Sonntagsheld (108) – Film ab

"Es war ein großer Fehler!"

 Gastbeitrag

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“Es war ein gro­ßer Fehler!”

Mit die­sen Wor­ten endet die fast andert­halb­stün­di­ge Doku­men­ta­ti­on “Bor­der­less”, die vor weni­gen Tagen von der Jour­na­lis­tin Lau­ren Sou­thern auf You­Tube ver­öf­fent­licht wur­de. Sie kom­men aus dem Mund eines Schwarz­afri­ka­ners, gespro­chen am Lager­feu­er eines Zelt­la­gers unter irgend­ei­ner Brü­cke im win­ter­li­chen Paris.

Sou­therns Film ist anders, als man das erwar­tet hät­te. Sie war Teil der Mis­si­on Defend Euro­pe, und betreibt – bei ihrem letz­ten Auf­tritt an die­ser Stel­le hat­te ich das lobend erwähnt – kei­nes­falls neu­tra­le Bericht­erstat­tung. Und doch wirkt “Bor­der­less” nicht wie eine rech­te Doku, son­dern eher wie ein gut recher­chier­tes Stück Investigativjournalismus.

Gemein­sam mit ihrem Team bereist sie die unter­schied­li­chen Hot­spots der Asyl­kri­se: Die tür­ki­sche Küs­te vor Les­bos, Marok­ko, die spa­ni­schen Enkla­ven Ceu­ta und Melil­la und die bul­ga­risch-tür­ki­sche Gren­ze. Dabei liegt ihr Fokus aber nicht eigent­lich auf den Migran­ten son­dern vor allem auf den Pro­fi­teu­ren der Krise.

Die­ser rote Faden zieht sich durch den gan­zen Film: Wer ver­dient eigent­lich dar­an, die Men­schen von Afri­ka nach Euro­pa zu beför­dern? Wer geht am Ende als Gewin­ner aus der gan­zen Geschich­te her­vor und wer als Ver­lie­rer? Bei der Beant­wor­tung die­ser Fra­gen, die ihr – soviel vor­weg – auch nicht voll­um­fäng­lich gelingt, trifft sie auf rück­sichts­lo­se Schlep­per und kri­mi­nel­le NGO-Mit­ar­bei­ter, die wahl­wei­se ohne jede Skru­pel oder bis ins Mark hin­ein fana­ti­siert das gro­ße Geschäft vom Men­schen­han­del auf dem Mit­tel­meer betreiben.

Ins­be­son­de­re die­ser inves­ti­ga­ti­ve Teil ist es, der die Doku­men­ta­ti­on zu einem wirk­li­chen Gewinn für die rech­te Medi­en­land­schaft macht: So gelan­gen dem Team um die umtrie­bi­ge Kana­die­rin unter ande­rem Auf­nah­men mit ver­steck­ter Kame­ra, in wel­chen die Mit­ar­bei­te­rin einer wich­ti­gen Asyl-NGO ganz frei­mü­tig berich­te­te, wie sie poten­ti­el­len Asy­lan­ten Schau­spiel­un­ter­richt gibt, damit die­se sich als christ­li­che Flücht­lin­ge aus­ge­ben können.

Auch der Anwalt des grie­chi­schen NGO-Chefs Panos Morai­tis ist über­ra­schend frei­mü­tig mit der Infor­ma­ti­on, daß sein Man­dant 500.000€ gewa­schen habe, als die Kame­ras aus­ge­schal­tet sind. Schließ­lich sei­en das ja viel weni­ger als die 50 Mil­lio­nen, die die Medi­en ihm vor­wer­fen und im übri­gen auch weni­ger, als etwa bei ande­ren NGOs üblich sei.

Bevor wir aller­dings zur dies­wö­chi­gen Hel­den­kür schrei­ten, sei noch ein­mal der Blick zurück in hei­mi­sche Gefil­de gewen­det. Wäh­rend Lau­ren Sou­thern für ihre Doku­men­ta­ti­on meh­re­re Mona­te recher­chier­te und auf ein inter­na­tio­na­les Netz­werk von Unter­stüt­zern bau­en kann, tut sich bei uns das Recher­che-Team der Bür­ger­initia­ti­ve Ein Pro­zent in Sachen Film­pro­duk­ti­on her­vor. Hier wird mit gerin­ge­ren Pro­duk­ti­ons­mit­teln gear­bei­tet, die Initia­ti­ve ist nach wie vor spen­den­fi­nan­ziert und lie­fert trotz­dem bei­na­he im Wochen­takt hoch­qua­li­ta­ti­ve Videos.

