Sezession
10. Oktober 2018

Kubitschek verkauft Antaios – Pressemitteilung

Redaktion / 45 Kommentare

Pressemitteilung: Verkauf des Verlags Antaios - Kositza übernimmt Programmleitung.

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PRESSEMITTEILUNG

Mit Gültigkeit zum 9. 10. 2018 hat der Verleger Götz Kubitschek seinen Verlag Antaios an den Verleger des Loci-Verlags, Dr. Thomas Veigel, verkauft. Antaios wird unter dem neuen Dach als Imprint weitergeführt und behält seinen Namen. Ellen Kositza übernimmt als Programmleiterin die inhaltliche Ausrichtung.

Götz Kubitschek wird künftig als politischer Berater arbeiten.

Der Loci-Verlag ist auf der Frankfurter Buchmesse mit einem Stand vertreten, und zwar in Halle 4.1, D57. Der Verleger, Dr. Thomas Veigel, ist ebenso am Stand anzutreffen wie Ellen Kositza und Götz Kubitschek.

Fragen richten Sie bitte an

+ verlag(at)antaios.de,
+ redaktion(at)loci-verlag.de
+ und telefonisch an 0178-1464893.

Internetpräsenz: loci-verlag.de

 


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Kommentare (45)

Der Gehenkte
10. Oktober 2018 09:34

Ja, so sind die Zeiten! Man erschrickt natürlich und alles Mögliche schießt durch den Kopf ... aber dann kommt die alte und durch vielfältige Erfahrung gewonnene Überzeugung hervor: die wissen schon, was sie machen, die sind echt, denen kann man vertrauen ... und vielleicht ist es ja sogar noch zum Besseren. Vielen Dank! Viel Glück!

Und eins ist klar: Die "Home Story" - das wird ein Knaller!

Das Relikt
10. Oktober 2018 10:20

Soweit ich das beurteilen kann, ist Antaios ein gefestigtes Unternehmen. Ein solches nun bis ans Lebensende einfach nur noch zu verwalten, ist nachvollziehbar unter dem Niveau, dem Anspruch und den Fähigkeiten von Herrn Kubitschek. Der Schritt ins Ungewisse um als Berater in anderer Form Akzente zu setzen erscheint mir daher konsequent und mag politisch jetzt vielleicht genau das sein, was wir brauchen.

Ich wünsche Ihnen, Herr Kubitschek, alles Gute und viel Erfolg und bedanke mich für die geleistete Arbeit, die mittelbar auch zu meiner Charakterbildung als junger Mensch beigetragen hat.

Sollte Antaios unter seinem parteinahen Dache jetzt etwas gesetzter werden, was @Kositza verhindern möge, dann kann die junge Konkurrenz von Jungeuropa und #teamkaiser hier ja eine Lücke finden. Auch dorthin: Viel Erfolg!

falo
10. Oktober 2018 10:20

Dr. Thomas Veigel?
Das beruhigt und klingt gut. Glück auf!

Lebensbejahung
10. Oktober 2018 10:23

Den Verkauf betrachte ich sowohl mit einem weinenden als auch mit einem lachenden Auge. Weinend, weil - obgleich Kositza weiterhin als Programmleiterin fungiert - ein Kapitel endet, lachend, weil Kubitscheks Einfluß auf die Politik sich erweitern dürfte.
Auch der Zeitpunkt der Bekanntgabe ist passend gewählt, kann man doch den Veranstaltern der Frankfurter Buchmesse ein schönes Schnippchen schlagen.

Ich wünsche alles Gute und blicke zuversichtlich gen Zukunft.

Der Starost
10. Oktober 2018 10:33

Was für eine Nachricht!

Wieso, weshalb, warum? Als einem Menschen mit „rechtem“, d.h. der Prüfung des Neuen auf der Grundlage des Bewährten verbundenem Vorverständnis springen einen diese Fragen mit einer gewissen Skepsis an. Auch wenn der Verlag unter dem Dach des Neuen augenscheinlich seine Eigenständigkeit weiter bestmöglich bewahren soll, hat man sich doch wohl eines großen Teils seiner Freiheit begeben. Wie in einer guten Ehe bedarf ein solcher Schritt eines tiefen Vertrauens der Beteiligten zueinander. Auch wenn ich den Vergleich des neuen Eigentümers zu seinem zahnärztlichen Tun nicht teilen mag, denn wir haben nicht um die uns von der Kanzlerin „geschenkten Implantate“ gebeten, wünsche ich K & K gleichwohl, dass dieses Vertrauen wachsen und von Dauer gekrönt sein möge.

