Sezession
4. Februar 2019

Sonntagsheld (95) – Überlebt, oder sterbt!

Till-Lucas Wessels / 9 Kommentare

Sonntagsheld (95) – Überlebt, oder sterbt!

Mit dem Streichbogen gegen das Nichts

Till-Lucas Wessels

Till-Lucas Wessels studiert und ist identitärer Aktivist sowie »Minenhund für zukünftig Zumutbares«.

 

Kürzlich dokumentierte Kollege Klonovksy in seinen Netztagebüchern die neuesten Auswürfe des örtlichen antifaschistischen Hexenhammers, diesmal aus der vermeintlichen Kulturstadt München, genauer: Aus der Bayerischen Akademie. Dort erwischte es den Cellisten Matthias Moosdorf, der sein Geld nicht nur am schönsten aller Streichinstrumente verdient, sondern auch Angestellter eines AfD-Bundestagsabgeordneten ist.

Die in ihrer passiv-aggressiven Art wahrscheinlich von wohlfeilen Damenfingern in die Tasten gespuckten Zeilen fanden sich auf einigen unkreativ gestalteten Handreichungszetteln, die wohl lustig sein sollten, aber auf jeden normalen Menschen nur irritierend wirken konnten. Das weichgekochte Gulasch aus Falschinformationen ohne Belege, Beleidigungen und – wie könnte es anders sein – einem Aufruf zum fröhlich-engagierten Mitdenunzieren erspare ich meinen Lesern; es ist eh immer das gleiche.

Eine inhaltliche Durchsicht hat keinen Sinn - wir können diese Menschen ohnehin nicht überzeugen. Kubitschek hat in seinem nüchternen Artikel zur Lage die Erkenntnis festgezurrt, die am Ende der seltsamen Mit-Rechten-reden-aber-irgendwie-auch-nicht-Jahres 2017/18 stehen muß: Das Volk als ethnisch-kulturelle Schicksalsgemeinschaft ist für uns eine unhintergehbare Grundlage. Volk, das meint für uns aber auch eine in sich vielschichtige und diverse Gesellschaft, die sich dadurch ausweist, das auch der innere Gegenpart von links für uns in letzter Instanz integrierbar bleibt.

Auch, wer sich als „antideutsch“ sieht, bleibt, ob er will oder nicht, Teil der gewachsenen, wenn schon nicht der Willensnation. Wir werden ihn nicht ausstoßen, wir sind nicht diejenigen, die vom Tisch aufstehen, wenn er sich dazusetzt, oder eine (unpolitische) Vorführung sabotieren, weil er als einer der Künstler auf der Bühne steht. Wir haben, meine ich, immer noch die Kraft ihn auszuhalten, weil das, wofür wir uns einsetzen stärker ist, als das, was er vernichten will.

Gleichzeitig nimmt natürlich der inquisitorische Eifer unserer Feinde mit jedem Tag zu. Wer rechts ist, soll inzwischen nicht mehr nur aus der Öffentlichkeit verschwinden, auch die letzten Rückzugsorte, die persönliche Heimat und die Familie sollen ihm genommen werden.

Das Private, vor allem das Zwischenmenschliche ist nicht verwertbar, es läßt sich also nicht mit dem Instrumentarium der Netzwerke fassen, deren Handlanger diese Kanaillen sind und entzieht sich zu einem gewissen Grad der Logik des sanften Totalitarismus, die sich über unsere Welt legt. Damit wird es essentiell für ein eigentlich soziales Empfinden, für die Konstitution von echter Gemeinschaft und für den Widerstandskämpfer, der immer eine Heimat braucht, für die er in den Krieg zieht.

Wer aus diesem Geflecht, diesem Organismus, der die Gemeinschaft ist, herausschnitten, oder -gerissen wird, stirbt auf die eine oder andere Art und Weise. Entweder er geht ein, oder er wird zu einem Apostel des Nihilismus und damit zum besten Erfüllungsgehilfen des Systems. Genau das ist es, was unsere Feinde wollen: Die Vernichtung, nach Möglichkeit auch physisch, aber das fällt nicht ins Gewicht.

Ich glaube jedenfalls, daß wir das aushalten können. Denn da, wo sich der Feind auf die Seite des Datentotalitarismus, der Gleichschaltung, letztendlich des Nichts stellt, da ist es schon ein revolutionärer Akt einfach nur ein normales Leben zu führen. Wenn ich mir die ungesunden Gesichter auf den Gegendemonstrationen vor unserem Hausprojekt in Halle anschaue, dann weiß ich, daß allein die Tatsache, daß es uns gibt, ihnen schon mehr Qualen bereitet, als wir jemals von ihren schwächlichen Händen erfahren werden.