Erst vor weni­gen Tagen erschien etwa ein kur­zer Film, der die Hin­ter­grün­de des links­ex­tre­men Hal­len­ser “Hasi”-Zentrums beleuch­te­te, die umfas­sen­de Mal­ta-Doku­men­ta­ti­on wird den meis­ten Lesern sicher bekannt sein.

Es bleibt fest­zu­stel­len: Lan­ge Zeit war es eine Sen­sa­ti­on, daß es über­haupt pro­fes­sio­nel­le Medi­en­ar­beit von rechts gibt, inzwi­schen ist klar: In Sachen Qua­li­tät und inves­ti­ga­ti­ver Tie­fe sind die Pro­duk­tio­nen auch nach bun­des­deut­schen Stan­dards fernsehreif.

Das ist eine Tat­sa­che, die ich im übri­gen auch beim ver­gan­ge­nen frei­täg­li­chen Bar­a­bend im Flam­berg gegen­über einem zwei­feln­den Unter­stüt­zer bekräf­tig­te: Die rech­te Gegen­öf­fent­lich­keit wächst und pro­fes­sio­na­li­siert sich kon­ti­nu­ier­lich. Die Fra­ge ist jedoch, ob sie das schnell genug tut.

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Kommentare (10)

2Rueckert

26. Mai 2019 20:39

Die Schmuggler sind böse, die geschmuggelte Ware aber immer ein unabweisbarer Härtefall.
Man schlägt den Busch, meint aber eigentlich den Baum.
Schlepper, die uneigennützig arbeiten machen sich strafbar, so sie als "Kleinkriminelle" arbeiten; so sie ein Kapitänspatent besitzen aber nicht.
Die waltende Moral ist vielschichtig.

Andreas Walter

27. Mai 2019 09:11

Könnten wir denn schneller? Um mit wem dann zu konkurrieren? Mit solchen Leuten?:

https://peymani.de/nach-dem-rezo-fake-wissenswertes-ueber-die-rolle-des-stroeer-konzerns/

Den Herrn Ströer habe ich mal indirekt miterlebt. Gut, dass ich damals nicht der Projektleiter war und der mich zurückgehalten hat, dem Ströer die Leviten zu lesen. Ich war auf 180, doch die Bitte speziell dieses Projektleiters es zu lassen war mir heilig. Bin aber heute noch der Meinung, dass man sich für Geld oder der Karriere wegen nicht alles gefallen lassen muss.

Gustav Grambauer

27. Mai 2019 13:29

"Die rechte Gegenöffentlichkeit wächst und professionalisiert sich kontinuierlich. Die Frage ist jedoch, ob sie das schnell genug tut."

... und ob sie weiß, unter wessen Domäne (Domain)

https://de.wikipedia.org/wiki/Dominium

sie sich hegenmonial gesehen befindet, wenn sie im Netz auftritt. Andreas Walter, via Rezo hat die Digitalcommunity demonstriert, daß sie zu koordinierten Schlägen fähig ist, siehe

http://www.danisch.de/blog/2019/05/26/2-millionen-views-3-kommentare/

und zeigt der CDU die Instrumente nach den Angriffen auf sie (Uploadfilter und Schäubles Forderung von voriger Woche nach "Klarnamen"-Pflicht - schon das Wort! - der "natürlichen Person" im Netz. Niemand weiß, wie Rezo mit "bürgerlichem Namen" heißt.) Herrlich die blauen Haare unter der Mütze, das sitzt! Die 80er-Jahre-Fossile / Tiefprovinzler, die aus dem Sozialkunde-Tran ihrer Kindheit nicht mehr rauskommen,

https://www.youtube.com/watch?v=ORHrB6njXLY

haben die Lektion erteilt bekommen, daß das www dem "staatlichen Gewaltmonopol" entzogen zu sein hat, und ich wette, daß sie immer noch nicht begriffen haben, an wem sie sich da vergreifen wollen und wie krachend sie diesen großmaulig angefangenen Krieg verlieren werden.

