19. Juli 2019

Netzfundstücke (19) – Linke Gewalt in Halle, Pettibone

Jonas Schick / 6 Kommentare

Antifaschisten müssen in Halle/Saale "Übergriffe" konstruieren, um ihre Märchen über gewalttätige "Rechtsextreme" aufrechterhalten zu können.

Auf der Gegenseite, also rechts der Mitte, sind solche Bastelarbeiten im Gegensatz dazu gänzlich unnötig. Denn regelmäßig war und ist das patriotische Hausprojekt in der Adam-Kuckhoff-Straße 16 (AK 16) samt seinem Umfeld Ziel schwerster linksextremer Angriffe – die bisher weder strafrechtlich belangt noch medial aufbereitet wurden.

Für den morgigen Samstag, den 20. Juli, rufen nun antifaschistische Gruppen wiederum zu Schlägen gegen rechts auf, man fordert unverhohlen, Gewalt anzuwenden, das Motto lautet: Nice to beat you. Auch ein entsprechendes Mobivideo läßt keine Fragen offen, welche Art von "Taten" man im Umfeld von Interventionistischer Linker bis hin zu antideutschen Lunatic fringe-Gruppen erhofft: klick. Von "Halle gegen Rechts", dem Grüppchen "IfS dichtmachen" und anderen hört man weiterhin keine Distanzierung von der linken Gewalt.

Das Interessante dabei: Strafverfolgungsbehörden wissen durchaus, welche Köpfe für entsprechende Mobilisierungen verantwortlich sind. Zumindest einige wenige der entsprechenden Internetseiten haben – da man staatlicherseits wohl ohnehin nichts zu befürchten hat – ein Impressum, und dort kann man lesen, wer den notorischen linken Gruppen aus Halle Netzseiten zur Verfügung stellt, also etwa Wanja Seifert.

Hat sich Seifert von diesen Gewaltaufrufen distanziert? Distanziert sich der aus Offenburg (Baden-Württemberg) nach Halle zugezogene Valentin Hacken, Sprecher von Halle gegen Rechts, der in den letzten Tagen mehrfach als "Feindbeobachter" vor der AK16 gesichtet wurde, von linker Gewalt?

Das ist, bis dato jedenfalls, nicht bekannt. Warum? Und wieso fordert die doch für Demokraten aller Couleur obligatorische Gewaltferne kein MDR, kein Oberbürgermeister, keine andere linke Gruppierung ein? Weil es für den guten Zweck, gegen Rechts also, ist?

Eine kritische Berichterstattung von Lokalpresse oder regionalem TV findet nicht statt. Zu sehr kennen sich einzelne führende Akteure, zu sehr ist man interessenskongruent "gegen rechts". Lediglich die Mitteldeutsche erwähnt immerhin den expliziten Gewaltaufruf der Antifaschisten. Hier nun ein minimaler Auszug der tatsächlichen Anschläge in Halle, von Medien wie Behörden überwiegend ignoriert:

8./9. Oktober 2016 -- In der Nacht von Samstag auf Sonntag werden neun Patrioten in Halle von über 30 Linksextremisten überfallen. Auf dem Rückweg von einer Feier wird die Gruppe vor dem linken Wohnprojekt „Kommune 4“ in der Innenstadt erst bepöbelt, kurz darauf von einem vermummten linksextremen Mob mit Steinen, Flaschen, Schlagstöcken und Pfefferspray attackiert.

1. August 2017 -- Gegen 2.20 Uhr morgens wird das Haus in der  die AK16 von Linksextremisten mit mehreren Steinwürfen attackiert. Dabei geht eine Scheibe zu Bruch. Die Angreifer agieren aus einer Gruppe von ca. 40 vornehmlich alkoholisierten Jugendlichen heraus.

2. Oktober 2017 -- Linksextreme verüben einen Anschlag auf das Familienauto eines Ein Prozent-Mitarbeiters. Zwischen Mitternacht und 2 Uhr morgens schlagen die Täter die Scheiben des Wagens ein und zerstechen zwei Reifen.

