19. Juni 2019

Lübcke, Tauber, Berger – eine Klarstellung

Götz Kubitschek / 33 Kommentare

Eigentlich wollte ich mich zum "Fall Lübcke" nicht äußern. Aber nun haben sich Peter Tauber (CDU) und David Berger (Blogger) zu Wort gemeldet, leider.

Götz Kubitschek

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

Und weil ich das, was ich tue, unter anderem auch für meine Kinder tue, äußere ich mich (und zwar auch im Sinne meiner Mitarbeiter, Mitstreiter, der vielen tausend Abonnenten, Leser, Förderer, Sympathisanten der vielfältigen Arbeit, die man mit dem Begriff "Schnellroda" in Eins fassen kann).

Erik Lehnert, Benedikt Kaiser und Ellen Kositza haben meinen Beitrag gelesen und freigegeben, bevor ich ihn nun hier veröffentlichte. Und ein Letztes vorweg: Über den Einfluß der dezidierten, aber nicht besonders lauten Stimme dieses Netz-Tagebuchs mache ich mir keinerlei Illusionen - wer wie Tauber oder Berger arbeitet, ist einem "audiatur et altera pars" ebensowenig zugänglich wie der in jeder unserer Äußerungen grundangelegten Ambivalenz.

Daher will ich, was ich notiere, stets auch dokumentarisch verstanden wissen: Meine Kinder sollen sehen und nachlesen können, daß ihre Eltern nicht blind waren und daß man selbst als gedienter Offizier mit bitterer Einsatzerfahrung in Sarajewo, als weit- und vor allem gründlich gereister Mann (Entwicklungshilfe in Kamerun, Monate in rumänischen Dörfern), als Christ, Steuerzahler und Bildungsbürger in den Schwenkbereich von Kanonen kommen kann, die von verantwortungslosen, fahrlässigen, narzisstischen Tölpeln bedient werden.

Peter Tauber hat sich also geäußert. Man will sofort notieren: "Freunde, merkt Euch diesen Tag". Es ist nämlich aus der Feder eines gutgelaunten CDU-Mannes und ehemaligen Generalsekretärs seiner Partei ein Text mit der Forderung erschienen, man möge gegen diejenigen, die seiner tapferen Auffassung nach auf Lübcke "mitgeschossen" hätten, wenn irgend möglich den Artikel 18 des Grundgesetzes in Anschlag bringen, also: diesen Leuten (die vor allem politische Gegner sind) wesentliche Grundrechte entziehen. Wortlaut Tauber:

Im Artikel 18 unserer Verfassung ist festgeschrieben, dass derjenige entscheidende Grundrechte wie das Recht auf Freiheit der Meinungsäußerung, die Pressefreiheit, die Lehrfreiheit, die Versammlungsfreiheit, das Recht auf Eigentum oder auch das Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis verwirkt, der diese Grundrechte „zum Kampfe gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung missbraucht“. Angewendet wurde die Verwirkungsvorschrift noch nie.

Warum eigentlich nicht? Haben doch die Väter und Mütter des Grundgesetzes mit Artikel 18 dem Willen zur Selbstverteidigung der freiheitlichen Demokratie gegenüber ihren Gegnern Ausdruck verliehen. Artikel 18 verkörpert insofern neben dem Partei- und Vereinsverbot geradezu idealtypisch unsere wehrhafte Demokratie und gehört zu den tragenden Pfeilern unseres Grundgesetzes.

Mag das Grundgesetz auch in erster Linie gegen jene ertüchtigt worden sein, welche die NS-Diktatur wiedererrichten wollten, ist Artikel 18 heute ein Instrument nicht nur gegen Rechtsextreme, sondern auch gegen alle anderen, die sich ebenfalls dem Kampf gegen unsere Freiheit verschrieben haben. Um es kurz zu sagen, es geht mir nicht um eine „Entbürgerlichung“, sondern um eine „Entpolitisierung“ der Feinde unserer Verfassung.

Namentlich nennt Tauber Steinbach sowie "die Höckes, Ottes und Weidels", also die ganze Bande vom Flügel über den Bundesvorstand, die Bundestagsfraktion und die Parteistiftung bis in die WerteUnion hinein. Damit nicht genug. Taubers Flinte schießt einen historischen Bogen, er vergleicht allen Ernstes den Mord an Lübcke mit dem an Rathenau, und er baut den Zentrumspolitiker und Reichskanzler der Weimarer Republik, Joseph Wirth (Stalinpreisträger der DDR im Jahre 1955), für sich zum Vorbild auf:

Nach der Ermordung des deutschen Außenministers Walther Rathenau durch Rechtsextreme erkannten er und andere, was leider heute Menschen wie der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsschutzes Hans-Georg Maaßen oder die namenlosen Wichtigtuer von der Werte-Union nicht einsehen wollen: Die politische Rechte kann man nicht integrieren oder einbinden.

Ich fasse das mal zusammen: Der seit 25 Jahren dienstbekannte, gewalttätige, vor 20 Jahren npd-nahe, mutmaßliche Mörder Lübckes soll durch Äußerungen von Steinbach, Weidel, Höcke, Otte und durch die fahrlässige Nähe Maaßens zu diesen Leuten dazu angestiftet worden sein, zur Waffe zu greifen. Diese Ursache-Wirkung-Kette sei so stabil verlötet, daß man den Schreibtisch- und Rednerpult-Tätern die politischen Grundrechte entziehen müsse, was selbstverständlich keine "Entbürgerlichung" bedeute. Eine andere Möglichkeit gäbe es nicht: Die politische Rechte (in toto, es paßt zur Stunde und über der Leiche Lübckes kein Blatt zwischen WerteUnion und Combat18) könne man weder integrieren noch einbinden.

Soweit Tauber, wie gesagt: aus dokumentarischen Gründen. Argumente haben vor soviel Selbstgerechtigkeit, Enthemmung, Denunziationsdrang und Fahrlässigkeit keinen Wert mehr, und auch kein irgendwie namhafter Publizist wird nun die Zeilen eines irgendwie namhaften Blattes füllen dürfen mit der Frage, welchen Dealer Tauber hat und warum es ihm und dem Rest der "Zivilgesellschaft" eigentlich erlaubt ist, einen Mord zu instrumentalisieren.

Nur soviel: Sollte Steinbach, Höcke, Otte oder Weidel in nächster Zeit etwas zustoßen, was macht Tauber dann mit seinem trockenen Stehplatz unter dem Dach des Grundrechts Nr. 18? Räumt er ihn?

Das könnte es gewesen sein, gäbe es nicht die Schlau-Berger auf unserer Seite des Sandkastens. Der ein oder andere von ihnen sitzt unter anderem in einem Verbund "Freier Medien" vor, und dieser Verbund leidet seit seiner Gründung daran, daß er von diesem ebenso narzisstisch wie spalterisch veranlagten Herrn geführt wird.

Über diesen Anführer, David Berger, hat der ehemalige FAZ-Redakteur Lorenz Jäger bereits 2010 alles Wesentliche gesagt. Damals war der homosexuelle Berger mit seinem Outing-Buch "Der heilige Schein" unter größtmöglichem Getöse und mit dem gespreizten Gang des typischen Rechthabers aus dem Schoß der katholischen Kirche marschiert, um später eine Karriere als Chefredakteur eines Gay-Magazins zu beginnen.

Jägers damaligen Artikel kann man hier in voller Länge nachlesen, er endet mit dem Urteil: "Indiskretion war und ist David Bergers Schicksal." Ich kann das nur bestätigen: Berger verdreht, wo es ihm paßt, plaudert aus, wo es ihm paßt, zwingt unter Androhung denunziatorischer Mittel in gemeinsame Fronten, wo es ihm paßt und kann vor allem die Tinte nicht halten, egal, ob es paßt oder nicht.

(Ich wiederum bin zu diskret, um das ganze Schlammbad auf den Tisch zu kippen, in das man Einblicke nehmen darf, wenn man von solchen Egomanen "berührt" wird. Man stößt ja auf krasse Portal-Profile, wenn man sich vom Dr.Dr. ein Bild verschaffen muß, weil er einem jäh zusetzt.)

Von mir aber nur das: Ich könnte - indiskret - ein paar Mails veröffentlichen, die ich mit Berger wechselte, bevor er wegen meiner leisen Kritik am von ihm verehrten Heilsbringer Milo Yiannopoulos ausflippte und das und jenes in die Welt setzte. Immerhin bot er mir ein Aquin-Buch aus seiner Feder zum Druck an und wollte an Kositzas und Dagens "Literarischem Trio" mitwirken. Mittlerweile nämlich kennen wir einander besser, und beides kommt nicht mehr in Frage.)

Schnee von gestern. Es geht jetzt um die nicht-gehaltene Tinte, konkret um die sogenannte "Gemeinsame Erklärung der Freien Medien zum Mordfall Lübcke" unter dem Motto "Gemeinsam gegen Rechtsextremismus". Ich weiß nicht ganz genau, wer das zusammengebastelt hat, aber Berger dürfte federführend gewesen sein, vor allem auch darin, die ganzen Unterschriften unter dieses Dokument zusammenzutragen (oder rannte man ihm - Gott bewahre! - die Bude ein?).

Der Wortlaut, mit einer Hervorhebung durch mich:

Der mutmaßlich von dem Rechtsextremisten Stefan E. begangene Mord an Dr. Walter Lübcke ist ein verabscheuungswürdiges Verbrechen. Gerade deshalb gilt es, nicht nur die Tat zu untersuchen, sondern auch einen Blick auf die Umstände zu werfen, die den Nährboden dafür geschaffen haben.

Durch das bis heute andauernde Regierungshandeln der letzten Jahre, vom damaligen bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer zurecht als „Herrschaft des Unrechts“ bezeichnet, wurden in Deutschland Zustände geschaffen, in denen rechtsradikale Gewalttäter eine Rechtfertigung für ihre Verbrechen zu sehen glauben.

Die von der Politik und den Mainstream-Medien betriebene unzulässige Gleichsetzung von rechts- und liberalkonservativen, andersdenkenden Bürgern und ihrer Freien Medien mit tatsächlichen Neonazis und Rechtsextremisten ermöglicht es Letzteren, wie der Fisch im Wasser unkenntlich zu werden.

Wir, die Freien Medien und die rechtsstaatlichen Bürger Deutschlands weisen jeden Versuch der Mainstream-Presse, uns mitverantwortlich zu erklären, entschieden zurück. Wie alle anderen gesellschaftlichen Gruppen und Organisationen haben wir mit dem Milieu, aus dem Stefan E. stammt, in keiner Weise etwas gemein.

Im Gegenteil, wir haben von Anfang an vor dieser Entwicklung gewarnt, die ein gesellschaftliches Klima hervorgebracht hat, in dem ein solch verwerfliches Gedankengut gedeihen konnte. Und oft sind es gerade wir, die Freien Medien, die aufgrund unserer eher liberal-konservativen Weltanschauung, unserer Israel- und Homosexuellen-freundlichen Haltung von den Rechtsextremisten beschimpft und bedroht werden.

Uns mit dieser Klientel in einen Topf zu werfen bedeutet, den Extremisten in die Hände zu arbeiten.

Der Mord an Dr. Walter Lübcke sollte daher von der Politik und den etablierten Medien zum Anlass genommen werden, inne zu halten, hier künftig zu differenzieren und damit den Aktionsradius der Extremisten deutlich einzuschränken.

Berlin, 18. Juni 2019

Es tut mir leid: Aber wie kann man so etwas schreiben und noch dazu veröffentlichen? Wer hat den Verfassern je Maßstäbe beigebracht, eine Ahnung von Pietät, von Peinlichkeit, von Schwätzer-Früherkennung?

Ich nehme mal nur den von mir fett eingefärbten Satz: "Und oft sind es gerade wir, die Freien Medien, die aufgrund unserer eher liberal-konservativen Weltanschauung, unserer Israel- und Homosexuellen-freundlichen Haltung von den Rechtsextremisten beschimpft und bedroht werden." Ich glaube, ich habe in meine Leben noch nie eine peinlichere Selbstpositionierung neben einem Mordopfer gelesen als diesen Satz. Da will einer auch bedroht sein, in Mündungen glotzen, seinen liberal-konservativen Dauerurlaub samt Frühpension ein wenig aufgeschäumt sehen - oder was soll das sonst? Bringen wir jetzt Werbeflächen in Traueranzeigen unter?

Abgesehen davon: Jemand, der denkt, daß mit solch einer Erklärung irgendetwas zu retten sei, weist nur darauf hin, daß er tatsächlich in Not geraten ist. Hat jemand, der so schreibt, vielleicht ein schlechtes Gewissen? Ist er sich seiner Sache, seines Tons, seines schwarz-weißen Weltbilds doch nicht sicher? Glaubt er nicht an das, was er äußert? Oder glaubt er nur daran nicht, daß er gewinnen könnte? Schreibt er sich also einen Ausweg zurecht, ein Hintertürchen? Braucht er eins, weil er ständig übertreibt und weil das Netz nichts vergißt?

Es gibt ihn in der Tat, den ganzen pauschalen Islamhaß, diese Hetze gegen alles, was nicht dem libertinage-konservativen Weltbild der islamophoben Blogger- und Youtuber-Szene entspricht, diese Vergleiche von Koran und "Mein Kampf", diese Undifferenziertheit beim Blick auf die Massenmigration und die völlige Blindheit gegenüber dem Vakuum der eigenen Disziplinlosigkeit und Dekadenz - auf welchen Blogs wird denn das gefahren, geteilt, der Klickzahlen und der eigenen Bemäntelung wegen als gemeinsamer Nenner verkauft? Wo rattern die Kommentare ungefiltert durch?