Alles Gute und viel Erfolg für den neuen Startschuss – wir brauchen Euch!

Lotta Vorbeck
10. Oktober 2018 10:51

Hatte mich gewundert, vorab bezüglich der Frankfurter Buchmesse 2018 nur vom Wochenblatt des Herrn Stein, aber nichts von Antaios zu lesen ...

Wird's weiterhin das Bücher-Café geben?

Die Netzseite des Loci-Verlages vermeldet:

Warum hat der Zahnarzt nun einen Verlag gegründet?

»Ich bleibe Arzt. Ich verstehe meinen Beruf als Implantologe ohnehin im umfassenden Sinn. Was ist ein Implantat denn? Ein in den Körper „hineingepflanztes“ Material, daß permanent oder für einen längeren Zeitraum dort verbleiben soll. Ich verankere meine Implantate so sorgsam wie gründlich.
Vor dreißig Jahren gab es zahlreiche Vorbehalte gegen die Implantologie. Der Vergleich will nicht vermessen sein, sondern versteht sich ganzheitlich: Auch Zugewanderte waren oft gekommen, um zu bleiben. Bis heute. Auch dagegen gibt es bis heute Vorbehalte. Ich glaube, man kann das ganz gut in den Griff bekommen. Laßt die Neuen mal erzählen!«

https://loci-verlag.de/unser-verlag

Buchmesse Frankfurt

11. September 2018
Gerade war ich noch (immer noch buchloser!!) Kleinstverleger, jetzt – über die Korrespondenz mit dem Antaios-Verlag in Sachen Paglia – das Angebot, ein „ganzes Imperium“ zu übernehmen! Soll ich das? Kann ich das? WILL ich das?
Die Sache ist extrem verlockend. Es wäre eine riesige Investition und eine noch weitaus größere Verantwortung. Ellen Kositza würde „Programmleitung“ machen, das wäre natürlich bereits die halbe Miete… Der Herr Dr. ist also vollkonzentriert bei seinen Patienten, und nebenher wird gegrübelt und gegrübelt. Kaufen? Nicht kaufen? Risiko? Verantwortung? Abenteuer…? Mir juckts in den Fingern. Nach den Behandlungen!

...

26. September 2018
Der Verkaufsvertrag mit Antaios ist so gut wie in trockenen Tüchern. Und meine eigenen, eigentlichen Bücher? Yilmaz m u ß klappen bis Mitte Oktober. Zu den „Neudeutschen“ kann ich nur sagen: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Ewa, Ararat und Samir stünden für eine Vorstellung auf der Buchmesse zur Verfügung. ENDSPURT!!!

4. Oktober 2018
Countdown! Noch eine Woche bis zur Buchmesse! Dann mit „großem Gepäck“, nämlich mit Antaios! Habe heute über Kleidungsfragen achgedacht – geht man da leger hin oder eher festlich? Dabei fiel mir ein Wortwitzchen ein: „Hauptsache wird sein, Du ziehst Dich warm an!“ Als ich Kubitschek am Telefon den Spruch aufsagte (übrigens herrlich: sich auch sprachlich irgendwie zu verstehen, „Weischt, Thomas, des isch it so oifach…“), legte er einen nach: „Ein dickes Fell solltest Du schon haben!“
Nein. Wieso? Ich werde einen Verlag gekauft haben mit einem höchst interessanten, streitbaren Programm. Einen Verlag, der wichtige Anstöße gegeben hat. Ich kann mich hinter sämtliche Fragestellungen, die diese Bücher formulieren, vollumfänglich stellen. Nicht hinter jede einzelne Meinung jedes einzelnen Autors. Was soll man mir können?

