Sezession
21. Juni 2019

Netzfundstücke (16) – Widerstand & Architektur

Jonas Schick / 19 Kommentare

Die Europawahl und die Kommunalwahlen in mehreren (neuen) Bundesländern liegen rund einen Monat hinter uns.

Das Bürgernetzwerk Ein Prozent e.V. hatte auch zu diesen Wahlen zur Beobachtung aufgerufen und mit einem Pilotprojekt in Form einer interaktiven Karte auf wahlbeobachtung.de versucht, für die beiden patriotischen Leuchttürme Cottbus und Dresden eine flächendeckenden Kontrolle des Wahlgeschehens umzusetzen. Warum Wahlbeobachtung auch in Deutschland Not tut, habe ich bereits hier auf Sezession im Netz ausgeführt.

Nach einem ersten Fazit, zieht „Ein Prozent“-Leiter Philip Stein nun in folgendem Video ein Resümee über Erfolge und Mißerfolge des Unterfangens und gibt einen Ausblick auf Kommendes:

Hier finden Sie das Ganze noch einmal in Schrift.

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Passender Weise feiert der Bürgertreffpunkt „Mühle Cottbus“ dieses Wochenende sein einjähriges Bestehen.

Neben einer Ausstellung des bekannten Calligrafitti-Künstlers WolfPMS, die über den Samstag und Sonntag ab 14 Uhr bestaunt werden kann, wird es am Samstagabend einen Vortrag von Philip Stein mit dem Titel „Protest und Parlament: Wege in die Zukunft“ und am Sonntagabend einen Redebeitrag der DDR-Oppositionellen und IfS-Referentin Angelika Barbe zu „30 Jahre friedliche Revolution“ geben.

Wer das Wochenende noch nichts vor hat, hin da! Mühlentage sind Widerstandstage.

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Indessen sorgt der Architekt und Publizist Norbert Borrmann berechtigter Weise auch posthum weiterhin für Aufregung:

Der Artdirector der Sächsischen Zeitung hatte zwei seiner im Ares Verlag erschienen Arbeiten Identität & Gedächtnis. Denkmäler und politische Architektur von 1800 bis zur Gegenwart und Kulturbolschewismus oder „Ewige Ordnung“. Architektur und Ideologie im 20. Jahrhundert auf Facebook empfohlen, was bei der linken Twitter-Schickeria Entsetzen auslöste.

Nils „Alt-Write“ Wegner bemerkte dazu süffisant: „Borrmann – ausgesprochen guter Mann. Ein großer Verlust für das Mosaik.“ Dem kann ich mich nur anschließen und erneut bekräftigen, was ich schon in vorhergegangen Netzfundstücken angeführt hatte: Borrmann lesen lohnt! Vier seiner wichtigsten Werke sind natürlich hier über Antaios, den größten konservativen Versandbuchhandel, erhältlich.

Ferner ist im Kontext Borrmann-Bauhaus der kontroverse Artikel Das Bauhaus – eine Korrektur rechter »Kritik« auf dem Jungeuropa-Blog zu erwähnen, in dem der streitbare Jörg Dittus die aktive Formung der Moderne einfordert:

Wir leben in einer Zeit des Umbruchs: Die alte Welt ist zusammengebrochen, die neue Welt zeigt uns noch nicht ihr Gesicht. Wir können dieses formen – gehen wir dies an!

Mit diesen debattierwürdigen Worten, ein schönes Wochenende.



Kommentare (19)

Franz Bettinger
22. Juni 2019 11:00

off topic, @alle, insbesondere @alle Niveau-Beklager:
Man hört hier von immer denselben immer wieder Klagen über das un-elitäre zusammengewürfelte Forum und dessen gefallenes Niveau. Nun, seit ich mitlese und -schreibe (2016), bemerkte ich ebensolches nicht. Möglich, dass in den Jahren vorher wahre Zampanos durch den politisch-literarischen Äther flogen und dann die Fliege machten, weil ihnen der Tanzboden nicht mehr poliert genug schien. Was ich für mich feststelle, war hingegen etwas anderes, Wohltuendes: ein allmähliches Verdünnen und Verschwinden unsäglich langer philosophischer und ach leider auch theologischer - sich auf Gott und Teufel und Geister und Moral und a-priori-Wahrheiten beziehender - Kommentar-Texte. Dies alles ist wohl die Folge hartnäckigen Nachbohrens und einer ätzenden Respektlosigkeit vor den toten Kants und den noch lebenden Koniferen (ja, sic) durch den hinzugekommenen 'Plebs' auf SiN, dem offenbar mehr an Naturwissenschaft und politischer Begabung liegt als an vergeistigter 'Wissenschaft'.