Keine Namen, klar: jeder weiß, wen ich meine und von wem ich vermute, daß er etwas vom eigenen eindimensionalen Panikgeschwätz abwälzen will auf den wohlfeilen Nazi.

Im "Chat" sieht dieses Gestammel dann so aus:

Man sollte von gestandenen politischen Bloggern erwarten können, daß sie die elementaren Grundregeln im Umgang mit wahrhaft feindlichen Attacken verinnerlicht haben, daß sie wenigstens das von den Linken lernten, oder von denjenigen, die nicht unterschrieben haben, weil sie nicht erst 2015 aufs Spielfeld gestolpert sind, sondern etwas Erfahrung mitbringen. Merksätze:

a) Gegnern wie Tauber plus X ist es völlig egal, ob es innerhalb der Scheiße, die er beschreibt, Geruchsunterschiede gibt;

b) Auf einen Panzer, den der Mainstream gegen uns steuert, kann man nicht aufspringen;

c) Die beste Antwort auf eine unstatthafte Frage ist ihre Zurückweisung.

Also: Der Mord an Lübcke, ob pathologisch oder terroristisch motiviert, hat mit uns ("Schnellroda", AfD, EinProzent, JF ...) nichts zu tun. Sollte ich einen Verwandten des Ermordeten kennenlernen, werde ich ihm nachträglich mein Beileid aussprechen. Punkt.


Götz Kubitschek

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.


Kommentare (33)

ALD
19. Juni 2019 15:21

Diese Worte waren fällig. Und Sie hätten von niemand anderem kommen können.

Danke, Herr Kubitschek!

Lotta Vorbeck
19. Juni 2019 15:27

Chapeau, Herr Kubitschek!

... und Danke.

RMH
19. Juni 2019 15:52

Kleine Randnotiz dazu, weil wir es gerade erst im vor-vorhergehenden Debattenstrang hatten (Taubers Erguss erging aber sicher nicht deswegen):

Es gab selbstredend schon einen Anwendungsfall von Art 18 GG. Nur hat sich das BVerfG in diesem Fall (es ging um einen Altnazi - siehe anderer Debattenstrang) GEGEN die Verwirkung ausgesprochen.

B.t.w.: In Art 18 GG steht auch, dass wer das Asylrecht zum Kampfe gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung missbraucht, dieses Grundrecht verwirken kann. Das ist trotz diverser Vorfälle bislang offenbar noch keinem, einschließlich Herrn Tauber und seinen politischen Freunden, eingefallen oder aufgefallen und spricht für sich. Oder liegt es evtl. auch nur daran, dass von diesen Fällen bislang nur die Bürger der freiheitlich demokratischen Grundordnung betroffen waren, aber die freiheitlich demokratische Grundordnung (einschließlich ihrer Repräsentanten) nicht direkt?

Der Herr Tauber weiß ganz genau, dass er hier die Schlagzahl einfach nur erhöhen muss - ohne praktische Substanz. Und es ist ja jetzt auch tatsächlich so, dass offenbar ein beachtlicher Teil der rechten, politisch alternativen Szene wie aufgescheuchte Hühner durch die Gegend rennt.

Lediglich Herr Kubitschek und seine Getreuen rennen nicht, er selber knurrt aber immerhin jetzt auch.

Der Artikel kommt mithin zur rechten Zeit - ich habe mich auch schon gewundert, warum es hier bereits jetzt selbstgefällige vorab-Distanzierungen gab, ohne dass der Fall auch nur ansatzweise aufgeklärt wäre.

Einzige Kritikpunkte an dem Artikel meinerseits sind:
Ich wäre mit keiner Silbe auf auf die Homosexualität Bergers eingegangen - das macht er nämlich zumeist schon ganz von alleine.

Den Seitenhieb auf ungefilterte Kommentarbereiche hätte ich mir auch gespart, denn es gibt wohl kein einziges Forum im politisch-alternativen Bereich, welches man ernsthaft "sauber" halten kann, ohne am Ende dann bei Zuständen wie bei SPON-Debatten zu landen (sprich: man lässt die Diskussion nur noch bei "unverfänglichen Themen" zu und moderiert selbst dann beinhart). Auch hier auf diesen Seiten gibt es immer wieder Kommentare, die von interessierten Kreisen als vermeintliche "Belege" für die "Nähe" und "Vernetzung" etc. herangezogen werden oder werden können - die ganze Branche der "Sekundärliteraten" lebt ja ein Stück weit davon.

Dass es albern ist, Kommentare, die ja nur die Meinung des Kommentators wiedergeben, aber nicht die Meinung des "Hausherren", dafür zu verwenden, braucht man hier nicht zu erwähnen, aber im Kampf gegen Rechts ist bekanntermaßen jedes Mittel recht.

Zusammengefasst:

Warten wir doch einfach ab, was bei diesem Mordfall am Ende herauskommen wird und lassen uns wegen diesem "bedauerlichen Einzelfall" (copyright für diese Formulierung liegt irgendwo zwischen Regierungssprecher und MSM) nicht an der Arbeit, dem Widerstand und der berechtigten Kritik hindern.

Weiter so, Sezession!

starhemberg
19. Juni 2019 16:01

Wichtige, so treffende Worte, und wenig überraschend, von wem sie kommen. Vielen Dank dafür.

H. M. Richter
19. Juni 2019 16:06

Nun also - die drei ostdeutschen Landtagswahlen stehen vor der Tür - wird die Kanone Art. 18 GG in Stellung gebracht.

Ich erinnere mich an eine Lagebesprechung Anfang der 80er in einer ostdeutschen Oppositionsrunde. Am Ende sagte eine der Teilnehmerinnen: "Es fehlen eigentlich nur noch die Lager."

Nach dem Zusammenbruch der DDR wurde offenbar, daß zu diesem Zeitpunkt nicht nur Lager längst geplant waren, sondern daß es auch bereits umfangreiche Namenslisten von Personen gegeben hatte, die es im "Krisenfall" dort einzusperren galt.

Vor geschätzt einem Jahr war hier in einem Kommentar zu lesen, die Wöfe begönnen Blut zu riechen. Auch daran mußte ich mich erinnern beim Lesen von "Lübcke, Tauber und Berger."

Niekisch
19. Juni 2019 16:08

Es wird der Mord an Walter Rathenau erwähnt und tatsächlich scheinen solche Menschen wie der Mitmörder Ernst von Salomon nirgendwo integrierbar gewesen zu sein: "Rathenau war tot,und damit lohnte es sich nicht mehr zu kämpfen. Kern (Mittäter) war tot, und damit lohnte es sich nicht mehr, zu leben. Jetzt konnte ich nichts mehr tun, als auf eine anständige Art aus dem Leben gehen. es war alles wertlos geworden...Ich selbst verbrannte, weil alles brennen mußte, was brennbar war. Diese satte, widerliche Welt mußte ausgerottet werden. "Ausrotten, ausrotten" knallte der Zug über die Schienen. Es gab ja keine Menschen mehr. Es gab ja nur noch Fratzen. Sie ist ja schon da, die Gleichheit alles dessen, was Menschenantlitz trägt. Dazwischenknallen. Vernichten, kalt und systematisch. Die Erde verträgt ja keine Teufel mehr. Sie müßte dem Satan zufallen wie eine faule Frucht, wenn er wiederum sein Reich aufrichtet. Warum den höllischen Kontrakt nicht unterschreiben? Ich würde mir wünschen, unsichtbar zu werden. Wenn es doch ein Mittel gäbe, eine Zaubersalbe, oder einen Ring, den man einmal am Finger drehen muß, eine Tarnkappe, die nicht Siegfried, die Hagen geweiht,-vielleicht den Stein der Weisen, den man in den Mund steckt, um unsichtbar zu sein! Und Kern sollte eine Fackel angezündet werden, ein Fanal, das über die Trümmerfelder leuchtet- Feuerbrände in die Städte, straßauf, straßab, und Pestbazillen in die Brunnen. Der Gott der Rache hatte seine Würgeengel...Sprengstoff unter diesen verrotteten, stinkenden Brei, daß der Dreck bis an den Mond spritzt. Wie sich die Welt wohl ohne Menschen schickt? ..Ich würde die Maschinen in den toten Fabriken anstellen, daß sie sich selber zerschmettern im rasselnden Leerlauf, zwei Züge würde ich heizen und aufeinanderprallen lassen, daß sie sich bäumen und krümmen und türmen und zerspellt die Böschung herunterrollen; die Ozeandampfer, die Riesenschiffe, die Wunder der modernen Welt würde ich unter Volldampf gegen die Steine der Hafenmauern jagen , bis sie ihre gleißenden Bäuche aufreißen und zischend in der aufgewühlten Flut verkochen. Glattrasiert müßte die Erde werden, bis nichts mehr stand, was Menschenhand gebaut. Vielleicht kommt vom Monde oder vom Mars eine neue Rasse, ein edleres Geschöpf, das die Erde bewohnt; her damit, die Welt soll wieder einen Sinn bekommen.-" (Ernst von Salomon, Die Geächteten, Rowohlt 1930)

Es wäre interessant zu erfahren, was im Kopf des Lübcke- Mörders vor sich gegangen ist und jetzt noch geht.

Maxx
19. Juni 2019 16:20

Überfälliger Beitrag. Voll ins Schwarze getroffen. Danke und Gruß!

Lotta Vorbeck
19. Juni 2019 16:25

@RMH - 19. Juni 2019 - 03:52 PM

"... Warten wir doch einfach ab, was bei diesem Mordfall am Ende herauskommen wird und lassen uns wegen diesem "bedauerlichen Einzelfall" (copyright für diese Formulierung liegt irgendwo zwischen Regierungssprecher und MSM) nicht an der Arbeit, dem Widerstand und der berechtigten Kritik hindern."

**********************

Es geht nicht um die Ermittlungen zu diesem Mord, sonder darum:

Dokumentiert aus dem oben von GK verlinkten Video,

beginnend ab 1:43:44:

+ Flesch:
"Dann eine Frage, die uns, glaube ich provozieren soll, die wirst Du nicht beantworten David, Du bist da vorbelastet ... Frage in die Runde, sind Autoren und Leser der SEZESSION "intellektuell parfümierte Nazis"? ... Stürzi, sag' Du mal was dazu, Du weißt, das ist das Blatt, das Portal von Götz Kubitschek."

+ Stürzenberger (hinter sich am Fenster eine Wirmer-Flagge mit Stauffenberg-Portrait):
"Ja, ich bin da vorsichtig, also Götz Kubitschek halte ich für einen klugen ... klugen Vordenker ... er ist sehr, sehr rechtskonservativ, aber ... ähem ... der Vorwurf parfümierter Nazi ... wär' ich ganz vorsichtig ... ich würde gern mal mit ihm ein Gespräch führen, wo er wirklich mal die Hosen runter läßt ... und wirklich mal sagt, was er alles denkt ... und was in seinem ... ähm ... in seinem Kopf ... ähm ... alles sich so bewegt, weil er läßt oftmals nicht viel raus ... ich würde gern überzeugt sein, daß er ein Gegner des Nationalsozialismus ist ... da hat er schon ab und zu so Aussagen auch mal getroffen ... er sieht sich mehr so als Rechtskonservativer der Weimarer Zeit so ungefähr hat er schon öfters mal so gesagt ... ähm ... ich, ich würde gerne sicher sein, daß man sich in der Hinsicht ... daß man da keine Befürchtungen haben muß ... was jetzt mit David abgelaufen ist, also diese Spitzen gegen Homosexualität ... ich mein es war jetzt nicht so massiv, aber es waren so Andeutungen, wo man der Meinung sein könnte, daß da ... ähem ... Probleme in der Hinsicht da sind ... das sollten die unterlassen, sie sollten auch nicht irgendwie ... ähem ... uns Islamkritiker irgendwie in die Parade fahren, ich hab' es in der ganzen Zeit vermisst, daß aus, aus der Ecke was Islamkritisches kommt, was eigentlich notwendig wäre ... also der Martin Lichtmesz, der hat mich schon mal ziemlich ... ja ... hart attackiert bei ... bei einer Podiumsdiskussion, die ich mit dem Professor Weißmann hatte ... da hat er meine Islamkritik in Zweifel gezogen ... ähm ... mittlerweile weiß er auch mehr ... aber ich ... die sind noch nicht ganz angekommen bei ... bei uns ... in unserem Bereich, aber ich hoffe, daß wir ... daß wir nicht Gräben jetzt auftun, sondern daß wir vielleicht über die Lager uns verständigen und dann zumindest erkennen, daß wir doch ... ähem ... zusammen an einem Ziel arbeiten und daß wir auch uns verständigen können, daß Keiner gegen den Anderen arbeitet."

+ Flesch: "Aber dafür kritisiert Martin Lichtmesz jeden Tag, jeden gottverdammten Tag Israel, Stürzi, also ich glaube, was Islamkritik angeht ... es ist ja auch das, was ich immer sage, es ist so schade, daß wir ... uns noch nicht mal auf ein einziges, gemeinsames Thema einigen können ... daß wir ... noch nicht mal auf die Islamkritik ... und die wird sowohl im, im ... ja ... rechtskonservativen Lager gerne mal ausgespart ... aber auch im ... wir haben ja auch ... so 'n bißchen ... so 'n paar Leute bei uns, die so 'n bißchen links angehaucht sind, ja mit denen kann man sich darüber auch nicht einigen ... bevor ich jetzt die Super-Chats vorlese, fragt Uwe, ob Höcke in die AfD gehört, oder mehr schadet ... also, ich ... ähem ... finde ... ähem ... er gehört da definitiv rein, seine Meinung ist wichtig, ich halte ihn auch keinesfalls für rechtsradikal oder rechtsextrem ... auch das, was er sagt wird oft ... wird oft vom Mainstream verfälscht, ja, wie seht Ihr das?"

