4. August 2019

Sonntagsheld (116) – Im Weltnetz nichts Neues

Till-Lucas Wessels / 20 Kommentare

Fischer im Ozean des Nichts

Till-Lucas Wessels

Till-Lucas Wessels studiert und ist identitärer Aktivist sowie »Minenhund für zukünftig Zumutbares«.

Zu Beginn gleich einmal der Hinweis vorweg: Wer mit Rap-Musik, bzw. zeitgenössischer Jugendkultur wenig anfangen kann, der braucht diesen Artikel eigentlich nicht zu lesen. Statt dessen empfehle ich, für diejenigen tief- und abgründigeren Gemüter, die noch nicht in den Genuß kamen, die Lektüre des neuesten Artikel von Martin Lichtmesz. Der ist nämlich echt gut.

Derzeit läuft in den Online-Netzwerken Facebook, Instagram, YouTube, et. al. die interne Selektionsmaschinerie wieder auf Hochtouren. In einem Akt, der gerade so konzertiert genug ist, um die verbleibenden Protagonisten zur sozialistischen Selbstbeobachtung und entsprechender Anpassung der eigenen Inhalte anzuhalten, aber noch nicht das Ausmaß erreicht, um für den unbedarften Nutzer als die durchorganisierte Aktion erkannt zu werden, die er wohl ist, verloren auch in dieser Woche wieder mehrere Steinchen des rechten Mosaiks ihr virtuelles Standbein.

So wurde der bekannte Influencer “Alexander Malenki” um sein immerhin fast 7000 Abonnenten starkes Instagram-Profil erleichtert, und auch das beliebte Satire-Format “Laut Gedacht” hat mit den ersten Löschungen zu kämpfen, durch die sich meist eine vollständige Kanalsperre ankündigt. Falls der eine oder andere ältere Leser jetzt verwirrt und ennerviert den Kopf schüttelt: Ja, auch ich komme mir ein bißchen bekloppt dabei vor, solcherlei Vorgänge hier zu dokumentieren.

Als Schlachtfeld der Uneigentlichkeit bleibt der digitale Raum ein Phänomen, dessen Bearbeitung im Gespräch mit normalen (will sagen: bodenständigen) Leuten aufgrund der offensichtlichen Trivialität des Verhandelten kaum möglich ist. Gleichzeitig ist es aber genau diese Aneinanderreihung von Nichtigkeiten, die sich für einen wachsenden Teil unserer Zuhörerschaft auf mitunter erhebliche Weise auf die Realitätswahrnehmung auswirkt, da sie immer mehr integraler Bestandteil des eigenen Alltags wird. Daß das ein Problem für sich ist, steht außer Frage. Kein Grund jedoch den Apologeten dieses Vorgangs kampflos das Feld zu überlassen.

Zurück also zum sanften Totalitarismus der virtuellen Wohlfühlräume: Da gibt es nämlich – bei allen Verlusten – diese Woche auch einen tatsächlich relevanten, weil meßbaren, Erfolg zu vermelden. Mit einer Zusammenstellung bisher nur einzeln veröffentlichter Stücke schaffte es der patriotische Rapper Chris Ares innerhalb kurzer Zeit an die Spitze der iTunes-Verkaufscharts in der Kategorie “Hip Hop”, beim Versandgiganten Amazon rangiert er nach zwischenzeitlicher Erstplazierung auf Platz 5 der aktuellen Albumverkäufe in allen Kategorien.

Der Erfolg kam selbst für den Künstler überraschend, hatte er doch weitestgehend auf eine Werbekampagne verzichtet, schließlich sollte die Zusammenstellung bloß als kleines Appetithäppchen für eine größere Album-Veröffentlichung in naher Zukunft wirken. Für diejenigen die mit all’ dem nicht allzuviel anfangen können, aber trotzdem mitreden möchten: Chris Ares steht in den aktuellen Zahlen vor Roland Kaiser, den Amigos und dem neuen Rammstein-Album. Das ist so ein bißchen wie “Finis Germania”, nur eben im Bereich der modernen Musik.

Kein Wunder also, daß der Anbieter iTunes die Stücke des Rappers bereits nach kurzer Zeit an der Spitze kommentarlos aus seinem Angebot löschte, geht von ihnen doch in letzter Instanz eine inhärente Drohung gegen jene nichtssagende Konsumkultur aus, der sich alle großen Konzerne dieser Tage verschrieben haben.

Diese Drohung ist der Grund, weshalb in den Sozialen Medien unzähliges an Schweinerein, echten Grausamkeiten und abstoßenden Perversitäten frei verfügbar ist, aber das Selbstportrait eines Aktivisten schon für eine Sperre genügen kann, wenn er das falsche T-Shirt trägt. Es ist das Einbrechen der tatsächlichen Relevanz, von echter Position und Stellungnahme für das Eigene in den Bereich der Beliebigkeit, das die hektischen Reaktionen der Großkonzerne hervorrufen muß.