Ich wünsche mir daher, – und habe auch keinen Zweifel daran - daß Matthias Moosdorf weitermusiziert. Denn jeder Strich, oder soll ich sagen: Jeder Streich, den er mit dem Bogen über die Seiten seines Cellos führt, ist ein klaffender Schnitt in der Grimasse derer, die ihn und uns vernichten wollen.

 

 


Till-Lucas Wessels

Till-Lucas Wessels studiert und ist identitärer Aktivist sowie »Minenhund für zukünftig Zumutbares«.


Kommentare (9)

Laurenz
4. Februar 2019 07:12

Die liberale Haltung ist typisch deutsch, zieht sich durch die Christianisierung und die Wikingerzeit, wurde letztendlich mit der endgültigen Einführung des römischen Kirchenrechts im 16. Jahrhundert, übelst im 2. Reich und bis heute bestraft. Irgendwann sollten Deutsche aus Ihrer Geschichte gelernt haben. Es ist gar nichts gegen die imperialen Flavii zu sagen, wenn sie denn ihre globalen Neigungen in bereits existierenden multi-ethnischen Staaten, wie Brasilien oder Saudi-Arabien ausleben möchten. Dort wartet man sicher schon gespannt auf die direkte Unterstützung unserer selbst-ernannten Weltretter. Wer sich eingehender mit Globalisierungs- und Nationalisierungsphasen beschäftigt hat, weiß, daß diese in der Regel jeweils so ca. 60 Jahre dauern, und sich abwechseln. Die Geschichte heterophober, ewig gestriger Politik ist so alt, wie die Zivilisation selbst. Die pösen Makedonier vernichteten die schwule SA-Elite (Heilige Schar) der antiken hellenischen Stadt Theben.
Da die aktuelle Globalisierungsphase sich dem Endstadium nähert, drehen unsere linken "am-deutschen-Wesen-soll-die-Welt-genesen"-Vertreter eben am Rad. Jeder kann sich die Ergebnisse der Globalisierungsphase zuvor anschauen. Da entwickelte sich die Deutsche Bank zur größten Bank der Welt und die Nummer endete im 1. Weltkrieg. Daher ist nichts einzuwenden, wenn die deutsche Linke am nächsten Weltkrieg irgendwo teilnimmt, aber bitte ohne uns und nicht hier.

H. M. Richter
4. Februar 2019 08:45

Zeitzeichen, - der Vernichtungswille nimmt zu.

Moosdorf wie auch Lethen und Sommerfeld (s. faz.net v. 03.02.2019, V. Weiß, Die große Inszenierung) sollten sich - wenn irgend möglich - rechtlich zur Wehr setzen.

Andere, wie die Frankfurter Studentin, die während einer Vorlesung in Frankfurt heimgesucht wurde (s. Klonowsky, acta-diurna, 1. Februar 2019) oder die hierzulande tagtäglich bedroht, eingeschüchtert und beachteiligt werden, weil sie Sympathisant oder gar Mitglied der einzigen Oppositionspartei im Deutschen Bundestag sind, haben in der Regel von vornherein weit weniger Aussicht auf Erfolg.

So oder so: Der 'Druck in der Flasche' steigt; bleibt abzuwarten, ob - und wenn ja wann - die 'kritische Temperatur' erreicht wird.

nom de guerre
4. Februar 2019 11:29

Bei dem Vorfall mit Matthias Moosdorf bleibt allerdings festzuhalten, dass das Publikum - wenn ich Klonovskys Ausführungen richtig verstanden habe - auf die antifantische Provokation hin nicht mitgezogen hat. Das ist doch schon mal was.
Aber wer genau ist jetzt der Sonntagsheld? Moosdorf, das deutsche Volk, dessen Teil auch die Linken wohl oder übel sind, oder Outdoor Illner?

Niekisch
4. Februar 2019 16:49

Für mich ist Till - Lucas Wessels der Sonntagsheld. Und warum? Weil er die für uns erforderlich Haltung herzbewegend beschreibt. S o überwinden wir den Feind.