Die CDU war in einer nie wiederkehrenden komfortablen Lage fast völliger politischer Immunität. Seit Sommer 2015 hatte es das unausgesprochene Verdikt gegeben, Merkel nicht von links her kritisieren zu dürfen. Das ist somit passé. Eigene Dummheit, selber schuld.

Die AfD hat`s richtig gemacht, damit auch nicht unnötigerweise eine Front eröffnet, an der sie andernfalls zermörsert werden würde:

https://www.afd.de/uploadfilter/

- G. G.

Andreas Walter

27. Mai 2019 14:25

Ja, habe ich gestern auch mit Freude registriert. Dass Lauren mal wieder etwas produziert hat. Werde es mir heute wahrscheinlich anschauen.

Was die Medientechnik und filmischen Möglichkeiten auch der deutschen Gemeinde betrifft: Schon recht gut.

Doch ich habe auch Kritik: Zuviel Bewegung, Unruhe in den Bildern. Mehr Steadycam und Stativ einsetzen, bei Dokus. Denn Dokus, Werbung (auch Eigenwerbung), Musikvideos und Spielfilme sind unterschiedliche paar Schuhe. Es muss nicht jeder Film wie eine Kriegsreportage direkt von der Front wirken. Bei Dokus immer nur dort, wo es wirklich so ist und sich aus technischen Gründen nicht vermeiden lässt. Ansonsten gilt immer: In der Ruhe (auch der Bilder) liegt die Kraft. Alles andere wirkt gehetzt, unausgegoren, amateurhaft, wackelig (unprofessionell). Darum auch öfters aus der Totalen filmen, mehr Abstand zum Objekt herstellen. Was ja bei den Drohnenflügen bereits sehr gut klappt. Auch hier ist nämlich Abstand/Flughöhe und Geschwindigkeit der Drohne (Ruhe des Kamera-[des Adler-]Auges auf dem Objekt) entscheidend für die Qualität der Wahrnehmung.

https://de.wikipedia.org/wiki/Einstellungsgröße

Früher sagte man, entweder die Kamera oder das Objekt (auf der Filmoberfläche!) müssen stillstehen. Zoomen während der Aufnahme war Tabu, ein Schwenk bitte nur wenn unbedingt nötig, und wenn, dann musste auch der sehr langsam und gleichmässig "gefahren" werden. Darum auch die bis heute sehr teueren Stative mit Hydrokopf (von Manfrotto, Arri, Vinten, Sachtler). Gute Stative hasst aber jeder, denn sie sind trotz Karbon immer noch schwer und sperrig. Mittlerweile sind auch neue Effekte und Filmelemente hinzugekommen, doch bestimmte Regeln gelten bis heute, wenn es über den Selfi-Abstand (selbst mit Stange) hinausgehen soll.

Doch auch beim Ton ("Filmmusik") muss man aufpassen, auch da ist manchmal weniger mehr.

Es fehlt daher nur noch ein wenig Schliff, habe ich den Eindruck, würde die Filme daher als OK bis Gut bezeichnen. Bei der Technik scheint mir daher fast alles an "Werkzeug" vorhanden zu sein, den Rest bringen dann die Zeit, Weiterlernen und Ausprobieren. Daher grosses Lob, aber noch nicht Standing Ovations.

Mir ist natürlich klar, dass es auch an der Personalstärke liegt, nämlich dem Unterschied zwischen einem (wenn auch) kleinen Filmteam und Ein- bis Zwei-Mann-Produktionen während einer Aktion selbst. Die Einen können Szenen und Einstellungen wiederholen, Akteure und Kamera separieren, die Anderen nicht. Das Eine ist aus dem Moment heraus gefilmt, Reportagemodus, das Andere ist richtiges Set (sowohl Outdoor wie Indoor). Das Eine kostet darum auch viel mehr Zeit und damit auch Geld, das Andere ist preiswerter und zumindest das Filmmaterial entsteht dabei schneller. Das Eine verwendet 10% des gedrehten Materials, immer nur das Beste, das Andere oft alles was man überhaupt bekommen konnte.

