Sezession
14. Januar 2019

„Anständiger Punk“ – ein Dokument

Gastbeitrag / 15 Kommentare

Dieser Gastbeitrag von Heino Bosselmann sollte zunächst bei den Kollegen vom Blättchen erscheinen.

Die mittlerweile als Online-Zeitschrift firmierende, indirekte Nachfolgerin der linksintellektuellen Weltbühne war Bosselmanns publizistische Heimat, seit er 2013 die Sezession verlassen hatte.

Zuvor hatte sich Bosselmann an verschiedenen Projekten versucht - etwa einen Lyrikverlag gegründet und unter Pseudonym für die Linkspartei-nahe Tageszeitung neues deutschland geschrieben.

Der an den Verhältnissen leidende Kulturkritiker und politische Grenzgänger ist genau dies bis heute geblieben: ein Autor jenseits der Schubladen – nur daß »links« der Mitte graduelle oder gar substantielle Abweichungen längst mit dem Ausschluß beantwortet werden, während sie »rechts« mit der einer pluralen Debatte angemessenen Neugierde beobachtet werden. 

Nicht zuletzt aus diesem Grund folgt nun Bosselmanns »Anständiger Punk« zur Dokumentation. 

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Eine These vorweg: Die Übungen und Ritualisierungen sowie die immer gleichen Formeln zur fortwährenden „Bewältigung der Vergangenheit“, insbesondere jener des Nationalsozialismus, mögen einen Aufstieg der Rechten eher heraufbeschwören, als dass dies verhindert würde.

Die beständig beschworenen Tabus scheinen in der Weise einer neurotischen Reaktion auf das hinzudeuten, was eben verändert werden wird, obwohl man täglich betont, genau dies dürfe nicht geschehen. Was man sich als unhintergehbar vehement verspricht, wird es nicht gerade wegen der permanenten Beschwörungen hintergangen?

Falls eine „Bewältigung der Vergangenheit“ überhaupt je möglich war oder ist, kann dies sicher nicht in erstarrten Liturgien geschehen. Allerdings geschieht es genau so. Vermutlich ist das, wenn man es schon wünscht, kaum anders möglich, insofern Erinnerungen, ebenso aber fundierte geschichtliche Kenntnisse wegbrechen.

Zeitzeugen sterben leider, während die Schule zwar auf politische Kampagnen, aber zu wenig auf ein übergreifende Zusammenhänge aufzeigendes Geschichtsbild setzt. Sie betreibt allzu oft wieder politisch korrekten Staatsbürgerkundeunterricht.

Man frage bei guter Gelegenheit Heranwachsende etwa danach, was denn Juden eigentlich seien, was deren Schicksal ausmache und wie sich Schüler, gar Abiturienten Konflikte erklären, in denen der Staat Israel bislang couragiert und streitbar besteht.

Oder man suche das Gespräch darüber, was Zuschreibungen wie „rechts“ und „links“ nun genau aussagen, wer genau „die Nazis“ gewesen seien und vor welchem Hintergrund sie die deutsche Geschichte mit Gräuel und Schuld beluden. Im Gegensatz zu dem, was die Funktionäre für politische Bildung sich diesbezüglich erwarten, wird man wenig Substantielles, aber, wenn überhaupt, eine Menge Unklares und Emotionales hören.

Ein Problem dabei: Es geht – nicht nur in der Schule – wieder mal viel mehr um Bekenntnisse als um Erkenntnisse. Bekenntnisse werden von Autoritäten eingefordert, Erkenntnisse in gut abzusichernder und ernsthafter Lernarbeit und durch gründliches Studium errungen.

Dies allein ermöglicht genaue Positionierungen und so qualifizierte wie differenzierte Urteile. Gegenwärtig wird zu viel geurteilt bei zu wenig Kenntnis. Gymnasiasten wissen gegenwärtig eher, was der Lehrer hören will, als dass sie darzustellen verstünden, wie es sich damit nun geschichtlich und gar philosophisch genau verhält.

Ebenso wie im DDR-Bildungssystem reicht es für die sehr gute Note meist aus, politisch Angepasstes zu formulieren. Glauben ist nicht Wissen, aber Bekenntnisse fallen leichter als Erkenntnisse.

