieter Stein inhaltlich alarmierend, nur die Reaktion genau falsch. Von der Initiative „Verlage gegen rechts“ hatte ich bislang nichts gehört – und von einer Kooperation der Messeleitung mit dieser Initiative schon gar nichts. Das läßt wohl doch nichts Gutes für die Messetage erwarten.

d.n.
7. März 2018 19:09

Die Entscheidung der JF ist schlicht nur erbärmlich; und für diese Freiheit, jetzt einzuknicken, hat man vor zehn Jahren noch Ruf, Namen und Kopf hingehalten und diverse Apelle zur Pressefreiheit, Meinungsfreiheit usw. unterzeichnet. Zur Erinnerung:
https://jungefreiheit.de/politik/2006/leipzig-zensiert-buchmesse-lehnt-junge-freiheit-als-aussteller-ab/

Der Feinsinnige
7. März 2018 19:52

Ich muß mich korrigieren: „Verlage gegen rechts“ ist explizit in der dritten Frage bzw. Wette vom 21.2.2018 erwähnt (war mir also schon begegnet). Ich hatte offenbar nur selektiv gelesen, vermutlich, weil ich diesem Namen nicht die vielleicht bitternotwendige, aber unverdiente Beachtung schenken wollte.

Paule
7. März 2018 20:26

Im Norden ist es auch sehr schön! ;-) ..nur als Idee, falls die Lesereise fortgesetzt werden sollte.

Der Feinsinnige
7. März 2018 20:31

Die Messeleitung wird sich übrigens mit Sicherheit herausreden, ich höre das schon:

Es gebe doch in den Messehallen auch andere thematisch gegliederte örtliche Bereiche: einen mit religiösen Verlagen, eine ganze Halle für Kinder- und Jugendbuch, einen mit Hörbuchverlagen, spezielle Bereiche für Verlage aus anderen Ländern, usw. usw., auch einen mit dezidiert linken politischen Verlagen (stimmt übrigens alles, ich war oft genug auf der Messe), und da sei es doch selbstverständlich, daß auch „rechte“ Verlage ihren speziellen örtlichen Bereich bekämen; auch das war in anderen Jahren bereits ansatzweise ähnlich. Das ganze kann sogar als besucherfreundlich hingestellt werden (Messe der kurzen Wege für speziell Interessierte oder so ähnlich). Alles ganz harmlos.

Harmlos? So einfach ist es für diejenigen, die an den Schalthebeln sitzen und Entscheidungen treffen können, wen auch immer in Schubladen zu sortieren, dadurch zu diffamieren und öffentlichen „Hinrichtungen“ (und nichts anderes scheint geplant zu sein) Vorschub zu leisten. Nur wird es der JF nichts nützen, hier zurückzuweichen. Bei den Entscheidern ist sie ohnehin in der betreffenden Schublade drin. Zu ihrer derzeitigen Größe ist sie gekommen, indem sie genau solchen Machenschaften widerstanden hat, wie z.B. auf der Messe 2006.

Olsenbande
7. März 2018 22:19

Werter Herr Kubitschek,
vielen Dank noch mal für die schnelle Hilfe vor Ort! Und wenn ich zur Buchmesse kommen soll - einfach Bescheid sagen! Ich bin jedenfalls ein treuer Anhänger, egal was da kommt.
Weiter so!!!

Seemann
8. März 2018 10:39

Das die JF eingeknickt ist wundert mich nicht. Stein sagte: Man will den guten Ruf nicht verlieren, da frage ich mich doch, bei wem den? Bei den "eigenen" Leuten mit Sicherheit nicht und beim politischen Gegner kann es doch egal sein. Vielleicht erhofft sich Stein doch noch einmal im Presseclub auftreten zu dürfen.

ene
9. März 2018 10:15

Gestern sprach ich mit einem älteren Herrn, der sein ganzes Berufsleben im Buchhandels -und Verlagswesen verbracht hat. Er konnte schlichtweg nicht glauben, welche Anmeldungsformalitäten hier und jetzt schon üblich und nötig sind wegen einer "Lesereise".
Und das dann auch noch u.a. wegen des Buches "Mit Linken leben", welches durchweg in einem moderaten Ton gehalten ist und voller "Kommunikationsangebote" steckt - !
Wir leben in einer hysterisierten Gesellschaft, die immer mehr verlernt, Widerspruch und Debatte überhaupt auszuhalten- nur haben viele das noch gar nicht mitbekommen.

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