Coronavirus (10): Global oder national? – Teil 2

Im ersten Teil dieses Artikels war die Rede von den nationalen, "partikularistischen" Impulsen, die von der "Coronavirus-Krise" gefördert werden.

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

Aller­dings ent­wi­ckelt sich gera­de in Tei­len des im wei­tes­ten Sin­ne rech­ten Lagers (und nicht nur dort) eine kom­plett ent­ge­gen­ge­setz­te Deu­tung, die in der lau­fen­den Ent­wick­lung eher eine glo­ba­lis­ti­sche Fin­te und eine mög­li­che Stär­kung des herr­schen­den Sys­tems kom­men sieht.

Dem­nach wäre das “patrio­ti­sche”, par­ti­ku­la­ris­ti­sche Moment, wie es gera­de in Öster­reich stark bedient wird, ein Lock­mit­tel, eine Fal­le. Das geht über ande­re Kri­tik­punk­te – etwa, was den zu erwar­ten­den wirt­schaft­li­chen, finan­zi­el­len und sozia­len Scha­den des “shut-downs” angeht – weit hin­aus und hat eini­ge Über­schnei­dun­gen mit kri­ti­schen Stim­men aus dem Mainstream.

Ein Bei­spiel wäre die­ser äußerst pole­mi­sche Arti­kel von Chris­ti­an Zeitz vom Wie­ner Aka­de­mi­er­bund, der vor einer “Coro­na-Dik­ta­tur”, ja vor einer veri­ta­blen “Höl­len­fahrt” warnt:

Es ist kei­nes­wegs zu gewagt zu ver­mu­ten, dass die Bevöl­ke­rung unter unver­däch­ti­gen Bedin­gun­gen an den Geschmack der Dik­ta­tur gewöhnt wer­den sol­len. Asym­me­tri­sche und will­kür­li­che Ver­fol­gung Anders­den­ken­der ist ja schon im Regie­rungs­pro­gramm („Kampf gegen Rechts“, „Frem­den­feind­lich­keit und Ras­sis­mus“ sowie „Hass­postings“) ange­kün­digt wor­den. Jetzt wer­den Ver­samm­lungs- und Aus­geh­ver­bo­te ver­hängt, „unnö­ti­ge“ Orts­wech­sel und Ein­käu­fe (wer bestimmt, was „unnö­tig“ ist?) unter Stra­fe gestellt. Platz­ver­wei­se kön­nen aus­ge­spro­chen wer­den. Zahl­rei­che Geschäf­te, Gast­häu­ser, Cafés und auch Ver­eins­lo­ka­le blei­ben geschlossen.

Der zivil­ge­sell­schaft­li­che poli­ti­sche Dis­kurs wird aus­ge­schal­tet. 25.000 Poli­zis­ten sind dies­be­züg­lich im Ein­satz – der Poli­zei­staat lässt grü­ßen. Die Medi­en sind völ­lig gleich­ge­schal­tet, Kri­tik wird de fac­to aus­ge­schlos­sen. Bezahl­te Groß­in­se­ra­te von Bun­des­re­gie­rung und Kom­mu­nen zum ein­schlä­gi­gen The­ma tun ein Übri­ges. Ohne all­zu gro­ße Empö­rung wur­de bekannt, dass der Netz­be­trei­ber A1 allen Erns­tes die Bewe­gungs­pro­fi­le der Han­dy-Benut­zer erfasst und dies­be­züg­li­che Doku­men­ta­tio­nen an die Regie­rung wei­ter­gibt. Das neu­ge­won­ne­ne „Wir-Gefühl“ der Volks­ge­mein­schaft wird glorifiziert.

In der Tat, so ganz gemüt­lich scheint es in die­sem neu­en, “patrio­ti­sier­ten”, “Wir-halten-zusammen”-Österreich nicht zu sein, in dem Poli­zei­au­tos aus den Laut­spre­chern Rein­hard Fend­richs “I am from Aus­tria” tönen las­sen, wäh­rend sie durch leer­ge­feg­te Stra­ßen patrouil­lie­ren und mit­un­ter eine dif­fu­se Angst verbreiten.

Ent­schei­dend ist jeden­falls, daß nun ein Fall wie aus dem poli­to­lo­gi­schen Lehr­buch ein­ge­tre­ten ist: der Aus­nah­me­zu­stand einer außer­ge­wöhn­li­chen Gefähr­dung, der zwangs­läu­fig dazu führt, daß der Staat bis zu einem gewis­sen Grad illi­be­ral han­deln muß. Und dann muß eben irgend­wann irgend­je­mand sou­ve­rän ent­schei­den, ob der extre­me Not­fall ein­ge­tre­ten ist und was zu tun sei. (Und hier­bei kann es natür­lich zu fata­len Fehl­ein­schät­zun­gen und Fehl­ent­schei­dun­gen kommen.)

So kommt es, daß neu­lich in der öster­rei­chi­schen Show “Talk im Hangar‑7″ Mode­ra­tor Micha­el Fleisch­ha­cker und Ulri­ke Gué­rot zustim­mend Carl Schmitt zitier­ten: “Sou­ve­rän ist, wer über den Aus­nah­me­zu­stand ent­schei­det.” Dar­an hängt auch die Fra­ge, ob es im Inter­es­se des Gemein­wohls legi­tim sei, “vor­über­ge­hen­de” Dik­ta­tu­ren oder auto­ri­tä­re Struk­tu­ren zu errich­ten; denn im Not­fall kann kein Par­la­ment ewig abstim­men, abwä­gen und über­le­gen – wenn nicht gehan­delt wird, dro­hen Tod und Unter­gang. Es muß eine Ent­schei­dung gefällt wer­den, und der­je­ni­ge, der sie unge­hin­dert fäl­len kann, ist der eigent­li­che Souverän.

Die Pro­ble­ma­tik spitzt sich zu, wenn die­se dik­ta­to­risch oder auto­ri­tär durch­ge­setz­ten Not­maß­nah­men erhal­ten blei­ben, wenn der Not­fall vor­über ist. Dar­um hat man Macht­ha­ber auch immer wie­der ver­däch­tigt, Not­fäl­le zu “erzeu­gen” oder zu beför­dern oder min­des­tens zu “benut­zen”, um die eige­ne Macht aus­zu­bau­en, die Ver­fas­sung aus­zu­he­beln, das poli­ti­sche Sys­tem umzu­struk­tu­rie­ren. Momen­tan schei­nen Vik­tor Orbán und Ben­ja­min Netan­ja­hu, die ohne­hin im Ruf ste­hen, auto­kra­ti­sche Nei­gun­gen zu hegen, die Gele­gen­heit beim Schopf zu packen. (Die öster­rei­chi­sche Jus­tiz­mi­nis­te­rin Zadić ver­spricht, daß alle Beschrän­kun­gen auf­ge­ho­ben wer­den, wenn die Kri­se vor­bei ist, und die Grund­rech­te unan­ge­tas­tet bleiben).

Trump hin­ge­gen, von sei­nen Fein­den seit Jahr und Tag als “Faschist” gezeich­net, scheint sich rela­tiv zurück­hal­tend zu ver­hal­ten. Der lin­ke, main­stream­kri­ti­sche Jour­na­list Micha­el Tracey schrieb auf Twitter:

Ich bin froh, daß Trump kein Faschist ist, im Gegen­satz zu dem Non­stop­ge­schrei über ihn, aber ein über­zeug­ter Faschist wür­de wahr­schein­lich einen viel bes­se­ren Job im Umgang mit einem Aus­bruch von Infek­ti­ons­krank­hei­ten machen.

Ange­sichts der Seu­chen­ge­fahr nah­men die Bür­ger der meis­ten Staa­ten, in denen ent­spre­chen­de Maß­nah­men getrof­fen wur­den, die Ein­schrän­kung ihrer Bür­ger­rech­te, die Schlie­ßung ihrer Betrie­be, die Gefähr­dung ihrer Arbeits­plät­ze etc. bis­lang rela­tiv wider­spruchs­los hin (in den Pari­ser Ban­lieues rumort es aller­dings mal wie­der, und in New York und Isra­el zei­gen sich man­che ortho­do­xe Juden wider­spens­tig), ja schie­nen teil­wei­se ihre Regie­run­gen gera­de­zu zu drän­gen, end­lich ein­ge­sperrt und beschützt zu werden.

