Sonntagsheld (104) – Der Traumzerplatzer

Erinnern Sie sich noch an Kapitän Abujella Abdul-Bari? Ganze 86 Sonntagshelden ist es her, da berichtete ich unter Verweis auf eine SPIEGEL-Doku über den letzten Kapitän der libyschen Kriegsmarine, der sich auf dem Mittelmeer einen einsamen Kampf mit den Schleppern und ihren NGO-Komplizen liefert.

 Gastbeitrag

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Erin­nern Sie sich noch an Kapi­tän Abu­jel­la Abdul-Bari? Gan­ze 86 Sonn­tags­hel­den ist es her, da berich­te­te ich unter Ver­weis auf eine SPIE­GEL-Doku über den letz­ten Kapi­tän der liby­schen Kriegs­ma­ri­ne, der sich auf dem Mit­tel­meer einen ein­sa­men Kampf mit den Schlep­pern und ihren NGO-Kom­pli­zen liefert.

Auch die Crew der C‑Star begeg­ne­te auf ihrer Mis­si­on dem ver­we­ge­nen See­fah­rer und sei­nen Mari­ne­sol­da­ten und konn­te über Funk mit­er­le­ben, wie er die NGO-Schif­fe unmiss­ver­ständ­lich in die Schran­ken verwies.

Nun sind eini­ge Jah­re ins Land gezo­gen und durch die Initia­ti­ve Sal­vi­nis ist eini­ger­ma­ßen Ruhe auf dem Mit­tel­meer ein­ge­kehrt. So scheint es zumin­dest. Eine neue Doku­men­ta­ti­on des Sen­ders arte hat sich aber­mals an Bord der Al Khi­fa  bege­ben und beglei­tet den wohl meist­be­schäf­tigs­ten Kapi­tän des Mit­tel­meers bei sei­ner Arbeit.

Es sind düs­te­re Bil­der und Geschich­ten mit denen die Pro­duk­ti­ons­fir­ma arbei­tet: Ohne Kom­men­ta­re zei­gen sie die ermü­de­ten und nie­der­ge­schla­ge­nen Gesich­ter der schwarz­afri­ka­ni­schen Migran­ten, die von der Küs­ten­wa­che von ihren klapp­ri­gen Motor­boo­ten her­un­ter­ge­holt wer­den; bei einem Besuch in einer liby­schen Tran­sit­stadt am Rand der Saha­ra erzählt eine ver­stüm­mel­te Frau von bru­ta­len Ver­ge­wal­ti­gun­gen und vie­hi­schen Misshandlungen.

Dem gegen­über steht, qua­si als „Böse­wicht“, unser alt­be­kann­ter Sonn­tags­held Abdul-Bari, der gemein­sam mit sei­ner Mann­schaft sto­isch sei­nen Dienst ver­sieht. Man merkt ihm die Rou­ti­ne durch­aus an, die ihn streng gemacht hat – die liby­sche Küs­ten­wa­che hat trotz Rück­gang der Migra­ti­ons­zah­len nach wie vor fast täg­lich mit Ver­letz­ten, Ver­zwei­fel­ten und Toten zu tun. Mit den NGOs lie­gen sie der­weil in einem zähen Stel­lungs­krieg. Die Doku­men­ta­ti­on zeigt deut­lich, dass die Orga­ni­sa­tio­nen jeder­zeit bereit sind, Abma­chun­gen, die sie mit der Küs­ten­wa­che getrof­fen haben, zu bre­chen, um die Migran­ten an Bord zu neh­men und sie nach Euro­pa zu verfrachten.

Man kann es nicht anders sagen – ich schloß mei­nen Arti­kel schon vor zwei Jah­ren mit die­ser Fest­stel­lung: Abdul-Bari und sei­ne Kame­ra­den machen nach wie vor die Drecks­ar­beit für Euro­pa auf dem Mit­tel­meer. Ihr Lohn dafür ist dürf­tig, inzwi­schen hat die liby­sche Küs­ten­wa­che eini­ge ihrer damals von der NATO zer­bomb­ten Schif­fe in Ita­li­en repa­rie­ren las­sen kön­nen; ihre Flot­te umfasst jetzt immer­hin 7 Boote.