9. Oktober 2018
„Dieses Kribbeln im Bauch, das man niemals vergißt…!“ Buchmesse, wir kommen! Ich bin hochgespannt und freue mich auf viele und vielfältige Gäste! Jeder Besucher, jede Besucherin ist uns herzlich willkommen! Wenn wir Glück haben, wird Deutscher als ich geht eigentlich nicht bis zum Ende der Woche ausgeliefert. Cem Kemal Yilmaz wird auf jeden Fall am Stand anwesend sein, Ellen wird ihn am Samstag interviewen. Yilmaz findet meine „Großverlegerwerdung“ „saucool.“ Ich so langsam auch!

https://loci-verlag.de/buchmesse-frankfurt

Stil-Bluete
10. Oktober 2018 10:56

Mein erster Kommentar wurde nicht freigeschaltet.Daher mein Zuruf: Ahoi! Auf, auf zu neuen Ufern! Ihre Leistungen, Herr Kubitschek in allen, wirklich in allen Ehren. Und ich kann sagen: Ich war dabei.

Doch - um noch einmal ein anderes Bild als Anker/Schiff
Kapitän ins Feld zu führen: Wer würde bei einem Bäcker, von dem man erfährt, daß er sich 'beraten' lassen muss, wie man Brot bäckt, Brot kaufen? Wäre das nicht ein Armutszeugnis jeglicher Berufsstände (Meisterbrief!), daher auch des Profi-Berufstandes Politiker/ Minister/ Parlamentarier/ Regierung?

Andererseits weiß ich, daß Götz Kubitschek besser ist als jeder andere. Auch ein Wallenstein hatte seinen Astrologen. Doch hinter allem lauert die Systemfrage, die Instrumentalisierung.

Lotta Vorbeck
10. Oktober 2018 11:01

Eine zugegeben, ziemlich irritierende Meldung.

Als Antaios-Kunde unterstützt man nun offenbar nicht mehr Schnellroda sondern den neuen Verlagseigentümer.

Im·print Imprínt
Substantiv, maskulin oder Substantiv, Neutrum [der]VERLAGSWESEN
nicht mehr als eigenständiges Unternehmen existierender Verlag, unter dessen Namen ein anderer Verlag weiterhin Bücher publiziert

Na dann, wohlan!

MaxMueller
10. Oktober 2018 11:02

Was geschieht mit der Sezession, ist sie Teil des Geschäfts?
Sie wird ja eigentich vom IfS herausgegeben.

Antwort Redaktion:
Sie bleibt Eigentum des IfS.

Rorschach
10. Oktober 2018 11:38

Wer Kubitschek verfolgt hat, weiß dass dieser Schritt wohl überlegt ist und sollte seine Anhänger freudig Stimmen. . In Zeiten wie diesen ist Stillstand Rückschritt. Viel Erfolg Herr Kubitschek und lassen Sie weiterhin von sich hören. Persönlich finde ich ja , man sollte nicht alle Hoffnung auf die AfD setzen denn auch sie wird sich nicht vollends durchsetzen können, selbst als stärkste Partei im Land. Aber vielleicht sind das nur Eindrücke aus meiner 10% Wahlergebnis Gegend. Der Plan wird aufgehen, da bin ich sicher.

Stefanie
10. Oktober 2018 12:09

Ich glaube ich kann Ihren Schritt nachvollziehen : Metapolitik schwankt immer so zwischen Provokation und Glasperlenspiel - in der politischen Arena stößt man da schnell an die Grenzen des Benimm-Korridors. Ich lese hier zwar noch nicht so lange mit, doch auch mir ist in letzter Zeit aufgefallen, dass zwischen den "Philosophen " und den jungen Wilden hier eine Lücke in der Diktion klafft. Und ich verstehe auch, daß sie das Momentum der Migrationskrise (dass sich ja gerade erdt richtig aufbaut) nutzen wollen um in ihrem Sinne "Bewegung" in die Politik zu bringen.
Viel Glück!

Waldgang78
10. Oktober 2018 12:33

Bin gerade ziemlich erschrocken nach dem Rundbrief. Frage mich, ob finanzielle, oder ganz andere Gründe für diesen gravierenden Schritt dahinterstehen. Hätte gedacht, Antaios ginge es wahrscheinlich so gut wie nie.