Nicht, dass auf dem SiN-Forum gar nichts zu beklagen wäre. Ich fände es z.B. Stimmungs-hebend, wenn man seinen Sermon wenigstens einmal gegenlesen lassen oder selbst wiederholt lesen würde, bevor man die Versende-Taste drückt, um so Schreib- und Satzbau-Fehler zu beheben und stilistisch Besseres abzuliefern. Manche Sätze sind so mies komponiert, dass sie umfallen, wenn man sie ohne Kontext liest. Ein Satz sollte so geschrieben sein, dass er als Ganzes verstehbar bleibt, auch wenn man ihn isoliert liest.

Ja, ja, ich weiß auch, dass man 'stimmungshebend' nicht vorne groß und mit Bindestrich schreibt, aber wie Schiller schon sagte, um seine Wort-Neuschöpfung 'Schnickschnack' zu verteidigen: Die Sprache lebt. Und so nehme ich mir ein kreatives Recht heraus, Wörter, die ich für zu lang und daher unübersichtlich halte wie im Englischen zu verkürzen und so zu verdeutlichen. Alles was länger als Schornsteinfeger (engl. chimney sweeper) ist, schreibe ich mit Bindestrich.

Und ja, es gibt da Maiordomus-, um nicht zu sagen: Kleist(er)hafte Schachtel-Sätze, bei denen mein Blick angstvoll die Zeilen hinab fliegt, um endlich tief unten irgendwo im Dickicht der Kommata, Strichpunkte und Wortzusammensetzungsungeheuer ... nach ellenlangen Einschüben, die sich mit nicht weniger als der "Forschung" beschäftigen, insbesondere dem Verhältnis von Zehennagel-Dicke zu Kalotten-Dünne mönschischer Schädel im Appenzellischen, einem Wissen also, ohne das kaum die heutige politische Lage zu begreifen ist, einem absolut nötigen, von jedem, der hier mitreden will, zu fordernden Leistungsnachweis also, ... das rettende Verb zu finden, dass dem Ganzen noch Halt verleihen soll. Das ist anstrengend und - wenn man nicht gerade 'lebenslänglich' hat und im Erziehungs-Knast sitzt - auch Zeitverschwendung. Insofern rufe ich allen plebejischen Möchtegern-Ästheten zu: Strengt euch an! Wir schreiben für die Nachwelt, die Ewigkeit!

Und allen nun leider verscheuchten und in der Wüste durstenden wahren Geistesgrößen, die den Äther der Zirkuskuppel vermissen, fordere ich auf: Kehrt zurück! Bereichert uns, aber macht es nicht wie Zarathustra, den der ansonsten hoch geschätzte Nietzsche einfaltspinselig sagen lässt: "Ich müsste ja ein Fass sein, wollte ich neben meiner Weisheit auch noch deren Gründe (=Argumente) mit mir herumtragen." Nein, damit lassen wir verzwergte Hilfsschüler uns nicht mehr abspeisen; wir, die wir den Sinn unseres kleinen Lebens verfehlt haben, der ja bekanntlich nicht darin liegt, Kartoffeln anzubauen oder Arzt zu werden. Geglaubt haben wir lang genug. Butter bei die Fisch! - Mes chers amis: Man verzeihe mir wie üblich die Frechheit! Ich gebe mein Bestes. Es ist leider nie genug. Oder wie Axel immer sagt: "Nehmt reichlich, wir haben wenig!"

Atz
23. Juni 2019 12:56

Im Zusammenhang mit dem Bauhaus ist ja auch ein Akteur wie Karlfried Dürckheim von Interesse. Vom Freikorpskämpfer zum Bauhaus-Psychologen zum schillernden Kulturattaché des Reichs in Japan zum charismatischen Apologeten des Zen-Buddhismus in der Bundesrepublik.

Die Art wie Bauhaus derweil benutzt wird über Kanäle wie Deutsche Welle als Kulturdiplomatie ist bestimmt kritikwürdig. Die Kernidee eines Werkhauses hat gewisse Strahlkraft für rechte Bildungspolitik, das werden wir noch sehen. Kantige Scherben in der Feinen Sahne gibt es beim Bauhaus zuhauf, das freilich im Gegensatz zum Kulturdiplomatiepopanz Bauhaus der Merkeljahre zu betrachten ist.

Hartwig aus LG8
23. Juni 2019 21:45

""Was ich für mich feststelle, war hingegen etwas anderes, Wohltuendes: ein allmähliches Verdünnen und Verschwinden unsäglich langer philosophischer und ach leider auch theologischer - sich auf Gott und Teufel und Geister und Moral und a-priori-Wahrheiten beziehender - Kommentar-Texte.""

Nun, auch Off Topic, @Franz Bettinger

Wenn Sie mich fragen, so sind Sie, verehrter Bettinger, 2016/17 am Höhepunkt o.a. beschriebener Kommentar-Formate eingestiegen und stellen wohl möglich ein geringes Abflauen fest.
Ich kann Ihnen versichern, dass dieses Forum Teilnehmer hatte, die es verstanden, mit einigermaßen kurzen Texten zu "kommentieren" - und eben nicht ein Essay, das sie sonst nicht los wurden, hier über dieses Forum ins Netz zu drücken.
"Praktiker" wie @Carl Sand, @Nordlaender, @Bran, @Exmeyer ... Namen, die hier nicht mehr alle kennen dürften.