Musiker wie Chris Ares machen eben nicht nur rechte Musik zu feschen Rhythmen, sie werben auch für selbstorganisierte patriotische Wohngemeinschaften, halten ihre Hörer dazu an selbst aktiv zu werden und stehen damit für ein dezidiertes Gegenmodell zum universalistischen “Anything Goes” der globalen Konzerne.

Wer den Musiker, egal ob ihm die Musik zusagt oder er sie bloß als politisches Propagandainstrument schätzt, unterstützen möchte, kann das hier tun. Derzeit kostet das Album weniger als ein kaplaken-Bändchen, obgleich ich selbstverständlich sowohl den Erwerb des einen, als auch des anderen wärmstens empfehlen kann.



Till-Lucas Wessels

Till-Lucas Wessels studiert und ist identitärer Aktivist sowie »Minenhund für zukünftig Zumutbares«.


Kommentare (20)

RMH
4. August 2019 22:12

Schön, wenn sich Patriotisches auch in diesem Genre verbreitet - und damit meine ich nicht spezifisches Ossi-Macho-Ironisieren und dick auf die … hauen, wie bspw. bei Finch Asozial (der auf seine ganz spezielle Art irgendwie auch "deutsch" und "Pegida" ist. Mehr als es irgendwelchen Plattenbossen - und ggf. den hier Teilnehmenden und Lesern - lieb sein mag).

Jedoch: Rap ist grundsätzlich nicht unbedingt etwas, wovon ich mir mehr als 1 - 2 Lieder anhören möchte/ kann.

Aber so etwas, wie die vormalige Nischenavantgarde der 90er Jahre, bei der im ganz kleinen Rahmen auch Patriotisches, zumindest immer auch Unkorrektes, mitschwang, wie Neofolk und/oder Industrial, Dark-Elektro etc. ist mehr oder weniger tot (zumindest als politisches oder patriotisches Medium, allenfalls als Eskapistisches lebt diese Musik-/Kulturbewegung in kleinen Nischen fort). Konnte ich mich erst an diesem Wochenende wieder davon überzeugen und es lag bei diesem Event in wunderschöner Örtlichkeit nicht etwa an einer mangelnden Besucherzahl …

Insofern wünsche ich dem Herrn Ares viele, viel clicks --- nette Katzen hat er bzw. seine WG ja schon ;)

PS: Jetzt fehlen nur noch patriotische Gamer, dann hätte man fast überall einen Fuß in der Tür.

Laurenz
5. August 2019 12:16

Gedichtvortrag mit Rhythmusbegleitung ist nicht meines, aber trotzdem Kunst. Ich höre es mir allenthalben ab und an an, eben, weil es keine Nische (RMH) ist, und ich sonst nicht mitreden kann. Chris Ares macht das ziemlich gut, auch die übliche Phrasierung der Sprache gelingt Ihm professionell perfekt.
Und Chris Ares ist zukunftsorientiert wesentlich erfolgreicher als es der rückwärts gewandte, braunlinks-extreme Frank Rennicke je war. Neue Ideen braucht das Land.

Was bei der Betrachtung etwas fehlt, ist der Konsument. Man weicht eben noch zuwenig von FB auf VK aus, und von WasAffe auf Telegram. Nur sinkende Erträge kurieren amerikanische Konzernlenker.

RMH
5. August 2019 13:43

"Die Leute müssen wieder mehr und gründlicher Jünger lesen!" (Götz Kubitschek - veröffentlicht am 05.08.2019).

Ich nehme diese Aufforderung zum Anlass zum Thema Rap bzw. moderne Popularmusik folgendes Zitat von Ernst Jünger als kleines Bonmot und Fundstück beizusteuern:

"Es ist Sonntag; der Plattenspieler speit scheußliche Schlager aus. Wie sich unsereiner über den Kongo mokieren kann, bleibt schleierhaft."
(Ernst Jünger, "Siebzig verweht I", An Bord, 11. Juli 1965).

@Laurenz,
Zustimmung zu Ihrem Beitrag.

Laurenz
5. August 2019 15:27

@RMH .... ich will gar nichts gegen die Forderung von Herrn Kubitschek oder Herrn Jünger selbst schreiben. Aber mutmaßlich wird das nur jungen Intellektuellen vorbehalten bleiben, weiß ich aber nicht.
Und was Ihr Jünger-Bonmot angeht, so sind die Bedürfnisse der Menschen zwar vielleicht steuerbar, aber nicht wirklich zu bewerten.
Viele Philosophen und ähnliche Protagonisten wichen auf andere Kontinente aus, weil bei uns alle Magie und Mystik bereits zerstört war und nichts außer ein paar Volkstänzen etc. über blieb.
Von daher ist die Liebelei Leni Riefenstahls mit Afrikanern zu tanzen, um die Herrschaft des Verstandes zu verlassen, gewissermaßen nachvollziehbar. Auch ein Ernst Jünger hat nicht immer Recht, und wir müssen mit oder ohne Ihn weiter kommen.

Thomas Martini
5. August 2019 15:31

Es käme zunächst auf eine wichtige Unterscheidung an, denn "Rap is something you do, Hip Hop is something you live! Rap is something you do, Hip Hop is something you live! You not just doing Hip Hop, you...?" (KRS-One, „Get yourself up!“).