Mit ihnen fah­ren sie täg­lich auf das Mit­tel­meer hin­aus, fischen die Ille­ga­len aus dem Was­ser und brin­gen sie zurück in das Cha­os eines Lan­des, das nach wie vor am Ran­de eines Bür­ger­krie­ges schwebt. Auch ihre Hei­mat lei­det dabei stark unter der Migra­ti­on: Unter dem Ein­fluss nige­ria­ni­scher Men­schen­händ­ler ist die Skla­ve­rei nach Nord­afri­ka zurück­ge­kehrt, mit den Migran­ten­ka­ra­wa­nen kom­men Kri­mi­na­li­tät, Ter­ro­ris­mus und Elend ins Land.

Schuld dar­an, das wis­sen wir so gut wie Abdul-Bari und sei­ne Kol­le­gen, sind vor Allem die NGOs und Poli­ti­ker Euro­pas, die dem gigan­ti­schen schwar­zen „Youth Bul­ge“ in Afri­ka den gif­ti­gen Traum von Euro­pa ein­ge­impft haben. Es ist die­ser Traum den sie jeden Tag aufs Neue zum Zer­plat­zen brin­gen müs­sen; eine bru­ta­le Auf­ga­be, aber der ein­zi­ge Weg, um den Fluß von Süden nach Nor­den ste­tig auszudünnen.

Die Spre­che­rin in der Doku nennt die­se euro­päi­sche Poli­tik “zynisch” und ich ertap­pe mich dabei, wie ich ihr zustim­me. Not­dürf­tig unter­stützt mit euro­päi­schen Sub­ven­tio­nen haben die­se Män­ner tag­täg­lich Auf­ga­ben zu bewäl­ti­gen, die man einer west­li­chen Schiffs­be­sat­zung ver­mut­lich gar nicht zumu­ten könnte.

Wahr­schein­lich braucht es wirk­lich den kriegs­ge­prüf­ten Kapi­tän und sei­ne Man­nen, deren gischt­ge­gerb­te Gesich­ter längst hart gewor­den sind, um das Cha­os, das sich tief im Süden zusam­men­ballt, zurück­zu­hal­ten und täg­lich in den Abgrund des Elends zu starren.

Für solch eine Arbeit bekommt man in der zivi­li­sier­ten Welt kei­nen Orden, son­dern allen­falls ner­vi­ge Pres­se­an­fra­gen. Mein Respekt hin­ge­gen ist ungebrochen.

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Kommentare (16)

Lotta Vorbeck

29. April 2019 00:37

Möge unserem wackeren Beschützer im Mittelmeer das Schicksal ein wenig gewogener sein, als dem Sonntagshelden № 28 & 34, dem Brigadegeneral Issam Zahreddine aka "Der Löwe".

Laurenz

29. April 2019 00:55

Vor allem die USA, China, Frankreich und Rußland sind in Afrika unterwegs. Wie immer geht es um Rohstoffe und zukünftige Konsumenten. Die EU-Fangflotten nutzen die schwachen Küstenwachen afrikanischer Staaten aus, und fischen da alles weg. Das können wir zwar benennen und die Bigotterie anprangern, aber Änderungen am System bleiben uns aktuell verwehrt. Leider wird die von Mark Steyn oft geschilderte imperiale, ungebildete Ignoranz der Multi-Krimi-Gleichheiheist-Fetischisten zulasten der Afrikaner und uns nicht besser. Der Neo-Kolonialismus des Westens bereitet einem echte Sorgen. Libyen ist, wie eh und je der Zankapfel zwischen Frankreich und Italien. Die dortigen Bürger haben nichts aus der Historie gelernt. Und am deutschen Wesen soll die Welt immer noch genesen.

Dancehall Rumsfeld

29. April 2019 00:56

Das eigentliche Problem, nämlich arte, kommt mir, bei allem gebotenen und ehrlichen Respekt für den Autor, in diesem Artikel zuwenig heraus.

Zur Veranschaulichung dessen, was ich meine: https://protokollsatz.blogspot.com/2019/04/offentlich-rechtliche-kunst.html

Andreas Walter

29. April 2019 05:41

Wenn es nicht die linken NGOs machen wären es andere, noch kriminellere Organisationen, die sich um den lukrativen Job kümmern würden.