In ein paar Jahren noch könnte daraus jedoch sogar eine kleine Schule für Medienschaffende werden. Eben die für die deutsche Gemeinde. Filmproduktion lernen im Sommer- und Winterlager. Darum alles was möglich ist auch mobil gestalten. Versteht sich aber eh von selbst, bei Reportern. Wasserdichte, stossfeste Pelikan Boxen, Koffer oder ähnliches.

Farbe und Bildqualität ist übrigens schon auf sehr hohen Niveau, ebenso wie Digitaleffekte. Auch das Storytelling und solche Dinge. Gerade bei den Werbeclips. Doch überall, kein Stativ. Auch die Ausleuchtung von dunklen Innenszenen noch nicht optimal. Etwas mehr Licht, denn zu wenig Licht geht immer auf Kosten der Schärfe. Für YouTube daher alle mal ausreichend, doch wir sprachen ja von sendetauglich. Da fehlen noch die berühmten 20%, die aber 80% mehr Aufwand erfordern. Zeitlich wie finanziell. Das ökonomische Optimum dürfte daher (jetzt mit 80% Qualität) erreicht sein. Der Rest ist Luxus, "GEZ".

Ja, ich weiß, Stativ. Alle hassen es, genau darum. Doch selbst ein Einkaufswagen mit stabil angebrachter Schnellwechselplatte erfüllt oft schon den gleichen Zweck, wenn man einen kleinen Transporter oder Bus zur Verfügung hat. Oder etwas mit Gummirollen, tiefer Schwerpunkt und ein leichter aber fester Aufbau. Dann kann man damit auf ebenen Flächen sogar einfache Kamerafahrten realisieren. Im Grunde daher ein Stativ für Arme, so ein Einkaufswagen, und einen Fahrstuhl gibt es ja auch in vielen Gebäuden. Profis besitzen immer zwei, nein, nicht Einkaufswagen, Stative für Interviews, und da war man früher dann schnell 2.000 bis 4.000 DM los (wegen dem hohen Gewicht der Profikameras früher). Oft wurde so etwas darum auch geliehen, wenn man es nicht ständig benutzt und darum braucht.

https://de.wikipedia.org/wiki/Stativ

https://de.wikipedia.org/wiki/Dolly_(Kamerawagen)

Da ihr heute aber wahrscheinlich eh recht leichte Kameras verwendet ist schon für viel weniger Geld etwas professionelles zu bekommen, was dann auch nicht so schwer ist. Da bin ich aber derzeit nicht auf dem Stand, welches Stativ auch schnell aufgestellt und verschleissarm ist. Doch ihr werdet den Unterschied sehen, probiert es einfach mal aus.

Ehrliche Frage, meine bestmögliche und auch ehrliche Antwort.

Andreas Walter

27. Mai 2019 15:51

@Gustav Grambauer

Ich sehe das mit grosser Sorge. Ich weiß, wer auch schon Anfang des letzten Jahrhunderts alle grossen internationalen Nachrichtenagenturen beherrscht hat. Mit den Neuen und vor allem auch "Sozialen" Medien ist es zu meinem Entsetzen ähnlich. Das Ausmass der Manipulation ist daher enorm und auch die Methoden jenseits von jeder Glaubwürdigkeit.

Wer so die Massen manipulieren kann ist sogar in der Lage, Kriege heraufzubeschwören, die Mehrheit oder auch Gruppen in jede x-beliebige Richtung zu lenken. Viel zu viel Macht daher in den Händen weniger.