LotNemez
5. Februar 2019 11:31

Meine volle Zustimmung zu ihren Zeilen. Sowas schreibt sich nur aus einer ehrlichen Volksliebe heraus. Auch dem Querschläger der Familie wird der Vater die Tür öffnen, wenn er nach seinem Egotripp wieder Einlass begehrt. Ja, das sind die christlichen Wurzeln, die uns zur NÄCHSTENliebe = zur Liebe des Eigenen anleiten und damit auch zum Wahrnehmen des einigenden Bandes, dass erst wahre Herrschaft und Größe ermöglicht und legitimiert. Das bedeutet nicht, seinen Verstand aufzugeben und alles besinnungslos zu erdulden, es bedeutet Standhaftigkeit, nicht Unterwerfung. Wölki und Marx sind keine Christen sondern ähneln den Heiden im biblischen Sinne, die im Athen der Apostelzeit einen Marmorsockel mit der Aufschrift "Dem unbekannten Gott" aufgestellt hatten.

Besonders:
"Auch, wer sich als „antideutsch“ sieht, bleibt, ob er will oder nicht, Teil der gewachsenen, wenn schon nicht der Willensnation. Wir werden ihn nicht ausstoßen, wir sind nicht diejenigen, die vom Tisch aufstehen, wenn er sich dazusetzt, oder eine (unpolitische) Vorführung sabotieren, weil er als einer der Künstler auf der Bühne steht. Wir haben, meine ich, immer noch die Kraft ihn auszuhalten, weil das, wofür wir uns einsetzen stärker ist, als das, was er vernichten will."

In diesem Sinne gehören zu Feindschaft immer zwei: Einer der sie erklärt, und einer, der sich diesem Versuch, Tatsachen zu schaffen ergibt. Deutungshoheit bedeutet auch, die Hoheit über die Deutung des großen Antagonismus unserer Zeit zu erringen.

Niekisch
5. Februar 2019 18:19

"Ja, das sind die christlichen Wurzeln, die uns zur NÄCHSTENliebe = zur Liebe des Eigenen anleiten und damit auch zum Wahrnehmen des einigenden Bandes, dass erst wahre Herrschaft und Größe ermöglicht und legitimiert"

@LotNemez 5.2.11:31: das christliche ist für mich und viele andere gerade nicht das Anleitende. Im Gegenteil: wir sehen das Christentum als Weltbruderbund, der für j e d e n offen ist und uns am Verteidigen des Eigenen verhindert. Schwarze Priester fordern uns mitten in Deutschland auf, in die Kriminalität gefallenen Muslimen zu verzeihen, die unsere Frauen angefaßt haben. Pfui!

micfra
6. Februar 2019 00:03

Ich habe gerade die ersten 3 Seiten aus Provokation (kaplaken 6) gelesen und dieser Artikel scheint aus dem gleichen Geist zu sein, der es auf den Punkt bringt.

Andreas Walter
6. Februar 2019 11:53

Outdoor Illner, du hast mich gestern ein paar mal richtig laut zum lachen gebracht, aber auch zum schmunzeln und staunen. Die Rolle als Bösewicht und Übel aller Welt spielst du übrigens am besten. Wesentlich überzeugender als Christoph Waltz in Inglourious Basterds (was wohl an seinen weiblichen Vorfahren liegt).

"Zack! Erdbeermarmelade!", wenn ich mich recht erinnre.

(“Ein Faustschlag ins Gesicht der Pietät gehört [eben] zu den Taten, ohne welche man nicht von der Schürze der Mutter loskommt.“ Hesse)

Breckert
7. Februar 2019 10:57

"Auch, wer sich als „antideutsch“ sieht, bleibt, ob er will oder nicht, Teil der gewachsenen, wenn schon nicht der Willensnation."

Nein.
Riesendenkfehler.
Unser Strafgesetzbuch sieht für Leute, die sich nicht an Regeln halten, mit gutem Grund Sanktionen vor.
Kriminalität ist da keine von vielen Optionen als Alternative zum legalen Handeln.

Wer sich von unserer Nation nicht nur distanziert, sondern sogar ihre Abschaffung aktiv betreibt, muß nicht nur ausgegrenzt werden, sondern auch alle Privilegien verlieren, die er sich unter ihrem Schutz und nach ihren Regeln erworben hat.
Staatsbürgerschaft, Rentenansprüche, Immobilien.
Das ist in jedem Kleingartenverein nicht anders.

Die Perversion des Wortes "Toleranz" durch die linke Journaille sollte ohnehin ein Grund dafür sein, so wenig wie nur möglich diesen Leuten zukommen zu lassen.
Hier ist Härte und Konsequenz gefragt und kein Entgegenkommen.

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