Irgend­wie muß­te ich hier an den Satz von Canet­ti den­ken, daß der Tod “die Mün­ze der Macht” sei. Mit der Ver­brei­tung von Todes­furcht kann man sich eine Men­ge von Men­schen gefü­gig machen. Es hängt wie gesagt alles an der Fra­ge: wie “gefähr­lich” ist der Virus tat­säch­lich? Und ange­nom­men, er wäre nicht aus­rei­chend gefähr­lich, um die jet­zi­gen Maß­nah­men zu recht­fer­ti­gen: Agie­ren die Regie­run­gen wider bes­se­res Wis­sen, glau­ben sie ernst­haft an sei­ne Gefähr­lich­keit, oder wol­len sie im Zwei­fels­fall kein Risi­ko eingehen?

Nun häu­fen sich täg­lich Arti­kel in den Main­stream­m­edi­en, in denen libe­ra­le Mei­nungs­jour­na­lis­ten ihr Unbe­ha­gen an der Ein­schrän­kung der Bür­ger­rech­te äußern und davor war­nen, daß man hier den Bogen nicht über­span­nen dür­fe und die rich­ti­ge Balan­ce zwi­schen “Sicher­heit und Frei­heit” fin­den müs­se, eine Pro­ble­ma­tik, die sich etwa in den Zei­ten ter­ro­ris­ti­scher Bedro­hung immer wie­der stellt (wes­halb es auch kaum einen Ter­ror­an­schlag gibt, der nicht als “fal­se flag”-Manöver ver­däch­tigt wurde).

Aber mir erscheint das Gros die­ser Wort­mel­dun­gen eher wie stre­ber­haf­te Pflicht­auf­ga­ben, als spie­le man eine Rol­le, die eben von einem “kri­ti­schen” Jour­na­lis­ten erwar­tet wird. Die Ver­ve, mit der in den­sel­ben Medi­en nach einem Ver­bot der AfD geru­fen wur­de, die eben­falls als “anti­de­mo­kra­ti­scher” Virus aus dem Sys­tem aus­ge­schie­den und iso­liert wer­den soll, war ungleich grö­ßer (Pro­tes­te gegen ers­te Schrit­te in die­se demo­kra­tie­po­li­tisch bedenk­li­che Rich­tung, wie der “Beob­ach­tung” des “Flü­gels” durch den “Ver­fas­sungs­schutz”, gab es eigent­lich kaum).

Immer noch im Bereich der Main­stream­kri­tik an den “illi­be­ra­len” Anti­seu­chen­maß­nah­men ist man, wenn man die Gefahr einer tech­no­lo­gi­schen Über­wa­chung bemerkt und anpran­gert. Der öster­rei­chi­sche Kom­mu­ni­ka­ti­ons­an­bie­ter A1 hat – selbst­ver­frei­lich anony­mi­sier­te! – Bewe­gungs­da­ten sei­ner Kun­den an die Regie­rung wei­ter­ge­lei­tet, und man wun­dert sich, war­um er das “darf” und offen­bar aus frei­en Stü­cken auch tut.

Han­dy­über­wa­chung, um “Coro­na zu stop­pen”, wird unter ande­rem auch in Asi­en, Isra­el und Polen prak­ti­ziert, und Kurz äußer­te sich im israe­li­schen Fern­se­hen äußerst auf­ge­schlos­sen bezüg­lich einer Nut­zung von “Big Data” im Kampf gegen den Virus, und gab an, von Netan­ja­hu viel gelernt zu haben.

Da soll­ten nicht nur bei der SPÖ-Che­fin Pame­la Ren­di-Wag­ner, FPÖ-Chef Nor­bert Hofer und NEOS-Che­fin Bea­te Meinl-Rei­sin­ger die Alarm­glo­cken läuten, 

Aus Isra­el kommt auch eine deut­li­che War­nung. Der Phi­lo­soph Yuval Hara­ri (Eine kur­ze Geschich­te der Mensch­heit) sieht eine tota­li­tä­re, tech­no­kra­ti­sche Gefahr her­auf­däm­mern. Er ist der Ansicht, daß die Coro­na-Kri­se die Welt von Grund auf umkrem­peln und Wirt­schaft, Poli­tik und Kul­tur nach­hal­tig und gründ­lich ver­än­dern wird:

Vie­le kurz­fris­ti­ge Not­fall­maß­nah­men wer­den fixer Bestand­teil des Lebens wer­den. Das ist die Natur von Not­fäl­len. Sie beschleu­ni­gen his­to­ri­sche Pro­zes­se. Ent­schei­dun­gen, die in nor­ma­len Zei­ten Jah­re der Über­le­gung brau­chen kön­nen, wer­den inner­halb von Stun­den getrof­fen. Unaus­ge­reif­te und sogar gefähr­li­che Tech­no­lo­gien wer­den in Betrieb genom­men, weil das Risi­ko des Nichts­tuns grö­ßer ist. Kom­plet­te Län­der die­nen als Ver­suchs­ka­nin­chen für groß­an­ge­leg­te sozia­le Expe­ri­men­te. (…) In nor­ma­len Zei­ten wür­den Regie­run­gen, Unter­neh­men und Bil­dungs­ein­rich­tun­gen sol­chen Expe­ri­men­ten nie­mals zustim­men. Aber dies sind kei­ne nor­ma­len Zei­ten. In die­ser Kri­sen­zeit ste­hen wir vor zwei beson­ders wich­ti­gen Ent­schei­dun­gen: Die ers­te ist zwi­schen tota­li­tä­rer Über­wa­chung und der Ermäch­ti­gung der Bür­ger. Die zwei­te zwi­schen natio­na­lis­ti­scher Iso­la­ti­on und glo­ba­ler Solidarität.

Was nun die “tota­li­tä­re Über­wa­chung” angeht, so sind die Wei­ter­lei­tung von Bewe­gungs­da­ten und ähn­li­che bereits übli­che Prak­ti­ken ein Kin­der­gar­ten gegen­über zukünf­ti­gen Mög­lich­kei­ten. Die Epi­de­mie könn­te zu einem Sprung in der Geschich­te der Über­wa­chung füh­ren, die nun buch­stäb­lich “unter die Haut” geht.

Bis­lang war es so: Wenn Ihr Fin­ger den Bild­schirm Ihres Smart­pho­nes berühr­te und auf einen Link klick­te, dann woll­te die Regie­rung wis­sen, was genau Ihr Fin­ger da anklickt. Aber mit dem Coro­na­vi­rus ver­schiebt sich das Inter­es­se. Jetzt will die Regie­rung wis­sen, wel­che Tem­pe­ra­tur Ihr Fin­ger hat und wie hoch Ihr Blut­druck ist.

Man kön­ne sich etwa eine hypo­the­ti­sche Regie­rung vor­stel­len, die ver­langt, daß jeder Bür­ger ein bio­me­tri­sches Arm­band trägt, das 24 Stun­den am Tag die Kör­per­tem­pe­ra­tur und die Herz­ra­te mißt:

Die dar­aus resul­tie­ren­den Daten wer­den gehor­tet und von Algo­rith­men der Regie­rung ana­ly­siert. Die Algo­rith­men wer­den wis­sen, ob Sie krank sind, bevor Sie es sel­ber bemer­ken, und sie wer­den auch wis­sen, wo Sie gewe­sen sind und wen Sie getrof­fen haben. Die Infek­ti­ons­ket­te könn­te dras­tisch ver­kürzt und sogar voll­stän­dig abge­schnit­ten wer­den. Ein sol­ches Sys­tem könn­te eine Epi­de­mie bin­nen weni­ger Tage stop­pen. Klingt wun­der­bar, nicht? (.…)

Der Nach­teil wäre natür­lich, daß dies ein erschre­cken­des neu­es Über­wa­chungs­sys­tem legi­ti­mie­ren könn­te. Wenn Sie zum Bei­spiel wis­sen, daß ich lie­ber Links von Fox News als von CNN ankli­cke, dann könn­ten Sie eini­ges über mei­ne poli­ti­schen Ansich­ten, wenn nicht gar über mei­ne Per­sön­lich­keit in Erfah­rung brin­gen. Aber wenn Sie auch noch auf den Schirm bekom­men, was mit mei­ner Kör­per­tem­pe­ra­tur, mei­nem Blut­druck und mei­ner Herz­fre­quenz pas­siert, wäh­rend ich den Video­clip anse­hen, dann kön­nen Sie in Erfah­rung brin­gen, wor­über ich lache, wor­über ich wei­ne, und was mich wirk­lich, wirk­lich wütend macht.

Damit steht natür­lich der Weg zu Mani­pu­la­tio­nen aller Art offen. Sze­na­ri­en die­ser Art sind im Bereich des Mög­li­chen, und auch Edward Snow­den, der es wis­sen muß, warnt vor einem “Über­wa­chungs­staat” auf der Basis von anti­pan­de­mi­schen Tracking-Maßnahmen.