Dagegen hilft leider nur die israelische Methode oder eben noch härter: Solange filmen und veröffentlichen, wie man die Schiffe und Boote direkt an der jeweiligen Seegrenze versenkt, bis es wirklich kein moderner Pirat mehr wagt, in fremde Gewässer und Territorien einzudringen.

Was natürlich nicht passieren wird, und darum ist die Arbeit von Soldaten wie Abujella Abdul-Bari bis auf weiteres auf Jahrzehnte gesichert.

Wobei das Ganze nicht mal unbedingt neu ist:

https://en.wikipedia.org/wiki/Ancient_Mediterranean_piracy

Früher war lediglich alles direkter, fand unmittelbar statt, sowohl der Angriff wie auch die darauf folgende wirtschaftliche (und auch anderweitige) Bereicherung (Befriedigung). Mit zunehmender Unterdrückung von offener Gewalt im öffentlichen Raum ist Aggression heutzutage aber lediglich in den Schatten gesunken, einfach nur subtiler geworden. Wird damit aber auch stärker über Raum und Zeit verteilt, gestreckt. Für viele ist sie darum weniger sichtbar, nicht mehr (so gut) greifbar.

https://www.youtube.com/watch?v=vnXm2vpbTMY

Anstatt also Städte an der Küste (oder Schiffe, wie in Somalia,) direkt mit Waffengewalt zu überfallen, zu plündern, sie auszurauben, vergewaltigen und Sklaven zu nehmen, bedient man sich jetzt anderer, eher passiv aggressiver ("sanfter", femininer) Methoden, um am Ende aber trotzdem die gleichen Ziele zu erreichen, nämlich Befriedigung der eigenen Bedürfnisse.

Immerhin wurde "das Tier" dadurch etwas zurückgedrängt, doch eben nur zum Preis der globalen Verhurung, Babylonisierung grosser Teile des Planeten.

Fritz

29. April 2019 08:15

@Laurenz: Die EU zahlt Millionen für die Fischreirechte vor der afrikanischen Küste; Spitzenreiter ist Mauretanien mit 61 Millionen € pro Jahr. Das geschieht alles im Einverständnis mit den dortigen Regierungen.

https://ec.europa.eu/fisheries/cfp/international/agreements/

Laurenz

29. April 2019 10:05

@Fritz ... alle Aktionen ausländischer Mächte sind von irgendeiner Regierung oder Rebellen-Regierung legalisiert (siehe Kongo oder Angola). Aber da Korruption in Afrika als gesellschaftlich legitim gilt, nutzt das einer dortigen Bevölkerung und in der Konsequenz dann uns einen Haufen Exkremente. Der Überfälle auf Frankreich in 2 Weltkriegen waren aufgrund 2er französischer Kriegserklärungen an die jeweilige Reichsregierung auch legitimiert. Auch unser Asylrecht ist legal. Und jetzt? Macht das irgendwas besser?

@Andreas Walter .... Libyen war ein funktionierender Staat mit stabilen Außengrenzen und einer effektiven Küstenwache. Dadurch waren auch die Nachbarn Libyens in einer stabileren Position. Libyen war auch der einzige nordafrikanische Staat, der begriffen hatte, daß Nomadentum weiter in die Katastrophe führt.

Fritz

29. April 2019 11:13

Nein das macht nichts besser. Aber es wären ja wohl diese Regierungen, die etwas dagegen unternehmen müssten und könnten. Ich bin daher immer etwas empört, wenn gesagt wir, die Europäer würden deren Meer leerfischen oder deren Märkte mit Billigwaren überschwemmen. Dazu gehören immer zwei.

Atz

29. April 2019 11:40

So eine Art Game of Thrones Moment.

Entscheidend, dass alles unternommen wird um die "Seenotretter" von ihren Finanzierungsquellen und der Unterstützung abzuschneiden. Das kann durch Unterwanderung und Sabotage funktionieren.