Wer ist eigentlich der „aufrechte Demokrat“, von dem immerfort die Rede ist, wer und was ist „weltoffen“, „tolerant“, „solidarisch“? Auch diesbezüglich geht es eher um gedankenarme Zustimmung als um eine bewusste Leistung im Sinne eines vernünftig geprüften guten Handelns.

Wer „gegen rechts“ ist, weiß hinter sich „die Mitte“, „die Anständigen“, die gesamte Exekutive, Judikative und den allergrößten Teil der Legislative versammelt, abgesehen von der mit viel Theater geschmähten AfD-Fraktion.

Was gibt es da noch für einen Mut zu beweisen, wenn von der Antifa bis Frau Merkel und Herrn Seehofer alle „gegen Rechts“ Front machen und allzu infantil betonen „Wir sind mehr!“? Nein, dazu bedarf es eben keines Mutes!

Dass sie von den feigen Schlägern und Internet-Denunzianten der Antifa bis hin zur CSU wieder mal in einer Einheitsfront versammelt ist, irritiert namentlich die Linke. Sie wollte zwar nie ihren Frieden mit dem Kapitalismus machen, tat es aber nun doch, indem sie ihn als Demokratie hochhält, selbst ganz gern gut verdient, schön shoppen geht und dabei ahnt, dass diese Demokratie nichts anderes ist als der simple Utilitarismus einer auf Kosten globalisierter Ausbeutung recht gut funktionierenden Versorgungsgemeinschaft.

Weil man von dieser schicke Form der Ausbeutung von Menschen und Ressourcen zum Nutze des eigenen Hedonismus völlig korrumpiert ist und nun glücklicherweise keine anstrengende oder gar opferreiche Revolution mehr nötig hat, bedarf es umso mehr der Legende, ganz akut von Nazis bedroht zu sein, damit der eigenen feisten Daseinsbequemlichkeit doch noch eine heroische Weihe und die Attribute des Kampfes zukommen.

Dazu scheint es mittlerweile auszureichen, wenn man vor der Bühne von „Feine Sahne Fischfilet“ zu Monchis Auftritten abzappelt. Das ist dann ja wohl „gegen Rechts“. Wie armselig!

Eine randständige vorpommersche Combo von musikalisch dilettierenden Möchtegern-Punks, die nicht mal in der Punk-Szene eine echte Nummer ist, weil sich Punks nach ureigenstem Selbstverständnis nun mal nicht staatlich vereinnahmen und propagandistisch vor den Karren spannen und politisch ausschlachten lassen, wird zum Symbol des selbsterklärt aufrechten, weltoffenen, toleranten und mit der Welt solidarischen Demokraten, mithin zum Kultobjekt des Neu-Bourgeois‘, der sich für eine Konzertlänge mal als revoluzzender Citoyen gerieren darf – möglichst vor der Kulisse solcher Kulturinstitutionen wie dem Bauhaus Dessau, das sich zur Recht gegen seine Vereinnahmung wehrte, wodurch es sich sofort und unweigerlich des Vorwurfes ausgesetzt sah, „gegen Rechts eingeknickt“ zu sein.

Sogleich erbot sich das GEZ-finanzierte ZDF, den Auftritt der Grölfatze ganz groß aufzuziehen und zu moderieren, was dann sogar auf 3sat ausgestrahlt wurde, mithin über einen Sender, der mal als Adresse hohen kulturellen Anspruchsniveaus gelten konnte.

Statt  Opern- oder Theater-Abfilmungen, statt intellektueller Essayistik jetzt also „Feine Sahne Fischfilet“. Mit Monchi. Weil das ja Zeichen setzt. Gegen Rechts! Klar. Weil die sich sonst eben schlecht setzen lassen. Mehr braucht Haltung gerade nicht. Deswegen machen recht bequem recht viele mit.