Laurenz
23. Juni 2019 21:55

Bin gerade aus Ostasien mit meinem besten Freund, einem kommunalen Fraktionsvorsitzenden, zurückgekehrt. Wir hatten viel Zeit, uns auszutauschen. Die wesentliche Feststellung und Erfahrungsauswertung beschreibt im wesentlichen den opportunen Bürger, der sich einen feuchten Kehricht um öffentliche Bekanntmachungen schert, und nur wenn diese oder jene Erhöhung irgendwelcher Gebühren droht, die direkt am eigenen Beutel schneiden, sind die Gemeinderatssitzungen voll. Wegen der permanenten Abwertung des Euros gegen die asiatischen Währungen, werden europäische Touristen immer weniger und die Masse der Chinesen, die einen ganz anderen Urlaub leben, steigt. Das macht einem klar, in welcher einsamen Oase sich Deutschland befindet. Die Nachrichten von dort schienen am Herzen der Welt völlig absurd.
Jeder von uns kann sich als Wahlhelfer anmelden.

Wolfskind
23. Juni 2019 21:57

Fundstück 23.06.2019 21:45h ARD Anne Will: Gerade fordert Göring-E. in dieser Sendung Beobachtung und Hausdurchsuchung bei "...diesem Kubitschek in Schnellroda..."

Der_Juergen
23. Juni 2019 23:20

@Franz Bettinger

Ich finde Ihr Urteil über @Maiordomus befremdlich streng, auch wenn es sicher stimmt, dass er, um gewöhnliche Sterbliche an seinem immensen Wissen teilhaben zu lassen, oft zu sehr vom jeweiligen Thema abschweift. Persönlich verdanke ich ihm etliche wertvolle Impulse.

Ich lese und schreibe seit 2015 hier mit, etwas länger als Sie also, und finde, dass das Niveau der Debatten zwar nicht katastrophal, aber doch merklich gesunken ist. Dies liegt meiner Ansicht nach - abgesehen von dem Verstummen einiger hochkarätiger Kommentatoren wie @Winston Smith - vor allem daran, dass sich gewisse Themen mit der Zeit totlaufen. Naturgemäss ist ein erheblicher Teil der Artikel, und damit der Wortmeldungen dazu, dem Wirken unserer Gegner gewidmet, d. h. den Auslassungen linker und liberaler Autoren und Ideologen, und da diese im Grunde immer wieder dieselben Argumente und Argumentoide auftischen, nimmt auch die jeweilige Widerlegung eine ähnliche Form an. Das ist nicht der Fehler von Lichtmesz, Kubitschek etc., die auf unvermindert hohem Niveau schreiben, sondern liegt in der Natur der Dinge. Auch gewisse Themen wie der Unterschied zwischen Links und Rechts, die Differenzen zwischen dem wirtschaftsliberalen und dem sozialpatriotischen AFD-Flügel usw. kamen und kommen immer wieder zur Sprache, was eine Wiederholung von Argumenten unvermeidlich macht, mit dem Ergebnis, dass die intellektuelle Spannung merklich nachlässt.

Überhaupt kein Absinken des Niveaus vermag ich in der gedruckten "Sezession" zu entdeckt. Die letzte war von Anfang bis zum Schluss so hervorragend, dass es mir schwer fiele, einen Beitrag besonders hervorzuheben.