+ DrDrDB: ... äußert sich zu Höcke ...

+ Stürzenberger: ... äußert sich umständlich-langatmig zu Höcke ...

+ Flesch: ... redet über kommende Veranstaltungen ...

...

+ Stürzenberger: "David, vorhin noch, zum Thema Kubitschek und Lichtmesz hast Du jetzt garnichts mehr g'sagt, wie ist denn momentan die Sicht so ... von Dir aus gesehen?"

+ DrDrDB: "Eigentlich wollte ich ja dazu schweigen, um nicht da noch Öl ins Feuer zu gießen ... ähem ... leider haben sich meine Einschätzungen weiter bestätigt, auch was die privaten Nachrichten, die ich von Herrn Kubitschek bekommen hab', das was Lichtmesz und die anderen gesagt haben, ich hatte aber auch den Eindruck, daß man strategisch den Zaun dort ... daß man den Streit vom Zaun gebrochen hat strategisch ... um von 'nem großen Problem in der Identitären Bewegung abzulenken ... in Deutschland ... denen fliegt nämlich derzeit der Laden auseinander ... ähem ... und ... ähem ... das ist natürlich ... das ist 'ne lange Geschichte, die ... ähem ... wo Ollie auch was zu sagen kann ... da gibt es heftige Konflikte auf Grund des Fehlverhaltens einiger Männer aber auch der grundsätzlichen Einstellung zu Israel, zur Homosexualität ... so daß Viele die IB verlassen haben ... ähem ... und nochmal was Eigenes gründen wollen ... ähem ... und 'nen Feind von außen zu haben, hilft natürlich immer Einigkeit im Land herzustellen ... und da war mein Eindruck ab 'nem gewissen Zeitpunkt, okay, das war der letzte Versuch jetzt, den bösen Darkroom-Homo, der immer als "Liberaler" dann auf Twitter beschimpft wird, von den Leuten, das ist für die nämlich ein Schimpfwort in Schnellroda ... ähem ... zu haben, um von dem Konflikt im eigenen Haus abzulenken, weil in Wirklichkeit hab' ich mit denen ja garnichts zu tun und werd' denen auch nicht wirklich gefährlich ... ich bin da noch nicht fünf Kilometer nah zu diesem Bauernhof gekommen von Kubitschek ... von daher ... ich laß' dem seine Ferkel und den Bauernhof ... alles in guter Ordnung, die soll'n da ruhig weitermachen ... ich hab' mich nur klar distanziert, hab' mit denen nichts zu tun, sie haben sich klar distanziert, haben gesagt, sie wollen mit dem liberalen Darkroom-Homo nichts zu tun haben, jeder kann sich dann überlegen, wo er sich wohler fühlt."

+ Flesch: "Ja, also ich werde zu dem IB-Thema garnichts sagen, weil, ich bin immer noch solidarisch dem Martin Sellner gegenüber, auf den wir gleich auch noch mal zu sprechen kommen können ... und die Sache ist ja die ... ob nun IB-Deutschland, IB-Österreich, jeder denkt bei der IB an Sellner ... und ... ähem ... von daher schweige ich zu dem Thema. Ich hab' da ja eine Sendung zu gemacht, wo ... ähem ... die Frau, die mal IB-Lisa genannt wurde, Einiges zu gesagt hat ... und da muß ich sie übrigens auch in Schutz nehmen, alle Infos, die sie da rausgehauen hat, die meisten Infos ... und zwar noch viel heftigere, kamen gar nicht von ihr zuerst, habe ich festgestellt, sondern standen schon seit Wochen in der 'Jungen Freiheit' ... ähem ... gut. ... Jungs, was sagt Ihr denn zu der Hausdurchsuchung immer wieder bei Martin Sellner?"

+ Stürzenberger ...

+ Flesch: "Ja ... David, Du hast ja mit Sellner speziell überhaupt keine Probleme ... der hat ja auch immer versucht, so 'n bißchen ... ähm ... ja, zu moderieren, in der Geschichte zwischen Euch, ne?"

+ DrDrDB: "Ja, aber selbst wenn ich Probleme mit ihm hätte, müßte ich sagen, daß mein Eindruck ist, den wir vorhin von Hausdurchsuchungen schon ... ähem ... schon ... wir haben ja von Hausdurchsuchungen schon gesprochen, daß mein Eindruck da auch ist, soweit ich Kenntnis der Umstände hab', daß da Einschüchterung betrieben werden soll, daß auch da der Rechtsstaat 'nen großen Fehler begeht ... ähem ... wenn er das Mittel der Hausdurchsuchung benutzt, um eine ihm unliebsame Bewegung mundtot zu machen ... und ob ich mich da mit Martin versteh' oder nicht, hat damit überhaupt nichts zu tun. So 'n Urteil muß auch möglich sein, unabhängig von persönlichen Geschichten."

+ Stürzenberger: "David, wie schätzt Du eigentlich ... diese Anti-Israel ... wenn ich da noch mal kurz nachhaken darf ... diese Anti-Israel-Haltung von Lichtmesz & Co ... wie ... wie bewertest Du des ... ist des schon so in Richtung nationalsozialistisches Denken auch?"

+ Flesch: ...

+ DrDrDB: "Also das ... ich muß dazu gestehen, daß ich von Lichtmesz zum ersten Mal überhaupt gehört hatte, als die Attacken gegen mich begonnen haben und mir jemand Tweets zugeschickt hat, die er geteilt hat ... vorher seine Zeit, als er als Gruftie in Kreuzberg unterwegs war oder sowas, da haben wir uns nie getroffen, ich war nie in der Szene zu Hause und später auch hatte ich mit Kubitschek und Schnellroda nicht viel zu tun. Das, was ich dann gelesen hab', das hat mich erstaunt, weil die Symphatien für die Hamas, für die Palästinenser dort groß zu sein scheinen, weil eine deutliche Israelfeindlichkeit vorhanden ist, aber nicht zu vergleichen mit dem Antisemitismus des Nationalsozialismus, also ich hab' keinen gelesen, daß der Konzentrartionslager wieder errichten will, aber so diese Feindstellung, die Juden, das Großkapital, Israel, USA, das ist dort stark ausgeprägt und natürlich auch die Rußlandvorliebe, das findet sich dort immer wieder ... ähem ... natürlich und deswegen auch mein Wort "intellektuell parfümiert", nicht in der Rustikalität, wie wir's bei einigen unserer Kommentatoren haben, aber trotzdem, daß man die Absicht merkt und verstimmt ist und sich denkt, okay, da hat einer 'ne tiefsitzende Aversion ... ähem ... gegen Israel ... ähem ... die sich dann natürlich ausweitet ... ähem ... daß die dann auch gegen Juden ist ... ähem ... und das ist nicht nur mir aufgefallen und nicht nur irgendwelchen Wächtern der Politicall Correctness, sondern ... ähem ... auch Vielen ... ähem ... im Bereich derer, die eigentlich die IB und das was sie macht, garnicht so schlecht finden. Uta, zum Beispiel, der das auch sehr sauer aufgestoßen ist."

+ Stürzenberger: "Ja, also ich kann das überhaupt nicht verstehen, wie man ... wie man diese Kontra-Israel-Einstellung haben kann ... aber dann erklärt sich natürlich auch, daß da noch nie was Islamkritisches aus dem Bereich der SEZESSION kam, weder vom Götz Kubitschek, noch vom Martin Lichtmesz ... des is ... ähem ... ja, des is sehr, sehr, sehr bedenklich, ja."

+ Flesch: "Ich will da garnicht viel zu sagen, nur zwei Sachen, die mir wirklich unangenehm aufgestoßen sind, ein Mal, daß das Wort "liberal" in diesen Kreisen schon ein Schimpfwort zu sein scheint und zum Zweiten, daß da ein Artikel aufgetaucht ist, aus dem Jahre 2000 und elf, wo die Frau vom Kubitschek Kopftuchmädchen feiert, wobei man ihr hoch anrechnen muß, daß sie vielleicht das Wort "Kopftuchmädchen" erfunden hat, das ist natürlich ein wunderschönes Wort, aber inhaltlich ... ja ... sehr bedenklich ... aber gut ... laß' uns das Thema auch mal lassen, Stefan Beckmann schreibt: "Trump wirft Millionen illegaler Migranten raus." - davon hab' ich noch nichts gehört ... ähem ... Ihr, Jungs?"

1:51:08

Quelle: https://youtu.be/50xx276AC18?t=5685

veröffentlicht am Abend des 18.06.2019

nom de guerre
19. Juni 2019 16:55

Taubers Artikel habe ich gelesen und im ersten Moment geglaubt, ich müsse das falsch verstanden haben. Otte, Steinbach, Höcke, Weidel und über fünf Ecken Maaßen als Einflüsterer für Mord? Art. 18 GG als angemessenes Werkzeug gegen diese Personen? Kann er doch nicht gemeint haben. Nun ja, er hat es offenbar doch gemeint. Was soll man dazu noch sagen.

Was David Berger angeht: Dieser Distanzierungstext der Freien Medien spricht für sich. Davon abgesehen scheint er mir jemand zu sein, der phasenweise das Bedürfnis verspürt, über irgendetwas fürchterlich beleidigt zu sein, wild um sich zu schlagen und dabei sogar in Kauf zu nehmen, ggf. Dinge zu zerstören, die er selber (mit-)aufgebaut hat (zumindest glaube ich nicht, dass sein spalterisches Verhalten dem Teil der alternativen Bloggerszene, den er liberalkonservativ nennt und der ihn anscheinend als Leitwolf akzeptiert, langfristig nützt). Den FAZ-Artikel zu "Der heilige Schein" kenne ich nicht, schließe das aber aus meiner eigenen Lektüre des Buches, von dessen Positionen er ja heute zum Teil deutlich abrückt und sich wortreich entschuldigt, was auch wiederum ins Bild passt, und eben aus dem, was er seit einigen Wochen tut. PP habe ich bisher für das, was die Seite ist, nämlich eine Ergänzung zu PI News - aus unerfindlichen Gründen mit einem hochtrabenden Namen versehen - als durchaus wertvoll wahrgenommen, wenn auch teilweise etwas schrill. Inzwischen meine ich, Berger hätte besser die Islamisierung Islamisierung sein lassen und bei seinem Gay-Magazin bleiben sollen, dann hätte er weniger Schaden angerichtet.

Fredy
19. Juni 2019 17:58

@Lotta Vorbeck

Aufschlußreiches Gespräch auf unterirdischem Niveau. Insbesondere der Berger, der hat doch einen an der Klatsche ("...keinen gelesen, daß der Konzentrartionslager wieder errichten will"). Hat der auf dem CSD promoviert?

Lotta Vorbeck
19. Juni 2019 18:19

@Fredy - 19. Juni 2019 - 07:58 PM

Überall, wo sie bisher aktiv gewesen sind, die beiden Saubermänner "Stürzi" und Schlau-Berger ... hinterließen sie verbrannte Erde ... und nun kitzelt ihr aus Mallorca zugeschalteter Moderator den "liberal-konservativen" Widerständler aus ihnen heraus ... Rumcuckerei auf höchstem Niveau! Aufschlußreiches Gespräch auf unterirdischem Niveau. Insbesondere der Berger, der hat doch einen an der Klatsche ("...keinen gelesen, daß der Konzentrartionslager wieder errichten will"). Hat der auf dem CSD promoviert?

deralbatros
19. Juni 2019 18:28

Polemisch möchte ich mal ausdrücken, was ich als Zeuge auf anderen Plattformen nicht kommentieren möchte (Weil es einfachste Standards unterbietet): Der Konflikt von Hrn. Berger kommt dem Niveau einer sozialdemokratischen Kita in meinem Bezirk nahe. Das ist überhaupt kein Kompliment, wie man vermuten mag. Ich weiß nicht, ob es der Stein der Weisen war, diesen Mann zu kommentieren. Im Fall von Tauber hingegen, haben Sie es für meinen Geschmack punktgenau ins Eck gebracht. Respekt!

Monika
19. Juni 2019 18:49

Die Klarstellung zu Peter Tauber geht allemal in Ordnung! Aber zu Herrn Dr. Dr. Berger hätten Sie m.E. besser geschwiegen, Herr Kubitschek, gerade auch als Bademeister . Den Disput hätten Sie den Halbstarken Ihrer Badeanstalt überlassen sollen. So viel Souveränität und Professionalität sollte sein.

Wenn „Indiskretion David Bergers Schicksal“ sein sollte (Lorenz Jäger), ist es unklug, mit der eigenen Diskretion zu kokettieren. Das ganze Schlammbad soll es dann zwar nicht sein, aber ein paar Spritzer wären schon schön. (K:„Ich könnte ein paar Mails veröffentlichen“) Nein, damit wedelt man nicht. Jeder ernsthaft an einer Mitarbeit bei Sezession Interessierte wird durch solche Andeutungen abgeschreckt. Das hat die bedeutendste rechtsintellektuelle Zeitschrift nicht nötig.