Wer bei diesem Thema mitreden will, ohne sich zum Affen zu machen, kommt an KRS-One nicht vorbei, er ist für Hip Hop so grundlegend wichtig, wie Carl Schmitt für das Politische.

Ist man mit Hip Hop aufgewachsen, weiß man natürlich seit über 20 Jahren: "Viele behandeln Rap heutzutage wie'n Leihwagen" (Samy Deluxe), kein Wunder also, daß die Grenzen zwischen Hip Hop und Rap letztlich immer mehr verwischen, ähnlich der Differenzierung zwischen „Rechtsextrem“ und „Konservativ“.

Ob es schön ist, „wenn sich Patriotisches auch in diesem Genre verbreitet“ [RMH], muß nicht weiter diskutiert werden. Es gibt allerdings gewisse Rapgesetze, zum Beispiel Erstens: „Frag Dich, ob's dir das wirklich wert ist, rappst du weil's Dir im Herz ist oder weil der Scheiß zur Zeit Kommerz ist?“ (Curse, „10 Rapgesetze), unter denen das Eindringen von Patriotenrappern wie Komplott oder Chris Ares in dieses „Genre“ zumindest fragwürdig erscheint? Das Dichten liegt den Deutschen im Blut, und „jeder kann reimen...“. Dieser Befund ist indes mit einer Einschränkung versehen: „...aber nicht Rap verkörpern, lasst es bitte ganz sein!“ (Samy Deluxe, „Boom“). Daß viele eben „keinen Plan von Hip Hop oder schwarzer Musik“ (Samy Deluxe, „Sell Out Samy“) haben, hören Kenner sofort raus, so wie man einem Connaisseur der klassischen Musik auch nicht die missglückten Versuche eines talentfreien Pianisten als Mozart-Werke verkaufen kann.

Das Beste was passieren kann, wenn wir unsere „Studentenrapper weiterhin Aufsätze schreiben“ (Samy Deluxe, „Die Meisten“) lassen, wäre es, daß die Hörer jene Brocken, die ein Chris Ares ihnen hinwirft, dann nicht nur auffangen, sondern auch etwas daraus machen.

RMH
5. August 2019 18:04

@Laurenz,
die Stoßrichtung Jüngers ging doch klar erkennbar nicht gegen Afrika/Kongo sondern eher gegen den, der sich einerseits über den "Kongo" mokiert, dann aber anderseits selber solchen "Schlager" produziert bzw. durchgehen lässt …

Zum Thema "Kongo" bin ich über "Herz der Finsternis" (Joseph Conrad - nach wie vor lesenswert) nie groß hinaus gekommen, geschweige denn, dass ich mal dort gewesen wäre.

Laurenz
5. August 2019 19:02

@RMH ... ich würde einen Teufel tun, in den Kongo zu fahren, Abenteuerlust hin oder her. Was die Belgier da hinterlassen haben, US-Amerikaner und Franzosen nun den Garaus machen, schreit zum Himmel. Aber der Himmel hört nichts. Akkus sind wichtiger.
Wenn Sie den historischen In- und Export von harmonischen Tonleitern oder Metallen untersuchen, wird Ihnen ein starkes globales Austausch- und Informationssystem auffallen, seit Anbeginn unserer Zeit vor ca. 40.000 Jahren. Dies wurde nur durch klimatische Grenzen oder politische Grenzen längere Zeit aufgehalten. Und Ernst Jünger hätte eben einen oder 2 Weltkriege gewinnen sollen, wenn Er eine politisch kulturelle Grenze hätte einziehen wollen.

Ratwolf
6. August 2019 22:08

Die Macht der "Digitalen Systeme" wurde von den vielen Soziologen noch gar nicht richtig erfasst.

Es sind auch Waffen, welche man gegen Menschen und Nationen richten kann.

Die Technikfeindlichkeit der vieler Rechter und Konservativer hat etwas Resignatives. Es ist die Tendenz zur Selbstzerstörung!

Es war immer auch die "Technik", welche neue Reiche stark gemacht hat, oder der Mangel an Innovation oder die Ignoranz gegenüber Neuem, welche Reiche und Nationen in die ewige Dämmerung hinabfahren lassen hat.

Es ist immer der Kampf mit den Bronzeschwert gegen das Eisenschwert.

Wer das Eisenschwert hat, an dem zerbricht das Bronzeschwert

Laurenz
7. August 2019 15:37

@Ratwolf .... wie kommen Sie bitte auf "Die Technikfeindlichkeit der vieler Rechter und Konservativer hat etwas Resignatives"? Ohne digitale Welt gäbe es in der Form weder Identitäre noch die AfD, FPÖ usw.
Weder Linke noch Rechte nutzen heute noch Bandmaschinen, auch Reiche nicht. Einige Wohlhabende leisten sich mehrere Thorens-Plattenspieler und kaufen sich Venyl-Schallplatten, die Presswerke sind ausgebucht, einfach deswegen, weil analoge Ton-Träger wärmer klingen. Das war es auch schon.