Laurenz
24. Juni 2019 08:36

@Der_Juergen ... verstehe Ihren Beitrag nicht wirklich. Franz Bettinger hat, frisch von der Leber weg, analysiert und Kritik geübt. Ganz abgesehen davon, daß sich SiN-Teilnehmer gerne selbst auf SiN wiederfinden, geht es hier meistens um die Zuwendung zur Zukunft. Vergangenheit und ihr Nichtvergessenwerden hilft diesbezüglich um aufzuzeigen, wie man es entweder zukünftig nicht macht, oder um das "Jetzt" zu erklären und seine Herkunft zu begründen. Aber Sie, Der_Juergen, halten es hier ebenso unglücklich, wie das sonst bei Maiordomus üblich ist, Sie bewerten nur, und es fehlen schlicht die Argumente, zu denen ich Ihre persönlichen Erfahrungen, die Sie hier auf SiN gemacht haben, nicht zähle. Nehmen Sie doch Kontakt zur SiN-Redaktion auf und entwerfen/organisieren Sie einen Geschichtsblog, auf dem Sie Sich mit Maiordomus austoben können. Ihre diesbezügliche Fehlinterpretation senkt, wenn man das überhaupt in Betracht ziehen kann, das Niveau hier. Wer will schon anderen vorschreiben, wie und was sie zu schreiben haben? Entscheidend ist das, was unsere gemeinsame Sache weiterbringt. Daran entscheidet sich, wenn, irgendein anzulegendes Niveau.
Sie sind auch nicht alleine, ich wünschte mir die Mitwirkung an einem Blog/Forum, in dem historische TV-Dokumentationen (meist alle miserabel) breit analysiert - und bewertet werden. Mir alleine traue ich das nicht zu. 1. habe ich von Technik und Seitengestaltung keine Ahnung, 2. fehlt das Geld, und 3. die voraussichtliche Arbeit, alleine hunderte der etwas besseren BBC-Dokus einzustellen, zu prüfen und zu debattieren, macht mich schwach. Und selbst wenn sich Mitstreiter einstellen sollten, braucht man solche, die wissen, das wesentliche vom unwesentlichen unterscheiden zu können, was für Maiordomus nur selten zutrifft. Ich würde den Gymnasiallehrer und Mitforisten aber nie deswegen aus einer Mitarbeit ausschließen, weil er diesbezüglich unfähig ist, sondern ihn die Inhalte an sich überprüfen lassen, was er sicherlich kann. Christliche Ausgrenzung können wir uns einfach nicht erlauben.

@Atz ... ich will nicht behaupten, daß Ihre Bauhaus-Debatte falsch sei. Aber Sie reduziert sich auf ein Luxus-Problem derjenigen, die den Luxus auf Kosten anderer leben und eine womögliche Kritik daran. Es bleibt daher wieder eine Debatte für Minderheiten. Wir brauchen aber dringend Debatten zur Mehrheitsfähigkeit. Schauen Sie Sich doch die Anne-Will-Sendung von gestern abend in der Mediathek an. Frau Will hat bei der Ehe-für-alle-Frage im Gespräch mit Frau KK bis heute den eigenen Beitrag für den Niedergang der SPD, wohl aus eigener Betroffenheit, nicht wirklich verstanden. Die SPD ist zu einer Partei für Minderheiten mutiert, die in Frankreich (Sozialisten) noch 7% der Wähler erreicht und für diese steht, was auch bei uns das Umfrage-Ziel für die nähere Zukunft der SPD beschreibt, denn es steht nicht zu erwarten, daß die SPD-Granden sich freiwillig von Ihrer Ideologie trennen. Nur der Schmerz, den wir verursachen, bringt eine Änderung des "Sentiments", wie in Dänemark. Die Sozialdemokraten Dänemarks haben einfach das Wahlprogramm der Rechten Dänemarks abgeschrieben und sind damit zur stärksten Partei Dänemarks geworden und die wieder mal blöden Rechten hatten einfach zugeschaut und sich die Butter vom Brot nehmen lassen. Das droht auch uns, und Herr Gabriel wartet nur darauf, daß man ihn ruft. Mit dem Bauhaus und der Deutschen Welle kommen wir da in der Argumentationskette nicht wirklich weiter.

RMH
24. Juni 2019 09:48

"Fundstück 23.06.2019 21:45h ARD Anne Will: Gerade fordert Göring-E. in dieser Sendung Beobachtung und Hausdurchsuchung bei "...diesem Kubitschek in Schnellroda...""

Ja, habe ich gestern auch so in dieser ansonsten eigentlich nur als Emetikum brauchbaren Sendung vernommen. Da man aber an den eigentlichen Veröffentlichungen und Wortmeldungen aus dem Hause Schnellroda sicher nichts Brauchbares für so einen Beschluss finden wird, wird man eben das sog. "Umfeld" dafür heranziehen und insbesondere dann auch die Äußerungen in diesem Forum. Kleiner Tipp an Herr Bettinger: Die Beiträge von Herrn Maiordomus werden dafür bestimmt nicht taugen, aber bei all den anderen, die nicht das Overton-Fenster im Großen verschieben können aber jetzt meinen, durch ihre Dauerwiederholungen (richtig erkannt von @Der_Juergen) zumindest bei der kleinen metapolitischen Avantgarde irgendwie ihre nicht mehrheitsfähigen Themen im Rahmen des Versuchs einer Verschiebung des Binnen-Overton-Fensters zur Geltung zu bringen, wäre ich mir da nicht so sicher. Dabei hat insbesondere G. Kubitschek schon vor Jahren sich ganz klar gegenüber bspw. der NPD abgegrenzt und gesagt, wer da lang geht, der kann nicht mehr mit ihm (siehe bspw. der Fall des intellektuellen Ökonomen A. Schimmer).

Aber versucht wird es eben immer wieder und sei es nur durch Kommentare.

Was soll´s - jetzt habe ich auch wieder deutlich zu viel geschrieben und dann auch noch eigentlich am Artikel vorbei. Aber so ist das dann eben mit den Binnendebatten.