Und das soll Courage sein? Was riskiert man denn? Überhaupt nichts. Man riskiert aber bereits etwas, wenn man nur darüber nachdenkt und Vorbehalte äußert. Das „Märchen von des Kaisers neuen Kleidern“ ist wirklich ein Mythos, der nicht zuletzt für Lebenslügen im Politischen stehen mag.

Wir laufen auf der kaiserlichen Prozession gegen Rechts dem Moment entgegen, an dem das Kind laut ausspricht, dass der Kaiser doch gar nichts an hat, dass er nackt ist.

Dieser Augenblick ist freilich schockierend, aber ermöglicht die entkrampfende Erlösung und die Orientierung auf das, was wirklich geboten ist, etwa die intelligente Kritik politischen Zeichen- und Sprachgebrauchs.


 Gastbeitrag

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Kommentare (15)

Andreas Walter
14. Januar 2019 10:35

Bis auf einen Satz ein klasse Beitrag.

RMH
14. Januar 2019 10:45

In aller Kürze:

1.
Ich begrüße es sehr, dass hier wieder einmal ein Text von Herrn Bosselmann erscheint. Ich würde mich über mehr von ihm sehr freuen und denke, ganz so humorlos und Selbstironiebefreit geht es hier dann doch nicht zu - gut, es gibt so ein paar Themen ... ;) :)

2.
"weil sich Punks nach ureigenstem Selbstverständnis nun mal nicht staatlich vereinnahmen und propagandistisch vor den Karren spannen und politisch ausschlachten lassen,"

100% Zustimmung, auch die "böhsen Onkelz" sahen sich eigentlich als Punkband an und waren auch eine solche, bis sie dann zum Symbol des "Böhsen" und in seltsame Schubladen namens "Oi" oder "Deutschrock" gesteckt wurden (und damit natürlich prächtig verdienen).

3.
Courage kann man m.M.n. nicht alleine durch das damit verbundene Eingehen eines wie auch immer gearteten "Risikos" definieren, aber es ist eine richtige Beobachtung, dass das Fehlen jeglichen Risikos, ein starkes Indiz dafür ist, dass das gezeigte Verhalten, die geäußerte Meinung eben gerade nicht couragiert ist.

Der_Juergen
14. Januar 2019 11:01

Sofern sich Heino Bosselmann weiterhin als "Linker" versteht, ist er der seltene Fall eines Linken, mit dem man vernünftig diskutieren kann. Was er schreibt, mag zwar nicht sonderlich neu sein, ist aber dennoch eine recht prägnante Zusammenfassung des geistigen Elends, in dem Deutschland steckt. Leider zeigen einige Sätze, dass auch er noch in den propagandistischen Klischees der offiziellen Ideologie verhaftet ist.

Gustav Grambauer
14. Januar 2019 11:30

Habe neulich schon darauf verwiesen, leider nur kostenpflichtig lesbar, aber das Heft liegt zur Feindaufklärung an den Kiosken:

http://www.melodieundrhythmus.com/mr-1-2019/rocken-fuer-die-staatsraeson/

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Herr Bosselmann, Sie schreiben: "Falls eine 'Bewältigung der Vergangenheit' überhaupt je möglich war oder ist, kann dies sicher nicht in erstarrten Liturgien geschehen."
...

"Weil man von dieser schicken Form der Ausbeutung von Menschen und Ressourcen zum Nutze des eigenen Hedonismus völlig korrumpiert ist und nun glücklicherweise keine anstrengende oder gar opferreiche Revolution mehr nötig hat, bedarf es umso mehr der Legende, ganz akut von Nazis bedroht zu sein, damit der eigenen feisten Daseinsbequemlichkeit doch noch eine heroische Weihe und die Attribute des Kampfes zukommen."

