Sezession
18. April 2018

Das war der Trump-Kongreß in Magdeburg

Götz Kubitschek / 12 Kommentare

250 Teilnehmer, toller Veranstaltungsort, hochkarätige Referenten, sehr interessante Gespräche:

Götz Kubitschek

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

Der Staatspolitische Kongreß zum Thema USA unter Trump – wie weiter, Europa? war ein großer Erfolg für das "Institut für Staatspolitik", alle Plätze waren ausgebucht.

Dr. Erik Lehnert, Geschäftsführer des Instituts, wies in seiner Einführung auf Themenfeld und Fragestellungen hin:

  • Was bringt Trump den USA, was bedeutet sein sukzessiver Politikwechsel, sofern dieser greifbar würde, für Deutschland und Europa?
  • Welche Rolle spielt die Alternative Rechte, die AltRight?
  • Wer sind deren Kernakteure, und was unterscheidet sie grundsätzlich von der europäischen Rechten?
  • Welche Themenfelder sind in den Staaten virulent – und sind sie das ebenso bei uns?
  • Welche Chance hat jemand wie Trump gegen die Übermacht des sogenannten "Tiefen Staates", der gleichsam hinter wechselnden Regierungen auf höchst undemokratische Weise für die Kontinuität der US-Politik sorgt?

Brisanz erhielt unser USA-Kongreß dadurch, daß in der Nacht von Freitag auf den Veranstaltungssamstag Briten und Franzosen unter Führung der USA Syrien mit Raketen angegriffen hatten. Ein neuerlicher Schlag von Trump, ein Jahr nach der ersten entsprechenden Aktion, oder nur Show?

Aufgrund der Dringlichkeit dieser Fragestellung ergänzten wir das Programm um eine Podiumsdebatte - Manuel Ochsenreiter, Martin Lichtmesz und Benedikt Kaiser bezogen unterschiedliche Standpunkte und thematisierten unter anderem die Souveränität der europäischen Staaten, sich an solchen Aktionen nicht zu beteiligen.

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war das Abschlußpodium mit Ellen Kositza, Sophie Liebnitz, Caroline Sommerfeld und F. Roger Devlin. Die Causa Paglia wurde diskutiert, eingeordnet - und beendet: 1700 Exemplare des bei Antaios erschienenen Buches sind nun eingestampft worden, weil die amerikanische Feministin nicht einlenkte.

Die einzelnen Reden von Martin Lichtmesz, F. Roger Devlin, Jared Taylor oder auch Manuel Ochsenreiter werden in den kommenden Tagen im kanal schnellroda veröffentlicht.

Ebendort hat sich Ellen Kositza mit Matthias Matusseks neuem Buch White Rabbit beschäftigt; das Video kann hier eingesehen werden. Außerdem folgt an selber Stelle ein Gespräch zwischen dem Autor und Erik Lehnert, das wir im Anschluß an den Kongreß in Magdeburg aufnahmen.

Erste Eindrücke aus Magdeburg finden sich hier:


Götz Kubitschek

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

Kommentare (12)

Peter Niemann
18. April 2018 16:24

Leider blieb mir terminlich-logistisch eine Teilnahme am spannenden Kongress verwehrt, was mich aber nicht davon zurueckhaelt wenige Zeilen kommentierend hier nieder zu schreiben:
Die Vorgehensweise von DJ Trump in Syrien ist zwar verwirrend, da aber den "gemeinen" Amerikaner Aussenpolitik nicht interessiert und es immer Krieg irgendwo im ausseramerikanischen Ausland gibt (sehr oft ausgefuehrt von US-hoerigen Gruppen und Laendern, die sich einbringen in der - fast immer falschen - Hoffnung auf einen Platz an der US-Sonne), haben solche Raketenschlaege kaum bis keine Auswirkung auf das Wahlverhalten. Vielmehr werden seine Steuerreform, seine Immigrationspolitik, seine Drauhaufrhetorik positiv aufgenommen und man sollte davon ausgehen DJT bis 2024 als Praesidenten in den USA zu haben. Abgesehen davon: Die Rechte tritt meiner Meinung nach global einen Siegeszug an und bringt die Linke unter Druck, in den USA aber auch in Deutschland. Die Diskurshoheit, nein, jegliche Hoheit der Linken broeckelt.

Solution
18. April 2018 20:50

Wird das zu einem Buch verarbeitet?
Kositza: Nein. Aber Lichtmesz hat in "Nationalmasochismus" einen großartigen Aufsatz über die us-amerikanische Gemengelage geschrieben.