Der Gehenkte
24. Juni 2019 11:45

@ Franz Bettinger

Zufällig las ich dieser Tage diesen zweieinhalb Jahre Artikel nebst Diskussion noch einmal:

https://sezession.de/56954/volk-aufgabe-statt-konstrukt-ii

Es wird wohl kaum jemand den Unterschied übersehen können. Interessant auch zu erinnern, wer da alles noch dabei war.

@ Der_Jürgen

Ich sehe die Ursache für den qualitativen Tiefpunkt im Forum anderswo.

Zum einen hat sich die damalige Entscheidung, die Kommentarfunktion an ein Abo bzw. an eine finanzielle Zuwendung zu knüpfen - mittlerweile wieder aufgehoben - als Fehler erwiesen. Da sind einige wesentliche Beiträger wohl aus Prinzip weggefallen und weigern sich seither aus selbigem.

Zum zweiten haben wir hier ein gutes Beispiel der Dialektik des Erfolges. Die "Sezession" ist nun bekannt, sie ist fast schon Mainstream und wenn Kubitschek bereits bei Anne Will eine ehrenvolle Erwähnung findet, dann weiß man, man ist ganz oben.

Damit hat sich der Elite-Charakter der Seite erledigt. Als ich hier vor ca. fünf Jahren ankam, war das wie eine Offenbarung - auch das Forum. Hier wurden von seltenen Köpfen Dinge gesagt, die man so noch nirgendwo gelesen hatte. Und man hat sich vermutlich auch so verstanden: als eine Art Bruderschaft, einen "geheimen" Zirkel. ...

In dem Moment, wo Masse kommt, sinkt ganz zwangsläufig die Qualität, weil es immer wieder Leute gibt, die den natürlichen Respekt, sich hier nicht einzumischen, sondern besser nur zu lauschen, nicht spüren - ich nehme mich da nicht aus. Man hätte schweigen sollen.

Und drittens liegt es auch an der "Sezession" selbst, die ihren metapolitischen und philosophischen Erbanspruch einer gewissen tagespolitischen Beliebigkeit opferte und vielleicht auch opfern mußte, weil die Zeiten nun mal so sind. Das führt zu einer gewissen thematischen Engführung: Migration, Kriminalität, IB, jetzt Greta etc.

Wann gab es hier den letzten Grundlagenartikel? Wann wurde zum letzten Mal ein großes Porträt eines Denkers veröffentlicht, der einem die Augen öffnen kann? Kurz: Tagespolitik ist Schnelligkeit und Schnelligkeit führt zu flotten und wenig überlegten Sprüchen.

Was wäre die Lösung? Der Blog sollte die Daumenschrauben inhaltlich anziehen, die Foristen sich selbstkritisch fragen, ob es nicht hilfreicher sei, nichts zu sagen. Wird dies passieren?

Niekisch
24. Juni 2019 11:51

"Die alte Welt ist zusammengebrochen, die neue Welt zeigt uns noch nicht ihr Gesicht. Wir können dieses formen – gehen wir dies an!"

Ja, Herr Schick, diese Worte sind höchst debattierwürdig und öffnen ein Faß, von dem zunächst unklar ist, was es enthielt, enthält und enthalten wird.

Schlagwortartig ein Blick ins Faß: Wurden nicht die alten Welten vorsätzlich zum Einsturz gebracht? Leben wir nicht "inmitten von Ruinen" (Evola), aus denen erst nach Wegräumen der Trümmer die alten Häuser mit neuen tragenden Wänden sowie zeitlos schöner Fassade errichtet werden können? Ja, wir wollen formen, zunächst aber die Trümmerberge abtragen...

Laurenz
25. Juni 2019 05:44

@RMH ... Alexander Wallasch von Tichys sprang schon in die Bresche, im Artikel fast ganz unten, siehe hier https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/alexander-wallasch-heute/instrumentalisierung-eines-mordes-vergiftetes-klima-schon-im-vor-wahlkampf/

@Der Gehenkte .... einerseits danke ich Ihnen für den schönen Artikel Herrn Sellners, anderseits empfinde ich Ihre Diskreditierung der SiN-Redaktion als unter die Gürtellinie getreten. Das ist würdelos.

Glauben Sie ernsthaft, jemand würde den Duktus ändern, wenn er dazu keine Notwendigkeit sähe?
Sich selbst als elitär wahrgenommene Zirkel der Mosaik-Rechten hatte das Land über Jahrzehnte genug gesehen.
Das reicht von Esotherikern, wie dem Machalett-Kreis, über mindestens mir bekannte 13 Exil-Reichsregierungen bis hin zu dieser oder jenen Burschen- und sonstigen Gemeinschaft. Wenn Sie, Der Gehenkte, einen weiteren rechten Freimaurer-Orden gründen wollen, der sich täglich, in der eigenen Soße schwimmend, selbst beweihräuchert, steht Ihnen das ja frei.
Nur sollten Sie anderen zugestehen, ihre Werkzeuge auf Tauglichkeit zu überprüfen und im Bedarfsfall, je nach Notwendigkeit und Zweck, zu verändern. Auch zukünftige Veränderungen sind daher nicht auszuschließen.