Sich dagegen zu immunisieren und davon zu entkoppeln bedarf darum außergewöhnliche Fähigkeiten und einen enormen technischen Aufwand. Russlands Führung behilft sich dazu angeblich mit Schreibmaschinen, China kommt wiederum sein eigener, riesiger Binnenmarkt dabei zugute. Deutschland dagegen ist ein Glashaus, sowohl für Moskau als auch für Peking, aber ebenso auch für London, Fort Meade und Santa Clara in Kalifornien. Von allen Seiten läuft alles daher auf eine absolute Überwachungs- und Kontrollgesellschaft hinaus, also Orwell 1984. Keine Gruppe von Bedeutung, die sich derzeit nicht irgendwie daran beteiligen würde. Auch die Marxisten in ihren vielen Erscheinungsformen rund um die Welt.

Das Ende der Rechtsstaatlichkeit, zurück zum Recht des "Stärkeren". Faustrecht digital also.

Gustav Grambauer

27. Mai 2019 20:47

Andreas Walter

Diese Entwicklungen kommen sowieso, sie sind von keinem Katechon aufzuhalten, und wie wir wissen ist es auch theologisch fragwürdig, sich einen Katechon herbeizuwünschen. Nur haben wir jetzt die Situation, daß die Transatlantiker (Partikulargewalt) verheerender wirken als die globale Elite (Zentralgewalt). Die Transatlantiker sind das angespießte und in die Enge getriebene Raubtier, während die globale Elite - derzeit, nur derzeit -, sogar um Begrenzung der auf diesem Planeten angerichteten Schäden bemüht ist, selbstverständlich nur im Eigeninteresse. Ausdruck dieser Bemühungen ist, daß Kissinger mit seinen 96 Jahren immer noch viermal im Jahr zu Putin fliegt, bezeichnenderweise nicht umgekehrt. Kissinger kommt auch nicht zu den Bilderbergern, weil er etwa einer von ihnen wäre (wie uns in den "alternativen" Medien glauben gemacht werden soll), sondern um als Außenstehender dieses Gesocks zu züchtigen wie man früher ungehorsame Kinder gezüchtigt hat. Wenn man das weiß, dann hört man diese "Proteste" mit ganz anderem Ohr:

https://www.youtube.com/watch?v=sFhCZv4RBbs

Ausdruck dieser Bemühungen ist auch, daß die USA in Trump endlich ihren Insolvenzverwalter und damit Kurator aufoktroyiert bekommen haben, was die Ostküste hysterisch-rasend gemacht hat. Hingegen ist die BRD vom Kartell der Aufklärer (Illuminaten) zum globalen Hort erkoren worden, wo diese am heftigsten und von wo aus diese die apokalyptische Reiter in alle Welt hinaus austoben läßt. Und wenn die, Katechon-Disput hin oder her, einen solchen Dämpfer bekommen, dann darf das schon ein Grund zur Schadenfreunde sein.

Ströer / Rezo sind, so wie z. B. auch Assange, kleine Instrumentchen der strukturlosen Steuerung (Räson) durch den Globalen Prädiktor, in dem Fall zur - heilsamen - Züchtigung der CDU und damit der US-Landeselite. Interessant an der Auswahl von Ströer (es sollte klar sein, daß es sich um eine sorgfältige Auswahl handelt - mit genau kalkulierter Signalwirkung an die, die durchblicken) ist die hohe Affinität zur über jede nationale Rechtsordnung erhabenen (und erst recht dem Hineinpfuschen durch ein Gebilde wie der BRD entzogenen) Parallelstruktur der überstaatlichen Steuerung

- über die DERG zur Deutschen Bahn, wir denken an das Kuckucksei Mehdorn, das der BRD-Regierung als Rache für Korruption und Schlamperei sowie zum Aufräumen "von oben her" ins Nest gelegt wurde. Oder wir denken an den "Reichskanzler Ebel", der ja von der Berliner S-Bahn = Deutschen Reichsbahn her gekommen war und dem die US-Botschaft sicher still und leise einen Kranz aufs Grab hat legen lassen sowie

- über die T-Online zur Internationalen Fernmeldeunion mit ihren Wurzeln im Weltpostverein, einer kleinen globalen Schattenregierung mit Sitz in Bern, einem ständigen unentrinnbaren Ärgernis der BRD

http://www.unbequemewahrheiten.de/index.php/en/aufwachen/80-aktiv-werden/132-weltpostvertrag

wie wir sie aber grundsätzlich sehr zum Ärger der Geltungssucht der lokalen Politik-Paladine in Infrastruktureinrichtungen haben, auch z. B. in Gestalt der (Flug-)Häfen usw.