Tobinambur
19. April 2018 06:26

Man kann (oder: sollte, noch besser: muss) Trumps Syrienkurs als Linksrutsch bezeichnen. Er übernimmt die Agenda der linken Hilary Clinton. Das ist eine rein phänomenologische Beschreibung. Über die Gründe kann man nämlich nur spekulieren. Das wurde in Magdeburg auch von Herrn Lichtmesz betont. Aber alleine das Phänomen der Tendenz (oder Kraft) hin zu linken Positionen, hin zum Liberalismus, Globalismus, Interventionismus und Universalismus lässt noch weit Schlimmeres erahnen. Die Sozialdemokratisierung der CDU ist ein Beispiel aus unseren Breiten. Wir sollten in unserem Optimismus bezüglich einer "Wende nach rechts" nicht zu weit gehen. Wir könnten übersehen, dass ein kleines lokales Wellental in Wahrheit ein Hoch darstellt, das sich nur auf dem Wellenberg der globalen Dünung abspielt, die im Folgenden noch weiter ansteigen wird.

Wahrheitssucher
19. April 2018 10:58

Das Video von Magdeburg untermalt von der schönen Dvorak-Symphonie "Aus der Neuen Welt" (!) stimmen einen noch wehmütiger nicht dabei gewesen zu sein... Machen Sie weiter so und mehr davon!

kommentar kubitschek:
na, endlich merkt einer, daß wir das stilprägende englisch-horn aus dem 2. satz nicht ohne grund wählten ...

Monika
19. April 2018 12:17

Wie weiter, Europa ?
Ihr hättet auf dem Kongress besser ein Resettlement-Programm für junge, hippe Deutsche auf dem Weg in die NEUE WELT erarbeitet ! Auf der Suche nach der Welt von Gestern...Weh' dem, der keine Heimat mehr hat...

Alveradis
19. April 2018 16:52

Trump ist "der tiefe Staat", oder doch ein "schönes Gesicht."

W. Wagner
19. April 2018 18:26

Aber, lieber Herr Kubitschek, natürlich ist uns das Largo aus Dvoráks 9. aufgefallen, zweifeln Sie nicht an der kulturellen Bildung Ihrer Leser. :)
Überhaupt ein hübsches Filmchen - schade, dass der Kanal Schnellroda nicht etwas von der GEZ abbekommt, man würde die Mahnungen auch als Nichtfernsehbesitzer direkt mit Freude begleichen. Bin auf die Vorträge schon gespannt.

Lotta Vorbeck
19. April 2018 23:32

DANKE für das grandios compilierte, auch im Nachhinein noch gänsehauterzeugende Stimmungsvideo!

Bilderbuchsommerwetter 1979: Aus Halberstadt kommend, mit dem Ziel Stendal, erstmals radelnd die damalige Bezirksstadt Magdeburg durchquert und wenige Jahre später als es Mitte der 1980er Jahre um die Errichtung einer digitalen, auf dem Puls-Code-Modulationsverfahren basierenden, mit jugoslawischer Technik ausgestatteten Vermittlungstelle ging, für ein paar nach Monate nach Magdeburg entsandt, sollte nunmehr ein IfS-Kongreß in der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts stattfinden. Würde die Stadt für den Reisenden von damals, nachdem über 30 Jahre ins Land gegangen sind, noch wiedererkennbar sein?

Unweit des Hauptbahnhofes weist der Stadtplan - mitten in Magdeburg - eine Moschee aus.

Der "Große Gockel" gab als Entfernung vom Magdeburger Hauptbahnhof bis zum Tagungsort 4½ Kilometer an - eine mit leichtem Marschgepäck per pedes apostolorum locker zu bewältigende Distranz.

Am frühen Sonnabendmorgen einem im Magdeburger Hauptbahnhof ankommenden Zug entstiegen, wird der Reisende von einem leichten, ins Anhaltinische transferierten Marseille-Flair empfangen: Zu dieser frühen Morgenstunde lungerten innerhalb der Bahnhofshalle auf dem Weg vom Bahnsteig ins Freie bereits mehrere Dutzend Neger gruppenweise herum.

Draußen, unweit der Stelle wo sich einst das für DDR-Bezirksstädte typische Interhotel befand, gibt's nun ein InterCity-Hotel.

Der Weg zur Tagungsstätte führte zunächst die Magdeburger Bahnhofstraße entlang.
Zur Rechten großflächig zerstörte Bahnanlagen aus Reichsbahnzeiten. Zur Linken ein Altneubau-Biotop, dessen Bewohner ihre Hunde vorzugsweise im Trainingsanzug und mit Hauslatschen zum Kacken auszuführen pflegen.