Bleibt Ihr Verlagshaus als solches bestehen, oder ändert sich für Sie (und uns) viel mehr, als nur der Eigentümer?

cso
10. Oktober 2018 12:49

Och menno!

Ostpreusse
10. Oktober 2018 12:49

Das lachende Auge ist allemal größer als das weinende. Eine gute Nachricht für unser Land, ganz ohne Zweifel. Bon vent, Frau Kositza und Herr Kubitschek! Wir bleiben Ihnen gewogen. Und die Solidaritätsbestellungen beim neuen Verleger sind Ehrensache!

Monika
10. Oktober 2018 14:01

"Schnellroda rockt Frankfurt", heißt es bei - eigentümlich frei -
und:
"Die Frankfurter Buchmesse unter dem Literatur-Lenin und Megaphon - Männchen Juergen Boos wird gerade noch für ihre peinlichen Quarantäne-Maßnahmen "gegen rechts" bis auf die heiligen Redektionsseiten von FAZ und Zeit kritisiert, da führt der berüchtigste neurechte Verleger der Republik diesen Rohrkrepierer in einer Marketing-Guerilla-Aktion der Extraklasse völlig ad absurdum."
Aber wie kommt Justus Bender in der FAZ dazu, Götz Kubitschek anzukündigen ? Das wird immer ein Geheimnis bleiben...

Maxx
10. Oktober 2018 14:28

Den Verkauf von Antaios bedauere ich, möchte aber auch die sich daraus ergebenden Chancen für K&Ks Wirken anerkennen (pol./literarische Doppelstrategie o.ä.). Ob der Erwerber, d. h. der "implantierende" Verleger sich der mit der Antaiso-Übernahme verbundenen Herausforderung, dem öff. Druck, den zu erwartenden Anfeindungen u. Verfemungen wirklich bewusst ist? Aus seinen oben zitierten Einlassungen lese ich eine gewisse Blauäugigkeit heraus. Gut, ist ja alles nicht mein Problem ...
Zu befürchten ist, dass Antaios als Imprint ein Schattendasein führen wird u. letztlich nach Hebung etwaiger unbelasteter Reserven als neurechts kontaminiertes Produkt zugungsten eines "frischen verlegerischen Neuanfangs" abgewickelt wird.

H. M. Richter
10. Oktober 2018 14:39

Aus Vertrauen heraus: Ein herzliches Glück auf !
_________________________________________________

NB: "Mit Gültigkeit zum 9. 10. 2018".

Ein gutes Datum.
Für die Buchmesse in Frankfurt am Main ...
Aber vor allem auch im Rückblick auf den 9. Oktober 1989 in Leipzig, als Zehntausende in einer waffenstarrenden Stadt ihre Angst besiegten, ihre Meinung auf die Straße trugen und das Ende eines unerträglich gewordenen Staates einläuteten.

Lebensbejahung
10. Oktober 2018 15:31

Ich muß meinen Kommentar ergänzen: Sie Teufelskerle, Sie!

Tony
10. Oktober 2018 15:38

Werter Herr Kubitschek,

ich möchte Ihnen von ganzen Herzen danken. Danken für das bereits Geleistete, das Vorbild, das hart erfochtene Terrain und dessen Behauptung unter widrigsten Umständen.

Der Verlag Antaios war die „rote Pille“, die mir die Augen öffnete. Nicht nur für die „rechte“ Einordnung der Dinge, sondern insbesondere auch für den Blick auf mich selbst. Selten im Leben habe ich mich selbst derart hart geprüft, mich selbst hinterfragt, um mich am Ende nur noch stärker zu festigen. Nicht wenige Publikationen Ihres Hauses haben mich grundlegend beeinflusst, geformt und aufgerichtet.

Es gibt tatsächlich Bücher, die Impfungen gleichen. Danke für diese besondere Apotheke.

Doch wie geht es nun weiter? Strukturen wurden gebildet und wachsen weiter. Die AfD, mit dem Flügel als Korrektiv, ist auf dem besten Weg Volkspartei zu werden. Wo wird Ihr Platz sein, im Rad dieser Geschichte?

Ich bin fest davon überzeugt, dass Ihr Wirken als politischer Berater wichtiger und vor allen Dingen wirkmächtiger sein wird, als es jemals der Fall war.