Dumme Nebenwirkung: Jetzt hat Sie Dr. Berger in seinen Blog oder Chat eingeladen. Da ginge ich jetzt nicht hin. Ansonsten spricht die „gemeinsame Erklärung“ für sich.

Maxx
19. Juni 2019 18:53

@Lotta Vorbeck.
Was für ein substanzloses Geschwätz, triefend vor Unwissenheit, gockelhaftem Gehabe und geistigem Tunnelblick ... Mit "Diva" Berger wird die Erasmus-Stiftung wohl noch ihre liebe Not haben. Der will ordentlich gebauchpinselt werden. Bekommt er diese anerkennenden Streicheleinheiten nicht, könnte dies in einem Frauke-Petry-Szenario enden.

Schulmeister
19. Juni 2019 18:54

Sehr geehrter Herr Kubitschek,

nach Georg Restle (Monitor) geht es hier nicht mehr um Einzeltäter und in diesem Zusammenhang werden Sie und Ihre Referenten explizit genannt ("Gewaltverherrlichung", "Aufruf zur Gewalt"). Hier ab 3:49:11 nachzusehen: https://youtu.be/MVqSw_2YPpY?t=13752

Wenn es nach Tauber und Restle ginge, gehörten Sie vermutlich zu den ersten, auf die Art. 18 GG Anwendung finden würde.

Theren
19. Juni 2019 19:39

(mutmaßliche) Gewohnheitsverbrecher die "Haltet den Dieb rufen und wie geschildert die Kausalitäten einfach umkehren; ignorieren aber den Kurs halten, ohne auf den Schmutz weiter einzugehen, zumindest für Mitteldeutschland besteht noch Hoffnung in der Alt-BRD (+Berlin) kaum...
Danke für Ihren Einsatz

Solution
19. Juni 2019 19:42

Volle Zustimmung, Herr Kubitschek.
Diese "Freien Medien" haben alle leider zwei Seiten. Vor allem stört mich die ständige Abgrenzerei gegen "Rechts", die Vergottung Israels, die weitestgehende Akzeptanz der Siegergeschichtsschreibung und die primitive, maßlose Islamhetze. Daneben gibt es allerdings auch gute Beiträge, was aber das negative Gesamturteil nicht verbessern kann. Sollen Sie ruhig "für Israel kämpfen und sterben", wie es auch ein Gauland gerne hätte. Ich jedenfalls werde nie und nimmer hinter einer Israelflagge hinterherrennen.

Lotta Vorbeck
19. Juni 2019 19:42

@Maxx - 19. Juni 2019 - 06:53 PM

"Was für ein substanzloses Geschwätz, triefend vor Unwissenheit, gockelhaftem Gehabe und geistigem Tunnelblick ... Mit "Diva" Berger wird die Erasmus-Stiftung wohl noch ihre liebe Not haben. Der will ordentlich gebauchpinselt werden. ..."

****************************

Auch diese in erster Linie in sich selbst verliebten Prinzen müssen, egal ob in Berlin, Würzburg, Nizza, München oder auf Mallorca schauen, wovon sie leben.

"Liberal-konservativer Dauerurlaub" (GK) ist einerseits kostenintensiv und läßt sich andererseits auch nicht auf Basis der Veröffentlichung eines Vaticanenthüllungsbuches und einem Thomas-von-Aquin-Büchleins materiell sicherstellen.

Nun robbt man sich, auf der selbst gelegten Schleimspur langsam in Richtung der zum Bersten gefüllten, unwiderstehlich verführerisch duftenden Futtertröge voran.

brueckenbauer
19. Juni 2019 19:42

In der strategischen Grundfrage bin ich ganz bei Ihnen, Herr Kubitschek. Ich hab mir es längst zum Grundstz gemacht, mich niemals zu "distanzieren" - schon gar nicht als Reaktion auf einen Angriff von links. Ich kenne sehr nette Nazis, nette Islamisten und nette israelische Nationalisten - leider kann ich nicht allen gleichzeitig Recht geben, und so bin ich Anhänger einer freiheitlichn Demokratie als eines Systems, in dem sie einigermaßen friedlich nebeneinander existieren können. Das macht mich dann auch zum "Liberal-Konservativen" - aber (im Gegensatz zum Berger-Umfeld) gerade weil ich mich nicht distanzieren mag.
Aber aktuell ist Berger doch überwiegend eine hilfreiche und unterstützende Figur, kämpferisch wie ein Dachshund, der den Gegner in seine Schlupflöcher verfolgt. Und immer noch wahrscheinlicher einer, der mit im Lager sitzt (die anderen Insassen mit seinem Genöle nervt) und bestenfalls bis zum Kapo aufsteigt - zum Assistenten der Lagerleitung wird er es ncht mehr bringen. Also eher töricht als gefährlich.

deutscheridentitaerer
19. Juni 2019 19:46

@dem von L.V. transskribiertem Gespräch

Unterhaltsam ist es, besonders dieser Flesh, der vorgibt Einigkeit zu wollen und dabei fleißig Öl ins Feuer gibt, und das nun ja schon mehrere Videos lang.

Stürzi ist mir bei der ganzen Sache der sympathischste. Ja, der Mann hat seine intellektuellen Beschränkungen, aber er ist mutig und aufrichtig. Und auch dem Trickser Flesh gegenüber kann ich mir einer gewissen Sympathie nicht erwehren.

Berger ist dagegen bekanntermaßen einfach nur eine liberale Witzfigur. Dass der weltanschaulich anders unterwegs ist, war ja immer klar, aber dass er menschlich und strategisch so eine Null ist, hätte ich nicht erwartet.

Ich finde Israel ja selber auch für einen schönen, in vielerlei Hinsicht nachahmenswerten Staat. Meinetwegen kann man sogar über eine besondere Verantwortung von uns Deutschen für die Juden diskutieren. Aber dieser Fetischismus ist absurd, und nichts anderes hat Lichtmesz je kritisiert.

Diese Israel/USA-Sache ist allerdings keine bewusste ideologische Entscheidung dieses Spektrums. Es handelt sich eher um einen Zufall: In der ersten Hälfte der Nullerjahre waren die Linken USA und israelfeindlich bzw. wurden zumindest so wahrgenommen. Dem gegenüber bildete sich dann mit pi-news eine eigentlich authentische, aber unreflektierte Rechte, die sich vor allem im Gegensatz zu Linken und Moslems sah. An sich eine gesunde Einstellung, folgte daraus eben die (Über-)Identifikation mit den linken und muslimischen Feindbildern Israel und USA. Mittlerweile hat sich diese Sache leider ziemlich verfestigt.

HomoFaber
19. Juni 2019 19:46

Gut, aber mußte die “leise Kritik am von ihm verehrten Heilsbringer” nun sein?

kubitschek: ja.

HomoFaber
19. Juni 2019 20:08

“kubitschek: ja.”

Dann muß es ein bedeutender “Heilsbringer” sein.

zeitschnur
19. Juni 2019 20:14

diskriminieren, ist doch eigentlich klar, oder? (Ich weiß, wir haben Doppelstandards.)
Aber sind die Unterstellungen und die Bedrohung einzelner Personen und ganzer weltanschaulicher Gruppen, die völlig unbescholten sind, mit Entzug der Menschenrechte (!) nicht sogar justiziabel? Wurde Tauber angezeigt wegen dieser Ausfälle? Tauber verstößt ja höchstwahrscheinlich selbst dermaßen heftig gegen das GG, dass es eigentlich zu so etwas wie "Volksverhetzung" oder wenigstens Verleumdungsklagen und Klagen wegen offener Diskriminierung reichen könnte.

Relevant ist vor allem, dass der Mord ja noch nicht aufgeklärt ist, bei Personen in der Nähe der NPD aber eventuell - wie bei der NSU-Affaire - an ganz andere Zusammenhänge gedacht werden könnte.

In jedem Fall gilt "in dubio pro reo" unter zivilisierten Leuten und Demokraten sowieso. Wenn aber einer sich dermaßen erniedrigt, wie Tauber dies tut, und nicht einmal mehr diesen elementaren Rechtsgrundsatz anerkennt, geschweige denn völlig unbeteiligte Personen beschuldigt, dann ist das eine politische und moralische Katastrophe.
Ich erinnere mich an eine Empörungswelle, als Sahra Wagenknecht seinerzeit Merkel eine indirekte Verantwortung für diverse Morde an Einheimischen durch "Migranten" zuwies: das könne man so nicht sagen, das bediene "rechte Ressentiments" etc. etc. Faktum war aber, dass Merkel durch ihre Politik, Millionen Menschen unkontrolliert ins Land einströmen zu lassen, die sie alleine eindeutig zu verantworten hat, den Schutz der Bürger vor Gewalttaten aufgegeben hatte. Was aber Frau Steinbach, Prof. Otte, Alice Weidel etc. überhaupt gemeinsam und sowieso mit dem Fall Lübke zu tun haben, erschließt sich nicht.

Es ist nicht verwunderlich, dass Herr Berger sich nun auf diese Hatespeech, die vielleicht justiziabel sein könnte, draufsetzt, sie mitträgt und sich damit endgültig disqualifiziert hat.

Der_Juergen
19. Juni 2019 20:23

Auf einem der letzten Stränge wurde angeregt darüber debattiert, wen wir von der "Mosaik-Rechten" als potentiellen Bundesgenossen betrachten sollen. Dieser Artikel sowie die von @Lotta Vorbeck angeführten Zitate der Schwätzer-Riege erleichtern uns die Antwort auf diese Frage erheblich. Über Tauber brauchen wir uns nicht zu unterhalten, aber Berger beseitigt letzte allfällige Zweifel daran, dass er ein aufgeblasener Geck ist, und Stürzenberger offenbart ein weiteres Mal sein Tunneldenken. Man lese hierzu folgenden sehr informativen Artikel:

https://michael-mannheimer.net/2019/04/25/wie-politisch-korrekt-ist-pi-politically-incorrect-eigentlich/

Lotta Vorbeck
19. Juni 2019 20:23

@deutscheridentitaerer - 19. Juni 2019 - 07:46 PM

"Unterhaltsam ist es, besonders dieser Flesh, der vorgibt Einigkeit zu wollen und dabei fleißig Öl ins Feuer gibt, und das nun ja schon mehrere Videos lang. ..."

***************************************

Flesch - vor Jahren Mitarbeiter bei Springer - hat immer und überall einen kleinen Ölkanister zur Hand, facht das Feuer kräftig an, um sich sein eigenes Süppchen darauf zu kochen.

Flesch über Flesch:
"Ich hab' da 'nen kleinen Trick, der bei mir immer funktioniert ... ich bin ja ein sehr, sehr großer Dirty-Talk-Freund ..."

Schauen Sie am besten einfach selbst: https://youtu.be/sOg8KIxhgik?t=39

Derjenige, der dieses Video produzierte und hochlud, reagierte damit auf ein vor geraumer Zeit per YT geführtes Gespräch zwischen Martin Sellner und Oliver Flesch.

[Originaltitel dieses Zweieinhalbminuten-Filmchens: "Frage an den Kultur-Philosophen & Identitären Martin Sellner: Islam oder Patriot Oliver Flesch?"]

Ergon
19. Juni 2019 20:45

Abseits aller ideologischen Differenzen zur "liberal-konservativen" Szene mit ihrer gelegentlich zu undifferenzierter Islamfeindlichkeit überformten Islam- und Islamisierungskritik war der Auslöser des von Berger inszenierten Theaterdonners also bloß die etwas kryptisch geratene und von ihm offenbar als latent schwulenfeindlich interpretierte "leise Kritik am von ihm verehrten Heilsbringer". Bizarr.

Andreas Walter
19. Juni 2019 20:57

(...)
Kositza: Wie schon paarmal erklärt, schalten wir keine Kommentare mit mehreren Youtube- oder dergleichen - links frei.Sollen wir das alles auf Seriosität überprüfen?? Nein.

Adler und Drache
19. Juni 2019 21:35

"Auch das eine mögliche Verhaltenslehre, die zu prüfen wäre: ob nicht nichts zu sagen außer ein paar schlichten, naheliegenden Sätzen nicht manchmal das Allerbeste ist; nichts sagen, aber wahrnehmbar in die Richtung zeigen, aus der ein panischer Gegner seine Kanonen abfeuert."

Bester Satz! Hab ich mir hinter die Ohren geschrieben! Auch in diesem Fall anwendbar!

RMH
19. Juni 2019 21:47

@Lotta Vorbeck,

danke für den Hinweis und vor allem für die Mühe der Niederschrift des Gespräches aus dem Film. Ich hatte mir das Filmchen in der Tat gar nicht angesehen, da ich solche Sachen eigentlich nicht anschaue. Auch diesen "Beef" zwischen diesen Gruppen kann ich nicht so recht nachvollziehen, ich weiß nur, wo ich selber stehe (das ist alleine, da außer Internetkommunikation habe ich keinen politischen Anschluss) und ich habe mir meine "rechte Bildung" vornehmlich in den 80er und 90er Jahren durch Eigenstudien angeeignet, zu Zeiten, wo man noch in Antiquariaten, Spezialbuchhandlungen und Universitätsbibliotheken sowie in anderen Quellen suchen musste (die esoterisch-gnostische Szene war damals erstaunlich ertragreich), um "ad Fontes" zu kommen. Von daher kenne ich die ganzen klassischen Antisemiten (Fritsch, Schwartz-Bostunitsch, Rosenberg etc.) und deren Argumentation und war entsprechend gelangweilt, die ziemlich gleiche Vorgehensweise nun bei der sog. "Islamkritik" zu finden. Betrieben die Nestoren und Klassiker des Antisemitismus eine ziemliche Bibel- und vor allem Talmud-Exegese zur Begründung ihrer Lehre, so macht die sog. "Islamkritik" dies nun anhand von Koran und Hadithen. Sehr überraschend … und für mich eben der Punkt, an dem ich, obwohl ebenfalls grundsätzlich islamkritisch, raus bin. War in den 80er Jahren eine Zeitlang mit sog. "evangelikalen" Christen befreundet und diese ganze Wortklauberei des Fundamentalismus langweilt mich einfach nur und deswegen langweilt mich bspw. auch ein Herr Stürzenberger (dem ich aber auch schon wiederholt gespendet habe, für seinen unermüdlichen Einsatz auf allen Fronten, auch juristischen - aber Spenden aus der falschen Ecke sind ja mittlerweile zum schlagenden Beweis geworden …;) … ).