Aller­dings biegt Hara­ri in den nächs­ten Absät­zen beschö­ni­gend ab, und plä­diert dafür, anstel­le eines Über­wa­chungs­sys­tems das stark lädier­te Ver­trau­en der Men­schen “in Wis­sen­schaft, öffent­li­che Auto­ri­tä­ten und die Medi­en” wie­der neu auf­zu­bau­en. Er ruft die Bür­ger dazu auf, “wis­sen­schaft­li­chen Daten und Gesund­heits­ex­per­ten” mehr zu ver­trau­en als  “unbe­grün­de­ten Ver­schwö­rungs­theo­rien und eigen­nüt­zi­gen Poli­ti­kern. Wenn es uns nicht gelingt, die rich­ti­ge Wahl zu tref­fen, dann wer­den wir unse­re wert­volls­ten Frei­hei­ten abge­ben, weil wir den­ken, daß dies der ein­zi­ge Weg ist, unse­re Gesund­heit zu schützen.”

Das ist ange­sichts der War­nun­gen, die er aus­ge­spro­chen hat, und der Unei­nig­keit der Wis­sen­schaft­ler und Regie­run­gen ein aus­ge­spro­chen unbe­frie­di­gen­der und wenig über­zeu­gen­der Appell.

Hara­ri for­dert schließ­lich wenig über­ra­schend “glo­ba­le Koope­ra­ti­on”, “glo­ba­le Soli­da­ri­tät” anstel­le von “glo­ba­ler Unei­nig­keit”. Dage­gen wäre nichts ein­zu­wen­den, wenn es um dem Aus­tausch von Infor­ma­tio­nen und gegen­sei­ti­ge Hil­fe­stel­lun­gen geht. In der Tat sitzt hier ein gro­ßer Teil der “Mensch­heit” in einem Boot, eben­so wie sich gera­de die Bür­ger ein­zel­ner Natio­nen wie­der als Schick­sals­ge­mein­schaf­ten erle­ben oder die­ses Erleb­nis (sie­he Kro­nen-Zei­tung) zumin­dest medi­al ver­mit­telt bekom­men. Gera­de Hara­ri hat betont, daß zwi­schen “posi­ti­vem” Natio­na­lis­mus und “glo­ba­ler Koope­ra­ti­on” nicht not­wen­di­ger­wei­se ein Wider­spruch bestehen muß, viel­mehr das eine das ande­re beför­dern und stüt­zen kann.

So wären nach Hara­ris Modell meh­re­re Kom­bi­na­tio­nen denkbar:

  • 1.) Tota­li­tä­re Über­wa­chung und “natio­na­lis­ti­sche Iso­la­ti­on” (wie man­che es in Isra­el, Ungarn und nun auch ansatz­wei­se Öster­reich befürchten).
  • 2.) Stär­kung von natio­na­len Bür­ger­rech­ten und “natio­na­lis­ti­sche Isolation”
  • 3.) Tota­li­tä­re Über­wa­chung und “glo­ba­le Koope­ra­ti­on” (wobei “Koope­ra­ti­on” hier nur ein Euphe­mis­mus wäre)
  • 4.) Stär­kung von natio­na­len Bür­ger­rech­ten und “glo­ba­le Kooperation”.
  • 5.) Stär­kung von glo­ba­len Bür­ger­rech­ten und “glo­ba­le Kooperation”.

Geht man davon aus, daß kom­plet­te “natio­na­lis­ti­sche Iso­la­ti­on” heu­te unmög­lich ist, dann wäre

  • 1.) mit gewis­sen Ein­schrän­kun­gen zumin­dest denk­bar, wobei der “Natio­na­lis­mus” in Kur­zens Öster­reich eher ein Pla­ce­bo wäre, und die Über­wa­chung wie gehabt eher benützt wür­de, um die natio­nal-patrio­ti­sche Oppo­si­ti­on zu unterdrücken.
  • 2.) eine Art Gal­lier­dorf, das in einer glo­bal ver­netz­ten Welt kaum rea­lis­tisch wäre.
  • 4.) ein Ide­al­zu­stand, der poli­tisch ange­strebt wer­den soll­te und im Bereich des Mög­li­chen und Denk­ba­ren liegt (mei­ne Option),
  • 5.) eine glo­ba­lis­ti­sche Uto­pie, die einen Welt­staat und ein Welt­bür­ger­tum vor­aus­setzt, und
  • 3.) ein glo­ba­lis­ti­scher Alp­traum, der lei­der durch­aus im Bereich des des Mög­li­chen und Denk­ba­ren liegt.

Jen­seits der (eher halb­her­zi­gen) Pro­tes­te gegen den Ent­zug von Bür­ger­rech­ten und der Furcht vor einer glo­ba­len Über­wa­chungs­tech­no­kra­tie, die noch in den Main­stream pas­sen, beginnt der Dschun­gel der “Ver­schwö­rungs­theo­rien” mit “Fake News”-Infektionsgefahr, und sei­nen übli­chen Ver­däch­ti­gen wie KenFM, Oli­ver Janich, Ger­hard Wis­new­ski, Eva Her­man und anderer.

Ich bin kein Anhän­ger irgend­ei­ner die­ser Theo­rien, aber im Gegen­satz zu Yuval Hara­ri emp­feh­le ich hart­nä­cki­ge Skep­sis gegen­über “Wis­sen­schaft, öffent­li­chen Auto­ri­tä­ten und Medi­en” sowie das Prü­fen sämt­li­cher Sicht­wei­sen auf den selt­sa­men, alp­traum­haf­ten Film, in dem wir uns seit etwa zwei Mona­ten befinden.

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

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Kommentare (39)

Gelddrucker

31. März 2020 21:02

Ach, die Corona-Sache.

Ich glaube nach wie vor, dass danach alles mehr oder weniger wie gewohnt weitergeht. Mit Ausnahme der wirtschaftlichen Auswirkungen.

Ich hab nicht die geringste Angst vor irgendwelchen Überwachungsmaßnahmen in der Hinsicht.

Stefanie

31. März 2020 21:25

Ob der Herr Gelddrucker so entspannt ist, weil er weiß, daß er bei der nächsten Währungsreform nichts zu tun hat? (Weil man auf die Ausgabe physischen Geldes wohl gleich verzichten würde. - Und natürlich würde mit solch einer Maßnahme auch keiner die Einführung von Überwachungsmaßnahmen verbinden.)

Nordlicht

31. März 2020 21:26

"... wenn der Notfall vorüber ist."

Ja, es hängt davon ab, wie es dann weitergeht mit den erweiterten Notstands-Instrumenten.

Hoffen wir, dass sich nicht die Rotgrünen dieses Instrumentariums bemächtigen und - andockend an den mancherorts bereits ausgerufenen "Klimanotstand" - einfach weitermachen mit den Bewegungseinschränkungen und wirtschaftlichen Verboten.

Die ersten Artikel jubeln ja bereits über die "Bessere Luft durch Corona"; die durch den Lockdown erreichten Reduzierungen von NO2, PM10 etc müssten nun die Maßstäbe sein. (Und wird nicht auch in diesem Forum der Corona-Schadeffekt in Italien mit Luftverschmutzung erklärt?)

Man kann nur hoffen, dass die Reaktion des Volkes bei der nächsten Bundestagswahl eine Abscheu gegen den Nanny-Staat ist; allerdings könnte auch der Wunsch gegen noch mehr, gegen die perfekten Fürsorgestaat überwiegen.

Mein Gefühl sagt, dass je länger die Einschränkungen andauern, desto mehr sich Ärger gegen die Bevormundungen breitmacht. Den gilt es politisch zu nutzen. Mehr Eigenverantwortung der Bürger, weniger Steuerlast damit man Rücklagen bilden kann, Erhöhung der Eigenheimquote, das schwebt mir als Folgerung vor. Und natürlich: Stärkung der nationalen Vorsorge und Sicherheit.