Lotta Vorbeck

29. April 2019 16:09

@Atz - 29. April 2019 - 11:40 AM

"Entscheidend, dass alles unternommen wird um die "Seenotretter" von ihren Finanzierungsquellen und der Unterstützung abzuschneiden. Das kann durch Unterwanderung und Sabotage funktionieren."

***********************

Welche Art von wohlstandsverhätschelten Hanswürsten, sich als NGO-Seenotretter aufspielen, läßt sich in Dutzenden Videos studieren.

Möchten Sie sich wirklich unter diese schmalspurig-eindimensionalen Hedonisten begeben, um deren Treiben zu sabotieren?

Wie sollte das in der Praxis ablaufen? Sie heuern bei denen mit ihrem privaten Bootsführerschein als Schiffsführer an?

Oder Sie geben sich als Maschinist aus und verunreinigen den in den Tanks befindlichen Schiffsdiesel?

Suggestiv gefragt: Wer finanziert eigentlich die als "privat" getarnte Seenotschlepperei?
Verdeckt Soros & Genossen.
Offen beispielsweise eine der BRD-Amtskirchen und mehr oder weniger indirekt all die hirngewaschenen "Betroffenen", die sich pharisäerhaft vorgeblich sehr um fremdes Elend sorgen, sich aber am Unglück ihres unmittelbaren Nachbarn schadenfroh ergötzen und die aus angeblicher Seenot Geretteten selbstverständlich auch nicht in ihrer persönlichen Umgebung wissen möchten.

Bevor sie nicht selber ernten müssen, was sie gesät haben, wird die Masse der medienkonditionierten, konsumorientierten Wohlfühl-Doppelmoral-Opportunisten an ihrem die Grundlagen der eigenen Zivilisation untergrabenden Verhalten kein Jota ändern.

Atz

29. April 2019 19:33

Der Unterstützerkreis, sehr attraktive junge bildungsnahe Frauen und an ihnen interessierte Herren. Sehr refugeeaffin und drogenoffen, obwohl es in den Kreisen nicht wirklich "Refugees" gibt und man eigentlich auch die "Working Class" ressentimentgeladen ablehnt. Man ist gegen Rassismus und für offene Grenzen für alle und hat das alles nicht mit kategorischem Imperativ durchdacht.

Soros, nun gut. Sorosgeld zu erhalten ist bis 30 000 EUR keine Meisterleistung. Besonders gerne hat Soros Koalitionen. Meistens keine Förderung auf Dauer. Soros mischt sich im Gegensatz zu anderen Finanziers nicht oder kaum inhaltlich ein. Schwerpunkt war immer Ungarn. Als Ungarn sich gegen Soros-Einflussnahme wehrte hat man ein Dossier im Europaparlament auf den Weg gebracht, juristisch sehr schwach begründet aber politisch mehrheitsfähig.

Das Handbuch der Stasi zum Thema Zersetzung ist prima. Es reicht anzukündigen, die Bewegung zu unterwandern. Dann fangen jene Mechanismen an, der Abwehr von Feinden, die bislang jedes linke basisdemokratische Projekt erfolgreich von innen vergiftet haben.

Praktisch könnte man seinen eigenen Sammelverein gründen. Es ist auch ein leichtes Satzungen für Initiativen so zu bauen, dass die Aktivisten viel Ärger haben werden und ausbrennen. Dafür genügt schon ein 4 Leute Vorstand, bei dem 4 Personen vertretungsberechtigt sind. Wenn dann noch Frauen und LGBTI Quoten dazu kommen, oder Abstimmquota der Mitgliederversammlung bzw. hinsichtlich ihrer Beschlussfähigkeit und ordnungsgemäßen Ladung ist der Spaß perfekt.

Lotta Vorbeck

29. April 2019 21:06

@Atz - 29. April 2019 - 07:33 PM

Kennen Sie Alexander Schleyers Büchlein "Defend Europe. Eine Aktion an der Grenze"?
Der gemeinsame Einsatz der jungen Aktivisten der Identitären Bewegung aus Deutschland, Österreich, Italien und Frankreich gegen die illegalen Machenschaften der NGOs auf dem...