Und wir sitzen auf Maos hohem Berg und schauen zu, wie die sich gegenseitig zerfleischen!

- G. G.

Thomas Martini

27. Mai 2019 23:30

"Kissinger kommt auch nicht zu den Bilderbergern, weil er etwa einer von ihnen wäre (wie uns in den "alternativen" Medien glauben gemacht werden soll), sondern um als Außenstehender dieses Gesocks zu züchtigen wie man früher ungehorsame Kinder gezüchtigt hat." - Gustav Grambauer, 27. Mai 2019 20:47

"Als ich Schmidt noch bewunderte, habe ich ihn mal aus zwei Metern Nähe direkt neben Henry Kissinger gesehen, als er ihn am Flughafen verabschiedete.

Von beiden Männern, deren Aura, ist mir beinahe schlecht geworden, so negativ waren deren immateriele Ausdünstungen. Bei Kissinger aber deutlich stärker als bei Schmidt.

Auch Kissinger hatte damals noch meine ganze Wertschätzung, weshalb mich diese Szene nicht wenig irritierte." - Brutus, 14.03.16, 22:50

Bevor es das Internet gab, war es durchaus verzeihbar, wenn man zu demokratischen Staatsmännern aufgeblickt hat. Mittlerweile sollten sich die zahllosen und unfassbaren Kriegsverbrechen eines Henry Kissingers aber mal herumgesprochen haben? Vietnam, Chile, Bangladesch, Indonesien, Zypern und Griechenland - überall hatte dieser skrupellose Kriegstreiber seine schmutzigen Finger im Spiel. Völkermord ohne Rücksicht auf Verluste, Bereicherung am Leid anderer Völker. Ein lupenreiner Demokrat eben, der - hört hört! - nicht zum "Gesocks" der Bilderberger zählt.

Tolle Idee, einen solchen Teufel in Menschengestalt ernsthaft als brauchbares, weil "gemäßigtes" Vorbild für die heutige Politikergeneration zu beschreiben.

Eine immer wiederkehrende Beobachtung bei deutschsprachigen Kommentaren: Staatsmänner der Demokratie können und dürfen wirklich jede Teufelei durchziehen, und sei sie noch so abartig und verwerflich, ohne jemals mit dem Bösen in Verbindung gebracht zu werden, wie es etwa bei Hitler und Stalin ganz selbstverständlich der Fall ist.

Gustav Grambauer

28. Mai 2019 10:06

Thomas Martini

Seien Sie froh, daß ich heute gute Laune habe und Sie nicht zum Duell mit Pistolen auffordere. Ich erwarte aber von Ihnen, daß Sie mir konkret aufzeigen:

- wo ich zu jemandem "aufgeblickt" haben soll,

- wo ich behauptet haben soll, Kissinger wäre "gemäßigter" oder gar ein "lupenreiner Demokrat",

- inwiefern ich versäumt haben soll, Kissinger mit dem Bösen in Verbindung zu bringen -

- andernfalls eine Entschuldigung.

Sie sind lange hier dabei, also wissen Sie auch, daß ich Christ bin. Als Christ habe ich aber nicht auf Satan und seine Streitmacht zu schimpfen wie ein Rohrspatz sondern ich habe mich auf eine etwas reifere Art mit ihnen auseinanderzusetzen. Das Wissen, daß der Feind nur die eigene Frage in konkreter Gestalt ist, dürfte nur der erste zarte Anfang einer solchen Auseinandersetzung sein.