Dass gegenwärtig die nationale Ebene ein grosses Comeback erlebt und die Überflüssigkeit dieser EU offenbar wurde, könnte helfen.

ullrich

31. März 2020 21:30

Ich denke, es gibt auf beiden Seiten extreme Ideen. Die einen behaupten der Corona Virus ist wie eine Grippe und die Anderen glauben er hat das Potential von z.B. Ebola. Was die Situation besonders macht ist, dass man Vertreter beider Lager in allen politischen Gesinnungen findet. Beides ist nicht richtig. Ich habe mit zwei Bekannten die Ärzte in NY sind diskutiert und nach dem was diese mir erzählt haben ist der Virus durchaus gefährlicher wie eine bekannte Grippe. Allerdings glaube ich auch das die Furcht vor dem Virus auch ein Faktor ist, der Schäden anrichtet. Italien z.B. wird durch die harten Maßnahmen wirtschaftlich grösste Probleme bekommen. Viel größere als Deutschland. Die italienischen Banken werden das nicht überleben, weil sie schon vorher schwach waren. Das wird wiederum andere Banken schwächen. Ich glaube wir sind in einer sehr schwierigen Zeit und die EZB und die Staaten haben nicht das Geld dies aufzufangen ohne eine Hyperinflation zu riskieren. Sie haben die Merkeljahre weit über ihre Verhältnisse gelebt. Deutschland wird massiv leiden. Jetzt hat die Bevölkerung sich zu entscheiden. Entweder mehr Freiheit und geringere Belastungen durch Steuern Abgaben und Regulierungen oder Venezuela. Das hört sich hart an, entspricht aber der Realität. Man steht am Scheideweg. Es kann ganz übel enden.

Gracchus

31. März 2020 21:54

Ich denke, die Zukunft ist nicht determiniert, und also auch nicht mit Blick auf die Folgen der Corona-Sache nicht, sondern offen, und es gibt durchaus Raum für Utopisches. Heute habe ich ein Interview mit der Philosophin Liz Hirn (die heisst wirklich so) gelesen zu dem Phänomen, dass nicht wenige das entschleunigte Leben zu genießen beginnen. Das wundert mich nicht. Die Krise könnte zum Anlass genommen werden, über unsere Lebensgewohnheiten nachzudenken. Das hielte ich für sinnvoll. Liz Hirn ist allerdings eher pessimistisch.
Und ich glaube auch, dass diese Position Schwierigkeiten haben wird, sich durchzusetzen.

Das Szenario Hararis halte ich ebenfalls für nicht unrealistisch. Dafür spricht - wie ich schon in einem anderen Strang schrieb -, dass die wirtschaftlichen Folgen des shutdowns zur Einsicht führen, sich einen zweiten nicht leisten zu können. Kommt das nächste Virus oder sorgt Covid19 für die nächste Welle, wird man die Risikogruppen isolieren wollen, und dazu braucht man die Daten, um schnell handeln zu können. Dies wird aber sukzessive oder schleichend erfolgen.

Die Krise wirft ohnehin die Frage auf, wie man in einer überalterten Gesellschaft die medizinische Versorgung gewährleisten kann; umso mehr, wenn jetzt eine Rezession droht. Auch hier müsste man darüber nachdenken, welche Behandlungen Sinn machen, wenn Ziel nicht ist, den Patienten irgendwie am Leben zu halten, sondern noch ein irgendwie gutes Leben zu ermöglichen. Kann man das allgemeinverbindlich festlegen? Schwierig. Die Naturwissenschaft hat keinen Begriff vom "guten Leben".

Deshalb kommen wir eigentlich nicht drum rum, über das "gute Leben" zu philosophieren.

Andreas Walter

1. April 2020 00:19

@ML

1 Monat, nicht zwei, auch wenn es einem jetzt schon wie eine Ewigkeit vorkommt.

Die Massnahmen sind in Deutschland auch erst seit 2 Wochen in Kraft, in Italien punktuell schon etwas länger, und zeigen fast überall bereits Wirkung. Egal ob in Mexiko, Brasilien, Italien, Deutschland oder Spanien. Einzig die VSA, von den grösseren Ländern, wird jetzt erst getroffen, könnte ein Sonderfall werden. Wie dramatisch die Lage aber tatsächlich war wird man erst später sagen können, wenn alle dazu nötigen Daten und Zahlen auf dem Tisch liegen.

Der virtuelle Teil der Krise lässt dagegen allerdings ungutes vermuten, denn sowohl Söder wie auch Merkel wollen den Notstand über jede reale medizinische Gefahr hinaus unnötig lang verzögern. Dafür muss es Gründe geben, die dem Volk jedoch vorenthalten werden.

Wobei manches auch ganz offen ausgesprochen wird, was bereits die Stossrichtung verrät:

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/cdu-wirtschaftsrat-findet-freiwillige-corona-app-unzureichend-16705496.html?service=printPreview

Überwachungsstaat, Polizeistaat, ein weiterer Staat einer Elite:

https://youtu.be/Tu9YsYrjLmU

Linke und rechte Eliten, denn Geld stinkt nicht. Der Mann und der Hund arbeiten zusammen.
Deutschland weiter zwischen STASI, CIA und ... - achte mal auf den religiösen Hintergrund vieler Protagonisten. Kein Zufall, aber ein Tabu, es zu hinterfragen, sich darüber zu wundern. In einer Scheindemokratie, politisches Kasperletheater. Bis heute. Sogar die Neue Rechte ist völlig unterwandert.

Laurenz

1. April 2020 03:53

Der Haken an der Geschichte ist die Politik. Wie soll ich meinem Ministerpräsidenten Bouffi auch nur ein Wort glauben, wenn er NSU-Akten häkseln und schwärzen läßt bis anno domini, Polizei-Beamten einen Maulkorb bezüglich Hanau verpaßt, oder zu eifrige Finanz-Beamte kollektiv in die Geschlossene einweisen läßt?
Der kann mir zukünftig erzählen, was er will, er bleibt ein elender Lügner, keines seiner Worte wird jemals wieder stimmen.
Auch übergeordnete Behörden wechseln die Meinungen, wie die Unterwäsche, mit Verlaub, siehe hier https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2020/bka-chef-bluttat-von-hanau-war-eindeutig-rechtsextremistisch/
und jetzt hier
https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2020/bundeskriminalamt-stuft-bluttat-von-hanau-nicht-als-rechtsextrem-ein/
Ersteres durfte wir überall lesen, letzteres nur in der JF.
Und was das medizinische Schlachtfeld angeht, so sehen wir quasi über Jahrzehnte auch immer dieselben Versager, explizit 2009 die Merkel'sche Schweine-Grippen-Aktion. Unsere im sozialen Prekariat lebenden Freunde von der Pharma-Lobby einfach mal so ne halbe Milliarde Steuergelder zum knappen Überleben gesponsort. Diesen Wissenschafts-Hanswursten soll man irgendetwas glauben? Es sind in erster Linie Geschäftsleute.

Der Relotius & Co. tun jetzt so, als hätten die Ungarn ein ganz anderes Ermächtigungs-Gesetz verabschiedet als wir. Mitnichten.
1929-33 hungerten 30 Mio. Deutsche. Nee, das war nicht wirklich eine Katastrophe. An der Zahl gemessen ist quasi Deutschlandweit halb Würzburg ist mit einem Virus infiziert. Das ist eine Katastrophe. Und wie in der holden Klima-Debatte, werden hier Simulationen mit 40 Unbekannten und mehr gefahren. Lächerlich. die antiken Religionen schoben alles ins Jenseits und heute schiebt jeder alles in die Zukunft, alles irgendwelche Möchtegern- und Hilfs-Nostradami.... genannt Analysten.

Der wichtigste Augenblick in unser aller Leben liegt aber nicht in der Zukunft, sondern im hier und jetzt.

Ratwolf

1. April 2020 05:10

"... hartnäckige Skepsis gegenüber "Wissenschaft, öffentlichen Autoritäten und Medien" sowie das Prüfen sämtlicher Sichtweisen auf den seltsamen, alptraumhaften Film, in dem wir uns seit etwa zwei Monaten befinden."

Sehe ich auch so
Gelegenheit macht Diebe

Im Windschatten der so genannten Corona-Krise wurde zum Beispiel gerade in Brüssel beschlossen, Albanien in die EU aufzunehmen.

Andreas Walter

1. April 2020 06:56

Drosten droht mit Rückzug (wirft das Handtuch?), angeblich, weil die Presse Karikaturen auch von ihm zeichnet (was ist denn mit dem los? Zu grosses Ego? Zu wenig Selbstbewusstsein?):

https://www.welt.de/vermischtes/article206908825/Virologe-Drosten-Sehe-mich-als-Comicfigur-und-mir-wird-schlecht.html

Wer zwischen den Zeilen liesst merkt bereits, dass was im Busch ist:

https://www.focus.de/gesundheit/heinsberg-drosten-nachfolger-hendrick-streeck-startet-grosse-virus-studie_id_11833285.html

Das ist der neue Mann (aus den VSA) der Stunde. Sein Mann ist Diplomat in Brüssel:

https://www.uni-bonn.de/neues/258-2019

“2012 trat er dem Militärischen HIV-Forschungsprogramm der USA zu HIV-Impfstoffen bei. Zeitgleich wurde er an die Bloomberg School of Public Health der Johns Hopkins University berufen.“

Also bitte jetzt keine Karikaturen mehr. Auch nicht und schon gar nicht über Schwule und wohlhabende Bürger der VSA:

https://www.journalistenwatch.com/2020/03/23/covid19-warum-johns/

Kein Wunder darum auch, dass man aus bestimmten Kreisen derzeit überhaupt keine Kritik hört, trotz Ermächtigungsgesetze und Einschränkung der Bürgerrechte, wie man sie seit 1945 in Westdeutschland nicht mehr gesehen hat.