Sie können's hier bestellen:

https://antaios.de/shopware.php?sViewport=cat&sCategory=135

Bei der Lektüre von "Defend Europe. Eine Aktion an der Grenze" werden Sie erfahren, wie effektiv von den Hilfstruppen des Systems betriebene, vielschichtige Sabotage wirkt. Die in Mitteleuropa gebräuchlichen Bahnstrom- und Signalsysteme länderübergreifend zu harmonisieren will seit Jahrzehnten einfach nicht gelingen. Geht's darum ein, vom Martin Sellner und dessen Mitstreitern gechartertes, altes, untermotoriosiertes, finisches Forschungsschiff zu behindern, funktioniert die Sabotage im Wortsinne "wie geschmiert" und zwar länderübergreifend. Die Arme der Systemkrake reichen dann sogar bis nach Ägypten, Tunesien oder in den türkisch besetzten Teil Zyperns hinein.

Konten- und Überweisungswege werden länderübergreifend blockiert, das von Sellners Mannen "Sea Star" getaufte Schiff wird von einem offiziellen Schiffsversorger auf hoher See mit exorbitant überteuertem, gepanschten Diesel beliefert, was zu einem Ausfall der Schiffsmaschine führt, mit List und Tücke gelingt Sellner und seinen Leuten unter Zurücklassung wichtiger Ausrütung auf das Schiff zu gelangen und im EU-Mitgliedsstaat Malta wird EU-Bürgern die offizielle Einreise verweigert ... das diesbezüglich kontaktierte Auswärtige Amt erklärt sich für unzuständig. Lediglich ein paar Malteser mit ihren privaten Booten bringen der auf der "Sea Star" ausharrenden IB-Truppe und der hauptamtlichen Schiffsbesatzung auf eigenes Risiko Trinkwasser und andere dringend benötigte Versorgungsgüter.

Sowohl bei der Binnen- als auch bei der Hochseeschifffahrt handelt es sich um ein total durchreglementiertes Gewerbe. Für die "Guten" werden sämtliche Vorschriften außer Kraft gesetzt. Das hypermoralisch aufgeladenes Gutsein macht's möglich, daß sich die Mitglieder dieser halbstaatlichen Schlepperorganisationen (seinerzeit in arbeitsteiliger Kooperation mit der offiziellen BRD-, spanischen und italienischen Marine) ohne jede seemännisch-nautische Qualifikation als von der Systempresse gefeierte Seenotretter gerieren.

Gegen diese bestens ausgerüstete über Ländergrenzen hinweg vernetzte, Quasi-Immunität genießende, über schier unerschöpfliche Finanzquellen verfügende Hydra wollen Sie mit einem Spendensammelverein anstinken?

Fritz

30. April 2019 07:51

Helfen kann natürlich nur die Schließung der europäischen Häfen, so wie es Italien vorgemacht hat. Mit der Zeit weren sich mehr Regierungen dazu bereit finden, warten wir die Europawahlen ab.

Vox ist in Andalusien am stärksten, wo z.Z. die meisten Flüchtlinge ankommen.

Laurenz

30. April 2019 09:19

@Lotta Vorbeck & Atz .... Sich selbst per Schiff (einer Identity Warrior) in See zu begeben, und NGOs durch Anwesenheit zu stören, ist für uns die einzige Möglichkeit sich vor Ort zu engagieren, aber wie Frau Vorbeck schilderte, ist das auch eine Geldfrage. Wir sind nun mal nicht der französische Geheimdienst, der die 1. Rainbow Warrior im Hafen per Bombe versenkte. Die politische Willensbildung ist hier nun mal gegen uns. Die USA und Rußland haben keine Hemmungen mit Kriegsschiffen auf somalische Piraten zu schießen, in YouTube ist dazu genug Material vorhanden. Die Drohnenangriffe der USA im Nahen Osten sind wohl noch effizienter. Von daher stehen uns nur legale Mittel zur Machtübernahme zur Verfügung. Herr Salvini hat als Innenminister mehr zur Preisgabe einer Lächerlichkeit der EU beigetragen, als jeder andere. Das ist der Weg.