Nein, das ist zu oberflächlich betrachtet, das geht viel, viel tiefer herunter - falls wir uns einig sind, daß 60 bis 70 % der Deutschen wissentlich oder unwissentlich zur sozialistischen Ideologie neigen und mindestens ebensoviele Deutsche heute Liebknecht und Luxemburg mehr oder weniger stark verehren - und weil sich morgen der 15. Januar 1919 zum hundertsten Male jährt und das Blättchen sehr stark in der Tradition des auf ihn aufbauenden Kultes steht:

Das uns 1992 oder 1993 elektrisierende Interview Alexander Kluges mit Heiner Müller bei Spiegel TV zu seinem Lebensrésumé "Erinnerungen an einen Staat", in dem Müller den Sozialismus als "Ausdrucksform der Nekrophilie" bzw. als "aufdoktriniertem Totenkult" charakterisiert und wobei er den "Die-Toten-Mahnen-Uns"-Granit auf dem Friedhof in Berlin-Friedrichsfelde als den Nekro-Zentraltempel ansieht, finde ich nicht, aber - wozu gibt`s Google - hier eine Zusammenfassung mit zusätzlichen köstlichen Betrachtungen zum Sexus (auf die man aber auch ohne Gender- und Kommunikationskarriere käme):

http://www.polar-zeitschrift.de/polar_10.php?id=479

Angesichts der ebensostarken Sympathien der Deutschen für den Islam möchte ich auch das islamaffine Element dieses Nekro-Kultes noch betonen: die Pilger auf ihrer Hadsch

https://www.youtube.com/watch?v=ra391wtekv0

umkreisen den Stein wie die Kaaba, sogar in der korrekten Drehrichtung, genau wie in Mekka einmal im Jahr an der Tagen ihrer "Propheten" Liebknecht & Luxemburg.

Steiner sagt zum Islam: "Es gibt nur einen Gott, Allah, und nichts, was neben ihm ist, und Mohammed ist sein Prophet. – Von diesem Gesichtspunkt aus ist die mohammedanische Lehre die stärkste Polarität zum Christentum, denn sie hat den Willen zum Beseitigen aller Freiheit für alle Zukunft, den Willen zum Determinismus, wie es nicht anders sein kann, wenn man die Welt nur im Sinne des Vatergottes vorstellt.Und der Apokalyptiker empfindet: Da kann der Mensch sich nicht selber finden. Da kann der Mensch nicht durchchristet werden." - GA 365 (1996), Seite 108

In diesem Furor der Ausrottung jedweder Freiheit amalgamieren Islam und Sozialismus. Hier die dies offenlegenden, gegenüber dem Christentum rotzfrechen letzten öffentlichen Worte von Karl Liebknecht vor seinem Tode (die Großschreibung der beiden unmißverständlichen Worte zur Hervorhebung der satanisch-deterministischen Machination von mir):

"Noch ist der Golgathaweg der deutschen Arbeiterklasse nicht beendet -­ aber der Tag der Erlösung naht. Der Tag des Gerichts für die Ebert-Scheidemann-Noske und für die kapitalistischen Machthaber, die sich noch heute hinter ihnen verstecken. Himmelhoch schlagen die Wogen der Ereignisse . Wir sind es gewohnt, vom Gipfel in die Tiefe geschleudert zu werden. Aber unser Schiff zieht seinen geraden Kurs fest und stolz dahin bis zum Ziel.

Und ob wir dann noch leben werden, wenn es erreicht wird ­- leben wird unser PROGRAMM; es wird die Welt der erlösten Menschheit BEHERRSCHEN. Trotz alledem! - Liebknecht, in : Die Rote Fahne, 15. Januar 1919

... und dieses Beherrschtwerden ist der Kerker, in dem so viele drinsitzen und es nicht mal bemerken. Die meisten würden die Farce nicht mal beim Lesen dieser ungeheurlichen Worte bemerken!

- G. G.

Hesperiolus
14. Januar 2019 12:36

Dem komparativen "eher" zwischen Nationalsozialismus und Rechter in der Vorwegthese sei widersprochen.
Der 13. und 14. Absatz des Textes zur Linken trifft es aber.
Eine beispielhaft bourgeoise Kosmopolitin irgendwo zwischen Blankenese und der Provence, eine Weizsäcker-Adeptin wie Karin Prien meint zeitgleich, "kritische Kunst" wie jene von Feine Sahne Fischfilet vor einer "Verrohung der öffentlichen Debatte" in Schutz nehmen zu müssen, ausgerechnet. Den ihr in anderem Zusammenhang gemachten Vorwurf der "Food-Pornographie" bestätigt sie damit buchstäblich.
http://www.taz.de/CDU-Politikerin-ueber-linke-Punkband/!5564703/