Was mich dabei aber am meisten ärgert. Wo ist die AfD? Haben die keine Ärzte, Wissenschaftler, Forscher? Die sie ins Feld schicken können, zwecks Findung der Wahrheit? Die Wahrheit, die ganze Wahrheit und nichts anderes als die Wahrheit, so wahr mir Gott helfe.

RMH

1. April 2020 07:28

Bei allem so scheinbar aufgeregten Gegackere:

Viele scheinen es richtig gut zu finden, dass das Hamsterrad sich deutlich langsamer dreht, ja zum Teil schon steht. Man kann sich zurückziehen, man hat endlich eine allgemein akzeptierte Ausrede dafür hat, weniger bis nichts zu tun.

Deutschland meldet sich krank. Ein Hauch von "Zauberberg" liegt in der Luft, nur ohne Abends "Kulmbacher Bier" und Tischgemeinschaft.

Aber auch heute gibt es die guten und die schlechten Russentische ...

Hartwig aus LG8

1. April 2020 09:43

Meine Kameraden und ich sind gesetzestreue Bürger und die freiheitlich-demokratische Grundordnung ist uns kein Dorn im Auge. Dennoch mussten wir erfahren, dass das Demonstrationsrecht für uns kaum gilt; jeder Pegida-Ableger außerhalb Dresdens konnte diese Erfahrung machen. Meinungsfreiheit gilt nur dann, wenn man bereit ist, mehr oder weniger harte Konsequenzen zu tragen. Man trifft sich mittlerweile konspirativ, nutzt Mobilfones mit äußerstem Bedacht etc. ... also: Von welchen Bürgerechten sprechen wir, die UNS genommen werden könnten?

Gustav

1. April 2020 10:11

Das Coronavirus hat die Welt lahmgelegt, was, falls es nicht bald zu einer Kehrtwende kommen sollte, in wenigen Monaten zu ökonomischen, politischen und sozialen Verwüstungen riesigen Ausmaßes führen dürfte. Stefan Barme trägt Indizien zusammen, die nach seinem Urteil Skepsis gegenüber allzu großer Alarmbereitschaft begründen.
https://www.tumult-magazine.net/post/stefan-barme-das-corona-virus-fatum-oder-fake

Ergänzend:

Nach und nach wurden die Konturen eines Projekts sichtbar, das man heute als radikale Neuschaffung der gesamten Weltwirtschaft bezeichnen kann. Und spätestens mit dem Andocken des Davoser WEF und seiner "4. Industriellen Revolution" wurde den Zirkusgästen klar, dass sich hinter den hübschen Slogans und Hippie-Demos ein sehr großes Rad angeworfen wurde.

Um diesem Coup eine ethische Note und auch einen messianischen Touch zu geben, verzahnten sich die Netzwerke von Al Gore und George Soros mit der schwedischen NGO "We Don‘t Have Time" von Ingmar Rentzhog. Da ließen sich Richard Branson, Mark Zuckerberg und Al-waleed bin Talal vom philantropischen Club "Breakthrough Energy-Europe" nicht lange lumpen. Es musste nur gewährleistet sein, dass die CEO’s der involvierten Medienkartelle ihre Hörer, Seher und Leser mit wissenschaftlich wohldosierten Schreckensvisionen versorgen würden.
https://www.heise.de/tp/features/Der-Gruene-Deal-und-das-Goldene-Kalb-4623764.html

zeitschnur

1. April 2020 10:45

"Jenseits der (eher halbherzigen) Proteste gegen den Entzug von Bürgerrechten und der Furcht vor einer globalen Überwachungstechnokratie, die noch in den Mainstream passen, beginnt der Dschungel der "Verschwörungstheorien" mit "Fake News"-Infektionsgefahr, und seiner üblichen Verdächtigen wie KenFM, Oliver Janich, Gerhard Wisnewski, Eva Herman und anderer (siehe z.B. hier, hier oder hier).

Ich bin kein Anhänger irgendeiner dieser Theorien, aber im Gegensatz zu Yuval Harari empfehle ich hartnäckige Skepsis gegenüber "Wissenschaft, öffentlichen Autoritäten und Medien" sowie das Prüfen sämtlicher Sichtweisen auf den seltsamen, alptraumhaften Film, in dem wir uns seit etwa zwei Monaten befinden."
____________

Ja, das ist der richtige Schluss!
Das Misstrauen gegen all diese Machthaber sollte man ihnen auf eine abständige und sehr deutliche, aber erhabene und höfliche Weise zeigen. Das Herrschaftswahn-Virus wütet in den Führungspositionen und den vielen Kriechern, Mitläufern und sadomasochistischen Angstuntertanen.
"Abstand halten!" wäre das Motto gegenüber jeglicher Herrschaft. Und zwar bleibend.

Übrigens: das, was uns die Regierung samt ihren medizinischen und medialen Hofschranzen über die virale Gefahr erzählt, ist eine Verschwörungstheorie: schlecht recherchiert, das meiste erfunden mithilfe von „Virologen im karrieregeilen Tunnelblick“, Milchmädchenrechnungen, schlechtem Plot und garniert mit ein paar Promipositiven und überzeugt, davon, dass "Fakten" immer dann entstehen, wenn man etwas ohne Diskurs und Prüfung einfach mal so behauptet.

Dass der Drosten jetzt die beleidigte Leberwurst gibt dürfte, darauf hinweisen, dass er sich allmählich aus seiner Narkose erhebt und realisiert, dass er diese zweite wissenschaftliche Wahn-Niederlage zugunsten Big Pharma — innerhalb derer er eine 180-Grad-Wende vornahm, die er uns erst mal erklären muss, denn seinetwegen hat man die Grundrechte von über 80 Mio Menschen in diesem Land schwer verletzt! — wissenschaftlich nicht überleben dürfte: es wird eine juristische Abrechnung mit ihm und seinem unsäglichen Unsinn geben, den er seit Wochen verzapft. Zumindest hoffe ich das. Es wird ja jetzt schon von vernünftigen Ärzten gefordert, dass nach diesem Zirkus überprüft werden muss, ob all diese Ärzte, die das mitgemacht haben, nicht die Approbation entzogen werden muss. Denn sie alle wissen, dass das, was da läuft, nach den medizinischen Standards vollkommen daneben ist. Und wenn sie es nicht wissen, gehören sie eh nicht in diesen Beruf, und man sollte die Menschheit vor ihnen schützen.
Auch die Exekutivorgane haben sich als äußerst verfassungsfeindlich positioniert. YT hat die Reportage über die angemeldete Grundgesetz-Aktion auf dem Rosa Luxemburg Platz immer wieder gelöscht. Sie kann aber auf WeTransfer als Filmdatei abgeholt werden. Man findet es über „Rubikon“. Dass Polizei verhindert, dass das Grundgesetz verschenkt wird, spricht wirklich Bände über Bände.

Dagegen sind Ihre "üblichen Verdächtigen" auf wissenschaftlichem und journalistischem Höchstniveau.
Die AfD aber — weil das immer wieder zur Sprache kommt — wird das Desaster, das wir erleben, nicht überleben. Sie hat gezeigt, wes Geistes Kind sie ist und dass sie nichts weiter als eine Systempartei ist. Was wohl der Herr Gedeon zu der Coronakrise denkt? Er ist Arzt: http://www.wolfgang-gedeon.de/2020/03/die-corona-politik-ist-der-eleganteste-weg-in-die-diktatur/

Corax

1. April 2020 10:53

Orwell
1984
Krieg ist Frieden
2020
soziale Distanz ist Solidarität

tearjerker

1. April 2020 11:54

Mit den unfassenden Schliessungen von Unternehmen hat man diese und ihre Mitarbeiter im Prinzip für entbehrlich erklärt. Kritik an den Massnahmen muss genau diese Abwertung von Millionen ins Visier nehmen, denn in ihr liegt jede Menge Sprengstoff. In den resultierenden Verteilungskämpfen ist richtig Musik.