24. Oktober 2017 -- Konzentrierter und geprobter Großangriff auf das Haus in der AK 16: 100 Pflastersteine werden auf die erleuchteten Fenster geworfen, hinter denen noch gearbeitet wird. Die Eingangstür des Hauses wird aufgebohrt, anschließend Buttersäure in den Hausflur gespritzt, Mülltonnen werden in Brand gesetzt, zwei mit Farbe gefüllte Feuerlöscher auf die Fassade gesprüht und drei Autos schwer beschädigt.

Es ist davon auszugehen, daß eine durchorganisierte Gruppe von 25 bis 30 linksextremen Gewalttätern diesen lebensbedrohenden Angriff durchführte. Gemäßigte Linke aus Halle vermuteten ein Leipziger Kommando hinter dieser Tat, die – wie bedauerlicherweise: immer – bis heute nicht von den zuständigen Behörden aufgeklärt wurde.

17. Oktober 2018 -- Mutmaßlich linke Täter zerschlagen die Heck- und Seitenscheiben und beschädigten die Frontscheibe des Autos eines patriotischen Aktivisten. Außerdem werden drei der vier Reifen mit Messern aufgestochen.

6. Dezember 2018 -- In der Nacht wird die AK 16 von ca. vier dunkel gekleideten Personen angegriffen, die mehrfache Steine und Flasche auf die Tür und die beleuchteten Fenster des Hauses werfen. Es kommt zu Beschädigungen an der Fassade und an der Tür. Und den jüngsten größeren Übergriff dokumentierte hier das Bürgernetzwerk Ein Prozent.

Dies sind nur ein paar Beispiele. Insgesamt wurde das Hausprojekt in Halle seit seinem Bestehen über 80 Mal angegriffen. Im Gegensatz dazu muß das linke Bündnis in seiner Chronik des rechten Schreckens jede Pöbelei und jedes Wortgefecht auflisten, um überhaupt auf ein paar Seiten zu kommen. Daß selbst in dieser zusammengekratzten Sammlung Fälle auftauchen, in denen Antifas die Auslöser von Streitigkeiten waren, spricht Bände.

Derlei Taten werden von Medien und Politik geflissentlich unterschlagen oder als mutige Akte des Widerstands verklärt. Besonders abstoßend ist ein jüngster MDR-Bericht, der über "rechte Gewalttäter" fabuliert, Anwohner und radikale Linke einfühlsam nach potentiellen, also mithin fiktiven Bedrohungen befragt, aber mit keiner einzigen Silbe die Gewaltkulisse ganz realer linker Täter gegenüber patriotischen Strukturen erwähnt. Wenn man sich vergegenwärtigt, daß Journalisten bei radikallinken Protestaktionen vor der AK16 immer wieder beim freundlichen Gespräch mit Linksextremen gesehen werden, wird einiges klarer.

Ganz in diesem Sinne können sich die Linksextremen aus Halle also gewiß sein, ein „breites Bündnis“ der sogenannten „Zivilgesellschaft“ im Rücken zu haben – und die seltenen Ermittlungen gegen militante Antifaschisten werden im Normalfall aufgrund mangelnder Beweise und fehlenden öffentlichen Interesses eingestellt. Man ist Teil einer »konformistischen Rebellion«, und als solcher Teil wird man benötigt.

Das Geflecht aus staatlich geförderten linken Vereinen, durch die Staatsmacht geduldeter Hausbesetzungen und wohlwollender medialer Flankierung bereitet diesem abstoßenden Treiben einen reichhaltigen Nährboden. Über die Hemmungslosigkeit und das mittlerweile sehr gute Gewissen der Täter von Links hat Martin Lichtmesz hier alles Wesentliche gesagt.

-----------

Zu etwas weitaus Schönerem: Jung, weiblich, rechts – das ist sicherlich nicht die am häufigsten auftretende Ansammlung an Attributen, die man in Deutschland bzw. der „westlichen“ Welt dieser Tage finden wird. Nichtsdestotrotz gibt es sie, die jungen rechten Frauen.