Ist Ihnen eigentlich klar, in welchem Abgrund die Zivilisation längst wäre, wenn WWP aus persönlicher Ablehnung ("Ausdünstungen") oder aus moralisierenden Erwägungen Kissinger nicht stets im Kreml empfangen hätte und nicht bereit gewesen wäre, mit ihm zu verhandeln? Kein kleiner Budenbesitzer auf dem Jahrmarkt kann sich seine Kunden (Verhandlungspartner) nach Pipi-Langstrumpf-Gusto aussuchen, erst recht kann das Ringen um das Überleben der Zivilisation nicht entlang von Sympathie-Antipathie-Erwägungen und moralischem Eigendünkel frei vom Balken im eigenen Auge gelingen, im Prinzip müßte man sogar den Teufel selbst aufsuchen und mit ihm in Verhandlungen treten. Das Urphänomen einer solchen Haltung haben Sie hier begründet (soviel noch mal zu "aufgeblickt"):

https://de.wikipedia.org/wiki/Abstieg_Christi_in_die_Unterwelt

Empfehle Ihnen die superbe ideengeschichtliche, vielleicht auch anthropologische Herleitung des Gutmenschentums in Frau Sommerfelds neuem Buch, Seiten 34 ff, 51 ff. Kann Ihnen aber die Erkenntnis nicht ersparen, wie tief Sie selbst in dieser Falle drinsitzen, weil Sie offenbar auch noch nicht den punctum saliens der Ausweglosigkeit gesehen haben.

Kissinger ist nicht "gemäßigter" als die Yankee-Eliten, im Gegenteil. Es könnte aber lohnend für das Gesamtverständnis sein, zu begreifen, daß ihm und den Kräften, für die auch er ja nur arbeitet, gerade das Wasser bis zum Hals steht, und wie dies wiederum zum Wohle der Zivilisation taktisch auszunutzen ist. (Merkel nutzt es im gegebenen engen Rahmen der Spielräume taktisch einigermaßen klug aus, denken wir nur an ihr Agieren i. S. North Stream, fast jeder andere in der CDU wäre da längst eingeknickt.)

Kissinger ist Hardcore-Satanist, hingegen sind die WASP-Eliten (plus deren PoC-Clowns wie Obama) nur unerzogene (aber doch mit allerhand brennenden Lunten in der Hand gefährliche) Kindergartenkinder "im Buddelkasten der Geopolitik", welchen ihnen erstere gemäß ihrer Dummheit und ideologischen Verblendung hingestellt haben, anpolitisiert und anokkultisiert. In der Hierarchie stehen sie noch tiefer als die "Helfer" wie z. B. einst Brzezinski, die globale Machtkaskade erklärt Ihnen Pjakin hier sehr anschaulich:

https://www.youtube.com/watch?v=sKymS7r8QQQ

Helmut Schmidt, den Sie indirekt ansprechen, war zwar Transatlantiker, aber war zugleich imstande, der "Spieler"-Ebene auf Augenhöhe gegenüberzutreten, und zwar zum Wohle Deutschlands. Der Fisch, von dem wir reden, stinkt immer und überall vom Kopf her, aber hier haben Sie bei allen Ausdünstungen (die auch ich rieche) noch einen bemerkenswerten Grad an geistiger Gesundheit und Unverdorbenheit (auch wenn er heute sicher z. B. pro Uploadfilter wäre):

https://www.youtube.com/watch?v=aMxJ0Kn1r6o

M. E. war er von allen schlechten Bundeskanzlern der BRD immer noch mit großem Abstand der beste. Haben Sie mal darüber nachgedacht, ob die Entkernung und Obszönisierung der SPD vielleicht mit dem unausrottbaren Zug des Souveränismus zu tun haben könnte, mit dem selbst Schröder noch aus dem transatlantischen Kindergarten herausragte und von dem Rudimente sogar noch bei Gabriel manchmal durchschimmern?

- G. G.

Thomas Martini

28. Mai 2019 15:07

Grüß Gott Herr Grambauer,

es ging mir ausschließlich um den "Hardcore-Satanist" Kissinger, die Demokraten, und die Wahrnehmung der Deutschen im Allgemeinen.

Bedauerlich, daß Sie diese gänzlich unpersönlichen Einwürfe ad personam aufgefasst haben.

"Ist Ihnen eigentlich klar, in welchem Abgrund die Zivilisation längst wäre, wenn WWP aus persönlicher Ablehnung ("Ausdünstungen") oder aus moralisierenden Erwägungen Kissinger nicht stets im Kreml empfangen hätte und nicht bereit gewesen wäre, mit ihm zu verhandeln?"