Lotta Vorbeck

30. April 2019 11:51

@Laurenz - 30. April 2019 - 09:19 AM

" ...Die USA und Rußland haben keine Hemmungen mit Kriegsschiffen auf somalische Piraten zu schießen, in YouTube ist dazu genug Material vorhanden. ..."

+++ Was diese von der US-Navy veröffentlichen Videos zeigen (möglicherweise existiert diesbezüglich auch anderes, unveröffentlichtes Material) ist nicht wirklich überzeugend. ... eine US-Fregatte umkreist in Höchstfahrt das Piratenboot um dessen Insassen mittels Wellenschlag zu beeindrucken ...

Eine gänzlich andere Performance in Sachen effektiver Piratenbekämpfung vermitteln von der russischen, chinesischen und indischen Marine am Horn von Afrika gedrehte Videos.

Auch die von etlichen Reedern zur Piratenabwehr auf ihren Schiffen unter Vertrag genommen, privaten Söldnerfirmen erfüllen ihren Auftrag effektiv.

Die BRD-Marine verbringt ihrerseits festgenommene somalische Piraten in die BRD, wo sie dann, wie bereits geschehen, Asylanträge stellen dürfen ...

Eine andere Baustelle: Die Hintermänner/Auftraggeber der somalischen Negerpiraten sollen in London residieren, wären ergo durchaus greifbar.

*****************************

@Laurenz
"Herr Salvini hat als Innenminister mehr zur Preisgabe einer Lächerlichkeit der EU beigetragen, als jeder andere."

+++ Die Videos, die Matteo Salvini in einer begeistert-dankbaren Menge badend zeigen, sind mit wenigen Mausklicks auffindbar.

Solange das finale Ziel der in Italien und Malta anlandenden aus dem Mittelmeer "Geretteten", der zum jeder Brutalität bereiten Zaunkletterer von Melilla und Ceuta sowie der an den Küsten Spaniens eintreffenden Jet-Ski- und Schlauchboottouristen der BRD-Asylschlaraffenland-Magnet ist, besteht kein wirkliches Interesse der die BRD umgebenden Transitländer diese Leute aufzuhalten ... denn dann hätte man sie ja selber an der Backe.

Der_Juergen

30. April 2019 18:06

@ Verbliebener Blog-Stümper

"Der Überfälle auf Frankreich in 2 Weltkriegen waren aufgrund 2er französischer Kriegserklärungen an die jeweilige Reichsregierung auch legitimiert."

Ein wahres Meisterwerk von einem Satz, sowohl grammatikalisch als auch inhaltlich! Dass Deutschland im 1. Weltkrieg Frankreich den Krieg erklärt hat und nicht umgekehrt (1939 ging die Kriegserklärung bekanntlich von französischer Seite aus), hätten Sie im Bedarfsfall innerhalb einer halben Minute bei Wikipedia herausfinden können. Warum der damals praktisch unvermeidliche und allgemein erwartete Einmarsch der Deutschen in Frankreich ein "Überfall" (= unerwarteter Angriff) gewesen sein soll, bleibt auch Ihr Geheimnis. Noch grotesker ist das Wort "Überfall" im Zusammenhang mit dem 2. Weltkrieg, als die deutsche Offensive acht Monate nach der französischen Kriegserklärung einsetzte.

"Was kann ich gegen die Verschwörung des Schweigens über meine Verse tun?" fragte ein Dichterling einst Bernard Shaw. "Beteiligen Sie sich daran", lautete Shaws Antwort. Diese gilt auch für Sie.

Niekisch

2. Mai 2019 14:05

@ der_Juergen: Zu Beginn dieser 8 Monate ermittelt der Generalstab des Heeres bei gewissenhafter Prüfung der militärischen Lage, daß weder die vorhandene Menge der Munition noch der bestand an schweren Panzern, noch die Zahl schwerer Batterien ausreichen, um im gegenwärtigen Zeitpunkt einen Angriff gegen die Streitkräfte Frankreichs und Großbritanniens zu beginnen ( vgl. Beumelburg, Werner, Jahre ohne Gnade, Stalling 1952, S. 46)

Da scheinen die angeblichen deutschen Weltkriegs- und Welteroberungsgelüste doch zumindest 1939/40 noch weit von der Realität entfernt gewesen zu sein.