Brittany Pettibone ist eine davon. Bekanntgeworden ist die Amerikanerin über ihre Youtube-Videos und als unerschrockene Publizistin. Im deutschen Sprachraum wurde sie im rechten Milieu endgültig dann zum Begriff, als sie nach ihrer Berichterstattung zur Defend Europe-Mission der Identitären mit Martin Sellner eine Beziehung einging; mittlerweile sind die beiden verlobt.

Ende 2018 erschien ihr Buch „What Makes Us Girls: And Why It’s all Worth It“ – ein Ratgeber für Mädchen – zunächst nur auf englisch. Nun liegt der „ehrliche, nützliche, sehr kluge“ Band, um ein Nachwort von Ellen Kositza erweitert, endlich als deutsche Übersetzung unter dem Titel „Jung, weiblich, rechts“ im Antaios Verlag vor (kann hier bestellt werden).

Kositza hat es unlängst in ihrer beliebten Videokolumne besprochen:



Kommentare (6)

Laurenz
20. Juli 2019 01:25

Also wenn ich mir es so recht überlege, waren Linke noch nie anders, Schläger und Mörder. Da wird es nicht mehr lange dauern, bis der nächste linke Grande uns doch alle liebt.

Andreas Walter
20. Juli 2019 20:54

https://de.gatestoneinstitute.org/14564/schweden-im-krieg

West- und Nordeuropa brennt. Durch wenn und wofür ist die andere Frage.

MartinHimstedt
20. Juli 2019 22:48

Im Kontext zu den obigen Fundstücken:

"Die #IB ist ein Verein. Sie muss die Gemeinnützigkeit sofort aberkannt bekommen. Es darf nicht sein, dass Hass und Hetze mit Steuergeld subventioniert werden. Stattdessen sollten Organisationen, die gegen rechte Hetze auch im Netz kämpfen, mehr gefördert werden. #IBstoppen" (Lars Klingbeil via Twitter)

Der zugehörige Artikel auf ZON wurde inzwischen mehrfach "aktualisiert": Nun fehlt der Hinweis, dass es sich bei der IB um einen, Zitat, "gesichert" (Verfassungs-"Schutz" sei Dank) "rechtsextremen Verein" handelt. (Das Wort "gesichert" hat dort auf jeden Fall stehen müssen. Es ging nicht ohne. Ich kann die heftigen Glücksgefühle des politischen Aktivisten, als er es in die Tastatur des iMacs seiner "Redaktion" hackte, gerade zu nachempfinden.)

Das mit weitem Abstand größte, linksextreme Hass- und Hetz-Medium der Bundesrepublik, ZON, hatte diese Woche auch einen Beitrag zu Journalistenwatch scharf geschalten. Der "subtil" eingeflochtene Satz zu Maaßen sprach ebenfalls Bände:

"Die meiste Werbung stammt jedoch von einschlägig rechten Organisationen: Der Kopp-Verlag wirbt für seine Bücher, außerdem werben auch die AfD und Pax Europa. Zuletzt war zudem ein Werbebanner für ein sogenanntes Patriotisches Sommerfest der Identitären geschaltet. Gerade erst hat das Bundesamt für Verfassungsschutz diese Gruppe als rechtsextrem eingestuft."

Ich wollte für mein Unternehmen ja auch bereits Bannerwerbung dort schalten und tat dies bereits für einen meiner Kunden. Der "Journalist" schließt also völlig korrekt ("Er war Abonnent der Zeitschrift Sezession", kann zukünftig "aktualisiert" werden) die Kausalkette:

"Bis vor neun Monaten war Hans-Georg Maaßen noch Präsident genau dieser Behörde." (Genau!)

In diesem Sinne auch, von heute aus Halle: https://www.youtube.com/watch?v=VRcZjGI5NGY – ein tragischer Held, von der Realität eingeholt:

"(…) aber es ist ein Zeichen, in was für einer Demokratie wir hier leben". Übrigens ist, frei nach Klonovsky, alles was ich hasse, Deutsch: So auch DIE ZEIT. In diesem Sinne …

Andreas Walter
21. Juli 2019 09:33

Durch wen ...

Nicht mehr das Schweden, in das auch Willy Brandt und Fritz Bauer geflohen sind, als ihnen das antimarxistische Pflaster in Deutschland zu heiss wurde.