Wie auch immer, gerade ein M. Lichtmesz hat auch hier auf diesem Blog genug islamkritische Beiträge geliefert - wenn für einen M. Stürzenberger eine Islamkritik aber erst mit dem Zitieren von Koranversen beginnt, dann sei es darum.

Wer weiß, wenn ich jünger wäre und zuerst pp, pi etc. entdeckt hätte und nicht die Sezession (da habe ich eben das Gedruckte vor dem "Internet" entdeckt), vielleicht wäre ich da jetzt eher auf deren Seite. Denn das "Liberal" zumindest hier im Forum fast als Schimpfwort gebraucht wird, trifft meines Erachtens schon zu, was mich dann bekanntermaßen immer zu einem Veto animiert, was dann aber auch zumeist frei geschaltet wird.

Nichts desto trotz halte ich die Frontstellung, die sich momentan von offizieller Seite aus bildet (Schreihälse wie Tauber sind ja nur Wasserstandsanzeiger für ganz andere, tieferliegende Vorgänge), für bedeutsamer und gefährlicher, als dieser Streit unter Leuten, die das Schicksal aus irgendwelchen Gründen und zum Teil auch gegen ihren Willen hinter die selbe Linie gewürfelt hat. Beim ersten "scharfen Schuss" (Achtung! Allegorie!) bilden sich dann von ganz alleine die Überläufer (die keine Gnade finden werden) und die intakten Widerstandsnester, aber auch die Märtyrer. Und dann wird man sehen, wer wo steht und wie es ausgeht. Ich persönlich halte mittlerweile all das, was ich hinter die oben genannte "Linie" gewürfelt sehe, zutiefst von Kräften wie dem VS beobachtet, ausgewertet und unterwandert. Da werden noch echte Überraschungen und damit auch Enttäuschungen kommen. Denn nur wirklich gute und glaubwürdige Kräfte können genug Leute binden und vor allem anziehen und damit dann auch "aufklären".

Ich hoffe, wir Deutsche bekommen ALLE einmal die Gunst der historischen Stunde geschenkt, dass jeder seine Akte einmal einsehen kann. Unsere mitteldeutschen Freunde konnten ja zumindest ihre Akten schon einmal bis 89 einsehen (so noch vorhanden). Wir BRD-Kinder hingegen haben hingegen noch keine Akteneinsicht bekommen.

Man wird sehen …

Klaus
20. Juni 2019 01:17

Nach Berger konnte jetzt also auch GK aufgestauten Druck abbauen, schön. Wenn man die Geschichte jetzt nicht noch ewig weiter spinnt, dann sehe ich den Streit nichtmal negativ. Für Randbeobachter wurden deutlich die Unterschiede sichtbar, Klarheit ist gut! Leute wie Tauber oder Polenz sollte man übrigens nicht zu Gegner erheben, denn sie arbeiten für uns. Das sind Narren, die nichts begreifen und nichts verstehen.

Inspektor
20. Juni 2019 02:41

Kubitschek: "Also: Der Mord an Lübcke, ob pathologisch oder terroristisch motiviert, hat mit uns ("Schnellroda", AfD, EinProzent, JF ...) nichts zu tun."

SPON schrieb: Der mutmaßliche Mord an Walter Lübcke durch einen Rechtsextremen ist ein Angriff auf unsere Demokratie. https://www.spiegel.de/politik/deutschland/walter-luebcke-unser-staat-und-seine-feinde-kommentar-a-1272920.html

War es nun ein Mord, oder war es nur ein mutmaßlicher Mord? Oder war der Täter, falls es einen gibt, ein Rechtsextremer, oder war es nur ein mutmaßlicher Rechtsextremer? Oder war es nur ein (rechtsextremer) Totschlag bzw. Totschuß? Und wäre durch diese Tötung bzw. diesen Mord, falls er tatsächlich stattgefunden hat, unsere "Demokratie" angegriffen? Ist es nicht reine Zeit- und Energieverschwendung, sich mit solchen (tages)politischen Hanswurstiaden zu befassen? Anders gefragt: Glaubt irgendwer, der noch halbwegs bei Verstand ist, noch irgendwas, das in den Medien verlautbart wird? Als langjährige Leser und Beobachter von SiN, die es allerdings langsam zu langweilen anfängt, würden wir unsere Hand dafür ins Feuer legen, daß, was immer mit Walter Lübcke geschehen sein mag (gegebenenfalls RIP und unser Beileid den Angehörigen): der Götz Kubitschek war es nicht!

Lotta Vorbeck
20. Juni 2019 06:11

David Berger legte, am 19. Juni, assistiert von Oliver Flesch nochmals kräftig nach. Der Gesprächsverlauf, dokumentiert ab 5:42, https://youtu.be/MU_s8ekmMlk?t=344

+ Flesch: "Ich hab' eben schon wieder gestammelt, ich muß da ein bißchen aufpassen, sonst müssen wir morgen wieder in der SEZESSION lesen, daß wir alle stammeln, ich will Dich damit nicht runter ziehen ... ähem ... wo wir bei der SEZESSION sind, der Götz Kubitschek hat ja einen hervorragenden Kommentar geschrieben, bezüglich Peter Tauber ... ähem ... aber Du kamst auch vor, deswegen machen wir diese Sendung ... bei mir ist es eher so, ich war bisher mehr so 'n amüsanter Beobachter Eurer Fehde, aber ... ähem ... durch den heutigen Kommentar von Götz habe ich mich auch persönlich angegriffen gefühlt ... für die Leute ... äh ... die da noch nicht so drin sind, mach' doch mal die Kurzfassung ... äh ... was da bislang, was bisher geschah ... zwischen Götz Kubitschek und Dir."

+ DrDrDB: "Ähem ... das ist ... wo fange ich da am besten an ... ähem ... Götz Kubitschek hab' ich zum ersten Mal persönlich getroffen, als sich Vertreter der freien Medien getroffen haben, um sich zusammen zu schließen. Da hat er in dieser Versammlung die gesamte Versammlung gesprengt, in dem er g'sagt hat ... das brauch' 'mer nich, Ihr müßt Euch nicht zusammenschließen, es gibt EINPROZENT und das schafft Ihr eh nicht, diesen Zusammenschluß ... ähem ... und dann hat Vera Lengsfeld das in die Hände genommen ... und die Vereinigung der freien Medien ist entstanden - ohne Herrn Kubitschek - da ist auf einmal ein Machtgewicht entstanden, was völlig ohne Schnellroda, ohne die SEZESSION, ohne Kubitschek, ohne die Neurechten auskommt ... und ... ähem ... was freundschaftlich mit der 'Jungen Freiheit' verbunden ist, die 'ne tolle Arbeit leistet ... und die ... mit der Kubitschek größte Probleme hat. ... ähem ... das hat also schon mal Aversionen geweckt ... dann kam die Konferenz der freien Medien, wo Kubitschek zwar anwesend war, aber im Grund genommen keine Rolle gespilet hat, was für jemanden, der sich für den Pabst ... ähem ... der ... ähem ... freien Medien hält ... ähem ... natürlich 'n schweres Los ist und wo er dann verfrüht abgereist ist ... ähem ... als Milo aufgetreten ist ... und dann einen bitterbösen Kommentar geschrieben hat ... ähem ... wie widerlich ... äh ... der Auftritt dieses Milo war ... im Hintergrund dann natürlich die Geschichte mit seiner Homosexualität, daß er ein Liberaler ist, daß er USAfreundlich ist, daß er 'nen jüdischen Großvater hat ... all das hat schon mit reingespielt ...

(Kubitscheks Passage über Milo: Nach viel Selbstverharmlosung jedenfalls mag die frenetische Stunde des Milo Yiannopoulos am Abend wenigstens ein Spektakel gewesen sein, eine Art Lockerungsübung, ein Fassade-Streicheln, oder eben der Auftritt eines Vorboten: So sieht der Heilsbringer aus, wenn die Welt wirklich zur allerletzten Welt geworden ist. Aber ich kann nicht mitreden. Kositza und ich waren nämlich längst schon wieder auf dem Rückweg in ein Dorf, das samt Schrebergärten ins Marie-Elisabeth-Lüders-Haus geschoben und unter Dach und Fach gebracht werden könnte.)

das sagen die von Schnellroda natürlich ... die sind ja "intellektuell parfümiert", sagen das nicht, wie Stammtischleute, sie sagen es in vornehmer Weise, so daß man denkt, och, das sind eigentlich gebildete Menschen, sind sie sicher auch, aber man kann auch Bösartigkeiten gebildet sagen und Intoleranz ... ähem ... und Diskriminierung nett verpacken und das schaffen die ganz gut ... ähem ... zwischendrin kam es zwei Mal zu der Tatsache, daß sie mich Herr Kubitschek zu 'nem Talk mit seiner ... sind die überhaupt verheiratet, die, die Ellen Kositza, die heißt ja gar nicht Kubitschek ... aber die heißt auch nicht Kositza glaub ich ... keine Ahnung ... aber die haben da alle Phantasienamen viele ... da weiß ich immer garnicht, also Semmelweis ... also der Lichtmesz heißt auch Semmelweis ... so ganz abstrus ... die geben sich da neue Namen, wenn sie da sind ... in dieser Blase ... SEZESSION ... SEZESSION heißt ja 'n abgeschlossener Stall ... das hat schon 'nen Grund daß die ihrer Zeitschrift den Namen gegeben haben ... diese Frau Kositza ... die glaube ich, seine Frau ist, die macht immer 'nen Talk über Bücher ... und da hat er mich zwei Mal eingeladen, ich hab' zwei Mal abgesagt ... ähem ... jetzt hat er's heute so dargestellt, als ob ich mich immer drum gerissen hätte ..."

+ Flesch: "Okay ... David, David ... ganz kurz ... das sind jetzt so Kleinigkeiten, laß uns jetzt erstmal auf's ... über's Große Ganze sprechen ... und ich muß vorher nochmal einen oder ich möchte noch mal einen Super-Chat vorlesen ... vielen Dank Wolf-Ulrich für 10 Euro, Du schreibst Danke an alle freiheitlichen Medien für die wertvolle Arbeit ... ja, sehr gerne ... okay ... Du wieder."

+ DrDrDB: "Also da war, da war, um das kurz zu machen ... da war mit dem Milo-Auftritt ein homophober Unterton gelegt ... und man, man hat mich als den Hauptverantwortlichen gesehen, daß Milo gekommen ist ... daß ich praktisch nur ... ähem ... das weißt Du auch Ollie, Du warst auch dabei ... und ähm ... man hätte auch Dich zum Hauptschuldigen machen können, weil Du noch mehr organisiert hast, im Hintergrund, aber ich hab' halt im Vordergrund den Milo abgeholt am Auto, hab' ihn kurz vorgestellt, hab' danach die Gespräche mit den Journalisten organisiert, das hat man dann so ... hat man so getan, als ob ich Milo den freien Medien auf die Nase gedrückt hätte und ich der Hauptschuldige bin, daß dieser [...unverständlich...] da auftritt."

+ Flesch: "Aber David, David ganz kurz ... ist das nicht ein bißchen zuviel der Ehre ... also ich würd's sagen, wenn's so wär' ... aber was hab' ich denn groß organisiert ... oder hab' ich da schon wieder was vergessen ..."

+ DrDrDB: "Aber ich will jetzt nicht, nicht daß Du auch noch in Schwulitäten bekommst ..."

+ Flesch: "Okay ... Du kannst es sagen, erzähl mal, was hab' ich denn da nochmal organisiert ..."