Lotta Vorbeck

1. April 2020 11:58

Zeitmarke 00:00:20:

Doherr, Frankfurter Rundschau: "Herr Vorsitzender, bedeutet die Bildung einer freien Stadt Ihrer Meinung nach, daß die Staatsgrenze am Brandenburger Tor errichtet wird und sind Sie entschlossen, dieser Tatsache mit allen Konsequenzen Rechnung zu tragen?"

Bei Zeitmarke 00:01:10 erfährt der Zuschauer: "Ulbrichts Worte wurden zur Lüge des Jahrzehnts."

Video: https://www.berlin-mauer.de/videos/walter-ulbricht-zum-mauerbau-530/

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Quelle: rbb

Der_Juergen

1. April 2020 13:18

@Zeitschnur

Danke für den Hinweis auf die Wortmeldung des mittlerweile aus der AFD ausgeschlossenen Dr. Gedeon zu Corona. Welch ein moralischer Unterschied zu Meuthen und seiner Meuthe! Wie Sie richtig schreiben, wird die AFD die Krise kaum überleben; die Cucks sind sowieso zu nichts nutze, und die Ost-AFD sowie ihre Sympathisanten im Westen werden sich unter einem neuen Namen konstituieren. Wobei ihre Aufgabe nur noch darin bestehen wird, unermüdlich die Lügen des Systems aufzudecken - so lange sie das tun können wird. Eine ernsthafte Oppositionspartei wird künftig mit ihrer raschen Auflösung rechnen müssen.

Fredy

1. April 2020 13:21

Jahrzehntelang hat der Rechte auf den Tag X gewartet, und jetzt, wo dieser in greifbare Reichweite rückt, sind die Maßnahmen des Staates, die diese Reichweite weiter verringern - aber natürlich dem Willen geschuldet sind, auch nach dem Tag X weiter herrschen und gestalten zu können -, auch nicht recht.

Was erwartet man? Ein Tag X als vom System für Rechts aufgelegter Elfmeter?

Mögen sich Fachleute und Laien täglich darüber neu streiten wie gefährlich Covid-19 tatsächlich ist und welche Maßnahmen dagegen gerechtfertigt sind und welche nicht. Sichere Tatsache ist, dass jeder der sich informieren wollte auch wissen konnte, dass das Finanzsystem wahrscheinlich im Herbst 2020 anfängt sich zu zerlegen. Die derzeit getroffenen Maßnahmen - ob Virus-berechtigt oder nicht - sind ein Sprengsatz. Und so blöd, das nicht zu wissen, können selbst unsere Politiker nicht sein, also steckt Absicht dahinter: Dieser Sprengsatz soll ein stark einsturzgefährdetes Hochhaus gezielt so sprengen, dass die kleinen Hütten drumrum und deren Insassen nicht beschädigt werden und nach Sprengung ein neues Hochhaus an derselben Stelle, von denselben Bauherren erstellt werden kann; Baudurchführung durch die Arbeiter in den kleinen Hütten, die schultern die Sache. Ob mit einem zeitgesteuerten Fake-Virus oder als zur rechten Zeit willkommenem Real-Virus ist doch völlig unerheblich. Und deshalb ist es auch völlig unsinnig über die Berechtigung der Maßnahmen zu diskutieren. Das ist gewollt, das muß so sein. Jeder Einzelne muß sich vorbereiten (wenn nicht schon geschehen); die Meisten haben derzeit auch die Zeit dazu. Aber von der Oppossitionspartei kommt derzeit leider nichts. Will man wirklich zulassen, dass dieselben Bauherren dann weitermachen? Wie sähe ein Plan aus dies zu verhindern? Will man überhaupt planen? Oder lässt man einfach den derzeit laufenden Plan der Herrschenden geschehen?

Lotta Vorbeck

1. April 2020 13:35

@zeitschnur - 1. April 2020 - 10:45 AM

Auch die Exekutivorgane haben sich als äußerst verfassungsfeindlich positioniert. YT hat die Reportage über die angemeldete Grundgesetz-Aktion auf dem Rosa Luxemburg Platz immer wieder gelöscht. Sie kann aber auf WeTransfer als Filmdatei abgeholt werden. Man findet es über „Rubikon“. Dass Polizei verhindert, dass das Grundgesetz verschenkt wird, spricht wirklich Bände über Bände.

Dagegen sind Ihre "üblichen Verdächtigen" auf wissenschaftlichem und journalistischem Höchstniveau.
Die AfD aber — weil das immer wieder zur Sprache kommt — wird das Desaster, das wir erleben, nicht überleben. Sie hat gezeigt, wes Geistes Kind sie ist und dass sie nichts weiter als eine Systempartei ist. Was wohl der Herr Gedeon zu der Coronakrise denkt? Er ist Arzt: http://www.wolfgang-gedeon.de/2020/03/die-corona-politik-ist-der-eleganteste-weg-in-die-diktatur/

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Wie in jeder anderen Partei gibt's selbstverständlich auch in der AfD über jeden Zweifel erhabene, integere Leute. Nur die Richtung bestimmen diese Leute eben nicht.

+ Die AfD pflegt gern für sich zu reklamieren, sie sei "die Doktorenpartei".

Frage: Wo bricht sich in den Verlautbarungen der AfD aktuell der Sachverstand all dieser Doktoren Bahn?

+ Die AfD sei eine bürgerliche Partei, behauptet sie.

Frage: Wohin zog es das sogenannte Bürgertum zu allen Zeiten, egal ob sie nun von Weizsäcker, Gysi oder de Maiziere heißen?

Antwort: Sie wärmen sich immer am Ofen der Macht, egal ob dieser in der Farbe des jeweiligen Zeitgeistes je nach dem mal in rostbraun oder in zinnoberrot daherkommt.

Insofern ist die AfD wahrlich eine durch und durch bürgerliche Partei.

Die Scharfmacherei, mit der sich die Meuthen-Chrupalla-Junge-Padzerski-von Storch-AfD augenblicklich hervortun zu müssen meint, straft all jene Lügen, die in dieser Partei einen Hüter der Freiheit zu sehen geneigt waren. Das was der AfD aus sämtlichen Poren dampft, ist der abgestandene, äußerst übel riechende Odem der Filbinger-Dregger-Amigo-CDU/CSU.

Nichts liegt der Meuthen-Chrupalla-AfD ferner als "Mut zur Wahrheit" & "Holt Euch Euer Land zurück".

Die Freude der AfD-Mandatsinhaber über die zum 1. Juli wirksam werdende Erhöhung ihres Salärs sei ihnen gegönnt.

Unser Land werden uns diese Leute allerdings gewiß nicht zurückholen.

Wenn wir's uns nicht selber zurückholen, wird es niemand für uns zurückholen.

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Nachsatz an Zeitschnur:

Augenblicklich scheidet sich vor unser aller Augen die Spreu vom Weizen. Dies geschieht unübersehbar auch am rechten Ufer des Großen Flusses.
Sie, sehr geehrte Zeitschnur gehören zu uns!

Gracchus

1. April 2020 13:52

@RMH
Meine Rede von Anfang an. Wenn es so etwas wie ein kollektives Unbewusstes gibt, so hat dieses den shutdown geradezu herbeigesehnt. Aus unterschiedlichen Gründen. Auf dieser Spur denkt aber niemand.

Laurenz

1. April 2020 13:52

Ich muss meinen Beitrag revidieren, https://deutsch.rt.com/inland/100247-hanau-massaker-bka-prasident-dementiert/

Einerseits hat nicht nur die JF berichtet, sondern auchmehrere Propaganda-Medien, wie im RT Artikel berichtet wird, andererseits wurde das Dementi wieder dementiert, wobei wir davon ausgehen können, daß sich diese Medien nichts aus den Fingern sogen, was nur meine Unterwäsche-wechsel-Theorie bestätigt, der Merkel'sche-Führer-Staat, im Prinzip schon stalinistisch.

@zeitschnur .... Sie haben Ihren Beitrag schön und schlüssig beschrieben. Ich widerspreche Ihnen in 2 Punkten. Zitat-Das Misstrauen gegen all diese Machthaber sollte man ihnen auf eine abständige und sehr deutliche, aber erhabene und höfliche Weise zeigen.-Zitatende

Warum sollten wir höflich sein und die Form wahren? Um zu zeigen, daß wir etwas besseres sind? Ich bin der Überzeugung, daß diese linken Ratten alle Verachtung über ihre charakterlichen Eigenschaften auch zu spüren bekommen sollten.
Zitat-Die AfD aber — weil das immer wieder zur Sprache kommt — wird das Desaster, das wir erleben, nicht überleben. Sie hat gezeigt, wes Geistes Kind sie ist und dass sie nichts weiter als eine Systempartei ist.-Zitatende

Ich bin über die Handlungsweise des Bundesvorstandes auch nicht glücklich. Aber vielen AfD-Anhängern wird es ebenso ergehen, und für die AfD gilt dieselbe Konsequenz, die Sie für alle in diesem Gewerbe beschrieben
haben. In Ihrer Logik, zeitschnur, müßte nicht nur die AfD -, sondern alle System-Parteien weggefegt werden, unwahrscheinlich.
Die Mitbewerber um die jeweiligen Parteiführungen werden ein Versagen der jetzigen Macher nutzen, um letztere zu entsorgen, auszuschwitzen, wegzuputschen. So auch in der AfD.
Und das wäre gut so.