Wir stecken noch in der digitalen Steinzeit. Ein Eurofighter ist zwar nicht ohne digitale Steuerungs-Software zu fliegen, aber wir können Komplexes, wie das Wetter noch nicht mal 3 Tage im voraus berechnen, von einem Sonnensturm ganz zu schweigen. Wir rennen aktuell weder mit einem Eisen- noch einem Bronzeschwert herum, wir nutzen Faustkeile. Und selbst die Mächtigen sind nicht in der Lage, das Netz komplett abzudichten. Hacker-Angriffe gegen Wasser- oder Atomkraftwerke sind quasi nicht möglich, würden sie doch den Totalitarismus offenbar machen.

Thomas Martini
8. August 2019 06:11

Sollte Chris Ares mal einige Millionen Tonträger absetzen, und seine musikalischen Beiträge zur Entlastung und Befreiung des deutschen Volkes beitragen, werde ich bestimmt nicht protestieren. Was der "Sache" hilft, kommt mir gerade recht.

Was Rap und Hip Hop angeht, schlagen in meiner Brust allerdings zwei Herzen. Die Episode hier und bei Lichtmesz' Blumen des Bösen, hat mir eine ganze Menge "Flashbacks" verpasst.

Und so macht es mich schon ein wenig traurig und wütend, wenn deutsche Patrioten ausgerechnet Rap als Propagandainstrument für nationalistisches Gedankengut mißbrauchen.

Warum muß es gerade diese Musikrichtung sein? Hip Hop ist eine afro-amerikanische Erfindung, aus der sich eine afro-amerikanische Kultur entwickelt hat. Wie jede eigenständige Kultur, hat Hip Hop einen außerordentlichen Facettenreichtum aufzuweisen, es gibt auch beim Rap, das heißt der verbalen Hip-Hop-Ausdrucksform, von Worship, Gospel, Conscious bis hin zu Party und Gangster einfach alles.

Es ist so tragisch wie logisch, daß sich im Mainstream mit dem peinlichen Gangster-Gehabe, die billigste und primitivste Form des Raps durchsetze. Der Rap der Statussymbole. Oh ja, das war schon schwer zu ertragen, wenn man sich den musikalischen und lyrischen Qualitätsverlust um die Jahrtausendwende ins Gedächtnis ruft. Menschen außerhalb des "Spiels", bekommen dann nur mit, wie auf einmal Rapper wie Bushido oder SIDO in der Öffentlichkeit auftauchen.

Beide haben dem Deutschrap nicht gutgetan. Auf "Carlo, Coxx, Nutten II" gibt es sogar einen Track mit dem Titel "Nie ein Rapper", der zusammengefasst auf den Punkt bringt, das Hip Hop für Bushido nichts weiter als ein Mittel zum Zweck war, um selbst nach oben zu kommen. Immerhin war er, wenn er sich, in dieser Rolle als Vorreiter, über die "Backpacker" lustig machte, sehr ehrlich:

"Denn ich war nie ein Rapper, ich hab meine Schule geschwänzt, und kann bis heute sagen
ich war nie ein schwuler Student." - Bushido, "Nie ein Rapper"

Diesen Stil haben andere, über wenig HipHop-Affinität verfügende "Gangsterapper", erfolgreich kopiert.

Eigentlich ging schon nach dem Tod von 2Pac und Notorious B.I.G. alles den Bach runter, was danach kam, war - von einzelnen Ausnahmen wie MF DOOM abgesehen, nur noch ein Abklatsch in unzähligen Variationen.

Deutschrap war musikalisch gesehen immer nur drittklassig, und zwar deutlich hörbar, nicht wie zur Zeit von Erhard Bauschke und Will Glahe mit ihren Swingbands.

Nachdem die ursprüngliche Hip Hop Kultur unterdessen längst wieder ein Nischendasein fristet, und sich der stumpfsinnige Mainstream-Rap schon zehnmal selbst überholt hat, soll nun also Chris Ares mit nationalistischen Texten die Kohlen aus dem Feuer holen?

"Ich will nicht meinen Rap, sondern Rap im Allgemeinen vorantreiben." - Samy Deluxe, "Boom"

Kann Chris Ares das auch von sich behaupten?

In "10 Rapgesetze" von Curse heißt es u.a., "Lern MCs zu respektieren und ihre Stärken zu studieren". Mit dem Respektieren hatte ich nie ein Problem, wenn sich denn Stärken bei einem Rapper finden lassen.

Das ist bei Chris Ares leider nicht der Fall, sondern würde ich das anerkennen. Man erkennt als alter Hase den typischen Haus/Maus-Rapper, der es fertig bringt, einen 16-Zeiler ohne einen einzigen Wortwitz zu verfassen. Das kann man machen, wenn man Aufsätze schreibt, oder ein Gedicht. Oder ein politisches Pamphlet.