+ DrDrDB: "Du hast eben, Du wolltest den Live-Stream organisiert ... Du hast das Interview mit ihm gemacht und dann hattest Du ja noch das Nachspiel am selben Abend mit Deinem, mit der Antifa ... das hat damit aber nichts zu tun ... Du hast damit dann dem Milo eigentlich noch die Show geraubt ... unfreiwilligerweise ... und was dann passiert ist ... der Kubitschek, der hat die Vorgabe gegeben ... und dann sind sozusagen die kleinen Soldaten, nachdem der General gesprochen hatte ... bei Twitter aufgetaucht und es ging los mit antisemitischen, mit Homobeschimpfungen gegen mich ... immer wieder der Liberalität undsoweiter ... also so alles unter der Gürtellinie ... ich hab' da lange Ruhe gegeben, bis ich dann irgendwann ... da auch Ideengeber dieser Schnellroda-Blase dabei waren ... wie Herr Lichtmesz oder Herr Semmelweis, die da ganz entschieden gefeuert haben ... auch gegen Israel und gegen Antisemitismus ... was mich eigentlich mehr gestört hat als diese homophoben Kommentare, denn die bin ich seit vielen Jahren gewöhnt, das nehme ich auch nicht so ernst, weil ich meistens weiß von welchen Leuten die kommen, weil ich weiß, wie deren Sexualleben aussieht ... ähem ... aber diese antisemitischen, diese antiisraelischen, diese Anti-USA-Kommentare mit 'ner gleichzeitigen Symphatie für die Terroristen der Hamas und der Palästinenser, das hat mich doch schockiert und da hab' ich zwischendrin eben auch 'n Tweet zurückgefeuert und dann sind die alle durchgedreht und abgedreht ... und haben richtig losgelegt ... Herr Kubitschek hat mir bitterböse Briefe geschrieben ... ähem ... mir Mails geschrieben, in denen er mich mit "Meister" angesprochen hat, statt "Kamerad" wie das wahrscheinlich sonst üblich ist bei den Herren ... ähem ... also ... ähem ... da ist das Ganze dann eskaliert und auf meine Versuche ... in unser'm ersten Talk den wir geführt haben ... mit Uta ... vielleicht kannst Du Dich noch erinnern, hab' ich am Ende gesagt ... laß' uns darauf einigen, daß wir die Menschnerechte verteidigen, daß wir zum Beispiel strikt ablehnen, daß die Juden aus Nizza verschwunden sind, weil sie sich hier in Frankreich nicht mehr wohlfühlen, wenn das unser gemeinsamer Nenner ist, auf den wir uns einigen können, dieser Einsatz, für die Menschenrechte ... den Respekt vor der menschlichen Person, dann ist schon alles gewonnen, dann müss' 'mer garnicht weiterreden, ob Ihr jetzt das Darkroom schön findet oder nicht, daß sind eigentlich Belanglosigkeiten, die mir auch völlig ... die für mich nicht wichtig sind, also mit diesem persönlichen Schluß hab' ich geendet ... aber das hat wenig gebracht, die haben sich wieder provoziert gefühlt, dadurch ... bis dann heute eben ... dieser ... ähem ... dieser, dieser Artikel von Herrn Kubitschek in der SEZESSION kam ... der wirklich dann ... ähem ... wo man ihm den Wutanfall merkt ... also eigentlich ... der ... mir hat er fast 'n bißchen leid getan, als ich den Artikel gelesen hab, weil er sonst immer sehr stattlich tut, sehr männlich auftritt, 'n bißchen rustikal auch ... ähem ... aber da auf einmal so 'n mitleidserregenden Eindruck gemacht hat ... also auch, daß er am Anfang sagt, daß auch Frau Kositza mit dem Artikel einverstanden ist ... so wie ... wenn die schreiben würden, ich hab' ihn auch meiner Mutti ... seiner Mutti gezeigt ... und ... ähem ... laß' ihn deswegen raus, also das war schon ... da hat er mir fast 'n bißchen leid getan, als ich das gelesen hab'."

+ Flesch: "Also das hab' ich auch nicht verstanden, was diese Rechtfertigung sollte ... aber ... Jule Schaller, zwei Euro, Danke Ollie und David für Eure Arbeit ... ja, sehr gerne, Jule ... lesen wir doch mal rein, was der gute Götz da so geschrieben hat, die Zeile also ... man muß natürlich sagen, er ist ein sauguter Schreiber ne ... das wirst Du auch nicht in Abrede stellen, oder?"

+ DrDrDB: "Was, was er vorher zu Peter Tauber geschrieben hat, verdient eigentlich den Nobelpreis der alternativen Medien, er hat es auf den Punkt gebracht, die Problematik, da ist doch gar kein Zweifel, darum geht's doch auch überhaupt nicht ... er hat ... gerade deswegen is' ja so schade, daß er sich so gehen läßt, dann im zweiten Teil ..."

+ Flesch: "Ja, is' auch viel Pathos drin im zweiten Teil ... ich mag aber Pathos sehr gerne ... die Zeile lautet "Lübcke, Tauber, Berger - eine Klarstellung" ... "eigentlich wollte ich mich zum Fall Lübcke nicht äußern ..." - ist kein so guter Einstieg, aber darauf wollt ich garnicht hinaus, das was er nun tut, das tut er unter anderem auch für seine Kinder ... schreibt der gute Götz ... "Meine Kinder sollen sehen und nachlesen können, daß ihre Eltern nicht blind waren und daß man selbst als gedienter Offizier mit bitterer Einsatzerfahrung in Sarajewo, als weit- und vor allem gründlich gereister Mann (Entwicklungshilfe in Kamerun, Monate in römischen [sic!] Dörfern), als Christ, Steuerzahler und Bildungsbürger in den Schwenkbereich von Kanonen kommen kann, die von verantwortungslosen, fahrlässigen, narzisstischen Tölpeln bedient werden." ... und ich muß Dir sagen ... ähem ... auch wenn der Pathos natürlich ... trrr ... tropft, wie aus der Muschi einer Reeperbahnhure - wie Götz sagen würde ...

+ DrDrDB: "Das nich' im dem Zusammenhang Muschi ... wo's um jemanden geht, der mit der Identitären Bewegung im Zusammenhang steht ...

+ Flesch: "Ja, eben drum ... also, wenn's jetzt nur um Tauber gegangen wäre, hätte ... ähem ... hätte ich das ganz, ganz großartig gefunden, aber ich befürchte, daß er mit "narzisstischen Tölpeln" auch Dich meint ... und eventuell auch mich ..."

+ DrDrDB: "Das kann er aber auch, weil er ja sehr bescheiden ist, wie an an seinem Text merkt ... ähem ... da ist natürlich klar, daß alle Anderen, die 'n Selbstbewußtsein haben ihm daneben sehr narzisstisch vorkommen müssen ..."

+ Flesch: "Das ist richtig, noch 'n großer Satz, oder zwei: "Man will sofort notieren: "Freunde, merkt Euch diesen Tag"." ... so ... ähem ... die Taubergeschichte lassen wir weg, ich werd' den ganzen Artikel in den Kommentaren hier drunter verlinken, also er lohnt sich wirklich ... jetzt kommen wir zu Du, Dir, Schrägstrich Uns, denn es geht ja auch um das gestrige Video ... "das könnte es gewesen sien, gäbe es nicht die Schlau-Berger" - was für ein Wortwitz - "auf unserer Seite des Sandkastens. Der ein oder andere von ihnen sitzt unter anderem in einem Verbund "Freier Medien" vor, und dieser Verbund leidet seit seiner Gründung daran, daß er von diesem ebenso narzisstisch wie spalterisch veranlagten Herrn geführt wird." ... ähem ... also ... bin ich da eigentlich drin, in dem Verbund? Ist das ein lockerer Verbund?"

+ DrDrDB: "Also, da ich den Verbund nicht leite, weiß ich das gar nicht Ollie, es gibt, gibt mehrere, es gibt vier Leute, wir haben extra keinen, keinen an die Führungsspitze gewählt, es sind vier Leute, darunter zwei Österreicher ... ähem ... und neben mir, glaube ich Stürzi noch und im Hintergrund arbeitet Vonweidler, von den Unbestechlichen, der die Hauptarbeit macht, dann ham' mer Paymahny dabei, wir haben Vera Lengsfeld dabei, also das sind weitaus bedeutendere Leute als ich das bin, wenn ich zum Beispiel an Vera Lengsfeld denke, die sich Verdienste um unser Vaterland erworben hat, indem sie nämlich gegen das Unrechtsregime der DDR gekämpft hat und die ganz entschieden für diese Vereinigung der freien Medien sich auch engagiert hat, zum Beispiel unser letztes Treffen war bei Vera Lengsfeld."

+ Flesch: "David, David ... das wollt' ich sagen ... ich hab' von Deiner, Deiner Führung gar nichts mitbekommen, Du hast mich ja nicht mal animiert ... da einzutreten ... ja, aber das erklärt dann ja natürlich Einiges ... gut ... mal weiter: "Über diesen Anführer, David Berger, hat der ehemalige FAZ-Redakteur Lorenz Jäger bereits 2010 alles Wesentliche gesagt. Damals war der homosexuelle Berger mit seinem Outing-Buch "Der heilige Schein" unter größtmöglichem Getöse und mit dem gespreizten Gang des typischen Rechthabers aus dem Schoß der katholischen Kirche marschiert ..." - auch wieder ein großartiger Satz - "... um später eine Karriere als Chefredakteur eines Gay-Magazins zu beginnen." ... hier hätte ich statt "Gay-" "Schwulenmagazin" geschrieben, aber wer bin ich schon, um dem großen Götz da 'en Tip zu geben ... aber ähem ..."

+ DrDrDB: "Hat der ein englisches Wort gebraucht, der Götz, "Gay" hat der gesagt oh, oh ... wenn das der Herr Semmelwitsch hört!"

+ Flesch: "Ja, ja also, hab' ich mir jetzt auch gedacht ... jetzt mal ... ähem ... also für mich liest sich das so ... ähem ... also ich hab' dieses Buch ja nicht gelesen, wir haben uns darüber auch noch nicht länger unterhalten, ich weiß also garnicht wirklich um was es da geht ... also für mich liest sich das so, als ob Götz es lieber gehabt hätte, wenn Du ... die Kritik an der katholischen Kirche für Dich behalten hättest. Liest Du das auch so raus?"

+ DrDrDB: "Ja, das hätten Viele lieber gehabt, weil ich hab' über etwas geschrieben, was es nicht nur in der katholischen Kirche gibt, sondern auch anderswo. Ich hab' nämlich beschrieben, wie mit Homosexuellen ... und am Rande auch mit Pädophilen ... in der katholischen Kirche umgegangen wird. Das sind zweivöllig verschiedene Sachen, Pädophilie und Homosexualität, das ist klar, aber die Umgangsweise der katholischen Kirche ist ähnlich, ich hab' die als Homosexueller erlebt ... solang' ich pariert hab' und ... ähem ... in der katholischen Kirche genau das gemacht hab', was von mir erawrtet worden ist, als Professor im Vatikan, in der Päpstlichen Thomas-Akademie, als Herausgeber, zweier, großer, theologischer Zeitschriften, als Vizepräsident der Deutschen Thomas-Gesellschaft, hat man mich machen lassen, man hat akzeptiert, daß mein Partner mein Cousin ist, obwohl man wußte, daß er mein Liebhaber war, aber das haben alle so gemacht, auch die Kardinäle haben ihren Lover als ihren Chauffeur vorgestellt undsoweiter, als ich dann angefangen habe, Kritik an bestimmten Punkten in der katholischen Kirche zu üben, hat man mich auf Grund meiner Homosexualität unter Druck gesetzt, bis ich in die Offensive gegangen bin und um diese Erpessungsmechanismen zu durchbrechen mich geoutet hab' und über diese Erpressungsmechanismen ein Buch geschrieben hab'. Man hat nämlich, auch nicht nur bei Homosexualität das benutzt, auch bei Pädophilie, man hat die Leute nicht gestoppt, wenn sie Kinder mißbraucht haben, diese Priester, sondern, man hat das Wissen um den Mißbrauch benutzt, um sie gefügig zu halten ..."

+ Flesch: "Ja, aber ... David, David ... ich muß da mal kurz reingrätschen. ... ähem ... Wie kann man denn was dagegen haben, daß Pädophilie aufgedeckt wird?"

+ DrDrDB: "Ähem ... wenn sie ... wenn die Erpressung auf Grund von Pädophilie der Kitt eines Gesellschaftsmodelles ist, das man gerne möchte ... und dieses Gesellschaftsmodell an oberster Stelle steht, dann wird auch darüber hinweggeschaut, diese Leute, die ihre Ideologie und ihr Gesellschaftsmodell, was auf der Ideologie beruht an erste Stelle setzen, die gehen über Leichen und das kann man ja auch bei der Pädophilie sagen, diese Menschen, diese Kinder sind häufig ... für ihr Leben lang beeinträchtigt ... gestraft, sie werden mit dieser Sache ... nicht jeder ... ich möchte da jetzt auch kein Pauschalurteil fällen ... aber ganz viele ... und es ist ein Verbrechen an diesen Kindern. ... ähem ... aber auch das ist benutzt worden, wie gesagt, gewissenlos ... und darüber hab' ich ein Buch geschrieben ... das hat der Vatikan nicht gern gesehen, deswegen hat er mich rausgeworfen, ich bin also nicht mit gespreizten Beinen raus marschiert, sondern ich bin gnadenlos rausgeworfen worden ohne einen kirchenrechtlichen Prozeß und ohne daß man mir konkret etwas vorwerfen konnte ... Meissner hat damals in seinem Brief, nachdem er von Rechtskatholiken immer wieder gedrängt worden ist, den Unzuchtsmenschen rauszuwerfen, hat er geschrieben ... "Sie haben der Kirche sehr geschadet, durch Ihr Buch" ... dadaurch hab' ich auch meine kirchliche Lehrerlaubnis verloren, konnte keinen Religionsunterricht mehr geben ... und im Internet hat paralllel dazu ein heftiger, aggressiver Kampf gegen mich getobt, der in seiner Ausdrucksweise damals ... er kam von rechtsextremen Katholiken ... von seiner Ausdrucksweise sehr der ähnelt, die beispielsweise Herr Kubitschek in seinem Artikel angelegt aht ... und die seine Leute bei Twitter angelegt haben."