@alle .... am 23.04.20 beginnt der Ramadan, das wird in Berlin lustig werden.

Lotta Vorbeck

1. April 2020 13:57

Die Gedanken sind frei

https://youtu.be/3h6ZZ28QtX4

Lotta Vorbeck

1. April 2020 14:06

Der britische Brexit-Politiker Nigel Paul Farage:
"Sagt Nein zum Hausarrest!"

(klares, leicht verständliches Englisch)

Farage war Gründungsmitglied der UK Independence Party und von 2006 bis 2009 sowie von 2010 bis 2016 deren Vorsitzender. 2019 war er Mitgründer der Brexit-Partei und übernahm deren Vorsitz.

Video:

Say no to house arrest.

https://youtu.be/hVmb51qNthg

Nigel Farage

327.231 Aufrufe

Am 30.03.2020 veröffentlicht

Nigel’s latest Coronavirus update.
Say no to house arrest.
Nigel’s latest Coronavirus update.

Lotta Vorbeck

1. April 2020 14:12

Burghausen - Nachrichten - Zeitung - Burghauser Anzeiger

https://www.pnp.de/lokales/landkreis-altoetting/burghausen/Militaer-assistiert-mit-Sturmgewehr-und-Fieberthermometer-3650006.html

Ungewohnt war die Grenzüberquerung zwischen Burghausen (Landkreis Altötting) und Wanghausen angesichts der beidseitigen Kontrollen auch zuletzt schon, seit wenigen Tagen aber sorgt ein martialischer Anblick am Kreisverkehr zusätzlich für große Augen. Zu den österreichischen Polizisten gesellen sich neuerdings Soldaten des Bundesheeres. In voller Montur unterstützen sie die blaugewandeten Kollegen – mit Fieberthermometern und Sturmgewehren.

Gracchus

1. April 2020 15:02

Hätte man sich hier nicht negativ auf Drosten eingeschossen, könnte man interessante Dinge aus seinen Aussagen ziehen. Drosten wird der Preis für seine Eitelkeit anscheinend zu hoch, nämlich dass er verantwortlich gemacht wird. In einem anderen Interview, das ich gelesen habe, nennt er eine E-Mail, in der er für den Suizid des hessischen Ministers verantwortlich gemacht wird. Was Drosten wohl realisiert, dass die Politik ihn benutzt, um Verantwortung abzuwälzen. Dann beklagt Drosten, wie der wissenschaftliche Diskurs medial abgebildet wird, nämlich verzerrt polarisierend, ohne Sinn dafür, dass sich dieser im Fluss befindet.

Damit sind wir bei der von Lichtmesz angesprochen Trias (Trinität) von Wissenschaft, öffentlichen Autoritäten und Medien, gegenüber denen Skepsis angebracht ist. Warum?

Wissenschaft kann Politik nur beratend begleiten. Die Entscheidung trifft die Politik und ist auch dafür verantwortlich. Diese Verantwortung kann sie nicht an die Wissenschaft delegieren, indem sie so tut, als wäre diese durch die Wissenschaft determiniert, sprich alternativlos. Die Herstellung von Alternativlosigkeit politisiert Wissenschaft. Das bekommt der Wissenschaft nicht, die von Kontroversen, vom Zweifel lebt. Konsens ist wissenschaftlich nicht notwendig, im Gegenteil, das ist eigentlich der Tod. Wenn sich die Politik auf eine wissenschaftliche Ansicht beruft, dann beruht dies auf einer Entscheidung; dies soll verschleiert werden. Dies umso mehr, als es hier noch relativ wenige gesicherte Erkenntnisse gibt. Dies hat gerade auch auf Spon ein Statistiker bestätigt, dass nämlich aufgrund der vorhandene Datenlage keine verlässliche Aussage bzw. Prognose gemacht werden kann.

Überdies hat die Politik rechtliche Vorgaben zu beachten. Die Kritik in den Mainstreammedien liest sich - wie Lichtmesz sagt - meistens zahm. Immerhin hat aber der sehr regierungsfreundliche Christoph Möllers auf dem Verfassungsblog dezidiert dargelegt, dass die derzeitigen Grundrechtseinschränkungen keine Rechtsgrundlage haben und dass die Neukonstruktion mit dem Gesundheitsministerium ein Bruch mit der föderalen Ordnung darstellt. Murswiek hält auf tichy die Maßnahmen ebenfalls für verfassungswidrig, da unverhältnismäßig.

Kleine ironisch Abschweifung: Luhmann bezeichnet das Rechtssystem in seinem bedeutsamen Werk "Das Recht der Gesellschaft" als Immunsystem der Gesellschaft, und zwar ausdrücklich nicht als Metapher; die biologische Verwendung ist für ihn vielmehr metaphorisch. Dieses Immunsystem wird - nicht nur seit Corona - ramponiert.

Was die Medien angeht, scheinen diese zu notwendigen sachlichen Diskussionen kaum mehr in der Lage. Das liegt daran, dass die mediale Darstellung oft einer Dramaturgie folgen, die auf Polarisierung und Personalisierung setzt. Argumente werden auch auf diese Dramaturgie hin verkürzt. Die Personalisierung lädt zu emotionaler Identifizierung ein. Man folgt als Zuschauer keiner Diskussion, sondern einem Drama.
Ironisch könnte man sagen, dass sich medial sehr schnell eine Herdenimmunität ausbildet, die deviante Meinung ausstößt: Diese sind dann nicht einfach deviant, sondern der Dramaturgie zufolge böse. (Gleichzeitig päppelt man diese Meinungen, sonst liessen sich ja keine Konflikte mehr darstellen); und es scheint so zu sein, dass Politiker kaum über eine Immunität verfügen, sich dem medialen emotionalen Druck zu entziehen.

Homeland

1. April 2020 15:41

Die Prognose (auch VT genannt) von 13. März 2020 ist zum Entsetzen der Realisten umgesetzt. Gehen wir also wieder einen Schritt weiter, hier die sechs Richtigen für die finale Lotterie mit gesetztem Ausgang:

1. Die Weimarer Republik war auch eine Demokratie.
2. Aus Cherubim und Corin werden Ceozwo und Corona.
3. Die Agenda ist die gleiche und heisst Faschismus.
4. Die Dimension ist eine andere, nämlich die weltmaximale.
5. Das Wohlfühlbad verspricht Sicherheit und Schutz.
6. Das Markenprodukt heisst Solidarität und wird gerade aufgewärmt.

Zusatzzahl: Die ganze Internationalität des Unfangens wird gerade hinter dem nationalen Aktionismus versteckt. Und zwar überall. Neusprech.

Daneben: Lesezirkel erzeugen Wärme und dann und wann fühlige Sicherheit aus schon früher Gesagtem. Die Frage, wie Kommunikation in Zukunft gewährleistet werden soll, ist dennoch nicht beantwortet. Die Demokraten sind meilenweit voraus. Sie sind so stark, dass sie sogar Wahlen abhalten können. Die neue App sagt uns nicht, wo der nächste Patriot herumläuft, sondern sortiert die Verweigerer als Leugner in eine Datenbank. Hat sich rechte Vorfeld denn schon entschieden, ob es das möchte?

Hinweis: Das Wollen oder Nicht-Wollen ist von weitreichender Bedeutung. Es hat etwas mit Freiheitsrechten zu tun.

Niekisch

1. April 2020 16:35

"2020
soziale Distanz ist Solidarität"

@ Corax 1.4. 10:53: und heutzutage bestätigt sich der alte Hinweis von Ezra Pound, dass die Historiker in ihren Texten keine Lücken mehr lassen, die durch Geschichtsrevision gefüllt werden könnten: https://diskuswerfer.wordpress.com/2020/04/01/in-memoriam-eva-hesse/

limes

1. April 2020 17:51

@ Lichtmesz:
» … eher eine globalistische Finte und eine mögliche Stärkung des herrschenden Systems«?