Mit Rap hat es nichts zu tun. Da ist es für meine Ohren unerträglich, und von dem, was Q-Tip, Guru, MF DOOM -

"Wait 'til you see 'em live on the piano
DOOM sings soprano, like: "Una, duociano." (Aus „Figaro“ vom Album „Madvillain“)

- RZA, Dr. Dre oder Xibit, um nur einige wenige der echten Größen im Hip Hop zu nennen, geschaffen haben, ist Ares' Mucke nicht nur ein paar Lichtjahre entfernt, sondern ganze Galaxien.

Realness, in unserem Sprachraum mit Authentizität gleichzusetzen, ist beim Rap das A und O, deshalb ist der Vorwurf: "Viele von euch sind nix ohne Gimmicks wie ein Yps-Heft, spart euch die harten Ansagen, bis ihr Samy Deluxe trefft", so aktuell wie zur Zeit der ersten Dynamite-Platte.

Das Gimmick von Chris Ares ist wohl offensichtlich: Nationalismus. Was der Mann macht, muß man sich so vorstellen, wie ein Konditor, der auf Grundlage von Cheesburger-Zutaten einen Stollen backen will. Das kann nur schief gehen und krumm geraten.

Zu seinen lyrischen "Stärken", gesellen sich die musikalischen in Form von spaghetti-dünnen PC-Beats, die in ihrer einfaltslosen Uninspiriertheit jeder Beschreibung spotten. Daß dieser digitale Schrott, und mehr ist es bisher nicht, auf jeder Live-Bühne krachend scheitern wird, ahnt zumindest derjenige, der schonmal auf einer "Jam" war.

Rap, größtenteils aus Recycling und Versatzstücken bestehend, hat den schweren Nachteil, daß sich die Tracks auf offener Bühne selbst mit teuerstem Equipment längst nicht so gut anhören wie im Studio.

Wie überall trennt sich auf der Bühne aber die Spreu vom Weizen. Wie geht das wohl aus, Chris Ares auf offener Bühne gegen einen echten Rapper? Also bei einem "Battle", wo man auchmal improvisieren muß. Hat sich Ares so einer Herausforderung schonmal gestellt? Das würde mich ziemlich interessieren, da Rap - manche wissen es vielleicht gar nicht so richtig - ein verbaler Kampfsport ist. Hierbei kann man nicht auf altdeutsche Höflichkeitsformen wie "Anstand" zählen, beim Rap heißt's: "Survival of the Fittest" (Mobb Deep)

Man kann aus dem, was Rap ist, nicht einfach etwas anderes machen, sich denkend: "Der Rapfan wird es schon nicht bemerken, oder die bittere Kröte gar schweigend schlucken", und das führt uns lustigerweise direkt zu Rapgesetz Numero Sieben: "Ey, du mußt Hip Hop lieben, als wärst du immer nur Fan geblieben". (Curse)

Ist das bei Chris Ares der Fall, oder hat er mit dem Rap nur zufällig ein Transportmittel gefunden, das er mehr schlecht als recht beherrscht, um seine politischen Botschaften unter's Volk zu bringen? Seien wir doch ehrlich:

"Giuseppe Verdi: *Richard Wagner, ein hochbegabter Mann, der sich auf krummen Wegen gefällt, weil er die geraden nicht finden kann.*

Ich: *Die Deutschen, ein hochbegabtes Volk, das sich auf krummen Wegen gefällt, weil es die geraden nicht gehen will.*", Tempranillo, "Ein italienischer Bauer über die Deutschen", 05.08.2019

Vielleicht irre ich, wer weiß das schon. Jedenfalls scheint es mir in dieser irren Zeit, nicht sehr ratsam, den eigenen Verstand auszuschalten.

Laurenz
8. August 2019 10:45

@Thomas Martini ..... hier verstehe ich Sie nicht. Was spielt das alles für eine Rolle? Sie bauen auf die üblichen Definitionen. Stimmen die denn so?