+ Flesch: "Hhmm ... ähem ... eine Sekunde ... vielleicht ... ich bin gleich wieder bei Dir ... also Kubitschek schreibt weiter: "Jägers damalger Artikel ..." - also dieser Autor - Blabla ... und endet mit dem Urteil: "Indiskretion war und ist David Bergers Schicksal." Ich kann das nur bestätigen: Berger verdreht, wo es ihm paßt, plaudert aus, wo es ihm paßt, zwingt unter Androhung denunziatorischer Mittel in gemeinsame Fronten, wo es ihm paßt und kann vor allem die Tinte nicht halten, egal, ob es paßt oder nicht." - Was meint er denn mit dieser Androhung?"

+ DrDrDB: "Das weiß ich nicht ... "Androhung denunziatorischer Mittel" ... also Oliver, Du hast ... also das bezieht sich alles auf unsere gemeinsame Erklärung der Medien, der freien Medien ... dieser ganze Artikel eigentlich ... ähem ... Du hast mitbekommen, daß ich mich da weitgehend zurückgehalten hab' ... ähem ... daß ich zu dem einen Passus, wo's um Homosexuelle geht, garnichts gesagt hab' ... daß der Entwurfstext auch nicht von mir stammt, sondern, daß das 'ne Gemeinschaftsarbeit war der ... der freien Medien ... er unterstellt da offensichtlich ... daß ich irgendwelche Leute unter Druck gesetzt hätte ... ähem ... ich weiß es nicht, woher der das hat."

+ Flesch: "Ja ... ähem ... das glaubt uns jetzt sowieso Keiner ... der Ursprungstext kam ja nicht von Dir ... und die Passage ... ähem ... mit den, mit der Homosexualität ... die hatte ich, die hatte ich dann am Ende noch ein bißchen bearbeitet ... ähem ... ja, also ..."

+ DrDrDB: "Die kam von einem PInews-Autor, soviel ich weiß ..."

+ Flesch: "Ja ... genau. Und jetzt wird's wieder lustig, er schreibt: "Ich wiederum bin zu diskret, um das ganze Schlammbad auf den Tisch zu kippen." ... also ... ähem ... ja, diskret finde ich das jetzt alles nicht so ... aber ... ähem ... gehen wir mal ... von dem Persönlichen mal weg ... rein ... in das Politische: Also er kritisiert ja nun ... ähem ... diese gemeinsame Erklärung, er zitiert sie ... und dann schreibt er: "Es tut mir leid: Aber wie kann man so etwas schreiben und noch dazu veröffentlichen? Wer hat den Verfassern je Maßstäbe beigebracht, eine Ahnung von Pietät, von Peinlichkeit, von Schwätzer-Früherkennung?" ... und ... er bezieht sich jetzt vor allen Dingen auf diesen Satz: "Und oft sind es gerade wir, die Freien Medien, die aufgrund unserer eher liberal-konservativen Weltanschauung, unserer Israel- und Homosexuellen ..." - "-freundlichkeit", hätte man lieber schreiben sollen statt "freundlichen Haltung" - von den Rechtsextremisten beschimpft und bedroht werden." ... so ... und hier hat er sich glaub' ich persönlich angepisst gefühlt ... dabei ... da der Text ja auch nicht von Dir war ... äh ... meinten wir ihn ja auch garnicht, sondern eher diese, diese Fraktion, die man so früher, damals, so als Glatzenfraktion bezeichnet hat, das sind ja die, die tatsächlich auch mit Gewalt drohen und so in den Kommentaren."

+ DrDrDB: "Ja, ich mein', der vermutliche Lübcke-Mörder ist ja ein gutes Beispiel ... der hat ... ähem ... in München auf irgend 'ner öffentlichen Toilette ... ähem ... 'nen Ausländer erstochen, den er auch für 'nen Schwulen gehalten hat ... und beides waren wichtige Motive für ihn, das ist jetzt nicht unbedingt die Umgangsform, die sich 'n Demokrat im Rechtsstaat mit Ausländern ... ähem ... und Homosexuellen wünscht ... das wird mir auch Kubitschek zugestehen ... aber das Kubitschek das sofort auf sich bezieht, zeigt natürlich, das zeigt der ganze Text, das die in Schnellroda, wirklich in dieser Blase leben und nur um sich kreisen, dieses alles auf sich beziehen, das ist schon fast ... ich bin jetzt kein Psychiater ... aber das hat für mich schon fast neurotische Formen, wenn ich alles auf mich beziehe ... und mich dann zum Opfer stilisier' ... und ... ähem ... das ist wirklich das, wo man sagen muß: Versucht mal, aus Euer'm Bauernhof rauszugehen, versucht nicht, Euch in die SEZESSION zurückzuziehen, auch wenn Ihr Eure Zeitschrift so genannt habt ... um da irgend 'n Reichsbürgerreich aufzumachen ... ähem ... versucht ... mit den Leuten, mit der modernen Kultur in Kontakt zu geraten, auch wenn Ihr die verabscheuungswürdig findet, aber dann habt wenigstens die missionarische Idee, auf sie zuzugehen und sie zu verändern, statt Euch permanent über bauchnabelfreie Frauen ... äh ... zu ärgern und Euch lieber das Kopftuch für die Frau zurückzuwünschen, wei das in 'nem Artikel von der Ellen Kositza der Fall ist ... oder die Burka ... und da gibt's dann eben die gemeinsamen Verbindungen mit dem Gesellschaftsbild des Islamismus.

+ Flesch: "Er schreibt, über diesen Satz: "Ich glaube, ich habe in meinem Leben noch nie ..." - hatt' er 'n "N" vergessen - "... eine peinlichere Selbstpositionierung neben einem Mordopfer gelesen als diesen Satz. Da will einer auch bedroht sein, in Mündungen glotzen, seinen liberal-konservativen Dauerurlaub samt Frühpension ein wenig aufgeschäumt sehen - oder was soll das sonst? Bringen wir jetzt Werbeflächen in Traueranzeigen unter?" - Tja, für mich isses einfach 'n Fakt ... so ... ich sag' ja immer, ich muß Vieles richtig machen, mich hassen die Linksextremen, genauso, wie die Neonazis ... und Götz wird Youtube nicht so verfolgen ... wenn er's verfolgen würde, dann wüßte er was, was da für Kommentare geschrieben werden, was für Gewaltandrohungen undsoweiter undsofort ... da hat er halt keine Ahnung von ... aber es ist so ... und ... äh ... deshalb haben wir das so geschrieben, oder wie siehst Du das?"

+ DrDrDB: "Ja ... also ... wer, wer den Kanonendonner überlebt hat ... und in Stahlgewittern zu Hause war ... der wird sowas natürlich nicht schockieren ... aber uns Softies ... die sozusagen ... hast Du gedient?"

+ Flesch: "Natürlich nicht ... hab' viel lieber Zivilkdienst gemacht ... Hhmm ..."

+ DrDrDB: "Da siehste mal, wir Softies sitzen da ... er in Stahlgewittern, ist ja klar, daß wir sofort aufschrecken, wen da dem Lübcke 'n Mord angedroht wird."

+ Flesch: "Ja, im Übrigen, aus heutiger Sicht hätte ich natürlich viel lieber gedient ... und ich bin nicht Derjenige, der rumheult ... äh ... wenn im Nah Ost, im Nahen Osten die Bomben fallen, das ist dann doch, glaub' ich eher, er ... aber gut ... ähem ... jetzt kommt 'n wichtiger Satz, das war auch ... ähem ... 'ne Kritik von vielen Leuten ... auch von Leuten, die dann am Ende nicht dabei waren ... "Abgesehen davon: Jemand, der denkt ..." ... ja ... die Saison ist in vollem Gange ..."

+ DrDrDB: "Ist da wieder Party, bei Dir?"

+ Flesch: "Immer ... naja: "Abgesehen davon: Jemand, der denkt, daß mit solch einer Erklärung irgendetwas zu retten sei, weist nur darauf hin, daß er tatsächlich in Not geraten ist." ... also ... ähem ... 'n Mißverständnis war vielleicht bei vielen Leuten, daß sie gedacht haben, wir würden glauben, daß wir mit dieser Erklärung die Mainstreammedien beeindrucken können ... also ... mir war von vornherein klar, daß dem nicht so sein wird, mir ging es eher um die Menschen, die das lesen ... also nicht die Medien, sondern, die ganz normalen Bürger, um die ging es mir, daß man da vielleicht irgendwie 'n bißchen was bewegen kann, oder, wie siehst Du das?"

+ DrDrDB: "Ja ... und ging es ja nicht wirklich darum, uns krampfhaft von etwas zu distanzieren, womit wir nichts zu tun haben ... das macht Kubitschek dann in seinem Artikel am Ende."

+ Flesch: "Ja, das ist der größte Witz, das ist der grö ... genau das, was er uns vorhält, Distanzierung macht er am Ende ... aber da kommen wir gleich zu ..."

+ DrDrDB: "... sondern uns ging es ja darum, aufzuzeigen, welche Mechanismen mitgeholfen haben ... ähem ... daß es soweit kommen konnte ... zu diesem ... zu dieser vermutlich rechtsextremen Tat ... oder generell ... darüber hinausblickend 'ner Zunahme rechtsradikaler, rechtsextremer, rechtsextremen Gewaltpotentials ... und da haben wir nicht unsere eigenen leute angegriffen, sondern, wir haben gesagt, schaut mal her ... das große Problem besteht doch seit vielen jahren, daß Millionen von Steuergeldern in den Kampf gegen Rechts investiert worden sind ... von Heiko Maas, von Kahane undsoweiter ... die haben aber nicht wirklich gegen Rechtsextreme gekämpft, sondern die haben schwachsinnige Zensur im Internet eingeführt ... ähem ... sie haben ... ähem ... alle möglichen Leute zu Nazis gemacht, zu Rechtsextremen und zu Rechtsradikalen erklärt, wenn ich so mit dem Begriff "rechtsextrem" umgeh', dann mache ich das Messer, das ich mal in der Hand hatte, mach' ich stumpf ... und jetzt, wo wir es bräuchten ... isses nicht mehr da, dieses Messer, es ist nicht mehr scharf, weil der Begriff "Nazi", "rechtsextrem" so allgemein und nichtssagend geworden ist, durch diese Linken, die sind also die Hauptschuldigen, das sagt unsere Erklärung ... ähem ... und nimmt von daher erstmal die Rechtsliberalen ganz eindeutig ... die Rechtsliberalen und die Rechtskonservativen ganz eindeutig in Schutz, sie sagt aber auch, daß wir uns immer in vernünftiger Weise von Rechtextremen abgegrenzt haben, das ist keine ungünstige Distanzeritis, sondern is' 'ne Notwendigkeit, wenn ich nämlich von den linken Medien, mit denen in eine Schublade geworfen werde, dann isses doch das Normalste von der Welt, daß ich sag', ich fühl' mich da nich' wohl, wenn da überall braune Soße läuft ... ich gehör' nicht in diese Schublade und ich kletter' wieder raus, aus dieser Schublade ... daß haben die uns weitgehend verwehrt ... und jetzt ist genau das entstanden, auf Grund dieses, dieser linken Medienvormacht ... und dieser Politiker, die das für sich in Anspruch genommen haben, jetzt ist genau das eingetreten ... jetzt wird nämlich in die Kiste geguckt ... da ... wo ... ähem ... der Lübcke-Mörder vermutlich rausgesprungen ist ... und in dieser Kiste sind eben auch konservative FDPler drin, da sind Frau Steinbach und Herr Otte drin, da sind wir alle drin ... ähem ... und ... ähem ... weil die Kiste so groß gemacht worden ist ... und da haben wir das eigentliche Problem festgemacht ... und da müßte doch Herr Kubitschek voll mit einverstanden sein, das versteh' ich nicht, warum er das als Angriff auf sich gedeutet hat ... da liegen irgendwo die Nerven blank ... oder ... ähem ... wir haben 'nen wunden Punktgetroffen, als wir über Rechtextremismus gesprochen haben ... Eins von Beiden."

+ Flesch: "Hhmm ... ähem ... eben konnte man mal meinen Bauch sehen ... das ausgerechnet in einem Stream, wo der Götz zuschaut, das ist natürlich sehr unangenehm ... vielen Dank an den Deutschen Boten für zwei Euro neunundzwanzig, er schreibt, schönen Abend an alle Patrioten ... und dann hat der Ignaz aus der Schweiz ... äh ... fünf Schweizer Franken geschickt ... und läßt Dich grüßen ... und fra ... hat mich auch gefragt, ob Du bereit wärst' hier nach ... ich glaub' ... wir machen nicht mehr so lange, noch 'ne halbe Stunde ungefähr so zu diskutieren ... ich weiß nicht ob Du ihn kennst Ignaz ... Ignaz Bearth aus der Schweiz?"

+ DrDrDB: "Ja, wir sollten glaub' ich mal gemeinsam auftreten, bei Pegida ... aber vielleicht verwechsle ich ihn auch ..."

+ Flesch: "Ne, ne das kann, das kann sehr gut sein ... weil die Sache is' ... wir haben ja alle eingeladen, wir haben Götz eingeladen, Martin Lichtmesz, ich habe dem Martin Sellner noch privat den Hangout-Link geschickt, es ist Keiner gekommen ... ähem ... und vielleicht könnte Ignaz ja mal so 'n bißchen die Gegenseite ... äh ... vertreten ... ähem ... ähem ... genau ... so ... ähem ... obwohl er ja jetzt nicht direkt dazu gehört, aber er ist glaube ich ... ähem ... weitaus konservativer, als wir beide ... obwohl dieser Begriff "konservativ", ich mein', da werden auch viele grad' bei Twitter, da werden viele schreiben, die den ganzen Tag in Unterhose vor dem Rechner sitzen ... da ohne Klarnamen ... und so ... ne ... und ich mein', wenn man sich Deinen Lebensweg so anguckt, was Du erreicht hast, ich mein', gerade auch so beruflich ... also wenn das nicht konservativ ist, dann, dann weiß ich auch nicht, aber das nur so nebenbei ..."