Die Nervenstärke des russischen Präsidenten wäre nun eine weitere Ablenkung vom eigentlichen Strangthema. Gleiches gilt für Ihre Frage zur SPD.

Der Redaktion, und hier Herrn Wessels gegenüber, möchte mich diesbezüglich entschuldigen, aber so sehr ich mich auch bemühe, ich kann bei der Betrachtung Deutschlands leider nicht anders, als den Fokus auf die Ursache der Pest zu lenken. Sonst macht das hier schließlich keiner.

Vor einigen Tagen las ich ein Interview mit Prof. Dr. Engels, der ganz am Rande von einer "allgegenwärtigen Amerikanisierung" sprach. Solche Feststellungen sind heute rar gesät. Bei der Neuen Rechten ist es regelrecht unpopulär, sich kritisch über Amerika und Demokratie zu äußern.

"Nach einem Dreivierteljahrhundert des Vasallentums zögern die gegen die europäischen Verträge eingestellten politischen Parteien, ihre Prioritäten festzulegen: sollen sie zunächst ihre Unabhängigkeit von den Angelsachsen einholen, oder ihre Kultur gegen die der Araber und Türken verteidigen? Nun, das zweite Problem hat seinen Ursprung im Ersten und nicht umgekehrt." - Thierry Meyssan, "Die Europäische Union, auf kurze und auf lange Sicht"

https://coriolan.in/rom/die-europaeische-union-auf-kurze-und-auf-lange-sicht/

Die Hartnäckigkeit ist beachtlich, mit der sich die meisten Deutschen gegen diese profunde Erkenntnis von Thierry Meyssan sperren.

"In Frankreich und Italien haben die Populisten Le Pen und Salvini gewonnen, wobei das italienische Ergebnis eine zur dortigen Küche passende Delicatezza ist: Die Partei des neofaschistischen, lies nazistischen Salvini hat fast 12 Prozentpunkte besser abgeschnitten als die Demokratische Partei.

Meinen aus Messina kommenden Espresso werde ich heute besonders genußvoll schlürfen. Bloß schade, daß keine sizilianischen Pasticcerie greifbar sind.

Das französische und italienische Ergebnis erkläre ich damit, daß dort der Amerikanismus nicht in dem Maß wie bei uns Land, Volk, Seelen und Hirne kaputt gemacht hat." - Tempranillo, "Frankreich und Italien als Gegenbeispiel", 27.05.2019, 12:50

Vor einigen Wochen habe ich den Deutschen hier bei Sezession eine Frage gestellt, die bislang unbeantwortet blieb. Daher noch einmal:

"Ihr habt Eure Seele an die USA verkauft! Was bekommt ihr dafür?"

quarz

2. Juni 2019 23:40

Der Film fokussiert die Schuld allzu holzschnittartig auf die Schleuser und Schlepper. Alle anderen sind so gut und lieb und edel und nur arme Opfer der Transportmafia.

Die Migranten, die doch nur mit leuchtenden Augen ein besseres Leben anstreben. Man wähnt sich fast schon in einem rührseligen Musical à la "Les Miserables", in dem der Migrant am Lagerfeuer unter Sternenhimmel jeden Augenblick eine sentimentale Nummer zu singen beginnt. Und die Willkommensklatscher, die doch nur ein wenig naiv waren, aber so ein gutes Herz hatten und nur das Beste wollten. Alles, alles Böse - das sich anhand der Resultate schwerlich leugnen lässt - wird auf die Schlepper projiziert, denen abenteuerlustige Mittelstandmigranten und Regierungen der Aufnahmeländer hilflos ausgeliefert sind.

So ist es nicht. Massenimmigrationspolitik, wie sie in den einschlägig auffälligen Ländern Europas betrieben wird, ist ein politisches Jahrhundertverbrechen, für das sich die Verantwortung nicht auf banale Kriminelle abschieben lässt, die die Logistik besorgen. Und auch die Glücksritter aus Afrika, Afghanistan und Arabien, denen es egal ist, was sie hier an Heimat kaputt machen und wer an ihrer Stelle den Aufbau ihrer Herkunftsländer leistet, tragen ihren Teil an der Schuld.

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