Wagner war der Exzess der Deutschen Romantik und selbst IM Erika sieht sich gezwungen, diese Tenöre ruinierende Kack-Musik zu ertragen. Man sieht aber, Wagner ist mächtig. Ich höre aber lieber Schubert. Und Verdi, dessen Opern nur selten und in kleiner Dosis zu ertragen sind, ist in Ihren Augen ein Italiener, sehr witzig oder? Als Josef Grün geboren wurde, gab es noch gar kein Italien. Diese ganzen Nord-Italiener sind doch alles Exil-Deutsche und - Franzosen, die Küche und Sprache gewechselt haben, weil man noch keine deutschen Erdbeeren und Burgunder-Sekt einfliegen lassen konnte. Ich höre lieber den rothaarigen venezianischen Kelten (il Prete Rosso) Vivaldi als den Orgel-Quäler Bach, wobei beide was drauf haben. Beide nutzten junge Leute aus, weil die eben billig zu haben waren. Man mußte halt was in deren Ausbildung stecken. Und die deutschen Mucker aus Barock und Klassik sprachen alle Volks-Latein, also italienisch, während sich der deutsche Adel bis zum Ende der Napoleonischen Kriege in Französisch unterhielt. Und auf dem Thron Spaniens, Britanniens und Frankreichs saßen Deutsche, in Österreich schon immer Schweizer. Sie merken, mit einer anderen Definition werden werden nationalistisch verortete Meinungen hinfällig.
Fast jeglicher Musikstil, ob Rap, House, Wave, Rock, Metal, Schlager, gehobener Schlager nutzt das Schlagzeug, im Studio heute meist in synthetischer oder gesampleter Form. Das Schlagzeug erfunden haben mehr oder weniger 2 Deutsche in den Staaten, Olney und Ludwig. Seinerzeit war es den Schwarzen in den Staaten verboten, afrikanische Trommeln zu nutzen, also griffen sie auf das europäische Schlagwerk zurück. Es gibt viele schwarze und gelbe Interpreten in klassischer Musik, wollen Sie denen das verbieten?
Wen interessieren Ihre 10 Regeln des Rap? Mit Verlaub, nur ein paar belanglose Rapper.
Alle Identifikations-Muster aus Punk, Ska, sonstwas, wurden von der Musik-Industrie genutzt, um zu verkaufen, sonst nichts. Und heute nennt man das Reichweite, das A und O eines jeden Künstlers, der Erfolg haben will. Irgendwer sieht sich aber gezwungen Herrn Ares aus den Charts/Ranglisten zu streichen, wie Herrn Sieferle auch.
Meinen Sie, da hatte es eine Rolle gespielt, ob Herr Sieferles Grammatik stimmte, oder Herr Ares die 10 Regeln des Rap beachtet hatte? Die Reichweite wird politisch als gefährlich angesehen. Das ist das maßgebliche. Den Rest entscheidet jeder Konsument selbst.

Thomas Martini
8. August 2019 17:55

Hallo, Laurenz

"Was spielt das alles für eine Rolle? Sie bauen auf die üblichen Definitionen. Stimmen die denn so?"

Offensichtlich nicht, aber muß man das gutheißen? Mir war die Welt lieber, als es noch Grenzen gab.

"Und Verdi, dessen Opern nur selten und in kleiner Dosis zu ertragen sind, ist in Ihren Augen ein Italiener, sehr witzig oder?"

Daß er ein italienischer Bauer war, ist die Ansicht von Tempranillo aus dem Gelben Forum.

"Es gibt viele schwarze und gelbe Interpreten in klassischer Musik, wollen Sie denen das verbieten?"

Ich will überhaupt nichts verbieten, bin doch kein Grüner. Bei dem was sie ansprechen, kann ich aber ein gutes Beispiel bringen: Suchen Sie mal bei YouTube nach Negern (Anas Seguin z.B.), die sich an Rossinis "Largo al factotum" versuchen, und vergleichen sie es mit einem klassischen Heldenbariton wie Battastini. Auch hier ginge es nicht darum, Seguin irgendetwas verbieten zu wollen, aber wahrzunehmen, daß solche Interpretationen dann nichts mehr mit der eigentlichen Sache zu tun haben - das halte ich für erforderlich.

"Fast jeglicher Musikstil, ob Rap, House, Wave, Rock, Metal, Schlager, gehobener Schlager nutzt das Schlagzeug, ..."

Darauf wollte ich nicht hinaus, sondern darauf, daß Rap hier plötzlich rein zur politischen Propagandaplattform degradiert wird. Es ist - in Anlehnung an Sams Vergleich aus "Malaria" - ein "Leihwagen", bei dem man sich mit dem Megafon aus dem Fenster lehnt, um den Leuten eine bestimmte "Message" reinzudrücken. Das brauche ich in der Musik nicht. Beethoven hatte eine Neigung zur Propaganda, aber er war auf seinem Gebiet der Beste, und hätte es sicher nicht gewagt, sich Musikstile aus anderen Ländern anzueignen, um sie rein deutsch aufzuladen.

"Wen interessieren Ihre 10 Regeln des Rap?"

Der Rapper Curse, bürgerlich Michael Sebastian Kurth, hat die "10 Rapgesetze" auf seinem Album "Feuerwasser" aufgestellt, und sich damit innerhalb der Rapszene sehr viel Respekt verschafft. Auch aus meiner Sicht, handelt es sich dabei um ein Standardwerk, das zu kennen einem dabei helfen könnte, die Hip Hop Kultur besser zu verstehen.

Wer hingegen lieber etwas über die deutsche Kultur lernen will, der kann sich wohl schlecht mit Chris Ares und seinem "Namedropping" begnügen.

"Irgendwer sieht sich aber gezwungen Herrn Ares aus den Charts/Ranglisten zu streichen, wie Herrn Sieferle auch."

"Wer Hip Hop als Karriere sieht, macht sich bei mir unbeliebt, es geht nur um die Ehre..." - (Justus Jonas, "NLP")

Vielleicht war es keine so gute Idee, sein "Bootleg", und mehr hat Ares ja bisher nicht anzubieten, über die großen Mainstreamkanäle unter's Volk bringen zu wollen. Echte "Heads" wissen aber, daß man auf die Weise sowieso nie den Respekt in der Szene gewinnt.