Auf Höhe dieses

https://www.welt.de/img/vermischtes/mobile164421648/1551625097-ci23x11-w910/Neue-Mahntafel-fuer-schlechtestes-Polizeigebaeude-in-Magdeburg.jpg

immer noch imposanten altpreußischen Klinkerbaues rechts abbiegen ...

siehe auch:
Maroder Dienstsitz "Das schlechteste Dienstgebäude der Polizei in Deutschland"
https://www.deutschlandfunk.de/maroder-dienstsitz-das-schlechteste-dienstgebaeude-der.1769.de.html?dram:article_id=385802

... weiter die Hallische Straße entlang ... sodann in Richtung Süden wandernd, waren am frühen Sonnabendmorgen offenbar nur ""Goldstücke", die hier gut und gerne, aber noch nicht so lange leben" in den Magdeburger Straßen unterwegs. Das Tattoo- und Piercinggewerbe boomt unübersehbar. Auf der kurzen Distanz vom Hauptbahnhof zum Veranstaltungsort führte der Weg gleich an drei dieser Läden entlang.

Die Kameraden von der anderen Feldpostnummer müssen an diesem zweiten Aprilsonnabend ebenfalls schon früh aufgestanden sein: Mit hochwertigen Kameras ausgestattet, erwarteten sie gegenüber des Veranstaltungsortes mehr oder minder offen postiert, ankommende Tagungsteilnehmer.

Nach dem vom Geschäftsführer des IfS gehaltenen Eröffnungsreferat traten hochkarätige Referenten aus Übersee ans Rednerpult.

Mr. Francis Roger Devlin referierte in Deutsch.

Mr. Jared Taylor entschuldigte sich gleich zu Beginn seines Vortrages, leider in der Sprache der Kulturimperialisten reden zu müssen.

Sehr aufschlußreich auch der Vortrag von Herrn Manuel Ochsenreiter, langjähriger Chefredakteur der Deutschen Militärzeitschrift, der selber immer wieder sowohl in der Ostukraine als auch in Syrien unterwegs ist.

An dieser Stelle nachgereicht seien noch zwei ergänzende, vom Francis Roger Devlin stammende Zitate:

1.) «Was taten die Zeitgenossinnen unseres Junggesellen in all jenen Jahren, in denen er ein verarmtes, einsames Bürschchen war, das sie äußerst begehrenswert fand? Sie hurten mit flotten Kerlen herum, die sich mysteriöserweise zu "binden" weigerten, heirateten und verließen ihre Ehemänner, oder harrten auf Perfektion. Nun, siehe da, diese Frauen sind, nachdem ihr jugendliches Aussehen dahin ist und die Menopause[wp] schnell näherrückt, dazu bereit, mit ihm auszugehen. Wenn sie mit den Gratismahlzeiten und der Unterhaltung, die er bietet, zufrieden sind, darf er vielleicht einen Ehering rausrücken. Dann werden sie ihm gnädigerweise erlauben, sie und das Kind, das sie von einem anderen Mann haben, für den Rest seines Lebens zu erhalten. (Ich habe die persönliche Anzeige einer Frau gesehen, die ihr Ziel erklärt, "finanzielle Sicherheit für mich und meine Töchter zu erreichen.") Warum in des Himmels Namen würde irgendein Mann sich dazu verpflichten? Wie ein Mann es mir gegenüber ausdrückte: "Wenn das Kätzchen mich nicht wollte, dann will ich die Katze nicht." (S. 31-32)»[6]

2.) «[Scharenweise] geben Männer es mit den Frauen auf. Devlin zitiert eine neuere Umfrage, nach der 22 % der Männer im Alter von 25-34 beschlossen haben, nie zu heiraten. Und 53 % sagen, daß sie nicht daran interesiert sind, in naher Zukunft zu heiraten. Devlin bemerkt richtigerweise: "Dies könnte eine in der Weltgeschichte beispiellose Situation sein" (S. 33).Und jeder, der überhaupt mit der "Manosphere" vertraut ist, weiß von der jüngsten Vermehrung von Netzseiten, die von und für Männer geschaffen wurden, die genug davon haben, hinter unhöflichen, von Anspruchsdenken geprägten, amoralischen modernen westlichen Frauen herzujagen - Frauen, die verlangen "alles zu haben", während sie nichts als Gegenleistung bieten»[6]

Andreas Walter
24. April 2018 20:42

250 Menschen bei einer Stadt wie Magdeburg (etwa 240.000 Einwohner, allerdings aus dem Osten).

Das wären auf ganz Deutschland hochgerechnet ... Moment:

13.020 in Mitteldeutschland und 36.460 in Westdeutschland. Mit Ost-West-Gefälle (2:1) gemessen am AfD-Wähleranteil schon grob eingerechnet. Jetzt noch minus einem Abschlag wegen dem Ausländeranteil in Deutschland von 13% oder allen Menschen in Deutschland mit Migrationshintergrund von 23% (ja, schon fast 1/4).