+ DrDrDB: "Das ist wie die Begriffe "rechts" und "links" ...

+ Flesch: ...

39:00

+ Flesch: "Aber gut, wir schweifen ab ... Götz schreibt weiter: "Hat jemand, der so schreibt, vielleicht ein schlechtes Gewissen? ... " - Und jetzt kommt's, jetzt kommt das eigenlich Interessante, was mich auch so ... abgefuckt hat - "... Ist er sich seiner Sache, seines Tons, seines schwarz-weißen Weltbilds doch nicht sicher? Glaubt er nicht an das, was er äußert? ..." - ähem ... Blabla ... und jetzt ... ähem: "Es gibt ihn in der Tat, den ganzen pauschalen Islamhaß, diese Hetze gegen alles, was nicht dem ..." - das Wort kenne ich nicht, irgendwas, wahrscheinlich auch mit "liberalem-konservativem" - "... Weltbild der islamophoben Blogger- und Youtuber-Szene entspricht, diese Vergleiche von Koran und "Mein Kampf", diese Undifferenziertheit beim Blick auf die Massenmigration und die völlige ..." - da steckt soviel drin, ich glaube, ich muß hier mal 'n Punkt machen. Stürzt Euch mal als Erstes auf den Satz ... "Undifferenziertheit beim Blick auf die Massenmigration" ... was soll denn das bedeuten, wieso sollte ich denn differenziert auf dei Massenmigration blicken ... ja, bin ich denn bescheuert, was gibt's da differenziert drauf zu schauen, die muß aufhören, Punkt, fertig, aus!"

+ DrDrDB: "Besonders, wenn ich in meinem Verlag ein Buch rausgebracht hab', das "Die große Umvolkung" heißt und das Wort "Umvolkung" gebrauch', obwohl das Wort in Mißkredit geraten ist, ich würde ... nicht weil das Wort schlecht wäre ... es stammt ja von Renaud Camus, übrigens auch von 'nem Autor den ich in den Achtzigerjahren bei dem Verlag in dem ich das Schwulenmagazin rausgegeben hab ... ... ... von dem stammt der Begriff "Umvolkung". ... Dieses Buch, von diesem Mann, der über schwule One-Night-Stands geschrieben hat, also der Milo Frankreichs, das hat Götz Kubitschek von Herrn Semmelweis oder Lichtmesz ins Deutsche übersetzen lassen und herausgebracht, das Wort "Umvolkung" hat natürlich ... ... ... das hat natürlich durch dieses Pamphlet des Massenmörders von Christchurch, hat das 'ne neue Bedeutung bekommen, trotzdem wird es dort von denen noch immer eifrig gebraucht ... kann man sich drüber streiten, aber, das so jemand dann uns ... ähem ... vorwirft, daß wir 'nen undifferenzierten Blick auf die Massenmigration halte ich für etwas seltsam, noch schlimmer finde ich aber, daß er uns unsere Islamkritik um die Ohren haut und gleichzeitig uns vorwirft, islamophob zu sein, das Wort "islamophob" stammt aus der ideologischen Giftküche des Iran, das hat man sich dort ausgedacht, das Wort "Islamophobie" um Islamkritiker mundtot zu machen und das war erfolgreich, das jetzt ein Götz Kubitschek sich das zu eigen macht, von diesen Antisemiten, von diesen Israelhassern, im Iran, die derzeit drohen, die ganze Welt in einen dritten Weltkrieg zu stürzen, das halte ich für besonders erschütternd ... und das ... ähem ... zeigt doch Denkstrukturen da auf, die wirklich gefährlich sind."

+ Flesch: "Richtig ... ähem ... und was ich auch nicht verstehe ... er ist doch so eng an dem Sellner dran ... und der Sellner so eng an ihm ... und der Sellner geht doch die Islamkritik mit uns 1:1 mit, genauso, wie die Migrationskritik ..."

+ DrDrDB: "Ich werd' aus Sellner nich' so ganz schlau, er agiert sehr klug, er ist sehr symphatisch, was er bsiher gemacht hat, an äußeren Aktionen ... fand ich immer beeindruckend, ich fand auch, ich find auch das was derzeit passiert höchst bednklich mit den Hausdurchsuchungen, da haben wir gestern schon drüber gesprochen ... zwischen Martin und mir da gab's auch nie 'nen persönlichen Konflikt ... er hat sich bei mir immer privat für die ... ähem ... übelsten Beschimpfungen immer entschuldigt ... er hat gesagt, er kann nichts dafür, es tut ihm leid undsoweiter ... als ich ihn dann aber gebeten hab' sich öffentlich davon zu distanzieren, weil das ja auch öffentlich ausgesprochen wird ... und seine Leute zur Ordnung zu rufen, hat er gesagt, er läßt sich nicht, von mir nicht sagen, wann er was macht ... das, das entscheidet anscheinend Herr Kubitschek, is' jetzt nicht schlimm, ich hatte es nur wissen wolen, wie ernst er das meint ... und da hab' ich meine Zweifel bekommen ... ob das strategsicher Umgang mit mir is', daß ich die IB erstmal in Ruhe laß', weil die genug eigene Probleme haben."

+ Flesch: "Ja, also ich folge Martin auf Youtube ja schon sehr lange ... ich kenne alle seine Videos und muß sagen ... in Sachen Islamablehnung, in Sachen Einwanderungskritik ... da steht er aufrecht ... also ... genau, wie wir, genau wie wir ... also ... das ist ... das macht er auch nicht aus taktischen Gründen, das ist ... die, die ... große Umvol ... der Große Austausch, wie er es bezeichnet, das ist sein Hauptthema ... das ist sein Hauptthema ... und das paßt ja augenscheinlich überhaupt nicht zum Kubitschek ... aber gut, das sollte nicht unser Problem sein, das ist, das ist ... deren Problem ... ähem ...ja gut, jetzt kommt noch gut, geschriebenes, schönes Basching gegen uns ... sparen wir uns ... das sollen die Leute sich selber durchlesen ... aber jetzt der Schlußabsatz, da wird's nämlich nochmal interessant: "Also: Der Mord an Lübcke, ob pathologisch oder terroristisch motiviert, hat mit uns ("Schnellroda", AfD, EinProzent, JF ...) nichts zu tun. Sollte ich einen Verwandten des Ermordeten kennenlernen, werde ich ihm nachträglich mein Beileid aussprechen. Punkt." - Also hierzu, was wir vorhin schon sagten, er macht genau das, was er uns vorgehalten hat, nämlich ... uns zu rechtfertigen ... und vor allen Dingen ... ich weiß noch garnicht, wen er damit anspricht, weil wir ... sind doch nicht diejenigen gewesen, die ihm das irgendwie vorgehalten haben, da mitverantwortlich zu sein ... also nicht in unserer Erklärung und auch sonst nicht."

+ DrDrDB: "Es ist auch 'ne wilde Zusammenstellung, die er da hat ... er nennt sich, er nennt Schnellroda, er nennt die Spendensammelstelle EINPROZENT und er nennt die jetzt die AfD noch dazu ... seit wann ist denn Herr Kubitschek zur AfD freundlich ... außer beim Herrn Höcke, den er natürlich unterstützt, aber sonst steht der doch der NPD viel näher als der AfD ... meines Erachtens nach ..."

+ Flesch: "Das, das weiß ich nicht, dazu kann ich ... dazu kann ich nichts sagen ... ähem ... das finde ich dann aber auch ... das wäre jetzt aber auch ein harter Vorwurf ... also ich hab' ihn noch nie mit irgendwelchen NPD-Leuten oder so gesehen ... aber ich folge ihm auch nicht so sehr ..."

+ DrDrDB: "Ja, gut ... aber von der Gedankenwelt ... bei der AfD ... also ich kann mir nicht vorstellen, daß er große Symphatien für die Frau Weidel ... oder für andere AfD-Politiker hegt ... ähem ... müßte man noch mal genau in seine Vita schauen ... also ideologisch hab' ich den Eindruck ... also wenn ich gegen Israel bin, wenn ich gegen Islamkritik bin ... ähem ... wenn ich für das Kopftuch der Frau bin, beziehungsweise für die Burka ... dann steh ich nicht wirklich der AfD nahe ... denn die AfD ist die Partei, die sich am entscheidensten im Bundestag für Israel einsetzt, die besonders USAfreundlich ist ... auch da gibt's 'ne USA-Feindlichkeit ... das Einzige, wo er sich noch finden könnte, wären die sozialistischen Wirtschaftskonzepte vom Herrn Höcke, die auch offensichtlich in Schnellroda auch favorisiert werden."

+ Flesch: "Ja ... ähem ... also 'ne FDP- ... Quatsch ... 'ne NPD-Nähe würd' ich ihm nie nachsagen ... ich hab' auch keine Ahung von ihm ... aber allein schon ... die is' ihm, die is' ihm viel zu viel bäh, dafür hat er viel zu viel Stil, er macht da seine eigene Sache denke ich ... und ja ... da haben wir noch garnicht drüber gesprochen ... das ist mir auch aufgefallen, negativ aufgefallen, da haben wir gestern drüber gesprochen, also a) das das Wort "liberal" für diese Leute ein Schimpfwort ist ... aber auch das "Kapitalismus" ein Schimpfwort ist, das "Kapital" ist ein Schimpfwort ... man denkt manchmal, man liest da bei iregendwelchen Kommunisten mit, hab' ich das Gefühl ... also ich red' jetzt über ... nicht vn seinen Texten, da kenne ich zuwenig, sondern ich rede jetzt von den Tweets auf Twitter."

+ DrDrDB: "Ja ... aber das scheint dort, das scheint dort in diesem Institut das da in Schnellroda angesiedelt ist ... zu sein ... so 'n Diskussionspunkt zu sein ... da wird ja auch debattiert ... es ist ja nicht nur so, daß da der Herr Kubitschek Dogmen vorliest und alle haben sie abzunicken, also es finden da Diskussionen statt, aber alle eben in dieser Blase ... und da ist das nach wie vor ein Diskusssionspunkt ... und man nähert sich zunehmend sozialistischen Wirtschaftspositionen, wie sie auch Höcke im Rentenkonzept vertritt, wie sie auch in der Ost-AfD gewisse Symphatien finden, man hat auch 'ne gewisse Rußlandnähe, 'ne Abversion gegen USA ... ähem ... na ... gegen Israel in dem Zusammenhang ... also all das ist schon logisch und konzise, was da gedacht wird und deswegen auch ... wir haben's gestern schon in unser'm Talk gesagt, extrem Rechte und extrem Linke haben Tausend Mal mehr gemneinsam, als wir Liberal-Konservativen oder wir Rechts-Konservativen ... mit den Leuten, die sich da am ... am äußersten rechten Rand versammeln, oder am linken Rand, das kann man sagen, wie man will."

+ Flesch: "Ja, ich hab' Ignaz jetzt den Link geschickt, ich hoffe, er kommt gleich rein, dann könnt Ihr beide diskutieren, ich werd' mich dann zurückhalten ... ähem ... ja ... is' 'n netter Junge, mit dem kann man gut diskutieren ... und ... ähem ... dann werden die Züsch ... die Zuschauer sich ein bißchen beruhigen, die sind nämlich teilweise ziemlich aufgebracht ... Dein NPD-Vergleich kam nicht so gut an ..."

+ DrDrDB: "... da werde ich eventuell noch die entsprechenden Verbindungen nachliefern ... ich hab' das auch irgendwo im Netz da gesehen, daß da ... es soll angeblich auch einer der Autoren der SEZESSION früher bei der NPD gewesen ... also ... der war bei der NPD hat früher für die SEZESSION geschrieben und der soll jetzt unter einem anderen Namen weiter für die Sezession schreiben ... ähm ... so zumindest Wikipedia."

+ Flesch: "Naja, oh ... da isser ..."

+ Ignaz Bearth: ...

+ Flesch: "Das ist doch alles totaler Quatsch ... Flesch fragt den Schweizer Ignaz Bearth, was er Flesch, mit Kubitschek gemeinsam habe ...

51:50

Der Ignaz Bearth läßt sich im Fortgang des Gespräches vom Berger nicht vereinnahmen. Regelrecht erfrischend: Ignaz Bearth wäscht Berger kräftig den Kopf! Das Gespräch läßt sich hier komplett nachhören: https://youtu.be/MU_s8ekmMlk

Originaltitel des Videos: "Berger LIVE: Wofür kämpfen wir? Gegen wen? Und mit wem?", veröffentlicht am: 19.06.2019

Götz Kubitschek
20. Juni 2019 07:17

früher badeschluß. der von LottaVorbeck über nacht (!) abgepinselte chat zwischen flesch und berger ist so beredt, daß es keiner weiteren kommentare bedarf. anderthalb stunden quatscht berger über seine befindlichkeit und verbreitet sich verdreht über uns, obwohl er noch ein stündchen zuvor mich zu einem chat einladen wollte, damit endlich miteinander gesprochen werde.

dies alles, während uns mit den ungereimtheiten im fall lübcke und mit dem vorstoß taubers gerade die "strategie der spannung" wie aus dem lehrbuch vorgeführt wird.

also: kein weiteres wort zu bergers freakshow. er hatte seine 10 minuten.

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