Wenn im obigen Tichys-Artikel Herr Wallasch Herrn Kubitschek als "den rechten Vordenker" bezeichnet, dann doch nur deswegen, weil Herr Kubitschek dafür gesorgt hat, daß "die rechte Masse" Ihn auch versteht. Das ist auch für den Verlag von entscheidender materieller Bedeutung, denn 7 Kinder müssen auch essen und brauchen Kleidung.
Wenn hier Foristen freimütig zugeben, daß sie, wie viele in der Gesellschaft, aus der Mittelschicht materiell abgestürzt sind, wollen Sie diese Foristen von der Debatte ausschließen? Sie sind uns ja ein schöner Mehrheitsbeschaffer.

Würde SiN nur im Keller tagen, wäre KGE auch nicht auf Herrn Kubitschek eingegangen. Nur der politische Schmerz läßt linke Protagonisten spontan solche Entgleisungen und Fehler begehen.
Sie, Der Gehenkte, haben, wie so viele, über die Jahrzehnte die Politik der Bonner- und Berliner Republik gegenüber der Rechten nicht verstanden. Die AfD ist die Schlußfolgerung aus einer langen, geschickt verabreichten Ohnmacht, aus der man endlich erwacht ist. Wenn Sie, als Trojaner, uns wieder einschläfern wollten, wäre das ein konter-revolutionärer Akt und dieser, als solcher, einer KGE ebenbürtig.

Der_Juergen
25. Juni 2019 08:33

@Laurenz

Wenn wir schon bei überflüssigen Kommentaren sind: Die Ihren gehören fast immer dazu. Und den "Gehenkten" grob zu attackieren und gar noch als "Trojaner" zu verdächtigen, zeugt von miserablem Stil. Er ist ein absolut ehrlicher Mann und gehört zu den gebildetsten Kommentatoren auf diesem Forum; dass ich persönlich nicht immer seiner Meinung bin, ändert daran gar nichts.

Der Gehenkte
25. Juni 2019 09:25

@ Laurenz

Q.E.D. Der Versuch einer Lageanalyse - die falsch sein kann, die vielleicht auch weh tun kann, die aber sachlich war - wird umgehend emotionalisiert und diffamiert. Damit ist zumindest die Frage zum Forum kongenial von Ihnen beantwortet worden und auch meine Schlußfolgerung scheint sich zu bestätigen: besser zurückhalten, damit Leute wie Sie nicht weiter gestört werden.

Machen Sie sich keine Sorgen: Ich bin sicher, daß die SiN-Redaktion bessere Lesefähigkeiten besitzt und meine kleine Anregung nicht als "unter der Gürtellinie" empfindet. Vielmehr vermute ich, daß man sich selbst diese Frage nach dem Spagat zwischen Meta- und Tagespolitik immer wieder stellt und die Entscheidung auch bewußt trifft.

Ach so: zum Thema KGE und der Forderung nach Hausdurchsuchung habe ich auch noch einen Breschentext gefunden - zur Versöhnung:

https://seidwalkwordpresscom.wordpress.com/2019/06/25/der-rechtsextremismus-und-umweltwahn/

Laurenz
25. Juni 2019 11:59

@Der Gehenkte .... in der SiN-Redaktion arbeiten die Autoren, die wir regelmäßig lesen. Nicht, daß diese Protagonisten immer richtig liegen würden (wer tut das schon?), aber wir lesen Ihre Artikel, sind selten gelangweilt, was explizit für den Esprit in der Redaktion spricht und debattieren den Inhalt der Artikel heiß und innig. Denken Sie nicht, daß unsere geistige Speerspitze nicht dann und wann über die zu ergreifenden Maßnahmen nachdenkt und sich über pro und contra austauscht? Das hatte ich Sie gebeten, zu überdenken. Denn können wir nicht davon ausgehen, daß die Argumentation Ihres vorletzten Beitrags nicht bereits desöfteren in der Redaktion Thema war?

Ich möchte Sie an Herrn Kubitscheks Beitrag über die von Ihm besuchte Medienkonferenz erinnern. Dieser Besuch hatte so rein gar nichts mit Philosophie oder den Größen unserer Kultur zu tun, sondern nur mit professionellem Polit-Marketing und dessen Eminenz für uns. Was sind wir denn wert ohne den Ehrgeiz zum Machtanspruch und die Entwicklung, der Verwirklichung nötiger professioneller Mittel, die zur Macht führen? Da viele AfD-Politiker keine Profis sind, braucht es ebenso Führung, um sie zu welchen zu machen. Was meinen denn Sie, warum Sich Herr Kubitschek zur Medienkonferenz begeben hatte? Damit Er Sich bei den Polit-Kumpels mal sehen läßt und mit Denen einen über den Durst trinken kann? Hätte ein häufiger Familienvater nicht besseres zu tun?Immerhin hat der Verlag schon einige Bücher verkauft, es existiert also ein "gewußt-wie" im Verkauf, auch ohne, daß man gleich der Verleger von Herrn Sarrazin ist.