So wünsche ich Ihnen nun alles Gute für Ihren weiteren Weg. Möge er fruchtbar sein!

Im Geiste ein fester Freund!

Stil-Bluete
10. Oktober 2018 15:54

Vielleicht gar ein genius loci? Möge es so sein!

Wahrheitssucher
10. Oktober 2018 15:55

Zum Artikel in der FAZ:
Der Schreiberling will G.K. wie gewohnt heruntermachen, doch man spürt es nicht nur zwischen den Zeilen:
Es gelingt nicht mehr (wenn es jemals überhaupt gelungen ist), es erscheint als eine einzige Werbung für die Person und seine (die) Sache...

Sandstein
10. Oktober 2018 16:16

@K

Glückwunsch zu dieser Entscheidung. Sie werden gebraucht.

@ alle Kritiker oder Unüberzeugte:

über was reden wir hier denn ständig? Überlegungen wurden genügend angestellt, jeder weiß hier, wohin die Titanic MS.Deutschland mit Volldampf fährt. Noch 2 BTWahlen und der Drops ist gelutscht, dann kann man nichts mehr korrigieren oder zurückschrauben.
Daher ist es höchste Zeit, dass die fähigen Köpfe endlich nicht nur Vorschläge und Ideen liefern, metapolitisch das Feld bereiten, sondern direkt Einfluss nehmen.

Und da nicht alles gleichzeitig zu machen ist, muss man halt Prioritäten setzen.
Ich finde es Klasse und hoffe, dass die richtigen beraten werden. Da gibt es in der AfD nämlich Bedarf..

zu letzt noch @Tony

"der Flügel als korrektiv" (??!)

also ich sehe das so: die AfD IST bereits das korrektiv. Und Lucke und Petry mussten nicht wegen des Flügels gehen, sondern wegen der Basis.
Ein Flügelzeichner.

Lucius de Geer
10. Oktober 2018 16:47

https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/alexander-wallasch-heute/leitmedien-am-nasenring-ueber-die-buchmesse-gefuehrt/

Goldmarie
10. Oktober 2018 16:51

Nur eine kurze Schrecksekunde, die sich in Neugier und Spannung, letzlich in ein befreites Lachen wandelt.
Habe ich irgendwo “Teufelskerl” gelesen? Passt genau.
Also Glückwunsch und weiterhin viel Erfolg.

Rorschach
10. Oktober 2018 17:00

Genial. Ein Meister seiner Zunft!

PatrickLE
10. Oktober 2018 17:37

"Wollen Sie jetzt Teil der Mitte sein, Herr Kubitschek ?"
fragt soeben in einem "Exklusivinterview" unbedarft die kleine Hannah von der Springer-Journaille.
Herrlich, ganz großes Kino ! :-)

marodeur
10. Oktober 2018 17:37

Na dann werde ich schon aus reiner Neugier am Samstag die Buchmesse mit Familie aufrollen müssen.
Nebenbei: Gibt es das Kubitschek-Interview mit Welt Online irgendwo ohne Bezahlschranke?

Thueringer
10. Oktober 2018 17:37

Ich bin beeindruckt, wie Sie es schaffen, sich aus der Schmuddelecke, in die sich andere Verlage brav setzen lassen, herauszuhalten.

Beim Namen des Käufers dachte ich weniger an den Plural von locus, sondern mehr an den Halbgott aus der Edda, der jeden an der Nase herumgeführt hat und den Ragnarök herbeiführte.

86c
10. Oktober 2018 17:42

K&K sind schon zwei Schlingel! Die sitzen sicher gerade mit Tee und Gebäck vor dem Monitor und lachen sich schief über die Kommentare hier. Schöne Idee, die Buchmesse an der Nase herum zu führen. Ich hatte mich schon gewundert, daß man so gar nichts zum Thema Antaios und Buchmesse gehört hat.

Patricius
10. Oktober 2018 17:45

Und das alles, um nicht neben dem Dieter in Quarantöne sitzen zu müsse!?
Das riecht irgendwie nach Geniestreich.
Chapeau!