Quasi jeder echte Rapper der alten Schule, war darauf angewiesen, sich mit Kassetten einen Namen zu machen, mit "Tapes". Davon kursieren von den großen Namen noch viele, die heute einen außerordentlichen Seltenheitswert besitzen. Die meisten Rapper, die sich mit "Tapes" einen Namen machten, hatten dann später ein eigenes "Label". Die Willigkeit, - wie bei Bushido - für die großen Musiklabels ( bei der Gelegenheit Musiktipp: GZA - "Labels", vom Album "Liquid Swords") auf den Strich zu gehen, und deren Kanäle zu nutzen, war unter alteingesessenen Puristen nie weit verbreitet.
Es waren Rapper, welche das liberal-kapitalistische Lebensmodell als Ideal begriffen, wie zum Beispiel der weltberühmte Jay-Z, die dem Profitstreben Priorität einräumten. Männer wie er dürfen sich bei ihren Lyrics dann sogar eine Portion "Antisemitismus" erlauben.

In Frankreich haben "Les Brigandes" von der französischen IB ihre Geschicke meines Wissens auch in eigener Hand und pfeifen auf "ITunes".

"Real men doesn't exist in Mainstream." - KRS-One

Thomas Martini
8. August 2019 19:46

Dr. Dre veröffentlicht seit vielen Jahren keine Rapmusik mehr. Er hat's nicht mehr nötig, und produziert nur noch aus Freude an der Sache. So ist zumindest mein Stand des Wissens, und dieses Hiphop-Urgestein ist damit beileibe keine Ausnahme. Auch die Jungs von A Tribe called Quest widerstanden immer wieder allen Versuchen des Mainstreams, sich zu einem "Revival" animieren zu lassen, obwohl sie alleine damit viele Millionen Dollar hätten einnehmen können. "Soul", ist für viele Afro-Amerikaner eben keine leere Worthülse.

Das hat indirekt auch mit Chris Ares zu tun.

Ratwolf
8. August 2019 22:13

@Laurenz 7. August 2019 15:37

Die Rechte und die Konservativen sind für mich oft Technik und der Moderne feindlich gesinnt, weil sie Rückzug zur Besinnung als notwendig erachten. Manchmal ist es ja auch wirklich notwendig um Klarheit zu gewinnen. Wie bei Heideggers Blockhütte, Nietzsches in die Berge gehen(Zaratustra), oder der Mythos des "in die einsame Wüste gehen" Jesus/Johannes-Täufer, der Camus Burg. Auch die 68er sind auf einsame Plätze gegangen um sich zu distanzieren.

Die ausführenden "Techniker" können es sich oft nicht leisten. Sie werden kurz gehalten(*).

Was wäre wohl, wenn sich die kritische Intelligenz und die Experten formieren und einen eigenen Staat nach seinem Modus gründen. Mit zugehörigen Leuten, welche nur sie selber bestimmen? -> Hier kommt die Wahrheit ans licht. Die Menschen sollen nicht mit einander ins Gespräch kommen. Wirkliche "Gemeinschaft" unter Gleichgesinnten ist verboten. Das haben Pegida, IB und andere missachtet. Und deshalb wurden und werden sie verfolgt.

Zu Schallplatten.
Schallplatten klingen irgendwie besser. Da brauche ich keine Wissenschaft. Es reicht eine Hörprobe. Man braucht auch keine teuren Geräte dort.

"Ohne digitale Welt gäbe es in der Form weder Identitäre noch die AfD, FPÖ"

Die Rechten nutzen nur diese Technik. Sie schwimmen mit. Sie sind aber nicht die Kreatoren. Das kann sich schnell gegen einen Richten. Denn ein Knopfdruck genügt, und alles ist weg (siehe Les Brigandes).

Der Eurofighter war ein Reinfall. Und die F-35 erscheint auch nicht gerade besser. Flugzeuge mit analogen Reglern (F16, Tornado) waren erfolgreicher. Bis jetzt. Es kann sich noch änder. Vielleicht ist es aber auch eine Frage, in welch einer Welt ein Entwickler lebt, der so etwas baut. Die derzeitigen Entwicklungen der Russen und Chinesen sehen "gesünder" aus. Es ist vielleicht auch eine Frage der geistigen Hygiene, was für erfolgreiche Produkte eine Gesellschaft hervorbringt.

(*) In den USA wurde bekannt, dass Apple die Preise für Fachkräfte mit seinen Konkurrenten abgestimmt hat.

Laurenz
8. August 2019 23:58

@Thomas Martini ....
Unsere gallo-römischen Brigantinnen sind auf YouTube, wie die gesamte identitäre Bewegung. YouTube hat den Nachteil, Werbung ist ca. 10x so teuer als auf FB.
Verkaufs-Schlager basieren grundsätzlich auf Marketing, Ausnahmen bestätigen die Regel. Trends werden vereinnahmt oder, wie in der Mode, gestaltet. Ihr ehrliches Headbanger-Lebensgefühl bestätigt nur die Professionalität Identität stiftender Verkaufskunst.