Ich habe den von Ihnen geposteten Sidewalk-Artikel gelesen und finde ihn wenig prickelnd und schlecht analysiert. 1. Was sollte die Rechte gegen das gegen sie gerichtete rote Medien-Bombardement denn unternehmen? 2. Das geht doch schon ewig so. Haben Sie die letzten Tage neue Veröffentlichungen von Wahlprognosen für die 3 Landtagswahlen oder eine Veränderung der bisherigen Prognosen wahrgenommen? Ich kann nicht feststellen, daß die permanenten, unsachlichen, wie persönlichen Angriffe auf die AfD und ihre Wähler bisher von Erfolg gekrönt waren. Das wird auch so weitergehen, was die Panik in den Blockparteien doch selbst für den einfach gestrickten Wähler augenscheinlich macht. Und die wider besseren Wissens erfolgenden Panik-Attacken der Protagonisten der Einheitsfront in den Medien zeigen doch augenscheinlich für jeden deren gravierende Schwäche, denn auf Argumente legt dort schon seit 2013 keiner mehr Wert.
Also sind die medialen Aktivitäten der Rechten auf das Machbare beschränkt, was der Sidewalk-Artikel vollkommen ignoriert. Rechter Wahlkampf wird sich im Staatsfunk im wesentlichen auf die anstehenden Wahlsendungen begrenzen, wo man gesetzlich verpflichtet ist, die Aufmerksamkeit auf alle Parteien entsprechend zu verteilen.

Falls Sie Sich an die Hangar-Sendung von Servus-TV unter der Teilnahme von Herrn Kubitschek und die dazu gehörende SiN-Debatte erinnern, stand diese Sendung doch in demselben Kontext, und? Man hatte 3 Schauspieler einer virtuellen, links-intellektuellen Polit-Kultur aufgeboten, um Herrn Kubitschek den Boden unter den Füßen zu entziehen. Außer persönlichen Angriffen, Anschuldigungen und Diskreditierung ist diesen 3 Hanswursten nicht ein sachliches Argument eingefallen. Herr Broder hätte sich ob dieser Blamage beinahe totgelacht. Soweit ich es verstanden hatte, ist Herr Kubitschek Podiumsdiskussionen gewohnt, aber das war die erste TV-Talkschau an der Er teilnahm. Er hatte sich jedenfalls mindestens genauso gut geschlagen, wie die Medien-gewohnte AfD-Bundespitze.
Das einzige, was bei derselbigen der Kritik würdig bleibt, war, immer noch offensichtlich werdend bei den Interviews zur Europawahl, der defensive Interview-Modus und das permanente Rechtfertigungs-Procedere, anstatt die Interviews für den direkten Angriff auf die Einheitsfront mit Gegenfragen zu nutzen.

Denken Sie zurück an den längst wieder abgehakten Strache-Abschuß. Der einzige Profiteur war Herr Kurz. Ob das Ergebnis wirklich so im Sinne des Spiegleins, Bertelsmännchen & Co. war, bleibt doch recht fragwürdig.

Frieda Helbig
25. Juni 2019 19:37

@ alle bzgl. der Niveaudebatte:

Vielleicht sollten wir zuerst mal klären, welches Niveau wir denn eigentlich meinen, geistiges intellektuelles Niveau oder das Niveau des zwischenmenschlichen Umgangs?

Mich dünkt, daß eher das Niveau des zwischenmenschlichen Umgangs sinkt bzw. sich dem "normaler" Blogs annähert.

Sachlich intellektuell möge doch bitte weiterhin gestritten werden, auch mal gern scharf. Wo liegt das Problem? Es sollte aber Schluß sein mit diesen ganzen sinnlosen, eitlen, "zum fremdschämen taugenden" persönlichen Angriffen inkl. beleidigtes trotziges Erwidern.

Soll @Maierdomus schreiben, wie er mag. Mag @Der Juergen oder @Laurenz oder @werauchimmer bitte unbedingt seine Meinung kund tun. Es steht mir als Leser doch frei, es auch mal freundlich zu überlesen oder zu ignorieren, einfach mehr Gelassenheit, weniger Verbissenheit. Laßt die bunte vielfältige Rechte leben und laßt sie frei diskutieren, ob nun Handwerker, Arbeiter, Angestellter, Akademiker oder Gelehrter. Alle gehören zu meinem Volke. Und um dessen Überleben geht es schließlich.