Macht 43.050 beziehungsweise 38.900 potenzielle Teilnehmer solcher Veranstaltungen. Wie gesagt, grobe Schätzung, denn es gibt ja auch unter den Ausländern und Migranten bereits Prodeutsche, die die derzeitige Entwicklung nicht gutheissen.

Wobei es aber auch noch den Party-Faktor von 50% gibt. Die Hälfte der zu einer Party geladenen Gäste kommen eh nicht, oder zu einer Veranstaltung die sie eigentlich besuchen wollten, weil etwas anderes oder ein noch tolleres Angebot (meist Frauen?) dazwischen gekommen ist. Nachvollziehbar, gilt aber eher für jüngere Männer (eine Frage der Prioritäten).

Allerdings waren es nach 1945 auch nicht mehr Menschen (mit Migratonshintergrund), die Deutschland übernommen haben. Die waren lediglich bewaffnet und hatten zudem auch noch einen bewaffneten Geleitschutz, sprich, Besatzungsarmee.

Kositza: Oh je, Männer und Zahlen. Wehe, wenn sie losgelassen.

Andreas Walter
25. April 2018 09:00

Richtig, Frau Kositza. Es sind wahrscheinlich sogar noch weniger. Denn bei so einer Veranstaltung kommen ja immer auch Menschen aus dem Umland, aus dem Einzugsbereich zusammen. Den habe ich in der Tat bei meiner groben Schätzung nicht berücksichtigt, ist mir heute morgen nach Ihrer Kritik auch aufgefallen. Darüber aber würde ich auch im Netz nur schwer Informationen finden. Zudem der auch immer grösser wird, je spezieller oder seltener auch die Veranstaltung ist. Trotzdem verlasse ich mich lieber auf Zahlen als auf Emotionen, auch wenn alles am richtigen Platz und für die jeweilige Aufgabe seine Berechtigung hat.

Die "Gemeinsame Erklärung 2018" haben bis heute 147.988 Befürworter unterzeichnet. Akademiker bis heute? Darüber konnte ich bisher nichts finden.

"Laut Angaben auf der Homepage wurde die Unterzeichnung der Erklärung zunächst „auf Autoren, Publizisten, Künstler, Wissenschaftler und andere Akademiker begrenzt“ und nach 2018 Unterschriften „für alle“ freigegeben." Aus Wikipedia

Gegenstimmen dazu, insgesamt, ohne Unterscheidung der Bildungsabschlüsse: 5.500 („Unsere Antwort für Demokratie und Menschenrechte“).

Da fragt man sich doch automatisch, wer und wie viele hier in Deutschland tatsächlich gerade die Fäden ziehen und wie viele nur Mitläufer sind, die es wegen dem Geld oder der Kinder machen, die sie grossziehen müssen. Habe da aber eine Idee, wo ich eventuell Referenzzahlen dazu herbekommen könnte. In der dunklen Vergangenheit natürlich. Bis später.

Andreas Walter
25. April 2018 12:26

Na, da lag ich doch gar nicht mal so verkehrt:

"1,4 % Hauptschuldige und Belastete" bei den etwa 2,5 Millionen bis Ende 1949 überhaupt Angeklagten sind 35.000.

"54 % Mitläufer" waren/sind 1,35 Millionen und "bei 34,6 % wurde das Verfahren eingestellt", also bei 0,865 Millionen.

Und weiter oben, zu den bereits 92.500 bis 1947 in den drei westlichen Besatzungszonen Inhaftierten: "In den westlichen Zonen kam es zu 5025 Verurteilungen. Davon waren 806 Todesurteile, von denen 486 vollstreckt wurden.[5]"

Steht alles im Wikipediaartikel "Entnazifizierung".

Sehr interessant dazu dann auch die Artikel "Bayerisches Staatsministerium für Sonderaufgaben" und der über den darin erwähnten Kommunisten "Heinrich Schmitt" (KPD).

(...)

Wahrheitssucher
25. April 2018 13:46

Dieses wunderbare Video mit dieser wunderbaren Musik gewinnt noch mehr nach dem wiederholten Anschauen.

"Aus der Neuen Welt":

Es ist ja sogar doppelt doppeldeutig... ...

(für Nichtversteher: Einmal "Aus" für die Ortsbestimmung, einmal für Stopp/Ende... ...

Wann und wie werden Sie die Inhalte veröffentlichen?

Für diesen Beitrag ist die Diskussion geschlossen.