Jungen Deutschen (die mir sympathisch sind) rate ich darum immer, gut Spanisch und auch Englisch zu lernen und einen Beruf zu ergreifen, mit dem sie fast überall auf der Welt ein Auskommen haben können. Also etwas handwerkliches und/oder ein Studium aus den MINT-Fächern. Wobei ich auch alles mit Medizin und Wirtschaft noch dazuzähle. Kunst oder Sport geht natürlich auch, und sei es als Lehrer. Söldner und Soldaten werden aber auch überall gebraucht, der ganze Bereich Sicherheit hat noch eine grosse Zukunft vor sich, ebenso wie Energie. Wirklich schade darum, dass sich Russisch als zweite Fremdsprache in Osteuropa nicht etabliert hat.

https://de.wikipedia.org/wiki/Russische_Sprache

Ist dem Französischen aber trotzdem heute vorzuziehen, denn selbst das schöne Polynesien oder Französisch-Guayana (ausser für Urlaub eh viel zu heiss und feucht) werden sich verändern, sobald das Mutterland Frankreich als reicher Sponsor ausfällt.

Viele berühmte Aktivisten, Whistleblower und Revolutionäre sind übrigens ins Exil gegangen, das ist in meinen Augen nichts ehrenrühriges.

Andreas Walter
21. Juli 2019 10:49

Denn Ironie des Schicksals:

""Wer hätte geglaubt, dass Linke und die CDU in Kassel einmal gemeinsam demonstrieren", fragt der in Nordhessen ansässige Linkspartei-Abgeordnete Torsten Felstehausen am Rand der Demonstrationen. Bis zum Samstag hätte man sich das tatsächlich nur schwer vorstellen können."

https://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/10-000-demokraten-gegen-120-neonazis/ar-AAECiXk?ocid=ientp

Es ist aktuell in der Weltpolitik wie auch in der Ökonomie, in der man auch eine zunehmende Oligopolisierung und Monopolisierung der Macht beobachten kann. Die VSA, bestimmte Gruppen dort, machen eben seit über 100 Jahren wirklich alles, um eine multipolare Welt zu verhindern.

"Kleinstaaten" wie England, Schweden, Frankreich, Belgien, Deutschland, Österreich, die Niederlande, usw. bleiben darum als nächstes auf der Strecke. Mit den Grünen an oder mit an der Macht wird das in Deutschland relativ schnell gehen. Das ahnt jetzt langsam auch der Focus.

And the winner von all dem is:

https://www.focus.de/finanzen/boerse/im-handelsstreit-mit-den-usa-altmaier-bietet-trump-an-autozoelle-auf-null-zu-senken_id_10945103.html

Es geht daher nicht um Religion, oder um links oder rechts, es geht einzig und allein um Macht, Geld und Ruhm. Um die kleinsten Nenner, denen fast alle Menschen auf der Erde unterliegen. Aus dem Grund ist ja auch bereits die halbe Neue Rechte pro VSA.

Ratwolf
21. Juli 2019 12:33

Der Begriff "Feindmarkierung" von Outdoor Illner trifft auch für die regierungsfreundlichen Medien zu.

Wie in einer totalitär gesteuerten Gesellschaft werden von Oben die Ziele markiert, und die Schlägerbanden auf den Straßen rennen wie eine wild gewordene Meute los. Es erinnert mich an den Iran, wo organisierte Schlägerbanden durch die Straßen ziehen, Frauen vergewaltigen und vermeintliche sowie echte Gegner der Regierung zusammen- oder erschlagen.

Der von den Medien und der Politik propagierte "Kampf gegen Rechts" ist eine Farce.

Denn das Gegenteil von etwas ist noch lange nicht etwas anderes oder etwas besseres.

Mit faschistischen oder totalitären Mitteln über die Medien, den Verfassungsschutz bis zur örtlichen Antifa gegen einen vermeintlichen Faschismus zu kämpfen, ist kein Stück besser.

Dies kann auch eine Warnung an die Rechte sein, sich nicht am Gegenstand des Gegenübers zu orientieren, sondern die eigenen Ideen umzusetzen.

Für diesen Beitrag ist die Diskussion geschlossen.