Thomas Martini
9. August 2019 18:34

"Lot of people, you know what I'm saying
That be getting misinformed, thinking everything is everything
You could just get yourself a little deal, whatever
You know what I'm saying
You gonna get on, you gonna get rich
And all these labels be trying to lure us in like spiders
Into the web, you know what I'm saying
So sometimes people gotta come out and speak up
And let people understand
That you know you gotta read the label
You gotta read the label
If you don't read the Label you might get poisoned
Bomb these niggas God!

Read more: GZA - Labels Lyrics | MetroLyrics

http://www.metrolyrics.com/labels-lyrics-gza.html

"You gotta read the Label!"

Na, was könnte damit gemeint sein?

Beispiel Tupac Shakur, der 1996 ermordet wurde. Die Öffentlichkeit bekam nur den "Drive-By" mit. Die FBI-Akten brachten später ganz andere Erkenntnisse zu Tage, und es heißt dort, er wäre an diesem Abend ohnehin gestorben, da man in seinem Magen eine hohe Anzahl an Eierschalen vorfand.

@Laurenz, was glauben Sie, hat das zu bedeuten?

"And all these labels be trying to lure us in like spiders
Into the web, you know what I'm saying"

Die Textzeile stammt aus einer Zeit, als es noch kein Internet gab, und muß daher wohl prophetisch aufgefasst werden?

Laurenz
9. August 2019 22:06

@Thomas Martini .... Ja, das stimmt. Von den käuflich erworbenen Downloads sieht man heute als Künstler fast nichts mehr. Nur noch Schlager-Anhänger kaufen Silberlinge in nennenswerter Anzahl. Die materielle Übergabe eines Tonträgers bot/bietet mehr Kontrolle über den Anteil des Künstlers.
Wenn ich im Netz etwas zur gescheiterten EU-Urheber-Nummer geschrieben hatte, purzelten die dislikes nur so durch den Äther.
Kein Konsument wollte verstehen, daß der Tankwart stinkig wird, wenn man ohne zu bezahlen, die Tankstelle verlassen will, obwohl man doch nur 10 Liter getankt hatte.

Verlinken geht ja noch, dann kann jeder seine Seite zumindest monetarisieren. Aber einfach runterladen, sollte technisch eigentlich nur mit einem OK des Urhebers möglich sein. Auch Zitat-Funktionen gibt es nicht wirklich.

Interessant ist es auch in diesem Zusammenhang den Buchmarkt zu beobachten.
https://www.dw.com/de/zwischen-krise-und-hoffen-der-deutsche-buchmarkt/a-45807679

Thomas Martini
10. August 2019 05:35

Chris Ares gestern bei YouTube:

"Aufgrund der massiven Repressionen, Boykottierungen und Bekämpfungen gegen mich und meine Person, verzögert sich das Album leider erneut. Immer wieder werden wir von Plattformen gelöscht und gekündigt. Vertriebe entfernen unsere Kanäle nach kürzester Zeit, während Rapper -

( Einschub, mit Hervorhebung von mir: "Name a section in your city where minorities group
And I'mma show you PROSTITUTES, DOPE and HARD TIMES", Geto Boys, "The World is a Ghetto" vom Album "The Resurrection", 1996)

- die von Drogen, Prostitution und Kriminalität rappen - seelenruhig ihre Musik vertreiben und veröffentlichen können. Aufgrund dieser eben genannten, totalitären Situation, können wir, die Heimat liebenden Künstler, leider nicht wie herkömmliche Musiker agieren. Nichts desto trotz: Wir bleiben standhaft. " - Chris Ares, 08.08.2019

"Industry rule number four-thousand-and-eighty; Record company people are shady" - Q-Tip, "Check the Rhime" vom Album "The Low End Theory" (1991)

"Ich glaube chris ares kann viel bewegen. Vor allem mit dem jetzt gegründeten label. Dauert vielleicht ein bisschen bis es was großes wird, aber ich sehe da ganz viel Potenzial. Mach weiter so chris und hör bitte niemals auf!" -
Thor Heimdall

"Wort drauf und jede Wette daß Dir die Laune bald vergeht
In deinen Raps ist Skepsis, ich rülps das Alphabet
Meiner überzeugt ohne Prinzip, ohne Dogma...
Ich verkauf`Punks 'ne Waschmaschine und Glatzen Haartrockner
Weil meine Politic Knowledge kickt
Bis manch ein Extremist vergisst, ob er Nazi ist oder Pazifist
Ein Grund, warum an der Waterkant die Beats fetter waren
Euer Sound hängt am Vaterland wie Kriegsveteranen!" - Dendemann, "Wort drauf" vom Album "Gefährliches Halbwissen"

Laurenz
10. August 2019 13:15

@Thomas Martini .... ganzheitliches Wissen ist noch gefährlicher und verstärkt den Tunnelblick.

Thomas Martini
10. August 2019 17:00

Eine Sache ist klar: Sollte Chris Ares sich durchsetzen, dann hat er es voll und ganz verdient. Damit wäre der Musik zwar kein Gefallen getan; und Hip Hop hat in seiner Geschichte schon so viele Trittbrettfahrer aushalten müssen - aber diese Befindlichkeiten sind ja banal.

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