Das wars von meiner Seite.
Vorwärts immer, rückwärts nimmer.

Ratwolf
25. Juni 2019 22:01

Wenn man erst einmal solche Strukturen etabliert hat, dann kann man sie bei zunehmend zweifelhaften Auszählungen erweitert werden können.

Die Seitenansicht im Video von Philip Stein ist Geschmackssache. Ich finde das ungewöhnlich.

Laurenz
26. Juni 2019 08:41

@Frieda Helbig .... die Problematik liegt in der Psyche der Forums-Teilnehmer. Der Trigger, den ich auf @Der_Juergen oder @Maiordomus auslöse (und umgekehrt natürlich auch), basiert, nach Eckhart Tolle, auf einem ähnlichen charakterlichen, in der Persönlichkeit verankertem Wut-/Zorn-Spektrum, welches sich nicht nur im persönlichen Umgang, sondern auch durch das Netz auswirkt. Das läßt sich nur durch eine gewisse Selbst-Reflektion, durch eine Bewußtseinswerdung des eigenen Egos umgehen und damit meine ich nicht, daß wir alle eine Tüte rauchen sollten. Natürlich werden auch in der SiN-Redaktion Fehler gemacht, aber etwas anderes kann man auch nicht erwarten, auch dort menschelt es eben, trotz aller philosophischen Erkenntnisse. Weder Herr Kaiser noch Frau Sommerfeld mögen meine undiplomatische Schreibweise. Herr Kaiser publiziert meine Beiträge erst gar nicht und Frau Sommerfeld läßt "ad-hominem"- Aussagen gegen mich grundsätzlich zu, streicht aber meine in der Retoure weg. Ich akzeptiere das, weil ich um die Menschlichkeit und ihr Sein weiß. Wo kämen wir denn hin, wenn wir in der Lage wären, die wesentlichste Forderung Nietzsches tatsächlich zu erfüllen? :-)

@Ratwolf ... Sind Sie regelmäßig Wahlhelfer oder Wahlbeobachter?

nietzschikus
26. Juni 2019 11:43

Die Kritik an Maiordomus ist unangemessen. Wem der Stil nicht gefällt, steht es zu dessen Kommentare zu überfliegen. Im übrigen als Tip: Schnell-lesen hilft bei Schachtelsatzstilen ungemein und ermöglicht einen manchmal auch erst die dortige Tiefe zu entdecken. Jeden der über Niveau klagt, sei empfohlen selbst seinen Beitrag der Besserung zu leisten...

Zum Bauhaus möchte ich nur eine Frage stellen und danke dem Autor auf den Verweis auf die beiden Online-Artikel. Dort ist Walter Gropius folgend zitiert (»Bauhaus-Manifest«, ich glaube S. 27)

»Das Endziel aller bildnerischen Tätigkeit ist der Bau! […] Architekten, Bildhauer, Maler, wir alle müssen zum Handwerk zurück! […] Der Künstler ist eine Steigerung des Handwerkers.«

Ich mag diesen affirmativen Blick auf das Handwerk ungemein. Aber kann Architektur wirklich Kunst sein? Diesen Punkt nehme ich dem Bauhaus nicht ab.

Adolf Loos hat hier eine interessante Zwischenposition. Verkürzt sagt er, dass Architektur keine Kunst sei, denn Kunst ist die Privatangelegenheit des Künstlers, die Architektur jedoch nicht. Architektur schafft eben Lebensraum für jemanden und im Zusammenspiel.
„Das Haus hat allen zu gefallen. Zum Unterschiede zum Kunstwerk, das niemandem zu gefallen hat. […] Das Kunstwerk will die Menschen aus ihrer Bequemlichkeit reißen. Das Haus hat der Bequemlichkeit zu dienen. Das Kunstwerk ist revolutionär, das Haus konservativ.“

Laurenz
27. Juni 2019 02:08

@nietzschikus .... "Die Kritik an Maiordomus ist unangemessen". Wie wollen Sie das beurteilen, wenn Sie gar nicht betroffen sind? Solange Sie nicht in den Schuhen der Maiordomus-Geschädigten laufen müssen, bleibt Ihr Vorurteil ein Fehlurteil, vor allem in Anbetracht dessen, daß die Debatte zu einer Steigerung der Beitragsleistungen von Maiordomus geführt hat.

Was Ihre Einteilung der Bildenden Kunst zum Handwerk angeht, bleibt Ihre Grenzziehung des Komparativs grenzwertig. Heutzutage gibt es wesentlich mehr Künstler als Handwerker, was Ihre Bewertung hintertreibt. Im Deutschen kommt Kunst von Können. Von daher sind die Cheops-Pyramide und das Pantheon Kunst. Und so wurde es mir von meiner Kunstlehrerin in Kunstgeschichte auch verkauft. Daß man dabei die soziale Frage stellen darf oder nicht, sei mal dahingestellt.

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