MartinHimstedt
10. Oktober 2018 17:46

So bleibt am Ende des Tages zu hoffen, dass das mit der Kaplaken-Neuauflage kein Gag war: Bestellung ist raus. Hoffe, dass die "Spurbreite" folgt.

Indes dachte ich mir heute Morgen bereits was, meine Recherchen ergaben jedoch: 4.1. Also jene Halle, mit welcher ein gewisser Herr Stein sehr unglücklich war. Nun scheint die Halle aber größer zu sein, als ich glaubte … Insofern genial. :-)

Die Artikel in FAZ und Welt sind ja nun leider hinter einer Bezahlschranke, wie Broder, Alphonso und Co. auch. Kein Wunder: Die "Linken" scheinen für die Medien, die sie immer so inbrünstig verteidigen, nicht bezahlen zu wollen.

Heinrich Loewe
10. Oktober 2018 17:48

Na das ist ja ein Paukenschlag zum Feierabend...
Betreiben Sie die Versandbuchhandlung weiter?

Nemesis
10. Oktober 2018 18:59

Ich schließe mich meinen Vorschreibern an,
und erhöhe um +1.
Glück auf!

Solution
10. Oktober 2018 19:09

K&K wissen schon was sie tun. Man muß ja die wahren Gründe nicht alle in der Öffentlichkeit diskutieren. Wenn es so ist, wie ich vermute, war es ein genialer Schachzug, ja ein zwangsweiser Befreiungsschlag vor drohendem Ungemach.

Auch ich danke K&K für ihre gute Arbeit. Respekt!

Ich will nur hoffen, daß der künftige Verleger kein "Civic Nationalist" ist. Wenn ich mir dessen bisheriges Programm anschaue, befürchte ich eine Weichspülung.

Aber was soll´s: Geben wir ihm eine faire Chance.

Was ist eigentlich mit dem Buchdienst?

klausfriedrich
10. Oktober 2018 19:16

@Heinrich Loewe: so langsam sollte es doch auch der letzte mitbekommen haben...

Tobinambur
10. Oktober 2018 19:31

Chapeau!

ene
10. Oktober 2018 20:37

Loki ist eine der vielschichtigsten Gestalten des nordischen Pantheons: Einerseits hilft er den Göttern, andererseits spielt er ihnen auch Streiche und betrügt sie. Dabei macht er von seiner Fähigkeit als Gestaltwandler Gebrauch und erscheint zum Beispiel in der Gestalt eines Lachses oder einer Fliege. Aufgrund dieser ambivalenten Rolle wird er häufig als Trickster-Figur interpretiert.
(Zitat aus Wikipedia)

Ein "Gestaltwandler" als Namensgeber eines Verlages - Loki: nomen est omen --

Mauerbluemchen
10. Oktober 2018 21:21

Wie heißt es doch in jugendlichen oder auch saloppen Kreisen so schön: Ich werf mich weg!!!

Bis zu den Pressestimmen auf der Netzseite des neuen Verlages (wer hört da nicht zuerst und vor allem den nordischen Feuergott heraus und nicht den Nom.Pl.Sing. von lat. locus, -i m. = Ort, Platz, Stelle) war ich sprachlos, aber bei den Tränen der Sibylle B. fiel endlich der Groschen.

Also wirklich - "Teufelskerle" ist noch untertrieben!

H. M. Richter
10. Oktober 2018 21:27

@Thueringer
"Beim Namen des Käufers dachte ich weniger an den Plural von locus, sondern mehr an den Halbgott aus der Edda, der jeden an der Nase herumgeführt hat und den Ragnarök herbeiführte."
________________________________________________

Dachte auch ich zunächst unwillkürlich an Melanchthons 'Loci communes', hoben Sie mit Ihrem Hinweis wohl ein wenig den Vorhang.

Denn tauscht man auch nur das Wörtchen "Ägirs" mit 'Frankfurts' und ersetzt - um des lieben Friedens Willen - "Haß" durch 'Spott', so ergibt sich den Vorgang erhellend:

"Loki:
Eintreten will ich
in Frankfurts Halle,
das Saalfest zu sehn;
Hohn und Spott
bring ich den hohen Göttern
und mische Bosheit ins Bier."
______________________________

Darauf sei dann doch schon heute auch andernorts eine Maß einheimischen Bieres mit herzlichem Gruße getrunken !