Für eine Finte halte ich die Seuche nicht. Gerade deshalb stellt sie nicht nur eine Stärkung, sondern auch eine Sanierung des herrschenden Systems dar durch brutale Auslese zu Ungunsten der sozial schwachen und alters- oder krankheitshalber anfälligen Deutschen. Ganze Altenheime sind inzwischen verseucht, und ich erfuhr von einer onkologischen Tagesklinik, die ihre leidenden und besonders anfälligen Patienten kurzerhand vor die Tür gesetzt hat.

Das Massensterben von Alten und Kranken entlastet Rentenversicherung, Wohnungsmarkt und Krankenkassen. Gerade im letzten Lebensjahrzehnt, so las ich unlängst, verursacht ein Deutscher 90 Prozent seiner Krankheitskosten.

Darüber hinaus kann man das böse Virus für den fälligen Wirtschafts- und Währungscrash trefflich verantwortlich machen, und damit auch für mögliche gewaltsame Folgen von Not und Überforderung staatlicher Organe wie Plünderungen, Faustrecht oder Vorstöße von Islamisten.

@ Andreas Walter (1. April 2020 06:56)

Danke für den verlinkten Beitrag von jouwatch. Die dort beschriebene Medien- und Kapitalmacht ist furchteinflößend! Leider klammern sich unsere Mitbürger – gerade Akademiker, mit denen ich in den letzten Tagen das Gespräch suchte – auch (und vielleicht gerade) jetzt in der Zeit großer Gefahr an die ihnen vertrauten Medien und wachen argwöhnisch darüber, dazu im Widerspruch stehende Informationen und Interpretationen als »Falschnachrichten aus dem Internet« nicht an sich heranzulassen. Hier hat die milliardenschwere globale Medienmacht der Etablierten wohl ganze Arbeit geleistet.

Hartwig aus LG8

1. April 2020 18:07

Um auch mal etwas positives zu nennen: Der kulturmarxistische Humbug, mit dem man als Großstädter pausenlos traktiert wird, liegt nahezu komplett auf Eis. Und wenn man durch Stadtparks, City, "Szeneviertel" streift, so erahnt man, wen das Regime der Ausgangsbeschränkung überdurchschnittlich trifft; ... nicht den Somewhere und auch nicht das Landei ...

Gelddrucker

1. April 2020 18:46

@Lotta Vorbeck:

Ich stimme zu, dass die Meuthenfraktion unser Land nicht zurückholen wird.

Sie könnten aber mithelfen, der Wegbereiter zu sein für Umwälzungen, die uns die Rückholaktion erlauben.

Lotta Vorbeck

1. April 2020 20:23

Martin Sellner [TELEGRAMELITE], [01.04.20 19:21]

Warum die Rechnung: Quarantäne + Wirtschaftskrise + Ramadan = Bürgerkrieg ergeben kann, erfahrt ihr in diesem Video: https://www.youtube.com/watch?v=u5tE3V9Nfsg

RMH

1. April 2020 21:29

Ja, nach Ostern, aber ab dem 23.04., also Beginn Ramadan, werden wir - Oh Wunder! - bessere Statistiken lesen und endlich "Lockerungen" (= Begriff aus dem Strafvollzug) bekommen.

Lotta Vorbeck

1. April 2020 21:40

@limes - 1. April 2020 - 05:51 PM

Leider klammern sich unsere Mitbürger – gerade Akademiker, mit denen ich in den letzten Tagen das Gespräch suchte – auch (und vielleicht gerade) jetzt in der Zeit großer Gefahr an die ihnen vertrauten Medien und wachen argwöhnisch darüber, dazu im Widerspruch stehende Informationen und Interpretationen als »Falschnachrichten aus dem Internet« nicht an sich heranzulassen. Hier hat die milliardenschwere globale Medienmacht der Etablierten wohl ganze Arbeit geleistet.

~~~~~~~~~~~~

Aus Frankreisch, Frankreisch, berichten Alternativmedien, daß die faktische Ausgangssperre, in Gegenden, wo sie aus demographischen Gründen offensichtlich nicht durchgesetzt werden kann, eben einfach nicht gilt.

Mit dem Beginn des islamischen Fastenmonats sehen sich die Systemmedien ab Donnerstag 23. April mit der Herkulesaufgabe konfrontiert, einerseits dafür zu sorgen, daß sich die Autochthonen weiterhin in die Selbstkasernierung fügen und gleichzeitig zu erklären, wie sich die, Zitat Angela Dorothea I., "die noch nicht so lange hier leben" derweil verhalten.

Lotta Vorbeck

1. April 2020 21:44

@Gelddrucker - 1. April 2020 - 06:46 PM

Sie könnten aber mithelfen, der Wegbereiter zu sein für Umwälzungen, die uns die Rückholaktion erlauben.

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Sie meinen Meuthens Meute©?

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© Wortschöpfung von Der_Juergen

Andreas Walter

1. April 2020 22:11

(K)ein Aprilscherz:

Die Welt, newsticker, 17:05

"Spahn untersagt Flüge aus Iran nach Deutschland

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus sind Flüge aus dem Iran nach Deutschland ab sofort untersagt. „Wir legen uns in Deutschland in der Epidemie scharfe Beschränkungen auf, da können wir Flüge aus diesem Hochrisikogebiet nicht zulassen“, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Die Anordnung erließ Spahn auf Basis des erst in der vergangenen Woche geänderten Infektionsschutzgesetzes, das dem Bund befristet mehr Kompetenzen bei der Bekämpfung der Epidemie gibt. Zur Begründung verwies er auch darauf, dass das Geschehen im Iran sehr intransparent sei. Das Land gehört zu den internationalen Corona-Risikogebieten.“

So etwas verrücktes kann doch nur Absicht sein.

zeitschnur

2. April 2020 10:00

Dr. Streeck im ZDF: https://www.youtube.com/watch?v=VP7La2bkOMo&feature=youtu.be

Demnach sind die gesammelten albernen "Maßnahmen", die seit einigen Tagen in den Supermärkten verschärft erzwungen werden, völlig überflüssig. Streeck konnte mit seinem Team nicht mal in "hochinfektiösen Familien" auch nur irgendwo im Haushalt ein aktives Virus nachweisen!
Beachtlich auch die Kritik an der schlampigen und peinlichen Arbeit bzw Nichtarbeit des RKI.
Und beachtlich auch die Kritik an den überstürzten und unüberlegten Maßnahmen der Regierungen.
Er formuliert im Prinzip durch die Blume, dass es jetzt vor allem einen einigermaßen un-peinlichen Exit geben muss.
Und teilweise formuliert er genau die banalen Erkenntnisse des gesunden Menschenverstandes, die so manche kritischen Geister auch hier etwa unter den Kommentierenden schon gehabt hatten.
Lanz dann kritisiert dann Drosten und die Tatsache, dass man nur ihn konsultiert hat, anstatt viele Virologen. Streeck macht dann viele Kotaus vor Drosten, die aber als strategischer Kotau gut erkennbar ist. "Einschleichen", sagt Streeck, sollte sich in der Bevölkerung, "dass wir Virologen alle anders arbeiten".
Dieses Gespräch ist für den Regierungszirkus der SuperGAU.
Ob aber die hündische Bevölkerung das realisiert?
Ob sie bereit sein wird, ihre Maulkörbe wieder abzunehmen?

Lotta Vorbeck

2. April 2020 10:56

@zeitschnur - 2. April 2020 - 10:00 AM

Ob aber die hündische Bevölkerung das realisiert?
Ob sie bereit sein wird, ihre Maulkörbe wieder abzunehmen?

~~~~~~~~~~~~

Sobald es die Frau Kaiserin ... äh Kasner befiehlt, werden die Maulkörbe abgenommen und sie werden sich mit Gebrüll auf jeden stürzen, der behauptet, sie hätten sich jemals Maulkörbe verpassen lassen.

Augustinus

2. April 2020 14:25

Ich finde es etwas seltsam, wenn sich Intellektuelle von den Niederungen der Wissenschaften und der Mathematik fernhalten. Manche fühlen sich von der Mathematik geradezu angeekelt. Einige kokettieren ganz offen damit, dass sie in der Schule in Mathe immer eine Null waren und 2 und 2 nicht zusammenzählen können.

Hier zwei Aufsätze von dem von mir geschätzten Jürgen Fritz (dessen Meinung zur Neuen Rechten ich nicht teile):

https://juergenfritz.com/2020/03/29/warum-so-viele-den-ernst-der-lage-bei-der-corona-pandemie-unterschaetzen/

https://juergenfritz.com/2020/04/02/sars-cov-2-und-die-buechse-der-pandora/

Götz Kubitschek

3. April 2020 08:37

badeschluß.

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