heinrichbrueck
14. Januar 2019 12:46

Der Verstand muß zuerst erkennen, bevor der Wille in Aktion treten kann. Bekenntnisse steuern den Willen, als Voraussetzung und Durchführungsplan. Dadurch die geistige Demontage eines Volkes den Überwindungswillen handlungsgelähmt hält.
Wählten 80 % der Leute den Selbstmord, man würde es nicht Demokratie nennen. Gegen die eigenen Interessen zu wählen, es ist erlaubt. Also ein langfristig zu begehender Selbstmord, wird Demokratie genannt.
Kann eine Demokratie jemals so funktionieren, wie man es sich vorstellt?

Stil-Bluete
14. Januar 2019 12:53

Ihnen, Herr Bosselmann auf dieser Seite wieder zu begegnen, ist eine schöne Überraschung. Glückwunsch zu diesem Schritt in beide Richtungen, dem Absender und der Schaltstelle. Alls Empfänger freue mich über Ihre Gegenwärtigkeit.

Singularität, Eimaligkeit der Erinnerung gilt, für jeden einsichtig, der eigenen Person. Darüber hinaus kann das sog. kollektive Gedächtnis gemeinsam Erlebtes nur in überschaubaren Gruppen (Klasse, Kompanie, Freundeskreis, Brigade, Widerstandsgruppe, Verwandtschaft) in Form von Briefen, Fotos, Tagebüchern, Anekdoten am Familientisch, Überlieferung wahr-genommen werden.

Der jüdische Nobelpreisträger Elias Canetti hat der Versuchung widerstanden, das Totalitäre allein als Phänomene bolschewistischer /kommunistischer sowie nationalsozialistischer/faschistischer Herrschaftssysteme zu identifizieren. In 'Masse und Macht' geht er weit zurück und vor allem weit darüber hinaus, was eine Analyse der Vergangenheit, eine sog. objektive Vergangenheitsbewältigung sein könnte - Zuordnung in (Arche-)Typen.

Er hat C. G. Jungs Archetypen, die er in allen Gesellschaftsformationen von Anbeginn der menschlichen Existenz ausmachen konnte, prinzipiell weiterentwickelt.
- Masse, auch als (Natur-)Geister, Gespenster, Engel Segen oder Bedrohung massenhaft in Stammeskulturen, Religionen
- die Symbole der geordneten einheitlichen Masse als Fahnen, Wind, Korn, militärische Formation
- die Horde, Meute, Bande
- die Vermehrung als Machtanspruch: Berge von Leichen, Schätze, Menschen, Abfall, Sklaven - wir erleben es gerade mit dem Schnee -
- der Befehl, der fundamentale Auftrag, die Verlängerung im Speer, im Gewehr - als 'Stachel' - heute würde man 'Trauma sagen'-, loswerden will, indem man ihn, im Moment gerade mit den Messern, weitergibt.

Bekenntnis: Das Höchste - am besten nur einmal im Leben.
erkennen: schönster Beleg in der Bibel über Mann&Frau: 'Und sie erkannten sich'
Erkenntnisse: geistige und körperliche Arbeit
Kenntnis haben: von einer Sache ist mehr als etwas/viel kennen
Kenntnisse: lehren, lernen

@ Andreas Walter
Welcher Satz ist das?

W. Wagner
14. Januar 2019 14:00

Hervorragend!!!! Sollte auch in die Druckausgabe, damit der Text nicht verschwindet!
Passend dazu empfehle ich die Bücher von Renzo De Felice, findet man schon für Groschen, vor allem sein Interview zum Faschismus.

Nemo Obligatur
14. Januar 2019 20:19

Ein echter Bosselmann sozusagen. Habe ich immer gerne gelesen. Links oder rechts ist ja in vielen Fällen der Lebensführung egal und eigentlich nur in einem bestimmten politischen Kontext von Bedeutung. Man könnte auch sagen: Die Gesäßgeographie ersetzt nicht echte Haltung, Anstand oder Takt, ja nicht einmal Geschmack.