Andreas Walter
11. Oktober 2018 00:02

Er hat es aber angekündigt. Vor ein paar Wochen schon.

Das er und seine Frau eine Entscheidung getroffen hätten. Das war auf einer Heimfahrt, ich glaube aus Ungarn, wenn ich mich recht erinnere. Mehr hat er dazu aber nicht gesagt.

Hab' mich noch gefragt, wo denn die Kinder dort auf die Schule gehen sollen, am Balaton. Denn ein Stadtmensch ist er in meinen Augen nicht, für Budapest, einer deutschen Schule wegen. Wobei auch Budapest sehr schön sein soll.

Doch dass er sich auf diese Art mehr Raum, Bewegungsfreiheit verschaffen möchte, das hätte ich mir auch nicht im Traum vorstellen können.

Ob er uns aber auch weiterhin von seinen Reisen berichtet, von seinen interessanten Begegnungen? Als Spin-Doctor darf man ja nicht zuviel aus dem Nähkästchen plaudern.

Lassen wir uns überraschen. Vielleicht fragt er uns ja hin und wieder nach einem Rat. Nach unseren Meinungen, Ideen, Vorschläge, Gedanken. Er hört ja nicht auf, sondern fängt ja gerade erst an, etwas Neues aufzubauen.

https://www.youtube.com/watch?v=Y8jnFD4NFCA

Zachmann
11. Oktober 2018 00:29

Richtig gut auch die "CDU-Abgeordneten, die den künftigen Koalitionspartner besser kennenlernen wollen"!
Sind heute im Tagesverlauf vielleicht mit rücksichtsloser Härte zweifelsfrei identifiziert worden. :)

Lotta Vorbeck
11. Oktober 2018 01:56

@Patricius - 10. Oktober 2018 - 05:45 PM

Und das alles, um nicht neben dem Dieter in Quarantöne sitzen zu müsse!?
Das riecht irgendwie nach Geniestreich.
Chapeau!

__________________________________

Das riecht nicht nur nach Geniestreich, das ist ganz großes Kino!

Dem Vernehmen nach entfuhr es Benny Frandsen aka Morten Grunwald diesbezüglich zu früher Morgenstunde gegenüber einem Rundfunkreporter: "Mächtig gewaltig, Egon!"

Nummer6
11. Oktober 2018 04:05

Ein langjähriger Mitleser schreibt hier zum ersten Mal. Vielen Dank für diese großartige Unterhaltung, ganz großes Kino! Komme aus dem Lachen gar nicht mehr heraus.

Schade, daß ich dieses Jahr nicht in Frankfurt dabei sein kann, zu gerne würde ich die langen Gesichter der Messeleitung sehen. Es wäre mir ein innerer... na, sie wissen schon.

P.S.: Die Homestory ist schon vorbestellt. Hoffentlich mit vielen bunten Bildern versehen.

Franz Bettinger
11. Oktober 2018 05:02

@Maxx: Keine Angst um Thomas Veigel! Wenn der Zahnarzt, wie er selbst mitteilt, über 9000 Implantate gesetzt hat, dann hat er ausgesorgt. Er kann sich also ein paar Abenteuer erlauben und hat vielleicht auch genug implantiert, um sich zur Not - oder mit Freude - und einem Big Bang zur Ruhe zu setzen. Finanzielle Unabhängigkeit ist ein gutes Ruhekissen. Und die Blauäugigkeit, die Sie dem guten Mann im Hinblick auf die öffentliche Präsentation von Loci unterstellen, mag Scharfäugigkeit oder Schlitzohrigkeit sein. Ich denke, was man im Internet über ihn und Loci lesen kann, ist alles sehr gekonnt und geschickt (zweideutig) formuliert. Nebenbei bemerkt: Ich glaube nicht, dass K+K den guten Ruf oder gar den Niedergang ihres Lebenswerkes Antaios riskieren würden. Die wissen, was sie machen.

Lotta Vorbeck
11. Oktober 2018 11:49

Ein Lied für Justus Bender:

https://www.youtube.com/watch?v=ud3rlrIepkE

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