Waldgaenger aus Schwaben
14. Januar 2019 20:44

Es fehlt an Jugend.
Hätten wir junge Männer, die ihren Platz und damit Weibchen erkämpfen müssen indem sie alte Silberrücken verdrängen , wären sie heute der Rebellion wegen rechts.

Aber für zwei Alte, die wegsterben steht ein Junger bereit. Warum also sich nicht angepasst geben und warten bis ein Platz frei wird?

Andreas Walter
14. Januar 2019 23:30

@Stil-Bluete

"Dass sie von den feigen Schlägern und Internet-Denunzianten der Antifa bis hin zur CSU wieder mal in einer Einheitsfront versammelt ist, irritiert namentlich die Linke."

Diesen Satz halte ich für unwahr, beziehungsweise falsch. Die Linke ist ebenso ein Teil dieser Einheitsfront und das waren sie schon immer. Der Grund dafür ist auch schnell erklärt. Grenzen sind sowohl den Kapitalisten wie auch Marxisten ein Dorn im Auge. Patrioten, Nationalisten und "Nazis" wollen dagegen Grenzen, vor allem aber Eingangskontrolle und Unabhängigkeit (Souveränität).

Diese Dreiteilung spiegelt sich sogar (Zufall?) in den drei klassischen Produktionsfaktoren wider: Arbeit, Boden, Kapital.

Der Boden aber (und seine Rohstoffe) lässt sich nicht beliebig vermehren, Arbeiter und das (Finanz)-"Kapital" sind dagegen in den letzten Jahrzehnten förmlich explodiert.

Beide Probleme (Ungleichgewichte) lösen sich aber von selbst. Das Eine durch Inflation, das Andere durch den Tod - Chaos, Hunger, Mord und Totschlag, Krieg, Massenmord, Seuchen.

Einziger Ausweg: Kernfusion, da E=mc2 (weil m ganz viel E ist, vereinfacht ausgedrückt).

Veganismus, Selbstmord oder realer Marxismus (also totalitär) sind dagegen keine Problemlöser, sondern verschaffen höchstens einen Zeitgewinn. Wobei alleine auch schon eine Preiserhöhung der Energie (Produktionsaufwand) zu den gleichen Problemen führt, nur dann eben nicht im selben Ausmaß wie bei Totalausfall. Einen kurzen Vorgeschmack darauf gab es in der Dritten Welt und auch in Schwellenländern bereits 2008, und derzeit in Frankreich.

larus
15. Januar 2019 12:18

Nur für die Registratur - in der aktuellen Ausgabe besagten "Blättchens" fand sich auch dies: https://das-blaettchen.de/2019/01/mastermind-kubitschek-46809.html

Stil-Bluete
15. Januar 2019 12:52

@ Andreas Walter

'Dass sie von den feigen Schlägern und Internet-Denunzianten der Antifa bis hin zur CSU wieder mal in einer Einheitsfront versammelt ist, irritiert namentlich die Linke."

Das ist kein Zitat von mir. Bitte richtigstellen. Danke.

Stil-Bluete
15. Januar 2019 13:01

@ Andreas Walter

Danke für den 'Satz' auf Grund meiner Anfrage vom 14. 1. 12:53.

(Da der Bezug zu Herrn Bosselmann auf Grund unzureichender Kommentarfunktionen kaum herzustellen ist, könnte man bei Ihrer Antwort leider darauf kommen, daß ich den Satz geschrieben hätte.)

Sara Tempel
15. Januar 2019 16:06

Ich freue mich hier wieder etwas von Ihnen zu lesen, Herr Bosselmann! - Wundert es Sie, daß unter unserem Merkel-Regime Schüler mit systemkonformen Bekenntnissen erzogen werden? Wie lange könnten die linken Pokitiker mit manipulativen Lügen, verbreitet durch Staatssender und Mainstreampresse, die Wahlen noch lenken, wenn unsere Kinder lernten ihren eigenen Verstand zu benutzen? Wer möchte schon, daß wir, Deutschen, Erkenntnisse aus unserer Geschichte gewinnen?

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